Mit "Safari" auf Safari (Namibia 2014)

Reisebericht 90 Antworten · 32,5k Aufrufe · gestartet 22. Juni 2014 von Black Lion
100 Beiträge · seit 201420. Juli 2014 · #41
Hallo Safari

Huih, schöner Bericht und geniale Bilder. Bei uns geht es in weniger als 2 Wochen los und werde wohl Purzelbäume schlagen, wenn wir auch nur einen Bruchteil an Löwen sehen werden.

Freu mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung!

LG
Anne
Themenstarter383 Beiträge · seit 201220. Juli 2014 · #43
Aurora101 schrieb:Bei uns geht es in weniger als 2 Wochen los und werde wohl Purzelbäume schlagen, wenn wir auch nur einen Bruchteil an Löwen sehen werden.
Na dann fang schon einmal an deine Purzelbäume zu üben 😄 . Denn ich bin mir fast sicher, dass ihr mindestens genau so viel sehen werdet, wie wir. Bei uns war es ja noch Grün und es gab auch noch Gras zum Verstecken. Ihr seid ja aber schon in der Trockenzeit unterwegs, wo das dann mit dem Verstecken schon recht schwierig wird. Ansonsten wisst ihr bestimmt schon, dass es in den Etosha-Camps in der Rezeption auch Tiersichtungsbücher gibt, wo man immer gute Tipps bekommt und man seine eigenen Sichtungen eintragen kann.

@Alexa: Ja, die Jagd war mit eines der besten Highlights meiner Reise. Nur schade, dass wir nicht dabei waren, als die drei Schwestern Erfolg hatten. Aber vermutlich hätte ich diese Bilder dann hier sowieso nicht einstellen können, oder? 😐

So gleich geht es weiter.

Safari =^.^=
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Themenstarter383 Beiträge · seit 201220. Juli 2014 · #44
Kapitel 10: "Bei Halali ist was los!"

30.04.2014

Es ist schon erstaunlich, wie schnell die eigene innere Uhr sich an neue Lebensgewohnheiten anpassen kann. Zumindest kann ich es mir fast nicht vorstellen Zuhause bei meinem Rudel freiwillig und ausgeruht um 5 Uhr morgens aufzustehen. Aber genau das haben wir an diesem Morgen in Okaukuejo getan. So blieb uns diesmal sogar noch genügend Zeit, um in Ruhe zu frühstücken und diesmal als Erster am Tor zu sein!
Anscheinend war dann auch meine immer besser werdende Laune auf den Camp-Bediensteten ansteckend, da dieser netter Weise uns schon 10 Minuten früher das Tor in den Park öffnete. 🙂



Da es unser Plan war, genau dort weiter zu machen, wo wir am Vortag aufgehört hatten, führen wir geradewegs nach "Nebrownii". Schließlich wollte nicht nur ich wissen, wie es den drei Löwinnen in der Nacht ergangen war (wir waren ja noch der Überzeugung, dass die Drei noch nichts erlegt hatten).



Wie man vielleicht an den Bildern erkennen kann, ging es den Dreien wesentlich besser als am Vorabend. Wir vermuteten, dass die drei Schwestern in der Nacht Beute gemacht hatten, da diese sich eher ausruhten anstatt auf der Lauer zu liegen. Von einem Kadaver war jedoch nichts zu sehen, bis auf etwas, was wie ein Darm aussah und in der Nähe des Wasserlochs herumlag. Ein neugieriger Schakal bestätigte dann auch unsere Vermutung, dass da irgendwo versteckt eventuell noch mehr Reste herumlagen.



Auch wenn das jetzt wieder sehr einseitig klingen mag, so war ich als (Plüsch-)Löwin doch erleichtert, dass es den drei Löwinnen gut ging und ich mich mit einem beruhigten Gewissen von meinen Seelenverwandten verabschieden konnte.

Unser weiterer Weg führte wieder über "Gemsbokvlakte", da wir immer noch vergeblich auf eine Löwenjungen-Sichtungen hofften. Auf dem Weg nach "Ondongab" begegneten wir aber dafür diesem netten Gesellen.



Über "Ondongab", wo nichts los war, ging es weiter mit einem Abstecher nach "Homob", wo aber aus tierischer Sicht auch nichts los war, wie man hier gut sehen kann.



Und auch der erst vielversprechende Umweg über "Sueda", "Charitsaub" und "Salvadora" brachte uns keine aufregenden Tiersichtungen, führte dafür aber durch eine herrliche Landschaft. 🙂


(Wasserloch "Sueda")

(Wasserloch "Charitsaub")

(Wasserloch "Salvadora" mit Nilgänsen und einem Waffenkiebitz)

Weiter ging es zu dem, in meinen Ohren, berühmten Wasserloch "Rietfontein", welches seinem Ruf aber leider in keinster Weise nachkam. Von daher fuhren wir zügig weiter nach Halali, um uns früh einen guten Campingplatz für die Nacht zu reservieren und um einen Blick in das dortige Tiersichtungsbuch zu werfen.


("Halali" von fern und nah)

Nach der Anmeldung und der "Reservierung" eines Stellplatzes durch eine Wäscheleine und unseren Campingtisch, versuchten wir unser Glück weiter in Richtung Osten. Als nächstgelegenes Wasserloch war da "Helio" auf der Karte zu sehen, was sich aber absolut nicht gelohnt hat. Abgesehen von dem wirklich sehr holprigen und engen Zufahrtsweg, steht man dann am Ende irgendwo mitten im dichten Busch. Genau wie auch die künstliche Wasserstelle, welche nur 10m entfernt ist, wenn man überhaupt was sehen will. Das man da alleine schon durch die Anfahrt jedes Tier verschreckt, kommt dann als negatives I-Tüpfelchen noch dazu.
Mit dem Wissen, dass wir uns den Weg hätten sparen können, führen wir weiter nach "Goas". Kurz vor dem Wasserloch wurden wir netter Weise von einem Touristenpaar angehalten, welche uns versuchten zu erklären, wo die zwei Löwen versteckt im Gras lagen. ^^
Da man "Goas" aus zwei Richtungen beobachten kann, sahen wir zunächst eine Herde Zebras beim Trinken.



Da wir noch keine Ahnung hatten, wo die Löwen waren, warteten wir erst einmal ab, ob sich nicht doch plötzlich wieder eine Jagdszene ergeben würde. Dass wir da hätten lange hoffen können, sahen wir dann, als wir die beiden männlichen Löwen vom zweiten Aussichtspunkt entdeckten.



Auch wenn die beiden Löwen in meinen Augen zwei gutaussehende Prachtexemplare meiner Art waren, so war es mir auch klar, dass die Beiden keine Pfote für die Futterbeschaffung investieren würden. Und so wie es aussieht, wussten das auch die Impalas.



Da weitere Sensationsfotos nicht zu erwarten waren, setzten wir unsere Safari nach einer Viertelstunde fort und fuhren nach "Nuamses". "Nuamses" ist ein wirklich traumhaft schönes Wasserloch, welches man mit einem kühlen Getränk in der Hand auch ohne Tiere über eine längere Zeit genießen kann.



Nicht weit von "Nuamses" befindet sich auch die einzige Stelle, wo man mit dem Auto ein Stück in die Etohsapfanne selber reinfahren darf. Abgesehen von der beeindruckenden Landschaft, hat es mich aber am meisten überrascht hier einen knöcheltiefen Teich vorzufinden.



Vom "Etosha Lookout" fuhren wir dann weiter Richtung Osten zu den Wasserstellen "Springbokfontein" und "Batia". Da wir auf der Hauptstraße recht schnell vorankamen, entschlossen wir uns noch einen Abstecher über "Okerfontain" zu machen. Der Weg nach und von "Okerfontain" führt fast immer am Rand der Etoshapfanne entlang. Und auch wenn es wieder nicht allzu viele Tiere zu sehen gab, so kann ich diesen Abstecher doch jedem empfehlen.


(Streifengnus und Singhabicht)

Da wir immer noch massig Zeit hatten, machten wir sogar noch einen weiteren Abstecher nach "Kalkheuwel", wo wir zwar eine Elefantenherde um eine Viertelstunde verpassten, dafür aber unser einziges Kudu auf unserer Reise sahen. 🙂



Auf unserem Rückweg zum "Halali-Camp" über "Springbokfontein" fuhren wir noch einmal am Wasserloch "Goas" vorbei. Wir wussten zwar schon, dass die beiden Löwen fortgegangen waren. Was wir aber nicht wussten war, dass uns dort ein wirklich fotogener Elefantenbulle erwartete. =^.^=



Wir haben dem Bullen bestimmt eine Halbestunde beim Trinken und Grasen zugesehen, ehe wir dann ins Camp gefahren sind. Da wir uns an diesem Abend mit Spagetti und Tomatensoße selbst versorgten, waren unsere Zelte auch schon um 16 Uhr aufgebaut. So blieb dann später genug Zeit das beleuchtete Wasserloch aufzusuchen, was sich an diesem Abend wirklich lohnte.

Als "Kanu" und ich am "Moringa" Wasserloch ankamen, sahen wir schon an den fokussierten Blicken der anderen Touristen, dass gerade etwas besonders im Gange war. Aus fast nächster Nähe zu sehen waren zwei Spitzmaulnashörner, wobei eines der Nashörner versuchte das andere vom Wasserloch zu vertreiben.



Wie man am letzten Foto sieht, gelang dies dem einen Nashorn auch, so dass erst einmal wieder etwas Ruhe einkehrte. Zumindest solange bis dann plötzlich eine ganze Elefantenherde auftauchte, welche wiederum das siegreiche Nashorn vom Platz verdrängten, zum Schutz der Elefantenkälber.



Wie man an den doch recht unscharfen Aufnahmen sieht, war die Sonne schon längst unter gegangen und das Wasserloch wurde nur noch durch Scheinwerfer beleuchtet, welche wiederum eine Armee an Mücken anlockte. Zum Glück hatten wir Peachful Sleep und ein dichtes Fell oder lange Kleidung, so dass wir den Mücken kaum eine Angriffsfläche boten.



Richtig aufregend wurde es dann aber, als einer der Elefanten anfing die Büsche direkt vor der Besucherterrasse abzugrasen. Da hätte wirklich nicht mehr viel gefehlt um die Rüsselspitze streicheln zu können!

Nach einer Weile verließ die Elefantenherde wieder das Wasserloch und zurück kamen nicht nur zwei, auch nicht drei, sondern vier Spitzmaulnashörner gleichzeitig!



Also entweder wir hatten einfach unglaubliches Glück, oder Nashornsichtungen sind im Etosha-Park doch nicht so selten wie Anfangs gedacht. Von daher zogen wir uns so gegen 20 Uhr zufrieden in unsere gemütlichen Dachzelte zurück, auch wenn wir an diesem Tag mehr schöne Landschaften als viele Tiere gesehen hatten. Was wir vor dem Einschlafen natürlich noch nicht wissen konnten war aber, dass sich genau dies am nächsten Tag ändern sollte...

Eure Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
8'684 Beiträge · seit 201020. Juli 2014 · #45
Liebe Safari und liebe Chauffeure derselben 😉 !

Es trifft sich perfekt, dass ich momentan mit dem Gedanken spiele, Etosha eine zweite Chance in 2015 zu geben - dafür ist euer Bericht eine große Motivationshilfe 🙂 . Geniale Sichtungen und so nett kommentiert (naja, so sind Katzen eben...meinen meine drei Bonsailöwen hier!)

Da ich aus obigem Grund mir heute die Etosha Map ausgedruckt habe, kann ich eure Stationen genau nachverfolgen - das macht soooo viel Spaß!

So, und gleich mache ich mich auf den Weg zu einer konspirativen Sitzung bezüglich "Namibia 2015" - voller Enthusiasmus was Etosha betrifft 🙂 !

Danke und bis bald - Gruß Bele (mit den Bonsai-Löwen Mikka, Janosch und Lizzy)
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
1'127 Beiträge · seit 201120. Juli 2014 · #46
Hallo Safari,

du bist ja ein echter Glücksbringer was Löwensichtungen angeht 🤩 . Bin echt fasziniert, wieviele Löwensichtungen ihr im Etosha hattet.
Vielleicht sollten wir es auch einmal mit einem Stofflöwen als Glücksbringer versuchen, mit dem Dundee haut dass leider nicht ganz so perfekt hin 🤨 😁

Liebe Grüße

Susi
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
Themenstarter383 Beiträge · seit 201222. Juli 2014 · #47
Champagner schrieb:Danke und bis bald - Gruß Bele (mit den Bonsai-Löwen Mikka, Janosch und Lizzy)
Es freut mich zu hören, dass dir mein Reisebericht sogar so gut gefällt und hoffe, dass mit deiner Planung alles klappt. Grüße mir auch bitte schön deine drei kleinen Bonsailöwen. Ich würde ja zu gerne mal ein Bild von den Dreien sehen. =^.^=
Susi65 schrieb:Hallo Safari,

du bist ja ein echter Glücksbringer was Löwensichtungen angeht 🤩 . Bin echt fasziniert, wieviele Löwensichtungen ihr im Etosha hattet.
Vielleicht sollten wir es auch einmal mit einem Stofflöwen als Glücksbringer versuchen, mit dem Dundee haut dass leider nicht ganz so perfekt hin 🤨 😁

Liebe Grüße

Susi
Ach Susi. Wenn ich das Glück wirklich so gepachtet hätte, dann würde ich mich sofort freiwillig melden deine nächste Reise zu begleiten. Ich gehe normaler Weise am Flughafen auch kostenlos als Extra-Handgepäck durch!
Andererseits kann ich doch deinen Dundee nicht eifersüchtig machen. Der Gute gibt bestimmt auf jeder Reise sein Bestes.


Ansonsten haue ich jetzt gleich mal wieder in die Tasten für die nächste Fortsetzung. ^^
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336 Beiträge · seit 201223. Juli 2014 · #48
Hach, wäre das schön, gleich bei Kaffee und Frühstück den nächsten Teil zu lesen...
Kann es nicht erwarten 😉
Last Minute in den Süden Namibias und KTP: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286740-last-minute-in-den-sueden-namibias-in-den-ktp.html Der Reisebericht zweier Schildkröten: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/278604-die-hochzeitsreise-zweier-schildkroeten.html Reisebericht Namibia: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/284269-ohrnyx-und-elend-oder-welches-tier-ist-das.html
Themenstarter383 Beiträge · seit 201223. Juli 2014 · #49
Nadja+Marco schrieb:Hach, wäre das schön, gleich bei Kaffee und Frühstück den nächsten Teil zu lesen...
Kann es nicht erwarten 😉
Dein Wunsch sei mir Befehl! Bitte schön! 😄
Kapitel 11: "Das Beste kommt zum Schluss"

01.05.2014

Wie fast nach jeder Nacht, wo wir unsere Dachzelte aufgeschlagen hatten, so haben wir es auch an diesem Morgen etwas gemütlicher angehen lassen. Vielleicht auch ein wenig aus der Hoffnung heraus den Honigdachs vom Vorabend noch einmal bei Licht zu Gesicht zu bekommen, welcher ja im Halali Camp ja fast schon zum Inventar gehören soll. Nach den guten Erfahrungen vom Vortag, war unser erstes Ziel wieder das Wasserloch "Goas". Aber anstatt Löwen oder Elefanten konnten wir an diesem Morgen dort in Ruhe eine ganze Herde von Schwarzgesicht-Impalas mit übermütigen Jungtieren beobachten.



Und wenn ich mich nicht ganz vertan habe, so sind auf dem letzten Foto auch drei Riesenglanzstare zu sehen.

Von "Goas" aus ging es dann weiter Richtung Osten, wo wir dann nach 11 km auf gut Glück in einen Verbindungsweg Richtung Norden eingebogen sind. Ich meine mich noch erinnern zu können, dass dieser Weg schon einen Namen hatte. Ich jedenfalls werde ihn den "Gabelracken"-Weg nennen, da wirklich fast auf jedem Busch eine Gabelracke auf uns wartete.



Aber auch ein Nachtflughuhn lies sich von meinen beiden Löwen mit deren Kameras einfangen.



Als wir die Hauptstraße erreichten, führte unser weiterer Weg weiter Richtung "Namutoni". Eher der Vollständigkeit halber, sind wir dann auch noch die "Ngobib"-Schleife gefahren. Gesehen haben wir auf diesem Weg, außer verdammt tiefen Spurrillen (vermutlich war die Strecke auch deswegen halbherzig gesperrt worden ^^') und schöner Landschaft, nur diese beiden Zebras.



Wieder am Ausgangspunkt der Schleife angekommen, ging es weiter Richtung Osten zum Wasserloch "Chudop". Und wie man sehen kann, stieg schon auf dem Weg dorthin unser Tiersichtungsglück wieder an. 🙂



An der Wasserstelle selber gab es neben weiteren Giraffen und Zebras dann sogar mal wieder Warzenschweine zu sehen. 🙂





Aber wirklich lange hielten wir es dort nicht aus. Dies lag keineswegs am Wasserloch und an den Tieren dort, sondern eher daran, dass wir kurz zuvor ein Tipp bekommen hatten, dass bei "Namutoni" Löwen gesehen worden waren. Unser nächstes Ziel war also "Koinachas", wo der graue Löwe aber doch glatt erst einmal vorbeigefahren ist. *grumel*
Zum Glück hat ihn der schwarze Löwe sofort zurückdirigiert, denn bei dem was wir dort zu sehen bekamen, hätte ich mir sonst den eigenen Schwanz vor Verzweiflung abgebissen. Schon bei der Anfahrt erkannten wir an den vielen Autos, dass es dort etwas Besonderes zu sehen gab...
... nämlich LÖWEN-CUBBIES !!! =^.^=



Und ein ganzes Löwenrudel gab es noch gratis dazu. =^.^=



Hier lohnte es sich wirklich, dass meine beiden Löwen ihre jeweils 2 kg schweren Teleobjektive mitgebracht hatten, da die Entfernung gute 50m und mehr war, was man an dem folgenden Übersichtsfoto eventuell erahnen kann.



Da zur Mittagszeit um 12 Uhr bei den Löwen natürlich kollektive Siesta angesagt war und auch das harte Licht für Fotos alles andere als optimal war, verließen wir das Rudel auch schon eine Stunde später. 😄
Da dies ja unser letzter Tag im Etosha-Park war, wollten wir noch zumindest die "Fischer's Pan" gesehen haben. Aber zunächst füllten wir unsere Cola-Vorräte im Namutoni-Camp auf.



Danach besuchten wir noch die Wasserstellen "Klein-" und "Groot Okevi" (aber ohne besonderen Erfolg), bevor wir dann auf den 30 km langen Weg um die Fischerspfanne abbogen. Hier sahen wir, neben der wieder traumhaften Landschaft, auch wieder neue Tiere, wie z.B. diesen Löffler.





Die Gabelracke haben wir dann nach etlichen Versuchen dann endlich auch einmal einigermaßen im Flug erwischt. 🙂



Als wir dann nach ungefähr der Hälfte der Strecke in den Stichweg nach "Aroe" einbogen, ahnten wir noch nicht welche weiteren Überraschungen der Busch nur für uns bereithielt. Wirklich ungelogen, als wir gerade am Wasserloch ankamen, kam genau im gleichen Moment eine ganze Elefantenherde uns gegenüber aus dem Busch. Inklusive kleinen Dumbo-Elefäntchen ^^



Mit abgestellten Motor fühlte es sich an, als seien wir selbst ein Teil dieser Natur, während wir die Herde beim Trinken beobachteten.



Da die Elefantenherde nur auf der Durchreise war, verschwand die ganze Herde auch gleich im Dickicht auf der anderen Seite.



Laut unseren Aufnahmedaten, hat der Spuk keine 3 Minuten gedauert.

Aber unser Glück schien noch nicht aufgebraucht zu sein, da wir auf dem Rückweg nur 200m weiter urplötzlich eine mindestens 2 Meter lange Schwarze Mamba über den Weg huschen sahen. Leider kam und verschwand sie so plötzlich, so dass die Zeit für ein Foto nicht gereicht hat.

Auf unserem weiteren Weg nach "Twee Palms" hatten wir plötzlich, man glaube es kaum, keine Zebra-Straßensperre, sondern einen Marabu-Checkpoint. ^^



Aber nachdem sei sich versichert hatten, dass wir nicht auf der Most-Wanted-Liste standen, ließen sie uns weiter nach "Twee Plams" fahren. 😄
Warum das Wasserloch so heißt, wie es heißt, brauche ich vermutlich nicht zu erklären, wenn man das Foto gesehen hat.



Da der Nachmittag so gegen 15 Uhr so langsam begann, sind wir dann auch wieder schnurstracks nach "Koinachas" zum Löwenrudel gefahren, wo wir dann auch fast unsere Zelte aufgeschlagen hätten. 😄
Bis auf ein paar Stellungswechsel hatte sich dort während unserer Abwesenheit nicht viel verändert...



...außer dass die Löwenmama nicht nur ein, sondern vier süße kleine Rabauken hatte. =^.^=



(beliebtes Spiel: Mama's Schwanz fangen)

(Dieses Foto erinnert mich irgendwie immer an die "Circle of Life"-Szene aus "Der König der Löwen")

(Züchtigung und Liebe)

Während wir das Löwenrudel beobachteten, zählte "Kanu" so nebenbei mal die Anzahl der Mitglieder und kam auf stolze 17 Löwen, wenn man alle Löwinnen und deren Jungen und Halbstarken zusammenzählte. Doch wo war der Löwen-Papa, welchen es bei so viel Nachwuchs ja auch irgendwo geben musste? Da war er!



Als dann zwei der Cubbies zum Trinken an das Wasserloch gelaufen sind und dann noch zu spielen angefangen haben, wäre ich ja fast an einem Zuckerschock gestorben, so süß war das. =^.^=





"Darf ich den mitnehmen?" 😄


Wenn es nach mir gegangen wäre, so wäre ich vermutlich für den Rest meines Lebens hier geblieben und hätte mich als freiwilliger Babysitter dem Rudel angeschlossen. Vermutlich hätten da aber nicht nur meine beiden Löwen, sondern auch das Löwenrudel etwas dagegen gehabt. *seufz*



Irgendwann, und für mich viel zu früh, war leider auch diese Zeit vorbei und ich musste mich wirklich sehr schweren Herzens von den knuddeligen Kleinen mit ihren Müttern, Tanten und Schwestern verabschieden. Und was die ganze Sache dann noch schlimmer für mich machte, war die Tatsache, dass ich mich nun Gleichzeitig auch vom Etosha-Park verabschieden musste. *heul*

Vermutlich lag es an meinen Tränen in den Augen, dass ich weder auf dem Weg zum Lindquist Gate, noch auf dem gleich danach abzweigenden Weg zur Onguma Lodge irgendein weiteres Tier sah. Mein einziger Trost war, dass ja unsere Reise noch nicht zu Ende war.

Die Onguma-Lodge war wirklich ein guter Tipp von "Otjikoko" gewesen. Swimming-Pool direkt neben dem Wasserloch hat auch was.



Aber auch der Campingplatz in der Nähe der Lodge, welchen wir gebucht hatten, war absolut top.



Bis auf zwei Mütter aus Windhoek mit ihren beiden Mädchen, mit welchen wir Bonbons austauschten, waren wir dann auch gefühlt die einzigen Camper an dem Abend. Mit unseren letzten Spagetti Napoli und einem Savannah Light genossen wir den Sonnenuntergang und nutzten dann noch unser reichlich vorhandenes Brennholz für ein langanhaltendes Lagerfeuer. Dabei mutierte ich zur "Königin der Flammen"! *muhahaha*





Aber noch besser war der Angestellte, welcher urplötzlich im Licht unseres Lagerfeuers stand und uns mitteilte, dass der "Bush Walk" am nächsten Morgen mit uns stattfinden würde. Dieser meinte nämlich, dass er mich für eine echte Löwin gehalten hat uns sich erst gar nicht an uns herangetraut hat. Was ein Balsam für meine Seele!

Eure Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
1'651 Beiträge · seit 201424. Juli 2014 · #50
Hallo Black Lion,

was habt ihr tolle Fotos von dem Löwenrudel gemacht. Ich glaube es ist doch sehr wichtig einen entsprechenden Glücksbringer bei sich zu haben und dass ihr einen Löwen mitgenommen habt, war genau die richtige Entscheidung. 2011 waren wir in Botswana, mitgenommen haben wir einen Wilddog, gesehen haben wir im Chobe Nationalpark eine Wilddog-Jagd. Dieses Jahr haben wir keinen Glücksbringer dabei gehabt. Gesehen haben wir gerade mal zwei Löwen. Ohne Deinen Bericht gelesen zu haben, kauften wir in Windhoek am letzten Tag ein Löwenplüschtier. Bei unserer nächsten Reise werden wir wieder unseren Wilddog und einen Löwen als Glücksbringer dabei haben.

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LG Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Themenstarter383 Beiträge · seit 201224. Juli 2014 · #51
Also irgendwie glaube ich ja noch nicht an die Theorie, dass man für jeden Glücksbringer mehr Tiersichtungen hat. Auch wenn es so den Anschein hat, nachdem was du erlebt hast. Und falls doch, so möchte ich nicht wissen wie die Titelschlagzeile lautet, wenn ich auch mal mein komplettes Heimatrudel mit auf Safari nach Afrika mitnehmen kann.

"300 Löwen belagern Touristen im Etosha-Nationalpark!" ?!? 😄
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100 Beiträge · seit 201424. Juli 2014 · #52
Hallo Safari

Ich bin ja fleissig an Purzelbäume-schlagen üben 🤪 ... hoffentlich hilft das auch ein bisschen, aber ob das SO viel hilft? Vielleicht doch noch einen Glücksbringer mitnehmen, schaden kann's wohl kaum 😉

Danke für die schönen Bilder!

Liebe Grüsse
Anne
Themenstarter383 Beiträge · seit 201231. Juli 2014 · #53
@Anne: Also ich halte dich bestimmt nicht davon ab, mit einem meiner Artgenossen dein Glück zu versuchen 😉
Allerdings war ich ja nicht nur als Glückbringer mit dabei. Neben meiner Aufgabe als Fotomodel, musste ich auch schon einmal als Kopfkissen, Schmusekissen oder auch einmal "Plüshsack" für die Kamera herhalten. 😄

Demnächst geht es dann auch weiter mit meinem Reisebericht. Versprochen!

Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 31. Juli 2014
Themenstarter383 Beiträge · seit 201201. Aug. 2014 · #54
Kapitel 12: "Bayern und andere Überraschungen!"

02.05.2014

Wenn man meine erste Nacht im Dachzelt mit den offenen Moskitolucken mal außen vor lässt, so hätte ich die ganzen zwei Wochen unserer Reise im Dachzelt schlafen können. Denn auch in der letzten Camping-Nacht muss ich geschlafen haben wie eine Eule zur Mittagszeit. Wie sonst könnte ich es mir sonst erklären, dass ich wieder super pünktlich zur Morgendämmerung aufgewacht bin. Da wir an diesem Morgen ja noch den Bush-Walk gebucht hatten, konnten wir es wieder ganz gemütlich angehen. Während ich mich ausgiebig meiner Fellpflege widmete, ging der schwarze Löwe erst einmal "Tarantula" besuchen. Äh,... ich meine natürlich warm duschen =^^= . Also ich weiß wirklich nicht, warum der graue Löwe aus jeder kleinen Spinne oder Schlange ein hollywoodreifes Monster machte.
Ab 6:45 Uhr warteten wir dann, wie abgesprochen, auf unseren Guide, und warteten... und warteten...
Meine beiden Löwen glaubten schon vergessen worden zu sein, als der Guide dann 30 Minuten später mit zwei weiteren Touristen doch noch kam. Aber hey, auch das ist Afrika! Zusammen mit einem Paar aus England fuhren wir dann durch den Busch, bis unser Guide den Land Rover an einer offenen Stelle abstellte und uns erst einmal eine kleine Sicherheitseinweisung gab. Diese bestand zum einen daraus, ihm _immer_ hinterherzulaufen und zum anderen aus etlichen Fragen von den Engländern zu seinem ach so imposanten Gewehr. -_-
Wieder begleitet von Gabelracken…



… machten wir uns auf den Weg, um dieses Heilkraut gegen Schnupfen (hab den Namen leider vergessen 🙁 ) kennen zu lernen…



… und um die Morgenzeitung der Savanne zu lesen.



Neben etlichen Jagdtechniken auf Flusspferde, dem angeblich am einfachsten zu erlegenden Tier, entdeckten wir zur Freude des grauen Löwen jede Menge Spinnen in ihren teils fast riesigen Netzen.



Und als kleines Highlight, entdeckte der schwarze Löwe sogar die Falle einer "Baboonspider", einer Vogelspinnenart, welche er mit einem Grashalm als Beute auch ein wenig aus ihrem Versteck locken konnte. 🙂



Sehr zum Leidweisen der Freundin unseres Engländers, begegneten wir auch fast auf jedem Quadratmeter einer Dickbens-Grille, welche in diesem Jahr schon plagenartig gesamt Namibia heimsuchten.



Und es kam natürlich, wie es kommen musste, dass eben genau solche eine Grille an der Hose eben dieser Frau festsetzte. Zwar versuchte ich ihren Freund heimlich noch auf den blinden Passagier aufmerksam zu machen, aber schon im nächsten Moment hatte sie die Grille entdeckt und ist hysterisch schreiend durch den Busch gehüpft. Passiert ist natürlich nichts, außer dass ich mein Gekicher fast nicht mehr unter Kontrolle bekommen hätte. =D
Selbst die Springböcke schauten bei so einer komische Tanzeinlage zu uns rüber.



Besonders cool fand ich persönlich ja den Aschenbecher aus dem getrockneten Mistballen eines Mistkäfers, in welchem man angeblich auch gut Feuerglut aufbewahren kann.



Ansonsten lernten wir noch jede Menge über Termiten und woran man erkennt, dass ein Termitenbau noch bewohnt ist. Dieser hier war es jedenfalls nicht mehr.



Nach gut 2,5 Stunden und lediglich 500 m Fußmarsch war die Führung auch und damit auch unser Besuch im Etosha-Gebiet zu Ende. Zurück an unserem Campingplatz, packten wir dann nur noch unsere Sachen und machten uns dann auf den weiten Weg über Tsumeb und Otavi (Tankstop) nach Otjiwarongo.



Bevor wir das letzte kurze Stück raus zur Otjibamba Lodge fuhren, machten wir noch einen Zwischenstop im Spar in Otjiwarongo, um uns noch mit ein paar Getränken einzudecken. Da der schwarze Löwe schon wieder einen Löwenhunger hatte (okay, es war auch Mittagszeit) gingen wir noch schnell was essen. Dabei überraschte es mich nicht nur, dass es gleich nebenan ein Wimpy-Burger-Restaurant gab. Viel überraschender war die laute Blaskapelle vor dem Laden, welche zur Unterhaltung der Namibianer ihr bestes gab. Ja sind wir den hier in Bayern?!?
Nach diesem doch etwas schockierenden Erlebnis, mussten wir uns dann erst einmal für den restlichen Nachmittag in der wirklich schönen Lodge "Otjibamba" ausruhen. 😉



Neben ein paar schönen Blumen und Blüten, sahen wir sogar ein Warzenschwein, drei Strauße und diese beiden Vogelarten auf der Lodge (Gelbbauchgirlitz, Graulärmvogel). Letzteres ist übrigens der berühmte "Go Away"-Vogel, welcher sofort Alarm schlägt, sobald man gesehen wird.



Somit endete auch dieser eher ruhige Tag, bevor es dann für die letzten beiden Tage noch einmal nach Erindi zum Endspurt ging. Dazu aber mehr im nächsten Kapitel "Zu Besuch bei Freunden".

Eure Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
Themenstarter383 Beiträge · seit 201205. Aug. 2014 · #55
Kapitel 13: "Zu Besuch bei Freunden"

03.05.2014
Wie schon am Vortag, so stand auch an diesem Morgen die Otjibamba Lodge für Ausspannung und Gemütlichkeit. So schliefen wir zur Freunde des grauen Löwen nicht nur eine gute Runde länger, sondern ließen uns auch alle Zeit der Welt beim Frühstücksbuffet. Da wir unser Mindestreiseziel "mindestens einen wilden Löwen zu sehen" ja schon mehrfach erreicht hatten, stand für heute nur der gestern spontan gefasste Beschluss auf dem Plan, Christians Farm "Otjikoko" zu besuchen. Neben vielen anderen hier im Forum, wie z.B. "Tiggi" und Christian/"travelNAMIBIA", hat uns vor allem Christian/"Otjikoko" bei unserer Planung sehr viele Tipps und Ratschläge per Email und am Telefon gegeben, weswegen wir uns zumindest mit einem Besuch auf seiner Farm bedanken wollten.

Da Christians Farm (okay, eigentlich gehört die Farm seinem Onkel) wirklich direkt neben Erindi liegt, war der geplante Umweg eigentlich überhaupt nicht erwähnenswert. Von Otjibamba startend, fuhren wir zunächst die B1 Richtung Süden und biegten dann auf die D2187 Richtung Westen und Erindi ab. Am Eingangstor von Erindi hatte dann der schwarze Löwe zunächst ein unheimliches Erlebnis mit dem Torwächter, welcher steif und fest behauptete unserem "Kanu" am Steuer schon einmal begegnet zu sein. Aber da unser schwarzer, genau wie ich, das erste Mal in Namibia war, konnte es sich hier nur um eine Verwechslung handeln. Wir jedenfalls fuhren weiter und folgten den Wegweisern nach Otjikoko und "Kanus" Orientierungssinn über die teils ausgewaschenen Feldwege. Als wir gegen 10 Uhr auf der Farm ankamen, wurden wir zunächst überschwänglich von "Bonny" dem Farmhund und danach auch von Christian begrüßt.



Nach einer kleinen Erfrischung mit gekühlten Getränken ließen wir uns gerne zu einem kleinen Farmrundgang überreden. Durch die noch eingezäunte Zitrusplantage (welche sogar mit Stacheldraht vor den Pavianen beschützt werden muss), kletterten wir zunächst auf einen kleinen Hügel, um einen Überblick über die Weite des Farmgeländes zu bekommen.



Von dort aus sehen wir dann auch die ersten Tiere, erst in echt…



… und dann auch als Felsenmalerei.



Danach führte uns Christian dann noch zum nahegelegenen Stausee und zeigte uns den daran anschließenden Canyon und weitere Felsmalereien.



Zurück bei der Farm bekamen wir vor dem Mittagessen dann auch noch eine Führung über die Farm selber, mit ihrem Farmladen, der Schlachterei und den verschiedenen Lagerräumen und –Hallen. Da die Otjikoko-Farm in erster Linie eine Jagdfarm ist, sahen wir natürlich auch die verschiedensten Trophäen und trafen dann auch beim Mittagessen auf drei weitere Jagdgäste aus Deutschland.



Gelegentlich kann es ja verbal kritisch werden, wenn normale Touristen auf Jagd-Touristen treffen. Aber da wir ja auch Foto- und Souvenirjäger waren, stimmte die Mischung aus Badisch, Fränkisch, Sächsisch und Kölsch genauso gut, wie das Mittagessen, nämlich wunderbar. 🙂

Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns dann auch schon wieder von Christian und der Otjikoko Farm. Einem Tipp von Christian folgend, fuhren wir über die wesentlich kürzere und schnellere Lieferantenzufahrt (immer den "No Entry"-Schildern folgend 😄 ) zur Old Traders Lodge auf Erindi. Dort kamen wir dann auch noch so rechtzeitig an, so dass wir beim Einchecken auch gleich noch den Game-Drive am Nachmittag mitbuchen konnten. Unsere anderen Wunschbuchungen für den Cheetah-Walk und den Private-Photo-Game-Drive konnte man uns allerdings noch nicht versprechen, da die Lodge an diesem Wochenende voll ausgebucht war.

Im Vergleich zu unseren anderen Unterkünften, war unser Standard-Zimmer auf der Old Traders Lodge das offensichtlich luxuriöseste noch vor Dolomite.



Dafür war allerdings die voll ausgebuchte Lodge von der Atmosphäre her eher mit einem Hotel zu vergleichen und daher bei weitem nicht so persönlich wie bei Christian auf Otjikoko oder bei Hans-Jürgen in Swakopmund. Und auch bei den Gästen merkte man schnell, dass man sich hier gleich in einer ganz anderen sozialen Schicht bewegte. Bis auf die Dame an der Rezeption waren jedoch alle Bedienstete und auch alle Gäste der Lodge sehr freundlich, weswegen wir uns keine Sorgen machten es die letzten Tage hier nicht auszuhalten. Dass wir aber dennoch in einer Touristenhochburg gelandet waren, merkten wir schnell auf unserem ersten Game-Drive. Neben unserem Guide und Fahrer, war unser Wagen mit 10 Personen aus aller westlichen Welt und allen Alters voll besetzt, weswegen uns natürlich auch eine Standard-Tour gezeigt wurde. Neben Zebras, sahen wir Giraffen, Gabelracken und diesen Raubadler.



Doch wider Erwarten, sollte die Tour dann noch interessanter werden, als ein kleines Mädchen mit ihren Adleraugen doch tatsächlich zwei Milchuhus hoch oben auf einem Baum entdeckte.



Das kleine Highlight für mich an diesem Tag war aber natürlich dieser knuffige Kerl hier.





Bedingt durch sein GPS-Halsband musste er wohl schon öfters als Fotomotiv für die Touristen auf Erindi herhalten, was er, wie man ja an den Bildern sieht, mittlerweile sehr gut konnte. Dies war dann, vor dem etwas verspäteten Sundowner, auch unsere letzte Station, bevor es zurück zur Lodge ging.

Zurück in der Lodge wartete dann nicht nur auf uns schon das reichhaltige Abendbuffet im Restaurant. Auch ein paar Wildhunde und Tüpfelhyänen labten sich an den Resten einer Giraffe beim beleuchteten Wasserloch, direkt in bequemer Sichtweite unseres Tisches. Zumindest so lange, bis sie von einer kleinen Herde Elefanten verscheucht wurden. Vollgefressen wankten wir danach in unser Zimmer, machten es uns in unserem Bett gemütlich und träumten von ganz viel Afrika!



Eure Safari =^.^=
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zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
8'684 Beiträge · seit 201008. Aug. 2014 · #56
Guten Morgen Safari,

zuerst mal hierzu:
Es freut mich zu hören, dass dir mein Reisebericht sogar so gut gefällt und hoffe, dass mit deiner Planung alles klappt. Grüße mir auch bitte schön deine drei kleinen Bonsailöwen. Ich würde ja zu gerne mal ein Bild von den Dreien sehen. =^.^=
Da der große Graue leider ein paar Tage gefehlt hat 🙁 (hat wohl mal Urlaub gebraucht) war mir nicht danach, ein Foto zu posten. Aber jetzt ist er wieder da 🙂 😘 - und somit hier das gewünschte Bild (das natürlich - wie man am Schnee sieht - nicht aktuell ist, aber eins der wenigen, wo mal alle drei drauf sind):


he531cec.jpg


Wie schon erwähnt inspiriert mich dein Bericht ja sehr - und - tata - ich habe inzwischen für 2015 drei Nächte in Veronikas B&B gebucht! Dein schönes Strandfoto und die erwähnte Möglichkeit, dort entlang ins Zentrum zu spazieren sowie eine weitere Empfehlung durch KarstenB hier aus dem Forum haben uns überzeugt!

Noch eine bescheidene Frage: gehts eigentlich mit dem Reisebericht mal irgendwann weiter oder hast du dir wie Mikka auch mal Urlaub genommen? 😎 😗

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2014
5'479 Beiträge · seit 200908. Aug. 2014 · #57
Hallo Bele,
OffTopic: Sind das norwegische Waldkatzen?
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
8'684 Beiträge · seit 201008. Aug. 2014 · #58
Topobär schrieb:Hallo Bele,
OffTopic: Sind das norwegische Waldkatzen?
Hallo Topobär (Safari und Black Lion, bitte verzeiht das erneute OffTopic, aber es geht ja immerhin um die Verwandtschaft 😉 ):

der große Graue (Mikka) ist ein Main-Coon-Kater, ich habe ihn zusammen mit seinem Bruder aus einem Wurf bekommen, der wohl irgendwie falsch gelaufen ist (sprich da ist die Liebe und Leidenschaft dem Kommerz zuvor gekommen und der Kater hat sich mit der Falschen gepaart - keine Ahnung, ich kenn mich da nicht so aus). Leider ist der eine Bruder 2011 gestorben (vermutlich an Herzproblemen, auch so ein Mist, der aus der Überzüchtung entsteht).

Mikka hat schrecklich getrauert und da hab ich ihm von einem Bauernhof in der Nähe die beiden Kleinen mitgebracht. Die Mutter sah aus wie Lizzy, die Bunte, hatte aber ganz kurzes Fell. Offensichtlich war der unbekannte Vater aber ein Langhaarkater (keine Ahnung was für eine Rasse oder ob überhaupt, ist ja auch wurscht)..... Eigentlich wollte ich keine solchen Flusentiger mehr, aber als sie klein waren, hat man das noch nicht so gesehen 🤩 ! Auf jeden Fall ist Mikka wieder glücklich und betüttelt die Beiden ziemlich und sie sind ein tolles Gespann 😉 !

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2014
324 Beiträge · seit 200908. Aug. 2014 · #59
Hi Safari,

klasse Reisebericht und tolle Sichtungen/Fotos! Merci!

Als Mitglied des "Big Five"-Clubs möchte ich Dir Dein Clubmitglied, das Reise-Nashorn "Fridolin" nicht vorenthalten:
h2056a75.jpg


Viele Grüße
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann. Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiss es nicht. J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
Themenstarter383 Beiträge · seit 201208. Aug. 2014 · #60
@Bele: Ist kein Problem, wenn du mein Thema mal kurz kidnappst. Ist vielleicht vor meiner nächsten Fotobilderflut ganz gut so. 😉
Deine drei sehen ja wirklich knuffig aus! Und auch das Foto wäre ja schon fast etwas für Lolcats. Gerne würde ich ja auch ein Foto meiner kleinen schwarzen Pantherin posten. Aber das geht erst wieder, wenn ich mal vor meinen eigenen PC komme. Gleiches gilt übrigens auch für meinen Reisebericht. Mal schauen, wie es jetzt am Wochenende aussieht.

@Melanie: Dir auch vielen Dank für deinen netten Kommentar.
Und auch vielen Dank für die Aufnahme in den "Big5"-Club. Bei uns Löwen gehören ja für die meisten Leute steng genommen nur dir Mähnenträger so richtig dazu.
Naja, wie dem auch sei, richte bitte nette Grüße an Fridolin aus und sagt ihm, dass er sich bei eurer nächsten Reise ja anstrengen soll. 😉
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