Menschen, Tiere, Emotionen - Kaokoland & Caprivi

Reisebericht 194 Antworten · 40,3k Aufrufe · gestartet 07. Juni 2015 von take-off
Themenstarter1'674 Beiträge · seit 201208. Juni 2015 · #21

02.05.2015 Spitzkoppe – Mowani


Wir gewöhnen uns an den afrikanischen Tagesablauf und kommen mit den ersten Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher aus den Federn bzw. aus unserem Dachzelt.

Nach einem schnellen Frühstück und einer kurzen Morgentoilette wollen wir wieder auf Pad Richtung Norden.
Dieses Jahr ist die Spitzkoppe für uns nur ein schöner Zwischenstopp.
Doch fällt unsere Morgentoilette kürzer aus als geplant, da uns jetzt erst auffällt, dass wir unsere Handtücher vergessen haben. 🙁
Na ja, dann muss eine Katzenwäsche reichen. 😮

Bereits um 7.30 Uhr (sagt die Uhr in unserem Auto, denn seit Ankunft in Windhoek sind unsere Uhren gut verstaut), verlassen wir die Spitzkoppe.

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Wir nehmen erst die D1930 in Richtung Uis. Dort erstehen wir dann in einem sehr überschaubaren Supermarkt 2 handgenähte, schöne Handtücher.
Unsere Wahl fällt spontan auf diese, da es keine anderen gibt und somit haben wir auch noch die Frauen der Community unterstützt.

Weiter geht es ein Stück auf der C35. Wir sind früh an und haben alle Zeit der Welt. Somit verlassen wir die C35 und wechseln auf die D2359 Richtung Brandberg.
Hier haben wir ein sogenanntes deja-vu. Just an der gleichen Stelle wie bei unserem ersten Namibiaurlaub vor 6 Jahren, deuten uns ein paar Jungs an, dass wir bitte halten möchten.
Und genau wie damals versorgen wir alle mit Wasser und füllen ihre Flaschen auf. Natürlich bieten sie uns selbstgemachte Ketten zum Kauf an, doch ich bin noch nicht in Kauflaune. Die Sonne steht hoch und es müsste gegen Mittag sein und die vier geben uns zu verstehen, dass sie außer dem Frühstück noch nichts gegessen haben und Hunger hätten. Kein Problem, wer so nett und unaufdringlich ist, bekommt von uns auch Brot und Käse.

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Wir biegen irgendwo vor dem Brandberg rechts ab und suchen uns eine Pad Richtung Mowani. Wo und auf welcher Pad wir uns befinden, wissen wir nicht genau, doch die Richtung stimmt.

Schöne Landschaften und zum Teil übelste Rüttelpiste lassen uns langsam auch gedanklich in Afrika ankommen.

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Ganz langsam steigt die Tiefenentspannung auf. Und als wollte Afrika dies bestätigen, zeigen sich auch die ersten Tiere.
Springböcke, Strauße und Esel begleiten abwechselnd unseren Weg.


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Dort irgendwo im „Wir wissen nicht wo wir sind“,

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teilen wir wieder unser Wasser und halten eine Schwätzchen.

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Die Kleine war ein richtiger Sonnenschein und kam schon strahlend und lachend auf uns zu.


Am frühen Nachmittag kommen wir auf der Mowani Campsite an. Die Zufahrt dorthin nervt allerdings erheblich, da etwa alle 100 m eine Straßenschwelle eingebaut ist.

Wir erhalten Campsite Nr. 3. Und bedingt durch das verlängerte Wochenende ist auch Mowani voll besetzt. Doch hier hatten wir im Voraus reserviert.

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Das Thermometer zeigt 38° C und es ist windstill.
Hier werden wir von kleinen, schwarzen Mücken förmlich aufgefressen. Sie stechen zwar nicht, fliegen aber in alle Körperöffnungen. Wir kommen aus dem Wedeln gar nicht mehr raus.
Der Camp-Adjutant erzählt und, dass dies erst nach Sonnenuntergang besser wird. 🤩 Na, das sind ja Aussichten. 🙄

Auf unsere Frage nach den Wüstenelefanten erzählt er uns, dass diese momentan im Gebiet sind.
Also klappen wir unser Dachzelt wieder zu und fahren Richtung Aba Huab Dam.
Wir durchqueren den Aba Huab, der etwas tiefsandig aber total trocken ist und biegen dann rechts Richtung Airstripe ab.
Hier irgendwo müssten sie sein.

Wow, was für Glück haben wir denn? 😄 😄 😄
Eine große Herde Wüstenelefanten mit Babys hat sich dem Gebiet verteilt. Was für ein schönes Schauspiel.
Die Kühe haben uns genau im Auge und passen auf ihre Kleinen auf.



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Das ganze Spektakel dauert etwa ½ Stunde.

Langsam geht die Sonne hinter den Bergen unter und zaubert ein wunderschönes, kitschiges Afrikabild.


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Gruppenweise verschwinden alle Elefanten innerhalb 10 Minuten und scheinen wie vom Erdboden verschluckt.

Was für ein Tag – was für ein Erlebnis! 😄

Wüstenelefanten zu begegnen ist für uns ein ganz besonderes Ereignis. Diese leben nicht in einem Nationalpark, sondern leben frei in diesem Gebiet.
Vielleicht ist es nur Kopfsache - doch für uns ist es etwas Anderes. Ein Stück "mehr" Afrika.

Mit dem letzten Licht treffen wir wieder auf unserer Campsite ein.
Es sind noch immer 30°C und wir genießen glücklich und zufrieden unseren Sundowner.

Gefahren: 261 km
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
zuletzt bearbeitet 08. Juni 2015
435 Beiträge · seit 201208. Juni 2015 · #24
Hallo Take-off

Das Elefantenbild im Abendlicht ist Spitze! Elis gehen ja immer, aber in diesem Licht und "in freier Wildbahn" verstehe ich eure Begeisterung.
Ich will auch 🤪 😄 😎
Zum Glück sind wir in gut 2 Monaten auch da.

Ich freue mich auf den weiteren Bericht.

Liebe Grüsse
Daniela
Fotos auf Flickr: Alben Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht[/url ] --- Namibia 2015: Reisebericht[/url ] --- Uganda 2015: Reisebericht[/url ] --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht[/url ] --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
4'528 Beiträge · seit 200709. Juni 2015 · #25
Hi Dagmar,

ich freue mich auf Deinen Reisebericht und bin natürlich dabei, obwohl ich derzeit etwas "forumssatt" bin.

Wüstenelefanten sind auch für uns etwas besonderes. Das letzte Bild ist sehr, sehr stimmungsvoll 😎

Liebe Grüße
Carsten

.... der gerade ganz ohne Reiseberichtdruck seine Cornwallbilder aussortiert 😉
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 09. Juni 2015
4'129 Beiträge · seit 200809. Juni 2015 · #27
Daxiang schrieb:Mein Bild des Tages!!

Wenn ich so was sehe bekomme ich Fernweh!!!!!!

Vielen Dank
Dito!

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
4'382 Beiträge · seit 201509. Juni 2015 · #28
Hallo ihr vom A-Virus-Beglückten,

ich bin ziemlich unruhig auf meinem Sitz vor dem PC, wenn ich Euren Bericht und Fotos quasi inhaliere.
Großartig!
Eine ähnliche Route haben wir geplant.
Vom 31.Jul. bis 14. Sept. (jeweils FRA)
nur entgegengesetzt: vom N-O nach N-W, vielleicht mit Wagen Nr. 127,
Kabeldefekt ist bis dahin behoben?!. (die Hoffnung stirbt zuletzt)
Gruß Claus und Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter1'674 Beiträge · seit 201209. Juni 2015 · #29
Die Wüstenelefanten (ganz alleine) zu finden war für uns ein echt tolles Erlebnis.
Ich hatte bei aller Freude darüber auch einen gesunden Respekt davor, da diese Riesen Autos und Menschen nicht so stark gewöhnt sind, wie ihre Artgenossen in den großen Nationalparks.
Die Gruppe stellte sich allerdings als sehr relaxt heraus und so konnten wir einfach nur genießen.
Beim Betrachten der Bilder, werde ich immer gleich tiefenentspannt und träume von Afrika. 😄

@ Guggu
😊 Danke

@ Daxiang
Danke dir.
Wenn ich so was sehe bekomme ich Fernweh!!!!!!
Geht mir genauso.

@ D und M
Herzlich willkommen an Bord.
Zum Glück sind wir in gut 2 Monaten auch da.
Ihr Glücklichen. 😄

@ Casimodo
Freut mich dass du auch mitreist, auch wenn du etwas "forumssatt" bist. 😕

@ Alexa
Ich freue mich, dich auch an Bord zu haben. Hoffentlich hast du noch ein gutes Plätzchen gefunden, denn langsam wird es eng.

@ Lillytrotter
Über deine Mitreise freue ich mich sehr. Schließlich hast du mir auch bei der Planung durchs Kaokoveld wertvolle Tipps gegeben.

@ CuF
Der A-Virus ist der einzig gute Virus, den ich kenne. 😄
Eine ähnliche Route haben wir geplant
Da bin ich schon auf euren Bericht und die Bilder gespannt. Es ist immer wieder faszinierend wie sich die Landschaft und die Farben verändern.
Und Wagen Nr. 127 ist dann bestimmt wieder voll intakt.

Und vielen Dank an die Button-Drücker.
Bald geht es weiter.
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
2'460 Beiträge · seit 200610. Juni 2015 · #30
lilytrotter schrieb:
Daxiang schrieb:Mein Bild des Tages!!

Wenn ich so was sehe bekomme ich Fernweh!!!!!!

Vielen Dank
Dito!

Gruß lilytrotter
Das BIld ist wirklich klasse, aber auch das davor mit dem kleinen Eli ist knuddelig.
LG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter1'674 Beiträge · seit 201211. Juni 2015 · #32
03.05.15 Palmwag Concession

Heute morgen bummeln wir etwas und genießen noch ein wenig die Landschaft in Mowani.


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Unser Ziel heute ist eine Campsite irgendwo in der Palmwag Concession, bzw. auf dem Crowther’s Trail.
Doch sind wir noch so angetan von dem gestrigen Erlebnis, dass wir beschließen nochmals dort hinzufahren.
Vielleicht haben wir ja wieder Glück und die Elefanten treffen sich zu einem Morgenplausch.
Ja, da wäre wirklich zu schön gewesen.
Doch Elefanten verschlafen nicht.
Wir finden nur noch ihre Spuren am Wasser und diverse frische Hinterlassenschaften.


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Macht nichts. Die Landschaft ist auch ohne Elefanten schön und sieht im Tageslicht wieder komplett anders aus.


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Wir wandern noch etwas herum und machen uns dann auf den Weg Richtung Palmwag.

Nochmals fahren wir durch das trockene Flussbett des Aba Huab, um irgendwann wieder auf die D2612 Richtung Palmwag zu kommen.


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Hier könnte man durchaus mehrere Tage verbringen. Aber müssen uns ja noch etwas für die nächsten Jahre aufheben.

Laut Track4Afrika könnten wir theoretisch in nur 2 Std. Palmwag erreichen.
Doch grau ist alle Theorie und es wäre wirklich eine Sünde schnell durch das Damaraland zu fahren.
Die Landschaft, die Farben und die Weite zwingen uns förmlich fast an jeder Ecke anzuhalten, um diese zu bewundern.


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Auch hier zeigt sich ein Elefant am Straßenrand. Ob das gute Vorzeichen sind? Wir werden es sehen.


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leider gibt es auch in einer so schönen Landschaft


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auch Überbleibsel der Zivilisation.


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Gegen Mittag erreichen wir den Vetfence.


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Die Kontrolle ist lasch, wir werden nach Fleisch gefragt. Nachdem wir dies Frage verneint haben, wir haben es doch vorsorglich aus dem Kühlschrank genommen haben, können wir passieren. Eigentlich besteht doch die Fleischkontrolle von Nord nach Süd?!

Wir tanken noch einmal bis auf den letzten Tropfen voll, denn in den nächsten Tagen wird es keine Tankmöglichkeit geben.

In der Palmwag Lodge genießen wir noch einen Rockshandy und plaudern mit einem südafrikanischen Paar, welches uns erzählt, dass sie im Hoanib Wüstenelefanfanten gesichtet haben.
Die Vorfreude steigt.

In dem kleinen Büro hinterlassen wir noch eine Nachricht für Claudia und Axel (Clax). Morgen wollen wir uns im Hoanib treffen. Es ist nur ein Hinweis, dass unsere Reise bis jetzt nach Plan läuft.
Dann kaufen wir das Permit für die Concession incl. Übernachtung und machen uns auf den Weg.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 20km/h holpern wir durch die Concession. Fahren einige Viewpunkte an und finden Wege, die glaube ich gar keine sind.
Hier ist es wunderschön – wenn man „viel Nichts“ liebt.


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Große Steine, kleine Steine, runde Steine, eckige Steine und dazwischen frisches kräftiges Grün.


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Wir mögen solche Landschaften.

Hier und da grüßt ein Oryx.


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Die Strauße sind zu schüchtern und nehmen reiß aus,
doch die Giraffe schaut mal neugierig nach, wer da stört.


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Und sucht dann auch das Weite


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Wir verlassen die Day Visitors Area und nehmen den Crowther’s Trail. Unser Ziel ist die Crowther’s Campsite. Doch hier haben wir uns mit der Zeit verrechnet. Die Strecke scheint endlos und noch immer dümpeln wir langsam durch die Region.


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Irgendwann verlässt und die Lust und wir suchen uns einen schönen Stellplatz irgendwo im Nirgendwo.


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Und für alle, die jetzt gleich mit erhobenem Finger sagen, dass dies nicht erlaubt ist, sei gesagt, dass wir keine neue Feuerstelle errichtet haben. Wir haben unseren Gaskocher genutzt und außer unseren Fußspuren und naja noch ein paar menschlichen Kleinigkeiten, nichts hinterlassen.

Dann verabschiedet sich der Tag afrikalike in den schönsten Rottönen.


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Und wir sitzen hier mehr oder weniger mutterseelenallein (die Tiere zählen nicht).



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Das ist Afrika wie wir es lieben.
Ich genieße meinen Rotwein und Jürgen seinen Whisky. Und dann lauschen wir der Stille.

Da es im Mai schon gegen 17.30. Uhr dunkel wird, liegen wir auch immer schön früh im Bett.
Wir passen uns dem Sonnenlauf an. Wobei es durch den Vollmond gar nicht so ganz dunkel ist.

Die Temperaturen sind unverändert tagsüber um die 35°C und auch nachts kühlt es nicht wirklich stark ab.
Gefahren: 197 km
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2015
2'097 Beiträge · seit 200611. Juni 2015 · #33
Hallo Dagmar und Jürgen,

vielen Dank für die schönen Bilder und Eindrücke. Genau diese Etappe (Mowani über Palmwag auf den Crowthers Trail) werden wir in einigen Wochen ebenfalls unter die Räder nehmen und freuen uns schon sehr darauf. Ganz so warm wird es dann zwar nicht mehr sein, aber Landschaft und Weite werden das mehr als ausgleichen.

Auch eure kommenden Reisetage interessieren uns sehr.

Viele Grüße
Uwe und Ruth
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
1'242 Beiträge · seit 200911. Juni 2015 · #37
Huhu Dagmar,

nach seeeeeehr langer Forumsabstinenz kribbelt es mir aber jetzt in den Fingern mal wieder hier zu schreiben. Evtl. kommen der Joël und ich später ja auch noch im Bericht vor 😛.

Traumhafte Fotos habt ihr mal wieder gemacht 😁. Konni's zwei Lieblingsbilder von den Elis und der Landschaft sind auch meine beiden Favoriten 🤩 🤩 🤩. Grosses Kompliment !

Du schreibst : "das ist Afrika wie wir es lieben" : genau so ist es !

Vielen Dank für die schönen Eindrücke 🙂 🙂 🙂. Ich freue mich auf mehr 😁.

Ganz liebe Grüsse an dich und Jürgen 😘

Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter1'674 Beiträge · seit 201213. Juni 2015 · #38
Hallo Ihr Lieben,
es freut mich, dass euch unsere tour bis jetzt gefällt und ihr mitreist.

@ Claudia
Hätte ich gewusst, dass du meine "WhatsApp auf Africaans" fotografierst, hätte ich etwas ordentlicher geschrieben. Nur des guten Eindrucks wegen. 😄


@ Panther
Kaokoveld steht bei uns auch nochmal auf dem Programm
Ich kann nur sagen es ist fantastisch dort. und wir waren mit Sicherheit nicht das letzte Mal in dieser Region.
Aber das mit Kühlschrank ist schon etwas ärgerlich 🙁
Ach nee, Kühlschränke werden deutlich überbewertet. 🤪 Das sind doch alles nur Kleinigkeiten.

@ Lil
Das freut mich, dass du eingestiegen bist. 😄
Evtl. kommen der Joël und ich später ja auch noch im Bericht vor
Aber klar doch 😄 Aber das dauert noch ein wenig.
Ich hätte den bericht ja auch "Meet friends in Africa" 😄 😄 😄
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter1'674 Beiträge · seit 201213. Juni 2015 · #39
Durch die Trockenflüsse

Teil 1
04.05.15 Vom Crowther’s Trail in den Hoanib


Mit den ersten Sonnenstrahlen wachen wir auf. Wir haben ausgesprochen gut geschlafen.

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Das Utensil, das für Camper in der freien Natur sehr wichtig ist, findet seinen Platz, damit wir es bei Bedarf gleich zur Hand haben. 😁

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Dann beginnen wir mit den Frühstücksvorbereitungen.


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Gegen 8.30 Uhr und bei bereits 27°C machen wir und wieder auf den Weg.
Zu Beginn belohnt uns die endlose Holperei mit schönen Aussichten.


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Dann erreichen wir ein Hochplateau und sehen wohin wir noch müssen.


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So schön die Strecke von hier oben auch aussieht, so öde ist sie letztendlich zu fahren. 2 Std. im Schleichgang durch eine nicht enden wollende Geröllwüste.

Doch endlich erreichen wir den Mudorib. Wir machen entlang dem Trail einige Rhino-Toiletten aus und fahren wir ein Stück in das Trockenbett hinein.


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Die Landschaft wird jetzt wieder abwechslungsreicher.


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Leider sind wir bei der Suche nach Rhinos nicht erfolgreich und so kehren wir auf den Crowther’Trail zurück und fahren weiter Richtung Mudorib Waterhole, um von dort in den Hoanib zu gelangen.


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Uns ist auf der gesamten Fahrt von der Einfahrt in die Palmwag Concession bis zum Hoanib kein einziges Fahrzeug begegnet. Auch wenn wir unser Satphone nicht gebraucht haben, macht es bei Reisen in solch abgelegene Gegenden auf jeden Fall Sinn.
Nach den Rottönen und Steinen des gestrigen Tages kommt uns der Hoanib wie eine andere Welt vor. Üppiges Grün begrüßt uns. Das ist der Lohn für das Geholper. Es ist eine einzigartige Landschaft.
Dort, wo der Hoanib vom Mudorib Waterhole kommend eine Schleife macht, hielten sich vor 2 Tagen die Wüstenelefanten auf. Doch von diesen ist heute nichts zu sehen, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass es fast 40°C sind.
Das Flussbett ist gut zu befahren. An einigen Stellen weist der Untergrund noch eine dunkle, feuchte Farbe auf. Dann suchen wir uns eine andere Spur, die trocken erscheint.


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Giraffen stehen malerisch unter den grünen Baumgruppen.


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Das Oryx traut uns noch nicht ganz über den Weg

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und versteckt sich vorsichtshalber mal in den Büschen.


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Auch die Perhühner laufen aufgeregt davon.


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Die Affen suchen den Schutz hoch oben in den Bäumen.


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Unser erstes Ziel ist Elephant Song. Hier haben wir uns am frühen Nachmittag mit Claudia und Axel verabredet, die von Sesfontein in den Hoanib hineinfahren. Wir hatten im Vorfeld ausgemacht, die Etappe durch die Trockenflüsse gemeinsam zu fahren.

Je weiter wir den Hoanib hoch fahren, desto feuchter und matschiger wird es.


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Und gleich zeigen sich auch die ersten Wasservögel.


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Wir finden das frühere Camp Elephant Song und buddeln uns zum ersten und einzigen Mal gleich in den Tiefsand ein. Zu dieser Campsite geht es ein Stück bergauf und man kann rechts oder links fahren. OK, wir waren uns nicht schlüssig wohin, Fuß vom Gas … und passiert war‘s.

Und während wir uns wieder freibuddeln (ohne Bilder 😉 ) kommt das erste Auto seit Tagen … mit Claudia und Axel.
Hach ist das schön, mitten in der Wildnis Freunde zu treffen.
Während die Männer das Auto befreien, erzählen Claudia und ich von unseren bisherigen Erlebnissen. Danach gibt es einen kleinen Wiedersehenstrunk und dann fahren wir den Hoanib gemeinsam wieder runter.

Zwischendurch müssen wir aber noch erst ein Auto aus dem Schlamm ziehen, das vorhin da noch nicht stand. Die 5 Männer sind froh uns zu sehen.


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Anscheinend gehören Kühlschrankprobleme und Autos rausziehen zu unserem Pflichtprogramm in Afrika. Ihr erinnert euch? Letztes Jahr war es ähnlich.

Bei „die Poort“ biegen wir dann in den Ganamub ein.

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Hier suchen wir uns ein schönes Plätzchen für den Sundowner und die Nacht.
Na ja, Claudia und ich testen schon mal vorher, ob die Getränke auch noch gut sind.


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Dann werden die Autos richtig rangiert und wir schlagen unser Lager auf, kochen und genießen einen schönen Abend zu viert. Und zum ersten Mal in diesem Urlaub backe ich wieder mein Brot.


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Wir sitzen noch lange in der warmen afrikanischen Nacht und klönen. Hier stören wir ja niemanden, außer einen Schakal vielleicht?

Gefahren: 140 km
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2015
287 Beiträge · seit 201314. Juni 2015 · #40
Tolle Bilder 🙂 und schöne Erlebnisse und Begegnungen. Ich bin gespannt wie's weitergeht 🙂

Liebe Grüße
Doris
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2015