Völkermord an Herero

371 Antworten · 44,5k Aufrufe · gestartet 14. Jan. 2018 von Old Women
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1'737 Beiträge · seit 201028. Mai 2021 · #101
Es ist für mich unverantwortlich, was die Obersten der Herero von sich geben. Aber für mich ist völlig klar, sie wollen pro Kopf bares Geld in die Hand. Das ist seit Jahren ihr Ziel. Das man damit, die Volksgruppen in Namibia gegeneinander aufbringen würde, geht halt nicht in Ihre Köpfe.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
284 Beiträge · seit 201028. Mai 2021 · #102
Für die momentane Situation dürfen wir uns erst mal recht herzlich bei unseren, vom Kolonialgedanken besessenen Urgrossvätern bedanken. Man sollte aber auch nicht vergessen, daß Namibia ein
künstliches, in der Kolonialzeit von uns Europäern erschaffenes Gebilde ist. Hier werden Stämme miteinander vereint, die eigentlich nichts miteinander gemein haben. Probleme sind vorprogrammiert.
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
857 Beiträge · seit 201428. Mai 2021 · #103
Naja, stimmt schon so halbwegs.. aber Engländer, Buren, v.a. Portugiesen wären nicht besser gewesen, sondern schlechter.. Deutschland hat lustigerweise immer noch den besten Ruf bei den Namibiern (bei manchen Deutsch-Südwestern zwar verwunderlich, aber..)
Wichtig: Namibia funktioniert soweit, die Bevölkerungsgruppen leben zusammen, mal mehr, mal weniger knirschend, aber längst nicht so konfrontativ wie in anderen Ländern.. sollte man auch mal hervorheben.
Die Hilfe von Deutschland ist gut, solange Sie Entwicklung zugute kommt, die Chiefs werden schon wissen, wie sie auch dabei absahnen.. wobei es auch bei den Chiefs solche und solche gibt..
Viele Grüße
Alex
7'296 Beiträge · seit 200628. Mai 2021 · #104
Fredi1 schrieb:Für die momentane Situation dürfen wir uns erst mal recht herzlich bei unseren, vom Kolonialgedanken besessenen Urgrossvätern bedanken.

Das war halt damals so und Deutschland hat da ja wohl eigentlich erst mitgemischt, als England, Frankreich, Spanien und Portugal schon die halbe Welt unter sich aufgeteilt hatten. Italien, Deutschland, Belgien, Niederlande waren dann in dieser Hinsicht auch aktiv und wahrscheinlich habe ich noch einige Länder vergessen.
Das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich die damaligen Vorkommnisse in Ordnung finde, aber die Kolonialmächte waren allgemein nicht gerade zimperlich.

Man sollte aber auch nicht vergessen, daß Namibia ein künstliches, in der Kolonialzeit von uns Europäern erschaffenes Gebilde ist. Hier werden Stämme miteinander vereint, die eigentlich nichts miteinander gemein haben.

Vor allem wurden damit auch gemeinsame Gebiete verschiedener Völker willkürlich getrennt. Auch in anderen Regionen Afrikas wurden die Landesgrenzen quasi mit dem Lineal in die Landkarte gezeichnet. Wenn man sich die verschiedenen Sprachräume anschaut, sind doch viele Sprachen in länderübergreifenden Regionen verbreitet, weil die Völker in Regionen lebten, die heute durch Landesgrenzen zerteilt sind.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
7'296 Beiträge · seit 200628. Mai 2021 · #105
Alex_Muc schrieb:Naja, stimmt schon so halbwegs.. aber Engländer, Buren, v.a. Portugiesen wären nicht besser gewesen, sondern schlechter..

… und die Spanier und Belgier haben da auch nicht gerade eine weiße Weste. Das macht die damaligen Geschehnisse unter der Beteiligung Deutschlands zwar nicht besser, zeigt aber, dass das allgemein üblich war zu der Zeit.

Deutschland hat lustigerweise immer noch den besten Ruf bei den Namibiern (bei manchen Deutsch-Südwestern zwar verwunderlich, aber..)

In Kamerun ist das auch so. Kamerun war ja nacheinander deutsche, englische und französische Kolonie. Ich habe damals in Kamerun einen älteren Kameruner kennengelernt, dessen Vater vermutlich die Kolonialzeit miterlebte. Er sprach auch recht gut Deutsch und erwähnte positiv, dass Deutschland die Schulen, Kirchen und medizinische Versorgung eingeführt hätte. Die Engländer und Franzosen hätten das Land nur ausgebeutet.

Gruß
Wolfgang
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1'678 Beiträge · seit 200729. Mai 2021 · #106
Fredi1 schrieb:Für die momentane Situation dürfen wir uns erst mal recht herzlich bei unseren, vom Kolonialgedanken besessenen Urgrossvätern bedanken.
Was für ein Unsinn. Das kommt davon, wenn man glaubt, Dinge ohne den historischen Kontext aus der heutigen Sicht beurteilen zu können. Natürlich ist man hinterher immer schlauer. Das ist aber ohne Bedeutung.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
425 Beiträge · seit 201829. Mai 2021 · #107
Guten Morgen zusammen,
es ist kein Geheimnis das Deutschland niemanden braucht der es bekleckert, das besorgen unsere gewählten Volksvertreter selber.
Gruß Georg
7'296 Beiträge · seit 200629. Mai 2021 · #108
pollux schrieb:
Fredi1 schrieb:Für die momentane Situation dürfen wir uns erst mal recht herzlich bei unseren, vom Kolonialgedanken besessenen Urgrossvätern bedanken.
Was für ein Unsinn.

Ich möchte darum bitten, solche Formulierungen etwas zu reduzieren.
"Was für ein Unsinn" ist eine absolute Feststellung, die Du Dir aber nicht anmaßen kannst. Du kannst schreiben, "ich halte das für Unsinn" und dann ist das als Deine Meinung erkennbar, aber nicht als Fakt.

Ich finde, zu diesem Thema sind auch andere Meinungen zugelassen. Das schreibe ich, obwohl ich im Grunde zum gleichen Ergebnis komme wie Du. Ich finde es nur nicht in Ordnung, andere Meinungen derart respektlos zu beurteilen und würde mir wünschen, da künftig mehr darauf zu achten.

Gruß
Wolfgang
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zuletzt bearbeitet 29. Mai 2021
Gast29. Mai 2021 · #109
Es führt mE zu Nichts, lange zurückliegende Unrechtshandlungen (nur) durch die historische Brille des „Zeitgeistes“ zu betrachten, weil es leicht den Blick auf die jüngere Vergangenheit und Gegenwart verstellt. Man kann es ruhig auch „grundsätzlich“ und nicht nur „zeitgeistig“ betrachten.
Es gibt bez. die „Kolonialkriege“ keine Gräueltat und Verbrechen, die nicht davor und danach, bis heute, in diesem oder anderem geschichtlichen Kontext (PS: auch) begangen wurden. Alle sogenannten Kulturvölker haben Derartiges begangen und zu verantworten, und machen das auch heute noch. Genauso waren auch viele der kolonisierten indigenen Völker genauso verbrecherisch gegen die von ihnen unterdrückten und versklavten Indigenen, wie „ihre“ Kolonisten und Nachfolgegenerationen.
Die Methoden des Kolonialismus sind universell und zeitlos. Weil es doch klar ist, dass die Kolonisten, die von den sogenannt Indigenen (heute Einheimischen) ja nicht eingeladen und herbeigesehnt wurden, diese nur durch Unterdrückung und Terror zur Unterordnung und „produktiven Tätigkeit“ zwingen können und wenn das nicht ausreicht oder nichts hilft, dann eben durch Krieg, PS: Vertreibung, bis Ausrottung. Niederschlagung von Eingeborenenunruhen, hieß das damals lapidar. Und das ist vielerorts auch heute nicht anders als in der „Kolonialzeit“ die hier das Thema ist. Es gibt nämlich keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen einer ethnischen Säuberung in den Steppen Amerikas, des Amazonasdschungels, Hererolands, in Ruanda oder der Krajina, Srebrenica oder Xinjiang.
Das Einzige das sich seit 1945 in manchen Ländern verändert hat, ist aber GsD der Umgang mit dieser und „seiner“ Geschichte, wie z. B. die Anerkennung dieser Handlungen als das was sie waren und der Wille zu Wiedergutmachung in irgendeiner Art, von symbolisch bis materiell. Für mich ist das zivilisatorischer Fortschritt.
Ob Manches von nicht Ruanda-Dimension jetzt Völkermord/Genozid genannt wird oder anders, ist für mich persönlich keine Priorität, solange man die Ereignisse als das ansieht, was sie waren, nämlich Verbrechen, und die Nachfolgegenerationen die Konsequenzen daraus ziehen. Anerkennung und Wiedergutmachung gehören auch dazu. Letztere war aus diversen Gründen praktisch immer kollektiv, oft nur symbolisch und individuelle Entschädigungen die Ausnahmen. Genauso wie die Bestrafungen auch fast nur kollektiv waren.

Was mir bis heute in der historischen Betrachtung des Kolonialismus europäischer Prägung bei den Ottonormalverbrauchern (also nicht den Historikern) unterbelichtet erscheint, ist die Tatsache bzw. deren Würdigung, dass bis in das 20. Jhdt. alle großen sozialen Krisen Europas durch Auswanderung (= Kolonisierung Anderer) gelöst wurden. Die Masse der Kolonisten waren das Lumpenproletariat Europas. Die jetzt beklagte „Globalisierung“ ist also nichts Neues, sie wurde bloß nicht als negativ wahrgenommen, als sie nur eine Einbahnstraße war und Kolonialismus und "Auf in die Zukunft" hieß. Als die Welt dann „plötzlich“, aber nicht wirklich überraschend, voll war, hat sich das gewandelt. 😎 😗
zuletzt bearbeitet 30. Mai 2021
7'296 Beiträge · seit 200629. Mai 2021 · #110
loser schrieb:
Es gibt bez. die „Kolonialkriege“ keine Gräueltat und Verbrechen, die nicht davor und danach, bis heute, in diesem oder anderem geschichtlichen Kontext begangen wurden.

Ich bin da Deiner Meinung, wobei sich die Methoden halt ziemlich geändert haben (der IS verwendet aber noch die damaligen Methoden). Besonders König Leopold II von Belgien hat sich da ein "Denkmal" gesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kongogr%C3%A4uel
8-10 Mio Menschen (etwa die Hälfte der damaligen Bevölkerung des Kongo) kamen damals um.

Auch der Genozid in Rwanda hat ja seine Ursprünge in der belgischen Kolonialzeit. Auch hier wurden die "belgischen Methoden" angewandt.

Gruß
Wolfgang
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1'166 Beiträge · seit 200829. Mai 2021 · #111
Joshua Kwesi Aikins (https://www.youtube.com/watch?v=eUZ2JZV9PII (ab Minute 12)) vertritt die Meinung, dass der deutsche Kolonialismus in die NS-Zeit nachgegriffen habe und auch den Alltagsrassismus von heute präge ... harter Tobak aus mein Sicht. Für Ingo Zamperoni scheint, das alles in Ordnung zu sein (fühlt sich dann aber auf den Schlipps getreten, wenn den öffentlichen Medien vorgehalten wird, sie würden einseitig bzw. bei bestimmten Themen zu unkritisch berichten).

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 29. Mai 2021
4'382 Beiträge · seit 201530. Mai 2021 · #112
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/namibia-entschaedigung-fuer-genozid-ein-kommentar-17363664.html?premium=0xeb6e2281619904489289d2daab6198a2&GEPC=s9
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
605 Beiträge · seit 201230. Mai 2021 · #113
Damit hat es sich Herr Müller aber sehr einfach gemacht. So dürre Worte von einem Redakteur eines so großen Blattes - das erstaunt und enttäuscht mich. Und da muss ich tatsächlich erst einmal drüber nachdenken.
Gruß,
HeiVi
Gast30. Mai 2021 · #114
@Joshua Kwesi Aikins
Der Rassismus der englischen, französischen, holländischen, italienischen, belgischen, spanischen, portugiesischen Kolonialisten und deren Verhalten in den Kolonien unterschied sich mE nicht wesentlich vom deutschen oder umgekehrt. Das ist gut dokumentiert. Den nichtweißen „Eingeborenen“ wurde damals Menschlichkeit schlichtweg nicht zuerkannt. Basta. Fast Alle dachten so, individuelle Ausnahmen gab es, waren aber in der Kolonialzeit noch Minderheiten. Am Oregon Trail waren die „Indianer“ die Feinde, also im Unrecht. Was sonst?

BuschIeute waren z. B. als „vermin“ eingestuft, durften ohne rechtliche Sanktionen erschossen werden, wenn sie hoheitliches Wild erlegten. Ich bin einmal in einer Afrikanasammlung auf ein Büchlein eines englischen „Jägers“ gestoßen, der darin über die weidgerechte Tötung von Buschleuten sinniert hat. Diese sollten zu Pferde zu Tode gehetzt werden, nur das fordere den Jäger so richtig, weil die Buschleute doch so gut laufen können. Erschießen sei unsportlich, wahre sportmanship verlangt die Hetzjagd.

Die Verwaltungsverordnungen und –praxis der britischen Verwaltungen in Kenya …. bis Natal war praktisch ident zur späteren Apartheiddoktrin der Buren, bzw. diese deren Fortschreibung zur Staatsdoktrin, allerdings zu einer Zeit, als der Rest der Welt bereits anfing sich davon zu lösen (Winds of Change/MacMillan bis De Gaulle/Algerien etc.). Trotz gleicher „Startbedingungen“ im Kolonialismus, können geschichtliche Weiterentwicklungen daraus sichtlich unterschiedlich ausfallen, bzw. entstand daraus nicht zwingend der RassenWAHN Hitlers und seiner Gefolgsleute. Die Japaner waren aber nahe dran. Es bestand auch damals Entscheidungsspielraum, der unterschiedlich genutzt wurde. Aber nicht unterschätzt werden sollte dabei die strategische Abhängigkeit GBs (und später auch der USA) von nichtweißem Kanonenfutter im Kampf gegen Hitler (und Japan), das ist aber eine eigene Geschichte.

Menschenwürde und –rechte sind erst junge Konzepte. In den 1950er/60er Jahren hätte wohl kaum eine Mehrheit bei uns gesagt, dass Schwarze die gleiche Menschenwürde wie Weiße haben bzw. gleiche Rechte haben sollten. Heute sind die Mehrheitsverhältnisse umgekehrt und die die das ablehnen, haben keine Macht mehr.
zuletzt bearbeitet 30. Mai 2021
33,1k Beiträge · seit 200630. Mai 2021 · #115
Hier mal ein konstruktiver Beitrag von einigen traditionellen Führern, die allesamt (wie so viele) Rukuro, der ja eher mit der Brechstange Bargeld (in seine Taschen) fließen sehen will), nicht als Paramount Chief anerkennen, zur Thematik:
📎 GenocideNegotiations_9thRound_OffermadebyGermany_MediaRelease_ChiefsofTAs_FINAL-20210530.pdf
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201231. Mai 2021 · #116
Heute gibt es gleich mehrere Artikel zum Thema in der AZ

OTA & NTLA werden aktiv: Deutschland zeigt sich erfreut – Namibia bisher kein Kommentar
https://www.az.com.na/nachrichten/ota-and-ntla-werden-aktiv2021-05-31/

Das Rahmenabkommen lässt die beiden Bevölkerungsgruppen der OvaHerero und Nama neu aufbegehren – sie haben sich mit einer Petition an das namibische Parlament gewandt. Deutschlands Außenminister Heiko Maas begrüßt den Verhandlungsabschluss nach knapp sechs Jahren...


Forum begrüßt Abkommen https://www.az.com.na/nachrichten/forum-begrsst-abkommen2021-05-31/

Der Vorstand des Forums Deutschsprachiger Namibier hat das gemeinsam erarbeitete Abkommen zwischen Deutschland und Namibia begrüßt. Das Forum appelliert an „alle friedliebenden und vorausblickenden Bürger Namibias – seien es OvaHerero, OvaMbanderu, Nama oder Deutschsprachige – sich in diesem Sinne die Hände zu reichen und diesen Schritt miteinander als ersten Schritt in eine versöhnende Zukunft zu gehen“...

Nama und Herero protestieren gegen Genozidabkommen https://www.az.com.na/nachrichten/nama-und-herero-protestieren-gegen-genozidabkommen2021-05-31/

Die Ovaherero Genocide Foundation (OGF) und der Nama-Stammesführerverband (NTLA) haben am Freitag zu Protesten gegen das Genozidabkommen der namibischen Regierung mit Deutschland aufgefordert. Zahlreiche Vertreter der beiden Volksgruppen folgten dem Aufruf. Sie forderten direkte Reparationszahlungen sowie die Rückgabe von Land, das einst den Herero und Nama gehörte. Sie kritisierten außerdem die Arbeit des Unterhändlers Zed Ngavirue, der sie in den Verhandlungen mit Deutschland vertrat...


Chef Zeraeua fordert Verschiebung des Abkommens https://www.az.com.na/nachrichten/chef-zeraeua-fordert-verschiebung-des-abkommens2021-05-31/

Gestern haben sich auch die bisher in Schweigen gehüllten Hererogruppen unter den traditionellen Behörden der Königshäuser Zeraeua und Maharero zum Genozidabkommen geäußert. Chef Manasse M. C. Zeraeua kritisierte scharf, dass man keine Gelegenheit gehabt habe, den Entwurf des Abkommens mit den Gemeinden zu besprechen, um eine Rückmeldung stellvertretend für den Stamm auszusprechen. Nicht nur müssten Reparationszahlungen direkt an die betroffenen Gemeinden gehen, sondern sei auch der Betrag viel zu gering....

LG
Logi
1'737 Beiträge · seit 201031. Mai 2021 · #118
Klinkt ganz schön gewaltig. Ich musste erst mal rechnen. Fordern kann man ja mal. Es entspricht dann ja so einer knappen Million € pro Kopf der Herero und Nama Bevölkerung in Namibia.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1'678 Beiträge · seit 200731. Mai 2021 · #119
travelNAMIBIA schrieb:"Chiefs want N$8 trillion"
Ist immer das gleiche: Wer einmal nachgibt hat schon verloren ...

Wieviel Reparationen haben eigentlich die anderen Kolonialmächte bezahlt. Und wieviel die Nachfolgestaaten der arabischen Sklavenhändler?
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
425 Beiträge · seit 201831. Mai 2021 · #120
Guten Abend zusammen,
wenn ich das lese drängt sich mir der Verdacht auf das einige in Namibia etwas genossen haben, was ihnen nicht gut bekommen ist.
Gruß Georg