Mauritius, das andere Afrika

Reisebericht 113 Antworten · 8'663 Aufrufe · gestartet 30. Dez. 2024 von Nacho
Themenstarter973 Beiträge · seit 202330. Dez. 2024 · #1
Vom 4.bis 19. Dezember entfliehen wir dem kalten Winterwetter und wärmen uns die Füße auf Mauritius.
Wir entscheiden uns für ein Hotel im Norden, weil ich gelesen habe, dass im Dezember bereits die Regen- und Zyklon-Saison begonnen hat und der Norden windgeschützter ist.
Wir machen tatsächlich die Erfahrung, dass wir mehr Sonne haben als die Urlauber im Süden.
Es regnete alle zwei, drei Tage, aber meist nur in kurzen Schauern, die ich fast als weichen Sprühregen bezeichnen möchte. Mit „Kurz“ meine ich tatsächlich nur fünf bis zehn Minuten. Nur zwei Mal hat es über mehrere Stunden geregnet. Wir empfinden diese Erfrischungen durchaus als angenehm, denn es bleibt trotzdem warm. Wenn es nicht regnet, ist es aber auch ziemlich schwül.

Für uns ist es jetzt im Dezember die bessere Wahl im Norden zu sein, zumal der Urlaub ganz anders verlaufen ist, als gewünscht und geplant.
Wer allerdings nicht in der Regenzeit die Insel besucht, der findet im Süden definitiv die schöneren Landschaften und Strände und hat den besseren Ausgangspunkt für viele Aktivitäten.

Wer sich ein bisschen in die Insel-Idylle reinträumen möchte, der sei herzlich eingeladen, diesen kurzen Bericht zu verfolgen.

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Am 4.Dezember. startet unser Flug von Zürich nach Doha und wir heben pünktlich um 14.30 Uhr ab.
Mit an Bord sind Uwe und ich und unsere 26jährige Tochter Vanessa. Alicia (28) fliegt ab München. In Doha treffen wir uns und fliegen mit der gleichen Anschlussmaschine weiter nach Mauritius.

Warum machen zwei junge Frauen mit Mama und Papa Urlaub?
Uwe und ich sind 60 geworden und um den Stress zu umgehen, (kurz vor Weihnachten) eine große Feier zu organisieren, dachten wir uns: Warum nicht unsere Kinder zu einem schönen Familienurlaub einladen und uns rundum bedienen lassen?

Alicia kommt nur für eine Woche mit und nur unter der Bedingung, dass sie die ganze Zeit am Pool liegen darf. Sie möchte nichts unternehmen. Das respektieren wir natürlich.
Aus diesem Grund haben wir uns für Mauritius entschieden, obwohl wir anderen drei, lieber eine Reise ins „richtige Afrika“ unternommen hätten.

Aber Mauritius bietet sowohl Strand, Sonne und Meer, als auch viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen.
Vanessa erklärt uns gleich, dass sie nichts anbrennen lassen wird. Sie will bei jeder Aktivität dabei sein.

Der erste Flug dauert ca. 6,5 Stunden. Unsere Maschinen kommen fast zeitgleich an. Alicia sieht elend aus. Sie hat Migräne. Für sie ist die Wartezeit am Flughafen und der Weiterflug eine einzige Quälerei.

Während Uwe bei Alicia im Wartebereich sitzt, nutzen Vanessa und ich die Gelegenheit uns ein bisschen die Beine zu vertreten. Meinen Steppmantel lasse ich bei Uwe.
Wir holen uns einen überteuerten Kaffee und leisten uns sogar einen Wrap, in dem in Anbetracht des Preises ein Schatz vergraben sein muss.

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Zum Boarding treffen wir uns wieder mit Uwe und Alicia, aber mein Mann kommt ohne meinen Mantel und der ist meine Überlebensgarantie für den Winter. Mein Gesicht verliert die Farbe.
Uwe hatte mehrmals versucht mich anzurufen, aber jedes Mal, wenn ich das Telefonat annehmen wollte, brach die Verbindung zusammen. Er war sich nicht mehr sicher, ob ich meinen Mantel nicht doch mitgenommen hätte. Nein, hatte ich nicht!
Ich bin müde und empfinde den verlorenen Mantel echt als riesengroßen Verlust, denn ich suche schon länger nach einem anderen und finde nichts, was ihn auch nur ansatzweise ersetzen könnte.
Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass ich ihn wiederbekomme. Das fängt ja schon gut an.

Uwe sieht, dass ich nach Fassung ringe und ihm wird bewusst, dass er etwas unternehmen muss. Er kann aber nicht mehr einfach zurück in den Wartebereich. Er wendet sich ans Sicherheitspersonal, erklärt die Situation und trabt in deren Begleitung davon. Zwanzig Minuten später kommt er mit einem Siegesstrahlen im Gesicht und dem Mantel über dem Arm wieder zurück. Mir fällt ein Stein vom Herzen.

Wir fliegen übrigens mit Emirates Air. Ich kann diese Airline mit der Lufthansa, mit Äthiopien Airline, und Qatar vergleichen.
In dieser Maschine empfinde ich die Sitzbreite und die Beinfreiheit am angenehmsten.
Der Service an Board ist gut. Das Essen wird in Mehrwegplastik und mit richtigem Besteck serviert. Geschmacklich nicht meins, aber das liegt daran, dass ich die Gewürze nicht mag.
Am Unterhaltungsprogramm gibt es nichts auszusetzen.
Die WCs sind sehr sauber, während des gesamten Fluges.
Das Raumklima ist ebenfalls sehr angenehm und nicht zu kalt. Uns stehen kostenlos Decken, Kissen und Kopfhörer zur Verfügung. Der Preis ist ähnlich wie bei Qatar und deutlich günstiger als Lufthansa.

Während des Fluges sagt Uwe zu mir: Ich glaube, ich bekomme einen Gichtanfall.
Bitte nicht! Das bedeutet Schmerzen, schon bei der Berührung mit der Bettdecke, einen geschwollenen Fuß und an Laufen ist dann nicht groß zu denken. In der Regel dauert so ein Anfall gute zwei Wochen, bis er wieder schmerzfrei laufen kann. Das wäre das Ende, bevor der Urlaub überhaupt angefangen hat.

Wir landen einigermaßen pünktlich um ca. 9.20 Uhr.
Die Gepäckabholung dauert allerdings extrem lange, weil die A380 so viele Passagiere an Bord hatte.
Am Ende fehlt uns ein Koffer. Der Alptraum eines jeden Fluggastes!
Unser Band läuft nur noch leer. Die letzten Passagiere ziehen ihres Weges und wir stehen da und glauben es nicht.
Das Band läuft immer noch, aber es kommen keine Koffer mehr.
Dann ruft ein Mitarbeiter und macht uns darauf aufmerksam, dass auf dem anderen Band noch ein Koffer sein einsames Dasein fristet. Bingo, das ist unserer! Man hört den Stein plumpsen, der Vanessa von der Seele fällt.

Der Leihwagen wird uns pünktlich an den Flughafen gebracht. Hätte allerdings das Gepäckabholen nicht so elend lange gedauert, hätten wir sicher eine halbe Stunde warten müssen.
Draußen werden wir von 26 Grad und schönstem Sonnenschein umarmt. Die Vögel zwitschern und es geht ein angenehmes Lüftchen.
Mit unserem Gepäck wird es eng im Fahrzeug. Ein Handgepäckkoffer muss mit auf die Rückbank, zwischen die Mädels und einen nimmt Vanessa auf den Schoß.

Dann fahren wir ungefähr noch 1 Std. 20 zum Hotel Lagoon Attitude.
Die Landschaft, die an uns vorüberzieht, begeistert mich wieder wie bei unserem ersten Besuch auf dieser schönen Insel. Überall wachsen große, blühende Bäume und wir fahren durch die eine oder andere Allee. Ich kann mich nicht satt sehen.
Gegen halb eins erreichen wir unser Ziel.
Wir fahren vor, steigen aus und ein Mitarbeiter nimmt uns den Schlüssel ab, versorgt unser Gepäck und parkt das Fahrzeug. Den Schlüssel bekommen wir zurück, wenn wir zum Zimmer gebracht werden.


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Wir sind echt kaputt. Von Haustür zu Haustür waren wir über 26 Std. unterwegs.
Aber jetzt haben wir bereits den 5. Dezember. Fortsetzung folgt.
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
768 Beiträge · seit 201730. Dez. 2024 · #2
Hallo Nacho, ich komme sehr gerne mit auf Mauritius. Schön, dass euch eure Töchter begleiten. Aber wer würde so eine Einladung auch ablehnen 😉. Ich hoffe sehr, dass ihr unbeschwerte Tage geniessen konntet und es der Gicht auf Mauritius nicht gefallen hat.
Wir haben sehr schöne Erinnerungen an Mauritius.
Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
634 Beiträge · seit 202330. Dez. 2024 · #3
Hallo Nacho!

Da bin ich natürlich auch sehr gerne dabei. Ich verstehe total, dass eure Mädels mitgekommen sind. Aber wie unterschiedlich doch die Urlaubsvorstellungen von beiden sind 😄

Ich freue mich, wenn es weitergeht!
Themenstarter973 Beiträge · seit 202331. Dez. 2024 · #4
Liebe Caroline,
mein Mann und ich waren im November 21 schon mal auf der Insel. Wir wussten also schon wie schön es dort ist. Meine Erinnerung hat mich nicht getäuscht.
Leider lief nicht alles so wie man sich seinen Urlaub wünscht.
Aber eine gute Geschichte braucht ja auch immer Licht und Schatten und so ist das Leben nun mal.
Vielleicht schaffe ich heute den zweiten Tag bzw. den ersten auf der Insel.
Liebe Grüße und hab einen berauschend schönen Silvesterabend und hoffentlich ein gesegnetes neues Jahr
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Themenstarter973 Beiträge · seit 202331. Dez. 2024 · #5
Hallo liebe Melanie,
wie schön dass du auch dabei bist. Ich habe mich direkt an deinen tollen RB von Namibia erinnert. War das nicht im Mai?
Unsere Töchter könnten nicht unterschiedlicher sein.
Sie sind auch keine kleinen Kinder mehr.

Sie leben eigenständig, haben ihren eigenen Tages- Rhythmus, beurteilen was gut und richtig, schön oder nicht schön ist, anders als wir uns sie haben andere Bedürfnisse als wir, und die beiden sind grundverschieden.
Das soll sich im Laufe der Tage noch bemerkbar machen.

Liebe Melanie, auch euch einen wunderschönen Silvesterabend mit guter Stimmung und ein neues Jahr mit viel Freude und schönen Erinnerungen.
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608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2024 · #6
Hallo Nacho!
Danke für den Bericht, den ich interessiert verfolge. Mauritius würde mir auch gefallen... Ich bin gespannt, was ihr erlebt habt und wie ihr die Reise gestaltet habt.
LG Birgit
Themenstarter973 Beiträge · seit 202331. Dez. 2024 · #7
Liebe Birgit,
Danke für dein Interesse, Mauritius bietet tatsächlich viele Möglichkeiten sowohl auf und im Wasser, als auch an Land. Uwe und ich sind absolut keine Bade und Strand Urlauber. Ich halte es keine Stunde auf einem Liegestuhl aus und ins Wasser gehe ich auch nicht so gerne.

Da wundert man sich, warum so Jemand Mauritius als Urlaubsort wählt.
Wir brauchten ja einen Kompromiss, der allen irgendwie gerecht wurde. Wenn jemand Land und Wasser liebt, gibt es ausreichende Möglichkeiten für Aktivitäten mit denen man drei Wochen füllen kann. Allerdings haben manche Angebote einen stolzen Preis.

Aber die Insel ist halt das ganze Jahr grün und es ist sonnig und warm. Im Winter tut das der Seele besonders gut. Wir waren das erste Mal im November und dieses Jahr im Dezember dort. Wir fanden beide Monate schön, wobei wir beim ersten Mal im Süden waren und diesmal im Norden. Im Dezember hatten wir deutlich öfter Regen, aber der war erstaunlich angenehm, weil es meist nur kurze Schauer waren und die Luft hat sich nicht abgekühlt. So ein kleiner Sprühregen war uns insbesondere beim Wandern sehr willkommen.
Liebe Grüße, einen wunderschönen Silvesterabend und gutes Ankommen im neuen Jahr
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634 Beiträge · seit 202331. Dez. 2024 · #8
Ja genau, wir waren im Mai in Namibia. Im August 25 dann das zweite Mal 😎

Nach Mauritius möchte ich auch mal gerne. Dort hat man einfach so viele Möglichkeiten!

Unsere beiden Mädels sind auch grundverschieden, sowohl vom Äußeren als auch vom Charakter. Ich finde das immer wieder faszinierend, wachsen sie doch beide bei uns auf 😄 eine ist einfach wie die Mama, die andere wie der Papa…

Freue mich auf die Weiterreise und bis dahin auch einen tollen Silvesterabend!
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2024
Themenstarter973 Beiträge · seit 202331. Dez. 2024 · #9
Melanie, ich staune, dass ihr so schnell wieder nach Namibia kommt. Das freut mich sehr für euch. Uns führt es im Mai wieder nach Namibia. Gehen beide Kinder wieder mit? Geht es diesmal Richtung Caprivi?
Liebe Grüße
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Themenstarter973 Beiträge · seit 202331. Dez. 2024 · #10
5.Dezember

Nachdem wir unser Auto und das Gepäck in die Hände eines freundlichen Mitarbeiters gegeben haben, gehen wir zur Rezeption und melden uns an.
Wir bekommen einen Welcome Drink und was wir ganz besonders genossen haben, ein feuchtes Handtuch.

Dieses Foto ist ungewollt hier aufgetaucht- Ich kann es Leider nicht löschen
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Dann werden wir zum Hauptpool geführt und uns wird erklärt, wie wir zum Strand kommen. Nun werden wir für eine Stunde uns selbst überlassen, bis unsere Zimmer bezugsbereit sind.

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Wir haben für Uwe und mich ein Doppelzimmer und für die Mädels je ein Einzelzimmer gebucht, damit beide den Urlaub unbeschadet überleben 🤪 . Dafür haben wir auf Komfort verzichtet und nur die einfachen Zimmer mit HP gebucht.

Wir machen einen ersten Rundgang Richtung Strand und was wir sehen, gefällt uns ausgesprochen gut. Das Meer hat einen fantastischen Farbton und die Sonne glitzert auf dem Wasser. Herrlich!
Es ist jetzt ca. 13.00 Uhr und es gibt tatsächlich noch etliche Liegestühle ohne Handtuch. Allerdings geben die kleinen Schirmchen nicht allzu viel Schatten ab.

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Nach einer Stunde werden wir zu unserem Zimmer begleitet. Bei den vielen Wegen, die es gibt, befürchte ich, dass ich unser Zimmer niemals allein finden werde. Mein Orientierungssinn kann mit einem Schaf mithalten, liegt also so ziemlich bei null.

Die Zimmer sind in zweistöckigen Blöcken im nüchternen Beton-Design untergebracht. Unsere Zimmer liegen im gleichen Block. Wir betreten das Zimmer, es wirkt ein bisschen dunkel, weil unser großer Balkon überdacht ist und die Begrünung gibt zusätzlich Schatten.

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Im ersten Moment begeistert das fehlende Licht im Zimmer wenig. Aber tatsächlich sind wir später noch dankbar für das Dach und den Schatten auf dem Balkon. Was mich aber echt enttäuscht, und zwar richtig, ist die Aussicht auf zwei Tennisplätze, samt der dazugehörigen Geräuschkulisse.

Wir haben fast ein Jahr im Voraus drei Zimmer gebucht. Ich schrieb auch dazu, dass wir einen Anlass feiern und habe naiverweise erwartet, dass es dafür den Bonus gäbe, ein Zimmer mit schönerer Aussicht zu bekommen.
Mein Fehler!
Später stellen wir fest, dass es viele von den einfachen Zimmern gibt, die keine schöne Aussicht haben, noch weniger sogar als unseres. Vielleicht war sogar unsere Aussicht von den günstigen Zimmern schon eine von den Schöneren. Wir stören uns auch tatsächlich gar nicht so lange daran, denn das Hotel bietet viele schöne Plätze zum verweilen.

Das Zimmer hat eine angenehme Größe und ist nett eingerichtet. Es gibt auch eine Minibar, und die Möglichkeit Kaffee zubereiten zu können.
Die Zimmer der Mädels, sind relativ identisch mit unserem.

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Aber im Moment zählt eh nur eines: Duschen und die Lebensgeister wieder wecken. Uns sitzt der schlaflose und endloslange Flugtag sehr in den Knochen.

Alicia und Vanessa suchen sich direkt ein nettes Plätzchen am Strand und entspannen sich. Uwe und ich lassen uns in unsere Balkon-Sessel fallen. Ich stelle fest: Wenn wir tief genug in eine halbe Liegeposition reinrutschen, sehen wir den Tennisplatz nicht mehr, sondern nur noch die Baumkronen und Palmwedel. Der Schatten ist also doch nicht soooo schlecht! Es wird auch nicht die ganze Zeit Tennis gespielt.

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Was wir dafür hören, ist Hundegebell und einer jault so gequält, dass es mir das Herz zusammenzieht.
Später erkennen wir, dass ein ganzes freilebendes Rudel das Hotel zu seinem Territorium erklärt hat. Sie werden hier auch mit Futter versorgt, was wir wiederum sehr nett finden.
Uns Gästen gegenüber verhalten sie sich tiefenentspannt.
Aaaaber das Bellen und das gequälte Jaulen hören wir den ganzen Tag. Auch nachts sind die Hunde aktiv und ihre Kommunikation hallt durch die Gänge der Betonblocks. Ich wache fast jede Nacht davon auf.

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Falls jemand Angst vor Hunden hat, ist Mauritius definitiv nicht der richtige Urlaubsort. Hier gibt es überall welche, und zwar ganze Rudel. Sie werden auch oft von der Bevölkerung gefüttert.
Nur um die kranken Hunde können sich die Leute nicht kümmern. Da fehlt dann doch das Geld und die lassen sich vermutlich auch nicht so einfach einfangen.

Wie haben niemals jemanden gesehen, der grob mit den Tieren umgegangen wäre. Sie werden überall geduldet.
Auf der Insel sind fast fünfzig Prozent der Bevölkerung Hindus. Sie glauben an Reinkarnation und das bedeutet, dass der Hund oder die Katze, ein Onkel oder die Mutter sein könnte. Das erklärt vielleicht den freundlichen Umgang mit den Tieren.
Ansonsten gibt es gute dreißig Prozent Christen, davon die meisten Katholiken und nicht ganz 20% sind Muslime.

Wir genießen jetzt erst einmal die Ruhe. Die Hunde bellen „nur“ in Intervallen mit vielleicht zwei Stunden Pause dazwischen.
Da besucht uns ein Madagascar Gecko. Guten Tag du hübsches Tier. Während unserer Expetition auf die Koralleninsel Île aux Aigrettes, erfahren wir mehr über diesen hübschen Gecko.

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Ich habe Lust mir einen Kaffee zu kochen. Aber es gibt kein Pulver und auch keine Milch. Ich werfe einen Blick in den Kühlschrank: Leer! Wo gibt es denn sowas? Schade, dann vielleicht morgen. Dann gehen wir halt später am Pool einen Kaffee trinken. Der kostet dann allerdings extra.
Wasser, sowohl mit Blubber, als auch ohne, kann man sich an verschiedenen Stationen selbst so viel holen wie man möchte. Im Zimmer stehen täglich zwei Flaschen bereit.

Uwe stellt fest, dass seine Schmerzen stärker werden. Nachdem er seine Schuhe ausgezogen hat, sehe sogar ich die Schwellung. Er nimmt eine Tablette. Aber wir müssen Magneschoner besorgen, weil sich abzeichnet, dass er die Schmerzmittel dauerhaft für den ganzen Urlaub braucht und damit habe ich nicht gerechnet, als ich unsere Reiseapotheke eingepackt habe.

Wir haben HP gebucht. Bei meiner Recherche erfuhr ich, dass es drei Restaurants gibt und das obligatorische Buffet-Restaurant Benetier welches nicht so toll abschneidet. Man bekommt in den anderen Restaurants aber keinen Tisch ohne Reservierung und oft ist schon ausgebucht, wenn man nachfragt.
Ich habe bereits Monate vorher meine Reservierungs-Wunschliste ans Hotel geschickt und ewig gar keine Antwort bekommen. Nach mehreren Wochen und mehrmaligem Nachhaken hieß es dann, man könne erst eine Woche vorher reservieren. Das tat ich und bekam wieder keine Antwort.

Wir wissen also noch nicht, wo wir heute essen werden. Darum müssen wir uns nachher unbedingt kümmern.
Wir fragen nach und erfahren, dass wir für heute gar keine Reservierung haben, aber im Benetier bekäme man ja immer einen Tisch.
Das kann ich nach der ganzen Schreiberei und dem immer wieder Nachfragen, nicht einfach akzeptieren und trete ein bisschen dominant auf. Nach einer kleinen Diskussion wird uns auf halb neun ein Tisch im Kot Nou reserviert.

Wir nutzen gleich die Gelegenheit für die nächsten Tage, einen Tisch im Coral und Lemongras zu reservieren. Je nachdem wo es uns am besten schmeckt, werden wir dann versuchen den Rest der Woche festzumachen.

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Außerdem hatte ich bereits im Vorfeld für heute Abend die Sonnenuntergangs-Katamaran Fahrt gebucht. Auch vom Bootshaus bekam ich keine Bestätigung, ob es mit der Buchung geklappt hat. Wir gehen aber davon aus. Um 17.00 Uhr sollte die Fahrt stattfinden.

Uwe, Vanessa und ich sind pünktlich da und sehen, dass die Gäste bereits mit einem Floß zum Katamaran gebracht wurden und gerade an Board gehen.
So ein Ärger!
Wir hatten eine falsche Zeitangabe. Die Mitarbeiter sehen uns aber. Sie kommen sogar zurück und holen uns auch noch ab.
Die anderen Gäste haben sich wahrscheinlich sehr über diese Verzögerung geärgert, denn die Sonne wartet nicht mit ihrer Abschiedsvorstellung.

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Wir fahren gefühlte zehn Minuten Richtung Riff und dort ankert die Crew. Wir bewegen uns also zwei Stunden lang nicht vom Fleck…und das wird als Katamaran Fahrt bezeichnet. Es ist ein bisschen langweilig.
Wir sehen die kleinen vorgelagerten Inselchen beim Hotel, sonst den einen oder anderen Wassersportler.

Sorry - doppelt angeklickt
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Aber der Kahn ist echt groß. Es würden locker doppelt oder dreimal so viele Leute draufpassen. Die Crew sorgt für tolle Musik, Getränke gibt es umsonst, was so manch einer hemmungslos ausnutzt, aber keiner verhält sich unangemessen.
Die Stimmung wird immer besser, die ersten Gäste fangen zögerlich an zu tanzen.
Als der Macarena-Song gespielt wird, tanzen Vanessa und eine weitere Frau die Choreo dazu und daraus entsteht ein Flash Mob, bis alle mit Ausnahme von Uwe versuchen ihre Arme zu koordinieren. Das ist sooo lustig.
Es ist eine Riesengaudi. Aus lauter einzelnen Pärchen entsteht eine sehr schöne Gemeinschaft.

Der Sonnenuntergang wird wunderbar romantisch. Die Stimmung ist sensationell.

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Während der Rückfahrt laufen wir auf einen Stein auf. Jetzt wird es spannend und der Steuermann kann zeigen, was er draufhat. Er gibt uns die Anweisung, dass wir uns alle auf die gleiche Seite begeben sollen. Dann rangiert er den Katamaran gefühlte zehn oder fünfzehn Minuten hin und her und bekommt uns wieder frei.

Inzwischen ist es aber stockdunkel und ein kleines Boot kommt uns zu Hilfe, wir sind ja nicht allzu weit weg vom Ufer. Es fährt uns voraus, um den Katamaran in der richtigen Fahrspur zu halten, was gar nicht so einfach zu sein scheint.
Dieses kleine Abenteuer hat der sonst unspektakulären Fahrt bezüglich Aussicht, doch noch ein bisschen Spannung eingehaucht.
In Gefahr waren wir nicht. Zur Not hätte man uns im kleinen Boot nach und nach an Land bringen können.

Um halb neun treffen wir uns mit Alicia und gehen miteinander ins Kot Nou.
Dieses Restaurant hat ein tolles Strandfeeling. Die Küche ist typisch kreolisch. Vanessa ist sehr begeistert. Wir anderen drei mögen alle keinen Koriander, den wir überall als seifig herausschmecken.

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Ich habe übrigens gelernt, dass der seifige Geschmack von Koriander genetisch bedingt ist. Es hat mit einer Variation des 11. Chromosom zu tun. Wer diese hat, für den schmeckt Koriander nach Seife. Das ist also keine Einbildung. Uwe, Alicia und ich gehören also zum Mutanten-Stadel.

Alicia war am Nachmittag am Meer, wo es schön windig war, aber im Schatten zu kühl. Daher hielt es Alicia für eine gute Idee, sich in die Sonne zu legen. Jetzt sieht sie aus wie ein lecker zubereiteter Hummer und damit beginnt schon die nächste Leidensgeschichte. Die Verbrennungen sind heftig. Sie kann froh sein, wenn sich keine Blasen bilden.

Um halb neun können wir das Essen schon gar nicht mehr richtig genießen, weil wir so kaputt sind. Heute sind wir direkt froh drum, dass hier fast überall sehr schnell das Geschirr abgetragen und der nächste Gang serviert wird.

Nach dem Dinner kommen nicht drum herum, ein paar Ehrenrunden durch die Anlage zu laufen, bis wir unseren Zimmerblock wieder gefunden haben. Unser Schrittzähler dankt uns die Bewegung.

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Kaum berühren unsere Körper die Matratzen, schlafen wir schon ein. Aber Alicia spürt den Sonnenbrand, Uwe seinen Fuß und ich bekomme in der Nacht Kopfschmerzen.

Ich glaube, ich muss den Drehbuchautor für diesen Urlaub sprechen. Womöglich befinden wir uns im falschen Film.
Ich will jetzt bitte Urlaub haben und nicht von Krankheiten verfolgt werden!
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2025
Themenstarter973 Beiträge · seit 202331. Dez. 2024 · #11
weiß jemand, wie es passiert, dass solche komischen Kombibilder entstehen? Ich habe zwei Fotos die hier erscheinen gar nicht angeklickt und weiß auch nicht, wie ich sie wieder löschen kann.
Kann da jemand weiterhelfen?
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Themenstarter973 Beiträge · seit 202301. Jan. 2025 · #12
6. Dezember

Die Sonne scheint mir mitten ins Gesicht, als ich die Augen aufmache. Was? Schon so spät? Normalerweise wache ich im Urlaub schon zwischen fünf und sechs auf.
Jetzt ist es sicher schon 8.00 Uhr.
Aber nein, ein Blick auf meinen Zeitanzeiger verrät mir, dass mein Urlaubs-Bio-Rhythmus stimmt.
Es ist erst 5.45 Uhr. Ich kann es gar nicht glauben und sehe ein zweites Mal nach. Aber ja, es ist wirklich noch so früh.

Allerdings geht es mir nicht so gut.
Das darf doch nicht wahr sein!
In welchen falschen Film sind wir da geraten. Ich habe Kopfschmerzen. Vermutlich durch Verspannungen während des Fluges verursacht und vielleicht auch vom ungewohnten Kopfkissen.

Einen Moment überlege ich, ob ich aufstehen und im schönen Morgenlicht ein paar Fotos von der Anlage machen soll. Oft kann ich diese Art von Kopfschmerzen im Keim ersticken, wenn ich aufstehe. Aber ich fühle mich mehr tot als lebendig.
In Anbetracht der Zeit weigert sich mein Körper aufzustehen. Mein Schlafdefizit meldet sich mit Protest und gewinnt.
Ich mach die Augen noch einmal zu.

Gegen halb acht quälen wir uns beide aus dem Bett. Uwe mit Schmerzen im Fuß und ich im Kopf. Na, das ergänzt sich doch prima.

Draußen ist es so heiß, dass ich das Gefühl habe, ich laufe gegen eine Wand. Aber die Anlage ist wirklich traumhaft schön. Wir kommen an einem großen Webervogel-Baum vorbei. Das ist vielleicht ein Treiben und Zwitschern.
Alicia wurde gestern zur Begrüßung direkt schon freudig angeschissen.
Wir schleichen zum Restaurant und bitten um einen Tisch im Wintergarten. Da werden die großen Fenster geöffnet, man fühlt die Luft und hört die Vögel.



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Kaum sitzen wir, bekomme ich Kreislaufprobleme. Mir wird es schlecht und ich fühle mich schwindlig. Joah, darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Das Buffet ist sehr ansprechend und groß und kann sich wahrlich sehen lassen. Aber ich esse nur einen Löffel Joghurt und ein paar Früchte.
Dafür trinke ich zwei Tassen Kaffee.
Das Koffein zeigt schon nach ungefähr zwanzig Minuten Wirkung. Die Kopfschmerzen verabschieden sich, Übelkeit und Schwindel schließen sich an. Ich fühle mich nach einer halben Stunde, als wäre nichts gewesen. Nicht einmal mehr die Schwüle macht mir was aus.
Na geht doch. Halleluja!!!

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Alicia und Vanessa gehen irgendwann später frühstücken, die beiden gehören nicht zu den Frühaufstehern.

Die Mädchen haben ihrem Papa einen Gutschein für einen Schnuppertauchkurs zum Geburtstag geschenkt und Vanessa wollte ihn begleiten. Mit der Online-Kommunikation hapert es hier auf der Insel offenbar überall. Vanessa bekam keine Bestätigung, auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht.

In der Annahme, dass die beiden heute mit dem Auto unterwegs sind, Alicia nur am Strand liegen möchte und ich mangels vernünftiger Englischkenntnisse nicht in der Lage bin, mich ausreichend verständigen zu können, habe ich für heute keine andere Aktivität geplant.

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Uwe könnte gar keine Schwimmflossen anziehen, insofern ist es gut, dass es mit der Buchung nicht geklappt hat.
Uns allen sitzt noch der Anreisetag in den Knochen. Wir wurden alle am Mittwoch um halb zehn abgeholt, haben im Flugzeug so gut wie nicht geschlafen und lagen am Donnerstag nicht vor 22.00 Uhr im Bett.
Die Tortour hängt uns noch ganz schön in den Knochen und so ist es gar nicht verkehrt heute erst mal richtig anzukommen und dem Körper eine Erholungszeit zu gönnen. Das ist mit Blick aufs Meer und in so einer schönen Anlage wahrlich nicht schwer.

Nur Einkaufen müssen wir.
Die Mädels hätten gerne ein bisschen Obst auf ihrem Zimmer, Uwe braucht für die Schmerzmitteleinnahme den Magenschoner und ich muss mir eine Lotion kaufen.
Zum ersten Mal sind wir in einem Hotel, in dem keine Körperlotion zur Verfügung steht. Ich habe sie immer unnötig mitgeschleppt und daher diesmal drauf verzichtet.
In einem Vier Sterne Hotel hielt ich das für eine Selbstverständlichkeit. Die Sonnencreme, von der es hieß, dass sie vom Hotel zur Verfügung gestellt wird, finden wir auch nicht. Also müssen wir auch noch Sonnencreme kaufen.

Wir fahren etwa zwanzig Minuten zur Bagatelle Mall, in der wir alles bekommen. Eine Nivea Sonnencreme kostet im Supermarkt, vergleichbar mit einem Edeka bei uns, umgerechnet 25€. Wir halten es kurz mit dem Einkauf und besorgen nur was wir brauchen. Dann fahren wir zurück ins Hotel.

Fünf bis zehn Minuten vom Hotel entfernt, sehen wir direkt an der Straße die Kirche Notre-Dame-Auxiliatrice in Cap Malheureux.
Ich freue mich total, denn die wollte ich gerne mal sehen, zumindest von außen.
Allerdings ist da gerade ein Betrieb wie auf dem Jahrmarkt. Uns steht beiden nicht der Sinn danach, auf Tuchfühlung mit verschwitzten Körpern zu gehen. Die Parkplatzsituation am Straßenrand ist momentan sowieso grenzwertig.
Wir fahren weiter und beschließen, dass wir aufgrund der Nähe zum Hotel, mal vor dem Frühstück herfahren. Das hat auch den Vorteil, dass wir dann besseres Licht haben.

Schöne Ausblicke gibt es überall entlang der Straßen. Mauritius ist ein Paradies voller blühender Bäume.

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Viel laufen kann Uwe heute und wahrscheinlich während des ganzen Urlaubs nicht, daher wird der restliche Tag auf dem Hotel Areal verbracht.
Wir spielen Scrabble, lesen und schreiben ein bisschen.

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Alicia verbringt wegen ihrem Sonnenbrand den Tag auf ihrem Zimmer. Die Kleidung auf der Haut tut ihr weh.

Vanessa trifft sich mit Daniel und Martin, die hier auf Hochzeitsreise sind und die wir gestern auf dem Katamaran kennengelernt haben. Einer von ihnen dürfte Mitte dreißig sein, der andere ist 15 Jahre älter. Die drei schweben total auf der gleichen Wellenlänge.

Am Abend treffen wir uns alle wieder zum Dinner.
Für heute bekamen wir keine Reservierung in den angesagten Restaurants. Daher werden wir das Benetier ausprobieren und uns eine eigene Meinung bilden.

Wir kommen in die Restaurant-Rush-Ouer. Daher wird uns ein Tisch in einem Nebengebäude zugewiesen. Es ist aber sogar angenehmer als im großen Restaurant.
Am Buffet finden wir einige Speisen, die ohne Koriander zubereitet wurden. Optisch und geschmacklich würde ich das Essen auf mittlere Kantinenqualität einstufen. Das Ambiente in diesem sehr großen Hauptrestaurant kann natürlich auch nicht mit dem Flair eines kleinen Restaurants mithalten.

Alicia und Uwe ziehen sich nach dem Essen auf die Zimmer zurück. Mir war es heute ein bisschen zu eintönig im Hotel und so freue ich mich, am Pool die Live-Musik zu hören.

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Der Künstler hat echt was drauf. Vanessa und ich suchen uns einen schönen Platz und machen es uns gemütlich. Es dauert nicht lange, da laufen Daniel und Martin an uns vorbei. Wir kommen ins Gespräch und laden die beiden ein, sich zu uns zu setzen.

Ich merke, dass sie durchaus auch auf meiner Wellenlänge liegen. Wir verbringen einen sehr schönen Abend miteinander.

Immer wieder mal sehe ich einzelne Gäste tanzen, die sich keinerlei Gedanken drum machen, wie ihre skurrilen Bewegungen auf der Tanzfläche aussehen.
Sie haben einfach Freude an der Bewegung.
Ich bin in Bezug auf Tanzen auch 35 Jahre aus der Übung und denke: Pfeif drauf, wie „anmutig“ meine rhythmische Gymnastik aussieht, meine Füße wollen auch Tanzen. Schlimmer als das was auf der Tanzfläche zu sehen ist, sieht es bei mir auch nicht aus.
Doch ganz so mutig wie manch anderer bin ich nicht. Ich bewege mich lieber hinter den Stühlen ein bisschen im weniger beleuchteten Bereich und habe meinen Spaß.
So gegen elf packt die Band zusammen und ich mach mich auf den Weg in die Heia.

Vanessa, Daniel und Martin lassen es an der Bar noch eine Weile länger krachen.

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Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
634 Beiträge · seit 202301. Jan. 2025 · #13
Nacho schrieb:Melanie, ich staune, dass ihr so schnell wieder nach Namibia kommt. Das freut mich sehr für euch. Uns führt es im Mai wieder nach Namibia. Gehen beide Kinder wieder mit? Geht es diesmal Richtung Caprivi?
Liebe Grüße
Mein Mann war schwer begeistert, deshalb hat er sich ziemlich leicht überzeugen lassen, dass wir gleich nochmal fliegen. Dieses Mal ein Mix aus festen Unterkünften und Dachzelt und eine Tour mit weniger Kilometern. Wir starten mit der Spitzkoppe und dem Brandberg, kennen wir beides noch nicht. Dann als Hauptaugenmerk Etosha, 3 Nächte innerhalb und 3 außerhalb. Über Gabus (die Mädels möchten gerne reiten und ja, beide fahren wieder mit 🙂 ) nach Okonjima und zurück nach Windhoek.

Ich bin gespannt, wie es in deinem Reisebericht weitergeht. Die Bilder gefallen mir sehr, ich mag nur die Schwüle nicht so.
Hoffentlich habt ihr gesundheitsmäßig für die kommenden Tage mehr Glück als bisher!
397 Beiträge · seit 202101. Jan. 2025 · #14
Liebe Nacho,
schön, dass Du von Mauritius berichtest - da lese ich gerne mit, da ich bislang überhaupt keine Vorstellung von diesem Reiseziel habe. Ich hoffe, Eure gesundheitliche Pechsträhne ist nun vorbei und ihr konntet die restlichen Tage mehr genießen!
LG Elke
Themenstarter973 Beiträge · seit 202301. Jan. 2025 · #15
Liebe Melanie,
die Begeisterung deines Mannes kann ich verstehen. Wem der schon in Namibia war, geht es nicht so?
Eure Pläne klingen toll. Da wünsche ich euch schon mal viel Vorfreude.

Auf Mauritius fanden wir es im November 21 nicht so schwül. Da hatte es auch noch nicht so "oft" geregnet.

Was unsere Gesundheit betrifft: Das Schlimmste kommt zum Schluss. Aber in den nächsten Tagen wird sich nicht alles um Krankheiten drehen, versprochen 🙂
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Themenstarter973 Beiträge · seit 202301. Jan. 2025 · #16
Hallo liebe Elke,
Dankeschön für dein Feedback. Wenn sich so wenig Leser bemerkbar machen, überlegt man, ob der Bericht überhaupt interessant genug ist zum Weiterschreiben.

Mauritius hat eine überschaubare Größe. In zwei Stunden kann man vom Norden in den Süden fahren.
Es war trotzdem eine rechte Gurkerei mit den Distanzen zu den Aktivitäten, denn die meisten liegen weit im Süden.

Aber die Insel ist so schön grün. Ich liebe die Vielfalt der Baumarten und hab mich daher auch über diese " Landschaftsfahrten" gefreut.

Es ist eben alles eine Frage der persönlichen Vorlieben und der körperlichen Voraussetzungen.

Liebe Grüße
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768 Beiträge · seit 201701. Jan. 2025 · #17
Hallo Nacho, oje das tut mir leid. Da freut man sich so auf die Ferien, und dass die Kinder dabei sind, und dann so was. Schade auch, dass so Vieles nicht geklappt hat, da wärs ich auch enttäuscht gewesen. Die Natur auf Mauritius ist schon toll. Wir waren 2018 dort, und da hielt es sich mit den Hunden in Grenzen. Das müsste ich jetzt nicht haben und hätte auch immer die Tollwut im Hinterkopf. Dagegen sind wir nicht geimpft.
Auf jeden Fall ist dein Bericht sehr unterhaltsam, und ich freue mich auf die Fortsetzung!
Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
2'191 Beiträge · seit 201601. Jan. 2025 · #18
Hallo,

Danke für deinen Bericht über Mauritius. Es steht derzeit nicht auf meiner "da muss ich mal hin" Liste, aber vielleicht ändert sich das nach deinem Bericht.

Ich lese gerne mit.

LG Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter973 Beiträge · seit 202301. Jan. 2025 · #19
Liebe Caroline,
vielen Dank für deine lieben Worte und für dein Interesse an dieser Reise.

Ich empfand auch, dass es 2021 weniger Hunde auf der Insel gab. Aber vielleicht gibt es auch im Norden mehr Hunde als im Süden. Oder wir waren diesmal mehr an Orten unterwegs, wo sich Hunde lieber aufhalten.
An Tollwut hab ich ehrlichgesagt gar nicht gedacht. Aber wir haben uns vor unserer ersten Afrikareise dagegen impfen lassen.
Gebissen werden möchte ich trotzdem nicht und ich habe auch keinen Hund angefasst. Obwohl es manchmal schon schwer ist, Tiere die einem sehr nah kommen, nicht anzufassen, seien es Erdmännchen oder handzahme Katzen.

Den nächsten Reisetag werde ich vermutlich am Samstag einstellen und das war ein Tag über den ich heute noch in der Superlative schwärmen möchte...aber leider auch nicht schmerzfrei.
In dieser Reise war wirklich der Wurm drin. Sowas hab ich noch nie erlebt.

Liebe Grüße,
Silvia
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Themenstarter973 Beiträge · seit 202301. Jan. 2025 · #20
Hallo liebe Gabi,
es freut mich, dass du meinen Bericht liest, obwohl Mauritius "noch" nicht auf deiner Wunschliste steht.
So schön die Insel ist, würde ich das andere Afrika, von dem vorzugsweise hier im Forum berichtet wird, auch vorziehen. Ich kann also gut verstehen, dass du andere Orte auf deiner Wunschliste stehen hast.

Wir müssen uns tatsächlich auch eingestehen, dass wir schon sehr gerne Tiere beobachten. Das ist auf Mauritius nicht so gegeben, Mal abgesehen von den Hunden, die du überall siehst 🤩 oder Fische und Vögel, wenn man denn ein Auge für sie hat und sie findet.

Auf Mauritius begeistert mich die Vegetation noch viel mehr als Strand und Meer. Wir sind definitiv keine Badeurlauber oder Strandfaulenzer. Deswegen wird es auch kein drittes Mal geben.
Trotzdem ist Mauritius ein kleines Paradies mit sehr vielen Möglichkeiten Land und Meer zu genießen.

Liebe Grüße und einen schönen Abend,
Silvia
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