RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202115. Juni 2024 · #1
Liebe Fomis, Nach unserer Ersttäter-Reise vor 2 Jahren, waren wir diesen Frühling nun als Zweittäter unterwegs. Wieder hat uns dieses Forum bei der Planung der Reise unsäglich viel geholfen, darum vielen Dank an Euch alle! Wie schon vor zwei Jahren, möchten wir auch dieses Mal mit unserem neuen Reisebericht so ein bisschen etwas zurückgeben....vielleicht ist ja für den einen oder anderen "User" etwas interessantes dabei. Ich entschuldige mich jetzt schon für mögliche Schreib- und Formfehler und hoffe auf Nachsicht...
Trollkind243 Beiträge · seit 202115. Juni 2024 · #2
Hallo Rubu. vielen Dank für Deinen bericht. Die Tour hört sich dehr vierlversprechend an, da bi ich gespannt. Thyphus am letzten Reisetag ist mehr als blöd. Ich hoffe, dass deine Frau gut genesen ist. Liebe Grüße Kirsten
Superfanti806 Beiträge · seit 201715. Juni 2024 · #3
Hallo Rubu Auch ich hoffe, dass es deiner Frau wieder gut geht. Hau in die Tasten, schließlich fahren wir in 3 Monaten einen Teil eurer Runde mit denselben Übernachtungen. Ich bin gespannt. LG superfanti
Enilorac65768 Beiträge · seit 201716. Juni 2024 · #5
Hallo Rubu, ich komme auch gerne mit. Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202117. Juni 2024 · #9
@ Trollkind & Superfanti: Liebe Kirsten und liebe(r) Superfanti, ich freue mich das Ihr mit dabei seid! Meiner Frau geht es mittlerweile besser, sie ist aber noch nicht vollständig genesen. Leider wurde die Krankheit nach der Ankunft hier (Kanaren) zuerst falsch diagnostiziert, später dann auch noch mit einem falschen Antibiotika behandelt....das Ganze ist nicht wirklich toll gelaufen.
@GabyB, Enilorac65, Nacho, Anjo und Martien: Toll das Ihr mit dabei seid auf unserer Reise!
Liebe Grüsse, Rubu
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202118. Juni 2024 · #10
Prolog / Anreise: Da wir ab den Kanaren anreisten, hatte ich unsere Flüge via Madrid nach Windhuk schon im Juni 2023 bei Qatar Airlines gebucht. Zu unserem Ärger wurde dann unsere Buchung im Oktober storniert, da Qatar den Direktflug von Doha nach Windhuk aus dem Programm gekippt hatte....Nun musste möglichst schnell eine Alternative her, die dann auch zeitlich auf die teilw. schon gebuchten Lodges passen sollte. Die einzige Lösung sah dann so aus: Hinflug: Teneriffa - Zürich mit Edelweiss, Zürich - Johannesburg mit Swiss, und von da nach Windhuk mit South African.... Der Retourflug war dann etwas weniger kompliziert: mit Discover via Frankfurt zurück nach Teneriffa.
Sehr wichtig hierbei war uns, dass alle Flüge in nur einem Ticket gebucht werden konnten. Möglich war dies auf der Lufthansa Website. Wir hatten also ein Lufthansa Ticket von Teneriffa nach Windhuk (und zurück), sind aber nicht eine dieser Teilstrecken mit Lufthansa geflogen...! Star-Alliance macht's möglich.
26. & 27. März 2024 Es war dann schon eine etwas längere Anreise.. 🙂 ...Hier noch ein kleines(subjektives) Airline-Rating: Edelweiss war sehr gut, Swiss empfanden wir als ok, und South African überraschte uns mit tollem Service und bestem Essen (butterzartes Rindsfillet)! Alle Flüge gingen planmässig. Ankunft in Windhoek 27. März am späteren Nachmittag. Nach einer überraschend speditiven Immigration und Gepäck-Annahme wurden wir vom freundlichen Fahrer der Progress Guestfarm schon erwartet. Er half uns auch gleich beim Kauf einer Handy-SIM Karte in einem Office in der Vorhalle des Airports. Dann an einem ATM noch kurz NAD's gezogen und schon ging's ab Richtung Lodge.
Die kleine Progress Guestfarm besteht nur aus wenigen Bungalows und liegt ca. 15Km südöstlich vom Airport. War also ideal für uns nach der langen Anreise und für die eine Nacht.
Wir wurden freundlich auf deutsch empfangen. Man zeigte uns Garten, Pool und die "stylishe" Lobby/Lapa und wurden dann zu unserem Bungalow begleitet. Wir hatten den Luxury-Bungalow gebucht, der etwas grösser ist als die Standard Variante. Bevor wir dann unter die Dusche flitzten, genossen wir noch kurz den Ausblick von der Veranda in die Weite der Savanne...."Wow....endlich wieder Afrika!"
Nach dem Duschen zeichneten sich am Horizont dunkle Gewitterwolken ab. Wir setzten uns auf die Veranda und genossen so dass Natur-Spektakel welches sich mit Blitzen und Regenschauern in der Ferne abspielte...bis das Ganze dann immer näher rückte. Also nichts wie los in die rund 100m entfernte Lobby, die wir tatsächlich noch fast trocken erreichten. Da es bald Zeit für das Dinner war, genehmigten wir uns in der Lobby einen Apero. Hier wurde dann auch das Essen serviert. Dieses genossen wir zusammen mit einem deutschen Ehepaar, ausser uns waren sie die einzigen Gäste. Das Essen war jetzt kulinarisch nicht unbedingt ein Höhenflug, aber soweit gut und absolut in Ordnung. So verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit dem deutschen Paar, bevor es dann gegen 22.30h ab in die Koje ging.
Unser Fazit Progress Guestfarm: Für die eine Nacht nach Ankunft / vor Abflug eine gute Adresse. Grosser Bungalow mit Eckwanne und grosser Nasszelle, sauber und zweckmässig eingerichtet. Wifi in der Lobby. Das Preis-Leistungs Verhältniss empfanden wir als i.O. (4100.- NAD inkl. Dinner, Fstk)
28. März 2024: Nach dem Frühstück wurden wir pünktlich von Joshua, einem Mitarbeiter von Warthog 4x4 Rental abgeholt. Gut 45 Minuten später Ankunft bei Warthog in Windhoek, wo uns Joshua "unseren" vollgetankten Hilux mit Automatikgetriebe übergab. Nach dem obligaten "Briefing" mit den entsprechenden Infos über Fahrzeug, Ausrüstung und Fahrverhalten ging es alsbald los Richtung Norden. An der ersten Kreuzung stellte ich natürlich prombt Scheibenwischer statt Blinker... 🙂 ..musste mich ja erst wieder an "alles Umgekehrte" gewöhnen.
So waren wir bald auf der B1 Richtung Omatozu Camp unterwegs, dann ab der B1 noch auf eine 4Km lange Piste bis zur Unterkunft und schon waren wir am Ziel. Nach der freundlichen Begrüssung mit Welcome-Drink richteten wir uns in unserem sehr geräumigen Zelt ein. Das überschaubare Camp mit nur 5 festen Zelt-Bungalows und Lapa gefiel uns auf Anhieb.
Etwas später am Nachmittag unternahm ich im grossen Umland der Lodge eine kleine Wanderung. Seit meine Frau auf der letzten Namibiareise eine unliebsame Begegnung mit einer Puffotter hatte, ist sie nur noch schwer für Wanderungen in Afrika zu begeistern. Also ging ich alleine los. Ich wählte den gut markierten Wanderweg für die kleine Runde. Schon nach wenigen Minuten überquerte ein grosser Waran vor mir den Weg! Zum Glück verschwand er nicht sofort seitlich im Gebüsch, sondern ging noch einige Meter vor mir auf dem Weg weiter....ich weiss nicht, wer von uns beiden sich mehr erschrocken hat über die unerwartete Begegnung, er oder ich 🙂 .
Immer wieder sah ich Echsen, Giraffen und Antilopen, meist überraschend nahe. Dann, etwas weiter weg, war auch eine Warzenschwein-Familie zu sehen.
Zu Fuss den Tieren so nahe zu kommen war schon ein tolles Erlebnis! Nach knapp zwei Stunden war ich wieder zurück im Camp.
Bis auf einen alleine reisenden Franzosen waren wir die einzigen Gäste. Das vorzügliche Abendessen, welches uns in der schönen Lapa serviert wurde, war eines der besten unserer Reise. Danach plapperten wir noch etwas mit dem Franzosen, bevor wir (etwas früher als Tags zuvor), das Schlafgemach aufsuchten.
Unser Fazit Omatozu Camp: Eine kleine Lodge. Grosszügige Zelt-Bungalows (ca 35qm) mit kleiner Veranda und gemauertem, nicht allzugrossem Badezimmer. Klimaanlage, alles sauber, hübsch und zweckmässig eingerichtet. Wifi in der Lobby. Die 5 Zelt-Bungalows stehen im Abstand von ca 10 bis 15 Meter zueinander. Das Preis-Leistungs Verhältniss empfanden wir als sehr gut. ( 3000.- NAD inkl. Dinner & Fstk)
Fortsetzung folgt...
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201418. Juni 2024 · #11
Hallo Rubu,
ich bin auch noch schnell zugestiegen und bin schon ganz gespannt, was ihr auf eurer 2ten Tour so alles gesehen und erlebt habt. Deiner Frau weiterhin gute Besserung!
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200818. Juni 2024 · #12
Hallo Rubu,
ich bin auch noch aufgesprungen! Insbesondere interessieren mich die zwei Unterkünfte Riverdance und Hohewarte, da ich dort auch bald bin. War ja schon mal interessant den Bungalow von innen zu sehen und Euren Eindruck von Progress zu hören. Hatte ich auch schon in der näheren Auswahl. Thyphus, oh je, das habe ich ja noch nie gehört! Habt Ihr eine Idee, wo sie sich das eingefangen haben könnte? Hoffentlich erholt sie sich bald wieder. Noch vor kurzem habe ich getönt für Namibia braucht man doch keine Thyphus Impfung, vielleicht überlege ich mir das nochmals.... Viele Grüße Doro
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202119. Juni 2024 · #13
@ Daxiang Hallo Konni! Schön das Du wieder mit dabei bist, so wie vor 2 Jahren bei unserem Ersttäter RB. Ich fand in den letzten Tagen auch etwas Zeit um in Deinem neusten RB zu lesen, sehr interessant und so tolle Bilder! Danke für die Genesungswünsche.
@Reisemaus Hi Doro! Toll das Du Zeit gefunden hast um mitzureisen. Da werde ich mich mit meinem RB wohl etwas sputen müssen, damit Du unsere Erfahrungen mit Riverdance & Hohewarte bald lesen kannst,...zumal wir in der Hohewarte am letzten Tag unserer Reise waren... 🙂 Mit Typhus wird man halt meist durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser infiziert, wo und wie es passiert ist, wissen wir nicht. Mit dem Essen halten wir es eigentlich immer mit dem Grundsatz "cook it or peel it" und so hatten wir bis jetzt immer Glück. Noch nie hatten wir eine ernsthafte Erkrankung "eingefangen", obwohl wir schon in wirklich einfachsten Strassenküchen in Indien, Myanmar(damals noch Burma), Peru, SriLanka, Kambodscha , Laos und was weiss ich wo noch überall gegessen haben. Nun ist es halt passiert, auch Dir Danke für die Genesungswünsche. Seit meine Frau nun die richtigen Medikamente erhalten hat, geht's spürbar aufwärts.
Viele Grüsse, Rubu
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RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202120. Juni 2024 · #14
29.März 2024, von Omatozu nach Vingerklip Gefahrene Route: zuerst B1, dann D2187 & D2414 bis Kalkfeld, danach D2417, D2418 & D2351 bis Vingerklip. Fahrdauer inkl. Pinkelpausen & Fotostopps ca 4 3/4 Std. Distanz ca 270Km
Nach einem guten Frühstück packten wir unsere 7 Sachen zusammen und schon bald waren wir unterwegs Richtung Vingerklip-Lodge. Einige Kilometer später bogen wir dann in die D2187 Schotterpiste ab. Endlich weg vom Asphalt; grundsätzlich fahren wir lieber auf Pisten, da das Fahren und die Umgebung meist abwechslungs-reicher ist, als auf Asphalt mit 120 Sachen geradeaus Unterwegs zu sein. Die Pisten bis Kalkfeld waren gut befahrbar, ab und zu gab's mal eine grössere Wasserpfütze zu queren, aber alles in allem war's problemlos . Landschaftlich empfanden wir die Strecke nicht unbedingt als sehr abwechslungsreich, wir hatten auch keine Tiersichtungen.
Dann in Kalkfeld wollten wir ursprünglich auf der D2403 weiterfahren, doch ich oller Dödel fuhr an der Kreuzung rechts Richtung Norden, weil ich mir sicher war, dass da nächstens die D2403 links abgehen muss....nun ja, hätte ich doch besser mal das Navi eingeschaltet oder die Papierkarten gecheckt! Als dann links die D2418 auftauchte war uns klar; da hat sich einer geirrt 😊! Nach einem Blick in die Karte entschieden wir "Nun geht's halt via D2418 nach Vingerklip!"....Was dann vermutlich nicht die tollste Entscheidung war:..es ging hauptsächlich durch eher eintöniges Farmland, immer wieder mussten wir anhalten um Zaun-Tore zu öffnen und zu schliessen. Die einzigen Tiere die wir unterwegs sahen waren Rinder...immer wieder Rinder! Vielleicht wäre die ursprünglich geplante D2403 doch die bessere Wahl gewesen, who knows?!
Endlich kamen wir auf die D2351, wo es landschaftlich interessanter wurde. Bald tauchten die ersten Ugab-Terrassen auf. Die "Terrassen" bestehen aus einzelnen Bergformationen, die uns ein bisschen an das Monument Valley in den USA erinnerten.
Kurze Zeit später standen wir an der schönen Reception der mittelgrossen Vingerklip-Lodge. Hier war einiges los; vor uns wurde gerade eine Familie eingecheckt, als wir an der Reihe waren und freundlich & professionell eingewiesen wurden, stand hinter uns bereits wieder eine Kleingruppe Reisender an. Trotzdem kam während unserem 2-tägigen Aufenthalt nie ein "Full-House Gefühl" auf, die Gäste verteilen sich wohl recht gut auf dem weitläufigen Gelände. Einzig das Pool-Areal (das wir nicht nutzten) war meistens gut belegt. Wir hatten einen grossen, einseitig angebauten Bungalow mit einer grosszügigen Terrasse und tollem Blick ins Ugab-Tal. Alle Bungalows, Restaurants, Bar und die diversen Nebengebäude sind im afrikanischen Stiel mit Reetdach gebaut.
Für den ersten Abend hatte ich das Dinner im Eagle Nest Restaurant vorgebucht (Aufpreis-pflichtig). Das Eagle Nest befindet sich auf einem der abgeflachten Berg-Plateaus (Terrasse) oberhalb der Lodge und ist in einem 10-Minütigem Spaziergang zu erreichen. Das letzte Stück, eine Freiluft-Treppe die unterhalb einer Felswand aufgebaut ist, könnte evtl. eine Herausforderung für nicht schwindelfreie Menschen sein.
Wir genossen die schöne Abendstimmung und die tolle Aussicht von da oben, bevor die Sonne am Horizont entschwand. Das eher kleine "Nest-Restaurant" war mit rund 25 Gästen voll besetzt. Ein "Chef de Service" erklärte auf eine witzige Weise die einzelnen, teilweise auch landestypischen Speisen, bevor er dann das Buffet unter Applaus der Gäste eröffnete. Während dem Essen sahen wir immer wieder Aufleuchten von Blitzen am Horizont. In Anbetracht des aufkommenden Gewitters beschlossen wir nach dem Essen, dass wir den Abstieg vorzeitig antreten werden. Kaum waren wir unterwegs, fielen schon die ersten grossen Regentropfen. Nun hörten wir von oben, dass bei einigen der restlichen Gäste wohl leichte Hektik ausbrach. Auf dem schmalen, bereits feuchten Pfad unterhalb der Treppe wurden wir dann von zwei Gästen eingeholt, die im Laufschritt Richtung Lodge rannten....nicht ganz ungefährlich, zum Glück sind auch sie heil unten angekommen. Auch wir wurden ein wenig nass, darum ging's ab in die Bar, da liess es sich ausgezeichnet trocknen.. 🙂 ..! Wir gönnten uns einen...na ja...zwei feine Drinks und spielten noch etwas Karten. Als der Regen sich langsam einstelle, war es dann auch Zeit für's Bett.
Hallo Rubu, mit gefällt die Strecke durchs Rindvieh-Land eigentlich sehr gut 😁 Die Vingerklip Lodge steht bei uns auch im Programm und ein Abendessen im Eagels Nest haben wir auch gebucht. Aber unser Doppelzimmer sieht ganz anders aus. Komisch. Wir werden von Palmwag Richtung Vingerklip fahren. Mal sehen welche Strecke die Schönere ist 🙂 Die Abendstimmung die ihr eingefangen habt, sieht wunderschön aus. Ich freu mich schon sehr auf Namibia im Mai 25. Bin auch sehr neugierig wie es bei euch weitergeht. Liebe Grüße, Silvia
Trollkind243 Beiträge · seit 202120. Juni 2024 · #16
Hallo Rubu, wir waren im März diesen jahres auch in der Vingerklip Lodge. Wir fanden die Lodge mit ihren rundherum arrangierten Zimmern auch prima. jedes Zimmer hat somit Aussicht. Das Eagles Nest hat uns ebenfalls gut gefallen. Allerdings finde ich inzwischen auch,dass mir ein Sundowner oben reichen würde und man dann auch unten essen könnte. Wenn es dunkel ist, sieht man dann eh nichts mehr. Wir haben morgens die kleine Wanderung rund um das Felsmassiv, auf dem das Restaurant seht gemacht. Das war echt nett. Sonnenaufgang am Vingerklip und dann im Schatten des Berges zurück. @Nacho: Unser Zimmer sah dem von Rubu sehr ähnlich. Liebe Grüße Kirsten
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202121. Juni 2024 · #17
@Nacho: Hi Silvia, mit der Vingerklip-Lodge macht Ihr (meines Erachtens) nichts falsch. Die Lodge ist wirklich sehr schön gelegen. Ob es Bungalows mit anderer Einrichtung oder Raumaufteilung gibt, weiss ich nicht. Wir waren in einem 2-stöckigen Bungalow, der wohl auch für Familien gedacht ist (im oberen Stock standen nochmal 2 Einzelbetten. Dies obwohl wir einen Doppel-Bungalow gebucht hatten, gestört hat uns das aber nicht. Betreffend Strecke Palmwag nach Vingerklip....: unsere Route guckst Du nächstens in diesem Bericht 🙂 ...einfach umgekehrt. Liebe Grüsse Rubu
@ Trollkind: Hallo Kirsten! Genau so, wie Du über das Eagle Nest schreibst haben wir das auch empfunden. Es hatte uns dazu auch noch etwas zu viele Leute auf zu engem Raum da oben. Die Abendstimmung war natürlich toll, aber die kann man auch ohne das Essen geniessen (nach dem Sonnenuntergang ist's ja eh duster). Liebe Grüsse Rubu
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202121. Juni 2024 · #18
30. März 2024, ganzer Tag Vingerklip Am Morgen immer noch bewölkt, vom Regen aber war nichts mehr zu sehen. Die ausgetrocknete Erde hatte das Wasser aufgesogen und war schon wieder trocken. Kurz bevor wir uns auf den Weg zum Frühstück machen wollten, klopfte es an der Bungalow-Türe. Zwei Mitarbeiter der Lodge berichteten, dass unser Wagen einen Plattfuss habe....Da war sie nun also, die Pannen-Premiere! Auf unserer ganzen Ersttäter-Reise vor 2 Jahren hatten wir nicht mit einem platten Reifen "zu kämpfen", nun ist's schon nach drei Tagen passiert! Nach einem kurzen Augenschein am Hilux, genossen wir im Restaurant zuerst das sehr reichhaltige Frühstück. Mit der freundlichen Unterstützung der Lodge-Mitarbeiter war das Rad später schnell gewechselt
Später wanderten wir gemütlich zum Namensgeber der Lodge, zum knapp 40 Meter hohen "Vinger". Dieser imposante Felsfinger steht senkrecht auf einem kleinen Hügel und je nach Blickwinkel sieht es so aus, als ob er beim nächsten Windstoss umkippen würde. Unterwegs sahen wir einige Wüstenratten, kleinere Echsen und weiter weg auch Kudus (die Kudu-Fotos sind zu schlecht um sie hier zu zeigen).
Leider war es Anfangs noch bewölkt, also kein tolles Foto-Wetter, erst später zeigte sich ab und an die Sonne. Die leichte Wanderung ist gut markiert und führt durch eine weite Ebene zwischen Terrassen hindurch. Damit wir auf dem Rückweg nicht denselben Weg zurück gehen mussten, entschieden wir uns für die etwas längere Route, welche um eine Terrasse herumführte und man so in einem etwas weiteren Bogen zurück zur Lodge kam. Wir waren seeehr gemütlich unterwegs und alles in allem waren wir nach ungefähr 2 1/2 Std. zurück. Geschätzte Distanz vielleicht knappe 6 Kilometer. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Lodge mit Faulenzen, Karten spielen und Whatsapp's beantworten.
So langsam war es dann auch wieder Zeit für das Nachtessen. In der Bar tranken wir zum Apero einen tollen südafrikanischen Sauvignon Blanc, bevor wir in das Restaurant rüber wechselten und das sehr leckere Dinner genossen. Da das Licht und das Wetter nun besser war, ging ich kurz vor dem Essen nochmal Richtung Eagle Nest hoch um auch vom Vinger brauchbare Fotos zu machen... Später spielten wir in der Bar noch eine Runde Karten und plauderten noch ein wenig mit den sehr freundlichen Lodge-Betreibern. So um die 22.00Uhr war es dann Zeit für uns und das Bett 🙂 .
Unser Fazit Vingerklip-Lodge: Schöne, mittelgrosse Lodge an toller Lage. Unter deutscher Leitung. Personal freundlich und zuvorkommend, Bungalow inkl. Nasszelle gross und hübsch eingerichtet, Klimaanlage, alles sehr sauber, Wifi im Hauptgebäude/Bar/Restaurant. Essen im Hauptrestaurant empfanden wir als entspannter als im Eagle-Nest Restaurant (ist halt subjektives Empfinden). Preis- Leistungs Verhältnis fanden wir gut bis sehr gut ( 3810.- NAD inkl. Dinner & Fstk.)
Fortsetzung folgt...
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
RURubuThemenstarter211 Beiträge · seit 202122. Juni 2024 · #19
31. März 2024, von Vingerklip nach Palmwag
Ursprünglich geplante Route: D2743, C39, D2744, C35 und C40 via Grootberg-Pass nach Palmwag. Die Distanz hatten wir mit ca 280Km und ca 5Std gerechnet (inkl.Pinkelpausen & Fotostopps) Tatsächlich gefahrene Route: D2743 & C39 bis Khorixas, weiter auf C39 und C43 bis Palmwag. Die Distanz rund 230Km, wir hatten 6Std (normal wäre ca 4Std, inkl. Fotostopps)
Der Morgen erwartete uns mit einem stahlblauen Himmel. Wir genossen noch etwas die schöne Morgenstimmung bevor wir ins Restaurant gingen. Die Frühstücks-Tische waren an diesem Morgen mit süssen Oster-Überaschungen dekoriert. Das hatten wir glatt vergessen...es ist ja Ostersonntag! Natürlich freuten sich die Kinder einiger Familien ganz besonders über die unerwarteten Geschenke; "Schoggi-Eili" und andere Süssigkeiten hübsch verpackt in einer farbigen Tüte.
Da oben hatten wir Vorgestern gegessen
Während wir ausgiebig frühstückten, diskutierten wir über unsere Route. Wir wollten das defekte Reserverad so schnell wie möglich repariert haben., damit wieder zwei vollwertige Ersatzräder mit an Bord sind. Der deutsche Betreiber der Lodge gab uns den Tipp, das dies am besten in Khorixas zu bewerkstelligen sei. Und damit war unsere ursprünglich geplante Route aus dem Rennen, die eigentlich über den Grootberg-Pass führen sollte und nicht über Khorixas...Schnell waren unsere Dinge zusammengepackt und schon sassen wir im Pickup und "staubten" auf der D2743 los Richtung Khorixas.
Da angekommen fragten wir an der Tankstelle nach "Tyre-Repair"-Möglichkeiten, so wie es uns in der Vingerklip empfohlen wurde. Keine 2 Minuten später stand dann ein Typ vor mir, der sich als "Mann der Reifen" vorstellte. Ich dachte zuerst, dass die Reparatur bei einer zur Tankstelle gehörenden Werkstatt ausgeführt werde....doch der Typ rollte mit unserem Rad (und mir im Schlepptau) einfach davon..., an der Tanke vorbei, 200m entlang der Piste und verschwand dann auf der anderen Strassenseite hinter einem Gebäude. Für das was ich da erblickte wäre die Beschreibung "Schrottplatz" mehr als schmeichelhaft gewesen 🙄 .
Nun ja, "Andere Länder, andere Tyre Shops" dachte ich 🙂 . Zwei Kumpels vom "Reifenmann" waren hier noch an einem Rad zugange, das offensichtlich zu einem Kleinwagen eines wartenden Kunden gehörte. Danach nahmen alle drei mein Rad in Augenschein und wuchteten von Hand (!) den Reifen von der Felge.....dies obwohl ich eine entsprechende Maschine in einer Ecke ausmachen konnte. Auf mein Anfragen hin, meinten sie nur "ist kaputt". OK, nun wollte ich zuerst mal wissen, was die Reparatur denn so ungefähr kosten würde...."ah ja, nicht viel" war die saloppe Antwort. Ich liess dann nicht locker, bis er mir einen Betrag nannte, knapp 500 NAD. Dies empfand ich zwar als etwas viel für afrikanische Verhältnisse, doch wegen 10 oder 20% Touri-Zuschlag wollte ich nicht diskutieren....zumal es ja Oster-Sonntag war. Ich wusste, dass Warthog Rental uns die Auslagen für die Reparatur zurückvergüten würde, trotzdem sollte es ungefähr seine Richtigkeit mit dem Preis haben.
Die Ausführung der Reparatur würde ich als "himmelschreiend" beschreiben..! Ich komme aus der Automobilbranche und nie hätte ich gedacht, dass ein so "reparierter" Reifen die Luft in sich halten kann. Obwohl da eine Auswuchtmaschine stand, wurde das Rad nicht gewuchtet (hatte ich auch nicht erwartet 🙂 ). Trotzdem fragte ich nach..., und die Antwort ("ist kaputt") hätte ich mir eigentlich auch selber geben können 😄
Als unser "Mann der Reifen" mir dann die Rechnung servierte, stand darauf: "Total 1150.-NAD, inkl. 500 NAD Reparatur, 250 NAD Material und 400 NAD Sonntags-Zuschlag"! Auf meine Intervention hin meinte er nur, dass hier ja stehe, das die Reperatur wie angesagt 500 NAD sei. Nun war bei mir der Deckel ab, merkte aber schnell das ich hier am sehr viel kürzeren Hebel sass....Bevor ich mein Rad packte und zur Tanke zurückrollte, forderten die zwei Kumpels des "Reifenmanns" auch noch hartnäckig einen Obulus von mir...ich rief ihnen zu, den sollen sie sich von irgendwo her oder vom Reifenmann holen.
Nach über einer Stunde war ich zurück an der Tanke bei meiner da wartenden Frau, die sich schon Sorgen gemacht hatte weil ich länger als gedacht weg war. Auf dem Weg Richtung Palmwag hatte ich Ihr dann einiges zu erzählen. Wir nahmen's mit Humor, es gab viel zu lachen über den Mann der Reifen mit seiner "Werkstatt" und dem Talent wieder mal einen Touri über die Ohren gehauen zu haben
Etwa 100Km weiter, wir waren mit gut 80 Sachen auf Schotter unterwegs, bemerkte ich eine Veränderung am Fahrverhalten unseres Wagens. Nach langsamen Ausrollen konnten wir es kaum fassen: Panne Nummer zwei, schon wieder ein Reifen kaputt! Jetzt war Radwechsel bei 35 Grad angesagt. Nun war ich sehr froh, dass wir 2 Reserveräder mit an Bord hatten, ich wollte auf keinen Fall das in Khorixas reparierte Rad montieren.
So waren wir glücklich, als wir nach 16.00h gut in der mittelgrossen Palmwag-Lodge ankamen. Nachdem wir den hübschen Bungalow bezogen hatten, erkundigten wir das Lodge-Gelände. Leider war das Haupt-Restaurant nur für das Dinner ab 19h geöffnet, einzig bei der Bar am Pool war es möglich an einem Tisch zu sitzen um etwas zu trinken.
Hübscher Vogel vor unserem Bungalow
Als ich später an der Reception nach Tyre repair Shops in der Nähe fragte, war ich schon sehr überrascht als mir die nette Dame eröffnete, dass die Lodge eine eigene Werkstatt habe und diese sich hinter dem Parkplatz befinde. Wow, das war ja perfekt! Kurz nach 19h gingen wir dann in's Restaurant. Das Dinner wurde, wie bei allen der Gondwana-Lodges in Form eines Buffet's dargeboten und war ganz ok, fiel aber etwas ab im Vergleich zu anderen Lodges dieser Kette. Nach dem Essen wollten wir noch kurz in's Internet. Das Wifi funktionierte nur in der Nähe der Reception und das angezeigte Signal war etwas schwach. Schon zuviele Leute waren hier bei der kleinen Sitzecke, darum wohl das seehr langsame Internet. Nach diesem eher anstrengenden Tag waren wir dann nicht unglücklich als wir gegen 21.30h ins bequeme Bett schlüpfen konnten.
Hallo Rubu, oh weh, ihr wurdet ja sehr vom Pech verfolgt mit euren Reifen. Ich weiß nicht, ob ihr die Chance hattet bezüglich des ersten "Reifendienstes" anders zu reagieren. Was soll man denn machen? Ihr fragtet ja vorab noch nach dem Preis und wart von seiner Präsenz total überrumpelt. Woher hättet ihr wissen sollen, ob es Alternativen gegeben hätte, oder ob der Mann einigermaßen vertrauenswürdig war? Der hätte uns genauso übers Ohr gehauen und wir wären total perplex gewesen ob der unverschämten Preisgestaltung. Und dann stellt sich immer auch die Frage, ob es die Gerechtigkeit wert gewesen wäre, einen stundenlangen Streit, Ärger und Aufregung in Kauf zu nehmen. Denn das ist ein emotionaler Preis den man bezahlt wenn man sich rumstreitet und der womöglich mehrere Urlaubstage überschattet hätte. Darf ich mal fragen, was die zweite Reifenreperatur in der Lodge gekostet hat?
Du schreibst, eure ursprünglich angedachte Route über den Grootberg Pass hätte für 280km 5 Std. gedauert. Darf ich fragen mit welchem Routenplaner ihr gearbeitet habt? Tracks4 Afrika zeigt mir für die Strecke über den Pass 3 Std. 15 an und 285 km. Allerdings nicht über die D2744, sondern unten rum Richtung Khorixas Airstrip. Also von Vingerklip über die D2743 - C39/M76 - C35/M80 - C40 - C43 bis Palmwag. Wie kommt ihr auf eine Fahrtzeit von 5 Std.? Oder blicke ich es wieder mal nicht mit dem Programm von Tracks4Afrika?
Wir möchten die Strecke ja auch fahren und kommen erst um ca. 14.00 Uhr von Palmwag los, weil wir dort nur unser Auto parken (wir logieren im Desert Rhino Camp und kommen erst zwischen 13.30 und 14.00 Uhr zum Parkplatz zurück). Entsprechend spät kommen wir also in Palmwag los.
Gibt es eventuell noch andere Mitleser, die die Strecke schon gefahren sind und die Fahrtzeit beurteilen können? Antworten gerne über eine persönliche Nachricht an mich. Ich will hier nicht von Rubus eigentlichen Reisebericht ablenken.
Ach Rubu, so schade, dass ihr solche Probleme hattet und deshalb auch noch auf die Passfahrt verzichten musstet.
Aber eure Fotos von Vingerklip machen echt Lust selbst dort zu sein. Wenn nur die Wartezeit von einem Urlaub zum nächsten nicht immer so elend lang wäre.... Liebe Grüße, Silvia