Namibia per Anhalter bzw. zu Fuß

221 Antworten · 21,0k Aufrufe · gestartet 09. Dez. 2015 von BerLin
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Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #101
Mir ist schon klar, warum die Deutschen jedes Gesetz befolgen wollen - in Deutschland ist es nämlich so, dass fast jedes Gesetz jemandem nützt und der Staat im Großen und Ganzen menschenorientiert ist. Ich halte mich in Deutschland auch an Gesetze, und zwar mit einer gewissen Freude.
Aufgewachsen bin ich jedoch in anderen Verhältnissen - im postsowjetischen Raum ist der Staat nicht nur menschenfeindlich, sondern auch Feind seiner Selbst, entsprechend sind auch die Gesetze (in der Ukraine erwiesen sich die staatlichen Strukturen sogar so funktionsuntüchtig, dass auch die Verteidigung des Landes im Ostennicht durch staatliche Armee, sondern in erster Linie durch Freiwillige ausgetragen wurde und die Freiwilligen wiederum nur dank Volonteuren aus der Bevölkerung mit dem Notwendigsten versorgt wurden) . Daher nehmen es die sowjetischen Reisenden mit den geschriebenen Gesetzen in Reiseländern nicht so streng wie die Deutschen. An ungeschriebene Gesetze wie z. B. in islamischen Ländern lange Kleidung tragen oder Alkohol meiden, halten sich allerdings die russischen Backpacker sehr genau - wenn man die Gastfreundschaft der Einheimischen genießt, sollte man den Leuten mit Respekt entgegentreten.
Sinnlos strenge Gesetze und die Neigung, die zu ignorieren, haben jedoch auch Nachteile: die Promillengrenze, mit der man noch fahren kann, liegt bei 0 Promille. Folge: viele fahren jahrzehntelang, nachdem sie eine oder andere Flasche Wodka zu sich genommen haben, und werden dann erst in Deutschland irgendwann auffällig. Solche Geschichten bekommt man immer wieder mit, wenn man bei MPU dolmetscht.
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #102
Wer, wenn nicht ein zufällig ganz freundlicher aufgeschlossener Tourist, sollte Dich denn umsonst mitnehmen?
Hier wurde doch mehrmals von dir und anderen Forenteilnehmern erwähnt, dass die Touristen in der Regel keinen mitnehmen und auch von mehreren Foris behauptet, dass sie selbst niemanden mitnehmen würden.
Du hast es also - wie auch immer - zum Brandberg geschafft, Dich dort (möglicherweise illegal) irgendwo auf die Wiese zum campen niedergelassen und machst dann genau was zu Essen? Da helfen Dir nichtmal 100 Euro weiter, denn es gibt bei 90% der "Orte" NICHTS. Du kannst dann nett bei der Brandberg White Lady Lodge anfragen, ob Du (für 20 Euro/Person) am Büffet teilnehmen darfst...
Da muss ich dich fragen, was die Leute bei 90 % der Orte essen, wenn es bei 90 % der Orte NICHTS gibt.
In Südostasien nimmt man für solche Unternehmungen Instant-Nudeln mit, in Deutschland, Russland und der Ukraine - Haferflocken oder löslichen Kartoffelbrei. So etwas soll es auch in Namibia geben, oder? Ich gehe natürlich davon aus, dass wir irgendwo Wasser bekommen - haben wir zumindest bisher immer geschafft überall, wo es Menschen gibt.
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
248 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #103
Zum Thema trampen in Namibia kann ich nichts beitragen, wohl aber zur Diskussion welche Art Tourismus mehr zum Wohlstand der Einwohner des Gastlandes beiträgt. Ein Reisender, der per Anhalter fährt und am Straßenrand zeltet trägt wahrscheinlich nicht so viel zur Schaffung von Arbeitsplätzen für die Bevölkerung bei, wie der Reisende der ein Auto mietet und auf Campsites oder in Gasthäusern übernachtet. Es ist eben eine andere Art zu reisen aber das Argument es sei besser für die Einwohner kann ich nicht nachvollziehen. Zudem wird in vielen Gegenden der Wildtierschutz für die einheimische Bevölkerung erst durch den zahlenden Touristen interessant, weil diese Art des Tourismus Arbeitsplätze schafft (Botswana ist da ein gutes Beispiel).

LG,Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika 2009: Botswana und Sued Afrika 2012: Sued Afrika (KTP) 2014: Marokko 2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
1'450 Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #104
BerLin schrieb:Fredi1 sowie einige, die mir privat geantwortet haben - vielen Dank
Hat Dir noch niemand erzählt,was eine "Private Nachricht" ist.
Die ist nämlich PRIVAT, wie der Name schon sagt.
Und es ist ein Vertrauensbruch, dies im Forum zu erwähnen.
Es geht niemanden was an, wer Dir geschrieben hat.

Beate
5'479 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #105
Ich hab mal ein wenig im Netz und bei Facebook recherchiert. Ich heutzutage ja fix gemacht. Ich bin mir deshalb zu 100% sicher, dass Lina kein Troll ist. Bei Facebook sieht man, dass sie tatsächlich per Anhalter reist. Bislang allerdings wie es scheint hauptsächlich in Europa und Asien. Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen, die sie in Namibia macht.

Ich habe das Gefühl, hier prallen zum Teil vollkommen unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinander und es fehlt zum Teil an Toleranz, dies zu akzeptieren. Schön wäre es, einfach nur Informationen auszutauschen, ohne zu werten oder andere bekehren zu wollen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
33,1k Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #106
BerLin,
Da muss ich dich fragen, was die Leute bei 90 % der Orte essen, wenn es bei 90 % der Orte NICHTS gibt.
...immer geschafft überall, wo es Menschen gibt.
mein "Orte" war in Anführungsstrichen - z.B. Brandberg als "Ort" - dort leben keine Menschen. Und das ist in 75% des Landes der Fall - dort leben keine Menschen bzw. sie leben auf Farmen die Du nicht erreichen kannst. Und natürlich gibt es hier "Trockenfutter". Du fragst dann den netten Menschen, der Dich dann doch vielleicht im Regen hinten auf seine Ladefläche packt, ob er nach 300 Kilometern Fahrt dann noch an einem Supermarkt anhält, damit Du was einkaufen kannst. Es wird immer utopischer...

Wo es für Dich deutlich leichter wird beim Backpacken sind die 4-O-Regionen im Norden, wo 50% der Menschen auf 20% der Landesfläche leben. Nur was hast Du davon, Deine Monate dort zu verbringen?

Gruß
Chistian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
1'450 Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #107
BerLin schrieb:
..... und werden entsprechend vorsorgen (Zelt, Kontakte, Couchsurfing usw.)
.
Zelt? Hast Du überlesen, dass wild campen kaum möglich ist?
Kontakte? Wenn Du diese hast, warum fragst Du dann hier?
Couchsurfing? Also doch anderen Leuten auf der Tasche liegen!!!!!

Beate
2'516 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #108
Hei Beate,

warum so ruppig. Lina hat ja nichts vom Inhalt der PN verlauten lassen, finde ich von daher nicht verwerflich.

@ Lina: mich würde nun wirklich nur eines brennend interessieren? Was wollt ihr eigentlich in Namibia erfahren-nein, sorry, das ist ja der falsche Begriff, erleben, oder kennen lernen?
Wilde Tiere und die atemberaubende Landschaft ja wohl eher weniger, dafür ist eure Art des Reisens nicht zielführend.
Also, was genau erwartet ihr von dem Land? Das hast du leider noch nicht durchblicken lassen.

Ansonsten unterstreiche ich den Beitrag von Topobär.

Grüsse, fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
5'479 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #109
beate schrieb:
BerLin schrieb:Fredi1 sowie einige, die mir privat geantwortet haben - vielen Dank
Hat Dir noch niemand erzählt,was eine "Private Nachricht" ist.
Die ist nämlich PRIVAT, wie der Name schon sagt.
Und es ist ein Vertrauensbruch, dies im Forum zu erwähnen.
Es geht niemanden was an, wer Dir geschrieben hat.

Beate
Was geht hier eigentlich für eine Hexenjagd ab. Zur Sache nichts beitragen, aber gleich mal lospoltern. Sich für eine PN zu bedanken kam hier im Forum schon oft genug vor, ohne dass sich jemand darüber aufgeregt hat. Hast Du noch nie eine Email weitgeleitet. Damit hast Du sogar eine persönliche Nachricht samt Inhalt weitergeleitet. Ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit.

@Lina:
Geh bitte nicht davon aus, dass Du in Namibia überall wo Menschen leben auch Wasser bekommst. Als Reisender wirst Du selbst immer wieder von den Einheimischen nach Wasser angebettelt. Erkundigt Euch vor Ort immer, wo es auf Eurer geplanten Strecke das nächste Mal sicher Wasser gibt.
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zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
1'450 Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #110
fotomatte schrieb:Hei Beate,

warum so ruppig. Lina hat ja nichts vom Inhalt der PN verlauten lassen, finde ich von daher nicht verwerflich.
Warum? Nun ja, ICH wäre stocksauer, wenn ich jemanden eine PN schicke um zu helfen und diese/r erwähnt das dann hier im Forum.

Wie gesagt, ich empfinde das als Vertrauensbruch. Aber vielleicht bin ich nur etwas old fashioned?

Beate
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #111
Und es ist ein Vertrauensbruch, dies im Forum zu erwähnen.
Es geht niemanden was an, wer Dir geschrieben hat.
Wo siehst du genau Vertrauensbruch? Ich habe ja nicht erwähnt, wer mir privat geschrieben hat.
Ein Reisender, der per Anhalter fährt und am Straßenrand zeltet trägt wahrscheinlich nicht so viel zur Schaffung von Arbeitsplätzen für die Bevölkerung bei, wie der Reisende der ein Auto mietet und auf Campsites oder in Gasthäusern übernachtet.
Solche tragen aber gleichzeitig massiv zur Steigerung der Lebenshaltungspreise - auch für die Einheimischen - bei und schaden zudem der Umwelt mit ihren Fahrzeugen.
Zudem wird in vielen Gegenden der Wildtierschutz für die einheimische Bevölkerung erst durch den zahlenden Touristen interessant, weil diese Art des Tourismus Arbeitsplätze schafft
Vor wem schützt man da die Wildtiere genau?
Auf jeden Fall mangelt es an Touristen, die teure Safaris bezahlen, in Namibia nicht.

Topobär, ich war auch in einigen Ländern Afrikas (Äthiopien, Rwanda) sowie im Mittleren Osten (Jordanien, Oman) unterwegs, allerdings habe ich da zugegebenermaßen weniger Erfahrung als in Europa. Mein Freund kann wohl auf mehrere Zehntausend Kilometer in Russland, Belarus und Ukraine, Mongolei, Iran und zuletzt Südostasien (Nepal, Thailand, Myanmar, Philippinen, Indonesien, Malaysia, Vietnam und Laos) zurückblicken.
Hm, ich dachte eigentlich nicht, dass meine Identität bzw. Reiseerfahrung als Tramper (auch wenn ich auf diese Art erst seit 2012 unterwegs bin) hier so ernsthafte Zweifel aufkommen lässt.
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
5'479 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #112
Wenn sich bei mir jemand öffentlich bedankt, bin ich auf diese Person doch nicht stocksauer. Was ist dann das für eine Sicht der Dinge.
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248 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #113
Solche tragen aber gleichzeitig massiv zur Steigerung der Lebenshaltungspreise - auch für die Einheimischen - bei und schaden zudem der Umwelt mit ihren Fahrzeugen.

Das mag sein, aber wenn man einen Job im Tourismus hat ist es trotzdem einfacher seine Familie zu versorgen als wenn man arbeitslos ist.
Zudem wird in vielen Gegenden der Wildtierschutz für die einheimische Bevölkerung erst durch den zahlenden Touristen interessant, weil diese Art des Tourismus Arbeitsplätze schafft
Vor wem schützt man da die Wildtiere genau?

Immer wieder kommt es dazu, dass gerade Raubkatzen erschossen/vergiftet etc werden, weil sie Nutztiere "wildern" oder als Bedrohung angesehen werden. Das töten der Tiere wird als billige oder schnelle Lösung angesehen obwohl es sehr gute Möglichkeiten gibt, den Viehbestand vor wilden Tieren zu schützen. Touristen, die willens sind dafür zu zahlen diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen machen es rentabel für die Menschen nach Alternativen zu suchen , bzw geschützten Lebensraum für die Tiere zur Verfügung zustellen. Ich kann Dir gerne mehr Infos schicken, solltest Du an der Thematik wirklich interessiert sein.

LG,Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika 2009: Botswana und Sued Afrika 2012: Sued Afrika (KTP) 2014: Marokko 2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
33,1k Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #114
Hi BerLin,
Solche tragen aber gleichzeitig massiv zur Steigerung der Lebenshaltungspreise - auch für die Einheimischen - bei und schaden zudem der Umwelt mit ihren Fahrzeugen.
wer sind "solche"? Du? Denn Du würdest mit Deiner Reiseart v.a. Grundnahrungsmittel kaufen und damit die Preise durch gesteigerte Nachfrage in die Höhe treiben. Das ist bei jemandem, der für 400 US$ die Nacht in einer Lodge absteigt und importierten Schampus trinkt eher nicht der Fall. Aber war das Ausgangsthema wirklich Backpacker vs. andere Reisende?

Um den Thread sinnvoll voranzubringen (siehe letzten Beitrag von "Fotomatte"): Was erwartest Du Dir von bzw. was möchtest Du mit Deiner Reise "durch" Namibia erleben? Was sind Deine Vorstellungen an das "Erlebnis Namibia"? Vielleicht kann man Dir dann irgendwie einen Tipp geben wie Du das erreichen kannst und ich bin gerne bereit Dir dann nochmal en detail am konkreten Beispiel die Problematiken Deiner Reiseart in Bezug auf Namibia aufzuzeigen (was ich ja schon mit meinem "Beispieltagesablauf" weiter unten abstrakt versucht habe).

Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #115
Geh bitte nicht davon aus, dass Du in Namibia überall wo Menschen leben auch Wasser bekommst. Als Reisender wirst Du selbst immer wieder von den Einheimischen nach Wasser angebettelt. Erkundigt Euch vor Ort immer, wo es auf Eurer geplanten Strecke das nächste Mal sicher Wasser gibt.
Davon gehe ich natürlich nicht aus - ich war schon mal in Äthiopien und habe gesehen, wie dort die Menschen mit gelben Kanistern Schlange stehen, um Wasser zu bekommen.
Couchsurfing? Also doch anderen Leuten auf der Tasche liegen!!!!!
Nein! (wenn ich als Couchsurfer anderen auf der Tasche liegen würde ohne irgendetwas den Menschen zu geben, hätte ich nicht 100+ positive Referenzen 🙂
Beate, die Namen der Leute, die mir privat geantwortet habe, habe ich nicht erwähnt, und zwar nicht mal einen einzigen Namen davon. Den Inhalt der Nachrichten habe ich hier genausowenig erwähnt, wozu denn auch?
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #116
Immer wieder kommt es dazu, dass gerade Raubkatzen erschossen/vergiftet etc werden, weil sie Nutztiere "wildern" oder als Bedrohung angesehen werden. Das töten der Tiere wird als billige oder schnelle Lösung angesehen obwohl es sehr gute Möglichkeiten gibt, den Viehbestand vor wilden Tieren zu schützen. Touristen, die willens sind dafür zu zahlen diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen machen es rentabel für die Menschen nach Alternativen zu suchen , bzw geschützten Lebensraum für die Tiere zur Verfügung zustellen.
Die Touristen konsumieren auch gleichzeitig reichlich Fleisch und fördern damit die Landwirtschaftsbranche, die die Ursache dafür bildet, dass Raubkatzen erschossen werden.
Ich bin jedoch der Meinung, dass letzten Endes jede Art von Tourismus für das Land im gleichen Maße gut oder schlecht ist - sowohl Backpacker als auch Top-End-Touristen, jede Art des Tourismus hat Vor- und Nachteile. Wer fremde Verkehrsmittel und Gastfreundschaft nutzt, ist umweltfreundlicher unterwegs und teilt mit den Gastgebern seine Kultur bzw. bestimmte Informationen, wer Geld ausgeben will, unterstützt damit bestimmte Bereiche der Wirtschaft, schadet aber gleichzeitig der Umwelt.
Geld u. a. materielle Güter sind letztendlich nicht das einzige, was man mit den anderen teilen kann.
Themenstarter100 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #117
Christian, wie du selbst schon erwähnt hast, sind Backpacker in Namibia so selten, dass sie auf die Wirtschaft ganz sicher keinen spürbaren Einfluss ausüben können.
Ja, wir wollen nach Namibia hauptsächlich wegen der Tiere (nein, ich denke da nicht an Löwen - ich mag eher Vögel, Insekten, Echsen, Schlangen, Frösche sowie kleinere Raubtiere und Surikate), Wärme und menschenloser Landschaften.
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2015
5'479 Beiträge · seit 200911. Dez. 2015 · #118
BerLin schrieb:
Geh bitte nicht davon aus, dass Du in Namibia überall wo Menschen leben auch Wasser bekommst. Als Reisender wirst Du selbst immer wieder von den Einheimischen nach Wasser angebettelt. Erkundigt Euch vor Ort immer, wo es auf Eurer geplanten Strecke das nächste Mal sicher Wasser gibt.
Davon gehe ich natürlich nicht aus - ich war schon mal in Äthiopien und habe gesehen, wie dort die Menschen mit gelben Kanistern Schlange stehen, um Wasser zu bekommen.
Namibia unterscheidet sich in einigen Punkten erheblich von Ostafrika. Gerade in Sachen Wasserversorgung. In Ostafrika hat jedes Dorf zumindest eine in erträglicher Nähe gelegene Wasserstelle, wo dann alle mit Ihren gelben Kanistern hinpilgern. Das ist in Namibia eben nicht der Fall. Da können die Dorfbewohner nicht einfach losziehen und den Kanister wieder auffüllen. Die nächste Wasserstelle ist oft so weit entfernt, dass man das kostbare Nass nur mit Donkey-Karren oder Auto antransportieren kann. In diesen Fällen werden Dir die Einheimischen nichts abgeben können, da es ihnen ansonsten selbst fehlt.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'450 Beiträge · seit 200611. Dez. 2015 · #119
BerLin schrieb:
Wo siehst du genau Vertrauensbruch? Ich habe ja nicht erwähnt, wer mir privat geschrieben hat.
Hmh, lesen kann ich eigentlich schon noch.
Du hattest Dich bei Fredi1 für die PN bedankt.

Und nocheinmal: wenn ich Dir eine PN geschickt hätte, dann hätte ich das Dankeschön ebenfalls als PN erwartet, aber nicht hier im Forum.
Noch dazu bei einem thread, der so konträr diskutiert wird wie dieser hier

Beate
338 Beiträge · seit 201511. Dez. 2015 · #120
Hallo zusammen
sorry , jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu, ist ja schließlich DAS THEMA des Jahres

Ich habe bei diesem Thema nur ein Bild vor Augen
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ein Radfahrer 2010 in der Nähe von Aus Ich kannte dieses Forum noch nicht, mein erster Gedanke war : wer ist der Bekloppte ?

Anfang April 2015 bin ich dann über dieses Forum gestolpert und habe unter anderem Berichte gelesen von Wolfgang ( Bikeafrica) und Equilibre. War einer von Euch beiden der Bekloppte auf dem Foto ?
Ich bin 2010 daran vorbeigefahren ohne darüber nach zudenken wer der Mensch auf dem Rad ist .
Eure RBs haben mich gelehrt, das der Mensch deswegen auf dem Rad sitzt weil er es will ( wie in diesem Post auch schon über den Wanderer berichtet wurde). Trotzdem würde ich nie mehr an so einem Menschen vorbeifahren ohne Ihn zu fragen ob er etwas braucht. Und wenn es nur Wasser ist !

Ich habe einmal in Eiljas RB die provakativen Zeilen gelesen:

Früher sind die Heiligen 3 Könige auf Ihren Kamelen gesessen und wisst Ihr was, da war sogar ein Schwarzer dabei. Heute reiten nur noch die Weißen mit Ihren Hilux durch die Gegend.

Egal ob auf dem Fahrrad, zu Fuß oder per Anhalter: der Kontakt zu den Leuten die im Land leben ist sehr viel intensiver, als man es jemals im Auto erleben wird und
man begegnet den Leuten auf AUGENHÖHE, man taucht unmittelbar ein und überfliegt es nicht nur um all die wichtigen Dinge zusehen die in all den wichtigen Reiseführern stehen.

Danke ganz besonders deswegen an Topobär und Wolfgang (sorry es waren noch ein paar mehr) die für
BerLin Verständnis gezeigt haben.

Ohne verrückte Ideen wäre die Welt heute noch eine Scheibe

Liebe Grüße

@Beate: es wird im Forum immer wieder darauf hin gewiesen( vor allem bei den Neuen) das es durchaus noch modern ist Grüß Gott und Auf Wiedersehen zusagen . Dies gilt für alle ! Auch für die, die nach eigenen Aussagen nie mehr nach Namibia reisen werden und zur Sache wie in diesem Fall gar nichts beitragen.

Schönes Wochenende und einen geruhsamen 3. Advent
Gerhard