RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202122. Juni 2024 · #21
@ Nacho: Hallo Silvia. Die Sache mit dem Reifenmann: nun, war ja halb so schlimm. Da muss man halt versuchen, etwas über der Sache zu stehen und es mit Humor nehmen. Ich habe mich ja bescheissen lassen 🙂 . Vielleicht habe ich auch wieder was gelernt, wer weiss. Lange ärgern oder rumstreiten lohnt sich nicht und macht nur schlechte Laune. Tatsächlich hat uns der Auto-Vermieter dann auch den Betrag dieser, weit überzogenen Rechnung zurück vergütet. Die Reifen-Reparatur in Palmwag hat übrigens 380 NAD gekostet 🙂 , siehe auch nächster Bericht.
Fahrzeiten/Strecke: sorry, habe ich vergessen dazu zu schreiben (schon korrigiert): meine angegebenen Zeiten verstehen sich immer inkl. Pinkelpausen & Fotostopps. Wenn wir auf Pisten unterwegs sind, habe ich so eine ungefähre Faustregel: ich rechne die Km-Distanz geteilt durch 60Km/h, (also z. Bsp die Grootberg Route ca 280Km : 60Km/h ergeben knappe 5 Std). Dies stimmt für uns meistens, so dass wir unsere effektive Reisezeit ungefähr berechnen können. Soviel ich weiss, wird bei den Routenplanern nur die reine Fahrzeit ohne Stopps angegeben..(?).
Rubu schrieb: Die Reifen-Reparatur in Palmwag hat übrigens 380 NAD gekostet 🙂 , siehe auch nächster Bericht.
Und das ist schon völlig überteuert. 😉
LG Logi
Mickey-BGL205 Beiträge · seit 201323. Juni 2024 · #23
Vielen Dank für die ersten Eindrücke und Bilder. Hoffe ihr hattet nicht jeden zweiten Tage eine Panne 🙂 . Bin besonders au den Botswana Teil gespannt, da wir dort im August einige Unterkunftsüberschneidungen haben. Hattet ihr das Navi gemietet oder gekauft? Wenn ja, welches war das denn?
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202123. Juni 2024 · #24
@Mickey-BGL Hi Mickey. Danke das Du mitliest. Ich werde versuchen mich beim Schreiben zu beeilen, damit Du möglichst bald den Botswana-Teil lesen kannst.
Wir hatten das Navi mitgenommen, ein Garmin Drive60. Nur Garmin Geräte sind mit Tracks4Africa kompatibel. liebe Grüsse Rubu
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202123. Juni 2024 · #25
1. April 2024, Palmwag Lodge / Concession Nachdem wir aufgestanden waren hörten wir vor dem Bungalow ein Geräusch. Als wir nachschauten sahen wir eine Manguste, die auf dem Rasen vor unserer Veranda rumwuselte. Gerne hätten wir sie noch etwas beobachtet, doch leider verschwand sie bald im Gestrüpp.
Nach dem sehr umfangreichen Frühstück ging ich zuerst zum Lodge-eigenen Tyre Repair Shop. Der machte optisch schon einen wesentlich besseren Eindruck als die gestrige "Werkstatt". Nach kurzer Zeit war der Reifen repariert, die Kosten beliefen sich auf 380.- NAD..., was für ein Unterschied, sowohl im Preis wie auch in der Ausführung der Arbeit....(wieder ohne auswuchten. Auswuchten scheint in Namibia ein "Fremdwort" zu sein 😄
Wieder mit 2 Ersatzrädern ausgestattet, konnten wir beruhigt in das Gebiet der Palmwag-Concession aufbrechen. Auf meist gut befahrbaren 4x4 Trails ging's los; unser Ziel war die Region um den Aub Canyon. Dort angekommen erkundeten wir etwas die nähere Umgebung der Schlucht, bevor wir weiter Richtung Nordwest fuhren.
Der Rest ist schnell erzählt; in den knapp 6 Stunden, die wir in der Concession unterwegs waren, haben wir "nur" einige Springböcke, ein paar Zebras und in der Ferne eine Giraffe gesehen. Trotzdem war es spannend in dieser Gegend während Stunden im Offroad-Modus unterwegs zu sein und mit dem Fernglas nach Tieren Ausschau zu halten. Natürlich hätten wir gerne Wüstenelefanten oder Löwen gesehen, aber Tiersichtungen sind halt immer Glückssache...
Gegen Abend waren wir zurück in der Lodge. Nach dem Abendessen nochmal ein Versuch bei der Reception unsere Internet-Dinge zu erledigen, doch heute waren es noch mehr Gäste, die in Ermangelung von genügend Sitzgelegenheiten hier mit ihren Geräten herumstanden. Die Netz-Geschwindigkeit war dann auch dem entsprechend langsam. Danach war für uns Nachtruhe angesagt.
Unser Fazit Palmwag-Lodge: Schöne Lodge mit viel Grünflächen und Pool. Unser Bungalow war hübsch eingerichtet, Nasszelle genügend gross, sauber, Klimaanlage. Die Dinner empfanden wir als etwas unter dem üblichen Gondwana-Standard(Kosten pro Dinner/Person 480NAD). Internet: keine Lobby oder ähnliches fürs Wifi, nur eine kleine Sitzecke bei der Reception. Das Preis-Leistung Verhältnis empfanden wir eher als schlecht (Comfort-Bungalow & Fstk. 5400.- NAD/Nacht).
.(wieder ohne auswuchten. Auswuchten scheint in Namibia ein "Fremdwort" zu sein 😄
Doch doch, das macht man schon, aber aufgrund der Anschaffungskosten für die nötigen Geräte meist nur in großen spezialisierten Reifenwerkstätte (TrenTyre, SuperTyre etc). Empfohlen wird es (also wheel balancing) hier, so wie auch das Wheel alignment alle 10.000 Fahrkilometer.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202125. Juni 2024 · #27
2. April 2024, Palmwag bis Opuwo Gefahrene Route: C43 via Warmquelle bis Opuwo. Distanz ca 240Km, Fahrdauer üblicherweise ca 4 bis 5 Std inkl. Pinkelpausen & Fotostopps. Unsere tasächliche Fahrdauer war gut 6Std.......(ihr ahnt es schon...?)
Nachdem wir am Morgenbuffet umfangreich gefrühstückt hatten und sich ein hübscher Toko nahe dem Restaurant noch in Szene gesetzt hatte, ging's schon bald los Richtung Opuwo.
Die C43 Piste bis Warmquelle war gut zu fahren. Aus Neugierde sind wir in Khowarib noch kurz Richtung Schlucht gefahren. Zwischen Warmquelle und Opuwo wurde dann der Zustand der Piste zunehmend schlechter, trotzdem empfanden wir diese Strecke als abwechslungsreich und schön.
Unser Wettrennen mit Straussen 🙂
Da es in dieser Region vermutlich in der vergangenen Zeit viel geregnet hatte, war die Piste teilweise sehr ausgewaschen, so das manche Passagen nur im Schritt-Tempo zu befahren waren. Der 4-Rad Antrieb war zwar von Vorteil, wäre aber nicht zwingend nötig gewesen....allerdings wären wir hier nur sehr ungern ohne die gute Bodenfreiheit unseres Pickups unterwegs gewesen. Je weiter wir Richtung Norden fuhren, desto mehr Wolken waren zu sehen. Irgendwann, wir waren vielleicht noch knappe 100Km von Opuwo entfernt, merkte ich während dem Fahren wieder eine leichte Instabilität des Wagens....(!!)...mir schwante Übles..! Ich dachte, dass dies doch nicht möglich sein könne....drei (!!) Reifenpannen innerhalb 4 Tagen!! Doch genauso war es.
Da ich mittlerweile ja schon voll der Profi im Räder wechseln war 🙂 , ging das Wechseln recht zügig von statten. Nun war mein Vertrauen in die am Hilux montierten Bridgeston Dueler AT's entgültig getrübt. Ich nahm mir vor, in Opuwo mit Joshua von Warthog Rental zu telefonieren und mit ihm eine Lösung zu suchen. Es kann doch nicht sein, dass fast kein Tag ohne Reifenpanne vergeht! Wir hatten ja noch über 4 Wochen vor uns! Als wir dann weiterfuhren und vor uns hin sinnierten, knallten die ersten schweren Regentropfen gegen die Windschutzscheibe. Keine 10 Minuten später hatte sich der Himmel weit geöffnet und es schüttete wie aus Eimern! Nun wurde das Fahren spannend; nach kürzester Zeit floss an vielen Stellen Wasser über die Piste, meist in Form von kleineren und grösseren Bächlein. Auch hatten sich in einigen Senken der Piste grössere Pfützen gebildet, die wir vorsichtig abschätzend durchquerten. Schon waren wir froh, dass der Regen endlich nachgelassen hatten, als wir an einen Fluss kamen.. 🙄 ..! Der floss hier, mit beträchtlicher Strömung einfach so über unsere Strasse! Uns war klar, dass ein Versuch hier durchfahren zu wollen sicherlich schlimm enden würde.
Wir wussten aus dem Forum (ein herzliches Dankeschön!), dass das Wasser vermutlich so schnell abfliessen würde, wie es auch gekommen war. Nun war Abwarten angesagt. Als die letzten Tropfen fielen, stiegen wir aus und markierten an unserem "Ufer" (sprich Strassenseite) den Wasserpegel im Schlick. Schon nach 5 Minuten konnte man sehen, dass sich das Wasser ein wenig zurückgezogen hatte. Kurze Zeit später hielt ein Bushcamper neben uns. Was für eine Überraschung; hatten wir doch auf der mehrstündigen Fahrt bis hierhin fast keine Fahrzeuge angetroffen. Ein nettes junges Paar stieg aus und wir unterhielten uns auf englisch über die Fluss-Situation und das "Woher" und "Wohin" der Reise. Erst nach einer Weile merkten wir, dass wir alle Schweizer sind! Das war schon lustig. Bald war das Wasser und die Strömung soweit zurückgegangen, dass wir eine Querung wagen konnten. Nach gut 1,5 Stunden sind wir dann bei Sonnenschein in Opuwo angekommen.
Irgendwo unterwegs Richtung Opuwo
Die Fahrt durch das Städtchen Opuwo war spannend. Hier waren viele Menschen zu Fuss entlang den Strassen unterwegs. Ein interessanter Völker-Mix bestehend aus bunt gekleideten Hereros, westlich gekleideten Normalos und fast unbekleideten Himbas war zu sehen; ein Schmelztiegel von verschiedenen Kulturen und Traditionen. Enfach toll!
Wir mussten noch etwas rumfahren, bis wir die Kaoko Mopane Lodge etwas ausserhalb von Opuwo gefunden hatten. Nach diesem langen und erlebnisreichen Tag genossen wir hier einen verdienten und relaxten Abend. Das servierte Dinner war dann nicht wirklich der Überflieger, doch einigermassen Ok. der Bungalow war gross, sauber und mit schön dekorierten und bequemen Betten ausgestattet. Morgen früh geht's dann zu einem Tyre Shop... Gute Nacht!
Reception Kaoke Mopane Lodge
Unser Fazit Kaoko Mopane Lodge: Kleine, etwas einfachere Lodge, ca 4Km ausserhalb Opuwo's in einem kleinen Wäldchen gelegen. Grosse hübsch eingerichtete Bungalows mit ebensolcher Nasszelle, sauber, Klimaanlage, Wifi im Restaurant. Essen so lala.. Das Preis-Leistungs Verhälnis war für uns i. O. ( 3600.- NAD inkl. Dinner & Fstk.)
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202125. Juni 2024 · #29
3. April 2024, Opuwo bis Epupa Gefahrene Route: C43/D3700 bis Epupa. Distanz ca. 195Km. Fahrdauer ab Opuwo gut 3,5 Std. inkl. Pinkelpausen & Fotostopps.
Nach einer angenehmen Nacht und einem eher einfachen Frühstück checkten wir aus und fuhren die 4 km zurück nach Opuwo.Im Zentrum an der Hauptstrasse enteckten wir neben einer Tankstelle einen überraschend modern aussehenden Tyre Shop.
Ich telefonierte nun mit Joshua, dem Mitarbeiter von Warthog Rental und erzählte ihm von unserem "Reifen-Theater" und unserem Vertrauensverlust gegenüber den Bridgestones. Er meinte dann, dass ich mich nochmal melden soll, sobald die Jungs vom Tyre Shop den Reifen inspiziert haben. Nun gut, ich erzählte den drei Jungs die hier arbeiteten von unseren Reifen-Erlebnissen. Nachdem sie den Reifen inspiziert hatten, war klar das dieser nicht mehr in Betrieb gehen würde, da einzelne Gewebeteile der Reifen-Karkasse durchtrennt und lose waren. Ich erzählte ihnen auch, dass ich keine Bridgestones mehr wolle und andere Reifen mit gröberen Profil vorziehen würde. Einer meinte dann, dass diese Reifen ansich schon in Ordnung seien und er uns auch einen gleichen "neuen" organisieren könne. Und es eine teure Sache wäre, falls ich wirklich ganz andere, neue Reifen haben möchte. Auch weil es besser sei dann alle 4 Stk zu wechseln. Nun dieser Aussage zeigte das er etwas von der Sache verstand; bei 4WD Fahrzeugen sollten alle 4 Räder den gleichen Abrollumfang haben, also gebrauchte und neue Reifen wenn möglich nicht gemixt werden sollen.
Ich bat ihn, nun auch noch das zweite, bereits schon einmal reparierte Ersatzrad zu begutachten, bevor ich Joshua nochmal anrufen würde. Darauf hin meinte er, dass er den "alten" Flicken entfernen und die Arbeit dann richtig ausführen werde. ich rief Joshua an; konnte ihn natürlich nicht überzeugen uns 4 neue, andere Reifen zu spendieren. Wir einigten uns auf einen Ersatz des unbrauchbaren Reifens, dann wollte er noch mit den Jungs sprechen...ich gab das Telefon weiter. Danach kam Bewegung in die Sache; einer reparierte nochmal das schon angesprochene Ersatzrad und ein zweiter kam nach einer 1/4 Stunde mit zwei gebrauchten Bridgestone Dueler AT's um die Ecke. Ich konnte mir dann einen davon aussuchen. Wenig später waren wir dann endlich unterwegs Richtung Epupa. Das Reifen-Intermezzo hier hatte knapp 2100 NAD gekostet. Auch diese Auslage wurde uns später von Warthog zurückvergütet.
Wir sehen unseren ersten grossen Baobab. Der Affe steht links vom Brotbaum 🙂
Die C43 war Anfangs in einem recht guten Zustand. Später dann wurde unsere Reisegeschwindigkeit durch die zunehmend schlechtere Piste reduziert, immer wieder mussten wir wegen Auswaschungen und Gräben stark abbremsen. Landschaftlich fanden wir die Strecke aber sehr reizvoll.
Gegen 16.Uhr waren wir dann in Epupa. Das eher kleine Omarunga Epupa Falls Camp besteht aus 13 Zelt-Bungalows und gehört ebenfalls zur Gondwana-Gruppe. Alle Bungalows verteilen sich gut in einem hübschen Garten, der direkt an den Kunene-Fluss angrenzt. Eine schöne Lobby/Lapa mit separater Bar laden jederzeit zum Verweilen ein. Wir wurden freundlich mit einem Drink empfangen und zu unserem Zelt-Bungalow begleitet.
Der nicht allzu grosse Bungalow mit gemauertem Bad lag direktam Fluss mit toller Aussicht auf das gegenüber liegende Angola. Nur 5 der 13 Bungalows waren besetzt. Bis zum Dinner relaxten wir ein wenig, erkundeten die nächste Umgebung der Lodge und beobachteten die vielen Vögel im Garten.
Auch hier wurde das Dinner in Buffet Form serviert, so wie in anderen Gondwana Lodges. Anders als noch in Palmwag empfanden wir hier die Speisen von guter Qualität und besser zubereitet. Wir genossen noch etwas die tolle Stimmung hier am Fluss, bevor wir in unseren Bungalow entschwanden.
Herzlichen Dank für deinen interessanten Bericht! Das war ja wirklich eine Plage mit den Autoreifen! Hoffentlich habt ihr von nun an Ruhe damit! Einen wunderschönen Woodland Kingfisher hast du da fotografiert! Danke, dass du eure Erlebnisse mit uns teilst!
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202126. Juni 2024 · #31
Hallo Sue Schön das Du mit dabei bist! Mit dem Kingfisher-Foto hatte ich halt einfach ganz grosses Glück, dass der Vogel genau in dem Moment die Flügel spreizte, als ich den Auslöser (Einzelfoto) drückte...! Vielen Dank, dass Du mir den richtigen Kingfisher-Namen (Woodland) genannt hast! Ich hatte schon etwas im Internet rumgesucht und der Kingfisher der "meinem" am ähnlichsten sah, wurde mit "Grey-Headed Kingfisher" bezeichnet....ich war mir aber nicht sicher, da "meiner" doch etwas anders gefärbt ist. Viele Grüsse Rubu
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202126. Juni 2024 · #32
4. April 2024, Epupa Falls
Der Tag begann sehr gemütlich. Nach dem ausgiebigen Frühstück erfreuten wir uns noch etwas an der friedlichen Atmosphäre hier direkt am Fluss, bevor wir dann gemütlich Richtung Wasserfälle spazierten. Unterwegs kamen wir an zwei Ständen vorbei, an denen Himba-Frauen allerlei Schnitzereien zum Verkauf anboten. Wir sahen nur ein einziges anderes Paar unterwegs, hatten also diese tolle Naturkulisse praktisch für uns alleine. Und so spazierten wir auf einem schmalen Pfad, der gegenüber von den vielen lang-gezogenen Wasserfällen am Hang entlang führte. Ganz hinten, von einem Felsvorsprung aus, hatte man eine schöne Aussicht über die Szenerie. Die imposanten Wasserfälle mit der umliegenden Landschaft fanden wir schon sehr schön. [
Beeindruckend waren auch die vielen Baobab's die, teilweise an spektakulären Orten, zwischen den diversen Wasserfällen gedeihten. Irgendwann ging's dann zurück zur Lodge, wo wir ganz in der Nähe unseres Bungalows auf einen Waran trafen.
Hier mit blindem Passagier
Wir genossen ein Rock-Shandy an der Bar, beantworteten whatsapp's und relaxten ein wenig. Später machten wir uns nochmal auf, um unterhalb der Wasserfälle etwas weiter entlang dem Kunene-Fluss zu wandern. Vorher gab uns der Geschäftsführer noch wertvolle Tipps betreffend Wegfindung und der Verhaltensweise wegen den Krokodilen mit auf den Weg. Er nannte auch gefährliche Stellen, wo man Abstand zum Fluss halten solle. Da es schon Nachmittag war, wirkten die Wasserfälle im anderen Tageslicht nochmal anders als am Morgen. Unterhalb der Fälle kamen wir bei einer Flussbiegung an einem weiten Sandstrand vorbei, wegen dem hellen Sand wirkte dieser fast wie ein Strand am Meer. Allerdings wagten wir uns hier nicht zu nahe ans Ufer...wir wollten ja keine Croc's mit unserem Anblick erschrecken 😄 .
Weiter unten war dann der Weg kaum mehr zu erkennen, so dass wir umkehrten und uns wieder auf den Rückweg machten. Später sahen wir nochmal einen Waran, dieses mal am Flussufer.
Auch an diesen Abend genossen wir die schöne Stimmung und das leckere Dinner, bevor es irgendwann in die Koje ging.
Unser Fazit Omarunga Epupa Falls Camp: Eher kleinere Lodge mit 13 Zelt-Bungalows, die in Abständen von ca. 7 bis 12 Meter zueinander stehen. Die Bungalows genügend gross mit gemauertem Bad, Klimaanlage, zweckmässig eingerichtet. Wifi im Restaurant/Lapa. Schöne Lage direkt am Fluss ca 3 bis 400 Meter oberhalb der Wasserfälle. Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als gut ( 4200.- NAD inkl. Dinner & Fstk)
Fortsetzung folgt..../color]
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
Champagner8'672 Beiträge · seit 201026. Juni 2024 · #33
Guten Abend Rubu,
ich lese hier auch schon länger "heimlich" mit (wenn auch unregelmäßig) und möchte mich endlich mal für die schönen Erinnerungen bedanken, die du weckst (auch wenn sie grüner sind, als es bei uns tatsächlich war). Und da kommt ja noch einiges, was ich auch kenne 😉 .
Unser "Affe" ist übrigens sogar auf den Brotbaum geklettert 😄 .
Freue mich auf weitere Kapitel mit deinen/euren schönen Fotos - liebe Grüße von Bele
P.S.: Habe in meinem Impfpass nachgeschaut und festgestellt, dass ich letztes Jahr gegen Typhus geimpft wurde 🙂 .
Hallo Rubu, vielen Dank für die schönen Fotos die wir wieder zu sehen bekommen. Die Epupa Falls sind beeindruckend schön und die Bäume erinnern tatsächlich ein bisschen an Bonsais. Wie schade, dass wir die Region wieder aus unserer nächsten Namibiareise gestrichen haben. Ich las verschiedene Berichte in denen geschrieben wurde, dass die Bettler und Verkäufer in der Gegend hochgradig aufdringlich wären. Damit können wir gar nicht umgehen und das hatte uns dazu bewogen, die ganze Region wieder aus unserer Planung zu streichen. Wie ist es euch bezüglich Betteln ergangen? Ach Mensch, so schade dass wir uns das entgehen lassen werden. Aber nun isses halt leider so. Liebe Grüße. Ich lese euren Bericht sehr gerne 😁 Silvia
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202127. Juni 2024 · #37
@Nacho: Hallo Silvia. Schön dass Du immer noch mit dabei bist! Ja, Du hast recht; das ist wirklich eine schöne Ecke da oben bei Epupa. Die Anfahrt ist halt etwas zeitraubend, vor allem wenn man den gleichen Weg wieder zurück nach Opuwo fährt... war bei uns leider so...(siehe bald im RB). Betteln in Opuwo haben wir praktisch nicht wahrgenommen, im Gegenteil, wir empfanden es eher als entspannt da. In Epupa wurden wir von Himbas wegen Nahrung/Lebensmittel angesprochen, der Bitte haben wir mit Äpfeln & Wasser gerne Folge geleistet..(mehr hatten wir nicht). Wir hatten immer ein paar Kilos Äpfel , auch Kekse o. ähnliches(nicht allzu süss) für die Kinder im Wagen zum abgeben/verteilen unterwegs. Lästiges Betteln haben wir auf dieser Reise nur in Kamanjab, an der Tanke in Khorixas, und zwei Jahren zuvor in Otijwarongo erlebt.. Vielleicht Zufall wo und wann man hartnäckig angebettelt wird, wer weiss... Liebe Grüsse Rubu
@Reisemaus Hi Doro. Ja, die Baobabs waren schon beeindruckend. Vielleicht ergibt es sich ja mal für Dich/Euch diese Region zu bereisen... Liebe Grüsse Rubu
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RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202127. Juni 2024 · #38
5. April 2024, Epupa zurück nach Opuwo Geplante Route: D3700 bis Ruacana, C35 & C41 bis Opuwo. Distanz ca. 290Km, geschätzte Fahrdauer ca. 5,5 Std. Gefahrene Route: gleiche Strecke wie auf dem Hinweg (siehe RB 3.April)
Während dem Frühstück vernahmen wir, dass im Verlaufe des Tages lokale Gewitter in der ganzen nordwestlichen Region erwartet würden. Aus Vernunftsgründen entschieden wir uns dann (schweren Herzens!), nicht die D3700 Strecke entlang dem Kunene-River nach Ruacana und so nach Opuwo zu fahren. Wegen den vielen Wasserdurchfahrten bis Ruacana , die bei Regen schnell unpassierbar sein würden, wollten wir dieses Risiko nicht eingehen. Und so nahmen wir Abschied von Epupa und waren bald wieder auf dem Weg unterwegs nach Opuwo. Schade das wir nun den selben Weg wie auf der Hinfahrt nehmen müssen. Wir hofften auf trockenes Reisewetter, da es auch auf dieser Strecke eine heikle Passage gab (Fluss-Querung bei Onkongwati).
auf der Hinfahrt war hier noch keine "Pfütze"
DSC03656.JPG
Zurück in der Lodge genossen wir den friedlichen Abend.
Fazit Kaoke Mopane Lodge, siehe 2. April
Fortsetzung folgt...color]
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RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202128. Juni 2024 · #39
6. April von Opuwo nach Vreugde, nahe Etosha Mitte (Andersson Gate) Fahrstrecke: C41, C35 bis Kamanjab, C40, D2694 & D2710 bis Vreugde. Distanz ca 400Km, Fahrdauer gut 5 Std. inkl Pinkelpausen und Fotostopps.
Heute ist das Abspuhlen von rund 400Km angesagt. Nach dem Frühstück ging's auf gut ausgebauten Hauptverbindungs-Strassen Richtung Kamanjab. Mit 120 Sachen rauschten wir durch eine recht abwechslungsreiche Landschaft. Wir nahmen uns vor, wenn's dann klappt 😉 , heute Abend auf vier pannenfreie Tage anzustossen,...tatsächlich....schon vier Tage (touch wood!) 🙂 ! Manchmal beschlich mich schon ein komisches Gefühl, wenn ich an unsere schon mehrfach reparierten Reifen dachte....ein Reifenplatzer mit 120 könnte ungemütlich werden....
In Kamanjab fuhren wir an die Tankstelle, sofort waren wir umringt von Händlern und Bettlern. Angesichts der vielen Menschen die alle etwas von uns wollten, empfanden wir die Situation als etwas unangenehm und schwierig. Als ich im Tankstellenshop bezahlen wollte, hatte ich ebenfalls ein ungutes Gefühl, da der Mann mit verschiedenen Kartenlesegeräten herum hantierte. Auf meine Intervention hin, meinte er, dass nur noch ein Gerät funktioniere...."don't worry!" Danach fuhren wir auf der C40 weiter bis dann die D2694 links auftauchte, nun ging's auf Schotter weiter. Ab und zu gab es eine Pfütze zu durchfahren, aber sonst war die Piste in einem guten Zustand. Die folgende D2710 war dann etwas schlechter.
In der Vreugde Guestfarm angekommen, wurden wir sehr herzlich von Elsie (?) empfangen. Die Guestfarm wird ist ein kleiner Familienbetrieb und liegt in einem schönen Garten.
Eigentlich wurde der Gästebetrieb bereits an die jüngere Generation weitergegeben, aber Elsie ist immer noch sehr present und kümmert sich zusammen mit ihrer Schwiegertochter ganz toll um die Gäste. Während einer Tasse Tee plauderten wir noch etwas mit Elsie und erfuhren viel über das frühere und heutige Leben in Namibia. Später zeigte sie uns in einer Palme noch eine winzige Eule, gerademal 13 bis 15cm gross! Die kleinste Eulenart Namibia's, meinte sie.
leider nur eine schlechte Aufnahme von der Eule
Elsie fragte noch, ob es für uns ok wäre, heute vielleicht etwas später zu essen, da noch weitere Gäste erwartet würden und diese noch nicht eingetroffen seien. Natürlich kein Problem. Als diese dann bald eintrafen, eine ganze Familie, gab es ein vorzügliches Dinner, welches wir zu den besten kulinarischen Erlebnissen unserer Reise zählten! Die verspäteten Gäste hatten einiges durchgemacht und waren glücklich darüber, überhaupt angekommen zu sein. Sie berichteten, dass sie mit ihrem Fourtuner irgendwo zwischen Vingerklip und Vreugde in einem Schlamm-/Wasserloch stecken geblieben seien und nicht mehr rauskamen. Da sie da keinen Handy-Empfang hatten, entschieden sich Mutter und Sohn, zu Fuss weiter zu gehen. Dies in der Hoffnung irgendwo auf eine Farm zu treffen oder wieder Handy Empfang zu haben. Der Rest der Familie wartete beim Fourtuner. Nach längerer Zeit hatten sie dann Glück und konnten telefonisch Hilfe holen. Sie wurden dann irgendwann aus dieser misslichen Lage befreit. Nach dieser spannenden Geschichte wurde es dann Zeit für's Bett.
Unser Fazit Vreugde Guestfarm: Kleiner familiärer Gästebetrieb gut 40Km vom Etosha Andersson Gate entfernt. Einseitig angebaute Doppelbungalows mit grossen und sauberen Zimmern. Pool. Zweckmässig eingerichtet, Klimaanlage, Wifi im Zimmer, tolles Essen, sehr freundliche und herzliche Gastgeber. Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als sehr gut (3300 NAD inkl. Dinner & Fstk)
Fortsetzung folgt...
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
HEHella171 Beiträge · seit 202029. Juni 2024 · #40
Mir gefällt dein Bericht ausgesprochen gut! In Vreugde hat es uns aufgrund der herzlichen Gastgebern auch sehr gefallen.