Die Eulenmuckels sind endlich wieder in Namibia

Reisebericht 231 Antworten · 56,9k Aufrufe · gestartet 02. Aug. 2021 von Eulenmuckel
725 Beiträge · seit 201731. Aug. 2021 · #121
Danke für die ausführliche Antwort.
Sehen gar nicht so schlecht aus und finden sicherlich einen Platz bei uns zu Hause. Preislich völlig ok, steckt ja auch Arbeit drin.
Mal schauen, wo uns die Händler "überfallen".
Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) http://www.stenders-reisen.de/Namibia%202022/Namibia_2022.html
1'557 Beiträge · seit 201131. Aug. 2021 · #122
Ihr Lieben Muckels,
wie schön, endlich wieder ein Reisebericht! 😉 und dazu fantastische Fotos!
Wir sind heute nach fast 6 Wochen aus Namibia zurückgekehrt. Ich hatte das Glück und konnte meine Ferien um die Quarantänezeit verlängern, die während des Urlaubs aufgehoben wurde.
Leider war die letzte Woche so saukalt, dass wir den Süden (die Karasberge hatten Schnee!) ausklammerten, deshalb freue ich mich besonders über eure Namibrand Bilder.

Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
96 Beiträge · seit 201901. Sept. 2021 · #123
Hallo!
Vielen Dank für den tollen Bericht bisher.
Wir waren etwas später als Ihr in Sesriem (30.07.) und dazu noch bei Sandsturm im Deadvlei, aber es war auch da noch sehr leer.
Auch Solitaire hatten wir für uns alleine, wobei die Bäckerei wieder auf war.
Insgesamt macht es mir nach unserer Reise noch mehr Spaß die Berichte zu lesen, weil ich jetzt zumindest die eine oder andere Ecke wieder erkenne.
Ich freue mich auf die nächsten Kapitel.
Gruß!

Ulrich
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200601. Sept. 2021 · #124
@Biggi: Willkommen zurück! Du hast in diesem Jahr das Glück, im richtigen Bundesland (mit späteren Sommerferien) zu wohnen. 😉
Auf eine Kaltfront hätten wir auch keine große Lust gehabt. Bei uns waren die Temperaturen noch moderat.

@Ulrich: Wir freuen uns, dass du auch dabei bist. Hoffentlich hattet ihr eine schöne Reise.
Insgesamt macht es mir nach unserer Reise noch mehr Spaß die Berichte zu lesen, weil ich jetzt zumindest die eine oder andere Ecke wieder erkenne.
Das ist ein wichtiger Aspekt, wenn man die Reisen anderer mitverfolgt. Natürlich sind unbekannte oder fremde Orte z. B. für die Planung eigener Ziele interessant, aber besonders aufmerksam schaut man sich die Etappen an, die Bekanntes enthalten. Das Wiedererkennen holt die eigenen – hoffentlich schönen – Erinnerungen zurück.

Viele Grüße
Uwe
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96 Beiträge · seit 201902. Sept. 2021 · #125
Eulenmuckel schrieb:@Ulrich: Wir freuen uns, dass du auch dabei bist. Hoffentlich hattet ihr eine schöne Reise.
@Uwe, ja, es war grandios, noch besser als durch die 1-jährige Verzögerung immer mehr erhofft.
Das sortieren der Bilder hält mich noch länger auf Trab, aber zumindest ein Kurzbericht ist in meinem Kopf in Planung...kommt Zeit...und so.
Gruß!

Ulrich
zuletzt bearbeitet 02. Sept. 2021
1'059 Beiträge · seit 200607. Sept. 2021 · #126
Hallo ihr lieben Muckels

Nun habe ich auch aufgeholt und freue mich sehr über euren Bericht! Es ist ja schon länger her, seit wir zum letzten Mal Kontakt hatten und daher hatte ich irgendwie überhaupt nicht präsent, dass ihr «unten» wart - daher umso schöner, dass ihr schon fleissig am berichten seid.

Und irgendwie auch eine gute Idee, die Gunst der Stunde zu nutzen, die sonst eher volleren Plätze in Namibia wieder mal zu besuchen. Ganz tolle Bilder aus dem Sossusvlei und der Etosha - das lässt sich ja super an!

Noch zu den Nuss-Verkäufern: genau das von euch beschrieben Scenario ist mir natürlich bekannt und als beim letzten Mal so ein Kollege ganz «unschuldig» nach meinem Namen gefragt hat, habe ich ihm geantwortet: «my name is: I don't want another Makalani nut» - das Gelächter aller beteiligten war recht gross. 😁

Euer Bericht löst ganz viel Vorfreude aus auf unsere bevorstehende Reise im Dezember. 😎

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200609. Sept. 2021 · #127
Lieber Sam,

schön, wieder von dir zu lesen. Und beim Blick auf eure geplante Reise(dauer) kann man schon neidisch werden.

Die Antwort für den Nussverkäufer werden wir uns merken.

Danke für deine Begleitung. Gleich geht es mit der nächsten Etappe im Etosha weiter.

Viele Grüße
Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200609. Sept. 2021 · #128
Tag 11 – Dienstag, 13. Juli – Gamedrive ohne Ende

Okaukuejo – Olifantsrus

Wie in Okaukuejo üblich standen wir früh auf. In der Nacht hatten immer wieder die Webervögel im Traum gezwitschert – also in ihrem eigenen, nicht in unserem. Während das Camp ganz langsam erwachte, setzte Uwe Wasser auf, ging zur Toilette, und Ruth richtete das Zelt. Unsere Morgenroutine war schon wieder gut eingespielt, und so waren wir pünktlich zur Toröffnung um halb acht fertig.

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Mit Sonnenaufgang machten wir uns auf zur Löwenjagd, denn wir wollten schauen, ob wir die beiden Kater vom Vorabend wieder aufspüren konnten.

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Daher fuhren wir die Runde vom gestrigen Abend zunächst in umgekehrter Richtung, also nach Gemsbokvlakte und dann über Nebrownii zurück. Leider hatten wir kein Glück, denn die Löwen waren nicht mehr zu finden. Davon waren wir auch ausgegangen, aber wir wollten uns nicht nachsagen lassen, es nicht versucht zu haben. Stattdessen entdeckten wir ein einzelnes Eland, einige Schakale und natürlich Unmengen an Springböcken.

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Der Morgen war relativ ruhig, und so hielten wir mal wieder auch für die kleinen Braunen. Mit dieser Aufnahme von hinten tun wir uns etwas schwer. Auch die Größe ist im Nachhinein nur schlecht zu schätzen. Vielleicht ist es ein Marico Flycatcher?

Drosselschnäpper (Chat Flycatcher) (Danke an maddy)

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Weißflügeltrappe

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Nach einem kleinen Stopp in Okaukuejo ging es von dort weiter nach Okondeka. Entlang des Weges sahen wir Springböcke und Gnus, die aber nur wenig kooperativ waren. Völlig gelangweilt von uns hoben sie meist nicht einmal den Kopf. Auch die Landschaft gab nicht allzu viel her.

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Ein bisschen gelbes Gras und kurzes, graues Gewächs. Trotzdem freuten wir uns, einfach hier sein zu dürfen. Uwes Ankündigung, sich notfalls auch für drei Wochen irgendwo in den Staub zu setzen, wenn er nur bloß wieder nach Namibia käme, war gar nicht so falsch. Die Ansprüche waren geringer und die Momente bewusster. Von einfach nur im Staub sitzen waren wir ja auch ohne besondere Sichtung weit entfernt. Vielleicht sind eben auch die kleinen Dinge besonders.

Aufgeregte Weißflügeltrappe

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Termitenschmätzer

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Schnell kamen wir nicht voran, denn die häufigen Vogelstopps hielten auf. Ihre Bestimmung noch viel mehr. Lerchen können wir einfach gar nicht.

Zirp-Lerche (Spike-heeled Lark) Sabotalerche ohne weißen Augenstreif 😛 😗

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Ach, keine Ahnung! Irgendwas passt einfach immer nicht. Entweder ist es der helle Kranz ums Auge, der dunkle Streifen, der vom Schnabel ausgeht, die bräunliche Brust oder das Verbreitungsgebiet. Wir behaupten einfach, eine neue Art entdeckt zu haben. Fertig!

Zirp-Lerche (Spike-heeled Lark) (Danke an Matthias)

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Rostschwanzschmätzer (Familiar Chat) (Danke an maddy)

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Steppenfalke

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Bei Okondeka standen Oryx und Strauße herum. In der Ferne zogen ein paar Gnus vorbei. Von Löwen war weit und breit keine Schwanzspitze zu erblicken, und so fuhren wir über Adamax und vorbei am Märchenwald immer weiter nach Westen. Eine einzelne Giraffe war in die entgegengesetzte Richtung unterwegs.

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Am Picknickplatz hinter dem Wald machten wir eine kleine Frühstückspause und aßen Brötchen mit Nutella und Marmelade. Auch hier war es sehr still. Außer ein paar Webervögeln, die fleißig kleine Ästchen im Schnabel davontrugen, konnten wir keine Vögel entdecken.

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So blieben wir nicht sehr lange und fuhren schon bald weiter. Dabei stellte das Öffnen des Tors Ruth vor eine Herausforderung. Das alte Ding hing nur noch schräg in den Angeln, und sie musste es mehr tragen als schieben. Unter grauem Himmel ging es weiter Richtung Nordwest. Die Strecke zog sich, und wir waren dankbar für jede kleine Abwechslung.

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Bei Ozonjuitji m’Bari tobte dafür das Leben. Alles, was Beine und Flügel hatte und sich mehr oder weniger gut vertrug, war hier vertreten: unzählige Strauße, Oryx, Zebras und Springböcke. In weiter Entfernung entdeckten wir ein paar Elands und dazwischen viele viele Tauben.

Kaptäubchen

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Es ging zu wie auf dem Schulhof. Während die einen sich brav anstellten, abwarteten und alles aus der Ferne betrachteten, wurde anderswo gedrängelt, gerempelt und gepöbelt.

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Besonders arg trieben es die Zebras. Ihre langgezogenen Rufe schallten aus allen Richtungen, während sie kopfnickend Richtung Wasser liefen. Dort angekommen schubsten sie sich herum, traten, bissen und wirbelten mächtig Staub auf.

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Wir blieben eine ganze Weile und sahen dem Schauspiel zu. Leider sichteten wir hier und auch später keine Elefanten. Auf der weiteren Strecke sprang ab und an ein Steinböckchen davon, und auch die Zebras blieben uns treu. Trotzdem wollte die Strecke nach Olifantsrus nicht kürzer werden. Wir begannen ein wenig zu bereuen, den Westen des Etosha dieses Mal nicht ausgelassen zu haben. Ein Highlight war das Picknick bei Sonderkop. Während wir Brote mit Avocado und Rauchfleisch aßen, unterhielten sich an den beiden Nebentischen zwei Schildraben. Sie machten merkwürdige Geräusche und hörten sich an wie eine losgelassene Sprungfeder aus Metall: brrrimmm, brrrrimmm. Es machte wirklich Spaß, den beiden zuzuhören. Obwohl wir schon viele dieser Vögel gesehen hatten, war diese Sprache neu für uns.

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Kalahariheckensänger

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Schnurrbärtchen

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Die letzten 50 Kilometer bis Olifantsrus unterbrachen wir nur noch für einige Doppelbandrennvögel direkt neben der Straße und zwei Steinböckchen.

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Die auf dem Weg liegenden Wasserlöcher waren vollkommen verwaist. Alle Tiere hatten sich verkrochen oder waren abgewandert. Wie verzweifelt wir nach einem Lebewesen Ausschau hielten, beweist dieser Waffenkiebitz, der bei schlechtem Licht neben einem Elefantenköttel als lohnendes Motiv herhalten musste.

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In Olifantsrus checkten wir ein und suchten uns aus den vielen Campsites eine freie aus. Außer uns standen am Ende des Tages noch vier weitere Parteien hier. Wir hatten genug von der langen Fahrerei und dem anstrengenden Gegucke. Daher ruhten wir uns aus, duschten und setzten uns kurz in den Hide.

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Leider war auch an diesem Wasserloch außer ein paar Tauben kein Tier zu sehen.

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Das stimmte so nicht ganz. Im Tümpel unter uns regte sich etwas, und eine Schildkröte grinste zu uns herauf.

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Außerdem stand eine Herde Gnus weit entfernt, machte aber keine Anstalten, näher zu kommen. Mit Sonnenuntergang spazierten wir über den hölzernen Steg zurück zur Campsite.

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Zum Abendessen wollten wir Boerewors grillen. Ruth machten einen Salat mit Gurke, Tomaten, Paprika, Oliven und Feta. Uwe entzündete das Feuer und checkte noch einmal die Lage am Wasserloch, da wir den Ruf einer Hyäne gehört hatten. Seine Mühe blieb aber umsonst.

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Der Abend blieb eher ungemütlich. Zum einen wurde es recht kalt, außerdem qualmte das Feuerholz sehr, und es dauerte ewig, bis wir eine nennenswerte Glut erhielten. Natürlich zog der Qualm immer in unsere Richtung. Egal, ob wir uns vor, hinter oder neben die Feuerstelle setzten, wir wurden eingeräuchert. So zogen wir mehrfach mit unserem Tisch um, bis wir schließlich kapitulierten. Manche Dinge gehören eben dazu. So zum Beispiel nach Rauch stinkende Klamotten und Haare. Als die Wurst endlich fertig war, schmeckte sie zum Glück hervorragend, so dass sich das lange Warten gelohnt hatte.
Bei der Camp-Rezeption gab es WLAN, und so erfuhren wir, dass Lufthansa nur noch dreimal pro Woche von Windhoek nach Frankfurt fliegt. Unser Rückflug wurde daher um einen Tag nach vorne verschoben. Überraschung!
Auf Grund der niedrigen Temperaturen dauerte es nicht lange, bis wir bald nach dem Abwasch ins Zelt kletterten und uns auch das stundenlange Starren auf ein schwach angeleuchtetes Wasserloch nicht mehr locken konnte.

Kilometer: 200
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zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2021
8'672 Beiträge · seit 201010. Sept. 2021 · #129
Guten Morgen meine Lieben,

während draußen im Dunkeln (warum wird es hier eigentlich so spät hell 😵 ? Ich will wieder weg....) mein Käuzchen ruft, habe ich endlich hier nachgelesen!

Auch wenn ich eure Fotos aus dem Etosha NP sehr genieße, hänge ich gedanklich immer noch an Ruths fantastischen Lichtmalereien fest. Ich finde, erst wenn man das selber mal erfolglos versucht hat 😊 , kann man ihre Kunstwerke wirklich wertschätzen! In diesem Sinne: BRAVO!!! 😘

Zu eurer Lerche (ich und Lerchen 😄 😄 😄 Matthias wird sich kringelig lachen, dass ausgerechnet ich mich damit befasse...): ich hab mal in meinem "LBJs made simple" (der Titel ist natürlich irreführend, nix ist das simple 😣 ) nachgeschaut.

Ich sag jetzt einfach mal, dass sie, wenn ich die Bildchen in dem Buch mit euren vergleiche, mich am ehesten an die Eastern Clapper Lark erinnert. Aber ich sag das jetzt ohne etwas zu wissen (und ich hab noch nicht mal im Roberts gegengecheckt, dazu müsste ich jetzt nochmal von der Couch aufstehen 🙄 ) - vielleicht auch nur, um Matthias aus der Reserve zu locken 😛 .

Mal schaun, was für ein braunes Vögele es dann tatsächlich ist.... 😗 . Es bleibt spannend 😮 !

Euch einen schönen Freitag und dann ein ebensolches Wochenende 😘 !

Liebe Grüße von Bele
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zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2021
96 Beiträge · seit 201910. Sept. 2021 · #130
Moin!

Sehr interessant, wie unterschiedlich die Strecke doch sein kann.
Einige Tage nach Eurem Besuch in Olifantsrus wurde dort das Wasserloch vom Schlamm befreit.
Wir waren 2 Tage vor Ort, am ersten Abend waren 4 Nashörner am Hide und haben den Schlamm schmatzend ausgesaugt.
Mein Großer hat sicherlich mehrere hundert Fotos davon produziert.
Am zweiten Tag mit sauberem Wasserloch war dann aber auch fast nichts los.
Jedoch sind wir im Westen quasi von Steinböckchen und Nashörnern verfolgt worden.
Gruß!

Ulrich
2'512 Beiträge · seit 200910. Sept. 2021 · #131
Hallo,

nach einer leider doch nur dreiwöchig kurzen Abstinenz habe ich wieder nachgeholt, und was sehe ich: Rätselvögel. 😎 Sehr schön.
Da lege ich mir doch mal gleich den Roberts zurecht, denn in Namibia war ich ja zwei Jahre nicht mehr, und ich bin doch ganz schön aus der Übung, vor Allem bei den Lerchen.

@ Bele: Von welchem Vogel sprichst du? Es gibt, wenn ich richtig zähle, vier fragliche Kandidaten.

Also:

1. den mutmaßlichen Marico Flycatcher würde ich für einen Familiar Chat halten, sonst müsste der Bauch weiss sein.

2. die vermutete Sabota Lark halte ich für eine Rufuos-naped Lark in der namibischen ssp. pallida, auch, wenn man auf dem Foto die Haube nicht sieht/diese angelegt ist. Eine Eastern Clapper Lark kann ich nicht ganz ausschliessen, aber der Schnabel ist mir doch zu groß. ( bei E. Clapper Lark steht: fairly short, stout bill ).

3. der folgende Vogel, da bin ich mir sicher, ist eine Spike-heeled Lark. Von den langschnäbeligen L. gibt es ja nicht so viele, da bleibt nur diese übrig, in der ssp. arenaria.

4. der ?-Vogel ist eindeutig keine Lerche, den würde ich für ein African Stonechat, ein Schwarzkehlchen halten. Natürlich kein adultes Männchen, sondern ein unausgefärbtes, vorjähriges Tier.

Vielleicht äussert sich maddy ja auch noch, bin mal gespannt.

Liebe Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
44 Beiträge · seit 202010. Sept. 2021 · #132
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Was für ein Trubel an diesem unaussprechlichen Wasserloch. Super schön! Hier hattet ihr doch großes Glück! Im Juni waren zwar auch einige Tierchen da, aber bei weitem nicht so viele. Das scheint derzeit (auch bei den Facebook-Etosha-Gruppen) erst mehr und mehr Tiere anzuziehen...
Viele Grüße, Nora
1'674 Beiträge · seit 201211. Sept. 2021 · #133

Was für ein tolles stimmungsvolles Foto!!!





Wir sind schon sehr gespannt auf die Etosha. Eure Bilder und Sichtungen befeuern unsere Vorfreude.

Freue mich auf die Fortsetzung

Liebe Grüße Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2021
2'167 Beiträge · seit 200913. Sept. 2021 · #134
Liebe Eulenmuckels,
Ach wie schoen, wieder ein Reisebericht mit tollen Fotos von euch, vielen Dank fuer's Teilen!

Hallo Matthias,
Vielleicht äussert sich maddy ja auch noch, bin mal gespannt.
🤩
Wir waren am Freitag im Mkhuze Game Reserve, und ich verbrachte den halben Samstag mit der Bestimmung (oder dem Versuch davon) all dieser non-breeding LBJ's dort, Whydahs, Widowbirds, Indigobirds - bis mir der Kopf brummte. Schauen doch alle gleich aus... 😗 Und je mehr ich davon sehe und lese, desto groesser wird das Durcheinander!
Und jetzt kommt ihr mit noch mehr davon daher....

Also ich versuchs mal (wobei ich mir ueberhaupt nicht sicher bin, ist halt schwierig mit nur einem Foto):
1. da tippe ich auf einen Chat Flycatcher
2. koennte ein juvenile Capped Wheatear sein
3. da bin ich mir auch sicher, das ist ein Spike-heeled Lark
4. Familiar Chat? (Stone Chat kommt dort nicht vor)

Ok, was meint ihr?

Liebe Gruesse
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
zuletzt bearbeitet 13. Sept. 2021
2'512 Beiträge · seit 200913. Sept. 2021 · #135
Hallo maddy,

es freut mich, dass du dich hier einklinkst.
Ja, das ist nicht einfach, so eine Bestimmung anhand nur eines Fotos, ohne Größenvergleich. Und dann noch von hinten... 😗 😵

Also zu deinen "Vorschlägen":

1. Chat Flycatcher. Den hatte ich gar nicht aufm Schirm. Jetzt bräuchte man halt einen Anhaltspunkt für die Größe, aber deinen Vorschlag halte ich für sehr wahrscheinlich.
2. Capped Wheatear Juvo, schwierig. Der müsste doch schwarze Füsse und einen schwarzen Stoß haben, sehe ich aber nicht. Ich denke schon eher an eine Lerche.
3. unstrittig Spike-heeled Lark.
4. Mist, die Verbreitung vom Schwarzkehlchen hatte ich nicht gecheckt, da hast du recht. Aber ein Familiar Chat? Ich sehe nix von einem roten Schwanz. Hier fällt mir einfach nix Gescheites ein.
Egal wie, das bleibt spannend.

Hallo Uwe, gibts noch weitere Fotos von den jeweiligen Vögeln?

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 13. Sept. 2021
2'261 Beiträge · seit 201113. Sept. 2021 · #136
Hallo liebe Muckels,

vielen Dank für den tollen Bericht. Das ist gerade das richtige um sich auf den kommenden Namibiaurlaub einzustimmen.

Lieben Dank dafür 😘
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200613. Sept. 2021 · #137
@Bele, Matthias und Maddy: Herzlichen Dank für eure Hilfe bei der Vogelbestimmung!
Bei Nummer 1 gehen wir mit maddy. Chat Flycatcher kommt sehr gut hin. Hier ist noch ein Foto von der linken Seite:

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Nummer 2: Dieser Vogel saß in unmittelbarer Nähe zu Nummer 3. Daher tippen wir nun ebenfalls auf Spike-heeled Lark. Capped Wheatear passt für uns nicht. Leider haben wir keine Fotos aus anderer Perspektive.

Nummer 3: Spike-heeled Lark (Fall gelöst) Hatten wir auch schon in der engeren Auswahl, wollten aber nicht raten.

Nummer 4: Familiar Chat könnte schon sein. Hier ist noch ein Bild:

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@Ulrich: Ob man am Wasserloch etwas sieht oder nicht, hängt offensichtlich vom Tag, von der Uhrzeit, vom persönlichen Glück und außerdem vom Zufall ab. Ja, und natürlich davon, ob man auch dort ist oder nicht. 😉

Viele Grüße
Uwe
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zuletzt bearbeitet 13. Sept. 2021
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200617. Sept. 2021 · #138
Tag 12 – Mittwoch, 14. Juli – Etosha West

Olifantsrus – Okaukuejo

Noch beim Einschlafen hörten wir Hyänen rufen, und in der Nacht weckte uns mehrfach Löwengebrüll. Wir waren aber zu faul, uns anzuziehen und am Wasserloch nachzusehen. So lauschten wir in unsere Schlafsäcke gekuschelt dem nächtlichen Konzert und standen um viertel vor sieben mit großen Erwartungen auf. Die Luft war kühl, und wie jeden Morgen waren alle Sachen schnell eingepackt. Mit einem heißen Getränk liefen wir zum Hide und sahen zu, wie sich die Sonne langsam über den Horizont schob. Das Wasserloch lag immer noch völlig still, nur ein paar vereinzelte Tauben landeten und flogen gleich darauf wieder auf.

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Daher blieben wir nicht allzu lange und fuhren zunächst ein Stück nach Westen zum ersten Wasserloch Nomab. Dort stand ein einzelnes kleines Oryx verloren im Gras und hielt Ausschau nach seiner Mutter.

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Wir halfen ihm ein wenig bei der Suche, konnten aber nur Gnus, Kuhantilopen und Zebras entdecken.

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Wir hofften, dass die Geschichte des kleinen Oryx noch ein glückliches Ende nehmen würde und seine Mutter in der Nacht nicht als Mitternachts-Imbiss geendet hatte. Auf dem Weg fanden sich nämlich frische Löwen- oder Leopardenspuren in beachtlicher Größe.

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Weiter nach Westen wollten wir nicht, denn wir hatten ja wieder den ganzen Weg bis Okaukuejo vor uns. Daher drehten wir um. An Olifantsrus vorbei machten wir heute Morgen viele Kilometer ohne nennenswerte Sichtungen. Ein Sekretär flog leider direkt davon, als wir neben ihm anhielten. Kurz vor der Wasserstelle Sonderkop hielten wir am Picknickplatz und holten uns Brötchen, Nutella und Marmelade nach vorne. Der Plan war, an der Wasserstelle mit tollen Sichtungen zu frühstücken. Und er schien aufzugehen, denn dort stand bereits ein anderes Auto, aus welchem ein Objektiv herausragte. Zuerst sahen wir Gnus, Zebras und Springböcke, entdeckten aber schon bald eine Löwin, die am vorderen Rand des Parkplatzes müde herumlag. Das Fell unter ihrem Kinn hatte noch einen roten Schimmer, und wir vermuteten, dass sie diese Nacht Beute gemacht hatte. Sie war intensiv mit der Fellpflege beschäftigt und hielt nur ab und zu inne, um zu schauen, ob wir noch da waren.

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Das waren wir natürlich, denn ein Frühstück mit Löwenaussicht schmeckt gleich noch viel besser. Sehr zufrieden ließen wir uns die Brötchen schmecken und entdeckten erst viel später eine zweite Katze, die es sich ein Stück entfernt auf einem Haufen Elefantendung bequem gemacht hatte.

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Wir konnten beide nicht glauben, dass wir sie so lange übersehen hatten und scannten die Gegend nach weiteren Mitgliedern ihres Rudels ab. Diesmal waren wir uns ziemlich sicher, dass wir kein weiteres Tier verpasst hatten. Aber zwei Löwinnen sind ja auch nicht schlecht. Während wir frühstückten und darauf warteten, dass sich eine der Katzen bewegte, erschien zwischen den Gräsern und Bäumen auf der gegenüberliegenden Seite des Wasserlochs eine zottelige, dunkle Gestalt, die sich rasch näherte.

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Sie steuerte zunächst zielstrebig auf das Wasser zu, drehte ein wenig ab, um einen weiteren Haken zu schlagen und sich dann doch dafür zu entscheiden, ihren Durst zu stillen. Leider lag das Wasserloch im Gegenlicht. Trotzdem freuten wir und sehr über die braune Hyäne, die sich von unseren beiden Löwen nur wenig beeindruckt zeigte. Vielleicht war sie aber nur ebenso blind wie wir vorhin.

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Die Löwin, die nahe bei unserem Auto lag, erhob sich und lief zu ihrer Freundin.

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Gemeinsam ließen die beiden die trinkende Hyäne nicht aus den Augen, machten aber auch keine Anstalten, sie zu verjagen. Man kann auch friedlich miteinander sein. Als das braune Zotteltier seinen Durst gelöscht hatte, machte es sich fünf Minuten später schon wieder davon – bloß nicht rennend, denn man will ja nicht den Jagdtrieb wecken, aber doch dem wachsamen Blick entkommen, schließlich weiß man nie …

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Als der Hyäne der Abstand zu den Löwen groß genug erschien, wurde sie auch gleich ein wenig mutiger und streckte ihnen zum Abschied noch schnell die Zunge heraus.

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So toll hatten wir uns unser Frühstück gar nicht vorgestellt. Schnell packten wir zusammen, verabschiedeten uns ebenfalls von den Löwen und fuhren los, um die Hyäne noch einmal auf der Straße zu erwischen. Sie lief einige Zeit parallel zu uns, aber irgendwann verloren wir sie aus den Augen.

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Wir folgten der Pad bis Ozonjuitji m‘Bari, wo heute deutlich weniger Tiere als gestern waren. Es war mittlerweile nach 11 Uhr, und alle hatten sich in den Schatten verkrochen oder lagen wiederkäuend im Gras. So blieben wir dort nicht lange und fuhren bald weiter.

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Den nächsten Picknickplatz ließen wir links liegen, um möglichst schnell nach Okaukuejo zu kommen. Dort wollten wir eine längere Mittagspause machen. Ein paar Kilometer vor dem Restcamp stand ein Spitzmaulnashorn mitten in einem Gebüsch und fraß. Man konnte es nur entdecken, weil der komplette Busch wackelte. Mal sah man ein Ohr, mal den Schwanz, manchmal auch nur graue Haut, während es die Blättchen um die dornigen Äste herum zupfte. Seine Futtersuche war wirklich mühsam, und es dauerte eine ganze Weile, bis es sich endlich zeigte.

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Im Büro in Okaukuejo bezahlten wir die Campsite für eine Nacht und kauften im Shop wieder ein Paket Holz.
Unseren Stellplatz suchten wir ganz am hinteren Rand des Campingareals und machten es uns gemütlich.

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Wir freuten uns an den kleinen Besuchern, die neugierig herbeikamen, um zu schauen, ob vielleicht etwas Leckeres vom Tisch fallen würde.

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Ruth spazierte zum Nest der Siedelweber, die schon wieder eifrig damit beschäftigt waren, ihre Wohnung zu vergrößern. Dabei wurden zwitschernd die spannesten Neuigkeiten ausgetauscht.

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Zum Essen machten wir einen Avocado-Thunfisch-Salat mit Mais, und es gab Rauchfleisch, Butterbrote und Brie. Anschließend ging Ruth duschen, und Uwe trank Kaffee und verputzte den letzten Schokomuffin. Dann wurde gespült, und während Uwe duschte, legte Ruth das Fleisch für das Abendessen ein. Man könnte meinen, wir haben nur gegessen. (Haben wir wohl auch!)
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zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2021
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200617. Sept. 2021 · #139
Bevor wir gegen 15:30 Uhr aufbrachen, schauten wir kurz beim Wasserloch vorbei. Dort tranken drei Elefanten. Wir sahen ihnen dabei zu, bis sie genug hatten und den Platz wieder verließen, denn es waren dieses Jahr die ersten Elefanten, die wir im Etosha sahen.

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Dann wollten wir eine kleine Runde beginnend bei Nebrownii fahren. Weiter kamen wir auch nicht, denn dort lag ein Löwe im Gras zwischen Straße und Wasserstelle. Ein zweiter lag noch weniger sichtbar im hohen Gras, dafür aber fast neben der Straße.

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Viel tat sich hier nicht. Mal wurde eine Vordertatze, mal ein Hinterbein in die Luft gestreckt. Man räkelte sich links- und rechtsherum und ließ sich von der Sonne bescheinen. Wir stellten uns auf eine lange Wartezeit ein, und das taten mit uns mittlerweile fünf weitere Autos. Als sich der eine Löwe nach einer Viertelstunde erhob, wurde es hektisch. Die Fotoapparate klickten, und es wurde wild rangiert.

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Sicherlich würden die beiden früher oder später zur Wasserstelle laufen. Daher verließen wir die Autoansammlung und parkten um. Mit einem guten Blick auf das Wasser warteten wir und wurden nicht enttäuscht. Die beiden Löwen trotteten langsam in unsere Richtung, blieben aber immer wieder stehen, legten sich nieder, erhoben sich und taten die nächsten paar Schritte. Sie hatten wirklich keine Eile.

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Die Schildraben und Krähen waren da deutlich flotter unterwegs. Sie kamen schnell herbeigeflogen, tranken ein paar Schlückchen und flatterten dann zur Seite, als der erste Kater vorbeischritt.

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Er trank lange und legte sich dann für alle anderen Tiere weithin sichtbar direkt oberhalb des Wassers in Position.

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Ein einsamer Springbock umrundete in großem Abstand das Wasserloch und stieß respektvolle Alarmrufe aus. Die Anwesenheit der Löwen hatte sich wohl herumgesprochen, denn mit Erscheinen des zweiten hatte sich auch der Parkplatz gefüllt. Wir waren froh, so früh dort gewesen zu sein, denn mittlerweile waren gefühlt alle Autos, die hier unterwegs waren, bei Nebrownii versammelt, und im Laufe der nächsten zwei Stunden wurden es immer mehr. Wir fuhren noch einmal ein wenig zur Seite, um etwas Platz zu machen und konnten dem Rangieren um die besten Plätze gelassen zusehen.

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Es passierte nicht wirklich viel. Ab und zu erhob sich einer der Löwen, schaute sich um und legte sich wieder hin.

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Irgendwann erschienen nacheinander von der anderen Seite noch zwei weitere Löwen.

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Alle vier begrüßten und beschnüffelten sich, bevor sie sich nebeneinander – wie heute Morgen schon die Löwendame – auf den Elefantenbollern niederlegten. Dort scheint es wirklich besonders schön kuschelig und weich zu sein. Die vier schienen noch junge Brüder zu sein und betrachteten sich augenscheinlich als die Stars der Wasserstelle.

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Solange sie dort lagen, trauten sich nur wenige Springböcke und viele Schildraben etwas näher heran.
Erst gegen viertel nach sechs lichteten sich die Reihen der Zuschauer, als immer mehr Leute den Rückweg nach Okaukuejo antraten. Auch wir machten uns auf und kamen passend zum Sonnenuntergang zum großen Wasserloch im Camp an. Dort kamen gerade zwei Elefanten zum Trinken.

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Ruth entdeckte eine Schleiereule im Baum über uns.

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Auf unserer Campsite machten wir Feuer und zogen uns warme Sachen an, denn nach Sonnenuntergang wurde es schnell kühl. Wir machten Salat mit Tomaten, Paprika, Feta, Oliven und Gurke. Das neue Holz war nicht ganz trocken, und so brauchten wir wieder lange, bis genügend Glut zum Grillen vorhanden war.
Dieses Problem hätten die Campangestellten, die ein wenig außerhalb von Okaukuejo wohnten, sicherlich gerne gehabt, denn während unser Feuer nicht brennen wollte, stand das Staff-Camp plötzlich lichterloh in Flammen. Wir hörten aufgeregtes Geschrei und sahen den roten Feuerschein zu uns herüberleuchten. Am Tonfall der Leute meinten wir zu erkennen, dass die Lage ernst war und hofften, dass niemand verletzt würde. Ein aufkommender Wind fachte die Flammen immer wieder an, wenn wir gerade dachten, dass es nun bald geschafft und das Feuer gelöscht wäre. Langsam machten wir uns Sorgen. Was, wenn der Wind die Flammen zu uns herübertreiben würde? Die armen Menschen, die gerade mit den Flammen kämpften. Mehrere Autos fuhren zum Camp, und nach einer ganzen Weile war der Brand zum Glück unter Kontrolle.

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Nach der ganzen Aufregung grillten wir endlich unser Zebra und konnten jeden Löwen verstehen, denn es schmeckte ganz hervorragend. Ruth kuschelte sich in eine warme Decke, während Uwe zum Spülen ging. Anschließend setzten wir uns mit unseren Wolldecken und Mützen noch ein bisschen ans Wasserloch, beobachteten die sechs Nashörner und die Schleiereule, die noch immer im Baum saß.

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Als es spät und uns zu kalt wurde, liefen wir zum Auto und starteten noch eine Serienaufnahme des Sternenhimmels. Hoffentlich stehen morgen früh nicht zwei Kameras auf dem Platz.

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Kilometer: 176
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zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2021
42 Beiträge · seit 202117. Sept. 2021 · #140
Vielen Dank für euren super ausführlichen Bericht mit den außergewöhnlich schönen Bildern. 😄