Caprivi satt

Reisebericht 288 Antworten · 55,7k Aufrufe · gestartet 07. März 2019 von fotomatte
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200907. März 2019 · #1
Hallo,

seit zwei Wochen bin ich wieder zurück von meiner Campingtour.
Vier Wochen bin ich zusammen mit meinem Bruder, mit dem ich schon 2013 und 2016 unterwegs war, durch den nordöstlichen Teil Namibias sowie zwei kleinen Abstechern nach Botswana gefahren.

Nachdem ich letztes Jahr alleine im Süden getourt bin und es mir, bedingt durch die mittlerweile jahrelange Dürre dort, ob des Mangels an Vegetation und damit einhergehend geringer Zahlen an Insekten und folglich auch an Vögeln, schon damals klar war, dass die nächste Reise ins grüne Namibia gehen muss, nun also wieder einmal der Caprivi-Zipfel. Der Landstrich, der an permanent wasserführenden Flüssen gelegen ist und so komplett anders als der Rest des Landes ist.

Der Flug: Wieder mal mit Air Namibia. Solange es die noch gibt und ich somit einen Direktflug nach Windhoek wählen kann, werde ich das auch machen. Der Preis war gut ( 650.- Euro ), beim Check-in konnten wir Plätze an den Notausstiegen ergattern. Der Abflug erfolgte mit einer Stunde Verspätung, zuerst kam die Crew nicht beizeiten, dann musste ein Lufthansatechniker eine offensichtlich nicht korrekt schliessende Türe checken. Müssig zu erwähnen, dass unsere Entertainment-Bildschirme schwarz blieben, mich stört das aber nicht. Headsets wurden erst gar nicht ausgegeben. Warum auch?

Das Auto: wie 2016 gebucht bei Safari Car Rental. Leider war kein "Expedition" mehr zu haben, die fuhren da wohl schon im Kaokoveld rum. 🤪 Letztlich war es ein Hilux 2.8 TD Automatik mit Campingausrüstung, das Dachzelt haben wir wieder abbauen lassen, da wir beide es vorziehen, in unseren eigenen Bodenzelten zu schlafen.

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Notcamp im Buschmannland

Der Preis ist zur Low Season mit entsprechendem Rabatt bei früher Buchung konkurrenzlos günstig. Wir haben unter siebzig Euro pro Tag bezahlt.
Nur einmal hat uns der Wagen im Stich gelassen. Morgens in einem Camp in Katima sprang das Auto nicht mehr an, die Batterie war papp, obwohl das Auto ans Stromnetz angeschlossen war und der Fridge eigentlich hätte nicht ziehen dürfen. Aber beide Batterien waren leer. Das Auto sprang aber sofort beim Überbrücken an. Den Fehler habe ich natürlich bei Rückgabe an Vincent gemeldet.

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Kleines Auto, grosser Baum. Buschmannland

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Vor dem Abstieg ins Ugab Rivier. Divorce Pass

Die Route: Ankunft am 23. Januar früh morgens. Nach Autoübernahme und Grosseinkauf Fahrt zu unserer einzigen vorgebuchten Campsite, dem Teufelsbach River Camp etwa fünfzig Km nördlich von Windhoek an der A 1. Momentan etwas schwierig zu finden wegen der umfangreichen Strassenbauarbeiten, ich musste erst Irmela anrufen und mich einweisen lassen.
Für mich mittlerweile wie heimkommen und ideal gelegen. Da das Camp immer nur an eine Gruppe vergeben wird, sind wir natürlich alleine hier. Die ungewohnte Hitze, bis über vierzig Grad, knockt mich fast aus. So trinken wir in Ruhe Tee und räumen dann das Auto richtig ein. Obwohl schon die ersten Vögel gesichtet werden, verzichte ich komplett aufs Fotografieren. Es ist mir zu heiss, ich bleibe im Schatten. Abends schmeissen wir die ersten Oryx-Steaks auf den Grill. Das Fleisch habe ich wieder bei der Klein-Windhoek-Schlachterei vorbestellt, es ist wie gewohnt allererste Sahne.

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Bald gehen wir schlafen, denn im Flieger gelingt mir das nicht und ich bin entsprechend müde. Da es nicht nach Regen aussieht, stellen wir beide kein Zelt mehr auf und legen uns einfach so auf unsere Matten in den Schlafsack.
Wie ich vom Duschen komme, sehe ich eine kleine schwarze Blindschlange bei meinem Camp. Ich versuche sie in die Hand zu nehmen, sie ist aber schon teilweise in einem Ameisenbau verschwunden und sträubt sich.
Zwei Sternschnuppen werden noch mit Wünschen bedacht, dann schlafe ich herrlich. Es kühlt gut ab und gegen Morgen taut es, sodass mein dünner Schlafsack fast zu dünn ist.

Die weitere Tour geht zuerst für drei Tage in den Etosha NP, dann weiter über Grootfontein ins Buschmannland in die Nyae Nyae Conservancy, von dort über Dobe an die Panhandle zu Drotzky´s Cabin. Weiter über die Mahango Core Area an den Kwando nach Nambwa, dann nach Katima, zum Mubala Camp und das Chobe River Camp letztlich nach Kasane.
Nach zwei Nächten in Kasane und einer Nacht in Ihaha geht es wieder zurück nach Namibia. Den Stopp am östlichen Kwando streichen wir wegen Starkregen, fahren nochmals zwei Nächte an den Kavango, um die Buffalo Core Area zu erkunden und beschliessen dann spontan, vor dem Regen zu flüchten und die letzten drei Nächte ins Damaraland zu fahren.
Durch diesen eigentlich nicht vorgesehenen Schlenker haben dann zum Schluss 5239 km aufm Tacho gestanden, praktisch exakt das Gleiche wie letztes Jahr.

Die Tour ist ja zu allererst den Vögeln gewidmet, und wir haben dieses Mal viel Zeit darauf verwendet, all die Lerchen, Prinien, Cisticolen und Pieper zu identifizieren. Dabei sehr hilfreich war die Sasol App, denn oft kamen wir nur über die Gesänge weiter, etwa auch bei den Nightjars. Ebenso ist es ganz hilfreich, nicht sofort und automatisch jeden kleineren schwarzen Vogel einfach als Drongo abzuhaken. 😗 😵
Durch diese Fleissaufgabe sind wir bei über dreihundertsechzig Arten, die einwandfrei bestimmt wurden, gelandet. Für uns ein neuer Rekord, der nur schwer zu toppen sein wird.


Kosten: 130.- Nam$ pP


Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2019
2'097 Beiträge · seit 200607. März 2019 · #2
Hallo Matthias,

vielen Dank für diese Übersicht über eure Tour. Die Anzahl der bestimmten Vögel ist sensationell und wird für uns unerreicht bleiben. Nightjars können wir bei kommender Gelegenheit sehr gerne wieder gemeinsam suchen.

Viele Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
4'382 Beiträge · seit 201507. März 2019 · #3
Hallo, lieber Matthias,
schön von Dir zu lesen! Vielleilcht kriegst Du ja noch ein paar Kapitelchen + vor allem Vogelbilder eingestellt, bevor wir uns davon machen......
Viele Grüße
CuFs
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'796 Beiträge · seit 201407. März 2019 · #4
Hallo lieber Matthias,

wie schön 🤩 🙂 Es geht nun doch endlich los 🤪 !

Ich sitze im Auto und warte auf die Lehrstunde in Sachen Piepmätze und ich bin sehr gespannt auf die Foddos mit der neuen Knipse 😎

Liebes Grüßle
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
5'049 Beiträge · seit 201407. März 2019 · #5
Hi Matthias,

einen Bericht von dir lass ich mir auf keinen Fall entgehen und fahre natürlich mit!
Die Tour ist ja zu allererst den Vögeln gewidmet, und wir haben dieses Mal viel Zeit darauf verwendet, all die Lerchen, Prinien, Cisticolen und Pieper zu identifizieren. Dabei sehr hilfreich war die Sasol App, denn oft kamen wir nur über die Gesänge weiter, etwa auch bei den Nightjars. Ebenso ist es ganz hilfreich, nicht sofort und automatisch jeden kleineren schwarzen Vogel einfach als Drongo abzuhaken. 😗 😵
Durch diese Fleissaufgabe sind wir bei über dreihundertsechzig Arten, die einwandfrei bestimmt wurden, gelandet. Für uns ein neuer Rekord, der nur schwer zu toppen sein wird.
Das hört sich klasse an und ich freue mich auf ein Vogelfeuerwerk und eine Lehrstunde im Bestimmen der LBJs!

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
547 Beiträge · seit 201407. März 2019 · #6
Hallo Matthias

Mir geht es gleich wie allen Vorschreibern. Einen Reisebericht von dir und erst noch mit vielen Vögeln lasse ich mir nicht entgehen! Ich freue mich, wenn es weiter geh.

LG Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
766 Beiträge · seit 200707. März 2019 · #7
Lieber Matthias,

welcome back! 😄

Deine/Eure Route gefällt mir sehr! Der Nordosten ist für mich noch ein blinder Fleck auf der NAM-Karte 🙄 und steht bei der nächsten Tour (? Keine Ahnung wann ?) auf dem Wunschzettel ganz weit oben 🤩
Ich freu mich auf die hoffentlich vielen Fotos, die Du mit Deinem neuen "Maschiensche" von rund 360 " Vöschels" gemacht hast und bin sehr gespannt auf detaillierte Schilderungen 😉
Dein Teaser klingt viel versprechend 😛

Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
zuletzt bearbeitet 07. März 2019
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200907. März 2019 · #8
24. Januar: auf nach Norden

Mit dem Hellwerden sind wir auf, und den Morgenkaffe geniessen wir da, wo schon gleich die Sonne hinscheint, denn es hat ordentlich abgekühlt.
Wir packen ein und fahren zum Farmhaus, wo wir uns noch mit Irmela unterhalten, aber schon bald fahren wir zurück auf die A 1 Richtung Norden.
In Otjiwarongo tanken wir voll, nein, wir versuchen es, aber das Betanken des Doppeltanks dauert ewig und nach einer dreiviertel Stunde brechen wir ab. Im Superspar kaufen wir ein paar Dinge, welche wir gestern nicht bekommen haben, und dann fahren wir weiter über Outjo ereignislos bis zum Andersson Gate.
Hier checken wir ein für drei Tage Etosha Nationalpark. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich so schnell nicht wieder hierher komme, aber Andreas war noch nicht hier, und er will unbedingt die Blue Cranes sehen.
Wir fahren durch bis Okaukuejo und stellen auf dem immer wieder begeisternden Staubplatz 😵 unsere Zelte auf. Nach einem Imbiss gehen wir eine Runde Abkühlung suchen im Pool, denn es hat nun am Nachmittag satte 43 Grad.
Als das Licht weicher wird, fahren wir noch eine Runde in den Park. Wir steuern nach Norden Richtung Okondeka.

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Auch den Springböcken ist warm und sie liegen im Schatten, nur die Neugeborenen wackeln durch die Gegend. Rumliegen ist soo langweilig.

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Der Greater Kestrel- Wüstenfalke sitzt ebenfalls im Schatten, zwischendurch muss er mal bissel stretchen, dass die Gelenke geschmeidig bleiben.

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In Okondeka liegen vier, fünf Löwen verteilt im Gelände, später kommt noch eine Löwin mit ihren zwei halbwüchsigen Sprösslingen ans Wasser. Mehr begeistern uns aber ein paar Caspian Plover- Wermutregenpfeifer, von denen einer schon ins Brutkleid gemausert hat.

Ein kleines Stück fahren wir noch weiter, und wir finden eine Ludwig´s Trappe. Diese, selten genug, flüchtet nicht sofort, sondern ist eifrig auf Insektenjagd.

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Ludwig´s Bustard

Die Sonne steht schon tief, wir müssen umdrehen. Nur kurz halten wir nochmals bei den Löwen sowie später bei einem Hasen, in dessen Pupille sich die untergehende Sonne spiegelt.

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Nun aber hurtig, und auf die Minute pünktlich rauschen wir durchs Gate.

Das Camp ist etwa zur Hälfte belegt. Wir nehmen erstmal einen Sundowner, dann braten wir wieder ein paar Steaks. Mit dem Eindunkeln fangen ein paar Bellgeckos sowie zwei verschiedene Ziegenmelker an zu singen. Im letzten Licht rauschen einige Trupps Nachtflughühner niedrig über uns hinweg. Sie fliegen zum Wasser, und schon wenige Minuten später fliegen sie wieder zurück.
Nachdem wir den Abwasch erledigt haben, schlendern wir noch zum Wasserloch. Ein alter Elefantenbulle, der uns heute nachmittag schon über den Weg gelaufen ist, schöpft Wasser.

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Er wird einer von insgesamt drei Elefanten sein, die wir im Etosha NP entdecken werden, alles ältere einzelgängerische Bullen.
Es hat hier noch überhaupt nicht geregnet, es gibt keinerlei frisches Grün, und so sind viele Tiere abgewandert.

Drei, vier Schleiereulen fliegen immer wieder durch den Himmel, der von den Flutlichtern erhellt ist, und ein paar Nightjars versuchen ebenso Insekten zu fangen.

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Fiery-necked Nightjar- Rotnacken-Nachtschwalbe

Direkt an der Mauer, keine zwei Meter von uns entfernt, huschen zwei Small spotted Genets durch die Steine.


Kosten: 300.- Nam$ pP


Viele Grüße,
Matthias
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zuletzt bearbeitet 09. März 2019
4'528 Beiträge · seit 200708. März 2019 · #9
Hallo Matthias,
Durch diese Fleissaufgabe sind wir bei über dreihundertsechzig Arten, die einwandfrei bestimmt wurden, gelandet. Für uns ein neuer Rekord, der nur schwer zu toppen sein wird.
Dreihundertsechzig Arten 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩
So etwas hätte ich nicht für möglich gehalten. Die habe ich jetzt nach 20 Urlauben gerade mal zusammen. Das ist einfach unglaublich, unfassbar, nicht zu glauben.

Ich bin auf jeden Fall dabei.

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
1'927 Beiträge · seit 200808. März 2019 · #10
fotomatte schrieb:
......Den Stopp am östlichen Kwando streichen wir wegen Starkregen, fahren nochmals zwei Nächte an den Kavango, um die Buffalo Core Area zu erkunden und beschliessen dann spontan, vor dem Regen zu flüchten und die letzten drei Nächte ins Damaraland zu fahren......
Das kommt mir sehr bekannt vor, wir haben es ebenso gemacht.
Freue mich auf den Bericht 🙂

Gruß
Peter
2'167 Beiträge · seit 200908. März 2019 · #11
fotomatte schrieb:
Durch diese Fleissaufgabe sind wir bei über dreihundertsechzig Arten, die einwandfrei bestimmt wurden, gelandet. Für uns ein neuer Rekord, der nur schwer zu toppen sein wird.
Hallo Matthias,
Wow, ueber 360 species - das ist allerdings sehr schwer zu toppen! Und wir waren schon stolz auf unsere 237 gesichteten Arten auf unserer Kruger Park Rundreise... 😐
Aber der Caprivi ist punkto Artenvielfalt schon was besonderes, diese Gegend ist noch auf unserer Bucket Liste!

Ich freue mich sehr auf deinen Reisebericht, danke fuer's teilen!

Gruss aus Sodwana
Maddy
PS. Wieviele Arten sind auf deiner Life List (vom Suedlichen Afrika) ?
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
5'479 Beiträge · seit 200908. März 2019 · #12
Hallo Matthias,

Deinem Bericht zu Folge haben Sie den Pool in Okaukuejo wieder in Ordnung gebracht. Bei uns gab es nur eine dunkelgrüne Algenzuchtanlage.

Wir waren eine Woche vor Dir für 3 Tage im Etosha NP. Bei uns gab es jeden Tag schwere Gewitter. Vielleicht hatte die Pflanzenwelt einfach noch nicht genug Zeit um durchzutreiben.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'003 Beiträge · seit 200808. März 2019 · #13
Hi Mathias,

Diesmal ohne Bele unterwegs? Da reise ich doch gerne mit! Ist Dein Bruder auch so vogelbegeistert? Muss wohl in der Familie liegen 😄
Bin gespannt auf die weitere Reise!
Lieben Gruß
Doro
1'624 Beiträge · seit 201508. März 2019 · #14
Lieber Matthias
Oh wie schön, ein Reisebericht von Dir. Bin sehr gespannt auf alle von Euch beobachteten Vogelarten und Eure Erlebnisse!
Herzlich grüßt
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200908. März 2019 · #15
Hallo Vogelfreunde,

ich freue mich über das Interesse an ein paar fedrigen Anekdoten. 🙂

@ Eulenmuckel: Hallo Uwe, das können wir gerne machen, aber im Kaokoveld gibt es gar nicht soo viele Arten, die da in Frage kommen. 😉

@ CuF, Applegreen, Daxiang, Zugvogel und tigris: Hallo Mädels, zu den Vögeln respektive den gesehenen ( und gehörten ) Arten schreibe ich gleich noch was.

@ casimodo: Es sind mehr als 360 Arten, ich hoffe, mein Bruder lässt mir den Ausdruck der Liste noch zukommen, so dass ich eine genaue Zahl nennen kann. Aber es sind im Nachhinein noch ein paar Arten dazu gekommen, die wir erst nachträglich anhand der Fotos bestimmt haben.
Wären wir nur im Caprivi geblieben, wären es wohl runde 25 Arten weniger. Die hat uns der Abstecher ins Damaraland beschert.

@ peter08: Schön 🙂

@ maddy: Ich kann dir den Caprivi allerwärmstens empfehlen, ich bin dort noch nie enttäuscht worden. Allerdings würde ich das nächste Mal versuchen, etwas früher zu fahren, denn nun im Februar sind schon viele Vögel unterwegs, die in der Mauser sind. Dazu kommen noch die unfertig aussehenden Jungvögel.
Und die 360 Arten? Jo mei, unser Ziel war es auf jeden Fall das Ergebnis unserer Reise vor drei Jahren zu toppen, da sind wir bei 320+ gelandet. Nun, das haben wir geschafft. Richtig schwer wird´s bei der nächsten Tour. 😗

@ Topobär: Hallo Thomas, es sind ja zwei oder drei Becken, da waren immer noch Abzäunungen, aber ein Pool war auf. Der war auch sauber.
Es gab schon immer mal kleinere Landstriche, wo etwas frisches Grün durch gedrückt hat, aber insgesamt war der gesamte Etosha NP braun und trocken.

@ Reisemaus: Hallo Doro, die gute Bele wollte ja lieber in tropische Gefilde. 🙄 Vögel, jepp, das liegt in der Familie. Mein Bruder Andreas ist noch ´ne Nummer schärfer drauf. Wenn ich schon mal drauf und dran war, klein bei zu geben mit der Bestimmung, hat er immer noch weiter gesucht. Und trotzdem hatten wir so drei, vier Vögel, wo wir absolut nicht weiter gekommen sind.

@ sphinx: Hallo Elisabeth, schön dich an Bord zu haben.

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
1'651 Beiträge · seit 201408. März 2019 · #16
Hallo Matthias,

mit Deinem Reisebericht ist mein bißchen Freizeit jetzt völlig dahin.

Zum Fotos suchen und einen eigenen Reiseberichte schreiben ist jetzt überhaupt keine Zeit mehr.
Jetzt heißt es nur noch warten und genießen bis Deine „über 360 verschiedenen Vogelbilder“ kommen.
Ganz bestimmt werden wir mitzählen und die Bestimmung bitte auch in deutsch, dann haben wir es einfacher wenn es bei uns mal wieder weiter geht.

Viele Grüße
Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200909. März 2019 · #17
Hallo Hartwig,

also, an meinem Bericht kann es sicher nicht liegen, dass wir bei eurer Tour immer noch im Kaokoveld festhängen. Und das schon gefühlt mehrere Jahre. 😗 😐 😛
Und ich habe nirgends geschrieben, dass wir von allen gesichteten Arten auch Fotos hin bekommen hätten. Dem ist natürlich nicht so. 😊
Die Anregung mit den deutschen Vogelnamen nehme ich auf, obwohl ich wenig davon halte und mir die englischen Begriffe geläufiger sind.

Liebe Grüße, auch an Ingrid,
Matthias
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573 Beiträge · seit 201409. März 2019 · #18
Lieber Matthias,

"Caprivi satt" lasse ich mir doch nicht entgehen. Und den Birderkurs, der mir bei Dir ebenfalls gewiss ist, auch nicht. Ich bin gespannt!
Bei uns geht es dieses Jahr auch noch in den Caprivi.
Danke für's Berichten
Liebe Grüße
Martina
2020: Februar/März Kuba und mehr https://martinasreisen.blog/ 2019 Mai/Juni: Botswana - Caprivi - Vic Falls hier im Forum https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/297741-slow-motion-runde-um-s-okavango-delta.html 2018 Sizilien, Äolische Inseln, La Reunion und mehr: https://martinasreisen.blog/ 2018 Ost-Sizilien und Liparische Inseln Reisebericht: https://www.umdiewelt.de/mTravelogue.php?t=9215&m=p 2017 Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen Reisebericht: http://www.umdiewelt.de/Europa/Nordeuropa-oder-Skandinavien/Island/Reisebericht-9019/Kapitel-0.html 2016 Vietnam Reisebericht: https://www.vivien-und-erhard.de/forum/index.php?thread/9522-knapp-3-wochen-vietnam-von-s%C3%BCd-nach-nord-reisebericht/&pageNo=1 2015 Namibia Reisebericht: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286330-namibia-die-erste-mai-2015-ein-traum.html
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200909. März 2019 · #19
25. Januar: auf der Suche nach den Blue Cranes

Noch bei Dunkelheit trinken wir unser morgendliches Heissgetränk und bauen die Zelte ab, um pünktlich zur Gate-Öffnung durchs Tor zu fahren.
Wir halten uns Richtung Osten, um dann gleich nach Norden Richtung Pan abzudrehen.

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Im schönen flachen Morgenlicht sitzt der Black-shouldered Kite- Gleitaar direkt neben der Strasse an.

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Ein typischer Vogel im Park ist der Northern Black Korhaan- Weissflügeltrappe.

Wir fahren die Sackgasse zurück und nehmen dann die Hauptstrasse Richtung Halali. Wir kommen nicht weit, ständig müssen wir halten.

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Ob die Tüpfelhyäne hochträchtig ist oder sich nur über die Massen voll gefressen hat?

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Schon lange wollte ich ein Foto von den Namaqua Doves- Kaptäubchen mit offenen Schwingen haben, wo man die schöne rote Flügelunterseite sehen kann.

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Bei Ondongab stolziert eine Löwin am Zebraspalier vorbei und ist sich ihrer königlichen Würde durchaus bewusst.

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Das ist einer von den Vögeln, die wir erst nachträglich bestimmt haben, denn eigentlich haben wir ein paar Schwalben fotografiert, als direkt neben uns dieser kleine Heckenhopser angefangen hat zu singen. Ein paar Fotos geschossen und dann weiter um die Schwalben gekümmert, ist uns erst Tage später beim Sichten der schon entstandenen Bilder aufgefallen, dass wir den Rufous-eared Warbler- Rotbackensänger noch gar nicht auf die Liste gesetzt haben. Dabei war es für uns Beide eine Erstsichtung.

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Das eigentliche Objekt unserer Bemühungen: eine Red-breasted Swallow- Rotbauchschwalbe.

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Dann endlich mal wieder ein Europäer auf Winterflucht, ein männlicher Western Red-footed Falcon- Rotfussfalke.

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Auch typisch für Etoscha: African Pipit- Spornpieper.

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Der Spornpieper ist vor der Überzahl der Red-headed Finches- Rotkopfamadinen geflüchtet.

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Es ist neun Uhr vorbei, und leider ist das schöne Morgenlicht schon wieder vorbei, es wird ständig greller- und wieder heiss. Da freut sich der noch nicht ausgefärbte Martial Eagle- Kampfadler über die Brise auf seinem Ansitz.

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Öfters gesehen, aber nie gescheit erwischt: ein Fiscal Shrike- Fiskalwürger.

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Erst auf den zweiten Blick haben wir bemerkt, dass der Spotted Dikkop- Kaptriel nicht alleine ist.

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Double-banded Courser- Doppelbandrennvogel

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Bei Homob stehen wir eine ganze Weile und schauen dem Secretarybird- Sekretär beim Trinken zu.

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Unterm berühmtesten Baum von Etosha liegen über dreissig Gnus im Schatten.

Es geht nun gegen Mittag und ist brüllheiss geworden. Die Farben taugen schon eine Weile nichts mehr, und so beschliessen wir durch zu fahren.
In Halali checken wir ein, auf dem Campingplatz stehen vier, fünf weitere Autos. Wir suchen uns einen Platz direkt am Zaun und kochen direkt ein veritables Mittagessen, welches wir im Schatten einnehmen. Nach dem Abwasch gehen wir uns wieder im Pool abkühlen, dabei beobachten wir, wie in dem schönen Baumbestand einige Vögel herumhopsen, etwa eine ganze Familie Southern Violet Wood Hoopoes- Steppenbaumhopfe.
Wir ziehen uns um und schlendern zurück ans Auto, um die Kameras zu holen und hängen uns den Baumhopfen an die Fersen.

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Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 12. März 2019
1'712 Beiträge · seit 201609. März 2019 · #20
Hi Matthias,

ich wär' so oder so interessiert dabei, aber da wir in diesem Jahr auch erstmals in den Caprivi reisen, passt dein Reisebericht natürlich umso besser.

Liebe Grüße,
Bettina
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