Nicht ganz so Afrika affin, wie viele andere hier im Forum, zieht es uns dennoch häufiger auf diesen faszinierenden Kontinent.
Dieses Jahr sollte es eine ganz besondere Reise werden. Ich wollte meinen meinen 60igsten Geburtstag in Afrika feiern.
Mein Mann Jürgen und ich haben die Abmachung, dass die runden Geburtstage mit einer Reise in eine Wunsch-Destination gefeiert werden. Jürgen wurde im Dezember 2016 60 Jahre alt und wollte ich den Norden. So ging es 2017 im Sommer auf die Schiffsreise nach Spitzbergen, Island und Norwegen – da wollte Jürgen hin. Doch auch ich habe die Reise sehr genossen, obwohl ich eigentlich kein Nordland-Fanatiker bin. Damit Ihr wisst, mit wem Ihr es hier überhaupt zu tun habt.
2019 wurde ich 60 Jahre und ich habe mir eine Tour ausgesucht, die uns rund um das Okavango Delta führen sollte, allerdings nicht durch den Moremi. Dazu war ich zu feige. Ich plante bereits Anfang 2018 gemeinsam mit Click & Travel in Swakopmund diese Reise.
Ich habe hier mal unsere Tour auf der Karte skizziert.
Wir waren wirklich „slow motion“ unterwegs und saßen in den ganzen drei Wochen nur einmal länger als 4 Stunden im Auto.
Und wir haben überwiegend in Lodges übernachtet und im Delta im Rahmen einer Mokoro Tour auch 2 Tage Luxus Camping gemacht.
Wer also mitkommen möchte, wenn ich hier ebenfalls meine/unsere Reise Revue passieren lasse, ist herzlich eingeladen. 😁
Ich freue mich auf viele Mitfahrer. 😄
Es geht bald los mit der Bilderflut. 🤪
Liebe Grüße
Martina
Teil 215. Juni 2019
17.5.2019 - es geht los Die Nacht vor unserem Abflug habe ich sehr schlecht geschlafen. Ein schlimmer Husten, den ich mir kurz vor der Abreise noch eingefangen hatte, raubte mir den Schlaf. Doch nach dem Genuss eines Hustentees um 4:30 Uhr komme ich wieder zur Ruhe und schlafe immerhin bis 8.00 Uhr. Nach einer ausgiebigen Dusche (die nächste gibt es erst morgen Abend in Kasane) frühstücken wir gemütlich. Jürgen macht seinen gewohnten Spaziergang mit seiner Pfeife, ich gieße den Garten, quatsche noch ein paar Worte mit der Nachbarin und kruschtele noch im Haus herum . Dann gehen wir um 12.30 Uhr noch mit unserem Sohn zum Mittagessen in die Hagsfelder Stuben in Karlsruhe, wo wir lecker und günstig essen und auch noch draußen sitzen können, denn die Sonne scheint. 🙂 Um 15.15 Uhr ist es soweit. Wir beladen unser Auto und das Navi zeigt 1,5 Stunden Fahrtzeit bis zu dem gebuchten Parkplatz in Kriftel. Wir haben letztendlich über 2 Stunden gebraucht, was aber für Freitagnachmittag immer noch eine gute Zeit war. Dafür waren wir mit dem Shuttle vom Parkplatz in 10 Minuten am Airport und damit so früh da, dass unser SAA Flug nach Johannesburg noch gar nicht auf der Anzeige stand. Ein paar Minuten später war es jedoch soweit. Wir checken am Terminal selbst ein und müssen nur noch unser Gepäck abgeben. Da wir so früh dran waren, ging das alles sehr schnell. Am Sicherheitscheck war high life und wir brauchten über eine halbe Stunde. Dann noch schnell im Duty Free 2 Flaschen Gin geholt und ab ging es in die nächste Bar, wo ich einen Prosecco und Jürgen eine Cola trank.
Und schon bald ist der Flieger zum Einstieg bereit. Das Flugzeug ist sehr voll. Also keine Möglichkeit, sich ein wenig auszubreiten. Wir müssen mit unserer 2er Reihe klarkommen. 😈 Wir starten aufgrund eines „technical problems“ mit einer halben Stunde Verspätung statt um 20.45 Uhr erst um 21.15 Uhr. Aber Hauptsache das Problem konnte gelöst werden. 😉 🤢
Der Sonnenuntergang in Frankfurt ist doch auch gar nicht so übel, oder 😕
Es gab ein recht gutes Abendessen und genügend 14%igen südafrikanischen Rotwein für mich und für Jürgen Hansa Bier, sodass ich relativ schnell in’s Reich der Träume übergehe.
Teil 315. Juni 2019
18.5.2019 – wir kommen in Afrika an!
Um 6.00 Uhr werde ich wach und wir fliegen gerade in den botswanischen Luftraum ein. Leider ist es noch dunkel. Nachdem ein passables Frühstück serviert wurde, landen wir um 7.20 Uhr in Johannesburg. Die Einreise geht relativ schnell, dann kommt nochmal eine Sicherheitskontrolle und nun haben wir 4 Stunden Zeit, bis dass unser Flieger nach Kasane geht. Zuerst ziehen wir uns mal ein paar Rand, damit wir, wenn wir nach Namibia auf dem Landweg einreisen, auch gleich ein bisschen Bargeld haben. Wir stöbern ein wenig bei den Vogelbüchern im Bookshop. Ich kann mich jedoch heute nicht richtig entscheiden, vielleicht klappt es auf dem Rückweg. Im Duty Free stellen wir fest, dass hier der Gin die Hälfte kostet, als in Frankfurt. 😈 🙄
Zugegeben, die Zeit bis zum Weiterflug wird uns etwas lang. Aber ist ja nicht zu ändern.
Schlussendlich besteigen wir pünktlich die Embraer 190, die ebenso pünktlich um 11.45 Uhr startet, bekommen sogar einen Snack und Getränke serviert und landen überpünktlich um 13.20 Uhr am Kasane International Airport.
Hier fliegen wir wohl über die Makgadikgadi Pan
Der Chobe von oben
Das Einreiseformular wird ausgefüllt, die Passkontrolle geht ohne viel Aufhebens vonstatten und unsere Taschen, die ja von Frankfurt durchgecheckt wurden, kommen auch beide auf dem Band angefahren.
Am Ausgang steht unser Fahrer, der wie sich am nächsten Tag herausstellt auch die nächsten 2 Tage unser Guide sein wird bei dem Bootstouren und Game Drives im Chobe NP. Nach einer kurzen Fahrtzeit von 10 Minuten erreichen wir das Old House in Kasane. Der Check-in erfolgt freundlich, wir erhalten Zimmer Nr. 1 mit 4 Betten und einer Couch.
Ich springe schnell unter die Dusche und ziehe Sandalen an und wir beobachten eine große Familie Streifenmangusten, die sich vor unserer Terrasse vergnügen, aus dem kleinen Teich trinken. Leider mache ich kein Foto. 😈 Als wir später die ca. 500 m zum Sparmarkt laufen, dort Pula am Bankomaten holen und ein paar Getränke sowie Mückenschutzmittel einkaufen, spielen die Mangusten auf dem Nachbargrundstück. Wieder habe ich gerade keine Kamera parat. 😮 Wir bringen unsere Einkäufe in’s Zimmer und erkunden nun mal die schöne Anlage des Old House und laufen runter zum Chobe River.
Das The Old House gefällt uns gut. Es ist klein, keine Massenabfertigung und mit einfachen Mitteln sehr nett angelegt.
Hier an der Jetty ist es paradiesisch ruhig.
Ich halte natürlich Ausschau nach Hippos und Krokodilen – doch außer ein paar emsigen Vögeln im Schilf und einem Warzenschwein sehen wir keine Tiere.
Wir gehen zurück zum Zimmer und ich schreibe Tagebuch – doch plötzlich übermannt mich eine große Müdigkeit. Ich lege mich eine Weile auf’s Bett, kann aber nicht schlafen, da sich drei Warzenschweine draußen, hinter unserem Badezimmer Fenster einen Kampf liefern und einen riesigen Radau machen.
So laufen wir nochmals runter zum Chobe, machen ein paar Bildchen vom Sonnenuntergang
und genehmigen uns unseren ersten GT in Afrika.
Da es ja bereits um 18.00 Uhr dunkel wird – ja das ist Winter in Afrika – und wir nach den vielen Snacks keinen Hunger haben, skippen wir das Abendessen und liegen um 19.30 Uhr bereits in den Federn. Die lange Anreise hat doch Spuren hinterlassen und wir sind K.O.
Teil 416. Juni 2019
19.5.2019 – Vormittags erste Boat Cruise auf dem Chobe River
Ich werde vor dem Wecker wach, Jürgen ebenso. Geschlafen haben wir gut, nicht sehr gut wegen verschiedenster Pumpen- oder Generatorengeräusche. Aber egal. Um 6.30 Uhr sind wir beim Frühstück. Es gibt ein kleines Buffet mit Yoghurt, frischem Obst, Säften, Cornflakes und verschiedenen Kuchensorten. Außerdem kann man Eier bestellen. Ich bestelle ein cheese Omelette, Jürgen hält sich an den Kuchen. Der Kaffee ist frisch gefiltert und schmeckt richtig gut. Nach dem Frühstück geht es kurz ins Zimmer, Jacken (denn es ist noch verdammt frisch) und Fototasche holen. Da kommt der Abholer von gestern – er heißt Fagasa (ich konnte mir den Namen ewig nicht merken, bis ich mir die Eselsbrücke „Vergaser“ 😈 gebaut habe.) und übergibt uns die Liste für die Parkfee Registrierung im Chobe. Die Passnummern werden eingetragen und dann geht es auch schon zur Jetty. Dort liegen heute 3 Boote – wir nehmen das mittlere einstöckige Boot – wir sind alleine mit dem Guide! La vie est belle! 🙄
Er gibt uns Decken und fährt ein Stück raus, wird die Sicherheitshinweise los und fragt uns, was wir für Sichtungswünsche haben. Wir sind natürlich offen für das, was die Natur uns bietet und werden nicht enttäuscht. 😄
Vögel über Vögel… ich versuche sie einigermaßen abzulichten. Manchmal klappt es, manchmal klappt es halt nicht. Ich probiere jetzt auch mal die Vögel zu benennen, die ich da fotografiert habe. Asche über mein Haupt, falls etwas falsch sein sollte. Ihr dürft mich gerne korrigieren.
Pied Kingfisher
Tauben? Ich weiß aber nicht welche? Vielleicht die Cape Turtle Dove?
nochmal ein Kingfisher bei Gegenlicht
Black Heron African Darter, Danke Fotomatte!
Die Vogelbestimmung ist doch schwieriger, als gedacht. 😕
Die Landschaft ist auf jeden Fall atemberaubend. Und wir sind fast alleine auf dem Fluss. Keine Bootsansammlungen, hin und wieder mal die Fotoboote von der Pangolin Voyager. Sehr angenehm.
Wir sehen ein kleines und ein großes Krokodil, die beide tatsächlich für uns posen.
Eine riesige Büffelherde mit zahlreichen Jungtieren und ein paar Lechwe dazwischen....
Es geht weiter mit einer ganzen Schar African Jacana - auch Lillitrotter genannt 🙂 White faced Duck - Danke Konni 🙂
hier nochmal ein paar Büffel plus Zugaben
Dann sehen wir die ersten Hippos beim Grasen...
auf dem Weg zurück in's kühlende Nass
Und weiter geht es mit dem Federvieh...
African Spoonbill
Spur-winged Goose, leider nur von hinten
Yellow Billed Stork
mein erster African Darter beim Abflug 😄
Ach, ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Fotos ich hier noch hochladen soll. Es war soo schön...
Also noch ein paar Eindrücke
Black heron in action - Danke Friederike / CUF 😁
Und zum elefantösen Abschluss der Bootsfahrt:
5 Elefanten Männer queren vor uns den Fluss – welch ein Erlebnis. 🙄 🙄
Dann sehen wir wieder Hippos beim Grasen, später noch eine kleine Familie, die ganz besorgt auf ihr Kleines aufpasst.
Auf der Rückfahrt fahren wir bei der Park-Registration vorbei. Neben uns liegt ein weiteres Boot, voll besetzt. Deren Guide ist ebenfalls bei der Registrierung. Fagasa kommt zurück, legt ab und durch den Sog macht sich das Nachbarboot – ohne Bootsführer - selbstständig und treibt in den Fluss. 😈 Fagasa bindet geistesgegenwärtig das andere Boot an unserem fest und zieht es wieder an Land. Der andere Guide bedankt sich und alle legen nun glücklich mit Bootsführer ab.
Auf dem Weg zur Lodge erspäht Fagasa noch ein Krokodil. Doch bevor ich es heranzoomen konnte, ließ es sich schon in’s Wasser gleiten.
Mehr als zufrieden mit unserem Trip, kehren wir um 10.45 Uhr von dieser ereignisreichen Boatcruise zurück.
Wir werde von den Rasensprengern auf dem Weg zurück zur Lodge etwas nass, gehen ins Zimmer, hängen die Jacken zum Trocknen auf, ich lade meine Akkus und wir gehen in die Lapa. Dort trinken wir unser erstes botswanisches Bier. Zunächst sitzen wir in der Sonne, dann wird es uns zu warm und wir verziehen uns an den Pool auf die Liegen im Schatten.
Später essen wir noch eine Kleinigkeit, Jürgen ein Beef Sandwich und ich einen Thunfisch Salat. Beides ist sehr lecker. Überhaupt ist das Restaurant auch jetzt zur Mittagszeit gut besucht. Eine größere französische Reisegruppe nimmt ebenfalls ihr Mittagessen ein. Die Stimmung ist jedoch trotzdem entspannt und ruhig.
Teil 517. Juni 2019
19.5.2019 – Nachmittags erster Game Drive im Chobe NP
Um 14.30 Uhr treffen wir Fagasa an der Reception, wir müssen uns wieder in die Registrierungsliste eintragen und fahren alleine in einem 9 Personen Fahrzeug, ca. 10 Minuten bis zum Parkeingang. Fagasa fährt zunächst in Richtung river front, wo zuerst nicht viel los ist aber dann…
Das ist nur der Start
Eine Giraffe sorgt für Mineralienaufnahme
Elefanten beim ausgiebigen Bad und Spiel
und noch mehr Elefanten. Der Chobe ist nun mal das Elefanten-Paradies schlechthin... Diese Elefantenparade war das Erlebnis des Tages
Vor lauter Elefanten dürfen wir die Vögel nicht vergessen - nur welcher ist es denn nur? 😈 🙄 Ein grey heron - Graureiher - Danke Nadja!
Ein einsames Hippo
Zebra Mangusten, manche sagen auch Streifenmangusten
Eine Menge Baboons und wieder viele Elis
Zur Abwechslung mal ein Kudu
Kurze Pause, um sich zu strecken... ich habe sichtlich Spaß, weiß aber nicht mehr warum 😄
Aber den Kori Bustard möchte ich Euch nicht vorenthalten
Und den Cape Glossy Starling ebenfalls nicht
Noch ein paar Impalas beim sundownern
Schon wieder Elis
und noch eine Kuduherde auf dem Weg zurück in den Busch
Trotzdem sehen wir sehr viel und sind mehr als zufrieden mit diesem ersten Tag im Chobe NP. 😄
Fagasa rast nach Sonnenuntergang auf einer Nebenstrecke durch den Wald zum Gate, schaut immer wieder nervös auf die Uhr seines Handys. Um 18.25 Uhr passieren wir die Schranke. Die Beamten stehen schon draußen und wollen abschließen. 😈
Zurück im Old House, duschen wir kurz und gehen dann gemütlich zum Abendessen. Ich esse ein Seafood Basket und Jürgen einen Burger. Dazu ein Glas Rotwein und zum Nachtisch gibt es Eis.
Um 21.00 Uhr liegen wir in den Federn, denn morgen heißt es wieder um 6.00 Uhr aufstehen.
Teil 618. Juni 2019
20.5.2019 – Ganztages Game Drive im Chobe
off topic: Heute am 20.5. wäre mein Vater 86 Jahre alt geworden. Leider weilt er bereits seit über 10 Jahren nicht mehr unter uns. Aber irgendwie ist dieser Tag immer noch ein besonderer für mich. 😉
Und wieder heißt es 6.00 Uhr aufstehen, 6.30 Uhr Frühstück, 7.00 Uhr Abfahrt. Heute esse ich mal 2 Spiegeleier. Kein Wunder habe ich 2,5 kg in den 3 Wochen zugelegt. 😊 Heute hat Fagasa noch eine junge Frau dabei als Trainee. Sie macht bei ihm Praktikum, denn Sie legt in Kürze ihre Prüfung zum Guide ab. So früh morgens ist es immer noch frisch, vor allem im offenen Fahrzeug. Aber das ändert sich ziemlich schnell, sobald die Sonne ihre Kraft entfaltet.
Auch heute geht es zunächst hinunter an die Riverfront und dann auf verschiedenen Loops wieder hoch.
Marabous wärmen sich in der Sonne
Verschlafenes Hippo
Die Wasservögel begrüßen auch den Morgen - White faced Duck
Puku und Red Lechwe Antilopen im Hintergrund die Pangolin Voyager
Und wir sehen sagenhaft viele Tierherden und auch seltener anzutreffende Säbelantilopen, zum ersten Mal Pukus und wieder Lechwes, Büffel, Elefanten und mehr….
Wir beobachten länger einen African Fish Eagle, der einen wirklich großen Fisch verspeist.
Familie Warthog beim Frühstück
Die Elis sind auch wieder unterwegs.... .... und kreuzen die Pad
letzte Drohgebärde incl.
Viele, viele Säbelantilopen - wunderschöne Tiere
Southern Ground Horn Bill
Kori Bustard
Red Billed Hornbill
Die Krönung für uns sind die 2 Löwen Paschas, die mal kurz ein paar Hundert Meter über die Pad schlendern. Sie lassen sich von den ca. 15 teilweise bis auf den letzten Platz besetzten Fahrzeugen nicht stören. So etwas ist für mich immer wieder verwunderlich. 🤩 🙄 🤪
Und verschwinden nach diesem kleinen Spaziergang wieder im Busch.
Nach diesem Erlebnis gibt es auf der Serondela Picknick Site erstmal eine kurze Rast mit Kaffee und Rusks. An einen Toilettenbesuch bei den Damen ist nicht zu denken. So suche ich einfach die Herrentoilette auf. Zum Unmut einiger französischer Herren – aber ich tue so, als würde ich nichts verstehen. Manchmal muss man sich einfach ein bisschen blöd stellen.
Wir strecken also ein wenig unsere durchgerüttelten Knochen und Bänder und fahren weiter bis hinter IHAHA. Auf dem Weg dorthin sehen wir trotz der Mittagshitze sehr viele Tiere...
Und noch ein Red Billed Hornbill
Noch mehr Elis
Giraffen
Eine Büffelherde hält Mittagsruhe
und das Kleine muss bei Mama mal ein bisschen trinken
Elis auf der Namibia Seite
Giraffen auf der anderen Flussseite, also in Namibia
Und nun noch ein Star des Tages, zumindest für mich: Lilac Breasted Roller, meinte der Guide. Nun ist es doch tatsächlich ein Southern Carmine Bee-eater und den im Winter im Chobe. 🤩 🤩
Kudus auf dem Weg zum Wasser
Zebras in Namibia
Auf einer Anhöhe mit Blick über den Chobe genießen wir ein leckeres Picknick. Es gab Salat, Brot, Salatcreme, Butter Brot, Hähnchenfleisch, Tomaten, Obst und Käse und verschiedene Getränke. Und wir sind fast alleine. Außer uns steht noch ein englisches Paar mit ihrem Camper dort und macht ebenfalls Picknick. Was geht es uns gut! Leider habe ich hiervon gar kein Foto. Shame on me.
Am Nachmittag geht es zunächst an der Riverfront entlang und in verschiedenen Loops wieder zurück zur Serondela Picknick Site, wo wir nochmals kurz austeigen können und die Beine vertreten.
Unsere 2 Begleiter von heute, Safaga und die Praktikantin
Manchmal bin ich auch froh, dass wir nicht selbst fahren müssen....
Und nochmal Elis, ich hoffe, es wird nicht langweilig. Mir auf jeden Fall nicht 😈
Mama ich will ein Küsschen 😛 😛
Impala Querelen - ein spannender Kampf, das sehen wir zum ersten Mal
Und hier kommt mal wieder Federvieh, bei dem ich mir nicht sicher bin mit der Bestimmung: Black Chested Snake Eagle
Zur Abwechslung mal ein paar Perlhühner und Baboons
Dann treten wir die Rückfahrt Richtung Gate an, werden noch durch verschiedenste Sichtungen von der Weiterfahrt abgehalten. Auch der View Point, wo ich ein schönes Sundowner Foto schießen kann, gehört dazu. 🤩
Heute erreichen wir das Gate in etwas gemächlicherem Tempo um 18.15 Uhr. Und auf dem Weg zurück zum Gate, verpasse ich doch tatsächlich einen Honeybadger 🤩 , den ich zwar sehe aber zu spät mit der Kamera zur Stelle bin. Aber wir haben ihn gesehen. 😮
Dann beglücken uns noch ein paar Schakale, die es auch recht eilig haben
und wie könnte es anders sein? Natürlich nochmal Elephanten zum Sundowner
Die Tour war anstrengend, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Die African Massage, die es gratis on top gab, haben wir gut überstanden. 😄
Erst heute, beim Hochladen der Fotos, habe ich realisiert, wieviel wir doch tatsächlich an diesem einen Tag gesehen haben und was wir alles erlebt haben. Auch für mich war es heute ein Marathon die vielen Fotos hier hochzuladen. Ich hoffe, sie gefallen Euch 😄 🙄
Nach der Rückkehr muss auch heute erstmal der Staub abgewaschen werden, danach geht es zum Essen. Jürgen wählt heute zur Abwechslung einen Old House Burger und ich das Sirloin Steak. Beides hat gut geschmeckt. Dazu gab es Rotwein und einen Espresso zum Abschluss. Auch heute liegen wir gegen 21.00 Uhr in unseren Betten.
Morgen geht es wieter mir der Autoübergabe und zur nächsten Station unserer Reise. Es wird auch wieder ein schöner Tag! Versprochen 😁
Teil 719. Juni 2019
21.5.2019 – Übernahme Mietwagen – Fahrt nach Elephant Sands
Heute klingelt der Wecker erst um 7.00 Uhr. Wir machen uns fertig, ich packe die Taschen um, damit wir nicht an jedem Stopp das gesamte Auto ausräumen müssen. Um 8.00 Uhr gehen wir in Ruhe zum Frühstück und lassen uns Zeit.
Gegen 9.00 Uhr bezahlen wir an der Reception die Rechnung für die Game Drives, Getränke und das eine Mittagessen in Höhe von 5.100 Pula per Kreditkarte. Klingt zunächst nach einem stolzen Preis - aber wir hatten auch 2 Gamedrives udn eine Bootstour und haben uns für die 2 Tage die Mietkosten für das Auto gespart. 🙄 Wir waren auf Dinner Bed & Breakfast Basis im Old House eingebucht. Es hat uns gut gefallen. Die Lodge ist nicht zu groß, die Zimmer sind ausreichend groß und sauber, die Bäder auch in Ordnung, das Personal ist freundlich, es gibt einen eigenen Bootssteg, wo die Chobe Bootstouren losgehen. Das Essen war gut, keine Sterneküche aber schmackhaft. Das Restaurant war immer gut besucht. Kurz wir haben uns wohl gefühlt. 🙂
Nun sitzen wir vor unserem Zimmer und warten auf den Fahrer von TAWANA Selfdrive, wo wir unser Auto gebucht haben. Um 10.15 Uhr, überpünktlich fährt ein Mitarbeiter von Tawana auf den Hof des Old House mit einem Toyota PRADO. Ich fange ihn ab, bevor er lang zur Reception geht und nach uns fragt. Er macht mit uns eine sehr korrekte und detaillierte Einweisung. Zeigt uns wirklich alles vom Handfeger, über Kühlschrank, Sandbleche, Grill, das gesamte Küchen-Equipment, das Navi in dem schon unsere gesamten Lodges eingespeichert sind, das Sat-Telefon wird demonstriert, wie man die Untersetzung zuschaltet, wenn wir stecken bleiben sollten und, und, und. Das Fahrzeug ist für Camping fully equiped, soweit ich das als Nicht-Camper beurteilen kann. Die Werkzeugbox ist ebenfalls gut gefüllt, wir haben 40 l Wasser und mehrere Benzinkanister auf dem Dach. Auch die Benzinentnahme aus diesen Kanistern wird detailliert demonstriert. Es wird demonstriert, wie der Luftdruckmesser zu handhaben ist. Alles funktioniert einwandfrei. Auch die erforderlichen Papiere für die Grenzübertritte und noch weitere technische Details über das Auto sind in einer Mappe detailliert abgeheftet. Es kann also gar nichts mehr schief gehen. Das Auto hat 123.000 Km auf dem Tacho und hat ein Automatic-Getriebe, permanent 4x4 plus die zuschaltbare Untersetzung und ist ein Benziner. Gegen 11.00 Uhr kommen Vincent und Julie, die Eigentümer von Tawana, ebenfalls dazu. Wir quatschen ein bisschen, u.a. auch über den idealen Reifendruck bei unterschiedlichen Geländeformen. Vincent blockt nur noch die kleine Sicherheitskaution von meiner Kreditkarte, die Führerscheinkopien hatte ich schon vorab per Email geschickt. Es kann also bald losgehen.
Wir verstauen erstmal unser Gepäck ordentlich und fahren dann noch zur Tankstelle, um die Reifen etwas aufzupumpen, da wir ja jetzt erstmal auf Teer unterwegs sind. Dann wollen wir noch Bargeld am ATM ziehen, bekommen aber keinen Parkplatz, sodass wir zu dem anderen EK-Zentrum fahren, wo es nicht so voll ist. Dort finden wir einen Parkplatz vor dem ATM und dem Getränkeladen. Wir ziehen Pula und kaufen Bier, Tonic und Wasser, um unseren Engel Kühlschrank zu füllen. Danach geht es dann richtig los Richtung Nata nach Elephant Sands.
Die A33 ist bis auf die Baustelle in Kazangula, wo wir ein kleines Stück auf Gravel fahren, super gut zu fahren. Nach einer guten Stunde überlasse ich trotzdem Jürgen das Steuer. Unterwegs sehen wir Ziegen, Rinder, eine ganze Horde Affen, die es sich mitten auf der Straße bequem machen. Und einen einzelnen Elefanten sehen wir auch. Die Landschaft wechselt von lockerer Buschsavanne mit Feldern ab, ist aber insgesamt gesehen ziemlich eintönig. Und es ist sehr wenig Verkehr.
Dann kommt die erste VET Kontrolle. Der Kühlschrank wird kontrolliert und wir tippeln über das benetzte Putztuch und fahren durch die Flüssigkeit. Wenige Kilometer weiter geht es links ab und über eine Sandpiste bis zum Elephant Sands Camp.
Wir checken um 14.50 Uhr ein, wir sind also ca. 3 Stunden gefahren. Die Lady beim Check-in war effizient aber nicht besonders freundlich. Viel Schlechtes aber auch Gutes hatte ich im Vorfeld über dieses Camp gelesen. Jetzt durften wir uns selbst ein Bild machen. Wir erhalten Zelt Nr. 20, das letzte in dem Halbkreis und schräg gegenüber des Campingplatzes und gegenüber der Ablutions. Dort fahren wir mit dem Auto hin.
Als wir ankommen, steht ein einzelner Elefant am Wasserloch.
Wir laden aus und inspizieren unsere Bleibe. Es sieht alles ok aus. Das Zelt ist groß und mit allem, was man braucht, möbliert. Das Bad und die Dusche sind auch in Ordnung. Also setzen wir uns mal auf unser Deck und trinken ein Bier.
Plötzlich kommt direkt neben unserem Zelt lautlos ein Elefant anspaziert. Er läuft in nur 2 m Entfernung an uns vorbei zum Wasserloch. Und es werden immer mehr. Sie kommen aus allen Richtungen angetrabt. Natürlich wird das Schild eher von den Elis ignoriert. Sie laufen nämlich zwischen den Zelten über die Pad zum Wasserloch.
Um 17.00 Uhr zählen wir knapp 20 Elefanten, wobei 4 Stück, denen das Wasser im Wasserloch nicht ausreicht, das Brauchwasser vom Waschhaus der Camper trinke. Welch ein Spektakel.
Es ist ständig Bewegung am Wasserloch, ein ständiges Kommen und Gehen. Als eine Mutter mit Baby, max. 2 Wochen alt, kommt, gibt es Getöse am Wasserloch.
Um 17.15 Uhr laufen auch wir zum Restaurant und Gemeinschaftsbereich und schauen uns das Spektakel mal aus dieser anderen Perspektive an.
Der Campingplatz hat sich während der letzten Stunde ebenfalls etwas gefüllt. Weder die anderen Zelte auf Stelzen noch die Steinhäuschen scheinen belegt zu sein.
Obwohl uns die Lady beim Check-in geraten hatte, mit dem Auto zum Abendessen zur Lapa zu fahren, liefen wir mit Stirnlampe und 2 Taschenlampen bewaffnet trotzdem zu Fuß.
Und es kreuzte doch tatsächlich eine 10er Gruppe Elefanten kurz vor Erreichen des Hauptgebäudes unseren Weg. Jürgen hatte sie gar nicht bemerkt, denn sie kamen sehr lautlos von links zwischen zwei Steinhäuschen anmarschiert. Ich konnte ihn gerade noch zurückhalten. Gar nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn wir ihnen in die Quere gekommen wären. Wir haben ihnen also gerne den Vortritt gelassen.
Auf der Aussichtsterrasse der Lapa sitzen immer noch viele Leute, fotografieren und schauen dem Geschehen am Wasserloch zu. Hier sieht man wirklich alles hautnah. Die Mauer zur Aussichtsterrasse ist noch nicht einmal einen Meter hoch und die Elefanten stehen sehr nah. Wir trinken derweil einen GT und um 19.00 Uhr pünktlich wird zum Abendessen gebeten.
Wir haben einen netten 2er Tisch mit Blick auf die Elis. Außer uns ist noch ein 2er Tisch und 2 größere Tische mit Gruppen belegt. Das Essen wird als Buffet angeboten. Es gibt verschiedene Beilagen, Gemüse, 2 Salate und Steak mit Pfeffersauce – nach Wunsch gegart. Zum Nachtisch wird ein Käsekuchen serviert. Wir trinken Rotwein, den man sich an der Bar holen kann/muss. Uns hat es geschmeckt, überhaupt ist die Stimmung sehr entspannt und das Personal überaus freundlich.
Gegen 21.00 Uhr laufen wir wieder zurück zu unserem Zelt, denn es wird kühl und kuscheln uns in unsere Betten. Immer noch sind Elefanten am Wasserloch.
Dieser Nachmittag und Abend hier war wirklich ein besonderes Erlebnis. 🙄 🙄
Teil 820. Juni 2019
22.5.2019 - Nata Bird Sanctuary und Fahrt nach Planet Baobab
Die Nacht war kalt – gut, dass ich mir eine zusätzliche Wolldecke genommen hatte. 😊 Um 7.00 Uhr werden wir wach – ohne Wecker – doch der klingelt trotzdem, da noch aktiv. Um 8.00 Uhr sind wir beim Frühstück, essen ein Omelette und trinken 2 Tassen Kaffee.
Die Stimmung heute morgen ist herrlich, wenige Elefanten, das Licht ist angenehm und ich fotografiere noch ein paar Vögelchen...
und unser Auto von allen Seiten...
Wir laufen zurück, packen unserem Krempel und fahren zur Reception, um die Rechnung für die Getränke zu begleichen (190 BWP) bestücken noch die Tippbox.
Um 9.00 Uhr sind wir wieder on the road Richtung Nata, wo wir tanken (47 l für 320 km), was ich für Teerstrasse schon ein wenig heavy fand. Wahrscheinlich war der Tank nicht ganz voll, als wir ihn übernommen haben. Denn später haben wir nie wieder so viel verbraucht. Aber auch egal. 🤪 Ich frage den Tankwart, ob es sich lohnt zur Nata Bird Sanctuary zu fahren. Er sagt ja und deutet Richtung Francistown. Also machen wir das doch mal. Es ist ja noch früh am Tag. Leider wird die Straße hinter Nata Richtung Francistown gerade erneuert, sodass wir von den 20 KM bestimmt 10 KM auf Gravel fahren mussten. Nach der 2ten Gravelstrecke kommt jedoch das erlösende Schild zur Bird Sanctuary und wir biegen rechts ab. Nochmals frage ich die Dame an der Registration, ob es sich lohnen würde in den Park zu fahren. Und sie antwortet: „The flamingos are still there“. Gesagt getan, wir zahlen unsere Park Fee für uns und für das Auto. Ich weiß leider nicht mehr wieviel es war, es war aber nicht teuer. Sie gibt uns den Rat, nur bis zum Hide zu fahren, und von dort aus zu laufen. Streckenweise wäre die Strecke an der Pan entlang noch zu feucht. Die Anfahrt zum Hide hat ziemlich viel Wellblech aber die Landschaft, die Weite, die Stille entschädigt. Und wir haben ja Zeit.
Wir sehen mehrere Kudu- und Gnuherden und Strausse in der Pfanne und am Hide tut sich ein riesiger See voller Flamingos auf. Ich mache ein paar Bilder vom Hide aus.
Dann laufen wir ca. 30 Minuten die Pad entlang nach links. Später laufen wir in Richtung der Flamingos und wieder zurück zum Hide. Tatsächlich sinkt Jürgen ordentlich im Lehm ein und wir müssen, bevor wir wieder in’s Auto steigen, seine Schuhe erstmal säubern. 😠 - nur Ärger hat man mit den Männern 😄
Auch einige Fahrspuren entdecken wir hier unten 🤨
Am Hide stand ein Hillux mit einem Mann. Wir grüßen kurz und als oben im Hide stehen, fährt er nach links die Pad entlang. Auf der Rückfahrt, überholen wir ihn in Höhe der trockenen Pfannen. Er lässt eine Drohne fliegen… Jedem das seine! 🤢
Um 12.15 Uhr verlassen wir nach 2 Stunden die Nata Bird Sanctuary, fahren zurück nach Nata und von dort zu unserem nächsten Stopp, dem Planet Baobab.
Dort kommen wir um 14.00 Uhr an. Die Straße von Nata bis Gweta war stellenweise eine wirkliche Katastrophe. 🤢 Wir mussten teilweise neben der Straße fahren, um überhaupt die Schlaglöcher umfahren zu können. 😊 🤩
Wir werden im Planet Baobab sehr freundlich empfangen, geben unseren voucher ab, erhalten warme Tücher und einen Welcome Drink. Außerdem wählen wir unser Dinner für abends um 18.30 Uhr aus. Für 16.30 Uhr buchen wir noch den Sundowner Nature Walk. Dann fahren wir an dem großen Campingplatz entlang zu unserer Hütte Nr. 23 – eine typisch afrikanische Rundhütte.
Wir stellen unser Gepäck ab und laufen zur Bar, um ein Bierchen zu trinken.
Während wir dort sitzen, kommt der Guide vom Bushwalk, begrüßt uns, stellt sich vor und bestätigt noch einmal, dass er uns um 16.30 Uhr hier erwartet.
Wir haben also noch ein wenig Zeit, um zu chillen.
Um 16.30 Uhr sind wir pünktlich zur Stelle und starten den Walk bei dem Baobab vor der Reception.
Irgendwie finde ich keine Fotos von diesem Walk. Ich muss so konzentriert zugehört haben oder ich hatte gerade mal keine Lust zu fotografieren. Manchmal muss Frau auch mal eine Pause machen. 😎 Wir probieren sogar die Früchte, die angeblich eine Vitamin C Bombe sind. Das kann ja mal nicht schaden. Was ich nicht wusste ist, dass Baobabs Semi-Sukkulenten sind. Weiter erklärt er uns die kleinen gelben Beeren, die ebenfalls lecker schmecken und aus denen u.a. Bier gebraut wird. Leider habe ich den Namen vergessen. Dann geht es zum Schmirgelpapierbusch, mit dessen Blatt ich tatsächlich meinen Daumennagel glatt feilen konnte. Es gab als Maniküre incl. Aber die Nagelfeile musste trotzdem nochmals ran. 😐 Weiter zeigt er uns die Mopane Bäume, die ihre Blätter einrollen können, um sich vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen. Wir laufen außerhalb des Zauns des Lodge-Geländes quer durch den Bush, wo offensichtlich das Vieh der umliegenden Bauern weidet. Angeblich kommen auch nachts öfters mal Elefanten vorbei. 😕 Wir laufen zu einem Wasserloch, wo einige Pferde und Esel ihren Durst stillen und weiden.
Zum sundowner trinken wir ein Savanna Dry und essen etwas Popcorn. Bei diesem Event kommt auch eine kleine Reisegruppe dazu, die um 16.15 Uhr eingecheckt haben. Der Barchef, der auch mit von der Partie ist, erzählt uns, dass er morgen deren Erdmännchen-Tour als Guide begleitet. Da wir keine Lust haben, mit der Chamäleon Gruppe zu den Erdmännchen zu fahren, verzichten wir großzügig. Wir wollen die Nwetwe Pan auf eigene Faust erforschen, auch wenn wir nicht weit kommen. 🤪 Aber dazu morgen mehr. Nach dem Baobab Bush Walk, der ganz interessant war – uns aber nicht vom Hocker gerissen hat, machen wir uns frisch und gehen zum Essen. Wir wurden bereits erwartet und an der Bar gesucht. Denn die Abendessen Gäste werden an der Bar abgeholt und zu ihrem Tisch geleitet. Es gab Fisch (Hake) mit Gemüse und Chips bzw. botswanischen Milipap (ich habe die genaue Botswanische Bezeichnung vergessen), Sauce Tartare und zum Nachtisch Vanillekuchen. Dazu trinken wir ein Glas Weißwein. Das Essen war geschmacklich nicht überragend, der Fisch trocken gegrillt und die Sauce Tartare wurde erst serviert, als wir fast fertig waren. Wir nehmen noch einen Absacker an der Bar und gehen dann in unsere Hütte und in’s Bett.
Teil 921. Juni 2019
23.5.2019 - Unsere erste richtige 4x4 Tiefsand-Tour ging schonmal voll in die Hose 😉 😉
Bereits um 5.30 Uhr werde ich wach. Nein nicht vom Vogelgezwitscher, sondern von den Rollenkoffern der Nachbarn, die lautstark ihre Hütten verlassen. 😠 Danach schlafe ich aber nochmal ein und wache gegen 6.00 Uhr wieder auf und lausche eine ganze Weile, wie der Busch erwacht – welch ein schönes Vogelkonzert. 😄 Dann lese ich ein wenig im Reiseführer, denn wir wollen auf eigene Faust eine 4x4 Tour in die Pan machen zu den Green Baobabs. 🙂
Um 7.00 Uhr wird auch mein Göttergatte wach, wir duschen und um 7.30 Uhr sind wir beim Frühstück. Wieder ist der Morgen ganz schön frisch. Also ohne Jacke läuft da nix. Winter in Afrika. 😁 Um 8.20 Uhr verlassen wir die Lodge und fahren Richtung Gweta. Erst suchen wir eine Tankstelle, um den Luftdruck zu reduzieren. Die Tankstelle an der A3 ist jedoch verlassen und auch im Ort Gweta werden wir nicht fündig. So kommt unser Luftdruckmesser halt zum Einsatz. Selbst ist der Mann oder die Frau. 🤩 Wir geben die GPS Daten ins Navi ein und werden hinter Gweta auf eine Tiefsandstrecke geführt.
Wir zuckeln ein paar Kilometer über diese Piste. Das Navi zeigt 23 km bis zu unserem Ziel an. Ich habe mich gar nicht wohl gefühlt, das Auto schwamm hin und her und wir ratschen an Sträuchern entlang, die sicherlich das Fahrzeug noch mehr verkratzen, als es ehe schon ist.
An einer etwas breiteren Stelle halte ich an und wir laufen ein Stück durch den Busch und die Pad entlang. Und ich gebe auf.
Jürgen zeigt auch keine Ambitionen, das Steuer zu übernehmen. Wir probieren es nochmals und legen die Untersetzung ein. Auch das hilft nichts.
Das Auto schwimmt mehr über die Sandhügel, als dass es fährt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich genau falsch gemacht habe. Zumal wir danach nie mehr solche Probleme hatten mit dem Auto. Weder im Mudumu, noch im Nkasa Lupalla Park. Vielleicht sollte es einfach nicht sein. 🤪 Somit drehen wir ein wenig später frustiert bei nächster Gelegenheit um und fahren zurück zur Lodge, wo wir gegen 11.30 Uhr wieder eintrudeln.
Wir gehen hier noch ein wenig spazieren, das Gelände ist wirklich traumhaft schön.
Dann werfen wir uns in die Badesachen und gehen an den Pool. Jürgen geht sogar schwimmen, mir war das Wasser zu kalt. Ich habe lediglich die Füße reingesteckt.
Nachmittags gehen wir an die Bar, trinken etwas und bestellen unser Abendessen. Heute wählen wir als Vorspeise Salat Caprese (das Pesto war allerdings gerade nicht vorrätig), einen Cheese Burger und zum Nachtisch frischen Obstsalat mit Eis. Dazu gibt es wieder Wein. Und es hat ganz ordentlich geschmeckt.
Dann bezahlen wir an der Bar noch unsere Getränkerechnung, wobei sich die Reiseführerin der Gruppe auf übelste Weise vorgedrängelt hat. Überhaupt legt diese Dame, die, wie ich das herausgehört habe, von einer Farm in Namibia stammt, ein sehr herrisches, lautes Verhalten an den Tag. Gefällt mit gar nicht. 😈 Gut, dass wir alleine unterwegs sind. 😉 Und ab geht es in’s Bett.
Fazit Planet Baobab: Als Zwischenstation, um Ausflüge in die Pan zu machen gut geeignet. Auch gut geeignet,um mal einen Tag auszuspannen. Sehr schöne, weitläufige Anlage mit vielen Baobab Bäumen. Der Pool und die Bar sind auch top. Die Hütten sind ok. Für das Internet muss man Voucher kaufen. 30 BWP für 30 Minuten. Funktioniert nur an der Bar. Das Essen ist schlecht. Es war das schlechteste Essen auf unserer gesamten Reise. Ich habe leider wieder vergessen Fotos von der Hütte im Inneren zu machen – das ist schlimmer, als fehlendes WIFI. Das sieht man aber auch ganz gut auf der Homepage. Die Hütten hatte 2 getrennte in Stein gemeißelte Betten mit Moskitonetz. In der Mitte stand ein Tisch und zwei Stühle, die Steckdosen waren allerdings am Boden (sodass man auf dem Boden rumkrabbeln musste, um die Kamera aufzuladen. Das Bad, ist durch einen überdachten Gang zu erreichen. Es ist kein großer Komfort aber wir hatten alles, was wir benötigten und es ist authentisch. Also für einen Zwischenstopp absolut geeignet.
Teil 1022. Juni 2019
24.5.2019 Weiterfahrt nach Maun und Flug über das Delta Teil 1
Heute steht die Fahrt nach Maun an, wo wir um 16.00 Uhr einen Flug über das Delta gebucht haben.
Gleich heute Morgen ist die Reiseführerin von Ch. auf übelste Art und Weise aktiv, und verbreitet hier beim Frühstück eine nicht notwendige Unruhe. Auch behandelt sie das Service und Küchenpersonal richtig übel, mischt richtig das Buffet und die Belegschaft auf. Das hat mir gar nicht gefallen. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit Freundlichkeit doch viel weiterkommt. Naja, jedem das Seine. Nochmal, gut, dass wir dort nicht dabei sein müssen. 😈
Wir checken aus und zahlen unsere Rechnung für die Nature Walks.
Wir verlassen den Planet Baobab gegen 9.00 Uhr und fahren Richtung Maun.
Jürgen fährt heute die ersten 100 KM, bis dass wir Straßenzustände antreffen, die mit einem Schweizer Käse durchaus mithalten können. So übernehme ich das Steuer wieder, da ich eine wirklich schlechte Beifahrerin bin. 😐 😐 Trotzdem ist es eine schöne Fahrt, denn wir haben einige Cross-Overs: Kudus, Strausse, einige Zebraherden, die von Süd nach Nord unterwegs sind und natürlich Ziegen, Rinder etc.
Das Zebracrossing war ein schönes Erlebnis.
Fortsetzung folgt
Teil 1122. Juni 2019
24.5.2019 - Flug über das Delta -Teil 2
Und die letzten Kilometer 80 KM bis nach Maun sind wieder fantastisch zu fahren, neu geteert und es wird immer noch daran gearbeitet.
Bereits vor 13.00 Uhr sind wir am Flughafen in Maun, parken das Auto vor dem Mackair Office und gehen im Donkey Monkey einen leckeren Iced Coffee trinken und ich esse ein Avocado Toast – sehr lecker! Später trinken wir noch ein Tonic bzw. eine Cola.
Und wer kommt auch zu Donkey Monkey? Die Reisegruppe von Chamäleon mit der unangenehmen Reiseführerin. Ab dann sehen wir sie jedoch nicht wieder. 😗 Wir nutzen die Zeit bis zum Check-in, um zum Tanken zu fahren, was auch ziemlich lange dauert, weil so viel Betrieb ist. Wir bringen das Auto wieder zum Flughafen und laufen nochmals in das Einkaufszentrum, um Pula zu holen und schlendern einfach ein wenig umher. Um 15.30 Uhr checken wir ein. Es sind 2 Gruppen à 6 Personen. Die eine Gruppe hat ihr eigenes Flugzeug und wir 6, ein Vater mit seinem etwa 12 jährigen Sohn und ein Paar aus Südafrika und wir zwei. Wir haben also massig Platz im Flieger.
Der Flug war interessant, schöne Landschaft, noch ist relativ wenig Wasser im Delta – es ist noch nicht angekommen. Und jetzt anschnallen, es geht los!
Wir sehen verhältnismäßig wenig Tiere, was wir allerdings auch nicht erwartet hatten. Hinzu kommt, dass ich ja hier nur unbearbeitete Fotos zeige und meine Kamera an ihre Grenzen stieß.
Wer findet oben den einsamen Elefanten?
Leider wüten große Buschfeuer im Delta.
So schlimm, dass bereits 2 Camps komplett abgebrannt sind und evakuiert werden mussten. So erzählte uns der Pilot, nachdem ich ihn gefragt habe.
Trotzdem haben wir den Flug sehr genossen, auch wenn er nicht so spektakulär war, wie erwartet. 🙂
Und wir landen nach einer Stunde wieder sicher in Maun.
In der Dämmerung erreichen wir Old Bridge Backpapers und beziehen unser Riverside En Suite Zelt direkt über dem Hippo-Pool. In dem Mopane Baum vor der Terrasse sind viele Vögel, die Hippos sind gerade abgetaucht. Dafür liegt ein 2,5 m langes Krokodil direkt unterhalb unserer Terrasse im Schilf. Jürgen meinte ganz trocken: „Also da gehen wir jetzt mal nicht hin spazieren“.
Unser Zelt mit Freiluft-Badezimmer und integriertem Baum: Die Bilder sind vom nächsten Morgen, deshalb ist es schon hell 🙂
Im Camp morgens um 7.00 Uhr:
Blick auf den ausgetrockneten Thamalakane River:
Und hier noch der Sonnenaufgang und ein paar Vögelchen und das große Croc von gestern Abend, welches jetzt schwimmt:
African Sacred Ibis?
Yellow Billed Egret?
Wir richten unsere Rücksäcke für die morgen früh startende Mokkoro Tour in’s Delta und parken unser Auto sicher innerhalb des Camps. Denn morgen früh geht es für 3 Tage/2Nächte in’s Delta.
Wir gehen an die Bar und trinken den obligatorischen GT. Später essen wir noch einen Burger mit Savanna Dry für mich und Bier für Jürgen. Die Stimmung an der Bar ist entspannt, es läuft gute Musik und das Publikum ist sehr gemischt und international. Uns gefällt dieses Ambiente. 😄 😄 🙂
Gegen 20.30 Uhr liegen wir im Bett und schlafen ziemlich schnell mit den Geräuschen der Wildnis ein.
Teil 1223. Juni 2019
25.5.2019 – Per Mokkoro in’s Delta zum Luxuscamping – 1 Tag .... und heute gibt's Löwen 😉
Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker. Wir duschen nochmals ausgiebig in unserem Freiluft-Badezimmer und sind um 7.00 Uhr beim Frühstück, welches wir gestern Abend bereits vorbestellt hatten. – Dies war eine Empfehlung des Camp-Attendants beim Check-in im Old Bridge Backpapers. Nescafé gibt es kostenlos und Filterkaffee muss man separat bezahlen. Wir essen unser Frühstück, das pünktlich um 7.15 Uhr gebracht wird und trinken 2 Tassen Kaffee.
Dann taucht auch schon eine Dame von Backpapers Safari auf, wir müssen uns mit Passnummer in die bekannte Liste eintragen und schon geht es mit 4 anderen Gästen im offenen Fahrzeug zur Mokkoro-Station. Wir fahren fast 2 Stunden und mussten uns ganz schön einmummeln, denn es war bitterkalt. Aber wir sehen auch ein paar Tiere:
Eine junge Japanerin hat nur einen Tagestrip gebucht und die 3 weiteren Personen eine Selfcatering Safari. An der Mokkoro-Station herrscht das übliche Gewusel und große Packaktionen gehen vonstatten.
Wir legen als letzte gegen 10.30 Uhr ab und werden von 4 weiteren Mokkoros begleitet. Unser Mokkoro steuert unser Guide. Jürgen sitzt vorne und ich hinten vor dem Poler.
Einige Eindrücke von der Fahrt:
Manchmal muss der Weg auch frei geräumt werden...
Auch unser Camp Attendant und Koch wird geschippert 😉
Bereits gegen Mittag legen wir an unserer Camp-Site für die nächsten 2 Nächte an.
Von diesem Elefanten werden begrüßt.
Alle Poler (insgesamt 5 Stück an der Zahl) und der Camp-Attendant und Koch packen alle mit an und laden alles aus. Wir müssen uns hinsetzen und das Geschehen beobachten.
Innerhalb einer Stunde steht alles – auch unser En-suite Zelt mit privater Toilette und Eimerdusche im hinteren Teil. 🙄 🙄 So luxuriös hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. 😄 😄 Absolut gigantisch!
Dann macht sich der Koch namens Moagedi daran, uns einen köstlichen Lunch vorzubereiten. Es gibt griechischen Salat, Salami, Cheddar Käse und Brot. Es schmeckt sehr lecker. Unser Guide Salvation isst mit uns am Tisch. Was übrig bleibt essen die Poler und sitzen auf dem Boden oder auf mitgebrachten Eimern rund um das Feuer. Jeder der Poler hat ein eigenes Zelt bis auf ein Paar, das verheiratet ist.
Ab 14.00 Uhr ist Mittagsruhe im Camp. Wir lesen, ich schreibe Tagebuch und lege mich eine Weile hin und döse vor mich hin. Wir genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit hier mitten im Busch. 😁
Als ich aufwache ist wieder der große Elefant gegenüber des Camps – ich vermute der gleiche von heute Mittag, als wir ankamen. Und im Wäldchen gegenüber dem Camp bellt es. – Dort sind die Babbons aktiv. Ausserdem hören wir Löwen röhren. Es hört sich sehr nah an. 😈 🤢
Gegen 16.30 Uhr brechen wir zu unserem ersten Walk auf.
Nach nur ca. 200 m vom Camp entfernt treffen wir auf 3 Löwinnen, die zunächst versteckt im Gras liegen und etwas fressen. Wir pirschen uns an…
Irgendwann wittern sie uns und schauen hoch
und verschwinden dann ganz schnell im Busch.
Welch ein Erlebnis und dann dieses Highlight ganz am Anfang! Und per pedes wohlgemerkt! Wir schauen uns natürlich noch kurz an, was sie denn gefressen haben. Es war ein junges Warzenschwein.
Wir sahen während der weiteren guten Stunde noch Büffel, Giraffen, Impalas, Zebras und Elefanten.
Kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir zufrieden das Camp.
Wir waschen uns die Hände in den vor dem Zelt aufgestellten Waschbecken, die mit warmem Wasser gefüllt waren.
Der Tisch ist gedeckt, Chips und Nüsse stehen bereit und eine sehr gute Flasche Rotwein, die Petroleumlampen sorgen für eine angemessene romantische Beleuchtung. Wir genehmigen uns ein Glas als Apéro und genießen wieder dieses wirklich zauberhafte Ambiente. Ich kann es kaum in Worte fassen, wie schön wir das alles empfunden haben.
Etwas später serviert uns Mohagedi das Abendessen. Als Vorspeise: Pilzsuppe Als Hauptgang: Reis, Chicken Stew, Butternutkürbis und Broccoli Zum Nachtisch: Eingelegte Birnen Alles sehr, sehr lecker. Das Essen wurde auf dem offenen Feuer zubereitet. Nach dem Essen setzen wir uns noch ein wenig zu den Polern an’s Feuer und lauschen den Gesprächen unserer Begleiter. Leider können wir uns nicht unterhalten. Aber die Stimmung ist total entspannt, es wird viel gelacht und es ist sehr schön und angenehm.
Die gesamte Polergruppe, der Guide und der Koch stammen übrigens aus verschieden Orten im Delta und haben die Möglichkeit über dieses Community Projekt bei diesem Mokkoro Touren mitzuarbeiten. Wie uns Salvation erklärt, kennen sie sich zwar flüchtig, gehören aber zu unterschiedlichen Stämmen und jeder einzelne hat seine eigene Kultur. Für mich war es auch interessant mit anzusehen, wie gut sie trotzdem im Team gearbeitet haben und mit wieviel Spass. Eine sehr interessante und schöne Erfahrung. Um 20.30 Uhr geht es in’s Zelt. Wir schlafen gut und schnell ein. In dieser Nacht hören wir keine Tiere um’s Zelt herumschleichen. Wahrscheinlich waren wir einfach zu erschöpft von den sagenhaften Erlebnissen tagsüber. Zweimal stehe ich auf. Dadurch, dass wir aber ja hinter dem Zelt die Toilette haben, kein großes Problem. Ich hatte mir zugegebenermaßen im Vorfeld schon Gedanken gemacht wegen der nächtlichen Toilettengänge – alles unbegründet.
Teil 1324. Juni 2019
Old Women schrieb:
BMW schrieb:sich zu Fuss einer Löwin mit zwei Halbjungen zu nähern ist eine Sache.......(euer "Guide" war nicht bewaffnet)
ABER: den Kill noch zu inspizieren ist nochmals eine ganz andere Qualität........hinterlässt bei mir
grosse Bedenken......hätte sowas nie gemacht.....entweder hattet Ihr grosses Glück (der Guide, wenn er denn
so genannt werden will, hätte das nie gestatten dürfen) ..... hätte ganz schlecht ausgehen können....
zusätzlich ist das Gelände ziemlich unübersichtlich......
lg.......BMW
Hallo Martina,
meine Güte, was macht ihr für Sachen 😮 ! Hattet ihr denn gar keine Angst? Mir ist schon vollkommen klar, dass wir Menschen eigentlich nicht auf dem Speiseplan der Löwen stehen, denn die lieben ja die Grasfresser, aber......... 😐, manchmal reicht eine falsche Bewegung. Ich plane ja auch gerade in dieser Region, und daher wäre jetzt meine Frage: gab es ein umfangreiches Sicherheitsbriefing oder ging man davon aus, dass der Tourist mit den "Eigenheiten" des Busches vertraut ist? Das war schon ein spektakulärer Walk, Respekt!
Herzliche Grüße Beate
Hallo liebe Beate und BMW und alle anderen Interessierten,
Zu der Löwensichtung:
Ich kann nicht sagen, dass ich mich zu irgendeiner Zeit irgendwie unwohl gefühlt hätte während den 3 Game Walks, die wir hatten. Und es kommen noch weitere Erlebnisse, die man halt alle nur zu Fuss erleben kann und nicht vom Auto aus. Die 2 Guides haben uns aus meiner Sicht und vom Gefühl her sehr behutsam und bedächtig geführt und sind keine größeren Risiken eingegangen. Beide waren sehr erfahren, der eine mehr, der andere etwas weniger. Das mag, vielleicht bei diesem Erlebnis nicht so genau rübergekommen sein. Wir wurden sogar gefragt, ob wir den Kill inspizieren möchten. Irgendwie ist man ja auch für sich selbst verantwortlich, das ist beim Game Drive mit dem Auto genauso. Und ja selbstverständlich haben wir eine korrekte Einweisung bekommen. Aber irgendwelche Formulare, dass wir selbst haften, (wie wir das z.B. in der Lianshulu Lodge im Mudumu unterschreiben mussten) haben wir nicht erhalten. Auf jeden Fall waren diese Walks ein wirklich besonderes Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Ganz liebe Grüße und danke für Eure Kommentare
Martina
Teil 1426. Juni 2019
26.5.2019 – Unser 2. Tag im Delta - heute gab es einen Leo-Riss 😮
Wir haben nach den intensiven Erlebnissen am gestrigen Tag, gut und tief geschlafen auf unseren Feldbetten 🙂
Um 6.00 Uhr werden wir von Salvation geweckt. Es gibt eine kurze Katzenwäsche und rein in die Wanderschuhe. Denn heute gibt es am Vormittag einen Game-Walk. Es erwartet uns jedoch zuerst frisch gebrühter Filterkaffee, Obst, Joghurt, Müsli, Rusks und Mangosaft.
Ein Teil des Camps schläft noch.
Um kurz vor 7.00 Uhr laufen wir los. Wie immer als erster Salvation, der Guide, dann kam ich, hinter mir Jürgen und das Schlusslicht macht heute Chico, der ältere Poler. Gestern hatte uns eine junge Polerin als Schlusslicht begleitet. Chico entpuppt sich als vorsichtiger und guter Trapper und gibt Salvation von hinten hin und wieder ganz gute Tipps. Wir fühlen uns sicher und gut aufgehoben, denn in Botswana tragen die Guides keine Waffen bei den Buschwalks im Gegensatz zu Namibia.
Zunächst treffen wir ein Hippo, das gerade recht schwerfällig aus dem Wasser steigt. Aber, wie sagt man so schön? "Ein schöner Hintern kann auch entzücken 😐
Dann beobachten wir ein Warzenschwein im hohen Gras.
Es folgen Impallas, Zebras, ein Eli, wieder Impalas, Hippos....
und wir genießen immer mal wieder kurze Etappen, bei denen einfach die Landschaft im Vordergrund steht. Es ist ja auch wunderschön hier. 🙂
Weiter geht es mit einer Zebra Herde, die wir etwas länger beobachten dürfen, bevor sie sich entfernen
Und dann kommt die Überraschung des Tages: Ein verlassener Leoparden-Riss auf einem Termitenhügel unter einem Baum. 😈 Chico meinte, er läge schon eine Weile dort, was auch immer das heißen mochte 😐 . Dass er nicht ganz frisch war, konnte man sehen. Also vemute ich nicht, dass wir den Leo von seiner Beute vertrieben haben, durch unser Auftauchen. Vielleicht hat ja jemand von Euch eine Idee dazu. Aber sicher wissen, tun wir es alle nicht. Der Riss war so schwer, dass ein normal großer Leo, das Impala niemals auf dem Baum hoch bekommen hätte. 🤪
und sehen sogar noch einen Bushbock, wovon mir allerdings kein Foto gelingt. Ich vereinbare mit Salvation, dass ich morgen gerne zu dem Termitenhügel mit dem toten Impala zurück kehren möchte, um zu sehen, was daraus wurde... Dazu morgen mehr 😄 Wir beenden unseren Game Walk um 10.30 Uhr im Camp. Moagedi ist schon wieder dabei für uns den Brunch vorzubereiten. Bohnen, Speck, Rührei, Toast und Salat schmecken wieder hervorragend. Es weht ein seichtes Lüftchen und wir horchen dem Vogelgezwitscher zu und sitzen hier im Halbschatten. Was geht es uns gut.
. Jetzt um 12.15 Uhr geht unser Guide bewaffnet mit Eimer, Duschgel und frischen Klamotten irgendwo in’s Gebüsch sich waschen. Nachdem der Koch und die Poler die Reste von dem Brunch verspeist haben und die Damen alles gespült haben, geht die jüngere Damenwelt und Chico spazieren. Der Koch und die ältere Polerin verschwinden in ihre Zelte, um Siesta zu halten.
Um 14.00 Uhr werden wir die Eimerdusche einmal ausprobieren, Shampoo und Bodylotion, alles steht bereit. Das ist auch ein Erlebnis für sich. 😊 Und wir waren natürlich sparsam mit dem Wasser und haben noch nicht einmal zu zweit das gesamte Wasser verbraucht. Geht also alles! Es tut gut, Jürgen rasiert sich auch mal wieder und man fühlt sich hinterher, wie neu geboren.
Nun sitzen wir wieder in unseren Safaristühlen, lauschen dem Rauschen des Windes, beobachten die Vögel und ich bin mal wieder zu langsam beim Fotografieren. Ab und zu klappt es dann doch.
Plötzlich ruft Jürgen, als er auf dem Weg in den Busch zum Austreten ist, Elefantenalarm aus. 😈 Mein Gott – ich ganz panisch, sehe auch die großen Ohren, keine 50 m von uns entfernt im Gebüsch.
Ich gebe Salvation Bescheid. Der, wie von der Tarantel gestochen, kommt sofort und checkt die Lage. Er bittet Jürgen eindringlich zurückzukommen. Der läuft seelenruhig weiter in den Busch. 🤩 Und wir zwei stellen fest – Fehlalarm – jemand von den Polern, hatte seine beige-graue Wolldeke in einem Busch zum Trockenen aufgehängt und diese sah durch das Gebüsch aus, wie Elefantenohren.
Wir lachen alle erleichtert über diese Episode.
Um kurz vor 17.00 Uhr starten wir auf eine kurze Mokkoro Tour zum Sundowner.
Dabei treffen wir auch die andere Gruppe, die die Selfcatering Tour gebucht hatten und auf einer Campsite gegenüber sind. Auch sie sind total geflasht.
Nach vielen Landschaftsaufnahmen und einem weiteren Malachit Kingfisher auf dieser Reise, bei dem meine Kamera gestreikt hat landen wir wohlbehalten im Camp zurück.
Wir trinken den kleinen Rest Rotwein von gestern und widmen uns dann dem Weißwein, einem Chardonnay von 2016 aus Paarl. Auch ok.
Was haben wir doch für ein schönes Leben. Wir sind dankbar dafür, das alles hier erleben zu dürfen. Heute gibt es wieder ein vorzügliches Menü. Butternutsoup als Vorspeise Couscous, Gemüsepfanne, Rinderfilet, Tomatensauce mit Zwiebeln, cabage (Weißkohl). Zum Nachtisch gibt es heute in der Schale gebackene Banane mit Schokotopping. Alles, wieder super lecker, das Fleisch super zart. Moagedi hat sich mal wieder selbst übertroffen.
Nach dem Essen sitzen wir mit der Gruppe noch bis nach 9.00 Uhr am bush-fire TV.
Ich schlafe sehr schnell ein, wobei ich nachts vermutlich ein Hippo um unser Zelt streifen höre und später gibt es noch lautes Gebrüll, was laut den locals wohl ein Kudu war.
Teil 1527. Juni 2019
Zunächst ein großes Dankeschön an alle Dankedrücker, Kommentatoren, Vogelbestimmer und stillen Mitleser!
27.5.2019 – Rückfahrt zur Mokkoro-Station mit Elefanten Roadblocks Heute geht es leider zurück in die Zivilisation
Wir werden wieder um 6.00 geweckt, Katzenwäsche, kurzes Frühstück, 2 Tassen Filterkaffee.
Jürgen muss dann noch die richtige Toilette im Zelt aufsuchen. Ich steige derweil mal wieder ein paar Vögeln nach, bin aber wenig erfolgreich. 😵
Um kurz nach 7.00 Uhr geht es heute wieder auf den Bushwalk, wieder mit Salvation als Frontmann und Chico als Schlusslicht. Da ich unbedingt schauen möchte, was aus dem Impala Riss von gestern geworden ist, starten wir heute gegen die Sonne, nach Osten und erreichen nach kurzer Zeit den Termitenhügel mit dem Baum, wo gestern das Impala lag. Das Impala ist an dieser Stelle verschwunden. Es liegt, oder das, was davon übrig ist, 50 m weiter im Gras. Es kreisen Bateleur Eagels darüber. Wir besichtigen kurz die Stelle.
Nicht mehr viel übrig von dem Tier. Wahrscheinlich haben Hyänen & co. ein Festmahl gehabt. Wir werden es nie erfahren. 😕 😮
Wir setzen unseren Walk fort und sehen....
Wir laufen weiter in den Busch und unser Guide macht plötzlich eine Elefantenherde aus. Beide, Salvation und Chico checken kurz die Lage, und wir müssen umkehren. Offensichtlich sind wir von Elis umgeben. 😈 Also kehren wir um und laufen in die andere Richtung. 😐
Wir treffen auf eine riesige Büffelherde und ein paar Zebras – keine 50 m sind wir von den Tieren entfernt. 🤩 Die Büffel haben viele Kleine dabei und sie bewegen sich in mehreren Herden immer wieder unterbrochen von den Wächterbüffeln. Sehr interessant, das so genau beobachten zu können. Im Chobe hatten wir das jedoch auch schon gesehen und beobachtet. Aber zu Fuß, hat es nochmal ein besonderes Geschmäckle. 🤨
Jetzt habt ihr genug Büffel gesehen? Es war etwas ganz besonderes, die Büffelherde so nah beobachten zu können. 🙂
Außerdem sehen wir noch mehrere Impala Herden und Kudus, die jedoch zu schnell vor uns flüchten.
Nach 10.00 Uhr sind wir im Camp zurück und Moagedi kredenzt uns mal wieder ein vorzügliches Lunch: Nudelsalat mit Thunfisch, Boerewurst mit Zwiebeln, Greek Salad und Guacamole (super lecker) und selbstgebackene Brötchen.
Um 13.30 Uhr werden wir das Camp verlassen. Vorher muss natürlich noch „klar Schiff“ gemacht werden. Auch das läuft wieder alles Hand in Hand und diesmal dürfen wir sogar auch mithelfen, was mich freut. 🙄 Nachdem 2 Polerinnen unsere Betten im Zelt entfernt haben werden 2 Eimer warmes Wasser bereitet und die 2 Damen laufen damit in den Busch, um ihre Toilette zu machen. Auf jeden Fall kommen sie gestriegelt und geschniegelt wieder zurück. 🙂 Der Koch räumt in aller Seelen-Ruhe seine Küchenutensilien wieder ein. Das übrige Obst wird unter den Polern verteilt, ebenso die restlichen verderblichen Lebensmittel. Die alte Polerin – die Frau von Chico ist schon eine Weile in ihrem Zelt verschwunden und offensichtlich mit Einpacken beschäftigt. Ihr Mann Chico sitzt bzw. liegt im Schatten und chillt. Irgendwann helfe ich der alten Frau, ihr Zelt vernünftig zu verstauen. 😁 Salvation rückt mit seinem aufgebauten Zelt zur Nachbar-Campsite ab, wo anscheinend seine Frau mit einer anderen Gruppe gerade angekommen ist. Sie machen also sozusagen „fliegenden Wechsel“. Wir helfen Moagedi noch unser Zelt abzubauen, schütten das Loch der Buschtoilette ordentlich zu und helfen außerdem die Tische und Stühle wieder zusammen zu klappen.
Gegen 13.20 Uhr, kurz vor der Abfahrt, verteilen wir unsere großzügigen Trinkgelder , besteigen unsere Mokkoros und schippern los. Alles geht hier so total entspannt vonstatten – auch wenn das Team arbeitet. Sie kommunizieren nett miteinander und alles läuft Hand in Hand.
Wie schade, dass wir diesen schönen Ort schon wieder verlassen müssen.
Nach kurzer Zeit treffen wir auch auf die dreier Gruppe Selfcatering und auf mehrere Mokkoros, die als Tagesausflügler im Delta waren. Salvation meint an einem der crossing points, wo die Tiere normalerweise queren: „Da vorne ist eine große Elefantenherde. Wir machen jetzt hier erst einmal Pause und checken die Lage. 🤨 Wir beobachten in sicherer Entfernung immer mehr Elefanten, die Richtung Kanal marschieren, wo wir durchfahren müssen. Und wir hören sie plantschen.
Nach ca. 20 Minuten kommen auch die anderen Mokkoros und fahren vorsichtig in den Kanal ein. Die Poler wechseln ein paar Worte, was wir ja nicht verstehen. Unsere Gruppe hängt sich hinten dran. Mir war nicht sehr wohl bei dieser ganzen Aktion. 😕 Jürgen und ich sind im vorletzten Mokkoro, hinter uns ist nur noch Chico. Plötzlich knirscht und raucht es im Schilf. Chico hatte Feuer gelegt, wahrscheinlich um die Elefanten zu vertreiben. 🤩
Wir kommen wieder an eine kleine Kanalkreuzung. Ein Großteil der anderen Mokkoros stehen in dem kleinen Seitenkanal und warten. Aber 2 weitere Mokkoros sind bereits in den Kanal eingefahren wo die Elis sind, machen aber lautlos Zeichen zurück zu rudern.
Im nächsten Moment überqueren 2 Elefanten ca. 5 m vor den 2 Mokkoros mit lautem Gegröle den Kanal. Gar nicht auszudenken, was hätte passieren können. 🤢 Also diese Situation kam mir persönlich gefährlicher vor, als die Löwensichtung. 😉 Durch die Wasserbewegung kommt eines der Mokkoros, welches zurück gesetzt hat, ins Wanken, sodass deren Poler in’s Wasser fällt. Durch das Feuer hatten sich die Elis zurück gezogen. Dann übernimmt Salvation mit etwas Schadenfreude über den Kollegen, der in’s Wasser fiel die Führung. Mir klopft das Herz bis zum Hals. 🤨 Gegen 15.30 Uhr legen wir wohlbehalten wieder an der Mokkoro Station an – jetzt können alle aufatmen. Alle packen wieder mit an, um die Mokkoros auszuladen. Gegen 16.00 Uhr fährt unser Shuttle mit 5 Mokkoro Gästen, einem Angestellten vom Old Bridge und Fahrer und Beifahrer zurück zum Old Bridge Backpapers.
Die 2 Amerikaner von der Selfcatering Tour, die in dem Mokkoro saßen, bei dem der Poler in’s Wasser fiel, mussten sich erstmal trocken legen. Deren ganzes Equipment inkl. Jacken war heftig durchnässt. Bis wir heute nach bereits 90 Minuten im Old Bridge eintreffen ist alles soweit wieder trocken. Also dieser Fahrer war heute mehr als flott unterwegs, und wir wurden ordentlich durchgerüttelt. Trotzdem hatten wir noch ein paar Eli-Sichtungen. 😄 Im Old Bridge steigen wir sofort in unser Auto, damit wir noch im Hellen das Discovery Bed and Breakfast erreichen, das für uns heute gebucht ist. Im Discovery Bed&Breaktfast werden wir sehr freundlich von einer der Angestellten empfangen, sie zeigt uns die Anlage in all ihren Facetten, was ca. 30 Minuten gedauert hat. Wir wollten doch nur eine Nacht hier bleiben. Dann erst kommt für mich der erlösende Toilettengang… 😊 Wir trinken ein Bierchen auf unserer Terrasse, statten der WIFI Aera einen Besuch ab, wo ich meine E-mails checke und ein Lebenszeichen an die Daheimgeblienen sende. Wir haben weder Hunger noch Lust nochmal zum Abendessen weg zu fahren, sodass wir nach einem weiteren Drink und kleines Snacks um 20.15 Uhr in dem Himmelbett in unserer Hütte liegen und von unserem Busch-Abenteuer im Delta träumen.
Fazit Mokkoro Tour in’s Delta Es war wunderschön und wir haben es trotz des recht saftigen Preises (ca. 1000 Euros für uns 2 plus die Trinkgelder) sehr genossen. Wenn man das jedoch vergleicht mit einem Aufenthalt in einer Lodge im Delta ist es immer noch relativ günstig. 😉 Es war einer der Highlights unserer Tour. 😄 Alles war gut organisiert. Wir hatten Glück, dass wir nur zu zweit waren, wobei wir gegen 2 bis 4 zusätzliche Begleiter auch nichts gehabt hätten. Das hat immer alles seine Vor- und Nachteile. Wir haben uns sehr wohl gefühlt mit dem Team und wir wären auch genauso happy gewesen, hätten wir nicht die Löwen per Pedes gesehen. 🙂 Wir wurden sehr gut und kompetent bewirtet und betreut. Das Zelt war sehr bequem und aus meiner Sicht wirklich eine Art Luxus-Camping. Die 2 Nächte haben auch ausgereicht, wobei ich es auch noch problemlos einen Tag länger ausgehalten hätte. 🙄 Die Walks waren toll, so nah kommt man dem Wild im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf andere Art und Weise. Also klares Ja, wir würden es nochmals machen!
Morgen steht eine längere Fahrt, entlang des Panhandle nach Shakawe an.
Teil 1601. Juli 2019
Hallo liebe Mitleser und Dankedrücker!
ich habe eine kleine Auszeit gebraucht und aufgrund der irren Hitze und einer große Feier und nun ein paar Tag nichts geschrieben. Heute Morgen habe ich meinen Blog um einen Tag ergänzt und heute Abend wird es hier im Forum ein Vogel-Feuerwek am Kavango geben. Ihr könnt Euch also freuen und mich sicherlich auch wieder korrigieren bei der Benennung der Vögel. Danke für eure Unterstützung! Also bis später! 😄
GLG Martina
Teil 1702. Juli 2019
28.5.2019 – Den Panhandle hoch nach Shakawe
Gegen 6.00 Uhr werden wir bereits von alleine wach. Ich bin etwas gerädert, da mich die ca. 300 m entfernte Straße in den Moremi, die ganze Nacht irgendwie gestört hat. Die Fahrzeuge übertönen sogar die Vogelwelt, die ebenfalls gerade erwacht. Ein kleines Manko dieser Anlage. 😉 Es kann natürlich auch daran gelegen haben, dass wir ja die letzten 3 Tage in der Wildnis waren und man dort keinen Autolärm hatte. 😕 Hier ein paar Bilder der Anlage:
Um kurz vor 7.00 Uhr sind wir beim Frühstück. Es gibt ein Buffet mit frischem Obstsalat, 2 Sorten Joghurt und frisch gebackenen Muffins. Auf dem Tisch steht Butter in einem Butterfass, Kaffee und Saft gibt es ebenfalls am Buffet. Wir bestellen uns noch ein Omelette Natur mit 2 Sausages und genießen ein sehr kommunikatives Frühstück mit René, dem Eigentümer des Guesthouses, seinem Freund, der gerade zu Besuch ist und einem weiteren holländischen Pärchen, das heute zur Day Trip Mokkoro Tour aufbricht. Um 8.10 Uhr sitzen wir im Auto und brechen auf nach Shakawe zur Drotzky’s Lodge Fazit Discovery B&B Eine schöne, kleine Anlage ca. 15 km außerhalb von Maun in Richtung Moremi, geführt von einem holländischen Ehepaar. Die Anlage ist sehr gepflegt, Ein paar Bungalows gruppieren sich um einen gepflegten Garten. Es gibt ein Café, wo auch Wifi Empfang ist. Das Café schließt jedoch zum Sonnenuntergang. Ferner gibt es einen kleinen Pool und eine Feuerstelle. Das Guesthouse ist nur 300 m von der Hauptstraße entfernt und man hört somit leider die Autos, was uns persönlich nicht so gut gefallen hat. Hinzu kam, dass ich mich etwas geärgert habe, dass wir das überhaupt gebucht hatten. Denn in unserem speziellen Fall hat es dazu geführt, dass wir vom Old Bridge nach der Mokkoro Tour noch die 5 Km fahren mussten. Im Nachhinein, hätte ich lieber noch einen entspannten Abend im Old Bridge verlebt. Dort hat es uns ja vor der Mokkoro Tour auch sehr gut gefallen. Dennoch, gebe ich eine klare Empfehlung für das Discovery B&B ab. Dort kann man gut und relativ preisgünstig übernachten. Z.B. auf dem Hin- oder Rückweg aus dem Moremi.
Jürgen fährt aus Maun raus, die Straße ist gut und wir erreichen bei wenig Verkehr und ziemlich öder Landschaft den Abzweig zur A35 gen Norden. Ab dort wird es, je weiter wir nach Norden kommen immer interessanter und vor allem grüner. Irgendwann auf halbem Weg wechseln wir das Steuer und mich treffen natürlich wieder die Potthole Passagen. Insgesamt war es aber sehr gut zu fahren, nur ganz kurze Stücke mit heftigen Pottholes waren zu umschiffen.
Bis Gumare machen wir 2 Pinkelpausen und in Gumare tanken wir unseren halb leeren Tank nochmals auf. Um kurz nach 13.30 Uhr kommen wir bereits in Drotzky’s an, werden freundlich begrüßt, erhalten Chalet Nr. 8, wo wir mit dem Auto hinfahren können.
Das Chalet und die gesamte Anlage gefällt uns auf Anhieb:
Das Chalet ist riesig groß, liegt sehr schön und ist toll ausgestattet. Jetzt sitzen wir auf unserer Terrasse, genehmigen uns einen 😄 GT und Wasser, da wir für 16.00 Uhr ein Boot reserviert haben.
Beim Check-in hatte ich vergessen nach einem Wäscheservice zu fragen. Also lief ich nochmals zurück zum Haupthaus. Dort wurde mir bestätigt, dass ich die Wäsche am nächsten Morgen zurück bekommen würde. Somit stand diesem Service nichts im Wege und ich brachte eine Tasche voll Wäsche zur Reception.
Um kurz vor 16.00 Uhr finden wir uns an der Reception ein und treffen unseren Bootsführer Zebra, der uns eine wirklich tolle Tour beschert.
Los geht es am Bootssteg, wo uns ein kleines Croc begrüßt. Überhaupt kommt einem hier der Wasserstand auf den Kavango so hoch vor. Er ist breit und sieht stellenweise aus, wie ein großer See. Landschaftlich ist es hier wunderschön.
So jetzt geht die Show los. Lehnt Euch zurück 🤩
White fronted Bee-Eater
Gefolgt von einem Hippo
Jetzt bin ich mir absolut nicht sicher.. White Breasted Cormorant oder African Darter-Danke Konny 😘
White breasted Cormarant?? Reed Cormorant - danke Konny 🙂
Jürgen hat zwar mit der Uhrzeit mitgeschrieben, was Zebra uns gesagt hat. Aber die Uhrzeit stimmt wohl nicht genau überein mit der auf den Bildern. So muss ich versuchen, das Federvieh selbst zu bestimmen. 😵
Ein Water Monitor
Ich habe noch so viele Bilder, dass ich euch auf morgen vertrösten muss. Morgen geht es weiter. Gute Nacht 😁
Teil 1802. Juli 2019
28.5.2019 - Fortsetzung Bootstour
White Fronted Bee-Eater ein bisschen schärfer, als der von vorhin 😉
Jetzt kommt ein Bild, wo ich wieder keine Ahnung habe, was ich da eigentlich fotografiert habe 😵 African Darter und Cattle Egret - Danke Maddy
Cattle Egret
Great Cattle Egret
African Darter Danke Maddy
Die gab es dort auch 😄
Und nun folgt unser Star des Tages:
Sie war ein wenig scheu und hat sich erst vor uns versteckt. Aber mit ein wenig Geduld und der Hilfe von Zebra, poste sie dann doch kurz für uns! Wunderschön 🙂
Pel's fishing Owl
Fortsetzung folgt
Teil 1902. Juli 2019
28.5. weitere Fortsetzung Bootsfahrt
Und es geht wieder weiter...
Yellow Billed Stork
Ein relativ großes Krokodil chillt in der Abendsonne
Wooly Necked Stork- Grey heron - Danke Maddy
Zebra erklärt uns, dass die Water Lillies auch ein sehr leckeres Gemüsegericht ergeben. Er nimmt ein paar mit, um sie zu verschenken 🙂
Nicht zu verachten als Wohnsitz 😄
Auf diese Spinnennetze verzichte ich allerdings gerne. Sie sind nicht so mein Ding 😈
Pied Kingfisher
Wahrscheinlich kann niemand erkennen, was das für Vögel sind. Jürgen hat in etwa um die Uhrzeit etwas aufgeschrieben von Ducks?? Danke für die Auflösung! White Faced Ducks 🙂 -Aber die Landschaft ist doch traumhaft, oder?
Und hier kommt der Malachit Kingfisher vom allerersten Beitrag zu diesem Kapitel. @Sascha, den wusste ich auch, trotzdem Danke! 😘
gefolgt von dem pied Kingfisher
Angeltouren kann man hier auch machen
Great Egret und African Darter
Great Egret
Und nochmal ein Water Monitor
Und nochmals ein paar African Darter
Ein wenig Sundowner Stimmung....
Zum Abschluss noch ein Fish Eagle
Und schon sind wir nach über 2 Stunden wieder an der Jetty. Zebra hat uns sehr viel gezeigt und strahlt dementsprechend über sein Trinkgeld. 🙂
Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Wir laufen zurück zu unserem Chalet und richten uns für das Abendessen. Um 19.00 Uhr sollen wir pünktlich erscheinen. Ich checke in der Lobby noch meine Mails und pünktlich um 19.00 Uhr werden wir zum Essen gebeten. Wir sind die einzigen Gäste und bleiben es auch an beiden Abenden. Außer unserem Chalet war noch eins der Nachbar Chalets besetzt, die Südafrikaner hatten jedoch ohne Essen gebucht.
Es erwartet uns ein recht umfangreiches Buffet. Wir bestellen 2 Gläser Weißwein und bekommen als Vorspeise eine Hühnersuppe mit Nudeln serviert.
Nach der Suppe stürmen wir also das Buffet. Es gibt: 2 Salate Reis Rindfleisch mit Sauce Panierten Fisch Gemüse mit Käse überbacken Blumenkohl. Es schmeckt recht lecker, auch wenn mir persönlich der Fisch besser geschmeckt hat, als das Fleisch. Zum Nachtisch gibt es einen Rührkuchen mit Vanillesauce. Wir bestellen noch ein weiteres Glas Wein. Ich telefoniere noch kurz über Watts App mit meinem 9 Jahre jüngeren Bruder, der mich gerade braucht, da er sich scheiden lässt. That’s life. Später kommen die Angestellten der Lodge und plündern ebenfalls das Buffet. Wir gehen zurück in unser Chalet und schlafen schnell ein.
Es war wieder ein wunderschöner Tag!
Teil 2003. Juli 2019
29.5.2019 – Etwas Kultur in den Tsodilo Hills
Wir erwachen gegen 6.00 Uhr und es ist noch stockdunkel. Ich öffne mal die Vorhänge bei den Betten und wir können den Sonnenaufgang vom Bett aus beobachten. (Handybilder)
Wir duschen und machen uns fertig. Heute morgen ist es das erste Mal richtig kalt. Ca. 10 Grad. Wir laufen zum Restaurant und die angestellten erwarten uns in dicken Jacken und mit Schal und Mütze bekleidet. Ja, das ist der Winter in Afrika.
Wieder ist ein umfangreiches Buffet für uns 2 aufgebaut mit Muffins (für Jürgen), Kaffee, Obst (eingelegt aber sehr lecker, Joghurt, gekochter Schinken. Da es so kalt ist, bestelle ich 2 Spiegeleier mit Bacon. Jürgen stibitzt mir eine meiner 2 Toastscheiben und isst diese mit etwas Schinken. Es ist jedoch so kalt im Frühstücksraum, dass wir mit einer 2ten Tasse Kaffee in die Sonne auf der Terrasse flüchten. Dort ist es gleich viel angenehmer, der Lodge-Hund beschnuppert uns und wir genießen die Ruhe der Morgenstunden.
Der Manager Peter fragt uns nach unseren heutigen Plänen. Wir möchten gerne Tsodilo Hills besuchen. Gegen 8.30 Uhr brechen wir auf und fahren zunächst nach Shakawe, um Geld aus dem nicht vorhandenen ATM zu ziehen. Wir sind ein bisschen short mit Pulas. Dort, wo uns das Navi den ATM anzeigt, ist ein Einkaufszentrum im Bau (opening soon!) Wir versuchen unser Glück bei der Shell Tankstelle um die Ecke. Auf Nachfrage wird uns gesagt, der nächste ATM sei in Gumare, 60 km südlich. Dort, wo wir gestern getankt hatten – mit Kreditkarte. Ja, blöd gelaufen.
Also starten wir unsere Tour zu den Tsodilo Hills (20 km Teerstraße, 36 km Gravelroad). Jürgen fährt heute morgen. Die Fahrt war für mich recht unentspannt, da Wellblech vom Feinsten – ständig setzte das Navi aus, wegen dem Gerumpel und ich hatte ständig was zu meckern. Doch wir kamen an.
Wir erreichen die Tsodilo Hills gegen 11.00 Uhr. Den finalen Ort, dort wo die Guides stehen und auch das Museum ist. Dies ist 5 km hinter dem Entrance Gate, wo sich auch der Campingplatz befindet. Wir registrieren uns und zahlen 50 BWP pp. Dann geht es nochmals 5 km bis zum Museum.
Wir werden von einem der Guides eingewunken auf einen Parkplatz. Mittlerweile hat es 27 Grad. Und ich ziehe mir kurze Hosen an und Jürgen seine Jacke aus. Ich, mit Wanderstiefeln – Turnschuhe hätten es auch getan – und Jürgen mit seinen normalen Bootsschuhen, laufen wir mit dem Guide, dessen Namen ich leider vergessen habe, den Rhino Trail, der zwischen 2 und 2,5 Stunden dauert.
Zunächst geht der Weg schön schattig los. Schon bald erreichen wir die ersten Malereien. Es gibt rote und weiße Zeichnungen. Die roten stellen in der Regel Wildtiere dar und stammen von den San, die weißen Haustiere, wobei es auch Kombinationen gibt. Wir laufen also am female Hill entlang bis zum Ende des Rhino Trails.
Wir hätten zurück über den Berg klettern können aber der Guide meinte es wäre besser wieder die 1 Stunde unten zurück zu laufen. Es war auch mittlerweile wirklich sehr warm geworden. Zurück am Info-Center besichtigen wir noch das kleine, sehr interessante Museum, honorieren unseren Guide mit einem Trinkgeld und bezahlen die Fee und sitzen um 13.40 Uhr wieder in unserem klimatisierten Toyota Prado, um die Rückfahrt anzutreten.
Unsere Pula haben übrigens so gerade eben gereicht. Doch wir hätten auch noch USD in bar gehabt und auch Rand, wenn alle Stricke gerissen wären. Heute Nachmittag darf ich selbst fahren, dann ist das Gemecker etwas weniger. 😉
Kurz nach 15.00 Uhr erreichen wir Drotzky’s und gönnen uns erstmal einen GT auf unserer Terrasse. Da so viele Vögel, Baumhörnchen und Bushböcke hier im Park herumfliegen und laufen, hole ich mal meine Kamera wieder. Und um 16.30 Uhr machen wir einen sehr schönen Spaziergang durch die Anlage und laufen bis zur Campsite, wo man auch an den „älteren“ A-frame Hütten vorbeikommt. Es ist ein wunderschönes, weitläufiges Gelände. Die Campsite liegt direkt am Fluss und hat 17 Plätze. Dort waren einige Plätze belegt.
Unterwegs begegnen uns weitere Bushböckchen und zum Schluss noch ein paar Vervet Monkeys.
Heute waren wir wieder ganz allein beim Essen. Es gab wieder ein großzügiges Buffet mit: Rindfleischsuppe als Vorspeise Rindfleisch, Hühnchen Spaghetti und Bratkartoffeln Karotten und Broccoli sowie 2 Salate und zum Dessert rote Grütze mit Vanillesauce.
Jürgen trinkt heute Bier, ich ein Glas Wein. Das gleiche trinken wir nochmals an der Bar und gehen danach in unser Chalet. Gute Nacht. 🙂