Mit "Safari" auf Safari (Namibia 2014)

Reisebericht 90 Antworten · 32,5k Aufrufe · gestartet 22. Juni 2014 von Black Lion
Themenstarter378 Beiträge · seit 201222. Juni 2014 · #1


AFRIKA...

Mein Herzenswunsch war es ja schon immer einmal nach Afrika zu reisen. Schon seit dem Tag, als ich das Licht der Welt erblickte. Zwar konnte ich in meinem bisherigen Leben schon viele andere schöne Orte kennenlernen, wie zum Beispiel Wien, Hamburg, Krakau und einmal sogar Novosibirsk. Aber meine eigentliche Reisesehnsucht hat mich schon immer nach Afrika zu meinen Artgenossen gezogen.
Zu meinem Glück aber, bin ich mit meiner Neugierde auf Afrika und ihre Savannen und Landschaften nicht alleine. Denn um ehrlich zu sein, habe ich meine Reise nach Afrika hauptsächlich dem schwarzen Löwen "Kanu" und seinem genauso verrückten graufelligen Freund "s-tlk" zu verdanken. Und um noch etwas weiter ins Detail zugehen, war diese Reise schon seit über 2 Jahren zusammen mit der weißen Löwin "Kirauni" geplant. Aber da Kirauni und Kanu im letzten Jahr eine kleine Löwin als Nachwuchs bekommen haben, musste sie zum Leidwesen des schwarzen Löwen Zuhause bleiben. Und da man einen Löwen ja unmöglich alleine lassen kann musste s-tlk und natürlich auch ich noch mit.

Oh, Verzeihung! Ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt! Mein Name ist "Safari" und ich bin eine absolut reiselustige Plüschlöwin.



Upps... Entschuldigung! Falsches Foto, auch wenn es wunderbar meine Seele wiederspiegelt '^^



Zunächst hier erst einmal unsere Reiseroute:


Mo 21.04.2014	Frankfurt Flughafen
Di 22.04.2014	Düstenbrook Guest Farm, bei Windhoek
                Cats Unlimited
Mi 23.04.2014	Swakopmund, Veronika Bed & Breakfast
                Souvenir-Jagd
Do 24.04.2014	Swakopmund, Veronika Bed & Breakfast
                Delphin-, Robben- und Wüstentour (Laramon Tours)
Fr 25.04.2014	Brandberg White Lady Lodge, Camping
                Wanderung zur White Lady
Sa 26.04.2014	Otjitotongwe Bungalows & Campingplatz
                Geparden Tour (Geparden hautnah)
So 27.04.2014	Etosha, Dolomite Camp
                Game Drive mit Elefanten
Mo 28.04.2014	Etosha, Okaukuejo Camp
                Game Drive mit Löwen =^.^=
Di 29.04.2014	Etosha, Okaukuejo Camp
                Game Drive mit jagenden Löwinnen =^.^=
Mi 30.04.2014	Etosha, Halali Camp
                Game Drive mit Nashörnern
Do 01.05.2014	Game Drive mit Löwenjungen =^.^=
                Onguma Private Game Reserve
Fr 02.05.2014	Bush Walk
                Otjibamba Country Lodge, Otjiwarongo
Sa 03.05.2014	Otjikoko, Camelhorse Safari
                Erindi, Old Traders Lodge
So 04.05.2014	Erindi, Old Traders Lodge
                Cheetah Walk
                Private Game Drive
Mo 05.05.2014	Flughafen Windhoek
Di 06.05.2014	Frankfurt Flughafen




Kapitel 1: "Hilfe meine Kreditkarte!"

21.04.2014

Angefangen hat unsere Reise, so wie jede andere auch, Zuhause. Und da auch noch gerade Ostermontag war, hatten wir sogar noch Besucht da, von welchem man sich natürlich auch nur schweren Herzens verabschieden konnte.

Unsere erste Etappe führte mit zum Flughafen Frankfurt, wo wir unser Auto für 117 Euro für die nächsten 2 Wochen im Parkhaus 8 stehen lassen konnten.

Wenn eine Löwin einen Flughafen betritt, hätte man ja eigentlich erwarten können, dass alle panisch davonrennen. Aber da ich ja eine nette und kinderliebe Löwin bin, war genau das Gegenteil der Fall. Viele Leute drehten sich nach mir um, so als ob sie auch ein Stück von der Freude abhaben wollten, welche ich ausstrahlte. Oder war es doch eher von uns dreien? Ich weiß es nicht. Alles was ich noch weiß ist, dass wir und die beiden netten Damen am Check-In-Schalter, welche uns freundlicher Weise auch noch einen Fensterplatz organisierten, seht gut unterhalten haben. Danach ging es dann noch problemlos durch die Pass- und Sicherheitskontrolle, so dass wir 2 Stunden vor dem Boarding schon am Gate waren. Die Zeit vertrieben wir uns mit Flugzeuge beobachten, letzte Geschäfte verrichten und Handys aufladen (wer wusste schon, wann es dazu die nächste Gelegenheit gibt). Unser Flieger war die neue A330 von Air Namibia mit Entertaimentsystem und anderen Luxuriositäten. Aber da die Sitze in der Economie-Class, besonders für den 1.9 m großen schwarzen Löwen, einfach zu eng waren, war die Nacht dann doch alles andere als bequem. So kamen wir zwar ausgeruht, aber dennoch ein wenig müde nach 9.5 Stunden Flug in der Nacht auf dem Hosea Kutako International Airport an.

22.04.2014

Da wir in der Mitte des Flugzeuges saßen, konnten fast alle anderen Passagiere vor uns das Flugzeug vorne und hinten verlassen und die Passkontrolle im Flughafen erreichen. Zwar wiegten wir uns zunächst im Glück, als auch die Kontrollschalter für Afrikaner, Namibianer und Diplomaten für uns freigegeben wurden. Aber da das Ausstellen des Visums eine halbe Ewigkeit dauern kann, zumindest wenn man eine genauso übermüdete (und vermutlich auch erkältete) Zollbeamtin hat, welche sich darüber hinaus auch noch anderen Fällen an anderen Schaltern zuwendet, waren wir nicht wirklich viel schneller das Diejenigen in der großen Warteschlange. Letztendlich half uns unsere Vorfreude auf Namibia über die Wartezeit hinweg. Und nachdem wir dann auch schnell unser schon wartendes Gepäck vom Laufband gefischt hatten, kamen wir in den eigentlichen Flughafenbereich. Dort erwartete uns auch schon ein netter Namibianer von ASCO und teilte uns erst einmal mit, dass sich die Abfahrt bis ca. 6:50 Uhr, also noch etwas über eine Stunde, verschieben würde, da das Vermietungsbüro erst um 7:30 Uhr aufmacht.



Wir nutzen die Zeit und versuchten erst einmal Geld am ATM zu besorgen. Und das Wort "versuchten" traf die Sache auch so ziemlich auf den Kopf. Zuerst versuchte es "Kanu" mehrmals vergeblich mit seiner Kreditkarte Geld abzuheben. und auch "s-tlk" konnte mit seiner Kreditkarte dem Automaten lediglich 500 ND entlocken. Zum Glück hatte der graue Löwe aber von Zuhause noch 1900 ND mit nach Namibia gebracht, so dass wir mit dem Geld uns zumindest schon einmal mit SIM-Karten von MTC am Flughafen eindecken konnten (sollte man unbedingt gleich testen und wenn es nicht geht gleich reklamieren). So hatten wir zumindest einmal wieder Internetanschluss. Mit leichter Verspätung, da wir noch auf ein anderes Touristen-Paar warteten, ging es dann auch mit dem ASCO-Shuttle-Service nach Windhoek.

Dort angekommen erledigten wir die ersten Formalitäten, bis es dann an die Hinterlegung der Kaution ging. Die ADAC-Kreditkarte des schwarzen Löwen wurde kategorisch abgelehnt, da die Kreditkartennummer nicht fühlbar hervorgehoben war. Selbst nach mehrmaligen Nachfragen schmetterte die Bedienstete die Karte ab, da angeblich die Versicherung darauf bestand und die Kartennummer unbedingt mit einem Abpausgerät kopiert werden musste. Aber auch die Kreditkarte des grauen Löwen ging beim Autovermieter nicht, da die Bank die Abbuchung/Reservierung der Kaution nicht mehr akzeptierte, da sie (nach der Abhebung am Flughafen) einen Betrugsversuch vermutete. Erst als wir es schafften Mithilfe einer Internetrecherche eine gültige Hotline Nummer der Bank zu finden, konnten wir die Sperrung aufheben. Die Übernahme des Wagens verlief danach etwas gemischt. Negativ waren die Kühltruhe, das Reifenprofil und das CD-Radio. Nicht nur, dass die Kühltruhe nur 30, statt der versprochenen 40 l umfasste. Sie war darüber hinaus auch an der Hauptbatterie des Autos angeschlossen und funktionierte nur, wenn die Zündung an war. Eine zweite Batterie gab es nicht. Darüber hinaus war die Isolierung der Kühltruhe auch so schlecht, dass 3-6 C° erst nach 4 Stunden Fahrt erreicht wurden und dann auch gefühlt nur für 2-3 Stunden gehalten werden konnte. Mehr als zur Kühlung der Getränke war daher nicht zu denken. Bei den Reifen waren es die noch lediglich 6 mm Profil, welche zwar anscheinend noch im Rahmen waren, aber doch unangenehm auffielen und einem die ganze Zeit über leicht bangen ließen, dass der Reifen unterwegs platzt. Und zuletzt war da noch das CD-Radio, welches natürlich weder Bluetooth noch einen Line-In hatte. Zwar bot man uns an für 150 ND einen FM-Transmitter zu leihen, aber da wir ja immer noch knapp bei Kasse waren, begnügten wir uns halt mit Radio und Musik über die Handylautsprecher :/.

Letztlich kamen wir dann so um 9 Uhr endlich vom ASCO-Parkplatz los und stürzten und sehr vorsichtig in den Windhoeker Linksverkehr.

Als erstes steuerten wir den Superspar an und kauften dort für möglichst unter 2000 ND ein, da wir ja nicht mehr Geld hatten. Aber zum Glück sind in Namibia doch einige Dinge günstiger, so dass wir mit ca. 1200 ND uns mit dem nötigsten für die nächsten 2 Tage eindecken konnten. Und, oh Wunder, wurde dort auch die ADAC-Kreditkarte des Schwarzen problemlos akzeptiert. Beflügelt von diesem Erlebnis versuchten wir unser Glück am nächsten ATM (Standard Bank). Und was soll ich sagen, es klappte auf Anhieb ohne Probleme 3 mal 2000 ND abzuheben. Damit waren dann auch unsere Geldsorgen erledigt, so dass wir in der benachbarten Pizzeria/Schnellimbiss um 11:30 Uhr zu Mittag aßen. So um 12:30 Uhr fuhren wir dann auch aus Windhoek raus, da wir ja noch nach Düstenbrook zur Katzentour wollten. Also raus auf die B1, vorbei dann der Kontrollstation und dann nach ca. 40 km links ab auf die D1499. Nach der Durchquerung des ersten kleinen Bachbettes, welches der schwarze Löwe zuvor noch auskundschaften musste, war die Straße plötzlich ca. 8 km vor Düstenbrook gesperrt, wegen Hochwasser. Zum Glück gab es eine feldwegähnliche Umfahrung, über welche wir dann doch noch um 14 Uhr in Düstenbrook ankamen. Da die "Cats Umlimited" Tour auch schon wenig später um 14:30 Uhr starten sollte, haben wir nur kurz eingecheckt und unsere Sachen erst einmal im Auto gelassen.


Und hier noch ein paar Bilder von der Anfahrt 🙂


Die "Cats Unlimited"-Tour selber war für die beiden Hobby-Foto-Jäger grandios. Zunächst ging es, in einem offenen Tourwagen, in das Gepardengehege, wo wir auch gleich von zwei Geparden begrüßt wurden. Der Guide ist dann aber noch bis in die Mitte des weitläufigen Geheges gefahren, so dass von einem Zaun nichts mehr zu sehen war. Dort wurden die zwei Geparde dann mit kleinen Fleischstücken angefüttert, so dass man wunderschöne Fotos schießen konnte. Nur leider gab der Guide, selbst nach Bitte, keinerlei Zeichen, bevor er die Fleischstücke den Geparden zuwarf, so dass wirklich sensationelle Fotos ausblieben.





Nach den Geparden wiederholte sich das Spiel fast gleich dann auch beim Leoparden "Teddi". Hier legte der Guide die Fleischstücke, gut einsehbar auf einen Ast und suchte dann aber erst einmal den Leoparden XD. Naja, seht selbst. ich denke die Fotos sprechen Bände.





Nach der ca. 90 minütigen Tour, ließen wir uns von einem anderen deutschen Paar noch dazu hinreißen, noch den anschließenden Game-Drive mitzumachen. Zu sehen bekamen wir außer Onyx, Gnus, Strauße und Warzenschweine nichts Besonderes.



Und auch von den Hippos im Stausee war außer ein paar Augen und Nasenlöchern nicht wirklich viel zu sehen. Darüber hinaus war nach dem über 2 stündigen Game-Drive auch schon die Sonne untergegangen, so dass das Licht alles andere als optimal war. Als wir dann wieder am Farmhaus ankamen konnte man gerade noch ohne zusätzliches Licht was sehen. Wir also schnell ins eigene Auto und den Weg zum Chalet am Damm angetreten. Zum Glück kannten wir den Weg schon vom Game-Drive, so dass wir diesen dank unserem "GPS-Kanu" auch sicher im Dunkeln fanden. Nur die 5 wilden Pferde, welche uns im Dunkeln den Weg versperrten, verzögerten unsere Ankunft. Da es nun völlig dunkel war, trugen wir unsere ganzen Sachen im Sternenlicht in das kleine Häuschen, bevor wir die Tür schlossen und erst dann das Licht anmachten, um keine Mücken anzulocken. Wir haben dann auch nur das Nötigste ausgepackt und lieber noch etwas Zeit für wunderschöne Sternenhimmelfotos verwendet, bevor wir dann völlig erschöpft um ca. 21 Uhr ins Bett fielen.





Ich hoffe ich konnte bei dem ein oder anderen die Lust erwecken hier ein wenig mitzulesen und "mitzuerleben". Und auch wenn der Reisebericht noch nicht ganz fertig ist, so kann ich jetzt schon versprechen, dass es viele viele schöne Fotos geben wird! Also, bleibt an meiner Schwanzquaste!

Bis zum nächsten Kapitel: "Ein wunderschöner Morgen"
Eure "Safari" =^.^=
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
2'772 Beiträge · seit 200622. Juni 2014 · #2
Hallo Safari,

das fängt ja schon mal sehr schön an. "Skabenga" unsere Löwin begleitet uns auch immer auf unseren Touren 😄 Aber einen Bericht aus ihrer Sicht zu schreiben, ist mir auch noch nicht eingefallen.... Super Idee!

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
zuletzt bearbeitet 22. Juni 2014
171 Beiträge · seit 201222. Juni 2014 · #4
Fantastische Idee! Vielleicht sollte unser Theodor auch mal... *grübel* Ich werde ihn bis Dezember als Reiseberichts-Elefant abrichten...
Südafrika, Swaziland 2010 Südafrika und Botswana 22.06.-14.07.2012 Südafrika, Swaziland 18.12.14-05.01.2015 Südafrika und Botswana 27.12.- 14.01.16 Südafrika, just Kruger 24.06. 16- 10.07.16 http://www.TickerFactory.com/
Themenstarter378 Beiträge · seit 201222. Juni 2014 · #5
A-Wolf schrieb:
Black Lion schrieb: ... Bei den Reifen waren es die noch lediglich 6 mm Profil, welche zwar anscheinend noch im Rahmen waren, aber doch unangenehm auffielen und einem die ganze Zeit über leicht bangen ließen, dass der Reifen unterwegs platzt.
Nigelnagelneue Reifen haben, zumindest in Europa 8 mm Profiltiefe. Mindest Tiefe Sommerreifen 1,6 mm (A) WR 4 mm.
Mit 6 mm hattet ihr 2/3 neue Reifen, mit Welcher Profiltiefe wechselt ihr eure Reifen?
MfG
A-Wolf
In Europa fährt man in der Regel aber auch nicht 2000 km auf Sand- und Schotter-Pads...
Bei unserer Autorückgabe in Windhöck bei ASCO, hatten die im Hinterhof (da wo auch der Unfall-Abschreck-Wagen steht) auch eine kleine Reifenprofilausstellung. Neue Reifen haben, wenn ich mich nicht irre 16mm Profil. Und ca. pro 2000 km verliert der Reifen im Mittel anscheinend auch 1 mm. Und bei nur noch 4mm Profil werden die Reifen dann auf jeden Fall gewechselt.

@Helsinki: Safari hat ja auch schon Erfahrung mit mehreren Reisen. Erwarte also nicht allzuviel von deinem Theodor.
Wobei ich mir einen Elefanten am Flughafen auch ganz lustig vorstelle 😄
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1'411 Beiträge · seit 201323. Juni 2014 · #6
Da bin ich mal gespannt, was eine Löwin als Tourist in Namibia so alles erlebt 😄 .

Wir waren ja fast zeitgleich unterwegs.
Auf Düsternbrook haben wir uns um einen Tag verpaßt, wir sind dort am 21.4 abgereist.
Interessant, daß bei euch die Zufahrt am 22.4. wegen Hochwasser gesperrt war. Wir sind einen Tag vorher bei der Rückfahrt noch problemlos durchgekommen.

Dafür sind wir ziemlich sicher, euch beim Rückflug am 5.5. gesehen zu haben. Löwen in der Wartehalle fallen auf 😛 .
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
8'054 Beiträge · seit 200823. Juni 2014 · #7
Hallo Safari,

Ich bin natürlich dabei! 😎

Wenn es um Miezen geht noch mehr!!!! 😛

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
6'152 Beiträge · seit 200623. Juni 2014 · #8
hallo Safari,

na so einen netten Reisebericht , lass ich doch nicht aus... freu mich auf die
Fortsetzung.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter378 Beiträge · seit 201223. Juni 2014 · #9
Ihr seid alle hier so nett ^^

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen so alle 3 Tage meinen Reisebericht fortzusetzen, da ich aktuell erst noch in Kapitel 5 stecke und ich vermutlich auch nur ein Kapitel pro Woche schaffe. Aber euch kann man ja nicht warten lassen =D

@loeffel: Wir wären bei der Anfahrt auf Düstnbrook vermutlich auch durchgekommen. Wobei... bei unserem grauen Löwen bin ich mir da mal nicht ganz so sicher...
Jedenfalls war da ein entsprechendes Schild mitten auf der Strasse und wir wollten am ersten Tag in Afrika keinesfalls in einem Flussbett steckenbleiben.
Ansonsten kann es gut sein, dass du mich beim Rückflug zusammen mit meinen beiden Löwen gesehen hast. Als Löwin fällt man eben doch schon etwas auf. Wobei man bei manchen vom Bodenpersonal am Flughafen hätte meinen können, sie hätten noch nie eine Löwin gesehen. Und dabei war ich doch das erste mal in Afrika! Wie die versucht haben mich mit ihren absolut unterirdischen Löwenakkzent aus der Reserve zu locken. Echt peinlich kann ich da nur sagen 😛

@ANNICK: Ja, Verwandschaftsbesuch stand auch ganz groß auf unserer Reise(Wunsch-)liste. Ich hoffe aber du kannst dich noch bis Kapitel 5 gedulden, denn ab da geht es erst richtig los!


Kapitel 2: "Ein wunderschöner Morgen"

23.04.2014

Als wir früh morgens in unserem kleinen Chalet am Damm auf Düstenbrook aufwachten war es kalt, sehr kalt. Vermutlich so irgendetwas um die 7 C°. Und das lediglich unter einer kleinen Flies- und Daunendecke. Aber hart im Nehmen, wie wir Löwen nun einmal sind, gab es eine Katzenwäsche unter kaltem Wasser noch vor Sonnenaufgang. Der Durchlauferhitzer auf der Rückseite der Hütte half nicht wirklich warmes Wasser zu bekommen. Dafür entschädigte jedoch der idyllische Sonnenaufgang, welchen wir unter den etwas misstrauischen Augen der vier Hippos verbrachten.



Jetzt waren wir endlich auch Gefühlt in Afrika angekommen.





Da wir ja nur eine Nacht auf Düstenbrook gebucht hatten, packten wir das "Nötigste" wieder in das Auto und führen im immer noch schönen Morgenlicht zurück zur Farm. Auf der urigen und gemütlichen Terrasse wartete dann auch schon unser Frühstück auf uns.



Nachdem wir uns bei dem Besitzer der Farm versichert hatten, dass die Straße lediglich für normale Kleinfahrzeuge wegen dem Wasser im Fluss nicht passierbar war, fuhren wir die gerade gegräterte normale und kürzere Straße zurück. Und tatsächlich meisterte der schwarze Löwe die beiden Flussdurchfahrten problemlos. Da wir uns am Morgen, entgegen der ursprünglichen Planung, viel Zeit gelassen hatten, nahmen wir nicht den Weg über die C28 ab Windhoek, sondern die schnellere Teerstraße B1/B2 nach Swakopmund. In Usakos passiere es dann auch das einzigste Mal, dass wir falsch Abbogen und uns um 200m "verfuhren", was aber unser "GPS-Kanu" sofort bemerkte. Aber mal ehrlich, wer rechnet schon damit, dass eine Hauptstraße in einem kleinen Dorf abzweigt?


(Kleine Pause nach Usakos)

Vorbei am Erongo-Gebirge und an der Spitzkoppe wurde die Vegetation immer spärlicher, je näher wir uns Swakopmund näherten. Unterwegs mussten wir auch noch für 2 Minuten links anhalten, da uns ein überbreiter Schwertransport entgegen kam. Zum Glück wusste "Kanu", aus einem anderen Reisebericht, gleich was los ist.



Als wir Swakopmund dann schon um 15 Uhr erreichten, wurden wir sehr nett und natürlich auch gleich auf Deutsch von Hans-Jürgen begrüßt. Hans-Jürgen und seine Frau sind die Besitzer der Pension "Veronkia B&B", wo wir die nächsten 2 Nächte gebucht hatten. Gleich zu Beginn hat uns Hans-Jürgen nicht nur mit einem Stadtplan, sondern auch mit vielen Tipps und Empfehlungen versorgt. Daher war nicht nur die empfohlene 10 minütige Route zur Innenstad am Strand schön zu laufen, sondern auch die von uns gesuchten Geschäfte schnell gefunden. Neben jeder Menge an Souvenirs für die Daheimgebliebenen, haben wir uns auch noch einen FM-Transmitter für nur 125 ND gekauft (!). Vor allem für die kleine Tochter des schwarzen Löwen haben wir viele niedliche Kleidungsstücke für den Sommer gefunden, welche natürlich alle mitgenommen werden mussten. Nur einen Löwinnenring suchten wir vergebens. Aber dafür haben wir noch im Geschäft und kurz vor Ladenschluss eine bezahlbare Sonnenbrille für "Kanu" gefunden, welcher noch keine hatte und so etwas Zuhause auch nie anzieht.



Den Tipp von Haus-Jürgen folgend, betraten wir dann zum Abendessen um 17:30 Uhr "Erich's" Restaurant. Und es war unser großes Glück, dass wir so früh da waren, da für den Abend das gesamte Lokal schon vorreserviert war und wir auch so hungrig aussahen, so dass wir auf jeden Fall vor den ersten erwarteten Gästen fertig sein würden. Alle anderen Touristen, welche nach uns ihr Glück versuchten, mussten von Susi nett aber bestimmt wieder fortgeschickt werden. Zu Essen gab es unter anderem einen Safari-Teller (hihi), wo man sich durch vier verschiedene Wildfleischsorten durchprobieren konnte. Unsere persönliche Hitliste sah dann dementsprechend so aus: Kudu, Eland, Springbock, Oryx. Allerdings habe ich den beiden Löwen auch gleich gesagt, dass ich nicht immer Kudu würde zu fangen kriegen und dass sie sich gefälligst mit dem zufrieden geben sollten, was sie zwischen die Zähne bekamen.



Insgesamt haben wir für das vorgejagde Essen und Trinken nur ca. 430 ND bezahlt, was wir überraschend günstig fanden.
Nach der Dämmerung kamen wir dann zurück in unser Zimmer, widmeten uns mit warmen Wasser der Fellpflege und schliefen glücklich und zufrieden ein.

Und zumindest ich konnte eine gute und erholsame Portion Schlaf sehr gut gebrauchen, denn wie der Titel des nächsten Kapitels "Viel Wasser und noch mehr Sand!" schon andeutet, ging es am nächsten Tag in für Löwen eher ungemütliche Gefilde.

Eure Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
287 Beiträge · seit 201323. Juni 2014 · #10
Von Löwin ( Sternzeichen) zu Löwin, ich bin dabei 🙂 🙂 🙂

LG
Do
Themenstarter378 Beiträge · seit 201224. Juni 2014 · #11
@Do: Schön, dass du auch mit dabei bist. Eine weitere Löwin im Rudel können wir gut gebrauchen =^.^=

Falls ein potenzieller Erstreisetäter hier mitlesen sollte, so habe ich von schwarzen Löwen die Erlaubnis erhalten hier seine Excel-Liste mit Zeitplanung, Kosten und Kilometerangaben für den Einstieg. Ich weiß noch, wie unsicher wir am Anfang unseres Vorhabens waren, besonders was die Abschätzung aller Kosten anbelangt. Das diese Liste allerdings nur als erste Orientierung dienen kann und jetzt schon nicht mehr genau gültig ist, sollte dabei klar sein.

NamibiaReiseplanung.xls

Ansonsten wollte ich hier einfach nur mal noch einen Beitrag reinsetzen, damit das nächste Kapitel auf die nächste Themen-Seite kommt. Es werden nämlich immer mehr Fotos, was ja zu langen Ladezeiten führen kann. Apropos Fotos,... gibt es da irgendwelche Begrenzungen oder inoffizielle Maßstäbe an welche man sich halten sollte? Oder kann ich frei nach der Devise verfahren, je mehr umso besser?

Eure Reiseplüschlöwin, Safari =^.^=
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20 Beiträge · seit 201425. Juni 2014 · #12
Hallo Safari hallo black lion,
ich freu mich dem Rudel anschließen zu können und mitzuziehen.
Ich selbst fahre mit meinem kleinen Löwen in 17 Tagen nach Namibia und freu mich
über alle Erlebnisse und Eindrücke die ich vorab noch sammeln kann.
Unser Reisefieber ist schon riesig.
LG
Ziggy
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2014
Themenstarter378 Beiträge · seit 201225. Juni 2014 · #13
@Ziggy: Schön, dass du auch dabei bist. Darf ich neben dir dann auch noch deinen großen und deinen kleinen Löwen mit zu unserem Rudel dazuzählen?
Ansonsten kann ich mir gut votstellen, wie sehr euch eure Vorfreude gerade beflügelt. War bei mir nicht im geringsten anders =)
Ist es denn auch eure erste Reise nach Afrika?

Uii, schön! Wir sind ja schon auf Seite 3! Da kann ich doch gleich mein nächstes Kapitel einstellen :3



Kapitel 3: "Viel Wasser und noch mehr Sand!"

24.04.2014

Am nächsten Morgen sind wir zwar recht spät, aber für unsere noch an Deutschland gewohnten Verhältnisse früh aufgestanden, um bis 8 Uhr fertig zu sein. Wir hatten nämlich an diesem Tag eine ganztägige Robben- und Wüstenrundfahrt bei Laramon-Tours gebucht, dessen Transferbus nach Walvis Bay um diese Zeit ankommen sollte. Das geschah dann auch so, so dass wir nach einer kleinen Pinkelpause am Hafen um ca. 9 Uhr den großen Katamaran enterten, der uns für die nächsten 3 Stunden auf dem Atlantik bringen sollte. Neben den großen Robbenkolonien am Strand, haben wir auch viele Möwen und Pelikane gesehen, welche mit halben Fischen angelockt wurden.



Und da einer der Guides diesmal sogar von sich aus ein Zeichen gab, wann er den Fisch werfen würde, ist dieses sensationelle Foto des Tages entstanden.



Danach suchten wir noch die Delphine und fanden sie erst, als wir schon wieder auf dem Rückweg waren. Dadurch dass Delphine sich natürlich die meiste Zeit unter Wasser aufhalten, sehr schnell sind und auch das Wasser eher trüb und undurchsichtig war, waren die Delphine sehr schwer (mit der Kamera) zu jagen. Aber mein schwarzer Löwe hat es trotzdem geschafft =^.^=



Zum krönenden Abschluss kam dann noch eine der "zahmen" Robben zu uns aufs Boot gesprungen und lies sich, von denen die sich trauten, auch streicheln.


Für mich, als leicht wasserscheue Großkatze, war dass dann aber eher nichts.

Richtig abenteuerlich wurde es dann aber, als wir auf der anderen Seite der Hafenbucht vom Schiff in die warteten Geländewägen steigen mussten. Der Abstieg vom Schiff auf einen Verladesteg war ja noch problemlos. Etwas problematischer für die zwei Löwen war jedoch, dass vom Steg die letzten 8 Meter erst kürzlich von einem Sturm zerstört wurden und die Beiden daher mit ihren Pfoten ins kalte Wasser steigen und zum Strand waten mussten (ich wurde natürlich getragen =) ). Zum Glück war das Wasser ruhig und auch nur Knietief.



Mit dem Geländewägen ging es dann mit einem Affenzahn zunächst durch Sand und Dünen an die Grenze des Namib-Parks, wo wir eine kleine Pause machten und ich ein kleines Andenken fand (kleiner Knochen einer Robbe).





Unser Guide erklärte uns auch, dass dies auch für einige Zeit die Grenze zwischen Namibia und Südafrika war, als der Hafen und Walvis Bay noch zu Südafrika gehörte.



Nachdem wir uns noch mit einem kleinen Getränk gestärkt hatten ging es dann mitten in die Namib-Wüste und deren hohen Dünen hinein. Unglücklicher Weise saßen wir im Fahrzeug in der letzten Reihe, so dass wir rein visuell von der wilden Achterbahnfahrt nur wenig mitbekamen. Verstärkt wurde dies dann auch noch durch das gerade anhaltende neblige Wetter, welches sowohl den Sand, als auch den Himmel in einen einheitlichen Beige-Grauton hüllte. Das Ergebnis dieser optischen Orientierungslosigkeit und der etwas stärken Beanspruchung des Gleichgewichtsinns hatte dann eine leichte Übelkeit zur Folge, welche dann leider auch das schöne und abwechslungsreiche Mittagessen in der Wüste etwas trübte.





Nach einem kleinen Sparziergang auf einen nahegelegenen Dünenberg ging es mir jedoch dann schon wieder etwas besser, so dass ich dann auch die Fahrt zur "Sandwich-Habour" gut überstanden habe, auch wenn ich wie "Bolt" ab und zu einfach den Kopf aus dem Seitenfenster strecken musste. Die Sandwich-Bucht selber war, wegen des Nebels, zunächst etwas trüb. Jedoch klarte es etwas mit der Zeit auf, so dass man auch ein paar Flamingos im Wasser sehen konnte.



Auf dem Rückweg nach Walvis Bay versuchte unser Fahrer uns nicht nur seine tollkühnen Fahrkünste, sondern auch ein paar Tiere zu zeigen. Da es jedoch an diesem Tag eher kalt war, hatten sich die meisten Tiere, wie z.B. Schlangen, erst gar nicht an die Oberfläche getraut und somit auch keine Spuren für unseren Guide hinterlassen. Ein paar Tiere und dann auch noch einen Gecko haben wir trotzdem gesehen.





Und auch an einem über 100 Jahre altem Grab einer in der Wüste verstorbenen Frau, welches nur alle 3-5 Jahre zu sehen ist, sind wir vorbeigekommen.



Und an Wüstenimpressionen darf es natürlich auch nicht fehlen =D



Als wir dann gegen 16:30 Uhr mit unserer erlebnisreichen Tagestour fertig waren, mussten wir erst einmal noch 15 Minuten warten (Reifenluftdruckwechsel), ehe wir noch von unserem Fahrer zurück nach Swakopmund gebracht wurden. 15 lange Minuten, in welchen der schwarze Löwe in Versuchung geriet, geschäftliche E-Mails abzurufen. Aber zum Glück sah er dann dieses T-Shirt und ließ sich eines Besseren belehren =^.^=



Als auch das überstanden war, brachte unser Fahrer uns in Swakopmund noch gleich an die "Jetty", da der graue Löwe diese unbedingt noch sehen wollte. Ich selbst fand die "Jetty" ja eher langweilig, was vermutlich auch an dem wieder aufziehenden dichten Nebel und der krimi-düsteren Abenddämmerung lag. Viel besser fand ich dann aber das Abendessen in "Kucki's Pub", wo es neben einem großen und leckeren Kudu-Steak auch einen fast romantischen Stromausfall gab. Zumindest für 10 Sekunden. =^.^=



Ich hoffe euch hat dieses Kapitel gefallen, denn im nächsten Kapitel heißt es "Das Wandern ist des Löwen Lust!"

Eure Safari =^.^=
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
Themenstarter378 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #15
Vielen Dank für deinen netten Kommentar, Daxiang. Dein Reisebericht hat im übrigen dazu beigetragen meine Hoffnung auf eine Löwensichtung in Etosha-Park zu steigern. 🙂

Wenn ich als Safaris Privatfotograf vielleicht zu diesem Bild noch sagen darf, dass ich natürlich auch großes Glück hatte genau diesen Moment so einzufangen.
Zwar hat man als Hobby-Tierfotograf, durch die ganzen Besuche in Zoos und Tierparks hier in Europa, auch natürlich etwas Erfahrung was die ganzen Kamera-Einstellungen betrifft (und bei meiner DSLR kann man viel einstellen!). Nichtsdestotrotz ärgere ich mich heute immer noch ein wenig darüber, dass ich dem Guide von Laramon Tours kein Trinkgeld zum Dank gegeben habe. Denn wenn man es genau nimmt war es er, der diesen Pelikan so passend vor meine Kamera dirigiert hat. Irgendwie ging dass dann in der Hektik des Umsteigens vom Boot in die Autos für die Wüstentour unter 🙁
Naja, aber vielleicht war es ihm zumindest ein kleiner Trost, dass ich ihm zumindest das Foto gezeigt habe.

Ein anderes Ehepaar aus Deutschland, welches wir auf dem Boot kennengelernt haben, meine übrigens, ich sollte das Foto bei National Geographics einreichen 😄

Ansonsten, liebe Reiseberichtsleser, mache ich euch einen Deal. Von Safari weiß ich, dass sie schon mit Kapitel 6 fertig ist. Wenn ihr mir also etwas mithelft die Seiten des Themas voll zu bekommen (wegen der vielen Bilder und Ladezeiten), so überrede ich Safari pro angefangene Seite ein neues Kapitel zu posten. Sie freut sich nämlich riesig über jeden Kommentar hier 🙂
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zuletzt bearbeitet 26. Juni 2014
1'324 Beiträge · seit 201326. Juni 2014 · #16
Schön Tour, die Ihr da gemacht habt.
Was kostet der Spaß?


Freue mich auf die Fortsetzung.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
5'479 Beiträge · seit 200926. Juni 2014 · #17
So! Hiermit ist die Seite voll und ich freu mich schon riesig auf die Fortsetzung.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter378 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #18
lionfight schrieb:Schön Tour, die Ihr da gemacht habt.
Was kostet der Spaß?
Am Ende von Seite 2, habe ich unsere Planungs-Excel-Liste verlinkt. Da müsste alles drin stehen.

@Topobär: Die Fortsetzung kommt sogleich ^^


Kapitel 4: "Das Wandern ist des Löwen Lust!"

25.04.2014

Da der vorherige Tag doch "etwas" anstrengend gewesen war, wurde schon am Vorabend einstimmig beschlossen an diesem Morgen "später" aufzustehen... also um 7 Uhr, statt um 6:30 Uhr XD
Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns dann herzlich, und mit dem Versprechen irgendwann wiederzukommen, von Hans-Jürgen, seiner Frau und unserem "Löwenzimmer" im Veronika Bed & Breakfast verabschiedet.


(hier noch ein Bild vom Strand bei Veronika B&B)


Da für die kommenden zwei Nächte Zelten auf dem Plan stand, haben wir uns im Spar noch mit letzten Vorräten eingedeckt und unseren Tank mit 40 Liter noch einmal vollgemacht. Ich selbst hätte ja gerne im gegenüberliegenden (Wild-)Fleischmarkt mehr mitgenommen, aber da unsere Kühltruhe das Fleisch über längere Zeit hätte nicht wirklich kühl halten können, mussten wir unsere Grillabsichten auf den kommenden Abend beschränken 🙁.
Unser weiterer Weg führte uns zunächst die C43 nach Norden in Richtung "Hentis Bay". Da das Wetter richtig schön war, haben wir noch eine kleine Pause bei der "Mile 30" eingelegt und uns vom Atlantischen Ozean verabschiedet.





Kurz hinter "Hentis Bay" kam dann die Abzweigung auf die C35 in Richtung "Uis" und damit auch die Anweisung unseres Navigators: "Die nächsten 80 km immer gerade aus!". Wäre nicht ein paar Meter neben der öden Straße ein oberirdisches Telefonkabel verlaufen, wäre es nicht unwahrscheinlich gewesen, wenn wir mit unserem Auto unabsichtlich die Straße verlassen hätten. Es gab wirklich sonst nichts zu sehen! Nach ungefähr der Hälfte der Strecke Richtung Uis wurde die Landschaft mit zunehmender Entfernung zum Atlantik wieder grüner und am Horizont konnte man auch schon das Brandberg-Gebirge und noch einmal die Spitzkoppe sehen. So kam es auch, dass wir in der Ferne noch weit vor Uis eine Herde Antilopen gesehen haben und auch fast ein Chamäleon überfahren hätten, welches urplötzlich mitten auf der Straße auftauchte.



Nach der Abzweigung Richtung Khorixas kurz vor Uis wurde die Landschaft und auch die C35 wieder etwas hügeliger, so dass die Fahrerei wieder mehr Spaß machte. Es dürfte so um 13 Uhr gewesen sein, als wir dann schließlich die White Lady Lodge erreichten und uns dort auch gleich zum Campen anmeldeten. Da der schwarze Löwe bei der Tour-Planung davon ausgegangen ist, dass die Wanderung zur White Lady von der Lodge aus beginnt, waren wir doch etwas überrascht, dass dem nicht so war. Also wieder ab ins Auto und zurück in Richtung des gut 6 km Entfernten White Lady Parkplatz am Ende der D2359. Glücklicher Weise trauten wir es uns auch zu eine Abkürzung über einen Feldweg zu nehmen, welcher uns, von auffliegenden Vögeln begleitet, durch eine wunderschöne Landschaft führte.





Am Parkplatz angekommen wurden wir erst einmal vom Haus-Gecko begutachtet 🙂



Entgegen der ursprünglichen Annahme mussten wir für die Wanderung einen Guide und Eintritt bezahlen, was sich aber im Nachhinein auch eher als Vorteil erwiesen hat. Zwar hätten wir die Wanderung durch das traumhafte Tal bestimmt auch ohne unsere Führerin genossen, aber bestimmt nie so viele Tiere (eine winzige Schlange, Echsen, Libellen und Klippschliefer) entdeckt.









Was auch sehr schön war, dass der Weg oft das Fluss-/Bachbett gekreuzt hat und man, entsprechende Hosen und Schuhwerk vorausgesetzt, sich die Pfoten im erfrischenden Nass abkühlen konnte. Nach einer Wanderung von ca. 40 Minuten erreichten wir dann auch die Höhle/Felsaushöhlung mit den Felsenmalereien. Die White Lady und die anderen Malereien sind nur auf einer eher kleinen Fläche (ca. 4x2m) zu sehen und waren zumindest für mich jetzt nicht so beeindruckend (lag vermutlich auch daran, dass keine Löwen abgebildet waren 😛 ). Viel interessanter fand ich da schon eher die Tatsachen, dass man aus Schutzgründen, weder Rucksack noch Wasserflasche mit zur Malerei mitnehmen darf (muss man ca. 10m vorher in einem kleinen Informationsgang ablegen) und das die Schmierereien von früheren Touristen an der Stelle nach ein paar Jahren wieder fast verschwunden sind, während hingegen die White Lady selber mehrere tausend Jahre alt ist.



So blieben wir auch nur ca. 5 Minuten, bevor wir uns wieder auf den wunderschönen Rückweg machten. Dabei von unsere Führerin sogar noch eine Schlange, was vor allem für den grauen Löwen ein kleines Highlight war.







Den Campingplatz an der White Lady Lodge erreichten wir dann so um 16:30 Uhr, so dass uns gerade noch genug Zeit blieb, um (zum ersten Mal) die Zelte aufzubauen. Platz 3, welchen wir uns ausgesucht hatten, war wirklich ein schöner Fleck hinter einer dichten Hecke und unter einem großen Baum.



Jedoch hatten wir auch "Nachbarn", darunter eine Familie mit einem öfters quengelnden Kind und ein paar Afrikaner, welche bis ca. 23 Uhr den Campingplatz mit ihrer Musik beschallten. Aber all das störte uns weniger. Etwas nerviger war da schon eher, dass wir unsere Gaslampe nicht an bekamen. Gepaart mit den Anzündversuchen per Survival-Spezial-Messer, musste der schwarze Löwe dann mehr oder weniger das Wildfleisch im (Halb-)Dunkeln grillen. Nichtsdestotrotz schmeckte das Oryx- und Kudu-Fleisch auch im Dunklen super und wurde optisch durch die rote Abenddämmerung und einem Gewitter in der Ferne abgerundet.



Irgendwann, nach ein paar weiteren Sternenbildern, haben wir dann zwischen 20 und 21 Uhr in die doch sehr gemütlichen Zelte zurückgezogen. Ich weiß noch wie ich noch ein wenig der Musik unserer Nachbarn gelauscht und die schöne warme und frische Luft genossen habe. Aber gerade als ich mich endgültig dem Land der Träume hingeben wollte, kam mein Albtraum in Form eine zwar kleinen, aber laut summenden Mücke. Ich habe normaler Weise keine Probleme neben einer stark frequentierten Bahnstrecke zu schlafen, aber dieses erst leise, dann lauter summende Geräusch einer potentiellen Steckmücke macht mich wahnsinnig...

Ob wir die Nacht überlebt haben oder die Mücke von einer rasend-wilden Löwin in tausend Stücke zerfetzt wurde, erfahrt ihr im nächsten Kapitel "Wirklich große Hauskatzen!"

Eure Safari =^.^=
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
215 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #19
Hallo Safari,

das Foto des Tages ist der absolute Hit 🤩 🤩 🤩 . Einfach nur beneidenswert. Auch der Bericht aus Sicht eines Löwen ist mal ganz was anderes. Bin neugierig, wie es weiter geht.

Irene aus München.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280227-namibia-fuer-anfaenger-teil-ii-der-norden 2013 Namibia für Anfänger Teil II - der Norden 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/270318-namibia-fuer-anfaenger.html 2012 Namibia für Anfänger 2012
215 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #20
Hallo Safari,

die Aufnahmen mit den Wolken in der Nähe des Brandbergmassives - einfach nur sensationell 😮 Freue mich auf die Fortsetzung.

Irene.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280227-namibia-fuer-anfaenger-teil-ii-der-norden 2013 Namibia für Anfänger Teil II - der Norden 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/270318-namibia-fuer-anfaenger.html 2012 Namibia für Anfänger 2012
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2014