Caprivi satt

Reisebericht 288 Antworten · 55,7k Aufrufe · gestartet 07. März 2019 von fotomatte
Themenstarter2'516 Beiträge · seit 200905. Mai 2019 · #121
weiter der 02. Februar; Westteil Mahango Core Area

Nachdem wir die durchgehende Hauptpiste erreicht haben, beschliessen wir auch noch den eher seltener befahrenen Westteil dran zu hängen. Diese Piste ist nicht ausgebaut und stellenweise ziemlich verbuscht. Dazu kommt, dass man öfters mal aussteigen muss, um die von Elefanten ab- und umgebrochenen Büsche von der Spur zu entfernen.

DSC01283.jpg

Wir finden eine kleine Gruppe European Roller, Blauracken, die -selten genug- nicht sofort türmen und sich auf brauchbare Distanz verpixeln lassen.

DSC01288.jpg

Wie bei der heimischen Gabelracke explodiert das Gefieder regelrecht in diversen Blautönen, sobald die Schwingen geöffnet werden.

DSC01296.jpg

Beim Wasserloch Thingwerengwere stehen zwei halbstarke Bullen und bespritzen sich mit Schlamm.

Es geht nun auf Mittag zu, und wir beschliessen zurück zu fahren, um endlich was zu Essen und ein Nickerchen zu halten.
Danach kühlen wir uns wieder im Pool ab, bevor wir nochmals eine Abendrunde im Park drehen wollen.
Leider hat es ziemlich zugezogen.

DSC01299.jpg

Auch wenn das Bild nichts Besonderes ist, zeige ich hiermit eine weitere Erstsichtung: ein Bearded Scrub-Robin, Brauner Bartheckensänger.

DSC01303.jpg

Schade, dass der schlonzige Himmel alle Farben schluckt, so kommt der Broad-billed Roller, Zimtracke nicht wirklich zur Geltung.

DSC01307.jpg

Der alte Büffel hat eine offene Wunde am Hinterlauf, und dort picken auch noch die Gelbschnabel-Madenhacker drin rum.

DSC01313.jpg

Green-winged Pytilia, oder Buntastrild Weibchen.

DSC01331.jpg

Normalerweise sind die Emerald-spotted Wood Doves, Bronzeflecktauben ziemlich scheu, dieses Exemplar war aber sehr zutraulich und hat uns bis auf unter zwei Meter ausgehalten. Andreas hat sich beschwert, dass wir zu nah dran waren für seine grosse Linse.

DSC01335.jpg

Weibchen vom Violet-eared Waxbill, Granatastrild.

DSC01344.jpg

Wieder mal eine singende Tawny-flanked Prinia, Rahmbrustprinie.

DSC01350.jpg

Um die Burchell´s Glossy Starlings, Riesenglanzstare zu fotografieren, ist der bedeckte Himmel von Vorteil, denn bei Sonne saufen die Farben schnell ab.

DSC01362.jpg

Recht häufig und weit verbreitet ist der Marico Flycatcher, Maricoschnäpper.

DSC01363.jpg

Nun kriegen wir auch noch das Männchen von der Green-winged Pytilia vor die Linse.

DSC01366.jpg

Zur Abwechslung mal kein Vogel, sondern ein noch recht junges Kudu mit seinen überproportional grossen Lauschern.

DSC01368.jpg

Der Long-billed Crombec, Langschnabelsylvietta hält nicht für den Bruchteil einer Sekunde still, und bei allen Bildern ist immer ein Halm im Weg. Grrr.

DSC01384.jpg

Alt- und Jungvogel Little Bee-eater, Zwergspint.

DSC01400.jpg

Zum Abschluss der heutigen Vögelei finden wir noch eine Pearl-spotted Owlet, Perlkauz, der uns neugierig beäugt, als wir uns per Pedes an ihn ranschleichen.

DSC01403.jpg

Da heute sonnenuntergangsmässig nichts Spektakuläres zu erwarten ist, fahren wir sogar schon etwas vor Gateschliessung raus, nicht ohne wieder unsere tägliche Roan zu würdigen.

Dann fahren wir zurück ins Camp, machen es uns wieder auf dem Deck überm Fluss gemütlich und geniessen anschliessend unser Stew.
Wir sind uns einig, der Aufenthalt hier auf der Mahangu Safari Lodge und im Mahango Park hat sich mal wieder voll gelohnt.
Morgen aber wollen wir weiter fahren an den Kwando.


Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 06. Mai 2019
1'624 Beiträge · seit 201505. Mai 2019 · #122
Lieber Matthias
da "muss" ich mich doch schon wieder melden. Auch ich bin völlig begeistert von Deinem fliegenden Skarabäus und dem Gabarhabicht mit der wunderhübschen Zeichnung des Gefieders. Grosse Klasse.
Viele Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
5'049 Beiträge · seit 201406. Mai 2019 · #123
Liebe Konni, habt ihr keine Mistkäfer gesehen? Die sollten doch im April noch aktiv sein. Vermutlich die Trockenheit... 🙄
Hi Matthias,

nein, haben wir leider auch diesmal nicht. Neben Aardvark und Pangolin stand der in diesem Jahr ganz oben auf meiner Wunschliste. Nach langer Sucherei habe ich am Ende der Reise zumindest eine fertige Mistkugel gefunden.

LG und einen guten Start in die Woche
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
1'425 Beiträge · seit 201506. Mai 2019 · #124
Hi Matthias,

da ich erst jetzt wieder auf den Trichter gekommen bin, dass du auch die Sony RX verwendest, hätte ich ein paar Fragen zu den Etosha Bildern. Da ich es evtl. überlesen habe und jetzt nicht mehr finde; Hast du viele der Fotos mit der Sony geschossen? Bzw. hattest du wahrscheinlich noch eine andere Kamera dabei oder? Also stelle ich die Fragen nur, falls sie auch die Sony betreffen:

Mit welchen Einstellungen hast du bei den schwierigen Lichtverhältnissen fotografiert oder in welchem Modus? Ich ja meist gerade bei Tieraufnahmen bloß auf Voll-Automatik um sicher zu gehen.

Hast du etwas am Weißabgleich eingestellt? Oder hast du die Bilder noch ein wenig nachbearbeitet?

Was mit der Belichtung? Die scheint mir ja so ober empfindlich zu sein. (Ich meine damit das Rädchen oben drauf)

Ich habe mir die Etosha Bilder nochmal angesehen und wie ich sehe, hattest du auch Probleme im Dunkeln am Wasserloch zu fotografieren. Das einzige, was bei mir funktioniert hat, war die Einstellung "Nachtaufnahme aus der Hand" - hast du da noch etwas anderes getestet? Den ISO kann man bei der Einstellung nämlich nicht verändern und dadurch war viel Rauschen im Bild...

Sorry für die Fragenflut, aber wenn ich schon mal die Gelegenheit habe, jemanden zu fragen, der sich so gut auskennt und dann auch noch dieses Modell hat, muss ich das nochmal ausnutzen 🙂

Herzlichen Dank schon mal und viele Grüße aus Hessen!
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
zuletzt bearbeitet 06. Mai 2019
2'261 Beiträge · seit 201106. Mai 2019 · #125
Lieber Mathias,

seit gestern Abend wieder auf dem heimischen Sofa gelandet, habe ich es mir gemütlich gemacht und deine letzten Kapitel genüsslich gelesen. Du servierst ein richtiges Feuerwerk an buntem sehr schön fotografiertem Federvieh. Es ist eine richtige Freude dabei zu sein, Wie Bele schon geschrieben hat – HAMMER. 🙂 🙂 🙂

Und danke an dir und Nette, ich habe mein Vokabular um den Melanismus erweitert 😄 😉

Liebe Grüße
Gudrun
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
2'167 Beiträge · seit 200906. Mai 2019 · #126
Hallo Matthias,

Wow, das ist ja eine ganz besondere Sichtung, dieser melanistische Gabar Goshawk!! Einen solchen hab ich bisher noch nie gesehen.
Am tollsten finde ich aber deine Pel's Fotos! So ein Glueck, etliche davon zu sehen, aber sie dann auch noch so gut fotografieren zu koennen, das ist schon besonders! Ich habe meine erste Pel's auch im Okavango Delta (Xaxaba) gesehen, die anderen drei dann hier im Ndumo Game Reserve in KZN - habe aber davon nur so gerade ein halbwegs passables Beweis-Foto!
Ich wusste bis dato nicht, dass sich Habichte, der ja der Grösse nach eher ein Sperber ist, auch an Insekten vergreifen.
Im Raptor Guide steht:
"Food: Mostly small birds to the size of thrush, exceptionally to the size of small francolin. Also some small mammals, reptiles and insects."
Und diese Riesen Dungbeetles haben ja auch schon fast Vogelgroesse.....
Diese Kaefer sind uebrigens extrem schlechte Flieger, das Hakenschlagen war wohl eher ein Zufall als Absicht! 😉

Vielen Dank fuer deinen genialen Bericht und die vielen tollen Vogelfotos!! 😁

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
4'528 Beiträge · seit 200706. Mai 2019 · #127
Hallo Matthias,

Dein Bericht ist wie ein sehr interessant illustrierter Vogelkunde-Lehrgang. Ich liebe ihn 😘 😘 😘
Wir sind gerade bei der Planung einer Bird-lastigen Tour von Pietermaritzburg in die Drakensberge und dann mit ein paar kleinen Nature Reserves nach Hluhluwe, Pongola, Isimangaliso und dann nach (bin ich ganz wild darauf) Mkuze und Ndumo.

Wenn das klappt, werde ich mir bei der Bestimmung auch wieder mehr Mühe geben 😉

Liebe Grüße und mit großem Respekt vor Deiner Guduld, Akribie und Naturliebe
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
1'165 Beiträge · seit 201706. Mai 2019 · #129
Lieber Matthias,

wir sitzen hier und Staunen... ist deine Beschreibung vom Westteil des Mahangos (markiert mit 02. Februar) tatsächlich ein Tag?

Mara sagt, du musst doch tagelang am/im Busch gestanden haben um all die Vögel zu entdecken. Was für tolle Sichtungen, aber das geht doch nicht mit rechten Dingen zu. 🤪 😄


Fotografierst du eigentlich im RAW-Format @ Zimtracke... dann könnte in dem Bild noch was gehen.

DSC01303.jpg




Gruß,
Robin
Unsere Reisen: Uganda 2026 | Im grünen Herzen Afrikas ||| NAMIBIA 2024 | Wolkenlos Glücklich im Kaokoveld ||| KTP & MOREMI 2022 | Erstmal sitzen! ||| BOTSWANA 2021 | Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg! ||| KRÜGER 2020 | Im hohen Gras, gibt's keine Katzen?! ||| BOTSWANA 2018 | ABER, irgendwas ist ja immer! ||| NAMIBIA 2017 | Been there. Done it! Got it?
1'543 Beiträge · seit 201307. Mai 2019 · #131
casimodo schrieb:Hallo Matthias,

Dein Bericht ist wie ein sehr interessant illustrierter Vogelkunde-Lehrgang. Ich liebe ihn 😘 😘 😘
Wir sind gerade bei der Planung einer Bird-lastigen Tour von Pietermaritzburg in die Drakensberge und dann mit ein paar kleinen Nature Reserves nach Hluhluwe, Pongola, Isimangaliso und dann nach (bin ich ganz wild darauf) Mkuze und Ndumo.

Wenn das klappt, werde ich mir bei der Bestimmung auch wieder mehr Mühe geben 😉

Liebe Grüße und mit großem Respekt vor Deiner Guduld, Akribie und Naturliebe
Carsten
Da bin ich ganz deiner Meinung, Carsten. Matthias hat da eine sehr große Begabung, vor allem was das Interesse erwecken beim Federvieh anbelangt. Der Naturguide in Costa Rica war begeistert. Solche Gäste hat er selten, die meisten haben eben doch nur Interesse an größeren Tieren, und uns wurde nicht langweilig, den farbenfrohen Spechten bei ihrer Arbeit zuzuschauen.
Über deine geplante Tour müssen wir uns unbedingt in Büsnau austauschen, denn diese Ecke Südafrikas steht auch noch auf meiner Wunschliste. Zu welcher Jahreszeit habt ihr geplant?

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
4'528 Beiträge · seit 200708. Mai 2019 · #132
@Old Woman (sorry OT)
Über deine geplante Tour müssen wir uns unbedingt in Büsnau austauschen, denn diese Ecke Südafrikas steht auch noch auf meiner Wunschliste. Zu welcher Jahreszeit habt ihr geplant?
Gerne. 🙂 Ist aber noch sehr im Anfangsstadium. Wir werden wohl irgendwann gegen Mai fahren. Die Zeit in Büsnau wird wieder wie im Flug vergehen 😕

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
548 Beiträge · seit 201608. Mai 2019 · #133
fotomatte schrieb:weiter der 1. Februar:

DSC01164.jpg

African Paradise Flycatcher Männchen, oder Paradiesschnäpper. Diese kleinen, quirligen Vögel sind nicht leicht zu erwischen, und dass sie sich immer im Halbdunkel des dschungelartigen Bewuchses aufhalten, macht die Sache nicht einfacher.

Viele Grüße,
Matthias
Guten Morgen Matthias,

aus Kreta zurück und nun kann ich hier weiterlesen. Bin sehr sehr angetan von deiner Vogelschau (und eurer Reise generell), aber in den kleinen Flycatcher habe ich mich sofort verliebt. Mir ist es echt ein Rätsel wie du es schaffst die kleinen Birds so genial zu fotografieren. Irgendwie halten die doch nie so richtig still.
Ich versuche auch immer mal wieder anhand deiner Bilder die Vögel zu bestimmen, aber da ist noch viel viel und nochmal viel Luft nach oben 😄

viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Themenstarter2'516 Beiträge · seit 200908. Mai 2019 · #134
Hallo,

ich freue mich riesig über die grosse Resonanz, die Kommentare, die Klicks, die PNs. Danke schön. 😘

Ich versuche zuerst mal ein paar Antworten auf Laura´s Fragenkatalog:
Flash2010 schrieb:Hi Matthias,

da ich erst jetzt wieder auf den Trichter gekommen bin, dass du auch die Sony RX verwendest, hätte ich ein paar Fragen zu den Etosha Bildern. Da ich es evtl. überlesen habe und jetzt nicht mehr finde; Hast du viele der Fotos mit der Sony geschossen? Bzw. hattest du wahrscheinlich noch eine andere Kamera dabei oder? Also stelle ich die Fragen nur, falls sie auch die Sony betreffen:

Mit welchen Einstellungen hast du bei den schwierigen Lichtverhältnissen fotografiert oder in welchem Modus? Ich ja meist gerade bei Tieraufnahmen bloß auf Voll-Automatik um sicher zu gehen.

Hast du etwas am Weißabgleich eingestellt? Oder hast du die Bilder noch ein wenig nachbearbeitet?

Was mit der Belichtung? Die scheint mir ja so ober empfindlich zu sein. (Ich meine damit das Rädchen oben drauf)

Ich habe mir die Etosha Bilder nochmal angesehen und wie ich sehe, hattest du auch Probleme im Dunkeln am Wasserloch zu fotografieren. Das einzige, was bei mir funktioniert hat, war die Einstellung "Nachtaufnahme aus der Hand" - hast du da noch etwas anderes getestet? Den ISO kann man bei der Einstellung nämlich nicht verändern und dadurch war viel Rauschen im Bild...

Sorry für die Fragenflut, aber wenn ich schon mal die Gelegenheit habe, jemanden zu fragen, der sich so gut auskennt und dann auch noch dieses Modell hat, muss ich das nochmal ausnutzen 🙂

Herzlichen Dank schon mal und viele Grüße aus Hessen!
Laura
Hallo Laura,

ich hatte nur eine Kamera mit, eben die Sony. Ein Mehr an Fotogeraffel hätte ich weder rumtragen wollen, noch hätte ich einen Vorteil darin gesehen. Es sind also alle Fotos, die ich hier zeige, auch mit dieser Kamera gemacht worden.

Grundsätzlich fotografiere ich, wenn es mir um Tiere geht, mit Blendenautomatik. Ich wähle dann eine möglichst kurze Verschlusszeit vor, meistens 1/2000 sec. Den ISO-Bereich wähle ich vor und begrenze auf max. 3200. Die Blende liefert mir dann die Maschine. Wenn ich das Gefühl habe, dass die benötigte ISO zu hoch ist, also das Licht eher schlecht (ich versuche, die ISO zwischen 100 und 800 zu halten ), gehe ich bei voll ausgefahrenem Zoom auch schon mal runter bis auf min. 1/800 sec., das kann man noch gut freihand halten. Aber bei fliegenden Vögeln ist das schon eher zu langsam.

Die Nachtaufnahmen in Okaukeujo waren reine Testbilder, was mit der Kiste geht oder eben nicht. Ich hatte das Stativ nicht dabei, und so musste ich freihand aufgestützt rumprobieren. Der Elefant bspw. ist mit einer 1/100 sec bei Blende 4 und ISO 3200 gemacht. Wie gesagt, reine Testbilder. Ich hatte die Kiste ja brandneu und vorher noch keine 100 Auslösungen gemacht. Die ersten Tage waren also alles noch Kennenlernphase. 😗 😉

An den verschiedenen Modi habe ich nicht rumgeschraubt, da ist mir die Gefahr zu gross, dass ich vergesse, wieder zurück zu stellen. 😵

Die Belichtungskorrektur nutze ich regelmässig, etwa bei "Vogel auf Ast gegen Himmel", da belichte ich schon zwei oder drei Stufen über. Bei sehr hellem, diffusen Licht belichte ich meistens eine Stufe unter.

Die Bilder, die ich hier zeige, sind fast alle bearbeitet, allerdings eher zurückhaltend. Meistens begnüge ich mich mit etwas Aufhellen der Schatten, etwas mehr Brillianz, das war´s. Beschnitten werden fast alle Tierbilder.

Ich hoffe, ich konnte ein paar deiner Fragen zufriedenstellend beantworten.

Sodele, nun der Reihe nach:

@ sphinx: Hallo Elisabeth, ich freu mich sehr, wenn du "musst". 🤪

@ Daxiang: Hallo Konni, vielleicht müsst ihr mal über eine andere Reisezeit nachdenken... 😗

@ Guggu: Liebe Gudrun, vielen Dank für dein Lob, das freut mich besonders und nochmals herzlichen Dank für den schönen Abend gestern und das leckere Essen. 😘

@ maddy: Hallo maddy, für die Pel´s Owls waren wir richtig dankbar, denn die stand ganz oben auf der Wunschliste. Die Mistkäfer kenne ich ja auch als eher plump, schon mehrfach sind die uns, völlig voraus sehbar, gegen das Auto geflogen, aber dieser Käfer hat ja nicht nur einmal diesen Haken geschlagen, es waren drei verschiedene Angriffe vom Habicht, und die wurden alle abgewehrt. Das war in dem Fall kein Zufall.

@ casimodo: Hallo Carsten, ich werde rot. 😊 Dein Lob freut mich ungemein. Danke.

@ Bele: Piepmatzburg... 😄 😄 😄

@ Blende18.2: Hallo Robin, nein, ich fotografiere ausschliesslich in jpeg, bearbeite die Bilder aber nach. Den Roller habe ich schon aufgehellt, aber so stark wie bei dir würde ich das nicht machen, da kommt der Himmel schon blau raus, und das war er definitiv nicht. Ich lege schon grossen Wert drauf, dass die Bilder so rüber kommen, wie ich die Situation gesehen habe. Trotzdem danke ich dir.

@ Old Women: Hallo Beate, es freut mich, wenn ich Interesse wecken kann für Vögel und andere kleine Kreaturen.

@ fiedlix: Hallo Elke, der kleine Paradiesschnäpper ist einer meiner Lieblingsvögel überhaupt, und dieses eine Bild ist tatsächlich sowas wie ein "Goldener Schuss". Es gibt nur dieses Eine, es ist mir kein weiteres gelungen, nicht mal ein unscharfes. Jedenfalls dort, später auf der Mubala Lodge habe ich nochmals einen Versuch unternommen.
Es freut mich ungemein, wenn meine Bilder für Bestimmungsversuche herhalten dürfen. 😎

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2019
1'425 Beiträge · seit 201509. Mai 2019 · #135
Guten Morgen Matthias,

das hilft mir sehr weiter und ich werde deine Bilder nun noch genauer unter die Lupe nehmen, nachdem ich weiß, dass alle von der Sony sind 🙂 hab vielen Dank für die ausführliche Erklärung! Ich finde es immer wieder interessant, was andere aus der eigenen Kamera rausholen und bin für alle Tipps unheimlich dankbar.

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
5'479 Beiträge · seit 200909. Mai 2019 · #136
fotomatte schrieb:
An den verschiedenen Modi habe ich nicht rumgeschraubt, da ist mir die Gefahr zu gross, dass ich vergesse, wieder zurück zu stellen. 😵
Dafür hat das gute Stück den Befehl "zurück auf Werkseinstellung". Dann sind allerdings alle persönlichen Einstellungen weg.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'085 Beiträge · seit 201209. Mai 2019 · #137
Lieber Matthias,
auch bei dir bin ich nicht mehr ganz auf der Höhe - seit dem Mädelswochenende vor Ostern komm ich irgendwie nicht mehr so ganz mit. Aber zumindest war heute mal ein gesonnter weiterer Streckenabschnitt drin und ich bin echt begeistert von den vielen Sichtungen sowieso, aber vor allem von den schönen Stimmungen, die du beschreibst und bebilderst. Im Caprivi waren wir ja noch gar nie. Das kann auf Dauer natürlich nicht so bleiben, aber eine kleine Weile wohl schon noch. Und wenn's dann mal konkret wird, weiß ich ja, wo ich noch mal ausführlich stöbern kann. Bis dahin genieße ich jetzt einfach eure Tour. Danke dafür!
Viele Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
4'382 Beiträge · seit 201511. Mai 2019 · #138
Lieber Matthias,
der ergiebige Regensamstag gibt mir endlich die Gelegenheit, in Deinem RB aufzuholen. Nach dem Aufenthalt im forztrockenen südl. Namibia und Richtersveld sind Deine Fotos eine echte Erholung und die Sichtungen erst ........da fehlen mir die Adjektive! Aber "melanistisch" haben wir uns gemerkt 😛 😛 😛
Liebe Grüße aus dem Habichtswald in den Schwarzwald, danke nochmals für die SIMKarte und ich freue mich darauf, Dich in Büsnau wiederzusehen.
Grüße von Claus, der gerade tausende von Bildern begutachtet (und für meinen Geschmack zu viele löscht!) und von
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter2'516 Beiträge · seit 200914. Mai 2019 · #139
Sonntag, 03. Februar; auf in die Kwando Core Area

Der Tagesstart hält sich nicht an den "Sonntag", denn es regnet leicht. So bleiben wir liegen, bis es richtig hell ist.
Zum Frühstücken haben wir zunächst keine rechte Lust, denn alles ist feucht, so vertrödeln wir einige Zeit mit Auto einräumen, Akkus laden, der Abwasch von gestern Abend steht auch noch an.

DSC01405.jpg

Auch die Little Bee-eater, Zwergspinte kommen nur mühsam in den Tag und kuscheln lieber noch etwas.

Langsam hört der Regen auf. Zwar scheint die Sonne nicht wirklich durch die dicke Bewölkung, aber es wird zunehmend wärmer, so können wir wenigstens in aller Ruhe frühstücken.
Nachdem wir fertig sind, sind auch die Zelte schon wieder abgetrocknet, und wir können einpacken.
Dann zahlen wir unsere Rechnung und fahren nach Divundu.
Hier kaufen wir Milch und Joghurt ein, und unser Gefährt erhält Diesel, dann machen wir uns auf den Weg stracks Richtung Osten.

Mittlerweile ist es wieder richtig warm geworden, und die Sonne dampft immer mehr die Wolken weg.
Wir erreichen die New Susuwe Ranger Station, wo wir uns ins grosse Buch eintragen und ein Permit für zwei Tage bezahlen.
Dann fahren wir die Pad in den Wald hoch und hier schalte ich wieder den Allrad zu, denn sofort wird es tiefsandig.
Der Wald um die alte, verfallene Militärstation Fort Doppies gefällt uns besonders gut, denn es gibt hier einen alten Baumbestand und entsprechend viele Vögel.

DSC01411.jpg

Eine ganze Familie Red-billed Woodhoopoes, Grüne Baumhopfe marodiert in den Bäumen umher.

DSC01415.jpg

Flugstudie.

DSC01418.jpg

Blühende Feuerlilien setzen ein paar bunte Akzente im Unterholz.

DSC01421.jpg

Blue Pansy.

DSC01422.jpg

Dann bemerken wir hoch oben in einer Baumkrone einen schwarzen Vogel, den wir zunächst als Trauerdrongo abtun. Beim Blick durchs Fernglas irritiert aber das Rot ums Auge, sicherheitshalber schiesse ich ein Notfoto, und später identifizieren wir den "Drongo" als einen Retz´s Helmet Shrike, Dreifarbenwürger. Erstsichtung, läuft. 😎

Wir fahren weiter, und nachdem wir den Wald verlassen haben, geht es durch mit hohem Gras bestandenes Buschland ohne besondere Sichtung weiter bis zum Nambwa Camp.
Hier checken wir für zwei Nächte ein. Wir erhalten Platz Nr. 2, könnten aber jeden anderen Platz belegen, denn wir sind wieder alleine hier.
Ich belege gleich wieder die kleine Plattform, um hier mein Zelt aufzustellen. Dann vespern wir eine Kleinigkeit.

Das Licht wird weicher, und wir fahren noch eine Runde Richtung Horseshoe und ins Grasland südlich davon bis knapp vor die botswanische Grenze.

DSC01424.jpg

Über den Gesang des Orange-breasted Bush Shrike, Orangewürger, den wir aus dem fahrenden Auto gehört haben, finden wir tatsächlich den zugehörigen Vogel. Leider ist er sehr scheu und überhaupt nicht daran interessiert, für uns zu posen. Eher filzt er Busch um Strauch nach Insekten, meistens sehen wir ihn nur von hinten.

DSC01431.jpg

Der verlassen daliegende Horseshoe.

DSC01433.jpg

Wir fahren um eine Ecke beim Hide am Horseshoe und landen fast in einer Dreierfamilie Wattled Cranes. Die Kraniche hätte ich hier mitten im Wald nicht vermutet.

DSC01438.jpg

Sie stolzieren dann ins offene Gelände und filzen frische Elefantendunghäufen. Offensichtlich gibt es hier was zum Einwerfen.

DSC01442.jpg

Was im Mahango Park noch nicht gelungen ist, hier scheint dann die Sonne ungetrübt, um der Zimtracke einen glanzvollen Auftritt zu verschaffen.

DSC01446.jpg

Wenn sie sitzen, sind die orangefarbenen "Schulterklappen" nicht deutlich zu sehen, aber sobald sie fliegen, sehen die Red-shouldered Widows, Stummelwidas sehr auffällig aus.

DSC01448.jpg

Das Licht wird immer schöner, und die Landschaft am Kwando weiss uns wieder einmal zu gefallen.

DSC01461.jpg

Coppery-tailed Coucal, Angola-Mönchskuckuck.

DSC01464.jpg

Die Sonne ist schon weg, als wir, exakt an der selben Stelle wie drei Jahre zuvor, wieder auf die hier wohl ansässige Black-bellied Korhaan, Schwarzbauchtrappe treffen.

Nun müssen wir uns etwas sputen, um noch bei Licht ins Camp zurück zu fahren.
Nach einem verspäteten Sundowner grillen wir ein schönes Game-Fillet auf der Glut.
Eigentlich könnte man nun nach dem Essen schön am Feuer sitzen bleiben, aber endlich zeigt sich der Himmel einmal wolkenlos, und so schnappe ich mir Kamera und Stativ und suche mir einen schönen Punkt, um ein paar Sternenbilder zu schiessen.

DSC01476.jpg

Das neonfarbene Strichle hat ein blinkender Leuchtkäfer hinterlassen.

Später sitze ich noch eine Weile vor meinem Zelt auf der Plattform überm Wasser und lausche den Xylophonfröschen, während die Glühwürmchen vorbeiblinkern.


Kosten: Nambwa Camp 250.- Nam$ pP


Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 15. Mai 2019
2'261 Beiträge · seit 201114. Mai 2019 · #140
Lieber Matthias,

ach, wie schön 🙂 . Wer jetzt kein Fernweh bekommt, ist nicht mehr zu helfen.
Die kuscheligen Bee-eater und die Blue Pansy haben es mir besonders angetan.

Liebe Grüße
Gudrun
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich