Abschied vom Grasland Namibia

Reisebericht 100 Antworten · 7'567 Aufrufe · gestartet 18. Apr. 2026 von Burschi
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200923. Apr. 2026 · #41
Hallo Cordula,
Susann Kinghorn scheint eine interessante Frau zu sein. (Musikerin, Journalistin, Autorin) Ich hätte sie gerne mal kennen gelernt.
LG Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200924. Apr. 2026 · #42
Heute geht es in die Etoscha.
Wie immer frühes Frühstück, das in seinem Umfang wieder mehr als reichlich war. Gleich danach verlasse ich Ai Aiba und fahre Richtung Omaruru. Heute soll es nach Etoscha gehen. Leider bin ich nicht in euphorischer Stimmung, denn wenn das Gras dort auch so hoch steht und überall noch Pfützen sind, wird es wohl recht schlecht mit den Sichtungen werden.
In Omaruru wollte ich eigentlich einen kleinen Kaffee-Zwischenstopp einlegen. Doch wie hat sich auch dieses früher kleine und verschlafene Städtchen verändert. Umfangreiche Straßenbaumaßnahmen, viele übergroße LKWs, afrikanische Marktstände links und rechts und eiliges Gewusel. „Kristall Kellerei“? Noch zu früh! Und in ein Cafe´ in der Hauptstraße? Nein zu wenig Ruhe!
Also weiter bis Outjo. Da gibt es ja die bekannte Bäckerei! Erst fahre ich mal dran vorbei, weil ich die Bäckerei nicht wieder erkenne. Aus der kleinen feinen Bäckerei ist eine riesige Tourischwemme geworden!
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Zum Glück ist es noch relativ früh und nicht zu viele Leute sind da. Ich trinke einen guten Kaffee und esse einen kleinen Pie dazu. Dann möchte ich noch – es geht ja in die Etoscha! – ein Brot mitnehmen. Aber alles schon ausverkauft! Nur noch Semmeln! Bäckerei ohne Brot um 11.00 Uhr am Morgen! Gleich gegenüber aber liegt ein neuer Supermarkt, wo ich meine Vorräte ein wenig ergänzen kann.
Dann los Richtung Etoscha, noch langweilige 100 km! Etwa 10 km vor dem Tor ist eine große Tankstelle mit Einkaufsmöglichkeit. Hier gilt es den Tank aufzufüllen, denn in der Etoscha gibt es keine Tankstellen mehr. Es geht rasch von statten und die Zahlung mit Karte klappt auch beim zweiten Versuch. Das WiFi scheint hier etwas schwach zu sein, aber für solche Fälle sind sie hier vorbereitet.
12.30 Uhr bin ich am Gate, kein Auto vor mir, freundliche, schnelle Abfertigung, Blick in den Kühlschrank – wahrscheinlich hat er gedacht „Mensch, was der so wegsäuft!“- und dann kann ich auch gleich schon nach Ombika, dem ersten Wasserloch fahren. Überraschung! Die Tiere gehen doch an die Wasserlöcher! Es stehen viele Zebras und Impalas, einige Strauße und ein paar Gnus da. Also doch nicht so schlimm wie befürchtet.
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Schön langsam fahre ich weiter durch den völlig grünen Park nach Okaukuejo. Hier habe ich zwei Tage gebucht. An der Rezeption zahle ich die Parkgebühren und gebe 500N$ als Kaution ab und bekomme den Schlüssel für Zimmer 38 ausgehändigt. Große Rundtour durch das Camp. Hhm, weit weg vom Wasserloch aber nah am Restaurant und Pool. Das Zimmer überrascht mich in gewisser Weise. Dieses Mal gibt es nichts zu meckern. Alles sauber, gut funktionierende Dusche, Klimaanlage und Kühlschrank funktionieren auch, sogar WiFi reicht vom Restaurant bis hierher. Da habe ich in Okaukuejo schon viel schlechter gewohnt!
Da will ich dann mal schauen, ob ich am Wasserloch auch Glück habe. Dort befinden sich keine Touristen. Aber auch keine Tiere. So habe ich das Wasserloch noch nie gesehen. Das Gras und anderes Kraut stehen meterhoch!
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Ich sitze eine Weile dort und schlendere dann durch das Camp. Hier kann ich meine Sich-tungslust ein wenig befriedigen, denn einige nette Vögelchen lassen sich gut fotografieren.
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Rotbauchwürger, früher Reichsvogel genannt, und der Maricoschnäpper, von ihm konnte ich auch noch einen gestrichelten Jungvogel fotografieren, waren mehrfach im Camp zu sehen.
Eine Strichelracke hatte schwer mit einer großen Heuschrecke zu kämpfen, hat sie dann aber doch runtergewürgt und der Rotschnabelfrankolin hat mich lauthals am Wasserloch begrüßt.
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Natürlich bin ich auch zum Sonnenuntergang am Wasserloch. Die Sonne geht erwartet schön orangerot in der Wolkenkulisse am Horizont unter. Nur die Tiere fehlen.
Nicht ganz! Unmittelbar vor mir hüpfen kleine Vögelchen, die von anderen Sonnenuntergangsschauern, die mir das Fotografieren sehr erschweren, nicht beachtet werden.
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Granatastrild
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Brustbandprinie
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Außer Sonnenuntergang gab es heute nichts am Wasserloch. Falsch! Nach Dunkelheit kamen zwei Elefanten, doch die Bilder davon sind nicht vorzeigbar. 😉
Also Gute Nacht!
Euer Burschi
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zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2026
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200925. Apr. 2026 · #43
Guten Morgen!
Habe gut geschlafen. Doch dann kommt die Mutprobe, Frühstück im Restaurant in Okaukuejo! Ich schaue mal an die warme Theke: Eine 2Liter-Kanne mit Eisuppe für Omletts, die warmen Würstchen schwimmen im Öl, sind nicht braun, sondern grau und ähneln gekochten Nacktmullen. Bleibt nur: Weißbrot mit Käse und Wurst und zwei Tassen Tee, damit ich die Morgentabletten runterspülen kann. Ich hoffe, so Sam Nujomas Rache zu entgehen und den Gamedrive ohne Darmentleerung zu überstehen.
Mit Sonnenaufgang fahre ich nach Westen, ich möchte bis zum Wasserloch von Ozonjuitji M´Bari in der Nähe des Charl-Marais Damms. Ich fahre durch schöne Landschaften auf ebener Strecke mit viiiiel Grün. 🤩 Sonst sah man auf diesem Weg wenige Tiere, heute wechseln sich größere Herden von Zebras, Gnus und Springböcken ab. Wo sonst die „Wasserstelle“ Charl Marais Dam stets ausgetrocknet war, ist heute ein kleiner See mit Nilgänsen und Graukopfgänsen. Und immer wieder im hohen Gras auch Schwärme von Abdimstörchen in größerer Zahl. Es ist keineswegs so, das man keine Tiere sieht, nur eben oft nicht ganz, da von ho-hem Gras weitgehend verdeckt. Aber es stehen auch viele auf der Straße, vielleicht wollen sie auch mal raus aus dem Gras?
Mal ein paar Beispiele für Sichtungen im "Grasland":
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Manchmal sah man überhaupt nur den Kopf!
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Und dann nur noch zwei Schritte und weg war der Schakal!
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Selbst Zebras verschwanden weitgehend im Gras.
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Und auch das Nashorn zeigte sich kaum ganz.
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Und da auch die Büsche dicht belaubt sind, verschwinden selbst Elefanten rasch aus dem Blickfeld.
Schließlich erreiche ich das Wasserloch mit dem unaussprechbaren Namen, wo ich beim letz-ten Mal einen Aufmarsch von vielen Tieren gesehen habe. Heute sind etwas weniger Tiere da, aber immer noch relativ viele. Vor allem eine große Herde Gnus, die friedlich am Boden liegen und schlafen, dann Springböcke und Zebras und eine ganz große Schar von Nilgänsen. Dazwischen auch Zirplerchen, Rotkopfamadine und Wanderfalke, von dem ich leider nur ein sehr verwackeltes Flugbild habe. Als er auf dem Boden saß, war ich nicht schnell genug und konnte nur durch die Autoscheibe fotografieren.
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Die Gnus waren völlig entspannt und ließen so manches andere Tier vorbeilaufen.
Abdimstörche waren in der westlichen Etoscha in großer Zahl zu beobachten.
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Ich weiß, dass meine Berichte immer etwas vogellastig sind, aber ich schaue eben nicht nur auf die "Großen", aber dafür gibt es fast immer was zu sehen.
Dafür ein paar Beispiele:
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Weißflügeltrappe
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Gleitaar
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Rotkopfamadine
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Steppenfalke
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Weißbürzelsinghabicht im Jugendkleid
Am Abend war ich dann längst wieder im Camp, hatte vorher das einsame Wasserloch besucht und habe mich dann für längere Zeit nach dem Abendessen dort wieder niedergelassen. Heute war bis nach einem unspektakulären Sonnenuntergang nichts geboten. Erst als es dunkel war kamen zwei Elefanten und ein Nashorn. Gegen 21.00 Uhr habe ich dann die Beobachtung aufgegeben und bin ins Zimmer gegangen. Dort habe ich festgestellt, dass ich mein Sitzpolster auf der Bank vergessen habe. Also bin ich nochmals zurück, um es zu holen und siehe da! Eine große Elefantenherde von über 20 Tieren war am und im Wasserloch. Das Sitzkissen war noch da, aber mein Foto im Zimmer! Oh alter Depp! Ich habe kurz zugesehen und die Herde verschwand leider ebenso schnell, wie sie gekommen war. Tja, wie sagt man so schön auf Deutsch: „Shit happens!“ Gute Nacht!
Viele Grüße:
Burschi
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zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2026
243 Beiträge · seit 202125. Apr. 2026 · #44
Hallo Burschi, mit Interesse lese ich Deinen Reisebericht. Ich bin gerade in Namibia und total fasziniert, habe ich das Land noch nie so grün gesehen, obwohl ich schon mehrfach im Februar und März hier war. Im Etoscha waren wir die letzten Tage und hatten wenige Sichtungen und dafür Wasserdurchfahrten.
Von einer Sache war ich allerdings positiv überrascht und das war das Frühsück in Okaukuejo. Es gab Obst und Naturjoghurt mit Müsli, eine Käse und Wurstplatte und frisch gebratene Eier. Auch der Kaffee war okay. Für mich eine deutliche Verbesserrung zu vor 3 Jahren. So kann es unterschiedlich sein.
Ich bin gespannt wie es weitergeht bei Dir
Vielen Dank für den Bericht.
Liebe Grüße Kirsten
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200927. Apr. 2026 · #45
Heute verlasse ich Okaukuejo bei Sonnenaufgang Richtung Halali. Mit den Erlebnissen bin ich zufrieden, mehr war angesichts des Wetters in diesem Jahr nicht zu erwarten.
Auf dem Weg nach Halali muss ich den Umweg über die kleineren Wasserlöcher im Süden fahren, da die Hauptstraße im Moment neu gebaut wird. Sie soll angeblich eine Teerdecke bekommen. Na dann können die Wasserlochjumper noch schneller rasen.
Also dann erst mal Gemsbokvlagte. Hier balzen Riesentrappen auf der Straße und auch Weißflügeltrappen sind ebenfalls auf der Straße unterwegs. Ist ja klar, was sollte eine Balz im hohen Gras auch bringen, da sehen die Frauen ja nichts!
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Und bei den Zebras ist es auch nicht viel besser, wenn sie im Gras stehen, da kann man sich dann auch vorstellen, dass bei den Impalas oder Springböcken nur die Ohren rausschauen. Noch schlechter sieht es bei den „Räubern“ aus. Wenn Löwe oder noch kleinere wie Leopard oder Schakal im Gras liegen sind sie überhaupt nicht mehr zu sehen und das vielleicht nur wenige Meter vom Auto entfernt. Zwei Schakale gab`s auch bei Gemsbokvlagte, aber die waren blitzschnell untergetaucht.
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Dann geht es weiter über die „Ausweichroute“, die ich sowieso gefahren wäre: Olifantsbad, Aus, die Hauptstraße überquert und dann Sueda, Salvadora nach Rietfontein. Und überall fast das gleiche Bild: Wasser in allen Wasserstellen, auch an denen am Rande der Pfanne, aber keine Tiere. Der Gipfel war Rietfontein, wo das Gras so hoch stand, dass man die große Wasserstelle selbst überhaupt nicht sehen konnte. Dafür war die Fahrt selbst nicht anspruchslos, denn es waren immer wieder größere Wasserlöcher auf der zum Teil schlammigen Pad um- oder durchzufahren.
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Hier fanden sich dann auch etliche Male große Trupps von Perhühnern ein, die alle viele Jungvögel im gleichen Alter mit sich führten.
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Einmal eine Abwechslung durch einen jungen Weißbürzelhabicht, der gerade einen Vogel zu Mittag verspeiste. Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.
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Gegen Mittag erreiche ich Halali, checke an der Rezeption ein, zahle die 500N$ Kaution, die ich in Okaukuejo bei der Abfahrt ohne Nachprüfung sofort zurück erhalten hatte, und mache eine kleine Mittagspause am Moringawasserloch. Ich erhalte das Haus Nr. 58. Zum Wasserloch muss ich da leider mit dem Auto fahren.
Nix los? Von wegen, meist ist für mich immer was los und wenn es nur die drolligen Baumhörnchen und ein nicht allzu häufiger Schwarzkopfreiher oder ein paar Impala, die besonders nett miteinander sind.
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Doch für den Nachmittag habe ich mir dann noch die nahe gelegenen Wasserlöcher von Goas vorgenommen. Und da ein weiterer Höhepunkt! Als ich am oberen Wasserloch ankomme, verlässt gerade ein Spitzmaulnashorn die Stelle. Pech! Aber es hat Mitleid und kehrt nochmals um und stellt sich dem Fotografen.
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So kann ich zufrieden nach Halali zurückkehren und den Abend dann dort an dem schönen Wasserloch verbringen.
Und hier ein Deja vu vom letzten Mal. Zum Sonnenuntergang kommt auch hier ein Spitzmaulnashorn, gerade noch im letzten Sonnenlicht.
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Zurück ins Häuschen, wo ein zu weiches Bett schon auf mich wartet.
Bis morgen:
Burschi
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zuletzt bearbeitet 27. Apr. 2026
1'942 Beiträge · seit 201127. Apr. 2026 · #46
Hallo Burschi, köstlich die Beschreibung deiner Würstchen. Beim Geschmack fehlt einem dann allerdings der Vergleich. Ich glaube, es hat noch niemand unter uns gekochte Nacktmulle gekostet 😅
Ich finde deinen vogellastigen Bericht großartig, weil ich als Hobby-Ornithologin auch auf jede kleine Feder und jeden Pieps-Laut "anspringe". Ich hatte diesmal im KTP auch etliche Abdimstörche. Ich habe noch nie zuvor einen gesehen. Junge Perlhühner auch nicht. Danke für diese Bilder.
Deine Erzählung von Halali weckt schöne Erinnerungen bei mir. An die Baumhörnchen kann ich mich noch ganz gut erinnern, die bieten ein nettes Unterhaltungsprogramm.

Liebe Grüße, Margit
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200927. Apr. 2026 · #47
Hallo Margit,
leider konnte ich auf dieser Tour "nur" 100 Arten Vögel identifizieren. Gesehen habe ich sicher mehr und außerdem fehlten mir heuer die Feuchtgebiete. Abdimstörche waren tatsächlich im Westen der Etoscha überall zu sehen. Das war aber nicht neu für diese Jahreszeit. Neu war für mich dagegen der Schwarzkopfreiher in Namibia, den habe ich hier noch nicht gesehen.
Und was die Würstchen betrifft: Ich komme ja aus einer Stadt, wo jedes Jahr der Bratwurstgipfel stattfindet und ein "Bratwurstkönig" gekürt wird. Aber die Okaukuejo-Variante hätte null Chancen. Höchstens zum Magenwenden. 😛
Gruß:
Burschi
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Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200927. Apr. 2026 · #48
Extra für Margit:
Noch ein paar kleinere Perlhuhnküken. Auf dem ersten Bild kaum zu sehen, daher nochmal größer.
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Liebe Grüße: Burschi
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1'942 Beiträge · seit 201127. Apr. 2026 · #49
Danke Burschi, die Federbällchen sind ja echt süß.
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200928. Apr. 2026 · #50
Der Abschied von Halali war gleichzeitig der letzte Tag in der Etoscha. Ich hätte schon noch gerne das eine oder andere schöne Erlebnis gehabt. Mal sehen, was der Tag bringt. Goas wollte ich noch einmal anfahren.
Ich stehe schon eine Stunde hier und beobachte eine Gruppe Impala und Zebras. Irgendwie sind sie vorsichtig und schauen in eine Richtung anstatt friedlich zu äsen. Dann entdecke ich plötzlich einen braunen Kopf, der aus dem Gras herausschaut, und beim Betrachten mit dem Fernglas stellt es sich als eine Tüpfelhyäne heraus. Im Laufe der nächsten Stunde verschwindet sie immer wieder im hohen Gras, kommt aber dann doch ganz zum Vorschein und geht zum Trinken. Die Zebras zogen ganz in der Nähe vorbei, schienen sich mit der Hyäne auf Waffenstillstand geeinigt zu haben.
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Die nächste Station ist Chudop. Da ist eigentlich auch immer was los. Und richtig! Es sind viele Zebras, Springböcke und Gnus da. Und am Wasser kommen sicher auch andere Tiere, um ihren Durst zu löschen. Also richtete ich mich ein und blieb längere Zeit hier. Etliche andere Touri-Autos kamen und fuhren dann schnell weiter. Gab ja nur Zebras zu sehen. Von wegen „nur“ Zebras. Die hitzige Diskussion zweier Zebrahengste war allein schon das Zuschauen wert.
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Und dann sind die Rivalen tot? Nein, keineswegs! Einigen Damen war das zu langweilig und sie legten sich zum Schlafen hin.
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Sollte das ein Zebra-Tag werden? Es gibt noch etliche schöne Zebrafotos, aber damit will ich hier nicht langweilen.
Und nebenbei noch zwei andere Sichtungen: Am Wasser finden sich etliche Paradieswitwen – Männchen ein und hinter ihnen her ein Schwarm Weibchen. Ist also nicht nur stressig, wenn man stark ist, sondern auch wenn man besonders schön erscheint. Und dann noch der Leopard! Nein, nicht ganz „nur“ eine Leopard-Schildkröte!
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Auch einige der Zimtbrustammern fanden sich ein.
Beim Weiterfahren dann aber noch weitere interessante Vogelsichtungen:
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Pärchen Nachtflughühner
und Häherkuckuck
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Den ornithologischen Höhepunkt aber boten die wunderschönen Racken. Zuerst die hier häufig vorkommende Gabelracke.
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Doch dann die Blauracke, die ich hier noch nie gesehen habe. Bezüglich Etoscha war es für mich eine Neuentdeckung. Über die hab ich mich besonders gefreut.
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Besonders geärgert habe ich mich über die Europäischen Bienenfresser. Eigentlich nicht über sie, denn drei davon saßen im besten Sonnenlicht auf einem Strauch neben der Straße. Ich fahre langsam mit dem Auto ran, lasse das Fenster runter, setze den Foto an und …ja und dann kommen von hinten zwei Toyotas angerast und überholen mich zwischen Strauch mit Vögel und mich und ..weg sind die Bienenfresser ohne ein Bild. Ich bin stinksauer, nicht auf die Vögel am Strauch sondern auf die blöden Vögel in den Autos! Früher war es immer so, dass, wenn man auf ein stehendes Auto hinfuhr und dort jemand fotografieren wollte, man stehen blieb und gewartet hat, oder auch gefragt hat, was es da zu sehen gibt. Aber „Rücksicht“ ist auch eines von den deutschen Fremdwörtern, die inzwischen fast ausgestorben sind.
Die zwei Toyotas mit ihren vier Jungaffen habe ich am nächsten Tag wieder in Namutoni getroffen. Sie standen wie begossene Pudel da, weil sie keine Tankstelle fanden und es frag-lich war, ob sie es bis zu einer Tankstelle außerhalb des Parks noch schaffen. Was habe ich innerlich gefeixt!
Da der Tag noch etliche weitere Überraschungen bot, muss ich hier mal unterbrechen und mich den häuslichen Aufgaben widmen. 😉
Liebe Grüße:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2026
384 Beiträge · seit 201228. Apr. 2026 · #51
Burschi schrieb:Besonders geärgert habe ich mich über die Europäischen Bienenfresser. Eigentlich nicht über sie, denn drei davon saßen im besten Sonnenlicht auf einem Strauch neben der Straße. Ich fahre langsam mit dem Auto ran, lasse das Fenster runter, setze den Foto an und …ja und dann kommen von hinten zwei Toyotas angerast und überholen mich zwischen Strauch mit Vögel und mich und ..weg sind die Bienenfresser ohne ein Bild. Ich bin stinksauer, nicht auf die Vögel am Strauch sondern auf die blöden Vögel in den Autos! Früher war es immer so, dass, wenn man auf ein stehendes Auto hinfuhr und dort jemand fotografieren wollte, man stehen blieb und gewartet hat, oder auch gefragt hat, was es da zu sehen gibt. Aber „Rücksicht“ ist auch eines von den deutschen Fremdwörtern, die inzwischen fast ausgestorben sind.
Das habe ich auf meiner Reise leider auch erlebt. nur das es bei mir sogar 12 Autos waren, plus ein Reisebus, welcher an mir und meiner sensationellen Sichtung mit maximaler Geschwindigkeit vorbeigerauscht sind. Aber die sind einfach selbst schuld, wenn sie ausser der Strasse nichts anderes sehen wollen.
Zusätzlich dazu fällt mir auch immer mehr auf, dass auch der Buschfunk unter den Touristen immer schwieriger wird. In meinen Tagen im KTP habe eigentlich ich immer die anderen angehalten und nach deren Sichtungen gefragt und von meinen Sichtungen erzählt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass immer mehr Menschen vergessen, dass man durchaus auch einfach mal nett zu Fremden sein kann.

Ansonsten, tolle Sichtungen von Groß (kämpfende Zebras) bis Klein (Blauracke)! 🙂
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2026
3'883 Beiträge · seit 201128. Apr. 2026 · #52
Manno, Burschi, dein allerallerallerletzter Reisebericht? Den darf ich keinesfalls verpassen!

Ich bin froh, dass ich Namibia vor (10?) Jahren das letzte Mal besucht habe. Aber es gefällt mir, wie du uns das heutige Namibia schilderst. Immer wieder muss ich aufgrund deiner Äußerungen nicken. Ich würde dasselbe empfinden wie du.
Ich muss ein Zwischendanke einschieben und hoffe, der Bericht ist noch nicht zu Ende.

Liebe Grüße
freshy
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zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2026
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200929. Apr. 2026 · #53
Zur Mittagszeit bin ich in Namutoni. Ich schlendere mal ins alte Fort. Welch trauriger Anblick! Wie wurde das vor Jahren beim Jubiläum auch mit deutschen Steuergeldern herausgeputzt. Nun aber verfällt es schon wieder. Keine Souvenirshops mehr, kein Restaurant, der Balkon gesperrt, kein Mensch zu sehen! Hier kann man nicht einmal einen Schluck Wasser kaufen. Das Wasserloch war schon immer ungepflegt, aber was hätte man für eine schöne Campsite und Gästeunterkunft hier machen können.
Ich verlasse das Fort und fahre nach Klein Namutoni. Hier ist alles von einer großen Zebraherde besiedelt, ich will sie gar nicht verschrecken in der Mittagshitze und fahre nicht ganz bis ans Wasserloch.
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Da es Mittagszeit ist, ruhen viele der Zebras. Ich will sie nicht aufschrecken nd entferne mich vorsichtig.
In der Nähe stoße ich noch auf eine Leopard. Ja, nicht "der", sondern die Leopardenschildkröte. 😉
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Nach einer Weile der Beobachtung drehe ich um und fahre Richtung Tsumkor, einem Was-serloch, das um die Mittagszeit vielleicht auch noch einmal Elefanten bietet.
Zuerst aber fahre ich an der Pfanne entlang, in der sich auf beiden Seiten der Straße durch die starken Regenfälle schon ein großflächiger See gebildet hat. Daneben ruht ein größerer Schwarm Rotschnabelenten, aber auch eine Gruppe Pelikane zieht über das Wasser und am Rande tummeln sich einige Limokolen, die ich als Bruchwasserkäufer identifiziere.
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Kurz darauf biege ich nach Klein Okevi ab. Und schon wieder eine große Herde Zebras, die unaufgeregt im frischen Grün grast. Nun, Zebras hatte ich heute schon ausreichend und so fahre ich weiter nach Groot Okevi. Und dort steht, unmittelbar neben der Fahrbahn ein größerer, älterer Elefantenbulle. Ich erkenne ihn wieder. Ich habe ihn vor Jahren hier schon einmal getroffen.
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Doch dann richtet sich meine Aufmerksamkeit auf das Wasserloch, denn von der anderen Seite läuft plötzlich mit schnellen Schritten eine größere Elefantenherde auf das Wasser zu, trinkt, badet, doch nur kurz und läuft dann direkt auf mich zu.
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Ein kleiner Kerl hat das Wasser nicht zum Trinken, sondern zum Planschen genutzt.
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Ich teile praktisch die Herde in zwei Gruppen, die eine läuft vor und die andere hinter mir über die Straße. Ich habe keine Bedenken, denn ich weiß, dass die Eles nicht von selbst aggressiv sind und auch Erfahrung mit Autos haben.
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Schnellen Schrittes, wie sie gekommen sind, verlassen sie die Wasserstelle wieder. Der ganze Trupp läuft auf der Straße, die zum Wasser führt. Der Bulle schreitet gemächlich hinterher. Ich folge in respektvollem Abstand, bis die Herde und auch der Bulle nach rechts abbiegen. Das ist die Richtung nach Klein Okevi. Ich nehme die Straße, fahre außen herum, erreiche Klein Okevi vor den Elefanten und warte.
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Nach nur wenigen Minuten kommt der ganze Trupp an und trinkt und tobt ausgiebig im Wasser. Die kleinsten immer gut abgeschirmt und zum Schluss der Bulle, der sich komplett abduscht.
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Welch eine Abschiedsszenerie! Aber so schnell wie sie gekommen sind, verschwinden sie auch wieder, mich und mein Auto ignorierend. Nur der große Bulle bleibt wenige Meter vor dem Auto stehen und schaut mich an. Da er keinerlei Anzeichen von Aggressivität zeigt und ich mich ruhig verhalte, schwenkt er noch mal den Rüssel und verabschiedet sich dann auch.
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(Den Streifen bitte ichzu entschuldigen. Da es immer mal wieder geregnet hat, musste ich die Scheibenwischer betätigen und der Streifen war hartnäckig 🙁 )
Nach so vielen schönen Eindrücken war eine Weiterfahrt nach Tsumcor überflüssig und ich kehre um und fahre Richtung Ausfahrt zum Gate. Unterwegs - wie fast immer – standen noch die Verabschiedungstrupps von Impalas und Giraffen auf der Straße.
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Und am Schluss noch ein Regenbogen!
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Mehr kann man auf einer Abschiedstour durch die Etoscha nicht erwarten.
Das Auschecken war problemlos und gleich nach dem Tor biege ich nach links Richtung Onguma ab. Hier möchte ich zwei Tage ausruhen und mich von den anstrengenden Fahrten in der Etoscha ein wenig erholen. Unterwegs hatte ich eine Email erhalten, dass ich statt des „Luxury Bush Camp“ ein Upgrade auf das „Fort“ erhalte. Da ich noch nie hier war, war ich gespannt, was mich da erwartet.
Davon mehr beim nächten Mal.
Gruß Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 29. Apr. 2026
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200930. Apr. 2026 · #54
Die beiden Tage, die ich auf Onguma verbracht habe, kann ich in einem zusammenfassen: Ausruhen, Relaxen, Entspannen, Genießen.
Der Tag begann jeweils mit einem gigantischen Frühstücksbüfett, das keine Wünsche offen ließ. Tagsüber konnte man sich an der Kaffeebar oder aus der Minibar am Zimmer gratis be-dienen und am Abend wurde stets ein leckeres und hübsch dekoriertes Dreigangmenü mit Wahlmöglichkeiten geboten, das einer gehobenen Küche entsprang. Keine Schuhsohlensteaks wie bei den NWR-Camps! Die Verpflegung also erstklassig.
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An Räumlichkeiten ist nicht nur in den Suiten, sondern auch im Restaurantbereich viel gebo-ten. Es gibt verschiedene Räumlichkeiten mit stillen Ecken, in die man sich zurückziehen kann. Der Pool ist zweigeteilt, einer mit Schwimmmöglichkeit, der etwas größer sein könnte, und ein schmalerer mit knietiefem Wasser, in dem Tische und Stühle stehen, und man somit einen Cocktail im Wasser sitzend genießen kann. Die ganze Anlage ist in der Dunkelheit am Abend mit Feuerschalen illuminiert. Wenn man im Pool sitzt oder am Abend auf der Terrasse zum Essen, dann hat man Blick auf des eigene Wasserloch, an dem stets etwas los ist. Giraf-fen, Impalas und Gnus, sowie diverse Vögel.
Gamedrives werden angeboten, doch ich habe drauf verzichtet, denn die Chance in der Etoscha noch etwas Außergewöhnlicheres als das, was ich schon gesehen habe, zu erblicken, waren doch äußerst gering. Außerdem war zu den Gamedrivezeiten das Fort leer und ich konnte wunderbar entspannen.
Am Abend war das Zimmer immer zum Schlafen hergerichtet, auf dem Bett lag eine Gute-nachtgeschichte und dass man überall WiFi hat und Wäscheservice geboten wird, ist selbstverständlich.
Hier ein paar Bildbeispiele aus der Anlage:
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Das war das Häuschen, das ich für mich alleine hatte.
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Bei Sonnenuntergang genießt man sensationelle Ausblicke auf das Wasserloch mit der untergehenden Sonne, auch wenn am Horizont sich ein Gewitter abspielt.
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Auf Neudeutsch kann ich nur zusammenfassen: Da kann man wunderbar chillen und abhängen! Und nebenbei gab es auch noch neue Tierchen zu entdecken:
Nur waren die Beobachtungen etwas kleiner:
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Gottesanbeterin
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Sichelschrecke
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Da bin ich mir überhaupt nicht sicher: Fischfliege?? Ameisenjungfer??
Vielleicht können ja mal die Spezialisten draufschauen.
Onguma (Fort) zusammenfassend: Sehr zu empfehlen, Luxus in allen Bereichen. Für Entspannung nach Etoscha genau richtig.
(Da ich es als Upgrade bekommen und im Paket gebucht habe, will ich gar nicht wissen, was es gekostet hat. 😉 😗 )
Liebe Grüße:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 30. Apr. 2026
992 Beiträge · seit 202330. Apr. 2026 · #55
Hallo Burschi,
Ich bin auch noch zugestiegen. Ein bisschen traurig ist es schon, deinen Bericht zu lesen, in dem Wissen, dass es für dich eine Abschiedsreise war.

Ich finde, dass du trotz der üppigen Vegetation viele ansprechende Sichtungen hattest. Auch viele wunderschöne Vögel und andere Kleintiere.
Besonders gut gefällt mir die Abendstimmung in Onguma.

In AI Aiba waren wir auch schon, da fühlten wir uns wie Kinder beim fantasieren darüber welche Figuren man in den Steinformationen erkennt.

Wir waren 2022 zum ersten Mal in Namibia. Das war kurz nach Corona- und letztes Jahr. Wir empfanden den Massentourismus auch in Lodges die wir 22 gut fanden, inzwischen sehr abstoßend.
Dabei darf man nicht vergessen, dass man selbst auch Tourist ist und mit seinem Reisebericht den Wunsch bei anderen weckt, da auch mal hin zu wollen.

Die Rücksichtslosigkeit, die du ansprichst, ist uns auch extrem aufgefallen, und dass es in den Städten jetzt vermehrt Himbas und Hereros in Tratitionskleidung zu sehen gibt, ebenfalls.

Schöne Fotos zeigst du uns übrigens.
Vielen Dank und liebe Grüße,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
3'383 Beiträge · seit 200930. Apr. 2026 · #56
Grüss Dich Burschi,

ich weiß schon, dass ich ziemlich spät dran bin, hab aber erst gestern Abend Deinen Bericht gelesen.
Du hast alles sehr schön beschrieben und Deine "kleinen" Tränchen, die Dir so dann und wann gekommen sind, kann ich nur all zu gut nachvollziehen. Uns geht es ja mittlerweile ähnlich.

Auf alle Fälle freu ich mich schon auf die Fortsetzung Deines Reiseberichtes.

Herzliche Grüße vom bayern schorsch

Herzliche Grüße,
der bayern schorsch
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Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200930. Apr. 2026 · #57
Hallo Silvia,
dass sich die Zeiten ändern und ich auch Tourist bin, ist mir bewusst. Ich war z.B. zu Manfred Goldbecks Zeiten ein absoluter Fan der Gondwana Lodges. Damals waren es aber höchstens eine Hand voll. Heute ist da vor allem die Bettenzahl gewachsen, sodass viele Bustouristen nach langer Fahrt am Abend ankommen und dementsprechend andere Interessen haben als ich. Also meide ich seit geraumer Zeit Gondwana. Leider sind aber die Touristen, die ihre Namibiareise bei Aldi, Lidl oder Rewe gebucht haben zu einem "saugüstigen" Preis, wie sie meinen, halt leider nicht die mit denen ich gerne an einem Wasserloch sitze. Ich will beileibe nicht alle über einen Kamm scheren, aber da sind viele dabei, die "halt auch amol nach Afrika" wollen, weil sie da noch nicht waren, aber schon 20 mal auf Malle. Die lesen vorher keine Reiseführer, die planen keine Reise und suchen Unterkünfte, die das, was sie erwarten, bieten, die sind dann total überrascht, wenn sie im August frieren wie die Schneider. Die haben auch kein Interesse an dem "europäischen Bienenfresser" oder dergleichen, das reicht, wenn sie die Big5 sehen und wenn ihnen der Guide die Gnus als Büffel verkauft, dann haben sie die Big5 ja auch in der Etoscha gesehen.
Ich weiß, der Massentourismus ist ein Phänomen unserer Zeit, darum suche ich die "lonesome places" wie man heute so gerne auf Deutsch sagt. 😉
Liebe Grüße:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
2'167 Beiträge · seit 200930. Apr. 2026 · #58
Hallo Burschi,
Ja, richtig, das ist ein Dotted Veld Antlion - Palpares sobrinus.
Die sind ja ganz schoen gross, mit 108mm Fluegelspannweite!

Vielen Dank fuer's Berichten, ich freue mich auf die Fortsetzung!

Liebe Gruesse
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
Themenstarter4'140 Beiträge · seit 200930. Apr. 2026 · #59
Hallo maddy,
ein Glück, dass du im Forum bist! Vielen Dank! 😎
Ich dachte immer, dass die Ameisenlöwen in der Erde hausen und die Trichterfallen bauen.
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Habe mich jetzt weiter informiert und so erfahren, dass in den Trichtern sich nur die Larven des Insektes befinden und die erwachsenen Tiere beflügelt sind.
Danke, dass du mich nicht dumm sterben lässt! 😄
Viele liebe Grüße:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
4'382 Beiträge · seit 201501. Mai 2026 · #60
Aber, aber, lieber Peter,
…..dass du mich nicht dumm sterben lässt
Bitte, bitte lass Dir damit noch viel Zeit!
Liebe Grüße
Friederike
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zuletzt bearbeitet 01. Mai 2026