Die Eulenmuckels 2016 in Namibia und Botswana

Reisebericht 412 Antworten · 77,3k Aufrufe · gestartet 13. Nov. 2016 von Eulenmuckel
8'678 Beiträge · seit 201022. Nov. 2016 · #81
Eulenmuckel schrieb:
Priritschnäpper

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Das ist aber mal ein Hübscher !! 😘
....passierte es ihr vielleicht zwei- oder dreimal, dass sie mit ihrer doch ziemlich hellen Taschenlampe quer durch die Langzeitbelichtung des Fototrupps leuchtete. Upps!
🤩 Die Ruth ist ja echt so was von tollpatschig... 😗 🤪 ... Uwe, wie hälst du das nur einen ganzen Urlaub über aus?? 🙄

Ich bin froh, wenn Ihr euch dann mal endlich in einsamere Gefilde aufmacht - sonst könnte das irgendwann gefährlich werden (Uwe als Boxer kann ich mir so gar nicht vorstellen 😕 😮 ).

Bis dahin viele Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2016
2'515 Beiträge · seit 200922. Nov. 2016 · #82
Champagner schrieb:
Eulenmuckel schrieb:
Priritschnäpper

20160713-112100-LV6A0349.jpg

Das ist aber mal ein Hübscher !! 😘

Einspruch, liebe Bele. Er ist eine "Sie". 😊 😘

Gruß, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
8'678 Beiträge · seit 201022. Nov. 2016 · #83
fotomatte schrieb:
Einspruch, liebe Bele. Er ist eine "Sie". 😊 😘
Gruß, Matthias
Du schon wieder...... 😄 😄 😄 Okay - ich korrigiere mich: Das ist aber mal ein hübscher Vogel 😎 ! Besser???? 😛 Außerdem wehrt sich mein Sprachgefühl gegen "die Piritschnäpper" 🤪 .

Spaß beiseite - ich werd jetzt gleich mal wieder meine Bücher aus dem Regal holen (die hab ich erst gestern Abend weggeräumt... 😕 ) und mir das anschauen - vorallem wie der "der Piritschnäpper" aussieht, wenn sie schon so hübsch ist.

Danke fürs "Von-der-Couch-hochscheuchen" 😈 !

LG Bele
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zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2016
1'068 Beiträge · seit 201323. Nov. 2016 · #84
Vielleicht "die Schnäpperin" ?
4'382 Beiträge · seit 201523. Nov. 2016 · #85
Mabe schrieb:Vielleicht "die Schnäpperin" ?
Ja, unbedingt!
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200623. Nov. 2016 · #86
Tag 7 – Donnerstag, 14. Juli 2016 – Kurze Etappe zum Brandberg

Spitzkoppe – Brandberg White Lady Lodge

Kurz nach Sonnenaufgang standen wir auf und liefen zum Bogenfelsen. Die vereinnahmende Fotografen-Gruppe war natürlich auch schon wieder da und lungerte mit ihren Stativen genau unterhalb des Bogenfelsens herum. So war es kaum möglich, ein halbwegs schönes Foto zu machen. Trotzdem blieben wir einige Zeit und liefen den Leuten wenigstens ab und zu mal durchs Bild.

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Felsenschwalbe

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Anschließend frühstückten wir lange und ausgiebig. Die Sonne brannte bereits wieder heiß vom Himmel. Da wir heute keine lange Etappe vor uns hatten, brachen wir erst spät auf. Zuvor erklommen wir noch einen Hügel zu den sog. Rock Pools. Dort fegte uns plötzlich ein Wind entgegen, dass wir kaum vorwärts kamen. Oben wurden wir mit einer schönen Aussicht auf die Spitzkoppe belohnt.

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Die Strecke bis Uis dauerte zirka eine Stunde. Ruth übernahm das Steuer und übte sich im Umgang mit dem Landcruiser.

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In Uis tankten wir und kauften im kleinen, aber gut sortierten Supermarkt Brötchen und Wasser. Dann machten wir Pause im „Cactus and Coffee“, einem kleinen, sehr nett eingerichteten Café am Ende der Stadt.

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Überall standen Sukkulenten herum, und alles war äußerst einladend. Wir aßen zunächst getoastete Sandwiches mit Pommes und anschließend Kuchen. Alles war lecker, und die lange Pause tat uns gut.

Rotstirn-Bartvogel

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Zu dem Café gehört auch ein liebevoll gestalteter Campingplatz. Hätten wir keine Reservierung für den Brandberg gehabt, wären wir vielleicht sogar dort geblieben. Nachdem wir uns dank kostenlosem WLAN mal wieder zu Hause gemeldet hatten, fuhren wir weiter.
Bis zur Brandberg White Lady Lodge war es nicht mehr weit. Da die Landschaft aber sehr schön und die Aussichten immer besser wurden, hielten wir noch einige Male an.

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Bei der Lodge checkten wir ein. Da es dort aber sehr rummelig war, fuhren wir schnell zum weitläufigen Campingplatz. Wir entschieden uns für einen großen Stellplatz unter einem Baum und entdeckten ein paar Rüppelspapageien.

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Vor dem Abendessen spazierten wir noch ein wenig herum.

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Beim letzten Tageslicht duschten wir. Dann machten wir Avocadosalat mit Thunfisch und Mais. Sönke und Sandra grillten, und wir legten noch ein paar Folienkartoffeln in die Glut. Der Halbmond ging auf und tauchte den Campingplatz in sein helles Licht.

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Nach dem Spülen saßen wir zwar noch einige Zeit beisammen, wurden aber von Minute zu Minute müder. Wieder hatten wir noch 18 Grad, als wir ins Zelt gingen.

Kilometer: 133
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zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2016
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200624. Nov. 2016 · #87
Tag 8 – Freitag, 15. Juli 2016 – Rund um den Brandberg

Brandberg White Lady Lodge – Rhino Ugab Camp

Die Nacht auf dem Campingplatz der Brandberg White Lady Lodge war ruhig, warm und windstill. Wir standen kurz nach Sonnenaufgang auf. Sönke, Sandra und Lia schliefen noch.

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Wir kramten ein wenig und stellten unseren Tisch in die Morgensonne. Dann sammelte Uwe trockene Stöckchen und befeuerte den Kelly-Wasserkocher. Es klappte auf Anhieb und funktionierte gewohnt schnell, auch wenn es ziemlich qualmte.

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Bei Kaffee, Tee, Brötchen mit Nutella und Marmelade ließen wir den Tag langsam angehen. Sönke, Sandra und Lia kamen auch dazu, und wir genossen den schönen Morgen. Nach dem Frühstück trennten wir uns für heute von unseren Freunden, und wir fuhren los in Richtung unseres Tagesziels Messum-Krater.

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Unmittelbar östlich des Brandbergs fuhren wir auf einem schmalen Track nach Süden. Die Strecke war gut zu fahren, und wir sahen ein paar Trappen und in großer Entfernung einen Kudu-Bullen.

Rüppelltrappe

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Wir erreichten die D2342 genau an der Stelle, bei der sich gegenüber an einem Hügel ein einzelner Felsen befindet, der wie ein Elefantenkopf aussieht. Just an dieser Stelle waren wir vor drei Jahren kaum mit unserem Wagen wieder herausgekommen. Wir waren den steilen, tiefsandigen Weg hineingefahren, den wir umgekehrt nicht mehr hinauf gekommen waren. Dieses Mal blieben wir außerhalb stehen und liefen zu Fuß zu der kleinen Sehenswürdigkeit.

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Seit einem guten Jahr gibt es hier einen kleinen Campingplatz, der von einer einheimischen Familie betrieben wird. Außerdem kann man dort handgemachte Ketten und Armbänder kaufen. Nachdem wir ein wenig herumgelaufen und uns die Gegend angesehen hatten, erstand Ruth zwei Halsketten.

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zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2016
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200624. Nov. 2016 · #88
Weiter ging es nach Westen. Am direkten Abzweig zum Messum-Krater fuhren wir vorbei, da wir noch einen Aussichtspunkt weiter nördlich besuchen wollten. Die Straße führte an unzähligen Welwitschias aller Größen vorbei.

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Uns begegnete kein anderes Auto. Von der D-Straße zweigte eine schmale, unscheinbare Fahrspur in die Berge ab. Sie führte sehr kurvig und mit steinigem Untergrund stetig bergauf. Teilweise kletterten wir über große Steinbrocken. Wir kamen an zwei Ruinen vorbei, von denen lediglich noch eine Hauswand zu sehen war. Der Weg wand und zog sich, aber schließlich erklommen wir die letzte Steigung, und uns verschlug es fast die Sprache. Die Aussicht über das Ugab-Tal, die sich vor uns auftat, war grandios. Aber nicht nur über die Abbruchkante hinweg, sondern in alle Richtungen hatten wir eine fantastische Rundumsicht.

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Hier machten wir ein Picknick und genossen das Gefühl, alleine auf der Welt zu sein. Da wir das letzte Wegstück nur sehr langsam fahren konnten, war nicht abzuschätzen, wie lange wir auf wahrscheinlich ähnlichen Wegen Richtung Süden bis zum Messum-Krater benötigen würden. Um nicht in die Dunkelheit zu kommen, änderten wir unseren Plan. Wir fuhren auf dem gleichen Weg zurück zur D-Straße und dann weiter nach Norden zum Ugab Rhino Camp. Dies war leicht zu erreichen, und wir kannten es bereits von einem früheren Besuch. Gegen Ende der Strecke wählten wir eine Alternativroute und kamen durch ein Tal, das übersät war mit leeren Glasflaschen und sonstigem Müll. Wir waren ziemlich schockiert über den ganzen Unrat an verrosteten Blechen, Drähten und Scherben.
Unser Stellplatz von vor drei Jahren im Camp war frei, und so richteten wir uns ein. Nachdem das Duschwasser heiß war, wuschen wir den Staub vom Körper und machten Grillfeuer.

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Da wir erst spät Picknick gemacht hatten, war unser Hunger nicht so groß. Daher grillten wir das letzte Fleisch aus Windhoek (Rinderfilet) und machten Brote mit Knoblauchbutter.

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Morgen wollen wir mit Sonnenaufgang losfahren und dann über den Messum-Krater und Cape Cross nach Swakopmund gelangen.

Kilometer: 130
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382 Beiträge · seit 200624. Nov. 2016 · #89
Liebe Ruth,
Lieber Uwe,

Eure Bilder sind wie immer ein Genuss, gerade die Nachtaufnahmen gefallen mir wie immer besonders gut .
Auf jeden Fall gibt es genug Anregungen für nächstes Jahr 😉
Wir sind schon sehr gespannt auf Eure weiteren Berichte und auf noch mehr tolle Fotos.

Liebe Grüsse
Christian PWN
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Nov. 2016 · #90
Tag 9 – Samstag, 16. Juli 2016 – Am Messum-Krater vorbei zur Küste

Rhino Ugab Camp – Meikes Gästehaus, Swakopmund

Die Nacht am Ugab war ruhig und mild. Wir wachten auf, bevor die aufgehende Sonne ihre Strahlen ins Flussbett warf. Schnell packten wir zusammen und verschoben das Frühstück auf später. Im Baum auf der Campsite sahen wir einen Fiscal, der todesmutig ein Plätzchen zwischen den langen Dornen fand. Sonst waren nicht sehr viele Vögel unterwegs.

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Bei der Ausfahrt aus dem Camp ließen wir eine Tüte mit Kartoffeln und anderem Gemüse bei einer netten Angestellten, da wir in den nächsten Tagen in Swakopmund nicht selbst werden kochen müssen und Angst hatten, dass uns die Sachen verderben.
Zunächst ging es dieselbe steinige Strecke zurück, die wir gestern gekommen waren.

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Dann blieben wir jedoch auf der D2303 und bogen später in Richtung Messum-Krater ab. Zu Beginn der Etappe lag erneut jede Menge Müll neben der Straße. Wir hatten fast das Gefühl, durch eine Deponie zu fahren.

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Die ganze Zeit über sahen wir kein anderes Auto, außer einem älteren Modell, das wir uns zwar genauer anschauten, dann aber doch nicht gegen unseren Wagen eintauschen wollten.

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Wir fuhren über weite Ebenen fast ohne jede Vegetation, nur Steine in allen erdenklichen Braun-, Grau- und Erdtönen. Umso erstaunlicher war es, dass wir ein paar einzelnen Springböcken begegneten.

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Entlang der Strecke sahen wir unzählige Welwitschias in den verschiedensten Größen, viel mehr als in den Welwitschia-Ebenen nahe der Mondlandschaft von Swakopmund. Einige waren wirklich beeindruckend.

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Das Gebiet des Messum-Kraters ist landschaftlich wunderschön. Gleich zu Beginn sahen wir etwas erhöht an einem Berg einen Felsüberhang. Da die Auffahrt recht steil war, ließen wir das Auto stehen und erkundeten den Platz zu Fuß. Von hier oben hatte man eine fantastische Aussicht über die Ebene und die angrenzenden Berge. Reifenspuren zeigten uns, dass andere mutiger waren als wir. Trotzdem war Ruth glücklich, das Auto unten gelassen zu haben, denn sie setzte sich beim Hinunterlaufen auf dem rutschigen Untergrund auf den Hosenboden. Ihr erschrockener Ausruf wurde an der Felswand mehrfach als Echo zurückgeworfen.

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Im Übrigen waren wir froh, uns gestern für das Ugab Rhino Camp als Übernachtungsplatz entschieden zu haben, denn wie sich herausstellte, ist das Campen im Gebiet des Kraters nicht erlaubt. Überall standen Hinweisschilder, die dies ausdrücklich verboten. Das hatten wir nicht gewusst, und es hätte sehr stressig werden können, wenn wir das gestern Abend erst mit Sonnenuntergang festgestellt und uns einen alternativen Übernachtungsplatz hätten suchen müssen.
Bald erreichten wir an einem Hügel inmitten einer Ebene einen Picknickplatz, wo wir Pause machten. Wir kombinierten Frühstück und Mittagessen, kochten Eier und aßen Brötchen. Dabei besuchte uns ein unscheinbarer Vogel, den wir noch nie zuvor gesehen hatten. Wir bestimmten ihn als Namibschmätzer (Tractrac Chat). Immer wieder schlug er mit seinen Flügeln und kam zutraulich recht nah an uns heran.

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Und noch etwas kam näher. Wo auch immer es herkam, hielt plötzlich ein Fahrzeug neben uns, und vier Leute stiegen aus. Es handelte sich um Angestellte des Nationalparks. Sie wollten unser Permit sehen. Ach du Schande, wie unangenehm! Auch das hatten wir nicht gewusst. Während wir eigentlich dachten, über die verschiedenen Permitstrecken recht gut informiert zu sein, war uns diese hier anscheinend völlig durchgegangen. Wir konnten natürlich nichts vorzeigen und hatten auch kein schlechtes Gewissen, da wir ja nicht erwarteten, etwas falsch gemacht zu haben. Das wurde uns aber recht schnell klar. Die Laune des Officers war – zugegebenermaßen zu Recht – ziemlich frostig, und man wies uns darauf hin, dass wir ein Schild übersehen hätten. Obwohl wir beide uns sicher waren, dass entlang unseres Weges kein entsprechendes Hinweisschild gestanden hatte, entschuldigten wir uns mehrfach, dass wir nicht absichtlich kein Permit besorgt hatten. Zum Glück waren die Parkangestellten nachsichtig mit uns und beließen es bei einer Ermahnung.
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Nov. 2016 · #91
Auf direktem Weg fuhren wir Richtung Küste und erreichten die Hauptstraße in Höhe der Robbenkolonie Cape Cross. Auf den letzten Kilometern Richtung Atlantik nahm die Temperatur mehr und mehr ab. Während wir im Messum-Krater noch 26 Grad hatten, zeigte das Thermometer am Meer nur noch 13 Grad an.

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Beim Bezahlen der Eintrittsgebühr sahen wir im Registrierungsbuch, dass Sönke, Sandra und Lia kurz vor uns angekommen waren. So trafen wir die drei ungeplant schon jetzt wieder. Es war frisch und bedeckt, und der starke Geruch der Robben setzte sich in unsere Nasen. Wir hatten den Eindruck, dass noch mehr Tiere versammelt waren als letztes Jahr. Überall lagen die Körper übereinander, und es blökte aus tausend Mäulern. Dazwischen saßen oder flogen Seemöwen. Wir beobachteten das Getümmel eine ganze Zeit lang, denn es gab immer wieder Neues zu entdecken. Ohne Rücksicht wälzten sich stattliche Bullen über die Kühe und ihre Kälber hinweg zum Meer, Jungtiere hingen schmatzend an den Zitzen ihrer Mütter, es wurde geschlafen, gekuschelt und aus verschlafenen Augen umhergeblinzelt. Hin und wieder rollte sich ein Tier von der linken auf die rechte Seite oder stieg über die Leiber einiger Artgenossen hinweg, was ihm unfreundliches Schnauben einbrachte. Während der Gang der Robben an Land mit hin- und herpendelndem Oberkörper recht unbeholfen und mühsam erscheint, sind ihre Bewegungen in der starken Brandung wirklich beeindruckend. In den wildesten Fluten tummeln sie sich kopfüber in den hohen Wellen, und es grenzt an ein Wunder, dass sie nicht völlig zerschmettert an den harten Felsen aufprallen. Leider sahen wir auch zwei Seerobben, denen es nicht so gut ging. Die eine hatte sich in einer Plastiktüte verfangen, die sich als Schlinge um ihren Hals gelegt hatte, und die andere war in einen Draht geraten, der ebenfalls in ihren Hals schnitt. Da die eine Robbe nicht weit vom Besuchersteg entfernt lag, wäre Ruth am liebsten gleich selbst losmarschiert und hätte die Plastiktüte zerschnitten. Das trauten wir uns dann aber doch nicht.

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Bald waren wir ziemlich durchgefroren, da wir immer noch kurze Hosen anhatten, und so machte es uns nicht viel aus, unseren Weg fortzusetzen. Den Gestank konnten wir ohnehin nicht mehr länger ertragen (wir waren uns sicher, dass er uns in Haaren und Kleidung begleiten würde).
Eine gute Stunde brauchten wir bis Swakopmund. Inzwischen war die Sonne zum Vorschein gekommen. Bei Meike und Klaus tranken wir Kaffee und unterhielten uns ein wenig. Dann räumten wir alle Sachen ins Zimmer und duschten den Robbenmief ab. Zum Abendessen gingen wir in den Secret Garden und aßen ganz untypisch für Afrika eine Pizza.

Kilometer: 258
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796 Beiträge · seit 201529. Nov. 2016 · #92
Hallo Eulenmuckels,

ihr habt ja echt tolle Fotos und einen super Bericht geschrieben. Namibia hat scheinbar noch einige wunderbare Orte zu bieten. Freue mich auf weitere Bilder und wie eure Reise weitergehen wird

Gruß Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
2'261 Beiträge · seit 201129. Nov. 2016 · #93
Liebe Ruth und Uwe,
wieder so so so schön. Ich genieße die schönen Fotos von der Robbebkolonie ohne den dazugehörigen Odeur 🙂 😉 .
Der Namibschmätzer ist einer der Bipperle die ich auch kenne – dank Prof E. 😗
Am besten gefallen hat mir bei den letzten Beiträgen „Springende Ruth unter dem Steinbogen“ und „Man showering“ 😛 🤪

Dankegrüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
925 Beiträge · seit 201629. Nov. 2016 · #94
Hallo,

als leidenschaftlicher Fotograf muss ich auch ein paar Sätze des Mitfühlens zu der Situation an der Spitzkoppe loswerden. Ich kenne solche Fototouren leider auch zu genüge. Ein derart unnachgiebiges Verhalten kam mir jedoch zum Glück noch nicht unter, das hängt vermutlich stark von der Person des Guides ab. Ich weiß auch, wie schmerzhaft es ist, wenn eine lange im Voraus geplante Aufnahme nicht zustandekommt. Wenn nur das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, ist es ja ok, aber auf diese Weise um ein Bild gebracht zu werden ist schon heftig. Ich glaube ich hätte die Herren einfach nach einiger Zeit ignoriert und wäre ihnen notfalls einfach ins Bild gelaufen. Manche Menschen muss man manchmal einfach zu gegenseitiger Rücksichtnahme zwingen. Zum Glück gibt es dort immerhin auch noch eine Menge weiterer toller Vordergründe, wie ihr mit der Strartrailaufnahme eindrucksvoll gezeigt habt.

Wir hatten uns im Oktober auch extra den Platz unterhalb des Bogens ausgesucht, weil ich bereits die Sorge hatte, dass wir nicht die einzigen sein könnten, die Nachtaufnahmen vom Bogen machen wollten. Letztendlich hatten wir jedoch Glück und konnten ungestört dort fotografieren.

Es ist Wahnsinn, wie viel heller das Mondlicht bei euren Aufnahmen ist. Wir hatten eine mondlose Nacht und damit zwar eine fantastische Milchstraße, aber große Schwierigkeiten, wenigstens etwas Licht in den Vordergrund zu bringen (auf Lasershow hatten wir nicht so Lust - da sie m.E. selten natürliche Ergebnisse liefert). Ich möchte mich dem allgemeinen Lob euer Bilder, insbesondere der Nachtaufnahmen gerne anschließen. Mir gefällt vor allem der Bildaufbau bei eurem Bild des Bogens. Ich habe leider immer nur ein 14mm oder ein 24mm Objektiv zur Verfügung. Bei 14mm wird der beeindruckende Vordergrund oft zu klein, bei 24mm passen nicht genug Sterne drauf.. Eure Aufnahmen zeigen, dass ich wohl häufiger versuchen sollte, mit anderen Brennweiten als 14mm Sterne zu fotografieren, zur Not kann man ja auch noch stitchen.

tl,dr: Mein Beileid für den Fehlschlag mit Strartrails vom Felsenbogen und großes Lob an eure gesammelten Werke!

Viele Grüße,

fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Nov. 2016 · #95
@Markus:
Namibia hat scheinbar noch einige wunderbare Orte zu bieten.
Oh ja, viele! Den Süden, den Nordwesten und dazwischen auch noch welche. Namibia ist wunderschön.

@Guggu: Vielen Dank für die Bild-Titel. Und ja: Prof. E. ist wirklich eine Instanz. 😉

@fidel: Dass ich am Rock Arch an der Spitzkoppe keine Sternenaufnahmen machen konnte, wie ich das vorhatte, war zwar schade, hat mich aber auch nicht in eine Depression gestürzt. Zum einen weiß ich, dass ich irgendwann wieder mal dort sein werde, und andererseits gibt es – wie du auch geschrieben hast – viele andere schöne Ausblicke in Namibia.
Beim Mondlicht bin ich immer hin- und hergerissen. Mit Mondlicht sieht man auf den Fotos viele Details der Umgebung, und man kann auch nachts die Schatten fotografieren. Aber ohne Mond kommen die unzähligen Sterne viel mehr zur Geltung. Das gefällt mir noch etwas besser.
Den Sternenhimmel fotografiere ich am liebsten mit kleinstmöglicher Brennweite. Das sind bei mir 17 mm.
Vielen Dank für das Kompliment. Es werden im Laufe des Reiseberichts immer mal wieder ein paar Nachtaufnahmen dabei sein.

Viele Grüße
Uwe
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8'678 Beiträge · seit 201029. Nov. 2016 · #96
Guten Abend Ihr Zwei,

momentan hechel ich euch ein bisschen hinterher 😵 - unterwegs habe ich dann aber mit Freude festgestellt, dass auch dieses Jahr euer Beleuchter wieder mit auf Reisen durfte 🤩 ! Also diesen Typen würde ich ja schon zu gerne mal kennen lernen 😉
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Jetzt hoffe ich aktuell auf ein neues Kapitel mal nicht zu nachtschlafender Zeit - dann hätte ich heute nämlich ein schönes Betthupferl 🙂

Gutsnächtle und liebe Grüße von Bele
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290 Beiträge · seit 201029. Nov. 2016 · #97
Hallo Eulenmuckels!

Erstmal schließen wir uns allen anderen an: Schöner Bericht, tolle Bilder, traumhafte Eindrücke. Vielen Dank für Eure Mühe!!

Sagt mal, was für ein Permit hättet Ihr beim Messum Crater haben sollen? Wir sind schon mal dort gewesen, haben aber keinen Hinweis darauf gefunden, dass ein Permit nötig ist. Allerdings haben wir nur eine Runde gedreht und sind nicht weiter Richtung Küste gefahren. In ein paar Wochen ist es aber wieder so weit und dieses Mal steht die Strecke vom Brandberg über Messum zum Cape Cross auf dem Plan, also genau Euer Weg - mehr oder weniger. Könnt Ihr uns einen Tipp zum Permit geben?

Danke Euch und weiter so! 🙂

LG, Dirk
Reisebericht: Namibia 2010/ 2011 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Reisebericht: Südafrika 2011/ 2012
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200630. Nov. 2016 · #98
@Bele: Ja, der Beleuchter. Der war natürlich wieder mit dabei und hat oft sehr gute Dienste geleistet. Vielleicht wirst du ihn ja eines Tages auch mal persönlich kennenlernen. 😉
Für das nächste Kapitel müssen wir dich wohl auf morgen vertrösten.

@Dirk: Vielen Dank. Wir wussten auch nichts von einer Permitpflicht für den Messum-Krater. Aber die Ranger waren diesbezüglich eindeutig. Als wir kurz vor Cape Cross die Hauptstraße erreichten, sahen wir ein umgefallenes Schild "Permit required" für die Richtung, aus der wir kamen. Vorher war uns kein Schild aufgefallen. Der Messum-Krater liegt noch im Dorob Nationalpark. Beim nächsten Mal würde ich mir für den Besuch dort entweder in Swakopmund oder in Windhoek ein entsprechendes Permit besorgen.

Viele Grüße
Uwe
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8'678 Beiträge · seit 201001. Dez. 2016 · #99
Eulenmuckel schrieb:@Bele: Ja, der Beleuchter. Der war natürlich wieder mit dabei und hat oft sehr gute Dienste geleistet. Vielleicht wirst du ihn ja eines Tages auch mal persönlich kennenlernen. 😉
Uwe, es wäre mir ein Vergnügen 😁 !
Für das nächste Kapitel müssen wir dich wohl auf morgen vertrösten.
Also jetzt ist morgen... und ich wäre bereit 😎 !

Liebe Grüße von Bele
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zuletzt bearbeitet 01. Dez. 2016
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200601. Dez. 2016 · #100
Tag 10 – Sonntag, 17. Juli 2016 – Wüste und Küste

Meikes Gästehaus, Swakopmund

Heute mussten wir für Swakopmund verhältnismäßig früh aufstehen. Bereits um 7.15 Uhr saßen wir beim Frühstück, da wir um acht Uhr von Sean abgeholt wurden. Dieses Jahr haben wir die Desert Tour von Batis Birding Safaris gebucht. Im Gegensatz zu den bekannteren Veranstaltern sollten die Gruppen nicht so groß sein. Heute waren wir acht Leute im ersten Auto, und ein zweiter Wagen folgte mit drei weiteren Gästen. Die Gruppe war sehr angenehm.
Wir fuhren nicht mitten in die Sanddünen hinein, sondern nur am Rand um sie herum.

Namiblerche

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Wir erhielten eine Einführung in die Nahrungskette und das Zusammenspiel von Meeresströmung, Nebel, Pflanzen und Tieren. Sean zeigte uns auch einen riesigen Pferdefriedhof, wo vor vielen Jahren zweitausend Tiere getötet werden mussten, nachdem sich eine bakterielle Krankheit ausgebreitet hatte. Noch heute kann man einige der unzähligen Tierknochen sehen.
Wir fuhren ganz gemütlich durch die Wüste. Ab und zu hiel Sean an und zeigte uns etwas Interessantes. Dazu gehörten ein kleiner Skink und ein winziger Palmato-Gecko. Da die Haut des Geckos sehr sonnenempfindlich ist, war nur ein ganz kurzes Fotoshooting möglich, bevor sich der kleine Kerl wieder rasch im schützenden Sand einbuddelte.

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Auf eine Dancing White Lady mussten wir verzichten, denn Sean erklärte, dass die Spinne viel Arbeit und Energie darauf verwendet, ihren Unterschlupf zu bauen, den er beim Ausgraben nicht zerstören will. Wir waren nicht traurig, da wir auch ohne Spinne genug zu sehen bekamen.
Verschiedene Echsen und ein Skorpion flitzten an den Dünenflanken entlang. Es war gar nicht so einfach, ein einigermaßen scharfes Foto zu bekommen, da das Krabbeltier ständig in Bewegung war und nicht einmal verharrte.

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Fasziniert waren wir auch von der kleinen Horn-Adder, die unter einem Busch zusammengerollt lag. Ohne Hilfe hätten wir sie niemals entdeckt.

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Ab und an stiegen wir aus den Autos und liefen ein wenig umher. Während wir durch die Wüstenlandschaft wanderten, hatten wir schnell zwei treue Begleiter gefunden. Zwei Chats waren offenbar gut mit Sean befreundet. Kein Wunder, denn als Geschenk hatte er ein paar Mehlwürmer dabei. Die Vögel schlugen aufgeregt mit den Flügeln und folgten uns von Busch zu Busch. Sie waren so zutraulich, dass sie Sean die Würmer sogar aus der Hand nahmen.

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Zwischendurch gab es Getränke und ein paar kleine Snacks. Wir bestiegen eine nahe Düne und schauten auf die vielen Linien und Spuren im Sand.

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Zu unserer großen Freude entdeckten wir auch wieder zwei Chamäleons. Das erste hatte leider keinerlei Interesse an einer Mahlzeit und verschmähte den angebotenen Mehlwurm.

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Das zweite Chamäleon saß schon von weitem gut sichtbar an einer alten Bahnschiene auf einem Stein, als würde es auf den Zug warten. Es freute sich sehr über die Abwechslung und die dargebotenen Würmer. Schnell den Fotoapparat im Anschlag und auf Dauerfeuer gestellt, bevor die lange, klebrige Zunge den armen Wurm schnappte und wieder im Maul verschwunden war. Das ging so schnell, dass man mit bloßem Auge keine Einzelheiten erkennen konnte.

Am Sonntag um 13:25 Uhr fraß es einen dicken Mehlwurm, aber satt war es immer noch nicht.

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Am Sonntag um 13:26 Uhr fraß es noch einen dicken Mehlwurm, aber satt war es immer noch nicht.

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Am Sonntag um 13:27 Uhr fraß es einen weiteren Mehlwurm, aber es hatte immer noch Hunger.

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Am Sonntag um 13:28 Uhr fraß es den letzten Wurm.

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Jetzt war es glücklich und zufrieden.

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zuletzt bearbeitet 01. Dez. 2016