Namibia per Anhalter bzw. zu Fuß

221 Antworten · 21,0k Aufrufe · gestartet 09. Dez. 2015 von BerLin
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33,1k Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #81
Hi hurryup,

es ist verboten - gibt sogar eine offizielle Strafe laut Strafgebührenverordnung "Traffic". Die Schilder stehen nur an besonder exponierten Stellen, wo eben viele Leute eine Mitfahrgelegenheit suchen. Das es nicht rigoros durchgesetzt wird, ist eine andere Sache. Nur denke ich, dass man sich als Gast (Tourist) in einem Land schon an Regeln und Gesetze halten sollte.
Alles andere ergäbe ja keinen Sinn. Warum sollte man an manchen Stellen Schilder aufstellen, wenn es grundsätzlich verboten ist.
Es gibt ja auch überall 120 km/h Schilder - müssten sie ja auch nicht, denn es ist ja eine bekannte Vorschrift 🙂

Viele Grüße
Christian
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5'479 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #82
Man kann natürlich einfach jedes Gesetz, Richtlinie, oder Verbot blind befolgen. Man kann als denkender Mensch aber auch den Sinn solch einer weder dem Staat noch der Bürger dienenden Regelung hinterfragen. Ich kann in dem Verbot jedenfalls keinerlei Sinn erkennen. Niemand hat einen Nachteil durchs trampen. In solchen Situationen nehme auch ich mir mal heraus, gegen ein Verbot zu verstoßen. Im Straßenverkehr tun das doch eigentlich alle. Viele Namibier sehen das anscheinend ähnlich, denn es gibt jede Menge Anhalter dort. Fast ausnahmslos Einheimische. Von Ausländern die Einhaltung von Regelungen zu verlangen, die die Einheimischen regelmäßig übertreten ist eine sehr deutsche Einstellung.

Eines sehe ich allerdings in diesem Zusammenhang als wichtig an. Wenn man bewusst gegen Regelungen verstößt, muss man auch zu der Strafe stehen, wenn man erwischt wird. Sich dann zu beschweren ist inkonsequent.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
284 Beiträge · seit 201011. Dez. 2015 · #83
Hallo Berlin,
Du hast anfangs gefragt, mit welchen Tieren ihr beim Wildcampen in Nordnamibia in Kontakt kommen könntet.
Also, da sind nach Einbruch der Dämmerung folgende Begegnungen mit Konfliktpotential möglich:
Löwe, Elefant, Leopard, Hyäne. Nicht zu vergessen: Schlangen, Skorpione, Skolopender
Also, nachts immer im Zelt schlafen und Zelt NIEMALS offen lassen.

Gruss Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
2'497 Beiträge · seit 201111. Dez. 2015 · #84
Hallo,

wir haben bei jeder Autoanmietung in Namibia (und nicht nur dort) im Kleingedruckten stehen gehabt, dass es strengstens verboten ist, Anhalter mitzunehmen und bei Zuwiderhandlung im Falle eines Unfalls jeglicher Versicherungsanspruch erlischt. Hinzu kommt das generelle Verbot, Anhalter mitzunehmen.

Wir haben dennnoch ab und zu Anhalter mitgenommen, da für große Teile der Bevölkerung keine andere Möglichkeit besteht, in die nächste Stadt, ins Krankenhaus oder wo auch immer hinzukommen. Wenn sich allerdings jemand dagegen entscheidet, weil ihm das Risiko zu groß ist und er weiß, dass er im Schadensfall die fünfstellige Summe nicht aufbringen kann, kann ich auch diese Haltung gut nachvollziehen.

Viele lesen halt auch das Kleingedruckte gar nicht erst. 😗

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
324 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #85
Hallo Berlin,

vielen Dank für den Start dieser witzigen Unterhaltung... ich habe mich bis hierher köstlich amüsiert....

Was auch immer in Namibia alles verboten ist (z. B. trampen), die Hybris zu haben, diese Dinge vorab absolut in Frage zu stellen oder zu ignorieren ist schon krass. Am Beispiel der Geschwindigkeitsbeschränkungen sei erwähnt, dass viele das gern ignorieren - genau deswegen gibt es inzwischen in den meisten Mietwagen ein Tracking-System für die Geschwindigkeit. Es hat einen SINN, dass man auf den dortigen Pads gewisse Tempolimits einhalten sollte! Das gilt auch für die anderen - ach so schlimmen- "Verbote" (oder sind es vielleicht doch Regeln, die man als Besucher akzeptieren sollte????).

Am besten finde ich allerdings die Frage nach der Wanderung im Fish River - Dir fehlt die körperliche Fitness dafür? Super - wie willst Du dann im namibischen SOMMER stundenlang am Strassenrand -OHNE SCHATTEN- wandern bzw. stehen und auf Mitfahrgelegenheiten warten???

Kopfschüttel.....

Gruß
M
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann. Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiss es nicht. J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #86
Hmm, ich habe da eher Angst vor dem Klettern, da ich dabei nicht so geschickt bin - an Ausdauer und Hitzebeständigkeit bringe ich jedoch einiges mit.
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #87
Fredi1 sowie einige, die mir privat geantwortet haben - vielen Dank für Informationen über Wildtiere sowie andere Lebewesen, denen wir begegnen werden! Ich bin fasziniert!
Wir werden uns natürlich mit aller Vorsicht bewegen und übernachten - auch wenn mein Freund (nicht ganz zu unrecht) der Meinung ist, dass die zweibeinigen Tiere die gefährlichsten sind 🙂
5'479 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #88
Da hat er auf jeden Fall recht. Auch wenn Ihr eine absolute Low-Budget-Reise macht, seit Ihr für viele Einheimische noch immer extrem reich, oder werdet zumindest dafür gehalten. Allein aufgrund Eurer Hautfarbe. Das sorgt dann bei dem einen oder anderen dafür, auch mal ein Gesetz zu brechen, um an Eurem Reichtum teil zu haben.
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Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #89
Aber ein Tourist im eigenen Auto erweckt schon viel eher den Wunsch, an seinem Reichtum teilzuhaben. Welchen Reichtum wird man schon als Backpacker mit sich tragen können?
Obwohl ich durchaus damit rechne, dass das auch uns passieren kann, daher nichts mitnehmen, was mehr als einen Tag meiner Arbeit kostet!
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
33,1k Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #90
Hi Topbär,

wie gesagt, das Thema "als Anhalter fahren" war von mir mit einem Hinweis auf das Verbot beantwortet worden. Ob man sich daran halten will, ob es Sinn oder Unsinn ist (es hat z.B. versicherungstechnisch, wg. Überfällen etc einen Sinn) ist ein ganz anderes Thema. Abgesehen davon, sind eh nur noch maximal 6 Personen hinten auf dem Bak erlaubt, was ein weiteres Verbot ist, was man möglicherweise (BerLin sprach ja von sich, ihrem Freund und weiteren Freunde) versucht zu umgehen.
Viele Namibier sehen das anscheinend ähnlich, denn es gibt jede Menge Anhalter dort.
Nö, gibt es eben kaum, v.a. wenn man es mit vielen anderen Ländern in Afrika, Asien etc vergleicht! Fast alle der Anhalter sind Farmarbeiter, die aus der Stadt zurück auf die Farm wollen. Diese werden meist von anderen Farmern mitgenommen. Alles andere nutzen die Ovambotaxis, da sie von einer bestimmten Stadt A zu einem bestimmten Ort B wollen. Der Tourist will in aller Regel zu einer "Sehenswürdigkeit", wo weder Farmer noch Ovamboxtaxis hinfahren. Nur noch sehr vereinzelt sieht man mal am Straßenrand einen mit Daumen raus.

Viele Grüße aus dem wieder bewölkten Windhoek
Christian
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2'516 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #91
Hallo Lina,

eines muss man dir lassen, du hast in Nullkommanix ( knapp zwei Tagen ) einen Faden mit enormem Unterhaltungswert generiert, dafür bin ich dir schon mal dankbar. Habe es mir mit jahreszeitlich passendem Gebäck gemütlich gemacht und fühle mich bestens unterhalten, der Schmunzelfaktor ist hoch.

Der Tourist im ( Miet )Auto hat den Vorteil, sich durch den Gebrauch desselben davon zu machen, sollte er das Gefühl haben, eine Situation könnte ungemütlich werden.

Und warum du plötzlich der Meinung bist, man müsste klettern können, um den Fish River Trail zu begehen, verstehe ich nicht so ganz, mit klettern jedenfalls hat das nichts zu tun.

Aber ich seh schon ( auch dank der von lilytrotter verlinkten Seiten ), dass ihr ganz harte, ausgebuffte Typen seid, die das durchziehen. Nur zu, und bei der Durchführung viel Spass und gutes Gelingen.
Mir allerdings wäre die mit Warten vertane Zeit meines Lebens zu schade, um irgendwo im Nichts zu stehen, rechts und links neben mir einen Weidezaun, über mir die senkrecht stehende Sonne, abundzu unterbrochen vom Staubschlucken , hervor gerufen durch vorbei fahrende Autos.
Aber ganz sicher eine gänzlich andere Art, Namibia zu entdecken.

Übrigens habe ich so vor dreissig Jahren auch einige Länder per Daumen bereist, wie den Westen Kanadas, Alaska, Neuseeland, aber die sind auch nicht ansatzweise mit Namibia zu vergleichen.

mit fettem Grinsen im Gesicht,
fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #92
Ich bin ganz sicher kein harter Typ und informiere mich vor der Reise umfassend darüber, ob und mit welchen Verkehrsmitteln man sich im Land fortbewegen kann, wie hoch dort die normalen Lebenshaltungskosten sind (keine Touristenrestaurants eingeschlossen) und wie es um die Sicherheit steht. Meistens stütze ich mich da auf die bereits beschriebenen praktischen Erfahrungen der Kollegen, aber auch auf Reiseführer wie Lonely Planet o. ä. (in Lonely Planet steht übrigens, dass Trampen in Namibia praktisch möglich ist).
Mit der Polizei hatten Tramperkollegen in Namibia am wenigsten Probleme. Ärmere Länder wie Uganda und sogar Tanzania wären da viel problematischer, habe ich gehört; in anderen afrikanischen Ländern kamen die Leute sogar wirklich in Gefängnis. Namibia bezeichnen viele Tramper sogar als bestes Reiseland in Afrika.
Eine Frage an Touristen, die "eine gewisse Menge Geld im Land ausgeben": Wenn ihr der Meinung seid, einen Beitrag zum Wohlstand der Bevölkerung Namibias zu leisten, warum sind denn die "einfachen Menschen" immer noch in einer derart miserablen Situation, dass sie sich für eine Scheibe Brot von morgens bis abends abrackern müssen und nicht mal an eine Reise in die Nachbarregion träumen können? Und warum seid ihr der Meinung, dass das Land eben von dieser Art Touristen noch mehr braucht (wobei nach Namibia fast keine Backpacker oder Budget-Traveler reisen?)?
Das mit der Resonanz habe ich wie schon betont selbst nicht erwartet - im russischen Backpacker-Forum war unser Namibia-Thread nicht mal annähernd so populär 🙂
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
133 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #93
Hi BerLin,

Mit praktischen Erfahrungen kann ich nicht dienen.

Aber vor einiger Zeit habe ich mal einen Reisebericht in einem Outdoorforum gelesen, bei dem es um eine ähnliche Tour ging, einmal Trekking im Damaraland und dann Trekking am Kunene, mehrere Wochen im Februar, März 2015. Die zwei Berichte sind sehr detailliert und informativ, auch die Reisevorbereitungen sind gut beschrieben. Bei google "Trekking im Damaraland" eingeben, dann ist es zu finden.

Gruß

JuRo
Gast11. Dez. 2015 · #94
BerLin schrieb:warum sind denn die "einfachen Menschen" immer noch in einer derart miserablen Situation, dass sie sich für eine Scheibe Brot von morgens bis abends abrackern müssen und nicht mal an eine Reise in die Nachbarregion träumen können?
Das ist aber schon SEHR übertrieben 😉
Abrackern tut sich hier kaum einer, glaub mir mal. Und wenn, dann bekommt er in der Regel auch mehr bezahlt als nur eine Scheibe Brot ^^
Was meinst du mit Nachbarregion? Reisen ist hier nicht unbedingt etwas was jeder gerne machen würde (und wenn, dann eher nach Europa/Deutschland mit einem Sponsor 😉 ).
Warum hier trotzdem noch soviel Armut herrscht ist ein weites und komplexes Thema.

Aber der Grund für deinen "Erfolg" hier im Gegensatz zum russischen Forum liegt meiner Meinung nach auf der Hand 😉
33,1k Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #95
Hi BerLin,
Namibia bezeichnen viele Tramper sogar als bestes Reiseland in Afrika.
stimmt, ich vergaß, darum gibt es hier auch so viele davon 😉 Geh mal gleich nach Ankunft ins Chameoleon Backpackers in Windhoek und frage die 10 anderen Backpacker wie sie sich im Land von A nach B bewegen.... ich wette, maximal 2 werden sagen "Trampen".

Was Trampen/Backpacking hier schon schwieriger macht als in den "klassischen" Backpackerländern (z.B. in Südostastien) ist, u.a.
- extrem niedrige Fahrzeugdichte
- extrem hohe Zahl an Verkehrsunfällen/-toten
- kaum eine Möglichkeit "unterwegs" mal zu übernachten bzw. in einem Tagesmarsch von Dorf A zu Dorf B zu gelangen
- relativ hohes Preisniveau für Lebensmittel, Transport etc
- keine Infrastruktur für Backpacker (außer 2-3 Backpacker-Unterkünften in Windhoek und an der zentralen Küste)

Ich verstehe nicht so ganz, wieso Du so "resistent" auf Berichte von Menschen hier vor Ort reagierst. Wir denken uns das alles doch nicht aus oder wollen Euch ärgern. Ich (und viele andere) weisen Dich nur auf die Gegebenheiten hier hin.

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
58 Beiträge · seit 201311. Dez. 2015 · #96
Wow, welch intressanter Fred,
Leute, kommt ihr euch nicht verarscht vor? Lasst die Leute doch laufen, wer nicht mal weiss dass Namibia nicht "Namibien" heisst (und wie selbst behauptet als Übersetzer/in tätig ist) soll doch einfach loslaufen, wenn der Flieger zu teuer ist...lauft doch!. Das ganze Geschreibsel zeigt mir dass tatsächliche Info gar nicht wichtig ist sondern hier nur Trolle unterwegs sind. Meine Meinung.
Gruß, Hans
56 Beiträge · seit 200711. Dez. 2015 · #97
Hallo,

der Hans sagt es richtig: "AchtungTroll"
Das Ganze wird mir leider zu langweilig; lasst BerLin in Ruhe weiter trollen...
Wer ihre Anliegen wirklich ernst nimmt, wird seelig...

Allen Engagierten ein schönes Wochenende
Gruß Paul
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #98
Abrackern tut sich hier kaum einer, glaub mir mal. Und wenn, dann bekommt er in der Regel auch mehr bezahlt als nur eine Scheibe Brot ^^
Hm, da habe ich einfach jemanden aus dem Forum zitiert. Irgendwie denken hier die Leute im Ernst, dass Tausende Euros für ein Mietauto auszugeben eine Wohltat für das Land und die Menschen im Land ist und schreiben gleich, dass der Großteil der Bevölkerung doch bettelarm ist und wir als reiche Backpacker da auch noch die Frechheit haben, die Gastfreundschaft der armen Leute schamlos auszunutzen 🙂 Passt irgendwie nicht zusammen.
Ich bin natürlich nicht beratungsresistent und habe den Thread gestartet, um Infos zu bekommen. Im ersten Post stehen absolut konkrete Fragen und auf einen Teil davon habe ich schon Antworten bzw. wertvolle Hinweise bekommen. Wir haben schon gesehen, dass die Infrastruktur für klassische Backpacker in Namibia fehlt (in Südostasien haben wir jedoch auch nie in Backpacker-Hostels übernachtet) und werden entsprechend vorsorgen (Zelt, Kontakte, Couchsurfing usw.)
Kosten der Lebenshaltung lassen sich bei vernünftiger Einstellung lebensmitteltechnisch in jedem Land der Welt auf 5-10 Euro/Tag beschränken. Ich habe da eher Bedenken, dass ich als Vegetarierin in Namibia meistens auf Pommes und weißes Brot oder Ischima angewiesen bin.
Dass der Flug zu teuer ist, habe ich in keinem meiner Posts geschrieben. Umgerechnet auf Distanz sind die Kosten nämlich überhaupt nicht so hoch. Sich für 30, 40, 50 oder 100 Euro am Tag p. P. irgendwelchen Mietauto-Touristen anzuschließen, betrachten wir jedoch nicht als notwendig oder förderlich, da wir gerne mit Gleichgesinnten reisen, und mit den meisten Mietwagen-Leuten würde es wohl zu massiven ideologischen Unstimmigkeiten kommen, wie ich schon hier aus der Diskussion erkennen kann. Zumal zusätzliche Insassen oder Sitzplätze, wie hier schon erwähnt, ohnehin nicht versichert und somit laut Mietwagen-Touristen-Moral nicht möglich sind.
33,1k Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #99
Hi BerLin,

langsam wird es wirklich amüsant...
hier die Leute im Ernst, dass Tausende Euros für ein Mietauto auszugeben eine Wohltat für das Land und die Menschen im Land
natrlich nicht, nur für einige wenige Reiche, die sich damit den goldenen Klositz verdienen (und ansonsten natürlich 24/7 selber arbeiten und niemals einen Angestellten haben, Produkte kaufen oder sonst irgendwie am wirtschaftlichen Leben teilnehmen). DU bringst auf jeden Fall mit der von Dir angedachten Reiseart keinen Cent ins Land und hilfst damit nicht einmal potentiell einer Person. Das steht schonmal definitiv fest!
Kosten der Lebenshaltung lassen sich bei vernünftiger Einstellung lebensmitteltechnisch in jedem Land der Welt auf 5-10 Euro/Tag beschränken.
aha, Du weist das genau woher, von den ganzen Trampern die Namibia als bestes Tramperland Afrikas bezeichnen?
Dein beispielhafter Tagesablauf: Du hast es also - wie auch immer - zum Brandberg geschafft, Dich dort (möglicherweise illegal) irgendwo auf die Wiese zum campen niedergelassen und machst dann genau was zu Essen? Da helfen Dir nichtmal 100 Euro weiter, denn es gibt bei 90% der "Orte" NICHTS. Du kannst dann nett bei der Brandberg White Lady Lodge anfragen, ob Du (für 20 Euro/Person) am Büffet teilnehmen darfst... Und weil dann Dein Budget für 2-4 Tage gesprengt ist (mal abgesehen vom Eintritt zum Brandberg), setzt Du Dich am nächsten Morgen an die Straßenecke und hoffst, dass Dich eines der zwei Autos die am Tag dort vorbei kommen wieder woanders mit hin nimmt...
Zumal zusätzliche Insassen oder Sitzplätze, wie hier schon erwähnt, ohnehin nicht versichert und somit laut Mietwagen-Touristen-Moral nicht möglich sind.
Bitte was? Soll ich das dann Deinen Eltern erzählen, wenn Du - bei einem sowieso ideologisch anders gearteten - Touristen im Auto saßt und bei einem Unfall ums Leben gekommen bist? Ganz ehrlich..... es geht dabei nicht um Moral sondern um Kohle (Versicherung!)
Wer, wenn nicht ein zufällig ganz freundlicher aufgeschlossener Tourist, sollte Dich denn umsonst mitnehmen?

Gutes gelingen wünscht immer noch
Christian

Gerade frisch über den News-Ticker hier gelaufen:
"Der Tod einer deutschen Touristin bei einem Verkehrsunfall wurde heute von der Polizei bestätigt. Wie Nampol bekannt gab, überschlug sich das Fahrzeug von drei Reisenden im Alter von 22 bis 28 Jahre am Dienstag unweit von Uis. Eine 22-jährige Insassin verstarb noch an der Unfallstelle. Die anderen beiden wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus nach Windhoek gebracht. – Die Zahl der auf Namibias Straßen in diesem Jahr ums Leben gekommenen ist damit auf mindestens 634 gestiegen." (Quelle: Hitradio Namibia)
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zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
Gast11. Dez. 2015 · #100
BerLin schrieb:
Hm, da habe ich einfach jemanden aus dem Forum zitiert. Irgendwie denken hier die Leute im Ernst, dass Tausende Euros für ein Mietauto auszugeben eine Wohltat für das Land und die Menschen im Land ist und schreiben gleich, dass der Großteil der Bevölkerung doch bettelarm ist und wir als reiche Backpacker da auch noch die Frechheit haben, die Gastfreundschaft der armen Leute schamlos auszunutzen 🙂 Passt irgendwie nicht zusammen.
Du verwechselst da aber was. Ja, ein Grossteil der Bevölkerung IST bettelarm, und es wäre tatsächlich schamlos, die Gastfreundschaft dieser Menschen auszunutzen, weil sie kaum genug zu essen für sich selber haben. Aber das heisst nicht, dass sie sich für eine Scheibe Brot den ganzen Tag abrackern, sondern nur dass sie keine Arbeit haben (entweder nicht wollen oder nicht finden) die sie ernähren würde.
Aber auch das ist ein Thema für sich, da mit dem Bild des armen ausgebeuteten schwarzen Afrikaners, das in Europa so gerne vermittelt wird, nicht vereinbar.
BerLin schrieb:Ich habe da eher Bedenken, dass ich als Vegetarierin in Namibia meistens auf Pommes und weißes Brot oder Ischima angewiesen bin.
Ich sag nur: Millipap. Ist vegetarisch (wenn auch leider meist genverändert) und macht satt.
Was ist Ischima?
Als Vegetarier wirst du leider die Vorzüge von Biltong dann nicht kennen lernen...Namibia ist Fleischland, und das hat ganz handfeste Gründe. Fleisch ist hier sozusagen natürlich nachwachsender Rohstoff, während Gemüse und Co dem Boden nur mit einigem Einsatz (vor allem in Bezug auf Wasser und Dünger) entnommen werden können. Ökologisch also weniger sinnvoll.
BerLin schrieb: und mit den meisten Mietwagen-Leuten würde es wohl zu massiven ideologischen Unstimmigkeiten kommen, wie ich schon hier aus der Diskussion erkennen kann.
Neee, glaub ich nicht. Die sind ganz harmlos wenn man sie mal kennen lernt 🤩
BerLin schrieb:Zumal zusätzliche Insassen oder Sitzplätze, wie hier schon erwähnt, ohnehin nicht versichert und somit laut Mietwagen-Touristen-Moral nicht möglich sind.
Du hast es anscheinend überlesen: die Mietwagenfirmen erlauben es nicht. Manch einer setzt sich drüber weg, aber die Deutschen sind allgemein ein Volk das Gesetze befolgt. Muss man nicht mögen, aber akzeptieren 😉