Gerade wollte ich schreiben, dass mich das Ringdrama richtig mitgenommen hat, aber anscheinend gibt es ein Happy End, was mich sehr freuen würde.
Schöne Grüße
Sandra
Old Women1'543 Beiträge · seit 201310. Jan. 2018 · #202
Halo Bele,
Champagner schrieb:
....kann ich es einfach nicht mehr bei mir behalten: die Trauung in Opuwo, mit den unterwegs bei Himbas im Oberen Hoarusib gekauften Ringen (Anmerkung an Topobär: so ein Missgeschick muss mit etwas Fantasie und gutem Willen die Uraubskasse nicht sonderlich belasten) und - wie ich finde - sehr passenden Trauzeugen 😉 war gaaaanz großes Kino! 😘
Mensch, Bele, was für eine wunderbare Story. Die könnte ich direkt in die Tat umgesetzt haben, wenn ich nicht schon mit meinem Lieblingsmenschen seit Jahrzehnten verheiratet wäre 😎 😄 , aber 😗 deine Story wird ja leider nicht der Wahrheit entsprechen.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201010. Jan. 2018 · #203
Old Women schrieb: aber 😗 deine Story wird ja leider nicht der Wahrheit entsprechen.
😐 😕 Wart mal ab!
So, eben merke ich, dass ich vorhin ganz viel vergessen habe:
Und sein Nachwuchs, der ziemlich gut getarnt ist.
😘 Den hab ich gar nicht gesehen - aber das war doch die Stelle, Matthias, wo der Altvogel die Eischale gewaschen hat und du mir in meinem Bericht erklärt hast, warum er das macht! 🤩
Eulenmuckels schrieben:
Auch Matthias folgte auf etwa dem gleichen Weg, ohne im Sand stecken zu bleiben.
Was im Nachhinein betrachtet höchst erstaunlich ist 😛 😄
Der typische Touri in der Raucherzone des FKK-Strandes 🤪 !
Matthias erspähte mit seinem Fernglas in weiter Entfernung ein Tier. Da er nicht sicher war, um was es sich handelte und auch Ruth fand, dass es sich merkwürdig fortbewegte, fuhren wir nochmal ein Stück in diese Richtung. Wir wollten uns schließlich nicht nachsagen lassen, dass wir den Erdwolf ganz knapp wegen zu geringen Einsatzes verpasst hätten. Alles, was wir finden konnten, war ein gewöhnlicher Springbock, der aber bestimmt noch vor ein paar Mi nuten ganz merkwürdig gelaufen war, um uns arglistig zu täuschen.
🤩 Diese Story hatte ich total vergessen! Danke fürs Erinnern 😄 !
Was die zwei, respektive drei Giraffen betrifft, stimme ich Matthias zu! 😉
So, das war's - Ihr könnt jetzt weiterschreiben 😎 !
tigris767 Beiträge · seit 200710. Jan. 2018 · #204
Mensch, liebe Muckels, Matte und Bele,
Zitat: Alles, was wir finden konnten, war ein gewöhnlicher Springbock, der aber bestimmt noch vor ein paar Minuten ganz merkwürdig gelaufen war, um uns arglistig zu täuschen. 😗 Wir stellten die Autos in den Windschatten des Hügels und machten Feuer....
... Es gab gegrillten Springbock, Folienkartoffeln und Rote Beete Salat Zitate Ende
Das nenne ich mal konsequent! Den Springbock wegen arglistiger Täuschung gleich auf den Grill zu befördern! 😈 😈 😈
Euer Bericht, lieber Uwe und liebe Ruth, ist ja an Dramatik fast nicht zu überbieten... auch wenn die liebe Bele schon ein wenig geplaudert hat - die Spannung, wie das Happy End aussieht, ist bei mir trotzdem noch da!
Auch von mir aus könnte es jetzt weitergehen?.. 😛
Liebe Grüße von Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Jan. 2018 · #205
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Kommentare und für eure aufmunternden Worte. Aber mit einigen scheint hier ein wenig die Phantasie durchzugehen. 😉
@lilytrotter: Du bist ja süß. Das ist eine sehr schöne Geschichte. Habt vielen Dank dafür. Wenn man mit euch unterwegs ist, kann einem die gute Laune wohl nicht vergehen. Aber an diesem Tag bedeutete Ongongo leider kein Glück für mich. Die Vorstellung, dass Elfen am Werk waren, macht die Sache tatsächlich etwas sympathischer. 😉
@Karin: Der Verlust hat mich wirklich sehr getroffen. Deine Idee mit dem neuerlichen Eheversprechen gefällt mir auch gut. Daran habe ich noch gar nicht gedacht.
@Matthias: Danke für die Lerche und den Stechapfel.
die Giraffen: also ich habe drei gesehen. Eine rechts der Pad und zwei weiter zur Linken.
Wir haben links auch zwei Giraffen gesehen, aber erst nachdem die eine von rechts zu ihrer Freundin gelaufen war. Oder kam noch eine aus dem Nichts angaloppiert, als wir schon weg waren?
@Giraffen-Lisa:
nun wird es aber spannend
Und es bleibt spannend. 😉 😛
@Guggu: Vielen Dank für deine Worte.
Hoffen wir es bleibt noch eine Weile so erhalten.
Das hoffen wir auch.
@Thomas:
So etwas passiert jedem einmal.
Dir offensichtlich zweimal. 😉 Freunde von uns nehmen keinerlei Schmuck mit in den Urlaub. Das wäre in diesem Fall besser gewesen. Ohne geht es sicherlich auch, aber ich habe sehr daran gehangen. Ich habe mich vor allem über mich selbst geärgert, weil ich noch nie irgendetwas verloren habe.
@Anita: Du hast deinen Ring ebenfalls verloren? Das tut mir leid. Ich finde die Crocs auch genial. Der Rote Beete Salat war ziemlich einfach. Den gibt es nämlich schon fertig im Supermarkt (auch noch einige andere Sorten). Wir haben ihn lediglich mit frischen Zwiebeln und etwas Dressing aufgepeppt.
@Hanne: Das ist auch eine tolle Geschichte. Hinterher habt ihr sicher gedacht "Warum habe ich nicht gleich in der Hose nachgeschaut?".
@Bele: Ach ja richtig. Jetzt fällt es mir auch wieder ein. Genauso ist es gewesen. Ich kann mich nur nicht mehr so genau erinnern, ob die Trauung in Opuwo vor oder nach dem Reifenwechseln war. Oder war es noch abends bei Mondfinsternis? 😉 Dein Foto von uns beiden im Felsenloch haben wir glatt vergessen. Hier kommt es noch:
@Sandra:
anscheinend gibt es ein Happy End
Schauen wir mal, ob wir dir noch eine Freude machen können.
@Beate: Wir stimmen dir zu. Bele ist eine tolle Geschichtenerzählerin.
@Simone: Wir können dich beruhigen. So frisch war der gegrillte Springbock nun auch wieder nicht.
Es kann aber leider noch nicht weitergehen. Wir sind nicht so schnell.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200611. Jan. 2018 · #206
hallo Uwe, glaube mir wir haben alles durchgesucht, natürlich auch die Hose, waren nochmals beim Baumverkaufsstand habe Telefon Nr. hinterlegt falls er dort gefunden wird. Alle paar Tage fingen wir wieder an zu überlegen zu suchen nix, manchesmal ist es wie verhext. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
... ich weiß, es ist jetzt schwer OT aber, Hanne, vielleicht hättet ihr mal ein ernstes Wort mit den Mucklas* – nicht zu verwechseln mit den Muckels!! 🙂 – sprechen sollen. Findus macht das manchmal, wenn's all zu arg wird... das hilft dann IMMER... 😁 – aber nur für kurze Zeit... 🤪 Bei uns leben sie auch, diese renitenten kleinen Biester... 🤩
...noch etwas zur Strecke: zum Track durch den Hoanib... Wir haben nun 3 Reiseberichte von derselben Strecke gebraucht, um zu begreifen, wo eure steile Auffahrt aus dem Flussbett des Hoanib wohl ist... Jedenfalls meinen wir es nun begriffen zu haben. Die ganze Zeit fragen wir uns schon, wo denn bloß diese Stelle ist? Die kennen wir nämlich nicht und wir sind da ja nun schon mehrfach längsgejuckelt. Bis Dubis Poort gabe es vor Sommer 2016 nur den Track im Fluss/Wash, „wie immer“... – aber eben doch nicht ganz ‚wie immer’, denn, und das fiel uns grad ein: Es gab einige Kilometer westl. von Elephant Song Campsite eine sehr fies ausgefahrene Stelle im Fluss/Matsch, die hatte eine Stufe von so bummelich 60 Zentimetern! Das schmerzt beim Fahren... 🙁 Wenn sich so was erstmal gebildet hat, gibt’s da irgendwann überhaupt kein Durchkommen mehr. Somit wird sich wohl dort die Umfahrung gebildet haben, die ihr genommen habt. Kommt das hin? Habt ihr zufällig die unpassierbare Stelle im Fluss gesehen? Hab sogar ein Bild gefunden auf dem das zu erkennen ist, was ich meine.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
wir sind da im Oktober auch lang, also durch die "Pfützen" kurz vor Elephant Song. Wir kamen von Westen und es war zum Schluss echt eklig. An 60cm kann ich mich allerdings nicht erinnern... Dein Foto sieht aber nach der besonders blöden Stelle aus, die wir auch hatten. Wir haben dann Elephant Song übernachtet und sind am nächsten Morgen nochmal in den Hoanib gen Westen rein, weil es uns so gut gefallen hat (und und wir nochmal nach den Elefanten vom Vortag schauen wollten). Da sind wir dann auch oben lang den bypass gefahren. Das war aber easy an der Stelle, die wir rauf als auch runtergewählt haben... Liebe Grüße,
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · #211
@Hanne:
manchesmal ist es wie verhext
Und dann taucht der Ring wie aus dem Nichts wieder auf, wenn man am wenigsten damit rechnet.
@lilytrotter: Das müsste die Stelle sein. Nicht, dass ich die Stufe auf deinem Foto wiedererkenne, aber der Ort passt auf deine Beschreibung. Unsere steile Auffahrt war hier: S19 12.538 E13 26.640 (etwa 1,6 Kilometer westlich des Elephant Song Camps) Schwierig fanden wir, dass der Sand in der direkten Auffahrt total zerfahren und weich war. Für die festere Stelle einige Meter daneben fehlte der Schwung, weil wir aus einer Kurve kamen. Aber es hat ja gut geklappt und war schon mal eine gute Übung für die kommenden Tage.
@CuF:
Der Eheringverlust ging uns auch sehr nahe! Aber Ihr habt Euch ja noch!
Das stimmt und ist auch das Wichtigste.
@Moose: Wir sind am Elephant Song Camp nur vorbeigefahren. Lohnt es sich, dort zu übernachten?
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · #212
Tag 22 – 5. August 2017 – Ein Nachmittag zur freien Verfügung
Signal Hill – Puros Community Camp
Der Morgen am Signal Hill war sehr entspannt. Wir standen vor Sonnenaufgang auf und stiegen auf den Felsen. Von dort sahen wir im 360-Grad-Panorama den Sonnenaufgang über der Ebene. Die Farben und das Licht wechselten von Minute zu Minute, und wir konnten uns gar nicht satt sehen.
Vor dem Frühstück marschierten Ruth und Matthias unabhängig voneinander los, um ein wenig die Gegend zu erkunden. Das Spielchen kannte Uwe ja schon! Während Matthias bald hinter dem Signal Hill verschwunden und nicht mehr zu sehen war, lief Ruth in die andere Richtung auf die Ebene hinaus. Bele und Uwe ließen es gemütlich angehen, tranken Kaffee und versuchten, die kleinen Vögel zu fotografieren, die ab und zu in der Nähe landeten.
Weibliche Nonnenlerche
Matthias war und blieb erst mal verschwunden, und von Ruth war auch nur noch ein kleiner Punkt in der Ferne auszumachen.
Uwe hatte zuerst noch gedacht, sie würde bald wieder umdrehen, merkte aber, dass sie mittlerweile entschlossen die Hügelkette am anderen Ende der Ebene anpeilte und ein wenig hinaufkletterte. Das konnte also noch etwas dauern. Da wir es heute aber nicht eilig hatten, war das kein Problem.
Als alle wieder beisammen waren, frühstückten wir ausgiebig, packten unsere Sachen und waren gegen 10.00 Uhr abfahrbereit.
Nach den ersten sechs Kilometern bogen wir nach Nordwesten Richtung Puros auf die D3707 ein.
Die Küken eines Doppelbandrennvogels entdeckten wir aber mehr zufällig.
Die Straße wechselte zwischen Sand, Steinen und grobem Schotter. Meist war sie gut zu befahren. Die Landschaft war wieder sehr eindrucksvoll. Wir fuhren über Ebenen, an Trockenflüssen entlang, durch sie hindurch und vorbei an hohen Felsmassiven. Oft hielten wir an, um die Umgebung oder großes und kleines Federvieh zu bestaunen.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · #213
Gegen 13.00 Uhr erreichten wir Puros, fuhren über eine weite Sandebene und kamen zur Community Campsite. Dort erhielten wir Stellplatz Nummer 4, der unter einem großen Baum gelegen ist. Da es deutlich über 30 Grad im Schatten hatte, war nicht mehr viel von uns zu erwarten. Da hatten es die beiden Graulärmvögel besser, die sich in der Pfütze unter unserem Wasserhahn abkühlten.
Wir ruhten uns etwas aus, und Uwe machte zwei Apfelpfannkuchen mit Zucker und Zimt, die wir uns zu viert teilten.
Uwe sicherte Fotos, Matthias und Ruth brachten ihre Dokumentation der Vogelsichtungen auf den aktuellen Stand, und Bele hielt ein kleines Mittagsschläfchen. Am Nachmittag kam ein heftiger Wind auf, der den feinen Sand bzw. Staub in alle Poren blies. Es war richtig ungemütlich. Wir erwogen, noch ein Stück zu fahren, blieben dann aber doch im Camp und pirschten zu Fuß den Vögeln hinterher.
Rosenpapagei
Sichelhopf
Isabell-Sylvietta (komischer Name für den Crombec)
Rotschulter-Glanzstar
Auch hier musste man sehr auf die langen Akaziendornen aufpassen, die überall herumlagen.
Auf der Ebene außerhalb der Campsite standen mehrere Giraffen und fraßen.
Zum Glück nahm der Wind gegen Abend wieder ab, und vor Sonnenuntergang herrschten tolles Licht und Windstille. Eine Gruppe Drosslinge turnte durch die Bäume, und wie schon in einem früheren Urlaub griff einer von ihnen seinen vermeintlichen Rivalen im Autospiegel an und hämmerte wie wild mit seinem Schnabel gegen das Glas.
Nacktwangendrossling
Sein Gegner war aber auch hartnäckig, der Sturkopf wollte einfach nicht klein beigeben und davonfliegen. Wir beobachteten die geschwätzige Schar und folgten ihnen eine ganze Weile, während sie in den umliegenden Bäumen und Büschen nach Fressbarem suchten oder sich gegenseitig bei der Federpflege unterstützten.
Rotbauchwürger
Rotschnabel-Frankolin
Maskenbülbül
Danach flitzten wir in die unter einem Baum im Dickicht installierte Busch-Dusche und spülten uns den Staub des Tages vom Körper.
Wie jeden Abend bereitete Ruth das Fleisch zu. Auf den Grill kamen diesmal vier Stücke Kuhantilopen-Filet, und Bele kochte Couscous mit gemischtem Gemüse. Dazu mixte Matthias für alle Gin-Tonic mit Zitrone. Uns könnte es nirgendwo besser gehen.
Die Luft wurde zum Abend hin immer kühler, daher setzten wir uns noch ein wenig ans Feuer, bevor wir schlafen gingen.
jaffles1'312 Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · #214
Huhu Ihr Beiden,
ein Dankeschön für die wie immer wunderbaren Bilder! Der Sonnenaufgang hat es mir besonders angetan 😘 . Wie ihr das Küken entdecken konntet, ist mir ein Rätsel. Eine bessere Tarnung gibt es wohl nicht!
Champagner8'684 Beiträge · seit 201013. Jan. 2018 · #215
Eulenmuckel schrieb: @Hanne:
manchesmal ist es wie verhext
Und dann taucht der Ring wie aus dem Nichts wieder auf, wenn man am wenigsten damit rechnet.
Ja genau, jetzt erinnere ich mich wieder: Dem Uwe ist der Ring (nicht das Herz) in die (Bade)Hosentasche gerutscht - und erst daheim, als diese Hose in der Waschmaschine war und es so komisch geklappert hat, wurde er entdeckt. Wie bin ich nur auf diese Geschichte mit der Trauung in Opuwo gekommen 😐 ? Muss ich wohl geträumt haben 😗
🤢 Da war die Frisur im Eimer (bzw. in der Pfütze)!
und Bele kochte Couscous mit gemischtem Gemüse.
.... und viel Garam Masala (nicht zu verwechseln mit Marsala 😎 )
Ach Mensch, was gäbe ich jetzt für einen Tag und eine Nacht am Signal Hill oder auch in Puros 😕 - hier wird es heute überhaupt nicht hell 🙄 .
Liebe Grüße und danke fürs fleißige Schreiben von Bele
La Leona2'779 Beiträge · seit 200713. Jan. 2018 · #216
Er merkte sofort, dass ihm bei der Ausholbewegung seiner linken Hand der Ehering vom Finger rutschte und versank. Leider war das Wasser gerade an dieser Stelle etwas tiefer, vielleicht knapp zwei Meter, und der Boden war bewachsen. Matthias und Uwe tauchten nach dem Ring, fanden ihn aber nicht. Er konnte zwischen den Pflanzen liegen oder auch schon im steinigen Boden ein bisschen eingegraben sein. Oh je! Ein Junge, der ebenfalls im Wasser war, hatte eine Schwimmbrille dabei und lieh sie uns. Damit konnte Uwe zwar wesentlich besser unter Wasser sehen, fand den Ring aber trotzdem nicht.
Dürfen wir euch beiden helfen? Wir würden gerne ein paar Jacques Cousteau Versuche in dem Pool der Warmquelle während unserer nächsten Reise ins Kaokoveld im Mai einbauen um nach dem Ring zu tauchen. Wir sind ein gut eingespieltes Suchteam und können auf Erfolge zurückblicken, unter anderem fanden wir eine herausgefallende Kontaktlinse auf der gepflasterten Markt-Strasse mitten in Cuzco und ein aus einem Ohrstecker herausgefallenes Tanzanit Steinchen....usw. Aber vielleicht ist die Suchaktion ja gar nicht mehr notwendig? p.s. Danke für den aufwendigen informativen schönen Bericht
Eulenmuckel schrieb: @Moose: Wir sind am Elephant Song Camp nur vorbeigefahren. Lohnt es sich, dort zu übernachten?
Liebe Muckels,
wir haben nicht gewusst, was uns am Elephant Song (Camp site C10 im Palmwag Konsessionsgebiet) erwartet. Wir sind 2 Tage durch das Gebiet gefahren. Nun passte das C10 für die 2. Nacht ganz gut für uns auf dem Weg nach Camp Aussicht. Es handelt sich um ein verlassenenes und nahezu zerfallenes Camp, welches laut Marius Steiner 2005 (oder so, erinnere mich nicht genau) aufgegeben wurde. Überall stehen noch die Reste von Dusch- und WC-Hüttchen rum, von einer Lapa, der Hütte des Rangers... Sieht schon etwas schräg aus. Spooky. Aber der Blick von dort oben war einfach nur gigantisch! Unten im Tal tobte ein Sandsturm, der uns zum Glück nicht erreichte... Wir waren ganz allein und haben uns trotz der komischen Atmosphäre sehr wohl gefühlt. Am nächsten Morgen besuchten uns eine kleine Gruppe, die auf Morning Drive den Hoanib runterfuhren, habe vergessen, von welcher Lodge sie kamen. Haben uns einige Zeit mit dem Guide unterhalten, der es auch sehr bedauerte, wie dieser wunderschöne Ort zerfällt. Laut Marius Steiner sucht man nach einem Investor, der das Camp wieder aufbaut. Ich fürchte jedoch, dass es dann eher ein Luxus-Camp wird und der Hoanib überrannt wird. Liebe Grüße,
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. Jan. 2018 · #218
@Claudia: Vielen Dank für dein nettes Kompliment. Allein für den Sonnenaufgang hat sich die Übernachtung dort gelohnt. Und das Küken war purer Zufall. Wir hatten eigentlich den Elternvogel entdeckt und beobachtet.
@Bele:
Dem Uwe ist der Ring in die Hosentasche gerutscht
Wie bin ich nur auf diese Geschichte mit der Trauung in Opuwo gekommen?
Das haben wir uns auch gefragt.
Muss ich wohl geträumt haben
Träum ruhig weiter. 😉 Deine Einfälle sind immer sehr unterhaltsam.
@Leona: Das ist ein ganz liebes Angebot. Euch hätten wir dort gebraucht. Ich möchte noch nicht verraten, wie die Geschichte mit dem Ring weitergeht. Also vielleicht dürft ihr im Mai nochmal tauchen.
@Moose: Danke für die schöne Aussicht. Die Lapa sieht ja noch ganz in Ordnung aus. Euer Auto war auch schon mehrfach in dieser Gegend. 😉
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. Jan. 2018 · #219
Tag 23 – 6. August 2017 – Sand und Steine
Puros Community Camp – Hoarusib Bushcamp
In Puros war es am Morgen mit knapp 9 Grad etwas kühler. Trotzdem frühstückten wir gemütlich, und da heute Sonntag war, briet Matthias für jeden ein Spiegelei.
Wie man auf dem Foto schon jetzt gut erkennen kann, hatte unser Auto vorne rechts einen schleichenden Platten. Dennoch wollten wir das Rad nicht wechseln, bevor wir die vor uns liegende Fahrt durch den oberen Hoarusib hinter uns gebracht hatten, da wir damit rechneten, dass die Stein- und Geröllfelder dem neuen Reifen nicht unbedingt gut tun würden. Daher entschieden wir uns für das zweifelhafte Vergnügen, in immer kürzeren Abständen Luft nachzufüllen. Aber zunächst packten wir gut gelaunt alles zusammen und bezahlten die Campsite. Dann verließen wir Puros nach Westen und fuhren ein Stück über die unbewachsene Ebene. Ein einsamer Springbock trottete etwas verloren durch die karge Landschaft.
Schon bald bogen wir in den Hoarusib ein.
Es ging durch das sandige Flussbett an grünen Bäumen, Palmen und Gebüschen vorbei. Wir sahen eine Straußenfamilie mit noch recht kleinen Küken und einen Monteiro-Toko.
Danke an Matthias:
Ein Viehhirte begleitete seine Ziegen durch die felsige Landschaft. Auf der Suche nach Nahrung und Wasser müssen sie in dieser Gegend wahrscheinlich enorme Strecken zurücklegen.
Immer wieder durchquerten wir Passagen mit extrem feinem Staub. Am Ende des Tals bogen wir nach Nordosten in die zunächst schmale Schlucht des oberen Hoarusib ab.
Wir stellten fest, dass diese Strecke deutlich seltener befahren wird als die bisherige. Während auf den sandigen Abschnitten Fahrspuren noch einigermaßen zu sehen waren, konnten wir auf den steinigen Passagen teilweise kaum oder gar keine Spuren mehr erkennen. Matthias und Bele fuhren voraus und suchten die beste Route, wir folgten. Tiefsand und Steinfelder wechselten sich ab. An einigen Stellen führte der Fluss am Rand noch etwas Wasser.
Wir sahen einige Ziegenherden, Paviane und Nilgänse mit ihrem Nachwuchs.
Schon jetzt ließ sich erahnen, warum die Strecke in entgegengesetzter Richtung leichter zu befahren gewesen wäre. An einigen Stellen mussten wir die kleine Abbruchkante aus dem Flussbett erklimmen. Dies war jedoch kein größeres Problem.
Gegen 14 Uhr machten wir im Schatten eines großen Baumes eine gemütliche Mittagspause und aßen leckeres Rauchfleisch, Leberwurstbrote, Möhren, Avocado und Frischkäse. Zwei Hirten liefen mit ihren Herden vorbei und grüßten freundlich.
Sie trieben ihre Ziegen an einem steilen Hang empor und weiter über den Berg, um in ein anderes Tal zu gelangen. Sie selbst kletterten dabei ebenso geschickt wie ihre Ziegen.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. Jan. 2018 · #220
Die Pause tat gut, da das Fahren bis hierher schon recht anstrengend war. Da hatten wir doch heute Morgen bei der Einfahrt in den oberen Hoarusib kurzzeitig gedacht, uns verplant zu haben. Die vor uns liegende Strecke sollte nur gut 50 Kilometer betragen, und wir wollten erst morgen Abend in Opuwo sein?! Wir hatten schon überlegt, was mit dem geschenkten Tag anzufangen wäre. Bereits jetzt nach nur 14 Kilometern merkten wir, dass die großzügige Zeitplanung mehr als berechtigt war. Daher wollten wir noch ein wenig Strecke machen, bevor wir uns ein schönes Plätzchen für die Nacht suchen würden. Wir waren noch nicht weit gekommen, als uns ein Auto mit einer fünfköpfigen Familie entgegen kam. Der Vater sprang auch sogleich aus dem Wagen, sprach uns an und fragte besorgt nach dem weiteren Weg. Sie waren heute Morgen um sieben Uhr in Opuwo aufgebrochen und ohne Pause durchgefahren. Er warnte uns vor sehr steinigen und schwierigen Abschnitten, die noch vor uns liegen würden. Er selbst wollte heute noch bis Puros gelangen. Wir fanden das ambitioniert und sagten ihm, dass wir schon seit über vier Stunden unterwegs seien. Da die Familie kein Campingzubehör dabei hatte, begannen wir, uns ein wenig Sorgen zu machen. Sollten sie ihr Ziel heute nicht mehr erreichen, hätten wir nicht mit ihnen tauschen und zu fünft im Auto übernachten wollen. An einem weiteren kleinen Tümpel hielten wir erneut, da uns gerade eine Herde Ziegen mit schlackernden Ohren entgegengetrabt kam. Alle Tiere versammelten sich am Wasser und tranken.
Im Tümpel wimmelten kleine Frösche und Kaulquappen in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien, und wir wunderten uns etwas, keine Vögel hier anzutreffen.
An den umliegenden Felsen konnte man die verschiedenen Wasserstände des Hoarusibs genau erkennen.
Was dafür weniger gut zu erkennen war, das war unser weiterer Weg. Am schwierigsten empfanden wir die Abschnitte, bei denen wir – wie hier – über große Steine fahren mussten. Danke an Matthias:
Da auch der Landcruiser nicht unendlich viel Bodenfreiheit hat, bestand die Herausforderung darin, die dicksten Wacker zu umfahren oder, wenn es nicht anders ging, direkt unter die Räder zu nehmen. Falls man so einen Brocken unter das Auto bekommt, kann man mit einem Differential oder mit der Federaufhängung der Hinterachse daran hängen bleiben. An einer Stelle passierte uns dies, und wir mussten nochmal zurücksetzen. Als der Nachmittag bereits fortgeschritten war, beschlossen wir, nach einem Platz für die Nacht Ausschau zu halten. Bele und Matthias fuhren wieder voran und erklommen wie schon mehrfach zuvor eine kleine Sanddüne. Leider hatten sie zu wenig Schwung und fuhren sich auf den letzten zwei Metern fest. Beim Versuch, zurückzusetzen, gruben sie sich noch tiefer in den Sand. Nun half nur noch, zu den Schaufeln zu greifen.
Zu viert legten wir die Räder frei und versuchten, auch etwas Luft unter den schon aufliegenden Unterboden zu bekommen. In der Zwischenzeit fuhr Uwe an einer anderen Stelle auf die Düne und hängte den Hilux an die Seilwinde. Wir öffneten die Motorhauben, und Ruth und Bele gingen in Deckung. Beim ersten Versuch klappte es nicht, das festsitzende Auto zu befreien. Wir waren zu ungeduldig und das Auto noch nicht weit genug freigelegt, so dass sich Uwe an der Winde über den Schotter zog. Also mussten wir weiter schaufeln. Dumm war nur, dass der lose Sand gleich wieder von den Seiten nachrutschte, so dass man die Sandmengen möglichst weit vom Auto wegschieben musste. Ruth mutierte zum Erdmännchen und grub manchmal halb unter dem Auto liegend mit Händen und Füßen.
Schließlich wagten wir einen erneuten Versuch. Der Wagen bewegte sich, Matthias gab zusätzlich Gas, dann war es geschafft. Spontan entschlossen wir, an diesem Platz zu übernachten.
Neben hohen Felswänden und mit Blick auf die Berge schlugen wir unser Lager auf und gönnten uns erst mal ein kühles Getränk.
Von der Befreiungsaktion steckte uns der Sand in allen Poren. Da wir auf die Dusche im Camper keine Lust hatten, klopften wir uns nur ein wenig ab. Dann machten wir Feuer, und Bele bereitete aus dem restlichen Couscous und Gemüse einen Salat. Dazu grillten wir Eland und Rind. Der Vollmond ging auf und beleuchtete die Umgebung. Es war sehr friedlich und still. Manchmal sind die nicht ganz freiwillig gewählten Übernachtungsplätze die besten. War es gestern noch sehr kühl gewesen, krochen wir heute bei über 20 Grad ins Zelt.