Rundreise Namibia & Botswana im Frühling 2024

Reisebericht 111 Antworten · 14,0k Aufrufe · gestartet 15. Juni 2024 von Rubu
Themenstarter211 Beiträge · seit 202117. Juli 2024 · #81
@TinuHH
Grüezi Martin
Oh, nur mit Heckantrieb...!... das war bestimmt nicht so toll.... 😮 ...sicherlich ist man so mit eher ungutem Gefühl unterwegs. Nicht vorzustellen bei nassem Wetter oder wenn noch Wasserdurchfahrten zu queren wären....
Bei uns war es zum Glück alles trocken. Überhaupt waren wir überrascht über die Trockenheit im Delta.

Danke für's mitlesen, schön das Du mit dabei bist.
Liebe Grüsse
Rubu
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
Themenstarter211 Beiträge · seit 202119. Juli 2024 · #82
25. April 2024, Moremi Wild Reservat, Okavango Delta

Nach einer angenehmen Nacht in bequemen Betten gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück. Bevor wir in den Moremi loszogen, erhielten wir vom Lodge-Manager noch einige nützliche Tipp’s. Auch meinte er, dass wir Glück hätten mit dem Wetter, respektive mit dem Wasser, da in anderen Jahren, je nach Regenzeit, die Wege nicht so gut befahrbar seien wie in diesem Jahr.
Also schwingten wir uns in unser Gefährt und los ging’s! Es waren nur wenige Minuten zu fahren bis zum North Gate des Moremi NP. Kurz vor dem Gate ging’s dann noch auf einer abenteuerlich aussehende Holzbrücke über eine schöne Wasser-Landschaft. Hier sahen wir einen hübschen schwarz-weissen Kingfisher, der fast ohne scheu auf dem Brückengeländer nach leckeren Fischchen Ausschau hielt.

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Nachdem wir am Gate bezahlt hatten, fuhren wir mal links mal rechts auf verschiedenen Trails durch Bush und Steppenlandschaft. Fast an „jeder Ecke“ begegneten wir Elefanten, mal weiter und mal näher weg...und manchmal auch seeehr Nahe 🙂 .

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Obwohl die Haupt-Trails vielfach tiefe Löcher oder Furchen aufwiesen, waren sie meist gut zu befahren. Die Wege durch die Steppenlandschaft bestanden aus zwei manchmal auch schlecht ersichtlichen Fahrstreiffen. Nach einer ausgiebigen Regenzeit oder während der Flut würde es hier wohl ganz anders aussehen….

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Fortsetzung folgt....
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
Themenstarter211 Beiträge · seit 202119. Juli 2024 · #83
.....Fortsetzung:

Vom Northgate aus waren wir, zwar im „Zickzack“ , aber mit einer tendenziellen Richtung süd-Westen unterwegs. Und dann, fast hätten wir ihn nicht gesehen, sass da einfach so ein Löwenmännchen im Steppengras! Unser erster männlicher Löwe, toll! Wir konnten ihn lange beobachten, irgendwann wurde es ihm wohl zu blöde und so trottete er langsam davon. Wir fuhren ihm in gebührendem Abstand nach, doch bald verschwand er zwischen einigen Bäumen und entzog sich so unseren begeisterten Blicken.

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Im Laufe des Nachmittags kamen wir zu einem kleinen See. Der Lodge-Manager hatte uns empfohlen hierher zur fahren. Hier konnte man ganz nah ans Ufer heran fahren und man musste beim Aussteigen etwas auf Kroko’s achten die in der Nähe waren. Auch stand hier ein etwas baufällig wirkender Hochsitz. Von diesem hatte man eine tolle Aussicht auf die idylische Landschaft und den See. Neben den Krok’s waren auch viele Hippo’s und Wasservögel zu sehen.

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Später versuchten wir auf einer schlecht ersichtlichen Fahrspur um den See zu fahren. Da wo diese nahe dem Ufer entlang führte, gab es einige feuchte Stellen zu passieren, ansonsten war der Fahrweg gut zu fahren.
Danach kamen wir in eine eher ausgetrocknete Region mit vielen abgestorbenen Bäumen, hier waren viel weniger Tiere zu sehen als vorher.
Nach einer kurzen Pause machten wir uns langsam wieder auf, wiederum im Zickzack, Richtung Northgate.

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Gegen Abend waren wir wieder zurück im Khwai Guesthouse. Nach einer angenehmen Open-Air Dusche relaxten wir bei Rock-Shandy und Savanna noch etwas in der schönen Lobby. Das Dinner genossen wir zusammen mit einer netten alleinreisenden Deutschen und so verbrachten wir einen interessanten und schönen Abend zusammen.

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Fortsetzung folgt....
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
zuletzt bearbeitet 19. Juli 2024
Themenstarter211 Beiträge · seit 202120. Juli 2024 · #84
26. April 2024, Okavango Delta

An diesem Morgen zogen wir erst nach 9 Uhr los. Nachdem wir das Northgate passiert hatten, fuhren wir in Richtung der gestrigen Löwensichtung. Dies in der Hoffnung, dass der Löwe oder vielleicht sogar mehrere Löwen immer noch in der selben Region umher streiffen würden. Unterwegs aber sahen wir ein Gametour-Fahrzeug , welches zielstrebig und zügig an uns vorbeifuhr. Nun folgten wir dem Wagen, da wir dachten dass der Fahrer/Guide wohl wüsste, wo „was im Busch“ sein könnte 🙂 .
Tatsächlich fuhr dieser relativ schnell auf einer kaum ersichtliche Fahrspur durch das Steppengras, dann durch ein Wäldchen und über eine leichte Anhöhe, wo wir ihn kurz aus den Augen verloren. Als wir auch über die Anhöhe kamen, sahen wir auf ein Wasserloch, an welchem bereits zwei Game-Fahrzeuge standen. Auch ein Büffel war zu sehen….und dann sahen wir das erste Mal ein Rudel Wildhunde bestehend aus 5 Hunden mit unterschiedlichsten Fellzeichnungen! Allerdings konnten wir den Anblick nicht lange geniessen, da sich das Rudel durch Mensch & Auto wohl etwas gestört fühlte und sie bald im nahen Wäldchen verschwanden.

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Als wir am Ort der gestrigen Löwensichtung vorbei kamen, war von Löwen nichts mehr zu sehen. In der Hoffnung die Löwen irgendwo noch anzutreffen, fuhren wir in dieser Region auf allen möglichen Trails kreuz und quer durch die Steppen- und Buschlandschaft.
Als wir so unterwegs waren, bekamen wir Giraffen, Zebras, Antilopen und natürlich jede Menge Elis zu Gesicht...jedoch keine Löwen.

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Fortsetzung folgt...
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Themenstarter211 Beiträge · seit 202120. Juli 2024 · #85
...Fortsetzung:

Kurze Zeit später, wir waren auf einem ziemlich verbushten Weglein unterwegs, sahen wir durch das Gebüsch in ca 100 Meter Entfernung vier Game-Fahrzeuge stehen. Uns war klar „Da muss was sein“ …! Also versuchten wir dahin zu kommen. Immer wieder kreisten wir auf kaum sichtbaren Fahrspuren um die Stelle wo die Tourfahrzeuge standen, nie kamen wir näher ran oder führte ein Weg dahin...es war zum verzweifeln! Erst als eines dieser Gamefahrzeuge da weg fuhr und, kleine Bäumchen und Buschwerk niederwalzend, auf uns zukam, merkten wir das da gar kein Weg hin geführt hätte. Wir fragten den Fahrer was sie gesehen hätten und ob da ein Weg hinführe. Auf die Frage der Sichtung antwortete er, dass da viele Löwen waren, nun aber weg gegangen seien...auf die Frage des Weges antwortete er nicht, sondern zeigte uns ein verschmitztes Lachen. Wir sahen dann, dass sich alle Gamefahrzeuge „querfeldein“ durch Gebüsch fahrend vom Sichtungsort entfernten.

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Später am Nachmittag hatten wir dann nochmal Glück; wieder sahen wir Wildhunde! Dieses Mal hielten die Hunde gerade „Siesta“ und so konnten wir sie lange beobachten.
Irgendwann gegen Abend fuhren wir ins Khwai Guesthouse zurück. Als wir durch das Dörfchen kamen, sahen wir einen Elefanten zwischen Häusern stehen. Sofort rannten einige Einwohner „Kochtopf schlagend“ und schreiend Richtung des Elefanten. Durch den Lärm verunsichert, verzog sich der Eli dann wieder näher zum Busch und blieb da erstmal stehen.
Da es schon spät war, wollten wir nicht länger zuwarten und so fuhren wir die letzten Meter zum Guesthouse zurück.

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Nach dem Dinner-Buffet und einem „Schlummertrunk“ ging es dann relativ früh ins Bett. Am nächsten Tag wollen wir ja die lange Strecke bis Ghanzi fahren….

Wir taten uns etwas schwer für unser Fazit des Khwai Guesthouse: eher kleine Lodge, genügend grosse Bungalows, hübsch und zweckmässig, sauber. Wifi in der Lobby & Restaurant. Getränke in Selbstbedienung. Essen durchschnittlich gut. Pool. Freundliches Personal. Ansonsten gefällige Anlage im afrikanischen Stiel. Obwohl das Guesthouse beteutend komfortabler und hübscher ist als das Boteti River Camp (selber Besitzer), würden wir das Preis-Leistungs Verhältnis auch hier als schlecht bewerten (360.-USD inkl Dinner & Fstk). Allerdings sind alle Übernachtungspreise im Delta unverhältnissmässig hoch, so dass man die 360USD unter diesem Aspekt schon fast wieder als „günstig“ bezeichnen müsste. Darum trotz des Preises eine Empfehlung.

Fortsetzung folgt….
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zuletzt bearbeitet 20. Juli 2024
Themenstarter211 Beiträge · seit 202121. Juli 2024 · #86
27. April 2024, Fahrtag Okavango-Delta zur Palm Afrique Lodge bei Ghanzi

Strecke: von Khwai via Northgate und Southgate nach Maun (ca 130Km auf Trails & Piste). Ab Maun auf der A3 bis Ghanzi (ca 290Km auf Asphalt), Total ca. 420Km. Fahrzeit ca. 6 ¾ Std. inkl. Pinkelpausen & Stopps

Nachdem wir unsere sieben Sachen gepackt und am Frühstücksbuffet geschmaust hatten, waren wir schon zeitig unterwegs Richtung Northgate. Der Trail vom Northgate zum Southgate des Moremi’s führt fast kerzengerade durch den Busch und war meist etwas sandig, teilweise hatte es auch grosse Löcher. Unterwegs sahen wir zuerst eine grosse Zebraherde, danach ab und zu Antilopen. Nach einer knappen Stunde sahen wir weit vorne auf unserem Weg dunkle Punkte, die uns entgegen kamen. Was für ein Glück wir doch hatten...!,... ein Rudel Wildhunde kam uns auf dem Trail gemütlich entgegen! Als sie bei uns waren, legten sich einer ganz unbekümmert direkt vor unserem Wagen in die Fahrspur! Die anderen schnüffelten noch einige Minuten herum, bevor sich dann alle seitlich ins Gebüsch verzogen. Toll, wieder hatten wir erste Reihe (ARD 😄 ) !

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Bald darauf passierten wir das Southgate. Als wir so auf schlechter Piste dahin rumpelten, standen da plötzlich zwei Giraffen mitten auf der Piste und machten keine Anstalten den Weg frei zu geben. Im Gegenteil, sie fingen an, sich ihre Hälse um die Ohren zu schlagen 🙄 😄 ! Vermutlich um so ihre Rangordnung innerhalb der Herde zu klären oder um die Gunst eines Weibchens zu kämpfen.
Irgendwann war das interessante Schauspiel dann zu Ende und so konnten wir weiterfahren….

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Nachdem wir in Maun getankt hatten, ging es auf die A3. Ohne grosse Ereignisse spuhlten wir die eher eintönige Strecke ab bis kurz nach Ghanzi. Hier bog links eine sandige Piste zur Palm Afrique Lodge ab.
Die mittelgrosse Lodge überraschte uns mit gepflegten Bungalows und einem schönen Garten. Auch einige kleinere Bungalows, die wie „Stein-Iglus“ aussahen, standen in der Nähe des Hauptgebäudes. Diese wirkten schon etwas älter und vor allem eher klein (nur von aussen gesehen).
Im Hauptgebäude war die Reception, das Restaurant und die wohl best sortierte Bar Botswana’s untergebracht 🙂 .

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Nachdem wir uns eingerichtet hatten, spazierten wir noch etwas in der näheren Umgebung herum, wir begegneten Kudus und einigen Springböcke.
Bald darauf wurde ein leckeres Dinner serviert. Danach freuten wir uns auf die bequemen Betten….

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Unser Fazit Palm Afrique Lodge:
Gepflegte Lodge mit schönem Garten, grosse, hübsch eingerichtete Bungalows mit Wifi, Fan. Sauber, freundliches Personal. Restaurant, Bar, Pool. Essen sehr gut. Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als gut bis sehr gut ( 2110.-BWP(ca 160.-Sfr./Euro) inkl. Dinner & Fstk)

Fortsetzung folgt....
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2024
1'003 Beiträge · seit 200821. Juli 2024 · #87
Hallo Rubu,

ich hoffe, Ihr habt besser geschlafen als wir. Wir hatten in diesem Bungalow eine Moskitoplage und leider kein Netz. Kann aber auch sein, weil wir in der Regenzeit unterwegs waren und es Abends ordentlich geschüttet hat.
Lustig, auf dem Weg vom North zum South Gate hatten wir letztes Jahr auch Wildhunde gesehen. Vielleicht ein Geheimtipp? 😉
Langsam nähert Ihr Euch Hohewarte, da bin ich doch gespannt, was Du darüber noch berichtest.
Schönen Sonntag & viele Grüße
Doro
Themenstarter211 Beiträge · seit 202121. Juli 2024 · #88
@Reisemaus
Hallo Doro
Ja das mit den Wildhunden war schon toll...!
In der Palm Afrique Lodge hatten wir keine Probleme mit Mücken, im Bungalow sowie im Restaurant nicht (wir sasen Abends draussen). Ja, so wie Du schreibst, ist das vielleicht abhängig von der Jahreszeit oder Regensituation....Sicherlich sehr unangenehm, auch in unserem Bungalow hatte es keine Mosquitonetze .
Auch Dir einen schönen Sonntag,
Liebe Grüsse
Rubu
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Themenstarter211 Beiträge · seit 202123. Juli 2024 · #89
28. April 2024, von Ghanzi, Botswana nach Harnas, Namibia.

Route: von Ghanzi A3 & A2 bis Grenze, dann B6 bis Gobabis und C22 bis Drimiopsis (alles Asphalt). Dann auf Piste bis Harnas Wildlife Foundation. Distanz Total ca. 400Km. Fahrzeit...nun ja, wir hatten mit ca 4 ½ bis 5Std gerechnet (inkl. Pinkelpausen),….waren dann aber fast 6 ½ Std. unterwegs.

Nach vielfältigem und tadellosem Frühstück waren wir schnell „on the road again“. Die Strecke bis zur namibischen Grenze war nicht besonders abwechslungsreich...oder besser gesagt eher langweilig. Und so waren wir froh als endlich der Grenzposten in Sichtweite kam.
Wegen Umbauarbeiten oder Renovierung (?) des Grenzpostens erwartete uns hier dann ein ziemliches Durch-einander (für unser Empfinden 🙂 )….Schon weit vor dem Posten stauten sich viele LKW’s. Nachdem wir eine Schranke passiert hatten, fuhren wir zwischen LKW’s auf einen grossen Kiesplatz. In der Nähe von provisorisch anmutenden Gebäuden standen schon einige Pickups, also parkierten wir unsere Gefährt auch da. Nun begann unser Behörden-Marathon,….hier nur die Kurz-Version:...wir mussten jeweils lange anstehen, Formulare ausfüllen, wurden dann von einem Büro & Schalter zum nächsten geschickt...immer mit der Begründung das noch ein „Papier“ fehlen würde. Immer wenn ich nachfragte welches Papier sie benötigen würden, bekam ich, wenn überhaupt, die Antwort „im anderen Büro“ oder „Du brauchst den „slip“ 🙄 😄 .

Irgendwann fragte ich dann einen wartenden LKW-Fahrer und er erklärte mir sehr freundlich, dass bei der Einfahrt zum Kiesplatz, nach der Schranke, ein provisorisches Zelt aufgebaut sei und das man da einen „slip“ bekäme, also eine Art von Beleg. Als wir vorher über die Kiesplatz gefahren waren, stand wohl gerade ein LKW vor diesem Zelt, so das wir es nicht sehen konnten. Klar, unser Fehler!
Nun marschierte ich zu Fuss über den Platz zurück zu diesem Zelt. Hier waren zwei Officer anwesend, einer stand an einem Tisch mit Buch und der vermutlich Ranghöhere lümmelte halb liegend in einem Campingstuhl herum. Ich grüsste mit „hello“ und wollte mein Anliegen vorbringen…..und wurde in Befehlston vom campierenden Officer heran zitiert. Nur ganz knapp konnte ich ein „stramm-stehen“ unterdrücken 😄 . Er meinte das ich nicht höflich genug gegrüsst habe und das es in Afrika üblich sei laut und freundlich zu Grüssen. Ich merkte, das mit dem Typ nicht zu spassen ist und so entschuldigte ich mich bei ihm. Darauf wollte er wissen warum ich zu Fuss hier sei, er wolle mein Fahrzeug sehen. Es stellte sich dann heraus, dass das Zelt quasi der Zollposten ist, wo man eingeführte Güter und Waren deklarieren muss. Zuerst sagte der Officer ich müsse unseren Pickup mit Gepäck zum Zelt holen, wollte auch wissen was wir so mit dabei hätten. Als ich ihm antworte das wir nur Koffer, Kleider & Schuhe hätten, hatte er es sich wohl anders überlegt. Er meinte das es nun gut sei, ich mich im Buch eintragen und „verschwinden“ soll. Sein Kumpel am Tisch gab mir dann einen abgestempelten Papierstreiffen mit…..und so erhielten wir den heiss-ersehnten „slip“ 🤩 !

Nachdem wir den restlichen Papierkram erledigt hatten, konnte es endlich weitergehen. An der Ausfahrt wurden unsere Papiere nochmal von einer Beamtin kontrolliert. Sie wechselte ein paar freundliche Worte mit uns und fragte wohin wir fahren würden….Als ich mit Gobabis/Harnas antwortete, fragte sie lächelnd ob sie mitkommen könne. Ich dachte an einen Scherz, lachte zurück und sagte „ja klar, immer“. Da holte sie ihre Tasche aus einem Kabäuschen und stieg bei uns ein 🤪 .
Überrascht fragten wir, ob sie den Posten einfach so verlassen könne und ob sie denn schon Feierabend hätte. Da meinte sie nur, dass in fünf Minuten ihre Kollegin Dienst habe, also alles gut sei. Und so kamen wir zu einer uniformierten Mitfahrerin. Unterwegs erfuhren wir viel über ihre Arbeit an der Grenze, auch über ihr „Pendeln“ zwischen Familie in Gobabis und der Grenze. An einer Kreuzung bei Gobabis stieg sie aus und wir fuhren weiter nach Harnas.

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Grosser eingezäunter Garten mit Straussen

Hier wurden wir freundlich empfangen und zum ca 500Meter entfernten Bungalow gefahren. Die Harnas Wildlife Foundation besteht aus einem gesicherten und eingezäunten grossen Garten mit Pool, Reception, Restaurant und Bar. Direkt dahinter befinden sich auch Tiergehege. Die ungesicherten Bungalows befinden sich ausserhalb des Zaunes, relativ weit vom Restaurant entfernt. Wegen den Wildtieren wurde uns empfohlen nicht zu Fuss, sondern mit unserem Auto zwischen Restaurant und Bungalow hin und her zu pendeln.
Allerdings sahen wir, dass die meisten Gäste zu Fuss unterwegs waren...und so machten wir es meist auch.

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Als wir uns im Bungalow eingerichtet hatten, spazierten wir zum Restaurant. Auf dem Weg dahin nahmen wir eine Bewegung war und sahen dann tatsächlich ein Nashorn mit einem Jungen ca 100m entfernt!

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Im Restaurant wurde uns später ein vorzügliches Dinner serviert (man konnte zwischen verschiedenen Gerichten auswählen). Dazu genossen wir einen feinen Wein, bevor es dann ab in die Koje ging...

Fortsetzung folgt....
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2024
Themenstarter211 Beiträge · seit 202124. Juli 2024 · #90
29. April 2024, Harnas Wildlife Foundation

Nach einer angenehmen Nacht spazierten wir zum Restaurant. Da wir gestern keine klaren Infos erhalten hatten, erkundigten wir uns nochmal über das Tour-Angebot. Gerne hätten wir die morgendliche Raubtier-Fütterungs-Tour gebucht, doch es hiess, dass diese um 8.30Uhr, also vor wenigen Minuten losgefahren sei. Schade, das fanden wir jetzt nicht so toll, vor allem weil wir Gestern keine genaue Auskunft erhielten. Auch wollte uns die Dame von der Reception noch nähere Infos über das Game-Drive Angebot geben….doch augenscheinlich ging auch das vergessen. Ich war dann ein bisschen sauer und wollte nicht nochmal nachfragen…und so machten wir uns halt einen gemütlichen Tag.
Allgemein kamen uns die Komunikations & Informations-Abläufe hier etwas „schwierig“ vor, aber alle waren immer freundlich und irgendwie auch bemüht….Da es auf Harnas viele junge Voluntäre hatte, war das Personal auch viel mit ihnen beschäftigt.

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Und so verbrachten wir den Tag mit Karten spielen, faulenzen, spazieren, Fotos ordnen und lesen. Immer wieder pendelten wir zu Fuss zwischen Restaurantgelände und Bungalow. Unterwegs sahen wir immer wieder Vögel und einmal eine Antilope, die nur wenige Meter von uns weg an einem Bäumchen rumknabberte! Auch bekamen wir am Bungalow Besuch von einem Oryx…! Auch er stand nur sechs, sieben Meter von uns weg. Wir wussten nicht genau wie die Situation einzuschätzen sei...die Nähe zu diesem stattlichen Kerl mit den langen „Säbel-Hörnern“ machte uns schon etwas nervös. Er stand einfach da und glotze uns an...und wir glotzten zurück 🙄 🙂 . Aber schon kurz darauf trottete er gemütlich durch das Gebüsch und verschwand.

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Später, wieder auf dem Restaurantgelände, tollte eine grosse Horde Mangusten umher...irgendwie kamen die lustigen Kerle wohl unter dem Zaun hindurch in den Garten. Leider waren sie nach 10 Minuten wieder verschwunden und das tolle Schauspiel war zu Ende. Kurz darauf sahen wir einige Rosenpapageien, auch kamen wir immer wieder auf Tuchfühlung mit den überhaupt nicht scheuen, sondern eher frechen Straussen.

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Am späteren Nachmittag, wir waren gerade wieder im Bungalow, hörten wir draussen ein Geräusch. Ich ging nach draussen und tatsächlich waren da wieder Nashörner. Dieses Mal waren es mehrere Dickhäuter, die rund 50 Meter entfernt am Bungalow vorbei trotteten. Ich ging nochmal rein um die Kamera zu holen, als ich wieder raus kam waren sie schon etwas weitergegangen. Trotz gehörigem Respekt und auch etwas Schiss folgte ich ihnen ein paar Minuten, konnte dann aber nur vom Nachzügler der Gruppe einige halbwegs gute Aufnahmen machen, vom Rest der Truppe sah ich dann nur noch die Hinterteile...Auf dem Rückweg sah ich noch ein Gnu etwas weiter entfernt. Ein tolles Erlebnis!

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Auch an diesem Abend erhielten wir ein leckeres Dinner.

Unser Fazit Harnas Wildlife Foundation betrifft nur den Lodge-Betrieb. Über Sinn oder Unsinn betreffend einer Haltung von Wildtieren in Gehegen und möglichen Auswilderungen möchten wir hier nicht urteilen oder diese gar bewerten. Wir haben bemerkt, dass da jeder seine Meinung dazu hat und das ist auch gut so.

Unser Fazit Harnas Wildlife Foundation: eher kleine Lodge in schönem, eingezäuntem Garten. Restaurant, Bar, Reception mit Souvenir-Shop, Pool (wurde bei uns als Ententeich genutzt). Wifi im Restaurantbereich. Freundliches Personal, sauber. Grosse & hübsche Bungalows mit Klima, nicht eingezäunt. Wir haben zweimal sehr gut gegessen. Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als gut bis sehr gut (3250.-NAD inkl. Dinner & Fstk.)

Fortsetzung folgt….
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2024
Themenstarter211 Beiträge · seit 202125. Juli 2024 · #91
30. April 2024, von Harnas nach Windhuk / Hohewarte Guestfarm

Route: ab Harnas Piste (50Km) bis zur C22, dann C22 & A6 auf Asphalt bis Windhuk (250Km), Total 300Km.
Fahrzeit ca. 3 ½ Std inkl. Stopps.
Danach ca 45Km ab Windhuk zur Hohewarte Guestfarm.

Nach einem umfangreichen Frühstück checkten wir aus und bald waren wir unterwegs Richtung Windhoek. Wieder erwartete uns ein eher langweiliges Strecken-Abfahren bis wir in der Hauptstadt, bei Warthog 4x4 Rental vorfuhren.

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Abschied von den Katzen in Harnas

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unterwegs

Die Abgabe des Mietwagens war speditiv und problemlos. Ich war froh, dass ich den Hilux am Vortag noch etwas aufbereitet hatte. Schon länger hatte ich mal an einer Tanke eine Lackpolitur gekauft, und so polierte ich am Vorabend die gröbsten Kratzer aus dem (vorher gereinigten) Lack heraus. So konnten wir den Wagen mit gutem Gewissen zurückgeben.
Bevor uns Joshua von Warthog 4x4 Rental zur Hohewarte fuhr, wurden uns die 3600.-NAD Auslagen von den drei Reifenpannen zurück vergütet.

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Als wir in der Hohewarte-Guestfarm ankamen, wurden wir von Michael freundlich auf deutsch begrüsst. Er zeigte uns die hübsche Lapa, erklärte die Handhabung der Getränke-Selbstbedienung und zeigte uns das Zimmer. Unser Zimmer lag unterhalb der Lapa, also nicht im Hauptgebäude, es war gross und hübsch eingerichtet.

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Aussicht von der Lapa

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Ausser einer deutsch-namibischen Frau aus Swakopsmund waren keine weiteren Gäste anwesend. Um 19 Uhr wurde das vorzügliche Dinner serviert. Wir verbrachten den schönen Abend mit der Dame aus Swakopsmund. Wir hatten sehr interessante Gespräche, und da sie vor und auch nach der Unabhängikeit des Landes politische Ämter innehatte, erfuhren wir viel von den damaligen Schwierigkeiten und der politischen Situation während, vor und nach dem Regierungswechsel. Sehr spannend!
Relativ spät gings dann ins Bett.

Fortsetzung folgt…..
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
973 Beiträge · seit 202325. Juli 2024 · #92
Ihr Lieben,
es hat mir großen Spaß gemacht, euch auf dieser schönen Reise zu begleiten. An spannenden Abenteuern und sehr beeindruckenden Fotos hat es nicht gemangelt.
Ich habe herzlich gelacht, als die Grenzbeamtin bei euch eingestiegen ist und hätte gerne eure Gesichter gesehen.

Wir haben auch noch einen Teil eurer Strecke auf der Wunschliste stehen. Einige unserer Unterkunftsfavoriten habt ihr als gute Wahl bestätigt und uns Tipps für weitere geliefert.

Da ihr jetzt das Fahrzeug abgegeben habt, geht es wohl ab in die Luft und ich sage herzlich Danke und Tschüss und hoffentlich bis irgendwann mal wieder.

Liebe Grüße, Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
Themenstarter211 Beiträge · seit 202126. Juli 2024 · #93
@Nacho
Hallo Silvia
Herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Ja, die Grenzbeamtin war schon ne Nummer... 🙂 ..
Es freut uns, das Dir unser RB gefallen hat und auch einige Tipp's für Dich mit dabei waren.

Einen knappen Tag hatten wir noch, bevor wir nach Hause düsten....der Bericht folgt in Kürze.

Mit lieben Grüssen
Rubu
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
Themenstarter211 Beiträge · seit 202127. Juli 2024 · #94
1. Mai 2024, Dayroom auf Hohewarte, Abends Rückflug

Ja nun war er da, der Rückreisetag 🙁 . Da wir einen „Dayroom“ gebucht hatten, konnten wir unser Zimmer bis zum Abflug am Abend nutzen. Und so nahmen wir es mit aufstehen und frühstücken seeehr gemütlich.
Bis zu ihrer Abreise plauderten wir noch etwas mit der Dame aus Swakopsmund, spielten danach ein, zwei Runden Karten und lasen.
Da wir gestern von Michael gehört hatten, dass auf dem Farm-Umland zwei Wanderwege angelegt seien, erkundigte ich mich nochmal genauer bei Ihm und marschierte dann los. Ich wählte den längeren der zwei gut markierten Rundwege.

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Anfangs begegneten mir ausser einigen Rindern keine Tiere. Später schreckte ich eine Steinböckchen auf, welches nur wenige Meter neben dem Weg im Gebüsch lag. Da ich es vorher nicht gesehen hatte, fiel mir fast das Herz in die Hose als es neben mir aufschrak und davon galoppierte.

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Nach knapp zwei Stunden kam ich an eine Wassertränke, hier sah ich aus der Ferne einige Zebras, als sie mich witterten stoben auch sie davon. Kurze Zeit später stürmte ein Oryx einige Meter vor mir über den Weg, wieder erlitt ich fast ein Herzstillstand vor Schreck 😄 . Alle Tiere die ich sah waren sehr scheu. Auch war ich viiiel zu langsam um Fotos von ihnen zu knipsen. Nach rund 3 Stunden war ich wieder zurück auf der Farm. Die Wanderung war jetzt landschaftlich nicht unbedingt ein Highlight, trotzdem war es schön und die Bewegung hatte mir gut getan.

Unser Fazit Hohewarte Guestfarm: schöne Unterkunft mit wenigen Zimmern. Schöne Lapa mit Aussicht auf das Umland. Grosser Pool, sauber, freundliche Gastgeber. Zimmer zweckmässig und hübsch eingerichtet. Wifi in der Lapa. Vorzügliches Essen. Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als i.O. bis gut (wir zahlten 5600.-NAD inkl. Dinner & Fstk., inkl. Dayroom und Flughafen-Transfer)

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Gegen 17Uhr wurden wir von einem Angestellten der Farm zum Airport gebracht. Wir flogen pünktlich ab und auch der Flug war soweit angenehm…..bis dann zwei Stunden vor der Ankunft in Frankfurt bei meiner Frau die ersten Symptome der Typhus losgingen. Einzelheiten erspare ich Euch. In Frankfurt mussten wir dann noch schwierige 5 Stunden warten bis zu unserem Anschlussflug nach Teneriffa.


Nun möchte ich mich bei allen Fomis bedanken, die bis hierher „durchgehalten“ und mitgelesen haben. Ich hoffe, dass ein paar nützliche Infos oder Anregungen für den einen oder anderen im RB mit dabei sind. Auch herzlichen Dank fürs „Danke-Knöpfli“ drücken, auch das hat mich immer wieder motiviert um weiter zu schreiben….Mit lieben Grüssen.

Eine Gesamt-Bilanz oder Fazit unserer Reise folgt….
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
1'003 Beiträge · seit 200827. Juli 2024 · #95
Hallo Rubu,
Danke sehr für Deinen Reisebericht. Ich bin gerne mitgereist und habe einiges Interessantes erfahren.
Hoffe, Deiner Frau geht es inzwischen wieder gut. Zum Glück hat es Euch nicht die ganze Reise verdorben.

Viele Grüße
Doro
Themenstarter211 Beiträge · seit 202127. Juli 2024 · #96
@Reisemaus
Hi Doro
Vielen Dank für's Mitfahren und Deine jeweiligen feedback's!
Meiner Frau geht's wieder fast gut, sie ist aber immer noch in Behandlung.....eine sehr hartnäckige Geschichte! Aber es wird schon gut kommen...

Schön warst Du mit dabei,
Liebe Grüsse
Rubu
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
Themenstarter211 Beiträge · seit 202129. Juli 2024 · #97
Eine Kurze Bilanz unserer Reise:

Zuerst möchte ich vorausschicken, dass es nach einem aktiven Urlaub wohl immer irgend etwas geben wird, wo man im Nachhinein sagen kann...“das hätte man anders machen können“….oder „da wären wir gerne länger oder weniger lang geblieben“…usw…..Diese Empfindungen sind immer sehr subjektiv, weil sie auf persönlichen Ansichten und Vorlieben basieren. Für den Einen stimmt’s, für den Anderen vielleicht nicht. Und so gab es auch bei uns das eine oder andere Detail, welches wir vielleicht das nächste Mal anders machen würden…
So würden wir z Bsp. die Aufenthaltsdauer für Kasane um einen Tag verlängern, würden ohne Zwischenüber-nachtung von Kongola direkt nach Botswana fahren und in Etosha in der Vreugde Guestfarm einen Tag verlängern und dafür Onguma Forrest Camp um einen kürzen.
Besonders überrascht hatte uns das Omatozu Safari Camp mit der Möglichkeit hier wandernd die Gegend zu erkunden und so vielen Tieren nahe zu kommen, auch Vreugde mit den super-netten Gastgebern war eine schöne Überraschung. Auch die ursprünglichen Himbas mit ihrem Willen alte Traditionen zu erhalten und westlichen Verlockungen zu widerstehen haben uns beeindruckt.

Landschaftlich gesehen, war die Reise dieses Mal nicht so abwechslungsreich wie unsere Ersttäter-Runde vor zwei Jahren. Damals war es ein abwechslungsreicher Mix zwischen Tiersichtungen und landschaftlichen Highlight’s wie zBsp, Fish-River, Sossusvlei, Erongo und Kolmanskuppe.
Auch das erste Drittel der diesjährigen Reise war mit den Ugab-Terrassen und Epupa-Falls von solchen Highlight’s geprägt. Die restlichen gut drei Wochen der Reise waren dann viel mehr auf tägliche Tiersichtungen ausgerichtet, so dass die vielen Sichtungen von Elefanten, Antilopen oder Zebras mit der Zeit nicht mehr so aufregend, ja schon fast „normal“ wirkten im Vergleich zum Anfang der Reise.
Von den vielen Nationalparks die wir besuchten, hat uns der Chobe-Waterfront NP in Kasane und der Moremi NP im Okavango Delta besonders gut gefallen.
Erfahrene Afrika-Reisende hätten wohl dafür nur ein müdes Lächeln übrig, aber mit den vielen 4x4 Fahrten, u.a. durch Kwando Core, Makgadikgadi Pan und im Okavango Delta, war diese Reise für uns nochmal abenteuerlicher als unsere Ersttäter-Tour vor zwei Jahren. Dies trotz,...oder vielleicht auch gerade wegen den anfänglichen Reifenpannen... 😄

Alles in Allem war auch diese Reise wieder ein ganz tolles Erlebnis. Wir begegneten interessanten Menschen, erlebten Kultur-Vielfalt, bekamen Einblicke in die bewegte Geschichte Namibias und durften unzähligen Tiere sichten…..Alles wunderschöne Erfahrungen, die verpackt in Erinnerungen immer mit uns sein werden.

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Zum Abschluss möchte ich diesem Forum und all den aktiven Mitgliedern ein Kränzchen winden. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Informationen, tolle Tipps und auch Unterstützung man durch Euch erhält. Ohne diese vielen Beiträge wäre unsere Reise nicht halb so toll geworden, dafür danken wir Euch von Herzen!

Mit lieben Grüssen von den zwei Rubu's
"Das Leben ist zu kurz für IRGENDWANN"
355 Beiträge · seit 201329. Juli 2024 · #98
Hallo ihr beiden,

heimlich, still und leise habe ich euch auf eurer Reise begleitet und möchte mich nun, am Ende, doch auch noch gerne zu Wort melden.

Vielen Dank, dass ihr uns auf eurer Tour mitgenommen habt - gerade der erste Teil bis hoch zu den Epupa-Fällen hat mich sehr interessiert und auch inspiriert, war ich doch der festen Überzeugung, dass man das Kaokoveld vorwiegend als Camper erleben kann. Entsprechend ist dieser Teil des Landes auch nach der vierten Reise noch ein blinder Fleck auf unserer Landkarte. Dies wird sich nun im Frühjahr 2026 voraussichtlich ändern - auch dank eures Berichts. 😄

Und das ist auch mit ein Grund, warum ich seit über 10 Jahren immer wieder gerne hier im Forum vorbeischaue - man findet jedes Mal tolle neue Ideen für die nächste Reise 🤩

Werde mir auch gleich mal eure Ersttätertour anschauen - euer Schreibstil und auch die Bilder haben mir sehr gut gefallen!

Liebe Grüße aus München,
Sonja
6 Wochen Namibia mit Kind - April & Mai 2026 Mannschaftsausflug nach Namibia - April 2023 Südafrika 2020: Von Kapstadt nach Port Elizabeth Namibias Süden + KTP 2017 Namibia/ Botswana 2015: Auf den Spuren der Elefanten Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
4'382 Beiträge · seit 201529. Juli 2024 · #99
Danke an Euch Rubus für diesen interessanten Reisebericht. Ihr habt viel Schönes gesehen und erlebt und mit uns geteilt.
Geteilte Freude............ 😗
Schöne Grüße
Friederike
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