Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201424. Juni 2019 · #61
Old Women schrieb:
BMW schrieb:sich zu Fuss einer Löwin mit zwei Halbjungen zu nähern ist eine Sache.......(euer "Guide" war nicht bewaffnet)
ABER: den Kill noch zu inspizieren ist nochmals eine ganz andere Qualität........hinterlässt bei mir
grosse Bedenken......hätte sowas nie gemacht.....entweder hattet Ihr grosses Glück (der Guide, wenn er denn
so genannt werden will, hätte das nie gestatten dürfen) ..... hätte ganz schlecht ausgehen können....
zusätzlich ist das Gelände ziemlich unübersichtlich......
lg.......BMW
Hallo Martina,
meine Güte, was macht ihr für Sachen 😮 ! Hattet ihr denn gar keine Angst? Mir ist schon vollkommen klar, dass wir Menschen eigentlich nicht auf dem Speiseplan der Löwen stehen, denn die lieben ja die Grasfresser, aber......... 😐, manchmal reicht eine falsche Bewegung. Ich plane ja auch gerade in dieser Region, und daher wäre jetzt meine Frage: gab es ein umfangreiches Sicherheitsbriefing oder ging man davon aus, dass der Tourist mit den "Eigenheiten" des Busches vertraut ist? Das war schon ein spektakulärer Walk, Respekt!
Herzliche Grüße Beate
Hallo liebe Beate und BMW und alle anderen Interessierten,
Zu der Löwensichtung:
Ich kann nicht sagen, dass ich mich zu irgendeiner Zeit irgendwie unwohl gefühlt hätte während den 3 Game Walks, die wir hatten. Und es kommen noch weitere Erlebnisse, die man halt alle nur zu Fuss erleben kann und nicht vom Auto aus. Die 2 Guides haben uns aus meiner Sicht und vom Gefühl her sehr behutsam und bedächtig geführt und sind keine größeren Risiken eingegangen. Beide waren sehr erfahren, der eine mehr, der andere etwas weniger. Das mag, vielleicht bei diesem Erlebnis nicht so genau rübergekommen sein. Wir wurden sogar gefragt, ob wir den Kill inspizieren möchten. Irgendwie ist man ja auch für sich selbst verantwortlich, das ist beim Game Drive mit dem Auto genauso. Und ja selbstverständlich haben wir eine korrekte Einweisung bekommen. Aber irgendwelche Formulare, dass wir selbst haften, (wie wir das z.B. in der Lianshulu Lodge im Mudumu unterschreiben mussten) haben wir nicht erhalten. Auf jeden Fall waren diese Walks ein wirklich besonderes Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Ganz liebe Grüße und danke für Eure Kommentare
Fortuna77839 Beiträge · seit 201424. Juni 2019 · #62
Martina56 schrieb:
Wir schauen uns natürlich noch kurz an, was sie denn gefressen haben. Es war ein junges Warzenschwein.
Hi Martina, dass ihr den 3 Löwen quasi den Kill abgejagt habt, hat bei mir auch Herzklopfen verursacht. 🙄 Nur gut, dass die drei so genügsam waren... 😗 Ich liebe Walks ebenfalls, aber ganz so "intensiv" müssen sie meiner Meinung nach dann doch nicht sein. 😎
Da bin ich ja schon sehr gespannt, was ihr in den kommenden Tagen noch so erlebt habt.
H.Badger1'823 Beiträge · seit 201625. Juni 2019 · #63
Liebe Martina, was für ein intensives Erlebnis! Ich bin sehr froh, dass euch nichts passiert ist. Zu Fuß sind wir noch keinen Löwen begegnet - und ich bin gar nicht böse darum. Vor Jahren sind wir mal zu Fuß zufällig auf einen Leoparden getroffen - der war mindestens so überrascht wie wir und hat schnell das Weite gesucht. Für ein (nicht sehr berauschendes) Foto hats noch gereicht...
In Uganda haben wir mit Guides einmal Breitmaulnashörner getrackt - gefunden haben wir eine Kuh mit Kalb. Ein anderer Tourist hat sich von der Gruppe gelöst, gefilmt und einen Livekommentar gesprochen. Leider wurde das von dem Guide nicht unterbunden. Der Kuh war das irgendwann zu viel und sie hat nach kurzer Vorwarnung einen Scheinangriff gestartet. Der Guide rief nur noch panisch: "To the trees! Run!" Wir haben uns dann alle überstürzt in die Büsche geschlagen. Der Angriff war zum Glück nur eine Drohgebärde und keiner kam zu Schaden. Dieses sehr eindrückliche Erlebnis hat mir gezeigt, dass man sich nicht immer auf die Vorsicht und Vernunft von Guides verlassen kann. Wir hatten damals mehr Glück als Verstand.
Es ist ein ganz intensives Erlebnis außerhalb des Autos auf wilde Tiere zu treffen - aber absolute Vorsicht sollte ein steter Begleiter sein...
Ganz ab davon: Vielen Dank fürs Mitnehmen in diese wundervolle Region! Dein Bericht lässt eure Reise für mich sehr lebendig werden. Danke dafür!
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201426. Juni 2019 · #64
Liebe Nadja,
Danke für Deinen Komentar. Dass wir den Löwen den Kill abgejagt haben, sehe ich nicht so. Aber es war ein intensives Erlebnis und ich empfinde es erst jetzt, nach Euren Reaktionen, als gefährlich. Vielleicht ist das auch gut so. Auf der anderen Seite denke ich, dass Angst ein schlechter Begleiter auf Safari ist, egal ob beim Campen, im Auto oder zu Fuss
Du darfst weiter gespannt sein. Es kamen noch noch ein paar Erlebnisse im Delta. Ganz liebe Grüße
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201426. Juni 2019 · #65
H.Badger schrieb:Liebe Martina, was für ein intensives Erlebnis! Ich bin sehr froh, dass euch nichts passiert ist. Zu Fuß sind wir noch keinen Löwen begegnet - und ich bin gar nicht böse darum. Vor Jahren sind wir mal zu Fuß zufällig auf einen Leoparden getroffen - der war mindestens so überrascht wie wir und hat schnell das Weite gesucht. Für ein (nicht sehr berauschendes) Foto hats noch gereicht...
In Uganda haben wir mit Guides einmal Breitmaulnashörner getrackt - gefunden haben wir eine Kuh mit Kalb. Ein anderer Tourist hat sich von der Gruppe gelöst, gefilmt und einen Livekommentar gesprochen. Leider wurde das von dem Guide nicht unterbunden. Der Kuh war das irgendwann zu viel und sie hat nach kurzer Vorwarnung einen Scheinangriff gestartet. Der Guide rief nur noch panisch: "To the trees! Run!" Wir haben uns dann alle überstürzt in die Büsche geschlagen. Der Angriff war zum Glück nur eine Drohgebärde und keiner kam zu Schaden. Dieses sehr eindrückliche Erlebnis hat mir gezeigt, dass man sich nicht immer auf die Vorsicht und Vernunft von Guides verlassen kann. Wir hatten damals mehr Glück als Verstand.
Es ist ein ganz intensives Erlebnis außerhalb des Autos auf wilde Tiere zu treffen - aber absolute Vorsicht sollte ein steter Begleiter sein...
Ganz ab davon: Vielen Dank fürs Mitnehmen in diese wundervolle Region! Dein Bericht lässt eure Reise für mich sehr lebendig werden. Danke dafür!
LG Sascha
Hallo Sascha, auch Dir danke ich für Deinen Kommentar. Ich bin mittlerweile auch froh, dass und nichts passiert ist. Wie ich bei Nadja schon geschrieben habe, wir haben die Gefährlichkeit der Situation definitiv nicht erkannt.
Am letzten Tag auf der Rückfahrt mit den Mokkoros, hatte ich jedoch mehr Angst. Ist aber auch nix passiert. 🙂
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201426. Juni 2019 · #66
26.5.2019 – Unser 2. Tag im Delta - heute gab es einen Leo-Riss 😮
Wir haben nach den intensiven Erlebnissen am gestrigen Tag, gut und tief geschlafen auf unseren Feldbetten 🙂
Um 6.00 Uhr werden wir von Salvation geweckt. Es gibt eine kurze Katzenwäsche und rein in die Wanderschuhe. Denn heute gibt es am Vormittag einen Game-Walk. Es erwartet uns jedoch zuerst frisch gebrühter Filterkaffee, Obst, Joghurt, Müsli, Rusks und Mangosaft.
Ein Teil des Camps schläft noch.
Um kurz vor 7.00 Uhr laufen wir los. Wie immer als erster Salvation, der Guide, dann kam ich, hinter mir Jürgen und das Schlusslicht macht heute Chico, der ältere Poler. Gestern hatte uns eine junge Polerin als Schlusslicht begleitet. Chico entpuppt sich als vorsichtiger und guter Trapper und gibt Salvation von hinten hin und wieder ganz gute Tipps. Wir fühlen uns sicher und gut aufgehoben, denn in Botswana tragen die Guides keine Waffen bei den Buschwalks im Gegensatz zu Namibia.
Zunächst treffen wir ein Hippo, das gerade recht schwerfällig aus dem Wasser steigt. Aber, wie sagt man so schön? "Ein schöner Hintern kann auch entzücken 😐
Dann beobachten wir ein Warzenschwein im hohen Gras.
Es folgen Impallas, Zebras, ein Eli, wieder Impalas, Hippos....
und wir genießen immer mal wieder kurze Etappen, bei denen einfach die Landschaft im Vordergrund steht. Es ist ja auch wunderschön hier. 🙂
Weiter geht es mit einer Zebra Herde, die wir etwas länger beobachten dürfen, bevor sie sich entfernen
Und dann kommt die Überraschung des Tages: Ein verlassener Leoparden-Riss auf einem Termitenhügel unter einem Baum. 😈 Chico meinte, er läge schon eine Weile dort, was auch immer das heißen mochte 😐 . Dass er nicht ganz frisch war, konnte man sehen. Also vemute ich nicht, dass wir den Leo von seiner Beute vertrieben haben, durch unser Auftauchen. Vielleicht hat ja jemand von Euch eine Idee dazu. Aber sicher wissen, tun wir es alle nicht. Der Riss war so schwer, dass ein normal großer Leo, das Impala niemals auf dem Baum hoch bekommen hätte. 🤪
und sehen sogar noch einen Bushbock, wovon mir allerdings kein Foto gelingt. Ich vereinbare mit Salvation, dass ich morgen gerne zu dem Termitenhügel mit dem toten Impala zurück kehren möchte, um zu sehen, was daraus wurde... Dazu morgen mehr 😄 Wir beenden unseren Game Walk um 10.30 Uhr im Camp. Moagedi ist schon wieder dabei für uns den Brunch vorzubereiten. Bohnen, Speck, Rührei, Toast und Salat schmecken wieder hervorragend. Es weht ein seichtes Lüftchen und wir horchen dem Vogelgezwitscher zu und sitzen hier im Halbschatten. Was geht es uns gut.
. Jetzt um 12.15 Uhr geht unser Guide bewaffnet mit Eimer, Duschgel und frischen Klamotten irgendwo in’s Gebüsch sich waschen. Nachdem der Koch und die Poler die Reste von dem Brunch verspeist haben und die Damen alles gespült haben, geht die jüngere Damenwelt und Chico spazieren. Der Koch und die ältere Polerin verschwinden in ihre Zelte, um Siesta zu halten.
Um 14.00 Uhr werden wir die Eimerdusche einmal ausprobieren, Shampoo und Bodylotion, alles steht bereit. Das ist auch ein Erlebnis für sich. 😊 Und wir waren natürlich sparsam mit dem Wasser und haben noch nicht einmal zu zweit das gesamte Wasser verbraucht. Geht also alles! Es tut gut, Jürgen rasiert sich auch mal wieder und man fühlt sich hinterher, wie neu geboren.
Nun sitzen wir wieder in unseren Safaristühlen, lauschen dem Rauschen des Windes, beobachten die Vögel und ich bin mal wieder zu langsam beim Fotografieren. Ab und zu klappt es dann doch.
Plötzlich ruft Jürgen, als er auf dem Weg in den Busch zum Austreten ist, Elefantenalarm aus. 😈 Mein Gott – ich ganz panisch, sehe auch die großen Ohren, keine 50 m von uns entfernt im Gebüsch.
Ich gebe Salvation Bescheid. Der, wie von der Tarantel gestochen, kommt sofort und checkt die Lage. Er bittet Jürgen eindringlich zurückzukommen. Der läuft seelenruhig weiter in den Busch. 🤩 Und wir zwei stellen fest – Fehlalarm – jemand von den Polern, hatte seine beige-graue Wolldeke in einem Busch zum Trockenen aufgehängt und diese sah durch das Gebüsch aus, wie Elefantenohren.
Wir lachen alle erleichtert über diese Episode.
Um kurz vor 17.00 Uhr starten wir auf eine kurze Mokkoro Tour zum Sundowner.
Dabei treffen wir auch die andere Gruppe, die die Selfcatering Tour gebucht hatten und auf einer Campsite gegenüber sind. Auch sie sind total geflasht.
Nach vielen Landschaftsaufnahmen und einem weiteren Malachit Kingfisher auf dieser Reise, bei dem meine Kamera gestreikt hat landen wir wohlbehalten im Camp zurück.
Wir trinken den kleinen Rest Rotwein von gestern und widmen uns dann dem Weißwein, einem Chardonnay von 2016 aus Paarl. Auch ok.
Was haben wir doch für ein schönes Leben. Wir sind dankbar dafür, das alles hier erleben zu dürfen. Heute gibt es wieder ein vorzügliches Menü. Butternutsoup als Vorspeise Couscous, Gemüsepfanne, Rinderfilet, Tomatensauce mit Zwiebeln, cabage (Weißkohl). Zum Nachtisch gibt es heute in der Schale gebackene Banane mit Schokotopping. Alles, wieder super lecker, das Fleisch super zart. Moagedi hat sich mal wieder selbst übertroffen.
Nach dem Essen sitzen wir mit der Gruppe noch bis nach 9.00 Uhr am bush-fire TV.
Ich schlafe sehr schnell ein, wobei ich nachts vermutlich ein Hippo um unser Zelt streifen höre und später gibt es noch lautes Gebrüll, was laut den locals wohl ein Kudu war.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200926. Juni 2019 · #67
Hallo Martina,
jetzt habe ich es auch geschafft, Eure bisherigen Erlebnisse in einem Rutsch durchzulesen.
Als Außenstehender bin ich schon sehr erstaunt, dass Ihr die Tour zur Salzpfanne aus Angst abgebrochen habt, Euch bei dem Löwenriss aber sicher gefühlt habt. Da besteht schon eine große Diskrepanz zwischen objektiver Sicherheit und gefühlter Sicherheit. Klar vermittelt ein einheimischer Begleiter Sicherheit, selbst wenn er einen in Gefahr bringt, denn dass kann man mangels Erfahrung oftmals gar nicht selbst erkennen.
Bei dem toten Impala bezweifle ich, dass es sich um einen Leopardenriss handelt. Zumindest anhand dessen, was auf dem Foto zu erkennen ist. Die Gründe für meinen Zweifel sind zum einen, dass keinerlei Fressspuren an dem Kadaver zu sehen sind und zum anderen, dass sich der Kadaver am Boden und nicht in einem Baum befindet. Für einen Leoparden stellt es kein Problem dar, ein Impala in einem Baum zu deponieren.
Hallo Martina, wie wunderbar, ich kann mein Finetuning für unseren Trip im Oktober auch durch deinen Reisebericht erweitern. Danke für die vielen Informationen. Auf den Fotos kann man erahnen, was die Pad im Chobe abverlangt. Ich bin Selbstfahrer und Eigenveranstalter. Mir geht schon ein bißchen die Düse und ich habe Respekt, auch für Third Bridge im Moremi. Habt ihr den Bush Walk auch über click& travel fest gemacht, war es eine absolute private Tour für euch alleine? Wenn ich richtig sehe, hattet ihr 6 Benzinkanister dabei. Für was denn diese, wo ihr doch fast ausschließlich auf festen pads unterwegs ward? Mein letztes Handling mit dem Kanister machte mir danach ein Kleid und Flipflops zunichte. 1x Diesel auf dir und du kannst das Zeug entsorgen, der Gestank geht nie mehr raus 🙁 😛 Ich freue mich auf die Fortsetzung. Viele Grüße, danke für's Teilen Marion
Alexander von Humboldt
"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201426. Juni 2019 · #70
Reisehummel schrieb:Hallo Martina, wie wunderbar, ich kann mein Finetuning für unseren Trip im Oktober auch durch deinen Reisebericht erweitern. Danke für die vielen Informationen. Auf den Fotos kann man erahnen, was die Pad im Chobe abverlangt. Ich bin Selbstfahrer und Eigenveranstalter. Mir geht schon ein bißchen die Düse und ich habe Respekt, auch für Third Bridge im Moremi. Habt ihr den Bush Walk auch über click& travel fest gemacht, war es eine absolute private Tour für euch alleine? Wenn ich richtig sehe, hattet ihr 6 Benzinkanister dabei. Für was denn diese, wo ihr doch fast ausschließlich auf festen pads unterwegs ward? Mein letztes Handling mit dem Kanister machte mir danach ein Kleid und Flipflops zunichte. 1x Diesel auf dir und du kannst das Zeug entsorgen, der Gestank geht nie mehr raus 🙁 😛 Ich freue mich auf die Fortsetzung. Viele Grüße, danke für's Teilen Marion
Liebe Marion, das freut mich sehr, wenn ich Euch beim Feintuning Eurer Reise noch unterstützen kann. Die Tour in's Delta mit den Bush walks hat Click & Travel für uns bei Old Bridge gebucht. Die bieten solche Touren an. Sicherlich gibt es in Maun auch noch andere Anbieter für solche Aktivitäten. Es war keine Exklusiv Buchung nur für uns. Das war Zufall, dass wir alleine unterwegs waren. Schau einfach mal auf der Homepage von old Bridge Backpackers. Dort werden die Angebote auch beschrieben. Ja, die Sache mit den Benzinkanistern lag an dem Angebot und an der Politik von Tawana Selfdrive. Das war dort einfach alles mit drin und das Camping Equiment haben wir ja auch nicht gebraucht. Das Auto war für unsere Belange super gut, fast zu gut ausgestattet. Wenn wir das Auto nackt gemietet hätten, hätten wir wohl nur ein Abschleppseil gehabt. Das war mir dann doch ein wenig zu wenig. Also habe ich dann diese Variante gebucht. Auch gab es das Auto nur mit den Benzin- und Wasserkanistern auf dem Dach. Wir haben aber eine tolle Einweisung erhalten, wie man das Benzin leicht umfüllt, sogar ohne die Kanister vom Dach nehmen zu müssen und ohne sich zu bekleckern. Ihr werdet bestimmt eine tolle Selbstfahrer-Reise haben - auch im Moremi. Ich hoffe, Du berichtest dann auch danach darüber. Bald geht es weiter im Text zunächst im Delta, dann geht es hoch nach Shakawe und über den Caprivi wieder zurück nach Kasane. Viel Spass weiterhin Liebe Grüße Martina
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201427. Juni 2019 · #72
jaffles schrieb:Hallo Martina,
Respekt, was ihr alles erlebt habt! Bin auch gespannt, was mit dem toten Impala passiert! Ich glaube auch nicht an einen Leoparden-Kill.
LG Claudia
Hallo Claudia, das wird jetzt gleich aufgeklärt, wie wir den Impala wieder gefunden haben. Ich glaube mittlerweile auch nicht mehr an den Leo-Riss. 😕 Aber ich weiß trotzdem nicht, was passiert ist. Denn das Impala war zwar schon verletzt, es hingen die Därme raus. Vielleicht ist es auch einfach so gestorben und wurde dann angeknabbert? Aber ausgerechnet auf dem Termitenhügel unter dem Baum. Das war nämlich ein klasse Baum für einen Leo. 😵 Schön, dass Du weiter mitfährst und noch gleichzeitig an Deinem Bericht schreibst. Aber ich mache das ja auch, ist eine ganz gute Ablenkung, auch mal in die anderen Berichte reinzuschnuppern und nicht so anstrengend, wie selbst schreiben, gell? 😉 Ich wünsche Dir einen schönen Abend LG Martina
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201427. Juni 2019 · #73
Zunächst ein großes Dankeschön an alle Dankedrücker, Kommentatoren, Vogelbestimmer und stillen Mitleser!
27.5.2019 – Rückfahrt zur Mokkoro-Station mit Elefanten Roadblocks Heute geht es leider zurück in die Zivilisation
Wir werden wieder um 6.00 geweckt, Katzenwäsche, kurzes Frühstück, 2 Tassen Filterkaffee.
Jürgen muss dann noch die richtige Toilette im Zelt aufsuchen. Ich steige derweil mal wieder ein paar Vögeln nach, bin aber wenig erfolgreich. 😵
Um kurz nach 7.00 Uhr geht es heute wieder auf den Bushwalk, wieder mit Salvation als Frontmann und Chico als Schlusslicht. Da ich unbedingt schauen möchte, was aus dem Impala Riss von gestern geworden ist, starten wir heute gegen die Sonne, nach Osten und erreichen nach kurzer Zeit den Termitenhügel mit dem Baum, wo gestern das Impala lag. Das Impala ist an dieser Stelle verschwunden. Es liegt, oder das, was davon übrig ist, 50 m weiter im Gras. Es kreisen Bateleur Eagels darüber. Wir besichtigen kurz die Stelle.
Nicht mehr viel übrig von dem Tier. Wahrscheinlich haben Hyänen & co. ein Festmahl gehabt. Wir werden es nie erfahren. 😕 😮
Wir setzen unseren Walk fort und sehen....
Wir laufen weiter in den Busch und unser Guide macht plötzlich eine Elefantenherde aus. Beide, Salvation und Chico checken kurz die Lage, und wir müssen umkehren. Offensichtlich sind wir von Elis umgeben. 😈 Also kehren wir um und laufen in die andere Richtung. 😐
Wir treffen auf eine riesige Büffelherde und ein paar Zebras – keine 50 m sind wir von den Tieren entfernt. 🤩 Die Büffel haben viele Kleine dabei und sie bewegen sich in mehreren Herden immer wieder unterbrochen von den Wächterbüffeln. Sehr interessant, das so genau beobachten zu können. Im Chobe hatten wir das jedoch auch schon gesehen und beobachtet. Aber zu Fuß, hat es nochmal ein besonderes Geschmäckle. 🤨
Jetzt habt ihr genug Büffel gesehen? Es war etwas ganz besonderes, die Büffelherde so nah beobachten zu können. 🙂
Außerdem sehen wir noch mehrere Impala Herden und Kudus, die jedoch zu schnell vor uns flüchten.
Nach 10.00 Uhr sind wir im Camp zurück und Moagedi kredenzt uns mal wieder ein vorzügliches Lunch: Nudelsalat mit Thunfisch, Boerewurst mit Zwiebeln, Greek Salad und Guacamole (super lecker) und selbstgebackene Brötchen.
Um 13.30 Uhr werden wir das Camp verlassen. Vorher muss natürlich noch „klar Schiff“ gemacht werden. Auch das läuft wieder alles Hand in Hand und diesmal dürfen wir sogar auch mithelfen, was mich freut. 🙄 Nachdem 2 Polerinnen unsere Betten im Zelt entfernt haben werden 2 Eimer warmes Wasser bereitet und die 2 Damen laufen damit in den Busch, um ihre Toilette zu machen. Auf jeden Fall kommen sie gestriegelt und geschniegelt wieder zurück. 🙂 Der Koch räumt in aller Seelen-Ruhe seine Küchenutensilien wieder ein. Das übrige Obst wird unter den Polern verteilt, ebenso die restlichen verderblichen Lebensmittel. Die alte Polerin – die Frau von Chico ist schon eine Weile in ihrem Zelt verschwunden und offensichtlich mit Einpacken beschäftigt. Ihr Mann Chico sitzt bzw. liegt im Schatten und chillt. Irgendwann helfe ich der alten Frau, ihr Zelt vernünftig zu verstauen. 😁 Salvation rückt mit seinem aufgebauten Zelt zur Nachbar-Campsite ab, wo anscheinend seine Frau mit einer anderen Gruppe gerade angekommen ist. Sie machen also sozusagen „fliegenden Wechsel“. Wir helfen Moagedi noch unser Zelt abzubauen, schütten das Loch der Buschtoilette ordentlich zu und helfen außerdem die Tische und Stühle wieder zusammen zu klappen.
Gegen 13.20 Uhr, kurz vor der Abfahrt, verteilen wir unsere großzügigen Trinkgelder , besteigen unsere Mokkoros und schippern los. Alles geht hier so total entspannt vonstatten – auch wenn das Team arbeitet. Sie kommunizieren nett miteinander und alles läuft Hand in Hand.
Wie schade, dass wir diesen schönen Ort schon wieder verlassen müssen.
Nach kurzer Zeit treffen wir auch auf die dreier Gruppe Selfcatering und auf mehrere Mokkoros, die als Tagesausflügler im Delta waren. Salvation meint an einem der crossing points, wo die Tiere normalerweise queren: „Da vorne ist eine große Elefantenherde. Wir machen jetzt hier erst einmal Pause und checken die Lage. 🤨 Wir beobachten in sicherer Entfernung immer mehr Elefanten, die Richtung Kanal marschieren, wo wir durchfahren müssen. Und wir hören sie plantschen.
Nach ca. 20 Minuten kommen auch die anderen Mokkoros und fahren vorsichtig in den Kanal ein. Die Poler wechseln ein paar Worte, was wir ja nicht verstehen. Unsere Gruppe hängt sich hinten dran. Mir war nicht sehr wohl bei dieser ganzen Aktion. 😕 Jürgen und ich sind im vorletzten Mokkoro, hinter uns ist nur noch Chico. Plötzlich knirscht und raucht es im Schilf. Chico hatte Feuer gelegt, wahrscheinlich um die Elefanten zu vertreiben. 🤩
Wir kommen wieder an eine kleine Kanalkreuzung. Ein Großteil der anderen Mokkoros stehen in dem kleinen Seitenkanal und warten. Aber 2 weitere Mokkoros sind bereits in den Kanal eingefahren wo die Elis sind, machen aber lautlos Zeichen zurück zu rudern.
Im nächsten Moment überqueren 2 Elefanten ca. 5 m vor den 2 Mokkoros mit lautem Gegröle den Kanal. Gar nicht auszudenken, was hätte passieren können. 🤢 Also diese Situation kam mir persönlich gefährlicher vor, als die Löwensichtung. 😉 Durch die Wasserbewegung kommt eines der Mokkoros, welches zurück gesetzt hat, ins Wanken, sodass deren Poler in’s Wasser fällt. Durch das Feuer hatten sich die Elis zurück gezogen. Dann übernimmt Salvation mit etwas Schadenfreude über den Kollegen, der in’s Wasser fiel die Führung. Mir klopft das Herz bis zum Hals. 🤨 Gegen 15.30 Uhr legen wir wohlbehalten wieder an der Mokkoro Station an – jetzt können alle aufatmen. Alle packen wieder mit an, um die Mokkoros auszuladen. Gegen 16.00 Uhr fährt unser Shuttle mit 5 Mokkoro Gästen, einem Angestellten vom Old Bridge und Fahrer und Beifahrer zurück zum Old Bridge Backpapers.
Die 2 Amerikaner von der Selfcatering Tour, die in dem Mokkoro saßen, bei dem der Poler in’s Wasser fiel, mussten sich erstmal trocken legen. Deren ganzes Equipment inkl. Jacken war heftig durchnässt. Bis wir heute nach bereits 90 Minuten im Old Bridge eintreffen ist alles soweit wieder trocken. Also dieser Fahrer war heute mehr als flott unterwegs, und wir wurden ordentlich durchgerüttelt. Trotzdem hatten wir noch ein paar Eli-Sichtungen. 😄 Im Old Bridge steigen wir sofort in unser Auto, damit wir noch im Hellen das Discovery Bed and Breakfast erreichen, das für uns heute gebucht ist. Im Discovery Bed&Breaktfast werden wir sehr freundlich von einer der Angestellten empfangen, sie zeigt uns die Anlage in all ihren Facetten, was ca. 30 Minuten gedauert hat. Wir wollten doch nur eine Nacht hier bleiben. Dann erst kommt für mich der erlösende Toilettengang… 😊 Wir trinken ein Bierchen auf unserer Terrasse, statten der WIFI Aera einen Besuch ab, wo ich meine E-mails checke und ein Lebenszeichen an die Daheimgeblienen sende. Wir haben weder Hunger noch Lust nochmal zum Abendessen weg zu fahren, sodass wir nach einem weiteren Drink und kleines Snacks um 20.15 Uhr in dem Himmelbett in unserer Hütte liegen und von unserem Busch-Abenteuer im Delta träumen.
Fazit Mokkoro Tour in’s Delta Es war wunderschön und wir haben es trotz des recht saftigen Preises (ca. 1000 Euros für uns 2 plus die Trinkgelder) sehr genossen. Wenn man das jedoch vergleicht mit einem Aufenthalt in einer Lodge im Delta ist es immer noch relativ günstig. 😉 Es war einer der Highlights unserer Tour. 😄 Alles war gut organisiert. Wir hatten Glück, dass wir nur zu zweit waren, wobei wir gegen 2 bis 4 zusätzliche Begleiter auch nichts gehabt hätten. Das hat immer alles seine Vor- und Nachteile. Wir haben uns sehr wohl gefühlt mit dem Team und wir wären auch genauso happy gewesen, hätten wir nicht die Löwen per Pedes gesehen. 🙂 Wir wurden sehr gut und kompetent bewirtet und betreut. Das Zelt war sehr bequem und aus meiner Sicht wirklich eine Art Luxus-Camping. Die 2 Nächte haben auch ausgereicht, wobei ich es auch noch problemlos einen Tag länger ausgehalten hätte. 🙄 Die Walks waren toll, so nah kommt man dem Wild im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf andere Art und Weise. Also klares Ja, wir würden es nochmals machen!
Morgen steht eine längere Fahrt, entlang des Panhandle nach Shakawe an.
LolaKatze846 Beiträge · seit 201429. Juni 2019 · #74
Liebe Martina, das ist wirklich eine tolle und einmalige Tour. So nah kommt man sonst ja wirklich selten an die ganzen Tiere ran. Da bin ich gerne mitgefahren. Und vielleicht machen wir das ja auch das nächste Mal 🤩 . Liebe Grüsse
Liebe Martina, auch von mir vielen Dank für den tollen Reisebericht! Die Eindrücke zu Fuß und im Mokoro aus dem Delta sind sehr intensiv und ich finde die Morgen- und Abendstimmungen auf den Walks hast Du toll eingefangen! Das Impala im hohen Gras und die Löwen sind meine Lieblingsfotos! Das Team von OBB finde ich auch sehr nett. Ich buche immer gerne dort für Kunden und übernachte auch immer wieder gerne dort. Liebe Grüße Stefanie
5 Jahre in Botswana, 3 Jahre in Sierra Leone, 1 Jahr in Lesotho
außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Eswatini, Tansania und Äthiopien
www.kalahari-calling.com
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201401. Juli 2019 · #76
LolaKatze schrieb:Liebe Martina, das ist wirklich eine tolle und einmalige Tour. So nah kommt man sonst ja wirklich selten an die ganzen Tiere ran. Da bin ich gerne mitgefahren. Und vielleicht machen wir das ja auch das nächste Mal 🤩 . Liebe Grüsse
Nina
Liebe Nina,
das ist schön, dass ich Euch auf neue Ideen bringe. Ich reise aber auch gerne bei Euch mit. Das Reifenwechsel-Abenteuer war ja was. Ich weiß nicht, ob wir das so hingekriegt hätten. Bin gespannt, wie es bei Euch weitergeht. Jetzt kommt ja bald die Passage zu den Green Baobabs, wo wir aufgegeben haben. 😮 GLG Martina
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201401. Juli 2019 · #77
kalaharicalling schrieb:Liebe Martina, auch von mir vielen Dank für den tollen Reisebericht! Die Eindrücke zu Fuß und im Mokoro aus dem Delta sind sehr intensiv und ich finde die Morgen- und Abendstimmungen auf den Walks hast Du toll eingefangen! Das Impala im hohen Gras und die Löwen sind meine Lieblingsfotos! Das Team von OBB finde ich auch sehr nett. Ich buche immer gerne dort für Kunden und übernachte auch immer wieder gerne dort. Liebe Grüße Stefanie
Hallo Stefanie, schön, dass Du auch mitliest und Danke für Dein Kompliment. Warst Du nicht auch zu dieser Zeit in der Gegend unterwegs? Du hattest glaub ich auf FB mal gepostet, dass wir uns vlt. treffen würden? 😕
Martina56Themenstarter573 Beiträge · seit 201401. Juli 2019 · #78
Hallo liebe Mitleser und Dankedrücker!
ich habe eine kleine Auszeit gebraucht und aufgrund der irren Hitze und einer große Feier und nun ein paar Tag nichts geschrieben. Heute Morgen habe ich meinen Blog um einen Tag ergänzt und heute Abend wird es hier im Forum ein Vogel-Feuerwek am Kavango geben. Ihr könnt Euch also freuen und mich sicherlich auch wieder korrigieren bei der Benennung der Vögel. Danke für eure Unterstützung! Also bis später! 😄
waldfee395 Beiträge · seit 200701. Juli 2019 · #80
Hallo Martina, warte schon eine gefühlte Ewigkeit auf die Fortsetzung. Bisher verfolgten wir eure Tour und schwelgten in Erinnerungen, aber der kommende Weg Richtung Shakawe und über den Caprivi zurück nach Windhuk ist auch für uns Neuland und steht im Oktober auf dem Plan. Bin schon gespannt wo ihr übernachtet. Nur gut, dass ich heute Abend über Handy reinhuschen kann, denn wir sind unterwegs. 😉