Lustige, kuriose oder gefährliche Tierbegegnungen

145 Antworten · 22,6k Aufrufe · gestartet 20. Mai 2016 von BikeAfrica
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116 Beiträge · seit 201312. Juni 2016 · #101
Hallo zusammen,

tolle Geschichten und Unterhaltung. Hier mein 'Schlangen-Beitrag'.

Ende der Neunziger besuchen wir den KTP zum ersten Mal. Als sparsame Schwaben haben wir etwas mit dem Auto gegeizt und uns nur einen kleinen Wagen gemietet. Mein größter Wunsch, ich will Cheetahs sehen.
Es ist schrecklich heiss und wir übernachten in den Park Camps. Es ist schrecklich heiss. Fenster können nicht geöffnet werden, da keine Netze an den Fenstern gibt. Als der Strom um 10 abgestellt wird, ist es schrecklich heiss und ich bin kurz vorm abdrehen. Als ich die Türe öffnen will, meint meine bessere Hälfte nur, ' wenn du Besuch von einer Kobra haben möchtest...' - Ich habe eine Schlangenphobie 🤩 . Also stehen wir am nächsten Morgen sehr früh auf und warten ungeduldig am Gate zum Ausfahren. Die Temperaturen sind angenehm und wir fahren, mit runter gekurbelten Fenstern, einige Wege ab. In einiger Entfernung vor uns liegt ein langer Stecken, Ast oder irgendetwas in der Art quer über der Piste. Dank meiner Weitsichtigkeit erkenne ich die sich in der Sonne wärmende Kap-Kobra früh. Leicht hysterisch forderde ich Michael auf, das Fenster zu schliessen, und erhalte die Antwort, ich soll mich nicht so anstellen. Kurz bevor ich hyperventiliere schliesst er gönnerhaft das Fenster. Als wir gaaanz langsam die Schlange umfahren, richtet sich das - wirklich - große Tier auf, holt aus und schlägt mit dem Kopf auf das Fahrerseitenfenster - und hätte Michael das Fenster nicht geschlossen, hätte er eine neue mittige Zierde im Gesicht gehabt.
Ich hatte einige Tage schlechte Träume, die Sichtungsfee war uns nicht hold und irgendwie hatte ich lange Zeit kein großes Verlangen den KTP nochmals zu besuchen.
LG Elsi
4'382 Beiträge · seit 201512. Juni 2016 · #102
Hallo Claudia,
do hilft au koi Muggepadsch.....
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
2'338 Beiträge · seit 200712. Juni 2016 · #103
Früher, als es in Namibias wenigen Gästefarmen noch sehr persönlich zu und her ging und die Farmersleute noch viel Zeit für ihre wenigen Gäste hatten, wurde so manch seltsames Geschichtchen zum Besten gegeben.

Ob sich das nun wirklich immer genauso zugetragen hatte, war gar nicht so wichtig, aber der Unterhaltungswert war mitunter unbezahlbar.

Gegenseitige Verarschung
Da unser Farmer zum Silvester ein paar Gäste erwartete, ging er zur Arbeiterunterkunft rüber und schärfte den Leuten ein, dass sie den Jahreswechsel bitte nicht gar so laut feiern und sich auch mit dem Alkoholkonsum etwas zurückhalten sollen. Mit anderen Worten, er wünschte einfach an jenem Abend Ruhe für seine Gäste und kein Gegröle.

Zur fortgeschrittener Stunde tönte es jedoch immer lauter von der Arbeiterunterkunft rüber und irgendwann artete das Ganze richtig aus. Für unseren Farmer war klar, dass dort drüben die gesamte Belegschaft sturzbesoffen war.

Um dieser unerträglichen Situation ein Ende zu setzen, holte er seine Knarre aus dem Schrank und schoss dreimal in die Luft, worauf der Lärm schlagartig verstummte. Kurze Zeit später kam ein Arbeiter ganz aufgeregt zum Farmhaus um zu berichten, dass unser Farmer den Petrus erschossen habe. Der liege nun nämlich regungslos mit einer Kopfverletzung in einer Blutlache am Boden. Unser Farmer eilte natürlich sofort sorgenvoll zu Petrus rüber um nachzusehen, was da los war. Petrus war aber knapp ansprechbar und warf unserem Farmer vor, dass er ihn angeschossen habe. Es war aber offensichtlich, dass Petrus im Vollrausch gestürzt war und sich dabei die Birne aufgeschlagen hatte. Also musste eine Notlüge her. Der Farmer erzählte seinen Leuten, dass ein Leopard um die Unterkünfte geschlichen sei, weshalb er notgedrungen schiessen musste.

Petrus Platzwunde war bald verheilt und der Vorfall schien ad acta gelegt worden zu sein.
Bis - ja bis - eines Tages ziemlich viele Ziegen fehlten. Unser Farmer stellte daraufhin seine Männer zur Rede, worauf diese kalten Arsches behaupteten, dass die der Leopard geholt habe…. 😄

LG Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2016
1'425 Beiträge · seit 201312. Juni 2016 · #104
CuF schrieb:Hallo Claudia,
do hilft au koi Muggepadsch.....
Gruß
Friederike
Nööööööööööö, sonst würd ich ja meinen M. erschlagen 😵
.....und alle "Fliegen" lachen sich eins 😣
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2016
Gast13. Juni 2016 · #105
OT@Grizzlies
Zufällig erschien in der Maiausgabe des NG ein Artikel über den Yellowstone NP in welchem auch tödlich ausgegangene Grizzlyattacken angesprochen werden. Demnach waren das seit der Parkgründung 7, die Letze in 2015, davor 2 in 2011 und zwar von derselben Bärin. Deren 1. Attacke wurde als „Pech“ klassifiziert, die 2. als gezielter Angriff. Die Bärin wurde daraufhin getötet, ebenso wie die aus 2015.
Grüße
67 Beiträge · seit 201613. Juni 2016 · #106
Hallo Ihr Lieben,
nach solcher Tragik wieder eher was heiteres : Krüger'sche Gewürzkäfer:
Wir waren im Krügerpark zelten. Im Dunklen, beim Licht einer recht mickerigen Gaslampe gab es Abendessen, genauer gesagt Krautsalat. Es wimmelte von irgendwelchen kleinen, schwarzen Käfern, die vom Licht magisch angezogen wurden. Ich sag noch zu meinem Mann: "Ich glaub', grad ist ein Käfer in Deine Schüssel gestürzt". Er späht in seinen Salat, zweifelt, weiß alles besser und schüttelt nur verneinend den Kopf, "Nö, is nix!". Ein paar Happen/Minuten später meint er, irgendwie schmecke der Krautsalat heute so.... so...so ranzig! Ob wohl das Öl schlecht geworden sei ?? Aalglatt und geschmeidig lächelnd, erinnere ich an den Kamikaze-Käfer und reiche gnädig ein Glas Wein zum nachspülen.
Stunde später, wir sitzen im Dunklen und trinken Wein, springt er plötzlich auf, hüpft und tanzt rum wie Rumpelstilzchen und schüttelt verzweifelt sein Hosenbein. Heraus kam eine 10cm riesige, sperrige, kratzige Wanderheuschrecke. Ich nix mehr geschmeidig lächeln, ich krieg mich vor Wiehern nicht mehr ein.
Babsi (PS: Wir sind immer noch zusammen und fahren bald nach Namibia)
6'369 Beiträge · seit 201114. Juni 2016 · #107
Hoi zämä

Zahnputzkontrolle mal anders... 🙄

Im Februar 2013 waren wir auf einem öffentlichen Campingplatz im Seronera-Gebiet in der Serengeti und wollten abends so um vieleicht halb zehn Zähne putzen gehen.
Haben wir natürlich mit Wasserflasche unterm Arm und montierter Stirnlampe gemacht als plötzlich eine Mitreisende erschrickt, mit zusammengekniffenen Augen in eine Richtung schaut und irgendwas wie 'waschischdasch' aus ihrem Mund schäumt...
Ich schaue auch in die Richtung, sehe vier helle, sich bewegende Augen, stell meine Stirnlampe auf Fernlicht und leuchte in die Region...
...
Hyänen!!! 😵
...
...und zwar zwei grosse Tüpfelhyänen!
Vieleicht 15m entfernt!
Natürlich stellen wir uns alle zusammen, weiterhin die Zähne putzend, und leuchten in die Richtung bis jemand sagt er habe davor an jener Stelle 6 Augen gesehen... 😮
Also leuchtet eine meiner Mitreisenden zu den zwei Hyänen, die sich immer wieder aus dem Lichtkegel stehlen wollen, die anderen und ich suchen rund um uns herum alle Büsche und Ecken der nahen Duschhäuschen ab...
Und tatsächlich entdeckt jemand eine weitere Hyäne die um die Ecke des Duschhäuschens schaut...vieleicht 5-7m entfernt!

Ich glaub ich hätte den Motor meiner Akku-Zahnbürste (jaja, auch in der Serengeti ist die dabei, man gönnt sich ja sonst nichts...) auch abschalten können, der Bürstenkopf wäre duch die Nervosität noch genauso am rotieren gewesen... 😄
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Gast14. Juni 2016 · #108
was kratzt mich da?
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.....viel Lärm um nichts
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116 Beiträge · seit 201314. Juni 2016 · #109
Vor einigen Jahren waren wir im Pantanal.
Mit anderen Lodgegästen, unter anderen einem italienischen Flitterwöchnerpaar, wollen wir einen Kanuausflug am nahe gelegen See machen. Alles ist idyllisch und hübsch angelegt, am See gibt es ein Schild, mit Namen des Sees und der Lodge mit einer schönen, überdimensionierten Kaimanplastik. Für uns alle, ein tolles Motiv für Erinnerungsfotos.
Wir paddeln im See herum, lernen, dass es hier viele Piranahs gibt, die man angeln und später grillen und essen kann. Nach ein paar Stunden kehren wir zurück. Beim Aussteigen aus den Kanu, platscht einer der Paddelgäste mit ordentlichem Schmackes und Gedöns ins Wasser. Plötzlich bewegt sich die Kaimanplastik (2,5-3 m lang) aufgeschreckt und ziemlich flink zwischen uns Paddlern durch und verschwindet ins Wasser. Ich habe das erste Mal in meinem Leben erlebt, wie jemand in Ohnmacht fällt. Die italienische Braut wird sich sicherlich immer, hoffentlich aus unterschiedlichen Gründen, an Ihre Flitterwochen erinnern. 🙂
LG Elsi
Themenstarter7'296 Beiträge · seit 200615. Juni 2016 · #110
... und noch eine Begegnung mit einem dämlichen Flusspferd. 😉
Ist mir gerade bei den Fotos eingefallen ...

Ich war in Kisumu / Kenya auf einem Campingplatz direkt am Lake Victoria. Es gab keinen Zaun, aber dafür einen Nachtwächter. Ich war der einzige Übernachtungsgast und mitten in der Nacht weckte mich der Nachtwächter, weil ein großes Flusspferd zum Grasen an Land kam.

Aus Sicherheitsgründen gingen wir in einen ummauerten und überdachten Bereich, wo man tagsüber grillen und an Tischen sitzen konnte. Von dort beobachteten wir das Flusspferd. Es graste friedlich vor sich hin und trat dabei mit dem Hinterbein auf einen Ast. Vom Knacken des selbst zertretenen Astes erschrak es so, dass es zu einem beeindruckenden und nie erwarteten Spurt ansetzte. Man hätte als Mensch keine Chance, wenn man im Weg stünde. So ein behäbig aussehendes Flusspferd schafft mit Blitzstart 40 km/h.

Jetzt hatte das Flusspferd wohl so 20 Meter bis zum Ufer und alles war frei - bis auf eine Ausnahme. Dort stand ein Gebüsch von ca. 4 Meter Breite und ca. 3-4 Meter Höhe. Das Flusspferd ist da ungebremst mitten hindurch gerannt. Wäre wohl nicht anders gewesen, wenn es ein Zelt gewesen wäre.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Gast17. Juni 2016 · #111
…….noch eine Löwengeschichte mit - zumindest für mich – ungewöhnlichen Verhalten, und dieses Mal auch „forums-pc“.

Bei allen Begegnungen zwischen Löwen und Elefanten, die ich beobachten konnte, haben die Elefanten die Löwen nicht geduldet und aus ihrer unmittelbaren Umgebung vertrieben, durch beharrliches Verdrängen bis spektakuläre Aggression, und die Löwen haben immer nachgegeben. In Etosha habe ich aber ein ganz ungewöhnliches Verhalten einer einzelnen Löwin mit zwei Elefanten beobachtet.
Den ersten Teil der Begebenheit habe ich nur halb aus den Augenwinkeln mitbekommen, weil ich noch mit Einparken beschäftigt war. Bei der Zufahrt zum Wasserloch (ich glaube es war Kalkheuwel) war ein Leopard am Trinken. Während ich noch vorsichtig ausgerollt bin, ist er aufgeschreckt und ich habe zunächst geglaubt, ihn vergrämt zu haben. Das war es aber nicht, denn im nächsten Augenblick kam eine Löwin aus dem Nichts heran geschossen und hat den Leopard ins Gedachs verjagt, noch kurz verfolgt und dann selber getrunken. Sie hat sich dann dort aufgehalten, ist hin und wieder auf und ab spaziert, war ein bisschen agitiert. Nach ein paar Minuten erschienen zwei Elefanten am entfernten Ufer der Pfanne und die Löwin ist zu den Elefanten hin (!!!) gegangen. Diese haben etwas mit den Ohren gewackelt sich aber eher defensiv verhalten. Schließlich ist die Löwin regelrecht provokant vor ihnen auf und ab gestelzt und hat ihnen schließlich das Hinterteil zugekehrt, in ihre Richtung gepinkelt und geg… und das dann in Katzenmanier mit den Hinterpfoten in Richtung der Elefanten gescharrt, wie bei einer Reviermarkierung. Die totale Provokation, die aber von den Elefanten nicht angenommen oder erwidert wurde.
Grüße
1'425 Beiträge · seit 201317. Juni 2016 · #112
Hi,

Kleine sind manchmal ganz schön mutig (warum auch immer 🤩 )

Kurzgeschichte in Bildern:

Was könnten wir anstellen

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da ist was interessant, beraten wir uns mal

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da lässt sich doch sicher was machen

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Hm, wir schleichen uns mal an

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ups, die sind ja groß

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aber wir sind mehr

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machen wir mal eine Linie

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oh, Linie ist nicht mehr so, lieber für etwas Verwirrung sorgen

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jetzt sind wir aber etwas verwirrt, was guckt der so?

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noch mal sammeln

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sammeln!!!

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noch mal beraten

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und antäuschen

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was wollten wir eigentlich mit denen?

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aber wenn wir schon mal so nah dran sind

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und...............Angriff

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und wo ist er jetzt?

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aber Ziel erreicht, jetzt haben die sich in der Wolle und wir hatten unseren Spaß 🤩
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 17. Juni 2016
6'369 Beiträge · seit 201118. Juni 2016 · #113
Hoi zämä

Nun auch von mir mal ein Zitat aus einem meiner Reiseberichte (klick mich!):

Zitat:
Aua!!!
Was war das???
Mein rechter Oberarm schmerzt!!!
Keine Ahnung weshalb, aber er tut's!!!
Blöd drauf gelegen oder was???
Und kalt ist's auch...nach dem heissen Tag gestern friert man natürlich schnell mal...
Aber was hör ich da???
Atmen neben meinem Ohr!!!
Und sofort hör ich mit dem Zähneklappern auf!
Heldenhaft!!!
Es ist kurz vor 03:30 Uhr nachts!!!
Neben dem Zelt hör ich nebst dem Atmen etwas durch den Sand gleiten, das müsste demnach wohl ein Schwein sein, das mit dem Rüssel durch den Sand pflügt!
Ist mir das Vieh auf den Arm gestanden?
Zumindest lag dieser ganz am Rand des Zeltes...hmmm...
OK, der Körper war auch nicht weit vom Rand weg, aber der schmerzt nicht...
Plötzlich knackts draussen als ob Knochen brechen würden!!!
Und Irgendwas macht irgendwie an meinem Zelt herum!!!
So ganz langsam steigt auch mein Puls minim an...
Nach einigen Sekunden 'am Zelt rummachen von aussen' und einigen Minuten Knochenknackähnlicher Geräusche wirds wieder ruhig...
Ich bleib natürlich im Zelt liegen und mache mir meine Notitzen ins iPhone.
Plötzlich hör ich inetwa folgendes Gespräch zwischen Badiri und Obby:
Badiri: 'Obby, was macht man wenn draussen wilde Tiere sind und ins Zelt reinkommen?'
Obby: 'Solange das Zelt geschlossen ist kommen keine wilden Tiere rein!'
Badiri: 'Aber ich hab mein Zelt nicht geschlossen, nur das Moskitonetz, und nun schaut ein Tier rein!'
Obby: 'Keine Angst, das sind höchstens Hyänen, die kann man verscheuchen!'
Badiri: 'Nein, das sind keine Hyänen, das sind Löwen! Die schauen rein und ich hab mich hinter der aufgestellten Matratze versteckt!
Und Ruhe war...ende Gespräch!
Draussen knackt's wieder weiter und bei mir im Zelt lieg ich mit Puls 180 ganz leise auf meiner Matratze und geb keinen Ton
von mir!!!
Irgendwann ist's wieder ruhig und kurze Zeit später hör ich Badiri Feuer anmachen...
Nun steh auch ich auf und verlass das Zelt, es ist 05:30 Uhr!!!
Dabei fällt mir auf dass einer der beiden Reissverschlüsse des Zeltzuganges etwa 20cm hochgezogen ist...
...hab ich den gestern Abend ausnamsweise nicht ganz geschlossen oder...
...oder wars das Tier das am Zelt rummachte??? :-O
Ich weiss es nicht, aber Ersteres ist mir bisher noch nie passiert...
Auch alle Anderen kommen gleichzeitig raus...und sofort sehen wir rund um unsere Zelte Löwenspuren!!!
Ich geh vorsichtig zu meiner WildlifeCam und schau mir die Bilder an:



Oben: DAS ist DEFINITIV kein Schwein, ganz sicher nicht!!!



Oben: Eine weitere Löwin und unten rechts die Ecke meines Zeltes!



Oben: Zwei Löwinnen an meinem Zelt!!!



Oben: Und eine Löwin schaut sich meine WildlifeCam mal genauer an!



Oben: Hier die Spuren hinter meinem Zelt, eine Spur davon ist von Patrick, der da schon vor mir durchgelatscht ist...



Oben: Hier ein Grössenvergleich, denn die Spuren kamen mir sehr gross vor! Die Karte hat ein Format von 85 x 54 mm.
...das ergibt beim Nachmessen anhand der Fotos eine Länge von 14,6cm und eine Breite von 13,7cm!!! R I E S I G ! ! ! :-O




Oben: Links mein Zelt, hinten am Busch die WildlifeCam und am Boden die Spuren.

Jedem Einzelnen 'muss' ich die Bilder auf dem kleinen Bildschirm der WildlifeCam zeigen, so dauerts dann doch eine Weile bis wir alle gefrühstückt, Zähne geputzt und so weiter haben.
Und Obby fehlen die Schuhe!!!
Die sind nirgends mehr zu finden, die haben die Löwen offenbar mitlaufen lassen!
Löwen die Schuhe klauen, erlebt man auch nicht jeden Tag!!!
Ende Zitat
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
441 Beiträge · seit 201218. Juni 2016 · #114
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Einige kenne meine Erfahrung mit einem Honigdachs sicher schon:

Nach 3 Tagen Mabua-Sektion und tollen Löwen-Erfahrungen (u.a. am Frühstückstisch) kam gen Abend ein niedlicher Honig-Dachs. Ich habe sofort die Kamera gezückt und wie wild geknipst. Zuerst hat er die Bierdose meinen Manns geknackt, dann kam er jedoch immer näher und wollte irgendwas von meinen Füßen, was ich aber nicht wollte. Alle Drehungen und Wendungen und Abwehr mit meinem großen Objektiv, dass ich ihm immer wieder an den Kopf gedonnert habe, brachten keinen Erfolg. Er ließ sich einfach nicht abschütteln. Es blieb nur ein rettender Sprung ins Auto und auch dahin wollte er noch mit. Also Tür zu - direkt an seinen Kopf - und... ich kriege keine Luft mehr.
Was ist das - ich hab kein Asthma. 15 Minuten Kampf mit der Luft, dann geht es einiger Maßen. Mein Holder beschließt, dass er so mit mir auf keinem Fall weiterfährt. Wir wollen morgen früh abwarten und dann entscheiden. Ich schaffe es kaum ins Dachzelt zu krabbeln. Am nächsten Morgen ist es keinesfalls besser - eher schlechter. Somit steht fest, wir fahren die ca. 110Km Tiefsandstrecke zurück ins "Irgendwo im Nirgendwo" nach Tsabong ins städtische Krankenhaus. Da habe ich per Zufall das Krankenhaus registriert.

Im Hospital warten ca. 30 Menschen aber irgendjemand erkennt meine Notlage und schiebt mich in ein Behandlungszimmer. Der Arzt kommt - Atemmaske und Cortison. Urteil: Asthma-Anfall (ich habe aber gar kein Asthma). Nach ca. 15 Min. geht es wieder und ich kann wieder gehen. Nehmen für diese Nacht das beste Hotel am Ort (na ja, es kostet zumindest so viel wie das Beste) und wollen morgen in die "Mabua" zurück . Ich lege mich hin. Bin total erledigt. Wache nach ca. 3 Std. wieder auf und... kriege keine Luft.
Also zurück ins Krankenhaus. Diesmal geht gar nicht mehr. Mein Mann muss einen Rollstuhl besorgen. Ich habe tatsächlich - Todesangst - . Der Arzt ist schon nicht mehr im Dienst. Er wird zurück geholt. Diesmal bricht etwas Panik bei ihm aus, da ich hohes Fieber und Schüttelfrost habe. Ab zum Röntgen. Zugang für die Spritzen in den Handrücken legen. Rechts gelingt es nicht, trotz mehrfachem Gepiekse. Nun gut, da gibt es ja noch links. Antibiotika intravenös - tut sau weh, Cortison intravenös, Fiebersenkende Mittel intravenös , Atemmaske, und noch einen Haufen Tabletten. Das Röntgenbild sagt - "Lungenentzündung" wahrscheinlich getoppt von einem Asthma Anfall. Wahrscheinlich eine bakterielle Lungenentzündung. Wahrscheinlich im Flugzeug übertragen oder auch schon mitgebracht. Blutabnahme - Blut ins Labor. Ergebnis kommt erst morgen. Somit ist klar - ich verbringe die Nacht in diesen heiligen Hallen.
Mir ist jedoch alles recht - Hauptsache ich bekomme Luft. Am nächsten Morgen sehe ich meine Hände - beide blau angelaufen und auch die Armbeuge weist erhebliche blaue und rote Flecken auf. Mir geht es aber erstaunlich besser. Der Arzt hofft, dass ich nicht resistent gegen Antibiotika bin. Ich auch.

Auch die nächste Nacht verbringe ich noch dort - mit Hühnern und Katzen auf dem Flur, Esel und Schwein direkt davor. Kein Licht im Klo, kein Schlüssel im Klo. 4 Bettzimmer mit 3 belegten Betten - in der Mitte ca. 3 qm Platz. Der ist gen Mittag mit ca. 20 Besuchern vollgestellt. Im Nachbarzimmer - 5 belegte Kinder-Gitterbetten. Die Mütter schlafen davor - auf dem nackten Boden. Alles ist nicht neu, angeschlagen und auch nicht so ganz sauber. Mir auch egal. Hautsache die Spritzen sind steril - und das sind sie.
Inzwischen waren an die 15 Personen in meinem Zimmer und haben sich nach meinem Befinden erkundigt. Komisch - es gibt nur 1 Arzt. Ich antworte immer sehr ernsthaft und ausführlich über meinen Zustand. Erst am nächsten Tag stelle ich fest, dass dies die Köchinnen und auch alle Putzfrauen waren. Auch mein Mann wird im Ort angesprochen und befragt, wie es mir geht. Ich war scheinbar eine Sensation !!! Eine weiße Frau in einem schwarzen Krankenhaus.
Nach 3 Tagen überrede ich den Arzt, dass ich das Krankenhaus verlassen darf. Ich muss mich jedoch morgens und abends zur intravenösen Antibiotika-Spritze (der Zugang wird nicht entfernt und ich bleibe ständig daran hängen) wieder dort einfinden. Mach ich gerne, wenn ich nur wieder in einem einigermaßen ordentlichem Bett schlafen darf. Wir verbringen dann noch weitere 3 Tage im Ort, bis endlich die Entwarnung kommt, ich darf fahren. Die restlichen Tage muss ich Antibiotika in Tablettenform zu mir nehmen. Das Antibiotika schlägt an und die größte Gefahr ist gebannt. Nun denn !!!
So ist es also in einem botswanischen, städtischen Krankenhaus. Gekostet hat mich das ganze 5.- Euro plus ein par Cent für die Medikamente.

Trotz aller Kritik an den Gegebenheiten : der Arzt war wunderbar !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

...und ... der Honigdachs hat mir vielleicht das Leben gerettet. Wäre er nicht gewesen, wären wir am nächsten Tag weiter in die Mabu reingefahren. Dann hätte es erheblich länger gedauert, mich ins Krankenhaus zu schaffen.
Mit großem Respekt liebe ich seitdem Honigdachse.
https://www.smilies.4-user.de
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2016
Themenstarter7'296 Beiträge · seit 200621. Juni 2016 · #115
... hier noch meine wohl gefährlichste Begegnung mit Tieren in Afrika. Es ist eine Begegnung mit Rindern, wobei ich selbst wahrscheinlich das größte Rindvieh war.

Ich war mit dem Rad auf der Strecke über den Gamsberg unterwegs und am späten Nachmittag begann sich die Sonne zu senken und ich hielt Ausschau nach einer Möglichkeit, mein Zelt aufzustellen, aber weit und breit nichts Gescheites zu sehen. Zu allem Überfluss begann eine Rinderherde, die Piste von links nach rechts zu überqueren. Ich beschloss, abzuwarten, doch einige der Rinder kehrten wieder um. Ein Teil der Rinder war links, ein Teil rechts der Piste und mir war klar, dass es längst dunkel wäre, bis die endlich weg wären.

"Ok, dann fahre ich halt mitten durch", dachte ich mir. Wohl die dümmste Idee, die ich in Afrika je hatte.
Während ich so unterwegs war, schaute ich mich immer mal um und bemerkte irgendwann, dass auch Bullen in der Herde waren. Drei Jungbullen nahmen von hinten Kurs auf mich auf. Ich fuhr so schnell ich konnte, aber die Bullen kamen näher. Ein ausgewachsener Bulle stand grasend direkt am Pistenrand und bemerkte mich erst im letzten Moment. Er machte erschrocken einen kleinen Satz nach hinten. Was für ein Glück, dass der nicht ein paar Sekunden früher nach oben schaute.

Ich hatte die Herde irgendwann durchquert und die drei Jungbullen drehten ab. Kurz später kam ein Zaun und eines dieser Gitter im Boden, über das die Tiere normalerweise nicht laufen können. Ich blieb anschließend erst einmal schnaufend stehen. Wieder was gelernt ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'338 Beiträge · seit 200722. Juni 2016 · #116
Kuhhandel

Als wir letzten Februar einige Tage auf einer Lodge in Kenia verbrachten, entdeckte ein junger Massai-Nachtwächter in unserem Fahrzeug unsere Gummischlange, welche zwecks Abschreckung ungebetener Gäste schon seit vielen Jahren auf dem Armaturenbrett liegt. Ganz neugierig fragte er uns, ob die wirklich echt sei. Mein Mann Toni nahm die Schlange aus dem Fahrzeug und wollte sie dem Massai in die Hand geben, welcher aber entsetzt davonrannte. Toni lachte ihn aus und sagte, dass er aber kein echter Askari sei, denn die würden ja todesmutig wie sie seien, sogar einen Löwen zur Strecke bringen. Der Massai meinte darauf, dass er einen Löwen ohne Probleme töten könnte, aber eine Schlange sei natürlich viel gefährlicher.

Der Massai verbrachte jeden Tag viele Stunden bei unserem Fahrzeug und versicherte der Gummischlange immer wieder Buschmesser schwingend, dass er ihr auf der Stelle den Kopf abhacken würde, sollte sie sich aus dem Fahrzeug wagen 🙂 .

Da ja unser Massai wie gesagt viel Zeit bei unserem Fahrzeug verbrachte, kam es soweit, dass er sich in das Auto verliebte und es eigentlich gerne gehabt hätte, aber woher das Geld nehmen? So schmiedete er in den langen Nächten einen genialen Plan, welchen er uns dann strahlend vorschlug.

Und dieser Plan sah folgendermaßen aus:
Er tauscht unser Fahrzeug gegen 20 Kühe ein, dann könnte er nämlich damit Personentransporte machen und viel Geld verdienen. Ob er denn Autofahren könne, fragte ich. Nein, vorläufig noch nicht, aber das würde er dann intensiv üben. Eine grosse, dicke Kuh ist ca. 300 U$ wert und eine kleine, magere ca. 150 U$. Für uns würde er eine gemischte Lieferung vorschlagen = halb grosse, dicke und halb kleine, magere (wobei er das Wort “mager“ nicht gerne gebrauchte, sondern eher “noch nicht voll entwickelt“) 😄 .

Auch auf unsere Frage, was wir denn mit den 20 Kühen anfangen sollen, hatte er sich in den langen Nächten bereits eine Lösung ausgedacht:
Toni und ich sollen die 20 Kühe in seinem Heimatdorf abholen und nach Mombasa in den Hafen treiben - Luftlinie ca. 500 km - 🤢 , von wo sie dann auf ein Schiff verladen und in die Schweiz transportiert werden. In der Schweiz können wir sie dann melken und die Milch verkaufen, was ein gutes Geschäft sei. Toni fragte ihn, wie viel Milch denn so eine Kuh pro Tag gebe. Er sagte, dass das schon etwa 1 Liter sei 😁 . Als ihm Toni dann erklärte, dass bei uns eine gute Milchkuh ca. 45 bis 50 Liter pro Tag hergebe, war er schon etwas irritiert, meinte dann aber postwendend, dass die Massaikühe aber viel schöner seien, als unsere 🤩 .

Naja, das Geschäft kam schlussendlich nicht zustande, ich kann mich aber nicht mehr genau daran erinnern, weshalb. War es der weite Fussmarsch mit den Kühen nach Mombasa, oder wollten wir unser Fahrzeug nicht hergeben? Ist ja eigentlich egal. Hauptsache, unsere Schlange lebt noch.


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Massai-Kühe

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Unsere Schlange

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
16,9k Beiträge · seit 201222. Juni 2016 · #117
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2026
116 Beiträge · seit 201322. Juni 2016 · #118
Trotz Schlangenphobie werde ich die Anschaffung einer artverwandten Schlange in Erwägung ziehen. 😛
LG Elsi
52 Beiträge · seit 201222. Juni 2016 · #119
Tadi schrieb:
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Herrliche Bilder 🙂
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Gast05. Juli 2016 · #120
Schubs….zur Überbrückung des Sommerloches…
in die Kategorien „lustig und kurios“ fällt die Geschichte nicht, ob gefährlich weiß ich nicht, gefürchtet habe ich mich aber sehr. Die Vorgeschichte ist länger als die Beschreibung des Vorfalls.

Anfangs der 60er Jahre war ich ein paar Monate in der Türkei. In Ankara habe ich erfahren, dass in der Nähe ein riesiges, von der Penn Uni bearbeitetes, phrygisches Grabhügelfeld liegt, wo erst vor ein paar Jahren (vermutlich) der Tumulus des Königs Midas entdeckt wurde….das musste ich sehen. Anatolien war damals so dünn besiedelt wie Namibia und Infrastruktur für derartiges sightseeing gab es nicht. Der Platz (Gordion) liegt aber relativ nahe an einer Hauptstraße und bis zur Abzweigung kam ich mit Dolmus, dann bin ich nach einiger Wartezeit auf einen lift marschiert. Schließlich hatte ich das unwahrscheinliche Glück dem örtlichen Großgrundbesitzer über dem Weg zu laufen, der im alten US-Army Jeep seine Latifundien inspizierte, sich unheimlich über mein Vorhaben wunderte und amüsierte und mich dann die ca. 10 km zu der Ausgrabung fuhr. Neben einem großen Tumulus gab es einen kleinen eingezäunten Barackenkomplex, alles erschien aber verlassen. Ich habe mir daher zunächst die offenen antiken Ruinenfelder angeschaut und dann versucht beim Campbrunnen Wasser zu schöpfen. Schließlich kam dann doch ein amerikanischer Archäologe, völlig verdutzt über einen europäischen Besucher und sagte mir ziemlich barsch, dass das alles Privatgrund und nicht öffentlich sei. Schließlich war er aber doch beeindruckt von meinem Interesse, nahm sich Zeit, hat mir viel erklärt und gezeigt und mich zur Krönung durch einen Tunnel in den Midas-Grabhügel geführt. Die eigentliche Grabkammer ist eine Tragkonstruktion aus Holzstämmen, 2800 Jahre alt und in phantastischem Zustand….ein tolles Erlebnis, nur wenige „normale“ Touristen hatten das damals gesehen, ich war überglücklich.

Am späten Nachmittag habe ich mich dann auf den Rückmarsch zur Hauptstraße gemacht, der teilweise durch abgeerntete Felder führte. Am Land hatte ich zuvor schon öfters anatolische Hirtenhunde gesehen, recht massige Tiere, die auch völlig unbeaufsichtigt „wild“ am und vom Land leben…wilde Gesellen. Zuerst sah ich nur einen in ziemlicher Entfernung, habe mir nichts dabei gedacht und bin weiter marschiert. Dann waren es zwei und dann fünf, die alle auf mich zukamen, sich auf der Straße vor mir niederließen und meine Marschrichtung blockierten…da habe ich mich schon etwas gefürchtet und ein paar Steine aufgeklaubt und bin nur langsam weiter gegangen. Bei ca. 10 Meter Abstand haben sie einen großen Kreis um mich formiert und diesen enger gemacht, wenn ich ein paar Schritte weiter machte… da habe ich mich schon sehr gefürchtet. Direkt aggressiv waren sie nicht, aber sie hatten mich fixiert. Einen Stein zu werfen wagte ich nicht, weil ich Angst hatte eine Aggression auszulösen. Es folgten ein paar endlose Minuten und auf einmal hörte und sah ich einen Traktor auf einem entfernten Feld, den rief und winkte ich an, er bemerkte mich schließlich, schwenkte in meine Richtung. Als er nahe dran war gingen die Hunde auseinander und der Fahrer nahm mich auf. Was für eine Erleichterung…ob und wie gefährlich das war, weiß ich nicht, jedenfalls schaute der Bauer sorgenvoll drein und erklärte mir mit Gesten, dass man von diesen Hunden besser fernbleiben sollte. Bei weiteren Besichtigungen historischer Stätten am Land, wo man damals meistens völlig alleine war, hatte ich fortan Muffengang.
Grüße
zuletzt bearbeitet 06. Juli 2016