Die Eulenmuckels 2016 in Namibia und Botswana

Reisebericht 412 Antworten · 77,3k Aufrufe · gestartet 13. Nov. 2016 von Eulenmuckel
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200601. März 2017 · #301
Ein noch sehr kleiner Elefanten-Baby-Bulle versuchte, mit seiner Mutter, seinen Tanten und Geschwistern mitzuhalten. Alle passten auf, dass er nicht aus der Reihe tanzte und nah bei der Herde blieb. Er mühte sich eifrig, es den Großen nachzumachen und wickelte sich die Pflanzen um den Rüssel.

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Ein Waran glitt durch das Gras, und wir freuten uns über einen Nachtreiher.

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Scherenschnabel (Skimmer)

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Waffenkiebitz

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Sporengans

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Junges Blaustirn-Blatthühnchen

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Kurz vor dem Sonnenuntergang positionierte Peter das Boot so, dass vor der Sonne noch ein paar Elefanten standen.

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Überhaupt machte er seine Sache sehr gut. Auf dem Rückweg, bei dem wir wie immer sehr schnell fuhren, war die Luft noch angenehm warm. In der Garden Lodge bezahlten wir und fuhren im Dunkeln zurück zur Campsite. Dort gingen wir wieder zum Buffet.
Wir ließen uns alles schmecken, aßen Bobotije, Spinat, Reis, Roast Beef, frisch Gebratenes, Suppe und Nachtisch. Es war sehr lecker. Morgen geht es wieder zurück nach Namibia auf unsere letzte Etappe dieser Reise von Osten nach Westen durch den Caprivi.

Kilometer: 64
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. März 2017 · #302
Tag 34 – Mittwoch, 10. August 2016 – Zurück nach Namibia

Chobe Safari Lodge, Kasane – Kalizo-Lodge, Katima Mulilo

Der Morgen verlief wie gestern. Wir standen im Dunkeln auf und packten alles zusammen, tranken Tee und Kaffee und verließen Kasane. Beim Sedudu-Gate kauften wir ein Tagespermit und fuhren entlang der River-Front am Chobe entlang. Wieder sahen wir viele Wasservögel. An einem ruhigen Seitenarm standen Nilgänse, Witwenenten und Löffler, und Nimmersatte fischten im seichten Wasser. Dann kamen plötzlich zwei Skimmer, die den aufgeklappten Schnabel im Flug durch das Wasser zogen und so Beute machten.

Nilgans

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Witwenente

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Löffler

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Skimmer

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Am gegenüber liegenden Ufer zankten oder spielten zwei junge Hippos.

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Riedscharbe

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Als wir schon kurz vor Serondela standen, gab uns ein entgegenkommendes Pärchen den Tipp, dass in den Puku Flats zwei Löwen lägen. Es sei nicht weit. Wir drehten um und fuhren ein paar Kilometer zurück. Als wir die Flats erreichten, sahen wir schon von weitem mehrere Autos an einer Stelle stehen. Tatsächlich lag ein männlicher Löwe im hohen Gras. Lediglich sein Kopf war zu sehen. Es war zu erkennen, dass er schon älter sein musste, denn er wirkte ein wenig ramponiert. Besonders sein rechtes Auge schien nicht in Ordnung zu sein. Wenige Meter neben ihm streckte auch die Löwin kurz den Kopf in die Höhe. Mehr Action war von beiden nicht zu sehen und wohl auch nicht zu erwarten. Ein weiteres Fahrzeug traf ein und fuhr off road bis zehn Meter neben die Löwen. Das war wohl tatsächlich in Ordnung, denn auf dem Wagen stand „Do not follow. Filming team“. Vielleicht sollten wir uns auch mal so einen Aufkleber besorgen. Tatsächlich standen auf der Ladefläche des Pickups einige Leute, alle mit Kameras bewaffnet.

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Obwohl diese beiden Löwen die ersten Katzen waren, die wir nach vielen Besuchen am Chobe gesehen haben, blieben wir nicht lange bei ihnen und fuhren weiter nach Serondela. Dort picknickten wir und behielten unseren Tisch im Auge, da wieder eine Meerkatze im Baum neben uns saß und zur Tarnung ganz unbeteiligt schaute.

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Frankolinküken

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Anschließend entschieden wir, nicht weiter bis Ihaha zu fahren, sondern die direkte Verbindung zur Transitstraße durch den Chobe zu nehmen. Dort bogen wir nach Westen ab und erreichten bald bei Ngoma die Grenze. Zuvor sahen wir noch eine große Elefantenherde bei der Straßenüberquerung.

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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. März 2017 · #303
Die Grenzformalitäten waren sowohl auf botswanischer als auch auf namibischer Seite wie immer schnell erledigt, und wir konnten weiterfahren. Selbstverständlich wurden wir per Temperaturpistole auf Ebola getestet. Bis kurz vor Katima Mulilo fuhren wir auf Teer, dann bogen wir nach Osten ab. Fast auf der ganzen Strecke bis zum Abzweig zur Kalizo Lodge wurde die Schotterstraße erneuert. Daher führte die Piste parallel neben der Baustelle entlang. Viele Schulkinder waren auf dem Heimweg.
Bei der Lodge sahen wir schon, dass viele Campingplätze belegt waren. Wir liefen ein wenig herum und suchten uns einen noch freien Stellplatz im hinteren Teil des Campingareals aus, wo es etwas ruhiger war und mehr Vögel herumflogen. Zum Glück hatten wir fast den ganzen Nachmittag Zeit. Uwe sicherte viele Fotos, und Ruth sorgte dafür, dass ihm die Arbeit nicht ausging. Wie erhofft kamen viele spannende Vögel zu uns:

Weißstirnspint

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Halsband-Bartvogel

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Bindennektarvogel

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Rahmbrustprinie

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weiblicher Schneeballwürger

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Pünktchenastrild

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Graufischer

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Graukopfsperling

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weiblicher Senegal-Amarant

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Langspornkiebitz

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Unter dem Schattendach, das zu unserem Platz gehörte, waren einige Schwalbennester, und die kleinen Streifenschwalben landeten direkt neben uns.

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Es war recht windig, und viele Wolken zogen über den Himmel.

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Wir duschten, spülten Geschirr und unterhielten uns mit den Campnachbarn, einem älteren Pärchen aus Südafrika. Am Abend kochten wir Nudeln mit Soße aus Tomaten, Paprika, Möhren und Bohnen. Darüber rieben wir Käse. So langsam gehen unsere Vorräte zu Ende, aber auch der Urlaub geht ja nun leider in die letzte Woche.
Kurz schaute noch ein Hundertfüßer vorbei, der allerdings recht rasch das Weite suchte, als wir ihn mit der Taschenlampe anstrahlten.

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Nach Sonnenuntergang fingen die Frösche an zu quaken, und wir genossen die warmen Temperaturen am Sambesi.

Kilometer: 153
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zuletzt bearbeitet 13. März 2017
4'528 Beiträge · seit 200708. März 2017 · #304
Liebe Eulenmuckels,

völlig urlaubsreif habe ich mir gerade den richtigen Votgeschmack auf 12 Tage KTP und ein wenig Rahmenprogramm geholt 😎
Eure Vogelpics sind mal wieder der Kracher. Ach was schreibe ich da....... immer wieder das Gleiche 😉 🙂

Liebe Grüße und bis bald
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
1'674 Beiträge · seit 201209. März 2017 · #306
Hallo ihr Zwei,
theoretisch müsste ich euren Bericht gar nicht lesen. Die Bilder sprechen für sich!
Einfach fantastisch.

Den Rest kann ich leider erst in 4 Wochen nachlesen. 😎

Liebe Grüße Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
443 Beiträge · seit 201409. März 2017 · #307
Hallo Eulenmuckels,

hoffentlich haben die Piepmätze ihren ersten Wohnsitz in der Kalizo-Lodge und sind im September nicht gerade on holiday. Dann werden wir die prächtigen Exemplare Aug in Aug bewundern können 😄 . Ich fahre schon die ganze Zeit heimlich mit und bin - wie alle anderen - total fasziniert von den wunderbaren Fotos in eurem lebendigen Reisebersicht. Daaaanke 🙂 🙂 🙂
LG aus Aaachen
Ute
8'681 Beiträge · seit 201009. März 2017 · #308
Meine Lieben,

nachdem ich nun endlich schnelles Internet habe und Fotos sofort und nicht nach minutenlangem Warten anschauen kann genieße ich eure letzten Kapitel gerade noch einmal - danke!

Hinter dem Schneeballwürger habt Ihr ein Fragezeichen - ich würde es gegen ein "weiblich" eintauschen, dann sollte es stimmen.

Siehe oben - jetzt kann es mit viiiiielen Fotos gerne weiter gehen! 😘

Schönen Abend und liebe Grüße von Bele
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4'382 Beiträge · seit 201514. März 2017 · #309
....sehr heftiges Gewedel mit Zaunpföschdle.....
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
65 Beiträge · seit 201614. März 2017 · #310
Hallo Eulenmuckels,
bisher war ich stiller Mitleser. Aber jetzt muss ich Euch großes Kompliment geben. Der Reisebericht ist ganz toll und vor allem viele tollen Bildern. Ich bin davon begeistert. Mehr davon bitte. 😉
Eine Frage: Waren die Vögeln wirklich immer so nah am Auto? Oder durch lichtstarkes Objektiv wurden die Vögel herangezoomt? Wenn ja, wie groß war die Brennweite? Im September 2017 werde ich auch nach Namibia fliegen und ich habe ein neues Objektiv zugelegt und zwar Canon 100-400mm 1:4,5-5,6 L II IS USM. Ich hoffe, dass dieses Objektiv für die Tieraufnahme ausreichen wird.
Viele Grüße
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. März 2017 · #311
@Carsten: Auch wenn ihr euch inzwischen selbst schon wieder in der Kalahari herumtreibt, bedanken wir uns bei euch, dass ihr immer wieder das gleiche schreibt. 😉

@Konni: Auch dir ein herzliches Dankeschön.

@Dagmar: Ihr Glücklichen! April scheint eure Reisezeit zu werden. Wir freuen uns schon auf euren nächsten Reisbericht. Viele Grüße auch an Jürgen

@Ute: Bei der Kalizo-Lodge sind immer viele Vögel anzutreffen. Ich glaube, auch im September. Vielleicht habt ihr sogar schon Glück und könnt die Karminspinte entdecken. Liebe Grüße nach Aaachen 😉

@Bele: Dann kannst du ja jetzt noch schneller die Reiseberichte lesen und bist auch die erste, die sich bei einem neuen Bericht meldet. 😉
Danke für deine Einschätzung zur Schneeballwürgerin.

@Friederike: Wir haben dein Winken schon gesehen. 😉 Es geht auch bald weiter. Die Fotos für den nächsten Tag habe ich bereits ausgewählt. Als nächstes muss Ruth den Text überarbeiten. Gestern Abend war ein wichtiger schwarz-gelber Termin. 😉

@chemamsee: Vielen Dank. Manche Vögel waren sehr nah, andere weiter entfernt. Dann machen wir eine Ausschnittsvergrößerung. Die meisten Vogelbilder sind mit dem Canon EF 500mm f/4 L IS USM entstanden. Dein Objektiv ist deutlich neuer und hat sicherlich eine hervorragende Abbildungsleistung. Als Zoom ist es meine erste Wahl auf Safari.

Viele liebe Grüße
Uwe und Ruth
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200616. März 2017 · #312
Tag 35 – Donnerstag, 11. August 2016 – Über Katima zum ehemaligen Mamili

Kalizo-Lodge, Katima Mulilo – Livingstone’s Camp, Nkasa Rupara NP

Heute Morgen ließen wir es ganz langsam angehen. Nachdem die einen Campnachbarn bereits ihren Wohnwagen gepackt hatten, standen wir auf und kochten Kaffee. Mit den vier Birdern von der anderen Nachbarcampsite unterhielten wir uns ein wenig. Die Männer aus Südafrika waren eine ganze Woche hier, nur um Vögel zu entdecken. Sie hatten alle Ankreuzlisten dabei und schon viel gesehen. Leider fuhren sie ebenfalls schon los, so dass wir uns nicht länger austauschen konnten.
Wir frühstückten die letzten Brötchen mit Marmelade und beobachteten lange Zeit Vögel am Flussufer. Graufischer saßen mit frischer Beute im Schnabel auf Ästen über dem Wasser, die Weißstirnspinte kamen aus ihren Bruthöhlen und setzten sich ins Morgenlicht. Streifenschwalben flogen pausenlos umher. Es waren wieder einige Wolken am Himmel, aber die Sonne kam auch immer mal wieder durch.

Gelbsteißbülbül

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Graufischer

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Weißstirnspinte

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kleine Streifenschwalbe

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Bindennektarvogel

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Schmarotzermilan

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Graulärmvogel

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Weißbrauenrötel

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Eulenmuckel

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Malachit-Eisvogel

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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200616. März 2017 · #313
Kurz vor zehn Uhr rissen wir uns los und bezahlten. Dann fuhren wir nach Katima Mulilo. Im Pick and Pay Supermarkt wurde gerade renoviert, so dass nur der halbe Markt zur Verfügung stand, aber wir bekamen dort alles, was wir für die letzten Tage zur Selbstversorgung brauchten: Wasser, Gemüse, Boerewors, Kekse, Brot, Brötchen und an der Backwaren-Theke ein paar süße Sachen. Dort gab es viele (quadratische) Nussecken und Nussstriezel. Wir wollen von jedem eines haben. Der engagierte Mitarbeiter suchte Styroporschälchen heraus sowie eine kleine Zange, um die Backwaren darauf zu legen. Dann wurden sie einzeln in Frischhaltefolie eingepackt. Nun fehlten noch die Preisschildchen. Das Problem war, die korrekte Artikelbezeichnung herauszufinden. Schnell war „Nussplunder“ gefunden, ausgedruckt und auf die Nussecke geklebt. Uwe vermutete bereits, dass dies nicht korrekt war, mischte sich aber nicht ein, denn er wollte einfach nur die beiden Teilchen bekommen. Der zweite Artikel war in der Kasse wohl nicht zu finden. Mehrere Mitarbeiter wurden geholt und befragt. Schließlich, also nach ca. fünf Minuten, erbarmte sich die Kollegin, die eigentlich nur Brot einpackte und klebte das Nussplunder-Schild auf den Striezel und druckte ein Nussknacker-Schild aus und klebte es auf die Nussecke. Fertig, noch bevor es dunkel wurde, konnten wir weiter einkaufen. Als wir zwischenzeitlich den Einkaufswagen für zwei Minuten aus den Augen ließen, war er auch schon weg. Wir beeilten uns und durchsuchten hastig den gesamten Supermarkt. Zum Glück konnten wir ihn einer übereifrigen Mitarbeiterin gerade noch aus der Hand reißen, bevor sie unsere Einkäufe wieder in die Regale sortiert hatte. Ein paar Artikel fehlten bereits, und wir mussten ein wenig nachdenken und rätseln, um welche Dinge es sich genau handelte. Die Mitarbeiter in Supermärkten sind wirklich flott. Es ist nun schon das zweite Mal, dass uns so etwas passiert. Da sollten wir bald wohl mal daraus lernen, den Einkaufswagen nicht aus der Hand zu geben.
Leider bekamen wir kein Nutella mehr, nur einen minderwertigen Ersatz. Vom Supermarkt aus ging es zum Tutwa-Cafe, wo wir jeder einen Cheeseburger mit Pommes aßen.

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Der Burger schmeckte ganz ausgezeichnet, aber besonders gefielen uns die vielen kleinen gefiederten Freunde. Überall im Garten standen kleine Futterschalen und ein Becken mit Wasser herum. Es zwitscherte und piepste, flatterte und wuselte. Neben Angola-Schmetterlingsfinken, Spatzen und Senegal-Amaranten hüpfte versteckt im Geäst eine Schar kleiner Mannikins umher.

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In einem Busch turnte noch ein uns unbekannter Vogel mit einem weißen Kopf herum. Er war fast nicht zu erwischen, aber wir hoffen auf eure Hilfe bei der Bestimmung.

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Ruth war ganz aufgeregt und holte den Fotoapparat. Nach dem Essen nutzten wir das kostenlose WLAN und meldeten uns bei der Verwandtschaft und bei Freunden. Danach ging es noch zur Tankstelle, wo wir außer Diesel auch Feuerholz bekamen.

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Kurz hinter Katima bogen wir Richtung Südwesten auf die C49 ab. Die Teerstraße war in hervorragendem Zustand, und wir kamen gut voran. Die Strecke führte an vielen Dörfern vorbei, Schulkinder kamen in ihren Uniformen mit lila Hemden gerade vom Unterricht, und die halbe Bevölkerung schien auf den Beinen zu sein.

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Uns fiel auf, dass ungewöhnlich viele Radfahrer unterwegs waren. Bei einem Dort hing ein gerade frisch geschlachtetes Tier in Einzelteilen vom Baum.
Nach einer guten Stunde Fahrt bogen wir nach Süden zum Nkasa Rupara Nationalpark ab. Unser Ziel war das Livingstone‘s Camp, das gut ausgeschildert war. Unsere Reservierung war dort zwar nicht bekannt, aber zum Glück gab es ein paar freie Campingplätze. Wir erhielten Nummer 4, einen sehr großen Platz mit eigener Dusche, Toilette, Spüle und überdachter Sitzfläche. Der Campsite ist wirklich luxuriös und hat sogar elektrisches Licht.

Zwergspint

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Streifenliest-Paar

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Wir blieben nicht lange, sondern fuhren am Nachmittag noch in den Park. Am Office bezahlten wir bei einer Rangerin das Permit, auch bereits für den morgigen Tag.
Der Park liegt sehr einsam, und wir begegneten nur zwei weiteren Safari-Fahrzeugen mit Touristen. Wir sahen Impalas, viele Warzenschweine und drei Hornraben, die Elefantendung auseinandernahmen und kleine Käfer in ihren Schlund warfen.

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Da es dieses Jahr nicht viel geregnet hat, ist der Park weitestgehend trocken. Dadurch können fast alle Wege befahren werden. Wir schafften es an diesem Nachmittag nicht, bis zum Linyanti-Fluss zu fahren, sondern mussten vorher umkehren. Immerhin kamen wir bis zu einem kleinen Wasserlauf, bei dem auch ein Hippo stand. Viele Flächen im Park sind vor einiger Zeit verbrannt. Aus der schwarzen, verkohlten Erde sprießt hartes, grünes Gras.

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Auf dem Rückweg fuhren wir an einer kleinen Elefantenherde vorbei. Zurück im Camp war zwischenzeitlich der Platz gesäubert und gefegt worden. Außerdem hatten wir Brennholz bekommen.

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Wir duschten, machten Feuer und bereiteten das Abendessen. Es gab Möhrengemüse mit Blumenkohl und Broccoli im Potije, dazu Boerewors vom Grill und Grillbrote mit Knoblauchbutter.

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Es war super lecker. Besonders schön waren die Abend- und Nachtgeräusche der Umgebung: Mehrere Arten Nachtschwalben stimmten ihre speziellen Rufe an, Scops Owls riefen durch die Dunkelheit, und ein paar Flughunde fiepten. Einer saß sogar ganz nah in einem Baum. Ruth entdeckte ihn schnell.

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An der Wand in unserem Häuschen saß ein kleiner Skorpion. Er war vielleicht drei Zentimeter lang. Wir probierten unsere UV-Taschenlampe aus, und er reflektierte tatsächlich hell. Leider fiel er sofort von der Wand ins Waschbecken, und wir mussten eine kleine Rettungsaktion für ihn starten.

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Nach dem Essen spülten wir, kochten den Potije aus und lauschten bei angenehmen Temperaturen dem Konzert der Nacht.

Kilometer: 205
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zuletzt bearbeitet 16. März 2017
2'397 Beiträge · seit 201116. März 2017 · #314
Liebe Ruth, lieber Uwe,

es wird Zeit, dass ich mich mal wieder melde, um mich für diese wunderschönen und lehrreichen Vogelfotos zu bedanken.
Diesmal haben es mir besonders die Fotos der exotischen Eulenmuckels angetan. Was mich im Tierreich immer wieder verblüfft: wie unterschiedlich die Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern geregelt ist. Während der weibliche Eulenmuckel der produktive Part ist (s. Foto im vorletzten Beitrag), scheint das Männchen der Gattung unentwegt mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt zu sein. Aber wenn es der Arterhaltung dient 😗 🤩

LG aus Puerto de la Cruz,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
705 Beiträge · seit 201417. März 2017 · #315
Eulenmuckel schrieb:Kurz vor zehn Uhr rissen wir uns los und bezahlten. Dann fuhren wir nach Katima Mulilo. Im Pick and Pay Supermarkt wurde gerade renoviert, so dass nur der halbe Markt zur Verfügung stand, aber wir bekamen dort alles, was wir für die letzten Tage zur Selbstversorgung brauchten: Wasser, Gemüse, Boerewors, Kekse, Brot, Brötchen und an der Backwaren-Theke ein paar süße Sachen.
Ah, dort hätte es einen guten Shop.... Wir waren im Oktober im Goodi Store daneben und waren erstaunt, dass es in Katima nur einen so schlechten Supermarkt gab. Etwas besseres fanden wir nicht.

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
8'681 Beiträge · seit 201017. März 2017 · #316
Schön dass es weiter geht 🙂
Eulenmuckel schrieb:
In einem Busch turnte noch ein uns unbekannter Vogel mit einem weißen Kopf herum. Er war fast nicht zu erwischen, aber wir hoffen auf eure Hilfe bei der Bestimmung.
20160811-113330-IMG_3716.jpg

Wegen eures weißen Piepmatzes wäre ich heute fast zu spät in die Schule gekommen 😕 Und auch heute Nachmittag hab ich nicht die perfekte Lösung gefunden. Aber ich stoße die Diskussion mal an, auch auf die Gefahr hin völlig daneben zu liegen:

Sitzhaltung, Schnabel, weißer Kopf, schwarzer langer Schwanz lassen mich an einen Southern pied Babbler denken, natürlich kein erwachsenes Exemplar, denn das wäre zu leicht 😗 .

Im Sasol steht über die juvenilen bzw. immaturen Drosslinge folgendes: Juv. is pale brown, whitening with age (warum sollte es dem auch anders gehen als mir?? 🤩 😄 ) and passing through series of mottled plumages over 4-6 month period.


Edit am nächsten Tag: Vergessen wir das - war eh nur ins Blaue geraten - die neuen Fotos machen die Verwirrung komplett! 🤩

So, die Diskussion zur besten Kaffeezeit ist eröffnet 🙂

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 18. März 2017
5'049 Beiträge · seit 201417. März 2017 · #317
So, die Diskussion zur besten Kaffeezeit ist eröffnet 🙂
Ich hatte mich zum "UFO" nicht gemeldet, da ich mir sehr unsicher bin. Ich hatte im ersten Moment an einen jungen Weißscheitelwürger gedacht, aber irgendwie passt mir der Schnabel nicht so ganz.

Bin mal gespannt, ob Jemand das Rätsel lösen kann!

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
8'681 Beiträge · seit 201017. März 2017 · #318
Daxiang schrieb:
So, die Diskussion zur besten Kaffeezeit ist eröffnet 🙂
Ich hatte mich zum "UFO" nicht gemeldet, da ich mir sehr unsicher bin. Ich hatte im ersten Moment an einen jungen Weißscheitelwürger gedacht, aber irgendwie passt mir der Schnabel nicht so ganz.

Bin mal gespannt, ob Jemand das Rätsel lösen kann!

LG Konni
Hi Konni,

an den hatte ich auch gedacht, aber wie du sagst....der Schnabel.

ABER: daraufhin hab ich nochmal genau hingeschaut und finde meinen Tipp überhaupt nicht mehr gut - der Schnabel beim Babbler ist ja eigentlich anders angesetzt, mehr so in einer Linie mit der Stirn 😵 . Außerdem irritiert mich das Schwarz am Hals.... Ich kann aber blättern so viel ich will, ich finde nichts 😐

Bin nun seeeehr gespannt auf die Lösung!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
2'167 Beiträge · seit 200917. März 2017 · #319
Ja, das schwarz am Hals irritiert mich auch!
Hast noch andere Fotos, Uwe, wo man vielleicht den Ruecken sieht? Wie gross war denn der?
Der einzige der mir irgendwie aehnlich sieht ist ein junger White-breasted Cuckooshrike. Im Sasol Photographic Field Guide hats da so was aehnliches, das ist aber fast ganz weiss, ohne schwarz an der Kehle....
???

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
8'681 Beiträge · seit 201017. März 2017 · #320
maddy schrieb:Ja, das schwarz am Hals irritiert mich auch!
Hast noch andere Fotos, Uwe, wo man vielleicht den Ruecken sieht? Wie gross war denn der?
Der einzige der mir irgendwie aehnlich sieht ist ein junger White-breasted Cuckooshrike. Im Sasol Photographic Field Guide hats da so was aehnliches, das ist aber fast ganz weiss, ohne schwarz an der Kehle....
???

Gruss aus Sodwana
Maddy
Och menno Maddy, du warst meine große Hoffnung! 🙁
Den Shrike hab ich mir eben im Photo-Guide angeschaut - stimmt, der kuckt ein bisschen wie der bei den Muckels - aber farblich passt das auch nicht. Aber wer weiß schon, welche Färbungen er durchläuft, bis er wie der erwachsene Vogel aussieht?

Es wird immer spannender...... 🙄

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute