Mit "Safari" auf Safari (Namibia 2014)

Reisebericht 90 Antworten · 32,5k Aufrufe · gestartet 22. Juni 2014 von Black Lion
Themenstarter383 Beiträge · seit 201227. Juni 2014 · #21
@TiaRosario: Vielen Dank für deinen netten Kommentar, Irene. Aber als Löwin, kann ich doch nur aus der Sicht eines Löwen schreiben 😄
Was die Fotos angeht, so habe ich meine eigene Messlatte ja anscheinend ziemlich hoch gelegt. Ich hoffe ich kann diese Niveau auch halten ^^
Welches Foto von Brandbergmassiv, welches dir so gut gefällt, meinst du eigentlich? Ich habe ja mehrere eingestellt.

Apropos Fotos. Von meinem schwarzen Löwen habe ich erfahren, dass von jeder Unterkunft quasi jede Ecke abfotografiert wurde. Falls also Interesse an sogenannten "Toilettenfotos" bestehen sollte, dann frage ich gerne lieb nach.

Safari =^.^=
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Themenstarter383 Beiträge · seit 201203. Juli 2014 · #22
Ich seh schon. Euch kann man nicht bestechen 😉

Naja, ihr habt es ja so gewollt. Hier kommt die nächste Bilderflut =^.^=


Kapitel 5: "Wirklich große Hauskatzen!"

26.04.2014

Ich weiß nicht mehr wann, bzw. ob wir überhaupt eingeschlafen sind, mit unserer summenden Terror-Mücke im Zelt. Aber nach einer schier nicht enden wollenden Nacht, sind Kanu und ich viel zu früh im ersten Dämmerlicht (so ca. 5:30 Uhr) aufgestanden. Getröstet wurden wir aber dafür von einer schönen Morgenstimmung, wobei dann auch diese Fotos entstanden sind.



Da wir an diesem Tag erst wieder am Nachmittag einen geplanten Termin hatten, ließen wir uns mit dem Frühstück und dem Abbau der Zelte ein wenig Zeit, so dass wir ganz gemütlich am Vormittag zurück zur C35 und dann in Richtung Kamanjab/Norden fuhren. Hinter der Brücke über den Ugab, welcher aber fast trocken war, wagten wir ein kleines "Abenteuer" und kauften einen Sack Feuerholz vom Straßenrand. Nachdem wir all die anderen Straßenverkaufsstände, wo man uns doch so freundlich zum Parken einwinken wollte, haben links liegen lassen, war es erst einmal überraschend, dass nachdem wir angehalten hatten, kein Verkäufer da war. Also begutachtete "Kanu" erst einmal das Holz, als dann aber auch schon gleich mehrere Jungs aus dem Busch angelaufen kamen. Dann wurde noch kurz über den Preis verhandelt (25 ND für einen Sack) und schon ging es weiter.



Nach zwei weiteren Stunden Fahrt durch das hügelige Damara-Buschland, kamen wir dann schließlich in Kamanjab an, wo wir uns für den Abend erst einmal noch mit zwei Flaschen "Tafel-Bier" eindeckten. Das eigentlich von uns benötigte Peaceful Sleep war jedoch ausverkauft. Da der schwarze Löwe natürlich, wie zu jeder Mittagszeit, einen riesigen Löwenhunger hatte, gingen wir noch im "Oppi Koppi"-Restcamp was Essen.



Ich weiß nicht genau, ob es nur die berühmte afrikanische Freundlichkeit war, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Kellnerin anfing mit meinem schwarzen Löwen zu flirten. Aber da ich ja genau wusste, dass das Herz von "Kanu" nur seiner weißen Löwin Zuhause gehörte, musste ich mir da zum Glück keine weiteren Sorgen machen.
Aber das nächste "Highlight" ließ nicht lange auf sich warten. Noch bevor wir unser Essen bekamen, kam die Kellnerin leicht aufgeregt zu uns und teilte uns mit, dass sie gerade um die Ecke eine Schlange gesehen hätte. Neugierig wie wir Katzen nun mal sind, mussten wir der Sache natürlich auf den Grund gehen. Allen voran unser grauer Schlangen-Maniac "S-TLK". Und tatsächlich entdeckten wir eine monströs große Schlange an der Gartenmauer 😉. Eine Weile beobachteten wir die Schlange, wie sie sich hinter ein paar Bausteinen versteckte, wobei wir den grauen Löwen immer wieder dazu ermahnen mussten ihr nicht zu nahe zu kommen, was auch der kurz darauf mit einem Revolver eintreffende Lodge-Besitzer noch einmal deutlich machte, da es sich um eine gefährliche und speiende Zebraschlange handelte. Und weil die Schlange so giftig war, "erschoss" und zerhackte der Lodge-Besitzer die Zebraschlange auch sofort.
Nach diesem kleinen Abenteuer, konnten wir dann auch unser Essen genießen 🙂



Von Kamanjab bis zur Otjitotongwe Cheetah Farm war es dann nicht mehr weit, so dass wir diese überpünktlich um ca. 13:45 Uhr erreichten. Auch wenn von den Geparden am Eingangstor zum Farmhaus nicht viel zu sehen war, hielten wir uns an die schriftliche Anweisung nur zu Klingeln und das Gelände nicht zu betreten. Das alles natürlich nur zum Schutz der Geparden vor UNS! 😛
Es dauerte nicht lange, bis dann auch Herr Nel in Begleitung von zwei Geparden uns am Sicherheitstor begrüßte. Da die Geparden-Tour erst um 15 Uhr los ging, nutzen wir die Zeit, um uns einen der 4 Campingplätze auszusuchen und schon einmal unsere Zelte aufzubauen. Mittlerweile waren die beiden Löwen sogar schon so geübt darin, dass er Aufbau inklusive Einrichten der Nachtlager nur geschätzte 10 Minuten dauerte. Daher verschwand der schwarze Löwe auch für ein paar Minuten, um sich (anstatt zu Duschen) im kühlen Pool erfrischte. Ich selbst genoss die Zeit eher nach Löwenmanier. Na, wer von euch findet mich auf dem folgenden Bild? =^.^= (Auflösung gibt es im nächsten Kapitel)



Fast pünktlich um 15 Uhr wurden wir dann auch zur Geparden-Tour mit dem Jeep vom Camping-Platz abgeholt. Es ging zurück zum Farmhaus wo noch schätzungsweise 10 andere Touristen warteten. Nach einer Verhaltenseinweisung zum Schutze der unerfahrenen Touristen (bei uns wohl eher zum Schutze der Geparden XD ) öffnete sich dann auch das Tor und ein wildes Rudel von drei Löwen stürzte..., ich meine natürlich näherte sich mit Bedacht und Vorsicht den vier großen Hauskatzen, welche auch schon auf uns zu warten schienen. Was soll ich sagen, wir waren sofort alle beste Freunde =^.^=



Und eine Runde "Fang den Hut" durfte bei dieser besonderen Begegnung natürlich auch nicht fehlen =^.^=



Jeder, der schon einmal eine Hauskatze gestreichelt und zum Schnurren gebracht hat, wird es sich vielleicht ein ganz klein wenig vorstellen können wie es ist, wenn die Katze plötzlich 15-mal so groß ist und beim Schnurren dementsprechend viel viel mehr Volumen hat. Da vibriert sogar die Pfote beim Streicheln und Kraulen XD
Besonders angetan war ich ja von "Sue", welche sich nicht nur mit Wonne hinter den Ohren kraulen lies, sondern mir auch liebkosend das Fell leckte.

Video: "Liebkosungen mit Sue"

So im Nachhinein war dies auch einer meiner schönsten Momente unserer Reise. Und ich hätte gewiss noch den ganzen restlichen Nachmittag mit den vier Gepardendamen auf der grünen Wiese unter den schattenspendenden Bäumen verbringen können, wenn nicht noch ein Ausflug zu den etwas wilderen Geparden als nächstes auf dem Tourprogramm gestanden wäre. So verließen wir die Vier, während diese sich gerade über ihr verdientes Abendessen hermachten und führen mit zwei Jeeps in das Gehege der "wilden" Geparden in der Nähe unseres Campingplatzes.

Ähnlich wie auf Düstenbrook wurden auch hier die Geparde gefüttert, während meine beiden Fotografen-Löwen ihre DSLR-Kameras heißrattern ließen.





Was neben der Fütterung noch zusätzlich für Bewegung sorgte war, dass eine der Gepardenweibchen gerade in die Paarungszeit kam. Hierbei lernte ich, dass Geparde, neben sehr schnell rennen, auch "bellen" können.



Video: "Geparden-Attacke"

Auf dem Rückweg zur Farm wurden wir dann vorher bei unserem Campingplatz abgesetzt. Dabei stellten wir fest, dass neben uns lediglich nur noch ein weiteres Paar aus Deutschland die Nacht auf dem Camping- und Bungalowplatz mit uns verbrachte. Da wir also das gesamte Areal quasi für uns hatten, verabredeten wir uns noch schnell zum "Sundowner" auf dem Aussichtsturm.
Während die beiden Löwen ihre ersten Fotosicherungskopien machten und zum Abendessen die Grillreste vom Vorabend vernichteten, machte ich es mir auf einem Ast gemütlich und genoss die wärmenden Strahlen der afrikanischen Abendsonne.



Wie verabredet gingen wir noch vor Sonnenuntergang auf den Aussichtsturm und genossen unser "Savannah-Light" während sich hinter dem Hügel wieder ein Gewitter zusammenbraute. Zum Glück zog das Wärmegewitter aber an unserem Campingplatz vorbei, so dass wir uns mit dem deutschen Paar (deren Namen ich leider wieder vergessen habe ^^') gemütlich unterhalten konnten.





Ich hoffe es ist okay, wenn ich das Foto von den Beiden hier einstelle. Zwar haben sie versprochen sich beim schwarzen Löwen zu melden, nachdem sie dessen Visitenkarte mit der E-Mail-Adresse abfotografiert haben. Aber da bisher keine Antwort kam, kommt vielleicht auf diesem Wege das Bild zu seinen eigentlichen Besitzern.



Wie man weiter oben schon sieht, wurde auch wieder versucht Sternenhimmelfotos zu machen. Aber da der Turm im leichten Abendwind doch leicht schwankte, sind die meisten Langzeitbelichtungen leider nichts geworden.
Gegen 20 Uhr lagen wir dann in unseren Löwenhöhlen (Zelten) und freuten uns, dank zuvor gefundener und zugestopfter Moskitolucken (unten an den Gelenken für das Zeltdach), auf eine wunderbar erholsame Nacht im namibianischen Nirgendwo.


Im nächsten Kapitel "Voll cool!" geht es dann endlich auf richtige Safari im Etosha-Park. Also liebe Leser, bleibt dran!

Eure Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
Themenstarter383 Beiträge · seit 201207. Juli 2014 · #23
Danke an die vielen Danke-Button-Drücker 🙂

Sofern unsere kleine Löwin mir und dem schwarzen Löwen die Zeit dazu lässt, sind wir weiterhin fleißig am Schreiben. Ich werde das nächste Kapitel daher auch demnächst hier einstellen können.

Eure Safari =^_^=
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Themenstarter383 Beiträge · seit 201208. Juli 2014 · #24
Hier erst einmal die Auflösung des Safari-Such-Spiels für all diejenigen, welche meine Finte im letzten Kapitel nicht bemerkt haben =^.^=


Kapitel 6: "Voll cool!"

27.04.2014

Ich denke es gibt wohl kaum etwas schöneres, als ausschließlich mit buntem Vogelgezwitscher und anderen Naturgeräuschen im ersten Licht der Morgendämmerung geweckt zu werden. Wie man schon erahnen kann war die vergangene Nacht wahrlich traumhaft gewesen und so starteten wir, bis auf unseren grauen leichten Morgenmuffel, mit guter Laune in den Tag. Anstatt einer Dusche, nutzte der schwarze Löwe noch einmal die für ihn natürlichere Möglichkeit eines Bades im ca. 30000 Liter Pool mit kostenlosem Naturspektakel (Sonnenaufgang), bevor dann wieder mit einer Gelassenheit und Ruhe, welche man in Europa fast nirgendwo mehr findet, gefrühstückt und die Dachzelte zusammengepackt.

Video: "Morgenstimmen"





Auf dem Rückweg vom Campingplatz zur C40 machen wir noch einmal am Farmhaus halt, um uns abzumelden und zu bezahlen. Und da es uns hier außerordentlich gut gefallen hat und der schwarze Löwe auch eine kleine/große Spende hinterlässt, dürfen wir uns netter Weise auch noch einmal persönlich von den Geparden verabschieden.



Letztendlich müssten wir aber, mit dem Versprechen irgendwann wieder zu kommen, die Cheetah Farm verlassen. 🙁

Da wir in den nächsten 3 Tagen quasi Vollverpflegung haben, verschenken wir unsere verderblichen Salami und Käsereste an vier Kinder, welche zum Dank auch für ein Foto Spalier stehen.



Auf unserem Weg zum Dolomite Camp, machen wir noch einmal einen kurzen Zwischenstopp in Kamanjab zum Tanken (ca. 70 Liter). Dabei sehen wir auch einen mobilen ATM-Geldautomaten, welcher im Kofferraum eines Transporters untergebracht ist. Schon originell auf welche Ideen Namibianer kommen können. Was allerdings an diesem Sonntag nicht ganz so optimal war, dass der Supermarkt zu hatte und wir auf unser gerade lieb gewonnenes Savannah Light würden verzichten müssen.

Der weitere Weg über die nun asphaltierte C35 war zwar Landschaftlich schön, aber eher unspektakulär, so dass wir ohne Probleme das Galton Gate erreichten wo wir neben der Baustelle unser Permit für die nächsten 5 Tage abholten.



Die Etosha-Gebühr selber, mussten wir an der Ranger-Station "Otjovasandu", 12 km später bezahlen, was wir aber schon im Vorfeld von "Otjikoko" wussten. Das sieht man auch gut auf dieser Karte vom Westteil von Etosha.



Auf dem Weg zum Dolomite Camp sah man dann auch schon die ersten Tiere, wie Zebras, Giraffen, Oryx und Warzenschweine. Allerdings brauchte man dazu in der doch recht dichten Buschsavanne dazu etwas Glück, da einige Pfützen darauf hindeuteten, dass es erst kürzlich geregnet haben musste und die Wasserlöcher dementsprechend schlecht besucht waren. Dafür war die Flora aber schön grün und teilweise sogar noch am Blühen.



Mit zwei kleinen Abstechern zu den Wasserlöchern "Ranostervlei" und "Rateldraf" (die andere Strecke über "Luiperdskop" war leider gesperrt) erreichten wir dann auch gegen 12:30 Uhr das Dolomite Camp, wobei wir zuerst noch einen Abstecher am (wieder unbesuchten) "Dolomitpunt" machten.



Beim Einchecken bekamen wir das Chalet Nr.15 zugewiesen und kaufen uns gleich noch eine Etosha-Karte für 50 ND mit den wichtigsten Tierabbildungen. Das Chalet Nr.15 befindet sich auf der Ostseite des Domolitehügels und ist, bis auf Chalet Nr.17, sichtgeschützt. Wir waren also quasi ganz unter uns, was ich natürlich gleich ausnutzte um den Liegestuhl auf der Terrasse in Beschlag zu nehmen. Die Aussicht war einfach nur fantastisch.



Ich lag da also ganz tiefenentspannd auf der Terrasse und lies meine Blicke über die Savanne streifen, also uns plötzlich "s-tlk" herbeirief. Was war los? Tja, anscheinend waren wir doch nicht so alleine wie wir dachten, denn beim Einlagern der Cola in den Kühlschrank, hatte der graue Löwe doch tatsächlich _im_ Kühlschrank eine Gottesanbeterin entdeckt. o.O
Die wusste eben wo es zur Mittagszeit am kühlsten war...



Während "s-tlk" die Gottesanbeterin auf einem Löffel nach draußen jonglierte und ich es mir wieder auf der Terrasse gemütlich machte, ging "Kanu" auf Entdeckertour. Dabei entstanden nicht nur schöne Fotos, sondern hob er dabei auch den Dolomite-Geocache im Camp.







Nachdem ich fast schon im Liegestuhl eingeschlafen wäre, brachen wir so gegen 15 Uhr zu unserem ersten "richtigen" Game Drive auf. Unser Weg führte uns noch einmal nach Westen zum Wasserloch "Rateldraf" und dann nach "Klippan" wo die Büsche dann auch weniger wurden und man etwas weiter in die Savanne blicken konnte.



Auf dem Weg nach "Klippan" erlebten wir auch unsere erste namibianische Zebrastreifen-Sperre 😄



Irgendwie glaubten wir schon irgendetwas bei unserem ersten Game Drive falsch zu machten, da wir noch keinerlei Sichtungsglück bezüglich der "Big Five" hatten, als vor uns halb quer auf dem Weg ein Wagen voller Touristen stand. Und tatsächlich! Noch ehe wir das andere Fahrzeug erreichten, entdeckten wir am Rande eines Buschwaldes eine ganze Herde Elefanten!
Okay, zugegeben, Löwen wären mir lieber gewesen, aber in der Wildnis nimmt man was man kriegt.



Nachdem wir bestimmt eine gute halbe Stunde die Elefanten beobachtet hatten, fuhren wir auch schon wieder zurück zum Camp, da es keine Wasserstelle mehr in der Nähe gab, welche wir noch nicht gesehen hatten. Dabei hätten wir fast diesen süßen Tausendfüßler überfahren, welcher unbedingt auf die andere Straßenseite wollte.


Überpünktlich zum "Sundowner" waren wir dann auch wieder im Camp, wo sich natürlich wieder "Kanu", "das Boot", im kühlen Pool breit machte und dabei von den Klippschliefern argwöhnisch beäugt wurde.



Aus dem anschließenden Abendmenü suchten wir uns natürlich, als einzigstes Wildfleischgericht, das Oryx-Steak aus, welches vorzüglich schmeckte. Und auch der Koch, welcher persönlich bei seinen Gästen vorbeikam, blieb uns positiv in Erinnerung. Nur das wir drei Löwen dann die paar Meter zum Chalet mit dem... Golfwagen (?)... zurückgebracht werden mussten, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Angeblich aus Sicherheitsgründen vor wilden Tieren, wie... z.B. uns?! =^.^=

Resümee des Tages. Leider keinen einzigen Löwen, geschweige denn eine andere Raubkatze gesehen, was uns schon ein wenig betrübt hat. Aber das sollte sich zum Glück am nächsten Tag ändern!

Eure Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
336 Beiträge · seit 201208. Juli 2014 · #25
Hallo Safari,

wir sind auch dabei und freuen uns ganz besonders auf den kommenden Teil, da wir bald auf deinen Spuren unterwegs sind 😄

Liebe Grüße

Nadja & Marco
Last Minute in den Süden Namibias und KTP: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286740-last-minute-in-den-sueden-namibias-in-den-ktp.html Der Reisebericht zweier Schildkröten: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/278604-die-hochzeitsreise-zweier-schildkroeten.html Reisebericht Namibia: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/284269-ohrnyx-und-elend-oder-welches-tier-ist-das.html
Themenstarter383 Beiträge · seit 201208. Juli 2014 · #26
@Nadja+Marco: Wenn ich den Reiseticker in der Signatur richtig deute, dann habe ich ja noch zwei Monate Zeit meinen Reisebericht zu Ende zu schreiben. 😉
Kreuzt sich eure Route nur im Etosha-Park mit unserer, oder haben wir noch mehr gemeinsame Ziele?

Momentan komme ich mit meinen Bericht ja ganz gut voran, so dass ich hoffentlich bald das nächste Kapitel hier einstellen kann.

Ansonsten habe ich noch etwas munkeln hören, dass es am Ende des Reiseberichtes ein kleines Gewinnspiel um ein Namibia-Einsteiger-Set geben soll. Also könnte es sich lohnen dran zu bleiben. =^.^=
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336 Beiträge · seit 201208. Juli 2014 · #27
Black Lion schrieb:@Nadja+Marco: Wenn ich den Reiseticker in der Signatur richtig deute, dann habe ich ja noch zwei Monate Zeit meinen Reisebericht zu Ende zu schreiben. 😉
Spann uns nicht so lange auf die Folter... 😉
Black Lion schrieb: Kreuzt sich eure Route nur im Etosha-Park mit unserer, oder haben wir noch mehr gemeinsame Ziele?


Unsere Tour ist weitestgehend ähnlich, allerdings haben wir nur im Dolomite die gleiche Unterkunft. Wir fahren so: Windhoek - Kalahari- Sossuvlei - Swakopmund - Khorixas- Etosha - Otjiwarongo - Wdh.
Schon voller Vorfreude 😄
Black Lion schrieb: Ansonsten habe ich noch etwas munkeln hören, dass es am Ende des Reiseberichtes ein kleines Gewinnspiel um ein Namibia-Einsteiger-Set geben soll. Also könnte es sich lohnen dran zu bleiben. =^.^=
Oh, dann pass ich mal besonders gut auf 🤩
Last Minute in den Süden Namibias und KTP: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286740-last-minute-in-den-sueden-namibias-in-den-ktp.html Der Reisebericht zweier Schildkröten: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/278604-die-hochzeitsreise-zweier-schildkroeten.html Reisebericht Namibia: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/284269-ohrnyx-und-elend-oder-welches-tier-ist-das.html
1'249 Beiträge · seit 201208. Juli 2014 · #28
Liebe Safari,
das ist wirklich ein sehr, sehr schöner Bericht und so nett geschrieben! Schön, mal einen Bericht aus einer anderen Perspektive zu lesen. Wir haben ja auch immer den einen oder anderen kuscheligen Reisebegleiter dabei und nach jedem Afrika-Urlaub gibt es mehr davon 😗
Wunderschöne Bilder habt Ihr auch gemacht, toll!
Ich bin gerne weiter dabei und gespannt, was noch so alles passiert 🤩
Liebe Grüße, Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
Themenstarter383 Beiträge · seit 201208. Juli 2014 · #29
Spann uns nicht so lange auf die Folter... 😉
Du erwischt mich wirklich an meiner schwachen Stelle. Ich kann doch niemanden der so nett frägt diesen Gefallen verwehren. 🙂
Für Otjiwarongo hätte ich dir ja gerne die Otjibamba-Lodge empfohlen, aber leider hat diese erst kürzlich dicht gemacht. 🙁
Was mich aber etwas wundert ist, dass ihr nur das Dolomite-Camp im Etosha-Park besucht. Habt ihr wirklich keine weitere Übernachtung bei Okaukuejo oder Nautomi?
Wir haben ja auch immer den einen oder anderen kuscheligen Reisebegleiter dabei und nach jedem Afrika-Urlaub gibt es mehr davon 😗
Ja, dass kenne ich nur zu gut. Nur das bei uns Plüschtierpopulation fast nach jeder Reise ansteigt 😗
Ich bin gerne weiter dabei und gespannt, was noch so alles passiert 🤩
Ohne zu viel zu verraten, da kommt noch einiges =^.^=


Kapitel 7: "Sicher das wir nichts vergessen haben?"

28.04.2014

Was gibt es schöneres, als nach einer erholsamen und durchgeschlafenen Nacht noch vor dem ersten Morgengrauen von Seinesgleichen geweckt zu werden. Und damit meinte ich jetzt nicht den gelegentlich schnarchenden "Kanu" neben mir, sondern das durch Mark und Bein gehende Gebrüll eines wahrhaftig wilden Löwen. Nach der katzenmäßigen Flaute am letzten Tag, war ich natürlich sofort hellwach, ebenso wie der schwarze Löwe neben mir. So leise wie möglich sind wir dann auch sogleich aufgestanden und haben uns mit der Kamera bewaffnet auf die Veranda unseres Chalets geschlichen. Da es allerdings noch über eine Stunde bis zum Sonnenaufgang war, war es draußen, bis auf ein fernes Leuchten am Horizont, noch dunkel. Dafür war die Luft herrlich erfrischend und ideal um das nächste Gebrüll an unsere lauschenden Ohren zu tragen.



Ach... könnte ich nur halb so gut brüllen, so hätte ich ohne zu zögern den beiden männlichen Löwen geantwortet. Das es zwei Löwen waren, bedurfte es keiner besonderen Erfahrung, da sie fast zeitgleich ihren Herrschaftsanspruch der Welt kundtaten. Das es Männchen waren erkannte ich an der Art des Gebrülls (Löwinnen brüllen eher selten). Und dass sie auf dem Weg zum "Dolomitpunt" waren, war dann einfach nur gut geraten. Leider war das Wasserloch von unserer Veranda nicht einsehbar (und selbst wenn, dann war es eh noch zu dunkel), so dass uns nichts anderes übrigblieb, als den Beiden ein weiteres Mal zuzuhören.

Ihr könnt euch vermutlich gut vorstellen, dass wir bis zum Beginn der Frühstückszeit um 6:30 Uhr schon unsere Taschen gepackt und beim Transportbuggy geparkt hatten, denn jede Minute war kostbar! Leider hatte "s-tlk", welcher als Letzter unser Chalet verlies, nicht mitbekommen, dass "Kanu" den Schlüssel und der Schlüsseltasche hinter der Eingangstür deponiert hatte. Gelöst haben wir dieses Problem aber dadurch, dass wir nach dem Frühstück dem Dolomite-Mitarbeiter darüber informiert haben, welcher uns zu unserem Auto brachte. Und da dieser meinte, dass das gar kein Problem sei, sind wir Punkt 7 Uhr Richtung "Dolomitpunt" losgefahren.

Als wir dort nur ein paar Augenblicke später ankamen, war aber selbst mit den zu Ferngläsern umfunktionierten Teleobjektiven kein Löwe weit und breit mehr in Sicht. Mist!
Zum Trost jagten sich aber dafür vier Schakale gegenseitig durch das Gras beim Wasserloch, so dass meine beiden Foto-Löwen eben diese für die Ewigkeit ablichteten 😄



Ich vermute mal, dass die beiden sich liebenden Schakale hier, die Eltern der anderen waren.



Mit der Hoffnung an diesem noch jungen Morgen vielleicht an den anderen Wasserlöchern mehr Glück zu haben, verließen wir Dolomite in Richtung Osten nach Okaukuejo.

Wir waren erst ein kurzes Stück gefahren, als uns diese beiden Gestalten an der Weiterfahrt hinderten.



Bevor sie jedoch gegen uns drei anschleichenden Löwen noch mehr Federn lassen mussten, suchten sie lieber das Weite. Aber wenigstens hatten wir jetzt eine schöne große Feder als Trophäe. 🙂
(Anm. von Kanu: Der Riesentrappe hat die Feder von sich aus beim Abflug verloren und wurde von mir lediglich eingesammelt)

Auf dem weiteren Weg sahen wir die üblichen Verdächtigen...



...bis plötzlich zwischen "Duineveld" und "Nomab", einfach mal eine ganze Herde Elefanten direkt vor uns die Straße überquerten. O.o



Als entweder hatten wir einfach nur Glück, oder man muss schon ein riesen Pech haben, wenn man im Etosha-Park keine Elefanten zu Gesicht bekommt.

Da an den folgenden Wasserlöchern so gut wie nichts los war, sind wir zügig immer weiter Richtung Osten gefahren. Nur ab und an hielt der schwarze Löwe für ein kurzes Tier- oder Landschaft-Foto an.



Irgendwann auf diesem Weg fand dann auch folgende kurze Unterhaltung statt:
s-tlk: "Haben wir in Dolomite eigentlich die Getränke beim Abendessen bezahlt?"
Kanu: "Nein, ich dachte eigentlich die wären inklusive."
s-tlk: "Bist du dir da sicher?"
Kanu: "Jetzt wo du es sagst,... nicht wirklich..."
Da aber "Kanu" wusste, dass sowohl das Dolomite Camp, als auch das Okaukuejo Camp zur stattlichen "NWR" gehörten, versprach er in Okaukuejo nachzufragen.

Je näher wir dem "Carl Maraisdam" kamen, welcher bis vor kurzem ja noch die Grenze für die Nicht-Dolomite-Besucher gewesen war, umso mehr veränderte sich die dichte Buschsavanne in eine offenere Grassavanne.



Und damit jeder auch nachvollziehen kann, wo unsere Reise weitergeht (und ich nicht den Überblick verliere), gibt es hier auch erst einmal eine weitere Karte vom Ostteil des Nationalparks.



In unseren Gedanken den Westteil des Etosha-Parks als quasi Löwenfreie Zone markiert, bogen wir nichtsahnend in die Sackgasse Richtung "Grunewald" ein. Eigentlich wollten wir damit lediglich auch diesen Teil abhaken, als uns plötzlich ein entgegenkommendes Auto per Lichthupe zum Anhalten aufforderte. Nachdem wir nach den ersten Sätzen in Englisch schnell bemerkten, dass es wohl besser war sich in unserer Muttersprache zu verständigen, war auch eine Fehlinterpretation seiner Wortwahl ausgeschlossen. Trotzdem konnten wir die Nachricht des netten jungen deutschen Fotografen kaum glauben, als er uns mitteilte, dass er nur etwas weiter zwei Löwen und eine weitere Löwin weiter hinten im Buschwald gesehen habe. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und scannten beide Seiten unseres weiteren Weges mit unseren Augen ab. Und tatsächlich! Keine 2 Kilometer weiter fanden wir das Löwenpaar im Schatten unter einem Baum.



Endlich hatten wir unser Ziel, "Mindestens einen freien und wilden Löwen in Afrika zu sehen", erreicht! Yay!



Allerdings hatte der nette junge deutsche Fotograf nicht ganz Recht, was die Anzahl der Löwen anging. Denn während wir die beiden Löwen beobachteten und dabei unser Glück genossen, bewegte sich viel weiter hinten ab und an mal etwas. Mit den hochgerüsteten Kameras der beiden Fotolöwen (bis zu 3600mm KB äquiv.) konnten wir fünf weitere Artverwandten entdecken. Insgesamt bestand das Rudel aus 2 Männchen und 5 Weibchen, alle erwachsen.
Als wir lange genug gewartet und bestimmt den Löwen auch in jeder erdenklichen Kopfstellung fotografiert hatten (die Fotos wurden durch das Hitzeflimmern in der Mittagszeit leider nicht besser), machten wir den Platz für die von uns angelockten großen Touristenbus, welche wir neckisch "Tourischleuder" nannten, frei. Unser Ziel war nun das nicht mehr allzu weit entfernte Camp Okaukuejo, wo wir kurz einchecken und dann über einen kleinen Umweg zur späten Nachmittagszeit wieder hierher kommen wollten. Jedoch wurden wir zunächst von diesem putzigen Erdhörnchen aufgehalten wurden, welches sich von uns und unserem Wagen absolut nicht stören ließ.



Bei unserem weiteren Weg über "Leeubron" erweckte nur dieser Spatz die Aufmerksamkeit des schwarzen Löwen...



... und das auf der Straße liegende Zebra



In Okaukuejo Camp war dann erst einmal Arbeitsteilung angesagt. Während "s-tlk" im Shop für Getränkenachschub sorgte und ich unser Auto mit meinen gefährlichen Klauen und Zähnen bewachte, kümmerte sich "Kanu" im Office um unsere Anmeldung. Und nach der Hinterlegung von 500 ND Kaution, bekam er den Zimmerschlüssel für unser Waterhole Chalet Nr.W3. Aber halt! Da war ja noch etwas. Nett erklärte der schwarze Löwe der Mitarbeiterin dann an der Rezeption was in Dolomite geschehen war. Sie bestätigte, dass wir die Getränke noch hätten Zahlen müssen (was bestimmt jeder von euch schon die ganze Zeit gewusst hat). Aber da ja alle Camps im Etosha-Park zu NWR gehören, konnte "Kanu" die noch ausstehenden 33 ND in Okaukuejo bezahlen, nachdem die Höhe zuvor telefonisch abgeklärt war. Also alles wieder in Ordnung 🙂
Unsere Hälfte des Doppel-Chalets lag ganz im Nord-Westen, nur ein Katzensprung von der Wasserloch-Beobachtungspromenade entfernt. Da dort zur sengenden Mittagszeit aber nichts Besonderes los war, verstauten wir nur schnell unsere Reisetaschen im Zimmer und fuhren dann weiter auf Safari. Da wir den Löwen in "Grunewald" später noch einmal einen Besuch abstatten wollten, fuhren wir nach Norden in Richtung "Wolfsnes". Wir sahen erst einmal nichts...



... dann einen einsamen Springbock...



... und dann ganz ganz viele!



Wer sich in diesen Tagen am Ende des Monats April im Etosha-Park gefragt hat, wo denn die ganzen Herden von Gnus, Zebras und Springböcken abgeblieben waren, sie waren alle hier! Teilweise standen die Springbockherden natürlich auch mitten auf der Straße. Aber immer, wirklich immer, unter der Anleitung von mindestens einem Zebra, welche ja die Meister im Straßensperren sind. So bahnten wir unseren Weg, teilweise nur im Schritttempo vorwärtskommend, nach "Wolfsnes". Da es dort, außer einer schönen Landschaft, nicht viel zu sehen gab, fuhren wir über "Leeubron" zurück nach "Grunewald".
Das Löwenpäärchen unter dem Baum hatte sich keinen Meter bewegt und döste einfach weiter vor sich hin.



Ach wie gerne wäre ich einfach ausgestiegen und hätte mich dazugelegt... =^.^=

Da das Hitzeflimmern am Nachmittag etwas nachgelassen hatte, konnten wir diesmal auch ein paar Beweisfotos von den anderen Löwen weiter hinten schießen 🙂



Wir blieben mindestens wieder eine Stunde bei dem Rudel, bis sich die Sonne langsam dem Horizont näherte. Da man im Etosha-Park bei maximal 60 km/h pro Kilometer auch ungefähr eine Minute braucht, berechnete der schwarze Löwe unsere Abfahrtzeit so, so dass wir pünktlich zum Sonnenuntergang am Okaukuejo Camp Tor eintreffen würden. Wir nutzen als auch die letzten Minuten noch bei dem Rudel noch voll aus, ehe wir um Punkt 16:42 Uhr den Rückweg antraten.
Alles lief glatt, bis wir 2 km hinter "Leeubron" (11 km vor Okaukuejo) mehrere Autos in einer Schlange am Straßenrand stehen sahen. Wir also vorsichtig herangefahren und die Beifahrerin des letzten Autos gefragt, was es denn hier zu sehen gäbe. Leicht erbost zeigte sie durch unsere Fahrerkabine durch und sagte: "Lion". Und tatsächlich! Keine 2 Meter vom anderen Straßenrand entfernt lag ein hübscher junger Bursche, gut getarnt hinter einem Busch und bemühte sich erst einmal wach zu werden. 😄



Natürlich setzte der schwarze Löwe unser Auto erst einmal leicht zurück, um die Sicht für die Touristin wieder frei zu geben, ehe die beiden Foto-Löwen ihre Kameras in den Anschlag nahmen.
Tja, und dann konnten wir zusehen, wie man als einzelner Löwe eine Straßensperre mit mehreren Autos errichtet, indem man sich einfach so fotogen positioniert, dass alle Touris anhalten MÜSSEN! =^.^=



"Einmal Wegzoll bitte!" 😛



Zum Glück war der schwarze Löwe auf den offenen und weit einsichtbaren Streckenabschnitten hierher "etwas" schneller gefahren, so dass wir auch noch Zeit hatten einen zweiten Junglöwen zu fotografieren, welchen wir auch erst ein paar Augenblicke später bemerkten. Sorry für die vielen Bilder, aber mit dem Abendlicht im Rücken waren die Bedingungen einfach herrlich 🙂





*Seufz* Ist der kleine nicht einfach nur süß und knuddelig in seiner "bitte kraul mich Pose"? =^.^=



Aber da die Sonne mittlerweile schon wirklich tief am Himmel stand und wir selbst die Fahrzeitneuberechnung des schwarzen Löwen zum Camp schon um 2 Minuten überschritten hatten, mussten wir dann doch viel zu früh die beiden Halbstarken verlassen, um nicht vor geschlossenen Toren zu stehen.
Mit dem letzten Sonnenstrahl fuhren wir in das Camp, stellen unser Auto ab und gingen fast ohne Umschweife direkt zum "Okaukuejo" Wasserloch. Und dort hatten sich mittlerweile nicht nur Touristen versammelt. 🙂



Blick auf das Wasserloch mit mir in Lauerstellung ^^



Um 19 Uhr ging es dann kurz zum Abendessen (lecker Buffet mit Wildfleisch). Und diesmal zahlten wir auch gleich unsere Getränke, bevor wir später noch einmal zum Wasserloch gingen und unser erstes Nashorn sahen. 🙂



Irgendwann so gegen 21 Uhr lag ich dann aber auch im Bett und lies die ganzen Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren. Nach der Katzenflaute gestern und der verpassten Gelegenheit am Morgen in Dolomite, hatten wir doch noch 9 Löwen, eine ganze Herde Elefanten und ein Nashorn gesehen! Und wie vielleicht jetzt ihr hier beim Lesen, so war auch ich gespannt was uns morgen alles erwarten würde. Aber dazu mehr im nächsten Kapitel "Drei Löwen auf der Jagd".

Eure Safari =^.^=
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
336 Beiträge · seit 201209. Juli 2014 · #30
Black Lion schrieb: Was mich aber etwas wundert ist, dass ihr nur das Dolomite-Camp im Etosha-Park besucht. Habt ihr wirklich keine weitere Übernachtung bei Okaukuejo oder Nautomi?
Doch, wir haben weitere Übernachtungen dort. Nicht in Okaukuejo, sondern im Etosha Safari Camp und danach auch in Namutoni. Aber egal wo wir schlafen, über eure Etosha-Bilder freue ich mich ganz besonders 😁

Liebe Grüße

Nadja
Last Minute in den Süden Namibias und KTP: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286740-last-minute-in-den-sueden-namibias-in-den-ktp.html Der Reisebericht zweier Schildkröten: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/278604-die-hochzeitsreise-zweier-schildkroeten.html Reisebericht Namibia: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/284269-ohrnyx-und-elend-oder-welches-tier-ist-das.html
Themenstarter383 Beiträge · seit 201210. Juli 2014 · #31
Nadja+Marco schrieb:Doch, wir haben weitere Übernachtungen dort. Nicht in Okaukuejo, sondern im Etosha Safari Camp und danach auch in Namutoni. Aber egal wo wir schlafen, über eure Etosha-Bilder freue ich mich ganz besonders 😁

Liebe Grüße

Nadja
Achso! Ich dachte schon ihr seid nur im Dolomite-Camp. Ich hatte ja bei meiner Planung auch überlegt, ob wir nicht ausserhalb übernachten sollen. Im Park hat man halt den Vorteil, dass man mit Sonnenaufgang und ohne jegliche Formalitäten in den Park reinfahren kann.

Ansonsten hoffe ich, dass ich deine Erwartungen bezüglich der Fotos weiterhin erfüllen kann, denn so viel besonderes kommt da nicht mehr.
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Themenstarter383 Beiträge · seit 201214. Juli 2014 · #32
Kapitel 8: "Drei Löwen auf der Jagd"

29.04.2014 Vormittag

*Whoooooooooorrr, Whoooooooorrr, Whoorr, Whor, Whor, Whor!*

Herrlich! Ach wie ich Afrika liebe, in welcher man um 5 Uhr morgens mit einem Ruf der Wildnis geweckt wird. Auf jeden Fall viel besser, als diese komischen Handy-Weck-Klingelgedöns, welches ich trotz an jedem Abend von "Kanu" gestellter Wecker-App nie gehört habe. Das ist eben der Rhythmus der Natur, mit den ersten Sternen ins Bett und mit der Morgendämmerung wieder raus. 🙂
Also wir raus aus den Federn und nach einer kurzen Katzenwäsche gleich mal das Wasserloch vor der Tür kontrolliert. Und wie man sieht, wurde ich nicht enttäuscht.



Neben dieser Löwin war auch noch eine weitere Löwin am Wasserloch, um ihren Durst zu stillen. Und während der schwarze Löwe neben mir noch versuchte bei dem quasi nicht vorhandenen Licht trotzdem scharfe Fotos hinzubekommen, beobachtete ich die Beiden, wie sie sich wieder zurückzogen, um sich mit noch einer weiteren Rudelschwester zu treffen. Vor Sonnenaufgang war mein persönlicher Löwen-Counter also schon gleich auf 12 gestiegen! Na wenn dieser Tag nicht mal perfekt losging. =^.^=

Da der graue Löwe wieder etwas länger brauchte um wach zu werden, ließen wir das Frühstück ausfallen um pünktlich um 6:08 Uhr zum Sonnenaufgang am Tor zu sein. Schließlich wollten wir das Morgenlicht für Fotos von hoffentlich noch aktiven Tieren nutzen. Nach einem kurzen Abgleich mit dem Tiersichtungsbuch an der Rezeption wollten wir zum Wasserloch "Gemsbokvlakte", da dort vor 2 Tagen 5 Löwenjungen gesichtet wurden. Auf dem Weg dorthin sahen wir aber erst einmal wieder die üblichen Verdächtigen.



Nachdem was man so in anderen Reiseberichten liest, ist es eigentlich kaum zu glauben, dass diese drei Fotos unsere ganze Ausbeute bis "Aus" war. Selbst am vermutlich sonst so belebten "Olifantsbad" war absolut nichts los.
Schon fast innerlich akzeptierend, dass sich die vielen Kilometer und noch mehr Riesenschlaglöcher nicht gelohnt haben (ein VW-Bus hatte echt Probleme dort durch zu kommen), rief der schwarze Löwe plötzlich zu dem grauen Löwen am Steuer "Halt an!". Und der Grund dafür war im nächsten Moment dann auch für mich nicht zu übersehen.



Irgendwo auf dem Weg von "Aus" nach "Ondongab" kamen diese zwei Spitzmaulnashörner aus dem Busch, überquerten vor uns gemütlich die Straße und verschwanden genauso schnell wieder auf der anderen Seite im Gestrüpp. Man was hatten wir doch ein Glück! Aber irgendwie war heute auch Nashorntag, denn nach den beiden komischen Vögeln hier,...



... sahen wir auf der Hauptstraße nach "Nebrownil" gleich noch einmal eins. 😄



Den Tipp mit dem Wasserloch "Nebrownil" hat uns netter Weise ein anderer Tourist gegeben, welcher dort drei Löwen gesehen hatte. Da mussten wir natürlich auf der Stelle hin!
Noch ehe wir den Aussichtsplatz bei "Nebrownil" erreichten, sahen wir schon von weitem dort viele Autos und Busse herumstehen. Aber sosehr meine beiden Löwen mit ihren Teleobjektiven von der Hauptstraße aus das Wasserloch absuchten, so konnte man absolut nichts Interessantes sehen. Wir also schnell weiter, um nicht noch zwei weitere Fahrzeuge vor uns in der Warteschlange zu haben, welche sich vermutlich am Aussichtsplatz schon gebildet hatte.
Wir fuhren gerade auf den Aussichtsplatz, als wir unerwartet jede Menge aufgewirbelten Staub und wild wiehernde und rennende Zebras sahen. Doch so plötzlich, wie alles angefangen hatte, so plötzlich war auch alles wieder zu ende. Zurück blieben nur eine unglücklich keuchende Löwin und verschreckte Zebras in der Ferne. Was wir hier also gesehen hatten, waren nicht nur drei Löwen, sondern drei LöwINNEN AUF DER JAGD!
Da dies alles ging so schnell ging, hatten meine beiden Foto-Löwen-Jäger keine Chance ihre Kameras zu zücken, weswegen wir nur das Endergebnis festhalten konnten.



Es stand also erst einmal 1:0 für die Zebras. Aber da Löwen gewiss nicht so schnell aufgeben, legten sich die drei Löwinnen erst einmal unsichtbar ins kniehohe Gras und ruhten sich etwas aus, während wir erst einmal am Ende des Aussichtsplatzes Stellung bezogen. So konnten wir zumindest einigermaßen die Hälfte überblicken.
Eigentlich hatten "Kanu" und ich mal gelesen, dass es Sitte ist sich am Ende einer Autoschlange anzustellen und zu warten, bis der Vordermann weiterfährt. Aber hier (und leider auch sonst im Etosha-Park) galt mehr das Parkplatz-Prinzip. Wurde eine Stelle vorne frei, so versuchten meistens gleich zwei hinten anstehende Fahrzeuge den Platz einzunehmen. Oft ging das zwar noch einigermaßen gesittet zu, aber mir ist noch in Erinnerung geblieben, dass einer ziemlich gedrängelt hat. Nachdem wir das Prinzip schnell verinnerlicht hatten, manövrierte uns der graue Löwe nach den Anweisungen des schwarzen Löwen Stück für Stück weiter nach vorne. Dabei kamen wir auch erst einmal an der Wasserlochseite vorbei, was wiederum während des Wartens andere schöne Fotomotive bot.



Natürlich behielten wir dabei die Löwinnen immer gut im Auge. 🙂





Nach einer gefühlten Ewigkeit (es waren ca. 3 Stunden und wir standen mittlerweile ganz vorne 🙂 ), kam wieder etwas Bewegung in die Sache. Aus der Richtung des Okaukuejo Camps kommend, näherte sich eine neue Zebraherde, welche von den im Gras liegenden Löwinnen noch nichts wissen konnten. Vorsichtig näherten sich zuerst wagemutige Zebrabullen der Stelle, schreckten jedoch rechtzeitig zurück.



Eigentlich dachten wir schon "Okay, das war’s jetzt für die nächsten 3 Stunden", aber komischer Weise kamen nach nur ein paar Minuten neue Zebras heran. So komisch es auch klingen mag, wir vermuteten dass die Zebras die Löwinnen gar nicht entdeckt hatten, sondern vielmehr die Gefahr durch die vielen anwesenden Touristen (einschließlich uns) spürten. Zumindest sahen sie immer wieder skeptisch zu uns rüber, so als ob sie zu dem logischen Schluss kamen, "Wenn da mindestens 30 Touris mit ihren Kameras auf uns zielen, obwohl wir doch normaler weise für die völlig uninteressant sind, dann ist da doch was faul!". Da sie aber auf ihrem geraden Weg zum Wasserloch an uns und an den mittlerweile im Gras lauernden Jägerinnen vorbei mussten, wagten sie sich immer weiter nach vorne. Als schließlich dann auch einige Zebras zwischen uns und den Raubkatzen zum Wasserloch durchliefen, hielt ich es kaum noch aus vor Spannung.


(Auf beiden Bildern ist jeweils eine Löwin versteckt. Viel Spaß beim Suchen! =^.^= )

Aber zunächst passierte nichts und ein Zebra nach dem anderen passierte uns. Aber die Herde war groß und jetzt kamen auch die ersten Jungtiere näher.



Mein ganzer Körper kribbelte schon vor Spannung, denn wenn nicht jetzt wann dann, als völlig unerwartet jemand hinter uns sagte: "Could you please move your car 3 meters back, so that we have a better view?"

Was zur Hölle sollte denn das jetzt?!! *motz und fauch*
Da lagen gerade drei Löwinnen auf der Lauer, welche in jeder Zehntelsekunde losschlagen konnten, und er wollte tatsächlich, dass meine beiden Löwen ihre Kameras weglegten, den Motor anmachten und damit alle Zebras verschrecken und wir unser Erlebnis des Lebens verpassen?! Hätte er drei Minuten früher gefragt, als kein Zebra gerade in der Nähe war, dann ja, gerne. Aber so, no way.

So im Nachhinein bin ich auch froh, dass wir der Bitte des Touristen nicht nachgekommen sind. Es passierten uns zwar noch einige Zebras, wodurch theoretisch die Zeit wirklich da gewesen wäre, aber von dem einen Herzschlag auf den anderen...



... LAUF! SCHWESTER, LAUF!!!

Eure Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
1'249 Beiträge · seit 201214. Juli 2014 · #33
WOW, was für tolle Bilder und Erlebnisse und das alles an einem Tag 🤩
Da hat sich das Warten gelohnt für Euch, super!
Ich habe (außer meiner Löwen Foto-Love-Story) bisher nur faul herumliegende, gähnende Löwen zu Gesicht bekommen (nicht böse gemeint, liebe Safari, würde ich als Löwe auch so machen 😗 ) , aber es scheint ja auch anders zu gehen!
LG Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
Themenstarter383 Beiträge · seit 201214. Juli 2014 · #34
Alexa schrieb:WOW, was für tolle Bilder und Erlebnisse und das alles an einem Tag 🤩
Aber der Tag ist doch noch gar nicht zu Ende 😄
Alexa schrieb:Ich habe (außer meiner Löwen Foto-Love-Story) bisher nur faul herumliegende, gähnende Löwen zu Gesicht bekommen (nicht böse gemeint, liebe Safari, würde ich als Löwe auch so machen 😗 ) , aber es scheint ja auch anders zu gehen!
LG Alexa
Das Geheimnis, Alexa, ist, dass wir Löwen nicht faul rum liegen, sondern nach dem Fressen stundenlang in den Löwen-Energiesparmodus umschalten 😛
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1'651 Beiträge · seit 201416. Juli 2014 · #35
Hallo Black Lion,

es macht Spaß Eure Tour begleiten zu dürfen. Schöne Jagdszene, wobei das Zebra wohl nicht überlebte.

LG Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
1'127 Beiträge · seit 201116. Juli 2014 · #36
Hallo Safari,

hoffe, dass auch Krokodile mit an "Bord" geduldet werden 🙂 😉 ?

h51877a9.JPG


Ich lese hier schon seit einiger Zeit still und leise mit und wollte nur mal sagen, wie begeistert ich von eurem Tag im Etosha bin.
Jagende Löwen 🤩 🤩 🤩 , welch Erlebnis. Da hat sich Eure Geduld aber wirklich ausgezahlt.


Liebe Grüße

Dundee
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
Themenstarter383 Beiträge · seit 201216. Juli 2014 · #37
@Tinochika:
Schöne Jagdszene, wobei das Zebra wohl nicht überlebte.
Netter Versuch. Aber bis zum nächsten Kapitel hülle ich mich da in Schweigen. 😎

@Dundee: Ich kann dich zwar nicht an Bord nehmen, aber dafür bist du in unserem Reise-Rudel gerne hiermit aufgenommen (dadurch hat man dann auch weniger Platzprobleme 😄 ). Wir Plüschtiere müssen doch schließlich zusammenhalten!
Ansonsten war ich ehrlich gesagt auch überrascht, wie viel wir in den 5 Tagen in Etosha gesehen haben. Und das trotz hohem Gras direkt nach der Regenzeit. Nur soviel sei verraten: Ihr habt noch nichteinmal die Hälfte an Löwen, Nashörnern und Elefanten gesehen 🤩

Morgen früh komme ich vielleicht auch mal wieder zum Schreiben =^^=

Safari
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zuletzt bearbeitet 16. Juli 2014
Themenstarter383 Beiträge · seit 201217. Juli 2014 · #38
Kapitel 9: "Sweet Grumpy Lion"

29.04.2014 Nachmittag



VERDAMMTER... *!&%^=+!!!!*

Arme hungernde Schwestern, das hattet ihr doch eigentlich schon längst verdient. Sorry, wenn ich hier so offensichtlich Partei ergreife, aber als Löwin fühle ich da einfach mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzer Seele mit. =^.^=



Naja, da für die nächsten 3-4 Stunden hier vermutlich das Zebra abgefahren war und wir noch einmal zu dem Löwenrudel bei "Grunewald" wollten, gaben wir unseren Logenplatz auf und fuhren erst einmal zurück zum Camp.
Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Abstecher zum "Pan Lookout".



Zurück im "Okaukuejo Camp" frischten wir nochmals unsere Getränke-Vorräte auf und ruhten uns erst einmal etwas aus. Nach einer Stunde aber hatte uns das Jagdfieber wieder gepackt, so dass wir ohne ein richtiges Mittagessen uns wieder in den Etosha-Park stürzten. Auf dem Weg nach "Grunewald" passierte nichts Besonderes, auch wenn ich natürlich meine Augen nach den beiden Junglöwen vom Vorabend offen gehalten habe.
Bei der Abzweigung nach "Grunewald" befindet sich auch der "Ghost Tree Forest" mit den seltenen Moringa-Bäumen.



Aber wirklich gespenstisch fand ich den Wald nicht wirklich. Dafür aber eine Situation, welche wir kurz danach erlebten.
Von ihrem Platz am Vorabend, hatte sich unser Löwenpäärchen nicht wirklich weit weg bewegt und lag jetzt sogar nur noch gute 5 Meter von der Straße entfernt unter einem Busch. Auf schöne Bilder hoffend, näherten wir uns vorsichtig und wurden zunächst auch nicht enttäuscht.



Allerdings gefiel dem Löwen die so nahe Anwesenheit meines schwarzen Löwen mit seiner schwarzen Kamera durch das offene Seitenfenster nicht wirklich, weswegen wir mit angelegten Ohren und argwöhnischen Blick auch kurz angeknurrt wurden.



Da wir ja aber alle drei der Löwensprache mächtig waren zogen wir uns von 5 auf 10-15 Meter zurück, was nicht nur den Löwen, sondern auch uns etwas beruhigte. So konnten meine beiden Löwen dann noch in aller Ruhe ein paar Fotoaufnahmen von dem Rudelkönig machen. 🙂



Ein wenig später kam dann aber ein anderer Wagen mit zwei Touristen, welcher sich genau an unsere erste Position stellte. Natürlich auch mit offenen Fenster und herausgehaltener Kamera. Wie erwartet legte sich der Löwe wieder lauernd ins Gras und funkelte und knurrte die beiden böse an.



Ich habe absolut keine Ahnung was sich der Tourist gedacht hat, als er jede Menge Portraits unseres "Grumpy Lion" mit seiner Kamera geschossen hat. Jedenfalls muss er von allen guten Geistern verlassen gewesen sein, dass er die offensichtlichen Drohgebärden des Löwen missachtete und statt dessen seinen Fahrer anwies noch einen Meter weiter und so nah wie möglich ranzufahren, so dass "Kanu" schon anfing seine Kamera so einzustellen, um den Sprung des Löwen in das natürlich immer noch völlig geöffnete Seitenfenster festzuhalten. O_O
Zum Glück des Touristen kannte unser mittlerweile sichtlich angepisste Löwe den Spruch "Der Klügere gibt nach", so dass die Sache dann doch kein blutiges Ende nahm.

Da die beiden trotz der Nähe zur Straße fast gar nicht zu sehen waren und auch von Rest des Rudels jede Spur fehlte, fuhren auch wir weiter. Unser nächstes Ziel waren die Wasserlöcher "Natco" und "Adamax". Bei "Natco" sahen wir nur ein paar Geier und wenig später einen Straus, der mit uns unbedingt um die Wette laufen wollte.



Da ansonsten nichts Besonderes zu sehen war, fuhren wir gemütlich weiter auf "Adamax" zu bis plötzlich der schwarze Löwe meldete: "Löwe auf 11 Uhr!"



Was aber noch schöner war, der Gute hatte noch einen Bruder. =^.^=



Im Gegensatz zu "Grumpy Lion", störte es die beiden noch jungen Löwen nicht im Geringsten sich aus ca. 6 Meter Entfernung in allen Posen fotografieren zu lassen. Zwar war das Mittagslicht nicht optimal, aber schöne Fotos sind finde ich trotzdem entstanden.



*Huch*! Wo kommt denn so plötzlich die Löwin her? So in etwa waren wir überrascht, als diese keine 3 Meter vom offenen Fenster entfernt den Kopf hob und noch verschlafen kurz zu uns rüber schaute. Das war wirklich ein gutes Beispiel dafür, dass man im Etosha-Park wirklich nie das Fahrzeug verlassen sollte, egal wie gründlich man die Umgebung absucht.
Da wir den dreien ihre Mittagsruhe wirklich gönnten, verließen wir sie auch 10 Minuten später wieder, als eine wirklich große Touristenschleuder in der Ferne auf der Straße auftauchte. Zum Glück für die Touris war deren Guide und Fahrer aber aufmerksam gewesen und hatte unsere Finte und unseren Beobachtungsplatz auf der Stelle erkannt. Tja, als "König der Tiere" kommt man vermutlich einfach nicht drumherum auch repräsentative Aufgaben wahrzunehmen. =^.^=

Für uns ging es über "Adamax", wo nichts los war, weiter Richtung "Okondeka" und Etosha-Pfanne. Auf der schier endlosen Wiesen sahen wir dann auch wieder jede Menge Grasfresser, wie Antilopen, Zebras, Gnus und Strauße.



Da die Sonne sich schon wieder auf dem Weg zum Horizont machte und daher weite neue Wege nicht mehr möglich waren, fuhren wir noch einmal zu den drei Jägerinnen bei "Nebrownii". Vorort dachten wir, dass die drei Löwinnen die Jagd für heute aufgegeben hatten, da diese unweit des Wasserloches in den Schatten eines Baumes sich ausruhten. Aber jetzt, wo ich mir die Fotos Zuhause ansehe, ist es eigentlich schon fast offensichtlich, dass wir uns irrten.





Wir verweilten dort wieder ein wenig und wurden noch mit einem Gang zum idyllischen Wasserloch belohnt.



Gute Nacht, Schwestern! =^.^=

Kurz vor Sonnenuntergang sind haben wir dann noch einen kurzen Umweg über "Gemsbokvlakte" und "Gaseb" gemacht, bevor wir dann wieder pünktlich mit dem letzten Sonnenstrahl das "Okaukuejo Camp" erreichten.


(Landschaft bei "Gaseb")

Am beleuchteten Wasserloch waren an diesem Abend nur ein paar Zebras zu sehen.



Aber dafür war das Abendessen vorzüglich, denn es gab leckeres Eland-Steak am Buffet. 😄

Irgendwann vor 20 Uhr lagen wir dann auch schon wieder im Bett und freuten uns über die vielen Sichtungen (mein persönlicher Löwencounter lag nun bei 18) und vor allem über das spannende Erlebnis bei der Löwenjagd. Wir waren gespannt, ob der nächste Tag genauso schön würde weitergehen. Aber das erfährt ihr erst im nächsten Kapitel "Bei Halali ist was los!"


Eure Safari =^.^=
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
Themenstarter383 Beiträge · seit 201218. Juli 2014 · #40
Daxiang schrieb:Meinst du nicht auch, dass dieser hier mal zum Zahnarzt müsste?
Hmm... schon irgendwie... aber vielleicht hat er seinen Zahnarzt ja auch gefressen?! 😗

Safari =^.^=
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