Caprivi satt

Reisebericht 288 Antworten · 55,7k Aufrufe · gestartet 07. März 2019 von fotomatte
Themenstarter2'513 Beiträge · seit 200913. März 2019 · #41
Guten Abend,

ich fang mal von hinten her an:

@ Champagner: Liebe Mabele, die Gymnogene hat ja sogar zwei deutsche Namen, ich kenne Höhlenweihe und Schlangensperber. Der Vogel hat aber weder etwas mit einer Weihe noch mit einem Sperber zu tun. ( Ja, ich weiss, Unterfamilie Weihen ). Deshalb ist das für mich eine Gymnogene. Punkt.
Dass der Vogel gerne Baumhöhlen kontrolliert, ist korrekt.

Ääh, übrigens, ich habe mich über die Kraniche, vor allem so nah an der Strasse, auch sehr gefreut. 😉

@ Sasa: Hallo Sandra, stimmt, schön sind sie auch ohne Namen ( also die Meisten wenigstens ). 😄 Mit Roberts und Sasol bist du doch perfekt ausgestattet.

@ Nachtigall: Hallo Anne, wie der Fiskalwürger zu seinem Namen kommt, weiss ich nicht, aber ich finde ja in aller Regel die englischen Namen viel poetischer.

@ Tinochika: Hallo Hartwig, das macht praktisch keine Mühe, die meisten Namen kenne ich, und wenn nicht, schlage ich im Newman´s nach.

@ Zugvogel: Hallo Stefanie, jepp, den Tag rund um Halali fanden wir auch ganz gut gelungen, ein passender Einstieg in die Tour.

@ jaffles: Hallo Claudia, aktuell steht die Liste bei 361 Arten. 🤪

@ Old Women: Hallo Beate, bis Oktober 2020 sollte ich wohl fertig sein mit dem Bericht. 😗

@ Fortuna77: Hallo Nadja, leider war es überall, selbst im Caprivi, viel zu trocken. Ich habe die Gegend um Nambwa noch nie so gelb und tierarm erlebt. 😵

@ Susi65: Hallo Susi, ich freu mich, dass du auch mal wieder ein Lebenszeichen hinterlässt, du hast dich rar gemacht. Dann werden wir gegen Ende eine Lernkontrolle durchführen, ob paar Bipperle hängen geblieben sind. 😐

Vielen Dank für eure Kommentare und die Klicks, das freut mich sehr.

Liebe Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 13. März 2019
839 Beiträge · seit 201414. März 2019 · #42
fotomatte schrieb:
@ Fortuna77: Hallo Nadja, leider war es überall, selbst im Caprivi, viel zu trocken. Ich habe die Gegend um Nambwa noch nie so gelb und tierarm erlebt. 😵
Hallo Matthias,

ach menno, dass ist ja ein Ding! Nachdem wir Dan verlassen haben und in Rundu waren, fingen Gewitter und Regen in der Region an und ich habe während der restlichen Tour noch ständig in die Wettervorhersage für Kongola geschaut und mich gefreut... Da kann mal man sehen, dass so eine Vorhersage noch lange nicht das abbildet, was tatsächlich runterkommt. 😵 Weißt Du vielleicht, wie es mittlerweile dort aussieht?

Viele liebe Grüße,
Nadja
2015 - 3 wunderbare Wochen im südlichen Namibia; 2016 - Krüger total - unsere Tour von Nord nach Süd; 2016 - KwaZulu-Natal - Ein Urlaub mit Höhen und Tiefen; 2017 - Zu viert durch die Karoo und Kap-Region; 2018 - Let's do it rustic - Kruger NP im April; 2018 - Winter in der Karoo - Frühling am Kap - Herbst 2018; 2018 - Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018
Themenstarter2'513 Beiträge · seit 200914. März 2019 · #43
Hallo Nadja,

nein, wirklich wissen tue ich Nichts, aber auf unserem Rückweg wollten wir noch einen Stopp unterhalb von Kongola einlegen. Den haben wir gecancelt, denn es hat auf der Fahrt hinter Katima angefangen zu schütten, in Kongola selbst stand alles unter Wasser ( hier haben wir nur schnell getankt ) und der Regen hat fast bis nach Divundu durch gehalten. Das war also keine so typische lokal begrenzte Angelegenheit, sondern da hat es richtig abgeladen. Aber ob es noch weiter geregnet hat, oder ob das alles war, weiss ich nicht.
Andreas´ Wetter-App hatte aber weiteren Regen prognostiziert, deshalb sind wir ja dann ins Damaraland geflüchtet.

Viele Grüße,
Matthias
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Themenstarter2'513 Beiträge · seit 200914. März 2019 · #44
26. Januar: was machen eigentlich die Blue Cranes?

Heute hat ein eigenartiger Schlonz den Himmel verdeckt, so haben wir es nicht gar so eilig das Camp zu verlassen.
Nach dem Frühstück packen wir zusammen und fahren nochmals zurück Richtung Salvadora.
Auf der grossen Pläne vor dem Abdreh stehen wieder die Kraniche in der Landschaft verteilt, heute zählen wir derer zehn.

DSC00469.jpg

Den Vogel NCK hatten wir gestern noch nicht registriert.

DSC00474.jpg

Direkt vor Salvadora liegen diese zwei Faulpelze in der trüben Morgensonne.

DSC00489.jpg

Der Rest vom Rudel hat den Platz von den Gnus übernommen. Von den Gnus selbst ist weit und breit nichts zu sehen.

DSC00491.jpg

Darüber haben wir uns sehr gefreut, wieder mal ein Europäer. Ein männlicher Montagu´s Harrier- Wiesenweihe.

DSC00501.jpg

Bei Charitsaub sitzen einige weitere europäische Greife verteilt, einige rütteln über dem Grasland. Lesser Kestrel- Rötelfalke.

DSC00507.jpg

Schakale haben wir auffällig wenige gesehen.

DSC00514.jpg

Leider taugt das Licht heute nicht wirklich, es ist trüb und ziemlich dunkel. Trotzdem versuche ich mich an ein paar Flugstudien der European Bee-eater- Bienenfresser.

DSC00518.jpg

Wie geschrieben verwenden wir einige Zeit beim Bestimmen von Lerchen. Die Sabota Lark- Sabotalerche ist noch vergleichsweise einfach, der massive Schnabel ist charakteristisch.

DSC00521.jpg

Marico Flycatcher- Maricoschnäpper

DSC00530.jpg

Die Lesser Grey Shrikes- Schwarzstirnwürger sind allesamt sehr scheu, nur selten bleibt einer sitzen.

DSC00538.jpg

Die Grey-backed Finchlark- Nonnenlerche ist einfach zu bestimmen, aber nicht ganz so einfach zu fotografieren. Selten einmal halten sie auch nur eine Sekunde still.

DSC00547.jpg

Scaly-feathered Finch- Schnurrbärtchen. Hier gefällt mir einmal der deutsche Name besser.

DSC00557.jpg

Er posaunt seinen Revieranspruch lauthals hinaus. Deshalb wird er oft Gackeltrappe genannt.

DSC00567.jpg

Diese Lerche ist schon etwas schwieriger. Karoo Long-billed Lark- Langschnabellerche.
Die Lerche ist sogar noch schwieriger als gedacht, denn es ist eine Spike-heeled Lark, oder Zirplerche.

DSC00579.jpg

Direkt daneben sitzt eine Red-capped Lark- Rotscheitellerche, natürlich wieder einmal nur von hinten.

DSC00582.jpg

Nur weil wir sehr langsam fahren, bekommen wir die Löwin mit, die direkt am Bankett liegt und schläft. Weil wir anhalten, räkelt sie sich, steht kurz auf und dreht sich auf die andere Seite.

DSC00584.jpg

Es ist nach wie vor stark bewölkt, so beschliessen wir nach einer kurzen Pause direkt durch zu fahren bis nach Namutoni.
Bei Okerfontein steht ein einzelner Elefantenbulle und mampft langsam auf seinen abgerissenen Ästen rum.

Viele Grüße,
Matthias
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zuletzt bearbeitet 19. März 2019
4'382 Beiträge · seit 201515. März 2019 · #45
Heute hat ein eigenartiger Schlonz den Himmel verdeckt
Ach, Matthias, ich liebe Deine "Fachausdrücke" 😉
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 18. März 2019
1'312 Beiträge · seit 200616. März 2019 · #46
Hallo Matthias,

meinen größten Respekt bei der Bestimmung der Lerchen. Das ist echt ne Hausnummer 🙄 .
Die Sabota bekomme ich auch noch hin, aber an deiner Karoo Long Billed Lark bin ich gescheitert 😵 .
Ich habe sie mir ein paar Mal im Roberts durchgeschaut, aber weitergekommen bin ich nicht 🙁 .
Freue mich auf mehr!!!!

LG in den Schwarzwald aus der Ortenau
Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
8'672 Beiträge · seit 201017. März 2019 · #48
fotomatte schrieb:

DSC00514.jpg

Seeeehr cooles Foto 🤩 - da hätte deine alte Kamera sicher versagt 😛 . Was jetzt nicht heißen soll, dass ich die Qualität alleine auf die Sony schiebe - abdrücken musst ja immer noch du! 😉

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter2'513 Beiträge · seit 200918. März 2019 · #49
Hallo ihr Lieben,

es freut mich sehr, dass man auch mit ein paar Federlingen Interesse wecken kann. 🙂

@ CuF: Liebe Friederike, Schlonz ist doch nun wirklich kein Fachbegriff, allenfalls bestes Schwäbisch. 😎

@ casimodo: Hallo Carsten, die Wiesenweihe kenne ich in Deutschland auch nur von sehr wenigen Begegnungen während des Zuges, aber du wohnst doch gar nicht soo weit weg von einem der Hauptbrutgebiete in Deutschland. In Namibia war das erst meine zweite oder dritte Begegnung.

@ Champagner: Liebe Bele, das stimmt, mit der alten Kamera hätte ich da gar nicht antreten brauchen, aber auch mit der Neuen habe ich genug Ausschuss generiert. 😵

@ jaffles: Hallo Claudia, wenn du wüsstest, was du mit deiner Bemerkung ausgelöst hast. Ich bin mir jetzt nämlich wirklich nicht mehr sicher, welche Lerche das Foto zeigt. Fakt ist, wir haben sowohl die Karoo Long-billed Lark wie auch die Spike-heeled Lark im Etosha gesehen. Fakt ist auch, das Foto zeigt eine langschnäbelige Lerche, da kommen ja nur diese in Frage. Rein von der Optik passt nun das Foto besser auf die Spike-heeled Lark, hier die ssp.arenaria. Da passt auch das Verbreitungsgebiet viel besser.
Andererseits habe ich die Lerche deutlich grösser in Erinnerung als die ja in unmittelbarer Nachbarschaft rumhopsende Red-capped Lark. Dazu kommt der deutliche weisse Augstreif, das passt alles besser auf die Langschnabellerche. Laut Verbreitungskarte im Roberts und im Newman´s kommt die gar nicht in Etosha vor, es gibt aber die Unterart ssp. damarensis, und die habe ich auch in einer Liste über den Etosha NP gefunden.
Ich werde nochmal bei meinem Bruder nachfragen, ob er das nachvollziehen kann, wo wir welche Lerche gesehen hatten. Ich habe ja keinen Aufschrieb, und versuche nun in meinem lausigen Gedächtnis zu kramen. 😗 😏

Also vielen Dank für deine Bemerkung.

Ich werde den zweiten Teil des Tages noch heute schreiben, hoffentlich. 😊

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
4'382 Beiträge · seit 201518. März 2019 · #50
@ CuF: Liebe Friederike, Schlonz ist doch nun wirklich kein Fachbegriff, allenfalls bestes Schwäbisch
o.k., hab's in Gänsefüßchen gesetzt 😉
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'312 Beiträge · seit 200618. März 2019 · #51
Hallo Matthias,
Laut Verbreitungskarte im Roberts und im Newman´s kommt die gar nicht in Etosha vor, es gibt aber die Unterart ssp. damarensis, und die habe ich auch in einer Liste über den Etosha NP gefunden.
Das mit den Unterarten finde ich immer sehr verwirrend. Das macht das ganze noch schwerer bei den LBJ.
Und ich bin ja noch ganz am Anfang 🙄 .
Aber dazu sind dann Reiseberichte wie Deiner außerordentlich hilfreich, um tiefer in die Materie zu kommen 🙂 !
Bin gespannt, wie es mit den Lerchen weitergeht!

LG Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
2'167 Beiträge · seit 200918. März 2019 · #52
Hallo Matthias,
Von der Farbe her und dem kurzen Schwanz (und dem Verbreitungsgebiet 😉 ) ist das fuer mich ein Spike-heeled Lark. Wenn du seine Fuesse vergroessern kannst und die gerade Kralle (spike) am hinteren Zehen sehen kannst ist es dann auch eindeutig.
Hier ein schlechtes Foto (das war uebrigens auch im Etosha) damit ihr seht was ich meine:

11DSCF4645b.JPG


Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
Themenstarter2'513 Beiträge · seit 200918. März 2019 · #53
Hallo Lerchenfans,

liebe maddy, ich hatte gehofft, dass du dich einklinkst. Ich weiss schon, was du meinst, aber auch die Long-billed Lark hat eine ziemlich lange Rückzehe, und leider sieht man auf den ganzen Fotos nicht einmal sauber die Zehen, immer ist was davor. Auch der Schwanz ist nicht eindeutig zu sehen, denn die Spike-heeled Lark müsste ja eine deutliche weisse Endbinde haben.
Ich weiss es nicht, aber wie gesagt tendiere ich auch eher zur Spike-heeled Lark. Oder so... 😗 😣 😵

Ich muss jetzt noch Fotos vergrössern... 🙄

Liebe Grüße,
Matthias

Edit: Ich hab nun ein Bild bis zur Schmerzgrenze vergrössert, und man kann tatsächlich die weisse Schwanzbinde sehen. Also: eindeutig Spike-heeled Lark. Die Zehen sind allerdings überall so gut zu sehen wie hier. 🤢
Trotzdem, der Fall ist nun klar. Ich danke euch. 😘

DSC00568.jpg
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 18. März 2019
1'127 Beiträge · seit 201121. März 2019 · #54
fotomatte schrieb:.

DSC00469.jpg

Den Vogel NCK hatten wir gestern noch nicht registriert.

Hallo Matthias,

diese Blue Cranes gefallen mir ausgesprochen gut. Die habe zuvor noch nie gesehen. Lebt dies Kranich-Art ausschließlich in Namibia bzw. im südlichen Afrika oder handelt es sich hierbei auch um einen Zugvogel? Der Vogel NCK ist sicherlich die Markierung am Bein?!

Liebe Grüße

Susi
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
Themenstarter2'513 Beiträge · seit 200926. März 2019 · #55
Hallo,

ich weiss, eigentlich sollte ich schon längst mal weiter geschrieben haben. 😗

@ Susi65: Hallo Susi, ich kopiere aus Faulheit einfach mal ein Kapitel aus meinem 2017er Bericht. Damals habe ich geschrieben:

Blue Cranes in Namibia

Bei einem Besuch in dem winzigen Eco- Museum in Okaukuejo ( gegenüber der Reception ) habe ich gelernt, daß der Paradieskranich nur in zwei Ländern in Afrika vorkommt. Eine grössere Population siedelt in Südafrika, während die winzige Teilpopulation in Namibia nur im Etosha- Park und nördlich davon, je nach Jahreszeit, vorkommt. Nicht restlos geklärt ist, ob beide Populationen im Austausch stehen, es scheint aber eher unwahrscheinlich.
Auf einem Poster wird das noch immer Wenige, was man über diese Vögel weiss, dargestellt, und es wird darum gebeten, Nachweise über Kraniche aller drei vorkommenden Arten ( Blue C., Wattled C. und Grey Crowned Crane ) zu melden. Leider habe ich mir nicht notiert, wohin man sich wenden kann, aber wieder zuhause habe ich schnell eine Adresse herausgefunden: ecoserve@iway.na

Über die Seite www.nnf.org.na/CRANES/bluecraneproject.htm habe ich viel Wissenswertes herausgefunden, z. B. ist die namibische Restpopulation noch viel kleiner, als ich angenommen habe.
Einige Zahlen: 1992 ca. 80 Ex. geschätzt
1994: 60 Ex.
2009: 35 Ex.
2010: 32 Ex.
2011: 24 Ex.
2012: 18 Ex.
2015: 17 Ex.
2016: 16 ad. + 2 chicks

Bezogen auf die 2016- Population habe ich also ein Drittel der gesamten Vögel gesehen.

Ich habe dann meine Daten gemeldet inkl. einiger Fotos, und schon zwei Stunden später hatte ich eine sehr freundliche Antwort von Ann und Mike Scott, die das Blue- Crane- Projekt betreuen. Daraus hat sich ein netter Emailverkehr entwickelt.
Ich kann also nur jeden Orni animieren, meldet eure Kranichdaten aus Namibia, denn alle drei Arten sind bedroht. Ihr helft den Naturschützern vor Ort.

So habe ich erfahren, daß der Andonivogel offensichtlich brütet. Ich hatte mit dieser Möglichkeit gar nicht gerechnet, aber für die Scotts war es klar. Und es ist dies der erste fotografische Beweis einer Brut dort.
Die Familie von südlich Salvadora ist der erste diesjährige Nachweis, daß dieses Paar Junge führt. Der Neststandort war wohl bekannt, es wurde aber bislang nur registriert, daß das Nest Ende Januar verlassen war. Bislang wurde vermutet, daß die Eier/ Jungen ertrunken sein könnten. Umso grösser die Freude über das Familienglück. Hoffentlich gelingt es den beiden Altvögeln, die zwei Kleinen bis zum Flüggewerden vor Beutegreifern zu schützen.

Soweit mein Exkurs über die Blue Cranes.
Richtig, das NCK ist die Markierung des Vogels auf dem grünen Ring, somit kann man den Vogel immer wieder identifizieren.

Nochmals zu den Lerchen. Ich habe am Wochenende meinen Bruder gesprochen, und er hat in seiner App nachgeschaut, wo wir die Long-billed Lark notiert haben: bei Aba Huab, also im Damaraland. 😊 Das hatte ich also tatsächlich komplett falsch abgespeichert auf meiner viel zu kleinen Festplatte. 😊 😵

Viele Grüße,
Matthias
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16,9k Beiträge · seit 201226. März 2019 · #56
Hallo Zusammen,

bereits im Januar gab´s einen Artikel bei Namibia Focus über die Blue Cranes, die wir ebenfalls im Dezember 2018 bei Andoni sehen konnten: https://namibiafocus.com/paradieskraniche-weiterhin-bedroht-und-unerforscht/

Die Zahlen von 2016 können nicht mehr stimmen. In dem Artikel ist alleine von 23 Tieren bei Andoni die Rede.

LG
Logi
Themenstarter2'513 Beiträge · seit 200926. März 2019 · #57
Hallo Logi,

die genauen Zahlen der 2000er-Jahre ( also nicht die geschätzten, sondern die gezählten ) betreffen die tatsächlich gefundenen Vögel. Da man aber nicht wirklich alle Vögel jedes Jahr im Gelände wiederfindet, ist es sehr schwer, eine genaue Zahl zu nennen. Der Bestand der namibischen Population wird aktuell auf zwischen dreissig und vierzig Vögel geschätzt.
Selbst wenn es zehn mehr sind, ist das eine äusserst kritisch kleine Population, und wenn die Vögel dieses Jahr nicht oder fast nicht brüten, werden sich die Verhältnisse auch nicht stabilisieren.

Viele Grüße,
Matthias
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1'127 Beiträge · seit 201126. März 2019 · #58
Hallo Mathias,

vielen Dank für Deine Ausführungen zu den Blue Cranes, das ist wirklich interessant. Ich habe gleich mal gegoogelt, wo man dieses Kranichart in Südafrika findet, denn der Etosha steht zumindest in nächster Zeit nicht unbedingt auf unserem Programm.
Google schmeißt mir da jetzt die The Cape Overberg Region im Western Cape und insbesondere den Bontebok Nationalpark raus. Dort soll es tatsächlich deutlich größere Populationen geben als im Etosha, aber auch dort haben wir in nächster Zeit keinen Besuch geplant. Schade, ich mag Kraniche und finde die Blue Cranes wirklich ausgesprochen hübsch.

Viele Grüße

Susi
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
89 Beiträge · seit 201626. März 2019 · #59
Hallo Matthias,

besten Dank für Deine Erläuterungen zu den Blue Cranes - sehr interessant. Mir war absolut nicht bewusst, wie rar diese Art in NAM ist. Wir haben wenige Tiere am 17. Dez 2016 in der Nähe von Nebrowni gesehen. Habe es der Vollständigkeit halber noch gemeldet. Eine Beringung konnte ich auf keiner der Aufnahmen finden. Im Sasol "Birds of Southern Africa" wird die nam. Population als isoliert beschrieben.


IMG_0886.jpg



IMG_0878.jpg


Wir waren im Dez. 2017 einen Tag im Bontebok NP . Haben dort aber leider keine Blue Cranes gesehen.

Beste Grüsse
earl
zuletzt bearbeitet 26. März 2019
Themenstarter2'513 Beiträge · seit 200927. März 2019 · #60
weiter der 26. Januar:

Wir checken in Namutoni ein, und ich bin gespannt, wie sich das Lager hier so präsentiert, denn im Forum wird ja gerade dieses Camp regelmässig schlecht bewertet. Das letzte Mal war ich hier anno 2005.
Wir fahren auf den verhältnismässig kleinen Campingplatz, es sind etwa fünf oder sechs Plätze belegt, und wir können uns unseren Stellplatz frei auswählen. Als Erstes fällt auf, dass die Plätze hier Gras bieten, das hebt Namutoni deutlich über Halali und vor allem Okaukuejo.
Wir bauen unsere Zelte auf, dann vespern wir. Anschliessend statten wir dem Pool einen Besuch ab, auch wenn es immer noch stark bewölkt ist. Danach folgt ein Rundgang durchs Fort. Hier allerdings ist der Verfall offensichtlich, die Treppe auf die Empore ist gesperrt. Wenn man den Turm besteigt, kann man auch sehen, weshalb. Der ganze Boden ist flächig eingestürzt. Vom Turm aus kann man aber mit den Ferngläsern in den Schilfbereich am Wasserloch Einblick nehmen, was uns ein paar Arten wie etwa Lesser Moorhen, Zwergteichhuhn oder Black Crake, Schwarzralle beschert.

Wir kehren zurück und beschliessen, noch eine kleine Runde zu fahren. Zunächst steuern wir das Klein Namutoni Wasserloch an, es hat einiges an Geflügel, aber das Licht ist mies. So entsteht nicht ein Foto. Wir fahren dann noch den kleinen Loop, den DikDik-Drive.
Ein paar Impalas, ein oder zwei Giraffen, einige Tokos und Grey Louries sind die bescheidene Auswahl.

DSC00589.jpg

Ach ja, und Suicide Chicks, die hier brav den Dung von Grosssäugern zerlegen, um ein paar Insektenlarven zu erhaschen.

Das kann doch nicht sein, dass wir kein einziges DikDik gesehen haben.
Wir fahren nochmals eine Runde, und diesmal stehen sie überall, letztlich zählen wir über zehn dieser kleinen Antilopen.

DSC00591.jpg

Einzeln,

DSC00604.jpg

oder zumeist paarweise wuseln sie rechts und links der Strasse durchs Gebüsch.

Langsam fahren wir wieder zurück, und mit einem Getränk begeben wir uns zum Hide, um den Sundowner mitzunehmen, denn tatsächlich findet die Sonne kurz vor dem Horizont eine Lücke.

DSC00606.jpg


Zurück auf unserem Platz kochen wir unser Nachtmahl, dann erledigen wir das Geschirr. Nach einem Absacker kriechen wir in unsere Zelte, und erstmals wache ich in der Nacht auf, weil in der Nähe Löwen brüllen.


Kosten: Camping 300.- Nam$ pP


Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019