Liebe Fomis, letzte Woche um diese Zeit saßen wir wieder im Flieger zurück ins kalte Deutschland. So lang die Vorbereitungszeit auch dauert, so riesig groß die Vorfreude auf die Reise ist, so intensiv die Zeit vor Ort erlebt wird – so schnell ist der Urlaub leider auch immer wieder vorbei… 😉
Wie wohl die meisten von euch, möchte ich deshalb einen Reisebericht verfassen. Um das Erlebte nochmal zu durchleben und auch hier im Alltag noch weiter von den Erinnerungen zu zehren... Und vielleicht hat ja der ein oder andere Interesse, uns auf dieser Reise zu begleiten bzw. Anregungen oder Infos zu erhalten. Wobei wir im letzten Jahr so viele Infos hier aus dem Forum erlesen und erhalten haben, dass dafür ein weiterer RB sicher nicht notwendig wäre… 😄
Damit ihr wisst, worauf ihr euch einlasst, hier ein Überblick unserer Stationen:
Nachdem wir (Markus & Nadja) in den letzten 3 Jahren jeweils einen gemeinsamen Urlaub in S.A. verbracht haben, hatten wir noch im November 2014 vor Ort entschieden, mal ein ganz anderes Reiseziel zu wählen, damit Afrika auch weiterhin etwas Besonderes für uns bleibt... Allerdings kam uns bereits im Dezember 2014 der Direktflug mit Air Namibia dazwischen und somit war noch vor Jahresende alles über den Haufen geworfen und der Flug gebucht. 😄 🤪 🤩
Windhoek als Start unserer Reise stand somit fest und alles andere ging dann auch recht schnell… Meine erste Namibia Erfahrung habe ich 2010 gesammelt, damals war ich im Rahmen einer Gruppenreise jedoch im Norden unterwegs. Von daher stand für unsere Planung nun der Süden (plus KTP) im Focus...
Um die Camps im KTP zu buchen, wurde am Datum der Freischaltung im Januar eine Nachtschicht eingelegt und mit etwas Glück haben wir unsere Wunschunterkünfte auch (fast) in der gewünschten Reihenfolge buchen können!
Somit war nun auch das Highlight zum Ende unserer Reise dingfest. Auf einen Rückflug mussten wir allerdings noch etliche Wochen warten, da unser Plan auf einen passenden Rückflug zu einem akzeptablen Preis nicht so wirklich aufging, wie gedacht. Letztendlich konnten wir jedoch einen ganz guten Flug über JNB ergattern. Und nebenbei geht’s somit nun im Februar noch ein Wochenende nach Wien. Versteh' einer den Buchungsdschungel... 😗
Die verbliebenen Tage konnten nun auch mit Leben gefüllt werden. Viele Ideen und Infos dafür haben wir hier aus dem Forum erhalten und auch die „Wartezeit“ wurde in den letzten 11 Monaten hier herrlich verkürzt und die Vorfreude erhöht! Herzlichen Dank dafür!!! 😘
So, auf geht’s:
16.12.2015 – endlich war der Tag gekommen - nach dem ganzen Vorweihnachtsstress, Weihnachtsfeiern, Terminen, restlichen Arbeitstagen, etc. - waren wir froh, als wir am frühen Nachmittag im Auto Richtung Frankfurt saßen. Wie schon des Öfteren in den letzten Jahren, stellten wir unser Auto bei meiner Schwester ab und fuhren aufgrund des heftigen Berufsverkehrs gemütlich mit der Bahn die letzten km zum Flughafen. Pünktlich kamen wir also im Terminal 2 an und wunderten uns, dass nur zwei Leute vor uns am Namibia Schalter standen. Wir hatten mit riesigen Warteschlange und elenden Wartezeiten gerechnet. Wahrscheinlich waren wir doch später dran als ursprünglich geplant, aber dadurch lief alles flott beim Einchecken… 😗
Die Air Namibia Mitarbeiterin versetzte uns noch ein paar Schrecksekunden, da wir bereits eingecheckt sein sollten – ach ja?! 🤨 – und außerdem verstand sie es nicht, dass wir keinen Rückflug hatten. Hatten wir – nur eben nicht mit Air Namibia… 😛
Es hat sich jedoch alles recht zügig geklärt und so ging es nach geringer Wartezeit in den Flieger. Der Flug war ruhig, der Service freundlich, die Nacht allerdings kürzer als erhofft, da ein Baby zwei Reihen hinter uns so gar nicht in den Schlaf finden wollte. 😵
Um fünf Uhr ging die Sonne auf, wir näherten uns unserem Ziel – jetzt konnte der Urlaub so richtig starten!
Teil 217. Jan. 2016
17.12.2016 – Anreise Swakopmund
Die Landung in Windhoek verlief pünktlich, noch dick eingemummelt liefen wir den Weg vom Flieger zum Flughafengebäude. Bei der Einreise gab es die üblichen Schlangen, allerdings dauerte es nicht allzu lang und als wir durch waren, lag auch schon unserer Gepäck auf dem Band.
Flugs ging es also weiter in die Eingangshalle, Richtung Geldautomat. Während ich mit zwei Kreditkarten bewaffnet gewartet habe, an die Reihe zu kommen, hielt Markus Ausschau nach unserem Transferfahrer. Für unsere spätere Reise in den KTP benötigten wir Rand und waren super happy, als der Automat am Flughafen uns nach erstem Zicken Rand statt N$ ausspuckte. 🤩
Der Fahrer war auch bald gefunden, allerdings wartete er noch auf ein italienisches Paar, welches ebenfalls mit abgeholt werden sollte. Wir verbrachten die Wartezeit draußen vorm Eingang und in der Morgensonne wurde uns bereits klar – hier ist Sommer angesagt!
Nach einiger Zeit kamen die drei ebenfalls aus dem Flughafengebäude und es ging weiter zum Parkplatz. Beim einladen des Gepäcks stellten die Italiener jedoch fest, dass sie den falschen Koffer mitgenommen hatten. Oh Gott – Horror! Was für eine Vorstellung: das Gepäck kommt an, wird aber von Mitreisenden entführt… 😈 Die Beiden mussten also nochmal zurück, aber nach einer Viertelstunde hatte sich alles geklärt und eingefunden und los ging es nach Windhoek.
Die ruhige Fahrt ging durch die ausgetrocknete Landschaft Namibias. Man sah auf den ersten Blick, dass es noch nicht wirklich geregnet hatte in dieser Saison und unserer Fahrer erzählte uns von den verhungernden Tieren im ganzen Land… 🙁
Die Wagenübernahme bei African Tracks 4x4 Car Hire verlief sehr professionell. Unser gebuchter Toyota Hilux 4x4 Doppelkabiner machte auf den ersten Blick eine klasse Eindruck auf uns! Vor allem über die Reifen waren wir sehr happy. Es war ja unserer erster Urlaub mit 4x4, aber auch als „Einsteiger“ sahen wir, dass diese nicht die schlechteste Option waren. Im Vorfeld hatte Markus um eine Kühlbox, Kompressor und zwei Transportboxen gebeten und alles war bereits im Auto verstaut und wurde gründlich von Wiebke erklärt.
Der Haupttank unseres Hilux war zudem noch mehr als zur Hälfte gefüllt und somit konnten wir uns gegen 10.00h direkt auf die Reise Richtung Swakop machen, ohne vorher groß zum Tanken durch Windhoek düsen zu müssen.
Die Entscheidung, direkt am Ankunftstag eine solche Strecke zu meistern, hatten wir bereits sehr weit im Voraus getroffen. So richtig geheuer war es uns dann doch nicht mehr, nachdem wir uns intensiver mit dem Thema beschäftigt hatten und der Urlaub immer näher kam... 😗 Kurz vorm Urlaub kam dann die Überlegung auf, die C28 Rg. Swakopmund zu nehmen (weniger Verkehr? langsamerer Verkehr?). Da wir den zusätzlichen Zeitbedarf jedoch nicht wirklich einschätzen konnten, entschieden wir uns vor Ort doch für die B2.
By the way… Im Nachhinein hat alles prima geklappt, wir haben auf der Strecke mehrmals einen Fahrerwechsel gemacht (in diesem Urlaub durfte ich für unsere Verhältnisse übrigens erstaunlich oft ans Lenkrad… 😎 ) und haben den vollen Urlaubstag am nächsten Tag in Swakopmund genossen. Trotzdem wollen wir hier solch‘ eine lange Fahrt nach dem Flug ausdrücklich nicht pauschal empfehlen!!!
Kurz hinter Windhoek gab es die erste Straßensperre. Freundliche Polizisten reichten uns Infos zum umsichtigen Fahren während der Weihnachtszeit sowie Müllbeutel für die Reise. Sehr schön! Gefällt uns… 🙂
Unseren ersten Stopp mussten wir in Okahandja machen. Die beiden Tanks wollten schließlich gefüllt werden. Da sie dort nur cash nahmen, war also wieder Geldziehen angesagt (unsere Rand hüteten wir schließlich…). Währenddessen habe ich uns im Shop nebenan Getränke und das erste Biltong der Reise gekauft.
Bei einem weiteren Fahrerwechsel genossen wir bereits die unendliche Weite des Landes sowie den blauen Himmel!
Just in dem Moment kam auch der Zug aus Rg. Swakopmund vorbei. Aufgrund der flirrenden Hitze war es jedoch gar nicht so einfach, ein vernünftiges Bild hinzubekommen…
Die Fahrt war insgesamt angenehm ruhig! Es gab nicht viel Verkehr und von daher war es ziemlich stressfrei. Vor Swakop änderte sich das Wetter jedoch und es wurde ziemlich grau in grau.
Gegen 15:00h erreichten wir unser erstes Ziel, das Namib Guesthouse, ein am Rande des Zentrums gelegenes nettes B&B und bezogen Room Nr. 4.
(Das Bett wurde von mir vor dem Bild nochmal fototauglich präpariert, da ich bei der Ankunft verpasst hatte ein Bild zu machen…)
Nach dem Auspacken, kurzer Dusche und Aktivierung des Safes ging es zu Fuß Richtung Leuchtturm und Meer.
(Dez.2010)
Das Wetter war nicht vergleichbar mit meinem ersten Besuch vor 5 Jahren und auch den Weihnachtsmarkt hatten wir dieses Mal um einige Tage verpasst – sehr schade!
Dafür hatten wir kurz darauf das Glück, Delphine und Robben vom Ufer bzw. der Mole aus zu sehen. Das war ja mal ein guter Start! So konnte es bleiben… 🙂
Auf dem Weg ins Zentrum reservierten wir im Vorbeigehen sicherheitshalber schon mal einen Tisch im Kückis. Im Superspar kauften wir ein paar Getränke - um Verpflegung brauchten wir uns in den ersten Tagen ja noch nicht zu kümmern. Da es neben dem Eingang einen ATM gab, wurden nochmals die Kreditkarten gezückt. Bei Markus‘ Karte ging jedoch nix mehr, ich bekam noch 2x2.000 N$, da ich den ATM in Okahandja ja ausgelassen hatte. Da wir befürchteten, dass man unsere Karten aufgrund von vermeintlichen Missbrauchs sperren würde, rief Markus sicherheitshalber bei unserem Kreditinstitut an. Wir hatten jedoch wohl nur unser „Tageslimit“ erreicht und hätten uns den Anruf sparen können, aber sicher ist sicher… 😕
Nach einem schnellen Abendessen im Kückis mit überbackenen Austern, Knoblauchbrot, Rumpsteak und Surf & Turf und einigen Windhoek Lagern ging es satt und müde zurück ins Guesthouse. Um 20:30h haben wir beide selig geschlafen nach diesem langen Tag… Die afrikanische Zeitumstellung hatten wir somit schon intus! 😛
Teil 321. Jan. 2016
18.12.2016 Swakopmund – Teil 1 – Eco Dune Tour
Für den heutigen Tag stand eine Living Desert Tour an, die wir über unsere Unterkunft schon von Deutschland aus reserviert hatten.
Ab 7:00h gab es Frühstück, der Wecker stand deshalb auf 6:30h – da wir am Vorabend jedoch so früh im Bett waren, war Markus bereits um 5:30h wach und es gab erstmal Kaffee am Bett, als ich die Augen aufschlug. Willkommen in Afrika – herzlichen Dank – das ging ja schnell mit der Zeitumstellung… 😮 (Pirschfahrten standen doch noch gar nicht an!)
Das Frühstück war gut mit verschiedenen Brot-, Aufschnitt-, Käsesorten, Müsli, diversen Marmeladen, Müslisorten, Fruchtsäften und Obstsalat. Am Tisch wurden wir gefragt ob wir Eier (in jeglicher Form) haben wollten.
Pünktlich um 08:00Uhr wurden wir wie vereinbart von einem Mitarbeiter von „Batis Birding Safari" abgeholt. Wie sich herausstellte war Dayne unser Guide für heute. Dayne ist der Sohn von Steve Braine (bekannter Vogelexperte in Namibia). Das „Familienunternehmen“ bietet seit einigen Jahren in Swakopmund u.a. eine Desert Tour an.
Wir hatten uns im Vorfeld bewusst für Batis und gegen die "Nr.1 vor Ort" entschieden, da wir die Tour nicht mit einer riesigen Gruppe und wohlmöglich mehreren Fahrzeugen machen wollten. Diese Entscheidung war goldrichtig...außer Dayne war nur noch ein weiterer Gast an Bord. 🙂
Zu viert konnte es also losgehen. Kurz hinter Swakopmund bogen wir auch schon links ab, in die geschützte Dünenlandschaft.
Unser erster Stopp war der Pferdefriedhof in den Dünen. Für mich als Pferdefreund ging der Tag "gut" los, als ich erfuhr, dass an dieser Stelle 1915 mehr als 2.000 Pferde und Maultiere aufgrund einer hochinfektiösen Rotz-Epidemie erschossen wurden. 😵
Der Himmel war noch wolkenverhangen und die Temperaturen recht frisch. Dayne erklärte uns die Entstehung und Ausdehnung der Wüsten entlang der Küste Namibias, anhand einer Karte und seiner "Sandskizze".
Aufgrund des diesigen Wetters wurde uns deutlich gemacht, wie Leben in dieser Wüstenlandschaft überhaupt möglich ist. Einige Dollarbüsche waren durch die Sandverwehungen stark in Bedrängnis…
Die erste „Spur“ führte uns zu dieser Sand Viper.
Dayne hatte die Hoffnung, uns bei diesem kalten Wetter Skorpione zeigen zu können und suchte die alte Eisenbahntrasse ab.
Skorpione wollte sich jedoch nicht finden lassen, dafür eine weitere Viper…
Als nächstes entdeckte er ein kleines dunkles Namaqua Chamäleon.
Die verteilten Mehlwürmer vertilgte es mit regem Appetit und wir amüsierten uns über seine lange und flinke Zunge. 😄
Der Jagdtrieb war geweckt! Aber bloß nicht den Halt verlieren… 😄
Nachdem alle Mehlwürmer vertilgt waren, machte es sich das Chamäleon wieder schön gemütlich im „sicheren“ Busch. Essen macht glücklich! Das sah‘ man ihm an der Farbe an… 🙂
Neben einem Tok Tokkie fand Dayne für uns einen Fitsimmon’s Burrowing Skink und zeigte uns zwei Namib Sand Lizards aus der Nähe.
Im Vorbei fahren war der Massenauflauf beim Sandboarding zu sehen. Erschreckend fanden wir die vielen Fahrspuren abseits der eigentlichen Pad und den Müll, den der Wind immer wieder aus der Stadt in die Wüste bläst. 😠
Vom Auto aus sahen wir ein zweites Namaqua Chameleon, welches ebenfalls eine Portion Mehlwürmer abbekommen sollte.
Eine richtige rot-gelbe Kriegsbemalung hatte er aufgelegt. Faszinierend war das Augenspiel während der Futteraufnahme zu beobachten.
Der kleine Kerl war zu drollig!
Dayne demonstrierte uns mit etwas Sprühwasser, wie schnell sich die Samen"räder" des Dollerbusches bei Feuchtigkeit zusammenziehen.
Auch die Nara Pflanzen mit ihren grünen und grauen Zweigen, Blüten und Früchten waren oft anzutreffen.
Ein kleiner Vogel erweckte mit seinem Gezwitscher unsere Aufmerksamkeit und Dayne holte lachend seine verbliebenen Mehlwürmer hervor. Der kleine Kerl war wohl des Öfteren hier anzutreffen und kannte die Prozedur des Chameleon Fütterns wohl schon und bestand auf seine Portion. 😘
Ich muss sagen, dass wir uns mit Vogelbestimmung bisher kaum beschäftigt haben – seit dem Urlaub sind wir jedoch mit einem Sasol und Newman’s bestückt – und wohl noch nicht schlauer… 😕 😗 Wir tippen mal auf einen Namibschmätzer (Danke, Guggu!), sind aber für jede Vogelbestimmung bzw. –korrektur im weiteren Reiseverlauf sehr dankbar!
Nach abgeschlossener Fütterung war er auf alle Fälle noch sehr kooperativ und zeigte sich von seinen besten Seiten…
Es gab eine Pause mit Getränken und ein paar kleinen Snacks und pünktlich zum Dünenaufstieg ließ sich auch die Sonne mal zwischen den Wolken blicken.
Das Farbspiel der Dünen aufgrund von Lichteinfall und Mineralien war traumhaft. Dayne erklärte uns die unterschiedlichen Mineralien und demonstrierte mit Hilfe eines Magneten den Quarzgehalt des Sandes.
Nach interessanten Stunden in der Namib Wüste ging es heim Richtung Swakopmund und wir wurden gegen 12:30h wieder am Guesthouse abgesetzt.
Es war ein toller Vormittag mit wüstenfreundlichem Wetter und einen super Guide! Auch wenn wir einige Wüstenbewohner leider nicht entdeckt haben, hat uns die Tour total gut gefallen, da man merkte, dass Dayne mit Enthusiasmus bei der Sache ist, jede Frage beantwortet und sich gemeinsam mit uns über jedes entdeckte Tier gefreut hat. 🙂 😄
Teil 423. Jan. 2016
18.12.2015 – Swakopmund – Teil 2
… wieder im Namib Guesthouse angekommen, gönnten wir uns erstmal ein „Kaltgetränk“ im Innenhof und wechselten Schuhe gegen Flip Flops. Mein Handy zeigte eine SMS von Dineplan an – ich hatte Wochen vorher bereits einen Tisch für 19.00h im Jetty bestellt und an die Buchung wurde nochmals erinnert. Welch‘ ein Service! 😄
Unser Weg in die Innenstadt führte erstmal wieder in Richtung Meer. Ursprünglich hatte ich ja vorgehabt, wie auch 2010, ein Bad zu nehmen, aber die Temperaturen in Swakopmund luden (uns) in diesem Dezember nicht zum Baden ein… 🤨
Zumindest die Füße erhielten eine „atlantische“ Erfrischung… 😛
In Swakopmund wollten wir uns bereits das Permit für Sossusvlei besorgen und fanden das NWR Gebäude auch auf Anhieb – allerdings trafen wir genau in der Mittagspause dort ein. Macht ja nix… Somit ging es für uns direkt ins Village Café, wo auch wir unsere Mittagspause verbringen wollten!
Das Café sieht von außen recht unscheinbar und klein aus, im Innenhof ist sind jedoch noch viele Plätze und alles ist sehr liebevoll/kurios dekoriert. Da es so gut besucht war, habe ich leider kaum Fotos gemacht. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle – allein die Speisekarte ist schon lesenswert, die Speisen waren frisch und sehr lecker und Markus‘ Bananen-Milchshake der Hammer!!! 🤩 🤪
Es gibt dort einen ausrangierten Bus, der als Sitzecke dient – allerdings war er besetzt, als wir eintrafen…
Mein Handy zeigte eine neue SMS an: „Change Confirmation-2 pax at 17:15-Middle Back“
Wie jetzt?! Ich reserviere 2 Monate im Voraus einen Tisch für 19:00 mit Blick auf’s Meer, diese Buchung wird am Morgen noch bestätigt und um halb drei gibt’s dann die Nachricht, dass wir 2 h früher in den Mittelraum verlegt werden sollten?! 😈
Was soll’s wir mussten eh‘ wieder Richtung NWR Büro, warum also nicht gleich den Weg weiter bis zum Meer nehmen und die Buchung im Jetty’s klarstellen…?!
Die Dame in NWR Büro war aus der Mittagspause zurück und wohl etwas überrascht, dass wir bei ihr ein Permit fürs Sossusvlei und nicht für ihre Region kaufen wollten. Etwas pikiert gab sie uns das Permit, welches wir selbst ausfüllen mussten. 🙄
Im Jetty’s konnten wir unsere Buchung zumindest soweit klären, dass wir unsere ursprüngliche Uhrzeit und einen Fensterplatz (allerdings im mittleren Bereich auf der anderen Seite) zurück ergattern konnten.
Das Wetter war immer noch trübe und passte in diesem Moment auch zu unserer Stimmung… 😉
Wir bummelten noch ein wenig durch den Ort, zogen mal wieder Geld und genossen die Weihnachtsstimmung… 😁
Markus kaufte sich zudem den Sasol Birds (welcher ihn im Laufe der weiteren Reise und selbst zu Hause regelmäßig zur Verzweiflung brachte…). 😕 😮
Common Waxbill
Wieder im Guesthouse angekommen gönnten wir uns einen Mittagsschlaf und später ging es – auf mittlerweile altbekanntem Weg – Richtung Meer zu Jetty’s.
Hier im Forum hatten wir von der Fischplatte gelesen und somit war die Wahl im Vorhinein klar… Dazu gab’s noch einen Caeser’s Salad und Austern und Aperol zur Vorspeise. Jummy!!! Zum Essen einen leckeren Weißwein… Das ist Urlaub! Was für ein gelungener Tag! 😄
Die „kleine“ Fischplatte reicht für 2 Personen übrigens vollkommen… auch das hatten wir im Vorfeld hier im Forum gelesen und können es nur bestätigen.
Satt und zufrieden ging es dieses Mal über die Hauptstraße sicher nach Hause… 🙂
Teil 524. Jan. 2016
19.12.2015 – Fahrt zum Desert Camp – 333km
Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir unsere Sachen soweit zusammen und machten uns vor der Abreise auf zum Fruit & Veg und anschließend zum Superspar. Da wir uns während der kommenden Tage nur zwei Mal selber verpflegen mussten, benötigten wir neben den Basics und Getränken nicht allzu viel... 😗
Die Auswahl in beiden Supermärkten war phänomenal und wir bekamen alles ohne Probleme und konnten den Einkaufszettel komplett abhaken. Unsere Kühlbox wurde das erste Mal in Betrieb genommen und beladen.
Zurück im Namib Guesthouse checkten wir aus, zahlten unsere Rechnung und auf ging es über die B2 und dann weiter über die C14 Richtung Süden.
Das Wetter war an diesem Tag wieder total diesig und ziemlich ungemütlich und machte uns den Abschied aus Swakop leicht… 😉
Kurz vor Walvis Bay gab‘ es wieder eine „Straßensperre“ und wir bekamen weiteres Infomaterial zu "sicherem Fahren während der Weihnachtszeit". Zumindest hatten wir auf unserer Fahrbahn nicht so eine lange Autoschlange, wie auf der Gegenseite… 😛
Auf der C14 änderte sich das erste Mal in diesem Urlaub der Straßenbelag…
Am Vogelfederberg legten wir einen kurzen Stopp ein und ich besuchte die Toilette – nicht wirklich empfehlenswert! 🤢 Der Himmel war mittlerweile fast wolkenlos und die Temperaturen merklich angestiegen.
Immer wieder gab es hohe Kuppen auf der Strecke, doch der Weg war ja breit genug und aufgrund der Trockenheit sah‘ man die Staubwolken entgegenkommender Fahrzeuge schon von weitem.
Die Trockenheit war erschreckend, die Weite jedoch beeindruckend. In der Ferne sahen wir Bewegungen – unsere ersten Zebras in diesem Urlaub! Leider waren sie zu weit weg, um sie bei der flirrenden Hitze wirklich erkennbar aufs Foto zu bekommen… Wie ist ein Überleben hier überhaupt möglich?! 😕
Wir machten einen Fahrerwechsel und ich durfte das Steuer übernehmen. Kurz darauf verpassten wir unseren ersten Oryx, der dekorativ unter einem Baum stand. Natürlich sollten wir noch sehr, sehr viele davon sehen – aber den ersten haben wir nun mal nicht fotografiert… 😠
Zugegebenermaßen war meine Fahrtstrecke deutlich spannender, da nach endlosem Geradeausfahren nun der Teil durch den Kuiseb Canyon anstand. Dies hatte zur Folge, dass ich freudig hoch, runter, rechts und links durch die Kurven gefahren bin. Die Landschaft war wunderschön! 🤩 🤪 😄
Mein Beifahrer konzentrierte sich jedoch immer mehr auf die Straße und ich als Fahrer auf die Ausschicht - aufgrund dessen stand kurze Zeit später wieder ein Fahrerwechsel an. 😗
Die Landschaft veränderte sich, nach dem Canyon blieb es hügeliger und man sah richtig, wie sich die Gesteinsschichten vor langer Zeit aufgeschichtet hatten.
Die Pferde, die wir am Wegesrand trafen, sahen leider sehr mitgenommen aus…
Die Landschaft war faszinierend und wunderschön und bald überquerten wir den südlichen Wendekreis.
Eine kleine Farm am Wegesrand, in farbenfroher Aufmachung und schattensuchenden Rindern.
In Solitaire legten wir einen kurzen Stopp ein. Während Markus den Wagen betankte, lief ich über das Gelände und fotografierte die Autowracks und beobachtete ein paar Erdhörnchen.
Nachdem das Grab von Moose McGregor so präsent dort zu sehen war, kamen wir natürlich auch um den obligatorischen Apfelkuchen nicht herum. 😗 Es war nicht viel los an diesem Tag und wir genossen den ruhigen Schattenplatz und beobachteten einige Vögel, die wiederum auf Kuchenkrümel spekulierten.
African red-eyed bulbul
Die angegebenen Regenmengen im Jahr 2015 betrübten uns… Sie lagen noch weit unter dem Wert von 2014 und es war fast Ende Dezember... 😮 Ich hoffe, dass die Regenfälle in den letzten Wochen mittlerweile auch diese Region erreicht haben! 😐
Von Solitaire aus, ging es weiter auf der C19, die letzten 80 km standen an…
Gegen 16:00h trafen wir am Desert Camp ein. Markus hatte bei der Buchung bereits das Zelt Nr. 201 reserviert, da es ganz am Ende liegt und wir somit nur links Nachbarn hatten – abgesehen von dem Webervogelbaum zu unsere rechten Seite… 😄
Die junge Dame an der Rezeption überreichte uns den Schlüssel und wir liehen zudem eine Kiste mit Geschirr, Besteck etc. für 300 N$ (bekommt man bei vollständiger Abgabe wieder) und bezogen unser Quartier für die nächsten 2 Nächte.
Unser „Zelt“ gefiel uns auf Anhieb ausgesprochen gut! Auf der Terrasse gibt es eine Art Reißverschlußschrank, dahinter versteckt sich eine Küchenzeile mit Kühlschrank, Wasserkocher etc. Das Schlafzimmer ist recht geräumig und sauber, durch die Netzfenster zu allen Seiten, kann man ordentlich Durchzug machen – allerdings legte sich bei uns der Wind am Abend, so dass zuerst doch recht warm war… Von der Terrasse hat man einen traumhaften Ausblick und wir fühlten uns direkt richtig wohl!
Aufgrund der vielen Webervögel aus der Nachbarschaft und der Trockenheit ringsum, übte ich mich im Vogeltränkenbau... Zuerst versuchte ich es mit der „natürlichen“ Variante und habe etwas Wasser in eine Baummulde gekippt. Gefreut hat sich hier wohl nur der Baum – meine Tränke wurde nicht eines Blickes gewürdigt. 🤨 Also habe ich es dann doch mit der künstlichen Vogeltränke versucht. Was soll ich sagen?! Dieses Bild entstand genau im richtigen Augenblick, da sich ansonsten kein einziger Webervogel dafür interessierte… 😐 Dabei hüpften sie vorher in Scharen vor unserer Terasse rum! Na, wer nicht will… 😕
Da sich die Vögelchen nicht für’s Wasser interessierten, machten wir uns auf den Weg zum Pool. Dieser war zwar recht warm, aber trotzdem war es angenehm, bei dieser Hitze mal mit dem Kopf unter Wasser zu kommen. 😎 Am Pool gibt’s eine kleine Bar und zudem W-Lan, nicht sehr schnell, aber um ein paar Lebenszeichen nach Hause zu senden reichte es allemal.
Blick von der Terrasse:
Am frühen Abend machten wir unser erstes Braai, mit Beef und Boerewors, in diesem Urlaub. Danach genossen wir den Abend und die Ruhe. Ein Springbock zog vor unserer Terrasse vorbei (ich hoffe, ihr entdeckt ihn auch). 😛
Ein weiterer Tag ging zu Ende und wir gingen glücklich und mal wieder zeitig ins Bett… 😘
Gute Nacht, Nadja
Teil 624. Jan. 2016
20.01.2016 – ein heißer Tag im Sossusvlei/Sesriem Canyon
Unser erste Nacht im Desert Camp war sehr, sehr warm (dies sollte nicht die einzige in diesem Urlaub bleiben - aber das war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht so bewusst…)! Der Wind hatte sich abends gelegt und es ging kein Lüftchen mehr durchs Zelt, dafür waren die Betten noch schön aufgeheizt und wir fühlten uns wie auf einem heißen Stein. 😮
Trotz allem schliefen wir gut und am nächsten Morgen war es sogar geradezu frisch! (diesen "erfrischenden" Zustand hatten wir im weiteren Urlaubsverlauf nicht mehr so häufig… 😄 )
Bereits beim Einchecken hatten wir den Breakfast Basket bestellt und uns für das Abendessen in der Sossusvlei Lodge für den heutigen Tag angemeldet. Um fünf wollte die Mitarbeiterin ihren Dienst anfangen und den Korb zur Desert Camp Rezeption mitbringen. Sehr nett von ihr!
Am Abend hatten wir noch hin und her überlegt, ob wir wie geplant morgens zur Elim Düne und zum Canyon fahren und erst gegen Nachmittag ins Vlei, damit wir die oft beschriebene „Rush Hour“ auf der Strecke meiden. Die Temperaturen am ersten Tag haben uns jedoch zu einem anderen Entschluss kommen lassen, da es selbst gegen halb sechs abends kaum abkühlte… 🙄
Da wir keine Lust auf langes Anstehen vorm Tor und Autorennen zum 4x4 Parkplatz hatten, wollten wir erst etwas später starten. Also ließen wir es langsam angehen, standen erst gegen halb sechs auf, um um kurz vor sechs an der Rezeption unseren Korb abzuholen...
Dort war leider nix und niemand, weder unser Korb, noch irgendjemand, den wir hätten fragen können, ob er denn wohl unterwegs sei oder überhaupt bestellt wurde?! 😵 Also fuhren wir weiter zur Sossusvlei Lodge, um dort unser Glück zu probieren. Und siehe da, es gab nicht nur ein Pfefferkuchenhaus und Weihnachtsgebäck an der Rezeption, nein, der freundliche Herr wusste auch direkt Bescheid und der Korb für Zelt 201 stand schon bereit… 🤩 Wir bekamen noch eine Thermoskanne mit heißem Wasser und konnten starten. Wo der Fehler lag, können wir nicht sagen und da man ohnehin an der Lodge vorbeifährt, ist es kein Akt, den Korb dort abzuholen… vielleicht hatten wir einfach etwas falsch verstanden?! 😉
Am Tor angekommen, war kein Auto vor uns. Das Permit hatten wir ja bereits in Swakopmund gekauft und von daher ging alles zügig. Die Dame hatte sich zur Feier des (Sonn-)Tages sehr schick gemacht und wir konnten bald passieren… 🙂
Die Strecke war recht leer, anscheinend hatten wir den "Hauptverkehr" gut abgepasst. Lediglich 2-3 Autos überholten uns noch… 😗 Die Dünen lagen in leichtem Dunst und ein Oryx sprang über die Straße.
Ein Ballon flog dekorativ über die Dünen…
Wir fuhren gemütlich und genossen die Landschaft. Vereinzelt sahen wir Strauße und Springböcke. Durch den Lichteinfall wirkte die Dünenlandschaft immer wieder anders und unglaublich schön!
An der Düne 45 war schon ordentlich was los, doch wir fuhren einfach weiter…
Angekommen am 4x4 Parkplatz ließ Markus Luft ab und ich besuchte die (mittlerweile sehr modernen) Sanitäranlagen… Leider ohne Kamera, denn ein paar Krähen saßen äußert dekorativ in den trockenen Bäumen, als ich jedoch „bewaffnet“ zurückkam, waren sie alle weg... 😣
Mit gesenktem Reifendruck ging es für uns das 1. Mal per 4x4 weiter. Respekt hatten wir schon und kamen auch bald an einem feststeckenden Auto vorbei.
Die Taktik, ungefähr der Spur des Shuttlefahrzeuges zu folgen, ging jedoch auf und wir kamen ohne Probleme am Deadvlei Parkplatz an…
Sorry, ein paar Baum- und Dünenbilder müssen an dieser Stelle einfach sein: 😄
Es war bereits kurz nach acht, als wir das Dead Vlei erreichten und die meisten Besucher kamen uns bereits am Parkplatz entgegen. Uns war es ganz recht, somit war es nicht sehr voll im Vlei und wir konnten etliche Bilder machen, ohne dass wir zu viele Leute ins „Visier“ nehmen zu mussten. 😛
Bis zum Sossusvlei Parkplatz durfte ich dann ans Steuer, dass machte schon Spaß… 🤪
Obwohl es noch vor zehn Uhr war, hatten sich die Oryxe in den Schatten der Bäume rechts und links zurück gezogen, da die Sonne bereits ordentlich Kraft hatte.
Hinter jedem Busch musst man mit einem Oryx rechnen! Da uns die Lage nicht ganz geheuer war und wir sie natürlich auch nicht unnötig aufschrecken wollten, spazierten wir respektvoll mitten durch das Vlei, um zu beiden Seiten genügend Abstand zu halten. Sie waren aber wohl einfach froh, bei den Temperaturen ihre Ruhe zu haben und bewegten sich keinen Millimeter.
Huch, wer hat sich denn da versteckt?!
Auf der gegenüber liegenden Seite stiegen wir die Dünen hoch und ein Lizard kreuzte unseren Weg.
Markus lief vor und hatte sogar das Glück, eine Zwergpuffotter zu entdecken. Bis ich an Ort und Stelle war, hatte sie sich jedoch im Gras verkrochen… 😉
Hungrig kamen wir eine Stunde später wieder am Auto an und es gab ein längst überfälliges Frühstück. Meine Güte, was hatten die alles in den Korb gepackt, wir waren doch nur zu zweit?! 😛
Der Rückweg war schon etwas anspruchsvoller, da der Sand mittlerweile durch die Hitze „weicher“ war, als am Morgen. 😕
Zur Abwechslung gab’s auch mal ein paar Springböcke unter’m Baum.
Zurück am 4x4 Parkplatz erhöhten wir unseren Reifendruck wieder. Ich hatte gehofft, dass sich die Krähen nochmal in den Bäumen niedergelassen hätten, aber sie hüpften nun auf dem Parkplatz hin und her. Nun gut… hier also eine Pied Crow am Boden. 😣
Zurück ging es zu Dune 45. Mittlerweile war niemand mehr hier und die Düne sah‘ fast unberührt aus. Der Wind hatte die Spuren nahezu alle wieder verwischt… 🙂
Es war mittlerweile halb eins, Mittagshitze, wir hatten aber auch kein Lust, später nochmal los zu fahren, da wir wußten, dass es sich nicht wirklich abkühlen würde… also entschieden wir uns, direkt zur Elim Düne zu fahren und den Nachmittag lieber am Pool zu verbringen. Doch wo war sie?! Wir entdeckten ein paar Feenkreise. Oryxe lagen auch hier unterm Baum und in der Ferne war schon das Camp zu erkennen. Hatten wir den Abzweig verpasst?! 😮
Ah, nein, die Beschilderung war nur recht schlicht… 🤨 Von der anderen Seite kommend war nix von „Elim“ zu sehen! Schon von Weitem sahen wir jedoch, dass der Parkplatz zur Mittags-Ruhezone auserkoren worden war. Von daher näherten wir uns nur ganz langsam und hielten in einiger Entfernung, um die Oryxfamilie nicht aus dem Schatten zu vertreiben.
Kindergarten-Kinder gab es auch… so süß!!! 😘
Wir beschlossen, nicht auszusteigen und drehten vorsichtig um den Rückweg anzutreten. Die Elim Düne musste ohne uns auskommen oder besser gesagt, wir ohne sie… 😄
Weiter ging es also zum Sesriem Canyon. Mittlerweile war es so heiß, dass selbst der kurze Weg vom Auto bis zum Abstieg eine Qual war. 😣
Im Canoyn war es noch heißer, dementsprechend wenig Leute waren vor Ort und es war kein Mucks zu hören. Trotzdem war es faszinierend zu sehen, wie sich mal gewaltige Wassermassen durch die Gesteinsschichten gefressen haben mussten.
Wasser haben wir übrigens nicht gefunden. Dafür boten wir unser Wasser zwei südafrikanischen Jungs an, die ohne Flaschen dort unten unterwegs waren. 😛
Fix und fertig von der Hitze machten wir uns auf den Rückweg zum Desert Camp.
Dort wartete eine Überraschung auf uns, denn ich hatte am Vortag Savannah und Tonic Dosen ins offene Gefrierfach gelegt und tatsächlich (!) war es kalt genug gewesen, diese fast zum Platzen zu bringen… 🤨 😄 „Zwangsweise“ gab es also erstmal ein Kaltgetränk! Außerdem hatten wir noch Joghurt vom Frühstück und so gab es auch noch einen verspäteten Mittagssnack. Da der Korb jedoch viel zu umfangreich für 2 Personen war, beschlossen wir, am nächsten Morgen das Frühstück in der Lodge einzunehmen.
Für 1-2 Stunden ging es an den Pool, wo wir eine sehr nette deutsche Dame trafen, die mit einer Reisegruppe unterwegs war. Wir tauschten uns etwas über unsere Routen aus – allzu viel konnten wir zu dem Zeitpunkt ja noch nicht berichten und nach zwei Bier verabschiedeten wir uns, um ein Mittagsschläfchen zu halten. 😗
Erholt und frisch geduscht pirschte Markus noch ein wenig in der Nachbarschaft bei den Webers… (Sociable Weaver)
Anschließend ging es in die Sossusvlei Lodge zum Abendessen. Das Buffet war wirklich gut! Die Auswahl an Vorspeisen und Salaten sowie frisch gegrilltem Fleisch und Fisch war top.
Zurück am Zelt gab es zum Tagesabschluss noch Gin Tonic (die verbeulten Dosen mussten schließlich entsorgt werden) 😄 und wir beobachteten einen Cape Fox, der großräumig das Nachbarzelt umrundete. Leider war es bereits zu dunkel, um ihn aufs Bild zu bannen.
Egal, der "heiße Stein" rief schließlich schon wieder und wir schliefen auch zügig ein... 🙂
Teil 729. Jan. 2016
21.12.2015 – Vom Desert Camp nach Gunsbewys
Da wir „nur“ einen Reisetag vor uns und auch keinen Breakfast Basket sondern stattdessen das Frühstück in der Sossusvlei gebucht hatten, ließen wir den Tag ruhig angehen und standen erst um kurz vor sechs auf. 😛
An den beiden letzten Nachmittagen hatten wir sie uns, aufgrund der Hitze erspart, doch zum Abschluss wollten wir vor dem Frühstück noch die ausgewiesene „Hausrunde“ laufen. Die Sonne war bereits aufgegangen und der Tag warf seine Schatten voraus…
Aus unerfindlichen Gründen war der Walking Trail an diesem Morgen jedoch gesperrt und wir fragten einen netten Mitarbeiter an der Rezeption gegenüber, der uns das „go“ gab. 😐
Unsere direkten Nachbarn waren bereits alle unterwegs und somit stand nur unser Auto einsam und verlassen vor dem Zelt 201. 😗
Außer uns, hatte sich auch ein Oryx Bulle auf den Weg gemacht und verließ diesen auch nicht mehr… 😮
Entspannt graste er am Wegesrand und ließ uns recht nah rankommen.
Da er jedoch keine Anstalten machte, den Weg zu räumen, entschlossen wir uns schließlich, einen kleinen Umweg zu nehmen und ihn quasi weitläufig zu überholen – man weiß ja schließlich nie, wie Oryx Bullen so früh am Morgen drauf sind… 🤨 😗
Der Weg war nicht wirklich spannend, sondern führte mal mehr, mal weniger erkennbar, einmal um den Hausberg rum, so dass wir schließlich am relativ neu eröffneten Desert Quiver Camp auskamen. Dort schlugen wir den Trampelpfad Richtung Desert Camp ein, wo wir nach einer guten Stunde die Rezeption wieder erreichten.
Auch hier hatte man übrigens bereits für etwas Weihnachtsstimmung gesorgt.
Wir packten unsere Sachen zusammen, gaben die geliehene Box mit Geschirr etc. wieder an der Rezeption ab (und erhielten anstandslos unsere 300 N$ zurück), checkten aus und auf ging es zum Frühstück in die Sossusvlei Lodge.
Das Frühstück war ordentlich, unserer Meinung jedoch nicht vergleichbar mit der Auswahl beim Abendessen.
Gestärkt bestiegen wir noch den Aussichtsturm der Lodge, um den Ausblick auf das Wasserloch und die Landschaft zu genießen.
Von dort oben gab es auch die erste „Katzensichtung“ des Urlaubs… 😛
Über die C27 ging es Richtung Süden und ich durfte für den ersten Teil der Tagesstrecke das Steuer übernehmen. 😄 Die Straßenschilder halten ja im allgemeinen nicht immer, was sie versprechen… 😗
… aber manchmal halten sich die Tiere auch daran und so hatten wir Glück und sahen ein paar Kilometer nach dem Zebra Schild tatsächlich eine größere Gruppe Zebras (die freundlicherweise auch nicht so weit entfernt waren, wie ihre Kollegen zwei Tage zuvor…). 🙂
In Betta machten wir eine kleine Pause und wollten uns bei der Hitze im Schatten der Bäume ein kühles Getränk aus unserer Kühlbox gönnen. Markus hatte es an diesem Morgen jedoch besonders gut gemeint und den Reißverschluss der „Schutzhülle“ unserer Kühlbox komplett zugezogen. Allerdings war bereits zu Reiseantritt ein Schiebergriff abgebrochen, so dass man ihn nur sehr schwer zu und in dem Moment gar nicht wieder aufziehen konnte, da die Spannung zu groß war… 😠 Toll! Die Stimmung kippte leicht und auch meine glorreiche Idee, an der Tankstelle nach Hilfe zu fragen, brachte nix. 😣 Also ging es ohne gekühlte Getränke weiter...
Den Abzweig auf die D707 kann man quasi nicht verfehlen – ein wahrer Schilderwald steht dort an der Kreuzung! 😄
Immer wieder waren Köcherbäume auf den Hügeln rechts und links zu sehen.
Vorbei ging es an teils riesigen Rinderherden.
Die D707 gefiel uns ausgesprochen gut, der Wechsel der Farben ist gigantisch und die roten Dünen im Westen bilden einen tollen Kontrast zu den Tirasbergen im Osten. 😁 🤪
Auch eine kleine Oryxfamilie entdeckten wir am Wegesrand.
Nach 265 km erreichten wir unser heutiges Tagesziel: die Farm Gunsbewys! Die Farm liegt liegt in etwa auf halber Strecke zwischen Sossusvlei und Lüderitz und ist eingebettet in der Ebene zwischen den Tirasbergen im Norden und den roten Dünen im Süden.
Nach der Toreinfahrt sahen wir bereits einige Strauße auf dem Gelände und an der Farm angekommen, begrüßten uns Pferde an der hausnahen Tränke.
Sehr hatten wir uns auf die Besitzerin der Farm, Frau Gräbner, gefreut. Leider war sie jedoch über Weihnachten für mehrere Monate in Deutschland und somit begrüßte uns Naomi. Sie wohnt und arbeitet seit einigen Jahren, mit ihrem Mann Sydney, auf der Farm und die Gästebetreuung liegt mittlerweile ganz in den Händen des Paares. Da wir an diesem Tag die einzigen Gäste waren, zeigte sie uns beide Zimmer, die im Gebäude des (sehr liebevoll eingerichteten) Informationszentrums untergebracht sind und wir durften uns eins aussuchen. 🙂
Neben diesen beiden Zimmern, jeweils mit eigenem Bad, gibt es ein freistehendes Gästehaus sowie 2-3 Campsites. Eine voll ausgestattete Gemeinschaftsküche, mit anschließender Terasse, steht den Campern und Bewohnern des „Infocenters“ zur Verfügung.
Es war sehr idyllisch. Und wir sahen sogar 🙂 das kleine Fohlen, welches genau einen Monat zuvor geboren wurde.
Leider machte die alte Mutterstute jedoch aufgrund der anhaltenden Trockenheit und dadurch sehr angespannten Futterlage, einen äußerst abgemagerten Eindruck auf uns. 😕
Ein besonderes Highlight der Farm ist jedoch die kleine Hündin „Slowly“, die die heißen Nachmittagsstunden im Gemüsebeet verbrachte und ihrem Namen bei der Hitze alle Ehre machte… 😘
Wir widmeten uns zuerst einmal unserem Gepäck und der Rettung unserer Vorräte aus der Kühlbox! Meine Idee, den Schraubenzieher als „Verlängerung“ zum Öffnen des Reißverschluß zu nutzen, hatte direkten Erfolg und somit sorgte „frau" in diesem Fall für kühle Getränke und einen entspannten Nachmittag auf der Terrasse. 😄 😛
Während ich mich der Beobachtung der „Großtiere“ hingab, machte Markus sich auf einen Rundgang über die Farm und lichtete einige (für uns zum Teil unbestimmbare) Vögel ab.
Scaly-feathered Weaver
Wer kann uns hier weiterhelfen? (Burchell’s Courser?) 😕
Am späten Nachmittag ging es für uns auf Erkundungsfahrt über das Farmgelände und in Richtung der roten Dünen.
Im Hintergrund ist die Farm zu erkennen…
Wir fuhren einige Kilometer weiter und genossen das Farbspiel und einen vorgezogenen Sundowner in herrlicher Ruhe und traumhafter Kulisse. 🙂
Obwohl die Sonne noch längst nicht untergegangen war, konnte man den Mond schon deutlich sehen…
Auf dem Rückweg zur Farm sahen wir unseren ersten Secretary Bird in diesem Urlaub, bevor wir uns ein schnelles Abendessen, in Form von Pasta und Obstsalat zum Nachtisch, kochten. Lilliput lässt grüßen… 😄
Da wir uns mit Sydney am nächsten Morgen für 05:30h zum Dünenwalk verabredet hatten, ging es an diesem Tag mal wieder früh ins Bett: Gute Nacht Gunsbewys! 😘
Teil 831. Jan. 2016
22.12.2015 - Teil 1 – Dunewalk @ Gunsbewys
Nach einer geruhsamen Nacht, trafen wir uns um 05:30h mit Sydney. Einen Kaffee hatten wir morgens nicht gekocht und so musste ein Glas Saft nach dem Aufstehen erstmal reichen. Es war noch recht frisch und so trugen wir Sweatshirts bzw. Jacken und lange Hosen. 🤨
Anders als erwartet, ging es nicht zu Fuss, sondern erstmal mit dem Sidney's 4x4 los. Slowly war im Vergleich zum Vortag nicht wiederzuerkennen und gaaanz aufgeregt! 🤩 Riesig groß war ihre Freude, als sie zu uns auf die Ladefläche springen durfte und so ging es los, einmal übers Farmgelände… 😄
Ganz geheuer war uns die Fahrt nicht, da es ganz schön rumpelte und sie sich teilweise mit den Hinterbeinen auf die Rucksäcke stellte und das Ganze ziemlich wackelig aussah. Aber geübt ist geübt… sie war in ihrem Element, nicht zu bremsen und hielt die Nase mal rechts, mal links in den Wind… 😘
Wir fuhren ein paar Kilometer Richtung Süden, bevor der Wagen abgestellt wurde und es zu Fuss in die roten Dünen ging. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und tauchte die Landschaft in ein zauberhaftes Licht. 🙂
Wir marschierten durch die Dünenlandschaft und genossen die Ruhe und Schönheit der Natur – jeder auf seine Weise – Slowly mit der Nase am Boden und in deutlich höherem Tempo als wir… 😗
Sydney war zu Beginn etwas wortkarg, taute aber mehr und mehr auf und erzählte uns einiges über Flora und Fauna und die Umgebung. Sobald die Sonne aufgegangen war, begannen die Dünen zu leuchten und die Farben waren unglaublich! 🙂
Lizzardspur
Auf einer hohen Düne gab es eine Kaffepause. Sydney hatte alles mitgeschleppt, nur die Becher hatte er leider auf der Farm vergessen. 😮 Ihm war es mehr als unangenehm, aber wir fanden es irgendwie sympathisch und nahmen gerne den Zuckerbehälter als Becherersatz und wechselten uns mit dem Kaffetrinken halt einfach ab… 😄 so genossen wir die Aussicht in Richtung Tirasberge auf der einen und Richtung Dikwillem auf der anderen Seite.
Man konnte weit entfernt sogar eine Salzpfanne erkennen.
Es war unglaublich schön, so friedlich und ruhig… durch die Sonne wurde es jedoch auch direkt wieder warm, und die Jacken und Sweaties wanderten in den Rucksack.
Die alten Zäune sind mittlerweile zum größten Teil von der Natur zurückerobert und durch Dünensand ganz oder teilweise verdeckt.
Slowly nutzte mittlerweile jeden Stopp für eine kurze Verschnaufpause im Schatten. 😉 Es war trotzdem nicht so einfach, sie zu fotographieren, denn sobald man in die Hocke ging, schoß sie im nächsten Moment für eine Streicheleinheit auf einen zu. 😛
Auf dem Rückweg sahen wir in der Ferne einen (sehr scheuen) Oryx, der in den Dünen graste. Leider verschwand er, sobald wir uns näherten…
Sein scheues Verhalten war vielleicht gar nicht so unberechtigt… 😕 Wenig später entdeckten wir das Skelett eines seiner Verwandten. Ob dieses Oryx eines natürlichen Todes gestorben war, konnten wir nicht erkennen, die Knochen lagen über den Hügel verteilt…
Mein Verhalten ließ auch zu wünschen übrig, da ich plötzlich panisch rumsprang… 😵 😮 Trotz meiner Stiefel und der langen Hose, „krabbelte“ etwas unterhalb meines Knies am Bein entlang und verschwand auch nicht, als ich die das Hosenbein ausschüttelte. Zum Glück hatte ich eine Zip-Hose an und zog voller Angst den Reißverschluss auf – ich rechnete fest damit, dass ein Skorpion oder irgendetwas ähnliche schlimmes in meine Hose gekrabbelt war und mir schossen tausend Gedanken durch den Kopf. 🙄 Umso größer war die Erleichterung, dass es nur etwas vertrocknetes Gestrüpp war, welches durch die Laufbewegung immer weiter hoch „gewandert“ ist, durch das Schütteln jedoch nicht wieder unten rauskam… 😄 😗 Aaaahhh…
Seothyra Bau – leider ließ sich die Spinne nicht blicken
Deutlich leichter und schneller als auf dem Hinweg, ging es die Dünen wieder hinunter zum Auto.
Mit einem Satz war Slowly wieder bei uns auf der Ladefläche und knapp drei Stunden nach unserem Aufbruch, waren wir wieder auf Gunsbewys. Still und heimlich beneidete ich die Bewohner der Farm – nun kann ich nachvollziehen, dass Frau Gräbner es sich normalerweise nicht nehmen lässt, den Dünenwalk selber durchzuführen. Es ist einfach traumhaft, morgens in dieser Landschaft unterwegs zu sein… 🙂
Wir frühstückten gemütlich und bepackten unser Auto. Da es für uns weiter nach Lüderitz ging und wir uns in den kommenden drei Tagen nicht selber verpflegen mussten/konnten, ließen wir diverses Obst und Lebensmittel bei Naomi und Sydney, bezahlten unsere Rechnung und füllten die Tipboxen. Da ihre Kinder und auch ein paar Neffen in den Weihnachtsferien zu Besuch vor Ort waren, überließen wir ihnen zudem unsere Chipsvorräte, die wir seit Swakopmund mit uns rumfuhren, jedoch bisher nicht benötigt hatten... Er freute sich sehr darüber und erklärte uns die Chips bis Weihnachten für die Kinder zu verwahren – das war so rührend und wir waren ganz ergriffen, da all‘ diese Sachen für uns im Alltag so normal sind. 😊
Blick auf das Informationscenter incl. Gästezimmer.
Zum Abschied sahen wir, wie am Vortag, wieder Strauße - die Pferde ließen sich jedoch an diesem Tag nicht nochmal blicken.... 😗
Tschüss Gunsbewys – es war sehr schön und entspannend hier! 🙂 Wer Ruhe und die Natur ohne viel Schnickschnack liebt, ist hier genau richtig aufgehoben… (witzigerweise trafen wir drei Abende später ein holländisches Pärchen in unser nächsten Unterkunft, die ebenfalls alleine auf Gunsbewys (im Dachzelt) genächtigt hatten und ebenso begeistert waren – wie klein die Welt doch manchmal ist…) 😄 🤪
Teil 901. Feb. 2016
22.12.2015 – 2. Teil – weiter geht’s nach Lüderitz… (210 km)
Um Punkt 10.00h waren wir auf der Pad – also wieder auf der D707… Wir hatten am Vortag bei unserer Fahrt über das Farmgelände Luft aus den Reifen gelassen, behielten den Druck jedoch so bei, da der Bereich der D707 ebenfalls ziemlich sandig war.
Karoo Korhaan
An der Kreuzung C13/D707 machten wir einen Fahrerwechsel - von Süden kommend, ist die Beschilderung übrigens etwas dezenter… 😗
So richtig komfortabel sah das Nest (noch) nicht aus! 😕
Nach etlichen Tagen auf reinen Schotter- und Sandpisten erreichten wir die B4 und es ging wieder flotter voran. In Aus gab es einen kurzen Stopp auf dem Parkplatz vorm Ortseingang, um die Reifen wieder aufzufüllen. Mittlerweile lief das schon wie am Schnürchen… 😎
Ab Aus fuhr Markus weiter und nach ein paar Kilometern entdeckten wir die ersten „Wildpferde-Warnschilder“ … Hinter Aus sahen wir bereits einige Pferde, es handelte sich dabei jedoch um Pferde der umliegenden Farmen.
Angekommen am Abzweig zum Viewpoint stieg die Spannung - wir sahen bereits vereinzelte Springböcke und Oryxe, als wir über die Schotterpiste fuhren… 🙂
Von den Wildpferden Garub’s war weit und breit hingegen nix zu sehen. 🤨
Aber zumindest Oryxe waren vertreten und eine Gruppe Strauße kam auch ans Wasser.
Wir waren der festen Überzeugung, dass die frechen Oryxe die Strauße verjagen würden… 😗
Aber nein, im Gegenteil, einer positionierte sich noch äußerst dekorativ im Vordergrund. Leider war es unmöglich, ein Bild hinzubekommen, bei dem alle die Köpfe oben hatten… 😄
Irgendwann wurde das Wasserloch jedoch zurückerobert und die Oryx-Herrschaft war wieder hergestellt.
Na, wer hat die längste Zunge?! 😛
Weit entfernt entdeckten wir dann doch noch ein Wildpferd, aber es machte jedoch keine Anstalten, sich weiter in unsere Richtung zu bewegen. Dafür drohte „Gefahr“ von hinten… 🙄 Ein Reisebus mit deutschen Touris fuhr bis kurz vor den Hide. Oh Gott! Wir grüßten noch freundlich und machten uns schnell von dannen… 😵 Immerhin 20 Minuten durften wir das Geschehen am Wasserloch alleine und in Ruhe beobachten – Glück gehabt! 🙂
Weiter ging es, vorbei an leerstehenden Häuschen entlang der Bahnschienen.
Durch die Sandverwehungen entstand ein difuses Licht.
Teile der Bahnstrecke waren bereits komplett versandet.
Die Strecke zog sich und es wurde immer karger und grauer – und häßlicher… War es wirlich so eine gute Idee gewesen drei Nächte in Lüderitz einzuplanen?! 🙁
Irgendwann sahen wir von Weitem rechts und links der Straße Autos und mehrere Menschen stehen. Die Warnblinkanlagen waren teilweise angeschaltet und die Menschen winkten, wir sollen anhalten. 😕 Wir drosselten die Geschwindigkeit und Markus verriegelte zur Sicherheit die Türen manuell. Bis heute können wir die Situation nicht einschätzen und deuten, es wurde kein Reifen gewechselt und es war nix von einem Unfall zu sehen. 😐 Einer trat ans Auto und fragte mich: „how are you?“, zwei bis drei andere schauten bereits in unsere Kabine. Instinktiv tat Markus das wahrscheinlich einzig Richtige und fuhr einfach langsam weiter… 😗 Wie geschrieben, wir wissen bis heute nicht, was das für eine Aktion sein sollte – aber unheimlich war es im Nachhinein schon irgendwie. Unser schlechtes Gewissen, einfach Fersengeld gegeben zu haben, hielt sich in Grenzen, da die Wahrscheinlichkeit, dass drei Fahrzeuge auf einmal liegen bleiben nun wirklich nicht besonders hoch ist… 😉
Wir waren froh, dass nach der eintönigen Strecke schließlich die Felsenkirche zu sehen war und wir unser Ziel fast erreicht hatten.
Ohne Probleme fanden wir die Mabel Street und unser Guesthouse, wo wir von der Besitzerin Beate, herzlich empfangen wurden. 😁 Wir bezogen unser Zimmer im Haupthaus und packten erstmal aus. Beate erklärte uns anhand eines Stadtplans den Ort und beantwortete alle Fragen. Kolmanskop stand für den nächsten Morgen auf dem Programm und die Fahrt nach Halifax hatten wir sicherheitshalber für den 24.12. schon vorab gebucht. 😎
Danach genehmigten wir uns (typisch deutsch) ein Bier und genossen die Aussicht vom Balkon. Das Wetter war traumhaft – Sonnenschein, nicht zu heiß… Perfekt! 😄
Nach kurzer Dusche machten wir uns auf den Weg in die „City“, um eine Kleinigkeit zu essen und uns einen Überblick zu verschaffen.
Mabel Street
Das Diaz Café wurde vor kurzem erst wieder eröffnet und liegt etwas versteckt im Hinterhof neben Krabbenhöft & Lampe. Wir hatten bereits im Vorfeld im Internet von der Neueröffnung gelesen und Beate erzählte uns, dass sie seit Neustem auch Austern etc. anbieten – allerdings hatte sie noch kein Feedback von Gästen erhalten. Die Einrichtung ist zugegebenermaßen etwas spartanisch, später kam der Chef vorbei und es wurde gewerkelt. Alles war etwas improvisiert, aber sehr trotzdem sehr nett und bemüht… 🙂
Wir fragten nach Austern und bestellten je sechs Austern mit Chips – zugegebener Maßen eine etwas eigentümliche Kombi, aber allein von Austern wird man schließlich nicht satt… 😗 Was soll ich sagen, es waren die größten Austern, die wir im ganzen Urlaub bekommen haben. Und lecker waren die... Yummi!!! 🤩
Gestärkt machten wir einen Rundgang durch Lüderitz, zogen mal wieder cash am Automaten und liefen bis zur Lüderitz Waterfront (schließlich musste die Wassertemperatur auch hier getestet werden-gefühlt noch kälter als in Swakop! 😣 ).
Am späten Nachmittag ging es zurück zur Alten Loge und wir verabschiedeten uns für ein kurzes Schläfchen.
Wir besprachen die „Versorgungslage“ für die kommenden Tage mit Beate und da sich ab dem nächsten Tag die Söhne incl. Freundinnen zum Weihnachtsbesuch angemeldet hatten, sollte auch groß gekocht werden. Also meldeten auch wir uns für die beiden folgenden Abende zum Essen an und beschlossen, unseren ersten Abend im Barrels zu verbringen. Beate versuchte, auf unsere Bitte, einen Platz für uns zu reservieren, aber das ging leider nicht. 😕
Also machten wir uns gegen halb acht auf den Weg und versuchten unser Glück… Alle Tische waren belegt und der Laden rappelvoll. Wir bekamen noch die beiden letzten Stehplätze am Ende der Theke und überbrückten die Zeit erstmal mit einem großen Bier. 😉 Der Laden ist wirklich urig und wir amüsierten uns über den Jägermeister- und Kümmerling-Konsum vor Ort. 🙄
Etliche Menschen warteten auf einen freiwerdenden Tisch und so verging die Zeit und wir waren bereits beim 2. großen Bier, als uns ein älterer Südafrikaner fragte, ob wir zu ihnen an den Tisch kommen wollten. Aufgrund der vielen „Mitwartenden“ lehnten wir höflich ab. 😗 Das war ein grober Fehler wie wir kurz drauf feststellten! 😠 „Neue“ Gäste erhielten auf einmal einen frei gewordenen Tisch… 😈 Zudem hatte der Lokalbesitzer seine Vorliebe für deutsche Musik auf der Jukebox entdeckt! 😏 😵 Nix gegen deutsche Musik – aber fern ab der Heimat war uns bestimmt nicht nach Helene Fischer und Andrea Berg in Dauerschleife… 🤢
Markus‘ Beschwerde führte dazu, dass man uns nach insgesamt 1,5h Wartezeit anbot, im Frühstücksraum zu essen – wo immer der auch sein sollte – diese Möglichkeit hätte doch wahrscheinlich auch viel früher schon bestanden?! 😠 Wir ließen uns die Karte geben und ergatterten kurz drauf dann doch noch einen Tisch im Vorderraum. Unsere Idee, Pizza zu bestellen und nicht das angebotene Menü zu nehmen, führte natürlich dazu, dass wir nochmals warten mussten… 😉 Aber egal, nun saßen wir ja und letztendlich hat sich das Warten gelohnt, denn die Pizza war wirklich gut! 🙂 Mit einem weiteren (kleinen) Bier spülten wir unseren Ärger hinunter und machten uns gegen halb elf auf den Heimweg. 🙄 🤪 😗
Teil 1016. Feb. 2016
... und weiter geht's nach kurzer "Verschnaufpause"... 😵 😛
23.12.2015 – Lüderitz – Teil 1 - Kolmanskuppe
Nach einer erholsamen Nacht ging es für uns gegen halb acht zum Frühstück. Es gab frisch gebackenes Brot und herzhafte Muffins, dazu Aufschnitt und Eiersalat. Gut gestärkt ging es wenig später los nach Kolmanskuppe.
Warnschilder stehen überall entlang der B4 und natürlich auch am Abzweig nach Kolmanskuppe.
Sichtungen dieser Art hatten wir leider keine zu melden…
Um kurz vor neun stellten wir uns in die kurze Warteschlange vorm Eingang.
Da wir bis zur Führung noch Zeit hatten, schauten wir uns vorab schon mal etwas um.
Der Zugang zu den Toiletten wurde noch von der täglichen „Sandladung“ befreit. 😗
In der ehemaligen Turnhalle befindet sich der Treffpunkt für die Führungen. Um kurz vor halb zehn war auch schon ordentlich was los. Es gibt je eine englisch und deutschsprachige Führung und wir waren super überrascht, dass sich mit uns nur ein weiteres deutsches Paar für die deutsche Führung meldete. Während sich ca. 35 Personen in der englischsprachigen Gruppe tummelten, waren wir Teil einer mehr als überschaubaren „Kleingruppe“… 🤩
Hinzu kam, dass unser Guide Gisela ein echtes Urgestein war! 😄 Resolut führte sie uns als erstes zum ehemaligen Haus des Ladenbesitzers und wies uns darauf hin, dass wir doch bitte später Fotos machen sollten. 🤨 Aber gerne doch! 🙂 Spezielle Dinge, wie Ofen, Kühlschrank, Fensterausblicke sollten wir hingegen direkt fotografieren! 🙄 Jawoll!!! 😄
Das soll nicht kritisch klingen, wir amüsierten uns über ihre direkte und konsequente Art! Wir fanden die Führung sehr interessant, sie zeigte uns verschiedene Bereiche der Geisterstadt und erklärte uns, wie das Leben dort vor langer Zeit ablief und wie weit fortgeschritten die Entwicklung damals bereits war. Wahnsinn, welch ein Aufwand betrieben werden musste, um solch' eine Stadt in der Wüste aufzubauen...
Nach einer guten Stunde endete die Führung mit Gisela wieder im Haupthaus und wir drehten die Runde nochmal alleine, um Bilder aufzunehmen und uns weitere Häuser anzusehen.
Das rechte Haus wurde vor einigen Jahren "renoviert" - leider hat aber wohl ein fleißiger Maler die hübschen Bordüren im Innern überstrichen, die in vielen anderen Häusern noch zu sehen sind... 😮 😐
Und noch ein paar "Kuppe"bilder.... 😗 🤪 😄
Ein paar Tierchen gab's zur Abwechslung dann auch:
So, genug Sand für heute... 😉 Uns hat der Aufenthalt in Kolmanskuppe ausgesprochen gut gefallen und das Wetter war auch perfekt! Kein Wölkchen am Himmel und Windstille - wie gemacht für einen Ausflug in die Geisterstadt. 😄 Gegen zwölf wurde es uns dann aber doch zu heiß und wir machten uns wieder auf den Weg Richtung Lüderitz...
Teil 1121. Feb. 2016
23.12.2015 – Lüderitz - Teil 2 und ein bisschen Wind am Diaz Cross
Gegen Mittag ging es von Kolmanskuppe auf die Lüderitz Halbinsel Richtung Diaz Cross. Neben den ausgeschilderten D-Pads gibt es kleinere Loops und Abzweige, die man zusätzlich befahren kann. Für uns ging es vorbei an den ersten Flamingos unseres Urlaubes...
...durch eine Mondlandschaft...
...zum ersten Stopp an der Sturmvogel Bucht. Mit dem Auto ging es für uns nicht mehr weiter und wir gingen die letzten hundert Meter zu Fuß zum Meer. Dabei mussten wir aufpassen, dass uns die Türen beim Öffnen nicht aus der Verankerung gerissen wurden. 😮 Wahnsinn, die Windkraft war wirklich beeindruckend! 😄
Der Name Sturmvogel ist hier wirklich Programm! Wir folgten dem Weg weiter zum Leuchtturm, der immer mal wieder zwischen den grauen Hügeln zu sehen ist…
Die Umgebung um den Diaz Point sieht leider ziemlich verlassen aus… 🤨 Wir hatten uns darauf gefreut, im Diaz Cafe etwas zu trinken und ggf. zu essen, aber alles lag einsam und verlassen dar. 😐 Auch der Campingplatz machte auf uns nicht den Eindruck, dass er noch regelmäßig genutzt wird. Schade eigentlich, um so ein schönes Fleckchen… 😕
Schon vom Land aus kann man den Felsen sehen, auf dem sich die Robben tummeln.
Die Brücke bzw. der Steg zum Diaz Cross hat etwas gelitten, wir hatten jedoch Glück, dass das Wasser nicht so hoch stand und konnten uns einen Weg über die Steine suchen. Der restliche Aufstieg geht dann problemlos. 😗
Blick vom Diaz Cross Felsen auf die Halbinsel.
Dort oben an dem Kreuz merkt man die Naturgewalten! Der Wind bläst so heftig um einen rum, dass man sich reinlegen kann, die Haare flogen mir um den Kopf, so dass ich kaum Bilder hinbekommen habe, es ist laut und man fühlt sich ganz klein. Ich fand es einfach herrlich! 🤩 Anscheinend hatten wir jedoch wirklich gutes Wetter – wie wir am nächsten Tag erfahren haben… Da war an einen Aufstieg wohl nicht zu denken. 😵
Die Bucht um den Leuchtturm herum ist ein wahres Eldorado für Seevögel. Wir beobachteten noch einige Möwen (Kelp Gull und Hartlaub’s Gull), die in dem verquirlten Wasser auf Nahrungssuche waren. Außerdem sahen wir African Black Oystercatcher, Crowend Cormorants, Cape Teals und Ruddy Turnstones. 😘
Immer wieder entdeckten wir neue Exemplare und bestimmt haben wir nicht alle aufgestöbert. Wer das Diaz Cross besucht, sollte auf alle Fälle ein wenig die Umgebung erkunden. Es ist wirklich schön!
Für Lüderitz' Verhältnisse hatten wir wohl top Wetter - der Stein bewegte sich kaum im Wind... 😄
Wir fuhren weiter Richtung Guano Bay und entdeckten Flamingos direkt am Wasser. 🙂
Obwohl ich nur ein paar Minuten außerhalb des Autos war, war ich durch die Gischt und den Wind von einem Salzfilm überzogen und meine Klamotten klebrig feucht. 😣 😉
Wir fuhren ein paar Loops an, aber aufgrund der Bodenbeschaffenheit ließen wir die letzten Loops auf dem Weg zur großen Bucht weg, da wir keinen aufgeschlitzten Reifen riskieren wollten. Was uns ärgerte, war das es neben den ausgewiesenen Wegen, viele 4x4 Spuren quer durch die Landschaft gab… Auch wenn es wie eine Mondlandschaft aussieht, sollte man Respekt vor der Natur haben, aber einige Leute scheint nur ihr eigenes Vergnügen zu interessieren… 😠
Auf dem Rückweg entdeckten wir eine kleine Sprinbockfamillie – die Ohren sind schon genauso groß wie bei Mama! 😘
Zurück an der Lagune sahen wir weitere Flamingos.
Wieder in Lüderitz wurde erstmal vollgetankt. Die gute Dame an der Zapfsäule nahm ihr Aufgabe auch sehr ernst und wir wunderten uns, wieviel Sprit mit gutem Willen, nach dem automatischen Stopp, noch in den Tank rein ging. 😄
Im Ort angekommen besorgten wir Postkarten, statteten dem Cymot Markt einen Besuch ab, zogen Geld und kauften Biltong und versorgten uns mit Getränken und haltbaren Snacks für die weitere Reise.
Gegen 17.00h kamen wir zerzaust wieder in der Alten Loge an und wurden mit großem Hallo begrüßt. Beate und Günter’s Söhne waren mit ihren Freundinnen angekommen und alle saßen gemütlich im Hof zusammen. Die vier waren von einer Kanotour vom Orange River gekommen und hatten viel zu berichten. Wir verabschiedeten uns jedoch erstmal kurz für eine erfrischende Dusche, da wir uns vorkamen, als hätten wir ebenfalls mehrere Tage kein fließendes Wasser gesehen… 😉
Zum Abendessen hatten wir uns in der Loge angemeldet, da es jedoch erst sechs war, machte Günter uns einen kleinen Snack fertig – Kartoffelsalat und Calamaris mit ordentlich Knoblauch – mmmhhh… 🙂 Dazu gab es Gin Tonic. 😛 Ein weiteres deutsches Pärchen (Alex und Daniel) waren an dem Tag angereist und wir hatten alle zusammen einen wahnsinnig interessanten, unterhaltsamen und lustigen Abend mit etlichen Gin Tonics und leckerem Weißwein… 😄 🤪
Günter übertraf sich mit seinem Rinderfilet und wir spachtelten, als wenn es kein Morgen mehr geben sollte. Als Beilage gab‘ es Salat und eine Reispfanne und Brot mit ordentlich Knoblauchdip – ein weiterer Grund, das man immer für Nachschub an Kaltgetränken sorgen musste. 😁 😗
Alex und Daniel planten ihre Hochzeit im weiteren Reiseverlauf auf Goche Ganas und wollten uns überreden, als Trauzeugen dazuzukommen… Da wir zu dem Zeitpunkt jedoch im KTP unterwegs sein sollten, kam dies dann doch nicht in Frage… 😄
Als wir gegen halb eins ins Bett gingen, erschien uns die Katamaranfahrt mit Heiko am nächsten Morgen noch sehr weit entfernt… 😉 und wir schliefen glücklich und zufrieden ein! 😄
Teil 1202. März 2016
24.12.2015 – Heiligabend in Lüderitz
Heute hieß es früh aufstehen, da es extra bereits um 7.00h Frühstück gab, schließlich hieß es um 8.00h „Leinen los!“… Unser Appetit war nach dem reichlichen Gin Konsum am Abend vorher jedoch noch etwas gedämpft… 🤢
Gemeinsam mit Alex und Daniel machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Bootsanleger. Da Beate uns gewarnt hatte, dass Heiko um Punkt acht ablegt, legten wir die letzten Meter im Laufschritt zurück und waren froh, als wir an Bord waren. 😛 Endlich angekommen, saßen wir mit gemischten Gefühlen auf dem Katamaran – Markus‘ war es flau im Magen, da er kein Freund von Seefahrten ist und ich litt unter (selbstverschuldeten) Kopfschmerzen! 🙄
Um Punkt acht legte Heiko ab und es ging los Richtung Halifax!
Das Wetter war mal wieder traumhaft – die Sonne schien und das Meer war ruhig… 🙂 Den Robbenfelsen sowie das Diaz Kreuz sahen wir an diesem Tag von der Seeseite.
Von diesem Exemplar hätte man tolle Bilder machen können – allerdings hatte ich die Reaktionszeit einer Schnecke an diesem Tag… 😣 😗 😵
Vor Halifax machten wir eine Pause und es gab heiße Getränke nach Wunsch – Kakao für Markus und Kaffee für mich – leider machte er mich auch nicht frischer… Bei guter Verfassung und entsprechendem Equipment sind auf der Tour bestimmt super Bilder drin – schließlich sieht man nicht überall Pinguine und Flamingos an einem Platz. Meine sind leider nicht der Hit geworden, aber als Beweis müssen sie nun doch herhalten… 😕
Halifax Island ist eine Felseninsel, 240 Meter vor der Küste der Lüderitz-Halbinsel in Namibia. Die Insel ist relativ flach und bildet den westlichen Abschluss der Guano Bay in der Lüderitzbucht. Sie gehört zur Inselkette der Penguin Islands und ist bekannt als Guanoinsel, da hier noch bis 1949 Guano abgebaut wurde. Eine Station auf der Nordostseite der Insel zeugt noch von dieser Vergangenheit. Heute dient die Insel Wissenschaftlern als Stützpunkt.
Die Pinguine waren wirklich Zucker! 😘
Noch einmal ließen sich kurz Delfine blicken, aber aufgrund des aufkommenden Windes und der unruhigen Wasseroberfläche waren sie laut Heiko nicht in „Spiellaune“.
Auch an Bord war der Wind zu spüren… 😄
Nach guten 2 h kamen wir wieder im sicheren Hafen an – Markus war froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben und ich gefrustet, wegen meiner Fotoausbeute. 😈 Trotzdem war es alles in allem ein schöner Trip und ist unbedingt empfehlenswert! 🙂
Zu Fuß ging es wieder „heim“ in die Alte Loge.
Dort angekommen, packten wir (sicherheitshalber) die Badesachen ein und wir fuhren direkt weiter Richtung Agate Beach.
Entlang der Straße stadtauswärts Richtung Norden sahen wir viele bunte Häuschen.
Eine große Flamingoansammlung war von der Straße aus zu sehen. Auch Oryxe und Springböcke liefen uns über den Weg.
Angekommen am Agate Beach war an baden leider nicht zu denken – es war mittlerweile so windig geworden, dass wir uns überwinden mussten, überhaupt bis zum Meer zu laufen. Der Sand flog uns förmlich um die Ohren! 😠
Auf dem Rückweg sahen wir unseren ersten Kill des Urlaubs – ein Rudel Straßenhunde hatte ein Springbockjunges erlegt und zerrte es förmlich auseinander. 😮 🙁
Aufgrund des ausgefallenen Badevergnügens fuhren wir zum „anderen Ende“ von Lüderitz, nach Shark Island und auch zur Felsenkirche, die wir zu dem Zeitpunkt jedoch leider nicht besichtigen konnten.
Die Häuser auf der Nachtigall Street geben hübsche Motive ab und der blaue Himmel sorgte für eine klasse Kulisse! 😁
Zurück in der Unterkunft gönnten wir uns zuerst einmal eine kurze Dusche, um uns von Salz und Sand zu säubern. Mit dem Nachmittagsschlaf klappte es irgendwie nicht so richtig, deshalb verzogen wir uns auf die Terrasse bzw. in den Leseraum und schrieben ein paar Postkarten an die Daheimgebliebenen – Weihnachtspost sozusagen – auch wenn sie in diesem Fall erst an Weihnachten geschrieben und ca. 5-6 Wochen später ankamen… 😗
Spontan reiste noch ein Pärchen an, die beiden waren mit dem Dachzelt unterwegs und suchten für 2 Nächte eine feste Unterkunft – da es so stürmisch war. Wie sich später herausstellte, waren die beiden Holländer auf Hochzeitsreise, hatten sich am 12.12. das Jawort gegeben und sind direkt vom Standesamt weiter zum Flughafen gefahren. 😄 Der heilige Abend wurde somit wirklich zum Fest der Liebe – Pascal und Stephan im Honeymoon und Alexandra und Daniel in Vor-Hochzeitsstimmung! Was will man mehr an einem solchen Tag?! 😘
Um 18.00h trafen wir uns alle in der open-air Küche von Beate und Günther. Die beiden bruzelten bereits fleißig und es waren eine Menge Langustenschwänze im Spiel… 😁 Bevor es ans Essen ging, schafften wir immerhin noch ein paar Gruppenfotos mit den Gästen und einem Teil der Familie! 🤪
Beate und Günther hatten für jedes Paar eine Pfanne mit Langustenschwänzen vorbereitet, dazu gab es eine leckere Reispfanne, sowie ordentlich Aioli und Tzaziki mit Brot… Mmmmh… 🤩
Wir stellten die Pfannen jedoch einfach nacheinander auf den „Gästetisch“, da wir alle direkt auf einer Wellenlänge waren und genossen das gemeinsame Essen und den Wein in vollen Zügen (ok, Markus und ich traten beim Alkohol an dem Abend ein wenig auf die Bremse, da uns am nächsten Tag eine ordentlich lange Strecke bevorstand 😗).
Immer wieder kam Günther mit Nachschub an und es gab Langusten bis zum Umfallen… Weihnachtsfest mal ganz anders – aber durchaus annehmbar… 😄 😛 😎
Es wurde wieder ein super lustiger Abend, mit netten Gesprächen und regem Austausch. Niemals hätten wir damit gerechnet, ein so herzliches Weihnachtsfest in der Ferne zu erleben… 😊
Zum Nachtisch gab es noch selbstgebackenen Weihnachtskuchen von Beate. Alex und Daniel’s „Reise-Weihnachtsbaum“ sorgte für die nötige Stimmung! 😉
Zur späteren Stunde machten wir noch ein Bild von der Felsenkirche in der Ferne.
Gegen elf verabschiedeten wir uns ins Bett und ließen die Familie für sich. Ein weiterer toller und super lustiger Abend ging somit zu Ende… Herzlichen Dank nochmal an die Gastgeber und die tollen Gäste! 😘
Teil 1304. März 2016
25.12.2015 Von Lüderitz zur Canon Lodge – 517 km
Unser letztes Frühstück in der Alten Loge stand an. Wir freuten uns sehr, dass sich auch die anderen Gäste früh aus dem Bett quälten, um mit uns gemeinsam zu frühstücken… 🙂 Danach zahlten wir unsere Rechnung und machten uns schnell auf den Weg, bevor es zu sentimental wurde. 😊
Die längste Strecke unseres Urlaubes stand bevor und ich durfte zur Ablenkung den ersten Teil der Strecke fahren! 😛
In Lüderitz hatten wir an diesem Morgen noch blauen Himmel und los ging es zurück über die B4, durch die etwas eintönige Landschaft des Sperrgebietes, Richtung Aus…
Schon bald wurde es jedoch windiger und die Sand-Warnschilder machten nun wirklich Sinn. 😮
Kurz vor der Wasserstelle Garub beruhigte sich das Wetter wieder…
Auch bei unserem zweiten Besuch am Hide hatten wir kein großes Glück mit den Wildpferden. In weiter Ferne sahen wir dieses Mal zwei Exemplare, doch sie näherten sich wieder nicht. 🙁
Es näherte sich ein Schakal, drehte jedoch ohne erkennbaren Grund vor dem Wasserloch wieder ab, ohne seinen Durst zu stillen.
Dafür gab es „kleine“ Tiere aus der Nähe zu sehen… Obwohl es erst kurz nach 10.00h war, war es schon ziemlich warm und dieser Piepmatz (?) saß im Schatten eines Steines in der Nähe des Hides.
Die Oryxe waren, wie bei unserem ersten Besuch, sehr zuverlässig und kamen in Herden zum Wasser.
Trotz der Hitze waren sie ziemlich auf Krawall gebürstet und es ging teilweise hart zur Sache… 😮
Trotz dieses faszinierenden Schauspiels fuhren wir bald weiter, da an diesem Tag noch eine lange Strecke vor uns lag.
Bei Aus bogen wir von der B4 auf die C13 Richtung Rosh Pinar ab.
Die C13 ist recht neu asphaltiert und fährt sich wie Butter… 🙂
Und obwohl sich die Strecke bis Rosh Pinar ganz schön zieht, ist es landschaftlich sehr schön, mit den Bergen im Hintergrund. Der Himmel war mittlerweile auch wieder richtig schön blau…
Ab Rosh Pinar wurde die Straße wieder zur Schotterpad und der Ort lud mit der ansässigen Mine und den Flachbauten nicht wirklich zum Anhalten ein. Deshalb gibt's davon auch keine Bilder... 😛
Kurz vor dem Grenzübergang Sendlingsdrift bogen wir links ab und folgten der C13 in den "Ai-Ais and Fishriver Canyon Park". Die ersten Kilometer waren ziemlich kurvig und hügelig, für die Strecke wird ein 4x4 empfohlen – bei den Wetterbedingungen an diesem Tag wäre es jedoch nicht unbedingt notwendig gewesen.
Schon bald sahen wir einen Felsen, auf dem eine Horde Baboons hockte. Die Affen waren jedoch sehr scheu und flüchteten, als sie unser Auto hörten.
Dieser arme Geselle war leicht gehandicapt… 🙁
Auch die Straußendamen flüchteten im Laufschritt, obwohl wir ziemlich langsam unterwegs waren… 😕
Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, immer wieder gibt es unterschiedlichste Gesteinsformationen zu bewundern.
In dieser kargen und trockenen Gegend war das Grün entlang des Fishrivers eine Wohltat für die Seele. Wir entdeckten einige Wasservögel und genossen es, den Flusslauf entlang zu fahren. 😁
Kurz nach der Ausfahrt aus dem Park (an dem übrigens ein Häuschen steht, welches jedoch nicht besetzt war 😗 ), sahen wir einige Männer im Wasser, welche wohl auf Fischfang waren.
Der Abzweig auf die D278 entpuppte sich übrigens als erster und einziger Fehler während unserer Reise in der Karte, der dort als D207 bzw. C37 eingezeichnet ist… 😐
Die Gegend auf dem Weg nach Ai-Ais wirkte oft wie eine Mondlandschaft auf uns.
Obwohl es rechts und links so gut wie nichts gibt, ziehen sich kilometerlange Zäune über die Ebene.
Dieser kleine Oryx stand einsam und alleine vor einem Zaun entlang der Straße und wirkte etwas verloren. Hoffentlich hat er bald wieder Anschluss zu seinen Artgenossen gefunden… 🤨
Am Rande der C37 entdeckten wir das alte zerschossene Autowrack, welches uns von einem Formi vor der Reise angekündigt wurde (vielen Dank dafür an dieser Stelle nochmals an V5-TOM). 😉
Immer wieder waren bereits Teile des Fishriver Canyons von der Pad aus zu sehen… 😁
Dann hatten wir es endlich geschafft und bogen auf den Abzweig zum Canon Village und Canon Lodge ab!
Mittlerweile war es halb fünf – wir hatten somit 7,5h für die Strecke über Rosh Pinar benötigt, aber unserer Meinung nach hatte sich der lange Weg „untenrum“ wirklich gelohnt. 🙂 Sehr freundlich wurden wir von einer „Weihnachtsfrau“ an der Rezeption begrüßt. Ach ja, es war ja Weihnachten… 😛
Markus hatte im Vorfeld per Mail eine hohe Zimmernummer angefragt, da diese zwar weiter weg von Rezeption, Restaurant und Parkplatz etc. - dafür jedoch ziemlich einsam in den Felsen liegen… Das hatte geklappt und wir erhielten mit einem Begrüßungsdrink die Schlüssel zum Häuschen Nr. 27! 😄
Der Mitarbeiter, der uns beim Gepäck half, stöhnte lautlos auf, als der die Zimmernummer hörte. Kein Wunder, die Nachmittagshitze war heftig und man hielt es in der Sonne kaum aus. Da zieht sich der Weg zu den entlegenen Häuschen schon ein wenig… 😗
Die Szenerie ist wirklich einmalig! Die Häuschen fügen sich wunderhübsch in die Felslandschaft ein und wir kamen uns vor, wie bei den Flintstones… 🤩
Als erstes tauschten wir unsere durchgeschwitzten Klamotten gegen Badesachen und machten uns auf den Weg zum Pool, welcher entgegen vieler anderer Anlagen nicht neben der Rezeption, sondern am anderen Ende der Anlage liegt. Aber was war das für ein Anblick! WOW!!! 🤩 Und kein Mensch, außer uns, war zu sehen… Wir konnten unser Glück nicht fassen, da wir dachten, bei diesen Temperaturen würden wir kaum noch Platz im kühlen Nass finden. Nur ein Oryx leistete uns Gesellschaft, dies machte den Ausblick perfekt. 😁
Das Wasser sah nicht nur erfrischend aus, sondern war es glücklicherweise auch… Doch was war das?! Zwei Autos näherten sich über einen Trampelpfad… wo kamen die denn her? 😈 Womit wir jedoch nicht gerechnet hatten, war, dass in zwei Autos durchaus 13 Personen stecken können… 😣 Mehrere Familien kamen mit Sack und Pack und Kindern aller Altersklassen am Pool an – vorbei war es mit der Ruhe. 😠 Wir schätzen, dass sie aus dem Canon Village kamen, da wir sie später beim Essen und auch in den nächsten Tagen in der Lodge nicht wiedersahen.
Wir zogen uns zurück, schließlich wollten wir die schöne Umgebung in Ruhe genießen – ein Familienvater entschuldigte sich noch bei uns, was wir zumindest sehr nett fanden. 😉
Vor unserem Haus war es jedoch nicht möglich zu chillen, da die Abendsonne unbarmherzig brannte und kein Schatten in Sicht war, also genossen wir ein wenig die zauberhaften Unterkunft in der Waagerechten. 😕 😗
Ab 19.00 h sollte es Abendessen in Buffetform geben, also machten wir uns pünktlich auf den Weg zum Restaurant. Da das Wetter sehr schön war, hatten sie die Tische unten auf dem Rasen eingedeckt und auch das Buffet wurde draußen aufgebaut. Alle Angestellten trugen zur Feier des Tages Weihnachtsmützen und waren sehr freundlich. 😁 Bis alles fertig war, war es dann doch fast 20.00h, aber wir genossen in der Zwischenzeit den Wein und beobachteten die niedlichen Dassies, die über die Wiese flitzten und in den Felsen hinter uns rumkraxelten. 😘
Das Buffet war wirklich gut! Es gab eine wunderbare kalte Melonensuppe und zartes Lammfleisch, neben anderen Fleischsorten und reichlich Beilagen und Salaten. 🙂 Schade war, dass bei dem ganzen Aufwand nur so wenige Gäste da waren, ein großer 9-er Tisch blieb den ganzen Abend über leer. 🤨
Wir genossen das Essen mit einer Flasche Wein und nach dem Nachtisch gab es vom Küchenchef Norbert noch eine kleine Weihnachtsrede sowie ein Glas Champagner für alle Gäste auf’s Haus. Außerdem kam ein als Weihnachtsmann verkleideter Mitarbeiter und bedachte den einzigen Teenager an diesem Abend mit Bonbons. Diesem war es wohl etwas unangenehm, aber alle anderen rundherum hatten ihren Spaß und somit bekamen auch die Erwachsenen jeder eine Handvoll Bonbons. Weihnachten halt… 😄
Da es ein langer Tag war, machten wir uns nicht allzu spät auf den Weg zu unserem Häuschen und entdeckten auf einer der grünen Wiese in der Anlage einen Hasen, den wir zwar auf’s Foto bekamen, aber die Qualität ist nun wirklich nicht so, dass man sie im www teilen möchte… 🙄
Dafür gab es einen tollen Vollmond zu sehen! Wir genossen die Ruhe in unserem wunderhübschen Chalet und schliefen schon bald ein… 🙂
Teil 1406. März 2016
26.12.2015 – Fishriver Canyon
Die Nacht war ziemlich heiß und eine Mücke nervte uns – klar, schließlich hatte ich mal wieder alle meine Überredungskünste angewandt, die Klimaanlage nicht anzustellen… 😗
Markus war um 3.30h wach und "legte" sich draußen auf die Pirsch. Allerdings war es zu dunkel, so dass er den Nachträuber nicht erkennen konnte, der tatsächlich die Ebene vor unserer Unterkunft querte. Also ging auch er schließlich wieder ins Bett.
Wir schliefen bis halb acht und nachdem ich die Augen öffnete, schnappte ich mir sofort die Kamera. Da standen/lagen doch wirklich zwei Oryx unterhalb unseres Häuschens. Gibt es etwas schöneres, als bereits vom Bett aus, wilde Tiere zu beobachten?! 🤩
Wir sahen, wie sie von dannen zogen und sprangen schnell in unsere Badesachen. Zweiter Versuch!
Dieses Mal hatten wir Glück, wir waren ganz alleine am Pool und schwammen ein paar Bahnen in dem erfrischenden Wasser, dann ging es flugs zurück und wir zogen uns für’s Frühstück um.
Draußen war es noch ziemlich frisch und so waren die Tische drinnen eingedeckt. Einen Weihnachtsbaum gab es auch – mit Canon Lodge eigenem Christbaumschmuck! 😄
Ok, etwas kümmerlich sah‘ dieses Exemplar, zu den Bäumen, die wir von zuhause kennen, schon aus… Aber wo sollte auch ein anderer herkommen bei der Trockenheit hier?! 😕
Auch die kleinen und großen Dassies waren nach unserem Frühstück schon wieder aktiv. Sie sehen so knuffig aus, aber die Zähne sind schon ganz schön spitz… 😮
Sind diese Baby Dassies nicht zuckersüß?! 😘
Auch Vögel konnte man auf dem Gelände beobachten: Cape sparrow/Kapsperling
Southern masked weaver/Maskenweber
Zurück im Zimmer wartete noch eine Überraschung auf uns, es wimmelte von Ameisen… 🤢 Viele Lebensmittel hatten wir ja nicht mehr dabei, aber ich hatte unser restliches Biltong beim Ausladen einfach in die Außentasche des Rucksacks gesteckt und das hatte die kleinen Kerlchen angelockt. Schnell schüttelten wir draußen die Sachen aus und entsorgten die Biltongreste in Mülltonnen, bevor wir uns gegen 10.00h auf zum Aussichtspunkt machten.
Die Dame an der Gate Rezeption hatte sich zur Feier des Tages sehr schick gemacht – nur zu gerne hätte ich von ihr ein Bild gemacht… 😗
Nachdem wir unser Permit (2x80 N$ plus 10 N$ für’s Auto) gezahlt hatten, ging es die letzten Kilometer bis zur Aussichtsplattform. Im Besucherbuch wurde unsere „Einreise“ jedoch weder notiert, noch mussten wir unser Kennzeichen nennen…
Für diesen kleinen Kerl legten wir jedoch noch einen Zwischenstopp ein:
Woher er die spärlichen Grasbüschel hatte, erklärt sich mir bis heute nicht. Es war staubig, sehr staubig... 😐
Der Ausblick vom Aussichtspunkt war atemberaubend! Es war tatsächlich noch ein wenig Wasser im Canyon zu sehen – doch so sehr wir uns auch mit unseren Ferngläsern bemühten, wir sahen Trampelpfade, aber Tiere entdeckten wir dort unten nicht… Kein Wunder bei der Hitze!
Dafür suchten ein paar gefiederte Gesellen am Aussichtspunkt Schatten.
Weibl. Mountain Wheatear?
Pale winged Starling?
African black throated Canary?
Wir fuhren ein Stück weiter, zum zweiten Aussichtspunkt – von Mai bis September starten hier auch die Hiking Trails in den Fishriver Canyon – im Winter finden sie aufgrund der Hitze jedoch nicht statt. Ganz schön steil ging es bereits am Start los… 🤨
Rechts oben neben dem hinteren Warnschild (auf ein Uhr) liegt übrigens die Fishriver Lodge (ich hoffe, man erkennt es auf der Verkleinerung noch).
Der Ausblick war wirklich unglaublich – unglaublich fanden wir es allerdings auch, als wir zuhause erfuhren, dass sich nur 2 Wochen später hier zwei Deutsche Frauen das Leben nahmen… 😮
Es gibt noch einen 3. Viewpunkt, zu dem wir auch fuhren – bei den spitzen Steinen hielten wir allerdings die Luft an – es ging jedoch alles gut! 😛
Karoo longbilled lark?
Gegen zwölf wurde es uns definitiv zu heiß und wir machten uns auf den Weg Richtung Canon Roadhouse. Wer die alten Autos in Solitaire mag, wird hier unserer Meinung nach, noch mehr auf seine Kosten kommen. Die Anlage gefiel uns sehr gut, allerdings eher als Zwischenstopp – mit unser Übernachtungswahl in der Lodge waren wir mehr als zufrieden! 🙂
Ablegen konnte ich die Arme übrigens nicht wirklich auf dem heißen Metall... 🙄
Wir genehmigten uns nur ein erfrischendes Beer Shandy – obwohl die Burger, die um uns herum serviert wurden, auch echt gut aussahen! Aber wir hatten noch keinen Hunger, was wahrscheinlich mit den Temperarturen zusammenhing. 😗 Dafür nutzten wir das W-Lan, das sollte es in der Canon Lodge zwar auch geben, aber es war so langsam dort, dass es kaum für eine Whatsapp nach Hause ausreichte. Hier lief es etwas besser, aber mittlerweile freundeten wir uns mit dem Gedanken an, für eine Zeit von der Außenwelt abgeschnitten zu sein.
Auch das „Innenleben“ des Roadhouses ist sehenswert und liebevoll dekoriert.
Dem „Geheimnis“ des Shongololo bin ich übrigens nicht weiter nachgegangen… 😛
Man kann soweit von zuhause entfernt sein, wie man will – Politik spaltet die Gemüter.
Am frühen Nachmittag trafen wir wieder in der Canon Lodge ein und es gelang nun auch endlich mal ein Bild vom scheuen „Haus-kudu“. Von ihm hatten uns bereits Alex und Daniel in Lüderitz erzählt. Leider haben wir ihn danach nicht mehr gesehen, aber wir hoffen mal das es nicht im Zusammenhang mit dem köstlichen Kudu-Gulasch vom Abendbuffet steht… 😮 Sollte es Reisende geben, die ihn nach uns wohl und unbeschadet dort gesehen haben, würden wir uns über eine kurze Nachricht freuen! 😉
Zurück in der Lodge, habe ich dann auch endlich mal ein paar Bilder unserer wunderhübschen Unterkunft gemacht. Allzu groß sind die Zimmer nicht, aber sehr liebevoll eingerichtet. Ganz besonders verzückt haben mich die eingestickten Oryxe auf den Bettbezügen… 😘
Den Rest des (heißen) Tages verbrachten wir am Pool. Ich hatte nur in den ersten beiden Tagen etwas Tagebuch geschrieben und musste nun eine Woche “aufholen“.
Dieser Geselle war es im übrigen Schuld, dass wir uns im erstbesten Shop (es sollte im Mata-Mata Camp sein) das zweite Vogelbestimmungsbuch des Urlaubes zulegten… 😗 Markus verbrachte (übrigens vergebens) Stunden mit seiner Identifizierung im Sasol, bevor er sich auf Kobie Krüger einließ. 😄 Erst hier zu Hause haben wir ihn nun (hoffentlich) richtig identifiziert: ein Mountain Wheatear bzw. ein männl. Bergsteinschmätzer?!
Wir gönnten uns je zwei Bier bzw. Savannah Dry aus der Honesty Bar – ein wirklich guter Service im Poolbereich – und genossen den Schatten und das kühle Nass… 🙄
Am späten Nachmittag machten wir uns fürs Abendessen frisch und starteten rechtzeitig in Richtung Rezeption, da wir die Sundowner Wanderung auf den Hausberg mitmachen wollten.
Auf dem Weg dorthin machte ich noch ein paar Bilder von den allgegenwärtigen Camelthorn Trees. Selbst die Schlüsselanhänger der Canon Lodge haben die (überdemensionierte) Form dieser Samen!
Es waren neue Gäste angekommen und somit war die Sundowner Gruppe recht groß und gemeinsam bestiegen wir den kleinen Berg bzw. Felsen.
Bevor es hinauf ging, kamen wir an Steinrosen vorbei...
Nach kurzem Aufstieg waren wir angekommen und hatten einen traumhaften 360 Grad Blick über das Gelände.
Wie Lilliput lag uns das Lodgegelände zu Füssen…
Der Weg zum Pool von oben:
Auch hier oben gab es eine kleine Bar und unser „Guide“ versorgte uns mit Kräckern und Getränken nach Wahl. Wir genossen unser Kaltgetränk, die Aussicht und den Sonnenuntergang… 🙂
Aufgrund des Windes, wurde das Abendessen drinnen aufgebaut. Wir suchten uns trotzdem einen Tisch draußen, auf der Terrasse. An diesem Tage hatten wir etwas Pech mit der Kellnerin, sie fragte uns zwar zügig nach unseren Getränkewünschen, bis der Wein dann aber wirklich da war, waren wir mit der Vorspeise bereits durch. Und selbst damit haben wir schon ziemlich lange gewartet… 🙄
Die Essensauswahl war vielleicht nicht ganz so groß, wie am Tag vorher, aber trotzdem fanden wir das Essen wieder ziemlich gut! Das (bereits erwähnte) Kudufleisch war super zart und lecker. Statt des angebotenen Nachtischs bekam Markus auf Wunsch, von Küchenchef Norbert noch ein Stück Weihnachtstorte vom Vortag!
Norbert war überhaupt sehr rührend, jeden Abend erklärte er uns das Essen und kam mindestens einmal zu jedem Tisch, um nachzufragen, ob alles gut sei. 🙂
Nachdem wir unsere Weinflasche geleert und ein paar weitere Vollmondbilder geschossen hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem Häuschen. Dieses Mal trafen wir auf mehrere Oryx, die auf den Grünflächen standen und die Gelegenheit zum grasen nutzten. Die gesamte Anlage wird besprengt – für wen auch immer?! – aber zumindest haben so die ansässigen Tiere immer etwas frisches Grün! 😉 Und das sie dieses Angebot bei jeder Gelegenheit nutzen, sah man an den zahlreichen Dungablagerungen überall auf den Wiesen… 😛
Ein sehr entspannter Tag im Fishriver Canyon ging zu Ende, Markus las‘ noch ein paar Seiten und ich schlummerte seelig in meiner Oryxbettwäsche. Gute Nacht! 🙂
Teil 1511. März 2016
27.12.2015 – Canon Lodge
Nach einer mückenfreien und geruhsamen Nacht, wurden wir recht früh wach und machten uns schon um viertel vor sieben auf zum Frühstück. Der Mond stand noch über den Felsen, während diese bereits von der Sonne angestrahlt wurden.
Nach dem Frühstück machten wir uns mit dem Auto auf den kurzen Weg zum Canon Village. Von dort startet ein Wanderweg, für den man ca. 2-3 h benötigt. Nach kurzer Einweisung und ausgerüstet mit reichlich Wasser machten wir uns auf den Weg, über das Gelände und am Pool vorbei zum Startpunkt und folgten der Beschilderung den Berg hinauf.
Am Anfang ging es recht steil los und schon bald hatten wir einen tollen Ausblick auf’s Village.
Weiter oben schlängelten sich die Wege am Berg entlang und es wurde deutlich leichter. 😉
Wir sahen diverse Kotarten, aber Tiere waren nicht zu sehen.
Während dies stark nach Zebra aussah…
… schien diese Hinterlassenschaft wohl eher einem Fleischfresser zu gehören! 😕
Eine kleine Schlange floh beim Aufstieg vor mir, leider war sie zu schnell für ein Foto.
Auf einem Plateau angekommen, stand dieser schöne Köcherbaum im Morgenlicht. Doch warum müssen sich Menschen immer und überall verewigen und ihre Namen oder Initialen in Rinden, Felsen o.ä. ritzen… 😠
Die Aussicht war wunderschön, so langsam wurde es da oben jedoch schon ziemlich warm. 😗
Tatsächlich gab es noch etwas grünes in der sonst recht kargen Landschaft.
Einige Partien waren schieferartig – Fossilien haben wir jedoch nicht gefunden (haben aber auch nur einen Versuch unternommen…) 😛
Klippspringertoilette - oder doch eher Klippschliefer?! Genau festlegen können wir es bisher nicht... 😉
Wir machten eine kleine Pause und genossen die Aussicht, bevor es auf der Rückseite wieder bergab ging.
Zurück in der Ebene kam man sich manchmal ganz schön klein vor… 😄
Durch das „Loch“ kamen wir bequem wieder auf die andere Seite.
Und nochmal ein Blick zurück…
Wir machten noch eine Pause und genossen von dort oben die Aussicht. Anscheinend wird dieser Punkt jedoch auch für professionelle Sundowner genutzt, denn es gab eine richtige Theke dort oben – und auf der Rückseite des Berges waren auch Fahrspuren in der Ebene zu sehen - das war fast ein bisschen schade, denn der Fußweg dorthin war so schön und wir fühlten uns so besonders, bis dorthin gelaufen und durch das Loch geschlüpft zu sein… 🙂
Auch auf der Vorderseite gab es wieder viele skurrile Felsformationen zu bewundern und wir entdeckten auch einige Echsen.
Da uns die Strecke insgesamt so gut gefiel, schlugen wir den linken Weg ein, der in einem Bogen wieder Richtung Canon Lodge zu gehen schien. Den Pfad geradeaus ignorierten wir in diesem Moment, was uns später jedoch noch ärgern sollte… 😈
Vereinzelte Köcherbäume gab es auch hier. Solo oder mit Bewohnern… 😄
Die scheuen Oryx und Springböcke nahmen sofort Reißaus, auch wenn wir hunderte Meter entfernt waren. Tja, Landschaft pur hat ja auch was. 😗
Wie wir unterwegs schon vermutet hatten, führte der Weg direkt zur Canon Lodge. Das war ja gut und schön – doch unser Auto stand doch am Village… 🙄
Mittlerweile war es kurz vor zwölf – wahrscheinlich hatten wir einfach zu viele Pausen gemacht und tatsächlich drei Stunden für die Runde benötigt… Die Sonne stand hoch am Himmel und brannte unbarmherzig! Aber nun gut, wat mutt, dat mutt… wir machten uns mehr oder weniger motiviert auf den Weg zum Village… 😵
Am Wegesrand flitzte etwas hin und her und wir dachten erst, es wäre eine Spinne. Aber identifizieren konnten wir es bisher nicht… 😐
Etwas später trauten wir unseren Augen kaum. Da rennen wir stundenlang über die Berge und fotografieren „Pferdeköttel“ und dann galoppiert ein Bergzebra quasi über die „Zufahrtstraße“! Leider war es ziemlich weit weg und rannte direkt an den Straßenschildern vorbei - nicht gerade idyllisch...
Als wir unser Auto wieder hatten, versuchten wir noch, ihm hinterher zu pirschen – hatten aber kein Glück mehr… 🙁
Zurück in der Canon Lodge wurde uns dann auch klar, wo die Oryxe und Springböcke sich versteckten. 😄 Wir wandern durch die Wildnis, die Tiere flüchten und stehen dann direkt vor der Rezeption und grasen… Aber verstehen kann man es natürlich, das wenige Gras ist auch zu verlockend und die Tiere waren zum Teil schon sehr abgemagert. 🤨
Auf der Terrasse gönnten wir uns auch erstmal ein großes, erfrischendes Beer Shandy. 😉
Danach war nur noch relaxen, schwimmen und lesen angesagt… Und wer zeigte sich dort zu späterer Stunde dann noch?!
Auch klar – ein Bergzebra! 🤩 Der arme Kerl wirkte ebenfalls sehr ausgemergelt… 😮
Unser Fazit: Wirklich weit wegbewegen muss man sich von der Canon Lodge wirklich nicht, um Tiere zu sehen! Trotzdem haben wir unsere wunderschöne Wanderung nicht bereut, auch wenn es ziemlich heiß wurde und wir noch eine Extrarunde zum Auto abholen einlegen mussten. 😛
Auch ein paar gefiederte Artgenossen trafen wir auf dem Gelände noch an.
African Red Eyed Bulbul
Mountain Wheatear
Aufgrund der unglaublichen Hitze an diesem Tag flüchteten wir ins Zimmer, bevor wir uns später für Abendessen frisch machten.
Und weil es so schön ist, gibt’s noch ein letztes Bild von dem tollen Lodge Gelände. 🙂
Obwohl es, wie am Vorabend, ziemlich windig war, suchten wir uns wieder auf der Terrasse ein Plätzchen und genossen den Abendhimmel. Das Essen (u.a. Springbock, Gem Squash) war wieder ziemlich gut, nur das Dessert überzeugte uns an diesem Tag nicht so richtig.
Einfach faszinierend, wie sich die Farbe des Abendhimmels innerhalb von nur zehn Minuten ändert… 🙂
Wir genossen die Abendstimmung vor unserem Häuschen noch ein wenig, bevor wir ein letztes Mal in die kuscheligen Betten der Canon Lodge krabbelten. Gute Nacht! 😘
Teil 1619. März 2016
Herzlichen Dank und viele Grüße an alle Mitreisenden und Danke-Button Drücker - die Hälfte ist geschafft... 😄
28.12.2015 Urlaubshalbzeit! Fahrt zum Mesosaurus Camp (ca. 210 km Fahrt)
Auch am letzten Morgen in der Canon Lodge, standen morgens um sieben wieder einige Oryx vor unserem Häuschen, auf der Suche nach genießbaren Halmen...
Sie machten einen ruhigen und entspannten Eindruck, um so witziger ist es im Nachhinein auf jedem Foto eine andere Konstellation zu sehen… Zwischen den Felsen kam irgendwie immer ein neuer zum Vorschein. 😄
Trotz des recht bewölkten Himmels, gönnten wir uns ein Abschlussbad im Swimmingpool, bevor es zum Frühstück ging.
Dann hieß es Taschen packen, zahlen und Abschied nehmen… die Zeit in der Canon Lodge hat uns sehr gut gefallen, ruhig und erholsam, in einfach wunderschöner Umgebung! 🙂
Ich fuhr das erste Stück auf der C37 und C12 Richtung Keetmanshoop Auf unserem Weg trafen wir scheue Springböcke und neugierige Kudus…
Da das letzte Stück der C12 bis Seeheim gesperrt war, fuhren wir auf die D545 ab und kamen am Naute Dam vorbei.
Als ich den Überlauf überfuhr, sah ich links von mir etwas Rotes im Schilf sitzen und bremste abrupt ab… 🤩 Markus‘ sprach eine letzte Verwarnung zum Bremsen mitten auf dem Weg aus und ich fuhr zähneknirschend weiter und parkte. 😠
Zu Fuß ging es für mich durch das Wasser zurück, aber der Vogel hatte sich natürlich aus dem Staub gemacht und saß weit entfernt in einem Baum… 😈 Ist es ein Southern Red Bishop (Oryxweber)?!
Aufgrund der „guten“ Stimmung zwischen Fahrer und Beifahrer, stand ein Fahrerwechsel an und wir fuhren am Naute Dam vorbei Richgung B4. 😗 Bevor wir nach Tagen wieder auf Asphalt fuhren, kontrollierten wir den Luftdruck unserer Reifen, aber aufgrund der gefahrenen Kilometer und der Außentemperatur, hatten sie bereits wieder den richtigen Druck „intus“.
Dann stand der Großeinkauf in Keetmanshoop auf dem Programm, auch Diesel musste mal wieder aufgefüllt werden. Aufgrund diverser Berichte über diese Stadt waren wir gespannt, was dort auf uns zukommt. Als wir an der ersten Tankstelle vorbeikamen, sprangen direkt fünf Männer auf und winkten uns heran – wir fuhren erstmal weiter…. 😗 Es gibt einen Spar und auch einen Pick and Pay im Ort, beide liegen an der „Hauptstraße“ und machten einen wuseligen Eindruck auf uns. Gegenüber vom Spar sahen wir eine Standartbank und ich nutzte die Gelegenheit zum Geldziehen. Allerdings ohne Erfolg – mein Wochenkartenlimit war am Ende. 😮 Mit Markus‘ Karte klappte es jedoch sofort...
Weihnachts“grüße“ gab’s auch noch!
Die nächste Tankstelle war unsere und für unseren Hilux gab’s eine ordentliche Tankfüllung! Der Tankwart war super nett, jedoch kleinwüchsig, was seiner Tankkunst keinen Abbruch tat – aber dafür gab’s das erste und einzige Mal keine geputzten Scheiben beim Tanken. 😉
Bei unserer Runde durch die Stadt hatten wir am Rande ein Einkaufszentrum mit großem Parkplatz und einem Shoprite gesehen. Den steuerten wir, mit unserer Einkaufsliste für die nächsten 9 Tage als Selbstversorger, an. Und wieder bekamen wir alles, was wir benötigten – außer Wasser! WAS?! Das konnte doch wohl nicht wahr sein… 🙄 😠 Weder im Supermarkt, noch im Bottle Store gabe es Wasser in 1 oder gar 5 l Behältern. OMG! Ohne Wasser in den KTP zu fahren, war nun wirklich nicht unser Plan gewesen… 😣
Aber es nützte nix, wir hatten noch 1,5 5l Kanister Wasser an Bord und hofften nun auf den Campshop in Mata Mata! 😗
Beim Verstauen unserer Einkäufe aus zwei vollen Wagen, gingen uns unser Parkwächter sowie der "Einkaufswagen-Chief" zur Hand. Etwas genervt packten wir somit alles wahllos in unsere Klappboxen und die Kühlbox, gaben ihnen ihren verdienten Tip und waren froh, als wir letztendlich wieder aus der Stadt rollten. Keetmanshoop hatten wir überstanden – wirklich unsicher haben wir uns dort nicht gefühlt, aber wir hätten auch nicht unbedingt länger dort bleiben wollen. 😗
Bereits auf dem Weg zum Mesosaurus Camp sahen wir Köcherbäume am Wegesrand.
Plötzlich stockte uns der Atem, da zwei Kudus die Straße kreuzten. Es ging so schnell, dass ich nur „draufgehalten“ habe – wirklich krass, wie leicht sie diese hohen Zäune überspringen! 😮
Dann hatten wir es geschafft und kamen am Mesosaurus Camp an – das wir die Nacht dort verbringen konnten, war gar nicht so selbstverständlich. Eigentlich hatten sie wegen Renovierungsarbeiten einige Wochen geschlossen und es war nur die Campsite verfügbar. Da wir jedoch ohne Camper unterwegs und unbedingt auf dem Weg zum KTP bei ihnen übernachten wollten, sagten sie uns bereits Monate im Voraus zu, dass wir ein Zimmer bekommen sollten. Ob dies wirklich klappte?! 😕
Ja, es klappte hervorragend! Kaum ausgestiegen, kam Henrik auf seinem Moped angebraust und begrüßte uns. Wir sollten ihm mit dem Auto von der Rezeption aus folgen. Mich erinnerte er spontan an Terence Hill auf zwei Rädern… 😄
Wir erhielten das Chalet Nr. 3 mit dem klangvollen Namen "Hebaclada" und waren positiv überrascht! Alles war klein, aber fein. Recht einfach gehalten, mit außenliegendem Koch-/Essbereich. Alles war sehr sauber und wir fühlten uns direkt wohl. 🙂
Gegen 17.00h sollte die Mesosaurus Führung sein und wir meldeten uns direkt an. Dann wurden als erstes unsere verderblichen Vorräte in die Kühlbox der „Gemeinschaftsküche“ gebracht. Da wir die einzigen Gäste waren, konnten wir sie komplett nutzen, da sie ansonsten nur mit Erfrischungsgetränken des Camps gefüllt war. Danach sortierten wir unsere beiden Transportboxen, wobei die Getränkebox so schwer wurde, dass ich diese nicht mehr anheben konnte… 😄 😛
Diese niedlichen Ziegen schauten uns beim auspacken interessiert zu…
Größenvergleich Hilux:Bungi…
Wie verabredet, trafen wir um fünf an der Rezeption ein und waren überrascht, dass bereits ein Auto dort wartete. Es war ebenfalls ein deutsches Paar, welches als Camper unterwegs war. Im Konvoi fuhren wir hinter Hendrik her, der immer wieder vom Moped sprang, um das ein oder andere Gatter für uns zu öffnen.
Er führte uns zu der Mesosaurus Fundstelle, die er als Kind zufällig fand, als er seinem Vater bei der Reparatur eines Weges auf dem Farmgelände half. Hier liegen sie nun, diese hervorragend erhaltenen Fossilien, nur durch einfache Metallbauten vor der Sonne geschützt.
In der Nähe dieses Fundortes befindet sich das Grab des Unteroffiziers J. Splittgerber, er gehörte zur deutschen Schutztruppe und wurde hier, 1904 bei einem Überfall während des Nama-Aufstandes, getötet.
Wir fuhren ein Stück weiter und Hendrik zeigte uns weitere Fossilien…. Kaum vorstellbar, dass diese gut erhaltenen Abdrücke mehrere hundert Millionen Jahre alt sind… 🙂
Dann ging’s weiter in den Köcherbaumwald. Der Himmel war leider ziemlich bewölkt und zugezogen, schade um das Licht, dafür umgab uns eine leicht mystische Stimmung.
Nachdem Hendrik uns auf den metallisch klingenden blacks rocks (Dolorit-Felsen) noch eine Melodie vorgespielt hatte, machte er sich auf den Rückweg zur Farm, während wir vor Ort bleiben konnten, solange wir wollten.
Der Köcherbaum gehört zu der Gattung der Aloen und ist endemisch, speichert Wasser in seinem faserigen Holz. Er wächst sehr langsam und kann bis zu 400 Jahre alt werden. Selten sieht man so viele Köcherbaume auf einer Stelle, wie man sie hier erleben kann. Einige Stämme hatte es umgehauen, laut Hendrik liegt dies an den seltenen, aber durchaus heftigen Regenfällen, wodurch das Wurzelwerk nicht genügend Kraft hat, sich im Boden zu halten.
Die Rinde des Stammes ist ockerfarben und rissig; es sieht aus, als würde sich der Stamm schuppen. Diese "Schuppen" sind an den Kanten messerscharf. Trifft die Abendsonne auf die Stämme, leuchten sie wunderschön golden... 🙂
Die Dolorit Felsen erinnerten uns an wahllos verteilte Streusel… eine faszinierende Umgebung! 😘
Wir verfolgten einen flinken Vogel, der von Baum zu Baum hüpfte und tippen hierbei auf einen Dusky Sunbird...
Das zweite Pärchen machte sich auf den Heimweg und wir genossen die Landschaft in totaler Ruhe und Einsamkeit – ein wenig ärgerten wir uns, dass wir kein einziges Getränk für einen Sundowner dabei hatten. Da hatten wir das auspacken wirklich zu wörtlich genommen… 😵 😗
Doch nein, so alleine waren wir gar nicht, eine kleine Pferdefamilie zog an uns vorbei. Alle vier sahen auch ziemlich abgemagert aus und ich schickte innerlich wieder mal ein Stoßgebet an den Wettergott, etwas Regen zu schicken… 😐 Der Hengst war so entspannt, dass er sich vor unseren Augen ein Sandbad gönnte. Dann waren sie auch schon wieder verschwunden.
Ab und an zeigte sich ein Lichtstrahl zwischen der Wolkendecke und tauchte die Bäume in goldenes Licht, da es sich jedoch immer weiter zuzog und wir hungrig wurden, machten wir uns gegen sieben schweren Herzens auf den Weg zurück ins Camp…
Die kleine Pferdefamilie kam uns auf dem Rückweg nochmal entgegen, sie hatten an der gut gefüllten Tränke ihren Durst gestillt und wir warteten mit abgeschaltetem Motor, bis sich schließlich auch die Kleinen am Auto vorbei wagten.
Dann hieß es für mich Tore öffnen und schließen, damit alle Farmtiere in ihrer vorgesehen Sektion übernachteten. 😄
Zurück im Camp starteten wir unsere Selbstversorger Woche mit einem simplen Gericht, indem es Nudeln mit Pesto und frischem Salat gab, dazu ein kühles Getränk aus der Gemeinschaftsküchentruhe.
Bei unserer Ankunft, hatten wir mit Hendrik vereinbart, unser bestelltes Fleisch erst am nächsten Morgen mitzunehmen. Im normalen Betrieb bieten die Steenkamps auf Vorbestellung Meals oder Braaipakete an, da sie bei unserem Besuch jedoch eigentlich geschlossen hatten, informierten sie uns mit der Buchungsbestätigung, dass wir uns selber verpflegen müssten. Auf Markus‘ Nachfrage, woher sie ihr Fleisch beziehen, stellten sie den Kontakt zu Gobas Meat in Keetmannshoop her und so kam es, dass wir bereits Wochen vor der Abreise eine Preisliste zuhause hatten und uns unsere Fleischpakete für den KTP-Aufenthalt zusammenstellten. Aufgrund der Weihnachtsfeiertage wurde es auch noch vorab zur Farm geliefert, wo wir es schließlich am 29.12. tiefgefroren und in einzelnen Portionen vakuumiert entgegennahmen. Alles hat wunderbar geklappt und wir können die Metzgerei nur wärmstens weiterempfehlen, das Fleisch war eine Wucht! 😁
Am Abend kuschelten wir uns unter unsere Moskitonetze und lasen noch ein wenig. Und obwohl es den ganzen Tag über ziemlich bewölkt war, war diese Nacht jedoch leider wieder sehr, sehr heiß und schwül… 🙄 😐
Teil 1724. März 2016
29.12.2015 Auf geht’s nach S.A…. vom Mesosaurus in den KTP (KTC) – Fahrt ca. 340 km (davon ca. 100 km im KTP)
Die Nacht war sehr schwül und wir schliefen schlecht – doch was war das?! Morgens um 6.00h wurden wir vom Regen geweckt. Wir konnten es gar nicht fassen – der Wettergott hatte uns wohl erhört… 😄
Wir machten uns einen Kaffee und genossen die Abkühlung in unserer offenen Küche. Zwischendurch wurde der Regen sogar immer wieder so heftig, dass wir Fenster und Türe unseres Chalets schließen mussten, damit es nicht rein regnete.
Wir frühstückten erstmal und nach dem dritten Regenguss klarte es dann auf und wir packten unsere Sachen zusammen.
Leider konnten wir uns nicht mehr von Hendrik verabschieden, denn als wir gegen 9.00h an der Rezeption eintrafen, kam schon von der Farm eine junge Frau mit Kind herübergelaufen. Sie brachte uns unserer vorbestelltes gefrorenes Fleisch und wir bezahlten die ausstehenden Beträge. Alles hatte super geklappt – jetzt hofften wir nur, dass unsere Kühlbox das Fleisch über die nächsten Tage entsprechend frischhalten würde. 😗
Auf ging es Richtung KTP und die ersten 100 km gehörten mir! Die Pad war recht schlickig und es standen teilweise große Pfützen auf dem Weg. Nach kurzer Zeit „beschwerte“ Markus sich, dass wir bei dem Tempo wohl 8 Stunden benötigen würden. 🙄 Ok, das ließ ich mir nicht zweimal sagen und ich gab Gas und fuhr mit Karacho durch die nächste Bodensenke… 😄 Leider gibt’s von meinen Wasserdurchfahrten keine Fotos… 🤢
Doch schon bald wurde die Pad wieder trocken und staubig und die Temperaturen stiegen merklich an!
Unsere Idee war es, in Koes nochmal nach Trinkwasser zu schauen, doch als wir durch den Ort fuhren, verwarfen wir die Idee wieder und hofften weiterhin auf den Shop in Mata Mata. 😉
Die Landschaft veränderte sich und die hügelige rote Dünenlandschaft begleitete uns auf dem restlichen Weg.
Am Kalahari Farmstall machten wir einen kurzen Stopp, doch dort war keine Menschenseele anzutreffen und von daher fuhren wir bald weiter. Wir hatten kaum die Pad wieder erreicht, da kam uns ein Wagen mit hoher Geschwindigkeit entgegen und es passierte, was irgendwann passieren musste – wir hatten einen Steinschlag in der Frontscheibe – mitten im Sichtfeld… Grrr!!! 😈
Am Farmstall Sitzas legten wir ebenfalls einen Stopp ein, kauften dort jedoch nur ein eiskaltes Getränk, da die Auswahl an diesem Tag ansonsten sehr beschränkt war. Es gab nur drei Paket Fleisch im Tiefkühlfach und auch sonst hatten wir uns mehr davon versprochen. Aber hübsch aussehen tut der Laden! 😉
Dann stand die Ausreise aus Namibia bzw. das Einchecken im KTP an. Die Grenzformalitäten bei Mata Mata waren unspektakulär, lustig war nur, dass das Büro mit 3 Leuten besetzt war, wir uns jedoch trotzdem hintereinander anstellen mussten und nacheinander abgefertigt wurden. Ordnung muss sein! 🙄 Krass war jedoch der Unterschied der Bekleidung bei den „Offiziellen“. Während der junge Mann auf namibischer Seite ein löchriges „Police“ Shirt trug, gab es auf der S.A. Seite richtig schicke Uniformen… 🤨
In der Rezeption von Mata Mata verlängerten wir unsere Wildcard, zeigten unsere Buchungsbestätigung für die nächsten 8 Nächte und bekamen schließlich das Entry Permit ausgehändigt. Zur Registrierung mussten wir vorher ein Formular ausfüllen. Wir wunderten uns, denn es war ein Anmeldeformular für den Addo Elephant Parc… 😄 Markus wollte einen Scherz machen, so nach dem Motto „wenn wir im Addo sind, dann sind wir wohl falsch“ – aber die gute Dame an der Rezeption war wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden und verstand so gar keinen Spaß. 😎 Also rissen wir uns zusammen und legten einfach artig alle geforderten Dokumente vor… Das Markus‘ zweimal die falsche Pin seiner Kreditkarte eingab, machte die Sache auch nicht besser, aber schließlich klappte alles! 😕
Für die Fahrzeugregistrierung hatten wir zum Glück die passenden Unterlagen von unserem Vermieter bekommen und dort lief alles ganz flott. 🙂
Es kam ein Officer mit uns zum Auto, um es zu inspizieren – allerdings nur die Fahrerkabine. Danach war sein Interesse bereits gedämpft, er warf nur einen kurzen Blick in den Kofferraum und dann öffnete er die Schranke und winkte uns durch. 😛
Dieses Ground-Squirrel vorm Mata-Mata Shop war das erste Tier, welches uns im Park über den Weg lief.
Die spannendste Frage der letzten Stunden wurde geklärt… Hier gab es tatsächlich Wasser!!! 🤩 Und endlich kamen auch unsere lange mitgeführten Rand zum Einsatz (keine Kartenzahlung möglich) und wir deckten uns gleich mit 5 Fünf-Liter Kanistern für die nächsten Tage ein. Außerdem wurde beim Thema Vogelbestimmung aufgestockt und zum Sasol gesellte sich von da an noch der Newman’s. 😉 Für mich gab es das Tracks&Signs Bestimmungsbuch und weil vorhanden, kauften wir auch noch den Peter’s Guide sowie natürlich einen Travel Guide vom Kaglagadi Park.
Unserer Meinung nach war der Shop insgesamt recht gut sortiert!
Markus senkte noch den Reifendruck auf die vorgeschriebene Barzahl und es ging endlich los… 😁
Wir freuten uns wie bolle und waren gespannt, was die nächsten Tage so bringen sollten… Markus' (völlig maßlose und übertriebene) Zielsetzung vorm Urlaub war es übrigens, 100 Katzen im KTP zu sichten… Na Bravo – dass konnte mir ja was geben… 😕
Da es noch vor 14.00h war, beschlossen wir, erstmal ein Stück zu fahren, bevor wir im KTC eincheckten.
Bereits beim ersten Wasserloch sahen wir Oryxe und Strauße.
Secretary Bird
Springböcke
😛
Es war unglaublich heiß und die Tiere zogen langsam am Auob River entlang oder lagen direkt neben der Pad in den begehrten Schattenplätzen.
Gegen drei trafen wir im Kalahari Tented Camp ein. Die Rezeption war nicht besetzt und so war „do it yourself“ angesagt. Das Zelt Nr. 7 war für uns vorgesehen und wir trugen uns in die ausgelegte Liste ein.
Wir waren mehr als positiv überrascht von der Unterkunft! Das Zelt war tiptop sauber und geräumig. Aufgrund der mittigen Lage, hatten wir einen tollen Blick auf das Wasserloch, nur an einen Schattenplatz war auf der Terrasse nicht zu denken und so stellten wir die Stühle ganz nah ans Zelt und genossen die Aussicht.
Nach kurzer Verschnaufpause ging es nochmal raus auf einen Nachmittags Drive. Wir fuhren bis zum Urikaruus Wasserloch und sahen auf dem Weg weitere Oryx, Springböcke, Schakale und Giraffen. Auf dem Hinweg nahmen wir unabsichtlich einige „Umgehungen“, auf dem Rückweg hatten wir dann dazugelernt und fuhren an allen Wasserlöchern entlang. 😉
Sehr weit entfernt entdeckte Markus ein Tier, welches sich nicht wie ein Schakal verhielt. Und tatsächlich – wir entdeckten unsere erste Katze – genauer genommen unsere erste Wildcat! 😄
Und dann noch in einer etwas unrühmlichen Position, aber wir wollen mal nicht so wählerisch sein… 😗
Die Pad war in einem guten Zustand und diese Jungs waren dafür wohl verantwortlich.
Tawny Eagle?
Namaqua Sandgrouses und Cape Turtle Doves
Neben dem Wasserloch lag eine Gnu Mami mit ihrem Neugeborenen. 😘
Ground Squirrel
Eine Gruppe Giraffen überquerte die Pad.
Spotted Eagle Owl mit ihrem Nachwuchs
Crimson Breasted Shrike - Rotbauchwürger
Spottet Thick Knee/Kaptriel?
Diesem Oryx ist der Besuch am Wasserloch Dalkeith zum Verhängnis geworden… 😣
Leider waren die Bateleure sehr weit weg (und sind dadurch sehr unscharf), trotz allem kommen sie hier mit rein, denn war es so ein nettes Pärchen.
Es war bereits kurz nach sieben, als wir wieder am Wasserloch Craig Lockhart ankamen. Einige Autos standen dort und wir überlegten, ob wir direkt zum Camp weiterfahren sollten, als wir eine Giraffe am Wasserloch sahen. Und so bogen wir nochmal ab, denn nach mehreren Giraffen an diesem Tage, hatten wir noch keine beim Trinken beobachten können...
Dieser Black-backed Jackal beobachtete ebenfalls die Lage.
Nach einigen Minuten fuhren die ersten Autos los, wir blieben noch etwas und beobachteten die Giraffe beim Trinken und waren happy! 🙂
Wir wunderten uns noch, warum allen anderen Autoinsassen die Giraffe recht egal schien und unser Blick ging weiter nach links… Und dann sahen wir sie! 😄
Diese vier Jungs hatten also die Autoansammlung verursacht – und wir Deppen stellten uns nebendran und fotographierten in aller Seelenruhe die Giraffe… 😣 😵 😗
Wieder in Deutschland, sendeten wir die Fotos an Matthew Schurch und er identifizierte sie als „The Musketeers“. Eine Koalition von 4 Geparden Männchen, welche sich zwischen Mata Mata und Urikaruus bewegen und im Oktober 2014 erstmals gesichtet wurden.
Sie entfernten sich leider immer weiter und mit ihnen auch alle anderen Autos – wir genossen den Anblick noch ein paar Minuten und dann mussten auch wir schweren Herzens dringend zurück Richtung Camp, schließlich hatten wir noch gute 10 km vor uns… 😗
Wir waren seelig! Gleich vier Cheethas auf einen Streich! Zusammen mit der Wildcat hatten wir somit fünf Katzen während des ersten richtigen Drives gesehen… 🤩
Kaum kamen wir im Camp an, lief uns der Ranger auch schon entgegen. Zwar waren wir noch gerade pünktlich, allerdings hatten wir nach dem unbürokratischen Einchecken im Camp total vergessen, den Laufzettel wieder an der unbesetzten Rezeption abzugeben. 😗 Nun war er auf seiner Kontrollfahrt durchs Camp und hatte gesehen, dass unsere Unterkunft noch unbesetzt war… Wir entschuldigten uns und erzählten ihm von den 4 Cheethas und alles war gut! 😉
Von der Terasse aus beobachteten wir kurz drauf noch eine ganze Gruppe Giraffen beim Trinken – ja, wenn wir das vorher gewußt hätten, dass sie quasi bis vor die Haustüre kommen… 😄
Danach kümmerten wir uns um unser Abendessen und es gab die erste Portion Rinderfilet (mmmh) mit ordentlich Knoblauch (gegen die Moskitos 😛 ), Gurkensalat, Kartoffeln und Avocado. Da uns draußen zuviel Getier rumflog, aßen wir allerdings im Küchenzelt (voll warm 😣 ), bevor wir den weiteren Abend bei einem Gin Tonic mit Blick auf das beleuchtete Wasserloch ausklingen ließen. Ein Gekko erfreute sich derweil an den dicken Motten und wir verfolgten seine geschickte Jagdtaktik.
Für uns war es ein rundum gelungener Tag und ein toller Einstand im KTP! Lediglich das Rumgefahre der Nachbarn störte, da in dem offenen Camp abendlich Spaziergänge natürlich keine gute Idee sind. Und ausgerechnet unsere Nachbarn hatten an diesem Abend eingeladen, was die Ruhe noch einige Zeit ziemlich störte… 😠 Aber egal, wir schliefen bald ein – und durch die guten Belüftungsmöglichkeiten von allen Seiten waren die Temperaturen sogar recht angenehm. Lediglich von unten war es ziemlich warm, da sich die Matratze total aufgeheizt hatte – aber dieses „Problem“ sollten wir in den kommenden Tagen noch des Öfteren haben… 😣 😗
Gute Nacht!
Teil 1824. März 2016
30.12.2015 – vom KTC ins Kiliekrankie Wilderness Camp – Teil 1: Morning Drive(Achtung: bei Katzenhaarallergie bitte aussteigen!!!) 😛
An diesem Morgen wurde Markus um 5:20h geweckt – dieses Mal nicht vom Regen, sondern von morgendlichen Buschlauten… 😄 Nachdem er sich vergewissert hatte, ob er die Laute richtig deutete, weckte er mich ebenfalls und gebannt starrten wir gemeinsam auf das Wasserloch.
Tatsächlich! In der Morgendämmerung sahen wir zwei Löwenmännchen dort… 🤩
Eine halbe Stunde beobachteten wir sie, während wir unseren Kaffee tranken und überlegten, ob wir denn nun wirklich unseren geplanten Morningdrive machen sollten, bevor wir frühstücken und auschecken mussten oder lieber im Camp blieben, um zu sehen, was noch so passieren würde…
Wir entschieden uns für’s Fahren – vielleicht hatten wir ja Glück und die beiden waren noch länger vor Ort?! 😗
Wie sich herausstellte, war es eine gute Entscheidung! Am ersten Wasserloch (Sitsas) sahen wir bereits von Weitem, dass unser Entschluss der richtige war… 🤩
Verteilt über das Auob Tal lagen einige Großkatzen… ein Pascha war (noch etwas verschlafen) auf dem Weg zum Wasserloch.
Vorsichtig näherten wir uns dem Lookoutpoint…
Die Löwen näherten sich ebenfalls – skeptisch beäugt von Oryx und Schackalen.
Insgesamt handelte es sich um eine Gruppe von 5 Tieren in unterschiedlichen Altersstufen…
Dann folgte eine herrliche Interaktion dieser majestätischen Tiere – bei der es teilweise ganz schön zur Sache ging!
Nach einer halben Stunde fuhren wir weiter zum Wasserloch Dalkeith, dort trafen wir auf eine Gruppe von sieben Giraffen…
Und auf diesen wunderschönen Schakal…
Auch die Eule sahen wir auf unserem Weg wieder in ihrem Baum sitzen.
Gegen viertel nach sieben drehten wir um. Die Löwengruppe hatte sich mittlerweile dem Wasserloch genähert und waren nun noch besser zu beobachten. 🙂
Hat sie nicht eine wundschöne Fellfärbung?! 😘
Auf der anderen Seite der Pad entdeckten wir eine weitere Löwin, als sie sich der Gruppe näherte, wurde die Stimmung nochmal angefacht…
Bei dem Anblick würde man doch am liebsten das juckende Fell kraulen, oder?! 😛
Es wurde geschmust und gekuschelt, während andere halb im Wasser hingen… 😄
Nach einer weiteren halben Stunde mussten wir aufbrechen, mittlerweile war es kurz nach acht und wir wollten ja noch frühstücken und mussten packen! Da wir auf dem Weg nach Kieliekrankie ohnehin ein drittes Mal an Sitsas vorbei kommen würden, viel uns der (kurze) Abschied nicht allzu schwer… 😁 😗
Teil 1925. März 2016
30.12.2015 – vom KTC ins Kiliekrankie Wilderness Camp - Teil 2
Als wir gegen acht wieder im KTC eintrafen – und dieses Mal auch ordnungsgemäß unseren „Laufzettel“ abgaben 😗 – sagte uns der Ranger an der Rezeption, dass eine halbe Stunde vorher eine Löwin einmal quer durchs’s Camp gelaufen sei. Nun wäre sie verschwunden, aber einer würde noch am anderen „Ufer“ liegen. Was war denn hier los?! Ist hier irgendwo ein Nest?!?! 😄
Löwendurchquerung des Camps, während wir auf einem Drive sind… Na, man kann schließlich nicht alles haben… 😉
Am Wasserloch hatte sich mittlerweile eine große Gruppe Gnus eingefunden.
Treffpunkt: Wasserloch
Die Tiere stillten nach und nach ihren Durst und verzogen sich dann weiter nach links, unter den schattenspendenen Baum. Es dauerte ewig, bis sie sich, einer nach dem anderen niederließen…
Kaum hatten die Gnus das Feld geräumt, zog eine Herde Springböcke vorbei…
Immer schön unter der Beobachtung des Löwenmännchens, welches kaum zu erkennen, auf der Gegenseite unter einem Busch lag… 🤨
Wir frühstückten und diese Piepmätze leisteten uns dabei Gesellschaft…
White browed sparrow weaver - Mahaliweber
Cape crow
Chestnut-vented warbler?
Wir packten unsere Sachen soweit zusammen und dann passierte es – die Türe zu unserem Zelt ging nicht mehr auf!!! 😮 Man muss dazu wissen, dass es keine Schlüssel im Kalahari Tented Camp gibt… Als wir von unserem Morningdrive zurückkehrten, stand die Türe offen. Wahrscheinlich hatte sie einer von uns nicht richtig geschlossen oder der Wind hatte sie einfach aufgedrückt. Es war auf alle Fälle alles ok drinnen und sah auch nicht nach tierischem Besuch aus. 😄 Während der letzten Stunde waren wir jedoch immer bedacht darauf, sie „richtig“ zu schließen und nun war sie zu! Ausgerechnet kurz vor der Abfahrt… 😠
Nebenan war die Housekeeping Dame zugange und wir fragten sie, ob sie evtl. eine Art "Generalschlüssel" hätte. Doch sie verneinte. Glücklicherweise fuhr gerade der Ranger (wir wissen seinen Namen leider nicht mehr…) vorbei und Markus winkte ihn heran. Auch er hatte keine Idee, da sich das Innenleben des Schlosses verschoben hatte! Seine Idee war, über ein geöffnetes „Fenster“ einzusteigen, aber die hatten wir natürlich – typisch deutsch – bereits alle ordnungsgemäß geschlossen… 😈
Er rief also im Hauptcamp in Mata Mata an, dort gab‘ es einen Mechaniker, den er zum Glück direkt erreichte – dann aber mit seinem Auto abholen musste… 😣
Also hieß es erstmal warten! 😗
Zum Glück wurden wir durch die vielen Ground Squirrels vor unserer Terrasse gut unterhalten (und Gnus, Springböcke und den Löwen gab es ja schließlich auch noch zu sehen…).
So niedlich, wie sich die beiden immer wieder platt auf den Boden legten und ein Sandbad nahmen. 😘
Bei den Temperarturen ist so ein „eingebauter“ Sonnenschutz schon eine gute Sache! 😄
Außerdem entdeckten wir eine Yellow Mongoose, die mit den Hörnchen in einer Art Verbund lebt. Leider war sie immer so schnell, dass wir kein richtiges Foto bekamen… (dies ist noch das Beste..) 😵
Um kurz vor zehn nahte unsere Rettung und die beiden brachen direkt das ganze Türschloss raus. : 🙄
Vor lauter Dankbarkeit steckte ich dem Mechaniker 90 Rand Tip zu – viel zu viel, schließlich war es ja nicht unsere Schuld gewesen, aber ich war so erleichtert, dass ich erst später darüber nachdachte… 😄
Wir holten also unsere – bereits gepackten Taschen – raus und machten uns pünktlich zur Check-out Zeit auf den Weg nach Kieliekrankie…
Schon von Weitem signalisierten die vielen Autos, dass am Wasserloch Sitzas noch immer „hoher“ Besuch war! Auch andere Tiere fanden sich mittlerweile am Wasserloch ein, um bei der Hitze ihren Durst zu stillen. Skeptisch beobachteten sie jedoch die sechs Löwen, die verteilt im Schatten lagen oder ihre Herrschaft ausspielten und immer wieder zum Wasserloch liefen und damit alle anderen in die Flucht schlugen. 😉
Einer Löwin war es unter den Büschen und Bäumen anscheinend zu langweilig geworden und sie inspizierte den Parkplatz und die umherstehenden „Blechdosen“… Ist ja genug Schatten für alle da! 😁
Auf der anderen Seite konnte man währenddessen weiterhin das Verhalten der wilden Tiere beobachten. Einige waren ganz entspannt (Springbock), andere sehr neugierig und nervös (Oryx). Die Löwen waren jedoch einfach nur faul und träge. 😉
Bei uns am Parkplatz erschien noch eine zweite Löwin.
Die beiden Autoinsassen waren wohl froh, dass sie das Fenster rechtzeitig geschlossen hatten… Zwar sehen diese großen Katzen immer etwas behäbig aus und scheinen an Autos gewöhnt zu sein, aber es sind muskelbepackte Raubtiere und die Stimmung kann auch untereinander immer ganz schnell umschlagen. 😮
Insgesamt blieben wir nochmals eine Stunde am Wasserloch und beobachteten die Lage, bevor wir uns weiter auf den Weg machten. Wirklich weit gekommen waren wir im KTP ja noch nicht, was die Sichtungen innerhalb der paar Kilometer vom Gate anging, war es jedoch schon der Hammer gewesen! Gegen eine 2. Nacht im KTC hätten wir zu diesem Zeitpunkt auch keine Einwände gehabt… 😗
Aber nun standen uns zwei Nächte in Kieliekrankie bevor – eins der wenigen Wilderness Camps, die mit ebenso wenig Wohneinheiten bestückt sind. Knapp ein Jahr vorher, hatte Markus am Freischaltungstag nachts vorm Rechner gesessen, um den Zeitpunkt nicht zu verpassen. Und es hatte geklappt und wir „ergatterten“ je zwei Nächte in Kieliekrankie und in Urikaruus, aufgrund der Termine dort mussten wir die beiden Nächte im KTC aufteilen, aber das war wohl das kleinere Übel… 😄
Wir fuhren also weiter und trauten unseren Augen nicht… Nur ein paar Kilometer weiter lag schon wieder eine Löwin unter einem Baum, direkt neben der Pad. 🤩
Sollte sie sich auch noch zu der Gruppe gesellen?!
So langsam kamen beim Zählen wir in Stress… Zwei Löwen morgens am Wasserloch KTC, 6 Löwen in Sitzas, nun noch eine Löwendame , dass machte 9 Löwen vor zwölf Uhr… 😛
Wir setzen unseren Weg weiter fort und sahen Strauße und Springböcke.
Selbst die Giraffen hatten sich bei der Hitze in den Schatten gelegt.
Besonders schön zu beobachten war es, wenn unterschiedliche Tierarten ein Wasserloch besuchten. Respektvollen Umgang miteinander nennt man das wohl… 🙂
Wir sahen viele Oryx im gesamten Park – kein Wunder, dass der ursprüngliche Name mal Gemsbok Park war! Doch diese Gruppe am 13th Waterhole war irgendwie unruhig. Da stimmt doch etwas nicht… 🤨
Wir setzen zurück, irgendwas musste hier sein – und wirklich… Ein Stück entfernt vom Wasserloch lag dieser Geselle unter einem Busch und zuckte nicht einmal mit der Wimper… 😄
Die Oryx empfanden uns wohl als Löwen-Ablenkungskommando und stillten schnell ihren Durst. 😛
Wieder was gelernt – noch mehr als auf rumstehende Autos, sollte man auf das Verhalten von Wildtieren achten! Schnaubt oder wittert eine Antilope, dann ist was im „Busch“. Und so ein selbstgespähtes Raubtier ist doch immer noch am schönsten! 🙂
Strauße gab es ohne Ende…
Ebenso viele Secretary birds.
Diese hübschen Crowned lapwings – Kronenkiebitze waren neu für uns.
An dem Wasserloch Urikaruus hatten wir gestern, bei der ersten Ausfahrt, kehrt gemacht. Auch heute lag es einsam und verlassen da – einen einladenen Eindruck machte es jedoch auch nicht wirklich… 😕
Bei Rooibrak tauchte dann auch mal eine Straußenfamilie auf. In der flirrenden Hitze sah man die Kleinen gar nicht richtig – gute Tarnung!
Im Hintergrund, im Schatten der Büsche lagen – wie konnte es anders sein – vier Löwen! 😄
Sie waren jedoch ziemlich weit entfernt und so setzten wir unseren Weg bald weiter fort.
Vereinzelt gab es bereits Springbock Nachwuchs, dieses Kleine war recht früh dran – oder der Regen in diesem Jahr sehr spät, wie man es nimmt… 😐
Wir erreichten den Abzweig nach Kieliekrankie und von nun an ging es durch die hügelige, rote Dünenlandschaft weiter. Der Himmel zog sich etwas zu, was den Temperaturen jedoch keinen Abbruch tat. 🙄
Gegen halb drei trafen wir in Kieliekrankie ein und wurden von Jacques herzlich begrüßt! Wir erhielten das Bungalow Nr. 02 und schleppten erstmal den gesamten „Hausstand“ nach oben. Die Unterkunft war ein Traum – hell, groß, wunderbar gepflegt und mit einem tollen Blick in die Dünenlandschaft und auf das Camp-eigene Wasserloch! 🙂
Wir fühlten uns direkt wohl und genossen den Ausblick.
Dann schmissen wir den Ventilator an und gönnten uns einen kleinen Nap. Trotz des Ventilators war es jedoch so heiß, dass man es gar nicht lange im Bett aushalten konnte.
Also saßen wir auf der Terrasse, beobachteten die Vögel, die immer in Schwärmen zum Wasserloch flogen, schauten in die Weite und lasen im Gästebuch. Wir entdeckten, dass bereits einige "bekannte" Formis hier genächtigt hatten... 😉
Wir beschlossen, nicht mehr rauszufahren und den Rest des Tages in dieser wunderschönen Unterkunft zu bleiben.
Red-headed finch - Rotkopfamadinen
Gut getarnt: ein Bokmakierie - Buschwürger
Dieser Southern Pale Chanting Goshawk sorgte immer wieder für Trubel, da er sich in regelmäßigen Abständen in die Vögelschwärme stürzte.
Unser Mitbewohner, den wir mit Fliegen fütterten, die sich im Bungalow verirrt hatten und den Weg nach draußen nicht mehr fanden… 😗
Es war sehr entspannend und wir genossen die Ruhe…
Wären da nur nicht diese unsäglichen Bienen gewesen, die immer wieder um uns rumflogen! 😈 Obwohl wir keine Panik bekamen und ruhig blieben, gingen sie uns trotzdem ganz schön auf die Nerven, da sie immer wieder um unsere Köpfe flogen und auch sehr an unseren Getränken interessiert waren. Wir versuchten es mit Zuckerwasser an anderer Stelle und Pflaumen, die wir aufgeschnitten auf den Grill legten, um von uns abzulenken, aber das alles interessierte sie null! 😠
Relativ früh feuerten wir also den Grill an, denn der Tag war lang und wir hatten mittlerweile einen Bären… – Entschuldigung Löwenhunger!!! 😄
Ein Schabracken-Schakal Pärchen kam zur Abwechslung mal ans Wasserloch. Von den allgegenwärtigen Oryx war hier jedoch nix zu sehen…
Während sich Markus draußen am Grill um die Boerewurst und das Knoblauchbrot kümmerte, machte ich mich in der Küche an den Salat. Und beim Hereinlaufen musste es passiert sein – plötzlich verspürte ich einen höllischen Schmerz im Arm. Eine dieser (Mist-)Bienen hatte wohl auf meinem Shirt gesessen, zumindest hatte ich sie drinnen nicht gesehen oder gehört und stach mich unterhalb der Achsel in den Oberarm. 😠 Wahrscheinlich hatte sie durch meine Bewegung Panik bekommen, aber das war doch kein Grund… 😣
Ewig hatte ich keinen Bienen- oder Wespenstich mehr gehabt, aber an diesen stechenden Schmerz konnte ich mich nicht erinnern. Der Stachel steckte zudem noch und Markus wurde vom Grillmeister zum Operateur und eilte mit der Pinzette zu mir und befreite mich von dem Teil. Danach gab es Erste-Hilfe mit einer aufgeschnittenen Zwiebel und einer Eispackung. 🙁
Aufgrund dieses Zwischenfalls und da wir die Nase voll von den Viechern hatten, aßen wir drinnen.
Nach Sonnenuntergang – der aufgrund der Bewölkung irgendwie ausgefallen war – genossen wir unseren Wein wieder draußen auf der Terrasse. Bienen gehen anscheinend früh schlafen – zum Glück! 😗
Gegen halb zehn ging es für uns ins Bett, wir hatten genug erlebt an diesem Tag! Seelig und in Gedanken an die wunderschöne Landschaft und die insgesamt 14 Löwen, schliefen wir ein… Gute Nacht!
Gefahrene Kilometer im Park: ca. 120
Teil 2027. März 2016
31.12.2015 – Kieliekrankie – oder Silvester im Wilderness Camp – Teil 1
Silvester – der letzte Tag des Jahres – und Markus wollte ihn anscheindend nochmal in Gänze genießen, denn er war bereits um 4:20h wach… 🙄 Was macht man bitte um diese Uhrzeit?! Natürlich auf das beleuchtete Wasserloch schauen und Löwen beobachten… 🤩 Wie bitte?! Löwen in Kieliekrankie?! Jawoll!!!
Er weckte mich, doch es war noch viel zu dunkel, um Beweisfotos zu machen… Das entstandene Foto würde lediglich als Beweisfoto für ein vorhandenes Wasserloch durchgehen… 😣
Langsam wurde es heller und gegen kurz vor sechs reichte das Licht für ein Bild… Eine Löwin trank am Wasserloch, während sich die anderen 3 im Gras versteckten.
Sonnenaufgang in Kieliekrankie:
Immer wieder änderten sie ihre Position und waren teilweise recht schwer zu erkennen. Was für ein Start in den Tag! Hatten wir uns gestern noch gewundert, dass nicht allzu viel am Wasserloch in Kieliekrankie los ist, mussten wir dies heute nun erstmal revidieren… 😁
Die vier Damen waren sehr aufmerksam, verzogen sich jedoch nach einiger Zeit hinter den Dünen.
Wir beobachten noch den Sonnenaufgang, bevor wir uns gegen halb sieben auf den Weg Richtung Twee Rivieren Camp machten.
Der erste Stopp war bereits kurz darauf am Wasserloch Auchterloin bzw. am dort gelegenen Freilichtmuseum.
Eine Familie war bereits dort, was uns beruhigte. Bei unserem aktuellen Löwenscore wäre es uns nicht ganz wohl gewesen, alleine dort auszusteigen… 😄 🤪
Der Weg geht ein ganzes Stück über das ehemalige „Farm“gelände und es ist wirklich schön angelegt und beschrieben.
Zurück bis zum Auto ist es schon ein Stück, in unseren Unterlagen stand „Löwen suchen gelegentlich den Schatten des Museums auf“. Aber es war ja erst kurz nach sieben, da sind die Löwen bestimmt immer noch am Wasserloch… 😎
Am Parkplatz sahen wir in den Büschen diese Spinnennetze – Spinnen blieben uns im Urlaub ansonsten übrigens erspart... 😗
Um es vorweg zu nehmen, ansonsten war auf dem Weg bis Twee Rivieren nicht viel los! Nicht viel heißt in diesem Fall wirklich nicht viel – ein Oryx und ein Strauß war die spärliche Ausbeute, die ich euch hier nun vorenthalte… 🙁
Dafür gab es ein paar „neue“ Arten, die wir in diesem Urlaub bisher noch nicht gesehen hatten!
Northern Black Koorhan
Leopard Tortoise
Millipede
In sanften Wellen schlängelte sich der Weg auf den letzten Kilometern zum Camp.
Das letzte Wasserloch vorm Camp wurde gerade im Flug erobert, als wir vorbeikamen. Burchell's sandgrouses stillten hier ihren Durst.
In Twee Rivieren angekommen, stockten wir unsere Vorräte im Shop auf. Der Geldautomat war nicht gefüllt und von daher viel der Part des Geldziehens aus. Zum Glück hatten wir uns vorher mit ausreichend Rand eingedeckt… 😉
Das Sighting Board war noch mau bestückt an diesem Tag und wir kennzeichneten zumindest mal die Löwensichtung in Kieliekrankie. 😄
Dann wurde gefrühstückt! Die Plastikboxen hatten wir uns in Lüderitz zugelegt und machten sich nun prima als "Pausenboxen". 😛
Um kurz vor zehn ging es los, dieses Mal schlugen wir die Route entlang des Nossob Rivers ein.
Am Wasserloch Samevloeiing gab’s viele Oryx und einige waren trotz der hohen Temperaturen auf Krawall gebürstet. 🙄
Entlang der Strecke sahen wir einige Webervögelnester in den unterschiedlichsten Varianten.
Oryx sind doch einfach zu fotogen… 😘
Auch den Straußen war warm, mit ihren Flügeln fächerten sie sich Luft an den Körper.
Die Grenzsteine kennzeichnen jeweils den Grenzverlauf zwischen Botswana und Südafrika und verlaufen nicht parallel zur Straße, sondern wechseln schon mal auf die andere Straßenseite. So haben wir genaugenommen auch ein Ministück auf Botswanischem Boden zurückgelegt… 😁
Nur nicht umfallen, mit dem Knoten in den Beinen!
Am Wasserloch Rooiputs war dann wieder alles fein aufgeteilt. 😎
Oryx und Strauße auf der einen Seite unterm Baum…
… Löwen auf der anderen Seite unterm Baum!
Bei dem Wirrwarr an Mietzekatzen war es gar nicht so einfach, festzustellen, wie viele es tatsächlich sind… Wir zählten 7 und tippten auf zwei Männchen und fünf Weibchen…
Solange alle faul rumliegen, kann man sich ja ruhig auch mal etwas vor trauen… 😉
Das animierte jedoch die andere Partei, mal nach dem Rechten zu sehen.
Löwen?! Hilfe, da stehen einem ja die Haare zu Berge! 😄
Wir beobachteten das Spiel eine ganze Zeit, machten uns dann aber bald weiter auf den Weg. Für den Moment war hier nicht viel zu erwarten… Vielleicht waren wir jedoch auch einfach zu verwöhnt worden in den letzten Tagen?! 😗
Zwischen Rooiputs und Kij Kij entdeckten wir auf einmal etwas auf der Straße – etwas gelbes – aber es bewegte sich nicht. Es war tatsächlich eine Cape Cobra! Wir begutachteten sie aus verschieden Perspektiven, aber so richtig fit sah sie nicht aus… 😕 Hoffentlich war sie nicht überfahren worden?!
Am Wasserloch Kij Kij entdeckten wir unser erstes Eland des Urlaubes – leider kamen wir zu spät! 😣
Raubtiere waren nirgends mehr zu sehen, aber die Cape Crows machten sich an dem toten Tier zu schaffen.
Ab Kij Kij führte die Pad Richtung Kieliekrankie wieder durch die hügelige rote Dünenlandschaft und wir waren überrascht, wieviele Tiere wir hier heute sahen.
Zur Mittagszeit trafen wir wieder im Camp ein - hier das Wilderness Camp aus der Ferne.