schreib ich einen Reisebericht oder schreib ich keinen? Ich muss mich entscheiden. Bei Einigen von Euch scheinen ja Berichte inzwischen verpönt. Andere lesen wohl auch den Einhundertsiebzehnten immer noch gern. Ich bin hin und hergerissen. Der Schorsch hatt das in der Einleitung seiner Kurzfassung gerade sehr gut beschrieben.
Aber irgendwie macht mir das Schreiben auch mächtig Spaß. Und den Titel hab ich schon seit Beginn der Reise im Kopf. Außerdem wird es Winter und somit die Tage kürzer. O.K. ich hab mich überredet. Ich schreib einen Bericht. 😄
Die Route ab Johannesburg Airport:
Hammanskraal(RSA) - campen De Rust Caravan park Palapye(BW) - campen Itumela camp Serowe(BW) - campen Khama Rhino Nata(BW) - campen Nata Lodge Elephants Sands(BW) - campen Hwange(SIM) - campen Robins camp Hwange(SIM) - campen Sinamatella Hwange(SIM) - campen Ivory Lodge Matopos NP(SIM) - Chalet Maleme Dam Moremi village(BW) - campen Goo Moremi Gorge Kruger NP(RSA) - Chalet Punda Maria Kruger NP(RSA) - Chalet Mopani Kruger NP(RSA) - Chalet und campen Letaba Graskop(RSA) - Chalet Havanna nights Dullstrom(RSA) - Hotel Dullstrom Inn Johannesburg - Safari Club SA Flug nach Kigali(RW) Fahrt zum Lake Mutanda(UG) in die Chameleon Hill Lodge Rückflug von Kigali über Amsterdam nach Berlin.
Teil 203. Nov. 2015
Noch ein paar Worte, bevor es losgeht.
Der Titel: 3 Tage vor Reisebeginn lief ich an einem Buchladen vorbei. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass ein neues Buch angepriesen wurde. Es war das neue Werk von Tommy Jaud :Einen Scheiß muss ich! Tommy kam natürlich mit auf die Reise. 😛 Auf die Reise, die ich seit 11 Monaten plante, und die dann mehrmals anders verlief als geplant..... 🤩 Die Fluggesellschaften: Air France, Air Rwanda, KLM Alle haben einen guten Job gemacht! 😎 Die Autovermietung: ZEBRA CAMPER Warum Zebra? Ich hatte die Vorstellung, das ein lokales Unternehmen weiß, worauf es bei einem Auto ankommt, mit dem man in die Wildnis (Wasser, Tiefsand, Geröll) will. Außerdem haben die ein Büro in Vic Falls, sind also auch in Simbabwe greifbar. Und der Preis spielte zum Schluss auch eine Rolle. Zirka ein Jahr vor Reiseantritt habe ich einen Toyota Hilux Trax über deren deutschen Vermittler gebucht. Ein paar Wochen später erschienen hier im Forum 1 bis 2 nicht so schöne Berichte über diese Firma. Danach hatte ich ein wenig Bauchschmerzen, redete mir aber gut zu, dass sie nach solch negativen Schlagzeilen bei mir bestimmt alles besonders gut machen. 😗 Nun ja, ich will hier nicht vor greifen, nur eins noch: Ich werd hier - immer wenn die Sprache auf das Fahrzeug kommt - so neutral als möglich schreiben und möchte hier keine weitere Diskussion über diese Firma entfachen. Vielleicht bin ich ja auch einfach zu mimosenhaft. 😊 Möge sich jeder sein eigenes Urteil bilden.
LG Silvio
P.S. Sorry, aber bis zu den ersten Bildern dauerts noch. 🙁
Teil 303. Nov. 2015
02.10.15 Strecke: Johannesburg - De Rust Caravan park (100km) Campsite: DeRust Caravan Park für 250Rand+80Rand Parkeintritt für Auto und 2P
Nach einem ruhigen Flug Berlin – Paris – Johannesburg mit Air France landen wir pünktlich um 10.00 Uhr. Erstmal wird das übliche Foto: „Hallo Elefant, da sind wir wieder“ geknipst.
Danach geht’s zum ATM. Jedes mal atme ich auf, wenn diese Maschine mir das erste Geld entgegen streckt und freue mich, dass meine Visacard noch funktioniert. Jetzt noch das Auto in Empfang nehmen und der Urlaub kann beginnen. 😎 Wir haben vor zirka `nem Jahr einen Trax bei Zebra camper gemietet. Wir mögen den Komfort den man gegenüber einem Dachzelt hat. Auch das Leiter rauf und runter klettern überlassen wir in unserem Alter lieber den gefiederten Frühstücks-Ei-prodozierenden Freunden. 🤪 Nun ja, dieser Urlaub hatte anderes mit uns vor….
Am Aerportausgang werden Mr & Mrs Graskop auch schon erwartet und los geht’s zur Vermietstation. Durch Zufall haben wir auch den Vertreter der Firma für den deutschsprachigen Raum mit an Bord.
Im Büro der Station wird uns als Erstes mitgeteilt, das wir keinen Trax bekommen da der für uns Vorgesehene in der Werkstatt sei. 🙄 Stattdessen bekommen wir einen Doublecab mit mit 2 Dachzelten. 🤩 Ramona ist den Tränen nahe und ich fühle mich irgendwie hilflos. Unser Vermittler verschwindet in einen Nebenraum. Nicht zum letzten Mal in diesem Urlaub ergebe ich mich einfach meinem Schicksal ohne mich zu wehren. Man erlässt uns noch großzügig die Mautpauschale von 450 Rand und dann geht's zur Autobesichtigung.
Die verläuft für mich wie in Trance. Ich bemerke noch, das der Wasserbehälter nicht voll ist und ein Schlauch zum Nachfüllen fehlt. Aber das geht irgendwie unter. Auf mein Bitten prüfe ich zum Schluss zusammen mit dem Vermittler die Papiere. Die sind in Ordnung, auch für Simbabwe. Feuerlöscher Warnwesten und Warndreiecke sind auch vorhanden. Uns wird nochmals versichert, dass der Trax uns in 5-6 Tagen nachgebracht wird.
Also fahren wir los. Noch schnell ein erster großer Einkauf bei Checkers, den ganzen Kram irgendwie im Auto verstaut und dann geht's Richtung De Rust Caravan Park. Leider müssen wir durch den Feierabendverkehr in Pretoria.
De Rust ist für uns ideales nicht eingezäuntes Camp zum Ankommen. Auf den letzten 3km zum Camp sehen wir schon viele verschiedene Antilopenarten, Strauße, Zebra und auch Elefanten die wohl gelegentlich sogar durchs Camp flanieren. Noch ein wenig in Gedanken vergessen wir leider das Fotografieren. 😠 So gegen 5 kommen wir im Camp an. Schnell das Dachzelt aufgebaut, ein erstes Steak gegrillt und dabei überlegt wie es weitergeht.
Wir beschließen noch einen Tag zu bleiben um das Auto vernünftig einzuräumen, denn auf einen Wagen ohne Schränke waren wir nicht vorbereitet. Außerdem haben wir eine schöne Campsite direkt an einem kleinen Bach. Hier hält man es gut aus. Kurz nach dem Essen verschwinden wir auch schon im Bett. Morgen wird es dann schon fröhlicher, versprochen! Und Tiere gibt es auch. 😉
Teil 404. Nov. 2015
03.10.2015 Relaxen in De Rust
Erstaunlich, die erste Nacht in einem Dachzelt und ich hab echt gut geschlafen.
Also erst mal frühstücken und dabei einen Plan gemacht, wie wir das Auto beladen um anschließend unsere Sachen und die Lebensmittel ohne große Suche wiederzufinden. 😎 Gut, ich geb`s zu, den Plan hat Ramona erarbeitet. Aber ich hab dann bei der Ausführung sehr interessiert zugeschaut.... Na ja, 10min jedenfalls. 😛 Dann wollt ich nicht länger stören und hab mal zum campeigenen Wasserloch geschaut.
Nachdem wir dann den Rest gemeinsam eingeräumt hatten, sind wir gemeinsam über den Campingplatz getingelt und haben uns über kleine Entdeckungen gefreut.
Und dann sehen wir auch etwas Großes. 🤩
Der Waran war bestimmt 1,5m lang und zeigte erstaunlich wenig Scheu. Bis auf zirka 7 m kam er auf uns zu. Das war doch schon mal eine Sichtung über die man sich freuen kann. 😎 Danach wird relaxt - bei einem Buch, ein wenig Wein und ein wenig Bier. Fast unbemerkt bekamen wir Besuch.
Dieser Waran war ein wenig kleiner, zirka einen Meter lang, aber noch zutraulicher als der Erste. Und er entschloss sich dazu, uns Gesellschaft zu leisten. 🤪
Sonst aber war es ein schöner ruhiger Tag, über den es nichts weiter zu berichten gibt.
Daher noch eine Gute Nacht Geschichte: In meinem letzten Reisebericht erwähnte ich, das ich kein großer Freund des Grillens bin. Zu dieser Zeit hatte ich schon den Trax bei ZEBRA gebucht. Und so schrieb mir deren Vermittler folgende Nachricht in den Bericht:
@ Silvio,
freu dich auf deine Küche, mehr sag ich nicht......
Und wir haben uns auf unsere Küche gefreut.
Allerdings wusste ich nicht, das sie so aussehen würde: 😣 😗
LG Graskop
Teil 506. Nov. 2015
04.10.15 Strecke: Hamaanskral – Palapye(Botswana) 470km Campsite: Camp Itumela für 85 Pula pP +25 Pula für Strom
Von Vogelgezwitscher und den ersten Sonnenstrahlen werden wir geweckt.
So schön kann campen in Südafrika sein. Auch mit dem Dachzelt haben wir uns inzwischen arrangiert. Das Sachen finden bereitet uns immer noch Kummer, aber wir nehmen es mit Humor. Wie klein sind doch unsere automobilen Probleme gegen die, welche andere REISENDE 😗 😄 aus dem Forum schon hatten. Gegen 9.00 Uhr verlassen wir das Dinokeng Game Reserve, in dem sich das De Rust Camp befindet.
In Mokopane gehen wir noch mal einkaufen. Wir bekommen alles, außer Alkohol, heut ist nämlich Sonntag. Wie gut, dass wir noch Reserven haben. 😉 Die Stadt ist voll von blühenden Jacaranda
Um 11.00 Uhr sind wir am Grenzübergang Groblers Bridge. Um diese Uhrzeit, noch dazu am Sonntag, rechne ich nicht mit viel Verkehr. Ich werde aber schwer enttäuscht. 🙄 Wie jeden Tag haben wir schon wieder weit über 30 Grad und müssen auf RSA Seite 40 Minuten in der prallen Sonne anstehen. Später stehen wir auch noch 40 Minuten auf BW Seite an, aber da wenigstens im Schatten. Die Straße bis Palapye ist in gutem Zustand. Es gibt nur noch 3 kurze Abschnitte auf denen man neben der Straße fahren muss. Wir campen heut im Itumela. Dort waren wir 2013 schon mal und fanden die rustikale Atmosphäre Klasse. Diesmal wurden wir bitter enttäuscht. Alles ist total herunter gekommen.
Niemand scheint ein Interesse an Campern zu haben.. Nur ein paar Haustiere schauen ab und an vorbei.
Abends geb ich dann noch bei Zebra Bescheid, das wir Morgen in Khama Rhino übernachten. Unser Trax soll nämlich aus Windhoek kommen und so würden sich unsere Wege dort fast kreuzen. Ich krieg auch kurz darauf Antwort, dass der Trax frühestens Übermorgen fertig wird.
Heut lassen wir es langsam angehen. 😎 Gemütlich frühstücken, duschen und Zelt abbauen.
Um 10 Uhr sind wir reisefertig. Ein Blick auf`s Thermometer: 28 Grad. Das scheint heut ein schöner Tag zu werden. 😛
Die Fahrt geht vorbei am schönen alten Bahnhof von Palapye und dann an vielen bunten Häuschen.
90 Minuten später stehen wir schon vor dem Tor von Khama Rhino.
Schnell eine Campsite gebucht und bezahlt und ab gehts.
Inzwischen sind es 38 Grad. Irgend wie sind wir vom Nichts tun total geschafft. 😕
Wir wollen einfach nur ruhig da sitzen. Sollen doch die Tiere zu uns kommen. Ich weiß, das ist im Khama eine total blöde Idee und viele von euch werden jetzt den Kopf schütteln. Aber wir haben im Park keinen Game drive gemacht und also auch keine Rhino`s gesehen. Ein paar Tiere kamen dennoch vorbei.
Keine Angst, ihm ist nur warm!
Der Abend bringt dann endlich ein wenig Abkühlung.
Teil 707. Nov. 2015
06.10.15 Strecke: Khama Rhino – Nata Lodge 370km Campsite Nata Lodge (180 Pula)
Bei einem gemütlichen Frühstück beobachten wir viele Vögel und Hörnchen, die zu unser "Tränke" kommen.
Per SMS hatte ich gestern noch mit dem Autovermieter vereinbart, dass auf dem Campground der Nata Lodge die Autoübergabe stattfindet. Also auf nach Nata! 😎 Bei Paje biegen wir nach links von der A14 ab und schon kurze Zeit später befinden wir uns auf Gravelroad. Es geht durch 2 Dörfer, in denen uns die Menschen freundlich zuwinken. 🙂 Die Strecke ist mit TA4 gut zu finden. In Mabeleapodi aber möchte unser Navi, dass ich mitten durch ein Haus fahre. 🙄 😠 Mach ich aber nicht, denn sonst wäre es wohl mit dem freundlichen Winken vorbei gewesen. 😗 Nach 40km treffen wir dann bei Topisi auf die A1. Bis kurz vor Francistown geht es gut voran. Aber dann kommt eine längere Baustelle. Und in Francistown wird auch gebaut. Je nach Verkehr steckt man da bis zu einer Stunde fest. ACHTUNG! Zwischen Francistown und Nata lauern korrupte Polizisten. 😈 Wir haben uns genau an die Geschwindigkeit gehalten. 😎 Man hielt uns an und zeigte uns auf einem 2x3cm Bildschirm ein Filmchen, welches uns 18kmh zu schnell zeigte. Später wurde uns klar, dass dieses Auto nicht unseres war. Ohne Quittung waren wir da aber schon 200 Pula los... 😐 Auf der Campsite der Nata Lodge angekommen, zeigt das Thermometer 40 Grad. 🤩 Da man als Camper der Lodge alle Einrichtungen nutzen darf, verschwinden wir erst mal im Pool.
Die Campsite selbst ist recht sandig, ist aber bei der Trockenheit hier auch kein Wunder. Duschen und WC sind in 1A-Zustand.
Abends bekommen wir dann noch auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Autoübergabe erst morgen Früh statt findet, da der Wagen erst am späten Abend in Nata ankommt. Na gut, fahren wir Morgen halt nicht in den Hwange. Wer weiß, wann wir hier wegkommen. Legen wir also noch einen Stop in Elephant Sands ein. Noch bin ich sauer auf den Autovermieter für diese Änderung meines Plans. 36 Stunden später werd ich sehr glücklich darüber sein!
Teil 808. Nov. 2015
07.10.15 Strecke: Nata Lodge – Elephant Sands 70km Campsite: Elephant Sands (90 Pula pP)
Um 6 Uhr stehen wir auf und gehen erst mal duschen. Schließlich möchten wir unserem neuen Wagen nicht ungepflegt gegenübertreten. 😎 Wir hoffen der sieht es genauso! 🙂
Dann essen wir und warten. Danach gehen wir zum Pool, lesen und warten. Ich beobachte ein paar Vögel und warte.
Übrigens Der hier pfeift, als wenn einem Computer der Strom ausgeht.
Um 9.15 ist er da, unser Trax. Es sind schon wieder 25 Grad. Dementsprechend nachlässig bin ich wieder mit der Begutachtung des Autos. Papiere kontrolliere ich genau, die stimmen. Aber am Wagen fehlen vorn wie hinten die für Simbabwe so wichtigen Reflektoren. Das Nummernschild ist nicht da wo die Nummernschildbeleuchtung ist. Auf Grund der Schilderungen im Forum ist mir klar, das ich damit in Simbabwe nicht ohne Probleme durchkomme. Egal, wir wollen den Trax. Ich find noch einen Spaten, allerdings ohne Stiel. Nehm ich halt den vom Double cab. Sandbleche hat`s auch keine. Sonst scheint alles ok zu sein. So schnell als möglich beginnen wir mit dem umräumen. Das dauert natürlich seine Zeit. Um 12 Uhr sind wir endlich abfahrbereit. In Nata versorgen wir uns noch mit Getränken und Diesel. Vor 14 Uhr sind wir schon in Elephant Sands. Die Zufahrt scheint im Moment nur mit 4x4 machbar. Wir haben erlebt, wie 2 PKW`s zur Lodge geschleppt wurden. Ein Wort zu E.S., das hier in letzter Zeit im Forum ja nicht so gut weg kommt. Die Campsite ist sehr sandig und ohne Schatten. Kann ja aber wohl in der Trockenzeit nicht anders sein. Aber: Das Personal freundlich, das Dinner (Buffet) gut, Dusche, WC und Pool sauber und die Begegnungen mit Elefanten...der Wahnsinn. Ich lass hier einfach für den Rest des Tages mal die Bilder sprechen:
Also für uns war Elephant Sands ein voller Erfolg. Und am kommenden Morgen sollte es noch ein Highlight geben.
Teil 909. Nov. 2015
08.10.15 Elephant Sands – Hwange (Robins camp) 210km Robins camp (105 $ für 1. Nacht campen und 3 Tage Hwange Eintritt)
Gestern machten wir noch eine nette Bekanntschaft. Alina - hier aus dem Forum - bezog mit ihrem Mann die Campsite neben uns. Wir gingen zusammen zum Dinner und tauschten ein paar Afrikageschichten aus. Als ich heut Morgen noch etwas verschlafen aus dem Camper stieg riefen sie: "Wollt ihr Wildhunde sehen?" 🤩 Was für eine Frage! Kurze Zeit später sah ich sie. Gleich neben den Campsites liefen sie hin und her. Bis ich allerdings mit meiner Kamera so weit war hatten sie sich schon fast verabschiedet. 😠
Kurze Zeit später kamen noch mal 3 Tiere zum Wasserloch.
Aber für diese scheuen Tiere war das menschliche Gewusel das sie auslösten zuviel. Nach ein, zwei Minuten waren sie verschwunden. Na, das ist doch mal ein Tagesbeginn. 😎 Darauf erst mal einen Kaffee. Wir haben ja jetzt eine eigene Küche! Nanu, die Gasflasche ist ja schon aufgedreht. Aber irgendwie ist die Flamme kleiner als erwartet und bis das Wasser kocht dauert es ewig. Ein Drehen am Ventil der Gasflasche bringt... nichts. 😈 Die Flasche geht weder weiter zu öffnen, noch lässt sie sich schließen. (Ich bin übrigens Gas-Wasser-Installateur und hab schon mal `ne Gasflasche auf und wieder zugedreht und nein der Knauf ist nicht überdreht) Gut, nicht so schlimm. Ihr kennt ja bestimmt die Vorfreude auf den ersten morgendlichen Kaffee oder Tee? Diese Vorfreude dauert ab heute bei uns doppelt so lang. 🤪 Nach dem Frühstück geht es dann Richtung Simbabwe. Bei 2 Werkstätten versuche ich noch Reflektoren zu erstehen. Kein Erfolg! Kurz vor Pandamatenga halt ich dann noch mal bei einem Landwirt und der hatte so was für seinen Schiffstrailer. Er schenkt mir die Reflektoren.
Diese Hilfsbereitschaft ist immer wieder bemerkenswert.
2 Hornraben verabschieden uns aus Botswana.
An diesem Tag sind wir die Ersten, die den Grenzübergang Pandamatenga benutzen. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir in Simbabwe. Kosten: 30$ pro Person, 45$ für Auto und 10$ Strassennutzungsgebühr (wenn ich das richtig verstanden habe) Die Straße ist hier mehr ein Weg.
Schon kurz hinter der Grenze sehen wir die ersten Tiere.
Auch verschiedene Antilopen, Zebra und eine riesige Herde Elefanten sehen wir in größerer Entfernung.
Unser Ziel heute ist das Robins camp im Hwange.
Man kann im Robins camp noch den Glanz vergangener Tage erahnen. Leider, leider ist nichts mehr davon übrig...
Die Bar
Die Campsite
Für TiMoLoKa aus dem Forum haben wir ein paar Sachen mitgenommen die wir hier an ihre Bekanntschaft übergeben. Die Freude darüber ist groß wie ihr seht.
Am Abend sehen wir noch ein paar Tiere außerhalb des brüchigen Zauns und in der Nacht bekommen wir Besuch von Hyänen.
Um 6 Uhr sind wir wach. Nicht schlimm, wir genießen diese 1-2 Stunden bei erträglichen Temperaturen. Gestern hatte es wieder 38 Grad und auch heute werden wir nicht unter dieser Marke bleiben. 🤪 Es wird in Ruhe gefrühstückt, dabei beobachten wir ein paar Zebra und Springböcke außerhalb und Warzenschweine auf unserer Seite des Zauns. Und dann gehts auf nach Sinamatella. Unterwegs machen wir einen Stopp am Little Toms Hide. Dort ist aber nichts los. Die Aussicht haut uns auch nicht aus den Latschen. Also gehts weiter zum Big Toms Hide. Unterwegs sehen wir verschiedene Tiere.
Höhepunkt des Tages sind dann diese Roan, die wir zum ersten Mal sehen.
Die nächsten Bilder zeigen, wie trocken es im Hwange ist.
Am Big Toms Hide gelingen uns ein paar schöne Fotos.
Weiter gehts auf staubiger Straße.
Ab und zu werden wir misstrauisch beäugt.
Um 13 Uhr haben wir unser Tagesziel erreicht.
Fast alle Plätze in erster Reihe sind schon belegt, aber wir bekommen noch einen netten Platz neben einer Gruppe Südafrikaner.
Gut, erst Mal ein kaltes Bier. Ein Griff in den Kühlschrank und.... Was war das? 🙄 Irgend etwas im Kühlschrank ist nicht so wie es sein soll. Hmm... Ich hab`s! Die Temperatur. Der Blick auf die Anzeige bestätigt meinen ersten Eindruck, 21 Grad. Ich bin begeistert! 😈 Das müssen mir die Nachbarn angesehen haben, denn sie fragen ob alles ok ist. Ich schildere ihnen das Problem und 2 min später liegen 3 Südafrikaner in unserem Camper. Weitere 10 min vergehen und dann zeigen sie mir das Problem. Das Anschlusskabel des Freezers wurde geflickt, in dem man die abisolierten Drähte zusammengetüdelt und mit Klebeband fixiert hatte. Hat leider die erste längere Strecke auf Gravelroad nicht überstanden. Und dann gaben sie mir eine kleine Lektion in Sachen Campingausrüstung. Schwups, klemmten sie an ihre Autobatterie einen Lötkolben, den sie vorher aus einem riesigen voll bestückten Werkzeugkasten holten. Eine Viertel Stunde später war das Kabel eingebaut und der Kühlschrank lief wieder. 😛 Und ich hatte bis dahin nicht einmal gefragt, ob sie mir helfen würden. Und natürlich antworten sie auf die Frage, was ich ihnen schuldig bin: Nichts! Sie laden uns in ihre Runde ein und wir haben eine nette Unterhaltung. Am Ende bieten sie uns an, dass wir morgen mit ihnen durch den Hwange fahren und dabei ein wenig das Auto testen. Außerdem wollen sie mir ne Lehrstunde im Offroad-fahren geben. So soll es sein. Abends sehen wir noch viele Elefanten und eine riesige Herde Büffel vorbei ziehen.
Und hier noch ein Nachbar
Teil 1113. Nov. 2015
10.10.15 Sinamatella(34$ ohne Parkeintritt)
Beobachtet von einem hungrigen Dassie machen wir uns heute um 7 Uhr mit insgesamt 4 Autos und 11 Personen auf den Weg.
Meinem Trax wird Position 2 zugewiesen. 🙄 Im sehr ruhigen Tempo geht es verschiedene Schotterpisten entlang. Unsere südafrikanischen Freunde verfolgen eine Strategie. Sie sind der Meinung, wir müssen nur den Büffeln folgen, dann finden wir auch Löwen. 🤩 Nein, Katzen sehen wir heut keine. Aber es sollte trotzdem ein schöner Tag werden. 😎 Auf dem ersten Teilabschnitt der Route sehen wir kaum Tiere.
Die Strecke aber ist sehr schön.
Am Mandavu Damm machen wir eine längere Pause.
Hier ist es wunderschön. Ständig kommen die verschiedensten Tiere zum Wasser. Sie sind aber so weit weg das wir nur ein paar Fotos knipsen.
Wir sehen auch ein paar einheimische Angler.
Von den anwesenden Krokos lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen.
Jetzt zeige ich euch ein ganz tragisches Foto, welches zeigt, wie verletzend manche Fomis Tieren gegenüber sein können. 🙁 Wir haben ja hier mindestens ein Forumsmitglied unter uns, das oft und gern über das Aussehen von Hippos lästert. Das Nilpferd auf dem nächsten Foto muss davon gehört haben. Während der ganzen Zeit, die wir am Damm waren, traute es sich nicht weiter aus dem Wasser als so:
Also denkt in Zukunft daran, das auch Tiere Gefühle haben. 😉 🤪 🤪
Mit Braam fahre ich dann noch eine kleine Runde am Damm entlang und er gibt mir ein paar praktische Tipps zum Thema Offroad fahren.
Gegen 15 Uhr sind wir wieder zurück im Camp. Ich bezahle schnell noch für eine weitere Nacht und dann bestellen wir Dinner im Restaurant. Anschließend wollen wir duschen, das fällt aber aus, da die Wasserpumpe des Camps defekt ist. Egal, es gibt schlimmeres. Nach dem Dinner verschwinden wir heut bald in den Federn. Hatte ich schon erwähnt, das die Temperatur wieder an der 40 Gradmarke kratzte?
Ich koch mir erst mal einen Kaffee, setz mich damit an den Rand des Abhangs und genieße in aller Ruhe die Aussicht. Ein paar Kudu`s und ein paar Impala`s grasen in einiger Entfernung ganz friedlich vor sich hin. Ganz plötzlich spritzen die Impalas auseinander und ein Tier trennt sich von dem Rest der Gruppe. Sekunden später erkenne ich 4 Wild Dogs die den Impala verfolgen. Nach zirka 30 Sekunden hatte ihn der Erste erwischt. Das passiert allerdings schon in zirka 500m Entfernung. Impala und Wildhunde verschwinden hinter einer Böschung. Leider gibt es keine Fotos, es ging zu schnell und es war zu weit weg.
Um 9 Uhr flattern wir davon.
Unser heutiges Ziel ist die Ivory Lodge. Wir fahren die kürzere Strecke außerhalb des Parks.
Am ersten Roadblock kommt es wie es kommen muss. Unsere Nummernschildbeleuchtung ist nicht da, wo das Nummernschild ist.
Das macht 20$. Meine Erklärungsversuche scheitern kläglich. Allerdings wären auch ein paar kalte Getränke als Ersatz für die 20$ möglich. 🤩 Das lehne ich aber ab und bestehe auf eine Quittung, denn ich möchte mir das Geld von meiner Autovermietung zurück holen. (Bei der Autorückgabe wurde mir von A. versprochen, dieses Geld zu erstatten. Bis heute hat sich aber auf meinem Konto nichts getan.) 😈 Am 2. Roadblock werden wir durchgewunken. Gegen 13.00 Uhr werden wir sehr nett auf der Lodge empfangen. Obwohl wir nur campen, dürfen wir den Hide, die Bar und auch den Pool nutzen. Wir melden uns zum Dinner an und beziehen danach die Campsite.
Der Platz hat einen großen Unterstand, Strom und sogar einen Riesen-Kühlschrank. Da wir inzwischen wieder 38 Grad haben, gehen wir erst mal in den Pool. Der liegt sehr schön unter Bäumen und inmitten einer Rasenfläche. Hier gibt es sehr viele verschiedene Vögel. Leider bleibt nur einer lang genug für ein Foto sitzen.
Aber leider gibt es auch eine Menge Fliegen hier und die nerven. So gehen wir wieder zum Auto und lesen ein wenig. Nicht lang und die ersten Eli`s besuchen das Wasserloch.
Gut, dann gehen wir halt wieder zur Lodge, holen uns ein alkoholisches Getränk und gehen zum Hide. Und was wir dort die nächsten 1,5 Stunden sehen, schlägt das Erlebte von Elephant Sands nochmal um Längen! Die Elefanten sind teilweise nicht einmal einen Meter von uns entfernt. Man kann genau ihr Verhalten studieren, sehen wie sie miteinander umgehen, Konflikte lösen und aufeinander aufpassen.
Kurz vor Sonnenuntergang reißen wir uns von diesem magischen Ort los.
Wir müssen noch duschen und uns fürs Dinner fertig machen. Als wir wieder zur Lodge gehen sind alle Elefanten verschwunden... Dafür sind aber hunderte Büffel da, es ist unglaublich. Leider hatten wir da keine Kamera dabei. Das Dinner besteht aus 3 Gängen und ist ein Fest für Augen und Gaumen. Zufrieden rollen wir zurück zur Campsite. Bei einem Amarula besprechen wir, wo es morgen hingehen soll. Die Planung sah vor, von hier aus Richtung Mana Pools aufzubrechen. Wir ändern die Route und beschließen morgen zum Matobo NP zu fahren und dann weiter in den Kruger. Ich weiß, Einige werden jetzt den Kopf schütteln, aber unsere Gründe waren:
-Beim Dinner wurde uns heut gesagt, das in ganz Simbabwe und Teilen Botswanas eine große Hitzewelle im Anrollen ist und für die nächsten Tage sogar bis 45 Grad erwartet werden. Uns machten aber auch die bisherigen Temperaturen schon arg zu schaffen. -Wir hinken unserem Zeitplan 2-3 Tage hinterher. -Ich kann zu diesem Auto irgendwie kein Vertrauen aufbauen.
Also auf Richtung Matobo!! Aber erst Morgen, Gute Nacht!
Teil 1318. Nov. 2015
12.10.15 Ivory Lodge-Matobo (320km) Chalet: Maleme Dam (89$)
Wir frühstücken heute auf dem Hochstand, der direkt am Campground steht. Von hier hat man einen schönen Blick auf das Wasserloch. Leider lassen sich außer ein paar Kudus keine Tiere blicken.
Also packen wir zusammen und machen uns auf den Weg nach Matobo. Bis Bulawayo passieren wir 8 Straßensperren. An 5 davon werden wir angehalten. Gleich dem Ersten springt natürlich unser Nummernschildbeleuchtungsproblem ins Auge. 🤩 Dieses und auch das Andere beginnen sofort nach Dagobert Duck- Manier zu funkeln! Regelrecht enttäuscht ist er, als ich ihm triumphierend mein Strafmandat von gestern zeige und er erkennt, dass wir die Zeche schon bezahlt haben. 😎 Aber ich habe die Rechnung ohne seinen Kollegen gemacht! 😠 Der hat noch ein As im Ärmel. Der Strafzettel gilt nur 24 Stunden, flüstert er meinem Gegenüber zu. Ich seh mir das Ticket noch mal an und da steht doch tatsächlich die Uhrzeit drauf. Mit einem gönnerhaften Lächeln tippe ich auf den Zettel und frage sie gleichzeitig nach der Uhrzeit. 😗 Haaa haaaa, das Ticket ist erst 22 Stunden alt!!! 🙂 Mit enttäuschten Blicken fragen sie trotzdem noch nach einem kalten Getränk. Ich lehne dankend ab 😄 und wir dürfen weiter fahren. An der nächsten Sperre wird nur die Driver`s licence verlangt. An der Nächsten werden wir nur in ein lockeres Gespräch verwickelt. An 2 Weiteren werden die Rücklichter kontrolliert, aber als ich meinen Zettel vorzeige werden wir durchgewunken. Endlich in Bulawayo wollen wir uns Bargeld ziehen und laufen ein wenig durch die Straßen. Dabei entstehen die folgenden Bilder.
Dann gehts weiter. Unser Ziel ist der Campground der Big Cave Lodge. Wir landen aber erstmal bei der Lodge direkt. Die macht einen sehr netten Eindruck.
Hier der Zugang zur Lodge.
Und hier das Hauptgebäude.
Die Campsites sind auch ok. Allerdings ist schon eine Gruppe Overlander da und so entschließen wir uns, in den Park zu fahren und dort das Camp am Malene Dam zu testen. Wir fahren durch den landschaftlich sehr schönen Park und erreichen nach 1,5 Stunden das Camp. Das ist sehr schön gelegen.
Aber das wars dann auch. Überall liegt Müll und die sanitären Anlagen möcht ich hier nicht beschreiben. Wir fahren weiter und finden dann endlich das Office. Hier kann man alle Gebühren(Eintritt und Campsite) bezahlen oder auch ein Chalet mieten. Einfache Chalets( mit Außenklo) kosten um die 40$, also zirka 10$ mehr als ne Campsite. Chalet`s mit WC und Dusche kosten 89$. Wir schauen uns das Ganze mal an. Nr 9 wird uns besonders ans Herz gelegt. Und das Chalet ist Klasse. Tolle Aussicht. Wir finden, nach ner guten Woche Camping haben wir uns das verdient.
Nachdem wir unsere Unterkunft sicher haben wird noch Cecil Rhodes besucht.
Anschließend lassen wir den Abend ruhig ausklingen.
Wir bekommen sogar noch tierischen Besuch.
Teil 1421. Nov. 2015
13.10.15 Matobo-Goo Moremi Village (386km) Campsite: Goo Moremi Gorge (120 Pula pP +50 Pula Auto)
Richtig gut geschlafen haben wir in der letzten Nacht nicht. Da es am Tag wieder an die 40 Grad warm war, hat sich das Chalet auch über Nacht kaum abgekühlt. Nach dem Frühstück mach ich noch ein paar Fotos.
Dann gehts zurück nach Botswana. Wir passieren noch 2 Roadblocks, ohne angehalten zu werden. Am Grenzübergang Plumtree gibt es auch keine Probleme, nach `ner guten halben Stunde sind wir durch. Dann geht's Richtung Francistown auf feinster Tar-Road. Da gäbe es eigentlich nichts zu berichten... Wenn da nicht meine Freunde von der botsuanischen Highway-Patrol wären. Ich fahr also so vor mich hin, da kommt mir ein PKW entgegen. Lässt das Auto vor uns weiter fahren und hält uns an. Polizei! Eine jüngere nette gut aussehende Dame erzählt mir, das ich 18kmh (wieder18 🤩 ) zu schnell gefahren bin. Sie deutet auf eine Kamera, die hinter ihrer Frontscheibe angebracht ist und zeigt mir einen Film. Auf dem ist unser Trax (ja, diesmal war es mit Sicherheit unser Trax) von hinten zu sehen und darunter steht irgendwo: Speed 98. 🤩 Ich sage ihr, dass ich hier 120kmh fahren darf. Sie zeigt auf die Richtung wo ich herkomme und sagt, dass man da nur 80 fahren darf. 😠 Tja, da waren wirklich einige 80er Abschnitte, aber diesmal bin ich mir 100% sicher, mich an alle Begrenzungen gehalten zu haben. Aber wer weiß schon, in welcher Geschwindigkeitszone sie dieses Filmchen gedreht haben? Jedenfalls soll ich wieder 460 Pula bezahlen und sie erklären mir auch gleich noch wie sich die Strafe zusammensetzt: 100 Pula kostet es immer, wenn man von der Polizei angehalten wird und 20 Pula pro zu schnell gefahrenes kmh. Ich sag ihnen das ich nur noch 150 Pula habe weil ich nur durch Botswana durch fahren will. Sie sagt kein Problem, ich solle ihnen 100 Pula geben, dann könnten wir noch für 50 Pula irgendwo essen.... 😣 Prügelt jetzt ruhig auf mich ein, aber ich gab ihnen 100 P um die Sache zu beenden. Eine Quittung bekam ich natürlich nicht. Dafür noch einen netten Rat: Ich solle nicht irgendwo erzählen, das die botsuanische Polizei korrupt wär, schließlich hätten sie mir ja 50 Pula gelassen. 😈 Viele Fomis berichten ja immer recht locker über die Straßensperren in Simbabwe und der Polizei die ihren Job nicht nur als Staatsdiener ausüben. Ich fand diese Begegnungen überhaupt nicht lustig. 😈
Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Nachdem wir wieder eine Stunde im Verkehr von Franzistown gesteckt haben, kamen wir dann zügig voran. Den heutigen Campingplatz Goo Moremi Gorge( http://www.safarinow.com/go/goo-moremigorgepalapye/# ) kann ich sehr empfehlen. Große Campsites, jede mit eigenen Sanitäranlagen.
Weiß jemand, was das für Tiere sind ? Sahen irgendwie aus wie Mangusten, nur etwas kleiner und schwarz.
Teil 1521. Nov. 2015
14.10.15 Goo Moremi Gorge-Punda Maria (490km) Chalet Punda Maria (890 Rand)
Über die heutige Etappe gibt es nicht viel zu berichten. Im Goo Moremi Village werden wir nett verabschiedet.
Ein Stück gehts dann noch auf feinsten Sand durch ein, zwei Dörfer.
An einer Tankstelle frühstücken wir und dabei entdecke ich dieses Kunstwerk.
Der Grenzübergang Martin`s Drift ist schnell erledigt. 20 min brauchen wir. Dann geht es einmal quer durch den gesamten Norden Südafrikas.
Am Straßenrand erstehen wir eine Melone die als unser heutiges Abendbrot herhalten muss. Gegen 16.00 Uhr erreichen wir den Kruger.
Auf den ersten Kilometern im Park sehen wir einen Elefanten und ein paar Kudus. In Punda Maria nehmen wir dann ein Chalet. Sieht zwar aus wie ne Reihenhaussiedlung, aber der Campingplatz war schon recht voll und laut. Und so`n richtiges Bett hat schon was.
Um 5.30 Uhr bin ich wach und erkunde ein wenig das Camp. Am Wasserloch bleib ich `ne halbe Stunde sitzen aber es tut sich kaum was. Auf dem angrenzenden Campingplatz ist mehr los. Ich beobachte ein wenig die Leute beim Erwachen. Ist recht amüsant und ein paar mal erkenn ich mich selbst wieder. 🤪 Anschließend geh ich zurück und sehe wie unsere Nachbarn bereits ihr Auto für die Abreise vorbereiten. Allerdings lässt er die Kofferraumklappe offen und verschwindet wieder nach drinnen. 🤩 Da lassen sich die Velvet Monkeys nicht 2x bitten. Ich verscheuch die Affen, schließ die Klappe und mache erst danach ein Foto. Hab aber auch schon gesehen, dass Menschen das in umgekehrter Reihenfolge machen... Zusammen mit dem Nachbarn beobachte ich dann wie die Affen die erbeutete Tüte Chips verspeisen.
Nach einem netten Frühstück im Restaurant geht`s Richtung Mopani. Wir fahren verschiedene Loops und nutzen die Strecke für einen ausgiebigen Gamedrive. 😎 Viele Sichtungen haben wir heut nicht, aber das sind wir ja vom nördlichen Teil des Kruger gewöhnt.
Sogar ein Stachelschwein sehen wir.
Leider ist es tot. 😗 Am frühen Nachmittag kommen wir in Mopani an.
Wir halten es für eines der besten Camps im Kruger. Die Aussicht auf den Damm ist immer wieder wunderschön, überall gibt es etwas zu entdecken.
Und so lassen wir den Abend bei einem Glas Wein ausklingen.
Teil 1723. Nov. 2015
16.10.15 Chalet Mopani
Der heutige Tag ist schnell erzählt. Was soll auch schon im Kruger groß passieren? Man steht früh auf, fährt in den Park, sieht Tiere, verbringt die Mittagsstunden in der Unterkunft, fährt wieder Tiere gucken, zum Dinner ist man wieder im Camp und dann geht's bald ins Bett um morgen früh wieder los zu ziehen. Für mich gibt es nichts Schöneres, aber darüber zu schreiben ist schwierig. Vor allem, wenn man den Tag über kaum Tiere sieht und wenn doch, diese recht unkooperativ hinter Büschen oder in 100en Metern Entfernung stehen. So müsst ihr euch heute mit ein paar Vogelbildern und einem Krokodil begnügen.
Eine kleine Abwechslung gab es dann doch. Als ich am frühen Nachmittag auf der Terrasse des Restaurants saß, standen plötzlich ein paar hübsch gekleidete Mädels neben mir. Höflich fragte ich, ob ich ein Foto knipsen darf. Ja natürlich, und die Dritte von links fragte ob ich sie heirate.
Als ich erklärte, dass ich schon verheiratet bin, antworteten sie im Chor mit einem kräftigem Oohhhhhhh. Ich muss zugeben, als fast 53jähriger fühlt man sich da ein wenig gebauchpinselt. Und sie haben das ganz bestimmt auch ernst gemeint! 😄 😄 😄
Wieder fahren wir auf dem Weg zum nächsten Camp verschiedene Loops. Eine ganze Zeit lang sehen wir nichts. Doch dann bewegt sich in 70 bis 80 Meter Entfernung ein schwarzer Punkt. Auf unserer 7. Afrikareise sehen wir zum ersten Mal einen
Honigdachs!! 🤩
Zufrieden fahren wir weiter. Nach einer halben Stunde läuft 20 Meter vor uns ein großer Schwarzer Punkt über die Straße. Wir sehen einen
Honigdachs!! 😄
Dann passiert wieder eine ganze Stunde lang gar nichts. Plötzlich steht am Wegesrand ein
Honigdachs!! 😄
Das glaubt man kaum Über 20 Wochen haben wir im südlichen Afrika verbracht und noch nie einen Dachs gesehen und hier treten sie im Rudel auf. Anschließend laufen uns nicht mehr viele Tiere vor die Kamera.
Um 11 Uhr kommen wir schon in Letaba an. Wir hatten bei der Ankunft in Punda Maria die 2 Nächte in Mopani und 2 weitere Nächte in Leteba (Chalet) gebucht. Da unser Chalet erst um 13 Uhr fertig ist gehen wir ins Restaurant, trinken ein Glas Wein und essen etwas.
Da kommt plötzlich die nette Dame von der Rezeption und sagt, dass unsere Reservierung erst für Morgen sei und sie heute nichts mehr frei hätte. Wir sollten später noch mal bei ihr vorbei schauen, vielleicht ergäbe sich ja noch was. Ich schau erst sie ungläubig an und dann meine Buchung. Mist, sie hat recht. 😊 Die Dame in Punda Maria hat die Daten vertauscht und ich hab`s nicht kontrolliert. Zum Glück ist noch ne Campsite frei und da es erst 12 Uhr ist, bekommen wir auch noch eine Schöne am Rand des Campingplatzes.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause fahren wir dann noch mal raus. Anfangs sehen wir mal wieder nichts.
Die Gegend wirkt wie ausgestorben und die nächste Sichtung bestätigt diesen Eindruck.
Aber dann lassen sich doch ein paar Tiere blicken.
Tja, und dann ist es wie so oft auf Gamedrives. Man ist enttäuscht, dass einem nichts vor die Linse läuft und überlegt vorzeitig zurück ins Camp zu fahren. Und auf einmal ist alles anders.
Auf einmal stand er vor uns und entschädigte uns mit seinen Posen für all das, was wir in den letzten 3 Tagen nicht im Krüger gesehen hatten.
Nach 4 min war alles schon wieder vorbei. Überglücklich fahren wir weiter und sehen bei einer Fahrt entlang des Letaba noch viele Elis, Büffel und Antilopen. Ohne zu fotografieren genießen wir den Anblick. Und so geht schon wieder ein schöner Tag zu Ende.
Teil 1925. Nov. 2015
18.10.15 Chalet Letaba (905Rand)
Da Gestern das Sichtungsbord um Letaba keine Löwen angezeigt 😠 hat haben wir beschlossen heut einen Tagestour nach Satara und wieder zurück zu fahren. Eine Unterkunft oder ein Campingplatz waren für die nächsten 2 Nächte in Satara leider nicht zu bekommen. 🙁 Gleich zu Beginn der Fahrt begleitet uns über mehrere Hundert Meter eine Hyäne.
Später lassen sich auch andere Tiere blicken.
Bei diesem komischen Vogel musste ich erst jemand fragen was das ist. 🤩
Ich kannte Großtrappen immer nur so.
Im Restaurant Satara trinken wir einen Wein und beobachten ein wenig dem Treiben der Touri`s. 😎 Dann gehts ab auf die S100. Nach einer halben Stunde sehen wir in 50m Entfernung viele Autos stehen (Das einzige Mal an 5 Tagen im Kruger). Als wir näher kommen erkennen wir den Grund.
Irgend wie ist mir das zu viel Gewusel. Wir schießen ein paar Fotos und fahren weiter, auch wenn es die einzigen Löwen unserer Reise sind. Auch auf dieser Reise bleibt unser Wunsch einmal eine Löwenfamilie mit cubs zu sehen unerfüllt.
Anschließend begegnen wir dem hier:
Ich kenn mich ja nun bei den gefiederten Kollegen nicht so aus. Kann es sein, dass das ein europäischer Bienenfresser ist? Die gibt es doch so weit im Süden nicht oder? Mehr Fotos hab ich leider nicht.
Auf der Rückfahrt sehen wir wieder viele Tiere, fotografieren aber nur wenig.
Sehr weit weg erblicken wir auch die beiden einzigen Nashörner des Urlaubs. 🙁 Das macht mir ein wenig Sorge, denn auf früheren Reisen haben wir im Kruger immer sehr Viele gesehen.
Zurück im Camp beziehen wir unser Chalet und genießen das wunderschöne Abendlicht.
Diese Beiden hier scheinen dafür gerade kein Auge frei zu haben...
Bis Morgen LG Silvio
Teil 2026. Nov. 2015
19.10.15 Chalet Letaba (905Rand)
Heut erwartet euch wieder ein langweiliger Tag. Tut mir leid! 🙁 Wir fahren früh raus, sehen aber fast nichts. 😠
Gegen 9 fahren wir zurück ins Camp und genießen diesen Tag bei angenehmen Temperaturen auf unserer Terrasse. Die Aussicht ist wunderschön,
und ein paar Vögel kommen uns auch besuchen. Zum Beispiel eine grüne Fruchttaube
und ein Braunkopfpapagei.
Am Nachmittag fahren wir noch für eine Stunde zum Matambeni Hide. Wir sehen Hippos, Wasserböcke, Schildkröten, Büffel und Kudus.
Höhepunkt ist dann aber ein Pärchen Klippspringer, die vor dem Hide posieren. 🤩
Dinner gibt es dann bei schönstem Licht und unter Eli-Beobachtung im Restaurant Letaba.
Mit ein zwei Amarula lassen wir den Abend ausklingen.