das mit dem Fischfluss hat folgende Bewandtnis. Damit man dort rumlaufen kann, müssen folgende 3 Bedingungen erfüllt sein.
1. körperliche Fitness, der Canyon wird brüllend heiß 2. es muss noch genug Wasser in den Kolken sein zum Nachtanken 3. es darf kein Regen wegen der Sturzflutgefahr bevorstehen. Der Fischfluss hat nur wenige Stellen, wo man sich schnell genug hochretten kann
Also verbleiben m.E. offiziell nur die namibischen Wintermonate zum Wandern.
Wahrscheinlich wird dich keiner aufhalten, wenn du es auf eigene Faust probieren möchtest. Es steht am Aussichtspunkt wo der Abstieg beginnt zwar ein Warnhinweis aber garantiert kein Kontrollposten. Namibia ist kein Land von grossen Verboten. Der Eindruck täuscht.
LG, RB
Biologe1'162 Beiträge · seit 201210. Dez. 2015 · #63
Hallo BerLin,
In Namibia scheint euren Angaben nach so ziemlich alles verboten zu sein
Was heißt verboten, Du darfst ja im Cayon wandern, aber aus Sicherheitsgründen nur mit Genehmigung und Anmeldung. Eine Rettung kostet ca. 60-70tausend €; gelingt nicht immer und auch nur dann, wenn man weiß wer wo und wann ist. Man muß den ganzen Trail nicht wandern, es gibt einen Notausstieg, der mitten in der Wüste mündet. Dort habe ich schon völlig erschöpfte Wanderer angetroffen, mit Wasser versorgt und die 15 km bis zum nächsten Camp gefahren. Allein zu Fuß hätten sie es schwerlich noch geschafft.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
BerLinThemenstarter100 Beiträge · seit 201510. Dez. 2015 · #64
Danke für den Hinweis, dass man da nicht wieder hochkommt, wenn man einmal runtegeklettert hat - das ging nämlich aus den Beschreibungen nicht so eindeutig hervor. Für mich kommt dieser Teil wegen der Reisezeit (Februar/März ) und wegen fehlender körperlicher Fitness eh nicht in Frage, das wird dann mein Freund alleine machen müssen, wenn er denn will und länger als bis Ende April bleibt.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200910. Dez. 2015 · #65
Wenn es denn eine Wanderung entlang der Flüsse sein soll, bleibt eigentlich nur der Kunene. Fish River ist wie gesagt in der geplanten Zeit nicht möglich und am Oranje ist's nicht so schön, da in weiten Teilen Straßen und Ackerland entlang des Flusses verlaufen.
Die D3700 zwischen den Epupa Falls und der Kunene River Lodge ist sicherlich auch als Wanderung sehr schön. Autos sind zu der Zeit dort sicher nicht unterwegs und die Wasserversorgung ist sichergestellt. Auch das wilde Campen dürfte in der Region kein Problem sein. Landschaftlich ein Traum. Allerdings ist die Strecke rund 100km lang und Ihr seid die ganze Zeit voll auf Euch allein gestellt. Ich empfehle allerdings dringend einen Keramikfilter anstatt das Wasser abzukochen.
Ausgangspunkt und Endpunkt per trampen zu erreichen bzw. zu verlassen könnte allerdings etwas langwieriger sein.
das wird dann mein Freund alleine machen müssen, wenn er denn will und länger als bis Ende April bleibt.
Schon mal was von 90 Tagen gelesen. Februar, März, April - zählen könnt Ihr hoffentlich schon - oder nach dem Motto, illegal im Land, das kann doch nicht auch noch verboten sein in Namibia. Das sind ja richtige Spassverderber da unten.
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
BerLinThemenstarter100 Beiträge · seit 201510. Dez. 2015 · #68
Ich weiß ja noch nicht, wann wir bzw. mein Freund einreisen - vielleicht Anfang Februar, vielleicht auch Mitte Februar. Ein Abstecher nach Botswana ist übrigens auch geplant (habe ich jedoch zugegebenermaßen nicht erwähnt). Natürlich sind wir keine Teenager und uns über die 90 Tage im Klaren.
Ein Abstecher nach Botswana ist übrigens auch geplant (habe ich jedoch zugegebenermaßen nicht erwähnt).
du erwänst das in Zusammenhang mit den 90 Tagen... Wie hängt das zusammen? In Namibia gelten 90 Tage pro Kalenderjahr (anders als zB in Südafrika). Eine Ausreise nach Botswana hilft da genau wie?
Gruß Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
BerLinThemenstarter100 Beiträge · seit 201510. Dez. 2015 · #70
Man kommt auf weniger als 90 Tage pro Kalenderjahr in Namibia, wenn man von den insgesamt drei Monaten in der Region z. B. 20 Tage in Botswana verbringt und den Rest in Namibia. Oder verstehe ich da was falsch?
Macht es doch, allerdings scheint es einer der am schlechtesten vorbereiteten Survivaltrips zu werden. Schon fast beschämend eure Herangehensweise. Es ist auch keine Low Budget Reise, der Flug ist schon teuer genug. Ihr legt es geradezu darauf an, dass andere Euch subventionieren oder teure Hilfsaktionen wegen Unvermögens und schlechter Vorbereitung gestartet werden, die letztendlich auch andere bezahlen werden. Eine Kunene-Wanderung mit Wasserfilter und gutem Equipment ist sicher machbar aber dafür sind deine Fragen zu naiv. Ich bleibe dabei, wenn ihr es macht werdet ihr irgendwelchen netten Farmern auf der Tasche liegen. Die Chancen für eine gute lesenswerte Trampergeschichte mit gutem Ausgang liegen unter 10%.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200810. Dez. 2015 · #72
Hallo, BerndW,
du schreibst: „Die Chancen für eine gute lesenswerte Trampergeschichte mit gutem Ausgang liegen unter 10%.“
Ich denke, in dem Punkt liegst du falsch. Der Anton, für den BerLin neulich hier die Mitfahrgelegenheit für Anfang Februar angefragt hat und für den sie nun hier die ReiseInfos erarbeitet (...und nicht zu vergessen, die Gruppe, die ihm hinterherreist... 😊 schreibt ganz sicher einen Bericht, aber eher nicht hier. 😉
Er ist nach ihren Aussagen eine Berühmtheit in der Szene und bisher durch 80 Länder gereist.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
BerLinThemenstarter100 Beiträge · seit 201510. Dez. 2015 · #73
Der Flug ist sicher schon teuer genug, aber das ist kein Grund dafür, dass wir die anderen Kosten auch noch unnötigerweise in die Höhe treiben.
Es ist auch keine Low Budget Reise, der Flug ist schon teuer genug.
I
Ihr legt es geradezu darauf an, dass andere Euch subventionieren oder teure Hilfsaktionen wegen Unvermögens und schlechter Vorbereitung gestartet werden, die letztendlich auch andere bezahlen werden.
So weit lassen wir das ganz sicher nicht kommen - dafür habe ich das Thema hier eigentlich gestartet. Ich nehme eure Informationen zur Kenntnis, streiche basieren darauf den einen oder anderen Punkt aus dem Programm und bin dafür dankbar (nur natürlich nicht für das seitenweise Philosophieren darüber, dass Reisen per Anhalter in Namibien nicht funktionieren wird oder gar amoralisch ist, von denen, die das nie gemacht haben ). Von den Trampern bzw. Radfahrern unter Foris habe ich übrigens auch seitenweise äußerst wertvolle Hinweise und Infos bekommen.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200610. Dez. 2015 · #74
BerndW schrieb:Macht es doch, allerdings scheint es einer der am schlechtesten vorbereiteten Survivaltrips zu werden.
... ich sehe hier gar nicht die Absicht eines Survivaltrips.
Eine Kunene-Wanderung mit Wasserfilter und gutem Equipment ist sicher machbar aber dafür sind deine Fragen zu naiv.
... so viel Equipment benötigt man aufgrund der Temperaturen ja gar nicht. Zu einem Wasserfilter würde ich auch unbedingt raten. Beim Abkochen von Wasser wartet man auf das Erkalten so lange, dass man von vorne anfangen kann mit Kochen, weil man während des Wartens schon wieder viel trinken muss. 😉 Und chemische Mittel wie Micropur hilft gegen viele Erreger nicht und benötigt eine lange Einwirkzeit. Ich würde als Filter zum Wandern den Swayer MINI empfehlen. Der wiegt nicht mal 100 Gramm und man muss nicht pumpen, da das Wasser von oben nach unten durchläuft.
Ich bleibe dabei, wenn ihr es macht werdet ihr irgendwelchen netten Farmern auf der Tasche liegen. Die Chancen für eine gute lesenswerte Trampergeschichte mit gutem Ausgang liegen unter 10%.
... ich sehe das nicht so pessimistisch. Jedenfalls, wenn man nicht auf die Idee kommt, sich im Kunene zu waschen oder gar drin zu schwimmen und meint, Krokodile schon rechtzeitig zu sehen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Ich beziehe mich nur auf ihre recht naiven Fragen zu Beginn ....
Jetzt hört es sich schon ein wenig interessanter an. Auch eine Methode schnell in die Vollen zu gehen, wenn eine Menge Erfahrung da ist, dann muss es nicht zum Survival werden. Ich kenne es bei 50°Grad im Nowhere 1988 in Australien zu trampen und kein Wasser mehr zu haben....
Zu deiner Info: Ich bin in den Achtzigern viel getrampt, auf den Philippinen in einem Militärlastern mitgefahren und Stunden später von Rebellen aufgegabelt worden, die anstatt mich zu entführen, nett am Lagerfeuer geplaudert haben. Aber mir fehlt für die Weite Namibias vielleicht auch die Vorstellungskraft. Als "Weiße" weckt man sicher mehr Aufmerksamkeit und wird sicher oft eingeladen werden aber es ist nicht die Mongolei
Ich finde, man sollte schon wissen, wo man hin will. Ich trampe nicht und will auch nicht kostenlos und ungewöhnlich reisen, aber ich versuche den Menschen in jedem von mir besuchten Land so viel Respekt entgegenzubringen, dass ich danke, bitte, hallo und Auf Wiedersehen in der Landessprache sagen kann und die korrekte Bezeichnung des Landes weiß.
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
BerLinThemenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #78
Ich bin als Übersetzerin von morgens bis abends damit beschäftigt, korrekte Schreibweise sämtlicher kasachischer, usbekischer, weißrussischer und ukrainischer Ortschaften sowie die richtige Transkription von Namen aus dem englischen, französischen, deutschen und diversen anderen Sprachen nachzuschauen und bitte daher hier um etwas Nachsicht sowie um Entschuldigung, wenn ich ein paar mal "Namibien" geschrieben habe.
Der Anton, für den BerLin neulich hier die Mitfahrgelegenheit für Anfang Februar angefragt hat und für den sie nun hier die ReiseInfos erarbeitet (...und nicht zu vergessen, die Gruppe, die ihm hinterherreist... 😊 schreibt ganz sicher einen Bericht, aber eher nicht hier Er ist nach ihren Aussagen eine Berühmtheit in der Szene und bisher durch 80 Länder gereist.
Hehe, nein, Anton ist ein in Russland verbreiteter Name und ich reise (wenn überhaupt) mit einem anderen Anton. Anton Krotov kenne ich persönlich auch und schätze ihn sehr - außer Reiseerfahrung (wobei man mit 80 besuchten Ländern heute wohl kaum noch jemanden beeindruckt) ist er Erfinder des Konzepts "House for Everyone" (http://a-krotov.livejournal.com/361047.html), das jetzt viele Nachfolger hat, u. a. auch in Europa. Ich habe ihn bei der Suche nach geeigneter Wohnung für dieses Projekt in Berlin etwas unterstützt.
dass Reisen per Anhalter in Namibien [Anmerkung der Redaktion: Namibia ;-)] nicht funktionieren
richtig - nun verstanden oder nur "zur Kenntnis genommen"?
Schönen Gruß Christian
Mach Dich bitte wenigstens schonmal mit dem betreffenden Straßenschild vertraut:
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
bist du dir sicher, dass Trampen in Namibia gesetztlich grundsätzlich verboten ist oder nimmst du das an, weil an manchen Stellen das Schild steht. Ich gehe davon aus, dass dieses Schild nur an Stellen steht, wo es gefährlich ist anzuhalten und deshalb das Trampen verboten ist. Alles andere ergäbe ja keinen Sinn. Warum sollte man an manchen Stellen Schilder aufstellen, wenn es grundsätzlich verboten ist. Bei den vielen Trampern die man im Land sieht, dürften ja nach kurzer Zeit kaum noch welche frei herumlaufen.... 🙂