Wer kennt diese Schlange?

64 Antworten · 10,3k Aufrufe · gestartet 21. März 2016 von Botsuana
Bilder klein
Antworten
475 Beiträge · seit 201215. Dez. 2016 · #41
Hallo zusammen,

Im November waren wir im Kasanka NP in Sambia, abends war im camp Kabwe auf dem Boden richtig was los... 😎
u.a. haben wir folgende Schlange gesehen, sie war sehr klein, ca. 25-30 cm lang, aber das heißt ja nichts:




unser älterer "camp-keeper" aus der dörflichen Umgebung meinte, es sei eine "black Mamba" und es gäbe einige dort, u.a. wohnt eine kleine in den Toilettenwänden ( gut zu wissen... 🙁 )
ein Ranger im NP meinte, es sei eine Cobra, der Manager von Mutinondo Wilderness meinte einige Tage später ebenfalls, es sei eine "black Mamba".

Was meint ihr, was für eine Schlange ist das?

danke im voraus
lg
paulinchen
Sambia Dezember 2015 / Januar 2016 Sambia November 2016
zuletzt bearbeitet 15. Dez. 2016
42 Beiträge · seit 201615. Dez. 2016 · #42
Garantiert keine Mamba.
Ich tippe auf Crotaphopeltis hotamboeia.
2'167 Beiträge · seit 200915. Dez. 2016 · #43
Hallo,

Da bin ich mit einverstanden dass das eine Herald Snake - Crotaphopeltis hotamboeia - ist.

Ist doch schade dass in Afrika fast jede Schlange als 'Black Mamba' oder 'Green Mamba' tituliert wird - vor allem Rangers und Managers haben meiner Meinung nach eine Pflicht, die Gaeste und die Bevoelkerung aufzuklaeren und zu belehren.
Eine Black Mamba ist uebrigens am ersten Tag schon 40 - 60 cm lanf, und kann im ersten Lebensjahr schon bis zu 2 m lang werden! Junge Mambas sind extrem nervoes und werden selten gesehen.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
7'296 Beiträge · seit 200615. Dez. 2016 · #44
maddy schrieb:
Ist doch schade dass in Afrika fast jede Schlange als 'Black Mamba' oder 'Green Mamba' tituliert wird


... und der Rest sind gefährliche Kobras und Puffottern. Das einzige, was hilft, ist draufhaun, bis sich die Schlange nicht mehr bewegt. Nur eine tote Schlange ist eine gute Schlange.
So sieht man das in Afrika halt leider meist (in Südamerika ist es genauso und in Asien vermutlich auch).

Ich habe es schon oft genug gesehen. Das schlimmste Erlebnis dieser Art hatte ich mal in Surinam, wo man eine Schlange in rauhen Mengen mit Schädlingsbekämpfungsmitteln einsprühte, bis sie vermutlich mit brennenden Augen und Mund orientierungslos in der Gegend herumeierte und mehr zuckte als kroch. Dann hat man sie mit Benzin oder Spiritus übergossen und angezündet. Als wir kamen, ging man gerade zum "Finale" über. Da kamen wir zu spät. In Malawi haben wir mal eine gerade noch so retten können ...

vor allem Rangers und Managers haben meiner Meinung nach eine Pflicht, die Gaeste und die Bevoelkerung aufzuklaeren und zu belehren.

... wie soll das denn funktionieren, wenn sie selbst keine Ahnung und lauter Angst haben?
Die bekommen ja häufig selbst schon als Kind beigebracht, dass alles, was wie eine Schlange aussieht, potentiell lebensgefährlich ist.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
475 Beiträge · seit 201215. Dez. 2016 · #45
Hallo zusammen,

ich danke euch sehr für die Identifikation der Schlange... 🙂 ...habe mir natürlich Bilder im net angeschaut und glaube auch, dass die Diagnose richtig ist ( obwohl keine roten Lippen sichtbar sind, aber wir haben sie ja auch nur von oben gesehen... )

wir kennen auch die Handhabung weltweit "nur eine tote Schlange ist eine gute Schlange", die "camp-keeper" im Kabwe camp des Kasanka NP muss ich wirklich lobend erwähnen... 😎 ...nichts zertreten, nichts getötet, sondern als Selbstverständlichkeit auf dem Boden akzeptiert und versucht, zu erklären... 🙂 ...das haben wir auch schon ganz anders kennengelernt.
Die beiden ( vor allem der ältere ) haben gemerkt, dass wir uns für alle Lebewesen interessiert haben und uns am 2. Abend zu ihrer Unterkunft gerufen...dort konnten wir folgende Fotos schießen:





das Tier war ca. 40-50 cm lang und durch den formlosen Kopf kam es eher wie ein Wurm rüber, hat sich aber bewegt wie eine Schlange.
Hat jemand eine Idee, um was es sich hier handelt?

lieben Dank im voraus
paulinchen
Sambia Dezember 2015 / Januar 2016 Sambia November 2016
42 Beiträge · seit 201616. Dez. 2016 · #46
Wenn jemand so eine Schlange sieht:
Schwarz (dunkelgrau), kein abgesetzter Kopf, ziemlich spitze Schnauze .....

Dann auf jeden Fall Finger weg!!?

Das könnte eine Atractaspis bibronii sein! (Stiletto Snake, Side-stabbing Snake).
Giftig und in der Lage, "seitlich" zu beißen. Kann man praktisch nicht in der Hand halten, ohne gebissen zu werden. Ein dümmlicher Kollege von mir hat das seinerzeit getestet.
2'516 Beiträge · seit 200916. Dez. 2016 · #47
Hallo Paulinchen,

leider schreibst du nicht, wo der Kasanka NP liegt, meine Literatur beschränkt sich aufs Südliche Afrika.
Demnach könnte es eine Stiletto Snake sein, es könnte genauso eine Natal Black Snake oder eine nahe Verwandte ( Amblyodipsas ) sein.
Oder etwas ganz Anderes?
Die Schuppen scheinen ungekielt, leider sind die Fotos unscharf, wenn man sie vergrössert.

Der Sache ( den Tieren ) undienlich finde ich den Hinweis von Hartwig: " Dann auf jeden Fall Finger weg!!?" ( auch noch mit Fragezeichen )
Soll das heissen, wenn die Schlange braun wäre, kann man sie ruhig in die Hand nehmen?

Man lässt die Tiere einfach in Ruhe und freut sich dran, überhaupt eine gesehen zu haben. Und alle sind zufrieden. Vor allem die Schlange.
Man muß nicht alles begrapschen wie ein dreijähriges Kind, zumal wenn man es nicht kennt.

Viele Grüsse,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
475 Beiträge · seit 201216. Dez. 2016 · #48
Hallo ihr lieben,

vielen Dank für eure tips, wir haben uns im net mal ein paar Bilder/Videos zur Stiletto snake angeschaut, dass sieht schon sehr danach aus ( und wirklich erschreckende Schilderungen über das Gift bzw. Beißart ( seitlich ) dieser Schlange...
Das sie überwiegend unterirdisch lebt ist auch ein Hinweis auf den Sand, den sie überall auf der Oberseite hat.,

@Matthias
der Kasanka NP liegt im nördlichen Sambia, ich hänge hier auch nochmal ein Bild an, dass aber nicht verkleinert ist, deshalb vielleicht etwas Zeit beim Hochladen braucht. Das sollte scharf genug für eine Vergrößerung sein... 🙂 ...was bedeutet "ungekielte Schuppen"?


lg
paulinchen
Sambia Dezember 2015 / Januar 2016 Sambia November 2016
475 Beiträge · seit 201216. Dez. 2016 · #49
fotomatte schrieb:
Der Sache ( den Tieren ) undienlich finde ich den Hinweis von Hartwig: " Dann auf jeden Fall Finger weg!!?" ( auch noch mit Fragezeichen )
Soll das heissen, wenn die Schlange braun wäre, kann man sie ruhig in die Hand nehmen?
Ich glaube, dass Hartwig mit dieser Aussage darauf abzielte, dass diese Schlange ( falls sie es denn war ) auch von Experten nicht mit dem üblichen Griff hinter dem Kopf gehalten werden kann, da sie auch dann noch zubeißen kann. So zumindest beschreiben es Experten.
Hört sich für mich einfach missverständlich ausgedrückt an... 🙁

lg
paulinchen
Sambia Dezember 2015 / Januar 2016 Sambia November 2016
zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2016
42 Beiträge · seit 201617. Dez. 2016 · #50
@ Paulinchen:

Auf dem neuen Photo kann man die Kopfschuppen einigermaßen erkennen. Mein Tipp: Amblyodipsas polylepis.

Wette schließe ich allerdings keine ab. Dazu müßte man sich das Tier aus der Nähe ansehen, eventuell sogar in die Hand nehmen (ui! Pfui! Das tut "man" doch gar nicht, zumindest, wenn "man" die Belehrungen des charmanten Erzeugers matter Fotos über sich ergießen hat lassen).
42 Beiträge · seit 201617. Dez. 2016 · #51
@ matte fotos:
Ei pardauz, auf welchem Forum bin ich denn da gelandet? Ich hoffe, Du bist ein Einzelfall.
Mich stört es nicht, wenn sich jemand die Natur auf Distanz hält. Solange es ihn nicht stört, wenn ich sie anfasse.
Was mich schon stört sind selbstgerechte Besserwisser:
"Man lässt die Tiere einfach in Ruhe und freut sich dran, überhaupt eine gesehen zu haben. Und alle sind zufrieden. Vor allem die Schlange."
"Man muß nicht alles begrapschen wie ein dreijähriges Kind, zumal wenn man es nicht kennt."

Man muß auch nicht überall, wo man eigentlich nichts zu sagen hat, einen Kommentar fallen lassen.
Aber – nun ja, so sind sie eben, die Oberlehrer-Typen. Belehren und gleichzeitig Moralisieren. Selbst die "richtigen" Ansichten haben und der Welt erklären, wer andere Ansichten hat, sei so dumm wie ein dreijähriges Kind.
Andererseits, vielleicht ist ja doch 'was dran: ein Dreijähriger ist noch natürlich neugierig und wißbegierig und ist noch kein Experte in Schlangenzufriedenheit (wo hast Du dieses Fach studiert?).
Deshalb gebe ich mich auch lieber mit einem Dreijährigen ab als mit einem Besserwisser.
Naja. Suum cuique. Ich halte es in solchen Fällen mit Wilhelm Busch:
Ei, ja! - Da bin ich wirklich froh!
Denn, Gott sei Dank! Ich bin nicht so!!

Zum "Fachlichen" Deines Posts („es könnte genauso eine Natal Black Snake oder eine nahe Verwandte ( Amblyodipsas ) sein“ Oder etwas ganz Anderes?“:
Alarm! Ein Fragezeichen! Dieses omenhafte, bedeutungsschwere Fragezeichen hinter „ganz Anderes“!
In meinem Posting hat Dir das Fragezeichen (war ein reiner Vertipper) doch gar nicht gefallen.
Ist schon schwierig, der Umgang mit Fragezeichen. Und „dient es“ denn auch wirklich „der Sache“?
Und ist die Sache dann auch zufrieden, oder nur das Fragezeichen? Fragen über Fragen! Fragezeichen über Fragezeichen!!?

Mein Wissen über Reptilien im südlichen Afrika speist sich zwar vor allem aus Erfahrung, aber natürlich greife ich auch zu Bestimmungsliteratur, wenn ich mir nicht sicher bin.
Jedenfalls braucht es nicht viel, um zu wissen, daß eine Schlange, die so aussieht, alles mögliche sein kann. Amblyodipsas, Aparallactus, Prosymna, Xenocalamus, Atractaspis, Macrelaps … Wobei natürlich einige Arten, z.B. die von Dir vorgeschlagene Macrelaps, auf Grund der Verbreitung ausscheiden.
Die Frage ist halt, wie „dienlich“ das „der Sache“ ist – sprich, was bringt es Paulinchen, wenn ich ihr ein halbes Dutzend Namen von Schlangen nenne, die das vielleicht sein könnten. (Außer sie ist Zoologin und macht eine Erhebung der Reptilienfauna.)
8'683 Beiträge · seit 201017. Dez. 2016 · #52
- Off topic -

Guten Morgen Hartwig,

Man muß auch nicht überall, wo man eigentlich nichts zu sagen hat, einen Kommentar fallen lassen.
Der war jetzt richtig gut - hast nicht Du völlig emotions- und pietätslos (so habe zumindest ich es empfunden) einen Artikel über Morde an Farmern in Südafrika (!) in einem Thread verlinkt, in dem Forumsmitglieder sowie eine Angehörige ihre Bestürzung und Trauer über den gewaltsamen Tod (in Botswana !) von zwei Menschen zum Ausdruck bringen wollten, die viele von uns (übrigens auch ich) persönlich kannten und sehr schätzten ? 😐 😕

Was du uns damit sagen wolltest hab ich nicht verstanden ( wobei ich die wirtschaftlichen und sonstigen Beziehungen zwischen den beiden angesprochenen Ländern und die damit eventuell zusammenhängenden Auswirkungen sehr wohl kenne) - aber ganz ehrlich: nach dem was du hier so vom Stapel gelassen hast (und vorallem in welcher Form) will ich das auch gar nicht mehr wissen.

Matthias kenn ich übrigens auch persönlich und ich weiß, mit wie viel Herzblut und Zeitaufwand er sich in seiner Freizeit aktiv und mit fundierten Kenntnissen im Naturschutz engagiert - so etwas finde ich beeindruckender (auch wenn Matte in ganz seltenen und speziellen Fällen etwas aufbrausend sein kann 😉 ) als ein im Studium erworbenes Wissen.
Aber das mag jeder anders sehen......

- on topic -

Paulinchen, danke für deine vielen Fotos - solche Threads lese ich immer sehr gerne, weil man selber ja selten diese Tiere vor die Linse bekommt und somit hier die Chance hat, ein bisschen was dazu zu lernen. Bei dem Wort "Sambia" fällt mir ein, dass ich deinen Reisebericht glaub gar nicht zu Ende gelesen habe 🤩 . Muss ich nachholen.... Sambia geht mir als Reiseziel nämlich auch nicht aus dem Kopf....

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2016
4'129 Beiträge · seit 200817. Dez. 2016 · #54
Hallo, Champagner,
danke!

Gruß lilytrotter


Bei dem ist ja nix zu schade, um sich abzuarbeiten. 🤢

Was mag wohl nachts, so zwischen Eins und halb Drei, in Jemandem vorgehen, dass er es nötig hat, vorangegangene Ergüsse zu produzieren?
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
2'338 Beiträge · seit 200717. Dez. 2016 · #55
Hallo zusammen

In der Hoffnung, dass sich die hitzigen Gemüter wieder etwas beruhigen, versuche ich mal einen Themenwechsel.

Vor ein paar Wochen hat mir ein Farmer aus Namibia dieses Foto geschickt:

Python201655.JPG


Sein Kommentar dazu war kurz und bündig:
“Foto des Tages, gerade aufgenommen! Catch and release”

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'927 Beiträge · seit 200817. Dez. 2016 · #56
Euren Korpsgeist in Ehren, doch wollen wir nicht bei den Fakten bleiben. Die Ausgangsfrage war doch eine Schlangenbestimmung und die hat Hartwig mit den speziellen Eigenschaften der Art sehr schön erklärt.

Die darauffolgende Unterstellung und generelle Belehrung zum Umgang mit Tieren, hätte ich als Wissenschaftler auch nicht unkommentiert stehen lassen.

nachdenkliche Grüße
Peter


NB: Erinnert mich ein wenig an die ersten Postings unseres mittlerweile sehr geschätzten FoMis SWAKOP. Mit den trockenen und schonungslos ehrlichen Beiträgen kamen anfangs auch einige nicht zurecht.
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2016
475 Beiträge · seit 201217. Dez. 2016 · #57
Hallo zusammen,

Hat noch jemand eine Idee oder könnt ihr euch dem Tip von Hartwig anschließen ( Amblyodipsas polylepis = Common purple-glossed snake )?

@Matthias
Kannst du mir vielleicht noch erklären, was "ungekielte Schuppen" bedeutet?

vielen Dank im voraus
lg
paulinchen
Sambia Dezember 2015 / Januar 2016 Sambia November 2016
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2016
4'984 Beiträge · seit 201617. Dez. 2016 · #58
Hallo Paulinchen,

ich bin weder Schlangenexpertin noch Matthias, aber ich habs gegoogelt weil es mich auch interessiert.
Das sind gekielte Schuppen; jede einzelne hat einen Kiel; somit schließe ich im Umkehrschluss,
dass die ungekielten "flach" sind 😉

gekielteSchuppen.jpg

Gruß Gina
2'516 Beiträge · seit 200918. Dez. 2016 · #59
Hallo paulinchen,

gekielte Schuppen hat ja Gina schon gezeigt, das Wesentliche ist also geschrieben.

Zur Veranschaulichung zeige ich aber zwei Fotos von einheimischen ( deutschen ) Schlangen, bei denen dieses Merkmal eindeutig hilft, sie bei den ungiftigen und ungekielten Nattern zu suchen, oder eben bei den giftigen und gekielten Vipern ( Ottern ).
So einfach geht das im südlichen Afrika leider nicht, aber beim Sortieren hilft das Merkmal auf jeden Fall.

P1030113.jpg

Kreuzotter- Weibchen. Eindeutig mit gekielten Schuppen.

P1030470.jpg

Schlingnatter ( oder auch Glattnatter ) mit eben glatten, ungekielten Schuppen.
Dieses Tier wurde im Rahmen einer von mir geführten NABU- Exkursion gefangen, um Personen, die wenig Erfahrung mit Schlangen zu haben, den Unterschied anschaulich zu machen. Unmittelbar danach wurde die Schlange wieder frei gelassen.
Übrigens: auch wenn die heimischen Nattern keine Giftschlangen sind, beissen können sie durchaus. Und gerade die Schlingnatter beisst gerne zu, wenn man nicht richtig mit ihr umgeht. Also nichts für unbedarfte Laien ( und so darf meine durchaus spitze Bemerkung in meinem vorangegangenen Post verstanden werden.

Schönen Sonntag noch,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019