Reisebericht Uganda 2012

Reisebericht 205 Antworten · 54,2k Aufrufe · gestartet 07. März 2013 von AfricaDirect
6'369 Beiträge · seit 201108. März 2013 · #21
Hoi Nicole
AfricaDirect schrieb:Aber auch der Surf hat ihm zwischendurch Spass gemacht und er war am Ende erstaunt, wo er uns überall durch getragen hat. Aber trotzdem ....
Kein Wunder! Unter Kennern gilt der Hilux Surf mit zu den besten Geländewagen überhaupt! Und er ist leicht...im Schlamm ein nicht zu unterschätzender Vorteil! Aber lassen wir das Auto....denn:
AfricaDirect schrieb:Vielleicht gibt es gleich noch den nächsten Tag.
Jajaja!!!! 🤩 🤩 🤩
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200708. März 2013 · #22
21. Oktober

Oh menno, wir haben verschlafen!!! Wir wachen um 6.20 Uhr auf und wollten eigentlich schon um 6.00 Uhr frühstücken. 😊 Naja, was soll’s. Ist ja Urlaub, noch keine Tiere in Sicht und es war halt ein anstrengender Tag gestern. Es gibt zum Frühstück ein leckeres „Spanish Omelett“ und, welch eine Überraschung, Bananen ... 😄 und Markus darf gleich zwei Portionen mitessen. Es darf ja nicht auffallen, dass ich die Landesfrucht nicht mag 😗
Der Garten des Guesthouses ist auch mit Sicherheit sehr schön, um Vögel zu beobachten, aber leider waren wir am ersten Tag zu erschöpft und am Morgen wollten wir möglichst schnell Kampala hinter uns bringen.


Die Zimmer im Airport Guesthouse

Um 7.00 Uhr geht es los Richtung Kampala. Da heute Sonntag ist, wird der Verkehr hoffentlich nicht so dramatisch sein.


Die Strasse von Entebbe nach Kampala

Das Navi leitet uns super. Track4Africa leistet hier einen guten Dienst. Ich bin froh, dass ich mich durch diesen Verkehr nicht durchwühlen muss und Markus fährt mit gebotener Vorsicht durch Kampala und "genießt" die Herausforderung. Ich sollte während dieser Reise noch öfter die Ruhe und Gelassenheit meines Mannes schätzen lernen 😘 (dabei kennen wir uns doch schon fast 25 Jahre). Nur an einer Baustelle fahren wir leider falsch, aber einfach wieder umgedreht finden wir den Weg zur „Bombo Road“. Hier sollen wir Patrick noch einmal treffen, der uns ein Handy und ein Ladekabel geben will. Und das ist auch schon das Problem, am Straßenrand stehende viele schwarze Männer und leider haben wir Patrick am Telefon nicht genau verstanden, wo genau er uns treffen möchte. Man muss sich am Anfang erst in das „ugandische Englisch“ etwas einhören.
Und wie war das noch mit den wissenschaftlichen Untersuchungen, dass man die Gesichter einer anderen ethnischen Gruppe nicht so wiedererkennt wie aus der eigenen? 😊 So erging es uns nun, denn in diesem Trubel hätten wir Patrick nie gefunden (man muss ja schon ehrlich sein 😗 ).
Witzigerweise winkte dann jemand vor einer Shell-Tankstelle und wir halten an. Der Mann schaute uns völlig irritiert an, war wohl nicht Patrick 😊 (echt peinlich!!!). Aber 10 m dahinter winkte uns doch der freundliche Patrick zu. Mensch, sind wir erleichtert. 🙂 Patrick besorgt uns auch gleich noch Airtime für das Handy und zeigt uns, wie wir das Telefon aufladen müssen. Und dann werden wir auch noch angehupt, denn wir stehen blöderweise in einer Einfahrt (haben wir im ganzen Trubel nicht gemerkt, außerdem steht hier überall irgendwer, warum werden wir dann angehupt 😠 ). Also schnell zur Seite gefahren, man will ja nicht unhöflich sein.
So fahren wir weiter und kommen heil aus Kampala raus und finden auch die richtige Strasse Richtung Ziwa. Markus meinte nur: „Was hast Du mir denn erzählt, so schlimm war der Verkehr gar nicht!“. Mmmhh, für mich war er schlimm genug und ich hätte wirklich nicht fahren wollen. Naja, war ja auch Sonntag, trotzdem waren vier Autos nebeneinander, wo eigentlich nur zwei sein sollten.
Weiter geht’s Richtung Norden und um 11.00 Uhr erreichen wir Ziwa Rhino Sanctuary.



Der Manager vom Airport Guesthouse hatte uns empfohlen, unseren Lunch vor dem Walk zu bestellen und das machen wir auch schnell. Und dann kommt Herbert, unser Guide für das Rhino Tracking (ich habe natürlich vergessen, uns anschliessend zu fotografieren 😵 )



Herbert gibt uns Gummistiefel, da das Gelände, in dem wir unterwegs sein werden, sehr nass ist. Wir sehen echt schick aus mit diesen Tretern, sie leisten uns aber wirklich gute Dienste und wir sind froh, dass wir sie hatten. Wir fahren dann mit Herbert mit unserem Auto ein paar Minuten ins Reservat und lassen dann das Auto stehen und gehen zu Fuß weiter.



Nach relativ kurzer Zeit, es ist irre heiß und dunkelste Wolken drohen, finden wir die Rhino-Dame Kori mit dem jüngsten Kalb von Ziwa, das am 15.01.2012 geboren wurde. Wie um die Mittagszeit zu erwarten, hielten die beiden Siesta. Es war aber trotzdem ein tolles Gefühl nur ca. 6 m von 2 Rhinos entfernt zu stehen. Leider war das Gras sehr hoch und es kam zur gleichen Zeit noch eine weitere Gruppe, die sich rund um das Nashorn verteilten. Das war für Fotos eher sehr schlecht.





Wenn wir (hoffentlich bald) nochmals nach Uganda fahren, würde ich auf jeden Fall in Ziwa eine Übernachtung einplanen, um ein Trecking am späten Nachmittag und/oder am Morgen machen zu können. Denn dann sind die Nashörner mit Sicherheit aktiver. Aber für einen ersten Eindruck und als Einstieg in unsere Uganda-Reise war Ziwa total toll.




Hier ist alles Rhino, sogar die Toilettenschilder


Echt knuffig

Nach einem sehr leckeren Lunch (Rosmarin Chicken und Grill Pork Ribs) geht es weiter Richtung Norden. Kurz hinter der Karuma Bridge, die uns den ersten Blick auf den Nil ermöglichte, biegen wir links ab in Richtung der Chobe Safari Lodge im Murchison Falls National Park.



Wir fahren durch den Park, sehen viele Giraffen (das sollte der rote Faden im Murchison Falls sein), Warzenschweine und Uganda Kobs. Und TseTse Fliegen in Massen, das heißt, Fenster zu, sobald das Foto geschossen ist. Und die lästigen Gesellen, die sich ins Auto geschlichen haben, sofort durch rigoroses „Draufschlagen“ killen 😠 . Es ist immer wieder erstaunlich, wie resistent diese Viecher sind.


Unsere erste Giraffe in Uganda

Die Chobe Safari Lodge liegt super schön am Victoria Nil. Wir checken ein, parken unser Auto auf dem Parkplatz und werden mit einem Golfcart mit unserem Gepäck zu unserem Zelt gebracht. Unser Zelt ist total schön und sehr groß.



Die Terrasse bietet einen traumhaften Blick auf den Nil, der hier sehr mit starker Strömung läuft.





Nachdem wir unseren Sachen ausgepackt haben, fahren wir noch einmal für ca. 1 ½ Stunden in den Park. Wieder sehen wir sehr viele Giraffen, Warzenschweine, Uganda Kobs und Meerkatzen. Ansonsten sehr ruhig, abgesehen von einigen Vögeln.




Schon erstaunlich, was alles aus einem Termitenhügel herauswachsen kann 🤪


Uganda Kobs

Um 18.00 Uhr sind wir zurück an der Lodge und schauen uns noch ein bisschen um, während wir auf das Cart warten.


Für den schönen Pool hatten wir leider keine Zeit

Wir werden wieder mit dem Cart zum Zimmer gebracht (die Gäste dürfen auch tagsüber nicht allein zu den Zelten laufen, keine Ahnung, wovor sie Angst haben), duschen und trinken auf der Terrasse das erste NIle Gold und den ersten Wodka-Lemon mit Blick auf den Nil. Gibt es etwas Schöneres?


Meine abendliche Aufgabe, Tiersichtungen in die App eintragen



Später werden wir wieder abgeholt und es geht zum Dinner, das sensationell lecker ist, Buffet-style, und das wir auf der großen Terrasse genießen. Zu meiner großen Begeisterung beehrt uns noch mein Lieblingstier im Scheinwerferlicht, eine Hippo-Mama mit ihrem kleinen Baby. Für mich ein absoluter Traum, obwohl es dunkel ist und es kein Foto gibt. Und das am ersten Abend .... super!
Um 21.30 Uhr geht es zurück zum Zelt. Wir fallen ins Bett. Ich gebe zu, dieses Klima macht mich fertig und ich bin total erschöpft. Ich hoffe, das legt sich im Laufe des Urlaubs. Markus steckt das wesentlich besser weg als ich.

Fazit zur Chobe Safari Lodge:
Die Lodge liegt wunderschön am Victoria Nil mit sehr schöner Aussicht auf den Fluss. Die Zelte sind sehr schön und liegen etwas abseits. Das Hauptgebäude wirkt eher wie ein Hotel. Das Essen war super, sowohl Abendessen als auch Frühstück.
Der östliche Teil des Nationalparks ist noch sehr stark bewachsen, hat sehr viele TseTse Fliegen, die wir im westlichen Teil so nicht hatten. Durch den starken Bewuchs sind die Tiersichtungen schwierig.
Da der Weg von Kampala bis zur Karuma Bridge gut geteerte Strasse ist, lässt sich die Lodge sehr gut von Kampala erreichen.
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
2'460 Beiträge · seit 200609. März 2013 · #24
Hallo Nicole,
trotz verschlafens ist es doch noch ein schöner ereignisreicher Tag geworden. Die Lodge sieht ja sehr luxuriös aus.
AfricaDirect schrieb:
Wir werden wieder mit dem Cart zum Zimmer gebracht (die Gäste dürfen auch tagsüber nicht allein zu den Zelten laufen, keine Ahnung, wovor sie Angst haben), duschen und trinken auf der Terrasse das erste NIle Gold und den ersten Wodka-Lemon mit Blick auf den Nil. Gibt es etwas Schöneres?

[
Nicht viel 😉
Wie schon geschrieben, liebäugele ich auch mit Uganda. Die Reiseplanung überlässt mein Mann mir, ich muss ihm nur das Ziel mit mehr oder minder großem Aufwand "schmackhaft" machen, vielleicht sollte ich ihn schon mit Bananen füttern, denn da geht es mir wie dir, ich mag sie nicht 😗
Freue mich auf eure nächsten Tage,
lG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
3'383 Beiträge · seit 200909. März 2013 · #25
Hallo Nicole,

Du schreibst einen schönen Bericht über Uganda und bringst uns dieses Land wunderbar rüber.
Vielen Dank dafür. 🙂

Die bayern schorschine ist ganz begeistert, der Schorsch hätte aber gern zusätzlich noch ein paar Infos über Preise usw.

Wir freuen uns schon sehr auf die weiteren Fortsetzungen.

Herzliche Grüße
der bayerns schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200709. März 2013 · #26
Hallo Bayern Schorsch,

schön, dass Du mitliest. Ja, Uganda ist ein wunderschönes Land, das sehr viel zu bieten hat. Wir sind immer noch sehr begeistert, und wir haben ja schon einige afrikanische Länder besucht. Uganda ist anders, aber muss sich definitiv nicht verstecken. Man muss halt mit realistischen Erwartungen unterwegs sein, denn z.B. die Tiermassen aus Tansania oder Kenia wird man hier nicht finden.

Die Preise sind eigentlich alle auf den Websites der Lodges, die auf der ersten Seite zu finden sind, angegeben. Im Vergleich zu Kenia und Tansania sind die Preise in Uganda noch recht moderat und es gibt eigentlich für jeden Anspruch etwas. Die teuersten Unterkünfte waren Ishasha Wilderness Lodge (war mein Geburtstag 😁 ) und Mihingo am Ende, wo mich die Lage einfach fasziniert hat. Aber da ist bestimmt die neue Lodge, die Marina und Picco besucht haben, eine schöne Alternative. Die einfachste Unterkunft war Jajama Panorama am Lake Bunyonyi, etwas in die Jahre gekommen, aber eine sensationell schöne Lage und eine absolut liebenswerte Chefin.

Wenn Du sonst noch Infos benötigst, meld' Dich einfach.

Schöne Grüße aus Heideck,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
2'779 Beiträge · seit 200710. März 2013 · #27
Da hätte ich mich an Markus Stelle auch ganz schön geärgert, hätte ich einen Surf anstelle eine Landcruisers bekommen
Mein Max hat sich auch übermässig geärgert, weil Douglas mich noch kurz vor der Reise überschwatzt hat den Landcruiser gegen den Surf zu tauschen (Sein Ärger galt erst mir, dann Daouglas). Als wir dann vor Ort in Kampala den Surf empfingen, die Papiere hatten und alles ferig war, fragte uns Patrick (den kennen ja nun alle er ist der "Liefermann") ob wir ihn bitte erst noch kurz in ein zentrales Hotel fahren können wo er Gorilla Permits abliefern muss bevor er uns auf die shopping tour begleiten könne. Aber klar doch. Aber was sieht Max da vor dem Hotel? einen neuen sauberen tollen L C der soeben von einem schwarzen Fahrer geparkt wird. Die Versicherungsvignette am Auto ist auf Douglas Von Alpha Rental ausgestellt. Max platzt fast. Nachdem Patrick nach einer halben Stunde immer noch nicht aus dem Hotel kommt - solange braucht man nicht um Gorilla permits abzuliefern - begebe ich mich auf die Suche nach ihm, wir wollen noch einkaufen und noch bis zum Budongo Forest fahren heute. Und was seh ich, er sitzt am Frühstückstisch einer österreichischen Familie und trinkt eine Cola und hat 'nen Berg Autopapiere vor sich. "Patrick, sorry to intrude but would you mind to step outside and finish our business first please?" ......Max muss sich dann noch mitanschauen wie sich die Familie im Land Cruiser installiert mit Koffer und allem, bevor wir dann mit einem sichtlich genierten Patrick unseren Einkauf und die Ausfahrt aus Kampala machen. Fazit 1: Douglas ist ein Schlitzohr. Fazit 2: Der Hilux Surf hat uns überall durchgebracht, war angehem zum Fahren, die Hecktür haben wir nie geöffnet, hatten alles auf den Rücksitzen. Hinten war voll mit camping zeugs was wir zum Glück nie brauchten Fazit 3: die Österreicher hatten zwei grosse Pannen mit dem LAnd Cruiser, einmal musste die Motoraufhängung geschweisst werden....Der Vater war sichtlich unzufrieden mit dem Auto....

Danke für den Bericht Nicole, lese und reise gerne mit! Hoffe du verzeihst meinen kleinen Exkurs 😉

leona
Gruss Leona
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200710. März 2013 · #28
Hallo Leona

schön, dass Du dabei bist und mit uns reist. Ich finde Exkurse übrigens immer interessant, also kein Grund, sich zu entschuldigen. Ich glaube, wenn wir diese Situation wie Ihr gehabt hätten, wäre Markus ausgeflippt, obwohl er ein sehr ruhiger Mensch ist.

Wir hatten nicht wirklich eine Wahl, denn Douglas hat uns gesagt, er hätte gerade keinen alten Land Cruiser verfügbar, da er noch in den Service muss. Einen neuen Land Cruiser wollten wir nicht, denn der hat ja auch den technischen Schnickschnack. Daher hatten wir extra die kantige, ältere Version bestellt.

Naja, wie Du schon sagt, der Surf hat uns auch tapfer durch Uganda gebracht. Aber beim nächsten Mal muss Douglas auf jeden Fall den Land Cruiser vor die Tür stellen 😎

Morgen geht es weiter.

Schöne Grüße,

Nicole
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2'779 Beiträge · seit 200711. März 2013 · #29
Hallo Nicole
Auch wir hatten ursprünglich denalten Landcruiser gebucht, aus denselben Gründen wie ihr. Aber der liebe Douglas hat mich mit dem Versprechen für einen "neuen" frisch importierten Surf eingelullt. Der Surf ist das auch als 4Runner bekannte Modell von Toyota und ein sehr wendiges, zuverlässiges, bequemes off-road Fahrzeug. Leider versteht man in Uganda unter neu nicht dasselbe wie bei uns. In Uganda geht man vom Alter des Kennzeichens aus, also wann der Wagen zugelassen wurde. Niemand interessierts dass das "neue" Auto Baujahr 1996 ist und als Gebrauchtwagen von Japan importiert wurde....

Heut muss ich nur lachen!
Gruss Leona
5'479 Beiträge · seit 200911. März 2013 · #30
Hallo Nicole,

was ist denn das für eine App, in die Du die Tiersichtungen enträgst?

Hat Markus die Bananen in Uganda wenistens mal probiert? Mit den Bananen, die man bei uns in Europa zu kaufen bekommt, kannst Du mich auch jagen. Die kleinen ostafrikanischen Bannen schmecken aber ganz anders, so dass selbst ich sie recht gerne esse.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200711. März 2013 · #31
Hallo Topobär,

ich habe die Sasol Birds App benutzt. Letztes Jahr gab es da zwar nur den Sasol Birds für das südliche Afrika, aber ich glaube, inzwischen gibt es auch eins von Ostafrika. Es gibt auch viele Informationen, das Verbreitungsgebiet und zum Teil auch die Vogelstimmen. Da werde ich aber noch einmal schauen und es eventuell für Kenia nutzen. Das gibt es auch für Säugetiere.
Zum Bestimmen, wenn man nicht genau weiß, was man vor sich hat, fand ich es nicht so gut. Daher würde ich das nächste Mal in jedem Fall meinen "dicken" Wälzer auch wieder mitnehmen, trotz Gewicht. Für Säugetiere ist die App aber völlig ausreichend. Ich fand die App super, da man Track halten kann, wo und wann man welche Vögel/Tiere gesehen hat. Das habe ich sonst immer in ein Buch geschrieben, das ist mit der App aber wesentlich einfacher. Es gibt verschiedene Listen, mit Ort, Datum und Arten.

Mit den Bananen machst Du mich jetzt gerade ein bisschen nachdenklich 😵 . Vielleicht habe ich mich da missverständlich ausgedrückt. Markus isst ganz gerne Bananen und hat so tapfer alle Bananen in Uganda gegessen, auch meine, denn ich mag Bananen überhaupt nicht (Kindheitstrauma 😗 ). Nach diesem Urlaub hatte Markus aber erst einmal genug von Bananen, denn es gab fast keine Mahlzeit ohne Bananen, und da wir ja höflich sind und nichts übrig lassen, hatte er den Bananen-Overkill 😎

Schöne Grüße,

Nicole
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1'794 Beiträge · seit 201311. März 2013 · #32
Hallo Nicole,bin auch begeistert beim mitlesen,denn auch wir wollen es irgendwann nach Uganda wagen!
Eure Unterkünfte hören sich auch gut an,besonders die Letzte wo ja auch reiten möglich ist!
Habt ihr die Unterkünfte direkt über die Website gebucht oder hattet ihr Hilfe in Deutschland oder Uganda bei einem entsprechenden Büro????
Hat damit allles gut geklappt???
LG NOGRILA
382 Beiträge · seit 200611. März 2013 · #33
Hallo Nicole,
danke bis hierhin schon einmal für den informativen Bericht und die tollen Fotos.
Das steigert unsere Urlaubsvorfreude umso mehr, schreib schnell weiter 😉
Du hast geschrieben, das Du als Vorbereitung mit dem Bradt Uganda sehr gut klar gekommen bist.
Welche Ausgabe hattest Du denn, die von 2010 oder gibt es mittlerweile eine neuere wo ich noch nichts von weiß.
Weiter suche ich noch ein gutes Tierbestimmungsbuch für die Gegend, Du sprachst von einem dicken Wälzer. Hast Du da evtl. eine Empfehlung ?

Danke schon mal für die Hilfe

Gruss
Christian
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200711. März 2013 · #34
NOGRILA schrieb:Hallo Nicole,bin auch begeistert beim mitlesen,denn auch wir wollen es irgendwann nach Uganda wagen!
Danke, es geht ja noch ein paar Tage durchs Land und ich denke, es wird Euren Wunsch, dieses wunderschöne Land zu besuchen noch vergrößern.
NOGRILA schrieb:Eure Unterkünfte hören sich auch gut an,besonders die Letzte wo ja auch reiten möglich ist!
Ja, Du kannst in der Mihingo Lodge reiten. Ich wollte es ursprünglich auch tun, aber wir hatten dort dermaßen schlechtes Wetter (fast nur Regen), dass ich es nicht gemacht habe. Ich bin zwar eigentlich nicht so pingelig (gehe schließlich hier bei Wind und Wetter mit dem Hund auch raus), aber irgendwie war mir dort nicht danach. Und mein Mann reitet leider nicht. Ich kann Dir also leider nicht sagen, wie es ist, dort zu reiten.
NOGRILA schrieb:Habt ihr die Unterkünfte direkt über die Website gebucht oder hattet ihr Hilfe in Deutschland oder Uganda bei einem entsprechenden Büro????
Hat damit allles gut geklappt???
LG NOGRILA
Ok, das entsprechende Büro in Deutschland wäre jetzt mein eigenes 😗 . Da wir noch auf der Suche nach einem verlässlichen Partner vor Ort waren, habe ich dieses Mal nicht selbst gebucht, sondern mit Kabiza Wilderness Safaris, Jon Blanc, zusammen gearbeitet. Alles war super organisiert und hat gepasst.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200711. März 2013 · #35
chris p schrieb:Hallo Nicole,
danke bis hierhin schon einmal für den informativen Bericht und die tollen Fotos.
Das steigert unsere Urlaubsvorfreude umso mehr, schreib schnell weiter 😉
Ich gebe mir Mühe, möglichst schnell weiter zu schreiben, aber kann nicht versprechen, dass es so schnell weitergeht. Denn die Fotos zu bearbeiten dauert einfach eine gewisse Zeit.
chris p schrieb:Du hast geschrieben, das Du als Vorbereitung mit dem Bradt Uganda sehr gut klar gekommen bist.
Welche Ausgabe hattest Du denn, die von 2010 oder gibt es mittlerweile eine neuere wo ich noch nichts von weiß.
Ja, von 2010, neu aufgelegt Juni 2011. Ich fand ihn echt praktisch und gut, mit vielen Infos.
chris p schrieb:Weiter suche ich noch ein gutes Tierbestimmungsbuch für die Gegend, Du sprachst von einem dicken Wälzer. Hast Du da evtl. eine Empfehlung ?
Leider auch Englisch 😊 . Das ziehe ich vor, da die Namen z.B. von den Guides ja auch in Englisch und nicht in Deutsch genannt werden. Ich weiß daher nicht, ob es auch ein deutsches, gutes Bestimmungsbuch gibt. Sorry.

Ich benutze den Helm Field Guides Birds of East Africa und finde ihn echt gut. Vergleichbar mit dem Sasol für das südliche Afrika.

Schöne Grüße,

Nicole
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Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200711. März 2013 · #36
22. Oktober

Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker, denn wir haben um 6.15 Uhr eine Verabredung mit einem Nationalpark Guide, der mit uns vom östlichen in den westlichen Teil des Parks fahren wird. Das hat uns gestern die nette Dame an der Rezeption der Chobe Safari Lodge organisiert. Aber zuerst eine schnelle Stärkung am leckeren Frühstücksbuffet.


Der Victoria Nil im Morgennebel

Wellborn, unser Guide, wartet pünktlich an der Rezeption und wir gehen zum Parkplatz. Ich gebe zu, ich war äußerst irritiert, dass Wellborn stolz sein Gewehr (AK 47) mit sich trug. Das war allen Guides gemein, dass sie immer mit ihrer Waffe unterwegs war. Ich habe mir immer nur gedacht, dass sie hoffentlich wissen, was sie tun und ihre Waffe gut gesichert haben, während sie bei uns im Auto sitzen 😐 . Aber ein leicht mulmiges Gefühl blieb mir immer erhalten. Ich hatte irgendwie Angst vor Löchern im Dach oder umher schießenden Kugeln im Auto 😕
Wir hatten gehofft, dass wir durch den Park Richtung Paraa fahren können, aber Wellborn rät davon ab, da diverse Wege durch Bäume versperrt wären. Wir haben zwar gestern auch bei unserem kurzen Ausflug vor einem Baum gestanden und mussten umkehren, aber trotzdem sind wir etwas skeptisch. Naja, so fahren wir zuerst wieder zurück zu Karuma Bridge auf die Teerstrasse Richtung Gulu und biegen kurz danach links auf die geteerte Strasse Richtung Olwiyo. In einer kleinen Siedlung biegen wir wiederum links ab, zwischen kleinen Gebäuden fahren wir auf eine Strasse, die uns wieder in den Park hineinführt (Schilder waren hier Fehlanzeige 😵 , wie fast immer in Uganda). Wellborn hält noch ein kleines Schwätzchen am Gate und dann starten wir unseren zweiten Game Drive im Murchison Falls. Wir sehen viele Kobs, Jackson’s Hartebeest, Wasserböcke, Warzenschweine, Giraffen, Büffel und unzählige unterschiedliche Vögel.


Giraffen


Defassa Waterbuck – Defassa Wasserbock


Taxigast auf Warzenschwein – Piapiac - Spitzschwanzelster


Ein Palmenkletterkünstler – leider weiß ich nicht, was es für ein Vogel ist, konnte mir die Notizen nicht so schnell machen und fotografieren, wie die Vögel auftauchten und Wellborn sie identifiziert hat


Croaking Cisticola – Strichelzichtensänger (bin mir aber nicht sicher)


Eastern Grey Plantain-Eater – Schwarzschwanz Lärmvogel

Wellborn überrascht uns mit einem enormen Wissen über die Vögel, die wir sehen und mit einem ausgesprochen guten Auge.


Oribi


Jackson’s Hartebeest

Ich spreche Wellborn unterwegs auf meinen Wunsch an, einen Schuhschnabel zu sehen. Er empfiehlt uns seinen Kollegen Jimmy und telefoniert auch sofort mit ihm. Er macht mit Jimmy aus, dass wir uns morgen um 6.00 Uhr mit ihm am Gate an der Paraa Lodge treffen für den Morning Drive. Echt super nett und eine tolle Organisation. 🙂
Überhaupt haben wir fast nur super Erfahrungen gemacht mit den Guides vom UWA. Ich kann das Selbstfahrern nur empfehlen, für den ein oder anderen Drive mal einen Guide mitzunehmen. Sie waren allesamt sehr engagiert, hatten eine erstaunliches Wissen, dass sie sehr bereitwillig mit uns geteilt haben, und haben uns auch viel vom Leben in Uganda erzählt. Und zusätzlich unterstützt man auch die Guides, die meistens aus der Gegend kamen, in der sie auch stationiert waren, und den UWA.

Um ca. 11.00 Uhr kommen wir in der Paraa Safari Lodge an, verabschieden uns von Wellborn, der seinen Job wirklich gut gemacht hat, auch wenn uns die großen Tiersichtungen verwehrt blieben. Die Vogelsichtungen und Wellborn’s Kenntnis waren die Fahrt allemal wert.
Wir checken ein und können auch schon unser Zimmer beziehen. Leider sind die Safari Zelte (wie in der Chobe Safari Lodge) noch in Bau und wir mussten leider mit einem Zimmer in der Lodge vorlieb nehmen. Sie sind vollkommen in Ordnung, schön eingerichtet, allerdings relativ klein. Wir können direkt auf eine kleine Terrasse mit Blick auf den Nil herausgehen. Leider habe ich vergessen Bilder zu machen, das ist mir aber leider erst zu spät aufgefallen.



Wir haben noch Zeit für einen kleinen Besuch am Pool und einen leckeren Drink bevor es zum Lunch geht. Der Lunch war recht lecker, was uns fürs Dinner hoffen lässt, gab es doch mehrfach Berichte, dass das Essen in Paraa nicht so gut sein soll. „Schickimicki-Touris“ haben wir in Paraa übrigens nicht gesehen, bei uns waren Familien und „normale“ Ehepaare zu Gast und es war eine sehr angenehme und lockere Atmosphäre.
Kurz vor 14.00 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Bootsanleger, stellen unser Auto dort ab und steigen in die „African Queen“.


Red-throated Bee-eater - Grünstirnspint

Leider haben wir nicht so viel Glück mit unseren Mitfahrern 😠 , denn es steigt ein Trupp deutscher Teenager an Bord, die mit einer Lehrerin/Erzieherin begleitet werden. Sie benehmen sich zum Teil wie die Axt im Wald. Ob man iPod hören muss auf so einer Bootsfahrt bleibt ja jedem selbst überlassen, aber sie sind laut und vor allem werfen sie ihren Müll nicht in den Mülleimer, sondern lassen ihn einfach im Boot fallen, so dass er teilweise in den Nil weht. Leider sagt die Begleitperson überhaupt nichts und es ist echt peinlich. 😠 Mir platzt dann irgendwann der Kragen und ich bitte sie, doch bitte ihren Müll aufzuheben und in den Mülleimer zu werfen. Naja, sie tun es und ich ernte den ein oder anderen bösen Blick. Naja, was soll’s, mich stört es nicht. 😉
Der junge Guide auf unserer Ebene versucht sein Bestes, die Schüler mit Wissen zu „füttern“, und zum Glück ließ er sich vom rüden Verhalten der Teenager auch nicht aus der Ruhe bringen. Wir sahen viele Hippos, diverse Antilopen, Warzenschweine, Büffel, 2 riesige Krokodile und viele verschiedene Vögel. Aber das Fotografieren war nicht so ergiebig wie erhofft.


Mein Lieblingstiere




Saddle-billed Stork – Sattelstorch

Nach dieser Reise bin ich hin und her gerissen. Das große Boot hat den Vorteil, dass es nicht so stark wackelt, aber man kommt halt nicht so nah an die Tiere heran. Ein kleines Boot ist super, wenn man mit Bekannten oder alleine unterwegs ist (definitiv das Optimum, aber zu zweit durchaus etwas kostspielig). Mit Fremden kann es auch im kleinen Boot ziemlich schrecklich sein, denn wenn ständig jemand aufsteht, herum läuft und sich wieder hinsetzt, sind Fotos auch sehr schwer (hatten wir am Kazinga Channel).


Pied Kingfisher – Graufischer


Zum Beweis, dass es hier auch große Krokodile gibt


Die waren so groß, dass sie nicht mal mehr aufs Bild passten 😛

Die Fälle sind schon beeindruckend aus dieser Perspektive. Zwar nicht durch die Größe, denn der Nil zwängt sich hier durch eine sehr enge Stelle, aber durch die Wassermassen, die sich hier runter stürzen. Besonders auch, wenn man in Erinnerung hat, wie weit und „wild“ der Nil stromaufwärts ist und wie ruhig nach den Fällen.








Wolkenberge begleiteten uns auf unserer Reise durch Uganda


Paraa Lodge

Zurück in der Lodge genießen wir noch einen Drink auf der Terrasse, während langsam die Sonne untergeht. Naja, so halb, denn so richtig gut sieht man den Sonnenuntergang nicht, was fast während unser gesamten Ugandareise so bleiben sollte.






Sundowner

Später gehen wir zum Dinner, dass im Buffetstil serviert wird und es ist leider wirklich nicht gut. Es war definitiv das schlechteste Essen, dass wir in Uganda hatten. So gehen wir früh ins Bett, denn wir sind ja morgen früh um 6.00 Uhr mit Jimmy verabredet sind.


Weiß vielleicht jemand, was für eine Kröte das ist?

Fazit Paraa Safari Lodge:
Die Lodge hat mit Sicherheit schon bessere Tage gesehen und ist etwas in die Jahre gekommen. Der Poolbereich und die Terrasse sind sehr schön und bieten einen schönen Blick auf den Nil. Die Zimmer sind ein bisschen klein und auch das Badezimmer ist nicht gerade üppig, aber alles vollkommen ausreichend. Wenn die Zelte fertig sind, würde ich diese immer bevorzugen, da sie etwas abseits liegen.
Das Essen war gemischt, während der Lunch sehr lecker war, war das Dinner eher eine Enttäuschung. Die Frühstücks- und Lunchpakete waren aber vollkommen in Ordnung.
Ich hätte auch lieber z.B. in der Nile Safari Lodge auf der anderen Seite übernachtet, da diese bestimmt als Unterkunft viel schöner ist als Paraa. Aber für mich ist Paraa aufgrund der Lage kaum zu überbieten. Wenn man das gute Licht morgens nutzen möchte, führt nach meiner Meinung kein Weg an dieser Lodge vorbei, denn die erste Fähre fährt erst um ca. 7.00 Uhr. Die Game Tracks gehen ca. 2 Minuten von der Lodge los, so dass man direkt im Park ist. Ob einem das wichtig ist, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
6'369 Beiträge · seit 201111. März 2013 · #37
Hoi Nicole
AfricaDirect schrieb:
Genau da an dieser Bar haben wir unser Mittagessen bestellt und ja...es war zwar essbar, aber als gut würd ich es auch nicht bezeichnen...
In der Nähe der Fähre hats übrigens noch einen Campingplatz, aber ich habe nur das Schild gesehen, nicht den Platz selbst. Gelegen ist er aber sehr gut an der Hauptverbindung von der Fähre in Richtung Pakwach.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200712. März 2013 · #38
Hallo Picco,

wir haben oben auf dem Balkon der Lodge den Lunch gegessen. Da gab es nichts zu meckern. Das war ganz lecker. Nur das Dinner war eher mau 🤢 , wie gesagt, das schlechteste Essen, dass wir in Uganda hatten.

Ich gebe zu, nach Campingplätzen habe ich eher weniger geschaut, da das für uns mit Bodenzelt nicht in Frage kommt bzw. es mir auch zu nass in Uganda wäre zum Zelten. Wir haben zum Teil unsere Sachen in den Lodges schon nicht trocken bekommen.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 12. März 2013
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200713. März 2013 · #39
Hallo,

weiter geht's, mit gleich 2 Highlights an einem Tag. Und vielen Fotos (wenn es zu viel wird, sagt es mir, dann muss ich stärker aussortieren 😗 , ist aber doch so schwierig).

23. Oktober

Um 5.30 Uhr (wie jeden Morgen) klingelt der Wecker. Wir packen unsere Sachen zusammen, begleichen unsere Rechnung und holen noch unsere Breakfast- und Lunchpakete ab. Am Gate steht wie verabredet Jimmy, der UWA-Guide, natürlich mit Gewehr, und los geht es in den Park.
Unsere oberste Priorität gilt heute dem Schuhschnabel, den ich unbedingt in Uganda sehen möchte. Jimmy ist zwar nicht so ganz überzeugt, dass er uns „nur“ mit dem Schuhschnabel glücklich macht und so sucht er nach Löwen, die er wohl gestern schon gesehen hat. Am Anfang wäre ich gerne noch öfter stehen geblieben und hätte fotografiert, aber Jimmy war sehr engagiert bei der Sache (zum Glück, denn sonst hätte wir vielleicht etwas verpasst 😉 ) . Hinzu kommt, dass leider seit dem gestrigen Nachmittag das linke hintere Fenster nicht mehr hoch und runter geht 😠 . Da der Guide vorne sitzt und ich mich schon auf die große Rückbank gefreut habe, um zu beiden Seiten fotografieren zu können, ist das echt blöd. Denn dreimal dürft Ihr raten, auf welcher Seite nun die besten Tiersichtungen stattfanden 😣 . Ich war richtig sauer, denn das war genau der Grund, warum wir ein „altes“ Auto wollten und nicht so viel elektronische Gimmicks.
Wir sehen Büffel, Uganda Kobs, Giraffen, Hartebeest, Elefanten und Oribis, aber keine Löwen. Ich kann es verschmerzen, steht ja bei mir der Schuhschnabel ganz oben auf der Liste. Löwen haben wir ja schon so einige in Afrika gesehen, in allen Lebenslagen.
Jimmy fährt mit uns ins Delta, fragt vorsichtig bei Markus nach, ob er auch durchs Wasser fahren kann mit dem Auto. Markus bejaht die Frage und wir fahren durch diverse Wasserfurten Richtung Delta (überhaupt kein Problem mit dem Surf). Mit einem Mal stoppt Jimmy Markus und sagt, dass wir jetzt aussteigen und zu Fuß weitergehen. Da wir dachten, wir steigen nur mal kurz für eine Minute aus, lassen wir die Türen auf, denn es ist echt heiß 😗 . Und natürlich vergesse ich auch mein Einbeinstativ 😕 , für das große Objektiv eigentlich unbedingt notwendig. Aber wir sind ja sofort wieder im Auto 😗 und außerdem bezweifle ich ja immer noch, dass wir wirklich den doch etwas sonderbaren Vogel sehen.
Aber Jimmy macht mit uns eine längere Wanderung, näher ans Wasser heran und bleibt plötzlich stehen. Er zeigt ins Delta, wird ganz aufgeregt und zeigt mir tatsächlich den so gewünschten Vogel. Der Schuhschnabel steht im sumpfigen Bereich und verspeist gerade einen recht großen Fisch. Ja, er ist weit weg und ich brauche alle Brennweite, die ich habe (und Markus’ Schulter als Stativersatz), aber ich bin so happy 🤪


Shoebill - Schuhschnabel

Dieser Vogel ist schwierig zu finden und ich hatte die große Hoffnung, ihn auf unserer Reise entweder im Murchison Falls, im Queen Elizabeth oder im Lake Mburo zu sehen. Und nun sehe ich ihn im ersten Park, den wir besuchen, einfach nur klasse.



Nachdem er den Fisch verspeist hat, fliegt er auch noch hoch und setzt sich oben auf einen Strauch. Das Licht ist zwar echt schlecht, aber es ist trotzdem ein toller Moment, denn meistens sieht man diesen Vogel im Sumpf bzw. auf dem Boden stehen.





Wir gehen noch ein wenig näher ans Wasser, es stehen Hippos 100 m von uns entfernt und wir sehen auch unzählige Vögel. Überall sind Vögel hier im Delta, ein absoluter Traum für jeden Vogelliebhaber.


Black Crowned Crane – Kronenkranich


White-faced Whistling-Duck - Witwenente


Northern Carmine Bee-eater - Scharlachspint

Zurück am Auto sind wir erleichtert, denn unser Auto wurde nicht von Affen geentert 😄 , denn bei den offenen Türen haben wir uns echt Sorgen gemacht.
Zurück durch die Wasserfurten fahren wir zu einem Hippo-Pool, um ein spätes Frühstück zu machen. Den Rest der Frühstücks- und Lunchpakete bekommt Jimmy mit. Denn für uns ist es viel zu viel.




Patas Monkey – Husarenaffe
Der einzige, den wir auf der ganzen Reise gesehen haben, so unterscheiden sich die Sichtungen, wenn man z.B. Piccos und Marinas Bericht anschaut

Wir haben uns zuvor zugunsten der Schuhschnabel-Suche für die 11.00 Uhr statt der 10.00 Uhr Fähre entschieden (zum Glück). Pünktlich um 10.40 Uhr erreichen wir die Fähre, tanken noch schnell (man muss zuerst in der Lodge bezahlen und kann dann tanken) und stellen uns in die Reihe für die Fähre.



Es kommen immer mehr Autos und auch zwei Busse und wir sind ganz froh, noch recht weit vorne in der Reihe zu stehen. In den zwei Bussen kommt eine Gruppe Männer an (Südeuropäer?) und fangen an, die Pavianherde, die am Fähranleger „herumlungert“, zu füttern. Wir ahnen Böses, aber können auch nicht wirklich etwas machen. Immer mehr Touristen stehen um die Paviane herum und es kommt, wie es kommen muss. Als das Futter ausgeht, werden die Paviane aggressiv und das dominante, riesige Männchen läuft zähnefletschend hinter den Männern hinterher. Recht geschieht es ihnen 😛 , aber im Endeffekt zahlen irgendwann die Paviane für die Dummheit der Menschen. Endlich kommt eine resolute Dame vom UWA herangestürmt und staucht die Touristen zusammen.




Keine Angst, der nette Herr vorne rechts ist auch ein UWA-Guide mit dem obligatorischen Gewehr

Um 11.45 Uhr geht die Fähre endlich los, so langsam wird es etwas knapp, denn wir haben um 14.00 Uhr das Schimpansen-Trekking in Budongo.



Die Strasse ist zwar holprig, aber ansonsten trocken und ok.





Um 13.30 Uhr erreichen wir die gut ausgeschilderte Budongo Eco Lodge. Nach dem schnellen Check-In werden wir in unser Zimmer gebracht, dem „Chimpanzee Room“, irgendwie passend 😉





Das Zimmer ist sehr groß, mit einer urigen Dusche, einem kleinen Waschbecken und einer chemischen Toilette. Alles ist sauber und ordentlich.









Wir machen uns schnell frisch, ziehen uns um für das Trekking, bei dem die Gamaschen, die uns Freunde geliehen haben (danke noch mal dafür!!! 😘 ) das erste Mal gute Dienste leisten. Am „Hauptgebäude“ treffen wir unseren Guide Nicolas, der uns erst einmal ein Briefing gibt, wie wir uns zu verhalten haben, was erlaubt und was nicht erlaubt ist. Anschließend nimmt er noch unser Wasser in seinen Rucksack und besteht darauf, dass er das Wasser tragen möchte.
Wir gehen durch das Desinfektionsbecken und dann geht es los in den Wald. Das Trekking in Budongo ist ein super Start für uns „Nicht-Sportler“, denn es geht nur ein bisschen bergauf und bergab und ist nicht so anstrengend. Wir laufen entlang der Wege, Nicolas bleibt zwischendurch stehen stehen und horcht auf Rufe oder Geräusche der Schimpansen. Es ist jetzt eigentlich die Zeit, wo sie von ihrer „Mittagsruhe“ erwachen und sich auf die Futtersuche begeben. Wir hören, ehrlich gesagt, außer den super lauten Zikaden und ein paar Vögeln ... nichts 😗 . Nicolas bittet uns unterwegs zu warten und läuft alleine weiter. Er kommt wieder zurück und hat die Schimpansen leider nicht gefunden 🙁 .
Nach ca. 1 Stunde vergeblicher Suche hören auch wir sie, sie rufen sich gegenseitig. Das hört sich ziemlich beeindruckend an und mein Herz schlägt ein bisschen schneller. Nicolas hat ein Lächeln auf den Lippen und führt uns querfeldein durch den Wald zu den Schimpansen. Und wir sind so froh über unsere Gamaschen. Kamera und Videokamera gezückt und weiter durch den Wald. Und da sind sie, ok zuerst nur ein dunkler Punkt in den oberen Spitzen der Bäume, weit oben. 😉


Liebe in den Baumwipfeln


Der stolze Liebhaber ins seiner ganzen „Pracht“ 😊

Aber nach einem kurzen „Liebesintermezzo“ im Baum kommen sie langsam alle runter und fangen an, am Boden nach Nahrung zu suchen. Sie sind ganz mit Fressen beschäftigt und ziehen durch den Wald. Wir wandern „mit“ den Schimpansen durch den Wald, sie schauen immer mal zu uns, lassen sich aber ansonsten nicht stören. Nicolas erzählt uns viel zu den einzelnen Schimpansen, deren Namen er alle kennt.







Es wird gehämmert, was das Zeug hält, um Früchte aus der Schale zu lösen mit Hilfe von Baumwurzeln (hört sich an wie beim Zimmermann) und unterwegs Blätter gepickt und gefressen. Zwischendurch wird kurz geruht und dann weitergewandert.







Nicolas schafft es immer wieder, uns in gute Foto- und Videoposition zu bringen, ohne die Schimpansen zu stören. Aber das Fotografieren ist aufgrund der Lichtsituation sehr schwierig.
Es ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis, diese wilden Schimpansen zu sehen, mit ihnen durch den Wald zu laufen, sie bei ihrem natürlichen Verhalten beobachten zu können. Man kann das kaum beschreiben. Nach ca. einer Stunde (schätze ich, denn auf die Uhr geschaut haben wir nicht) gehen wir durch den Wald zurück und unterhalten uns noch ausgiebig mit Nicolas über seine Arbeit und sein Leben in Uganda. Er ist ein sehr ruhiger Mensch, gibt aber ausgiebig Antworten auf unsere vielen Fragen. Er wohnt in einem Dorf direkt außerhalb vom Nationalpark und kommt jeden Morgen mit einem kleinen Moped zur Arbeit. Man merkt ihm die Begeisterung für seine Arbeit und die Tiere an und er ist mit ganzem Herzen Guide in Budongo. Auch versucht er, die lokale Bevölkerung vom Schutz der Schimpansen zu überzeugen. Nicolas ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man die lokale Bevölkerung für den Schutz der Tiere gewinnen kann.



Es war ein tolles Erlebnis, natürlich auch weil wir nur zu zweit mit Nicolas unterwegs waren. Müde, dreckig, aber sehr glücklich kommen wir um 17.30 Uhr zurück an der Lodge an. Noch ein kurzes Foto bevor Nicolas in seinen verdienten Feierabend fährt.


Glücklich aber erschöpft, und dankbar für etwas kaltes zu trinken

Wir machen uns noch kurz frisch (die Dusche funktioniert einwandfrei und es gibt auch heißes Wasser) und laufen im Dunklen zurück zum Hauptgebäude, mit einem leicht mulmigen Gefühl, denn auch hier gibt es alle Tiere des Waldes, wie Elefanten oder auch Leoparden. Es gibt aber keine Eskorte und so beleuchten wir mit unserem Spotlight den Weg und den Wald herum, und kommen natürlich heil an.
Wir sind heute die einzigen Gäste und hatten schon mittags unsere Auswahl getroffen, was wir essen möchten.



Es gibt einen „Riesen Cheeseburger“ mit Pommes, zuvor eine halbe Avocado mit Vinaigrette (überraschend lecker, denn eigentlich sind wir keine Avocado-Fans) und Früchte als Desert (natürlich mit Banane, also Doppelration für Markus 😉 ).
Um 20.00 Uhr gehen wir zurück zu unserem Chimpanzee Room und wir schlafen sofort ein.



Fazit Budongo Eco Lodge
Diese Lodge ist sehr einfach, war aber absolut sauber. Die Toilette ist chemisch und hat natürlich dadurch auch einen gewissen Geruch, der aber für mich kein Grund ist, diese Lodge nicht zu besuchen. Und der Geruch war nur in der Toilette (so lange man die Tür immer schließt) und nicht im Zimmer.
Das Essen war sehr gut, einer der besten Cheeseburger, den ich gegessen habe und man merkte, dass auch das Fleisch frisch zu bereitet wurde.
Wir würden jederzeit wieder in die Eco Lodge zurückkehren, auch für zwei Nächte, um neben dem Schimpansen-Trekking auch die Vogelwelt in Budongo ausgiebiger erkunden zu können.
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
1'250 Beiträge · seit 200913. März 2013 · #40
Hallo Nicole,

ich haber erst jetzt gesehen, dass Du in Uganda unterwegs bist.

Glücklicherweise kenne ich den Weg, so konnte ich schnell
hinterherhecheln umd mit aufspringen.

Leider sehe ich statt Bilder nur rote Kreuze. 🙁 🙁 🙁 🙁 🙁

Viele Gruesse
Bernd
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