Fazit EtoshaEtosha hat seit meinem ersten Aufenthalt 1997 mein Herz erobert! Gerade in den letzten Jahren mussten wir aber immer wieder feststellen, das NRW viel zu wenig für den Erhalt des Parks tut. So schlecht wie in diesem Jahr haben wir die Pads im Park noch nie erlebt und das man mehrere Tage keinen Diesel bekommt ist schon sehr ärgerlich. Trotz allem möchten wir den Park nicht missen. Mit den Sichtungen waren wir jedenfalls wieder voll zufrieden und gerade bei der Artenvielfalt an den Wasserlöchern kann kein anderer Park Etosha das Wasser reichen. Trotzdem werden wir im nächsten Jahr mit Etosha pausieren um dafür den KTP intensiv zu erleben.
Okaukuejo (Premier Waterhole Chalet)Die Übernachtung hier gehört für uns zum Pflichtprogramm in Etosha. Was gibt es schöneres, als abends auf dem Balkon zu sitzen, oder nachts im Bett zu liegen und das rege Treiben am Wasserloch zu beobachten. Da nehmen wir gerne die eine oder andere Unannehmlichkeit eines staatlichen Camps in Kauf. Statt einer leckeren Mahlzeit in einer Lodge gibt es halt eine 5 Minuten Terrine, Chips und Co. Das wir diesmal im Chalet nicht genügend Wasser für eine Dusche hatten, war schon ärgerlich. Dafür hatten wir aber – als Entschädigung – zeitweise bis zu 13 Nashörner gleichzeitig am Wasserloch! Zu unserer Überraschung gab es – nach einer Beschwerde von unserer Buchungsfee Nicole (African Bushbird Tours) – von NRW eine Entschädigung von 5.400 N$.
Mushara LodgeNach mittlerweile 15 Aufenthalten gehört Mushara für uns einfach zu Etosha dazu und wir fühlen uns hier richtig wohl. Gerade nach ein paar Tagen in Okaukuejo tut es gut, sich mal wieder verwöhnen zu lassen.
Fazit CapriviWas die Fauna – allen Voran der Artenreichtum der Vögel betrifft, gibt es ein klares JA für den Caprivi. Die einzelnen Core Areas des Bwabwata-Nationalparks sind für uns immer eine Reise Wert – allerdings nur noch auf eigene Faust.
Was uns im Caprivi auch diesmal wieder nicht gefallen hat, war die „Masse statt Klasse Mentalität“ der Lodges. Sobald man mit einer Gruppe mehr Geld für eine Aktivität verdienen kann, verschiebt man gerne mal die schon lange im Voraus gebuchten Aktivitäten der Einzelreisenden. Da kommt es dann auch nicht so auf die „Qualität“ der Guides an. Auch diesmal waren die meisten „Guides“ die wir kennen lernen durften bessere Fahrer.
Hakusembe River LodgeWar für uns ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg in den Caprivi.
Ndhovu Safari LodgeDie River Suite hat uns sehr gut gefallen, da hätten wir es noch etwas länger ausgehalten. Die Lodge ist idealer Ausgangspunkt zum Mahango Park, den man sehr gut auf eigene Faust erkunden kann. Allein schon wegen der Klunkerkraniche lohnt sich ein Besuch! Unangefochtenes Highlight in Ndhovu waren diesmal die 2 Woodford-Käuze auf dem Lodgegelände!
Die Sundowner-Bootstour mit der Karminspint Kolonie als Highlight hat uns sehr gut gefallen und können wir weiter empfehlen.
Der vermeintliche Pluspunkt, dass man von der Lodge mit dem Boot ans andere Flussufer gebracht wird und nach dem Umstieg in ein Safarifahrzeug gleich mit der Pirschfahrt in der Buffalo Core Area beginnt und sich so die längere Anfahrt über die Okavango-Brücke erspart, hat sich, zumindest bei mir in einen Frustpunkt verwandelt. So eine Tour steht und fällt mit dem Guide und so hatten wir halt Pech. Falls wir noch mal in die Ecke kommen, werden wir mit Sicherheit die längere Anfahrt in Kauf nehmen und sind dann im Park nicht auf einen lustlosen Guide angewiesen.
Drotsky´s CabinsAngelockt durch die positiven Berichte über Drotsky´s Cabins hier im Forum und die Aussicht auf die Sichtung einer Pel’s Fishing Owl haben uns zu einem Abstecher nach Botswana bewogen. Leider ist bei uns der Funke so gar nicht übergesprungen. An unserer Hütte war nichts auszusetzen, aber irgendwie war es für eine Lodge dieser Größe recht unpersönlich. Was mich am meisten gestört hat, war die Dauerberieslung des Rasens. Bei den Bootsfahrten machte unser Guide einen etwas unerfahrenen Eindruck, ob wir mit einem erfahrenen Guide vielleicht doch eine Eule gesehen hätten, kann ich allerdings nicht beurteilen. Im Nachhinein hätten wir die Zeit in Drotsky´s lieber noch in Ndhovu verbracht.
Kazile Island LodgeHier können wir Chrigu mit seiner Aussage
Die Kazile Island Lodge war für mich etwas vom schlechtesten was ich in all den Jahren erlebt habe. Eine echte Enttäuschung für sehr viel Geld.
nur zustimmen! In den Zelten war es total heiß und das Trinkwasser eignete sich nur noch zum Kaffee kochen.
Wir hätten ja noch verschmerzt, wenn unsere ein Jahr im Voraus gebuchten Aktivitäten verschoben worden wären, aber, dass man dann, ohne gefragt zu werden zu siebt in ein Auto gequetscht wird, ist schon eine Frechheit und das dann noch nicht mal genügend Trinkwasser an Bord war, grenzt bei den Temperaturen schon an Körperverletzung! Das wir zumindest vom Boot aus viele Tiere gesehen haben, hatte nichts mit der Qualität des Fahrers zu tun, die hätte auch ein Afrikaneuling entdeckt.
Für die Qualität des Managements spricht auch, dass die Zimmer dann gemacht werden, wenn man von der Bootstour zurückkommt. Bei der Anzahl der Zelte könnte man eigentlich erwarten, dass die Zelte dann fertig sind.
Nachdem wir Nicole unserem Leid geklagt haben, hat sie sich mit der Lodge in Verbindung gesetzt, was sie dann zur Antwort bekam spricht Bände!
Angeblich hätten wir gleich bei Ankunft unsere Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck gebracht, dass wir in der Kazile Island Lodge und nicht in der Nambwa Tented Lodge gebucht wären, wo wir normalerweise übernachten würden.
Nur gut, dass Nicole schon über 10 Jahre unsere Reisen bucht und uns mittlerweile sehr gut kennt, denn in der Nambwa Tented Lodge waren wir noch nie!
Shametu River LodgeHier haben wir uns wieder sehr wohl gefühlt und es hat alles gepasst. Trotz der Größe der Lodge war es hier „persönlicher“ als in Drotsky´s Cabins. Von der Sundowner Fahrt waren wir angenehm überrascht! Guter Ausgangspunkt für Fahrten in die Buffalo Core Area.
Wie ihr richtig vermutet, geben wir - der Fauna sei Dank! - Caprivi nochmal eine Chance. Ob es bis dahin auch wieder 6 Jahre dauert, können wir noch nicht sagen. Was wir definitiv nicht mehr machen werden, sind von der Lodge organisierte Pirschfahrten. Für Bootsfahrten werden wir uns beim nächsten Mal auf unser "Bauchgefühl" verlassen und erst spontan vor Ort buchen.
Liebe Grüße und einen guten Start ins Jahr 2025
Silke & Konni