Reisebericht

Rundreise Namibia & Botswana im Frühling 2024

von Rubu · begonnen 15. Juni 2024 · 41 Teile

Teil 115. Juni 2024
Liebe Fomis,
Nach unserer Ersttäter-Reise vor 2 Jahren, waren wir diesen Frühling nun als Zweittäter unterwegs. Wieder hat uns dieses Forum bei der Planung der Reise unsäglich viel geholfen, darum vielen Dank an Euch alle! Wie schon vor zwei Jahren, möchten wir auch dieses Mal mit unserem neuen Reisebericht so ein bisschen etwas zurückgeben....vielleicht ist ja für den einen oder anderen "User" etwas interessantes dabei. Ich entschuldige mich jetzt schon für mögliche Schreib- und Formfehler und hoffe auf Nachsicht...

[Ersttäter-RB 2022 klick hier]

Zeitraum: gut 5 Wochen, vom 26. März bis 2. Mai 2024. Gefahrene Strecke total ca 6100Km

Wir: Ehepaar, seit kurzem Ü60, Selbstfahrer und Lodge-Hoppers, Planung und Buchungen selbst vorgenommen

Mietwagen: Toyota Hilux mit Doppeltank, 2 Reserve-Rädern (zum Glück!), Kompressor, Schaufel, Werkzeug, etc. gemietet von Warthog 4x4 Rental Windhoek. Der 2-jährige Hilux hatte 96'000Km auf dem Zähler. Mit dem Wagen/Vermieter waren wir zufrieden. Kosten: 34 Tage a 1937 NAD/Tag (ca 95.- sFr./Euro pro Tag) inkl allem (inkl. bester Versicherungsoption ohne SB (inkl. Reifenschäden & Windshield), inkl. 2. Fahrer und Cross Border-Permit, inkl 2x Flghn/Lodge Transfers)

Ausrüstung: Inmarsat Sateliten-Telefon, Tracks4Africa Papierkarten und Navi, Notfall-Apotheke, kleine Zurrgurten mit Ratsche zum fixieren der Reisekoffer auf der Ladefläche des Pickups.(alles mitgenommen)

Vorsorge/Gesundheit: Wir haben für Botswana vorsorglich eine 1-jährige Mitgliedschaft bei Okovango Air Resque abgeschlossen (problemlos online möglich, Kosten ca 20.- sFr./Euro p.P.)
Impfungen: Hebatitis A & B, Tetanus aufgefrischt. Vor lauter Recherchen betr. pro/contra Malaria-Prophylaxe habe ich mich dann zu wenig über andere Risiken gekümmert; meine Frau erkrankte am Rückreisetag an Typhus. Könnten wir das Rad zurückdrehen, hätten wir uns auch eine Typhus-Impfung genehmigt....


Fotos: Wir hatten eine günstige Sony DSC-HX400 Bridge-Kamera sowie eine einfache Olympus TG4 Outdoor Kamera für Schlechtwetter- und nasse Einsätze mit dabei (z Bsp Victoria-Fälle). Für uns eine ideale Kombination, da wir keine passionierten Hobby-Fotografe, sondern eher so die 08/15 "Föteler" sind.

Nachdem unsere erste Reise vor zwei Jahren eher die klassische Runde war, zog es uns dieses Mal in den Norden von Namibia. Zuerst ging es in den Nordwesten, von da durch den Caprivi-Zipfel, danach reisten wir durch Botswana, bevor wir dann wieder namibischen Boden betraten...


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2 N. Vingerklip Lodge
2 N. Palmwag Lodge (Gondwana-Gruppe)
1 N. Kaoko Mopane Lodge in Opuwo
2 N. Epupa Omarunga Lodge (Gondwana)
1 N. Kaoko Mopane Lodge in Opuwo
1 N. Vreugde Guestfarm, nahe Anderson Gate, Etosha Mitte
2 N. Onguma Forrest Camp, nahe Lindquist Gate, Etosha Ost
1 N. Hakusembe River Lodge (Gondwana, nahe Rundu
4 N. Riverdance Lodge, nahe Divundu
3 N. Namushasha River Lodge (Gondwana), nahe Kongola
1 N. Caprivi Mutoya Lodge, Region Katima Mulilo
3 N. Tlou Safari Lodge, Kasane Botswana
1 N. Elephant Sands Lodge, nördl. von Nata, Botswana
2 N. Boteti River Camp
3 N. Khwai Guesthouse, Okovango-Delta
1 N. Palm Afriq Lodge nahe Ghanzi, Botswana
2 N. Harnas Wildlife Foundation, Namibia
1 N. Hohewarte Guestfarm, ca 15Km vom Airport

Fortsetzung folgt...
Teil 218. Juni 2024
Prolog / Anreise:
Da wir ab den Kanaren anreisten, hatte ich unsere Flüge via Madrid nach Windhuk schon im Juni 2023 bei Qatar Airlines gebucht. Zu unserem Ärger wurde dann unsere Buchung im Oktober storniert, da Qatar den Direktflug von Doha nach Windhuk aus dem Programm gekippt hatte....Nun musste möglichst schnell eine Alternative her, die dann auch zeitlich auf die teilw. schon gebuchten Lodges passen sollte. Die einzige Lösung sah dann so aus:
Hinflug: Teneriffa - Zürich mit Edelweiss, Zürich - Johannesburg mit Swiss, und von da nach Windhuk mit South African....
Der Retourflug war dann etwas weniger kompliziert: mit Discover via Frankfurt zurück nach Teneriffa.


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Sehr wichtig hierbei war uns, dass alle Flüge in nur einem Ticket gebucht werden konnten. Möglich war dies auf der Lufthansa Website. Wir hatten also ein Lufthansa Ticket von Teneriffa nach Windhuk (und zurück), sind aber nicht eine dieser Teilstrecken mit Lufthansa geflogen...! Star-Alliance macht's möglich.

26. & 27. März 2024
Es war dann schon eine etwas längere Anreise.. 🙂 ...Hier noch ein kleines(subjektives) Airline-Rating: Edelweiss war sehr gut, Swiss empfanden wir als ok, und South African überraschte uns mit tollem Service und bestem Essen (butterzartes Rindsfillet)! Alle Flüge gingen planmässig.
Ankunft in Windhoek 27. März am späteren Nachmittag. Nach einer überraschend speditiven Immigration und Gepäck-Annahme wurden wir vom freundlichen Fahrer der Progress Guestfarm schon erwartet. Er half uns auch gleich beim Kauf einer Handy-SIM Karte in einem Office in der Vorhalle des Airports. Dann an einem ATM noch kurz NAD's gezogen und schon ging's ab Richtung Lodge.



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Die kleine Progress Guestfarm besteht nur aus wenigen Bungalows und liegt ca. 15Km südöstlich vom Airport. War also ideal für uns nach der langen Anreise und für die eine Nacht.

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Wir wurden freundlich auf deutsch empfangen. Man zeigte uns Garten, Pool und die "stylishe" Lobby/Lapa und wurden dann zu unserem Bungalow begleitet. Wir hatten den Luxury-Bungalow gebucht, der etwas grösser ist als die Standard Variante.
Bevor wir dann unter die Dusche flitzten, genossen wir noch kurz den Ausblick von der Veranda in die Weite der Savanne...."Wow....endlich wieder Afrika!"

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Nach dem Duschen zeichneten sich am Horizont dunkle Gewitterwolken ab. Wir setzten uns auf die Veranda und genossen so dass Natur-Spektakel welches sich mit Blitzen und Regenschauern in der Ferne abspielte...bis das Ganze dann immer näher rückte. Also nichts wie los in die rund 100m entfernte Lobby, die wir tatsächlich noch fast trocken erreichten. Da es bald Zeit für das Dinner war, genehmigten wir uns in der Lobby einen Apero. Hier wurde dann auch das Essen serviert. Dieses genossen wir zusammen mit einem deutschen Ehepaar, ausser uns waren sie die einzigen Gäste. Das Essen war jetzt kulinarisch nicht unbedingt ein Höhenflug, aber soweit gut und absolut in Ordnung. So verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit dem deutschen Paar, bevor es dann gegen 22.30h ab in die Koje ging.

Unser Fazit Progress Guestfarm:
Für die eine Nacht nach Ankunft / vor Abflug eine gute Adresse. Grosser Bungalow mit Eckwanne und grosser Nasszelle, sauber und zweckmässig eingerichtet. Wifi in der Lobby. Das Preis-Leistungs Verhältniss empfanden wir als i.O. (4100.- NAD inkl. Dinner, Fstk)

28. März 2024:
Nach dem Frühstück wurden wir pünktlich von Joshua, einem Mitarbeiter von Warthog 4x4 Rental abgeholt. Gut 45 Minuten später Ankunft bei Warthog in Windhoek, wo uns Joshua "unseren" vollgetankten Hilux mit Automatikgetriebe übergab. Nach dem obligaten "Briefing" mit den entsprechenden Infos über Fahrzeug, Ausrüstung und Fahrverhalten ging es alsbald los Richtung Norden. An der ersten Kreuzung stellte ich natürlich prombt Scheibenwischer statt Blinker... 🙂 ..musste mich ja erst wieder an "alles Umgekehrte" gewöhnen.

So waren wir bald auf der B1 Richtung Omatozu Camp unterwegs, dann ab der B1 noch auf eine 4Km lange Piste bis zur Unterkunft und schon waren wir am Ziel. Nach der freundlichen Begrüssung mit Welcome-Drink richteten wir uns in unserem sehr geräumigen Zelt ein. Das überschaubare Camp mit nur 5 festen Zelt-Bungalows und Lapa gefiel uns auf Anhieb.


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Etwas später am Nachmittag unternahm ich im grossen Umland der Lodge eine kleine Wanderung. Seit meine Frau auf der letzten Namibiareise eine unliebsame Begegnung mit einer Puffotter hatte, ist sie nur noch schwer für Wanderungen in Afrika zu begeistern. Also ging ich alleine los. Ich wählte den gut markierten Wanderweg für die kleine Runde. Schon nach wenigen Minuten überquerte ein grosser Waran vor mir den Weg! Zum Glück verschwand er nicht sofort seitlich im Gebüsch, sondern ging noch einige Meter vor mir auf dem Weg weiter....ich weiss nicht, wer von uns beiden sich mehr erschrocken hat über die unerwartete Begegnung, er oder ich 🙂 .

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Immer wieder sah ich Echsen, Giraffen und Antilopen, meist überraschend nahe. Dann, etwas weiter weg, war auch eine Warzenschwein-Familie zu sehen.

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Zu Fuss den Tieren so nahe zu kommen war schon ein tolles Erlebnis! Nach knapp zwei Stunden war ich wieder zurück im Camp.

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Bis auf einen alleine reisenden Franzosen waren wir die einzigen Gäste. Das vorzügliche Abendessen, welches uns in der schönen Lapa serviert wurde, war eines der besten unserer Reise. Danach plapperten wir noch etwas mit dem Franzosen, bevor wir (etwas früher als Tags zuvor), das Schlafgemach aufsuchten.

Unser Fazit Omatozu Camp:
Eine kleine Lodge. Grosszügige Zelt-Bungalows (ca 35qm) mit kleiner Veranda und gemauertem, nicht allzugrossem Badezimmer. Klimaanlage, alles sauber, hübsch und zweckmässig eingerichtet. Wifi in der Lobby. Die 5 Zelt-Bungalows stehen im Abstand von ca 10 bis 15 Meter zueinander. Das Preis-Leistungs Verhältniss empfanden wir als sehr gut. ( 3000.- NAD inkl. Dinner & Fstk)

Fortsetzung folgt...
Teil 320. Juni 2024
29.März 2024, von Omatozu nach Vingerklip
Gefahrene Route: zuerst B1, dann D2187 & D2414 bis Kalkfeld, danach D2417, D2418 & D2351 bis Vingerklip. Fahrdauer inkl. Pinkelpausen & Fotostopps ca 4 3/4 Std. Distanz ca 270Km

Nach einem guten Frühstück packten wir unsere 7 Sachen zusammen und schon bald waren wir unterwegs Richtung Vingerklip-Lodge. Einige Kilometer später bogen wir dann in die D2187 Schotterpiste ab. Endlich weg vom Asphalt; grundsätzlich fahren wir lieber auf Pisten, da das Fahren und die Umgebung meist abwechslungs-reicher ist, als auf Asphalt mit 120 Sachen geradeaus Unterwegs zu sein.
Die Pisten bis Kalkfeld waren gut befahrbar, ab und zu gab's mal eine grössere Wasserpfütze zu queren, aber alles in allem war's problemlos . Landschaftlich empfanden wir die Strecke nicht unbedingt als sehr abwechslungsreich, wir hatten auch keine Tiersichtungen.

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Dann in Kalkfeld wollten wir ursprünglich auf der D2403 weiterfahren, doch ich oller Dödel fuhr an der Kreuzung rechts Richtung Norden, weil ich mir sicher war, dass da nächstens die D2403 links abgehen muss....nun ja, hätte ich doch besser mal das Navi eingeschaltet oder die Papierkarten gecheckt! Als dann links die D2418 auftauchte war uns klar; da hat sich einer geirrt 😊!
Nach einem Blick in die Karte entschieden wir "Nun geht's halt via D2418 nach Vingerklip!"....Was dann vermutlich nicht die tollste Entscheidung war:..es ging hauptsächlich durch eher eintöniges Farmland, immer wieder mussten wir anhalten um Zaun-Tore zu öffnen und zu schliessen. Die einzigen Tiere die wir unterwegs sahen waren Rinder...immer wieder Rinder! Vielleicht wäre die ursprünglich geplante D2403 doch die bessere Wahl gewesen, who knows?!

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Endlich kamen wir auf die D2351, wo es landschaftlich interessanter wurde. Bald tauchten die ersten Ugab-Terrassen auf. Die "Terrassen" bestehen aus einzelnen Bergformationen, die uns ein bisschen an das Monument Valley in den USA erinnerten.

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Kurze Zeit später standen wir an der schönen Reception der mittelgrossen Vingerklip-Lodge. Hier war einiges los; vor uns wurde gerade eine Familie eingecheckt, als wir an der Reihe waren und freundlich & professionell eingewiesen wurden, stand hinter uns bereits wieder eine Kleingruppe Reisender an. Trotzdem kam während unserem 2-tägigen Aufenthalt nie ein "Full-House Gefühl" auf, die Gäste verteilen sich wohl recht gut auf dem weitläufigen Gelände. Einzig das Pool-Areal (das wir nicht nutzten) war meistens gut belegt.
Wir hatten einen grossen, einseitig angebauten Bungalow mit einer grosszügigen Terrasse und tollem Blick ins Ugab-Tal. Alle Bungalows, Restaurants, Bar und die diversen Nebengebäude sind im afrikanischen Stiel mit Reetdach gebaut.

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Für den ersten Abend hatte ich das Dinner im Eagle Nest Restaurant vorgebucht (Aufpreis-pflichtig). Das Eagle Nest befindet sich auf einem der abgeflachten Berg-Plateaus (Terrasse) oberhalb der Lodge und ist in einem 10-Minütigem Spaziergang zu erreichen. Das letzte Stück, eine Freiluft-Treppe die unterhalb einer Felswand aufgebaut ist, könnte evtl. eine Herausforderung für nicht schwindelfreie Menschen sein.

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Wir genossen die schöne Abendstimmung und die tolle Aussicht von da oben, bevor die Sonne am Horizont entschwand. Das eher kleine "Nest-Restaurant" war mit rund 25 Gästen voll besetzt. Ein "Chef de Service" erklärte auf eine witzige Weise die einzelnen, teilweise auch landestypischen Speisen, bevor er dann das Buffet unter Applaus der Gäste eröffnete. Während dem Essen sahen wir immer wieder Aufleuchten von Blitzen am Horizont. In Anbetracht des aufkommenden Gewitters beschlossen wir nach dem Essen, dass wir den Abstieg vorzeitig antreten werden. Kaum waren wir unterwegs, fielen schon die ersten grossen Regentropfen. Nun hörten wir von oben, dass bei einigen der restlichen Gäste wohl leichte Hektik ausbrach. Auf dem schmalen, bereits feuchten Pfad unterhalb der Treppe wurden wir dann von zwei Gästen eingeholt, die im Laufschritt Richtung Lodge rannten....nicht ganz ungefährlich, zum Glück sind auch sie heil unten angekommen. Auch wir wurden ein wenig nass, darum ging's ab in die Bar, da liess es sich ausgezeichnet trocknen.. 🙂 ..! Wir gönnten uns einen...na ja...zwei feine Drinks und spielten noch etwas Karten. Als der Regen sich langsam einstelle, war es dann auch Zeit für's Bett.

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Fortsetzung folgt...
Teil 421. Juni 2024
30. März 2024, ganzer Tag Vingerklip
Am Morgen immer noch bewölkt, vom Regen aber war nichts mehr zu sehen. Die ausgetrocknete Erde hatte das Wasser aufgesogen und war schon wieder trocken. Kurz bevor wir uns auf den Weg zum Frühstück machen wollten, klopfte es an der Bungalow-Türe. Zwei Mitarbeiter der Lodge berichteten, dass unser Wagen einen Plattfuss habe....Da war sie nun also, die Pannen-Premiere! Auf unserer ganzen Ersttäter-Reise vor 2 Jahren hatten wir nicht mit einem platten Reifen "zu kämpfen", nun ist's schon nach drei Tagen passiert!
Nach einem kurzen Augenschein am Hilux, genossen wir im Restaurant zuerst das sehr reichhaltige Frühstück. Mit der freundlichen Unterstützung der Lodge-Mitarbeiter war das Rad später schnell gewechselt

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Später wanderten wir gemütlich zum Namensgeber der Lodge, zum knapp 40 Meter hohen "Vinger".
Dieser imposante Felsfinger steht senkrecht auf einem kleinen Hügel und je nach Blickwinkel sieht es so aus, als ob er beim nächsten Windstoss umkippen würde. Unterwegs sahen wir einige Wüstenratten, kleinere Echsen und weiter weg auch Kudus (die Kudu-Fotos sind zu schlecht um sie hier zu zeigen).

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Leider war es Anfangs noch bewölkt, also kein tolles Foto-Wetter, erst später zeigte sich ab und an die Sonne. Die leichte Wanderung ist gut markiert und führt durch eine weite Ebene zwischen Terrassen hindurch. Damit wir auf dem Rückweg nicht denselben Weg zurück gehen mussten, entschieden wir uns für die etwas längere Route, welche um eine Terrasse herumführte und man so in einem etwas weiteren Bogen zurück zur Lodge kam. Wir waren seeehr gemütlich unterwegs und alles in allem waren wir nach ungefähr 2 1/2 Std. zurück. Geschätzte Distanz vielleicht knappe 6 Kilometer.
Den Rest des Tages verbrachten wir in der Lodge mit Faulenzen, Karten spielen und Whatsapp's beantworten.

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So langsam war es dann auch wieder Zeit für das Nachtessen. In der Bar tranken wir zum Apero einen tollen südafrikanischen Sauvignon Blanc, bevor wir in das Restaurant rüber wechselten und das sehr leckere Dinner genossen. Da das Licht und das Wetter nun besser war, ging ich kurz vor dem Essen nochmal Richtung Eagle Nest hoch um auch vom Vinger brauchbare Fotos zu machen...
Später spielten wir in der Bar noch eine Runde Karten und plauderten noch ein wenig mit den sehr freundlichen Lodge-Betreibern. So um die 22.00Uhr war es dann Zeit für uns und das Bett 🙂 .

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Unser Fazit Vingerklip-Lodge:
Schöne, mittelgrosse Lodge an toller Lage. Unter deutscher Leitung. Personal freundlich und zuvorkommend, Bungalow inkl. Nasszelle gross und hübsch eingerichtet, Klimaanlage, alles sehr sauber, Wifi im Hauptgebäude/Bar/Restaurant. Essen im Hauptrestaurant empfanden wir als entspannter als im Eagle-Nest Restaurant (ist halt subjektives Empfinden). Preis- Leistungs Verhältnis fanden wir gut bis sehr gut ( 3810.- NAD inkl. Dinner & Fstk.)


Fortsetzung folgt...
Teil 522. Juni 2024
31. März 2024, von Vingerklip nach Palmwag

Ursprünglich geplante Route: D2743, C39, D2744, C35 und C40 via Grootberg-Pass nach Palmwag.
Die Distanz hatten wir mit ca 280Km und ca 5Std gerechnet (inkl.Pinkelpausen & Fotostopps)
Tatsächlich gefahrene Route: D2743 & C39 bis Khorixas, weiter auf C39 und C43 bis Palmwag.
Die Distanz rund 230Km, wir hatten 6Std (normal wäre ca 4Std, inkl. Fotostopps)

Der Morgen erwartete uns mit einem stahlblauen Himmel. Wir genossen noch etwas die schöne Morgenstimmung bevor wir ins Restaurant gingen. Die Frühstücks-Tische waren an diesem Morgen mit süssen Oster-Überaschungen dekoriert. Das hatten wir glatt vergessen...es ist ja Ostersonntag! Natürlich freuten sich die Kinder einiger Familien ganz besonders über die unerwarteten Geschenke; "Schoggi-Eili" und andere Süssigkeiten hübsch verpackt in einer farbigen Tüte.

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Da oben hatten wir Vorgestern gegessen

Während wir ausgiebig frühstückten, diskutierten wir über unsere Route. Wir wollten das defekte Reserverad so schnell wie möglich repariert haben., damit wieder zwei vollwertige Ersatzräder mit an Bord sind. Der deutsche Betreiber der Lodge gab uns den Tipp, das dies am besten in Khorixas zu bewerkstelligen sei. Und damit war unsere ursprünglich geplante Route aus dem Rennen, die eigentlich über den Grootberg-Pass führen sollte und nicht über Khorixas...Schnell waren unsere Dinge zusammengepackt und schon sassen wir im Pickup und "staubten" auf der D2743 los Richtung Khorixas.

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Da angekommen fragten wir an der Tankstelle nach "Tyre-Repair"-Möglichkeiten, so wie es uns in der Vingerklip empfohlen wurde. Keine 2 Minuten später stand dann ein Typ vor mir, der sich als "Mann der Reifen" vorstellte. Ich dachte zuerst, dass die Reparatur bei einer zur Tankstelle gehörenden Werkstatt ausgeführt werde....doch der Typ rollte mit unserem Rad (und mir im Schlepptau) einfach davon..., an der Tanke vorbei, 200m entlang der Piste und verschwand dann auf der anderen Strassenseite hinter einem Gebäude. Für das was ich da erblickte wäre die Beschreibung "Schrottplatz" mehr als schmeichelhaft gewesen 🙄 .

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Nun ja, "Andere Länder, andere Tyre Shops" dachte ich 🙂 . Zwei Kumpels vom "Reifenmann" waren hier noch an einem Rad zugange, das offensichtlich zu einem Kleinwagen eines wartenden Kunden gehörte. Danach nahmen alle drei mein Rad in Augenschein und wuchteten von Hand (!) den Reifen von der Felge.....dies obwohl ich eine entsprechende Maschine in einer Ecke ausmachen konnte. Auf mein Anfragen hin, meinten sie nur "ist kaputt". OK, nun wollte ich zuerst mal wissen, was die Reparatur denn so ungefähr kosten würde...."ah ja, nicht viel" war die saloppe Antwort. Ich liess dann nicht locker, bis er mir einen Betrag nannte, knapp 500 NAD. Dies empfand ich zwar als etwas viel für afrikanische Verhältnisse, doch wegen 10 oder 20% Touri-Zuschlag wollte ich nicht diskutieren....zumal es ja Oster-Sonntag war. Ich wusste, dass Warthog Rental uns die Auslagen für die Reparatur zurückvergüten würde, trotzdem sollte es ungefähr seine Richtigkeit mit dem Preis haben.

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Die Ausführung der Reparatur würde ich als "himmelschreiend" beschreiben..! Ich komme aus der Automobilbranche und nie hätte ich gedacht, dass ein so "reparierter" Reifen die Luft in sich halten kann. Obwohl da eine Auswuchtmaschine stand, wurde das Rad nicht gewuchtet (hatte ich auch nicht erwartet 🙂 ). Trotzdem fragte ich nach..., und die Antwort ("ist kaputt") hätte ich mir eigentlich auch selber geben können 😄

Als unser "Mann der Reifen" mir dann die Rechnung servierte, stand darauf: "Total 1150.-NAD, inkl. 500 NAD Reparatur, 250 NAD Material und 400 NAD Sonntags-Zuschlag"! Auf meine Intervention hin meinte er nur, dass hier ja stehe, das die Reperatur wie angesagt 500 NAD sei. Nun war bei mir der Deckel ab, merkte aber schnell das ich hier am sehr viel kürzeren Hebel sass....Bevor ich mein Rad packte und zur Tanke zurückrollte, forderten die zwei Kumpels des "Reifenmanns" auch noch hartnäckig einen Obulus von mir...ich rief ihnen zu, den sollen sie sich von irgendwo her oder vom Reifenmann holen.

Nach über einer Stunde war ich zurück an der Tanke bei meiner da wartenden Frau, die sich schon Sorgen gemacht hatte weil ich länger als gedacht weg war.
Auf dem Weg Richtung Palmwag hatte ich Ihr dann einiges zu erzählen. Wir nahmen's mit Humor, es gab viel zu lachen über den Mann der Reifen mit seiner "Werkstatt" und dem Talent wieder mal einen Touri über die Ohren gehauen zu haben

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Etwa 100Km weiter, wir waren mit gut 80 Sachen auf Schotter unterwegs, bemerkte ich eine Veränderung am Fahrverhalten unseres Wagens. Nach langsamen Ausrollen konnten wir es kaum fassen: Panne Nummer zwei, schon wieder ein Reifen kaputt! Jetzt war Radwechsel bei 35 Grad angesagt. Nun war ich sehr froh, dass wir 2 Reserveräder mit an Bord hatten, ich wollte auf keinen Fall das in Khorixas reparierte Rad montieren.

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So waren wir glücklich, als wir nach 16.00h gut in der mittelgrossen Palmwag-Lodge ankamen. Nachdem wir den hübschen Bungalow bezogen hatten, erkundigten wir das Lodge-Gelände. Leider war das Haupt-Restaurant nur für das Dinner ab 19h geöffnet, einzig bei der Bar am Pool war es möglich an einem Tisch zu sitzen um etwas zu trinken.

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Hübscher Vogel vor unserem Bungalow

Als ich später an der Reception nach Tyre repair Shops in der Nähe fragte, war ich schon sehr überrascht als mir die nette Dame eröffnete, dass die Lodge eine eigene Werkstatt habe und diese sich hinter dem Parkplatz befinde. Wow, das war ja perfekt!
Kurz nach 19h gingen wir dann in's Restaurant. Das Dinner wurde, wie bei allen der Gondwana-Lodges in Form eines Buffet's dargeboten und war ganz ok, fiel aber etwas ab im Vergleich zu anderen Lodges dieser Kette. Nach dem Essen wollten wir noch kurz in's Internet. Das Wifi funktionierte nur in der Nähe der Reception und das angezeigte Signal war etwas schwach. Schon zuviele Leute waren hier bei der kleinen Sitzecke, darum wohl das seehr langsame Internet.
Nach diesem eher anstrengenden Tag waren wir dann nicht unglücklich als wir gegen 21.30h ins bequeme Bett schlüpfen konnten.
Teil 623. Juni 2024
1. April 2024, Palmwag Lodge / Concession
Nachdem wir aufgestanden waren hörten wir vor dem Bungalow ein Geräusch. Als wir nachschauten sahen wir eine Manguste, die auf dem Rasen vor unserer Veranda rumwuselte. Gerne hätten wir sie noch etwas beobachtet, doch leider verschwand sie bald im Gestrüpp.

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Nach dem sehr umfangreichen Frühstück ging ich zuerst zum Lodge-eigenen Tyre Repair Shop. Der machte optisch schon einen wesentlich besseren Eindruck als die gestrige "Werkstatt". Nach kurzer Zeit war der Reifen repariert, die Kosten beliefen sich auf 380.- NAD..., was für ein Unterschied, sowohl im Preis wie auch in der Ausführung der Arbeit....(wieder ohne auswuchten. Auswuchten scheint in Namibia ein "Fremdwort" zu sein 😄

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Wieder mit 2 Ersatzrädern ausgestattet, konnten wir beruhigt in das Gebiet der Palmwag-Concession aufbrechen. Auf meist gut befahrbaren 4x4 Trails ging's los; unser Ziel war die Region um den Aub Canyon. Dort angekommen erkundeten wir etwas die nähere Umgebung der Schlucht, bevor wir weiter Richtung Nordwest fuhren.

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Der Rest ist schnell erzählt; in den knapp 6 Stunden, die wir in der Concession unterwegs waren, haben wir "nur" einige Springböcke, ein paar Zebras und in der Ferne eine Giraffe gesehen. Trotzdem war es spannend in dieser Gegend während Stunden im Offroad-Modus unterwegs zu sein und mit dem Fernglas nach Tieren Ausschau zu halten. Natürlich hätten wir gerne Wüstenelefanten oder Löwen gesehen, aber Tiersichtungen sind halt immer Glückssache...

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Gegen Abend waren wir zurück in der Lodge. Nach dem Abendessen nochmal ein Versuch bei der Reception unsere Internet-Dinge zu erledigen, doch heute waren es noch mehr Gäste, die in Ermangelung von genügend Sitzgelegenheiten hier mit ihren Geräten herumstanden. Die Netz-Geschwindigkeit war dann auch dem entsprechend langsam. Danach war für uns Nachtruhe angesagt.


Unser Fazit Palmwag-Lodge:
Schöne Lodge mit viel Grünflächen und Pool. Unser Bungalow war hübsch eingerichtet, Nasszelle genügend gross, sauber, Klimaanlage. Die Dinner empfanden wir als etwas unter dem üblichen Gondwana-Standard(Kosten pro Dinner/Person 480NAD). Internet: keine Lobby oder ähnliches fürs Wifi, nur eine kleine Sitzecke bei der Reception.
Das Preis-Leistung Verhältnis empfanden wir eher als schlecht (Comfort-Bungalow & Fstk. 5400.- NAD/Nacht).

Fortsetzung folgt...
Teil 725. Juni 2024
2. April 2024, Palmwag bis Opuwo
Gefahrene Route: C43 via Warmquelle bis Opuwo. Distanz ca 240Km, Fahrdauer üblicherweise ca 4 bis 5 Std inkl. Pinkelpausen & Fotostopps. Unsere tasächliche Fahrdauer war gut 6Std.......(ihr ahnt es schon...?)

Nachdem wir am Morgenbuffet umfangreich gefrühstückt hatten und sich ein hübscher Toko nahe dem Restaurant noch in Szene gesetzt hatte, ging's schon bald los Richtung Opuwo.

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Die C43 Piste bis Warmquelle war gut zu fahren. Aus Neugierde sind wir in Khowarib noch kurz Richtung Schlucht gefahren. Zwischen Warmquelle und Opuwo wurde dann der Zustand der Piste zunehmend schlechter, trotzdem empfanden wir diese Strecke als abwechslungsreich und schön.

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Unser Wettrennen mit Straussen 🙂

Da es in dieser Region vermutlich in der vergangenen Zeit viel geregnet hatte, war die Piste teilweise sehr ausgewaschen, so das manche Passagen nur im Schritt-Tempo zu befahren waren. Der 4-Rad Antrieb war zwar von Vorteil, wäre aber nicht zwingend nötig gewesen....allerdings wären wir hier nur sehr ungern ohne die gute Bodenfreiheit unseres Pickups unterwegs gewesen. Je weiter wir Richtung Norden fuhren, desto mehr Wolken waren zu sehen.
Irgendwann, wir waren vielleicht noch knappe 100Km von Opuwo entfernt, merkte ich während dem Fahren wieder eine leichte Instabilität des Wagens....(!!)...mir schwante Übles..! Ich dachte, dass dies doch nicht möglich sein könne....drei (!!) Reifenpannen innerhalb 4 Tagen!! Doch genauso war es.

Da ich mittlerweile ja schon voll der Profi im Räder wechseln war 🙂 , ging das Wechseln recht zügig von statten. Nun war mein Vertrauen in die am Hilux montierten Bridgeston Dueler AT's entgültig getrübt. Ich nahm mir vor, in Opuwo mit Joshua von Warthog Rental zu telefonieren und mit ihm eine Lösung zu suchen. Es kann doch nicht sein, dass fast kein Tag ohne Reifenpanne vergeht! Wir hatten ja noch über 4 Wochen vor uns!
Als wir dann weiterfuhren und vor uns hin sinnierten, knallten die ersten schweren Regentropfen gegen die Windschutzscheibe. Keine 10 Minuten später hatte sich der Himmel weit geöffnet und es schüttete wie aus Eimern! Nun wurde das Fahren spannend; nach kürzester Zeit floss an vielen Stellen Wasser über die Piste, meist in Form von kleineren und grösseren Bächlein. Auch hatten sich in einigen Senken der Piste grössere Pfützen gebildet, die wir vorsichtig abschätzend durchquerten. Schon waren wir froh, dass der Regen endlich nachgelassen hatten, als wir an einen Fluss kamen.. 🙄 ..! Der floss hier, mit beträchtlicher Strömung einfach so über unsere Strasse! Uns war klar, dass ein Versuch hier durchfahren zu wollen sicherlich schlimm enden würde.

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Wir wussten aus dem Forum (ein herzliches Dankeschön!), dass das Wasser vermutlich so schnell abfliessen würde, wie es auch gekommen war.
Nun war Abwarten angesagt. Als die letzten Tropfen fielen, stiegen wir aus und markierten an unserem "Ufer" (sprich Strassenseite) den Wasserpegel im Schlick. Schon nach 5 Minuten konnte man sehen, dass sich das Wasser ein wenig zurückgezogen hatte. Kurze Zeit später hielt ein Bushcamper neben uns. Was für eine Überraschung; hatten wir doch auf der mehrstündigen Fahrt bis hierhin fast keine Fahrzeuge angetroffen. Ein nettes junges Paar stieg aus und wir unterhielten uns auf englisch über die Fluss-Situation und das "Woher" und "Wohin" der Reise. Erst nach einer Weile merkten wir, dass wir alle Schweizer sind! Das war schon lustig. Bald war das Wasser und die Strömung soweit zurückgegangen, dass wir eine Querung wagen konnten.
Nach gut 1,5 Stunden sind wir dann bei Sonnenschein in Opuwo angekommen.

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Irgendwo unterwegs Richtung Opuwo

Die Fahrt durch das Städtchen Opuwo war spannend. Hier waren viele Menschen zu Fuss entlang den Strassen unterwegs. Ein interessanter Völker-Mix bestehend aus bunt gekleideten Hereros, westlich gekleideten Normalos und fast unbekleideten Himbas war zu sehen; ein Schmelztiegel von verschiedenen Kulturen und Traditionen. Enfach toll!

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Wir mussten noch etwas rumfahren, bis wir die Kaoko Mopane Lodge etwas ausserhalb von Opuwo gefunden hatten. Nach diesem langen und erlebnisreichen Tag genossen wir hier einen verdienten und relaxten Abend. Das servierte Dinner war dann nicht wirklich der Überflieger, doch einigermassen Ok. der Bungalow war gross, sauber und mit schön dekorierten und bequemen Betten ausgestattet.
Morgen früh geht's dann zu einem Tyre Shop... Gute Nacht!

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Reception Kaoke Mopane Lodge

Unser Fazit Kaoko Mopane Lodge:
Kleine, etwas einfachere Lodge, ca 4Km ausserhalb Opuwo's in einem kleinen Wäldchen gelegen. Grosse hübsch eingerichtete Bungalows mit ebensolcher Nasszelle, sauber, Klimaanlage, Wifi im Restaurant. Essen so lala..
Das Preis-Leistungs Verhälnis war für uns i. O. ( 3600.- NAD inkl. Dinner & Fstk.)
Teil 825. Juni 2024
3. April 2024, Opuwo bis Epupa
Gefahrene Route: C43/D3700 bis Epupa. Distanz ca. 195Km. Fahrdauer ab Opuwo gut 3,5 Std. inkl. Pinkelpausen & Fotostopps.

Nach einer angenehmen Nacht und einem eher einfachen Frühstück checkten wir aus und fuhren die 4 km zurück nach Opuwo.Im Zentrum an der Hauptstrasse enteckten wir neben einer Tankstelle einen überraschend modern aussehenden Tyre Shop.

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Ich telefonierte nun mit Joshua, dem Mitarbeiter von Warthog Rental und erzählte ihm von unserem "Reifen-Theater" und unserem Vertrauensverlust gegenüber den Bridgestones. Er meinte dann, dass ich mich nochmal melden soll, sobald die Jungs vom Tyre Shop den Reifen inspiziert haben. Nun gut, ich erzählte den drei Jungs die hier arbeiteten von unseren Reifen-Erlebnissen. Nachdem sie den Reifen inspiziert hatten, war klar das dieser nicht mehr in Betrieb gehen würde, da einzelne Gewebeteile der Reifen-Karkasse durchtrennt und lose waren.
Ich erzählte ihnen auch, dass ich keine Bridgestones mehr wolle und andere Reifen mit gröberen Profil vorziehen würde. Einer meinte dann, dass diese Reifen ansich schon in Ordnung seien und er uns auch einen gleichen "neuen" organisieren könne. Und es eine teure Sache wäre, falls ich wirklich ganz andere, neue Reifen haben möchte. Auch weil es besser sei dann alle 4 Stk zu wechseln. Nun dieser Aussage zeigte das er etwas von der Sache verstand; bei 4WD Fahrzeugen sollten alle 4 Räder den gleichen Abrollumfang haben, also gebrauchte und neue Reifen wenn möglich nicht gemixt werden sollen.

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Ich bat ihn, nun auch noch das zweite, bereits schon einmal reparierte Ersatzrad zu begutachten, bevor ich Joshua nochmal anrufen würde. Darauf hin meinte er, dass er den "alten" Flicken entfernen und die Arbeit dann richtig ausführen werde. ich rief Joshua an; konnte ihn natürlich nicht überzeugen uns 4 neue, andere Reifen zu spendieren. Wir einigten uns auf einen Ersatz des unbrauchbaren Reifens, dann wollte er noch mit den Jungs sprechen...ich gab das Telefon weiter. Danach kam Bewegung in die Sache; einer reparierte nochmal das schon angesprochene Ersatzrad und ein zweiter kam nach einer 1/4 Stunde mit zwei gebrauchten Bridgestone Dueler AT's um die Ecke. Ich konnte mir dann einen davon aussuchen. Wenig später waren wir dann endlich unterwegs Richtung Epupa. Das Reifen-Intermezzo hier hatte knapp 2100 NAD gekostet. Auch diese Auslage wurde uns später von Warthog zurückvergütet.

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Wir sehen unseren ersten grossen Baobab. Der Affe steht links vom Brotbaum 🙂

Die C43 war Anfangs in einem recht guten Zustand. Später dann wurde unsere Reisegeschwindigkeit durch die zunehmend schlechtere Piste reduziert, immer wieder mussten wir wegen Auswaschungen und Gräben stark abbremsen. Landschaftlich fanden wir die Strecke aber sehr reizvoll.

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Gegen 16.Uhr waren wir dann in Epupa. Das eher kleine Omarunga Epupa Falls Camp besteht aus 13 Zelt-Bungalows und gehört ebenfalls zur Gondwana-Gruppe. Alle Bungalows verteilen sich gut in einem hübschen Garten, der direkt an den Kunene-Fluss angrenzt. Eine schöne Lobby/Lapa mit separater Bar laden jederzeit zum Verweilen ein. Wir wurden freundlich mit einem Drink empfangen und zu unserem Zelt-Bungalow begleitet.

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Der nicht allzu grosse Bungalow mit gemauertem Bad lag direktam Fluss mit toller Aussicht auf das gegenüber liegende Angola. Nur 5 der 13 Bungalows waren besetzt.
Bis zum Dinner relaxten wir ein wenig, erkundeten die nächste Umgebung der Lodge und beobachteten die vielen Vögel im Garten.

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Auch hier wurde das Dinner in Buffet Form serviert, so wie in anderen Gondwana Lodges. Anders als noch in Palmwag empfanden wir hier die Speisen von guter Qualität und besser zubereitet. Wir genossen noch etwas die tolle Stimmung hier am Fluss, bevor wir in unseren Bungalow entschwanden.

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Fortsetzung folgt...
Teil 926. Juni 2024
4. April 2024, Epupa Falls

Der Tag begann sehr gemütlich. Nach dem ausgiebigen Frühstück erfreuten wir uns noch etwas an der friedlichen Atmosphäre hier direkt am Fluss, bevor wir dann gemütlich Richtung Wasserfälle spazierten. Unterwegs kamen wir an zwei Ständen vorbei, an denen Himba-Frauen allerlei Schnitzereien zum Verkauf anboten.
Wir sahen nur ein einziges anderes Paar unterwegs, hatten also diese tolle Naturkulisse praktisch für uns alleine. Und so spazierten wir auf einem schmalen Pfad, der gegenüber von den vielen lang-gezogenen Wasserfällen am Hang entlang führte. Ganz hinten, von einem Felsvorsprung aus, hatte man eine schöne Aussicht über die Szenerie. Die imposanten Wasserfälle mit der umliegenden Landschaft fanden wir schon sehr schön.
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Beeindruckend waren auch die vielen Baobab's die, teilweise an spektakulären Orten, zwischen den diversen Wasserfällen gedeihten. Irgendwann ging's dann zurück zur Lodge, wo wir ganz in der Nähe unseres Bungalows auf einen Waran trafen.

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Hier mit blindem Passagier

Wir genossen ein Rock-Shandy an der Bar, beantworteten whatsapp's und relaxten ein wenig. Später machten wir uns nochmal auf, um unterhalb der Wasserfälle etwas weiter entlang dem Kunene-Fluss zu wandern. Vorher gab uns der Geschäftsführer noch wertvolle Tipps betreffend Wegfindung und der Verhaltensweise wegen den Krokodilen mit auf den Weg. Er nannte auch gefährliche Stellen, wo man Abstand zum Fluss halten solle. Da es schon Nachmittag war, wirkten die Wasserfälle im anderen Tageslicht nochmal anders als am Morgen. Unterhalb der Fälle kamen wir bei einer Flussbiegung an einem weiten Sandstrand vorbei, wegen dem hellen Sand wirkte dieser fast wie ein Strand am Meer. Allerdings wagten wir uns hier nicht zu nahe ans Ufer...wir wollten ja keine Croc's mit unserem Anblick erschrecken 😄 .

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Weiter unten war dann der Weg kaum mehr zu erkennen, so dass wir umkehrten und uns wieder auf den Rückweg machten. Später sahen wir nochmal einen Waran, dieses mal am Flussufer.

Auch an diesen Abend genossen wir die schöne Stimmung und das leckere Dinner, bevor es irgendwann in die Koje ging.

Unser Fazit Omarunga Epupa Falls Camp:
Eher kleinere Lodge mit 13 Zelt-Bungalows, die in Abständen von ca. 7 bis 12 Meter zueinander stehen. Die Bungalows genügend gross mit gemauertem Bad, Klimaanlage, zweckmässig eingerichtet. Wifi im Restaurant/Lapa. Schöne Lage direkt am Fluss ca 3 bis 400 Meter oberhalb der Wasserfälle.
Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als gut ( 4200.- NAD inkl. Dinner & Fstk)

Fortsetzung folgt..../color]
Teil 1027. Juni 2024
5. April 2024, Epupa zurück nach Opuwo
Geplante Route: D3700 bis Ruacana, C35 & C41 bis Opuwo. Distanz ca. 290Km, geschätzte Fahrdauer
ca. 5,5 Std.
Gefahrene Route: gleiche Strecke wie auf dem Hinweg (siehe RB 3.April)

Während dem Frühstück vernahmen wir, dass im Verlaufe des Tages lokale Gewitter in der ganzen nordwestlichen Region erwartet würden. Aus Vernunftsgründen entschieden wir uns dann (schweren Herzens!), nicht die D3700 Strecke entlang dem Kunene-River nach Ruacana und so nach Opuwo zu fahren. Wegen den vielen Wasserdurchfahrten bis Ruacana , die bei Regen schnell unpassierbar sein würden, wollten wir dieses Risiko nicht eingehen.
Und so nahmen wir Abschied von Epupa und waren bald wieder auf dem Weg unterwegs nach Opuwo.
Schade das wir nun den selben Weg wie auf der Hinfahrt nehmen müssen. Wir hofften auf trockenes Reisewetter, da es auch auf dieser Strecke eine heikle Passage gab (Fluss-Querung bei Onkongwati).

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auf der Hinfahrt war hier noch keine "Pfütze"

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Zurück in der Lodge genossen wir den friedlichen Abend.

Fazit Kaoke Mopane Lodge, siehe 2. April

Fortsetzung folgt...color]
Teil 1128. Juni 2024
6. April von Opuwo nach Vreugde, nahe Etosha Mitte (Andersson Gate)
Fahrstrecke: C41, C35 bis Kamanjab, C40, D2694 & D2710 bis Vreugde. Distanz ca 400Km, Fahrdauer gut 5 Std. inkl Pinkelpausen und Fotostopps.

Heute ist das Abspuhlen von rund 400Km angesagt. Nach dem Frühstück ging's auf gut ausgebauten Hauptverbindungs-Strassen Richtung Kamanjab. Mit 120 Sachen rauschten wir durch eine recht abwechslungsreiche Landschaft. Wir nahmen uns vor, wenn's dann klappt 😉 , heute Abend auf vier pannenfreie Tage anzustossen,...tatsächlich....schon vier Tage (touch wood!) 🙂 ! Manchmal beschlich mich schon ein komisches Gefühl, wenn ich an unsere schon mehrfach reparierten Reifen dachte....ein Reifenplatzer mit 120 könnte ungemütlich werden....

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In Kamanjab fuhren wir an die Tankstelle, sofort waren wir umringt von Händlern und Bettlern. Angesichts der vielen Menschen die alle etwas von uns wollten, empfanden wir die Situation als etwas unangenehm und schwierig. Als ich im Tankstellenshop bezahlen wollte, hatte ich ebenfalls ein ungutes Gefühl, da der Mann mit verschiedenen Kartenlesegeräten herum hantierte. Auf meine Intervention hin, meinte er, dass nur noch ein Gerät funktioniere...."don't worry!"
Danach fuhren wir auf der C40 weiter bis dann die D2694 links auftauchte, nun ging's auf Schotter weiter. Ab und zu gab es eine Pfütze zu durchfahren, aber sonst war die Piste in einem guten Zustand.
Die folgende D2710 war dann etwas schlechter.

In der Vreugde Guestfarm angekommen, wurden wir sehr herzlich von Elsie (?) empfangen. Die Guestfarm wird ist ein kleiner Familienbetrieb und liegt in einem schönen Garten.

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Eigentlich wurde der Gästebetrieb bereits an die jüngere Generation weitergegeben, aber Elsie ist immer noch sehr present und kümmert sich zusammen mit ihrer Schwiegertochter ganz toll um die Gäste. Während einer Tasse Tee plauderten wir noch etwas mit Elsie und erfuhren viel über das frühere und heutige Leben in Namibia. Später zeigte sie uns in einer Palme noch eine winzige Eule, gerademal 13 bis 15cm gross! Die kleinste Eulenart Namibia's, meinte sie.

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leider nur eine schlechte Aufnahme von der Eule

Elsie fragte noch, ob es für uns ok wäre, heute vielleicht etwas später zu essen, da noch weitere Gäste erwartet würden und diese noch nicht eingetroffen seien. Natürlich kein Problem. Als diese dann bald eintrafen, eine ganze Familie, gab es ein vorzügliches Dinner, welches wir zu den besten kulinarischen Erlebnissen unserer Reise zählten!
Die verspäteten Gäste hatten einiges durchgemacht und waren glücklich darüber, überhaupt angekommen zu sein. Sie berichteten, dass sie mit ihrem Fourtuner irgendwo zwischen Vingerklip und Vreugde in einem Schlamm-/Wasserloch stecken geblieben seien und nicht mehr rauskamen. Da sie da keinen Handy-Empfang hatten, entschieden sich Mutter und Sohn, zu Fuss weiter zu gehen. Dies in der Hoffnung irgendwo auf eine Farm zu treffen oder wieder Handy Empfang zu haben. Der Rest der Familie wartete beim Fourtuner. Nach längerer Zeit hatten sie dann Glück und konnten telefonisch Hilfe holen. Sie wurden dann irgendwann aus dieser misslichen Lage befreit.
Nach dieser spannenden Geschichte wurde es dann Zeit für's Bett.

Unser Fazit Vreugde Guestfarm:
Kleiner familiärer Gästebetrieb gut 40Km vom Etosha Andersson Gate entfernt. Einseitig angebaute Doppelbungalows mit grossen und sauberen Zimmern. Pool. Zweckmässig eingerichtet, Klimaanlage, Wifi im Zimmer, tolles Essen, sehr freundliche und herzliche Gastgeber.
Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als sehr gut (3300 NAD inkl. Dinner & Fstk)

Fortsetzung folgt...
Teil 1229. Juni 2024
7. April 2024, Etosha Mitte bis Etosha Ost
Route: im Zickzack durch Etosha, ca. 180Km und 6 std.

Nachdem wir schön gefrühstückt und unsere sieben Sachen zusammen gepackt hatten, beglichen wir noch unsere Rechnung mit meiner Kreditkarte. Doch da stimmte was nicht...!..., im Kartenlesegerät wurde eine merkwürdige Meldung von Visa angezeigt! Unsere Gastgeber waren auch etwas ratlos...und so rief Elsie's Schwiegertochter bei ihrer Bank an, um zu fragen, was mit dieser Meldung gemeint sein könnte. Die Auskunft war dann, dass diese Karte aufgrund Kreditkarten-Missbrauchs gesperrt wurde und ich mich bei Visa in der Schweiz melden solle!! Verdammt, dachte ich, nun ist es schon wieder passiert, schon wieder ein Kartenmissbrauch wie schon vor einigen Monaten! Da musste uns Gestern der Mann an der Tanke in Kamanjab gelinkt haben..! ich rief dann sofort bei Visa in der Schweiz an und während ich dem netten Mann unsere Situation schilderte und so die Kreditkarte in meinen Händen genauer betrachtete, fiel es mir wie Schuppen von den Augen..; ich hatte die ungültige, vor Monaten gesperrte Karte in den Händen!! Wie peinlich und dämlich von mir war das denn... 😕 .!!?
Ich klärte den Mann von Visa und danach auch unsere Gastgeber über meine blöde Verwechslung auf. Auch entschuldigte ich mich wegen den Umtrieben und der Verwirrung die ich/wir gestiftet hatten. Ich erklärte, dass ich diese Karte absichtlich auf die Reise mitgenommen hatte, damit wir im Falle eines Raubes diese ungültige Karte abgeben könnten.
Zum Glück konnten wir alle über das Ganze lachen. Die Zahlung mit der richtigen Karte war dann schnell erledigt und schon waren wir unterwegs Richtung Andersson Gate, Etosha Nationalpark.

Im Etosha ging's zuerst nach Olifantsbad, danach auf's "Geratewohl" mal links mal rechts.
Wo und an welchem Wasserloch wir welche Tiere gesehen hatten, wissen wir nicht mehr. Bitte entschuldigt die nun folgende "Foto-Flut" ohne entsprechende Beschreibungen dazu.

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Eine Elefantenfamilie kam unmittelbar neben uns aus dem Gebüsch...

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...und "schrammte" knapp an unserem Wagen vorbei... 🙂

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Gegen 16Uhr kamen wir im Onguma Forrest Camp an. Die Begrüssung kam uns freundlich aber etwas "steiff" vor (nach der Vreugde-Herzlichkeit). Das Camp liegt mitten im Onguma-Wildreservat und besteht aus einem schönen Hauptgebäude und einigen nicht eingezäunten Bungalows, die verstreut im umliegenden Wäldchen stehen. Zum Hauptgebäude gehören eine Reception, Restaurant, Bar, Pool und eine grosse Terrasse mit Ausblick auf ein schön angelegtes Wasserloch.

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Unser Bungalow war etwas entfernt vom Hauptgebäude. Während wir von einer jüngeren Dame zum hübschen, nicht allzu grossen Bungalow geleitet wurden, klärte sie uns über einige Verhaltensregeln auf.
U. a. meinte sie, da die Bungalows ungesichert im Wildreservat stünden, dürfe man Abend's diese nur in Begleitung verlassen respektive zu ihnen gelangen... 🙄

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Weitwinkel-Aufnahme. Der Bungalow erscheint so etwas grösser als er tatsächlich war.

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Später tranken wir eine leckeren Sundowner auf der schönen Terrasse. Nach dem Dinner spielten wir noch eine Runde Karten. Als wir dann zu unserem Bungalow zurück wollten, sollte die nette Frau von der Reception uns begleiten. Diese zögerte etwas und rief dann einer ihrer Kolleginnen etwas zu. Nun wurde unsere Begleitung von einer Begleitung begleitet... 😄 ..und wir wunderten uns über den unverhofften doppelten "Escort-Service", der uns zum Schlafgemach begleitete.
Als wir im Bungalow waren, hörten wir die Beiden zurückrennen... 😄
Na dann, gute Nacht!

Fortsetzung folgt.....
Teil 1330. Juni 2024
8. April 2024, Rund um Etosha Ost (Namutoni)

Nach einer angenehmen Nacht spazierten wir zum Hauptgebäude, wo uns ein umfangreiches Frühstücks-Buffet erwartete. Wir gingen es heute recht gemütlich an. Nachdem wir noch etwas auf der Terrasse am Wasserloch relaxten, setzten wir uns irgendwann wieder in den Hilux und düsten los Richtung Etosha-Namutoni.

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Wieder fuhren wir zuerst durch das Lodge-eigene Onguma Wildreservat. Wie schon Gestern als wir ankamen, sahen wir wieder viele Giraffen und Antilopen. Heute als Zugabe sogar eine Dik-Dik Mutter mit ihrem Jungen, auch viele Warzenschweine und einige Gnus. Die Dik-Dik's waren eine "Premiere", da es für uns eine "Erstsichtung" war. Leider sind die Fotos nicht so toll geworden...

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Nach einigen Kilometern passierten wir das Onguma-Eingangstor und fuhren dann auf der C38 Richtung Namutoni/Lindquist Gate.
Der Rest ist wieder schnell erzählt; während des Tages bewegten wir uns im Etosha zwischen Springbokfontein im Westen und der Region Stinkwater im Nordosten "hin und her".


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Unser Sichtungs-Glück hielt sich etwas in Grenzen, denn vor zwei Jahren hatten wir im Etosha mehr Tiere gesehen. Trotzdem war es schön.
Gegen Abend waren wir dann wieder zurück in der Lodge. Als wir nach dem Dinner zurück in den Bungalow wollten, wiederholte sich das selbe Prozedere mit dem "Escort-Service" wie am Vorabend. Auf unser Nachfragen hin, meinten die beiden Frauen, dass sie bei den weiter entfernten Bungalows die Gäste immer zu zweit begleiten, da sie etwas Angst hätten alleine...!...Wir wussten jetzt nicht so genau, ob wir das beruhigend oder eben beunruhigend finden sollten.... 🙂 🤨

Unser Fazit Onguma Forrest Camp: ansprechende Anlage in einem Wäldchen des Onguma-Reservats gelegen, mit schönem Wasserloch. Die hübschen nicht allzu grossen Bungalows sind nicht eingezäunt oder gesichert und liegen teilw. etwas vom Hauptgebäude entfernt. Klimaanlage, sauber. Restaurant, Bar, Souvenirshop, Terrasse & Pool. Das Essen empfanden wir als eher unterer Durchschnitt.
Das Preis-Leistungs Verhältnis fanden wir noch knapp i.O. (5580.- NAD inkl. Dinner & Fstk.)

Fortsetzung folgt....
Teil 1401. Juli 2024
9. April 2024, Fahrtag von Etosha Ost nach Rundu
Route: C35, D3001 bis Tsintsabis, dann B15 & B10 bis Hakusembe River Lodge bei Rundu. Distanz ca 440Km, Fahrdauer ca. 5,5Std inkl. Pinkelpausen & Fotostopps

Da uns heute eine etwas längere Fahrstrecke bevorstand, nahmen wir zeitig das Frühstück zu uns und machten uns auf den Weg Richtung Rundu. Wir wussten zwar das alle Strassen unterwegs asphaltiert sind (mit Ausnahme der gut ausgebauten Piste D3001), trotzdem wollten wir lieber früh los damit wir im Falle von einer...oder zwei Pannen (hatten ja Erfahrung damit 🙂 ) nicht in Zeitnot geraten würden.
Auf der C35 rannten noch einige Giraffen vor unserem Wagen über die Strasse, diese grossen Tiere in vollem Galopp zu sehen war schon sehr beeindruckend. Unterwegs sahen wir, ausser einigen Rinderherden nicht viel anderes Getier.

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So ca um 14.30 Uhr erreichten wir, tatsächlich ohne Panne ( 🙂 ) die Hakusembe River Lodge, eine eher grosse Lodge die zur Gondwana Kette gehört. Nach einer freundlichen Begrüssung mit Welcome-Drink wurde uns der "Bungalow" gezeigt....dieser lag direkt am Kavango-Fluss und war dann mehr Haus als als Bungalow. Anscheinend waren keine "normalen" Bungalows mehr frei und so kamen wir zu diesem Familienhäuschen, obwohl ich einen normalen Bungalow schon Monate im Vorraus gebucht hatte.

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Das Haus war zweistöckig , unten ein sehr grosses Wohn-/ Schlafzimmer mit einem riesigen Bad. Oben war ein Schlafraum mit mehreren Betten und eine grosse Terrasse mit toller Aussicht auf den Fluss und das gegenüber liegende Angola.
Wie schon in Vingerklipp ende März, waren wir auch hier überrascht das diese grosse Lodge zu dieser Jahreszeit ausgebucht war, eigentlich wäre ja Nebensaison..?!.
Als wir uns eingerichtet hatten, entspannten wir bei einem Rock-Shandy auf der schönen Restaurantterasse direkt am Fluss.

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Terrasse im oberen Stock

Danach buchten wir einen Sundowner River-Cruise und hatten Glück, dass trotz der Buchung einer Reisegruppe noch ein Plätzchen für uns frei war. Die zwei Boote mit jeweils ca 20 Personen an Bord waren gut gefüllt und so gings dann dem Kavango entlang. Schon bald sahen wir Krokos, einen Waran und auch viele schöne Vögel. Leider war das Fotografieren etwas schwierig, entweder war man gerade auf der falschen Seite des Bootes oder man hatte gerade irgendeine fremde Nase im Bild.....aber trotzdem war es ein schöner Ausflug mit interessanten Eindrücken.

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Ab 19 Uhr war dann Dinner-Time angesagt; ein grosses Buffet mit vielen verschiedenen Speisen liess keine Wünsche offen. Nachdem wir den Abend noch etwas ausklingen liessen, war es dann auch schon bald Zeit für's Bett.

Unser Fazit Hakusembe River Lodge:
Grosse Lodge schön gelegen direkt am Fluss, hübscher Garten. Unser Haus war zweckmässig & nett eingerichtet. Klimaanlage, sauber. Schönes Restaurant mit ebensolcher Terrasse. Gutes Essen in Buffet-Form (480 NAD p/P). Das Preis-Leistungs Verhältnis fanden wir i.O. (4080.- NAD inkl. Fstk)

Fortsetzung folgt...
Teil 1501. Juli 2024
10. April 2024, von Rundu nach Divundu
Route: rund 210 Km auf der B8 Hauptverbindungsachse. Fahrzeit knapp 2,5 Std inkl Pinkelpausen & Fotostopps.

Da wir heute nur eine kurze Strecke zu fahren hatten, frühstückten wir erst gegen 9.00 Uhr und machten uns dann langsam auf Richtung Riverdance Lodge, die in der Nähe von Divundu liegt. Die gut 2-stündige Fahrt empfanden wir als abwechslungsreich, da entlang der asphaltierten B8 immer wieder was zu sehen war. Hübsche Dörfchen, Vieherden und Verkaufsstände mit interessanten Menschen wechselten sich ab.

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Der Metzgermeister deines Vertrauens.... 🙂 !

Die letzten Kilometer zur Riverdance-Lodge waren dann auf Schotter zu fahren. In der Lodge angekommen, wurden wir von einem Angestellten freundlich empfangen und zu unserem Bungalow begleitet. Das Hauptgebäude und alle Bungalows liegen an erhöhter Lage direkt über dem Kavango-Fluss. Jeder, der von Aussen eher modern anmutenden Holz-Bungalows, verfügt über eine grosszügige Terrasse mit toller Aussicht auf den Fluss und das gegenüber liegende Angola.

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Im grossen Badezimmer-Bungalow badet und/oder duscht man mit Aussicht. Jeder Bungalow verfügt über einen eigenen seperaten Badezimmer-Bungalow.

Hier richteten wir uns für die nächsten vier Nächte gemütlich ein. Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, spazierten wir zum Lodge-Restaurant wo wir uns ein Savannah genehmigten. Plötzlich stand eine Frau neben uns, die mich sehr herzlich begrüsste....im ersten Moment war ich überrumpelt...ich kannte sie, wusste aber gerade nicht wo ich sie einordnen sollte. "Weisst du nicht mehr, an der Kasse in Opuwo !?"rief sie lachend. Na klar, sie war eine der zwei schweizer Frauen, die mit den Teenagern im Spar in Opuwo waren! Sie stellte sich als Pasqual vor, die Miteigentümerin von Riverdance, sie führt die Lodge zusammen mit ihrem Mann Chris. Bald war auch Pasqual's Schwester mit ihren Kindern, den Teenagern da. Sie waren hier im Urlaub. Sofort erinnerten sie sich an das kurze Zusammentreffen an der Kasse in Opuwo. Wirklich ein lustiges und schönes Wiedersehen....so klein ist die Welt!

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Aussicht vom Lodge-Restaurant

Später gab es ein vorzügliches Dinner, welches wir zu den Besten unserer Reise zählen durften. Nachdem wir so gut gegessen hatten, blieben wir noch etwas auf der Terrasse und liesen die schöne Stimmung auf uns wirken. Irgendwann ging es dann in die Koje...

Fortsetzung folgt....
Teil 1603. Juli 2024
11. April 2024, Riverdance Lodge, self-drive Mahango Core

Nach einer angenehmen Nacht und einem ausführlichen Frühstück fuhren wir in das Mahango Core Gebiet, welches zum Bwabwata Nationalpark gehört. Nach einer guten halben Stunde standen wir am Entrance-Gate und bezahlten die Einfahrtsgebühr. Die Wege im Park waren mehrheitlich gut zu befahren. Ab und zu gab's mal einige sandige Stellen oder auch feuchte Durchfahrten, aber alles war problemlos befahrbar.

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...High Heels...oder was .. 🙂 ?

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Leider war das Wetter meist bewölkt, nur ab und zu schaute die Sonne zwischen den Wolken hervor.

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Gabelracke...immer wieder schön!

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Wir sahen auch einige Elefanten, leider meist im Bushland und nicht auf "freiem Feld"

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Im Caprivi-Zipfel zipfelt einer am Zipfel...

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...und alle Affen gaffen... 🙂

Das Mahango Gebiet gefiel uns gut. Weite Ebenen mit und ohne Wasser wechselten sich teilweise mit dichtem Bushland ab. Da die Regenzeit in diesem Jahr eher spärlich ausgefallen war, hatte es nicht allzuviel Wasser. Vielleicht zu unserem Glück, wer weiss wie es hier sonst zu dieser Jahreszeit aussehen würde...!?
Wir sahen viele Zebras, Antilopen, Affen und viele Vögel. Auch einige Elefanten und eine hübsche Schildkröte, leider liessen sich keine Raubkatzen zeigen.

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Gegen Abend ging's dann wieder zurück Richtung Lodge. In Divundu legten wir eine kurze Pause ein, um Schulmaterial einzukaufen. Morgen wollen wir einer Schule Schulhefte, Bücher und Schreibmaterial überbringen.
In der Lodge angekommen, plauderten wir noch etwas mit den Schweizern bevor wiederum ein leckeres Dinner serviert wurde......Irgendwann später war dann Nachtruhe angesagt.

Fortsetzung folgt....
Teil 1703. Juli 2024
12. April 2024, Relax-Tag mit Schulbesuch

Heute stand ein ruhiger Tag auf dem Programm. Nach dem Frühstück trödelten wir noch etwas rum, beantworteten Whatsapp's und genossen einfach mal das süsse "Nichts-Tun".

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Begrüssung am Morgen vor unserem Bungalow

Auch buchten wir in der Lodge eine Village-Tour. Irgendwann gegen Mittag ging's dann los, zwei Angestellte von Riverdance, Cathy und Robert, begleiteten uns. Sie führten uns auf verschiedenen Weglein in ein naheliegendes Dorf, welches wir nach ca 25 Minuten Fussmarsch erreichten.
Unterwegs kamen wir an einem Basketball-Spielfeld vorbei, das aus einer dürren "Wiese" und zwei Baskets bestand. Wir waren überrascht und auch entsetzt darüber, dass sich überall neben und teilweise auch auf dem "Spielfeld" Glasscherben befanden. Als wir unsere Begleitung darauf ansprachen, meinte Robert das man schon aufpassen müsse und darum die Scherben vor einem Spiel besser aufgenommen werden sollten,....er hob eine auf und.....warf sie einfach wieder weg, knapp neben das Spielfeld 🙄 😄 !
Im Dorf erfuhren wir viel über die Lebensumstände, auch über den Anbau und die Herstellung der landestypischen Hauptnahrungsmitteln.

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Später besuchten wir in der Nähe einen Kindergarten und eine Schule. In der Schule wurden wir in ein Büro geführt und dort einem Mann vorgestellt, der mit einem schwarzen Sakko, schwarzen Hochglanz-Lackschuhen und Kravatte so richtig "herausgeputzt" bekleidet war. Wir empfanden sein überaus elegantes Erscheinungsbild irgendwie als befremdlich, stand es doch im krassen Gegensatz zu der ärmlich wirkenden Schule. Er stellte sich als Hauptlehrer vor und erzählte uns ein bisschen was von der Schule und dem Schulsystem hier. Nun, wir konnten dann unsere Kartons mit dem Schulmaterial bei ihm im Büro deponieren.
Danach besichtigten wir die schul-eigene Küche, wo uns erklärt wurde das hier täglich Maisbrei für mehrere hundert Schüler gekocht werde und der Mais vom Gouverment zur Verfügung gestellt werde. Im Kindergarten wie auch in der Schule hatten wir ein wenig das unterschwellige, subjektive Gefühl das wohl eher Bargeldspenden erwartet worden wäre....Aber vielleicht haben wir uns das auch nur eingebildet, wer weiss.

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Zurück in der Lodge genossen wir das mittlerweile schöne Wetter. Wir besprachen noch, ob wir morgen den Buffalo-Core als Selbstfahrer oder doch besser mit einer Game-Tour erkunden sollen. Wir entschieden uns dann für "Self Drive", so würde man unabhängig unterwegs sein.
So gegen 19Uhr wurden wir wieder mit einem leckeren Dinner verwöhnt. Wir diskutierten noch etwas über unseren Besuch im Dorf und das Erlebte in der Schule, bevor wir uns in unseren Bungalow zurückzogen...

Fortsetzung folgt...
Teil 1805. Juli 2024
13. April 2024, Ausflug Buffalo Core

Heute krochen wir etwas früher aus den Federn als gestern, wollten wir doch etwas zeitig in den Buffalo Core fahren. Wie der Mahango Core, gehört auch die Buffalo Core Region zum Bwabwata Nationalpark.
Nach dem Frühstück gings los und nach 30 Minuten Fahrt waren wir am Entrance Gate. Hier war dann warten angesagt; vor uns standen drei südafrikanische Pickup's, einer davon mit Offroad-Anhänger, beim Kassa-Häuschen. Anscheinend hatten sie irgendwelche Unstimmigkeiten oder Probleme mit dem Zahlungsvorgang. Es dauerte dann eine gefühlte Ewigkeit, bis sie mit ihren Extrem-Varianten von Ford Raptor & Wildtrak Pickups losfuhren. Die Pickup's ohne Anhänger waren mit einem sehr hohen Spezial-Fahrwerk, Kotflügel-Verbreiterungen, dazupassenden Rädern und vielem mehr ausgerüstet. Das war das einzige Mal auf unserer Reise, wo wir so massiv modifizierte Offroader gesehen hatten.

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Endlich konnten auch wir losfahren. Bald darauf sahen wir den "Südafrikaner-Konvoy" , wie er in einen Pad abbog, der mit "No entry" gekennzeichnet war. Auch später sahen wir sie noch zweimal, es schien uns das sie vor allem unwegsames Gelände suchten.

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Im Buffalo-Core unterwegs zu sein war für uns eine ganz andere Sache, als noch Vorgestern im Mahango Core. Beim Befahren der "Seitenpads" links und rechts der Hauptstrecke, gab es immer wieder Strecken und Abschnitte mit Tiefsand , auch viel mehr "verbushte" Wege. Einerseits fand ich es spannend unter diesen Bedingungen zu fahren, andererseits war es manchmal auch eine kleine Nervenprobe für Fahrer, Fahrzeug und Co-Pilotin. Hier kam unser Hilux das erstem Mal auf unserer Reise mit richtig viel Buschwerk in Kontakt, welches mit herz-zereissendem Quitschen und Kratzen seine Spuren im Lack hinterliessen.

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Zwei Mal mussten wir auch umkehren weil der Pad durch Schilf hindurch immer feuchter wurde bis er dann schliesslich in geflutetes Gebiet führte.
Im wahrsten Sinne eine spannende Er-fahrung 🙂 .

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Wir sahen vor allem viele Antilopen, Warzenschweine und Wasservögel. Das "wilde Raub-Getier" sahen wir entweder nicht oder dann waren sie vielleicht gerade woanders unterwegs.

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Kudu-Dame beim Körperpflege-Service....man beachte das Hinterteil

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...na, hat's gepickst..?

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Am Spätnachmittag verliessen wir den Buffalo Core wieder und "rollten" gemütlich zurück zur Lodge. Wieder war es ein schöner und spannender Tag.

Unser Fazit Riverdance Lodge: eher kleine Lodge an toller Lage am Kavango-Fluss. Pool, Wifi im Hauptgebäude/Restaurant, sauber. Bungalow mit Terrasse & Aussicht. Klimaanlage, sehr freundliches Personal, vorzügliches Essen.
Gut zu Wissen: zu jedem Bungalow gehört auch auch ein grosser, seperater "Badezimmer-Bungalow". Um zu diesem zu gelangen (z. Bsp. Toilettengang) muss man den "Schlafbungalow" verlassen um zum ca 2 Meter entfernten Eingang vom Badezimmer zu gelangen.
Das Preis-Leistungs Verhältniss empfanden wir als sehr gut ( 3560.- NAD inkl. Dinner & Frstk)

Fortsetzung folgt....

Teil 1906. Juli 2024
14. April 2024, von Divundu nach Kongola
Route: zuerst B8 & C49, dann wenige Kilometer Piste bis Namushasha Lodge. Distanz ca 215Km, Fahrdauer gut 2Std.

Auch heute liessen wir es gemütlich angehen. Nachdem wir gefrühstückt und unsere Koffer wieder gepackt hatten, genossen wir noch etwas die schöne Aussicht von der Terrasse.
Später verabschiedeten wir uns von den schweizer Gastgebern und von Pasqual's Schwester und deren Teens. Nun ging's wieder los, zuerst die wenigen Kilometer auf Schotter bis zur B8, danach auf dessen Asphalt weiter. Ab und zu hatte es Potholes, also Schlaglöcher im Strassenbelag der B8 und man musste gut aufpassen, dass man keins erwischte.

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Unterwegs sind wir wieder einige Äpfel, Kekse und Wasser losgeworden..

Die Fahrt verlief relativ ereignislos und schon bald kamen wir in der Namushasha Lodge an. Hier wurden wir freundlich begrüsst und später zu unserem Bungalow begleitet. Die schön gelegene Lodge ist relativ gross, mit ansprechender Gartenanlage, schönem Restaurant/Bar und ebensolcher Terrasse. Da ich hier im Forum mal gelesen hatte (ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!), dass Bungalow Nr.23 & 24 direkt oberhalb eines kleinen Hippo-Pools des Kwando-Rivers liegen, hatte ich damals bei der Buchung vermerkt, dass wir gerne einer von diesen zwei Bungalows hätten. Tatsächlich wurden wir zum Bungalow Nr 24 begleitet....und tatsächlich sahen wir von unserer kleinen Bungalow-Terrasse einige Hippo's und auch ein Krokodil im Wasser! Einfach toll...!...hier sassen wir in der ersten Reihe ( ARD oder was...?! 🙂 ).
Wir genossen noch ein wenig die Aussicht von unserem Logenplatz, richteten uns danach ein und erkundeten noch etwas das Lodge-Gelände. Trotz der Grösse der Anlage gefiel es uns hier gut. Später buchten wir für den nächsten Morgen noch einen Game-Drive für das Kwando Core Gebiet.

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Das Dinner entsprach wieder dem recht guten Gondwana-Standard. Das grosse Buffet bot eine gute Auswahl an verschiedensten, leckeren Speisen.
Nach dem Dinner genossen wir noch etwas die friedliche Atmosphäre auf der Lodge-Terrasse, bevor es irgendwann Zeit für's Bett war....

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Fortsetzung folgt....
Teil 2007. Juli 2024
15. April 2024, Game & Self Drive Kwando Core

Für diesen Morgen hatten wir gestern einen Game-Drive ins Kwando Core Gebiet gebucht. Der Vorteil einer geführten Tour besteht u. a. darin, dass die Namushasha Lodge eigene Game-Drive Fahrzeuge im Kwando Core stationiert hat, die man dann mit einer kurzen Bootsfahrt erreichen kann. Ansonsten führt der Weg ab Namushasha bis zum Kwando Core nur "aussenrum", das bedeutet ca. 35 Minuten Anfahrt bis zum Entrance Gate. Auch das Kwando Core Gebiet ist Teil des Bwabwata National Parks.

Nach dem Frühstück ging's dann los. Wegen der Grösse der Lodge waren wir, wie erwartet, viele Leute, so dass wir mit zwei Booten unterwegs waren. Wir genossen die friedliche Morgenstimmung und das Dahingleiten auf dem eher schmalen Kwando River. Obwohl wir nur kurz auf dem Fluss unterwegs waren, sahen wir Krokodile, Lechwe-Antilopen und Wasservögel. Nach knapp 15 Minuten waren wir am Ufer wo die Game-Drive Fahrzeuge parkiert waren, hier war dann umsteigen auf die Fahrzeuge angesagt.

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Unterwegs sahen wir viele Tiere, mehrheitlich Antilopen und Vögel, ein Waran, Hippo's und auch einige Elefanten waren mit dabei. Am schönen Horseshoe gab es eine kurze Pause mit Getränken und Häppchen für den kleinen Hunger.

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Auf dem Rückweg sahen wir einen Flusspferd-Riss. Unser Fahrer meinte, dass dieser Gestern noch nicht da lag, also relativ frisch sein müsse.....auch erklärte er, dass sich nur mehrere Löwen zusammen an ein Hippo ranwagen würden.

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Um die Mittagszeit waren wir wieder zurück in der Lodge. Die geführte Tour hatte uns erste Einblicke in das schöne Kwando Gebiet beschert.
In der Lodge tranken wir etwas und beschlossen dann, dass wir nun diese Region noch auf eigene Faust erkunden wollen. Also zog es uns gleichentags in den Kwando Core zurück, dies in der Hoffnung den Hippo-Riss wieder zu finden und so vielleicht auf Löwen oder Hyänen in der Nähe des Risses zu treffen.
Wir kletterten in unseren Hilux und los ging's.....nichts ahnend dessen, was wir in Kürze erleben würden...(ne,ne...falsch; ..keine Reifenpanne 😄 )

Fortsetzung folgt....

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