Been there. Done it! Got it? - Namibia Okt. 2017

Reisebericht 278 Antworten · 64,2k Aufrufe · gestartet 09. Feb. 2018 von Blende18.2
49 Beiträge · seit 201824. Feb. 2018 · #61
Hi Robin,
Schöner Reisebericht und tolle Bilder.
Da packt einem wieder das Fernweh..,
Namibia steht zwar seit Jahren auf meiner Reiseliste, habe es aber nocht nicht geschafft.
Möchte doch auch mal gerne die Milchstrasse sehen... am besten in Namibia selber....
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7 Beiträge · seit 201825. Feb. 2018 · #62
Hallo GUF,

finde es nicht nett einen fremden Thread/Reisebericht mit eigenen Foto's/Video's - und dann auch noch nicht einmal aus Namibia - zu kapern. Hat den "Geruch" von 'phishing for compliments'.

Nichts für ungut - aber ein eigener Thread im richtigen Unterforum wäre da angebracht.

Gruß
URMA
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201725. Feb. 2018 · #63
@ CUF / Flash / GUF >>> Vielen Dank und GUF, dann jetzt auch willkommen an Bord.
(CUF... GUF... Mensch das ist verwirrend hier 😁)
urma schrieb:Hallo GUF,

finde es nicht nett einen fremden Thread/Reisebericht mit eigenen Foto's/Video's - und dann auch noch nicht einmal aus Namibia - zu kapern. Hat den "Geruch" von 'phishing for compliments'.

Nichts für ungut - aber ein eigener Thread im richtigen Unterforum wäre da angebracht.
Hi Urma,
GUF hat die Videos nicht direkt ins Topic, sondern seine Signatur verlinkt. Ist natürlich als direkter Videolink unglücklich. Ich bin mir aber sicher, dass war ein Versehen. Er hat ja schon entsprechende Topics dazu aufgemacht.

----------------------------


>>> So, nu aber. Wenn auch erstmal nur der Morgen des 6. Tages in Namibia. Es ist so viel zu tun dieses Wochenende. Freitag kam spontanes Shopping und ein netter Restaurantbesuch dazwischen. (es gab dann übrigens Gin-Tonic im Restaurant ;))

Und gestern waren wir auf einem Kombi-Geburtstag Patenkind/Papa. Den Abend abgeschlossen haben wir dann wieder mit... Gin-Tonic. Das Schreiben hier hat mich irgendwie animiert... 😄

Dafür aber heute seit 4:56h wach. Ach was war das schade... aber ein tolles Spiel! Jetzt ist Olympia vorbei. Was mache ich den jetzt? - weiter schreiben! 😎


Tag 6 - 11.10.: Puschelschwänze, Rost und Felsen.

Der Wecker klingelt um… gar nicht. Heute werden wir geweckt. Ein Dünenwalk mit Janko steht auf dem Programm. Kurz nach Sonnenaufgang soll es losgehen. Vorab gibt es eine Kanne heißen Kaffee und unfassbar trockene Kekse, die sich sofort im Flüssigen auflösen, wenn man sie in den Kaffee tunkt. Der Kaffee ist eine Wohltat nach dem letzten Abend, wir prosten mit unseren Tassen Leonard und Petra rüber, rollen das Bett rein und haben noch ein paar Minuten Zeit den Sonnenaufgang von unserer Terasse aus zu genießen und dann ein paar Fotos vor’m Walk zu machen.









Richtung Haupthaus sammelt sich die Gruppe. Es sind alle diszipliniert, wenn auch etwas müde. Wir wundern uns allerdings über die Uhrzeit. Hätte das nicht eine Stunde früher losgehen sollen? – Es zeichnet sich jetzt schon wieder ab, dass unser Tagesplan vielleicht nicht so ganz hinhauen wird. 😐 (eigentlich wollten wir doch zwischen 9-10 Uhr in Namibgrens sein und dann zusammen weiterfahren)

Es lässt sich nicht ändern und unsere gute Laune lassen wir uns nicht verderben. Alle haben schließlich ein Grinsen auf dem Gesicht, wegen der tollen Nacht, den „brennenden“ Dünen im Morgenlicht oder weil Janko direkt anfängt seine Benimm-Regeln zu erklären. Schließlich will ja niemand was kaputt machen. (wir finden das super)

Im Gänsemarsch, immer in den Spuren der anderen geht es los und wir erfahren fast zu viel um sich alles zu merken. Bei jeder kleinen Spur fragt uns Janko, was wir sehen. Jeder darf Rätselraten. 🤨 --- da sind kleine Fußspuren, aber dahinter sieht es immer so aus als ob jemand mit einem Staubwedel den Sand verteilt hätte. Alle einigen sich schnell auf kleine Nager und es stellt sich als eine Wüstenmaus heraus, die auf der Flucht ihren Puschelschwanz in eine Richtung schlägt und den verfolgenden Wüstenfuchs (der sich halt auf den Puschel konzentriert) täuscht und dann selber einen Haken in die andere Richtung schlägt. Schlaue Maus und dummer Fuchs. Witzigerweise nutzt der Wüstenfuchs seinerseits genau dieselbe Taktik wenn er flüchten muss, dennoch fällt er selber auf den Trick rein. 🤪

Weiter geht es mit „Bellenden“ Geckos, die Tunnel durch die Wüste graben und an einer Stelle in den Tunnel „bellen“ damit Fressfeinde denken sie wären ganz woanders. In dieser Wüste leben echt nur kluge Tiere wie es scheint.

Janko, unser Erklärbär in typischer Pose.




Vermutlich eine der beliebtesten Attraktionen ist auch hier vertreten, die Dancing White Lady. Auch hier wieder schön, wir sehen die Spuren, der Tanz wird erklärt, der Eingang gezeigt, aber ausgraben und zeigen? – auf gar keinen Fall. Die Spinnen brauchen 4 Tage um ihre, 30cm tiefe, Seidenhöhle zu bauen. Das gehört sich einfach nicht. *top*

PS. Wie findet man den Höhleneingang der White Lady? --- sie tanzt einen Kreis um ihren Bau und wenn man in diesen Kreis ein Smiley-Gesicht malt, dann ist der Eingang da, wo beim Smiley die Nase wäre. Zur Veranschaulichung >>> 🙂









Auch die Pflanzenwelt wird noch betrachtet. Akazien wachsen also bis zu 80m tiefe Wurzeln aus, die so genannte Wasserwurzel. Über die Jahre wachsen sie immer im Wechsel in die Höhe und in die Tiefe. Giraffen laufen gegen den Wind um die Tannin-Abwehr der Bäume zu überlisten, aber Oryxe und andere eher Grasfresser sind nicht so schlau. Janko erklärt auch noch viel über die Idee und Philosophie hinter dem Camp. Dass alles über Solar läuft und das Camp in 14 Tagen vollständig aus der Landschaft verschwinden kann. Klar ist es ein Einschnitt in diese Landschaft, aber man möchte sich zumindest möglichst sauber und harmonisch einbetten. Und wenn man Janko so zuhört, sieht mit welchem Respekt er mit "seiner Natur" umgeht, dann können wir das auch gerne glauben. Er auf jeden Fall tut es. 😎

Nach dem Walk verteilen sich die Grüppchen wieder auf die jeweiligen Autos, die Holländer sind irgendwie schneller weg als man gucken kann... die waren wohl besser vorbereitet. Auf geht es zum Frühstück in die Lodge… dachten wir, aber ein Funkspruch lässt Janko und unseren Fahrer aufhorchen. Seit Monaten sind gestern wieder Giraffen auf dem Gelände gesichtet worden.

„Habt ihr Zeit für einen kurzen Gamedrive, vielleicht finden wir die Giraffen?“
NEIN, wir haben natürlich keine Zeit dafür, weil wir schon wieder zu spät dran sind.
>>> ALSO LOS!

Wir fahren also nur "fast" bis zur Lodge, biegen aber kurz davor links ab und fahren ins Gelände. Alle 4 (Leonhard und Petra sind ja auch noch dabei) scannen die Gegend und den hier recht dichten Akazienwald linkerhand. Selbst Janko und der Fahrer sind aufgeregt, sie wollen uns unbedingt Giraffen zeigen. Also speziell der Fahrer, er stoppt irgendwann und nach kurzer Diskussion, dass da keine Giraffe war gibt er nicht auf, springt aus dem Wagen und läuft hundert Meter bis zum Wald und sucht diesen ab. Er hat da eine Giraffe gesehen!

45min. später, auch trotz vollem Einsatz, wird langsam klar… wir sehen auch heute wieder nicht unsere ersten Giraffen. 🙁









Das Frühstück haben wir vier jetzt auch für uns alleine, es ist etwas geplündert, aber noch alles da was man braucht. Nummern und Email-Adressen werden getauscht, eine gute Reise gewünscht und das soll es dann auch mit unserem Erlebnis „Dune-Star Camp“ gewesen sein. Schön war’s, aber jetzt versuchen wir eigentlich nur noch unsere Freunde zu erreichen, dass sie nicht länger bei Namibgrens auf uns warten sollen, aber natürlich ist an Handynetz nicht zu denken und so verlassen wir uns einfach darauf, dass die Familie Glück irgendwann einfach losfährt und wir uns dann auf Roiklipp sehen werden.

Es muss ja auch noch getankt werden und ich freue mich schon, dass Solitaire jetzt auf unserem Weg liegt. So viel Zeit muss sein, wenn man schon mal zu spät ist. 😗




Fortsetzung folgt…


Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2018
57 Beiträge · seit 201825. Feb. 2018 · #64
Hallo Robin
Dafür aber heute seit 4:56h wach. Ach was war das schade... aber ein tolles Spiel! Jetzt ist Olympia vorbei. Was mache ich den jetzt? - weiter schreiben! 😎
Zum Glück bist du auf die Idee gekommen weiterzuschieben!!!!!!

DIESE BILDER!!!! Einfach der Wahnsinn!!! Chapeau... ich sehe schon, Namibia ist nicht für Langschläfer - muss mich schon mal psychisch darauf vorbereiten 😗

Liebe Grüsse
Esther
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201725. Feb. 2018 · #65
FORTSETZUNG (1) - Tag 6 - 11.10.: Puschelschwänze, Rost und Felsen



Solitaire
Wir fahren die C19 hoch, verlassen das Hardap und kommen ins Khomas Gebiet. Direkt an der Kreuzung zur C14 kommt Solitaire in Sicht. Ich wollte hier auf jeden Fall mal kurz anhalten. Zu oft habe ich die tollen Bilder von Solitaire gesehen. Mara hingegen kann mit alten, verrosteten Autos wenig anfangen, freut sich aber auf den Apfelkuchen.

Im Laden checken wir die Regentabelle (sehr interessant, vor allem die Jahresmengen 😮 ) und organisieren ein paar Kleinigkeiten für die Fahrt. Getrocknete Pfirsiche, Biltong und Wasser! Wasser kann man nie genug haben. Man weiß ja nie wann man wieder welches kriegt… deswegen haben wir immer mind. 6-8 Kanister á 5l im Auto, plus Cola, Säfte, etc. Komme was wolle, aber verdursten werden wir nicht. 😉









Hatte ich schon erwähnt, dass ich aus dem Sauerland komme. 😎


Bevor es weiter geht wird die Gelegenheit genutzt und noch etwas mehr Rost fotografiert. Da stellt man einfach ein paar alte Autos in die Gegend und lässt sie verrotten und alle finden es toll. Dazu noch den besten Apfelkuchen Namibias, den wir natürlich auch noch mitnehmen müssen. Marketing klappt hier!

Direkt zu probieren, dafür haben wir mal wieder keine Zeit, aber die Schattenplätze sind eh‘ alle besetzt. Also nehmen wir 3 frische Stücke „to go“ mit, die Glücks haben wir nämlich immer noch nicht erreicht, aber jetzt haben wir zumindest schon ein süßes Mitbringsel als Entschuldigung im Gepäck. Wir bellen vielleicht nicht in Tunnel oder haben Puschelschwänze, aber die Wüstenschläue färbt schon auf uns ab. (was allerdings kein Dauerzustand bleiben wird) 🙂













Wir nehmen wieder Gravel unter die Räder und unser weiterer Weg führt uns nicht wirklich direkt zu Roiklipp, sondern die sehr attraktive Strecke über den Spreetshoogte-Pass und hinten um den Gamsberg rum.



Auf halbem Weg die D1275 hoch klingelt dann gegen 11.15h auch endlich unser Telefon. „Sagt mal wo bleibt ihr?“ --– Seid ihr noch nicht losgefahren? --- „Nein, ihr wolltet vor 2 Stunden hier sein?“ --– Wir haben Kuchen dabei! 😄 … und sind noch vor’m Spreetshoogte Pass. --– „Oh, dann fahren wir jetzt los und passt auf, der ist an der Grenze des Machbaren!“

Aha, na mit der Info ist es ja gut, dass wir kurze Zeit später dieses Schild passieren…


…und dann der etwas steile, aber völlig machbare Spreetshoogte-Pass in Sicht kommt. Der Pass ist ja nicht mal Gravel, der ist doch komplett gepflastert, das ist doch easy. Oben angekommen blicken wir zurück und jetzt verstehen wir zum allerersten Mal, was die vielen Personen, mit denen wir vor unserer Reise gesprochen haben, meinten, als sie von… äh, einen Moment, ich muss hier mal zurückspulen…

…nov eis sla ,netniem ,nebah nehcorpseg esieR reresnu rov riw nened tim ,nenosreP neleiv eid saw ,laM netsrerella muz riw nehetsrev tztej dnu kcüruz riw nekcilb nemmonkegna nebO .ysae hcod tsi sad ,tretsalfpeg ttelpmok hcod tsi red ,….. der ist doch komplett gepflastert! 🤨

Also mal eine ernst gemeinte Frage an alle Mitreisenden. Welche armen Teufel haben denn bitte den ganzen Pass da hoch gepflastert??? Ich kann mir gar nicht vorstellen, was das für eine Heidenarbeit gewesen sein muss.

… Oben angekommen blicken wir zurück und jetzt verstehen wir zum allerersten Mal, was die vielen Personen, mit denen wir vor unserer Reise gesprochen haben, meinten, als sie von Weite gesprochen haben. Hier oben, das hat schin was ganz Spezielles, die Weite kann man auch als Gefühl übersetzen, ein Gefühl von Freiheit, befreit vom Alltag. Zum ersten Mal fühlt es sich so an, als ob man sich hier einfach verlieren könnte.





Faszination WEITE!


Im weiteren Verlauf unserer heutigen Fahretappe verliert sich alles ein bisschen in der Zeitspirale. Das ist aber gar nicht weiter schlimm. Wir wechseln uns mit dem Fahren ab und so kann jeder mal die „Aquariumsicht“ aus dem Fenster genießen und wir lassen heute die Landschaft einfach an uns vorbei ziehen. Ein paar Kudus (die ersten die wir sehen) springen oben auf dem Pass in die Felsen, weg von unserem Wagen als wir um die Kurve kommen. Cowboys treiben ihre Herde über den Pass. Die einzigen Tiere, die wir heute vor die Linse kriegen ist eine kleine Warzenschwein-Familie. Die Strecke um den Gamsberg speichern wir noch ab für ein anderes Mal, wenn es etwas Wasser hat. Die Strecke kreuzt immer wieder ein ausgetrocknetes Flußbett, hier hätte man dann einige Wasserdurchfahrten und sicher eine Menge Spaß oder halt genau das Gegenteil.












Wir sind noch eine ganze Weile unterwegs, schreiben unser Tagebuch während der Fahrt weiter und wirklich nicht zu übersehen finden wir irgendwann auf der C26 die Einfahrt nach Roiklipp. (auf der Karte Mitte des Tages, ca. da wo C26 steht ist auch die Einfahrt) Ab hier dauert es aber gut noch eine halbe Stunde bis man an der Farm ist, ganz wie Lore und Frans es ankündigen auf ihrer Website. Es geht über Stock und Stein die PAD entlang zur Farm.

Fortsetzung folgt…


Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2018
766 Beiträge · seit 200726. Feb. 2018 · #66
Hallo ihr Zwei,
tolle Fotos und klasse Bericht!

Nun bin ich gespannt auf Roiklipp, denn in 4 Wochen werden wir dort im Felsencamp sein.
Sonnige Grüsse
Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2018
149 Beiträge · seit 201726. Feb. 2018 · #67
Jaaa, die Bilder sind der Hammer.

Ich bin im Mai in Rooiklip und auch echt gespannt auf Euren Bericht und die Bilder dazu. Leider finde ich hier im Forum nur sehr wenige Berichte zu Rooiklip und auch nichts akutelles. Um so gespannter bin ich auf Eure Fortsetzung 😎

Gruß
Olli
1'415 Beiträge · seit 201426. Feb. 2018 · #68
Dori schrieb:Jaaa, die Bilder sind der Hammer.

Ich bin im Mai in Rooiklip und auch echt gespannt auf Euren Bericht und die Bilder dazu. Leider finde ich hier im Forum nur sehr wenige Berichte zu Rooiklip und auch nichts akutelles. Um so gespannter bin ich auf Eure Fortsetzung 😎

Gruß
Olli
😄 😄 schliesse mich dem an , wir sind im Mai auch dort 🤪 . Wurde uns empfohlen 😗 , und wann seid ihr dort?
fragt die Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
149 Beiträge · seit 201726. Feb. 2018 · #69
@Gromi:
Wir sind vom 19. - 21. Mai in Sesriem und fahren von da für eine Nacht (21.-22.Mai) nach Rooiklip auf die Campsite.
Von da geht´s dann weiter nach Swankopmund.

Gru
Olli
2'085 Beiträge · seit 201226. Feb. 2018 · #70
Hallo Robin,
bei dir hab ich auch schon immer mal reingeblinzelt, jetzt endlich mal ein ruhiges Stündchen gehabt.
Was für ein schöner Bericht!!! Sehr launige Schilderungen und grandiose Bilder. Das macht wirklich ganz große Lust! Nach unserer Kaokoveld-Tour steht ja der Süden auch mal wieder an (ich wollte schon "im Raum" schreiben, aber da ist er definitiv nicht 😎 ). Die roten Dünen sind echt zum Schwelgen. Ich freu mich auf Fortsetzung und RB-Schreiben hilft ganz sicher gegen das Olympia-Loch (lesen allerdings auch!)
Viele Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
18 Beiträge · seit 201726. Feb. 2018 · #71
Hi Robin,
auch ich lese mit Begeisterung deine Schilderungen und schaue eure Bilder an. 🙂
Da steigt bei mir die Vorfreude noch mehr, denn bei uns geht's Ende April für 3 Wochen zum ersten mal nach Namibia.
Auch wir werden erst den Süden bereisen, bevor es an der Küste entlang etwas nach Norden geht.

Bin gespannt auf deine Fortsetzungen.

Grüße Thomas
1'415 Beiträge · seit 201426. Feb. 2018 · #72
Dori schrieb:@Gromi:
Wir sind vom 19. - 21. Mai in Sesriem und fahren von da für eine Nacht (21.-22.Mai) nach Rooiklip auf die Campsite.
Von da geht´s dann weiter nach Swankopmund.
...da verpassen wir uns . Wir sind 1 Woche vorher auf dieser Route 😉
eine ganz tolle Reise
wünscht euch die GRomi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
423 Beiträge · seit 201326. Feb. 2018 · #73
Lieber Robin

die Bilder von der Namib Dune Lodge sind super! Ich bin immer wieder fasziniert von diesen roten Dünen. Die Adresse ist notiert für unsere nächste Reise nach Namibia!
Liebe Grüsse Regina
Reiseberichte: 2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP 2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag... 2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men 2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201728. Feb. 2018 · #74
@ Esther
Willkommen an Bord. Und recht hast du, Namibia ist definitiv nix für Langschläfer, dafür gibt es viel zu viel zu verpassen. 😉

@ Thomas
Der April ist bestimmt ein toller Monat. Grüner als unsere Erfahrung im Oktober. Ihr werdet bestimmt mit der Tour viel Spaß haben. Was heißt denn nur ein Stück in den Norden?

@ Regina
Das lohnt sich auf jeden Fall. Wobei es dort ja wirklich viele ähnliche Camps am Namibrand gibt, die bestimmt ähnliches bieten.

@ Giraffen-Lisa / Olli / Gromi
Nach euren Fragen zu Roiklipp, habe ich mal alle JPGs durchgeschaut die ich aussortiert hatte und versucht, daraus noch brauchbares Material zu sammeln, um euch einen besseren Eindruck von Rooiklip geben zu können. (es gibt ja tatsächlich wenig, bis nicht aktuelles)


Also geht es mal weiter...
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Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201728. Feb. 2018 · #75
FORTSETZUNG (2) - Tag 6 - 11.10.: Puschelschwänze, Rost und Felsen



Rooiklip Gästefarm

Nach dem wir von der „Hauptstraße“ abgebogen sind geht es erst eine noch recht normale Strecke entlang, ich würde mal sagen sowas wie eine 1-spurige D. Es dauert aber nicht allzu lange bis wir den „Highway to Heaven“ erreichen. Kein Wunder, dass es ab hier für die letzten 8km noch eine halbe Stunde dauern soll… darf man doch nur maximal 200 km/h fahren. 😄

Die folgende Strecke ist eine kleine, 8km lange PAD auf der es immer mal wieder Stellen über kahlen Fels hat, bei denen man sehr langsam unterwegs ist, aber nicht alle diese Stellen sind gut einzusehen. Das zwingt uns manchmal zu scharfen Bremsmanövern. Bei Hälfte der Strecke kommt ein dezenter Hinweis auf die Gastgeber.





Auf der Farm angekommen sehen wir gerade noch die Familie Glück zur Campsite hochfahren. Die Wartezeit haben sie sich mit dem sehr schönen Pool vertrieben. In Empfang genommen werden wir von Barbara in bestem Schwyzerdütsch. Sie hat selber mal vor 3 Jahren hier gecampt und unterstützt für 2 Monate auf der Farm und macht hier eine kleine Auszeit. An einem Tisch in der Rezeption, der über und über mit Werkzeug und irgendwelchen kaputten Teilen übersät ist sitzt ein knorriger, braungebrannter, älterer Herr. Nur bekleidet mit sehr kurzen, blauen Sportshorts.

Darf ich vorstellen: FRANS 🙄 Es gibt ein kurzes Hallo mit Mara, mich aber begrüßt Frans mit seiner „Schraubstock-Challenge“. Ein fester Händedruck zeigt wen man vor sich hat und Frans ist ein Meister seines Fachs. Er trifft mich unvorbereitet und ich kann nur noch reagieren, gebe dann aber schnell halbwegs erfolgreich Konter. Frans ist wirklich eine Marke.

Nachdem ich meine Hand befreien kann macht uns Barbara einen eiskalten Farmdudler auf. Lecker! Und jetzt dauert es auch nicht lange bis die gute Seele des Hauses auftaucht.

LORE. Sie begrüßt uns sehr herzlich und erzählt uns viel über die Farm und ihre Geschichte. Sie hat das Land gekauft, weil ihr Sohn (ein Geologe) ihr gesagt hatte, dass das Land etwas wert wäre. Also hat sie ihre sieben Sachen gepackt und hat dieses Stück Land gekauft um hier ein neues Leben zu beginnen. 😎 Anfangs gab es hier nichts außer Steine und Felsen, aber Frans (er war damals der Vorarbeiter) und seine Leute haben die Farm aus dem Nichts hochgezogen. Tja, wo die Liebe hinfällt.

Es steht auch noch eine kleine Station für Forscher auf dem Gelände, die wohl aber schon lange nicht mehr genutzt wird und so teilt man sich das Gelände halt mit dem mürrischen Haus-Oryx, ein paar Pferden und einem einsamen Bergzebra, dass hier Anschluss an eine neue Herde gefunden hat. 🙂







Pferde leider ohne Zebra, das haben wir nur einmal weit entfernt entlangziehen sehen.


Wir schauen uns noch ein bisschen um bevor es zum Pavianschädel geht. Der Pavianschädel ist der Hügel direkt neben den Campsites und sieht im Profil dem Affenkopf ähnlich. (siehe unten) Es steht hier allerlei Schrott rum, allerdings frei nach dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“ platziert. Auch wenn der Pool verlockend ausschaut machen wir uns Richtung Campsite auf, wir wollen unsere Freunde nicht noch länger warten lassen. Kurz bevor es losgeht lernen wir noch, dass es sich hier nicht um normale Campsites handelt. Die findet man überall in Namibia, aber nur hier kann man „Felsencamping“ finden. 😉

Hier sieht man hinten den Hügel = Pavianschädel / die rechte Seite (mit viel Fantasie)




Mürrischer Oryx (hinter’m Gatter, weil er wohl beißt)




Wir haben Campsite 1, die hat eine große „Küche“ in den Fels gehauen, Feuerstelle mit einem Halbrund aus Stein und Beton gegossen, Außendusche in den Felsen und einem eigenen Ablution-Block. Und der Ausblick ist der Beste der Campsites, man überblickt die gesamte Landschaft und schaut direkt auf den „Pavianschädel“. Da wir aber alleine sind die Nacht gehe ich natürlich rüber zur legendären Campsite Nr.3 mit dem Außenklo mit Blick... und komme nicht herum die auch mal auszuprobieren. 😄 😗

Campsite 1




Hier geht es zu den Ablutions.


Dusche unter freiem Himmel.


Campsite 2+3


Stilles Örtchen mit Aussicht... 😉








Vor’m Abendessen erkunden wir wieder kurz die Landschaft. Man kann auf den Felsen und drum herum kraxeln, so kann man die gesamte Aussicht genießen. Wenn man so über das Gelände streift sieht der Boden teilweise nass aus. Das viele Quarzgestein hat im richtigen Lichteinfall diesen Glanz. Allerdings muss man auch etwas aufpassen, hier hat es viele natürliche Stufen und größere Steine, die man bei Licht noch gut erkennt, nachts aber sehr aufpassen muss wo man herläuft. (gilt natürlich nur wenn man wieder für Nachtaufnahmen durch die Gegend spaziert 😉 )

Der König ist wieder mit mir unterwegs und heute nutzen wir schon mal die Zeit um etwas Unterricht in Tierspuren zu geben. Wir hoffen ja eine Sidewinder in den Dünen bei Swakopmund zu sehen und da sollte er auch wissen, auf welche Spuren man achten muss. Gut, dass er ein kleines Stöckchen gefunden hat mit dem wir die Spuren in den Sand zeichnen können.









Glänzendes Quarzgestein


Heute heißt es auch: „Später Kochen, dafür Sundowner genießen.“ Und wenn man den Kindern erzählt man hätte das Bergzebra gesehen, dann bekommt man sogar ein Foto wie diese die Landschaft genießen. 😛 Während des Kochens, des Essens und auch des Abspülens flitzt ein kleine, verdammt freche Maus über unsere Anrichte. Hier muss es ja was zu holen geben. Alle jagen begeistert diesen süßen Nager, aber wo seine Höhle liegt finden wir nicht heraus und schnappen kann man die schon gar nicht. Hat ein bisschen was von Tom & Jerry. 🤪

An unserem letzten gemeinsamen Camping-Abend gibt es hervorragendes ZZZ und dazu delikate Matschepampe Nudeln. Auf den Campistes gibt es kleine Eimer für die Essensreste, was uns arg peinlich wird, da wir kaum mehr alles da rein gestopft bekommen. ZZZ, das ist übrigens ziemlich-zähes-Zebra, dass die Glücks einer stolzen Lore abgekauft haben und wir fürchten uns schon alle vor der Frage wie es uns geschmeckt hat. 🤢 😣

ZEBRA-suchende Kinder. (ist vielleicht etwas gemein, aber der König hatte gerade einen Jieper und musste mal abgelenkt werden)






Die heutige Nacht wird etwas unruhig. Mitten in der Nacht werden wir durch eine Art Schreien geweckt. Im Halbschlaf frage ich mich was das sein könnte, bis ich wach genug werde um zu erkennen, dass die Prinzessin schreit und keine gute Nacht hat. Die Eltern sind schon am kümmern und so drehen wir uns wieder um… aber es ist herzzerreißend. (Zähnchen?, wohl eher nicht wie wir noch erfahren werden) Vielleicht doch noch mal Richtung Sternenhimmel gehen… Gedankennotiz, zweites Licht mitnehmen, damit man nicht im Dunkeln zur Kamera zurückstolpern muss, wenn man mit der Stirnlampe die Szene beleuchtet.






FAZIT: Rooiklip
Das fällt leider etwas zwiegespalten aus… hättet ihr uns direkt nach dem Urlaub gefragt, dann hat es uns dort nicht sonderlich gefallen. Mit etwas Abstand hingegen, können wir die Farm wirklich empfehlen. Tolles Feeling in den Felsen, so mit den Ablutions großteils integriert und Freiluft. Die Grillstelle, das Halbrund zum Sitzen und die Arbeitsfläche an der Felswand eingelassen… alles sehr schön gemacht. Die Landschaft ist auch sehr speziell, unsere Gastgeber waren nett und das Farmhaus inkl. Pool ein Ort zum relaxen.

ABER, wir haben hier einen Fehler gemacht. 🙁 Zwar sieht das mit den vielen Fotos jetzt nicht so aus, aber wir sind sehr kurz vor knapp angekommen. In der Farm haben wir praktisch keine Zeit verbracht, außer einem kurzen Gespräch. Auf der Campsite haben wir nur schnell das Zelt aufgebaut und hatten eine halbe Stunde das Gelände anzuschauen, dann kam auch schon die Sonne runter. Im Nachhinein betrachtet, haben wir einfach keine Zeit gehabt hier anzukommen und konnten Rooiklip so gar nicht genießen. Unsere Freunde die viel früher da waren, fanden das dies eine der schönsten Campsites war.

Und da man ja bekanntlich aus Fehlern lernen sollte, haben wir zumindest für den nächsten Urlaub versucht uns mehr Zeit zu nehmen.




Gruß,
Robin


PS. hier noch ein Extra-Tipp zu Rooiklip, die Aktivitäten findet man hier: http://www.rooiklip.iway.na/aktiv-d.html

Drei verschieden Wanderrouten mit Karten, die Farmrundfahrt kann man auch mit eigenem 4x4 machen. Teleskop ausleihen etc.
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zuletzt bearbeitet 01. März 2018
57 Beiträge · seit 201828. Feb. 2018 · #76
Hallo Robin
Wir wollten eigentlich nach dem Besuch des Sossusvlei auf Rooiklip übernachten. Zum Glück habe ich umdisponiert - uns wäre es genau wie euch ergangen - zu wenig Zeit um anzukommen, da die Anreise schon sehr weit ist.
Da viertletzte Bild würde ich eurem Wagenvermieter zwecks Werbung zum Verkauf anbieten 😗 ,
Liebe Grüsse
Esther
766 Beiträge · seit 200728. Feb. 2018 · #77
😄 Danke Robin! 😄

Danke für die wunderbaren Fotos und die eindrücklichen Erzählungen unserer Gastgeber für die 3. Nacht.
Kernige Menschen bin ich vom Kaiserstuhl gewohnt 🤩 Das passt!

Wir haben auch Campsite Nr.1, die wir mit zwei Familien belegen. Unsere Fotos werden wohl euren sehr ähnlich sein → 2x 4x4 mit insgesamt 3 Dachzelten
Die Story mit der Maus hat mich etwas stutzig gemacht, denn die große Giraffe hat vor kleinen Mäuschen Angst... (eine Phobie) 🤨 Aber ich weiß, dass ich in Namibia tapfer sein kann ! 😐 😕 und ich habe keine Angst vor Schlangen und anderen gefährlichen Tieren. 🤪

Nun wissen wir, dass wir rechtzeitig ankommen sollten und unterwegs nicht trödeln. Das ist ein sehr wichtiger 'AHA des Tages Nr.6' - super Tipp !

Großen Dank für den klasse Reisebericht und ich freue mich schon auf eure weitere Tour!

Liebe Grüße
Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
1'415 Beiträge · seit 201428. Feb. 2018 · #79
Wow, Robin 😄 super Bericht! Danke für deine Ausführlichkeiten über Rooiklip 😘
Wir werden (allerdingst erst fast an Ende unserer Reise) für 2Ü dort sein und haben CS 3 gebucht 🤩
jubelt die Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
2'513 Beiträge · seit 200928. Feb. 2018 · #80
Hallo Robin,

leider bist du bissle ne Lusche mit deinem Bericht. 😵 😎 😉

Hätte ich deinen tollen Part über Rooiklip vor meiner Tour gelesen, hätte ich da auf jeden Fall einen Stopp eingelegt. So bin ich vorbei gefahren auf dem Weg nach Mirabib. Schade.

Das nächste Mal halt.

Und deinen Merkzettel könnte man bei so mancher Routenanfrage, die das Forum überschwemmen, drantackern. 😐

Dank dir für deinen sehr humorigen Bericht,
viele Grüße,
Matthias
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