Guggu2'261 Beiträge · seit 201101. Juni 2017 · #221
Mensch Matte, du verstehst es aber auch auf die Sehnsuchtsknöpfe zu drücken. Sehr, sehr schön ist das - auch wenn kein Vögelchen dabei ist. 😉 Und ein GT an der Düne 45 hat schon was. Hier gibt es keine Dünen, aber ich könnte dir einen im Strohwitwenheim anbieten 😄 🤪 😗
Old Women1'543 Beiträge · seit 201302. Juni 2017 · #222
Hallo Matthias, du meine Güte, was für tolle Fotos. Du hast die Einsamkeit und Weite, die Unendlichkeit wunderbar eingefangen. Danke fürs Teilen. Wir hatten leider nicht das Glück, die Düne für uns allein zu haben. Ein komplettes BBC-Team raste damals die Düne hoch mit dem Equipement inklusive Modell, das ständig nachgeschminkt werden musste und fürchterlich am schimpfen war. All das hat uns damals die Laune vermiest, zumal wir ständig angemeckert wurden, damit wir aus deren Set gehen. Blöd gelaufen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201003. Juni 2017 · #223
fotomatte schrieb: @Tinochika und Champagner : Ich bin froh, dass ihr die Frage nach der Übernachtung intern klären konntet. 😕 Mir wäre jetzt etwas unwohl dabei, über Bele´s Zimmer zu verfügen. Soo gut kennen wir uns noch nicht. 😵 😗 Matthias
😄 Genau - wart mal ab, was da noch alles kommt 😗 🤪 Mein Ruf eilt mir ja schon voraus 😊 😛 :
KarstenB schrieb: Wenn das man nicht Haue gibt von Bele, wegen Cliffhänger und so ... 😗
@ Karsten: das hat sich der Matte nur getraut, weil er weiß, dass ich momentan etwas ausgepowert und somit recht zahm bin 😎 ! Im Übrigen lege ich mich nicht mit Männern an, die Bäume ausreißen können.....Lügenpresse hin oder her 😗
So, jetzt aber - Matte: danke für die schönen Dünenstimmungen - und besonders gut gefallen mir im Rahmen der Gefühlsduselei die Scherenschnitte der (unausgerissenen 😉 ) Bäume 😘
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200904. Juni 2017 · #224
Schöne Pfingsten @ all,
und zu allererst: @ Ernst54 : Ann Scott hat mit gestern geschrieben und bedankt sich sehr für das Bild des Paares vom Etosha Lookout. Es ist wohl so, dass die von dir fotografierten Küken es nicht geschafft haben, denn dieses Paar wurde am 19. Februar wiederum dort brütend angefunden, und auch diese Brut war wohl nicht erfolgreich ( "but apparently without success" ). Schade. Weiters hat mir Ann geschrieben, dass das Paar von Twee Palms, das ich ja nur aus der Ferne sehen konnte, zwischenzeitlich mit zwei Küken unterschiedlicher Grösse gesehen wurde, also mutmasslich einem Küken einer Erstbrut und einem Küken aus einer Nachbrut. Wobei mich wundert, dass die Vögel nochmals brüten, solange sie noch ein überlebendes Küken haben? Egal wie, ich möchte nochmals Alle ermuntern, die brütende oder führende Kraniche in Namibia gesehen und/oder fotografiert haben, diese an Ann und Mike Scott zu melden.
Und nun:
@sphinx : Hallo Elisabeth, vielen Dank für deine Anmerkungen. Von Markern ins Hidden Vlei habe ich bis auf das erwähnte Schildle nichts gesehen, ist aber auch gleichgültig, denn ich kam absolut auch so auf meine Kosten. Der Bericht geht noch über volle vier Tage, also bissle was kommt schon noch. 😄
@Guggu : Gut und richtig bemerkt, da war kein Vogel dabei. Aber das wird wieder anders, versprochen. Und auch ein paar duselige Bildle für die Sehnsucht werden noch gereicht. Prost, Gudrun. 😘
@Old Women : Hallo Beate, und vielen Dank für deine lobenden Worte. 😎
@Champagner : Moin MaBele, ich warte also, ich warte gespannt. 😄 Noch knapp zwei Monate....
Matthias, dein wunderbar geschriebenen Bericht mit den tollen Fotos haben mir einen wunderbaren Pfingstsonntagmorgen beschert 😄 Danke dafür! Ich freue mich nun noch mehr auf die nächste Reise nach Namibia Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200907. Juni 2017 · #226
Samstag 04. Februar :
Heute fahre ich weiter, ich möchte in die Berge. Aber bevor ich Sesriem verlasse, muss ich doch noch einmal den Sonnenaufgang bei der Elim- Düne erleben. Ich fahre das kurze Stück, wieder bin ich alleine hier. Bis die Sonne aufgeht, bin ich schon ein gutes Stück hoch marschiert. Noch geht das recht flott im von der Nacht noch feuchten und kühlen Sand. Sonnenaufgang
Der Blick auf die andere Seite zeigt roten Sand, gelbes Gras und-- Nebel, der dekorativ über die Dünen wallt.
Der von Norden kommende Wind bringt immer mehr Nebel heran und verleiht der Szenerie etwas Mystisches.
Es herrscht eine ganz besondere Stimmung, und ich verfalle wieder in einen Bilderrausch.
Die wallende Front des Nebels.
Gegen den Wind wäre ich fast auf diesen Oryx aufgelaufen.
Der lichte Nebel wirft einen leichten Schatten, wodurch sich die Feenkreise deutlicher abzeichnen.
Ich setze mich in den Sand und beobachte das Kommen und Gehen des Nebels, aber mit der höhersteigenden Sonne löst er sich mehr und mehr auf.
Auf dem Rückweg laufe ich wieder auf einen weiteren, spindeldürren Gemsbock auf, der hier das harte Gras frisst.
Der Nebel ist verschwunden so schnell wie er aufgezogen ist, und in der Sonne wird es nun schnell wieder warm. Ich steige ab und fahre zurück ins Camp. Nach einem ausgedehnten Frühstück lade ich meinen Krempel ein, dusche kurz und verlasse dann Sesriem in südlicher Richtung auf der C 27. Die D 845 bringt mich nach Osten an die C 19. Ein kurzes Stück, und dann biege ich ab auf die D 854, immer das Tsauchab Rivier aufwärts.
Gegen Mittag knipse ich diesen Lanner, leider steht die Sonne senkrecht, und die Farben taugen auch nichts mehr.
Es wird bergiger, und hier hat es unlängst geregnet. Ein paar Hoodias haben geblüht, leider sind die kurzlebigen Blüten schon wieder verwelkt.
Aber die Lilien stehen in voller Blüte.
Am Gate zu den Naukluft- Bergen öffne ich dieses und fahre die zehn Kilometer bis zum Office. Hier checke ich für zwei Nächte für den Campingplatz ein. Ich richte mich ein, und ein Schweizer mit einem alten Landi rumpelt auf den ansonsten leeren Platz. Wir unterhalten uns über das Woher und Wohin, und gegen 16.00 Uhr beschliesse ich, den Waterkloof- Trail aufwärts zu gehen, um in den Pools zu baden, sofern es noch ausreichend Wasser haben sollte.
Zumindest für die Frösche reicht das Wasser.
Ich folge dem Bach aufwärts durch tiefe Schluchten.
Wer kann bei diesem klaren, glasgrünen Wasser "Nein" sagen? Schnell entledige ich mich der Klamotten und ziehe ein paar Bahnen im herrlich kühlen Wasser des Pools.
Wo es Wasser hat, wachsen und blühen auch Pflanzen, und diese ziehen Insekten an. Wie diesen Long- tailed Blue, oder Grossen Wanderbläuling, der seine besten Tage schon hinter sich hat.
Ich folge dem Rivier aufwärts bis zu der Stelle, wo das Wasser zwischen den Steinen zu Tage tritt. Hier weitet sich die Schlucht, und ohne Schatten würde es einem schnell wieder heiss werden. Aber ich bin ohnehin zu spät dran, um den ganzen Trail zu gehen. Ich kehre um und gehe die Schlucht wieder abwärts.
In den hoch aufragenden Felsen finde ich das riesige Nest eines Hammerkopfes.
Beim Pool ist mittlerweile die Sonne weg, trotzdem muss ich nochmals ins klare Wasser rein.
Dann gehe ich zurück ins Camp. Rechtzeitig für den Sundowner bin ich beim Auto, und nach dem Abendessen sitze ich noch eine gute Weile bei dem netten Schweizer, der mich auf einen Rotwein eingeladen hat.
wieder einmal spüre ich in deinem Bericht die Ruhe, mit der du dich in kleinen Etappen durch Namibia treiben lässt. Die langen Tage tragen ebenfalls dazu bei, dass du dir überall viel Zeit lassen kannst und sogar um 16.00 Uhr noch zu einer Wanderung aufbrichst. Schade, dass wir im August deutlich weniger Zeit haben.
Der Nebel im Tsauchab-Tal war sicherlich sehr beeindruckend, zumindest kann man das auf den Bildern sehen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201008. Juni 2017 · #228
fotomatte schrieb:
@Champagner : Moin MaBele, ich warte also, ich warte gespannt. 😄 Ganz liebe Grüsse, Matthias
Matte, ich glaub das willst du gar nicht wissen...... 😊 🤢 😗
Viiiielen Dank für die Wahnsinns-Elim-Dünen-Fotos, so kann es dort also auch aussehen 🤩 Wobei du mit Nebel sicher etwas ganz Besonderes erwischt hast - Glückwunsch!
Uwe schrieb:
dass du dir überall viel Zeit lassen kannst und sogar um 16.00 Uhr noch zu einer Wanderung aufbrichst. Schade, dass wir im August deutlich weniger Zeit haben.
Uwe, du musst ein bisschen positiver denken 😉 : Im August kannst du vor 16 Uhr auch schon etwas unternehmen, in Matte's Reisezeit eher nicht, weil es viel zu heiß ist..... 😛
Aber in Sachen "Ruhe" und "kleinen Etappen" gebe ich dir Recht - das ist schon beneidenswert!
Lieber Matthias, die Naukluft-Wanderung haben wir 2008 auch gemacht und genau wie Du hatte ich große Lust auf ein Bad, hab's aber gelassen - und etwas oberhalb des Tümpels sahen wir dann ein sehr lange schon sehr totes Zebra im Wasser liegen..... Unzählige kleine krabbenartige Tiere knabberten noch dran und ich habe mich sehr über die gewundert! So etwas habe ich sonst nur in Norwegen am Fjord erlebt. Ich hatte das Erlebnis schon vergessen und wurde durch Dich daran erinnert. Im übrigen, wie immer: Großes Kompliment für Fotos, Text und die Art und Weise der Reise... Viele Grüße, auch von Claus Friederike
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201411. Juni 2017 · #231
Hallo Matthias,
Du hast nicht zu viel versprochen den Ausflug am Nachmittag in das Hidden Vlei extra einzustellen. Du zeigst hier traumhafte Fotos von einem der schönsten Orte in Namibia. Dass Du dann auch noch soviel Glück am nächsten Morgen mit dem Nebel bei der Elim Düne hattest, macht mich schon ein wenig neidisch. Du kannst wirklich stolz auf diese wunderschönen Aufnahmen sein.
Liebe Grüße Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201212. Juni 2017 · #232
Hallo Matthias, vor euch "Vögeles-Knipser" hab ich ja allerspätestens seit unserer letzten Reise einen Höllenrespekt! Und schon deshalb schau ich immer mal wieder bei dir rein, um zu sehen, was dir so vor die Linse geflattert kam. Aber mal ganz ehrlich, mit dem Titel deines Reiseberichts untertreibst du ja maßlos!!! So viele schöne Eindrücke, so viele schöne Bilder und auch so schöne Geschichten dazu 🙂 Allerhöchste Zeit, mal wieder Danke zu sagen: "danke!" Und viele Grüße dazu Ingrid
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200912. Juni 2017 · #233
Hallo,
ich war übers Wochenende endlich in den Bergen, um "meine" Birkhühner zu zählen. Und ihr habt in der Zeit fleissig gelesen und kommentiert. Das freut mich sehr.
@ Giraffen-Lisa : Vielen Dank für dein Lob, freut mich. Wann und wohin fährst du denn nach Namibia?
@ Eulenmuckel : Hallo Uwe, einerseits hast du recht, dass wir weniger Zeit ( von der Tageslänge her ) haben werden, andererseits sind wir zu viert, um die Top-Motive zu finden. Das wiederum spart Zeit. 😛 😎
@ Champagner : Bele, du hast das wieder mal sehr scharf analysiert und richtig erkannt, das mit der Zeit. 🙄 Und schön, dass dir die Dünenfotos zusagen. Ich meine mich zu erinnern, dass ihr damals eher Nicht-Wetter gehabt habt, oder?
@ Leofant : Hallo Walter, vielen Dank. Ich mecker auch gar nicht. 😛 😄
@ CuFs : Hallo Friederike, danke dir für die Ergänzungen bzgl. der toten Zebras, da geh ich im nächsten Kapitel nochmals genauer drauf ein. Getrunken habe ich das Wasser nicht, und das Schwimmen darin hat mir bislang nicht bemerkbar geschadet. 🤩 🤢 Und Grüsse an Claus.
@ Tinochika : Hallo Hartwig, dein Lob macht mich gerade etwas verlegen, vielen Dank. 😊
@ franzicke : Hallo Ingrid, auch dir danke ich ganz herzlich für deine lobenden Worte, die mich animieren, endlich weiter zu schreiben. Morgen. Versprochen. 😕 😗
Und als kleines "Off-Topic" ein Bildle, wo sich der Matte so gestern rumgetrieben hat.
Viele Grüsse, bis demnächst in diesem Theater, Matthias
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200913. Juni 2017 · #235
Sonntag 05. Februar :
Heute möchte ich mal den Olive Trail unter die Füsse nehmen. Wieder einmal, denn das letzte Mal ist schon wieder fünf Jahre her. Also wird´s mal wieder Zeit. Dieser Weg erschliesst ein paar ganz typische Landschaften der Naukluftberge, und meistens findet sich auch das eine oder andere Tier. Kurz nach sechs Uhr verlasse ich das Camp, und um halbsieben lasse ich den Condor am Parkplatz zurück. Zuerst steigt man an einer Bergflanke nordwestwärts, also morgens schön im Schatten, langsam Höhe gewinnend.
Die Gegenhänge erglühen in den ersten Sonnenstrahlen.
Der Blick zurück. Linkerhand verläuft die Aufstiegsroute, unten am Bildrand eine typische Wegmarkierung.
Da geht´s nauf. Oben auf dem Sattel hat man den höchsten Punkt des Weges erreicht.
Diese von mir "Ananaszwiebel" getaufte Pflanze wächst hier häufig aus den nackten Steinen. (Richtig heisst sie Boophone disticha. Danke, maddy.) A propos Steine. Der Weg hier oben ist ein richtiger kleiner alpiner Pfad mit vielen kleinen Kullerkieseln, auf die man möglichst nicht treten sollte, denn leicht rutscht man ab und vertritt sich den Fuss. Nicht gut hier oben, zumal wenn man alleine unterwegs ist. Also springe ich von Brocken zu Brocken, das spart Energie. Wie ich mit links auf einen grösseren Block von vielleicht fünfzig Zentimeter im Durchmesser springe, merke ich sofort, dass der Block dem Gesetz der Schwerkraft folgen will und die Reise hangabwärts antreten wird. Also springe ich reflexartig weiter nach unten, eigentlich bin ich mehr so was wie abgerutscht, und versuche sofort den Fuss wegzuziehen, denn der Stein, die Schwerkraft.... Allein, ich bin zu langsam, und der Block fällt mir genau oberhalb des Knöchels auf meinen ohnehin seit einem Arbeitsunfall lädierten Fuss. Ich muss mich setzen, der Schmerz erzeugt Schwindel. Ich widerstehe der Neugier und ziehe den Socken nicht aus, dass da Blut den Knöchel abwärts läuft, merke ich auch so. Ich versuche, nicht zu viel über den Fuss nachzudenken und lenke mich mit der schönen Landschaft ab. Langsam steige ich weiter auf.
Etwa beim höchsten Punkt überquert eine Familie Bergzebras den Bergrücken.
So etwa sieht der Pfad aus, er folgt dann dem Gully abwärts durch das trockene Bachbett, sich immer tiefer einschneidend, bis man in einer veritablen Schlucht landet.
Da geht´s runter in die Schlucht.
Hier oben blüht es recht nett, und zur Ablenkung fotografiere ich etwas Botanik.
Ein bisschen was Weisses.
Nun die pinke Fraktion.
Dem trockenen Bachbett folgt man abwärts, bis von links der Main River dazustösst. Natürlich führt auch er kein Wasser. Aber es gibt ein paar grüne Bäume und Büsche, und in diesen zwitschern und trällern ein paar Vögel. Erstmals entdecke ich eine Familie Layard´s Titbabbler, die vollauf damit beschäftigt sind, die Schnäbel der zwei gerade so flüggen Jungvögel zu stopfen. Foto? Keine Chance. Dann noch ein Long- billed Crombec, der wie ein zu klein geratener Kleiber aussieht, aber auch er hält nichts von Posing. Von einer Eremomela gelingt wenigstens ein Belegbild.
Wenigstens die Lark- like Bunting, oder Lerchenammer hält still.
Hoch ragen die Schluchtwände auf.
Köcherbäume gibt es hier auch in den steilen Hängen.
Im nahezu bewuchsfreien Bachbett gibt es einige dieser unseren rotflügeligen Ödlandschrecken sehr ähnlichen Heuschrecke.
Die Schlucht wird immer tiefer, das hat den Vorteil, dass man nun wieder meistens im Schatten gehen kann. Mitten in der Schlucht wachsen stattliche Feigen. Hier entdecke ich einen in den Felsen sitzenden Wanderfalken, der dann die Schlucht abwärts fliegt. Nach der nächsten Biegung sehe ich ihn nochmals, nun in Begleitung seines Partners. Sie kreisen ein paar Mal, dann sind sie über dem Schluchtrand verschwunden.
Dann erreicht man diesen Absatz, hier muss man etwas klettern. Ob man nun rechts oder links passiert, ist egal, denn auf beiden Seiten sind Ketten angebracht, an denen man sich entlang hangeln kann. Nach der kleinen Klettersteigpassage weitet sich das Gelände wieder. Mehrfach finde ich tote Zebras herumliegen, einige weitgehend mumifiziert, andere noch hübsch stinkend. Schon gestern hatte ich drei Zebras gefunden, warum gerade hier so viele von ihnen den Tod gefunden haben? Vielleicht hat es zu lange keinen Regen mehr gegeben, und sie sind verhungert.
Kurz vor dem Ende der Tour finde ich diese Felsenratte dekorativ auf dem Ausgucksfelsen thronend.
Und dann bin ich nach ziemlich genau fünf Stunden wieder zurück beim Auto. Der Fuss hat gehalten, obgleich er bei jedem Schritt schmerzt. Ich fahre zurück ins Camp und melde mich bei der Reception zurück. Der nette Schweizer ist weiter gezogen, und ich bin alleine. Ich untersuche den Fuss, der schnell anschwillt, nachdem ich die Schuhe ausgezogen habe. Der Knöchel schillert blaugrün, die Fleischwunde ist eine Lapalie. Sicherheitshalber ziehe ich den Thrombosestrumpf, den ich sonst nur im Flieger trage, über, um die Schwellung etwas zu begrenzen. Zwei Bier aus dem Engel müssen als Kältepack herhalten. Dann gibt es erstmal ein ausgedehntes Sonntagsfrühstück, danach eine Siesta. Als ich eine kleine Runde oberhalb des Camps drehe, zwingt mich irgendetwas nach oben zu schauen. Direkt über mir kreisen recht niedrig zwei adulte Felsenadler. Yepp, darauf habe ich natürlich gehofft. Hier in den Naukluftbergen haben sie praktisch den idealen Lebensraum. Steile Wände für den Horst, und jede Menge Dassies als Nahrung, von denen sie sich fast ausschliesslich ernähren.
Ich schaue den herrlichen Greifen beim Kreisen zu, bis sie hinter den Bergen verschwinden.
Den restlichen Sonntag vertrödele ich im Camp, und erstmals macht sich eine etwas schwermütige Stimmung breit. Nur noch zwei Tage.
Zum Sundowner gehe ich nochmals etwas oberhalb des Camps, welches tief beschattet unter Bäumen liegt, spazieren. Wieder kreisen die beiden Adler, nun von der tiefstehenden Sonne angestrahlt, und die eigentlich weissen Partien des Federkleids glänzen nun wie Gold im Licht. Was für ein Bild! Da ich nur das Fernglas dabei habe, gibt es die Eindrücke nicht auf dem Chip, nur im Kopf. Was für ein Tag! Zum Abschluss hockt vor mir auf einem Dürrständer ein Diderick- Kuckuck und ruft anhaltend, was von den Felshängen zurück geworfen wird.
Kosten: wiederum die 170.- Nam$ fürs Camp, sowie 40.- $ NP- Gebühr pP plus 10.- $ pAuto.
tigris767 Beiträge · seit 200714. Juni 2017 · #236
Mann, mann, mann Matthias!
Du bist aber hart im Nehmen... 😈 Hast du deinen Fuß überhaupt nicht angeschaut bzw. verarztet? Oder hattest Du gar kein "First aid kit" dabei? Bin auf deine Fortsetzung gespannt und hoffe, du hast dich nicht all zu schlimm verletzt!
Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200914. Juni 2017 · #237
Hallo Simone,
nein, ich hatte auf der Tour ausser einer Flasche Wasser, dem Foto und dem Fernglas nichts dabei. Und um es vorweg zu nehmen. Der Fuss hat gute drei Wochen geschmerzt, ist in allen Farben angelaufen, von Blau über Lila und Grün endlich dann Gelb, bis sich der Bluterguss endlich zurück gebildet hat. Nachdem ich zehn Tag wieder zurück war, bin ich doch mal zu meiner Ärztin gegangen. Sie sagte, gebrochen ist nichts ( ach was ), aber es wäre eine massive Weichteilverletzung, die halt einfach Zeit brauchen würde. Letztlich also alles halb so wild. Blöd wäre es gewesen, ich hätte mir den Fuss zu Beginn der Tour so misshandelt, aber zwei Tage vor Schluss, so what.
speed66751 Beiträge · seit 201114. Juni 2017 · #239
... kleiner alpiner Pfad mit vielen kleinen Kullerkieseln, auf die man möglichst nicht treten sollte, denn leicht rutscht man ab und vertritt sich den Fuss. Nicht gut hier oben, zumal wenn man alleine unterwegs ist. Also springe ich von Brocken zu Brocken, das spart Energie.
😄 😄 😄
... dass da Blut den Knöchel abwärts läuft, merke ich auch so. Ich versuche, nicht zu viel über den Fuss nachzudenken und lenke mich mit der schönen Landschaft ab. Langsam steige ich weiter auf.
Auf??? Im Ernst, auf??? 🤩
... Dann erreicht man diesen Absatz, hier muss man etwas klettern. Ob man nun rechts oder links passiert, ist egal, denn auf beiden Seiten sind Ketten angebracht, an denen man sich entlang hangeln kann.
Klettern an Seilen - wie perfekt, da braucht man die Füße nicht...
Matte, ich mag deinen Humor und Schreibstil sehr. (Persönlich würdest du mich mit soviel Leichtsinn auf die Palme bringen). Besten Dank für´s Zeigen der eindrucksvollen Fotos vom Olive Trail! VG, Nette
P.S. Ananaszwiebel finde ich gut! Ich habe sie schon im Tankwa NP und im KTP gesehen und finde sie jedesmal wunderschön - weiß jemand den wirklichen Namen?
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200914. Juni 2017 · #240
Hallo,
@ Old Women : Danke, Beate. Mir gefällt dieses monochrome Bild auch ganz gut. Wobei die Schrecke erst beim Fliegen zeigt, was sie so drauf hat--knallrote Flügel. Aber das zu fotografieren, da müssen Andere ran.
@ speed66 : Hallo Nette, natürlich "auf". Wohin denn sonst? Etwa zurück? 😊 😣 Bezüglich Leichtsinn kann ich dir versichern, dass ich während dem weiteren Tourverlauf intensive Gespräche mit mir in dieser Sache geführt habe. 😕 😈 Danke für deinen Kommentar.