superklasse Beschreibung; genauso ist es! Nicht zu vergessen: Lieber Handschuhe tragen, damit man nicht doch aus versehen in die Dornenbüsche greift, passiert schneller als man meint!
Reisebericht Uganda 2012
tlkiel schrieb:superklasse Beschreibung; genauso ist es! Nicht zu vergessen: Lieber Handschuhe tragen, damit man nicht doch aus versehen in die Dornenbüsche greift, passiert schneller als man meint!Hallo Tikiel,
zum Glück gab es kaum Dornenbüsche, daher haben wir die mitgenommenen Handschuh nicht gebraucht. Aber es gibt Gorilla-Gruppen, bei denen die Handschuh sehr praktisch sind und die Hände gut schützen.
Schöne Grüße,
Nicole
fermoll schrieb:Ich habe mit großem Interesse von den Baumlöwen in verschiedenen Berichten gelesen. Danach habe ich Bücher und die Homepage von Fritz Pölking nachgelesen, der ein Lepardenweibchen und ihre Jungen in der Masai Mara über mehrere Jahre beobachtet hat. Danach ist m.M. ein gemeinsames Vorkommen von Löwen und Leoparden nicht zu erwarten, wenn Löwen auf Bäume steigen.Hallo Ferdi,
schön, dass Du immer noch dabei bist. Leider haben wir die Tree-climbing Lions ja im Ishasha-Sektor nicht gesehen und auch die Leoparden ließen sich sowohl im nördlichen als auch im südlichen Teil des Nationalparks nicht sehen.
Ich habe jetzt den Zusammenhang mit den Leoparden, die Fritz Pölking beobachtet hat, in der Masai Mara und dem Vorkommen von Leoparden und baumkletternden Löwen nicht ganz begriffen. Aber es gibt durchaus Beweise von Gästen, die auch im Ishasha-Teil Leoparden gesehen haben. Schau mal hier den Eintrag von "Echeverria":
Leoparden in Ishasha
Vielleicht ist der auch der Lake Manyara Nationalpark in Tansania ein Begriff. Auch dort gibt es baumkletternde Löwen und wie Du auf folgenden Links sehen kannst kommen dort auch Leoparden vor, zusammen mit den baumkletternden Löwen.
Leoparden in Lake Manyara
Und noch eine weitere Leoparden-Sichtung in Lake Manyara:
Leopard in Lake Manyara
Und selbst das von Dir oft zitierte Wikipedia berichtet von Leoparden in Lake Manyara:
Wikipedia: Leoparden in Lake Manyara
Vielleicht überzeugen Dich diese Berichte, dass beide zusammen in einem Gebiet vorkommen können. Zumal der Leopard wohl die am weitesten verbreitete der Großkatzen ist. Sie kommt in ganz Afrika vor, auch außerhalb der Nationalpark, z.B. sogar auf der Kaphalbinsel in Südafrika.
Schöne Grüße,
Nicole
P.S.: Habe bei Deinem letzten Eintrag bezüglich der Löwenfotos noch vergessen zu antworten:
fermoll schrieb:Hallo NicoleIch habe hier mit Absicht mit der Schärfentiefe gespielt, da ich ein Fan der großen Blenden bin (deswegen habe ich auch die entsprechenden Linsen angeschafft, denn sie eröffnen tolle Möglichkeiten). Ich fand es hier spannend, einmal die beiden Löwen im Vordergrund und einmal den Bruder im Hintergrund scharf abzubilden. Mir gefallen die Bilder auch nach wie vor sehr gut.
Zu den Löwenfotos habe ich noch eine Frage oder Anregung. Wäre es möglich gewesen, die Blendenzahl zu erhöhen ohne Verwacklungsunschärfe zu riskieren (Verschlusszeit ~ 1/Brennweite)? Damit wäre es vielleicht gelungen, die Tiefenschärfe zu erweitern, um alle Tiere scharf abzubilden.
Hallo Nicole,
danke für die Beschreibung des Gorilla Trecking Ablaufs.
Musstet Ihr zu den Permits Eure Reisepässe noch zusätzlich vorzeigen bevor es losging und wurden alle einzelnen Gruppen vorher zusammen gebrieft, das müsste dann ja ein ganz schönes Durcheinander sein ?
Gruss
Christian
danke für die Beschreibung des Gorilla Trecking Ablaufs.
Musstet Ihr zu den Permits Eure Reisepässe noch zusätzlich vorzeigen bevor es losging und wurden alle einzelnen Gruppen vorher zusammen gebrieft, das müsste dann ja ein ganz schönes Durcheinander sein ?
Gruss
Christian
Hallo Chris,
wir haben die Mishaya Gruppe besucht und das Briefing findet gemeinsam mit den Besuchern der Nshongi und Kahungye Gruppe statt. Bei der Ankunft mussten wir unsere Permits und die Pässe vorzeigen. Nach dem Briefing wurden die Personen auf die Guides der entsprechenden Gorilla-Gruppe verteilt und dann konnte eine Gruppe direkt starten (vom Ranger Post) und die anderen beiden Gruppen mussten noch ca. 1/2 Stunde mit dem Auto fahren, um zum Tracking-Startpunkt zu gelangen.
Durcheinander war da eigentlich nicht, denn die Guides hatten ein Schild mit dem Namen der Gorilla-Gruppe in der Hand. Es erinnerte eher ein bisschen an Schule oder Kindergarten 😗 , alles recht gut organisiert.
Hoffe, das hilft.
Schöne Grüße,
Nicole
wir haben die Mishaya Gruppe besucht und das Briefing findet gemeinsam mit den Besuchern der Nshongi und Kahungye Gruppe statt. Bei der Ankunft mussten wir unsere Permits und die Pässe vorzeigen. Nach dem Briefing wurden die Personen auf die Guides der entsprechenden Gorilla-Gruppe verteilt und dann konnte eine Gruppe direkt starten (vom Ranger Post) und die anderen beiden Gruppen mussten noch ca. 1/2 Stunde mit dem Auto fahren, um zum Tracking-Startpunkt zu gelangen.
Durcheinander war da eigentlich nicht, denn die Guides hatten ein Schild mit dem Namen der Gorilla-Gruppe in der Hand. Es erinnerte eher ein bisschen an Schule oder Kindergarten 😗 , alles recht gut organisiert.
Hoffe, das hilft.
Schöne Grüße,
Nicole
chris p schrieb:Hallo Nicole,Hallo Christian, eine Passkopie reicht ebenfalls wie wir feststellen durften weil wir die Pässe im Zimmer vergassen, jedoch Fotokopien in den Rucksäcken dabei hatten. In unserem Fall mussten wir von Buhoma nicht nochmals per Auto wohin fahren, sondern wurden am Ranger Post gebrieft und liefen dort direkt über ein Holzbrücklein und Bach den Berg hinauf zur Mubare Gruppe. Weil diese Gruppe so klein ist wird sie wenig verlangt und wir waren nur drei Besucher in unerer Gruppe.
danke für die Beschreibung des Gorilla Trecking Ablaufs.
Musstet Ihr zu den Permits Eure Reisepässe noch zusätzlich vorzeigen bevor es losging und wurden alle einzelnen Gruppen vorher zusammen gebrieft, das müsste dann ja ein ganz schönes Durcheinander sein ?
Gruss
Christian
Das briefing habe ich gefilmt und muss sagen dass es zum Lustigsten gehört was ich auf tape habe, dieser Ranger sollte auf die Bühne gelangen!
Gruesse leona
Gruss Leona
fermoll schrieb:Ich habe mit großem Interesse von den Baumlöwen in verschiedenen Berichten gelesen. Danach habe ich Bücher und die Homepage von Fritz Pölking nachgelesen, der ein Lepardenweibchen und ihre Jungen in der Masai Mara über mehrere Jahre beobachtet hat. Danach ist m.M. ein gemeinsames Vorkommen von Löwen und Leoparden nicht zu erwarten, wenn Löwen auf Bäume steigen.Im nächsten Kapitel meines aktuellen Reiseberichtes werde ich den empirischen Gegenbeweis zu dieser These liefern.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour
Staub & Schlamm (Kenia 21/22)
7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19)
Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017)
Elefantös - Zimbabwe 2016
Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015)
Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013)
Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Hallo Nicole,
Danke für das Feed Back über Gorilla Trekking! 😎
Wir werden wohl so oder so dem Schlamm kaum entgehen können....... 🙄
Hallo Leona,
Ich habe nur noch Permits für die Mubare Gruppe bekommen. Anscheinend ist es nicht so schlimm! Und wenn wir auch noch denselben Ranger haben....... 😄
Es grüsst
Annick
Danke für das Feed Back über Gorilla Trekking! 😎
Wir werden wohl so oder so dem Schlamm kaum entgehen können....... 🙄
Hallo Leona,
Ich habe nur noch Permits für die Mubare Gruppe bekommen. Anscheinend ist es nicht so schlimm! Und wenn wir auch noch denselben Ranger haben....... 😄
Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html
Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html]
Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html]
Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html}
Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html}
Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html}
Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html
Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
ANNICK schrieb:Hallo Nicole,Ich glaube wohl auch, dass Ihr dem Schlamm in Uganda nicht entkommen könnt. Aber es ist nicht so schlimm wie Du denkst. Beim Fallen ist er weich 😛 und es tut nicht so weh beim Fallen.
Danke für das Feed Back über Gorilla Trekking! 😎
Wir werden wohl so oder so dem Schlamm kaum entgehen können....... 🙄
ANNICK schrieb:Hallo Leona,Die Ranger waren auch bei uns echt klasse und sehr engagiert. Überhaupt haben uns die Ranger in den Nationalparks überzeugt durch Engagement und Fachkenntnis. Und ich bin überzeugt, Ihr werdet begeistert aus Uganda zurückkehren, nicht nur wegen dem unvergesslichen Gorilla-Tracking.
Ich habe nur noch Permits für die Mubare Gruppe bekommen. Anscheinend ist es nicht so schlimm! Und wenn wir auch noch denselben Ranger haben....... 😄
Es grüsst
Annick
Nun geht es mit einem Fahrtag weiter, der lang und recht aufregend war. Viel Spass beim Lesen.
Schöne Grüße,
Nicole
29. Oktober
Um 7.00 Uhr gibt es Frühstück. Wir haben uns abends noch mit dem Manager der Lodge und dem Reiseleiter der kleinen Gruppe, die mit uns im Wilderness Camp waren, über die Strecke nach Bwindi bzw. Nkuringo unterhalten. Wie schon Geoffrey von Kabiza, rieten uns auch die beiden nicht die direkte Strecke von Ishasha Richtung Buhoma und dann Richtung Ruhija zu nehmen. Die Strecke soll durch Streikende blockiert sein und jeder rät uns dringend davon ab, diese Route zu fahren. Stattdessen sollen wir weiter Richtung Kanungu fahren und von dort Richtung Ikumba. Hätten wir zuvor gewusst, was der Tag für uns bereit hält, wir wären vielleicht in Ishasha geblieben, aber dann hätten wir morgen die Gorillas verpasst, also keine Option 😎

Das Hauptgebäude der Lodge

Der schöne Platz am Fluss (leider durch den Regen bei uns nicht zu nutzen, sonst wird hier ein Feuer gemacht abends vor dem Dinner)
So fahren wir um 8.00 Uhr los und nehmen noch einmal den Northern Loop Richtung Westen. Ein kleine Hoffnung haben wir noch auf die „tree-climbing lions“. Und so fahren wir noch ein paar Regionen ab, wo sie sein könnten. Die Betonung liegt auf „könnten“, denn wie im Lake Manyara beschließen die Löwen auch hier in Ishasha, uns einen Grund für eine Rückkehr zu geben. Denn sie bleiben verborgen und zeigen sich uns nicht. Wir sehen außer Hyänenspuren auch noch Topis, Paviane, Uganda Kobs, diverse Vögel und ein paar Vervet Monkeys, die hier aber sehr scheu sind. Und genießen trotz allem die schöne Landschaft in Ishasha.

Topi

Yellow-throated Longclaw – Gelbkehlpieper – Nach der netten Begrüßung gestern sagt er uns heute noch Farewell

Long-crested Eagle - Mein erster Schopfadler

Grey-backed Fiscal – Graumantelwürger

Sooty Chat - Einfarbschmätzer
Aufgrund der Strecke, die uns noch bevor steht, beschließen wir nach einer Stunde Richtung Nkuringo aufzubrechen, denn ein bisschen Bammel haben wir vor dieser Strecke (naja, ich habe Bammel 😊 , Markus ist wie immer sehr gelassen). Der Weg ist zuerst einfach nur holprig, aber vollkommen in Ordnung.
Unterwegs sehen wir einen weiteren Schopfadler, der seine Beute verzehrt. Erst wird gerupft und dann wir die kleine Maus (oder was immer es auch war) doch komplett verschlungen.



Wir fahren durch Kihihi und finden auch in Kanyantorogo den richtigen Abzweig nach Kanungu. Anfänglich gibt es auf der Strecke einige Matschstellen, aber mit der Untersetzung lässt sich alles gut bewältigen.

Wir folgen T4A und auch der Karte. In einem Ort, ich denke es war Kanungu, fahren wir erst in die falsche Richtung, es geht steil den Berg hinunter und die Strasse verdient diesen Namen nicht, denn eigentlich fahren wir über den blanken Fels. Nach einigen Minuten entscheiden wir, dass das nicht der Weg sein kann. Also wenden, aber das ist auch nicht so einfach, denn die Strasse ist sehr schmal. Wir müssen doch noch ein Stückchen weiterfahren und können dann an einer etwas breiteren Stelle drehen. Wieder über den Felsenweg zurück im Ort fragen wir einen Mann an der Strasse. Zum Glück spricht er Englisch, aber er kann leider keine Karte lesen. Wir fragen nach dem Weg Richtung Ikumba und er zeigt uns die Richtung. Auch das T4A zeigt uns diesen Weg und biegen wir nun rechts ab.
Einige Impressionen von der Strecke, aber eher die guten Stellen. Später habe ich vor Anspannung leider vergessen, zu fotografieren.



Durchfahrt durch einen der kleinen Orte

Eine der Matschlöcher, die aber ganz gut zu bewältigen waren


Schulkinder, die Holz transportieren
Das Navi bzw. T4A bezeichnet diesen Weg als „Gravel Road“. Das ist aber wirklich der absolute Witz, denn die Strasse wird immer schlimmer. Jeder Bergwanderweg in Europa ist besser als diese Strasse. Es wird immer enger, wir fahren immer wieder durch kleine Wälder oder aber offenen Flächen. Rechts neben der Strasse geht es in den Abgrund, links steil den Berg rauf. Wir befinden uns hier auf über 2000m.


Anfänglich sehen wir noch Menschen auf dem Weg, die sich wohl wundern, wo wir hinwollen. Später gibt es keine Dörfer mehr und wir sehen auch kaum mehr irgendwelche Menschen. Sehr ungewöhnlich in Uganda, wo eigentlich immer jemand auf der Strasse läuft. Und Handy-Empfang gibt es hier auch nicht. Wir fragen unterwegs mal, aber leider spricht hier niemand Englisch.
Was machen wir, wenn uns hier ein Auto entgegen kommt? Oder wenn wir eine Panne haben? Oder wenn wir vom Weg abrutschen oder im Matsch steckenbleiben? Oder aber wenn die Strasse nur noch zum Fußweg wird? Drehen und zurückfahren ist keine Option, denn dafür ist die Strasse zu schmal. Mir gehen tausend Gedanken durch den Kopf, während Markus gelassen, aber hoch konzentriert weiter fährt. Er lässt sich zum Glück nicht aus der Ruhe bringen. Als uns zwei Teenager mitten im Nirgendwo hinterher rennen und nicht gerade freundlich schauen, rutscht mir das Herz in die Hose. Ich glaube im Nachhinein nicht, dass sie irgendetwas Böses wollten, aber in dieser Situation war es schon etwas beängstigend. Aber das war wohl mehr auf meine Anspannung wegen der Strasse zurückzuführen. Ich habe echt das erste Mal in Afrika richtig Bammel, ich gebe es offen zu. Und hoffe nur noch, dass wir irgendwie in Nkuringo ankommen.

Irgendwann öffnet sich das Tal, wir sind fast unten angekommen und sehen eine kleine Brücke. Hinter der Brücke steht ein großes Baufahrzeug und ich denke nur, wenn der bis dahin gekommen ist, dann schaffen wir den Weg runter locker. Mir fallen tausend Steine vom Herzen.
Die Strasse wird zwar nicht wesentlich besser, aber viel breiter. Und hier sind auch wieder Menschen unterwegs. Wir haben für die letzten 10 km über 2 Stunden gebraucht. Wir waren ja vorgewarnt und haben mit sehr schlechten Straßenverhältnissen gerechnet. Auf den Bildern sieht es fast harmlos aus, es lässt sich schwer in Bildern festhalten, dass hat man ja z.B. auch bei Topobär’s letztem Bericht aus Tansania gesehen. Aber in der Situation und mit der Erinnerung an unser Erlebnis nahe Chimps’ Nest war es nicht witzig. Und dieser Tag ist auch der Grund, warum ich nicht glaube, dass Selbstfahren in Uganda für jeden das Richtige ist, besonders wenn man keine Off-Road Erfahrung hat. In der Regenzeit hätte ich diese Strasse nicht fahren wollen, Erfahrung hin oder her. Und gute Nerven braucht man definitiv (ich hätte sie nicht gehabt, habe aber zum Glück einen nervenstarken Mann an meiner Seite).
Endlich erreichen wir auch die nagelneue Teerstrasse von Kabale nach Kisoro östlich von Ikumba. Da unsere Tankanzeige auch so langsam einen leeren Tank anzeigt und wir nicht wissen, ob auf der direkten Strecke nach Nkuringo noch eine Tankmöglichkeit, beschließen wir erst noch nach Kisoro zu fahren, um Geld zu holen und zu tanken. Laut Bradt Guide gibt es eine Shell und eine Caltex und auch eine Stanbic Bank. Bei der Einfahrt nach Kisoro sehen wir noch das Flüchtlingscamp, dass aber inzwischen fast leer ist, denn die meisten Flüchtlinge sind wohl nach Fort Portal gebracht worden.
Die Tankstellen gibt es nicht mehr, sie sind verwaist und die ATM der Stanbic ist leer. Wir finden aber an einer Kreuzung eine sehr volle, sehr kleine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen. Überall stehen kleine LKWs, Motorräder und Autos. Aber der freundliche Tankwart winkt uns zu und füllt unseren Tank wieder auf. Direkt neben der Tankstelle geht die Strasse nach Nkuringo ab. Naja, Strasse kann man das auch nicht wirklich nennen, es sieht eher aus wie Teerfetzen in einem Fluss. Es hat gerade stark geregnet. Jetzt ist es aber trocken, Wasserströme fließen trotzdem die Piste hinunter, Teerflächen gibt es nur rudimentär und dazwischen sind die Löcher riesig und zum Teil auch sehr tief. Die Menschen laufen mit Flip-Flops oder Gummistiefeln durch das Wasser, für sie ist das wahrscheinlich Alltag. Wir sitzen zumindest noch im Trockenen, daher ist es „meckern“ auf hohem Niveau. Zu Fuß wären wir übrigens nur geringfügig bis gar nicht langsamer gewesen. Die Strasse wird eher schlechter als besser, obwohl wir uns immer noch in Kisoro befinden.
Dann sehe ich vor uns eine Menschenmenge, die ganze Straße ist mit Menschen gefüllt, die rechts aus einer Kirche strömen und die Straße in die Richtung läuft, die wir entlang müssen. Sieht nach einer Beerdigung aus und so warten wir in großer Entfernung. Wir haben ja „nur“ noch ca. 30 km vor uns. Markus macht den Wagen aus und wir warten. Denn die Beerdigung hat definitiv Vorrang ... denken wir. Eine älterer Herr mit Sacko und Gummistiefeln sieht das anscheinend anders. Er winkt uns hektisch zu, dass wir kommen sollen. Wir reagieren erst einmal nicht, denn das ist uns total peinlich. Er hört aber nicht auf, sondern wird immer vehementer.
Er scheucht seine Mitmenschen von der Strasse, winkt uns weiter hektisch zu, dass wir vor fahren sollen. Wir wollen das wirklich nicht, aber er winkt uns sehr beharrlich und hektisch zu. So fahren wir ganz langsam durch die Menschenmenge, die auch freundlich Platz machen. Als wir durch sind, winkt der Herr uns freundlich zu und lacht. Wir bedanken uns und rumpeln weiter Richtung Nkuringo.
Vorbei an einem Steinbruch, wo mehrere Männer hoch oben Steine aus dem Feld heraus hauen, immer kleiner machen, bis unten Steinmehl auf einem Haufen liegt. Es sieht sehr gefährlich aus und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie die Männer dort hochkommen, denn Leitern waren nicht zu sehen.
Die Strasse bleibt sehr schlecht bis wir in Rubugeri auf die Strasse nach Nkuringo kommen. Dann wird es zumindest ein bisschen besser, aber nicht viel. Die Strasse windet sich die Berge hinauf und wir sind schon auf 2300 m. Die Aussicht ist traumhaft, man sieht die Berge und Vulkane im Kongo, die zum Teil noch aktiv sind und über denen Rauch zu sehen ist. Markus kann das alles leider nicht genießen, denn er braucht seine ganze Konzentration für die Strasse. Hier gibt es blanken Fels, große „Rinnen“, die durch den Regen ausgewaschen werden und Matsch und Schlamm.

Einfahrt zum Nkuringo Gorilla Camp
Um 17.30 Uhr sind wir endlich im Nkuringo Gorilla Camp angekommen und werden super freundlich empfangen. Wir bekommen das Camp gezeigt und unser Zimmer.

Wir haben eines der zwei Zimmer, die ein eigenes Bad haben. Auf der Terrasse steht schon heißes Wasser für Kaffee und Tee und von hier hat man eine traumhafte Aussicht in den Kongo.

Unser Chalet

Der Ausblick von unserer Terrasse

Unser Zimmer

Die schöne Dusche

Und extra für Annick (den „Fluch“ wirst Du wohl nie wieder los 😉 )
Wir versuchen uns ein wenig, von diesem anstrengenden Tag zu erholen, genießen eine heiße Dusche, nachdem uns jemand den Wasserbehälter aufgefüllt hat. Zwischendurch gehen wir auf eine Anhöhe innerhalb des Camps und genießen auch dort die schöne Aussicht.

Um 19.30 Uhr geht es zum Dinner. Der Besitzer der Lodge, Robert, ist auch mit seiner Frau zur Zeit in Nkuringo und wir sitzen alle zusammen an einem Tisch. Wir unterhalten uns mit den anderen Gästen, einer Familie aus Südafrika. Sie erzählen uns von ihrem tollen Gorilla-Tracking. Ihre Schuhe sind frisch gewaschen und trocknen am Feuer und das Gorilla-Tracking war wohl toll, aber super anstrengend und sehr schlammig. Sie waren über 7 Stunden unterwegs und auf dem Rückweg den steilen Berg hoch fing es zur Krönung noch an zu schütten. Ok, sie haben die Nkuringo Gruppe besucht, bei uns wird das morgen bestimmt komplett anders 😗 ... hoffen wir zumindest.
Das Essen ist sehr lecker, es gibt Tomatensuppe, Beef mit Paprika, Möhren, Reis und Kartoffeln. Es gibt eine offene Küche, in die wir jederzeit hinein schauen können. Verhungern kann man als Tourist in Uganda auf jeden Fall nicht. Und der Nachtisch ... Überraschung: Heiße, gebackene Banane 😄 . Das heißt, zwei weitere Bananen für Markus. Er bekommt hier in Uganda definitiv den Bananen-Overkill. 🤪
Um 21.00 Uhr gehen wir im strömenden Regen (na, dass kann ja morgen heiter werden) zurück zu unserem Chalet und finden eine Wärmflasche in unserem Bett. Sehr willkommen, denn es ist hier recht kühl. Wir schlafen schnell ein, denn die Nacht wird wieder kurz. Morgen früh heißt es früh aufstehen und es steht DAS Highlight unseres Urlaubs an: DAS GORILLA-TRACKING
Um 7.00 Uhr gibt es Frühstück. Wir haben uns abends noch mit dem Manager der Lodge und dem Reiseleiter der kleinen Gruppe, die mit uns im Wilderness Camp waren, über die Strecke nach Bwindi bzw. Nkuringo unterhalten. Wie schon Geoffrey von Kabiza, rieten uns auch die beiden nicht die direkte Strecke von Ishasha Richtung Buhoma und dann Richtung Ruhija zu nehmen. Die Strecke soll durch Streikende blockiert sein und jeder rät uns dringend davon ab, diese Route zu fahren. Stattdessen sollen wir weiter Richtung Kanungu fahren und von dort Richtung Ikumba. Hätten wir zuvor gewusst, was der Tag für uns bereit hält, wir wären vielleicht in Ishasha geblieben, aber dann hätten wir morgen die Gorillas verpasst, also keine Option 😎
Das Hauptgebäude der Lodge
Der schöne Platz am Fluss (leider durch den Regen bei uns nicht zu nutzen, sonst wird hier ein Feuer gemacht abends vor dem Dinner)
So fahren wir um 8.00 Uhr los und nehmen noch einmal den Northern Loop Richtung Westen. Ein kleine Hoffnung haben wir noch auf die „tree-climbing lions“. Und so fahren wir noch ein paar Regionen ab, wo sie sein könnten. Die Betonung liegt auf „könnten“, denn wie im Lake Manyara beschließen die Löwen auch hier in Ishasha, uns einen Grund für eine Rückkehr zu geben. Denn sie bleiben verborgen und zeigen sich uns nicht. Wir sehen außer Hyänenspuren auch noch Topis, Paviane, Uganda Kobs, diverse Vögel und ein paar Vervet Monkeys, die hier aber sehr scheu sind. Und genießen trotz allem die schöne Landschaft in Ishasha.
Topi
Yellow-throated Longclaw – Gelbkehlpieper – Nach der netten Begrüßung gestern sagt er uns heute noch Farewell
Long-crested Eagle - Mein erster Schopfadler
Grey-backed Fiscal – Graumantelwürger
Sooty Chat - Einfarbschmätzer
Aufgrund der Strecke, die uns noch bevor steht, beschließen wir nach einer Stunde Richtung Nkuringo aufzubrechen, denn ein bisschen Bammel haben wir vor dieser Strecke (naja, ich habe Bammel 😊 , Markus ist wie immer sehr gelassen). Der Weg ist zuerst einfach nur holprig, aber vollkommen in Ordnung.
Unterwegs sehen wir einen weiteren Schopfadler, der seine Beute verzehrt. Erst wird gerupft und dann wir die kleine Maus (oder was immer es auch war) doch komplett verschlungen.
Wir fahren durch Kihihi und finden auch in Kanyantorogo den richtigen Abzweig nach Kanungu. Anfänglich gibt es auf der Strecke einige Matschstellen, aber mit der Untersetzung lässt sich alles gut bewältigen.
Wir folgen T4A und auch der Karte. In einem Ort, ich denke es war Kanungu, fahren wir erst in die falsche Richtung, es geht steil den Berg hinunter und die Strasse verdient diesen Namen nicht, denn eigentlich fahren wir über den blanken Fels. Nach einigen Minuten entscheiden wir, dass das nicht der Weg sein kann. Also wenden, aber das ist auch nicht so einfach, denn die Strasse ist sehr schmal. Wir müssen doch noch ein Stückchen weiterfahren und können dann an einer etwas breiteren Stelle drehen. Wieder über den Felsenweg zurück im Ort fragen wir einen Mann an der Strasse. Zum Glück spricht er Englisch, aber er kann leider keine Karte lesen. Wir fragen nach dem Weg Richtung Ikumba und er zeigt uns die Richtung. Auch das T4A zeigt uns diesen Weg und biegen wir nun rechts ab.
Einige Impressionen von der Strecke, aber eher die guten Stellen. Später habe ich vor Anspannung leider vergessen, zu fotografieren.
Durchfahrt durch einen der kleinen Orte
Eine der Matschlöcher, die aber ganz gut zu bewältigen waren
Schulkinder, die Holz transportieren
Das Navi bzw. T4A bezeichnet diesen Weg als „Gravel Road“. Das ist aber wirklich der absolute Witz, denn die Strasse wird immer schlimmer. Jeder Bergwanderweg in Europa ist besser als diese Strasse. Es wird immer enger, wir fahren immer wieder durch kleine Wälder oder aber offenen Flächen. Rechts neben der Strasse geht es in den Abgrund, links steil den Berg rauf. Wir befinden uns hier auf über 2000m.
Anfänglich sehen wir noch Menschen auf dem Weg, die sich wohl wundern, wo wir hinwollen. Später gibt es keine Dörfer mehr und wir sehen auch kaum mehr irgendwelche Menschen. Sehr ungewöhnlich in Uganda, wo eigentlich immer jemand auf der Strasse läuft. Und Handy-Empfang gibt es hier auch nicht. Wir fragen unterwegs mal, aber leider spricht hier niemand Englisch.
Was machen wir, wenn uns hier ein Auto entgegen kommt? Oder wenn wir eine Panne haben? Oder wenn wir vom Weg abrutschen oder im Matsch steckenbleiben? Oder aber wenn die Strasse nur noch zum Fußweg wird? Drehen und zurückfahren ist keine Option, denn dafür ist die Strasse zu schmal. Mir gehen tausend Gedanken durch den Kopf, während Markus gelassen, aber hoch konzentriert weiter fährt. Er lässt sich zum Glück nicht aus der Ruhe bringen. Als uns zwei Teenager mitten im Nirgendwo hinterher rennen und nicht gerade freundlich schauen, rutscht mir das Herz in die Hose. Ich glaube im Nachhinein nicht, dass sie irgendetwas Böses wollten, aber in dieser Situation war es schon etwas beängstigend. Aber das war wohl mehr auf meine Anspannung wegen der Strasse zurückzuführen. Ich habe echt das erste Mal in Afrika richtig Bammel, ich gebe es offen zu. Und hoffe nur noch, dass wir irgendwie in Nkuringo ankommen.
Irgendwann öffnet sich das Tal, wir sind fast unten angekommen und sehen eine kleine Brücke. Hinter der Brücke steht ein großes Baufahrzeug und ich denke nur, wenn der bis dahin gekommen ist, dann schaffen wir den Weg runter locker. Mir fallen tausend Steine vom Herzen.
Die Strasse wird zwar nicht wesentlich besser, aber viel breiter. Und hier sind auch wieder Menschen unterwegs. Wir haben für die letzten 10 km über 2 Stunden gebraucht. Wir waren ja vorgewarnt und haben mit sehr schlechten Straßenverhältnissen gerechnet. Auf den Bildern sieht es fast harmlos aus, es lässt sich schwer in Bildern festhalten, dass hat man ja z.B. auch bei Topobär’s letztem Bericht aus Tansania gesehen. Aber in der Situation und mit der Erinnerung an unser Erlebnis nahe Chimps’ Nest war es nicht witzig. Und dieser Tag ist auch der Grund, warum ich nicht glaube, dass Selbstfahren in Uganda für jeden das Richtige ist, besonders wenn man keine Off-Road Erfahrung hat. In der Regenzeit hätte ich diese Strasse nicht fahren wollen, Erfahrung hin oder her. Und gute Nerven braucht man definitiv (ich hätte sie nicht gehabt, habe aber zum Glück einen nervenstarken Mann an meiner Seite).
Endlich erreichen wir auch die nagelneue Teerstrasse von Kabale nach Kisoro östlich von Ikumba. Da unsere Tankanzeige auch so langsam einen leeren Tank anzeigt und wir nicht wissen, ob auf der direkten Strecke nach Nkuringo noch eine Tankmöglichkeit, beschließen wir erst noch nach Kisoro zu fahren, um Geld zu holen und zu tanken. Laut Bradt Guide gibt es eine Shell und eine Caltex und auch eine Stanbic Bank. Bei der Einfahrt nach Kisoro sehen wir noch das Flüchtlingscamp, dass aber inzwischen fast leer ist, denn die meisten Flüchtlinge sind wohl nach Fort Portal gebracht worden.
Die Tankstellen gibt es nicht mehr, sie sind verwaist und die ATM der Stanbic ist leer. Wir finden aber an einer Kreuzung eine sehr volle, sehr kleine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen. Überall stehen kleine LKWs, Motorräder und Autos. Aber der freundliche Tankwart winkt uns zu und füllt unseren Tank wieder auf. Direkt neben der Tankstelle geht die Strasse nach Nkuringo ab. Naja, Strasse kann man das auch nicht wirklich nennen, es sieht eher aus wie Teerfetzen in einem Fluss. Es hat gerade stark geregnet. Jetzt ist es aber trocken, Wasserströme fließen trotzdem die Piste hinunter, Teerflächen gibt es nur rudimentär und dazwischen sind die Löcher riesig und zum Teil auch sehr tief. Die Menschen laufen mit Flip-Flops oder Gummistiefeln durch das Wasser, für sie ist das wahrscheinlich Alltag. Wir sitzen zumindest noch im Trockenen, daher ist es „meckern“ auf hohem Niveau. Zu Fuß wären wir übrigens nur geringfügig bis gar nicht langsamer gewesen. Die Strasse wird eher schlechter als besser, obwohl wir uns immer noch in Kisoro befinden.
Dann sehe ich vor uns eine Menschenmenge, die ganze Straße ist mit Menschen gefüllt, die rechts aus einer Kirche strömen und die Straße in die Richtung läuft, die wir entlang müssen. Sieht nach einer Beerdigung aus und so warten wir in großer Entfernung. Wir haben ja „nur“ noch ca. 30 km vor uns. Markus macht den Wagen aus und wir warten. Denn die Beerdigung hat definitiv Vorrang ... denken wir. Eine älterer Herr mit Sacko und Gummistiefeln sieht das anscheinend anders. Er winkt uns hektisch zu, dass wir kommen sollen. Wir reagieren erst einmal nicht, denn das ist uns total peinlich. Er hört aber nicht auf, sondern wird immer vehementer.
Er scheucht seine Mitmenschen von der Strasse, winkt uns weiter hektisch zu, dass wir vor fahren sollen. Wir wollen das wirklich nicht, aber er winkt uns sehr beharrlich und hektisch zu. So fahren wir ganz langsam durch die Menschenmenge, die auch freundlich Platz machen. Als wir durch sind, winkt der Herr uns freundlich zu und lacht. Wir bedanken uns und rumpeln weiter Richtung Nkuringo.
Vorbei an einem Steinbruch, wo mehrere Männer hoch oben Steine aus dem Feld heraus hauen, immer kleiner machen, bis unten Steinmehl auf einem Haufen liegt. Es sieht sehr gefährlich aus und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie die Männer dort hochkommen, denn Leitern waren nicht zu sehen.
Die Strasse bleibt sehr schlecht bis wir in Rubugeri auf die Strasse nach Nkuringo kommen. Dann wird es zumindest ein bisschen besser, aber nicht viel. Die Strasse windet sich die Berge hinauf und wir sind schon auf 2300 m. Die Aussicht ist traumhaft, man sieht die Berge und Vulkane im Kongo, die zum Teil noch aktiv sind und über denen Rauch zu sehen ist. Markus kann das alles leider nicht genießen, denn er braucht seine ganze Konzentration für die Strasse. Hier gibt es blanken Fels, große „Rinnen“, die durch den Regen ausgewaschen werden und Matsch und Schlamm.
Einfahrt zum Nkuringo Gorilla Camp
Um 17.30 Uhr sind wir endlich im Nkuringo Gorilla Camp angekommen und werden super freundlich empfangen. Wir bekommen das Camp gezeigt und unser Zimmer.
Wir haben eines der zwei Zimmer, die ein eigenes Bad haben. Auf der Terrasse steht schon heißes Wasser für Kaffee und Tee und von hier hat man eine traumhafte Aussicht in den Kongo.
Unser Chalet
Der Ausblick von unserer Terrasse
Unser Zimmer
Die schöne Dusche
Und extra für Annick (den „Fluch“ wirst Du wohl nie wieder los 😉 )
Wir versuchen uns ein wenig, von diesem anstrengenden Tag zu erholen, genießen eine heiße Dusche, nachdem uns jemand den Wasserbehälter aufgefüllt hat. Zwischendurch gehen wir auf eine Anhöhe innerhalb des Camps und genießen auch dort die schöne Aussicht.
Um 19.30 Uhr geht es zum Dinner. Der Besitzer der Lodge, Robert, ist auch mit seiner Frau zur Zeit in Nkuringo und wir sitzen alle zusammen an einem Tisch. Wir unterhalten uns mit den anderen Gästen, einer Familie aus Südafrika. Sie erzählen uns von ihrem tollen Gorilla-Tracking. Ihre Schuhe sind frisch gewaschen und trocknen am Feuer und das Gorilla-Tracking war wohl toll, aber super anstrengend und sehr schlammig. Sie waren über 7 Stunden unterwegs und auf dem Rückweg den steilen Berg hoch fing es zur Krönung noch an zu schütten. Ok, sie haben die Nkuringo Gruppe besucht, bei uns wird das morgen bestimmt komplett anders 😗 ... hoffen wir zumindest.
Das Essen ist sehr lecker, es gibt Tomatensuppe, Beef mit Paprika, Möhren, Reis und Kartoffeln. Es gibt eine offene Küche, in die wir jederzeit hinein schauen können. Verhungern kann man als Tourist in Uganda auf jeden Fall nicht. Und der Nachtisch ... Überraschung: Heiße, gebackene Banane 😄 . Das heißt, zwei weitere Bananen für Markus. Er bekommt hier in Uganda definitiv den Bananen-Overkill. 🤪
Um 21.00 Uhr gehen wir im strömenden Regen (na, dass kann ja morgen heiter werden) zurück zu unserem Chalet und finden eine Wärmflasche in unserem Bett. Sehr willkommen, denn es ist hier recht kühl. Wir schlafen schnell ein, denn die Nacht wird wieder kurz. Morgen früh heißt es früh aufstehen und es steht DAS Highlight unseres Urlaubs an: DAS GORILLA-TRACKING
Hallo Nicole,
was für eine tolle Geschichte und diese Bilder 🤩 🤩 Wie gut das wir hier mitreisen dürfen 🤩 Da wäre ich ja sonst auch mehrmals gestorben. 😄
Die Vogelbilder sind klasse und ein Kompliment an Dich , das Du sie auch alle benennst Mein Silberadler is very impressed. 😁
Liebe Grüße
Cécile 🙂
was für eine tolle Geschichte und diese Bilder 🤩 🤩 Wie gut das wir hier mitreisen dürfen 🤩 Da wäre ich ja sonst auch mehrmals gestorben. 😄
Die Vogelbilder sind klasse und ein Kompliment an Dich , das Du sie auch alle benennst Mein Silberadler is very impressed. 😁
Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
engelstrompete schrieb:Hallo Nicole,Hi Cecile,
was für eine tolle Geschichte und diese Bilder 🤩 🤩 Wie gut das wir hier mitreisen dürfen 🤩 Da wäre ich ja sonst auch mehrmals gestorben. 😄
Die Vogelbilder sind klasse und ein Kompliment an Dich , das Du sie auch alle benennst Mein Silberadler is very impressed. 😁
Liebe Grüße
Cécile 🙂
schön, dass Du immer noch dabei bist. Ich bemühe mich, immer tiefer in die "Vogel-Materie" einzusteigen, aber bin noch weit davon entfernt, alles bestimmen zu können. Konnte Dein Silberadler vielleicht die Vögel mit dem "?" benennen? Denn da sind schon so einige, wo ich nicht so sicher bin. Vielleicht kann er ja da helfen.
Liebe Grüße,
Nicole
Hallo,
auf der ersten Seite sind nun die Links für die einzelnen Tage des Reiseberichts eingetragen (dem Beispiel von Dirk und Mandy folgend). So kann nun jeder relativ ohne Kommentare unserer Reise folgen.
Ich finde den Vorschlag immer noch gut, denn so kann jeder den Bericht so lesen, wie es ihm am besten gefällt, mit oder ohne Kommentare.
Schöne Grüße,
Nicole
auf der ersten Seite sind nun die Links für die einzelnen Tage des Reiseberichts eingetragen (dem Beispiel von Dirk und Mandy folgend). So kann nun jeder relativ ohne Kommentare unserer Reise folgen.
Ich finde den Vorschlag immer noch gut, denn so kann jeder den Bericht so lesen, wie es ihm am besten gefällt, mit oder ohne Kommentare.
Schöne Grüße,
Nicole
Hallo Nicole,
wie schön, dass es weitergeht und bald die Gorillas kommen. 😄
Deine Fotos sind super, vor allem die Vögel haben es mir diesmal angetan. 😁
LG Guggu
wie schön, dass es weitergeht und bald die Gorillas kommen. 😄
Einige Impressionen von der Strecke, aber eher die guten Stellen. Später habe ich vor Anspannung leider vergessen, zu fotografieren.Ich bin froh, dass wir mit euch reisen durfen, das wäre definitiv nichts für und. Ich finde es kommt ganz gut rüber wie besc....en die "Straße" war. Ich bekomme schon Bluthochdruck bloß beim Schauen und lesen. Help!! 🤩 🤩 😈
Wir waren ja vorgewarnt und haben mit sehr schlechten Straßenverhältnissen gerechnet. Auf den Bildern sieht es fast harmlos aus, es lässt sich schwer in Bildern festhalten, dass hat man ja z.B. auch bei Topobär’s letztem Bericht aus Tansania gesehen. Aber in der Situation und mit der Erinnerung an unser Erlebnis nahe Chimps’ Nest war es nicht witzig.
Deine Fotos sind super, vor allem die Vögel haben es mir diesmal angetan. 😁
LG Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia
Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains
Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane
NAM/BOT 2017 :So weit! So gut!
Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Ich lese auch begeistert mich.
Bin zwar noch relativer Afrikaneuling und ob es mich jemals nach Uganda verschlagen wird ist fraglich, aber trotzdem bin ich neugierig, was man so in Gegenden erlebt, über die sich hierzulande kaum jemand informiert.
LG,
Danilo
Bin zwar noch relativer Afrikaneuling und ob es mich jemals nach Uganda verschlagen wird ist fraglich, aber trotzdem bin ich neugierig, was man so in Gegenden erlebt, über die sich hierzulande kaum jemand informiert.
LG,
Danilo
LG, Danilo
2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Liebe Nicole,
das war ja eine sehr aufregende Etappe! Da hätte ich echt Angst gehabt, toll, dass Dein Mann da so cool bleibt und alles meistert! Ich kann mir vorstellen, dass Ihr sicher sehr erleichtert gewesen seid, als Ihr schließlich angekommen seid...
Schön, dass Du uns teilhaben lässt und die Bilder sind wie immer sehr beeindruckend!
Liebe Grüße, Alexa
das war ja eine sehr aufregende Etappe! Da hätte ich echt Angst gehabt, toll, dass Dein Mann da so cool bleibt und alles meistert! Ich kann mir vorstellen, dass Ihr sicher sehr erleichtert gewesen seid, als Ihr schließlich angekommen seid...
Schön, dass Du uns teilhaben lässt und die Bilder sind wie immer sehr beeindruckend!
Liebe Grüße, Alexa
Hallo,
schön, dass Ihr auch auf dem eher "langweiligen" Fahrtag dabei seid (zum Lesen, nicht beim Fahren 😎 ) .
Ja, die Gorillas kommen. Vielleicht schaffe ich es ja diese Woche noch, mal sehen. Aber schon mal als Vorwarnung, dann kommen VIELE Bilder, denn da fällt die Auswahl einfach zu schwer. 🙂
ich hatte ehrlich gesagt auch nie über Uganda nachgedacht. Aber nachdem andere Pläne geplatzt waren, bin ich durch verschiedene Reiseberichte auf dieses schöne Land aufmerksam geworden und bin sehr froh, dass wir diese Reise gemacht haben.
ja, das war definitiv fahrtechnisch der aufregendste Tag der Reise. Ich bin mit meinem Mann schon lange zusammen, aber in diesem Urlaub habe ich wieder einige Seiten an ihm sehr zu schätzen gelernt, die ein bisschen in Vergessenheit geraten sind im normalen Alltag. 🙂
Bilder gibt es dann "leider" massig am nächsten Tag. Aber ich hoffe, Ihr werdet es ertragen können.
Schöne Grüße,
Nicole
schön, dass Ihr auch auf dem eher "langweiligen" Fahrtag dabei seid (zum Lesen, nicht beim Fahren 😎 ) .
Guggu schrieb:Hallo Nicole,Hallo Guggu
wie schön, dass es weitergeht und bald die Gorillas kommen. 😄
Ja, die Gorillas kommen. Vielleicht schaffe ich es ja diese Woche noch, mal sehen. Aber schon mal als Vorwarnung, dann kommen VIELE Bilder, denn da fällt die Auswahl einfach zu schwer. 🙂
Guggu schrieb:Ich bin froh, dass wir mit euch reisen durfen, das wäre definitiv nichts für und. Ich finde es kommt ganz gut rüber wie besc....en die "Straße" war. Ich bekomme schon Bluthochdruck bloß beim Schauen und lesen. Help!! 🤩 🤩 😈Mit einem guten Guide ist das definitiv zu machen, wenn man sich selbst fahren will. Aber das Land ist auf jeden Fall schön und einen Besuch wert. Aber mein Puls und Blutdruck war zwischendurch auch deutlich erhöht an diesem Tag.
Guggu schrieb:Deine Fotos sind super, vor allem die Vögel haben es mir diesmal angetan. 😁Danke, Vögel sind nach wie vor eine große Herausforderung und erfolgen Geduld, und Überredungskunst, damit der Mann auch für den "blöden" Vogel hält 😎
LG Guggu
freddykr schrieb:Ich lese auch begeistert mich.Hallo Danilo,
Bin zwar noch relativer Afrikaneuling und ob es mich jemals nach Uganda verschlagen wird ist fraglich, aber trotzdem bin ich neugierig, was man so in Gegenden erlebt, über die sich hierzulande kaum jemand informiert.
LG,
Danilo
ich hatte ehrlich gesagt auch nie über Uganda nachgedacht. Aber nachdem andere Pläne geplatzt waren, bin ich durch verschiedene Reiseberichte auf dieses schöne Land aufmerksam geworden und bin sehr froh, dass wir diese Reise gemacht haben.
Alexa schrieb:Liebe Nicole,Hallo Alexa,
das war ja eine sehr aufregende Etappe! Da hätte ich echt Angst gehabt, toll, dass Dein Mann da so cool bleibt und alles meistert! Ich kann mir vorstellen, dass Ihr sicher sehr erleichtert gewesen seid, als Ihr schließlich angekommen seid...
Schön, dass Du uns teilhaben lässt und die Bilder sind wie immer sehr beeindruckend!
Liebe Grüße, Alexa
ja, das war definitiv fahrtechnisch der aufregendste Tag der Reise. Ich bin mit meinem Mann schon lange zusammen, aber in diesem Urlaub habe ich wieder einige Seiten an ihm sehr zu schätzen gelernt, die ein bisschen in Vergessenheit geraten sind im normalen Alltag. 🙂
Bilder gibt es dann "leider" massig am nächsten Tag. Aber ich hoffe, Ihr werdet es ertragen können.
Schöne Grüße,
Nicole
Hallo Nicole,
naja, ein langweiliger Fahrtag sieht - glaube ich - anders aus 😉 . Wir haben jedenfalls gestern Abend sehr intensiv zu zweit deine Straßenfotos bestaunt 🙂 (... und fühlten uns an der ein oder anderen Stelle deiner Schilderungen an unseren eigenen letzten Urlaub zurückerinnert, bei dem ich auch manchmal im Auto saß und nur noch "oh wei, oh wei, oh wei" vor mich hin gedacht habe 😎 ).
Auf die Gorillas bin ich schon sehr gespannt ... zumindest mich darfst du mit Bildern quälen soviel du willst 🙂 ... Hauptsache du lässt dir damit nicht allzu viel Zeit und fängst bald damit an 😗 😉 .
Liebe Grüße
Steffi
naja, ein langweiliger Fahrtag sieht - glaube ich - anders aus 😉 . Wir haben jedenfalls gestern Abend sehr intensiv zu zweit deine Straßenfotos bestaunt 🙂 (... und fühlten uns an der ein oder anderen Stelle deiner Schilderungen an unseren eigenen letzten Urlaub zurückerinnert, bei dem ich auch manchmal im Auto saß und nur noch "oh wei, oh wei, oh wei" vor mich hin gedacht habe 😎 ).
Auf die Gorillas bin ich schon sehr gespannt ... zumindest mich darfst du mit Bildern quälen soviel du willst 🙂 ... Hauptsache du lässt dir damit nicht allzu viel Zeit und fängst bald damit an 😗 😉 .
Liebe Grüße
Steffi
Reiseberichte:
Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys)
Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise)
12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise)
From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise)
Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus)
2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
Und nun geht es weiter mit dem Highlight des Urlaubs (Vorsicht, viele Bilder, konnte mich nicht entscheiden 😗 ):
30. Oktober
Ich schlafe sehr unruhig, werde sehr früh wach und bin aufgeregt wie vor einer Prüfung. Werden wir die Gorillas finden (auch wenn die Chancen in Bwindi sehr hoch sind)? Werden wir sie gut sehen und auch fotografieren/filmen können? Und reichen unsere Kräfte und unsere Kondition für diesen Tag?
Markus kennt dieses Problem natürlich nicht, er schläft, bis der Wecker um 5.45 Uhr klingelt. Um 6.15 Uhr gibt es ein leckeres Frühstück und um 6.50 Uhr machen wir uns auf den Weg, die Gehstöcke vom Gorilla Camp nehmen wir auch mit.

Nach ca. 1 Stunde rumpliger Fahrt den Berg wieder hinab erreichen wir das Rushaga Tracking Center. Wir stellen unser Auto ab und laufen den Berg rauf. Hier werden wir registriert, müssen unsere Permits und die Reisepässe vorzeigen und bekommen das Briefing für das Tracking. Es wird auch noch einmal gefragt, ob man gesund ist und klar gemacht, dass man bei Krankheit nicht Tracken darf, um die Gorillas nicht zu gefährden. Und wen treffen wir beim Briefing, unsere Holländer ... Hoffentlich sind sie nicht in unserer Gruppe, denn das wäre jetzt echt nicht unser Ding.
Nach dem Briefing stellen sich die Guides mit Schildern, auf denen die Namen der Gorillagruppen stehen, auf und die Touristen verteilen sich auf die entsprechenden Gruppen. Wir zum Glück ohne Holländer, zwei slowakischen Pärchen gesellen sich zu uns. Wie sich herausstellt, haben wir Glück, denn die Gruppe und unsere Guides sind echt klasse. Jeder hilft jedem und ist sehr rücksichtsvoll. 🙂
Eine der drei Gruppen kann direkt vom Ranger Post los maschieren, während die zwei anderen wieder mit dem Auto den Berg hinauf fahren. Die 4 Slowaken sind mit eigenem Guide im Kleinbus unterwegs. Wir nehmen eine unserer Guides, Baaz und seiner AK47, mit und ich hoffe mal wieder, dass er weiß, wie man das Gewehr sichert. Sonst haben wir im günstigsten Fall ein paar Löcher im Dach. 😊
Nach ca. 45 Minuten kommen wir am Startpunkt an. Hier warten wir auf den anderen Guide und die Slowaken. Leider haben sie unterwegs eine Reifenpanne, aber zum Glück nimmt sie ein Pick-up vom UWA mit und sie kommen mit den restlichen Guides an. Auch unsere Holländer sind schon da, denn 8 von ihnen tracken die andere Gorilla Gruppe, die von hier startet.
Hier stehen nun einige Männer und Frauen in blauen Overalls, sie sind aus den Dörfern der Umgebung und arbeiten als Porter beim Gorilla-Tracking. Natürlich kann man seine Sachen auch selber tragen, überhaupt keine Frage. Aber durch das Geld, dass die Porter hier verdienen, haben auch die umliegenden Dörfer einen Nutzen durch den Tourismus und sehen einen Sinn im Schutz dieser wundervollen Tiere.
Kurz entschlossen nehmen wir 2 Träger, Nicholas und Mensita, die einfach nur nett sind. Wir haben zwei Liter Wasser mit pro Person und das braucht man auch. So müssen wir nur beim Aufstieg auf uns und nicht unsere Sachen aufpassen. Denn vorab gesagt, da wo wir strunkeln, rutschen und fallen, gehen unsere Porter ohne Zwischenfälle oder Rutschpartien. 😄
Wir starten auf einer kleinen Strasse, die entlang dem Berg und steil nach oben verläuft. Diese Strasse soll ausgebaut werden, um den Startpunkt weiter nach oben verlegen zu können. Aber derzeit ist sie noch nicht befahrbar, und ob sie das z.B. bei Regen jemals sein wird ...
Jeder ist frohen Mutes und das Adrenalin gibt uns viel Kraft, die Spannung, ob wir denn die Gorillas finden werden. Die Holländer wandern die ganze Zeit mit uns, da die beiden Gorilla-Gruppen zur Zeit räumlich sehr nah beieinander sind. Aber irgendwann werden sich unsere Wege ja hoffentlich trennen.
Das Laufen geht ganz gut, aber die Luft ist hier auf über 2200 Metern ganz schön dünn für uns „Flachlandtiroler“. Es geht ca. 1 ½ Stunden über einen kleinen Pfad den Berg hinauf, über Wiesen, an einzelnen Hütten vorbei, deren Bewohner freundlich winken. Die Sicht auf die Vulkane im Kongo ist wunderschön, zwei davon sind zur Zeit aktiv und es steigt Dampf auf.


Es geht in den Wald hinein und hier trennen sich die Wege für die unterschiedlichen Gruppen.
Der Weg wird immer schmaler und matschiger. Es geht über Baumstämme und an Schlammplätzen der Waldelefanten vorbei. Insgesamt haben wir es uns aber bisher schlimmer vorgestellt, nach den Berichten, die wir zuvor gelesen und gehört haben. An den schwierigen Stellen sind unsere Träger sofort da und geben uns eine helfende Hand. Wir verlassen den Pfad, laufen mitten durch den Regenwald und hier ist das Laufen definitiv ganz schön anspruchsvoll, denn die Vegetation ist sehr dicht.
Dann sagen uns Wilbar, der Chef der Guide-Truppe, und Baaz, dass die Gorillas ganz nah sind. Die beiden Tracker, die früh morgens schon aufgebrochen sind, um die Gorillas zu finden, haben per Funk den Standort gemeldet. Wir trinken alle noch einmal etwas, denn es darf kein Essen und Trinken mit zu den Gorillas genommen werden. So bleiben die Träger mit unseren Rucksäcken zurück und wir gehen, nur mit den Kameras „bewaffnet“ los. Wir gehen ca. 10 m weiter und vor uns fällt das Gelände steil ab. Und dort sitzt er, MIshaya selbst, der Silberrücken, der Chef dieser Gorilla-Gruppe.

Er sitzt auf einer kleinen Anhöhe, hinter ihm kann man weit in die Landschaft blicken, da der Berg steil abfällt (wie steil, sollten wir später noch merken). Mishaya sitzt keine 5 Meter von uns entfernt und frisst genüsslich die Blätter der Äste, die er zu sich herunter zieht. Er bricht auch mal eben einen dickeren Ast ab, um uns sehr eindrücklich seine Kraft zu demonstrieren. Dieser Moment, dieses wunderschöne, sehr imposante Tier das erste Mal zu sehen, werden wir nie vergessen.

Mishaya frisst in aller Ruhe weiter und lässt sich durch unsere Anwesenheit nicht im geringsten stören. Im Gegenteil, es scheint fast, dass er für uns posieren würde.





Hier sieht man den gewaltigen Hinterkopf des Silberrückens
Über ihm in einem Baum turnt noch sein ca. zweijähriger Nachwuchs. Es ist sehr witzig, dem kleinen Kerl beim Klettern zuzuschauen.


Nach einiger Zeit verlässt Mishaya seinen Platz und verschwindet weiter unten im Gebüsch.


Hier sind man, warum ein Silberrücken Silberrücken heißt
Nun kommt die Zeit des kleinen Gorillas. Er hangelt sich hinunter und setzt sich fast genau an die Stelle, an der sein Vater zuvor saß. Und nun macht er einen auf großen Silberrücken und zieht eine Show ab. Inklusive großem Brusttrommeln.






Hier macht er einen auf „cool“, kurz nach dem Brusttrommel. Wir sind alle sehr beeindruckt
Wir fallen fast vor Lachen um, aber er findet sich ganz toll. Am Ende turnt er auf einem Baum herum ... und fällt den Berg hinunter.

Wo bin ich?
Wir sehen ihn aber später noch, es ist ihm also nichts passiert (wie erwartet).
Nun versuchen die Guides und Tracker noch den Rest der Gruppe zu finden, die am Hang verstreut in den Büschen sitzen und fressen. Wir kraxeln den Berg hoch und runter, fallen in den Matsch, rutschen aus und bleiben in der Vegetation hängen. Wir treten in Fußabdrücke der Waldelefanten , die man leider nicht erkennen kann, da sie unter der Vegetation verborgen sind. Bei allem bitte schön die Kamera hochhalten 😗 . Jeder gibt jedem eine helfende Hand und die Guides schlagen mit ihren Macheten und Sichelmessern (echt scharf die Dinger) den Weg frei.

Kein Gorilla, ich weiß
Die Gorilla-Damen zieren sich etwas und fressen nur tief in den Büschen versteckt. Wir sehen sie, aber fotografieren und filmen ist aufgrund der dichten Vegetation fast unmöglich.

Das ist die Ansicht, die uns die Damen der Gruppe gönnen

Es ist aber trotzdem ein tolles Erlebnis. Ganz kurz sehen wir auch noch die Mama mit ihrem 7 Monate alten Baby, aber leider nur von hinten. Dieser Teil des Gorilla-Tracking ist wirklich super anstrengend, denn wir klettern ständig den Berg hoch und runter. Obwohl es nicht geregnet hat, ist alles durchgeweicht, denn es ist sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Und die vielen kleinen Fliegen, die hier herum schwirren, stechen zwar nicht, aber nerven schon ein bisschen, wenn sie Richtung Ohren unterwegs sind. Die armen Gorillas müssen damit tagtäglich leben. Aber auch die Fliegen würden uns nicht am nächsten Gorilla-Besuch hindern!!!!! Gehört halt dazu.

Hier noch einmal der „Kleine“ (hat den Absturz gut überstanden)
Am Ende sehen wir noch einmal den Chef der Gruppe. Der Silberrücken sitzt in einem dichten Gebüsch.

Einer der Guides versucht den Weg ein bisschen frei zu schneiden und zieht an einem Ast, der in das Gebüsch hinein geht. Das Ende findet sich aber wohl in Mishaya’s Händen (war aber nicht zu sehen, zur Ehrenrettung des Guides). Der Silberrücken fand das gar nicht gut, denn es war wohl eindeutig SEIN Ast. Er kommt aus dem Gebüsch gefegt (natürlich hat niemand seine Kamera parat) und macht seinen Standpunkt sehr klar. Der Guide „brummt“ zur Beruhigung und Mishaya kehrt einfach wieder um und setzt sich. Ja, wir haben uns echt erschrocken, da es unerwartet kam. Aber es war auch sehr klar, dass er nicht ernsthaft aggressiv war. Es war ein sehr beeindruckender Moment, da so ein Silberrücken echt ganz schön groß ist.
Unsere Guides sind nicht zufrieden, denn die Damen waren bis zum Schluss sehr zurückhaltend. Wir Touris sind aber super zufrieden und haben jede Minute dieses einmaligen, unvergesslichen Erlebnisses genossen.
Wir steigen wieder den Berg hinauf zu den Träger und machen uns auf den Rückweg, nach ca. 5 Minuten in ausreichender Entfernung zu den Gorillas machen wir eine Lunchpause. Da unsere Lunchpakete recht reichhaltig sind, teilen wir sie mit den Guides und unseren Trägern.

Man beachte, was Markus in den Händen hält 🤪 Meine hat er ausnahmsweise nicht essen müssen, denn Mensita hat sich sehr darüber gefreut.
Der Rückweg erscheint uns viel länger und steiler, obwohl wir denselben Weg gehen. Und wir sind ehrlich gesagt erstaunt, wie wir den Hinweg geschafft haben (denn so sportlich sind wir leider nicht).


Rechts ist die Strasse gesehen, die wir anfangs hoch gelaufen sind, und ganz oben links ging der Pfad in den Wald
Um ca. 15.00 Uhr sind wir wieder zurück am Startpunkt und ich muss natürlich noch am Souvenirstand einen kleinen Holzgorilla für meine Mutter kaufen.

Dann bekommen wir noch unsere Urkunde und machen mit allen Beteiligten ein Gruppenfoto. Wir hatten wirklich Glück, denn es war eine tolle Gruppe und wir waren nur zu sechst. Jeder konnte super Fotos machen, jeder hat auf jeden Rücksicht genommen und es wurde immer die Hand gereicht. Eine sehr angenehme Atmosphäre und wir haben die gegenseitige Rücksichtnahme sehr geschätzt, da dies auch unser Ansatz ist.

Wir nehmen unsere zwei Guides mit bis zur nächsten Kreuzung, wo sie aussteigen wollen. Um 16.00 Uhr erreichen wir wieder das Nkuringo Gorilla Camp und werden schon mit einer super leckeren Kartoffelsuppe und einer heißen Dusche erwartet.
Wir ruhen uns erst einmal aus, genießen abends das Dinner (Kürbissuppe, Hähnchen mit Gemüse und .... Bananen-Crepes (also wieder einmal darf Markus 2 Nachtische verspeisen).
Nach dem Essen verquatschen wir uns noch mit Robert. Wir beschließen schweren Herzens das Golden Monkey Tracking morgen ausfallen zu lassen (wieder ein Grund, nach Uganda zurückzukehren). Es wären ca. 3 Stunden Fahrt dorthin von Nkuringo, dann ca. 4 Stunden Tracking und dann noch ca. 3 Stunden Weg bis zum Lake Bunyonyi. Und so ist das Golden Monkey Tracking reserviert (wie der Bigodi Swamp) für unseren nächsten Uganda-Besuch.
Es geht heute relativ spät ins Bett, aber morgen können wir es auch mit Ruhe angehen lassen.
30. Oktober
Ich schlafe sehr unruhig, werde sehr früh wach und bin aufgeregt wie vor einer Prüfung. Werden wir die Gorillas finden (auch wenn die Chancen in Bwindi sehr hoch sind)? Werden wir sie gut sehen und auch fotografieren/filmen können? Und reichen unsere Kräfte und unsere Kondition für diesen Tag?
Markus kennt dieses Problem natürlich nicht, er schläft, bis der Wecker um 5.45 Uhr klingelt. Um 6.15 Uhr gibt es ein leckeres Frühstück und um 6.50 Uhr machen wir uns auf den Weg, die Gehstöcke vom Gorilla Camp nehmen wir auch mit.
Nach ca. 1 Stunde rumpliger Fahrt den Berg wieder hinab erreichen wir das Rushaga Tracking Center. Wir stellen unser Auto ab und laufen den Berg rauf. Hier werden wir registriert, müssen unsere Permits und die Reisepässe vorzeigen und bekommen das Briefing für das Tracking. Es wird auch noch einmal gefragt, ob man gesund ist und klar gemacht, dass man bei Krankheit nicht Tracken darf, um die Gorillas nicht zu gefährden. Und wen treffen wir beim Briefing, unsere Holländer ... Hoffentlich sind sie nicht in unserer Gruppe, denn das wäre jetzt echt nicht unser Ding.
Nach dem Briefing stellen sich die Guides mit Schildern, auf denen die Namen der Gorillagruppen stehen, auf und die Touristen verteilen sich auf die entsprechenden Gruppen. Wir zum Glück ohne Holländer, zwei slowakischen Pärchen gesellen sich zu uns. Wie sich herausstellt, haben wir Glück, denn die Gruppe und unsere Guides sind echt klasse. Jeder hilft jedem und ist sehr rücksichtsvoll. 🙂
Eine der drei Gruppen kann direkt vom Ranger Post los maschieren, während die zwei anderen wieder mit dem Auto den Berg hinauf fahren. Die 4 Slowaken sind mit eigenem Guide im Kleinbus unterwegs. Wir nehmen eine unserer Guides, Baaz und seiner AK47, mit und ich hoffe mal wieder, dass er weiß, wie man das Gewehr sichert. Sonst haben wir im günstigsten Fall ein paar Löcher im Dach. 😊
Nach ca. 45 Minuten kommen wir am Startpunkt an. Hier warten wir auf den anderen Guide und die Slowaken. Leider haben sie unterwegs eine Reifenpanne, aber zum Glück nimmt sie ein Pick-up vom UWA mit und sie kommen mit den restlichen Guides an. Auch unsere Holländer sind schon da, denn 8 von ihnen tracken die andere Gorilla Gruppe, die von hier startet.
Hier stehen nun einige Männer und Frauen in blauen Overalls, sie sind aus den Dörfern der Umgebung und arbeiten als Porter beim Gorilla-Tracking. Natürlich kann man seine Sachen auch selber tragen, überhaupt keine Frage. Aber durch das Geld, dass die Porter hier verdienen, haben auch die umliegenden Dörfer einen Nutzen durch den Tourismus und sehen einen Sinn im Schutz dieser wundervollen Tiere.
Kurz entschlossen nehmen wir 2 Träger, Nicholas und Mensita, die einfach nur nett sind. Wir haben zwei Liter Wasser mit pro Person und das braucht man auch. So müssen wir nur beim Aufstieg auf uns und nicht unsere Sachen aufpassen. Denn vorab gesagt, da wo wir strunkeln, rutschen und fallen, gehen unsere Porter ohne Zwischenfälle oder Rutschpartien. 😄
Wir starten auf einer kleinen Strasse, die entlang dem Berg und steil nach oben verläuft. Diese Strasse soll ausgebaut werden, um den Startpunkt weiter nach oben verlegen zu können. Aber derzeit ist sie noch nicht befahrbar, und ob sie das z.B. bei Regen jemals sein wird ...
Jeder ist frohen Mutes und das Adrenalin gibt uns viel Kraft, die Spannung, ob wir denn die Gorillas finden werden. Die Holländer wandern die ganze Zeit mit uns, da die beiden Gorilla-Gruppen zur Zeit räumlich sehr nah beieinander sind. Aber irgendwann werden sich unsere Wege ja hoffentlich trennen.
Das Laufen geht ganz gut, aber die Luft ist hier auf über 2200 Metern ganz schön dünn für uns „Flachlandtiroler“. Es geht ca. 1 ½ Stunden über einen kleinen Pfad den Berg hinauf, über Wiesen, an einzelnen Hütten vorbei, deren Bewohner freundlich winken. Die Sicht auf die Vulkane im Kongo ist wunderschön, zwei davon sind zur Zeit aktiv und es steigt Dampf auf.
Es geht in den Wald hinein und hier trennen sich die Wege für die unterschiedlichen Gruppen.
Der Weg wird immer schmaler und matschiger. Es geht über Baumstämme und an Schlammplätzen der Waldelefanten vorbei. Insgesamt haben wir es uns aber bisher schlimmer vorgestellt, nach den Berichten, die wir zuvor gelesen und gehört haben. An den schwierigen Stellen sind unsere Träger sofort da und geben uns eine helfende Hand. Wir verlassen den Pfad, laufen mitten durch den Regenwald und hier ist das Laufen definitiv ganz schön anspruchsvoll, denn die Vegetation ist sehr dicht.
Dann sagen uns Wilbar, der Chef der Guide-Truppe, und Baaz, dass die Gorillas ganz nah sind. Die beiden Tracker, die früh morgens schon aufgebrochen sind, um die Gorillas zu finden, haben per Funk den Standort gemeldet. Wir trinken alle noch einmal etwas, denn es darf kein Essen und Trinken mit zu den Gorillas genommen werden. So bleiben die Träger mit unseren Rucksäcken zurück und wir gehen, nur mit den Kameras „bewaffnet“ los. Wir gehen ca. 10 m weiter und vor uns fällt das Gelände steil ab. Und dort sitzt er, MIshaya selbst, der Silberrücken, der Chef dieser Gorilla-Gruppe.
Er sitzt auf einer kleinen Anhöhe, hinter ihm kann man weit in die Landschaft blicken, da der Berg steil abfällt (wie steil, sollten wir später noch merken). Mishaya sitzt keine 5 Meter von uns entfernt und frisst genüsslich die Blätter der Äste, die er zu sich herunter zieht. Er bricht auch mal eben einen dickeren Ast ab, um uns sehr eindrücklich seine Kraft zu demonstrieren. Dieser Moment, dieses wunderschöne, sehr imposante Tier das erste Mal zu sehen, werden wir nie vergessen.
Mishaya frisst in aller Ruhe weiter und lässt sich durch unsere Anwesenheit nicht im geringsten stören. Im Gegenteil, es scheint fast, dass er für uns posieren würde.
Hier sieht man den gewaltigen Hinterkopf des Silberrückens
Über ihm in einem Baum turnt noch sein ca. zweijähriger Nachwuchs. Es ist sehr witzig, dem kleinen Kerl beim Klettern zuzuschauen.
Nach einiger Zeit verlässt Mishaya seinen Platz und verschwindet weiter unten im Gebüsch.
Hier sind man, warum ein Silberrücken Silberrücken heißt
Nun kommt die Zeit des kleinen Gorillas. Er hangelt sich hinunter und setzt sich fast genau an die Stelle, an der sein Vater zuvor saß. Und nun macht er einen auf großen Silberrücken und zieht eine Show ab. Inklusive großem Brusttrommeln.
Hier macht er einen auf „cool“, kurz nach dem Brusttrommel. Wir sind alle sehr beeindruckt
Wir fallen fast vor Lachen um, aber er findet sich ganz toll. Am Ende turnt er auf einem Baum herum ... und fällt den Berg hinunter.
Wo bin ich?
Wir sehen ihn aber später noch, es ist ihm also nichts passiert (wie erwartet).
Nun versuchen die Guides und Tracker noch den Rest der Gruppe zu finden, die am Hang verstreut in den Büschen sitzen und fressen. Wir kraxeln den Berg hoch und runter, fallen in den Matsch, rutschen aus und bleiben in der Vegetation hängen. Wir treten in Fußabdrücke der Waldelefanten , die man leider nicht erkennen kann, da sie unter der Vegetation verborgen sind. Bei allem bitte schön die Kamera hochhalten 😗 . Jeder gibt jedem eine helfende Hand und die Guides schlagen mit ihren Macheten und Sichelmessern (echt scharf die Dinger) den Weg frei.
Kein Gorilla, ich weiß
Die Gorilla-Damen zieren sich etwas und fressen nur tief in den Büschen versteckt. Wir sehen sie, aber fotografieren und filmen ist aufgrund der dichten Vegetation fast unmöglich.
Das ist die Ansicht, die uns die Damen der Gruppe gönnen
Es ist aber trotzdem ein tolles Erlebnis. Ganz kurz sehen wir auch noch die Mama mit ihrem 7 Monate alten Baby, aber leider nur von hinten. Dieser Teil des Gorilla-Tracking ist wirklich super anstrengend, denn wir klettern ständig den Berg hoch und runter. Obwohl es nicht geregnet hat, ist alles durchgeweicht, denn es ist sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Und die vielen kleinen Fliegen, die hier herum schwirren, stechen zwar nicht, aber nerven schon ein bisschen, wenn sie Richtung Ohren unterwegs sind. Die armen Gorillas müssen damit tagtäglich leben. Aber auch die Fliegen würden uns nicht am nächsten Gorilla-Besuch hindern!!!!! Gehört halt dazu.
Hier noch einmal der „Kleine“ (hat den Absturz gut überstanden)
Am Ende sehen wir noch einmal den Chef der Gruppe. Der Silberrücken sitzt in einem dichten Gebüsch.
Einer der Guides versucht den Weg ein bisschen frei zu schneiden und zieht an einem Ast, der in das Gebüsch hinein geht. Das Ende findet sich aber wohl in Mishaya’s Händen (war aber nicht zu sehen, zur Ehrenrettung des Guides). Der Silberrücken fand das gar nicht gut, denn es war wohl eindeutig SEIN Ast. Er kommt aus dem Gebüsch gefegt (natürlich hat niemand seine Kamera parat) und macht seinen Standpunkt sehr klar. Der Guide „brummt“ zur Beruhigung und Mishaya kehrt einfach wieder um und setzt sich. Ja, wir haben uns echt erschrocken, da es unerwartet kam. Aber es war auch sehr klar, dass er nicht ernsthaft aggressiv war. Es war ein sehr beeindruckender Moment, da so ein Silberrücken echt ganz schön groß ist.
Unsere Guides sind nicht zufrieden, denn die Damen waren bis zum Schluss sehr zurückhaltend. Wir Touris sind aber super zufrieden und haben jede Minute dieses einmaligen, unvergesslichen Erlebnisses genossen.
Wir steigen wieder den Berg hinauf zu den Träger und machen uns auf den Rückweg, nach ca. 5 Minuten in ausreichender Entfernung zu den Gorillas machen wir eine Lunchpause. Da unsere Lunchpakete recht reichhaltig sind, teilen wir sie mit den Guides und unseren Trägern.
Man beachte, was Markus in den Händen hält 🤪 Meine hat er ausnahmsweise nicht essen müssen, denn Mensita hat sich sehr darüber gefreut.
Der Rückweg erscheint uns viel länger und steiler, obwohl wir denselben Weg gehen. Und wir sind ehrlich gesagt erstaunt, wie wir den Hinweg geschafft haben (denn so sportlich sind wir leider nicht).
Rechts ist die Strasse gesehen, die wir anfangs hoch gelaufen sind, und ganz oben links ging der Pfad in den Wald
Um ca. 15.00 Uhr sind wir wieder zurück am Startpunkt und ich muss natürlich noch am Souvenirstand einen kleinen Holzgorilla für meine Mutter kaufen.
Dann bekommen wir noch unsere Urkunde und machen mit allen Beteiligten ein Gruppenfoto. Wir hatten wirklich Glück, denn es war eine tolle Gruppe und wir waren nur zu sechst. Jeder konnte super Fotos machen, jeder hat auf jeden Rücksicht genommen und es wurde immer die Hand gereicht. Eine sehr angenehme Atmosphäre und wir haben die gegenseitige Rücksichtnahme sehr geschätzt, da dies auch unser Ansatz ist.
Wir nehmen unsere zwei Guides mit bis zur nächsten Kreuzung, wo sie aussteigen wollen. Um 16.00 Uhr erreichen wir wieder das Nkuringo Gorilla Camp und werden schon mit einer super leckeren Kartoffelsuppe und einer heißen Dusche erwartet.
Wir ruhen uns erst einmal aus, genießen abends das Dinner (Kürbissuppe, Hähnchen mit Gemüse und .... Bananen-Crepes (also wieder einmal darf Markus 2 Nachtische verspeisen).
Nach dem Essen verquatschen wir uns noch mit Robert. Wir beschließen schweren Herzens das Golden Monkey Tracking morgen ausfallen zu lassen (wieder ein Grund, nach Uganda zurückzukehren). Es wären ca. 3 Stunden Fahrt dorthin von Nkuringo, dann ca. 4 Stunden Tracking und dann noch ca. 3 Stunden Weg bis zum Lake Bunyonyi. Und so ist das Golden Monkey Tracking reserviert (wie der Bigodi Swamp) für unseren nächsten Uganda-Besuch.
Es geht heute relativ spät ins Bett, aber morgen können wir es auch mit Ruhe angehen lassen.
Traumhaft! Ihr hattet solch ein Riesenglück zumindest einen Teil der Gruppe auf einer sonnigen Lichtung zu sehen. Meistens ist die gesamte Gruppe im dichten Wald und nicht nur die Weibchen, wie bei Euch.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour
Staub & Schlamm (Kenia 21/22)
7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19)
Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017)
Elefantös - Zimbabwe 2016
Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015)
Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013)
Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"