BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201628. Feb. 2022 · #181
Jambo ihr Lieben,
Sadie schrieb:Ooh my goodness!
Du kannst das aber auch ziemlich gut. 😉
Sadie schrieb:Ich glaube du hast dem Ernest Hemingway was abgeguckt mit den kurzen poignanten Sätzen
😮 😊
Sadie schrieb:Werde gerade Mara-süchtig…
Ich könnt' auch schon wieder los...
picco schrieb:vielleicht sollte ich mir einen Bürobaum und einen Büroleo zulegen...hmmm....
😄 😄 😄
picco schrieb:Nie haben ich fantastischere Sonnenuntergänge gesehen als in der Mara, obwohl es vielfach so bewölkt ist dass man die Sonne gar nicht sieht.
Das stimmt absolut, tagsüber finden wir das Licht in der Mara wirklich oft ziemlich schwierig zum Fotografieren. Aber morgens und abends geben die Wolken und der Dunst eben genau diese Bilder her. Bei unserer ersten Tour in die Mara hatten wir allerdings Pech und kaum einmal ansatzweise solche Farben.
Euch eine schöne und möglichst friedliche Woche, Betti
Guggu2'261 Beiträge · seit 201128. Feb. 2022 · #182
Liebe Betti,
es ist ganz wunderbar mit euch unterwegs zu sein. Es gibt wohl nix was ihr nicht gesehen habt. Wir haben ja auch viel gesehen in der Mara, aber jagenden Leo nicht. 🤩 Was mich aber ganz neidisch macht, sind die puscheligen Servalkittens mit ihre Kulleraugen. Das nächste mal dann! 😉 Wir haben aber auch explizit sagen müssen, dass wir uns auch für „Antilopenzeugs“ etc. interessieren. Nicht nur Katzen und Elefanten. Und auch die grasenden Tiere in der Ebene beobachten, die Stille und die Schöpfung genießen ist Labsal für die Seele.
Lieben Dank für den toll geschriebenen und bebilderten Bericht. 😘
Topobär5'479 Beiträge · seit 200928. Feb. 2022 · #183
Hallo Betty,
die Auflösung für den Serval mit dem verkürzten Schwanz findest Du übrigends im langen Video von Laura (Flash). Sie war ja nicht allzu lange vor Euch in der Mara und in einer kurzen Einblendung ist ein Serval mit kurzem blutigen Schwanzstummel zu sehen.
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201628. Feb. 2022 · #184
Hello again 🙂 ,
Guggu schrieb:es ist ganz wunderbar mit euch unterwegs zu sein. Es gibt wohl nix was ihr nicht gesehen habt.
Ohhh doch, mir fällt noch ganz viel ein 😉. Aber die Mara erfüllt schon eine Menge Sichtungswünsche auf einen Schlag, das weißt du ja aus eigener Erfahrung.
Guggu schrieb:Das nächste mal dann!
So isses! 🙂
Guggu schrieb:Wir haben aber auch explizit sagen müssen, dass wir uns auch für „Antilopenzeugs“ etc. interessieren. Nicht nur Katzen und Elefanten. Und auch die grasenden Tiere in der Ebene beobachten, die Stille und die Schöpfung genießen ist Labsal für die Seele.
Auch da stimme ich zu 100 Prozent zu. Auch deswegen mochten wir unseren Guide sehr. Er wollte uns natürlich auch Katzen zeigen, aber es ging vor allem um die Natur in ihrer Gesamtheit, und er hatte z.B. einen ausgeprägten Sinn für besondere Momente mit Zebras, Vögeln, Gnus etc.
Topobär schrieb:die Auflösung für den Serval mit dem verkürzten Schwanz findest Du übrigends im langen Video von Laura (Flash). Sie war ja nicht allzu lange vor Euch in der Mara und in einer kurzen Einblendung ist ein Serval mit kurzem blutigen Schwanzstummel zu sehen.
Hi Thomas, guter Gedanke von dir, kommt aber nicht hin, denn wir waren VOR Laura dort.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200902. März 2022 · #185
Beatnick schrieb:
Topobär schrieb:die Auflösung für den Serval mit dem verkürzten Schwanz findest Du übrigends im langen Video von Laura (Flash). Sie war ja nicht allzu lange vor Euch in der Mara und in einer kurzen Einblendung ist ein Serval mit kurzem blutigen Schwanzstummel zu sehen.
Hi Thomas, guter Gedanke von dir, kommt aber nicht hin, denn wir waren VOR Laura dort.
Dann scheinen Servalschwänze in der Masai Mara einem stark erhöhten Verletzungsrisiko zu unterliegen. Die armen Tiere. 🙂
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201607. März 2022 · #187
24. September: Migration
Bislang hatte Livingstone offenbar klare Vorstellungen davon, wie wir den Tag gestalten würden. Doch an diesem Morgen überrascht er uns mit einer simplen Frage: "What do you want to see?"
Nicht, dass ihm nichts mehr einfallen würde. Das wird wohl nie passieren. Aber seit wir "The spotted cat" gefunden haben und dann auch gleich mehrfach, ist seine persönliche Todo-Liste offenbar geschrumpft und lässt Platz für Notizen. Anders ausgedrückt: Wir sind bei den Zugaben angelangt, und das deckt sich mit unserem eigenen Empfinden. Der Faktor Zeit, den wir in der Mara großzügig berücksichtigt haben, zahlt sich spürbar aus.
Die Antwort ist allerdings gar nicht so einfach. Nach einigem Überlegen wünscht sich Thomas ein Crossing und ich mir - fast schon bescheiden, aber dafür von Herzen - noch einmal Löwen. Da ihn dieser Wunsch in der Mara vor keinerlei Probleme stellen wird, kümmert sich Livingstone zunächst einmal um Auftrag Nummer eins.
In den vergangenen Tagen hat es immer wieder geregnet, vor allem nachts und vor allem in der Serengeti. Mit der Folge, dass die Crossings am Mara River wieder begonnen haben.
Die Gnus sind überall, und in ihrem Schlepptau die Räuber. Einer trägt seine Beute mitten durch die Herde. Wie pietätlos. Das Bein eines Artgenossen so direkt vor der Nase, was sollen die Gnus da denken? Denken sie überhaupt? Sie wirken ungerührt.
Am Lookout Hill finden wir Hyänen an einem Riss.
Es könnte ihr eigener sein, muss aber nicht. Im benachbarten Gebüsch machen die Vögel Theater. Ein anderer möglicher Verursacher treibt sich herum.
Der Leopard verschwindet im dichten Busch. Und scheucht dabei einen Hasen auf, der hakenschlagend erst an unserem Auto vorbei, dann quer über die Ebene und schließlich hügelaufwärts flitzt; dicht gefolgt von einem aufgeregt jaulenden Schakal. Beide tauchen auf der anderen Seite des Hügels ab, wo wir später nichts entdecken. Meister Lampe hatte nicht nur schnelle Beine, sondern wohl auch ganz schön Dusel.
Am Mara River ist die Stimmung friedlich - und verheißungsvoll.
Auf beiden Seiten des Ufers nähern sich Gnus. Was nichts heißen muss. Auch Livingstone wagt keinerlei Prognose, sondern teilt sich zwei aussichtsreiche Abschnitte mit einem Kollegen auf. Wir beobachten den einen, er den anderen. Jetzt hilft nur Geduld.
Wir frühstücken im Auto mit Blick auf den Fluss, es wird ein heißer Tag. Ich nicke ein, vergesse, wo ich bin. Und habe beim Aufwachen doch nichts verpasst. Thomas, der sture Westfale, glaubt dennoch weiter an seine Chance.
Mittags kommt der kleine Hunger - und guter Rat ist teuer. Nicht auf eine Ganztagestour eingerichtet, haben wir kein Lunchpaket dabei. Nur zögernd entschließen wir uns zu einem Boxenstopp im Camp, das nicht gerade um die Ecke liegt, sondern eine gute halbe Stunde entfernt. Man kennt das ja, kaum kehrt man den Rücken, überschlagen sich die Ereignisse. Murphy und ich, wir mögen uns nicht. Ist dem Hunger egal. Er siegt.
Nur ein schneller Happen, schon fahren wir zurück. Verzichten unterwegs auf einen Schlenker zu einem Nashorn nebst (einigermaßen erwachsenem) Kalb. Nicht wegen des möglichen Crossings, sondern weil sich dort eine veritable Blechlawine angesammelt haben soll. Die armen Nashörner dürften kaum zur Ruhe kommen. In der Mara (leider) eine echte Rarität, wird wohl fast jeder Guide die seltene Gelegenheit nutzen, die Big 5 vollzumachen.
Die Entscheidung ist schon deshalb gut, weil das Crossing beginnt, just als der Fluss in Sicht kommt. Nun geht es wie immer ganz schnell. Die wartenden Autos, durch die Nashorn-Option in überschaubarer Zahl, rasen hinunter ans Ufer und suchen sich eine Position. Wir wechseln noch einmal, der Winkel ist nicht optimal, überall Gegenlicht, aber so ist die Natur; sie macht, was sie will, und wann sie es will. Hinter uns sichern die Ranger den langen Strom der Tiere ab, damit ihn kein Auto durchbrechen kann. Eine traurige Notwendigkeit, wie wir 2018 schmerzlich feststellen mussten.
Das Wasser schäumt. Die Tiere wühlen sich hindurch, Staub, Chaos und Angst. Ein Krokodil nähert sich, verbreitet Panik, mehr nicht. Zu satt, zu vollgefressen, zu faul.
Die Gnus wollen ausweichen, bloß schnell aus dem Wasser. Der Fels ist rutschig, eine gefährliche Mission, doch sie bleiben unversehrt.
Die einen haben Angst vor der eigenen Courage und kehren um,...
...andere sind spät dran. Dann ist das Crossing vorbei. Und Thomas' Joker aufgebraucht. 🙂
Kein weiteres Crossing in Sicht, und so verlassen wir den Fluss, der nun wieder still daliegt. Sehen am Horizont Gnus in langen Reihen ziehen - und wollen dahin.
Was für Anblick! Zigtausende Gnus, eine gefühlt endlose Linie, auf dem weiteren, aber auch weniger gefährlichen Weg über den Sand River in die Serengeti.
In weiten Bögen setzen wir uns an die Spitze, lassen die Antilopen auf uns zulaufen, sind mittendrin in der Migration.
Das gleichförmige Gemöpe der Gnus klingt mir die ganze Nacht in den Ohren.
Viele Kilometer begleiten wir die Tiere. Kein anderes Auto. Natur pur und pures Glück.
An der Grenze ist Schluss. Die Sonne steht tief und unser Weg ist weit.
Viel Glück in Tansania und passt auf euch auf! Denke ich, als sich der Strom der Gnus in die Serengeti ergießt. "My Goodness", sagt Livingstone: "Tomorrow the Mara will be empty."
Blende18.21'166 Beiträge · seit 201707. März 2022 · #188
Crossing ist ja schön und gut... aber dieser Anblick der eigentlichen Migration, eure Kette aus Gnus, die finde ich richtig toll. Das möchte ich unbedingt mal sehen. Das steht auf der Bucketlist noch ganz weit oben!!!
franzicke2'085 Beiträge · seit 201208. März 2022 · #189
... auch das noch - ein Crossing 🤩 Aber ihr habt ja recht - wenn einem so gar nix mehr einfällt, kann man sich auch das mal noch anschauen. Und fotografieren!!! Mal wieder sagenhaft. Aber mir geht's ein bisschen wie Robin, diese großen Herden finde ich einfach überwältigend. Begeisterte Grüße Ingrid
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201108. März 2022 · #190
Moin Berti-Betti, "Wie pietätlos!" las ich noch lachend -und jetzt muss ich das gleich zurückgeben: wie pietätlos, uns Afrika-(sehn-)süchtigen ein Crossing vor die Nase zu setzen. Heul! Schluchz! Ich will wieder in die Mara! LG aus Puerto, Karsten
Wow, wie eindrücklich! Das ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis! Vielen Dank für‘s Teilen! Lieber Gruss Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
tina76794 Beiträge · seit 200710. März 2022 · #193
Liebe Betti,
Wahnsinn! Ich kann mich den anderen nur anschließen. Vor allem Eure letzten Bilder von den Massenmigration der Gnus sind absolut beeindruckend. Was für ein Erlebnis, dass Ihr da mittendrin wart! Also vielleicht doch lieber die Mara im September, um das noch mitzubekommen, statt der ruhige Monat November. Man wird hier ständig hin- und hergerissen. 😉
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201611. März 2022 · #194
Guten Abend ihr Lieben,
Blende18.2 schrieb:Crossing ist ja schön und gut... aber dieser Anblick der eigentlichen Migration, eure Kette aus Gnus, die finde ich richtig toll.
Das war in der Tat an diesem Tag auch das eindeutig größere Spektakel. Wir haben es schon einmal erlebt, so mitten in den Herden zu sein. Und das war im Februar in der Ndutu-Region in Tansania. Auch sehr empfehlenswert, aber auch grundsätzlich teurer.
franzicke schrieb:Aber ihr habt ja recht - wenn einem so gar nix mehr einfällt, kann man sich auch das mal noch anschauen.
😄 😉
franzicke schrieb:Mir geht's ein bisschen wie Robin, diese großen Herden finde ich einfach überwältigend.
Verstehe ich. An diesem Tag sowieso, denn wir hatten schon auch bei unserer ersten Reise grandiosere Crossings als dieses. Aber auch sonst wäre dieser lange Zug der Tiere auf jeden Fall Outstanding gewesen und auch so richtig mit "Wildnis-Gefühl".
KarstenB schrieb:Heul! Schluchz! Ich will wieder in die Mara!
Aber das wird doch passieren?!!!
rik m. schrieb:Ich steig auch wieder mit ein und werde das Verpasste von hinten aufrollen.
Sehr schön, ich freue mich! Warst du in der Wüste?
Enilorac65 schrieb:Wow, wie eindrücklich! Das ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis!
Vielen Dank, Caroline!
tina76 schrieb:Was für ein Erlebnis, dass Ihr da mittendrin wart! Also vielleicht doch lieber die Mara im September, um das noch mitzubekommen, statt der ruhige Monat November. Man wird hier ständig hin- und hergerissen.
Hm, Vorschlag: Such dir einen Monat aus und wenn's gefällt kommst du einfach nochmal wieder zu einer anderen Zeit. 🙂
Es tut mir leid, dass es im Moment etwas zäh vorangeht, leider halten mich die schlimmen Ereignisse in Europa nicht nur emotional, sondern auch beruflich in Atem. Ich hoffe auf eure Geduld und versuche, dass es am Sonntag, spätestens Montag weitergeht.
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201111. März 2022 · #195
Beatnick schrieb:
KarstenB schrieb:Heul! Schluchz! Ich will wieder in die Mara!
Aber das wird doch passieren?!!!
Es ist noch nichts geplant. Dies Jahr geht es erst mal nach TZ (in den Norden) und nächstes Jahr wieder (Süden). Und dann??? Eigentlich (schon wieder dieses Corona-Unwort) dachte ich, ich hätte schon alles gesehen, was die Mara so hergibt, aber Du hast mich leider vom Gegenteil überzeugt. LG aus Puerto, Karsten
Malbec661 Beiträge · seit 201513. März 2022 · #196
My Goodness Betti Die Mara hat uns so viel verschwiegen….ich möchte alles was du gesehen hast mit meinen eigenen Augen sehen. Mir einem anderen Guide und in einer anderen Ecke der Mara als im Norden. Liebs Grüessli Judith
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201614. März 2022 · #197
25. September, Teil I: Umzug
In der Nacht hat es wieder geregnet. Grund genug offenbar für die Gnus, die Verlagerung ihres Lebensmittelpunkts in die Serengeti noch einmal zu überdenken. Die weite Graslandschaft ist jedenfalls voller Tiere, als hätte es die lange Karawane am Vortag nicht gegeben.
Die Sonne tut sich erneut schwer an diesem Morgen. Unsere kleinen Nachbarn mögen keine nassen Pfoten und schütteln sie wie im Protest, sind aber dennoch kaum zu bändigen.
Nur einen Tag haben wir die kleinen Servale nicht gesehen, doch was haben sie nicht alles dazugelernt! Zum Beispiel das Klettern. Behände balancieren sie auf den toten Ästen und tollen darauf herum, zwei Tage zuvor waren sie noch nicht einmal hinaufgekommen.
Die Mutter beobachtet mit Argusaugen das wilde Treiben ihrer Sprösslinge, greift aber selten erzieherisch ein.
Das natürliche Klettergerüst ist schwer begehrt und auch für uns ein Glücksfall, denn so auf dem Präsentierteller lassen sich die Kätzchen perfekt beobachten.
Möglich, dass diese Exponiertheit aber auch zum Problem wird. Jedenfalls geht die Mutter schließlich weg von ihrer Behausung, wie wir denken zur Jagd, doch die Kleinen verlassen wie auf einen unsichtbaren Befehl hin den Kletterbaum und heften sich an ihre Fersen.
Livingstone schaltet gleich. Sie suche ein neues Zuhause, erklärt er uns. Vielleicht, weil die neuen Skills der Katzenbabys eine Gefahr darstellen und Feinde anlocken. Oder weil der hohle Baumstamm zu klein geworden ist. Oder es einfach an der Zeit ist.
Wir folgen der Familie in den mittlerweile gewohnt weiten Bögen, doch nun entdecken andere Autos den kleinen Konvoi und stoßen dazu. Taktisch unklug und zudem für die Tiere störend, fahren manche Wagen den Katzen leider direkt hinterher und einmal auch so nah auf, dass sich das Muttertier umdreht und empört faucht.
Empört bin ich auch. Von diese Rücksichtslosigkeit, die uns leider auf Safaris immer wieder begegnet. Längst nicht nur, aber vor allem in der Mara, wo die Tierdichte auf kleinem Raum hoch und das Offroadfahren trotz Verbots gang und gäbe ist. Nicht jeder weiß damit umzugehen, und wo Guide draufsteht, steckt längst nicht immer ein Guide drin.
Wir überlegen, die Sichtung zu verlassen, doch Livingstone beruhigt: "These guys will leave soon." Und tatsächlich fahren die Autos zügig weiter. Sie gehören zusammen, eine große Gruppe, und die hat bestimmt noch viel vor. Die Big Five an einem Tag. Oft versprochen von den Veranstaltern in Kenia und sogar möglich, aber weit weg von dem Naturerleben, das wir mit Livingstone suchen.
Kaum einen halben Kilometer von der alten Behausung entfernt stoppt die Familie. Bezieht ein neues Appartement. Wenn auch nicht wie bislang ein Penthouse mit Ausblick, sondern im Souterrain. Dazu ein Altbau. Die Kleinen fremdeln und inspizieren ihr neues Reich rund um das Erdloch ganz genau. Flitzen von rechts nach links, ums Gebüsch herum, dann in die Höhle hinein und wieder heraus.
Irgendwann ist die Aufregung vorbei.
Verschwindet der Nachwuchs im Loch und die Mutter zur Jagd. Und wir fahren weiter.
Wieder geht es am Talek entlang. Eine lange, herrliche Fahrt,...
... während der uns nicht nur,...
...aber vor allem Vögel begegnen.
Im offenen Grasland beobachten wir Elefanten und drollige Szenen.
Der Kleinste rennt den Vögeln hinterher und versucht sie zu verscheuchen. Was mit dem noch ungelenken Rüssel nur leidlich gelingt. Trotzdem macht er immer weiter - und Übung schließlich den Meister.
Dann Zebras. Die schmusen so schön. Denken wir.
Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn zwei der Tiere gehen sich hart an. Immer wieder.
Eine halbe Stunde schauen wir zu. Sind von der Intensität gebannt, überrascht und manchmal auch erschrocken. Wie anstrengend es sein muss, die ganze Zeit so zu ringen. Sich zu zwicken und zu beißen.
Stutenbissigkeit. Worum es wohl eigentlich geht? Es bleibt ihr Geheimnis.
Sadie1'835 Beiträge · seit 201515. März 2022 · #198
So schön, wie du die Serval Familien Geschichte beschreibst und bebilderst. Danke dir für die Freude die du verbreitest in dieser strengen und emotionalen Zeit. Liebe Grüsse von Katrin
tina76794 Beiträge · seit 200715. März 2022 · #199
Die kleinen Servale mit den tiefblauen Augen sind meine absoluten Lieblinge bei Deinen Sichtungen. Danke für weitere fantastische Bilder der kleinen Familie! 🙂 Das versüsst einem wirklich den Tag - mal zur Abwechslung etwas Schönes zu sehen.
RMrik m.608 Beiträge · seit 202018. März 2022 · #200
Beatnick schrieb:
rik m. schrieb:Ich steig auch wieder mit ein und werde das Verpasste von hinten aufrollen.
Sehr schön, ich freue mich! Warst du in der Wüste?
Das war jedenfalls der Plan - gefahren und gewandert bin ich dann im Grünen...
Ich muss mich Tina anschließen. Diese blaue Augen der kleinen Servaljungtiere begeistern mich total; wenn man diese Bilder ansieht, vergisst man wirklich für einen kurzen Moment alles andere. Wie faszinierend muss erst das Erlebnis selbst gewesen sein! Da beneide ich dich sehr darum.