Reisebericht Uganda 2012

Reisebericht 205 Antworten · 54,2k Aufrufe · gestartet 07. März 2013 von AfricaDirect
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200716. März 2013 · #61
Hallo Atomic Betty,

schön, dass Du dabei bist.

Es tut mir natürlich leid, dass Ihr so eine schlechte Erfahrung mit Douglas und seiner Firma gemacht habt.

Mal abgesehen, dass wir das "falsche" Auto bekommen haben, können wir uns wirklich nicht beschweren. Patrick war am zweiten Tag pünktlich am vereinbarten Treffpunkt in Kampala, um uns das versprochene Handy zu geben.
Auch am Ende war alles absolut reibungslos. Ein abgerissener Spritzlappen (den wir aber noch hatten) wurde ohne Beschwerde zur Kenntnis genommen und kein Wort darüber verloren. Er war aber auch nicht kaputt, sondern musste nur wieder angeschraubt werden. Aufgrund eines Missverständnisses hatten wir unterwegs einen eigentlich nicht notwendigen Ölwechsel machen lassen, an dem sich Douglas wie abgesprochen zur Hälfte an den Kosten beteiligt hat. Das hätte er nicht tun müssen, aber wir mussten nicht mal groß diskutieren, sondern Patrick hat uns sofort unaufgefordert das Geld gegeben.
Daher kann ich wirklich nur von einer größtenteils positiven Erfahrung mit Douglas berichten.

Uns hat Uganda sehr gut gefallen und wir würden nicht zögern, jederzeit wieder dorthin zu reisen. Wenn es uns ums "Abhaken" ginge, dürften wir schon seit einiger Zeit nicht mehr nach Afrika reisen, denn auf den vielen Reisen haben wir schon sehr viel gesehen. Aber für uns gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken und wir freuen uns immer wieder auch über die kleinen Dinge, die es zu sehen gibt.

Aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden und Afrika hat wohl für jeden etwas zu bieten.

Ich wünsche Euch viel Spass bei Eurer nächsten Afrika-Reise (es geht wohl in den KTP, wenn ich das richtig gelesen habe) und viele schöne Erlebnisse.

Schöne Grüße aus dem sonnigen Mittelfranken,

Nicole
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Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200716. März 2013 · #62
25. Oktober

Der Wecker klingelt heute erst um 6.15 Uhr, fast wie ausschlafen. 🙂 Eine halbe Stunde später gehen wir hoch zur Lodge (unsere versprochene Abholung hat uns leider versetzt, aber es ist schon hell, daher gehen wir einfach selbst). Das Frühstück kommt schnell und um 7.30 Uhr machen wir uns den rutschigen Weg herunter Richtung Chimp Trekking im Kibale Forest.



Am Hauptquartier tragen wir uns in die obligatorische Liste ein und geben unsere Permits ab. Hier treffen wir natürlich auch unsere Holländer wieder und fürchten schon Schlimmes. Zwei ältere Herren aus der Gruppe grüßen uns freundlich, der Rest ignoriert uns geflissentlich. Kein Problem, wir haben Euch zwar nichts getan und sind zu allen freundlich, aber muss ja nicht. 😛



Alle treffen sich in einem Raum und wir bekommen auch hier ein Briefing für das Schimpansen Trekking. Wir befürchten schon, dass wir mit 6 „Nachbarn“ zusammen gleich im Wald unterwegs sind 😵 Aber nein, wir werden nur zu zweit mit dem Guide Bosco unterwegs sein (puhhh, Glück gehabt), während alle anderen in Gruppen mit 4 bis 6 Personen los laufen. Manchmal muss man auch Glück im Leben haben. 🤪
Wir laufen los und hier geht es wesentlich steiler den Berg herauf als in Budongo. Außerdem trifft man ständig auf andere Gruppen, da die Guides unablässig mit dem Funkgerät miteinander kommunizieren. Ein komplett anderes Erlebnis als bei unserem ersten Schimpansen Trekking. Kibale ist halt der Ort in Uganda für das Chimp Trekking, das merkt man hier auch. Auch hier geben sich die Guides alle Mühe, die Schimpansen zu finden und wir laufen kreuz und quer über die Wege im Wald. Innerhalb von kürzester Zeit haben wir die Orientierung verloren und hoffen, dass Bosco uns nicht irgendwo stehen lässt.



Relativ schnell sehen wir eine Schimpansen-Mama mit ihrem Jungtier sehr hoch in den Baumwipfeln.
Das lässt hoffen, ist aber für lange Zeit alles, was wir sehen. Es geht querfeldein durchs Gebüsch, über Stock und Stein, bergauf und bergab. Bosco lässt uns mehrfach allein im Wald stehen und sucht nach den Schimpansen. Leider kommt er immer erfolglos wieder zu uns zurück. Wir sehen noch ein Jungtier weit oben in den Baumwipfeln turnen (keine Chance auf Fotos 🙁 ) und teilen dies kurz mit einer Gruppe Holländer, deren Guide Bosco kurz Bescheid gesagt hat. Sie laufen uns quer durchs Bild und verhalten sich auch hier eher sehr unhöflich. Aber sie wollen halt unbedingt tolle Fotos haben (geht hier gerade eh nicht) und haben wahrscheinlich auch noch keine Schimpansen gesehen 😛
Kurz danach wir es dunkel, fängt an zu regnen, nein, zu schütten und es donnert und blitzt (wobei man die Blitze hier tief im Wald nicht sehen kann). Schnell die Regencapes über die Kamerataschen und den Rucksack und unsere Regenjacken (extra für den Urlaub angeschafft) angezogen. Bosco hat leider keine Regenjacke und nur seine schwere Baumwolluniform als Schutz. Er sucht für uns einen großen Baum und wir stellen uns dicht am Stamm unter. Es gewittert heftig und schüttet wie aus Kübeln. Schon ein komisches Gefühl, es gewittert und wir stehen unter einem großen Baum auf einem Berg 😵 (was haben wir als Kinder noch einmal gelernt???).
Wir warten und Bosco ist die Enttäuschung anzumerken, dass das Trekking nicht so erfolgreich ist, wie er es gern hätte. Und er hat wahrscheinlich Angst um sein Trinkgeld, was natürlich Unsinn ist, denn es ist ja nicht seine Schuld, dass sich die Schimpansen heute nicht sehen lassen.
Er hat uns am Beginn des Trekkings gefragt, ob wir schon mal Schimpansen gesehen haben und wir haben ihm von unserem tollen Erlebnis in Budongo berichtet. Er hat gelächelt und gesagt: „No problem, here in Kibale we do offer the best chimp trekking in Uganda!“ Bosco tut uns echt leid und wir versichern ihm, dass das halt Natur ist und es keine Garantien gibt. Wir sehen das ganze sehr entspannt, denn wir hatten ja schon ein tolles Schimpansen-Trekking. Außerdem sind wir lang genug in Afrika unterwegs und wissen, dass es nie Garantien für Sichtungen gibt.
Wir warten eine Weile, aber der Regen und das Gewitter lassen nicht nach. So entscheiden wir uns, zurückzugehen und fragen Bosco, ob es weit zurück ist (wie gesagt, die Orientierung haben wir schon lange verloren). Er grinst und sagt: „It’s not far.“ Naja, im Nachhinein möchte ich nicht wissen, was für ihn „far“ ist. 😉 Wir laufen und rutschen noch recht lang durch Matsch, Schlamm und Pfützen durch den immer noch starken Regen. Total durchnässt, von außen und innen, denn es war trotz allem noch recht warm, kommen wir am Startpunkt an.



Wir machen noch ein Foto mit Bosco und geben ihm sein wohl verdientes Trinkgeld. Schnell zum Auto, über die nun extrem rutschige Strasse zurück zum Chimps’ Nest. Einen Kaffee bzw. eine heiße Schokolade getrunken, während es langsam aufhört zu regnen.
Es ist schon nach 12.00 Uhr und wir entscheiden, unseren eigentlich geplanten Bigodi Swamp Walk schweren Herzens auf unseren nächsten Besuch in Uganda zu verschieben. 🙁 Ich bin zwar sehr enttäuscht, habe ich mich doch auf diesen Teil sehr gefreut, denn es gibt dort viele Vögel und kleinere Affen zu bestaunen. Aber aufgrund des Wetters und der fortgeschrittenen Zeit hat es einfach keinen Sinn.
So essen wir noch einen leckeren Lunch, einen Hamburger mit Chips für Markus und einen Ham & Cheese Pancake für mich. Dann geht es ins Zimmer, auch dieser Weg ist nun nach dem Regen noch glitschiger und der Holzstege noch rutschiger. Unsere Sachen werden nicht trocken, da es sehr dämpfig ist. Die Dusche wurde schon mit heißem Wasser gefüllt, so dass wir nun noch einmal die schöne Dusche mit dem tollen Blick in den Regenwald genießen können.
Die Sonne kommt nun raus und wir genießen einen schönen Nachmittag auf unserer traumhaften „Dachterrasse“. Diese Ruhe hatten wir die letzten Tage nicht, so dass es zur Abwechselung sehr schön ist.



Tatsächlich kommt dann auch noch ein Trupp „Red-tailed Monkeys“ vorbei. Sehr schwierig zu fotografieren, denn sie hüpfen sehr schnell durch die Bäume und halten nie still fürs Foto (echt unverschämt, aber fürs Foto dirigieren lassen sie sich nicht 😎 ).






Und dann kommt noch ein Schmetterling vorbei, der uns total lieb hat. Weiß vielleicht jemand, was für ein Schmetterling das ist?

Um 18.00 Uhr geht es Richtung Bar für einen leckeren Drink, hier treffen wir natürlich auch unsere nette Reisegruppe, sind wir doch die einzigen „Nicht-Gruppen-Reisenden“ im Chimps’ Nest.


Das schöne neue Hauptgebäude vom Chimps' Nest

Um halb acht gibt es Dinner (Carrot Soup, Nut Salad, Chicken Stir Fry, Spice Care für mich und, welch Wunder, Chocolate Banana für Markus). Wir sitzen wieder oben auf der Galerie, etwas abseits von der heute abend eher lauten Gruppe. Aber bei 18 Personen bleibt das ja nicht aus, wenn sich alle unterhalten wollen. Liegt wohl in der Natur der Sache.



Nach dem Essen kommt eine Gruppe aus der Local Community und singt und tanzt für uns (wahrscheinlich eher für die Gruppe als für uns, aber wir genießen es trotzdem.



Der ugandische Reiseleiter der Gruppe, Frank, überredet seine Gruppe, doch mitzutanzen. Ein Teil der Gruppe, inklusive zwei Fahrern, tanzt fröhlich mit und alle haben viel Spaß miteinander. Wir trinken noch einen Absacker mit Frank an der Bar und unterhalten uns mit ihm über unsere morgige Fahrstrecke. Es stellt sich heraus, dass er mit seiner Gruppe auch in den Queen Elisabeth Nationalpark fährt morgen. 😕
Dann allerdings wird es peinlich, da ein paar Damen aus der Gruppe etwas sehr tief ins Glas geschaut haben. 🤢 Wir gehen um 22.30 Uhr Richtung Treehouse, da wir uns alles weitere ersparen wollen.
Nachts werde ich wach und höre, wie Bäume und Büsche umgelegt werden, es wird im Wasser geplanscht und es ist das dumpfe Brummen von Elefanten zu hören. Ich mache Markus wach (der hört so etwas nie, da könnte eine Bombe niedergehen) und wir lauschen gemeinsam. Absoluter Wahnsinn, nun haben tatsächlich die Waldelefanten bei uns vorbei geschaut. 🙂
Wir überlegen erst raus zu gehen mit dem Scheinwerfer, aber aufgrund des fehlenden Platzes draußen vor der Tür verwerfen wir die Idee wieder. Und wir wissen natürlich auch nicht, wie die Elefanten auf den Scheinwerfer reagieren würden, ohne Scheinwerfer wiederum geht es auch nicht. Und dann überlegen wir uns, was wohl passiert, wenn die Elefanten die Pfähle des Treehouses mit einem Baum verwechseln. Mmmmmh, ein etwas komisches Gefühl. 🤨
So lauschen wir nun fasziniert, aber auch mit etwas gemischten Gefühlen und schlafen irgendwann wieder ein.
Im Nachhinein ärgere ich mich doch sehr, dass wir nicht aufgestanden und geschaut haben, aber in der Situation habe ich nur an die Enge und die rutschige Holzkonstruktion gedacht.

Fazit Chimps’ Nest:
Die Baumhäuser vom Chimps’ Nest sind sicher nicht für jedermann geeignet. Es ist etwas dämpfig im Zimmer, da die Baumhäuser halt mitten im Regenwald stehen. Aber bei uns war es super sauber und es gab nichts zu bemängeln. Der Weg ist eher beschwerlich und es knarzt und knistert im Gebälk.
Wir fanden es echt urig und schön und würden wieder das Baumhaus wählen, denn es ist halt etwas sehr Besonderes.
Das Essen war sehr bodenständige Hausmannskost, absolut in Ordnung und immer auch ausreichend große Portionen.
Die Zufahrt ist eher abenteuerlich (aber dazu später mehr) und bei Regen schwierig. Da gibt es bestimmt einfacher zu erreichende Lodges, die auch noch näher am Trekking-Startpunkt liegen.
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
2'261 Beiträge · seit 201116. März 2013 · #63
Hallo Nicole,

vielen Dank für´s Weiterschreiben. Gefällt mir sehr gut dein RB 🙂

Ich kann nur sagen: Der Hut steht ihr gut 😗

Schade, dass das Wetter icht mitgemacht hat beim Chimp Trekking, aber anyhow, später möchte man auch solche Erlebnisse nicht missen. 😉

Die Baumhäuser gefallen mir ganz gut, das währe für uns auch was. Ich glaube nur nicht, dass ich mein Fahrer dazu bewegen kann durch Uganda zu kutschieren. 🤩
Es gibt übrigens auch sehr nette, geführte Reisen durch Uganda, auch für Dich und Deine französischen Freunde geeignet 😉 . Hätte da einen guten Tipp für Dich.
Das war zwar für Bele gemeint, vielleicht komme ich bei Gelegenheit darauf zurück.

Bin sehr gespannt wie euer Trip weitergeht

LG Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
672 Beiträge · seit 201116. März 2013 · #64
Hallo Nicole,

oh wei ... da seid ihr ja schön nass geworden 😉 .

Die Baumhäuser sind ja ne echt urige Unterkunft ... allerdings wäre mir wahrscheinlich etwas mulmig geworden, wenn da nachts die Elefanten umhergestreift wären (... nicht dass ich den Tieren Böses unterstelle, nur Trotteligkeit 😉 ...).
AfricaDirect schrieb:25. Oktober


Und dann kommt noch ein Schmetterling vorbei, der uns total lieb hat. Weiß vielleicht jemand, was für ein Schmetterling das ist?

Also wenn ich richtig liege, dann müsste das ein Forest Leopard Fritillary (Phalanta eurytis) sein! 🙂

Liebe Grüße
Steffi
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8'054 Beiträge · seit 200816. März 2013 · #65
Hallo Nicole,

Ich musste grinsen. Welch ein super nasser Look...... 😄

Schade dass es zum Bigodi Swamp nicht geklappt hat. Hoffentlich schaffen wir es...... 😎

Ich lese gespannt weiter.

Es grüst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
2'460 Beiträge · seit 200616. März 2013 · #66
Hallo Nicole,
bin jetzt hinterhergehechelt 😉
Vielen Dank für deinen informativen Bericht und die tollen Fotos dazu. Besonders die Fotos vom Schuhschnabel gefallen mir, bekommt man doch nicht nur hier im Forum selten zu sehen.
Bin gespannt, wie es weiter geht,
lG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
2'779 Beiträge · seit 200716. März 2013 · #67
hallo Nicole, sehr schöner Bericht, Danke!
Zum Thema Chimp Tracking möchte ich anfügen dass die Natur bestimmt wie es ausgeht. Im Budongo Forest hat man auf der östlichen Seite der Durchfahrtstrasse, also gleich von der Budongo Eco Lodge aus ein Gebiet welches mit Pfaden fürs tracking und für die wissenschaftliche Beobachtung erschlossen wurden. (ehemals Jane Goodall) Zusätzlich ist die Topographie in diesem Teil etwas ebener als auf der westlichen Seite der Strasse, im unerschlossenen Teil des Waldes. Seit geraumer Zeit beobachtet man ein grösseres Ausschweifen der Schimpansen, vorallem wegen Futtersuche in die unerschlossenen Teile des Waldes, was natürlich ein tracking entsprechend schwieriger und anstrengender gestaltet. Wo die Tiere sich aufhalten kann sich innerhalb von wenigen Tagen ändern.

Der Kibale Forest liegt niedriger, d.h. man ist in einem wärmeren Gebiet, es kann deshalb gut sein dass man deswegen hier noch mehr die Hitze empfindet.

Wo auch immer man die Schimpansen aufsucht, so wie ihr sieht man am Ende aus, nass innen und aussen!

VG
leona
Gruss Leona
541 Beiträge · seit 200717. März 2013 · #68
Hallo Nicole,

bei Deinem Bericht werden Erinnerungen wach - vor allem an "Kleinigkeiten" die man schon leider wieder vergessen hat. Als ich die Schmetterlinge sah, musste ich lachen. Mit denen hatten wir auch viel Spaß 😁

Ich freu mich auf die Fortsetzung!
Grüßle
Anja
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200719. März 2013 · #69
Hallo,

schön, dass Ihr alle mit dabei seid, auch wenn es ein Land ein bisschen abseits der "Forumsströme" liegt 😉

@Guggu
Ja, diesen Hut liebe ich, auch wenn er nicht aus Afrika ist. Er hat mir schon super Dienste geleistet. Ist ein echter "Cowboy" Hut 😎 , erstanden in einem Laden mitten in der Einsamkeit in Montana. Und dort hat er mich beim Reiten auf der Ranch vor Wind und Wetter geschützt. Und diesen Job übernimmt er auch In Afrika perfekt 😄
Ja, das "Kutschieren" in Uganda ist schon etwas, es hat Markus viel Spass gemacht, da er es einfach liebt, aber es ist wohl nicht für jedermann/-frau ein Spass. Aber dafür gibt es ja auch sehr gute Guides, die Euch durch das Land zeigen können. Der Tipp ist natürlich nicht nur für Bele, sondern für jeden anderen.

@Steffi
Dank für das Bestimmen des Schmetterlings. Von Insekten habe ich wirklich überhaupt keine Ahnung. Aber so kann ich dem nun auch einen Namen geben. Am nächsten Tag habe ich noch eine Raupe, vielleicht kannst Du da auch behilflich sein 😉 ?
Ja, die Elefanten am Baumhaus, obwohl wir sie nicht gesehen haben (genau aus dem von Dir beschriebenen Grund) war es definitiv ein Highlight unseres Urlaubs. Denn so oft sind sie nicht dort unterwegs.

@Annick
Das ist der neueste Look in Paris, der "Wet Look in the Forest" 😏 Wusstest Du das noch nicht? 😗 Musst Du unbedingt in Uganda mal ausprobieren. Bietet ein erfrischendes Gefühl.
Der "verpasste" Bigodi Swamp bietet uns einen der vielen Gründe, wieder nach Uganda zu reisen 😗

@Chrissie
Ja, für mich war der Schuhschnabel ein absolutes Highlight dieses Urlaubs (für viele wahrscheinlich völlig unverständlich, ist ja nur ein eher hässlicher Vogel). Und hier muss ich noch einmal eine Lanze für die örtlichen Guides brechen. Ohne Jimmy hätten wir keinen Schuhschnabel gefunden und es war wirklich ein tolles Erlebnis, mit ihm nach dem Vogel zu suchen. Denn einen Guide mitzunehmen heißt ja nicht, das man die eigenen Augen "abschaltet" 😉 !!!

@Leona
Vielen Dank für die Hintergrund Informationen. Uns hat der Budongo Forest und vor allem die Liebe des Guides für seine Arbeit sehr beeindruckt. Man vergleicht natürlich mit den Bildern von anderen Reisenden, und obwohl wir nicht so nah wie andere an den Schimpansen waren, war es einfach ein tolles Erlebnis mit diesen faszinierenden durch den Wald zu wandern.
Und auch der Kibale Forest war in jedem Fall den Besuch wert, denn es ist ja nicht nur das Finden, sondern auch der Weg dahin ein Erlebnis.
Ja, und nass wird man defintiv innen und außen. 😛

@Anja
Mir geht es inzwischen mit anderen Berichten ähnlich. Ich habe auch seit unserer Reise schon mehrfach wieder in Eurem Bericht "geblättert" und gestöbert. Auch wenn sie sich ähneln, sind die Erfahrungen doch zum Teil sehr unterschiedlich (und damit meine ich NICHT die Diskussion "mit oder ohne Guide"

So, und nun geht es weiter mit dem nächsten Tag.

Schöne Grüße und ich hoffe, Ihr reist weiter mit uns durch dieses wunderschöne Land,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 19. März 2013
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200719. März 2013 · #70
26. Oktober

Um 5.40 Uhr werde ich wieder wach, heute Nacht ist wirklich viel bei uns los. Über uns ist ein knabberndes Geräusch zu hören. Wohl eines der angekündigten Eichhörnchen, das die Holzbretter auf der Dachterrasse zum knabbern gern haben.
Um 6.30 Uhr stehen wir auf, packen die Taschen zusammen und pünktlich um 7.00 Uhr stehen zwei kräftige Helfer vor der Tür, um unsere Taschen abzuholen. So müssen wir nur noch den Rucksack und meinen schweres Fotogepäck den Weg hoch schleppen. Das ist schon eine große Erleichterung. Wir haben zwar nicht viel Gepäck dabei, aber die Taschen hätte ich trotzdem nicht den Weg hinauf bringen können, da bin ich ja ehrlich. 😗
Unsere Holländer sind natürlich auch wieder beim Frühstück. Es gibt Diskussionen um die Rechnungen, ist halt bei der Größe der Gruppe manchmal schwierig, alles auseinander zu rechnen. Frank versucht sein Bestes um die Wogen zu glätten. Dann allerdings fallen wir fast vom Stuhl. Eine Dame der Gruppe beschwert sich über die von der Lodge gewaschene Kleidung. Noch kurz zur Erinnerung, wir befinden uns mitten im Regenwald, einen Wäschetrockner gibt es hier weit und breit nicht!!! 😐 Aber sie beschwert sich darüber, dass die Wäsche nicht trocken ist und gefaltet in der Tüte zurückgegeben wurde. Ehrlich gesagt, war der Kibale Forest definitiv nicht der Ort, an dem ich meine Wäsche hätte waschen lassen wollen, wenn ich nur 2 Nächte dort verbringe. Aber, naja, manche überlegen halt nicht und dann ist es leicht zu meckern. 🤢
Nach dem Frühstück und der Begleichung der Rechnung machen wir uns frohen Mutes auf den Weg. Heute wollen wir an den Kraterseen vorbei Richtung Queen Elizabeth National Park und freuen uns schon sehr darauf. Und noch sind wir auch davon überzeugt, dass die Abkürzung von Frank, die wir auf der Karte auch gefunden haben, eine gute Wahl ist. Denn sie führt uns direkt zur Strasse durch die Kraterseen, d.h. sie soll uns dort hin führen ... 😵
Wir starten vom Parkplatz während die Holländer noch ihre Kleinbusse bepacken. "Hummeldumm" kommt uns unweigerlich in den Sinn, denn sie sitzen wie die Ölsardinen in ihren Kleinbussen.
Schon auf den ersten Metern merken wir, dass die Strasse noch rutschiger ist als die Tage zuvor. Und es kam, wie es wohl irgendwann auf dieser Reise kommen musste. Eine Sekunde nicht aufgepasst und das Auto rutscht ganz langsam, aber sicher auf die linke Seite in den Graben und die Büsche. Markus versucht noch sein Bestes, es zu vermeiden, aber keine Chance, die Strasse ist wie Schmierseife. Das wollten wir eigentlich unbedingt vermeiden, haben wir doch so viel davon gelesen. Markus ist stinksauer auf sich selbst. Aber, hilft ja jetzt nichts. 😊 Wir steigen schnell aus und schauen uns das Übel mal an, stellen aber schnell fest, dass wir hier allein nicht wieder raus kommen.


Unser linker Vorderreifen


Und hinten sieht es auch nicht besser aus

In diesem Moment sehen wir, dass die drei Busse mit den Holländern um die Ecke biegen. Vielleicht helfen sie uns ja, denn es sind ja genug Hände vorhanden ... Die Busse kommen immer näher, die Fahrer sind schnell gewarnt als sie uns sehen und fahren noch vorsichtiger. Sie grüßen ... winken ... schauen ... lachen und .... fahren einfach an uns vorbei. 🤨 Ich gebe zu, ich bin stinksauer. Vorbeifahren ist eins, aber dann auch noch schadenfroh lachen ist ja wohl das Allerletzte! 😠 😠 😠 😠
So stehen wir im Dreck und überlegen, wie wir nun hier wieder heraus kommen. Am besten wir laufen zurück zur Lodge und fragen nach Hilfe. Da kommt ein junger Mann mit einem Moped vorbei und kämpft sich über den rutschigen Weg. Als er uns sieht, hält er sofort an, wirft sein Moped an den Straßenrand und versucht mit mir, das Auto aus dem Matsch zu schieben. Wir sehen aber schnell ein, dass wir es zu zweit nicht schaffen. Der junge Mann sagt, dass er Hilfe holt und läuft zurück zur Lodge. Er kommt nach kurzer Zeit mit 10 Männern zurück, die sich zuerst einmal beratschlagen, wie man das Auto am besten heraus bekommt. Sie fangen alle an zu schieben, aber der Wagen rutscht nur entlang des Grabens, aber nicht aus dem Graben heraus. Aber sie geben nicht auf, sprechen sich mit Markus ab, wie er fahren soll und feuern sich gegenseitig lautstark an. Sie schieben so lange den Wagen nach hinten, bis er wieder auf die Strasse rutscht. Aber nicht ohne zuvor die Büsche zu stutzen und selbst in den Büschen zu hängen. 😊


Es gibt nicht viele Bilder, denn ich fand es absolut unpassend, mich hinzu stellen und Fotos zu machen, während unser „Karren aus dem Dreck“ geschoben wurde

Es dauert ungefähr 10 Minuten und viel Muskelkraft bis wir wieder auf der Strasse stehen. Die Männer geben Markus noch den Spritzlappen, der vorne links abgerissen ist und wollen zurück zur Lodge. Wir rufen schnell hinter ihnen her, denn wir wollen ihnen noch ein dickes Trinkgeld geben. Erstaunlich, dass sie nicht einmal ein Trinkgeld erwarten.


So sah es nach unserem Ausflug aus ...

Und wir fahren mit klopfendem Herzen nach diesem Schock am frühen Morgen weiter, besonders vorsichtig, denn der Weg wird ja nicht besser den Berg hinunter. Wir fahren durch den Kibale Forest und finden auch die Abkürzung, von der Frank erzählt hat. Und beschließen nach ca. 5 Minuten, dass wir lieber den längeren Weg fahren. Denn unsere Angst, hier wieder stecken zu bleiben, ist einfach noch zu groß. Der Weg ist zum Teil noch schlechter, als der Weg vom Chimps’ Nest. Also wieder zur „Hauptstrasse“ zurück und weiter bis nach Kasisi und von dort an den Crater Lakes Richtung Rwimi.



Die Strecke führt durch das Hinterland und auch hier fahren viele Fahrräder, Mopeds und laufen viele Menschen von Dorf zu Dorf.



Es sind viele Bananenstauden mit ihren Besitzern unterwegs (ca. 5-6 auf jedem Fahrrad) und werden zu einem Dorf gebracht. Dort wartet schon ein LKW, der mit den gesammelten Bananenstauden beladen wird und diese dann wohl zum nächsten Sammelpunkt bringt.



Die Strasse führt durch wundervolle Landschaften und an einigen Kraterseen vorbei. Kurz vor Rwimi erreichen wir wieder die Teerstrasse und fahren nach Kasese. Dort tanken wir erst einmal und werden von zwei Männern darauf hingewiesen, dass unser Auto tropft. So schauen die beiden mit Markus in den Motorraum, fachsimpeln ein bisschen und einigen sich dann darauf, dass es Kondenswasser der Klimaanlage ist. Ob die beiden wirklich wussten, wovon Markus sprach, weiß ich nicht. Aber wir fanden es echt nett, dass sie sich unter das Auto legten und nachschauten, wo denn das Wasser herkam. Wir hatten im ersten Moment schon Sorge, dass beim Steckenbleiben irgendetwas kaputt gegangen war. Das war aber zum Glück nicht der Fall.


Was würde wohl die deutsche Polizei dazu sagen?

Wir queren den Äquator (unser erstes Mal auf dem Boden) und es geht über unzählige Speed-Bumps die Teerstrasse entland in Richtung Queen Elizabeth National Park.





Wir fahren am Eingang vorbei, durch Katunguru und über die Brücke über den Kazinga Channel. Nach der Brücke geht es rechts rein über eine sehr holprige Strecke und wir erreichen um 12.00 Uhr die Bush Lodge.



Aber, oh Schreck, auf dem Parkplatz stehen schon die drei bekannten Kleinbusse. Sie bauen gerade auf dem an die Lodge angeschlossenen Campsite ihre Zelte auf. Naja, dann werden wir sie wohl nicht so viel zu sehen bekommen.
Wir werden von den beiden Managern des Camps freundlich begrüßt und zu unserem Zelt gebracht. Das Zelt sieht schön aus, aber leider wollen sie uns die rechte Seite eines Doppelzeltes geben. Das an sich wäre ja kein Problem, aber auf der anderen Seite wohnt die „peinliche“ laute Dame aus der „Hummeldumm-Reisegruppe“. Bei aller Liebe, aber da habe ich keine Lust drauf. Also frage ich freundlich beim Manager nach und erkläre ihm das Problem. Zum Glück haben sie noch ein anderes Zimmer frei und er verspricht unser Gepäck in das neue Zimmer bringen zu lassen. Erleichtert genießen wir erst einmal einen leckeren Lunch.



Anschließend fahren wir in den Queen Elizabeth Nationalpark und versuchen am Kabatoro Main Gate einen Guide für morgen zu organisieren. Leider ist das am Gate nicht möglich, sondern wir müssen zum Visitor Center in der Nähe der Mweya Lodge. Da wir eh einen Game Drive durch diesen Teil des Parks machen wollten, bezahlen wir unseren Parkeintritt für die nächsten Tage und fahren zum Visitor Center. Die Dame im Visitor Center versucht sofort telefonisch einen Guide zu erreichen. Währenddessen kaufen wir einen der bekannten, praktischen ugandischen Flaschenöffnern.
Nachdem wir für morgen früh einen Guide organisiert haben, fahren wir langsam über den Channel Drive wieder zurück Richtung Katunguru Gate. Hier ist das Gelände sehr dicht bewachsen und wir sehen kaum Tiere, außer viele Vögel und das ein oder andere Warzenschwein.


Raupe ?


Common Fiscal - Fiscalwürger


Agame ?


White-throated Bee-eater - Weißkehlspint


Warthog - Warzenschwein


Sie haben uns definitiv gesehen


Ich gebe zu, bei den braunen Greifvögeln tue ich mich immer schwer. Wenn jemand einen Vorschlag hat, freue ich mich

Aber insgesamt ist es sehr ruhig. Um 18.30 Uhr kommen wir nach einem eher enttäuschenden Game Drive in die Lodge zurück. Wir machen uns schnell frisch, in unserem „neuen“ Zelt.


Unsere „neue“ Unterkunft, das Buffalo Tent


Das Zimmer


Die Toilette (im blauen Eimer ist der Sand, der zum „spülen“ benutzt wird)


Die Duschen, sogar zwei nebeneinander ...


... und das Waschbecken

Dann geht es Richtung Bar, um einen Sundowner zu uns zu nehmen. Wir unterhalten uns mit einem dänischen und englischen Pärchen, die heute auf der „richtigen“ Seite des Nationalparks unterwegs waren und uns von Leoparden, Löwen, Elefanten etc. berichten. 😊 Mmmmh, da waren wir wohl zur falschen Zeit am falschen Ort. Mal schauen, ob wir in den Kasenyi Plains morgen auch Glück haben. 🙂
Wir gehen anschließend für ein leckeres Dinner in das große Zelt. Leider ist das ganze Zelt mit einem riesigen Tisch gefüllt und es stehen einige kleine Tische am Rand und draußen. So haben wir wieder das Vergnügen, die Lautstärke einer großen Gruppe zu „genießen“. Und wir können sehen, dass der arme Frank still am Tisch sitzt, da alle um ihn herum niederländisch sprechen und er sich am Gespräch nicht beteiligen kann. Aber wahrscheinlich ist das einfach so.
Ich gebe zu, ich hatte gehofft, dass sie auf dem Campsite essen. So ist es leider dahin mit der Ruhe beim Essen in dieser schönen Lodge. Eigentlich habe ich die Bush Lodge gewählt, um eine kleinere Unterkunft mit wenigen Zimmern zu haben, im Gegensatz z.B. zur Mweya Lodge, die ja mehr wie ein Hotel ist.
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Camper, aber wenn ich eine Unterkunft mit wenigen Zelten auswähle, dann möchte ich nicht die Geräuschkulisse einer großen Reisegruppe haben. Denn die schönen nächtlichen Geräusche in der Bush Lodge waren so nicht zu hören. 🙁
Aber wir lassen uns das leckere Dinner nicht verderben und nehmen es mit Humor. Es gibt lecker Tomatensuppe, Beef Stir Fry und Schokoladenkuchen (keine Banane, hurra 😊 ). Wir gehen um 22.30 Uhr ins Bett, denn morgen geht es wieder früh raus.
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
4'451 Beiträge · seit 200819. März 2013 · #71
Liebe Nicole,
sehr schöner bericht und die Fotos !!! Unglaublich was für ein Abenteuer. Das mit den Hummeldumms aus Holland , das muss man einfach abhaken, solche wird man überal wieder antreffen,leider. Mir tun einfach die Guides da leid, weil die können ja nichts dafür , solche Menschen herumführen zu müssen. Ihr wurdet geholfen von ganz andere leute , die sich einfach selbst einbringen, das Bild ist wirklich der Hammer, das soll eine Strasse sein? Trotzdem die Farben die Du so eingefangen hast, ein Traum
Vielen Dank das Du uns mitnimmst. 😘

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
5'479 Beiträge · seit 200919. März 2013 · #72
Hallo Nicole,

das Deine Zeilen bei mir ein heftiges deja vu ausgelöst haben, kannst Du Dir sicher denken. Einen Moment unkonzentriert, und schon ist das Rutschen in den Graben nicht mehr aufzuhalten. Wie bei uns im Ruaha NP.

Nachdem Euch die Fahrer und der Guide der Kleinbus-Truppe nicht geholfen haben, habe ich überhaupt kein Mitleid mehr mit denen. Ich wünsche ihnen nur noch die unangenehmsten und stressigsten Gruppen. Das ist echt eine Sauerei. Zum Glück habe ich so etwas noch nie erlebt. Gerade in Afrika kenne ich es nur so, dass sich immer geholfen wird.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200719. März 2013 · #73
Topobär schrieb:Hallo Nicole,

das Deine Zeilen bei mir ein heftiges deja vu ausgelöst haben, kannst Du Dir sicher denken. Einen Moment unkonzentriert, und schon ist das Rutschen in den Graben nicht mehr aufzuhalten. Wie bei uns im Ruaha NP.
Deswegen hatte ich das deja vu bei Eurem Bericht 😎
Topobär schrieb:
Nachdem Euch die Fahrer und der Guide der Kleinbus-Truppe nicht geholfen haben, habe ich überhaupt kein Mitleid mehr mit denen. Ich wünsche ihnen nur noch die unangenehmsten und stressigsten Gruppen. Das ist echt eine Sauerei. Zum Glück habe ich so etwas noch nie erlebt. Gerade in Afrika kenne ich es nur so, dass sich immer geholfen wird.
Naja, uns wurde ja zum Glück sehr tatkräftig geholfen. 🙂 Und das wirklich, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Die waren so schnell wieder zurück auf dem Weg zur Lodge, dass wir sie schnell stoppen mussten. Ich war so beeindruckt von dieser Hilfsbereitschaft, obwohl ich es ja schon öfter mal in Afrika erlebt habe. In Europa wären wahrscheinlich alle an uns vorbei gefahren.
Und bitte nicht vergessen, im Bus saßen Europäer und keine Afrikaner!!!! Ok, ausser den Fahrern, aber die waren eh das letzte (aber dazu mehr am nächsten Reisetag). 😣

Jetzt muss ich aber erst einmal bei Dir weiterlesen.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
105 Beiträge · seit 201219. März 2013 · #74
..wer einmal mit Allrad gefahren ist, weiß, dass man, deinem Bild vom "Weg" nach zu beurteilen, GAR nicht stehen bleibt; das vor allem nicht mit einem Kleinbus, der schwer beladen und in Schwung ist! Immer auf dem Gas bleiben! Wie dem Fahrer das passieren konnte, deucht mich wunder!
Also, nicht meckern!
Das du so auf / über andere "Urlauber" schimpfst, finde ich nicht schön; zeugt von Intoleranz!
Tschüß Achim
672 Beiträge · seit 201119. März 2013 · #75
Hallo Nicole,

wow - krasses Stück Straße 🙄 . Aber gut, dass ihr so tatkräftig unterstützt wurdet 🙂 .

Hinsichtlich der Raupe kann ich leider auch nicht weiterhelfen, mein Kenntnisstand hinsichtlich Insekten erstreckt sich nur ein wenig auf Schmetterlinge und stürzt dann sofort in Richtung Totalversagen ab 😎 .

Ganz, ganz toll finde ich übrigens die Aufnahme von dem kleinen White-throated Bee-Eater. *neid* 🙂

Liebe Grüße
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
zuletzt bearbeitet 19. März 2013
5'479 Beiträge · seit 200919. März 2013 · #76
ochim1103 schrieb:..wer einmal mit Allrad gefahren ist, weiß, dass man, deinem Bild vom "Weg" nach zu beurteilen, GAR nicht stehen bleibt; das vor allem nicht mit einem Kleinbus, der schwer beladen und in Schwung ist! Immer auf dem Gas bleiben! Wie dem Fahrer das passieren konnte, deucht mich wunder!
Also, nicht meckern!
Das du so auf / über andere "Urlauber" schimpfst, finde ich nicht schön; zeugt von Intoleranz!
Bis jetzt war ich von Deinen Beiträgen immer sehr angetan, weshalb ich hoffe, dass Du heute nur einen schlechten Tag hast.

Anhalten ist auf solch einem Weg überhaupt kein Problem. Man bleibt ja nicht stecken nur weil man anhält. So schmal wie der Weg ist, mussten die Busse sowieso fast bis zum Stillstand runterbremsen.

Wer meint, ihm könne soetwas nicht passieren ist für mich ein Angeber und Aufschneider. Ich habe schon Guides mit jahrzehntelanger Erfahrung aus dem Schlamm gezogen. In Ostafrika erwischt es früher oder später jeden, der die ausgetretenen Pfade verlässt.

Wenn sich Menschen schlecht benehmen, dann darf man das auch schreiben. Das hat nichts mit Intolleranz zu tun. Die political Correctnes schießt meiner Ansicht nach häufig über das Ziel hinaus.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200719. März 2013 · #77
Steffi82 schrieb:
Hinsichtlich der Raupe kann ich leider auch nicht weiterhelfen, mein Kenntnisstand hinsichtlich Insekten erstreckt sich nur ein wenig auf Schmetterlinge und stürzt dann sofort in Richtung Totalversagen ab 😎 .
Hall Steffi,

jetzt habe ich so auf Dich gezählt, dass Du den Raupennamen aus dem Hut zauberst 😛
Steffi82 schrieb:
Ganz, ganz toll finde ich übrigens die Aufnahme von dem kleinen White-throated Bee-Eater. *neid* 🙂

Liebe Grüße
Steffi
Ja, der war wirklich kooperativ. Ich hätte auch noch mein erstes, echt super Vogel-Flugbild von genau diesem Vogel 😗 , wenn nicht 2 mm der Flügelspitze aus dem Bild "geflogen" wären 😣

Naja, beim nächsten Mal und bis dahin, üben, üben, üben 😗

Liebe Grüße,

Nicole
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Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200719. März 2013 · #78
ochim1103 schrieb:..wer einmal mit Allrad gefahren ist, weiß, dass man, deinem Bild vom "Weg" nach zu beurteilen, GAR nicht stehen bleibt; das vor allem nicht mit einem Kleinbus, der schwer beladen und in Schwung ist! Immer auf dem Gas bleiben! Wie dem Fahrer das passieren konnte, deucht mich wunder! Also, nicht meckern!
Hallo Ochim,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich sehe es natürlich etwas anders, aber jeder kann ja seine Meinung vertreten. Der Weg war nicht tief schlammig, sondern nur sehr rutschig nach außen hin. Man hätte jederzeit anhalten können, auch mit einem Kleinbus, der voll bepackt ist. Die Busse waren sogar mit einer Differentialsperre ausgestattet und sind später in Ishasha Wege gefahren, die wir uns nicht getraut haben mit dem Surf (der nicht vollgepackt war). Wie Topobär schon beschrieben hat, blieb man auf diesem Weg nicht stecken, sondern es war nur sehr rutschig. Unser Wagen hat nach dem Rausschieben auch 5 Minuten auf dem Weg gestanden und wir sind nicht im Matsch stecken geblieben. 😉
Die Busse mussten tatsächlich sehr langsam an uns vorbei fahren, da sie sonst auf der anderen Seite Probleme bekommen hätten. Daher wäre es vielleicht in ihrem Interesse gewesen, einige Meter hinter uns stehen zu bleiben, uns zu helfen, damit der Weg wieder frei ist. Aber das wollten sie wohl nicht. Wir haben aber später erfahren, dass die Fahrkünstler sich im QENP festgefahren haben. Zum Glück kam ein britisches Pärchen vorbei mit ihrem Guide und sie sind rausgezogen worden 😉 Was wäre wohl gewesen, wenn die Briten sich genauso wie sie verhalten hätten, denn es war schon später Nachmittag 😗
ochim1103 schrieb:
Das du so auf / über andere "Urlauber" schimpfst, finde ich nicht schön; zeugt von Intoleranz!
Ich finde auch nicht, dass ich auf oder über andere Urlauber "schimpfe". Ich glaube, dass würde sich anders anhören bzw. lesen. Ich finde es durchaus legitim, zu berichten, was wir erlebt haben, auch in Bezug auf andere Touristen, das sowohl positive als auch negative.
Wenn ich sie fotografiert hätte und namentlich genannt, hättest Du definitiv Recht. Aber sie bleiben anonym als Gruppe, und außer den zwei älteren Herren, die sehr freundlich waren, war es einfach eine sehr unangenehme Gruppe.

Soweit von meiner Seite. Nichts für ungut.

Schöne Grüße,

Nicole
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2'261 Beiträge · seit 201120. März 2013 · #79
Hallo Nicole,

nach einem alptraumhaften Tag gestern - Flug nach Berlin um auf die Nordländerbotschaft einen neuen Pass zu beantragen, ich will ja schließlich wieder verreisen 😗 -
bin ich jetzt gerne mit dir (und mit Topobär) durch den Matsch geschlittert. 🤩

Das war nicht nett von unsere Nachbarn im Westen so mit Häme an euch vorbei zu fahren.
Ich finde es völlig legitim Ross und Reiter zu nennen, wenn man mit so wenig Emphatie und Fingerspitzengefühl sich in fremde Länder bewegt. Man ist schließlich zu Gast.

Deine Fotos sind ganz wunderbar und das vom Weißkehlspint der Hammer. Nach dem ich letzte Woche 1388 g Vogelbestimmungsbuch (Birds south of the Sahara) bekommen habe,
schaffe ich es vielleicht auch ein paar zu bestimmen auf der nächsten Reise. Wenn du so freundlich währest mir nochmal dein Vogel-App zu nennen, währe ich bestens gerüstet.

Danke dir nochmals für den schönen Bericht - ich reise sehr gerne mit euch. 🙂

LG Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
zuletzt bearbeitet 20. März 2013
Themenstarter1'271 Beiträge · seit 200720. März 2013 · #80
Guggu schrieb:Hallo Nicole,

nach einem alptraumhaften Tag gestern - Flug nach Berlin um auf die Nordländerbotschaft einen neuen Pass zu beantragen, ich will ja schließlich wieder verreisen 😗 -
Hoffe, Du warst wenigstens erfolgreich und kannst wieder frisch in die Welt starten, wo auch immer es Euch hinführt.
Guggu schrieb:bin ich jetzt gerne mit dir (und mit Topobär) durch den Matsch geschlittert. 🤩
Ja, unterschiedliche Länder, aber ähnlich Erlebnisse, zumindest was das Autofahren betrifft. Ich verschlinge Topobärs Bericht auch immer, denn Tanzania als Self-Drive steht bei uns definitiv auch noch einmal auf dem Programm, aber nicht als Camping-Reise 😗
Guggu schrieb:Das war nicht nett von unsere Nachbarn im Westen so mit Häme an euch vorbei zu fahren.
Ich finde es völlig legitim Ross und Reiter zu nennen, wenn man mit so wenig Emphatie und Fingerspitzengefühl sich in fremde Länder bewegt. Man ist schließlich zu Gast.

Deine Fotos sind ganz wunderbar und das vom Weißkehlspint der Hammer. Nach dem ich letzte Woche 1388 g Vogelbestimmungsbuch (Birds south of the Sahara) bekommen habe,
schaffe ich es vielleicht auch ein paar zu bestimmen auf der nächsten Reise. Wenn du so freundlich währest mir nochmal dein Vogel-App zu nennen, währe ich bestens gerüstet.
Danke für das Kompliment für die Fotos. Da gibt es noch viel zu lernen, aber es macht einfach viel Spass. Hier noch einmal die App, die ich benutzt habe. Ist aber noch die für das südliche Afrika. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es jetzt auch eine für das östliche Afrika gibt. Da muss ich noch einmal nachschauen, denn für unsere Kenia-Reise wär die schon klasse. Aber wie gesagt, am besten in Verbindung mit dem 1388 g (erstaunlich, dass Du das Gewicht kennst 😄 ) Bestimmungsbuch.

Sasol Bird App
Guggu schrieb:Danke dir nochmals für den schönen Bericht - ich reise sehr gerne mit euch. 🙂

LG Guggu
Heute geht es noch nicht weiter, aber vielleicht noch morgen oder übermorgen.

Liebe Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013