Lustige, kuriose oder gefährliche Tierbegegnungen

145 Antworten · 22,6k Aufrufe · gestartet 20. Mai 2016 von BikeAfrica
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2'338 Beiträge · seit 200703. Juni 2016 · #61
Hallo zusammen

Meine Geschichte tönt jetzt wahrscheinlich ziemlich unglaubwürdig, aber ich schwöre, dass sie wahr ist.

Vor einigen Jahren verbrachten wir ein paar Tage bei den Augrabies-Fällen. Während der Weiterfahrt in Richtung Namibia fiel uns auf, dass irgendwas an unserem Fahrzeug jeweils ab ca. 80 km/h recht laut zu zwitschern anfing 😵 . Sobald wir langsamer fuhren, verstummte das Gezwitscher. Dieses nervige Zwitschergräusch ging uns ehrlich gesagt so ziemlich auf den Sack 😈 und wir befürchteten schon einen Defekt an unserem Auto. Nachdem wir auf unserem nächsten Übernachtungsplatz alle erdenklichen Möglichkeiten durchgecheckt hatten, gaben wir die Suche erfolglos auf 😐 und nahmen uns vor, in Windhoek unseren Automechaniker zu beauftragen, die Störung zu suchen und zu beheben 🙁 .

Am nächsten Tag machten wir irgendwo zwischen Keetmanshoop und Mariental am Strassenrand eine P..-Pause und dabei beobachteten wir, wie ein unscheinbares Vögelchen kurz vom Autodach wegflog, eine kleine Runde drehte und wieder zwischen Dach und Dachzelt auf einer Bastmatte landete 😮 .

Später in Mariental füllten wir an einer Tankstelle Benzin auf und wen sahen wir 🤩 ? Das Vögelchen 🤩 ! Es drehte wieder kurz eine Runde und setzte sich dann gemütlich auf sein Stammplätzchen unter dem Dachzelt. War dieser kleine Kamerad etwa der Zwitscherer ab 80 km/h 🙄 ? Geriet er etwa ab einem gewissen Tempo in einen Geschwindigkeitsrausch oder riss es ihm dann einfach automatisch den Schnabel auf? Nachdem der Benzintank aufgefüllt war, fuhren wir ins “Villenviertel “von Mariental - dort wo einige schöne, grosse Bäume in den Gärten stehen - und scheuchten das Vögelchen unter dem Dachzelt weg 😊 . Es flog in den nächsten Baum - und was tat es??? Es zwitscherte aus voller Kehle und es war genau dieses Gezwitscher, welches uns die ganze Zeit so genervt hatte. Klammheimlich und mit schlechtem Gewissen machten wir uns aus dem Staub 😣 , in der Hoffnung, dass uns der Vogel nicht weiter folgt, denn man weiss ja nie, was in so einem Vogelhirn vor sich geht.

Wir erreichten Windhoek ohne weitere Gesangseinlagen. 🙂
Den Mechaniker konnten wir uns nun sparen. 😄

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'425 Beiträge · seit 201303. Juni 2016 · #62
Hi,

das macht Spass hier, darum noch was lustig, grausliges 😵

Wenn man in Australien in den Bushcamps auf eine Bushtoilette geht, dann kann es einem passieren, dass man mit einem fröhlichen "Quak" unter dem nackten Hintern begrüßt wird 🤩

21.05.200819.03.58EungellaNP-MidgePoint(Small).JPG


Diese kleinen Gesellen leben in den Toiletten und fühlen sich da offensichtlich sehr wohl 😄

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
Themenstarter7'297 Beiträge · seit 200603. Juni 2016 · #63
Clamat schrieb:
das macht Spass hier, darum noch was lustig, grausliges 😵

... was Grausliges kommt gleich noch weiter unten ... 😉

Diese kleinen Gesellen leben in den Toiletten und fühlen sich da offensichtlich sehr wohl 😄

... das habe ich in Malawi auch mal erlebt.
Anscheinend ernährte sich der kleine Frosch von den Stechmücken, die einem beim Tagesgeschäft gerne eine Blutprobe entnehmen. Beim Spülvorgang wurde er immer mit in die Tiefe gerissen, tauchte dann aber kurz später wieder auf und versteckte sich unter dem Rand.

Hier das erwähnte schaurige Erlebnis, ebenfalls aus Malawi. Mein Reisepartner und ich erreichten am späten Nachmittag ein Dorf, in dem es keine Übernachtungsmöglichkeit gab. Es gab jedoch ein größeres Waisenhaus und ich ging zur Leiterin, erklärte ihr, dass wir mit dem Rad durchs Land fahren und eine Bleibe für die Nacht suchen und fragte, ob wir auf dem Gelände unsere Zelte aufstellen dürfen. Das war kein Problem und als kleines Dankeschön überreichten wir ihr ein paar Buntstifte und Luftballons für die Kinder.

Die Kinder waren in mehreren ordentlichen Gebäuden untergebracht, aber es gab auch eine Außentoilette für tagsüber, wenn die Kinder auf dem Gelände spielten. Diese könnten wir auch benutzen, sagte uns die Leiterin. Als wir unsere Zelte aufgestellt hatten, begann es bereits zu dämmern. Wir gingen zur Toilette und - die Außenwände des Gebäudes waren übersät mit Kakerlaken. Ein Blick ins Innere führte zu kaltem Grausen. Tausende von diesen Tieren in einer Größe bis zu Kreditkartenlänge bedeckten Boden, Wände, Decke ... man hätte nirgendwo hintreten können, ohne auf einige Exemplare zu treten. Es bedurfte keiner langen Diskussion, um diese Toilette zum Sperrgebiet zu erklären.

Das Problem wurde nun dadurch etwas verschärft, dass wir zuvor unterwegs in einem anderen Dorf auf dem Markt als einzige Nahrungsmittel einen Bund Bananen kaufen konnten, die jedoch schon kräftig zu gären begonnen hatten. Infolge des Hungers aßen wir das Zeug, aber nun begann es bereits verdächtig in den Eingeweiden zu rumpeln. Letztendlich überstanden wir die Nacht folgenfrei, aber im Notfall wären wir vom Gelände des Waisenhauses runter und hätten notfalls mitten im Dorf auf die Durchgangspiste ...

Mit Tagesanbruch verschwanden die Kakerlaken übrigens alle ins "Untergeschoss" des Plumpsklo-Gebäudes. Tagsüber war es benutzbar.

Gruß
Wolfgang

... beim Schreiben dieser Zeilen sind mir gleich noch einige Erlebnisse mit Ratten eingefallen. Die gibts beim nächsten Mal ... 😉
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2016
1'425 Beiträge · seit 201303. Juni 2016 · #64
.............und manchmal gucken sie sehr interessiert beim Zähneputzen zu und ich denke mal, dass sie denken: "zum Glück brauchen wir so ein Gedöns nicht"


02.05.201022.26.44HomeValleyHomestead-Wyndham(Small).JPG


..........und nein geküsst habe ich keinen 😉


LG

Claudia


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zuletzt bearbeitet 03. Juni 2016
Themenstarter7'297 Beiträge · seit 200603. Juni 2016 · #65
Clamat schrieb:
..........und nein geküsst habe ich auch keinen
frosch_0004.gif


... jo, besser ist das.
Am Ende ist das noch ein verwunschener Staubsaugervertreter und dann hast Du den Salat. 😉
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
3'080 Beiträge · seit 200904. Juni 2016 · #66
In den letzten fast 25 Jahren Afrika haben sich so einige erwähnenswerte Begegnungen mit Tieren ergeben, die erste war ein Lion Kill am Wasserloch von Okaukuejo der sich etwa 30 Meter vor uns ereignet hat, die Filmsequenz haben ja einige von euch gesehen...

Der Kgalagadi Transfrontier Park hat uns in den letzten Jahren einige außergewöhnliche Begegnungen beschert, ich erspare euch alle und beschränke mich auf eine die ich aus Faulheit aus dem dazugehörigen Reisebericht kopiert habe:

Sonst ist nicht viel zu sehen, wir schauen uns in der Umgebung ein wenig um. Und finden sie, insgesamt acht Löwen die in der Nähe faul in der Gegend rumliegen. Das ändert sich schlagartig als aus einem Busch nahe der Löwen ein kleines Tier aufspringt und wegläuft. Im ersten Moment können wir nicht erkennen um was es sich handelt. Was wir aber gut erkennen können ist wie die ach so schläfrigen Löwen innerhalb von Sekunden hellwach sind und die Verfolgung aufnehmen. Wir tun das gleiche, natürlich auf der Piste. Wir folgen den jagenden Löwen und haben Glück dass sich in kurzer Entfernung ein kleiner Weg befindet in den wir fahren können. Die Löwen laufen aufgeregt um einen Busch, scheinbar ist das unidentifizierte Tier dorthin geflüchtet. Von allen Seiten belagern sie den Busch und versuchen mit ihren Pranken durch die Dornen an die vermeintliche Beute zu gelangen. Tatsächlich gelingt es ihnen und in dem großen Knäuel großer Katzen können wir erst wieder nicht erkennen was denn die Beute ist bis die Löwen uns einen Blick erlauben. Es ist eine junge African Wildcat. Wahrscheinlich vom Muttertier in einem Busch während der Jagd zurückgelassen. Das ist nicht unüblich, allerdings bleiben die Jungtiere normalerweise flach liegen und bewegen sich nicht solange die Eltern nicht in der Nähe sind. Dieses Jungtier hat mit seiner Flucht die Aufmerksamkeit der Löwen erregt und die spielen nun mit ihrer Beute. Es ist eher ein Spielzeug als Nahrung denn die kleine Wildcat ist viel zu klein. Und sie kämpft. Trotz der Übermacht von acht Löwen teilt sie aus. Einige Löwen müssen direkte Treffer der kleinen Krallen auf ihre empfindlichen Nase einstecken, einige von ihnen weichen sogar zurück. Nur drei beschäftigen sich weiter mit der Katze, die kämpft um ihr Leben. Das ganze dauert ziemlich genau 15 Minuten. Dann hat die kleine Katze verloren und wird von den Löwen weggetragen, ob sie gefressen wird ist unwahrscheinlich, dafür ist sie viel zu klein. Wir können noch beobachten wie sich die Löwen auf der anderen Seite der Piste mit ihrer Trophäe in den Schatten eines Busches legen und dann ist die ganze Szene vorbei. Nur die vielen Löwenspuren auf der Piste erinnern daran was sich hier gerade direkt vor unserem Auto abgespielt hat. Dieses Erlebnis übertrifft sogar noch die Begegnung mit den Löwenjungen vor ein paar Tagen. Wieder sagen wir: Das kann man nun wirklich nicht mehr toppen. Doch wieder und nicht zum letzten Mal sollten wir uns irren…

Eines der Bilder davon gibt es hier: https://www.facebook.com/Sasowewi/photos/a.420677234635689.93855.420414764661936/719936381376438/?type=3&theater

lg sasowewi
4'382 Beiträge · seit 201504. Juni 2016 · #67
und nein geküsst habe ich keinen 😉

Hallo Claudia, warum nicht?
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
16,9k Beiträge · seit 201204. Juni 2016 · #68
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2026
1'425 Beiträge · seit 201304. Juni 2016 · #69
Hi Friederike und Logi,

da denke ich ganz pragmatisch:
Was bringt mir ein aufgehübschtes Prinzchen im australischen Outback?
1. die Begegnung zwischen meinem M. und dem Prinzchen wäre wohl nicht ganz konfliktfrei und Konflikte im Urlaub mag ich nicht 🙄
2. wo müsste man den unterbringen, im Camper ist kein Platz 😵
3. würde er womöglich unseren leckeren Traubensaft trinken wollen 😣
4. wäre ich im Camper gar nicht auf hochherrschaftlichen Besuch eingestellt, weil wir leider keine goldenen Tellerchen und Löffelchen mit dabei haben 😗
Also bleibt der Frosch ein Frosch und ich sch........ auf das Prinzchen 😄

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2016
1'125 Beiträge · seit 200604. Juni 2016 · #70
Hallo,
ich kann zwar nur eine Ferndiagnose stellen. Aber könnte es sein, dass bei einer geschätzten Forumsteilnehmerin eine anatomische Unregelmäßigkeit aufgetaucht ist?
Rodrigo
Omnia vincit amor
Themenstarter7'297 Beiträge · seit 200605. Juni 2016 · #71
... so, wie angekündigt hier mal ein paar Erlebnisse mit Ratten. 😉


Kamerun:
Mein Reisepartner und ich übernachteten privat bei einem Reverend. Die Fahrräder waren mit im Raum, die Packtaschen abgeladen, da wir zwei oder drei Nächte dort waren und das dann einfacher ist, an sein Zeug zu kommen.
Irgendwann in der Nacht war ein komisches Geräusch zu hören. Mein Reisepartner fragte mich, ob ich das sei und ich antwortete, ich dachte, es sei er. Wir hörten genauer hin und erkannten, dass es von der Mitte des Raumes kam. Mein Reisepartner nahm die Taschenlampe und leuchtete in die vermutete Richtung. Das Geräusch verstummte und nichts war zu sehen.
Er machte die Lampe aus und kurz später ging es von vorne los. Licht wieder an, Geräusch wieder weg.
Nach einigen Versuchen hatten wir dann auf Anhieb die richtige Stelle erwischt und sahen eine Ratte davonhuschen.

Nachdem etliche Jahr zuvor in Alaska ( http://namibia-forum.ch/forum/12-tiere-und-pflanzen/289431-lustige-kuriose-oder-gefaehrliche-tierbegegnungen.html?start=12#431771 ) ein Squirrel eine Packtasche angenagt hatte, waren die nässeempfindlichen Lebensmittel nun in der anderen hinteren Tasche. Diese hatte nun auch ein Loch. Wir stellten die Packtaschen nun auf Stühle und legten das in der Tasche befindliche Brot auf den Fußboden. So hat die Ratte bekommen, was sie wollte und unsere Sachen nicht weiter zerfressen und wir konnten weiterschlafen, während die Ratte sich zwei Meter weiter den Bauch vollschlug.


Sierra Leone:
Ich strandete in einer sehr einfachen Unterkunft, die wohl niemals andere Touristen sehen wird (vielleicht mit Ausnahme anderer Radreisender, die es nicht bis zur nächsten schaffen können). Strom gab es mit Generator, der ab ca. 20-21 Uhr abgeschaltet wurde. Das Fenster zum Zimmer war mit Armiereisen vergittert, aber ließ sich nicht schließen. Das Fenster der Toilette hatte ebenfalls keine Scheibe und die Toilettentür war unten 20 cm zu kurz. Moskitonetz war wie überall im Land nicht vorhanden.
Irgendwann begannen Geräusche und es hörte sich an, als versuche jemand, die verschlossene Tür von außen zu öffnen. Ich rief "He" und das Geräusch verstummte. Kurz später von Neuem. Die Taschenlampe leuchtete ins Ziel. Das Zimmer hatte eine nachträglich auf der Wand verlegte Stromleitung mit ca. 5 cm abstehendem Lichtschalter direkt neben der Tür. Auf diesem saß in ca. einem Meter Höhe eine Ratte und nagte an der Isolierung des Stromkabels. Mit Einschalten des Lichts sprang sie nach unten und rannte unter der zu kurzen Tür davon. Dies wiederholte sich einige Male, bevor irgendwann Ruhe einkehrte.
Das Kopfende des Bettes stand direkt unter dem Fenster und der Mond schien herein. Irgendwann wachte ich bei ohnehin unruhigem Schlaf auf, weil sich ein Schatten im Mondlicht bewegte. Direkt über meinem Kopf turnte eine Ratte auf den Armiereisen rum. Ich blieb eine Weile wach und sah, dass die da ständig emsig umher lief. Vielleicht waren es auch mehrere.
In Sierra Leone gab es gerade etliche Fälle von Lassa und dies wird durch Exkremente von Ratten übertragen. Ich zog mich auf die untere Hälfte des Bettes zurück und rollte mich zusammen, so gut es ging. Die Nacht war eine der weniger schönen ...


Malawi:
Mein Reisepartner und ich saßen nach der Ankunft in Malawi in einer Backpackerunterkunft in der Hauptstadt Malawi unter einem Vordach. Dort saßen noch andere Reisende und hatten ihre Getränke auf dem Tisch stehen. Irgendwann sagte mein Reisepartner "schau mal nach oben". Zwei bis drei Meter über uns liefen munter Ratten über die Tragbalken des Vordaches hin und her. Man will gar nicht wissen, was da möglicherweise ab und zu in den Gläsern landet.


zuhause:
Passt jetzt gar nicht so dazu, zeigt aber, wie intelligent Ratten sind. Deshalb habe ich es hier mit aufgelistet.
Wir waren mit einigen Leuten bei einer Bekannten, die zwei zahme Ratten hatte. Diese durften frei rumlaufen, wenn sie zuhause war und sich der Besuch nicht dran störte. So kam es dann schon mal vor, dass man sich unterhielt und eine der Ratten plötzlich das Bein hochrannte, über Armlehne des Sofas über den Arm zur Schulter und über den Nacken und den anderen Arm wieder zurück rannte. Mangels ausreichend Sitzgelegenheiten saßen auch einige von uns auf dem Fußboden und dort stand auch eine volle Plastikbox mit Salzstangen.
Aus irgendeinem Grund verließen alle kurz den Raum, um etwas anzuschauen. Als der erste zurück ins Wohnzimmer kam, blieb er an der Tür stehen und beobachtete eine der Ratten.
Sie hatte die Gelegenheit erkannt und versucht, die dünne Plastikbox mit den Salzstangen unter das Sofa zu schieben und sich als Vorrat zu bunkern. Sie stemmte sich mit den Vorderbeinen gegen die Box, aber konnte diese nicht schieben. Die Ratte fummelte jetzt einige Salzstangen aus der Box, aber nicht, um diese wegzubringen. Sie probierte immer wieder, ob sie nach dem Herausnehmen einiger Salzstangen die komplette Box schieben konnte. Am Ende war die Box mit dem Großteil der Salzstangen unter dem Sofa. Ein weniger intelligentes Tier hätte die Salzstangen einzeln abtransportiert und in der gleichen Zeit nur einen Bruchteil weggebracht.

Gruß
Wolfgang
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4'382 Beiträge · seit 201505. Juni 2016 · #72
Aber könnte es sein, dass bei einer geschätzten Forumsteilnehmerin eine anatomische Unregelmäßigkeit aufgetaucht ist?
Rodrigo



????????
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter7'297 Beiträge · seit 200606. Juni 2016 · #73
... wo Ratten sind, sind häufig auch Schlangen ... 😉

nach den kürzlichen Ratten-Erlebnissen nun eine von zahlreichen Begegnungen mit Schlangen.

Es ist schon ewig her und die Schlange kann sich vermutlich schon gar nicht mehr daran erinnern. 😉
Ich war in Sesfontein und hatte mein Zelt aufgebaut. In der Nähe meines Zeltes stand eine Bank und ich setzte mich hin, um etwas zu essen und zu trinken. Die Bank war sehr schmutzig und so setzte ich mich auf die Lehne und hatte die Füße auf der Sitzfläche (mache ich normal nicht, aber in dem Fall ging es nicht anders).

Während ich so vor mich hin mampfte, sah ich plötzlich eine Schlange auf die Bank zusteuern. Sie war grasgrün und etwa 2 Meter lang, so ca. 5-7 cm dick und noch vielleicht 10 Meter entfernt. Ich hatte keine Ahnung, ob sie giftig ist oder nicht, aber sie kam direkt auf die Bank zu. Vielleicht wäre sie einfach unter der Bank durch, aber vielleicht auch nicht. Um das abzuwarten, reichten meine Nerven nicht aus.

Ich wusste, dass Schlangen sehr auf Erschütterungen reagieren und als sie nur noch 3-4 Meter entfernt war, sprang ich mit einem Satz von der Bank und trat dabei möglichst fest auf. Die Schlange verzog sich mit einer ungeahnten Geschwindigkeit in ein Gebüsch in etwa 5 Meter Entfernung.

Nun wusste ich, dass sie bei festem Auftreten abhaut und versuchte, sie irgendwo zu erspähen, um vielleicht ein Foto machen zu können. Ich habe sie trotz der auffälligen Färbung nicht mehr finden können.

Gruß
Wolfgang
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1'125 Beiträge · seit 200606. Juni 2016 · #74
Guten Morgen!
Mit Schlangen hatte ich eigentlich wenig zu tun. Zweimal ist mir Folgendes passiert. Ich fahre mit meinem 'Rodrigo' im KTP und sehe am Straßenrand eine gelbe Kapkobra, die sich schon aufgerichtet hatte. Und eine stieß auch aufs Auto zu. Aber sie dürfte sich dabei eher Zahnschmerzen geholt haben.
Spannender war eine andere Begegnung. Im Naukluftgebirge kommt man beim Aufstieg vom Camp irgendwo durch ein Schilfgebiet mit einem ummauerten Tümpel. Wir setzten uns auf die Umrandung - und sahen links im Eck einen Frosch, absolut bewegungslos, rechts eine lauernde Speikobra. Wir haben uns wie der Frosch verhalten, nach etwa 15 Minuten verzog sich die Schlange und wir uns weiter.
Blöder war, als ich, als das Gaspedal meines Autos nicht mehr richtig arbeitete und ich mich unters Auto legte, genau dort, wo ich arbeiten wollte, eine Schwarze Witwe sah. Mir war das Gaspedal plötzlich völlig wurscht.
Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Vieles hatte ich völlig vergessen - so wie der eben geschilderte Witwenbesuch - und dann kommen durch Eure Berichte die alten Erlebnisse wieder hoch.
Rodrigo
Omnia vincit amor
1'125 Beiträge · seit 200606. Juni 2016 · #75
@ Friederike
Ich bin ein genierlicher Mensch. Muss man alles deutlichst aussprechen?
Sieh: Ich bin ein männliches Wesen, habe also z.B. keinen Busen, von anderem zu schweigen. Wenn ich nun sagen oder schreiben würde: 'Dieses Erlebnis hat mir auf den Busen geschlagen', dann würden sich etliche wundern.
Reicht das als Erklärung?
Rodrigo
Omnia vincit amor
655 Beiträge · seit 201406. Juni 2016 · #76
Na gut, dann will ich auch nochmal was mit Schlangen beisteuern, was aber nicht ganz so spektakulär ist:

Wir waren dieses Jahr im März in Namibia und was Schlangen betrifft war ich vor Beginn unserer Reise echt skeptisch, ängstlich und wollte genauestens überall drauf achten, wo wir hintreten und immer schön mit geschlossenen Schuhen rumlaufen.

Wir kommen also in Namibia an, die ersten Tage vergehen, man wird von Tag zu Tag unvorsichtiger und denkt sich: andere sehen nie Schlangen, soll ja auch echt selten vorkommen, eine zu Gesicht zu bekommen, warum soll mir Angsthase sowas passieren??? Und was passiert?? Wir sitzen beim Abendessen der AiAiba-Lodge, ich natürlich nur in Sandalen, der Lodgebetreiber steht an unserem Tisch und schnackt ein wenig mit uns. Plötzlich macht er einen Satz zur Seite, schnappt sich seine immer in der Hosentasche befindliche Kneifzange (oder sowas in der Art 😗 ) und fängt eine kleine Babypuffotter, die gerade auf den Weg zu unserem Tisch war. Da ist mir mein Herz ja doch etwas sonst wo hin gerutscht. Wäre er nicht an unserem Tisch gewesen und hätte die Schlange gesehen, und diese wäre dann unter unseren Tisch hindurch, einer von uns hätte gerade seine Füße bewegt und schwupps... gebissen...
Danach hab ich dann auch nur noch festes Schuhwerk getragen 🤨 !
LG, Sarah 2015: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285830-plattlaendler-zum-ersten-mal-auf-pad-in-namibia.html 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/288966-i-bless-the-rains-down-in-africa-namibia-2016.html
4'382 Beiträge · seit 201506. Juni 2016 · #77
Reicht das als Erklärung?
Rodrigo


Hallo, Rodrigo, oh Mann, hab ich ne lange Leitung......Danke für die Aufklärung!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Gast06. Juni 2016 · #78
Geparde und größere Beutetiere
Man sollte meinen, dass ein größeres Beutetier (statt immer nur Springböcke und diverse Kitzlein) für Geparde das große Fressen bedeutet, aber anscheinend ist dem nicht immer so. Diese Zwei haben es nicht geschafft, das erbeutetet junge Wildebeest aufzubrechen, sich enorm abgemüht.....immer wieder rasten müssen.....und in ca. einer Stunde kein Kilogramm Fleisch aus dem Tier herausgekriegt, dann mussten wir leider weiter.
Grüße
DSC_0221.JPG
2'338 Beiträge · seit 200706. Juni 2016 · #79
Im Februar 2000, als die grosse Sintflut über Mosambik hereinbrach und ganze Landstriche unter Wasser setzte, übernachteten wir auf dem Campingplatz von Casa Lisa, knapp 50 km hinter Maputo.

Eigentlich wollten wir ja grillen, aber da es wie aus Kübeln schüttete und wir von gefühlt Millionen von blutrünstigen Mücken attackiert wurden 😈 entschlossen wir uns, ins Restaurant der Lodge zu flüchten. Bei dem Wetter war niemand unterwegs, sodass wir die einzigen Gäste waren und mit dem Besitzerehepaar ins Gespräch kamen. Natürlich kam auch das Mückenproblem zur Sprache und was man dagegen unternehmen könnte, denn so was Extremes hatten wir auf all unseren Reisen wirklich noch nie erlebt.

Die Lodgebesitzerin führte mich dann in einen Nebenraum wo ich staunend zu sehen bekam, wie ein ganzes Schwadron von Fröschen auf dem Boden hockte und erwartungsvoll und schweigend auf einen an der Wand befestigten elektrischen Insektenkiller starrte, der da fast im Sekundentakt gegrilltes Futter in Form von Nachtfaltern und Mücken auswarf 🤩 . Ein richtiger Futterautomat war dieser elektrische Stuhl. Die Frösche brauchten nur noch den Mund zu öffnen und schon flogen ihnen die gebratenen Tauben …ähm Insekten in den Mund 🙂 .

Fazit:
Also so blöde wie sie aussehen, sind Frösche wirklich nicht. Wenn’s ums Fressen geht, werden die richtig kreativ.

LG Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Gast06. Juni 2016 · #80
guten Tag Erika, was ist denn ein "elektrischer Insektenkiller"?

Nach einigen Campingurlauben in Afrika hatte ich gedacht, Alles was mit Fliegen/Mücken/Zecken etc. zu erleben ist, erlebt zu haben.......bis ich am Rückweg von Süditalien an der Pomündung bei Ravenna übernachtet habe. Das war unbeschreiblich, Mückenschwärme zum Schneiden dick. Die paar Gäste am Platz haben alles dicht gemacht und sind bei Sonnenuntergang in die Cafeteria geflüchtet, welche dicht gemacht war und mit Insektenspraydosen in der Größe von Feuerlöschern verteidigt wurde. Wir haben kurz hinein gerochen und uns für Piknik am Strand entschieden, in Erwartung einer Brise, die die Mücken im Schach halten würde. Die gab es schon, nur geholfen hat es gar nichts, eine halbe Stunde später sind wir auch in der Cafeteria gesessen, Giftmief hin oder her.....dein Killer-Griller hätte vielleicht geholfen
Grüße
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2016