GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201324. Nov. 2015 · #64
Hallo Matthias, nein das war mir nicht bewusst. Nach einem 2013 kläglich gescheitertem Versuch, in einem Reisebericht Vögel zu bestimmen 😣 😗 , beschränke ich mich nun auf das Einstellen von Vogelbildern. Ich freue mich aber immer, wenn andere Fomis mich auf besondere Sichtungen hinweisen. Danke!
Wieder fahren wir auf dem Weg zum nächsten Camp verschiedene Loops. Eine ganze Zeit lang sehen wir nichts. Doch dann bewegt sich in 70 bis 80 Meter Entfernung ein schwarzer Punkt. Auf unserer 7. Afrikareise sehen wir zum ersten Mal einen
Honigdachs!! 🤩
Zufrieden fahren wir weiter. Nach einer halben Stunde läuft 20 Meter vor uns ein großer Schwarzer Punkt über die Straße. Wir sehen einen
Honigdachs!! 😄
Dann passiert wieder eine ganze Stunde lang gar nichts. Plötzlich steht am Wegesrand ein
Honigdachs!! 😄
Das glaubt man kaum Über 20 Wochen haben wir im südlichen Afrika verbracht und noch nie einen Dachs gesehen und hier treten sie im Rudel auf. Anschließend laufen uns nicht mehr viele Tiere vor die Kamera.
Um 11 Uhr kommen wir schon in Letaba an. Wir hatten bei der Ankunft in Punda Maria die 2 Nächte in Mopani und 2 weitere Nächte in Leteba (Chalet) gebucht. Da unser Chalet erst um 13 Uhr fertig ist gehen wir ins Restaurant, trinken ein Glas Wein und essen etwas.
Da kommt plötzlich die nette Dame von der Rezeption und sagt, dass unsere Reservierung erst für Morgen sei und sie heute nichts mehr frei hätte. Wir sollten später noch mal bei ihr vorbei schauen, vielleicht ergäbe sich ja noch was. Ich schau erst sie ungläubig an und dann meine Buchung. Mist, sie hat recht. 😊 Die Dame in Punda Maria hat die Daten vertauscht und ich hab`s nicht kontrolliert. Zum Glück ist noch ne Campsite frei und da es erst 12 Uhr ist, bekommen wir auch noch eine Schöne am Rand des Campingplatzes.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause fahren wir dann noch mal raus. Anfangs sehen wir mal wieder nichts.
Die Gegend wirkt wie ausgestorben und die nächste Sichtung bestätigt diesen Eindruck.
Aber dann lassen sich doch ein paar Tiere blicken.
Tja, und dann ist es wie so oft auf Gamedrives. Man ist enttäuscht, dass einem nichts vor die Linse läuft und überlegt vorzeitig zurück ins Camp zu fahren. Und auf einmal ist alles anders.
Auf einmal stand er vor uns und entschädigte uns mit seinen Posen für all das, was wir in den letzten 3 Tagen nicht im Krüger gesehen hatten.
Nach 4 min war alles schon wieder vorbei. Überglücklich fahren wir weiter und sehen bei einer Fahrt entlang des Letaba noch viele Elis, Büffel und Antilopen. Ohne zu fotografieren genießen wir den Anblick. Und so geht schon wieder ein schöner Tag zu Ende.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201325. Nov. 2015 · #67
18.10.15 Chalet Letaba (905Rand)
Da Gestern das Sichtungsbord um Letaba keine Löwen angezeigt 😠 hat haben wir beschlossen heut einen Tagestour nach Satara und wieder zurück zu fahren. Eine Unterkunft oder ein Campingplatz waren für die nächsten 2 Nächte in Satara leider nicht zu bekommen. 🙁 Gleich zu Beginn der Fahrt begleitet uns über mehrere Hundert Meter eine Hyäne.
Später lassen sich auch andere Tiere blicken.
Bei diesem komischen Vogel musste ich erst jemand fragen was das ist. 🤩
Ich kannte Großtrappen immer nur so.
Im Restaurant Satara trinken wir einen Wein und beobachten ein wenig dem Treiben der Touri`s. 😎 Dann gehts ab auf die S100. Nach einer halben Stunde sehen wir in 50m Entfernung viele Autos stehen (Das einzige Mal an 5 Tagen im Kruger). Als wir näher kommen erkennen wir den Grund.
Irgend wie ist mir das zu viel Gewusel. Wir schießen ein paar Fotos und fahren weiter, auch wenn es die einzigen Löwen unserer Reise sind. Auch auf dieser Reise bleibt unser Wunsch einmal eine Löwenfamilie mit cubs zu sehen unerfüllt.
Anschließend begegnen wir dem hier:
Ich kenn mich ja nun bei den gefiederten Kollegen nicht so aus. Kann es sein, dass das ein europäischer Bienenfresser ist? Die gibt es doch so weit im Süden nicht oder? Mehr Fotos hab ich leider nicht.
Auf der Rückfahrt sehen wir wieder viele Tiere, fotografieren aber nur wenig.
Sehr weit weg erblicken wir auch die beiden einzigen Nashörner des Urlaubs. 🙁 Das macht mir ein wenig Sorge, denn auf früheren Reisen haben wir im Kruger immer sehr Viele gesehen.
Zurück im Camp beziehen wir unser Chalet und genießen das wunderschöne Abendlicht.
Diese Beiden hier scheinen dafür gerade kein Auge frei zu haben...
speed66751 Beiträge · seit 201127. Nov. 2015 · #70
Hallo Graskop,
die letzten Tage sind so ganz nach meinem Geschmack: bisschen suchen und aber auch die Unterkunft mit Blick genießen... So eine gewisse Langweile gehört einfach auch mal in den Urlaub rein.
Sehr weit weg erblicken wir auch die beiden einzigen Nashörner des Urlaubs. 🙁 Das macht mir ein wenig Sorge, denn auf früheren Reisen haben wir im Kruger immer sehr Viele gesehen.
Wir waren letztes Jahr auch von Nord bis Süd im Kruger und hatten ebenfalls die Nashornbefürchtungen. Als wir bei einem Bushwalk die Ranger darauf angesprochen haben, meinten die, dass erst ab einer bestimmten Höhe - ich glaub er hat Orpen Gate sogar gesagt- erst der typische Lebensraum der Rhinos ist. Und siehe da: im südlichen Kruger trafen wir dann doch viele dieser grauen Freunde.
Ich danke dir für´s Berichten sehr! VG, Nette
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201328. Nov. 2015 · #71
@ Bele Ja, es ist immer wieder erstaunlich, was sich Männer einfallen lassen um Frauen zu gefallen 😎 🙂
@ Nette Leider haben wir es diesmal nicht ganz bis in den Süden des Kruger geschafft. Auch wir waren dort immer von den vielen Nashornsichtungen begeistert. Aber wir haben auf früheren Reisen auch schon welche bei Mopani und Letaba gesehen. Deshalb haben wir uns ein wenig Sorgen gemacht.
Nun ist er gekommen, unser letzter Tag im Kruger. 😮 Und diesmal weiß ich nicht, ob oder wann ich das nächste Mal in den Park zurück kehren werde. 😕 Ein wenig nachdenklich schlendere ich durch das Camp und fotografiere ein wenig Natur. 😐
Buschbock
Leberwurstbaum, Frucht und Blüte
Brown-hooded kingfisher
Und am Ende einen Giant kingfisher
Dann machen wir uns auf den Weg zum Phalaborwa-Gate. Zwei letzte Fotos, dann die letzten Elefanten.
Und schon liegt der Kruger NP hinter uns. Wir wollen heut zum Moholoholo Wildlife Rehabilitation Centre. Ich hatte dieses Center auf einer vorigen Reise eingeplant, es dann aber aus Zeitgründen ausgelassen. Leider waren alle zusammen getragenen Infos darüber zu Hause. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass man da auch campen kann. Als wir am Tor für die Touren ankamen, sagte uns der Einlasser, dass die nächste Tour erst um 15 oder 16 Uhr stattfindet. Leider war es gerade erst 11 Uhr. Das es hier auch Unterkünfte gibt, darüber weiß er leider nichts, schickt uns aber zu einem anderen Gate. Dort angekommen, weiß der Türsteher nicht, was ich mit "Campsite" meine. Er versucht jemanden "inside" anzurufen, klappt aber nicht. Daraufhin gibt er mir eine Nummer, die ich in ein, zwei Stunden anrufen soll. Da haben wir keinen Bock drauf und so fahren wir weiter. Und wohin geht die Reise???? Natürlich nach Graskop. Wir mögen diesen Ort sehr und versuchen ihn, wenn möglich, immer in unsere Routen einzubauen. Eine Lieblingsunterkunft haben wir auch. Nun schon zum 3. Mal nächtigen wir im "Havanna nights". Dort gibt es großzügige Self Catering Chalets mit 3 Schlafzimmer für bis zu 6 Personen.
Abends grillen wir dann
und bekommen noch Besuch von einem... Rotbrust- oder Weißbauch-Nektarvogel?
Schnell wird es heut sehr kühl und wir verschwinden früh in den Federn.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201329. Nov. 2015 · #73
21.10.15 Graskop
Heut lassen wir es ruhig angehen. Nach einem gemütlichen Frühstück, es ist schon 11 Uhr, wollen wir in Richtung Bourke’s Luck Potholes um auf dem Markt noch ein paar Andenken zu besorgen. Da wir Gestern bereits gegen Mittag in Graskop angekommen sind hatte unser Auto gute 20 Stunden ohne Unterbrechung Pause. Und wie wird Einem das gedankt? Richtig, es springt nicht an. Alle Batterien sind leer. 😈 Ist aber kein Problem, unser Vermieter gibt uns Starthilfe und wir können los. An den üblichen Sehenswürdigkeiten fahren wir vorbei, auch weil wir schon mehrmals hier waren. Nach einer knappen Stunde sind wir bei den Potholes angekommen und drehen die übliche Runde.
Danach verbringen wir eine weitere Stunde auf dem Markt. Mit Erschrecken stellen wir fest, dass der Markt nun in einigen kleinen gemauerten Hütten untergebracht ist. 😐 Das mag für die Verkäuferinnen ja jetzt angenehmer sein, aber wir finden, dass ganze Ambiente passt nicht mehr. Einige nette Andenken finden wir natürlich trotzdem.
Anschließend geht es noch zu einem kleinen Lunch ins Bushkittchen.
Das ist ein uriges Lokal im Freien wo es nur lokale Gerichte gibt.
Es ist unser zweiter Besuch hier. Der Betreiber scheint inzwischen gewechselt zu haben und die Atmosphäre ist wohl ein klein wenig verloren gegangen. Trotzdem ist es unserer Meinung nach immer noch einen Besuch wert.
Ein angeblich lokaler Shooter: Wodka, Milch, Kondensmilch und Zimt.
Der Waschplatz
Dann gehts wieder zurück nach Graskop.
Unterwegs sehen wir noch ein paar gläubige Kühe.
Wir vertrödeln den Tag und haben kein schlechtes Gewissen dabei. Zum Dinner gehen wir ins Canimambo. Wie immer sehr lecker!
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201330. Nov. 2015 · #74
22.10.15 Graskop-Dullstrom (130km) Hotel Dullstrom Inn (650 Rand Zimmer und Frühstück)
Frühstück gibt es heute auf der Terrasse des Havanna nights. Dort gibt es auch zu jeder Zeit kostenlos W-Lan. Wir packen den Rest unserer 7-Sachen zusammen und fahren nach Dullstrom. Zuerst über den Long Tom Pass nach Lydenburg.
Es ist heut sehr regnerisch und so gelingen keine Fotos von den schönen Ausblicken, die man bei Sonnenschein hat. In Lydenburg machen wir eine kurze Pause und freuen uns über die vielen blühenden Jacarandas
Nach 3 Stunden Fahrt sind wir in Dullstrom. Wir fahren durch den Ort und suchen eine Unterkunft. Wir kommen am altehrwürdigem "Dullstrom Inn" vorbei und beschließen spontan dort zu nächtigen.
Check in ist erst um 14 Uhr und so wandern wir ein wenig durch den Ort.
Im Charlie C`s trinken wir einen Wein.
Dullstrom ist ein schöner Ort. Wir saugen noch ein wenig die Atmosphäre auf und gehen dann zurück zum Hotel.
Dann beziehen wir unser Zimmer, recht einfach und ziemlich in die Jahre gekommen.
Ich versuch bei solch alten Gebäuden immer mir vorzustellen, was diese Mauern schon alles erlebt haben. Vielleicht kennt ihr ja das Gefühl, wenn man ein Buch liest und auf einmal in die Handlung dieses Buches eintauchen kann und meint, man wäre mitten drin. Gute Bücher können so etwas bewirken. Alte Gebäude können das auch...
Abends fahr ich noch ne Runde mit dem Trax durch den Ort um die Batterie aufzuladen. Heut Morgen ist er nämlich gerade noch mit der letzten Umdrehung angesprungen.
Zurück im Hotel wartet schon die Polizei.
...Dachte ich, aber die beiden Polizisten sitzen nur im Restaurant und trinken ein Feierabend-Bier. Dinner essen wir im Restaurant am offenen Feuer. Ein schöner Abend, auch weil einige Dorfbewohner heller und dunkler Hautfarbe am Tresen sitzen und sich nett unterhalten. Irgendwie fühlte ich mich an diesem Abend nicht als Touri.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201301. Dez. 2015 · #75
23.10.15 Dullstrom- Zebra camper Jo`burg(240km) Double room Safari Club SA Lodge VORSICHT! VIELE BUCHSTABEN.
Gut geschlafen haben wir heut Nacht nicht. 🙁 Um 2 Uhr gab es ein Riesen-Tohuwabohu vor unserem Fenster. 😵 Mein erster Gedanke war, dass sich jemand an unserem Auto zu schaffen macht. Ich schau aus dem Fenster und seh eine rote Lampe im Auto leuchten. 😮 Da ich durch das Klappen einer Autotür und Stimmen wach geworden bin, denke ich, dass das die Türkontrollleuchte ist, reiß das Fenster auf und lass erst mal `n Brüll los. Da schauen mich 2 verängstigte Augenpaare an und die Münder darunter fragen mich im Duett, wo der Haupteingang vom Hotel ist. Erst jetzt sehe ich, dass hinter unserem Trax noch ein Auto steht. 🤩 Die beiden erzählen mir, dass sie von irgend `ner Sportveranstaltung kommen und hier im Hotel die Zimmer mit der Nummer 4 und 7 vorgebucht haben. Zum Beweis zeigen sie mir die Zimmerschlüssel. Na gut, werden schon keine Einbrecher sein, ich zeige ihnen den Nebeneingang. Die Tür steht sowieso offen. Gute Na.... Halt, was war dann aber das für eine rote Lampe in meinem Trax?
Also Schlüpper an und gucken. 😊 Ah ja, ist nur die Kontrollleuchte der Mainbatterie. Und rot heißt: Meine Batterie ist alle! 😈 Von meiner Magengegend aus breitet sich ein komisches Gefühl im ganzen Körper aus. Das Gefühl ist Wut. Ich würde dieses Auto jetzt gern ein wenig würgen! Leider sind meine Arme zu kurz. Irgendwann schlafen wir dann doch wieder ein.
Und dann ist er da, unser letzter Tag in Südafrika, plötzlich und vollkommen unerwartet. Sind wir nicht Gestern erst aus dem Flieger gestiegen? 😗 Aber da war ja noch was. Morgen Mittag sind wir in Ruanda. Übermorgen will ich wenigstens einen Gorilla sehen, egal aus welcher Entfernung. Yuchhuuu, es ist noch nicht vorbei! 🤪
Also erst mal was essen und `nen starken Kaffee. Die Dame an der Rezeption besorgt mir eine Firma, die mir Starthilfe gibt. Kostet 100 Rand, Rechnung gibt es natürlich keine. Egal, die Kiste läuft. Also auf zu den Zebras. Dort treffen wir gegen Mittag ein. Sachen packen dauert dann zirka ne Stunde. Ich erzähl dem zuständigen Mechaniker(?) alle Probleme, die wir mit dem Wagen hatten und der verspricht, sich um alles zu kümmern. Danach gehen wir ins Büro und erzählen der Dame dort noch mal dasselbe. Außerdem übergebe ich ihr die Quittung der Strafe für die fehlende Nummernschildbeleuchtung und sie verspricht, die 20$ zu überweisen. Auf die warte ich allerdings heute noch. 😗 Fairerweise möchte ich aber anmerken, das Sasowewi mir als er von dem Fall gehört hat, angeboten hat, das Geld aus seiner Tasche "vorzuschießen". Das hab ich aber abgelehnt. Sch... auf 20$. Ich wollte einfach wissen, ob Zebra Jo`burg mir das Geld überweist. Es ist für mich ein Gradmesser dafür, wie diese Firma mit ihren Kunden umgeht.
Damit geht unsere Selbstfahrerreise zu Ende. 🙁 Danke an alle für die netten Kommentare und die vielen Danke Button Drücker!
Ich weiß jetzt nicht genau, ob ich hier weiterschreibe oder `nen neuen Thread eröffne. Eigentlich gehören die 3 Tage Uganda/Ruanda ja nicht in die Südafrika Rubrik. Andererseits gehört es für mich irgendwie zusammen.
picco6'369 Beiträge · seit 201102. Dez. 2015 · #76
Hoi Silvio
Vorschlag: Schreib's hier rein, mach im Ruanda-Unterforum einen neuen Beitrag (z.B. 'Route planen?Einen Sch... muß ich!!!!-Der Ruandateil' mit dem Link zum ersten Ruanda-Tag hier und ich mache in meiner Reiseberichtsübersicht die oben im im Ruanda-Unterforum angeheftet ist einen Link auf den ersten Tag in Ruanda hier in diesem RB...
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201304. Dez. 2015 · #78
Gut, dann berichte ich jetzt hier über unseren 3-tägigen Uganda/Ruanda- Trip. 😎 Diesen letzten Teil der Reise( auch die Flüge) habe ich komplett bei Iwanowski gebucht. Es war unsere erste mehrtägige geführte Tour, noch dazu mit Fahrer. 😕
Von einem Angestellten von Zebra-Camper werden wir zur Safari Club SA Lodge gefahren. Trotz Navi und Beschreibung ist die Lodge nicht so leicht zu finden. Nach anderthalb Stunden kommen wir endlich an. Wir checken ein und ich lass gleich mal vom "Rezeptionist" den morgigen Flug nach Kigali überprüfen. Nach 15 min, in denen sich das Gesicht des Mannes immer mehr verformte, sagte er, er müsse da noch mal was prüfen und ob ich ihm noch `ne halbe Stunde geben könnte. Da es jetzt 15 Uhr ist und unser Flug erst Morgen um kurz nach 7 geht, kann er die haben. 😎 😛 Wir schnappen uns ein Wodka Smirnoff und ein Bier und beziehen unser Zimmer.
So richtig Ruhe hab ich nicht und steh nach 20 min mit allen Reiseunterlagen wieder vor dem Tresen in der Empfangshalle. Da erzählt mir der Kollege, das ein Flug nach Kigali mit dieser Flugnummer erst am Sonntag fliegt. Wie Sonntag, Morgen ist doch erst Samstag??? Ja eben! Ich erkläre ihm, dass ich Sonntag nicht in einem Flugzeug sitzen werde, sondern auf einem Berg in Uganda inmitten von gaaaanz vielen Gorillas! Sein Kommentar: "Well, that`s a good idea!" Meine Antwort: "Yes, i know" Dann lachen wir uns erstmal schlapp. 😄 😄 So langsam gewinne ich meine Lockerheit zurück, auch weil ich merke, das mein Gegenüber sich echt kümmert. Wir verabreden, dass ich vor dem Abendessen wieder nachfragen soll. Hm, das sind noch 2 Stunden. Wir nutzen die Zeit zum Koffer umsortieren. Irgendwann ist es dann Zeit zum Dinner zu gehen und ich schaue vorher an der Rezeption vorbei. Und da erfahre ich, das der Flughafen O. R. Tambo seinem System ein Update gegönnt hat und dabei unser Flug irgendwie im Nirvana verschwunden war. Nun ist er wieder da... Tja, dann kann`s nun endlich losgehen mit unserem Kurztrip zu den Berggorillas!
Champagner8'678 Beiträge · seit 201004. Dez. 2015 · #79
Graskop schrieb: Ich erkläre ihm, dass ich Sonntag nicht in einem Flugzeug sitzen werde, sondern auf einem Berg in Uganda inmitten von gaaaanz vielen Gorillas! Sein Kommentar: "Well, that`s a good idea!" Meine Antwort: "Yes, i know" Dann lachen wir uns erstmal schlapp. 😄 😄
Hi Silvio,
ich kann mir das lebhaft vostellen ..... 😄 😄 😄 Den durch einen fehlenden Flug verursachten Adrenalinkick braucht man aber nicht wirklich, oder? 😊
Tja, dann kann`s nun endlich losgehen mit unserem Kurztrip zu den Berggorillas!
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201304. Dez. 2015 · #80
24.10.15 Johannesburg-Lusaka-Kigali-Lake Mutanda(3717 Flugkm, 150 Autokm) Unterkunft: Chameleon Hill Lodge
Um 4 Uhr ist die Nacht vorbei. Um 5 werden wir zum Flughafen gefahren. Pünktlich um 7.20 Uhr hebt der Flieger ab. Nach einem anderthalbstündigem Aufenthalt in Lusaka landen wir gegen Mittag in Kigali. Die erste gute Nachricht, unsere Koffer sind auch da! 😛 Und die guten News reißen nicht ab. Als wir das Flughafengebäude verlassen, steht dort ein sympathisch lächelnder junger Mann, der ein Schild mit unserem Namen hält. Sein Name ist Didier. Und er wird uns immer sympathischer, er hat nämlich sogar ein Auto dabei.
Unser Fahrzeug für die nächsten 3 Tage, im Hintergrund das Flughafengebäude.
Am Auto angekommen erzählt er uns kurz den Ablauf der 3 Tage. Dann bittet er in den Wagen, denn für die 150km werden wir zirka 5 Stunden brauchen und er möchte gerne die Lodge bei Tageslicht erreichen. Und schon gehts los. Ich wundere mich anfangs, dass wir auf der rechten Seite der Straße unterwegs sind, aber Didier erklärt mir, in Ruanda wird rechts gefahren, später in Uganda dann links. Wir fahren durch Kigali und Ramona und ich sind sofort begeistert. Das alles hier hat so gar nichts mit dem zu tun, was wir im südlichen Afrika bisher gesehen haben. Ich fotografiere wild drauf los.
Immer wieder sehen wir Fussballfans, teilweise zu viert auf einem Motorrad, mit Fahnen und maskiert. Didier erzählt, das heut das Spitzenspiel der ruandischen Liga stattfindet. Das sei so, als würde in Germany Beijeern gegen Borussiiia spielen.
Außerhalb von Kigali halten wir für einen Blick auf die Stadt.
Dann geht die Reise weiter über Berg und Tal, durch viele Dörfer.
Wir sind fasziniert von den vielen verschiedenen Bildern. Nach `ner guten Stunde hält Didier an und fragt uns, ob wir was essen möchten. Ja klar, wollen wir. Aber ich hab doch kein Ruanda-Geld? Kein Problem, er bezahlt erst mal.
Hier bestellt Didier(helles Shirt) uns Essen. Davor steh ich und überlege wohl gerade, welche Auswirkungen das Essen auf meine inneren Organe haben mag. Normalerweise seh ich übrigens vieeel jünger aus, aber nach längeren Flügen dauert es immer ein wenig, bis meine Haut ihre natürliche Straffheit zurück gewonnen hat.
Das Essen ist ein Fleischspieß und eine Art Backkartoffel. Sehr, sehr lecker gewürzt!
Dann geht es weiter zur Grenze. Wir müssen aussteigen und den Übergang zu Fuß überwinden. Die Grenzer auf Ruanda-Seite (schwer bewaffnet) stehen unter freiem Himmel vor einem Schlagbaum und kontrollieren alles, was die Grenze passiert. Säcke werden mit Eisenstangen durchstochen, Schuhe werden einzeln begutachtet und teilweise von ihren Einlagesohlen befreit. Als ich dem Grenzer meinen Ausweis gebe, nimmt er ihn kurz in die Hand, fragt mich ob das mein Pass wäre und gibt ihn mir dann, ohne einen Blick hinein zu werfen, zurück. Auch auf Uganda-Seite bekommen wir schnell unseren Einreisestempel und schon können wir wieder ins Auto steigen und die Fahrt geht weiter. Nun wird die Strasse immer kurviger und bald endet auch der Asphalt. Am Lake Mutanda angekommen wird die Straße zur 4x4-Road und wir müssen uns während der Fahrt ständig festhalten. Deswegen gibt es von diesem Teil der Strecke auch keine Fotos. Aber die Landschaft ist sehr beeindruckend. Gegen 18 Uhr sind wir in der Lodge und werden sehr nett empfangen. Wir sind die einzigen Gäste und man kümmert sich rührend um uns. Didier wird genau so nett behandelt wie wir. Das finden wir toll!! Unser Bungalow ist wunderschön und der Blick auf den See traumhaft.
Um 19 Uhr gibt es Dinner, welches wir zusammen mit Didier einnehmen. Von diesem ersten Tag sind wir begeistert. Trotzdem verschwinden wir um halb Neun in den Betten. Morgen ist unser großer Tag!