I did it : Busrundreise durch Namibia !

Reisebericht 366 Antworten · 220k Aufrufe · gestartet 12. Mai 2011 von Champagner
Themenstarter8'681 Beiträge · seit 201029. Juli 2011 · #241
engelstrompete schrieb: Unsere "Ausbeute" war aber dennoch ein wenig größer, obwohl die Senderhalsbänder sind für uns auch nicht der Hit. 🙁 Habt ihr die Wildhunde nicht gesehen ?

Liebe Grüße
Cécile 🙂
Cécile, was habt Ihr denn alles gesehen? Kann man das irgendwo nachlesen? Bin ja bekanntermaßen neugierig!!;)

Zu den Wildhunden: gibt es die denn noch? Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass sie nicht mehr leben. Kann aber sein, dass ich da etwas verwechsle!

Gruß Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
956 Beiträge · seit 200929. Juli 2011 · #242
Hallo Bele!

Natürlich ist das mit den Sendern nicht übermäßig super für Fotos, aber das hat nicht unbedingt etwas mit dem "Wildheit" der Tiere zu tun. Auch in verschiedenen Nationalparks sind immer mal Tiere mit einem Halsband ausgestattet - einfach aus Forschungsgründen.

In eurem konkreten fall ist das natürlich was anderes, weil die Tiere ausgewildert worden. Aber ich muss sagen, solange Raubkatzen in einem großen Reservat eigenständig jagen, kann man sie durchaus aus "wild" bezeichnen und sich über eine Sichtung absolut freuen 🙂

Danke für deinen tollen Bericht,

LG aus Österreich,

Tanja

PS.: Wann geht's wieder nach Afrika?? 😉

PPS.: So gering fand ich eure Ausbeute für die kurze Zeit im Etosha übrigens gar nicht. Immerhin hattet ihr eine Löwensichtung. Wenn ich mir denke, wie lange wir im März durch den KTP gefahren sind, bis wir endlich mal die erhofften Löwen gefunden haben... Es ist halt immer eine Glückssache 🙂
zuletzt bearbeitet 29. Juli 2011
35 Beiträge · seit 201029. Juli 2011 · #243
Hallo Bele,

ich lese deinen Bericht auch schon von Anfang an mit und finde ihn einfach super 😁 Vielen Dank das du uns an deiner Reise teilhaben lässt mit den ganzen tollen Bildern.

Gerade deine ausführlichen Eindrücke eine Busrundreise im Vergleich zu den sonstigen Selbstfahrer-Berichten ist eine gelungene Abwechslung.

Meine Freundin und ich haben nach zwei Busrundreisen (Mexiko und Costa Rica) mit ähnlichen Erfahrungen wie du (können also gut mitfühlen 😄 ), es in Namibia das erste mal selber probiert und waren begeistert wie einfach und super es auch ohne Führer (zumindest in Namibia) geht.

Zu den Geparden mit Funkhalsband. Wir waren auf Okonjima, wo die Tiere auch frei in einem über 20.000 Hektar großen Gebiet leben und jagen. Selbst mit den Peilsendern ist es sehr schwierig die Tiere zu finden da es in dem riesigen Gebiet Berge oder dichtes Buschland ohne Zugangsmöglichkeit gibt. Trotz Halsband (natürlich fürs Foto nicht so schön) waren die Tiere für mich "wild" und ich habe mich sehr gefreut sie zu beobachten.
Das finde ich 1000 mal besser als Farmen wie Düsternbrook die die Tiere ohne Halsband in kleinen Gehegen halten und für die Touristen in mehr als fragwürdigen Aktivitäten füttern 😠

Freue mich auf den Schluß eurer Reise...

Viele Grüße

Christian
Reisebericht Namibia April/Mai 2011: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/197974-namibia--auf-der-suche-nach-dem-leopard.html
5'479 Beiträge · seit 200929. Juli 2011 · #244
Auch in der Masai Mara und der Serengeti findest Du viele Katzen mit Halsband. Wo, wenn nicht dort, sollte man sie als wild bezeichnen. Es ist eher umgekehrt - nur für wilde Katzen brauchst Du ein Halsband. Alle anderen kommen freiwillig, um gefüttert zu werden.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
109 Beiträge · seit 201030. Juli 2011 · #245
Tja-ja – die Halsbänder. Sie stören halt schon ein wenig. Besonderns auf Bildern erweckt dieses Zeichen der Zivilisation nicht den Eindruck unberührter Wildnis. Aber wie schon gesagt heißt das nicht unbedingt, dass die Tiere nicht wild sind.

Und der liebe Achim mit Familie. Wow ! Ich hatte ja auch schon (mangels Reisepartner) einige male Gruppenreisen gemacht, aber so ne extreme Dumpfbacke hatte ich dann doch nie dabei.

Gruss Bernd
Foto-Alben : Namibia-VicFalls-Botswana Namibia Süd & Nord Reisebericht: Etosha-Caprivi-VicFalls-Botswana 2010
Themenstarter8'681 Beiträge · seit 201030. Juli 2011 · #246
Mittwoch, 11. Mai – Von Erindi nach Windhoek, Rückflug am Abend

Heute dürfen wir bis 10 Uhr auf der Lodge bleiben – ein gutes Gefühl, einmal nicht im Morgengrauen den fertig gepackten Koffer vor die Tür stellen zu müssen.

Trotzdem bin ich schon um 6 Uhr unterwegs zum Haupt"wasserloch" (See) vor der großen Terrasse. Hier ist es wirklich schön, man könnte lange auf den gemütlichen Sesseln sitzen

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nur ist leider nicht viel zu beobachten.


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Das Hippo, das jetzt noch an Land unterwegs ist,

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zieht sich bald ins Wasser zurück und man hört dann nur noch ab und zu das lustige Schnauben und Prusten von ihm und seinen Kollegen.

Am kleinen Wasserloch vor unseren Bungalows treiben sich ein paar Gnus herum

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und zum Abschied noch ein paar Warzenschweine.

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Das Frühstück hat offensichtlich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, denn ich kann mich an keine Einzelheiten des Büffets mehr erinnern. Wir schwärmen aber dabei noch mal von unserer Gepardensichtung gestern Abend.

@ Alle, die mich wegen der Sender angeschrieben haben: es geht mir weniger darum, dass bzw. ob die Geparden fotogen oder wild sind, sondern wohl eher darum, dass wir die Tiere nur durch technische Hilfsmittel gefunden haben.

Wobei – wie schon von mir und anderen gesagt – die Ortung nur bedingt sicherstellt, dass man die Tiere dann auch tatsächlich sieht. Von daher wissen wir das Erlebnis durchaus sehr zu schätzen – und ganz besonders die tolle Abendstimmung dabei, die das "Tüpfelchen auf dem i" war!

Nach dem Frühstück sitzen und stehen wir und unsere netten Nachbarn Detlef und Andrea auf der Terrasse,

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stellen fest, dass die Sattelschrecken auch hier unterwegs sind und amüsieren uns über einen Springbock, der seinem Namen alle Ehre macht. Wie ein afrikanischer Derwisch hüpft und rennt er durchs Lodgegelände.

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Noch schnell ein Blick in den Shop geworfen – keine Tischdecken – und dann geht’s auch schon los zum letzten Bus-Boarding.

Unterwegs sehen wir noch einmal die große Impala-Herde vom Vortag, dieses Mal ohne Warzenschweine, dafür mit wesentlich besseren Lichtverhältnissen. Ich schiebe mein Fenster auf und fotografiere und filme.

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Dabei bemerke ich nicht, dass Birgit auch gerne zum Zuge kommen würde und ich ihr aber mit meinem breiten Rücken die Sicht verstelle. Gerade als sie mich bittet Platz zu machen und ich dies auch tue, kommt aus dem Heck des Busses von Sabine ein überdeutliches, süßlich säuselndes "Birgit, kommt doch zu uns nach hinten zum Fotografieren, wir lassen dich ans Fenster!. Ja, schon gut, ich habs kapiert und weiß ja selber, dass ich manchmal in Fototrance falle und dann unhöflich die vermeintlich besten Plätze blockiere(wobei es immer noch andere gäbe)... Birgit nimmts aber recht gelassen und bleibt vorne.

Noch ein letzter Blick auf die schöne Landschaft von Erindi

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und dann fahren wir durchs Tor und sagen tschüss.

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Fazit Erindi: sehr schöne Zimmer, äußerst gepflegte Anlage, tolle Terrasse. Das Essen und der Service im Lokal fallen dagegen ein wenig ab, sind aber ausreichend für meine Bedürfnisse.

Die Fahrt am Abend war sehr schön, man hatte hier den Eindruck von wesentlich mehr Professionalität als beim grootbergschen Wüstenelefanten-Tracking. Besser als auf der Anib Lodge war es aber auch nicht – nur gibt es auf Erindi natürlich ganz andere Tiere und auch die Landschaft ist noch abwechslungsreicher.

Ich hätte gerne ein wenig mehr Zeit gehabt,um in Ruhe am Wasserloch zu sitzen – auch wenn ich befürchte, dass ich trotzdem nicht mehr gesehen hätte außer den Krokodilen (die ja aber eigentlich in dieser Gegend nichts zu suchen haben), dem (fast unsichtbaren) Hippo am Abend und dem deutlicheren am Morgen. Zwei Giraffen, kaum zu sehen am Horizont gab es auch noch – und das war’s (am Wasserloch). Gerd, da hast du mir ein weiteres Mal ein bisschen zu viel versprochen!!! (Bist du eigentlich regresspflichtig? 😄 )

Auch hier gilt also: vielleicht muss ich noch mal kommen.....

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Kurz nach dem Gate müssen wir einen Stopp einlegen – Sabine-Schätzle ist es wohl schlecht 🤢 (bestimmt weil sie hinten sitzen muss! 😛 ). Aufgeregt werden von Mama Medikamente aus dem Koffer, der natürlich erst aus dem Kofferraum geholt werden muss, zusammengesucht und die Behandlung "vom Mädle" kann beginnen. 🙄

Ja ich weiß, man soll nicht lästern, wenn es jemand schlecht geht, aber den Wirbel, der hier und auch an anderen Stellen um ein 30jähriges "Kind" 😊 gemacht wird, finde ich schon recht sonderbar, passt aber in mein Bild der Familie.

Wir fahren über die üble Piste

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Richtung B1 und dann heißt es Abschied nehmen von Sandpad und Gravelroad, von Schlaglöchern und Verspülungen (da vorne sieht man Teer!!).

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In Okahandja erklärt uns unser Guide, dass er für seine Hochzeit hierher geflüchtet sei – und trotzdem noch jede Menge mehr Gäste kamen als eingeladen waren (ist wohl so üblich). Dann zeigt er uns noch die Hererogräber und meint augenzwinkernd, ob wir wüssten, für wen der 4.Platz reserviert sei? Naja, klar, für ihn, den Ovambo-Held!:P

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Tulivu tankt noch schnell und dann sollte es eigentlich weitergehen nach Windhoek. Erst will aber Detlef noch ein paar Schlussworte an uns und ein paar Dankesworte an Tuilvu loswerden. Also Motor und Klimaanlage aus und Ohren gespitzt.

Detlef macht es kurz und dann... nein, wir fahren immer noch nicht weiter, denn jetzt will Birgit noch! Oweia...😜 aber es wird dann doch ganz lustig, auch wenn es im Bus immer heißer wird.:S

Innerlich lachen sicher alle diejenigen von uns im Bus, die Hummeldumm gelesen haben, denn Birgit alias Pepi Gruber setzt (nichtsahnend, sie kennt das Buch nicht) zu einem selbstverfassten Gedicht an! Echt – ich hab das nicht erfunden!! 😎 Und ich brech schon vor innerlichem Lachen zusammen, bevor sie überhaupt loslegt!😜

Jetzt weiß ich auch warum sie in den letzten Tagen so häufig mit Papier und Bleistift anzutreffen war! Leider geraten ihr die Zettel immer wieder durcheinander und sie verliert entsprechend oft den Faden – außerdem trägt sowohl ihr hartnäckiges Verdrehen einiger Orts- und Landschaftsnamen als auch unser Wissen über ihren dichtenden Kollegen bei Jaud zur allgemeinen Heiterkeit bei. 😄 😄

Damit Ihr auch was zu lachen habt, hab ich meine Video-Aufnahme abgehört. Dabei ist mir übrigens noch eine Macke von ihr aufgefallen, die ich wohl verdrängt hatte beim Berichtschreiben: um uns ihr kosmopolitisches Wesen näher zu bringen, mischte sie während der ganzen Reise in ihre Redebeiträge gerne ein paar Brocken bayrisches Englisch – denn Bildung is very important, des sog i aich!

Ich zitiere mal ein paar Ausschnitte:

Dulivu und Nambia
So a Sänse of Africa
Namibia ein Wüstenland
Kaner hats von uns gekannt

Im Kalahari Sänds Hodel
Fanden wir Erholung schnell.
In Joes Beerhouse am round täbel
Fanden alle schnell a Fäbel
Für die Elferreisegruppe.

Mit 5 Damen und 6 Heeern,
brauchte kaner sich beschwärn.
Und der zwölfte in der Runde
Dulivu Ovambo-Mann
Führte unsre Mannschafd an.


Cänjen-Lodsch mit Kugelbärgen
Und mit Hütten wie von Zwärgen
.............................


Im Regen ließ Dulivu uns stehn,
am Tsahir-Pass mussten wir gehn.

(mit dem Namen des Tsaris-Hoogte-Passes stand sie die ganze Zeit auf Kriegsfuß)


Stundenlange Schotterpisten
Still wurds in der Rappelkisten
Rauf und runda
Kreuz und quer
Flogen wir im Bus umher

Morgens on the road agän
Damara Haiwei namber ten
Tief in den Mopanebärgen (auch eine Wortschöpfung von ihr)
Sollten Tiere sich verbärgen

Unser Ziel, Damara-Land
Für Elefanten recht bekannt
Doch auf der Safaritour,
gabs Elefanten.....scheiße nur

(das vorletzte Wort hat sie wirklich ganz süß und leise flüstern vorgetragen und hatte die Lacher auf ihrer Seite)


Early in de morning
Achim ruft
stilvoll in John Waynes Kluft
auf zu roten Himbafrauen
ließen sich recht gern anschauen
Mit den fetten Wuschelzöpfen
Un den Oka-Wundertöpfen

(Hier bringt sie eine Zwischenfrage,
die ein Beispiel für ihr
ganzes Frageverhalten während der Reise ist:
Dulivu, Aka oder Oka?
Sie hat bis heute nicht verstanden,
dass von Ocker die Rede ist....)
😉

In der Früh auf Fotopirsch
Leider sahn wir meist nur Hirsch
Impalas beim Morgensport
Gingen von dem Weg nicht fort
Er besprang sie voller Lust
Sie dagegen zeigte Frust

Tulivu fuhr rauf und runter
Herbert fiel den Sitz hinunter
Von den Großen der Big Faif
Sahn wir leider nur zwei alaif....

------------------------------------

Und so weiter...

Natürlich müssen wir "Eingeweihten" besonders lachen, die Parallelen zu Pepi Gruber sind einfach zu komisch 😄 ! Trotzdem: Hut ab, Birgit! Sie hat sich viel Arbeit damit gemacht und die Reise nett und zum Teil originell zusammengefasst und man konnte auch ohne Hintergedanken an vielen Stellen herzlich und offen lachen! Ehrlich gesagt hätte ich ihr so ein "Werk" gar nicht zugetraut. 5 Pluspunkte 😉

So, Bus und Klimaanlage an und ab geht’s zurück nach Windhoek. Dort werden wir am Kalahari Sands rausgelassen, weil wir uns da schon auskennen. Ein Treffpunkt in zwei Stunden wird vereinbart (zum Glück sprechen wir noch mal über die Abflugzeit, denn Tulivu hatte einen anderen Termin im Kopf und hätte uns ein bisschen zu spät zum Airport gebracht!).

Schnell im Hotel aufs Klo (frau kennt sich ja aus) und dann geht’s auf einen letzten Beutezug ins Craft Center. Tulivu hat uns erklärt, dass hier aus ganz vielen Regionen Namibias Ware verkauft wird und so die Chance, etwas zu finden, das man unterwegs gesehen hat, recht groß ist.

Na also, das wäre doch gelacht - eine Tischdecke muss her! 😁 Mit meiner armen Schwester im Schlepptau, die das Wort "Tischdecke" sicher schon nicht mehr hören kann, machen wir uns auf die Suche. In einem der letzten Shops werden wir fündig – YES! 🙂


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Hier auch noch der Vollständigkeit halber ein Foto von dem Wandbehang aus Outjo (beides bereits daheim).

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Noch schnell ein paar Kleinigkeiten für die Jungs als Mitbringsel, ein bisschen Schmuck für mich und für Schwesters Nachbarin und dann lassen wir drei uns im Café des Centers nieder. Es wurde ja schon an anderer Stelle darüber geschwärmt – und es ist tatsächlich ein würdevoller Abschluss der Reise! So einen guten Kaffee hatte ich mehr als zwei Wochen lang nicht getrunken und dazu ein ausgesprochen leckeres Stück Kuchen – von Sahneschnittchen Nr.4 serviert.;)

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Ich bin froh über diese entspannten Minuten vor dem Rückflug, denn was jetzt kommt, kennt ja jeder. Koffer aus dem Bus laden, Tulivu umarmen, Trinkgeldumschlag in die Hand drücken, Tränchen verdrücken, Koffer schleppen, ängstlich auf die Waage schauen, einchecken, Formulare ausfüllen, dumm rumsitzen.... Aber Stopp, da sind ein paar Dollar übrig und so werden wir erstaunlicherweise doch noch stolze Besitzer einer Giraffe!!

Ausgerechnet in einem kleinen Airport-Shop finden wir das Exemplar, das uns sowohl von der Größe als auch von der Ausführung her gefällt.

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(Hier seht Ihr sie wohlbehalten zuhause angekommen zusammen mit ihrem Freund, dem Zebra aus der Grootberg-Lodge!)

So was nennt man Glück! Das Tier wird fachmännisch eingepackt und ich lasse mein Baby nicht mehr aus den Augen, bzw. aus dem Arm. Die anderen (natürlich nicht Familie B., von denen halte ich Abstand – nicht dass mir doch noch ein falsches Wort heraus rutscht) lachen über mich, weil ich mit verträumten Blick das Giräffchen im Arm schaukle. Von mir aus kann es jetzt heim gehen, ich habe alles erledigt!

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Hihi,gerade sehe ich, dass im Hintergrund eine der leicht bekleideten Damen aus dem Baltikum unterwegs zur Maschine ist (in apricot, wenig Stoff, leichte Schuhe, das hatte sie schon am Abend vorher an - ich würd mir alles abfrieren im Flieger 😛 !)

Der Flug ist recht ruhig – mal davon abgesehen, dass die Sitznachbarin meines Mannes (meine Schwester und ich sitzen hinter ihm – und auf dem Herflug hat es auch geklappt, dass er den Doppelsitz für sich hatte) unter verbaler Inkontinenz leidet. Oje, so was kann er gar nicht ab (und wer jetzt denkt, dass ich so viel rede wie ich schreibe, täuscht sich!!! Oder, Schwester? Kannst ruhig ehrlich sein!) – ich leide mit ihm!😃

Das Essen schmeckt mir richtig gut, auch das Personal ist entgegem dem Hinflug sehr freundlich – nur mit dem Schlafen wird es wieder nur für kurze Zeit etwas. Mein Rücken kann sich mit den Sitzen nicht anfreunden.:(

In Frankfurt verpassen wir, obwohl wir pünktlich landen, unseren geplanten Zug, da der Zoll nicht öffnet. Alle werden ungeduldig, auch die Crew darf nicht durch. Nach langer Zeit erfahren wir, dass es ein Sicherheitsproblem wegen eines herrenlosen Koffers gibt.

Jetzt waren wir 16 Tage in Afrika – und haben kein einziges Mal so lange gewartet! 😕


Der nette Nebeneffekt ist aber, dass wir am Bahnhof Martin noch mal treffen und wir uns bei einer Tasse Kaffee in Ruhe verabschieden können.

Tja, und dann sind wir wieder zuhause bei Kindern und Katzen!:)


Ein Résumé werde ich auch noch ziehen – und dabei versuchen, möglichst objektiv, sachlich und auch selbstkritisch zu sein. Bis dann.....!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2013
2'462 Beiträge · seit 200630. Juli 2011 · #247
Vielen Dank, das war ein toller Bericht. Freu mich schon auf Dein Fazit, ich hatte noch NIE so viel Spaß bei einer Busreise 😉
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter8'681 Beiträge · seit 201030. Juli 2011 · #248
Sanne schrieb: ich hatte noch NIE so viel Spaß bei einer Busreise 😉
Überleg dir gut, was du sagst, sonst nehm ich dich das nächste Mal (so es eines geben wird) mit 😛 !

P.S. Lenk mich nicht ab - ich muss noch Fotos einfügen!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 30. Juli 2011
4'451 Beiträge · seit 200830. Juli 2011 · #249
Champagner schrieb:
engelstrompete schrieb: Unsere "Ausbeute" war aber dennoch ein wenig größer, obwohl die Senderhalsbänder sind für uns auch nicht der Hit. 🙁 Habt ihr die Wildhunde nicht gesehen ?

Liebe Grüße
Cécile 🙂
Cécile, was habt Ihr denn alles gesehen? Kann man das irgendwo nachlesen? Bin ja bekanntermaßen neugierig!!;)

Zu den Wildhunden: gibt es die denn noch? Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass sie nicht mehr leben. Kann aber sein, dass ich da etwas verwechsle!

Gruß Bele
Hi bele,
in 2009 sind die Windhunden vom Blitz getroffen. 🙁 Dann haben dort wieder neue Windhunden ein Zuhause gefunden, m. M. nach sahen die nicht sehr gesund aus.;) Ansonsten habe ich hier einige Bilder noch für Dich.
Liebe Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 30. Juli 2011
4'451 Beiträge · seit 200830. Juli 2011 · #250
Champagner schrieb:
engelstrompete schrieb: Unsere "Ausbeute" war aber dennoch ein wenig größer, obwohl die Senderhalsbänder sind für uns auch nicht der Hit. 🙁 Habt ihr die Wildhunde nicht gesehen ?

Liebe Grüße
Cécile 🙂
Cécile, was habt Ihr denn alles gesehen? Kann man das irgendwo nachlesen? Bin ja bekanntermaßen neugierig!!;)

Zu den Wildhunden: gibt es die denn noch? Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass sie nicht mehr leben. Kann aber sein, dass ich da etwas verwechsle!

Gruß Bele
Hi Bele,
unsere "Ausbeute" aus Erindi, extra für Dich. 🙂


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Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 30. Juli 2011
2'048 Beiträge · seit 200730. Juli 2011 · #251
Hallo Bele,

eigentlich lese ich keine Reiseberichte, weil ich die meisten eher langweilig finde.
Deinen habe ich aber von Anfang an verfolgt, fand ihn spannend und habe jeden Morgen nach der Fortsetzung gesucht.
Herzlichen Dank dafür.

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Themenstarter8'681 Beiträge · seit 201030. Juli 2011 · #252
Hallo Cécile,

danke für die schönen Bilder und dass du dir die Mühe gemacht hast, sie rauszusuchen!

Aber: eigentlich gefiel es mir so in Grün wie bei uns fast besser - die Elefanten kann ich ja noch irgendwie reinbasteln...notfalls frog isch Madin aus Laibzisch, nu, was mänste?

Nein, jetzt mal im Ernst, es ist schon erstaunlich, wie anders die Landschaft bei uns aussah - oder täuscht das?

Gutsnächtle - Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
4'451 Beiträge · seit 200830. Juli 2011 · #253
Champagner schrieb:Hallo Cécile,

danke für die schönen Bilder und dass du dir die Mühe gemacht hast, sie rauszusuchen!

Aber: eigentlich gefiel es mir so in Grün wie bei uns fast besser - die Elefanten kann ich ja noch irgendwie reinbasteln...notfalls frog isch Madin aus Laibzisch, nu, was mänste?

Nein, jetzt mal im Ernst, es ist schon erstaunlich, wie anders die Landschaft bei uns aussah - oder täuscht das?

Gutsnächtle - Bele
Hi Bele,
es war in April 2010 aber damals hatte es ja nicht so abartig viel geregnet wie in diesem Jahr, das mag der Unterschied sein.;)

lekker slaap
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter8'681 Beiträge · seit 201031. Juli 2011 · #254
Mein Fazit

Bericht: Das Schreiben des Berichtes hat mir viel Freude, Spaß (und einiges an Mühe) gemacht. Ich konnte so die Reise quasi ein zweites Mal durchleben und zurück bleibt eine dauerhafte Erinnerung!

Da ich kaum Tagebuch geschrieben hatte (das muss sich in Zukunft ändern!), musste ich vieles anhand der Fotos und einer Landkarte rekonstruieren. Dabei stellte ich - wie schon auf der Reise selbst - fest: obwohl man z.T. ewig über die Pads gerumpelt ist, hatte man doch das Gefühl, im Zeitraffertempo in völlig verschiedene Landschaften katapultiert worden zu sein. Kalahari, Canyon Lodge, Lüderitz, Sossusvlei, Swakopmund, Damaraland, Etosha..... eigentlich zu viel für (m)einen kleinen Kopf! Deshalb ist solch ein Bericht auch eine Hilfe, alles ein wenig besser zu verarbeiten.

Manchmal hatte ich keine Lust mehr weiterzuschreiben, da vor allem das Aussuchen und Hochladen der Fotos unendlich viel Zeit gekostet hat. Hier gilt mein Danke Euch, liebe Fomis, denn ohne Eure positiven Kommentare, ohne das viele Lob und ohne die Hilfe an manchen Stellen, an denen mir das Fachwissen gefehlt hat, wäre ich vermutlich irgendwo in der Namibwüste ausgestiegen und man würde noch heute nach mir suchen 😄 !

Danke auch an meine Schwester 😘 für ihre Begleitung auf der Reise und beim Berichtschreiben – ich musste öfters mal ihre Erinnerung zu Rate ziehen, bevor ich einen Tag ins Reine tippen konnte. Danke an meinen Mann für seine Fotos und die GPS-Aufzeichnung.

Busrundreise: a) die Fakten:

Es hatte verschiedene Gründe, warum wir diese Art des Reisens wählten – ich will nicht näher darauf eingehen. Unser Guide war klasse, sehr informativ und immer um unser Wohl bemüht (kleine Provisions-Kaffeefährtchen seien ihm verziehen).

Die Tour war gut zusammengestellt, es war die klassische Einsteigerrunde mit tollen zusätzlichen Aktivitäten. Die Quartiere waren im Großen und Ganzen sehr schön und es war mir auch sehr wichtig, dass wir oft zweimal am selben Ort übernachtet haben. Der Bus war sehr bequem und gut ausgestattet. Wir hatten genau eine Panne von ca. 10 Minuten, und das war in Kamanjab, als der Motor nicht ansprang – aber da hatte ja Achim dann seinen großen Auftritt!

Vorteil einer Busrundreise: man bekommt alles recht bequem serviert und kann sich auf die Reise an sich konzentrieren. Nachteil davon: man bekommt nicht ganz das Feeling wie bei einer Selbstfahrertour. Zumindest habe ich von meiner USA-Selbstfahrertour intensivere Eindrücke zurückbehalten, das kann aber auch daran liegen, dass die Söhne mit dabei waren und man vieles mit deren begeisterten Augen gesehen hat.

Für mich war es auf jeden Fall als Einstieg die richtige Art Namibia zu bereisen, weil ich ein kleiner Schisser bin 🤩 und die Straßen inklusive Linksfahren mich doch zu viele Nerven gekostet hätten! 🤪

b) das Zwischenmenschliche:

Ich habe es eben an Uli geschrieben: man muss mit der richtigen Erwartungshaltung an die Sache heran gehen. Wer glaubt dort Freunde fürs Leben zu finden soll ruhig weiter träumen. Unsere Gruppe war sehr diszipliniert, das war mir eigentlich das Allerwichtigste!

Nichts ist schlimmer als die Warterei auf Unpünktliche oder das Umdrehen, weil ein Schussel etwas in der Lodge vergessen hat. So etwas gab es bei uns nicht, was für ein Segen! Klar, Achim war immer der Letzte, der beim Fotografieren wieder in den Bus stieg, aber das blieb im Rahmen und da muss ich mich auch an meine eigene Nase fassen: ich neige gelegentlich zur Ungeduld!

Achim und Birgit bin ich ehrlich gesagt sehr, sehr dankbar! Ohne sie wäre mein Bericht doch recht farblos geblieben..... Schon während der Reise habe ich mich bei einigen Vorfällen gefreut, dass sie mir so schönen Stoff für meinen Bericht liefern. Wie gesagt bin ich ein Fan von Realsatire! Natürlich habe ich vorallem Eigenschaften der Beiden (+ Familie) herausgestellt, die skurril oder nervig waren - das liegt in der Natur der Sache. Sie hatten aber auch ihre guten Seiten, das möchte ich hier betonen! 😉

Und natürlich gestehe ich jedem aus der Gruppe zu, dass – und zwar aus welchen Gründen auch immer - er mich total blöd fand! 🙂

Was meine Lästerei über Birgits Englisch betrifft muss ich mich ein zweites mal an die eigene Nase fassen: im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass ich den Titel meines Threads ja auch zum Teil in Englisch verfasst habe...😊

Warum Achim mich am Schluss auf dem Kicker hatte weiß ich ehrlich gesagt nicht oder kann es nur ahnen.😕 Vielleicht war ich auch nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber die Sache ist für mich abgehakt, ich wollte die Beziehung zu ihm und auch zu Birgit nach dem Urlaub sowieso nicht vertiefen.:P Man schafft es bei der knapp bemessenen Zeit heutzutage ja kaum die alten Freundschaften zu pflegen....

Hätte ich wählen dürfen, so hätte ich die Reise zu sechst gemacht, also mit Martin, Detlef und Andrea. Die lagen irgendwie auf der gleichen Wellenlänge mit uns, es gab interessante Gespräche und sie hatten auch nicht diese nervenden Afrika-Vorerfahrungen.... Mit ihnen hat es richtig Spaß gemacht zu reisen!

Verblüffend fand ich die vielen Parallelen zu Hummeldumm. Entweder war es purer Zufall oder Herr Jaud hat im Vorfeld ausführliche empirische Forschungen betrieben und seine Gruppe mit den signifikantesten Merkmalen versehen, so dass die Trefferquote beim Vergleich mit anderen Gruppen möglichst hoch ist. 🙄

Beim Buchen einer Busreise sollte man auf jeden Fall beachten: es bleibt ein Restrisiko! Ich denke da nur an die Trenchcoatlady-Truppe im grünen Bus! Die beiden Damen haben wir übrigens auf dem Flughafen in Windhoek wieder gesehen – das hab ich im Bericht total vergessen zu erwähnen. Sie sahen doch seeehr zerknittert aus!

Unser Guide hat uns auch von Gruppen erzählt, bei denen er bestimmte Personen zu Einzelgesprächen aus dem Bus zerren musste – es gibt wohl ab und zu schon richtige Unruhestifter – da war Achim sicher ein Lämmle dagegen. Die Gefahr, unangenehme Typen anzutreffen, steigt natürlich proportional zur Anzahl der Teilnehmer. Dies war auch ein Grund für mich, eine Reise mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 19 zu wählen ( und um so besser, dass es dann nur 11 waren).

Die Dauer von insgesamt 18 Tagen (mit An- und Abreise) war gerade noch okay – aber man hat gemerkt, dass nach zwei Wochen doch eine leichte Form von Lagerkoller eintritt (bei uns verstärkt durch die Frustrationen bei der Suche nach Tieren).


Nun aber zum Wichtigsten - Namibia: Ich habe es mir anders vorgestellt – und nicht nur, weil es so grün war durch die lange und ausgiebige Regenzeit. Es war mir nicht klar wie bergig das Land ist und wie wenig es dem Klischee von Afrika entspricht. Man sieht: das ganze Schmökern in Reiseberichten und –führern hilft nichts – man muss selber hin und es sich anschauen!

Wie geschrieben waren wir alle etwas enttäuscht über die Tiersichtungen – wobei man beim Betrachten der Fotos doch wieder einen anderen Eindruck bekommt. Leider ist es so, dass man vor Ort ganz schnell alles als "normal" empfindet und sich in kurzer Zeit daran gewöhnt, dass am Straßenrand Strauße spazieren gehen, Oryxe auf der Wiese grasen und Springböcke zur namibischen Grundausstattung zu gehören scheinen.

Viel Spaß hat es mir gemacht die unterschiedlichen Antilopenarten kennen und auseinanderhalten zu lernen (und zwar nicht aus kulinarischer Sicht 😉 )! Trotzdem würde ich bei einem nächsten Mal gerne einige Tiere, warum nicht auch die Big Five 😄 , etwas näher zu sehen bekommen. Immerhin hatten ein paar Giraffen Mitleid mit uns und zeigten sich ganz nahe an der Straße 😘 .

Landschaftlich besonders gefallen haben mir die Granitformationen hier und da, dann natürlich die Gegend um Sesriem mit Sossusvlei und das Damaraland mit Twyfelfontein.

Viele Fragen bleiben offen: wie sieht Nambia aus, wenn es trocken ist? Kann man Wüstenelefanten und Löwen aus der Nähe sehen? Wie fährt es sich auf frisch geschobenen Pads? Was tummelt sich in Okaukuejo außerhalb der Regenzeit am Wasserloch? Wie sieht der Etosha-NP nach Osten hin aus? 🤨

Tja, Fragen sind da um beantwortet zu werden – ich denke, irgendwann in den nächsten Jahren wird es mich wieder nach Namibia verschlagen, allerdings werde ich den Süden auslassen und dem Etosha eine zweite Chance (auch durch einen längeren Aufenthalt) geben. Mit Bus - in einer Kleingruppe mit Guide - oder gar als Selbstfahrer? Keine Ahnung – es wird auf die Umstände ankommen, aber ich tendiere zu Version 2 oder 3. Der Gedanken an die Möglichkeit, ein eigenes Tempo zu wählen und etwas ganz in Ruhe und alleine zu genießen ist schon verlockend.... 😉

So, mein Timing ist genial – ab morgen soll es Sommer werden. Die Gefahr, dass ich in ein tiefes Loch falle, weil ich nun nichts mehr zu Schreiben habe, ist also gering!

Bele


P.S.: Als Dank für Eure Geduld werde ich die Tage mal nach einem Foto mit Achim und seinem Tropenhut suchen und es so verfremden, dass ich es hier einstellen kann!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2013
3'383 Beiträge · seit 200931. Juli 2011 · #255
Hallo Bele,

nun bist Du ja fertig mit Deinem Bericht - und ich möchte Dir nochmals DANKE sagen für Deine Mühe.
Du hast supertoll geschrieben, klasse Bilder gebracht, einfach ein sensationeller Bericht.

Die Hürde von 50.000 Clicks dürfte kein Problem mehr sein.
Ein Problem sehe ich allerdings darin, dass sich in Zukunft keiner mehr traut, einen Reisebericht hier ins Forum zu stellen. Du hast Maßstäbe gesetzt, da kann man kaum noch mithalten.

Herzliche Grüsse, und - der Sommer ist bei uns schon da, Badewetter mit 24 Grad, Wassertemperatur 19,5 Grad. Geht doch, oder!
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
45 Beiträge · seit 201031. Juli 2011 · #256
Hallo Bele,

auch von mir ein dickes Dankeschön für Deinen super zu lesenden, informativen und vor allem witzigen Bericht, den ich zum Teil vor und zum Teil nach unserer eigenen Reise gelesen habe!!!!! Er ist nicht nur zur Einstimmung,sondern auch für einen seufzenden Rückblick (es ist sooooooooooooooooooo schön in Namibia) top geeignet - warum gibt es keinen Smiley, der sich dankbar verneigt? Na gut, dann stehe ich eben nur Kopf vor Feude 🤪

Wüstenelefanten haben wir nicht gesehen, aber diese hier

Am Wasserloch tummeln sich oft Zebras,

die gerne in Panik verfallen,

wenn diese Tiere sich bewegen

😁
Das schicke ich Dir nicht, um Dich zu ärgern, sondern als Motivation, dass Du unbedingt in der Trockenzeit nach Namibia musst!!!! Wir haben insgesamt 11 Löwen gesehen - teilweise weiter weg (hoch lebe der Zoom), aber einmal auch 5 m vor uns neben der Straße!
Und ich muss Bayern Schorsch Recht geben: bei Deinem und einigen anderen Berichten (z.B. von Alex, Puschel und Engelstrompete) habe ich länger überlegt, ob ich mich auch an einen Bericht wage. Zumal wir mit unserem WoMo doch eher die "Exoten" sind 😉

Viele Grüße und genieße Deine künftige freie Zeit - ich muss morgen wieder zur Arbeit 🙁

Ulli
Gast31. Juli 2011 · #257
Tukuliri schrieb: warum gibt es keinen Smiley, der sich dankbar verneigt?
Oh, den gibt es 😉 :



Ich bevorzuge allerdings in diesem Fall diesen:


Danke, Bele, für einen wirklich witzigen und unterhaltsamen Bericht!

lg
WoMa
4'451 Beiträge · seit 200831. Juli 2011 · #258
Hallo Ulli,
Du schreibst :
"Und ich muss Bayern Schorsch Recht geben: bei Deinem und einigen anderen Berichten (z.B. von Alex, Puschel und Engelstrompete) habe ich länger überlegt, ob ich mich auch an einen Bericht wage. Zumal wir mit unserem WoMo doch eher die "Exoten" sind"


gerade das ist m. M nach der Reiz , was diese unterschiedliche Reiseberichte ausmacht, soviel verschiedene Erfahrungen und Erlebnisse, wo kann man das sonst so lesen. 🙂

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter8'681 Beiträge · seit 201001. Aug. 2011 · #259
Tukuliri schrieb:

Das schicke ich Dir nicht, um Dich zu ärgern, sondern als Motivation, dass Du unbedingt in der Trockenzeit nach Namibia musst!!!!

.....habe ich länger überlegt, ob ich mich auch an einen Bericht wage. Zumal wir mit unserem WoMo doch eher die "Exoten" sind 😉

Viele Grüße und genieße Deine künftige freie Zeit - ich muss morgen wieder zur Arbeit 🙁

Ulli
Guten Morgen Ulli,

ja, genau solche Fotos sind es, die mich nicht in Ruhe lassen - danke 😉 ! Habe gestern Karten studiert und diverse Unterlagen gesichtet - aber erst muss ich mal wieder sparen - deshalb arbeite ich heute auch (wenn auch nur in meinem Nebenjob im Büro, aber Geld ist Geld 😛 )

Zu deinem Bericht: ich lese den total gerne, erstens weil ich eine heimliche Leidenschaft für Womos habe (Bekannte von uns standen damit mal zwei Tage bei uns vor der Garage - ich bin da kaum mehr rausgekommen....außerdem habe ich mal einen Tag auf der Messe in Stuttgart damit verbracht, von Womo zu Womo zu ziehen 🙂 ) und zweitens eben gerade weil es einen solchen Bericht noch nicht gibt.

Ich finde es Quatsch, die Berichte zu vergleichen - jeder hat etwas anderes erlebt - und das auch noch auf seine ganz persönliche Art und Weise. Musste sehr lachen über deine Beschreibung der Little-Five-Tour-Teilnehmer - "wohnt die Schlange immer hier" - da kenn ich auch jemand, der das hätte fragen können. 😄 .

Also schreib flott weiter 😉

@ Bayern Schorsch: danke für's Lob, aber die Klicks sind mir nicht wichtig - den Bericht hab ich ja als kleiner Egoist vorallem für mich selbst geschrieben 😉 ! Und wie gesagt, es wäre traurig, wenn auch nur eine Zeile eines anderen Berichts deswegen nicht geschrieben werden würde.

19,5°C Wassertemperatur??? Brrrr, da kriegst mich nicht rein 🤩

@ WoMa: Danke fürs Lob und vorallem für die süßen witzigen Smileys 🤪 !



Gruß Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2011
354 Beiträge · seit 201001. Aug. 2011 · #260
Hallo Bele,

vielen Dank, daß Du mich auf eine Busreise mitgenommen hast. Ich habe Deinen Bericht wirklich sehr genossen.
Wir haben als "Aussenstehende" während unserer Reise die Spannungen in den Reisegruppen durchaus auch wahrnehmen können. Insbesondere im Waterberg Restcamp ist uns während des Frühstücks aufgefallen, dass sich einige Teilnehmer der dort verweilenden Busgruppe am liebsten zerfleischt hätten.

LG
Serengeti