Clamat schrieb:war da nicht noch was mit nem Löwen Wand an Wand?
Du meinst die Zeltwand zwischen dem Löwen und mir? Das war in Botsuana...ausser wenn Du den Esel, der vieleicht auch eine Hyäne war meinst, dann wars in Nordtansania im selben Jahr wie die Leo-Storry von vorhin...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200624. Mai 2016 · #23
... hier noch ein Erlebnis passend zum afrikanischen Sprichwort "Nachts sind alle Flusspferde grau". 😉
Mein Reisepartner und ich kamen an eine Unterkunft am Shire River in Malawi. Eigentlich vermieteten die nur feste Hütten, aber wir konnten sie dazu überreden, dort zelten zu dürfen, indem wir ihnen versprachen, im dazu gehörigen Restaurant ordentlich zu essen und größere Mengen ihres Biervorrates gegen bunt bedruckte "Papierschnipsel" einzutauschen.
Nachdem der erste Durst gestillt war, dachte ich mir, es wäre keine dumme Idee, mal die Taschenlampe aus dem Zelt zu holen. Die Idee an sich war zwar nicht dumm, kam aber viel zu spät, denn es war schon so gut wie stockfinster. Ich ging ans Zelt, kramte die Taschenlampe raus und als ich aus der Hocke wieder hoch wollte, bemerkte ich links von mir ein Flusspferd. Es war nur 4-5 Meter entfernt und der Shire River lag rechts. Das Flusspferd war zum Glück noch relativ jung und wusste nicht so recht, was es tun sollte. Ein älteres Exemplar hätte mich zu diesem Moment wahrscheinlich schon über den Haufen gerannt. Ich habe noch schnell das Moskitonetz geschlossen, damit nicht anschließend noch 'ne Schlange im Zelt ist und habe langsam mit Blick auf das Flusspferd mein Zelt wieder verlassen.
Das war echt 'ne üble Sache, mal so im Dunkeln zielstrebig bis auf 4 oder 5 Meter auf ein Flusspferd zuzugehen und es nicht einmal zu sehen. Als Mutprobe hätte ich es jedenfalls nicht für 10.000 Euro getan. Obacht geben, länger leben ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Hmmm...da ich weder Esel noch Hyäne bin und die Geschichten zwar schon fast unglaubwürdig klingen aber wahr sind weiss ich jetzt nicht was Du mit "echter Picco" meinst... 🙄
Clamat schrieb:ja, ich meine den Löwen Wand an Wand 🤩
Hab ich mir's doch gedacht! Davon hab ich wenigstens Fotobeweise und Zeugen! 🤩 😉 😎
Hallo diese Thread mach echt spass, interessant und im Nachhinein lustig was ihr so erleb hattet. Ich habe noch eine Geschichte. Es war als ich das erste mal ins südliche Afrika reiste. Ich buchte 2003 eine Horse Safari auf Wait a Little nähe des Krüger Park. Da infizierte ich mich mit dem Afrika Virus 😮 Wir sitzen, eine lustige Gruppe am Abend an der Bar von der Lodge, erzählten anderen Gäste was wir erlebt hatten auf dem ritt... wie uns eine Löwin uns sehr nahe kam und wir flüchten mussten... da kam einer der Gäste vom Pinkeln in die Bar und fragte unseren Guide Philip ob er auch Shetland Pony habe, er lacht und sagte nein. Dan der Gast oh dann habe ich eben neben einem Löwen Gepinkelt... 😕 Wir alle raus und sahen die spuren wow der Löwe hat aber das weite gesucht, wir habe gelacht und gewitzelt was er den getrunken hat das sogar ein Löwe die flucht ergreift....?! 🤪 viel Spass beim lesen und hoffe auf mehr Geschichten Irene
im Februar 2011 war ich erstmals campend in Afrika unterwegs, es war meine zweite Reise, diesmal im Norden Tansania's. In der Serengeti campten wir auf einem der Seronera-Campsites, als eines Nachts sehr seltsame Geräusche durch die Zeltwand drangen! Es klang wie ein Brüllen, Knurren und Husten gleichzeitig, sehr beängstigend!!! Und das direkt neben dem Zelt einer Mitreisenden!!! 😵 OK, ich selbst habs nicht gehört, aber es wurde mir am Morgen glaubhaft erzählt und von anderen Bestätigt! Beim darüber sprechen stellte sich dann aber heraus dass es kein wildes, gefährliches Tier sondern eine amerikanische Touristin mit Brechdurchfall war, die es schlicht nicht mehr zur Toilette geschafft hat... 🤢 🙄 😄
Auf derselben Reise, oben am Ngorongoro, lagen wir im Zelt, die Männer schliefen, die Frauen ebenfalls bis plötzlich ein gellender Schrei durchs Zeltlager schallte: 'Hilfe, Help!!!' Sofort waren Steffi und Uschi wach, wir Männer schliefen friedlich weiter und hörten nichts... Und schon hörte Steffi direkt neben sich ein Tier grasen! 'BÜFFEL!!!' schoss es ihr durch den Kopf!!! Und tatsächlich stand zwischen und um den Zelten eine Herde Büffel! An Schlaf war bei Steffi nicht mehr zu denken, so klappte sie ihr Taschenmesser auf und sass die ganze Nacht mit den offenen Taschenmesser in der Hand in der Mitte ihres Zeltes! Und nein, sie wollte sich nicht in den Kampf mit einem Büffel werfen sondern das Zelt aufschneiden falls ein Büffel zu anhänglich werden würde... 😄 😉 😎 Am Morgen war dann die Herde wieder weg, aber rund um unsere Zelte alles voller Büffelspuren...und die arme Steffi fix und fertig! 😄 🤩 😎
Am Ende der Reise stand dann noch eine Wanderung von Ngorongoro zum Lake Natron. In der zweiten Nacht schliefen wir im Akaziencamp kurz nach Naiobi, als ich um vier Uhr nachts hellwach da lag. Ich lauschte dem ewigen Stampfen des einen Esels bis dieses plötzlich verstummte... Darauf legte sich ein Tier 'neben' mein Zelt... Und zwar so nah, dass es den Zeltstoff runterdrückte und teilweise auf meiner Schulter zu liegen kahm! Ich dachte 'Du dämlicher Esel' und versetzte ihm einen Schlag mit dem Ellenbogen in die Rippen (vermute ich mal), das Vieh rutschte etwas rüber und gut wars... Beim Frühstück erzählte ich die Geschichte von dem anhänglichen Esel und sah am Schluss in erstaunte Gesichter... Als Uschi mich darauf hinwies dass sämtliche Esel in einem aus Dornenbüschen zusammengeschusterten Kral standen... ...inklusive unseres Stampfers...war es dann ich, der ein erstauntes Gesicht machte! Wahrscheinlich werd ich nie erfahren welches Vieh da kuscheln wollte und dafür einen Ellenbogen in die Rippen bekahm... Da der Boden um mein Zelt sehr hart war konnte man keine Spuren sehen, aber unsere Massai's vermuteten dass eine Hyäne im Camp war, denn alle unsere Esel mussten am Morgen eingesammelt werden, da sie nachts aus dem Kral ausgebüchst sind...und so kann es eine Hyäne, irgend ein anderes Raubtier oder ein Esel gewesen sein... 😉 😄 😎
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200624. Mai 2016 · #27
Hallo Sarah,
Jaspar061103 schrieb:Ich hab leider nicht annähernd was spannendes zu berichten
darüber musst Du nicht traurig sein. In vielen Fällen wünscht man sich in diesem Moment nämlich auch, dass man das nicht erlebt. Lustig ist es oft erst später ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Hallo zusammen 🙂 Nach diesen ganzen aufregenden Storys mal was harmloses: Beim ersten Namibia-Trip in 2012 machten wir natürlich auch Halt bei dem Wildpferden bei Aus. Die Tiere sind ja an Touristen gewöhnt und so ließ ich einfach mal meine Hand auf der Beton-Balustrade liegen, als ein junges Pferd ein paar Schritte neben mir stand. Es kam im Laufe der nächsten Minuten immer näher und traute sich sogar, meine Hand zu beschnüffeln 🤩 Plötzlich wich es zurück und schaute sich selbst - wie ich meinte erstaunt - unter den Bauch. In dem Moment konnte man ganz deutlich sehen, dass es sich um einen jungen Hengst handelte 🤩 😄 Seit dem nennt mein Freund mich nur noch die Pferdeflüsterin 😗
Erlebnis 1999 auf einem Campingplatz in einem Naturreservat in Südafrika:
Eines Morgens stehe ich neben unserem Fahrzeug und merke, dass mir jemand ganz liebevoll um die Beine streicht. Noch bevor ich mich umsehe fasse ich ganz automatisch nach hinten und streiche mit meiner Hand über einen Fellträger. Und erst jetzt sehe ich, wer da so leidenschaftlich mit seinem Köpfchen meine Schenkel massiert. Es ist ein wunderschöner Serval! 🤩 Er bleibt kurze Zeit bei uns, steht sogar noch Modell für ein einziges Beweisfoto und verschwindet danach auf Nimmerwiedersehen im Gebüsch.
Erika, welch ein tolles Erlebnis. Dafür beneide ich Dich wirklich. LG Bazi
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200624. Mai 2016 · #31
Guten Morgen! Noch ein Geschichtchen. Und wenn Ihr's lest, sagt mir nicht, wie leichtsinnig ich war; ich weiß es selbst. In der Zentralkalahari komme ich von der Tsau Pan, auf der ich damals ganz alleine war, auf dem direkten Weg nach Matswere bei Owen's Camp vorbei (kleiner Abstecher). Ich hatte das schon mal besucht (das Buch habe ich zweimal gelesen und dann an Forumsmitglieder verschenkt). Ich fahre also einmal außen rum, um zu sehen, ob nichts Gefährliches sich verbirgt. Nichts gesehen. Also parke ich das Auto etwa 30 m vom Wäldchen entfernt, steige aus und umrunde das Gehölz. Und da passiert's. Plötzlich stehe ich unglaubliche 10 m vor einem im Gras ruhenden männl. Junglöwen. In dem Moment wird alles auf 'Überleben' umgeschaltet. Ich ziehe langsam meinen Pullover aus, um bei einem Angriff kräftig damit schwenken zu können (hätte es was gebracht?), und ziehe mich langsam zurück zum Auto. Dort zwicke ich mich alle paar Sekunden in den Arm, um zu sehen, ob ich noch lebe. Als ich vom Leben wieder überzeugt bin, fahre ich noch einmal eng um die Baumgruppe herum - und entdecke, dass neben meinem erkannten Löwen noch ein zweiter liegt, den ich bisher noch nicht wahrgenommen hatte. Und komischerweise gehörte ich nicht in ihr Beuteschema - oder sie waren einfach satt. Noch jetzt schimpfe ich mit mir, dass ich nicht sorgfältig genug vorher geprüft habe - ich war ja auch damals schon kein Anfänger mehr. Vorsicht also im CKGR! Rodrigo
hier einmal eine harmlose Geschichte: 2013 war ich mit meiner Frau zwei Wochen in Tansania unterwegs. Im Serengeti NP waren wir im Mbuzi Mawe Tented Camp. Da wir an dem Tag einen Ganztagesausflug an die kenianische Grenze geplant hatten waren wir etwas später beim Frühstück und somit die Einzigen. Unter Anderem stand ein Teller mit Süßgebäck auf unserem Tisch. Wir hatten schon die ganze Zeit eine Gruppe von Meerkatzen beobachtet die auf einem Felsen oberhalb des Restaurantbereiches herumgeturnt ist und uns im Visier hatte. Die Versuche sich zu bedienen wurden jeweils von den aufmerksamen Kellnern oder uns beendet. Es kam was kommen musste. Plötzlich kam von unten eine Hand an den Teller, schnappte sich zwei Croissants und weg war der Affe. Die hat er dann wieder in sicherer Entfernung am Felsen sitzend verputzt. Er hat sich völlig unbemerkt herangeschlichen und saß einen halben Meter von meiner Frau entfernt - und wir haben es nicht gemerkt. Das Gelächter war groß und wir haben noch ein paar frische Croissants bekommen.
Udo
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201324. Mai 2016 · #33
Hallo, auch ich habe eine Geschichte von 2013, weder lustig, kurios noch gefährlich - doch, letzteres schon, aber nicht für uns. Ich zitiere aus einem meiner Reiseberichte:
Auf Erindi gibt es für uns kein ungestörtes Abendessen, der große Dam zieht gerade nachts viele Tiere an, da muss man einfach immer wieder auf die Terrasse hinaustreten und schauen. Elf Elefanten trotten hinunter zum Wasser, es sind jüngere Kühe und Jungtiere sowie ein Bulle in Musth. Plötzlich ein Raunen unter den Zuschauern: Jenseits des Dams, weit draußen, erscheint noch ein Elefant: Es ist eine Mutter mit ihrem gestern Nacht geborenen Baby! Sie bleibt am Rand des Buschsaumes stehen, das Kleine zwischen ihren Beinen. Zögerlich nähert sie sich, da tauchen zwei Schakale auf, schleichen vor ihr hin und her. Die Mutter gibt ganz tiefe Laute von sich, die klingen, als würde sie sie in ihrem Bauch erzeugt. Sofort setzt sich die Herde in Bewegung, die Elefanten eilen zur Mutter hinauf, umstellen sie samt dem Baby schützend. Alle stehen so, dass sie in Richtung der Schakale schauen, sie haben die Ohren aufgestellt und wedeln nervös und drohend mit ihnen, bis die Schakale im Busch verschwinden. Die Herde eskortiert nun Mutter und Kind zum Wasser, das Kleine dabei immer im Schutz des massigen Leibes der Mutter. Es ist noch nicht ganz sicher auf den Beinen. Jemand sagt, der Herde fehle eine ältere erfahrene Kuh als Anführerin, sonst hätte man niemals die Mutter mit dem Neugeborenen alleine im Busch zurück gelassen. Die Mutter trinkt, wobei sie das Kleine säugt, inzwischen ist der Rest der Herde mit dem Saufen fertig und ein Elefant nach dem anderen steigt langsam wieder hinauf zur Dam-Krone, nur ein älteres Kalb bleibt noch unten bei der Mutter und dem Kleinen. Das Baby bekommt vermutlich Langeweile, während die Mutter trinkt, es wird neugierig, lugt zwischen den mütterlichen Beinen hervor, torkelt mehr als es geht in Richtung des Wassers, rutscht aus und fällt hinein - ein Aufstöhnen von den Zuschauern auf der Terrasse! Die Mutter stupst das Kleine mit dem Rüssel zurück aufs Ufer, aber es rutscht erneut aus und purzelt wieder ins Wasser. Diesmal ein kollektiver Aufschrei, denn alle wissen, dass es im Dam Krokodile gibt! Die Mutter ist wohl auch noch recht unerfahren, vielleicht ist es ihr erstes Junges. Sie wartet nun zunächst ab, ob das im Wasser strampelnde Baby von selbst ans Ufer findet. Schließlich setzt sie doch wieder ihren Rüssel ein, und nach einigen vergeblichen Stupsern ist es zum Glück geschafft. Nun dirigiert sie das Kleine zurück in Richtung der Herde, was natürlich bei dem noch unsicheren Gang des Babys nicht sehr rasch vonstatten geht. Endlich erreichen Mutter und Kind die Herde, und alle Elefanten kehren gemächlich zurück in den Busch. Sie machen nicht den Eindruck, als hätte sie das Beinahe-Drama an der Wasserstelle sonderlich berührt, umso aufgeregter diskutieren wir Zuschauer das Ereignis. Es hätte angesichts der Unerfahrenheit der Mutter böse ausgehen können, wenn die Krokodile hungrig gewesen wären! Wir sind überglücklich über dieses so glimpflich abgelaufene Abenteuer, das das Baby an seinem ersten Lebenstag überstanden hat.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200625. Mai 2016 · #34
Guten Morgen! Nach der letzten Löwenerzählung etwas Harmloseres. Wir waren zu fünft im Kruger NP unterwegs, starteten ohne Frühstück, trafen auf fünf Nashörner, waren erstmal zufrieden und freuten uns auf den Picknickplatz im Süden - den Namen habe ich vergessen. Wir bestellten uns jeder ein ausgiebiges Frühstück und suchten uns einen Platz an einem der Tische im 'Garten'. Aber dann! Kaum hatten wir uns hingesetzt, überfiel uns ein Schwarm von mindestens 20 Gelbschnabeltokos und wollten teilhaben. Die Vögel haben jede Scheu verloren (wer ist schuld?). man kann sich nur wehren, indem man vorgeht, als seien es Fliegen. Ich habe mit einem kräftigen Armschlag mindestens 5 Tokos weggewischt; das Essen war ein Kampf. Aber ich habe gewonnen. Eine jugendliche Schwarze, eine Adoptivtochter meiner Nichte, schlug nur verängstigt die Hände vors Gesicht, sie hatte wohl wenig von ihrem Frühstück. Was woanders die Affen sind, sind hier die Tokos. Nochmals: Wer ist daran schuld? Rodrigo
Auf meiner ersten Afrikareise hatte ich in der Masai Mara ein Erlebniss, das meine Meinung betreffend der Hyänen nachhaltig beeinflusst hat! Wir waren in einem seitlich offenen Landcruiser unterwegs, als wir einen Hyänenbau entdeckten. Eine der Hyänen, gut an ihrem ausgefransten Ohr zu erkennen, lief in Richtung Horrizont von der Gruppe, also auch von uns weg, bis sie nicht mehr zu sehen war. Wir standen noch eine Weile da und schauten udn knippsten und genossen die Situation, als ich mich etwas seitlich aus dem Auto lehnte um besser fotografieren zu können.
Da bemerkte ich im Augenwinkel etwas, drehte den Kopf und sah die Hyäne mit dem ausgefransten Ohr nur noch weniger als einen halben Meter von meinem Ellenbogen entfernt!!! 🙄 Ich hab ihr in die Augen geschaut, sie mir in die gespiegelte Sonnenbrille...und dann zog sie sich zurück! 😎 Ich muss schrecklich ausgesehen haben nach einem Tag auf dem Safariauto! 😄 Seither weiss ich dass Hyänen einem bewussttäuschen können...und seither hab ich einen Riesenrespekt vor den Viechern, der auf meiner zweiten Reise noch grösser werden sollte, aber davon ein ander Mal... 🙂
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200628. Mai 2016 · #36
Moin zusammen,
vor etlichen Jahren kam ich mal mit dem Rad nach Rostock Ritz im Randbereich der Namib-Wüste. Es hatte in der kürzeren Vergangenheit geregnet und überall wuchsen Gräser und Pflanzen blühten. Auch an diesem Nachmittag regnete es wieder. Ich kam in ein heftiges Gewitter, was als Radfahrer nicht ganz so lustig ist.
Nachdem ich mein Zelt aufgestellt hatte, ging ich in das Restaurant der Lodge und wollte zu Abend essen. Die Türen und Fenster waren alle geöffnet, damit es etwas abkühlen konnte. Irgendwann kam ein Heuschreckenschwarm und Tausende von den Tieren waren auch im Innenbereich. Sie kletterten an einem rum, sprangen auf die Teller und bei jedem Bissen musste man schauen dass nicht noch im letzten Moment eine Heuschrecke auf der Gabel landete und man sie mit in den Mund schob. So etwas hatte ich noch nie erlebt.
Am nächsten Morgen kam ich zum Frühstück, ebenso zwei Erdmännchen aus der Nähe. Sie griffen die langen Vorhänge und rüttelten dran. Die dort sitzenden Heuschrecken fielen runter und die Erdmännchen machten sich geräuschvoll darüber her. Kaum zu glauben, wie viel ein Erdmännchen fressen kann ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200628. Mai 2016 · #37
Guten Morgen! Löwen, Tokos - und jetzt wird's harmloser und netter... Ich kampiere in Mirabib, ich bin der einzige Besucher. Ich sitze vor meinem Ungetüm, sparsame Beleuchtung, so dass es gerade zum Schreiben reicht. Plötzlich sehe ich im spärlichen Licht, wie sich etwas Schwarzes zu meinen Füßen bewegt. Trotz des ersten Schrecks gelingt es mir, ganz ruhig zu bleiben. Ein Kapfuchs, absolut lautlos! Er schnüffelt an meinen Zehen herum, ein Gefühl, das ich immer noch gespeichert habe. Nach einem Weilchen trollt er sich. Glücklicherweise hatte ich am Morgen noch geduscht, sonst hätte er bestimmt lustvoll in den Käse gebissen. Rodrigo
Und damit ich nicht nur abstaube, auch eine eigene: Eine meiner spannendsten Wildtierbegegnungen war nicht mit einem der big five in der Wildnis……sondern mit einem Kudu in Augrabies. Bei einem sehr frühen Morgenspaziergang zum arrow point überraschte ich einen kapitalen Kudubock, der ganz vorne an der Spitze der Klippe an einem Strauch äste. Der arrow point ist ja eine Sackgasse, der Kudu war eingesperrt, tänzelte, stieg auf den Hinterläufen auf, machte Paraden wie ein Dressurpferd. Noch während ich zurückgegangen bin um abzuwarten was er macht und um ihm Platz zu machen, entschloss er sich zum „Ausbruch“. Ich stand aber gerade an einer Engstelle des ebenen Bodens, versperrte also diese Fluchtmöglichkeit und er ist wie eine Gemse über die daneben liegenden Klippen abgegangen. Das hat alles keine 30 Sekunden gedauert, war aber sehr beeindruckend, dieses mächtige Tier in 5 bis 10 Meter vorbeirauschen zu sehen.
Grüße
solitaire1'941 Beiträge · seit 201128. Mai 2016 · #39
Hallo Wolfgang, ich hab so etwas mal Anfang Dezember in Namutoni erlebt. Ich glaube, das waren Termiten. Kann das sein? War lustig, man musste wirklich aufpassen, die Viecher nicht mitzuessen. Andererseits - so ein Eiweißschub hätte ja nicht geschadet 😉
Liebe Grüße Solitaire
www.margit-noehrer.com
FB und Insta: reisende.autorin
Buch: Der glühende Atem der Wüste
Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
sphinx1'624 Beiträge · seit 201528. Mai 2016 · #40
Die Geschichte von leser hat mich doch tatsächlich erinnert, dass ich auch eine Story habe. Diese schaffte es damals auf die homepage der Aratusha Lodge. Lange standen wir neben einem kapitalen Leopardenmännchen, das sehr entspannt an einem Impala knapperte. Der Wagen stand vor einer Böschung auf der oberhalb eine Straße verlief. Dort sahen wir im Scheinwerferlicht eines Wagens das siebenköpfige Löwenrudel der Region. Zunächst liefen sie entlang der Straße, bogen dann aber ab und kamen die Böschung herunter direkt auf uns bzw. dem armen Leoparden zu. Der Leo konnte sich nur mit einem Satz über unseren Wagen retten und während ich nur den Luftzug spürte, wurde unser hinten sitzendes Hochzeitpärchen gestreift. Die Löwen stritten sich um das Impala und verteilten sich dann rund um unseren Wagen. Dann beging ich die Dummheit mich geringfügig zu erheben und hatte sofort die Aufmerksamkeit einer Löwin. Sie fixierte mich und ihre Körperhaltung war alles andere als entspannt. Ich versteinerte, die Löwin entspannte sich. Sehr sehr langsam setzte ich mich wieder hin. LG Elisabeth