Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201424. Jan. 2016 · #21
20.01.2016 – ein heißer Tag im Sossusvlei/Sesriem Canyon
Unser erste Nacht im Desert Camp war sehr, sehr warm (dies sollte nicht die einzige in diesem Urlaub bleiben - aber das war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht so bewusst…)! Der Wind hatte sich abends gelegt und es ging kein Lüftchen mehr durchs Zelt, dafür waren die Betten noch schön aufgeheizt und wir fühlten uns wie auf einem heißen Stein. 😮
Trotz allem schliefen wir gut und am nächsten Morgen war es sogar geradezu frisch! (diesen "erfrischenden" Zustand hatten wir im weiteren Urlaubsverlauf nicht mehr so häufig… 😄 )
Bereits beim Einchecken hatten wir den Breakfast Basket bestellt und uns für das Abendessen in der Sossusvlei Lodge für den heutigen Tag angemeldet. Um fünf wollte die Mitarbeiterin ihren Dienst anfangen und den Korb zur Desert Camp Rezeption mitbringen. Sehr nett von ihr!
Am Abend hatten wir noch hin und her überlegt, ob wir wie geplant morgens zur Elim Düne und zum Canyon fahren und erst gegen Nachmittag ins Vlei, damit wir die oft beschriebene „Rush Hour“ auf der Strecke meiden. Die Temperaturen am ersten Tag haben uns jedoch zu einem anderen Entschluss kommen lassen, da es selbst gegen halb sechs abends kaum abkühlte… 🙄
Da wir keine Lust auf langes Anstehen vorm Tor und Autorennen zum 4x4 Parkplatz hatten, wollten wir erst etwas später starten. Also ließen wir es langsam angehen, standen erst gegen halb sechs auf, um um kurz vor sechs an der Rezeption unseren Korb abzuholen...
Dort war leider nix und niemand, weder unser Korb, noch irgendjemand, den wir hätten fragen können, ob er denn wohl unterwegs sei oder überhaupt bestellt wurde?! 😵 Also fuhren wir weiter zur Sossusvlei Lodge, um dort unser Glück zu probieren. Und siehe da, es gab nicht nur ein Pfefferkuchenhaus und Weihnachtsgebäck an der Rezeption, nein, der freundliche Herr wusste auch direkt Bescheid und der Korb für Zelt 201 stand schon bereit… 🤩 Wir bekamen noch eine Thermoskanne mit heißem Wasser und konnten starten. Wo der Fehler lag, können wir nicht sagen und da man ohnehin an der Lodge vorbeifährt, ist es kein Akt, den Korb dort abzuholen… vielleicht hatten wir einfach etwas falsch verstanden?! 😉
Am Tor angekommen, war kein Auto vor uns. Das Permit hatten wir ja bereits in Swakopmund gekauft und von daher ging alles zügig. Die Dame hatte sich zur Feier des (Sonn-)Tages sehr schick gemacht und wir konnten bald passieren… 🙂
Die Strecke war recht leer, anscheinend hatten wir den "Hauptverkehr" gut abgepasst. Lediglich 2-3 Autos überholten uns noch… 😗 Die Dünen lagen in leichtem Dunst und ein Oryx sprang über die Straße.
Ein Ballon flog dekorativ über die Dünen…
Wir fuhren gemütlich und genossen die Landschaft. Vereinzelt sahen wir Strauße und Springböcke. Durch den Lichteinfall wirkte die Dünenlandschaft immer wieder anders und unglaublich schön!
An der Düne 45 war schon ordentlich was los, doch wir fuhren einfach weiter…
Angekommen am 4x4 Parkplatz ließ Markus Luft ab und ich besuchte die (mittlerweile sehr modernen) Sanitäranlagen… Leider ohne Kamera, denn ein paar Krähen saßen äußert dekorativ in den trockenen Bäumen, als ich jedoch „bewaffnet“ zurückkam, waren sie alle weg... 😣
Mit gesenktem Reifendruck ging es für uns das 1. Mal per 4x4 weiter. Respekt hatten wir schon und kamen auch bald an einem feststeckenden Auto vorbei.
Die Taktik, ungefähr der Spur des Shuttlefahrzeuges zu folgen, ging jedoch auf und wir kamen ohne Probleme am Deadvlei Parkplatz an…
Sorry, ein paar Baum- und Dünenbilder müssen an dieser Stelle einfach sein: 😄
Es war bereits kurz nach acht, als wir das Dead Vlei erreichten und die meisten Besucher kamen uns bereits am Parkplatz entgegen. Uns war es ganz recht, somit war es nicht sehr voll im Vlei und wir konnten etliche Bilder machen, ohne dass wir zu viele Leute ins „Visier“ nehmen zu mussten. 😛
Bis zum Sossusvlei Parkplatz durfte ich dann ans Steuer, dass machte schon Spaß… 🤪
Obwohl es noch vor zehn Uhr war, hatten sich die Oryxe in den Schatten der Bäume rechts und links zurück gezogen, da die Sonne bereits ordentlich Kraft hatte.
Hinter jedem Busch musst man mit einem Oryx rechnen! Da uns die Lage nicht ganz geheuer war und wir sie natürlich auch nicht unnötig aufschrecken wollten, spazierten wir respektvoll mitten durch das Vlei, um zu beiden Seiten genügend Abstand zu halten. Sie waren aber wohl einfach froh, bei den Temperaturen ihre Ruhe zu haben und bewegten sich keinen Millimeter.
Huch, wer hat sich denn da versteckt?!
Auf der gegenüber liegenden Seite stiegen wir die Dünen hoch und ein Lizard kreuzte unseren Weg.
Markus lief vor und hatte sogar das Glück, eine Zwergpuffotter zu entdecken. Bis ich an Ort und Stelle war, hatte sie sich jedoch im Gras verkrochen… 😉
Hungrig kamen wir eine Stunde später wieder am Auto an und es gab ein längst überfälliges Frühstück. Meine Güte, was hatten die alles in den Korb gepackt, wir waren doch nur zu zweit?! 😛
Der Rückweg war schon etwas anspruchsvoller, da der Sand mittlerweile durch die Hitze „weicher“ war, als am Morgen. 😕
Zur Abwechslung gab’s auch mal ein paar Springböcke unter’m Baum.
Zurück am 4x4 Parkplatz erhöhten wir unseren Reifendruck wieder. Ich hatte gehofft, dass sich die Krähen nochmal in den Bäumen niedergelassen hätten, aber sie hüpften nun auf dem Parkplatz hin und her. Nun gut… hier also eine Pied Crow am Boden. 😣
Zurück ging es zu Dune 45. Mittlerweile war niemand mehr hier und die Düne sah‘ fast unberührt aus. Der Wind hatte die Spuren nahezu alle wieder verwischt… 🙂
Es war mittlerweile halb eins, Mittagshitze, wir hatten aber auch kein Lust, später nochmal los zu fahren, da wir wußten, dass es sich nicht wirklich abkühlen würde… also entschieden wir uns, direkt zur Elim Düne zu fahren und den Nachmittag lieber am Pool zu verbringen. Doch wo war sie?! Wir entdeckten ein paar Feenkreise. Oryxe lagen auch hier unterm Baum und in der Ferne war schon das Camp zu erkennen. Hatten wir den Abzweig verpasst?! 😮
Ah, nein, die Beschilderung war nur recht schlicht… 🤨 Von der anderen Seite kommend war nix von „Elim“ zu sehen! Schon von Weitem sahen wir jedoch, dass der Parkplatz zur Mittags-Ruhezone auserkoren worden war. Von daher näherten wir uns nur ganz langsam und hielten in einiger Entfernung, um die Oryxfamilie nicht aus dem Schatten zu vertreiben.
Kindergarten-Kinder gab es auch… so süß!!! 😘
Wir beschlossen, nicht auszusteigen und drehten vorsichtig um den Rückweg anzutreten. Die Elim Düne musste ohne uns auskommen oder besser gesagt, wir ohne sie… 😄
Weiter ging es also zum Sesriem Canyon. Mittlerweile war es so heiß, dass selbst der kurze Weg vom Auto bis zum Abstieg eine Qual war. 😣
Im Canoyn war es noch heißer, dementsprechend wenig Leute waren vor Ort und es war kein Mucks zu hören. Trotzdem war es faszinierend zu sehen, wie sich mal gewaltige Wassermassen durch die Gesteinsschichten gefressen haben mussten.
Wasser haben wir übrigens nicht gefunden. Dafür boten wir unser Wasser zwei südafrikanischen Jungs an, die ohne Flaschen dort unten unterwegs waren. 😛
Fix und fertig von der Hitze machten wir uns auf den Rückweg zum Desert Camp.
Dort wartete eine Überraschung auf uns, denn ich hatte am Vortag Savannah und Tonic Dosen ins offene Gefrierfach gelegt und tatsächlich (!) war es kalt genug gewesen, diese fast zum Platzen zu bringen… 🤨 😄 „Zwangsweise“ gab es also erstmal ein Kaltgetränk! Außerdem hatten wir noch Joghurt vom Frühstück und so gab es auch noch einen verspäteten Mittagssnack. Da der Korb jedoch viel zu umfangreich für 2 Personen war, beschlossen wir, am nächsten Morgen das Frühstück in der Lodge einzunehmen.
Für 1-2 Stunden ging es an den Pool, wo wir eine sehr nette deutsche Dame trafen, die mit einer Reisegruppe unterwegs war. Wir tauschten uns etwas über unsere Routen aus – allzu viel konnten wir zu dem Zeitpunkt ja noch nicht berichten und nach zwei Bier verabschiedeten wir uns, um ein Mittagsschläfchen zu halten. 😗
Erholt und frisch geduscht pirschte Markus noch ein wenig in der Nachbarschaft bei den Webers… (Sociable Weaver)
Anschließend ging es in die Sossusvlei Lodge zum Abendessen. Das Buffet war wirklich gut! Die Auswahl an Vorspeisen und Salaten sowie frisch gegrilltem Fleisch und Fisch war top.
Zurück am Zelt gab es zum Tagesabschluss noch Gin Tonic (die verbeulten Dosen mussten schließlich entsorgt werden) 😄 und wir beobachteten einen Cape Fox, der großräumig das Nachbarzelt umrundete. Leider war es bereits zu dunkel, um ihn aufs Bild zu bannen.
Egal, der "heiße Stein" rief schließlich schon wieder und wir schliefen auch zügig ein... 🙂
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201429. Jan. 2016 · #23
21.12.2015 – Vom Desert Camp nach Gunsbewys
Da wir „nur“ einen Reisetag vor uns und auch keinen Breakfast Basket sondern stattdessen das Frühstück in der Sossusvlei gebucht hatten, ließen wir den Tag ruhig angehen und standen erst um kurz vor sechs auf. 😛
An den beiden letzten Nachmittagen hatten wir sie uns, aufgrund der Hitze erspart, doch zum Abschluss wollten wir vor dem Frühstück noch die ausgewiesene „Hausrunde“ laufen. Die Sonne war bereits aufgegangen und der Tag warf seine Schatten voraus…
Aus unerfindlichen Gründen war der Walking Trail an diesem Morgen jedoch gesperrt und wir fragten einen netten Mitarbeiter an der Rezeption gegenüber, der uns das „go“ gab. 😐
Unsere direkten Nachbarn waren bereits alle unterwegs und somit stand nur unser Auto einsam und verlassen vor dem Zelt 201. 😗
Außer uns, hatte sich auch ein Oryx Bulle auf den Weg gemacht und verließ diesen auch nicht mehr… 😮
Entspannt graste er am Wegesrand und ließ uns recht nah rankommen.
Da er jedoch keine Anstalten machte, den Weg zu räumen, entschlossen wir uns schließlich, einen kleinen Umweg zu nehmen und ihn quasi weitläufig zu überholen – man weiß ja schließlich nie, wie Oryx Bullen so früh am Morgen drauf sind… 🤨 😗
Der Weg war nicht wirklich spannend, sondern führte mal mehr, mal weniger erkennbar, einmal um den Hausberg rum, so dass wir schließlich am relativ neu eröffneten Desert Quiver Camp auskamen. Dort schlugen wir den Trampelpfad Richtung Desert Camp ein, wo wir nach einer guten Stunde die Rezeption wieder erreichten.
Auch hier hatte man übrigens bereits für etwas Weihnachtsstimmung gesorgt.
Wir packten unsere Sachen zusammen, gaben die geliehene Box mit Geschirr etc. wieder an der Rezeption ab (und erhielten anstandslos unsere 300 N$ zurück), checkten aus und auf ging es zum Frühstück in die Sossusvlei Lodge.
Das Frühstück war ordentlich, unserer Meinung jedoch nicht vergleichbar mit der Auswahl beim Abendessen.
Gestärkt bestiegen wir noch den Aussichtsturm der Lodge, um den Ausblick auf das Wasserloch und die Landschaft zu genießen.
Von dort oben gab es auch die erste „Katzensichtung“ des Urlaubs… 😛
Über die C27 ging es Richtung Süden und ich durfte für den ersten Teil der Tagesstrecke das Steuer übernehmen. 😄 Die Straßenschilder halten ja im allgemeinen nicht immer, was sie versprechen… 😗
… aber manchmal halten sich die Tiere auch daran und so hatten wir Glück und sahen ein paar Kilometer nach dem Zebra Schild tatsächlich eine größere Gruppe Zebras (die freundlicherweise auch nicht so weit entfernt waren, wie ihre Kollegen zwei Tage zuvor…). 🙂
In Betta machten wir eine kleine Pause und wollten uns bei der Hitze im Schatten der Bäume ein kühles Getränk aus unserer Kühlbox gönnen. Markus hatte es an diesem Morgen jedoch besonders gut gemeint und den Reißverschluss der „Schutzhülle“ unserer Kühlbox komplett zugezogen. Allerdings war bereits zu Reiseantritt ein Schiebergriff abgebrochen, so dass man ihn nur sehr schwer zu und in dem Moment gar nicht wieder aufziehen konnte, da die Spannung zu groß war… 😠 Toll! Die Stimmung kippte leicht und auch meine glorreiche Idee, an der Tankstelle nach Hilfe zu fragen, brachte nix. 😣 Also ging es ohne gekühlte Getränke weiter...
Den Abzweig auf die D707 kann man quasi nicht verfehlen – ein wahrer Schilderwald steht dort an der Kreuzung! 😄
Immer wieder waren Köcherbäume auf den Hügeln rechts und links zu sehen.
Vorbei ging es an teils riesigen Rinderherden.
Die D707 gefiel uns ausgesprochen gut, der Wechsel der Farben ist gigantisch und die roten Dünen im Westen bilden einen tollen Kontrast zu den Tirasbergen im Osten. 😁 🤪
Auch eine kleine Oryxfamilie entdeckten wir am Wegesrand.
Nach 265 km erreichten wir unser heutiges Tagesziel: die Farm Gunsbewys! Die Farm liegt liegt in etwa auf halber Strecke zwischen Sossusvlei und Lüderitz und ist eingebettet in der Ebene zwischen den Tirasbergen im Norden und den roten Dünen im Süden.
Nach der Toreinfahrt sahen wir bereits einige Strauße auf dem Gelände und an der Farm angekommen, begrüßten uns Pferde an der hausnahen Tränke.
Sehr hatten wir uns auf die Besitzerin der Farm, Frau Gräbner, gefreut. Leider war sie jedoch über Weihnachten für mehrere Monate in Deutschland und somit begrüßte uns Naomi. Sie wohnt und arbeitet seit einigen Jahren, mit ihrem Mann Sydney, auf der Farm und die Gästebetreuung liegt mittlerweile ganz in den Händen des Paares. Da wir an diesem Tag die einzigen Gäste waren, zeigte sie uns beide Zimmer, die im Gebäude des (sehr liebevoll eingerichteten) Informationszentrums untergebracht sind und wir durften uns eins aussuchen. 🙂
Neben diesen beiden Zimmern, jeweils mit eigenem Bad, gibt es ein freistehendes Gästehaus sowie 2-3 Campsites. Eine voll ausgestattete Gemeinschaftsküche, mit anschließender Terasse, steht den Campern und Bewohnern des „Infocenters“ zur Verfügung.
Es war sehr idyllisch. Und wir sahen sogar 🙂 das kleine Fohlen, welches genau einen Monat zuvor geboren wurde.
Leider machte die alte Mutterstute jedoch aufgrund der anhaltenden Trockenheit und dadurch sehr angespannten Futterlage, einen äußerst abgemagerten Eindruck auf uns. 😕
Ein besonderes Highlight der Farm ist jedoch die kleine Hündin „Slowly“, die die heißen Nachmittagsstunden im Gemüsebeet verbrachte und ihrem Namen bei der Hitze alle Ehre machte… 😘
Wir widmeten uns zuerst einmal unserem Gepäck und der Rettung unserer Vorräte aus der Kühlbox! Meine Idee, den Schraubenzieher als „Verlängerung“ zum Öffnen des Reißverschluß zu nutzen, hatte direkten Erfolg und somit sorgte „frau" in diesem Fall für kühle Getränke und einen entspannten Nachmittag auf der Terrasse. 😄 😛
Während ich mich der Beobachtung der „Großtiere“ hingab, machte Markus sich auf einen Rundgang über die Farm und lichtete einige (für uns zum Teil unbestimmbare) Vögel ab.
Scaly-feathered Weaver
Wer kann uns hier weiterhelfen? (Burchell’s Courser?) 😕
Am späten Nachmittag ging es für uns auf Erkundungsfahrt über das Farmgelände und in Richtung der roten Dünen.
Im Hintergrund ist die Farm zu erkennen…
Wir fuhren einige Kilometer weiter und genossen das Farbspiel und einen vorgezogenen Sundowner in herrlicher Ruhe und traumhafter Kulisse. 🙂
Obwohl die Sonne noch längst nicht untergegangen war, konnte man den Mond schon deutlich sehen…
Auf dem Rückweg zur Farm sahen wir unseren ersten Secretary Bird in diesem Urlaub, bevor wir uns ein schnelles Abendessen, in Form von Pasta und Obstsalat zum Nachtisch, kochten. Lilliput lässt grüßen… 😄
Da wir uns mit Sydney am nächsten Morgen für 05:30h zum Dünenwalk verabredet hatten, ging es an diesem Tag mal wieder früh ins Bett: Gute Nacht Gunsbewys! 😘
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201431. Jan. 2016 · #24
22.12.2015 - Teil 1 – Dunewalk @ Gunsbewys
Nach einer geruhsamen Nacht, trafen wir uns um 05:30h mit Sydney. Einen Kaffee hatten wir morgens nicht gekocht und so musste ein Glas Saft nach dem Aufstehen erstmal reichen. Es war noch recht frisch und so trugen wir Sweatshirts bzw. Jacken und lange Hosen. 🤨
Anders als erwartet, ging es nicht zu Fuss, sondern erstmal mit dem Sidney's 4x4 los. Slowly war im Vergleich zum Vortag nicht wiederzuerkennen und gaaanz aufgeregt! 🤩 Riesig groß war ihre Freude, als sie zu uns auf die Ladefläche springen durfte und so ging es los, einmal übers Farmgelände… 😄
Ganz geheuer war uns die Fahrt nicht, da es ganz schön rumpelte und sie sich teilweise mit den Hinterbeinen auf die Rucksäcke stellte und das Ganze ziemlich wackelig aussah. Aber geübt ist geübt… sie war in ihrem Element, nicht zu bremsen und hielt die Nase mal rechts, mal links in den Wind… 😘
Wir fuhren ein paar Kilometer Richtung Süden, bevor der Wagen abgestellt wurde und es zu Fuss in die roten Dünen ging. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und tauchte die Landschaft in ein zauberhaftes Licht. 🙂
Wir marschierten durch die Dünenlandschaft und genossen die Ruhe und Schönheit der Natur – jeder auf seine Weise – Slowly mit der Nase am Boden und in deutlich höherem Tempo als wir… 😗
Sydney war zu Beginn etwas wortkarg, taute aber mehr und mehr auf und erzählte uns einiges über Flora und Fauna und die Umgebung. Sobald die Sonne aufgegangen war, begannen die Dünen zu leuchten und die Farben waren unglaublich! 🙂
Lizzardspur
Auf einer hohen Düne gab es eine Kaffepause. Sydney hatte alles mitgeschleppt, nur die Becher hatte er leider auf der Farm vergessen. 😮 Ihm war es mehr als unangenehm, aber wir fanden es irgendwie sympathisch und nahmen gerne den Zuckerbehälter als Becherersatz und wechselten uns mit dem Kaffetrinken halt einfach ab… 😄 so genossen wir die Aussicht in Richtung Tirasberge auf der einen und Richtung Dikwillem auf der anderen Seite.
Man konnte weit entfernt sogar eine Salzpfanne erkennen.
Es war unglaublich schön, so friedlich und ruhig… durch die Sonne wurde es jedoch auch direkt wieder warm, und die Jacken und Sweaties wanderten in den Rucksack.
Die alten Zäune sind mittlerweile zum größten Teil von der Natur zurückerobert und durch Dünensand ganz oder teilweise verdeckt.
Slowly nutzte mittlerweile jeden Stopp für eine kurze Verschnaufpause im Schatten. 😉 Es war trotzdem nicht so einfach, sie zu fotographieren, denn sobald man in die Hocke ging, schoß sie im nächsten Moment für eine Streicheleinheit auf einen zu. 😛
Auf dem Rückweg sahen wir in der Ferne einen (sehr scheuen) Oryx, der in den Dünen graste. Leider verschwand er, sobald wir uns näherten…
Sein scheues Verhalten war vielleicht gar nicht so unberechtigt… 😕 Wenig später entdeckten wir das Skelett eines seiner Verwandten. Ob dieses Oryx eines natürlichen Todes gestorben war, konnten wir nicht erkennen, die Knochen lagen über den Hügel verteilt…
Mein Verhalten ließ auch zu wünschen übrig, da ich plötzlich panisch rumsprang… 😵 😮 Trotz meiner Stiefel und der langen Hose, „krabbelte“ etwas unterhalb meines Knies am Bein entlang und verschwand auch nicht, als ich die das Hosenbein ausschüttelte. Zum Glück hatte ich eine Zip-Hose an und zog voller Angst den Reißverschluss auf – ich rechnete fest damit, dass ein Skorpion oder irgendetwas ähnliche schlimmes in meine Hose gekrabbelt war und mir schossen tausend Gedanken durch den Kopf. 🙄 Umso größer war die Erleichterung, dass es nur etwas vertrocknetes Gestrüpp war, welches durch die Laufbewegung immer weiter hoch „gewandert“ ist, durch das Schütteln jedoch nicht wieder unten rauskam… 😄 😗 Aaaahhh…
Seothyra Bau – leider ließ sich die Spinne nicht blicken
Deutlich leichter und schneller als auf dem Hinweg, ging es die Dünen wieder hinunter zum Auto.
Mit einem Satz war Slowly wieder bei uns auf der Ladefläche und knapp drei Stunden nach unserem Aufbruch, waren wir wieder auf Gunsbewys. Still und heimlich beneidete ich die Bewohner der Farm – nun kann ich nachvollziehen, dass Frau Gräbner es sich normalerweise nicht nehmen lässt, den Dünenwalk selber durchzuführen. Es ist einfach traumhaft, morgens in dieser Landschaft unterwegs zu sein… 🙂
Wir frühstückten gemütlich und bepackten unser Auto. Da es für uns weiter nach Lüderitz ging und wir uns in den kommenden drei Tagen nicht selber verpflegen mussten/konnten, ließen wir diverses Obst und Lebensmittel bei Naomi und Sydney, bezahlten unsere Rechnung und füllten die Tipboxen. Da ihre Kinder und auch ein paar Neffen in den Weihnachtsferien zu Besuch vor Ort waren, überließen wir ihnen zudem unsere Chipsvorräte, die wir seit Swakopmund mit uns rumfuhren, jedoch bisher nicht benötigt hatten... Er freute sich sehr darüber und erklärte uns die Chips bis Weihnachten für die Kinder zu verwahren – das war so rührend und wir waren ganz ergriffen, da all‘ diese Sachen für uns im Alltag so normal sind. 😊
Blick auf das Informationscenter incl. Gästezimmer.
Zum Abschied sahen wir, wie am Vortag, wieder Strauße - die Pferde ließen sich jedoch an diesem Tag nicht nochmal blicken.... 😗
Tschüss Gunsbewys – es war sehr schön und entspannend hier! 🙂 Wer Ruhe und die Natur ohne viel Schnickschnack liebt, ist hier genau richtig aufgehoben… (witzigerweise trafen wir drei Abende später ein holländisches Pärchen in unser nächsten Unterkunft, die ebenfalls alleine auf Gunsbewys (im Dachzelt) genächtigt hatten und ebenso begeistert waren – wie klein die Welt doch manchmal ist…) 😄 🤪
Champagner8'681 Beiträge · seit 201031. Jan. 2016 · #25
Guten Abend Nadja,
was für tolle Fotos und Eindrücke von Gunsbewys 😘 - ehrlich gesagt gefällt mir diese Landschaft wesentlich besser als das Sossusvlei und Konsorten. Klar will man das mal gesehen haben - aber die Namib ganz für sich alleine hat man dann doch eher an solchen Orten wie dieser Farm.
Um den tollen blauen Himmel und die Wärme beneide ich euch nachträglich ein bisschen..... 😉 !
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201401. Feb. 2016 · #26
Liebe Nadja,
ich bin auch (zumindest noch bis nächste Woche 😗 ) dabei - den Rest werde ich dann nachlesen 🙂
Der Süden hat uns so gut gefallen, dass wir unbedingt für die nächste Namibia Reise den KTP und das südliche Namibia intensiver erkunden möchten - Eure Route inspiriert für etwaige Planungen sehr 🙂
Ich bin sehr gespannt auf Euren weiteren Reiseverlauf!
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201401. Feb. 2016 · #28
Champagner schrieb: was für tolle Fotos und Eindrücke von Gunsbewys 😘 - ehrlich gesagt gefällt mir diese Landschaft wesentlich besser als das Sossusvlei und Konsorten.
Um den tollen blauen Himmel und die Wärme beneide ich euch nachträglich ein bisschen..... 😉 !
Herzlichen Dank liebe Bele! 😊 Es war wirklich "besonders" schön dort und die Farben waren so intensiv... 🙂 Im kommenden Verlauf wird es jedoch etwas "staubiger"... 😗 Und keine Angst: die "Wärme" wird noch mehrmals Thema sein... 😄 Applegreen schrieb:
Der Süden hat uns so gut gefallen, dass wir unbedingt für die nächste Namibia Reise den KTP und das südliche Namibia intensiver erkunden möchten - Eure Route inspiriert für etwaige Planungen sehr 🙂
Hallo liebe Sabine,
es freut uns sehr, wenn wir euch mit unserem Reiseverlauf inspirieren können - bis auf die letzten Tage würden wir die Tour auch 1:1 nochmal so machen - wenn es nicht noch so viele andere schöne Ziele gäbe...! 😛
Euch vorerst aber ganz viel Spaß auf der Gardenroute... 🙂
bingobongo26 schrieb:
Ich komme gerne noch mit, wenn ein Plätzchen frei ist 🙂
Hallo Helga, aber sicher! Willkommen an Bord - nicht umsonst haben wir schließlich ein Double-Cap gebucht... 😎
Es geht dann gleich auch weiter mit dem nächsten Teil... 🙂 Vielen Dank und viele Grüße an alle, Nadja
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201401. Feb. 2016 · #29
22.12.2015 – 2. Teil – weiter geht’s nach Lüderitz… (210 km)
Um Punkt 10.00h waren wir auf der Pad – also wieder auf der D707… Wir hatten am Vortag bei unserer Fahrt über das Farmgelände Luft aus den Reifen gelassen, behielten den Druck jedoch so bei, da der Bereich der D707 ebenfalls ziemlich sandig war.
Karoo Korhaan
An der Kreuzung C13/D707 machten wir einen Fahrerwechsel - von Süden kommend, ist die Beschilderung übrigens etwas dezenter… 😗
So richtig komfortabel sah das Nest (noch) nicht aus! 😕
Nach etlichen Tagen auf reinen Schotter- und Sandpisten erreichten wir die B4 und es ging wieder flotter voran. In Aus gab es einen kurzen Stopp auf dem Parkplatz vorm Ortseingang, um die Reifen wieder aufzufüllen. Mittlerweile lief das schon wie am Schnürchen… 😎
Ab Aus fuhr Markus weiter und nach ein paar Kilometern entdeckten wir die ersten „Wildpferde-Warnschilder“ … Hinter Aus sahen wir bereits einige Pferde, es handelte sich dabei jedoch um Pferde der umliegenden Farmen.
Angekommen am Abzweig zum Viewpoint stieg die Spannung - wir sahen bereits vereinzelte Springböcke und Oryxe, als wir über die Schotterpiste fuhren… 🙂
Von den Wildpferden Garub’s war weit und breit hingegen nix zu sehen. 🤨
Aber zumindest Oryxe waren vertreten und eine Gruppe Strauße kam auch ans Wasser.
Wir waren der festen Überzeugung, dass die frechen Oryxe die Strauße verjagen würden… 😗
Aber nein, im Gegenteil, einer positionierte sich noch äußerst dekorativ im Vordergrund. Leider war es unmöglich, ein Bild hinzubekommen, bei dem alle die Köpfe oben hatten… 😄
Irgendwann wurde das Wasserloch jedoch zurückerobert und die Oryx-Herrschaft war wieder hergestellt.
Na, wer hat die längste Zunge?! 😛
Weit entfernt entdeckten wir dann doch noch ein Wildpferd, aber es machte jedoch keine Anstalten, sich weiter in unsere Richtung zu bewegen. Dafür drohte „Gefahr“ von hinten… 🙄 Ein Reisebus mit deutschen Touris fuhr bis kurz vor den Hide. Oh Gott! Wir grüßten noch freundlich und machten uns schnell von dannen… 😵 Immerhin 20 Minuten durften wir das Geschehen am Wasserloch alleine und in Ruhe beobachten – Glück gehabt! 🙂
Weiter ging es, vorbei an leerstehenden Häuschen entlang der Bahnschienen.
Durch die Sandverwehungen entstand ein difuses Licht.
Teile der Bahnstrecke waren bereits komplett versandet.
Die Strecke zog sich und es wurde immer karger und grauer – und häßlicher… War es wirlich so eine gute Idee gewesen drei Nächte in Lüderitz einzuplanen?! 🙁
Irgendwann sahen wir von Weitem rechts und links der Straße Autos und mehrere Menschen stehen. Die Warnblinkanlagen waren teilweise angeschaltet und die Menschen winkten, wir sollen anhalten. 😕 Wir drosselten die Geschwindigkeit und Markus verriegelte zur Sicherheit die Türen manuell. Bis heute können wir die Situation nicht einschätzen und deuten, es wurde kein Reifen gewechselt und es war nix von einem Unfall zu sehen. 😐 Einer trat ans Auto und fragte mich: „how are you?“, zwei bis drei andere schauten bereits in unsere Kabine. Instinktiv tat Markus das wahrscheinlich einzig Richtige und fuhr einfach langsam weiter… 😗 Wie geschrieben, wir wissen bis heute nicht, was das für eine Aktion sein sollte – aber unheimlich war es im Nachhinein schon irgendwie. Unser schlechtes Gewissen, einfach Fersengeld gegeben zu haben, hielt sich in Grenzen, da die Wahrscheinlichkeit, dass drei Fahrzeuge auf einmal liegen bleiben nun wirklich nicht besonders hoch ist… 😉
Wir waren froh, dass nach der eintönigen Strecke schließlich die Felsenkirche zu sehen war und wir unser Ziel fast erreicht hatten.
Ohne Probleme fanden wir die Mabel Street und unser Guesthouse, wo wir von der Besitzerin Beate, herzlich empfangen wurden. 😁 Wir bezogen unser Zimmer im Haupthaus und packten erstmal aus. Beate erklärte uns anhand eines Stadtplans den Ort und beantwortete alle Fragen. Kolmanskop stand für den nächsten Morgen auf dem Programm und die Fahrt nach Halifax hatten wir sicherheitshalber für den 24.12. schon vorab gebucht. 😎
Danach genehmigten wir uns (typisch deutsch) ein Bier und genossen die Aussicht vom Balkon. Das Wetter war traumhaft – Sonnenschein, nicht zu heiß… Perfekt! 😄
Nach kurzer Dusche machten wir uns auf den Weg in die „City“, um eine Kleinigkeit zu essen und uns einen Überblick zu verschaffen.
Mabel Street
Das Diaz Café wurde vor kurzem erst wieder eröffnet und liegt etwas versteckt im Hinterhof neben Krabbenhöft & Lampe. Wir hatten bereits im Vorfeld im Internet von der Neueröffnung gelesen und Beate erzählte uns, dass sie seit Neustem auch Austern etc. anbieten – allerdings hatte sie noch kein Feedback von Gästen erhalten. Die Einrichtung ist zugegebenermaßen etwas spartanisch, später kam der Chef vorbei und es wurde gewerkelt. Alles war etwas improvisiert, aber sehr trotzdem sehr nett und bemüht… 🙂
Wir fragten nach Austern und bestellten je sechs Austern mit Chips – zugegebener Maßen eine etwas eigentümliche Kombi, aber allein von Austern wird man schließlich nicht satt… 😗 Was soll ich sagen, es waren die größten Austern, die wir im ganzen Urlaub bekommen haben. Und lecker waren die... Yummi!!! 🤩
Gestärkt machten wir einen Rundgang durch Lüderitz, zogen mal wieder cash am Automaten und liefen bis zur Lüderitz Waterfront (schließlich musste die Wassertemperatur auch hier getestet werden-gefühlt noch kälter als in Swakop! 😣 ).
Am späten Nachmittag ging es zurück zur Alten Loge und wir verabschiedeten uns für ein kurzes Schläfchen.
Wir besprachen die „Versorgungslage“ für die kommenden Tage mit Beate und da sich ab dem nächsten Tag die Söhne incl. Freundinnen zum Weihnachtsbesuch angemeldet hatten, sollte auch groß gekocht werden. Also meldeten auch wir uns für die beiden folgenden Abende zum Essen an und beschlossen, unseren ersten Abend im Barrels zu verbringen. Beate versuchte, auf unsere Bitte, einen Platz für uns zu reservieren, aber das ging leider nicht. 😕
Also machten wir uns gegen halb acht auf den Weg und versuchten unser Glück… Alle Tische waren belegt und der Laden rappelvoll. Wir bekamen noch die beiden letzten Stehplätze am Ende der Theke und überbrückten die Zeit erstmal mit einem großen Bier. 😉 Der Laden ist wirklich urig und wir amüsierten uns über den Jägermeister- und Kümmerling-Konsum vor Ort. 🙄
Etliche Menschen warteten auf einen freiwerdenden Tisch und so verging die Zeit und wir waren bereits beim 2. großen Bier, als uns ein älterer Südafrikaner fragte, ob wir zu ihnen an den Tisch kommen wollten. Aufgrund der vielen „Mitwartenden“ lehnten wir höflich ab. 😗 Das war ein grober Fehler wie wir kurz drauf feststellten! 😠 „Neue“ Gäste erhielten auf einmal einen frei gewordenen Tisch… 😈 Zudem hatte der Lokalbesitzer seine Vorliebe für deutsche Musik auf der Jukebox entdeckt! 😏 😵 Nix gegen deutsche Musik – aber fern ab der Heimat war uns bestimmt nicht nach Helene Fischer und Andrea Berg in Dauerschleife… 🤢
Markus‘ Beschwerde führte dazu, dass man uns nach insgesamt 1,5h Wartezeit anbot, im Frühstücksraum zu essen – wo immer der auch sein sollte – diese Möglichkeit hätte doch wahrscheinlich auch viel früher schon bestanden?! 😠 Wir ließen uns die Karte geben und ergatterten kurz drauf dann doch noch einen Tisch im Vorderraum. Unsere Idee, Pizza zu bestellen und nicht das angebotene Menü zu nehmen, führte natürlich dazu, dass wir nochmals warten mussten… 😉 Aber egal, nun saßen wir ja und letztendlich hat sich das Warten gelohnt, denn die Pizza war wirklich gut! 🙂 Mit einem weiteren (kleinen) Bier spülten wir unseren Ärger hinunter und machten uns gegen halb elf auf den Heimweg. 🙄 🤪 😗
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201416. Feb. 2016 · #30
... und weiter geht's nach kurzer "Verschnaufpause"... 😵 😛
23.12.2015 – Lüderitz – Teil 1 - Kolmanskuppe
Nach einer erholsamen Nacht ging es für uns gegen halb acht zum Frühstück. Es gab frisch gebackenes Brot und herzhafte Muffins, dazu Aufschnitt und Eiersalat. Gut gestärkt ging es wenig später los nach Kolmanskuppe.
Warnschilder stehen überall entlang der B4 und natürlich auch am Abzweig nach Kolmanskuppe.
Sichtungen dieser Art hatten wir leider keine zu melden…
Um kurz vor neun stellten wir uns in die kurze Warteschlange vorm Eingang.
Da wir bis zur Führung noch Zeit hatten, schauten wir uns vorab schon mal etwas um.
Der Zugang zu den Toiletten wurde noch von der täglichen „Sandladung“ befreit. 😗
In der ehemaligen Turnhalle befindet sich der Treffpunkt für die Führungen. Um kurz vor halb zehn war auch schon ordentlich was los. Es gibt je eine englisch und deutschsprachige Führung und wir waren super überrascht, dass sich mit uns nur ein weiteres deutsches Paar für die deutsche Führung meldete. Während sich ca. 35 Personen in der englischsprachigen Gruppe tummelten, waren wir Teil einer mehr als überschaubaren „Kleingruppe“… 🤩
Hinzu kam, dass unser Guide Gisela ein echtes Urgestein war! 😄 Resolut führte sie uns als erstes zum ehemaligen Haus des Ladenbesitzers und wies uns darauf hin, dass wir doch bitte später Fotos machen sollten. 🤨 Aber gerne doch! 🙂 Spezielle Dinge, wie Ofen, Kühlschrank, Fensterausblicke sollten wir hingegen direkt fotografieren! 🙄 Jawoll!!! 😄
Das soll nicht kritisch klingen, wir amüsierten uns über ihre direkte und konsequente Art! Wir fanden die Führung sehr interessant, sie zeigte uns verschiedene Bereiche der Geisterstadt und erklärte uns, wie das Leben dort vor langer Zeit ablief und wie weit fortgeschritten die Entwicklung damals bereits war. Wahnsinn, welch ein Aufwand betrieben werden musste, um solch' eine Stadt in der Wüste aufzubauen...
Nach einer guten Stunde endete die Führung mit Gisela wieder im Haupthaus und wir drehten die Runde nochmal alleine, um Bilder aufzunehmen und uns weitere Häuser anzusehen.
Das rechte Haus wurde vor einigen Jahren "renoviert" - leider hat aber wohl ein fleißiger Maler die hübschen Bordüren im Innern überstrichen, die in vielen anderen Häusern noch zu sehen sind... 😮 😐
Und noch ein paar "Kuppe"bilder.... 😗 🤪 😄
Ein paar Tierchen gab's zur Abwechslung dann auch:
So, genug Sand für heute... 😉 Uns hat der Aufenthalt in Kolmanskuppe ausgesprochen gut gefallen und das Wetter war auch perfekt! Kein Wölkchen am Himmel und Windstille - wie gemacht für einen Ausflug in die Geisterstadt. 😄 Gegen zwölf wurde es uns dann aber doch zu heiß und wir machten uns wieder auf den Weg Richtung Lüderitz...
eure Berichte und Bilder kommen mir vor, als wären es unsere Erlebnisse, die wir letzte Woche noch genießen durften. Wir hatten ja fast die gleiche Route. Bin gespannt, was noch kommt... Günter PS: die Panoramas gefallen mir besonders gut
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201421. Feb. 2016 · #32
Lotta schrieb:eure Berichte und Bilder kommen mir vor, als wären es unsere Erlebnisse, die wir letzte Woche noch genießen durften. Wir hatten ja fast die gleiche Route. Bin gespannt, was noch kommt...
Hallo Günter,
vielen Dank für Dein Feedback! 😊 Uns ging es ebenso, da wir wussten, dass ihr kurz nach uns eine ähnliche Tour fahrt... 😗 Ich bin sehr gespannt auf eure Bilder und wie sich die Natur nach dem Regen verändert hat!!! 🙂
Vielen Dank auch allen Danke-Button Drück und Mitlesern!!! 🙂
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201421. Feb. 2016 · #33
23.12.2015 – Lüderitz - Teil 2 und ein bisschen Wind am Diaz Cross
Gegen Mittag ging es von Kolmanskuppe auf die Lüderitz Halbinsel Richtung Diaz Cross. Neben den ausgeschilderten D-Pads gibt es kleinere Loops und Abzweige, die man zusätzlich befahren kann. Für uns ging es vorbei an den ersten Flamingos unseres Urlaubes...
...durch eine Mondlandschaft...
...zum ersten Stopp an der Sturmvogel Bucht. Mit dem Auto ging es für uns nicht mehr weiter und wir gingen die letzten hundert Meter zu Fuß zum Meer. Dabei mussten wir aufpassen, dass uns die Türen beim Öffnen nicht aus der Verankerung gerissen wurden. 😮 Wahnsinn, die Windkraft war wirklich beeindruckend! 😄
Der Name Sturmvogel ist hier wirklich Programm! Wir folgten dem Weg weiter zum Leuchtturm, der immer mal wieder zwischen den grauen Hügeln zu sehen ist…
Die Umgebung um den Diaz Point sieht leider ziemlich verlassen aus… 🤨 Wir hatten uns darauf gefreut, im Diaz Cafe etwas zu trinken und ggf. zu essen, aber alles lag einsam und verlassen dar. 😐 Auch der Campingplatz machte auf uns nicht den Eindruck, dass er noch regelmäßig genutzt wird. Schade eigentlich, um so ein schönes Fleckchen… 😕
Schon vom Land aus kann man den Felsen sehen, auf dem sich die Robben tummeln.
Die Brücke bzw. der Steg zum Diaz Cross hat etwas gelitten, wir hatten jedoch Glück, dass das Wasser nicht so hoch stand und konnten uns einen Weg über die Steine suchen. Der restliche Aufstieg geht dann problemlos. 😗
Blick vom Diaz Cross Felsen auf die Halbinsel.
Dort oben an dem Kreuz merkt man die Naturgewalten! Der Wind bläst so heftig um einen rum, dass man sich reinlegen kann, die Haare flogen mir um den Kopf, so dass ich kaum Bilder hinbekommen habe, es ist laut und man fühlt sich ganz klein. Ich fand es einfach herrlich! 🤩 Anscheinend hatten wir jedoch wirklich gutes Wetter – wie wir am nächsten Tag erfahren haben… Da war an einen Aufstieg wohl nicht zu denken. 😵
Die Bucht um den Leuchtturm herum ist ein wahres Eldorado für Seevögel. Wir beobachteten noch einige Möwen (Kelp Gull und Hartlaub’s Gull), die in dem verquirlten Wasser auf Nahrungssuche waren. Außerdem sahen wir African Black Oystercatcher, Crowend Cormorants, Cape Teals und Ruddy Turnstones. 😘
Immer wieder entdeckten wir neue Exemplare und bestimmt haben wir nicht alle aufgestöbert. Wer das Diaz Cross besucht, sollte auf alle Fälle ein wenig die Umgebung erkunden. Es ist wirklich schön!
Für Lüderitz' Verhältnisse hatten wir wohl top Wetter - der Stein bewegte sich kaum im Wind... 😄
Wir fuhren weiter Richtung Guano Bay und entdeckten Flamingos direkt am Wasser. 🙂
Obwohl ich nur ein paar Minuten außerhalb des Autos war, war ich durch die Gischt und den Wind von einem Salzfilm überzogen und meine Klamotten klebrig feucht. 😣 😉
Wir fuhren ein paar Loops an, aber aufgrund der Bodenbeschaffenheit ließen wir die letzten Loops auf dem Weg zur großen Bucht weg, da wir keinen aufgeschlitzten Reifen riskieren wollten. Was uns ärgerte, war das es neben den ausgewiesenen Wegen, viele 4x4 Spuren quer durch die Landschaft gab… Auch wenn es wie eine Mondlandschaft aussieht, sollte man Respekt vor der Natur haben, aber einige Leute scheint nur ihr eigenes Vergnügen zu interessieren… 😠
Auf dem Rückweg entdeckten wir eine kleine Sprinbockfamillie – die Ohren sind schon genauso groß wie bei Mama! 😘
Zurück an der Lagune sahen wir weitere Flamingos.
Wieder in Lüderitz wurde erstmal vollgetankt. Die gute Dame an der Zapfsäule nahm ihr Aufgabe auch sehr ernst und wir wunderten uns, wieviel Sprit mit gutem Willen, nach dem automatischen Stopp, noch in den Tank rein ging. 😄
Im Ort angekommen besorgten wir Postkarten, statteten dem Cymot Markt einen Besuch ab, zogen Geld und kauften Biltong und versorgten uns mit Getränken und haltbaren Snacks für die weitere Reise.
Gegen 17.00h kamen wir zerzaust wieder in der Alten Loge an und wurden mit großem Hallo begrüßt. Beate und Günter’s Söhne waren mit ihren Freundinnen angekommen und alle saßen gemütlich im Hof zusammen. Die vier waren von einer Kanotour vom Orange River gekommen und hatten viel zu berichten. Wir verabschiedeten uns jedoch erstmal kurz für eine erfrischende Dusche, da wir uns vorkamen, als hätten wir ebenfalls mehrere Tage kein fließendes Wasser gesehen… 😉
Zum Abendessen hatten wir uns in der Loge angemeldet, da es jedoch erst sechs war, machte Günter uns einen kleinen Snack fertig – Kartoffelsalat und Calamaris mit ordentlich Knoblauch – mmmhhh… 🙂 Dazu gab es Gin Tonic. 😛 Ein weiteres deutsches Pärchen (Alex und Daniel) waren an dem Tag angereist und wir hatten alle zusammen einen wahnsinnig interessanten, unterhaltsamen und lustigen Abend mit etlichen Gin Tonics und leckerem Weißwein… 😄 🤪
Günter übertraf sich mit seinem Rinderfilet und wir spachtelten, als wenn es kein Morgen mehr geben sollte. Als Beilage gab‘ es Salat und eine Reispfanne und Brot mit ordentlich Knoblauchdip – ein weiterer Grund, das man immer für Nachschub an Kaltgetränken sorgen musste. 😁 😗
Alex und Daniel planten ihre Hochzeit im weiteren Reiseverlauf auf Goche Ganas und wollten uns überreden, als Trauzeugen dazuzukommen… Da wir zu dem Zeitpunkt jedoch im KTP unterwegs sein sollten, kam dies dann doch nicht in Frage… 😄
Als wir gegen halb eins ins Bett gingen, erschien uns die Katamaranfahrt mit Heiko am nächsten Morgen noch sehr weit entfernt… 😉 und wir schliefen glücklich und zufrieden ein! 😄