ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201412. Jan. 2016 · #61
Ein kleiner Schmacko fuer den morgigen Tag! Gute Nacht nach Botswana!
Elsa
Champagner8'682 Beiträge · seit 201012. Jan. 2016 · #62
Elsa schrieb:Ein kleiner Schmacko fuer den morgigen Tag!
Elsa
Liebe Elsa,
heute ist morgen 😎 - und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Die Wartezeit kann ich dafür nutzen um dir herzlich für deine wunderschönen Fotos zu danken - für mein Empfinden sind sie nicht nur technisch ein Genuss, sondern du fängst die von mir so geliebte Atmosphäre, gerade jetzt wo Ihr im Moremi unterwegs seid, nahezu perfekt ein mit deinen Landschaftsaufnahmen. Man meint wirklich live mit dabei zu sein (ach, wäre es nur so 😐 , vorallem nach einem Sch...tag wie heute 😠 ). Aber zumindest komme ich ins Träumen - und das ist ja auch schon was..... 😉 !
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201412. Jan. 2016 · #63
20.09. - Moremi GR - Von Third Bridge nach North Gate /Khwai
Auch heute nacht waren sie wieder da, die Hippos und die Hyaenen 😘 . Die Buschzeitung verraet so einige Besucher und unsere campsite ist uebersaet mit den dunkelroten Blueten des Leberwurstbaumes.
Heute verlassen wir Third Bridge, es geht weiter ueber Xakanaxa bis zum Khwai /North Gate. Als erstes steht aber die Querung von der Bridge, der dritten und spannensten von allen, auf der Tagesordnung. Gestern hatten wir schon einige Autos dabei beobachten koennen. Man kann bereits von Weitem hoeren wenn ein Auto aus der Gegenrichtung kommt und die Knueppelbruecke passiert.
Das Wasser steht nicht besonders hoch, aber fuer einen kleinen Kick beim Durchfahren hat es dennoch gereicht. Das vorherige Durchlaufen durch das Wasser habe ich mir verkniffen, man weiss ja nie was so links und rechts im Wasser lauert. Ausserdem kam gestern genau aus dieser Richtung Hippogrunzen 🤩 .
Die Strecke bis Xakanaxa ist recht abwechslungsreich, mal offene Ebene, mal Busch, wunderschoene Graslandschaft in savannen-gelb, mal schmale und tiefe Sandspur oder ausgetrocknete Knueppelpiste. Natuerlich kommt uns an der engsten und tiefsandigsten Stelle ein Konvoi von SA-Campern samt Anhaengern entgegen und wir muessen uns im Ausweichen ueben. Unser Bushcamper verliert dabei wieder etwas Seitenlack in den Bueschen 😗 .
Tiere, ausser der ueblichen Verdaechtigen wie Zebras, Impalas und Giraffen, sind nur wenig zu sehen. Die meistens teilen sich bruederlich die begehrten Schattenplaetze unter den Baeumen und doesen in der Mittagshitze vor sich hin.
Bei Xakanaxa erfahren wir, dass heute morgen direkt in der Naehe des Camps ein Leo mit einem Riss gesehen wurde. Wir folgen der Beschreibung und bald sehen wir auch den Kill im Gebuesch liegen, aber keinen Leo. Vermutlich liegt dieser grad vollgefressen auf einem Leo-Baum und beobachtet uns Touris von oben. Wir fahren die Gegend noch einmal suchend ab, leider ohne Erfolg.
So, nach Xakanaxa wird es dann spannend. 🙄 Man hatte uns schon berichtet, dass die Gegend rund um Khwai etwas tricky ist. Und ja, sie ist es definitiv! Zunaechst geht es ein ganzes Stueck durch Mopanewald. Unsere T4A-Trulla fuehrte uns bisher wie am Schnuerchen, sie kannte einfach jeden Track. Aber nun standen wir im wunderschoenen Maerchenwald vor einer Wasserdurchfahrt 😮 . Ich wuerde sie jetzt mal in die Kategorie „etwas groesser und tiefer“ einordnen. Dazu ist das Wasser sehr dunkel, man sieht keinen Untergrund. Wir beschliessen, da fahren wir nicht durch und wenden. Ein Stueck zurueck, Trulla sich neu orientieren lassen und den nachsten Track versuchen. 2 Minuten lang hat sie einen Drehwurm, dann fuehrt sie uns wieder. Aber immer wieder an die gleiche Stelle, 5 oder 6 mal. Obwohl wir uns immer von einer anderen Seite (glaube ich zumindest) dem Wasserlauf naehern, stehen wir letztendlich immer an der gleichen Stelle. Wir erkennen auch auf der gegenueberliegenden Seite keinen anderen Track der uns weisen koennte. Wir sind nun etwas irritiert und wissen nicht weiter. In der Naehe trompeten Elefanten rum und durch das brackige Wasser den Untegrund abtasten will ich eigentlich nicht unbedingt. Ausserdem sehen wir auf der anderen Seite auch keine Reifenspuren die aus dem Wasser kommen. Wir wollen hier auch nicht die ersten und letzten sein.
Inzwischen haben wir Trulla ausgestellt, denn 3 Diskutierende im Auto sind definitiv 2 zuviel. Es muss die Hitze sein. Inzwischen habe sogar ich einen Drehwurm. Weit und breit ist kein anderes Auto zu sehen, es ist bruetend heiß und wir haben noch ein paar KM vor uns. Also muss die Papierkarte her. Da sie nur die Haupttracks anzeigt, beschliessen wir also so weit zurueck zu fahren bis die naechsten Gabelung kommt. Dann schauen wir weiter.
Zurueck am letzten Wegpunkt stellen wir Trulla wieder ein. Kurzer Drehwurm und Funkkontakt „nach oben“ und wir wissen wieder wo wir sind. Auf dem Hauptrack geht es dann weiter nach North Gate, als waere nichts gewesen. 😄 Warum sie uns querfeldein gelenkt hat, keine Ahnung. Spaeter sehen wir auf dem aufgezeichneten Track, dass da eigentlich „nur Wasser“ ist. Da uns auf diesem Abschnitt der Schweiss ein wenig auf der Stirn stand, gibt es davon leider keine Bildbeweise.
Am fruehen Nachmittag treffen wir dann am North Gate ein, erledigen das Formelle und checken auf unserem Platz #5 ein. Man warnt uns vor den Baboons und den Elefanten. Hier haben sie das Sagen.
Auf game-drive wollen wir nach dieser Irrfahrt erst spaeter gehen, also geniessen wir erst mal das Lagerleben. Die campsites sehen etwas heruntergekommen aus, Tisch und Bankkombi sind teilweise kaputt und broeckeln auseinander. Sauber ist es aber, auch der Grill und die Feuerstelle. Zumindest haben wir wieder einige Schattenbaeume, aber Schattenwandern ist trotzdem angesagt. Wir richten uns ein und goennen uns was Kuehles. Sofort spricht sich unser Ankommen rum. Voegel, in allen Groessen und Farben, ruecken an. Die Tokos sitzten uns fast auf dem Schoss. Unser Campnachbar ist mit den Baboons beschaeftigt, ein Glueck haben sie uns noch nicht entdeckt.
Spaeter gehen wir Duschen, der Ablutionblock liegt nur etwa 100 Meter entfernt. Vorsichtshalber schliessen wir alles weg und ab bevor wir gehen. Etwa 20 Min. spaeter sehe ich aus dem Fenster des Ablutionblocks unseren Nachbar „bei uns“ rumlaufen. Nanu... was ist denn da los? Er steigt auf unserem Wagen rum 🤨 . Versucht der etwa einzubrechen? Ich schnappe mir meine Sachen und renne zurueck. Auf halbem Weg erkenne ich was dort los ist. Die Baboons brechen bei uns ein und unser Nachbar versucht verzweifelt, sie davon abzuhalten. Wir hatten zwar alles weggeschlossen und alle Fenster verriegelt, aber wir hatten das Klappdach hochgestellt. Das war ein Fehler mit Konsequenzen.
Die frechen und schlauen Viecher wissen naehmlich, wie man Reissverschluesse oeffnet. Ich gebe zu, daran hatte ich schon gedacht, aber selbst wir kriegen diese dicken Reissverschluesse manchmal nur mit Muehe auf, weil sie wegen des Staubs so schwer gehen. Trotzdem hatte ich die Reissverschluesse von innen (7. Frauensinn... 😗 ) mit einem Band und Knoten zugebunden und dachte, das muesste im schlimmsten Fall reichen. Weit gefehlt.
Unser Nachbar berichtete dann, dass die Baboons uns genau beobachtet hatten und kaum dass wir zu den Ablutions aufgebrochen waren, sie unser Lager stuermten. Auf allen 3 Seiten versuchten gleichzeitig 2-3 grosse Tiere, die Verschluesse nur soweit aufzuschieben, dass die kleineren Tiere mit ihren duennen Armen reingreifen konnten. Und im Radius ihrer Arme wurde dann gewuestet und geklaut. 😵
Fazit: alles was sich oben auf dem Schrank befand, lag unten oder war weg! Zu „weg“ gehoerte natuerlich wieder unser Brot und 3 Paprikas! Ein Glueck lag die Kamera und das Netbook weit genug weg auf dem Bett. Ab jetzt bleibt also auch das Dach unten! Basta 😈 . Unser Nachbar hatte dann versucht, die Biester zu vertreiben und das Dach runterzudruecken. Leider stand die Themoskanne auch auf dem Schrank und das Dach konnte so nicht ganz eingeklappt werden. Inzwischen sassen die Baboons verteilt in den Bueschenund beobachteten uns ganz genau. Schon wieder so bloede Touris. Na ja, Recht hatten sie ja. Lektion endlich gelernt. Waehrend unseres weiteren Aufenthaltes war D.`s Liebslingsbeschaeftigung, mit der Flitsche auf Baboonjagd zu gehen! 😈
Am spaeten Nachmittag ging es dann auf game-drive. Die Gegend oestlich des Camps, entlang des Wassers ist einfach wunderschoen. Wir sind verschieden loops abgefahren und kurz vor Sonnenuntergang waren wir dann wieder im Camp.
Inzwischen verziehen sich die Baboon auf die hohen Baueme und es ist Ruhe. Dann kam der gemuetliche Teil, Sundowner, Grillen, Lagerfeuer und den Geraeuschen der Nacht zuhoeren. Als Betthupferl der inzwischen obligatorische Amarula. Nachts knarrte es in allen Bueschen, mehrere Elis durchstreiften das Camp .
Khwai - North Gate – campsite #5 – grosszuegige sites, aber nicht so gepflegt. Fuer den Preis waere eine Erneuerung der Tische und Baenke hoechste Zeit. Die Ablutions sind sauber und ordentlich, mit solarbeheizten Duschen. Aufpassen sollte man wegen den Baboons, mit ihnen ist nicht zu spassen. Elefanten- und Hyaenenbesuch ist garantiert.
Der morgige Tag gilt nur dem Tiere- und schoene Landschaft gucken! Und nein, wir werden auch nicht mehr beklaut! Bis dann, Elsa
felix__w705 Beiträge · seit 201413. Jan. 2016 · #64
Danke für die Berichte. Die lese ich mit grossen Interesse da wir nächsten Oktober auch im Khwai und North Gate sind. Von Affen (bzw Warnungen davon) hatte ich bisher vor allem bei 3rd bridge gelesen.
LolaKatze846 Beiträge · seit 201413. Jan. 2016 · #65
Grosses Lob an den Fahrer, das hat er gut gemacht 😁 . Und genau deshalb haben wir sooo grossen Respekt vor den Wasserdurchfahrten.
Meine Güte sind die frech, die Baboons 😮 . Haben vor gar nichts Respekt. Aber wer denkt auch, dass die die Reisverschlüsse aufbekommen - unvorstellbar - aber auch ganz schön schlau. Wenigstens lagen eure wichtigen Dinge nicht in Griffnähe...
vielen Dank für den tollen RB und die sehr schönen Bilder. Es macht Spaß im Geiste bei euch mitzufahren, zumal wir nun beschlossen haben 2017 auch Botswana zu bereisen. Weiter so, ich freue mich schon auf mehr....
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201413. Jan. 2016 · #67
Hallo liebe Bele, danke Dir fuers Kompliment! Die Landschaft im Moremi hat mich total fasziniert, auch wenn es sehr sehr trocken war. Aber auch wenn wir manchmal nicht viele Tiere gesehen haben, so war es doch immer ein Genuss in dieser Landschaft unterwegs zu sein. Speziell am Nachmittag bei dem weichen Licht.
Hallo Juergen, schoen dass Du auch dabei bist und ich euch Botswana noch schmackhafetr machen kann. In 2017 koennte es fuer uns auch wieder heissen: auf nach Botswana! Wir arbeiten jedenfalls schon darauf hin! Uebrigens fahre ich grad sehr gern und hochamuesiert auch bei euch mit!.
Hi liebe Nina, ja, inzwischen denke ich auch dass Wasserdurchfahrten weitaus kniffliger sein koennen. Ein Glueck haben die Baboons kein Interesse an eurer Thermoskanne gezeigt. Die hatten sie auch in den Haenden, denn ich habe ihre schmutzigen Fingerabdruecke darauf gefunden! Danach haben wir uebrigens die Reisverschluesse alle von innen noch mit einem Draht zugeschnuert.
Hallo Felix, auch Dir willkommen an Bord! Mein Neid sei mit Euch! Leider muessen wir dieses Jahr "aussetzen". In Third Bridge haben wir keinen einzigen Baboon gesehen! Oder es waren interessantere Camper am anderen Ende des Camps und sie haben uns deswegen in Ruhe gelassen.
Vielen Dank auch an alle anderen Danke-Button-Druecker! Heute abend geht es auch schon weiter, aber nur auf game-drive! LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201413. Jan. 2016 · #68
21.09. Khwai – North Gate
Die ganze Nacht haben wir das Grummeln der Elis und das Brechen der Aeste gehoert. Im Morgengrauen gab es ein lautes und furchterregendes Gebruell von den Baboons. Wir dachten die Machos sind am Kraeftemessen, aber wie wir spaeter vom Ranger erfahren, muss ein Leo durchs Camp gestreift sein und dann schlagen die Baboons kraeftig Alarm.
Am Morgen erkunden wir die noerdliche Gegend des Camps, fahren ueber die Knueppelbruecke bis zum Dorf (leider haben wir kein Brot gefunden 🙁 ) und anschliessend bis zum Sango Safari Camp. Dort wollten wir uns erkundigen, ob man mit ihnen einen game-drive oder eine Mokorotour machen koennen. Irgendwo habe ich gelesen, dass auch „Auswaertige“ aber zahlende Gaeste ihre Ausfluege bei ihnen buchen koennen. Wir scheuchen erst mal alle Angestellten von ihren Ruheplaetzen auf 😈 , denn es ist „the day before“, ihre Gaestegruppe wird erst morgen erwartet , wie wir spaeter erfahren. Ob wir Gaeste sind, werden wir gefragt. Nee, noch nicht, sage ich 😠 . Auf unsere freundliche Frage hin wird uns kurz und buendig mitgeteilt, dass sie ausgebucht seien und fuer andere Gaeste keine Ausfluege anbieten koennen. 😵 Schade, wir haben sie wohl in ihrer verdienten Ruhe gestoert. Zwar duerfen wir uns kurz die Lapa anschauen, aber dann verschwinden wir auch schnell wieder und es kehrt wieder Ruhe ein, im Sango Safari Camp! 😗
Schoen ist die Anlage ja, hier koennte man es echt gut aushalten... Na ja, dann fahren wir halt selbst, denn leider waren die Touren von SKL angeblich auch ausgebucht.
Wir fahren also zurueck und machen eine grosse Runde in der gleichen Gegend wie gestern. Hier kann man sich stundenlang aufhalten.
irgendwie gucken die Leierantilopen immer ein wenig doof aus der Waesche, oder?
ich liebe diese Landschaft
Hippo mit Salat
Felsen..
na, was fuer eine Gans ist das?
Ein Deutscher in Afrika
Mittags sind wir wieder im Camp. Betreiben Koerperpflege, machen Prophilaxe, Kuechenarbeiten und beobachten die Kleintiere. Seitdem D. gestern Nachmittag einen grossen maennlichen Baboon mit der Flitsche am Allerwertesten getroffen hat, machen die Viecher einen Bogen um ihn und lassen uns in Ruhe. Sie umkreisen uns zwar, aber in flitschensicherer Distanz. Hier weihen wir auch unsere Fusswanne ein. Das Thermometer klettert und klettert.... 😮
Nachmittags brechen wir noch einmal auf und fahren wieder verschiedene loops und tracks ab. An manchen Stellen bleiben wir dann auch mal laenger stehen und schauen dem tierischen Treiben zu.
Puenktlich mit dem Sonnenuntergang sind wir dann wieder im Camp und es folgt das uebliche Prozedere.
Leider geht es morgen schon weiter, hier haetten wir es noch laenger ausgehalten. Aber das legendaere Savuti wartet auf uns! Auch die Strecke soll es ja in sich haben!
Bis dann! Und schliesst schon mal die Fenster, denn morgen wird’s richtig staubig! LG, Elsa
Champagner8'682 Beiträge · seit 201013. Jan. 2016 · #69
Hallo Elsa,
deine "Was für eine Gans ist das" ist eine Spur-winged Goose !
Dieser hier hat mich aber mehr interessiert, weil ich den noch nie gesehen habe 😮 . Auch wenn du nicht gefragt hast: es ist ein Green Wood-Hoopoe. Möcht ich auch mal fotografieren 😐
Elsa schrieb: LG, Elsa
Zum Sango Camp sag ich mal besser nicht viel.... 😗 wobei ich mir schon vorstellen kann, dass sie keine externen Game-Drives anbieten können. Beide Male als ich dort war wurden alle Fahrten logistisch aufeinander abgestimmt, sie hatten nur zwei Fahrzeuge und auch die Anzahl der Fahrer war genau berechnet, Transfers zum Airstrip und zur Mokorostation mussten mit eingeplant werden.... das ging immer alles genau auf. Luft für Fremde wäre bei uns nie gewesen (mag aber Zufall sein). Du schreibst ja, ihre Gästegruppe würde erst am nächsten Tag ankommen.... das wundert mich ein bisschen. Sango ist immer ziemlich ausgebucht.
HI, DAS WAR GENAU DER RECHTE BEITRAG ZUR RECHTEN ZEIT, DANKE. SUPER, OHNE SCHNICKSCHNACK, ALSO ECHT GUT ZU VERWERTEN. HABEN AEHNLICHE REISE VOR MITTE APRIL BIS ENDE MAI.
HOFFEN, AUF GLUECK UND KEINE UEBERSCHEMMUNGEN NACH DER LANGEN TROCKENZEIT. DUERFEN WIR NOCHMALS UNS MELDEN, FUER EVTL. INFOS.
SIND NUN SCHON ETWAS ENTSPANNTER, DATROTZ OFTMALS NAMIBIAREISEN, BOTSWANA NOCH EIN OFFENES BUCH. WEBSITE ODER EMAIL iNFO DES ANBIETERS DER CAMPSITE BUCHUNGEN, WARE SUPER
GRUSS BRIGITTE
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201413. Jan. 2016 · #71
Hallo Bele,
ich weiss ja von Deinen Berichten, dass Du dort warst und es auch so schoen dort ist. Kann ich bestaetigen, das wuerde mir auch mal gefallen, vor allem, weil die Anlage ja recht klein ist. . Am Gate haben sie uns uebrigens auch nochmal gesagt, dass sie Touren fuer Externe anbieten. Na ja, egal. Im Nachhinein muss ich sagen, waren wir ganz froh drum. Aber dazu kommt spaeter im Fazit noch ein kurzer Kommentar.
Von denen hier
waren immer sehr viele zu sehen. Sie pickten meistens an den Staemmen rum und waren ueberhaupt nicht scheu.
Danke auch, dass ihr mir mit den Namen der 2-Beiner weiterhelft, ich wuerde sonst lange bei Tante g.... suchen muessen. Bin ja noch! keine Birderin!
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201413. Jan. 2016 · #72
Hallo Brigitte, gerne duerft ihr euch melden, kein Problem. Die Buchungen fuer alle NP-Camps in Botswana hat Hans Schoelink von Come-Along-Safaris fuer uns gemacht.
Nxai Pan South Camp, Baines Baobab und Third Bridge geht ueber Xomae Group Maun North Gate- Khwai und Savuti ueber SKL Maun Ihaha Chobe ueber Kwalate Safaris Maun
Die Kontaktdaten findest Du ueber die Suchfunktion hier im Forum oder im Netz.
LG, Elsa
felix__w705 Beiträge · seit 201414. Jan. 2016 · #73
Elsa schrieb:Hallo Felix, auch Dir willkommen an Bord! Mein Neid sei mit Euch! Leider muessen wir dieses Jahr "aussetzen". In Third Bridge haben wir keinen einzigen Baboon gesehen! Oder es waren interessantere Camper am anderen Ende des Camps und sie haben uns deswegen in Ruhe gelassen.
Danke. Mitgelesen habe ich schon eine Weile. Die nächsten Tage geht ihr wohl weiter auf unserer Route rückwärts. Für uns wird es das erste mal Afrika. Zuvor war es mehr Asien und Australien.
Elsa schrieb:Nxai Pan South Camp, Baines Baobab und Third Bridge geht ueber Xomae Group Maun North Gate- Khwai und Savuti ueber SKL Maun Ihaha Chobe ueber Kwalate Safaris Maun
Da ich gerade kürzlich gebucht habe kann ich da helfen: Nxai Pan South Camp, Baines Baobab und Third Bridge geht ueber Xomae Group Maun: http://www.xomaesites.com/ North Gate- Khwai und Savuti ueber SKL Maun: http://sklcamps.com/ Die haben scheinbar eine neue besser Website seit meiner Buchung Ihaha Chobe über Kwalate Safaris Maun: Kwalatesafari@gmail.com (die haben keine Website)
Am meisten Mühe bzw sie mit meiner Kredikarte hatte ich mit SKL. Xomae hat als einzige Online Zahlungs Möglickeit. Bei den anderen muss man ein Formular mit Kreditkarten Daten ausfüllen.
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201416. Jan. 2016 · #75
22.09. - Von Khwai /North Gate nach Savuti/Chobe
Es ist eigentlich ein Wunder, dass hier ueberhaupt noch Buesche und Baeume stehen, denn die Elis waren in der Nacht wieder sehr aktiv. Beim Fruehstueck beobachten wir das Machogehabe der Baboons, als sie mit ihrem Harem durchs Camp streifen. Zum Lachen bringen einen die Kleinen, meistens haben sie dummes Zeugs im Kopf und sind immer auf Erkundungstour. 🤩
Heute haben wir wieder eine laengere Strecke vor uns. Am Gate erkundigen wir uns noch einmal nach den Pistenverhaeltnissen. Die Sandridge Road ist extrem tiefsandig, die Marsh Road soll jetzt die bessere Alternative sein.
Gleich hinter dem Khwai Village , wo wir noch unsere Holzvorraete auffuellen, gibt es eine Wasserdurchfahrt. Wir sollen wir uns moeglichst rechts halten. Viel TamTam um nichts, denn die Wasserdurchfahrt entpuppt sich zwar als groessere, aber harmlose Pfuetze. Nichts mit Bugwelle oder so.... Da war es an der Third Bridge tiefer.
Die Fahrt bis zum Mababe-Gate gleicht einer Achterbahnfahrt, wir kommen aber gut und zuegig durch. Wir muessen allerdings hoellisch aufpassen, denn staendig kreuzen Zebras oder Elis direkt vor uns die Bahn.
Wenn in diesen ausgewaschenen Senken zu anderen Jahreszeiten oder nach Regen das Wasser steht, oha... da sieht so eine Fahrt schon anders aus. Da zaehlt dann wohl die Devise, Augen zu und durch, denn man kann unmoeglich vorher alle Loecher „begutachten“. Auf diesem Streckenabschnitt ueberholen wir ganze zwei 4x4´er Autos und beide haben einen Platten. Bei fast 40 Grad und Sonne einen Reifen zu wechseln ist wahrlich kein Vergnuegen. Uns bleibt es G.s.D. bis zum Ende der Reise erspart.
Dann kommt der Abzweig, links zur Sandridge Road und rechts die Marsh Road. Kurz danach gibt es auch eine Raststelle, wo gerade ein Fahrzeug von Bushway Safaris mit ihrer Gruppe Mittagspause macht.
Die naechsten 3 Stunden werden wir auf dieser Piste so durchgeschuettelt 🤢 , dass es fast unmoeglich ist, Fotos zu machen. Kaum dass man aus einer Senke rausfaehrt ist man schon im naechsten Loch. Die Piste ist extrem trocken, staubig und ausgewaschen. Ich kann mir denken, dass in der Regenzeit hier kein Durchkommen ist. Die Spurrillen auf beiden Seiten sind so tief, dass wir Angst haben, in der Mitte aufzusetzen. Was wir auch das eine oder andere Mal fast tun. Ein Glueck haben wir nur 1 oder 2 mal Gegenverkehr, denn ausweichen ist hier kaum moeglich. Auf beiden Seiten der Piste steht das Gras ziemlich hoch, so dass man kaum etwas sieht. Eine ganze Weile haben wir ein SA 4x4Fahrzeug mit Haenger vor uns, der uns noch mehr einstaubt. Wir fragen uns, wie der wohl bis Savuti durchkommt. Wenn der sich festfaehrt dann haben auch wir ein Problem. Ein Glueck macht er uns irgendwann Platz und wir sehen fuer die restliche Strecke kein anderes Fahrzeug mehr.
Tiere sehen wir so gut wie keine. Es ist bruetend heiß, das Licht sehr grell und sogar wir im Inneren des Fahrzeugs sind bald mit einer weissen Staubschicht bedeckt. Die Rueckenmuskulatuer ist dagegen erstaunlicherweise richtig gut gelockert worden, vorausgesetzt, man hat sich nicht im Sitz verkrampft . Ich will nicht wissen, wie es hinten in der Kabine aussieht. Und hoffentlich explodieren unsere Savannas nicht 🤩 !
Nach einer gefuehlten Ewigkeit trifft die Marsh Road dann wieder auf die Sandridge Road und wir naehern uns Savuti. Die Landschaft wird wieder interessanter. Wir fahren an den Ghoha Hills vorbei, links sieht man die Sandridge, dann wird die Ebene offener. Auch die ersten Tierherden sind zu sehen. Viele Elis, noch mehr Gnus und auch einige Giraffenfamilien. Viele Tiergruppen teilen sich den wenigen Schatten der Baeume. Die Luft flimmert und das Thermometer klettert immer weiter.
Dann endlich, aber eigentlich noch viel zu frueh bei der Hitze, kommen wir im Camp an. Am Gate erledigen wir die Formalitaeten, alles gaaanz langsam, damit man nicht ins Schwitzen kommt. Die letzten KM vor dem Camp hatten es noch einmal richtig in sich. Extremer Tiefsand, wir "erschwimmen" uns muehsam jeden Meter.
Unsere site #CV7 ist zwar gross, hat aber sehr wenig Schatten. Ein einzelner hohe "Camel Thorn Acacia" spendet uns nur so viel Schatten, dass wir stuendlich „wandern“ muessen. Und der Sand! Der ist dunkelgrau, stellenweise recht tief und heeeeiiiiiiissssss! Unser Bushcamper sieht aus wie s...., feiner grauer Staub findet sich heute sogar im Inneren der Kabine. Der Keller und der Schrank sind aber staubfrei geblieben, ein Glueck.
Wir richten uns ein, fahren die Markise aus und fallen ueber unsere kalten Getraenke her. Wie ueberall begruesst uns auch hier die Kleintierwelt, Zwergmangusten, Tokos, Graulaermvoegel und noch viele andere bunte Voegel. Nur die Elis lassen sich hier noch nicht blicken.
Der Ablutionblock in der Mitte des Camps ist die reinste Festung, vorausgesetzt man schliesst auch immer wieder die Eisentore am Eingang. Erst kuerzlich soll ein Loewenrudel den Weg durchs offen stehende Tor in die Festung gefunden haben. Dummerweise ist das Tor dann zugefallen, als die Loewen noch drinnen waren.
Heute gehen wir nicht mehr auf game-drive, dafuer wollen wir aber morgen den morning-game-drive von der Lodge, dem Camp Savuti, mitmachen. Der ist zwar alles andere als ein Schnaeppchen, aber die lustige und freundliche Camp-Managerin TZ findet fuer uns trotzdem noch ein Plaetzchen. Angeblich ist die Tour ausgebucht.
Als die Sonne endlich untergeht schmeissen wir den Grill an, denn heute mittag gab es nur was aus der Hand. Wir sind praktisch ohne Stopp durchgefahren und trotz Hitze macht sich der knurrende Magen bemerkbar. Der Vorrat an kalten Getraenken nimmt heute drastisch ab, mit dem Kuehlen kommt unser Kuehlschrank kaum hinterher. Noch bevor die Hyaenen das Lager stuermen, sind wir in der Koje. Heute sind wir echt kaputt und die Hitze hindert uns irgendwie am richtigen Geniessen. "Der Teufel schmort heute in Savuti! und nicht in der Hoelle" 😈
Morgen frueh geht es schon um 6 Uhr raus zum game-drive.
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201417. Jan. 2016 · #76
23.09. - Savuti
Erstaunlicherweise haben wir gut geschlafen. In den fruehen Morgenstunden ist es immer recht kuehl und wir muessen sogar in der Nacht ein Seitenfenster schliessen. Noch vor dem Wecker sind wir auf den Beinen, die Luft und das Licht ist in den fruehen Moregnstunden einfach herrlich. Nachts schlichen nur kleinere Wesen durchs Lager, keine Elis! Auch der beruechtigte Eli von CV7 hat sich nicht blicken lassen. Irgendwann meinte ich aber, weit entfernt Loewengebruell gehoert zu haben. Langsam verzweifle ich an der Tatsache, dass wir bisher noch keine Loewen gesichtet haben. Das geht doch nicht! 😠
Um 6.30 Uhr , 30 Minuten spaeter als abgemacht, werden wir dann endlich an unserer site abgeholt,. Das Safarifahrzeug hatte einen Platten! Zu unserer Ueberraschung sind wir nur zu viert, die Gruppe hat kurzfristig abgesagt und so sind wir nur mit einem Paar aus New York unterwegs.
Der game-drive dauert ca. 3,5 – 4 Std. , kostet US$ 85,-- p.P. +tax, aber inkl. Snack und Getraenke. Wir fahren zunaechst am voellig trockenen Savuti Channel entlang. Er fuehrt schon seit Monaten kein Wasser mehr und die Aussicht, dass sich daran in naher Zukunft was aendert, steht leider eher schlecht. Wir sehen hier nur sehr wenige „lebendige“ Tiere, dafuer mehr Knochen. 😵 Und jede Menge Voegel. Obwohl unser Guide die Faehrte von Katzen aufnimmt, bekommen wir sie nicht zu Gesicht. Auch die Tiere leiden sehr unter der extremen Hitze und Trockenheit und halten sich in den Tagesstunden eher im Schatten der Buesche auf.
Dafuer gibt es spaeter Elis in Huelle & Fuelle an einem der wenigen Wasserloecher im suedlichen Teil. Es gibt maechtig Gerangel um das kleine Loch, aus dem das frische Nass kommt.
In sicherer Entfernung zu den Elis machen wir unseren breakfast-stopp. Auch andere Safari-Fahrzeuge machen hier Rast und wir erfahren, dass auch die anderen wenig Sichtungsglueck an diesem Morgen haben. Gestern auf der Anreise nach Savuti hatten wir mehr Glueck. Die Fahrt heute morgen ist trotzdem recht schoen und vermittelt uns einen Ueberblick ueber dieser legendaere Gegend. An der Landschaft erkennt man deutlich dass hier Elefantengebiet ist.
Am spaeten Vormittag sind wir wieder im Camp. Die Fahrt auf der extrem tiefsandigen Piste kurz vor dem Camp macht heute deutlich mehr Spass. Gestern galt die volle Konzentration der Piste, damit wir uns auf den letzten Metern nicht einbuddeln.
Die Mittagsstunden „chillen“ wir im Camp ab, soweit man bei 40 Grad von chillen sprechen kann 🤢 . Fast stuendlich wandern wir im Schatten der Akazie ein Stueck weiter, planen die naechsten Tage, studieren die Karten und betreiben ein wenig Koerper- und Wagenpflege. 😗 Natuerlich vernachlaessigen wir auch nicht unsere Prophilaxe. In Kasane muessen wir unbedingt unsere Vorraete an Fluessiges & Festes auffuellen.
Am spaten Nachmittag gehen wir wieder selber auf Game-Drive. Wir erkunden die noerdliche Gegend hinter der Bruecke. Neben dem kuenstlichen Wasserloch gibt es hier auch noch die eine oder andere natuerliche Wasserstelle, die allerdings zur Zeit nur aus einer dicken Matsche besteht. Diese finden aber grad die Bueffel ganz toll.
Etwas mehr Unterhaltung bieten da doch die Elis. Ein staendiges Kommen, Gehen und Warten, je nach Rangordnung.
Wir bleiben eine ganze Weile dort stehem, trinken unseren Sundowner bei schoenstem Licht und fahren dann kurz vor Gateschliessung zum Camp zurueck.
Waehrend D. zum Duschen geht, lasse ich mir noch die Anlage von Camp Savuti zeigen. Fuer US$ 1200,-- 🤩 😮 inkl. fly-in und full-board, aber ohne game-drive. kann man sich hier gut pampern lassen. Die Canvas-Zelte sind zwar edel ausgestattet, mit tollen Blick auf den Channel, sind aber ohne Air Cond. fast noch heisser als unser Bushcamper.
Raffiniert gemacht der Wasserhan-Zugang.
Auch heute abend laesst sich keine Eli im Camp blicken 🙁 . Wir grillen lecker und geniessen noch den einen oder anderen Drink beim Lagerfeuer . Die Tageshitze weicht endlich einem angenehmeren Lueftchen. Gegenueber im Busch sehen wir 2 Paar leuchtende Augen, koennen aber nicht erkennen ,wer uns da im Visier hat.
Good night Afrika! Aber erst nach dem Amarula...
Morgen fahren wir an die Chobe-Riverfront, nach Ihaha, unser letztes gebuchte Camp. In der Nacht ueberlege ich, wie ich D. beibringe, wie es grad um die Sicherheit dort steht. Davon weiss er noch nichts. Es reicht wenn sich einer darueber Gedanken macht... 😵 Wir fahren einfach erst mal hin und schauen, was uns dort erwartet...
LG, Elsa
Savuti – Chobe /CV7 – dies war leider nicht die beste campsite, die Plaetze 1-3 sind da sicherlich die bessere Wahl, direkt am Channel gelegen. Savuti war bisher von allen gebuchten Camps das einzige, was tatsaechlich auch vor Ort ausgebucht war, das heisst, alle sites waren auch wirklich belegt. Es war extrem heiß und der schwarze tiefe Sand liess es uns noch heisser empfinden. Die Ablutions waren gut, alles funktionierte und es war sehr sauber. Leider war unser Sichtungsglueck sehr bescheiden. Der Savuti-Channel war staubtrocken, was sich wohl auch kurzfristig nicht so schnell aendern wird. „Das legendaere Savuti“ ...leider waren wir ein wenig enttaeuscht. Irgendwie ist bei uns der Funke nicht so recht uebergesprungen. Vielleicht lag es an der Hitze oder an den wenigen Tiersichtungen. Ich glaube, Savuti kann man lieben oder aber auch hassen. Da es aber bei der naechsten Reise in 2017 wieder auf der Strecke liegt, gegen wir ihm noch einmal die Chance! 😎
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201418. Jan. 2016 · #77
24.09. - Von Savuti nach Ihaha, Chobe
Und wieder hatten wir keinen groesserer Besuch heute Nacht 🙁 . Obwohl wir heute wieder eine etwas anspruchsvollere Piste vor uns haben, lassen wir den Tag ruhig angehen. Morgens ist die Luft noch so schoen kuehl, also geniessen wir in aller Ruhe unser Fruehstueck. Dann wird zusammengepackt und los geht´s.
An der Wasserstelle kurz hinter der Bruecke ist noch nichts los, nur ein paar Elis ziehen einzeln durch die Buesche und kreuzen unseren Weg auf der Strecke Richtung Savuti Airstrip. Man hatte uns geraten, einen kleinen Schlenker ueber den Airstrip zu machen, da die Pistenverhaeltnisse dort besser seien als der direkte Weg nach Norden.
Am Airstrip selbst ist nicht viel los, nur eine Maschine wartet wohl gerade auf Passagiere. Die folgende Strecke ist zunaechst eher langweilig, gut zu fahrende Achterbahn-Sandpiste. Ab und zu sehen wir ein paar Elis oder Strausse.
Als wir am Gate ankommen, ist es bereits sehr heiß. Das uebliche Prozedere im Office mit den ganzen Buechern, Listen und Ein- und Austragungen. Alle Nummern kenne ich bereits auswendig. Kurz hinter dem Gate geht es dann im rechten Winkel links ab Richtung Linyanti. Die Sandpiste ist anspruchsvoll, teilweise extrem tiefsandig. Wir kommen aber gut durch und uns kommt G.s.D. keiner entgegen.
Die Landschaft veraendert sich, es wird huegelig. Es geht staendig rauf und runter und von weitem kann man bereits die Piste auf dem naechsten Huegel ausmachen.
welche on den 3 Spuren sollen wir nehmen?
Irgendwann machen wir unter einem Schattenbaum einen kurzen Mittagsstopp. Boah... ist das heiß!. Die Luft flimmert und das Thermometer klettert und klettert... Den Air Cond. stellen wir meistens erst ab 34 Grad ein, heute bei fast 40 Grad wird es im Auto kaum spuerbar kuehler. Wir lenken uns mit Gummibaerchen ab (Danke Nina & Hansi !!! 😎 ) und ich weihe D. ueber die Sache mit Ihaha ein 😕 . Wir werden zunaechst einmal hinfahren und unser Bauchgefuehl entscheiden lassen.
Bei Kachikau endet die Sandpiste. Eigentlich schade, jetzt wo wir uns so daran gewoehnt haben koennte es ruhig so weiter gehen. Die Zivilisation hat uns wieder, wie schrecklich! Aber nur fuer kurze Zeit. Das ist gut, so koennen wir uns scheibchenweise wieder daran gewoehnen. Mit der beginnenden Teerstrasse gibt es gleich den ersten Souvenier-Shop, den lassen wir aber rechts liegen und konzentrieren uns auf den Schilderwald der nun entlang der Strasse beginnt.
Die Strecke entlang der namibischen Grenze bis Ngoma Bridge ist sehr schoen, linkerhand schaut man auf die gruene Ebene des Chobe Rivers. Erst nach einer Weile stellen wir fest, dass die Viecher in der Ferne keine Elis oder Gnus sind, sondern Rinder.
Kurz hinter Ngoma Bridge geht es dann auch schon wieder in den Chobe NP. Am Gate erledigen wir die Formalitaeten, zeigen unsere Buchung und erkundigen uns ueber die „Lage“ auf der Campsite. Man erklaert uns, dass seit geraumer Zeit kein Zwischenfall mehr gewesen sei, aber das Militaer von Sonnenuntergang bis -Aufgang Patrouille fahre und praesent sein. Wenn wir uns unsicher fuehlen sollten, duerften wir uns gerne zu anderen Campern dazustellen.
In rotem Tiefsand geht es dann zur Riverfront. Der Blick auf die Chobe-Ebene ist ueberwaeltigend. Wir sehen riesige Herden Zebras, Kudus, Gnus, Impalas, Geier und Steinkopf-Seeadler am Ufer sitzen. In der Ferne auch einige Elis und Giraffen. Auf namibischer Seite sieht man hauptsaechlich Rinderherden.
Bis zum Camp geht es ueberwiegend an der Riverfront entlang, kleinere Teilstuecke dann auch mal oberhalb. Wir checken im Camp ein und beziehen unsere campsite CI-5.
Was sollen wir sagen: es ist einfach ein Traum hier und wir beschliessen sofort zu bleiben! Unsere campsite liegt ziemlich zentral, mit offener Sicht auf den Chobe und keine 100 Meter entfernt vom Ablutionblock. Insgesamt sind von den 10 campsites nachts dann nur 3 belegt. Am Gate sagte man uns, sie seien ausgebucht! Eine Schande um diesen schoenen Platz. Ein Schande ist allerdings auch der Zustand der Ablutions 😮 . Kaputte und durchloecherte Tueren ohne Griffe, verdreckte Toiletten , kein Wasser. Dieses spritz neben den Toiletten direkt aus der Wand, vermutlich ein Rohrbruch. Die Solarpainels sind dick eingestaubt. Egal, wir finden es total toll hier und geniessen die naechsten Stunden erst einmal im Schatten unseres Platzes bei kuehlen Getraenken. Spaeter fahren wir noch einmal die Riverfront in westliche Richtung ab, von der wir gekommen sind. Die andere Richtung nehmen wir uns dann morgen vor auf dem Weg nach Kasane. Die Elefanten- und Zebraherden haben sich verzogen, wir sehen jetzt eher die kleineren Vertreter.
Zurueck im Camp bereiten wir das Grillen und das Lagerfeuer vor. Ein paar Meerkatzen beobachten uns aus sicherer Entfernung. Ob sie wohl schon die Flitsche auf dem Tisch erkannt haben?
Kurz vor Daemmerung kommt das Patrouillenfahrzeug vorbei. Sie fahren im Schritttempo die Riverfront ab und gruessen freundlich. In einger Entfernung sehen wir am namibischen Chobe-Ufer Fischer in ihren Mokoros. Am Horizont sind am Abend auch Lichter mehrerer Feuer eines Dorfes zu sehen.
Unsere Papiere, ein Teil des Geldes, die Kreditkarten und das Handy verstecke ich vorsichtshalber in unterschiedliche Keksdosen, im Kaffeepott und in einer Teechachtel. Ein Teil bleibt in der Kabine, der andere in der Kuechenbox im Keller. Ein paar Papiere und etwas Geld bleibt da wo immer, ebenso die Kamera (die vollen SD-Karten habe ich aber in Sicherheit gebracht). Ein bisschen was zum Hergeben im Fall des Falles sollte man ja schliesslich noch haben. Ausserdem haben ich meine Trillerpfeiffe neben dem Kissen liegen. Zur Entspannung und fuers schnelles Einschlafen gibt es heute Abend ein Glaeschen Wein mehr! 😗
Morgen ist die Fahrt nach Kasane der Game-Drive und wir koennen uns fuer diese relativ kurze Strecke viel Zeit lassen.
LG von Elsa, die sich langsam fragt, ob es in Botswana Loewen gibt 😕 ?
Ihaha Camp /Chobe – CI-5 – die Lage ist ein absoluter Traum! 😎 😘 Auch die campsites selbst sind schoen, sauber, sehr grosszuegig und bieten genuegend Schatten. Man sollte allerdings nicht direkt unter den Baeumen stehen, wegen der Baboons und Meerkatzen. Die Toiletten sind eine Katastrophe und eine Zumutung. Wo bleibt das Geld der teuren Uebernachtungsgebuehren? Trotzdem wuerden wir immer wieder hierher kommen und wir hoffen sehr, dass sich die Sicherheitslage und die Debatte darum schnell wieder bessert. Wir werden Ihaha mit Sicherheit bei unserer naechsten Reise wieder einplanen.
THBiker1'366 Beiträge · seit 201119. Jan. 2016 · #78
Hallo Elsa,
vielen Dank für den Bericht, ich bin die ganze Zeit schon stiller Mitleser. Nun habe ich doch ein Frage und zwar würde mich mal interessieren, was ein Steinkopf-Seeadler ist? Ich kenne ihn selbst nicht (was nichts zu heißen hat 😗 ) und habe hierzu auch im www nichts gefunden.
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201419. Jan. 2016 · #79
Hallo Thorsten,
oh, da fragst Du leider die Falsche. Ich bin absolute Laie auf diesem Gebiet. Es kann auch sein, dass ich einen Weisskopfseeadler gemeint habe, so wie der auf dem Bild bei Savuti. Wenn ich g;;;gle, finde ich Fotos zu beiden, allerdings erkenne ich da keinen grossen Unterscheid.
Vielleicht kann uns einer der vielen Birder hier im Forum aufklaeren. Wuerde mich auch interessieren, ob es da einen Unterscheid gibt. Wir haben sowohl den einen wie auch den anderen Begriff von Leuten auf game-drive gehoert.
Jedenfalls waren es ganz viele von diesen hier, die wir dort am Ufer gesehen haben.
LG, Elsa
THBiker1'366 Beiträge · seit 201119. Jan. 2016 · #80
Ah du meinst den Schreiseeadler (African Fisheagle). Danke für die Aufklärung!
Edit: Weisskopfseeadler gibt es in Afrika nicht, die findest du dann in Nordamerika.