Streifenhörnchen297 Beiträge · seit 200713. Dez. 2016 · #21Maputo, genau diese Fragen wundern mich immer sehr... vor meiner ersten Namibiareise kannte ich dieses Forum noch gar nicht und habe überlebt 😁 hab Mietwagen und Flug gebucht und bin alleine 2 Monate durchs Land gefahren... mit Strassenkarte und Reiseführer (den ich nicht benutzt hab - Ziel war einfach Etosha und Elefanten sehen), mit ganz tollen Erlebnissen, Eindrücken, Begegnungen, Pannen und so weiter. Das gehört doch dazu...
LG Heike 🙂
maggus785 Beiträge · seit 200813. Dez. 2016 · #22Hi Maputo,
ja, ich denke genau daran liegt es!
Auch denke ich, dass viele Menschen versuchen durch eine detaillierte Planung sich eine gewisse "Schein-Sicherheit" zu schaffen um somit die beängstigende "Ungewissheit" zu eliminieren.
Vom Prinzip, jeder wie er mag, für mich persönlich ist ein großer Teil des Urlaubs das "sich treiben lassen", spontan zu entscheiden auf was man Lust hat und wohin man fährt, denn dies ist für mich ein großer Luxus den ich im normalen Arbeitsalltag ehr selten habe!
Klar mache auch ich mir Gedanken im Vorfeld welche Tour wir fahren, aber wir haben eigentlich dann doch ganz viel anders gemacht wie ursprünglich vorgesehen und hatten jedesmal eine tolle und erlebnisreiche Reise gehabt!
Noch ne Anmerkung: Wir Reisen deshalb auch meist alleine, sprich mit einem Fahrzeug und die Entscheidungen werden innerhalb der Familie getroffen, rein demokratisch mit Abstimmung, sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich 51% der Stimmen habe! 😗
und dann doch letztendlich das mache, was der Rest der Familie möchte!
Viele Grüße
Markus
LEleserGast13. Dez. 2016 · #23Hi Maputo, du hast es auf den Punkt gebracht, es ist der Perfektionismus, stupid! Dass es diesen Wahnsinn überhaupt gibt, verdanke ich diesem Forum als echten Wissenszuwachs. Bei der Menge an threads @ Essen, Restaurantempfehlungen ect., glaubt man, dass viele Leute zum Essen nach Afrika fahren.
Oder ist es vielleicht eher die Unfähigkeit die Dinge einfach so zu nehmen, wie sie kommen und sind 😗 und trotzdem zu genießen, auch wenn es nicht perfekt ist?
@ Markus615: "Natürlich ist es leichter nach Spanien zu fahren...." Hmmm, ich bin gerade ohne Vorbestellungen durch Galicien gefahren und meine, dass Quartiersuche und Orientierung mehr Eigeninitiative und Komfortverzicht erfordern als jede übliche Tour im südlichen Afrika ......und das Navi ist in zig-Fällen völlig nutzlos und stiftet nur Verwirrung
Grüße.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200613. Dez. 2016 · #24Moin zusammen,
die ganze Planerei ist doch wieder das in einem anderen Thread behandelte "Mainstream", oder? 😉
Ich plane auch gerne meine Reisen, habe aber in 70+ besuchten Ländern noch nie ein Forum bemüht...
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Dez. 2016 · #25... je genauer man plant, desto härter trifft einen der Zufall.
Ich bin viel zu bequem zum Planen, sondern fahre einfach drauflos ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
peter 081'927 Beiträge · seit 200813. Dez. 2016 · #26BikeAfrica schrieb:... Ich bin viel zu bequem zum Planen, sondern fahre einfach drauflos ...
...aber sei ehrlich, Wolfgang.
Den Punkt, ab den Du einfach drauflos fährst, hast Du vorher ganz genau geplant 😉
Gruß
Peter
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201613. Dez. 2016 · #27leser schrieb: @ Markus615: "Natürlich ist es leichter nach Spanien zu fahren...." Hmmm, ich bin gerade ohne Vorbestellungen durch Galicien gefahren und meine, dass Quartiersuche und Orientierung mehr Eigeninitiative und Komfortverzicht erfordern als jede übliche Tour im südlichen Afrika ......und das Navi ist in zig-Fällen völlig nutzlos und stiftet nur Verwirrung
Hallo Leser,
ich dachte da an den Pauschalurlaub oder das von Deutschland aus gebuchte Ferienhaus... wobei ich vor ein paar Jahren auch auf einer Rundreise in Nordspanien nicht einmal Probleme mit dem Hund hatte relativ gute Unterkünfte zu finden... (keine Selbstverständlichkeit in Spanien).
Was für Strecken bist Du denn lang gefahren, wenn Dir das Navi keine Hilfe war? Wenn Du natürlich mit dem Geländewagen unterwegs bist und zwanghaft keine asphaltierte Straßen benutzen willst, dann hilft Dir das Navi natürlich überhaupt nicht. Diese Strecken sind zu 99,9% nicht kartographiert. In kleinen Ortschaften stehen aber immer irgendwo Schilder auf denen man zumindest einen groben Anhaltspunkt finden kann, wie es weiter geht. Ich dachte allerdings, dass es mittlerweile beinahe überall verboten ist "querfeldein" zu fahren bzw. die Wanderwege mit dem Geländewagen zu benutzen... 🤪
Wenn man es aus dem Gesichtspunkt betrachtet kann man Spanien auch zum "schwierigen" Reiseland machen. Alles nur eine Frage WO man unterwegs ist.
Ich plane generell im voraus, wenn der Plan aber nicht funktioniert, dann funktioniert er halt nicht. Es gibt viele Unwägbarkeiten die man nicht kalkulieren kann... das nennt sich dann kurzfristige Planänderung und das Beste aus der Situation machen. Das sollte aber jeder machen wie er es für sich am Besten findet. Die Vorfreude kommt auch mit der Planung, aber kein Plan ist so FIX dass man den nicht noch kurzfristig ändern kann (bzw. muss, da stellt sich ja gar nicht die Frage ob man möchte oder nicht).
Gruß Markus
wüstenfee749 Beiträge · seit 200613. Dez. 2016 · #28Maputo - du hast das wirklich auf den Punkt gebracht.
ich wundere mich oft über solche Fragen wie Einreiseformular o.ä.
da kann ich nur noch den Kopf schütteln.
ich fahre seit 25 Jahren nach Namibia und natürlich hat sich vieles ge- und verändert.
Und danke an alle Fomis !! ich profitiere natürlich auch von den vielen Tipps zu neuen Lodgen
oder campgrounds.
ich glaube das Problem liegt darin, das sich die Menschen nicht mehr einlassen können.
alles muss geplant sein - bis ins Detail - und wehe es klappt nicht.
Fazit an alle Planer und Perfektionisten - Keep cool
lg wüstenfee
Sasa2'391 Beiträge · seit 201613. Dez. 2016 · #29Hallo zusammen,
ich finde die Antworten in diesem Thread eigentlich ganz amüsant, aber auch irgendwie arrogant.
Wofür ist denn bitte schön dieses Forum da? Und wenn hier Sachen gefragt werden, die ihr doof oder zumindest albern findet, dann antwortet doch nicht. Ich persönlich weiß auch nicht, warum man für einen Urlaub die Menüplanung so sehr spezifizieren muß, daß man unbedingst Knorr "Hast-Du-nicht-gesehen" oder Dr. Oetker "Was-weiss-ich" braucht. Eigentlich weiß ich überhaupt nicht warum man soetwas jemals braucht, aber nunja, wenn andere das als Überlebenwichtig empfinden.....
Und genau deshalb reisen solche Leute eben nach Namibia und nicht in den Tschad oder nach Gana, weil Namibia als sicheres Urlaubsland gilt in dem man alles wie "zu Hause" kaufen kann.
Leute die soetwas fragen werden auch keine Trekkingtour nach Nepal oder eine Selbstfahrerreise in der Ukraine machen.
ABER: Es gibt auch Menschen die sehr wohl schon sehr individuell (auch wenn das andere genauso machen, also vielleicht ein Fluß, aber noch kein Hauptstrom?) gereist sind und trotzdem Fragen zur Streckenführung, zu Übernachtungsmöglichkeiten oder Restaurants haben. Egal wie sehr ich mich vorbereite, wenn ich ein Land noch nie bereist habe, ist das immer auch ein Abenteuer. Das ging mir in Polen und der Slowakei genauso, da hätte ich auch die ein oder andere Frage in einem Forum gestellt, wenn es denn sowas gegeben hätte.
Und mal ehrlich: Über die Restaurant tauschen sich doch hier viel mehr die "alten Hasen" aus. Ohne dieses Forum hätte ich nie davon erfahren, dass man in Swakop das Abendessen vor dem Urlaub am besten schon plant und das Restaurant vorbucht. Das ist doch nichts auf das die "Neuen" kommen. Wir haben nichts gebucht und sind deshalb in der Wurstbude gelandet, die uns (wie auch Bianca und Familie) sehr gut gefallen hat.
Aber glaubt man denn hier einigen Aktiven, dann darf man nicht nach Swakop ohne das Tug zu reservieren. WIr haben da nicht gegessen und werden es nächstes Jahr auch nicht machen und ich glaube nicht, daß ich etwas verpaßt habe, weil ich beim reinschauen schon Tinitus vom Lärm bekommen habe.
Aber nochmal zu der Arroganz, die manchmal durchblitzt. Bei meinen ersten Beiträgen hier im Forum, kam es mir auch so vor, als wären hier nur Menschen, die seit gefühlt 100 Jahren Namibia bereisen und mich quasi dafür verurteilen, dass ich das noch nie vorher gemacht habe. (Natürlich gab es auch gaaaaaanz viele nette Antworten, aber so zwischen den Zeilen hörte es sich manchmal so an) Und so geht es hier doch vielen "Neuen", die auch schnell weider verschwunden sind. Ohne Gerd oder den ein oder anderen "netten Kümmerer" hätte ich mich wahrscheinlich auch schnell wieder zurückgezogen.
Mein Reiseveranstalter hatte bei der Route ja Mist gebaut und ich habe das Gott sei Dank durch das Forum erfahren War wirklich ein echter Glückstreffer. Wir sollten in einem Tag einmal quer ducht den Etosha von Hobatere zur Mukoti. Hier wurde mir klar gemacht, dass dies viel zu weit sei. Aber alleine auf die Frage, ob es wirklich nicht ginge oder nur einfach sehr unschön und sinnfrei sei und ob dies nicht doch schon jemand gemacht habe, wurde über mich (nicht an mich gerichtet) geschrieben, das ich belehrungsresistent sei und mich weigere die Erfahrungen der Fomis anzunehmen. Vor allem dieses über andere schreiben finde ich hier oft sehr unangenehm. Das passiert hier so in dieser Weise doch immer mal wieder gerne.
Nur weil ihr das besser wisst (oder glaubt besser zu wissen), kann man doch niemanden verurteilen, der es nicht weiß und auch noch jemand mit anderer Meinung sucht.
Ich finde es wirklich toll, dass sich viele hier schon Jahre kennen und ich freue mich, einige von Euch kennen gelernt zu haben. Aber es ist ja immer noch ein öffentliches Forum und keine Geheimloge, oder?
Seid mir nicht böse, dass ich das so offen schreibe, aber vielleicht versucht sich der ein oder andere erstmal in die Lage eines "Neulings" zu versetzen, bevor er/sie losschreibt.
Diejenigen Postings hier, bei denen man nach einem Satz schon merkt, dass der Verfasser sich noch nicht einen Reisebericht oder einen Reiseführer oder meinetwegen zumindest Wikipedia mal gelesen hat, war nicht gemeint, aber auch bei diesen Postings wäre ignorieren auch manchmal eine bessere Maßname.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201313. Dez. 2016 · #30travelNAMIBIA schrieb:
Ich plane auch gerne meine Reisen, habe aber in 70+ besuchten Ländern noch nie ein Forum bemüht...
... kann es sein, dass es zu vielen Ländern gar kein Forum gibt? 😉
Ob man nun mit oder ohne Plan fährt, sollte doch jedem selbst überlassen bleiben. Ich höre in manchen Beiträgen einen missionierenden Unterton heraus, der suggerieren soll, welches die "richtige" Art zu reisen ist. Wenn jeder tatsächlich völlig ohne Vorbereitung reisen würde, wäre dieses Forum absolut überflüssig.
Manche Fragen erscheinen auch mir seltsam, aber wenn wir erzählen, wir würden nach Afrika fliegen, haben wir oft das Gefühl, unsere Gesprächspartner empfänden dies als extrem exotisch. Wer noch nicht dort war, kann nicht ahnen, dass gerade Namibia nicht so "afrikanisch" ist wie andere Länder. Es ist meiner Meinung nach mit Südafrika das ideale Einstiegsland für den Kontinent. Dennoch glauben viele Ersttäter, es sei dort wie im tiefsten Urwald, so ergeben sich dann Fragen, die alte Hasen belächeln, z. B. nach Einkaufsmöglichkeiten etc..
Führe man völlig unvorbereitet nach Namibia, so käme man sich wahrscheinlich vor wie im falschen Film, weil in den größeren Orten alles wie daheim ist bis hin zur Schwarzwälderkirsch-Torte, wohingegen man doch mit wilden Tieren und Menschen an jeder Ecke gerechnet hatte. 😉
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200613. Dez. 2016 · #31OFF TOPIC
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Hallo Gabriele,
kann es sein, dass es zu vielen Ländern gar kein Forum gibt?
das befürchte ich auch... und wenn wahrscheinlich auf einer Sprache, die ich nicht verstehe.
Es ist meiner Meinung nach mit Südafrika das ideale Einstiegsland für den Kontinent. Dennoch glauben viele Ersttäter, es sei dort wie im tiefsten Urwald,
Da hast Du absolut Recht. Liegt natürlich auch daran, was man in den Medien von Afrika mitbekommt (hungernde Kinder, islamistischer Terror etc). Und egal wo man auf dem Kontinent hinreist... und es ist egal wen man fragt, pauschal heißt es immer: "Afrika" (ich rede nun auch auch nur noch davon, dass ich nach Europa reise, wenn ich es mir in Hamburg unterm Tannenbaum gut gehen lasse ;-)). Afrika ist "dunkel", dreckig, zurückgeblieben... eben tiefster Urwald. Das trifft eben auf das südlichste Afrika zu 99% nicht zu... die "Angst" vor dem schwarzen Kontinent bleibt dennoch. Und ich denke eine solche Grundproblematik lässt sich einfach durch einen Reiseführer (den einige Neulinge eben nicht mal in die Hand genommen haben) beheben. Und ja, ich fand die Knorr-Tüten-Geschichte auch "seltsam" und würde gerne wissen ob die Reisegruppe nicht nach Namibia reisen würde, wenn es die hier nicht gäbe (so wie es sie sicherlich in 100 Länder der Erde nicht gibt).
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201313. Dez. 2016 · #32Hallo Christian,
es gibt leider viele Menschen, die sich nicht auf "Fremdes" einlassen wollen. Man braucht auch im "tiefsten Urwald" Schweinshaxen mit Sauerkraut und Knödeln - wobei man da ja in Namibia am richtigen Ort wäre - oder Nutella oder bestimmte Suppentüten... das hat ja schon Gerhard Polt in "Man spricht Deutsch" treffend thematisiert.
Liebe Grüße von Gabriele
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Turi348 Beiträge · seit 201113. Dez. 2016 · #33 Liegt natürlich auch daran, was man in den Medien von Afrika mitbekommt (hungernde Kinder, islamistischer Terror etc). Und egal wo man auf dem Kontinent hinreist... und es ist egal wen man fragt, pauschal heißt es immer: "Afrika
Das ist ungefähr das Gleiche wenn man von Europa redet und die Dänen mit den Süditalienern vergleicht.
Afrika ist, meiner meiner Meinung nach der Kontinent mit den grössten Unterschieden, beim Klima wie bei den Menschen.
Es gibt sicher viele schöne Länder/Kontinente auf dieser Welt, Afrika ist und bleibt für mich der schönste.
Ich habe fast alle Länder in Afrika bereist, keines hat mich enttäuscht. It's so different!
Ich kann auch nur jedem raten, wenn er/sie die Zeit hat, reist von Namibia aus mal nach Angola, Zambia, Zimbabwe usw.
Ich kenne niemanden, der von den Ländern nicht begeistert war.
Real Afrika ist, dort wo man seine Lebensmittel an der Strasse kauft und die Leute auf der Strasse leben.
Hinterher wird man nicht mehr all zu viele Fragen betreffend Namibia haben. 😉
Abgesehen davon, Fragen kann man immer, wenn man die Antwort nicht scheut und,
Fragen machen immer nur gescheiter.
Wer nicht fragt bleibt dumm.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
LEleserGast13. Dez. 2016 · #34hi Markus615 OT:
Das war die galicische Westküste entlang, eine ganz normale Touristentour. Die paar ***Hotels die es hin und wieder in den kleinen Orten gibt, sind in der Nachsaison geschlossen und auch nicht unbedingt die attraktivsten. Es gibt aber kleine Pensionen, das ist eine rein spanische Urlaubsregion, praktisch keinen internationalen Tourismus, für mich ein Grund zum Hinfahren. Man muss bloß etwas suchen.
@ Navi. Ich bin ein eingefleischter "Kartenfahrer" und habe damit überhaupt kein Problem. Leider sind gute Karten kaum mehr erhältlich. Das Navi ist gut um in Santiago das Parkhaus zu finden, am Land versagt es oft, weil es z. B. für manche Plätze drei verschiedene Schreibweisen oder keine Straßenanschriften gibt, viele hinterlegten Straßennummern falsch sind, etc. Bevor ich da ewig herumprobiere mach ich's lieber gleich auf die "alte" Tour. Ich habe das bloß erwähnt, weil die Wegefindung hier oft so ein großes Thema ist.
Grüße
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201613. Dez. 2016 · #35Hallo Turi
Turi schrieb:
Real Afrika ist, dort wo man seine Lebensmittel an der Strasse kauft und die Leute auf der Strasse leben.
Wobei ich mir selber immer die Frage stelle, ob man das essen kann ohne Krank zu werden. Ich weiß nicht wie der Begriff dafür in Afrika ist, aber in Südamerika spricht man von Montezumas Rache. Leider hatte mich die schon richtig erwischt, am Ende einer Reise. Natürlich war ich nicht der einzige, den es erwischt hatte, aber derjenige den am heftigsten erwischte... Woher war uns allen allerdings nicht klar, weil es nicht erkennbar war, was der Auslöser gewesen ist.
Turi schrieb:
Abgesehen davon, Fragen kann man immer, wenn man die Antwort nicht scheut und,
Fragen machen immer nur gescheiter.
Wer nicht fragt bleibt dumm.
Stimmt, wobei einem die Antwort: "Mir ist nichts passiert, egal was ich gegessen habe!" genau so aussagekräftig ist wie die Antworten die man bekommt wenn man nach dem beliebten Thema Malaria fragt.
Wenn man sich allerdings Hilfe bei der Reiseplanung holt, dann kann man ziemlich gute Tipps bekommen. Seien es zu lange geplante Strecken oder man würde schlicht und ergreifend an irgendeiner Sehenswürdigkeit einfach vorbei zu fahren, bzw. nur durch den Etosha "hetzen".
Wenn ich über eine Grenze fahren müsste, dann würde ich auch gerne wissen wie viel Zeit ich in etwa dafür einplanen muss und was vielleicht noch zu beachten ist. Klar braucht man zum Teil hellseherische Fähigkeiten für eine Antwort, denn es ändert sich immer wieder etwas, bzw. kommt darauf an, aber ein grober Anhaltspunkt ist immer noch besser als gar keine Information.
Das Einreiseformular von Namibia lässt sich auch für manche leichter ausfüllen, wenn denn vorher eine deutsche Übersetzung ausgedruckt wurde. Für mich stellt sich dieses Problem nicht. Auch eine einfache Frage mit der Antwort: Nein nur in Englisch! 😉
Das Forum macht doch Namibia erst zu einem viel leichteren Reiseziel, als es das ohne Forum wäre...
Gruß Markus,
der dieses Jahr nie als Selbstfahrer nach Namibia gegangen wäre, wenn er nicht VORHER so viele gute Informationen über das Land hätte sammeln können. Manche sind da sicher mutiger...
Turi348 Beiträge · seit 201113. Dez. 2016 · #36Hallo Markus
Wobei ich mir selber immer die Frage stelle, ob man das essen kann ohne Krank zu werden.
Vielleicht hab ich mich nicht konkret genug ausgedrückt.
Wir kaufen sehr selten fertig gekochtes Essen an der Strasse, bzw. essen sehr selten in Restaurants und den Garküchen am Strassenrand.
Tomaten, Zwiebel, Kartoffel, oder Maniok, dazu Früchte, Mangos Papaya, Ananas, Cocosnüsse etc, das ist das was wir überwiegend an der Strasse gekauft haben, dazu ab und zu mal Benje, fritierte Kugeln in den zentralafrikanischen Ländern.
Was man nicht darf ist, von sich auf andere zu schliessen, was der eine verträgt bringt den anderen zum "kotzen".
Wir hatten nie Probleme damit, haben aber nach Marokko auch kein Fleisch mehr gegessen,
essen dafür in Namibia und ZA um so mehr 😉
Wenn man sich allerdings Hilfe bei der Reiseplanung holt, dann kann man ziemlich gute Tipps bekommen
So geht vielfach die Spannung verloren, durchstrukturiertes Leben haben wir genug in Europa, allerdings verstehe ich auch Feriengäste, die möglichst viel in den 3 Wochen Urlaub sehen und erleben wollen.
Im übertragenen Sinn, man geht ja auch nicht ins Disneyland um nur auf einer Bahn zu fahren.
Die bekannten "Geheimtipps" sind dann nicht mehr all zu geheim.
Wir können es uns zeitlich leisten, unbeschränkt dort unten zu sein und planen oder buchen absolut nie etwas voraus, das Einzige ist der Ein-bzw. Ausreisetermin, den uns leider die Länder setzen.
Über viele Fragen muss man allerdings mehr als schmunzeln, wenn ich leben will, wie zu Hause, dann bleibe ich dort und die, die einen weiss gedeckten Tisch in der Kalahari erstrebenswert finden, für die kann ich nur Mitleid empfinden,
die haben Afrika nicht verstanden.
Aber eben, jedem Tierchen sein Plessierchen.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201313. Dez. 2016 · #37Hallo Turi,
so wie mancher eine Tierliste hat, auf der er abhakt, was er schon gesehen hat, gibt es auch Menschen, die eine Länderliste abhaken, nur um sagen zu können "da war ich auch schon". Meiner Meinung nach ist das ähnlich wie bei einer Kreuzfahrt, da war man dann auch in den verschiedensten Ländern! 🙁
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200913. Dez. 2016 · #38Turi schrieb:
....
Abgesehen davon, Fragen kann man immer, wenn man die Antwort nicht scheut und,
Fragen machen immer nur gescheiter.
Wer nicht fragt bleibt dumm.
Gruss Turi
OT
Mein alter Prof paukte schon: Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Anworten.
Aber manches, was hier gefragt wird, erzeugt schon Kopfschütteln bis hin zur Sprachlosigkeit.
Namibia ist mMn leicht zu bereisen und wird zum mainstream Reiseland. 🙄 Leider.
Ich gebe Christian Recht, dass sich viele Touristen nicht mal die Mühe machen einen Reiseführer zu kaufen.
Es wird ein günstiges Flugticket gekauft (noch günstiger geht immer) und dann gucken die Leute erst Mal wo Namibia überhaupt ist. Der Schreck ist dann groß - Namibia liegt im südlichen Afrika - hoffentlich gibts Poolanlagen, Nutella, Knorr Fix uswusf. Und meckern nach der Rückkehr auch noch darüber, dass es im Juli/August so kalt in der Nacht dort ist, es keine Heizung gibt und der Pool saukalt war - in Afrika soll es gefälligst immer schön warm sein - Kälte haben wir im Sommer auch in Deutschland. 😗
Wünsche euch allen eine besinnliche Adventszeit!
LEleserGast13. Dez. 2016 · #39ein anderer Aspekt...
mE tuen sich die reinen "Forumsplaner" oft keinen guten Dienst. Oft sind Auskünfte und Vorschläge nämlich unvollständig, widersprüchlich, missverständlich, sogar falsch...... und dann muss man erst wieder fragen, gegenfragen usw. um das Richtige herauszufiltern. Gleich in Reiseführern oder lokalen Quellen nachzuschauen oder vor Ort anzufragen ist mE schneller und verlässlicher.
.....und nicht vergessen: Dort leben Menschen, viele davon genauso wie die Europäer, also gibt's auch was zu essen 😗 .
Grüße
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201213. Dez. 2016 · #40Hallo Erika,
ich glaube das Durchplanen von Reisen ist einfach der Zeit geschuldet und ist nicht unbedingt ein deutsches Problem. Die Gesellschaft hat sich einfach grundlegend verändert. Überraschungen möchten viele Menschen nicht erleben und wenn, dann nur positive. Deshalb wird wirklich alles geplant. Was mir in den letzten Jahren auch auffällt, daß selbst junge Menschen die Reisen penibelst planen. Einfach den Rucksack packen und losziehen ist mehr und mehr die Ausnahme geworden und wird auch viel von dem Umwelt kritisch hinterfragt (denke nur an das russische Mädel, welches durch Namibia getrampt ist).
Ich treffe auf meinen Reisen immer seltener junge Leute , die wirklich unabhängig unterwegs sind (sogar vermehrt älteres Semester). Selbst bei Backpackern wird heute viel mehr geplant, als es früher der Fall war. Die Medien leisten ihren Beitrag noch dazu. Man hat zwar alle Möglichkeiten an Informationen zu kommen, aber unter den Informationen finden sich auch viel nicht richtige Infos, und es wird teilweise nicht mehr kritisch hinterfragt. Selbst Informationen von offiziellen Stellen sollte man schon kritisch hinterfragen. Dann versuchen viele sich über die neuen Medien auch in den Mittelpunkt zu stellen und kleine Missgeschicke werden zum seitenlangen Roman ausgerollt. Versicherungen werden für alles und jedes abgschlossen (und nicht nur Deutsche tun das) und wenn etwas schief geht, wird geklagt und vor Gericht gegangen.
Sich einfach auf etwas Neues einlassen, eventuell auch Rückschläge einstecken und auch Selbstverantwortung übernehmen ist nicht mehr üblich.
Aber Du wirst bestimmt auch gemerkt haben, daß sich selbst Afrika geändert hat. Ich kann mich noch oft an Abende mit Afrikanern erinnern, wo wir vor der Hütte bei Petroleumfunzel saßen und den Tag ausklingen ließen und über Gott und die Welt diskutierten. Ich habe diese Abende sehr genossen - einfach die Kommunikation abends. Selbst das ist im Wandel begriffen. Jetzt ist mir schön öfters passiert, daß ich mit Leuten zusammen saß und sie wie im Trance auf ihrem Mobile rumtippten und dies ist nun wirklich nicht nur afrikaspezifisch - schau Dich mal hier in Europa um. Wenn die Leute kein Netz haben, grenzt das ja schon an eine Katastrophe.
Leider geht dadurch auch ein Teil der Kultur verloren - früher gab es Geschichtenerzähler - die Mimik und Gestik - einfach faszinierend. Oder ich habe auf einem staubigen Platz zusammen mit zig anderen Afrikanern Arikacup geschaut (naja, ich habe mehr die Leute beobachtet). Selbst auf meinen Reisen durch die Türkei früher war ich oft im Hammam. Ich fand das Klasse, daß man sich immer mal traf und einen Plausch gehalten hat.
Das fängt heutzutage auch schon bei der Erziehung an. Ich war früher nach der Schule stundenlang irgendwo unterwegs und meine Eltern wussten nicht so richtig, wo ich bin - musste eben nur abends rechtzeitig zum Abendbrot da sein. Heute wollen die Eltern immer die volle Kontrolle haben - da wird es schwieriger, selbstständig zu werden und auch neue Horizonte anzuvisieren.
Wie gesagt, die Welt hat sich schon sehr geändert - aber ich möchte meine Reisen von früher nicht missen, auch wenn sie manchmal sehr beschwerlich waren, aber über manche Sachen kann man später wieder lachen.