Namibia - sehr schwieriges Reiseland ?

63 Antworten · 6'103 Aufrufe · gestartet 12. Dez. 2016 von Erika
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Themenstarter2'338 Beiträge · seit 200712. Dez. 2016 · #1
UMFRAGE

Hallo zusammen
Ich stelle erstaunt fest, dass es über kein anderes afrikanisches Land so viele offene Fragen gibt, wie über Namibia. Aufgrund der täglichen zahlreichen Schilderungen von Problemen und Unsicherheiten aller Art im Vorfeld einer Namibiareise muss ich annehmen, dass das Land wohl ausserordentlich schwierig und mühsam zu bereisen ist.

Woran das wohl liegen mag?
Was genau macht denn das Reisen ausgerechnet in Namibia so kompliziert?

Bin schon gespannt auf eure aufschlussreichen Antworten. 🙂

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
7'267 Beiträge · seit 200612. Dez. 2016 · #2
Hallo Erika

Naja, so ernst nimmst Du die Frage sicher nicht oder?
Ich habe aktuell einen Kunden der mich nach dem Tschad fragt. Das muss super einfach sein dahin zu reisen, denn Fragen nach dem Tschad hatte ich in zehn Jahren keine einzige 😈

Wieso gibt es viele die im Namibia-Forum fragen zu Namibia stellen? Weil heutzutage sehr viel mehr Leute nach Namibia reisen und eine Plattform wie das Namibia-Forum genau dafür da ist!

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
655 Beiträge · seit 201412. Dez. 2016 · #3
Hallo Erika,

ich glaube nicht, dass Namibia schwieriger zu bereisen ist als andere afrikanische Länder. Ich denke, es hat eher damit zu tun, dass Namibia für viele das erste "richtige" afrikanische Land ist (Ägypten & Co. zähl ich jetzt mal nicht damit zu) , welches sie bereisen und somit vor der ersten Reise allgemein viele Fragen haben, die sie auch gehabt hätten, wenn das Reiseziel Südafrika, Tansania, ... geheißen hätte. Es ist glaub ich nicht speziell Namibia, sondern eher die erste Afrikareise, die diese Fragen hervorruft...

Oder belehrt mich eines besseren;-)
LG, Sarah 2015: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285830-plattlaendler-zum-ersten-mal-auf-pad-in-namibia.html 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/288966-i-bless-the-rains-down-in-africa-namibia-2016.html
33,1k Beiträge · seit 200612. Dez. 2016 · #4
Hi Erika,

ich glaube das ist nicht Namibia-spezifisch, sondern generell der Fall, sobald man sich etwas entfernt des Pauschalreisetourismus bewegt. Sobald es eine Individualreise wird, plant "man" eben deutlich mehr.

Viele Grüße aus dem Regen 🙂 Windhoeks
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
7'296 Beiträge · seit 200612. Dez. 2016 · #5
Erika schrieb:
Ich stelle erstaunt fest, dass es über kein anderes afrikanisches Land so viele offene Fragen gibt, wie über Namibia.
Jetzt, wo Du es sagst, fällt es mir auch auf. 😉
Dagegen muss man mal etwas machen.
Wo gibt es denn in Bangui (Zentralafrika) einen Supermarkt mit Nutella und ein Straßencafé mit netter Aussicht und Schwarzwälder Kitschtorte?

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
3'883 Beiträge · seit 201112. Dez. 2016 · #6
Erika schrieb:UMFRAGE
Woran das wohl liegen mag?
Vielleicht liegt es daran, dass Namibia MAINSTREAM ist?

Duckunwech 🤪
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
785 Beiträge · seit 200812. Dez. 2016 · #7
BikeAfrica schrieb:

Wo gibt es denn in Bangui (Zentralafrika) einen Supermarkt mit Nutella und ein Straßencafé mit netter Aussicht und Schwarzwälder Kitschtorte?

Gruß
Wolfgang
Hi Wolfgang,

auch diese Frage beantworte ich gerne: Nutella gegenüber der TOTAL Tankstelle von Norden kommend auf der RN2, kleiner Laden, Nutella wird dort unter der Ladentheke verkauft, unbedingt danach fragen und einen Gruß von mir ausrichten!

Kirschtorte: Nur Mittwochs und Samstags frisch am Place de la République, rotes Straßencafe ( Name habe ich vergessen ), bitte jedoch früh dort sein, denn wenn der Bus mit den Rentner aus Gemena kommt ist alles ratz-fatz ausverkauft!

So, noch fragen? 😄


Gruß


Markus
7'296 Beiträge · seit 200612. Dez. 2016 · #8
maggus schrieb:
So, noch fragen? 😄
... auf dem Weg nach Norden hätte ich im Tschad gerne noch 'ne Pizzeria mit 'ner Pizza "Vier Käsesorten" und 'nem Hefeweizen, am besten Augustiner ...

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'060 Beiträge · seit 201312. Dez. 2016 · #9
Ein netter Thread - sowas tut gut bei all den Problemen, mit denen man sonst beworfen wird! 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
785 Beiträge · seit 200812. Dez. 2016 · #10
OK,

ich gebe auf, hast gewonnen! 😣


Viele Grüße

Markus
348 Beiträge · seit 201112. Dez. 2016 · #11
Ich stelle erstaunt fest, dass es über kein anderes afrikanisches Land so viele offene Fragen gibt, wie über Namibia
Warum, weil der überwiegende Teil die in Namibia Urlaub machen, sich gar nie Gedanken über den Kongo oder Nigeria machen,
da würden viele vor lauter Fragen nie hin kommen,
viiiiiiiiel zu gefährlich 😉
die Meisten, die die Westküste runterfahren holen in Ondangwa erst mal tief Luft; Endlich in Namibia, und rein in den nächsten Supermarkt, schööön, endlich wieder alles wie zu Hause!

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
655 Beiträge · seit 200612. Dez. 2016 · #12
Liebe Erika,
Weil noch immer nicht geklärt ist, wo die Haltestellen für die Einsteigerroute sind. Ob man, wie bei den Touribussen in Kapstadt, einfach mal aus- und einsteigen darf. Wo an den Haltestellen die elektronische Anzeige für Abfahrtzeiten sind. Ob man aus Namibia wieder ausreisen darf, wenn man nicht eine bestimmte Anzahl Beweisfotos vorweisen kann.
Oder vll, weil nach Watzlawick in jeder Frage ein Ichaussage steckt und heutzutage jeder im Netz mitteilen muss, wann er wohin fährt. Weil das aber doof aussieht, muss halt gefragt werden. Damit die Mitteilung durchs Netz geht.
Oder, weil alles, was außerhalb meines durchgetakteten Lebens ist, potentielle Gefahr bedeutet......ach Erika, es gibt sicher noch mehr Abgründe in Namibia, wir haben sie nur noch nicht alle erfasst......

Lb Gruß von Helga
0
zuletzt bearbeitet 12. Dez. 2016
4'984 Beiträge · seit 201612. Dez. 2016 · #13
Hallo Erika,

angespornt durch deine Frage, habe ich mich ein wenig im Netz umgesehen, und komme zum Schluss dass Namibia offenbar im Ranking der schwierig zu bereisenden Länder, doch eher zu den Schlusslichtern einer imaginären Liste solcher zählt.
Stell mir zB mal vor, du möchtest Mallorca bereisen, und stehst im Vorfeld vor dem Problem nicht zu wissen,
welche kernlosen, roten Trauben grad auf dem Markt angeboten werden! Entsetzlich! 🤩
...so gelesen im Mallorca-Forum...
Gruß Gina
1'737 Beiträge · seit 201012. Dez. 2016 · #14
ich gebe auf, hast gewonnen!
Nee @maggus so schnell geben wir nicht auf. Für die Pizza empfehle ich Jörg zu kontaktieren. Der wollte doch eh einige Zweigstellen für sein Business eröffnen. Mit dem Hefeweizen, am besten Augustiner, sollte Wolfgang einen kurzen Abstecher nach Sumbawanga (Tanzania) planen. Da hat es einen kleinen Laden mit internationalen Bieren. Da könnte er fündig werden.

Weitere Fragen gern.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
960 Beiträge · seit 201312. Dez. 2016 · #15
Hallo in die Runde,
jedesmal, wenn ich hier in einem solchen oder ähnlichen Thema
lese, frage ich mich ob ich da auch gerade verkackeiert werde. 🤩
Ich denke ja 😈
Lachen muss ich beim Lesen trotzdem. 😄 😄
Macht mal weiter so!

Gruß
Silvio
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
7'296 Beiträge · seit 200612. Dez. 2016 · #16
Botswanadreams schrieb:
ich gebe auf, hast gewonnen!
Nee @maggus so schnell geben wir nicht auf. Für die Pizza empfehle ich Jörg zu kontaktieren. Der wollte doch eh einige Zweigstellen für sein Business eröffnen. Mit dem Hefeweizen, am besten Augustiner, sollte Wolfgang einen kurzen Abstecher nach Sumbawanga (Tanzania) planen. Da hat es einen kleinen Laden mit internationalen Bieren. Da könnte er fündig werden.
... wenn ich von Zentralafrika in den Tschad über Tanzania fahren würde, würde ja jeder merken, dass ich ohne Navi unterwegs bin. Allerdings würde ich in Tanzania unweit des Kindoroko Hotels in Moshi auch die Pizza bekommen oder unterwegs bereits im Shoestrings in Vic Falls. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
7'296 Beiträge · seit 200613. Dez. 2016 · #17
Turi schrieb:
Ich stelle erstaunt fest, dass es über kein anderes afrikanisches Land so viele offene Fragen gibt, wie über Namibia
Warum, weil der überwiegende Teil die in Namibia Urlaub machen, sich gar nie Gedanken über den Kongo oder Nigeria machen,
da würden viele vor lauter Fragen nie hin kommen,
viiiiiiiiel zu gefährlich 😉

... wenn man noch nie in Afrika war, stellen sich einem halt Fragen, die man hinterher manchmal selbst belächelt.

Ich habe -was Afrika betrifft- in Namibia mit Radtouren begonnen. Vor fast 20 Jahren habe ich im damaligen Vorläufer-Forum eine Frage dazu gestellt und was war die einhellige Antwort?
"Zu gefährlich, zu heiß, zu große Entfernungen und das hat ja noch nie jemand gemacht"
Ich habe es mir nicht ausreden lassen und war zuvor schon mit dem Rad schon in Alaska und der canadischen Arktis. Auf dem längsten Teilstück war ich mit Verpflegung für 800 km autark unterwegs. Ich habe es einfach gemacht, aber meine größte Sorge im Vorfeld war die Verpflegung. Ich bin da ein bisschen heikel und hatte echte Bedenken und Angst vor einem Kulturschock.

Den gab es dann auch, allerdings in der anderen Form. In der Independence Ave. lief ich an einem Lokal mit dem Namen "Zum Wirt" vorbei. Davor ein Klappständer mit der Aufschrift "Rippchen mit Kraut". In jedem Dorf gab es Wiener Schnitzel mit Pommes und die Supermärkte waren oft größer als in Deutschland. Wenn man noch nie dort war, kann man sich das halt nicht vorstellen.

Namibia ist für viele Touristen das Tor zu Afrika und sie haben die gleichen Fragen und sind unsicher. Ging mir auch so, aber beim zweiten Mal fühlte ich mich bei der Ankunft schon, als käme ich nach Hause. Und inzwischen habe ich das Gefühl schon in jedem afrikanischen Land bei der Ankunft.

Allerdings geht für mich die Welt nicht unter, wenn ich nicht Nutella, Kaffeesorte A oder Nudelsorte B bekomme.

Gruß
Wolfgang
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2'240 Beiträge · seit 201113. Dez. 2016 · #18
BikeAfrica schrieb:
Turi schrieb:
Namibia ist für viele Touristen das Tor zu Afrika und sie haben die gleichen Fragen und sind unsicher. Ging mir auch so, aber beim zweiten Mal fühlte ich mich bei der Ankunft schon, als käme ich nach Hause. Und inzwischen habe ich das Gefühl schon in jedem afrikanischen Land bei der Ankunft.

Allerdings geht für mich die Welt nicht unter, wenn ich nicht Nutella, Kaffeesorte A oder Nudelsorte B bekomme.
Hallo zusammen,
Namibia ist für viele deutschsprachigen Touristen das Tor zu Afrika...die Franzosen, Italiener etc. haben andere Tore 😛
Im Sommer geht es nach Mallorca im Winter nach Namibia - toll... 😄
Alles gut..
Mari
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
1'042 Beiträge · seit 201613. Dez. 2016 · #19
Hallo zusammen,

viele Länder sind "schwierige Reiseländer" wenn man die nicht kennt. Wenn man keine Ahnung hat auf was für ein Abenteuer man sich da einlässt, dann hat man eben auch viele Fragen. Manche Dinge sind zudem nicht wirklich planbar, sonst hätte ich mir für die Reifenpannen unterwegs auch den Weg nach Swakopmund ausgesucht... 😄

Wenn man das erste Mal in Namibia ist, dann stellt man schnell fest, dass das Land problemlos zu bereisen ist. Schwierig ist etwas anderes. Natürlich ist es leichter nach Spanien zu fahren, vor allem wenn man da schon gefühlte 1000 mal war und die Sprache spricht. In einem Land, in dem man die Sprache nicht spricht fühlt man sich meist auch nie ganz wohl, so geht es mir jedenfalls. Man kommt weltweit aber mit Englisch, Spanisch und Deutsch ganz gut zurecht. In Namibia ist es Englisch und Deutsch solange man z.B. nicht am Ende der Welt mit einem Himba reden möchte, aber selbst dort findet sich meist jemand, der übersetzen kann, man muss nur freundlich fragen. Zur Not bekommt man auch eine einfachere Art Kommunikation als mit der Sprache auch noch irgendwie hin, wenn beide Interesse an einer Kommunikation haben. Freudentränen in den Augen wenn man z.B. Wasser und ein paar Schuhe schenkt sagen auch mehr als 1000 Worte...

Gruß Markus
828 Beiträge · seit 201613. Dez. 2016 · #20
Erika schrieb:UMFRAGE


Ich stelle erstaunt fest, dass es über kein anderes afrikanisches Land so viele offene Fragen gibt, wie über Namibia. Aufgrund der täglichen zahlreichen Schilderungen von Problemen und Unsicherheiten aller Art im Vorfeld einer Namibiareise muss ich annehmen, dass das Land wohl ausserordentlich schwierig und mühsam zu bereisen ist.

Woran das wohl liegen mag?
..wenn man schon ein Jahr vorher Flugpreise anfängt zu checken und sich über Monate fragt ob es noch ein paar Euro günstiger wird, wenn man sich fragt welches der optimale Sitzplatz ist und ob Airline A 1.5 cm mehr Beinfreiheit hat wie Airline B, wenn man den "besten" Autovermieter finden will und alle Fussnoten bis in jede Untiefe diskutieren und abklären muss und noch mit anderen Anbietern vergleichen muss, wenn man jede Übernachtung schon ein Jahr vorher plant, sich aber auch noch fragen muss welche der 15 Campsites jetzt die Beste und optimale ist, oder ob das Südzimmer besser als das Nordzimmer ist und sich noch mit Grundsatzdiskussionen über Malaria rumschlagen muss und sich die Frage stellt welche Stirnlampe jetzt wirklich die Allerbeste ist und welcher Schlafsack einen Komfortbereich von minus 10 bis 30 Grad hat und dazu noch das Beste Preis/Leistungsverhältnis hat, wenn man schon jedes Restaurant und die Karte schon vorher wissen muss und natürlich auch welches jetzt den besten Fisch hat, wenn man das Immigration Formular schon ein halbes Jahr vorher ausfüllen will und zuerst die Botschaft wahnsinnig machen muss das man eines bekommt...wenn man... wenn man...usw usw usw

...ich glaube nicht, dass es das Land ist, dass schwierig zu bereisen ist, es sind eher die Leute, die teutonisch alles bis ins tiefste Detail geplant haben wollen. Spontanität und etwas Ungewissheit, sich treiben lassen sind eher keine deutschen (schweizerischen) Tugenden .... aber ich kann mich auch teuschen... 😎