Mir ist schon klar, warum die Deutschen jedes Gesetz befolgen wollen - in Deutschland ist es nämlich so, dass fast jedes Gesetz jemandem nützt und der Staat im Großen und Ganzen menschenorientiert ist. Ich halte mich in Deutschland auch an Gesetze, und zwar mit einer gewissen Freude.
Aufgewachsen bin ich jedoch in anderen Verhältnissen - im postsowjetischen Raum ist der Staat nicht nur menschenfeindlich, sondern auch Feind seiner Selbst, entsprechend sind auch die Gesetze (in der Ukraine erwiesen sich die staatlichen Strukturen sogar so funktionsuntüchtig, dass auch die Verteidigung des Landes im Ostennicht durch staatliche Armee, sondern in erster Linie durch Freiwillige ausgetragen wurde und die Freiwilligen wiederum nur dank Volonteuren aus der Bevölkerung mit dem Notwendigsten versorgt wurden) . Daher nehmen es die sowjetischen Reisenden mit den geschriebenen Gesetzen in Reiseländern nicht so streng wie die Deutschen. An ungeschriebene Gesetze wie z. B. in islamischen Ländern lange Kleidung tragen oder Alkohol meiden, halten sich allerdings die russischen Backpacker sehr genau - wenn man die Gastfreundschaft der Einheimischen genießt, sollte man den Leuten mit Respekt entgegentreten.
Sinnlos strenge Gesetze und die Neigung, die zu ignorieren, haben jedoch auch Nachteile: die Promillengrenze, mit der man noch fahren kann, liegt bei 0 Promille. Folge: viele fahren jahrzehntelang, nachdem sie eine oder andere Flasche Wodka zu sich genommen haben, und werden dann erst in Deutschland irgendwann auffällig. Solche Geschichten bekommt man immer wieder mit, wenn man bei MPU dolmetscht.
Aufgewachsen bin ich jedoch in anderen Verhältnissen - im postsowjetischen Raum ist der Staat nicht nur menschenfeindlich, sondern auch Feind seiner Selbst, entsprechend sind auch die Gesetze (in der Ukraine erwiesen sich die staatlichen Strukturen sogar so funktionsuntüchtig, dass auch die Verteidigung des Landes im Ostennicht durch staatliche Armee, sondern in erster Linie durch Freiwillige ausgetragen wurde und die Freiwilligen wiederum nur dank Volonteuren aus der Bevölkerung mit dem Notwendigsten versorgt wurden) . Daher nehmen es die sowjetischen Reisenden mit den geschriebenen Gesetzen in Reiseländern nicht so streng wie die Deutschen. An ungeschriebene Gesetze wie z. B. in islamischen Ländern lange Kleidung tragen oder Alkohol meiden, halten sich allerdings die russischen Backpacker sehr genau - wenn man die Gastfreundschaft der Einheimischen genießt, sollte man den Leuten mit Respekt entgegentreten.
Sinnlos strenge Gesetze und die Neigung, die zu ignorieren, haben jedoch auch Nachteile: die Promillengrenze, mit der man noch fahren kann, liegt bei 0 Promille. Folge: viele fahren jahrzehntelang, nachdem sie eine oder andere Flasche Wodka zu sich genommen haben, und werden dann erst in Deutschland irgendwann auffällig. Solche Geschichten bekommt man immer wieder mit, wenn man bei MPU dolmetscht.
