Nane421'362 Beiträge · seit 201110. Juli 2015 · #61
Hallo Chrissie, deine Bilder von der BeeEater-Kolonie sind toll 😁 😁 !! Das würde ich auch soo gerne mal sehen... Aber das mit deinem Durchfall möchte ich definitiv nicht erleben 😵 🙁 😣 ; ich leide da richtig mit... Wäre für mich der absolute Alptraum... LG, Nane 🙂
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200610. Juli 2015 · #62
Hallo Bele und Nane, freut mich, dass euch die Vögel gefallen 😁 – Elefanten haben wir zum Glück später noch häufig gesehen. Und schlimmer ist es auch nicht mehr geworden – hat aber auch so gereicht. 😵
Huhu Konni, vielen Dank für deinen Hinweis, da habe ich wieder dazu gelernt. Grundsätzlich hätte ich auch eher auf Gecko getippt, da ich aber dachte, dass diese nur nachtaktiv sind, habe ich diesen Gedankengang verworfen.
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200616. Juli 2015 · #63
25.04. Bwabwata NP Erneut müssen wir nachts mehrmals die Toilette aufsuchen. 😣 Gegen Morgen ertönt das Gebrüll eines (?) Löwen. Des Weiteren sind natürlich das Grunzen der Hippos und ab 04:30 h die ersten Vögel zu hören. Für heute steht ein Ausflug in den Bwabwata NP an. Es ist gleichzeitig eine erste Übung für Christian, was die Sandpisten angeht. Dan gibt mir eine Karte mit und seine Telefonnummer, falls wir wirklich stecken bleiben sollten. 🤪 Auf dem Weg zum Park müssen wir an einer Kontrollstelle anhalten, aussteigen und unsere Füße auf einer Desinfektionsmatte abwischen. Der Kontrolleur scheint wohl schlechte Laune zu haben, er lässt Christian extra noch ein paar Meter vorfahren. 😠 Am Office angekommen ist alles verschlossen.
Christian sieht hinter dem Haus schon den ersten Elefanten vorbeilaufen, das fängt ja vielversprechend an. 🙂 Da wir auf der Straße ein Hinweisschild auf das Parkhauptquartier, das rechts der Straße liegt (Bwabwata liegt von Mavunje kommend aus links), gesehen haben, wollen wir dorthin fahren. Auf den ersten Metern kommt uns eine Schwarze entgegen und deutet per Fingerzeig, dass der Eingang auf der anderen Seite der Richtige ist. Während wir auf sie warten, reduziert Christian den Reifendruck. Nachdem wir unseren Eintritt (insgesamt 90 Rand) gezahlt haben, steht einer Erkundung des Parks nichts mehr entgegen. Christian ist etwas angespannt, was uns für Pisten erwarten. Bei der dichten Vegetation sehen wir erst mal nicht viel, aber das ist nicht weiter schlimm, so kann Christian sich an das neue Terrain gewöhnen 😛 .
Am Aussichtspunkt steigen wir aus und lassen den Blick über die Floodplains schweifen.
Christian meistert seine erste Bewährungsprobe, wo er die Untersetzung benutzen muss. Dann halten wir an einer Stelle mit Sicht aufs Wasser und Hippo.
Elefantenhäufchen sehen wir reichlich, aber dieselben lassen sich nicht blicken. 🤨
Mit Blick auf den Horseshoe verspeisen wir unsere letzten Vorräte: Toast mit Marmelade und Käse. Anscheinend habe ich so einen Hunger gehabt, dass ich das Fotografieren vergesse 😗 , nur dne Darter fotografiere ich bei der Weiterfahrt
An einem kleinen Wasserloch kommt ein Hippo aus dem Wasser und verzieht sich in den Schatten. Offenbar weil es sehr warm ist, stinkt es gewaltig.
An der nächsten Wassersuhle sucht ein Hammerkopf nach Nahrung.
Impalas und ein Wasserbock stehen leider im Gegenlicht.
Nachdem Christian die erste kleine Wasserdurchfahrt gemeistert hat, sehen wir Riedböcke.
Diese Pfütze war es allerdings nicht 😄
Das Gras steht hier sehr hoch.
Christian hält an, um Gras zu entfernen. Er will gerade zugreifen, als sich das vermeintliche Gras als Gottesanbeterin entpuppt.
In einiger Entfernung kommen uns ein paar Gnus entgegen, aber vorher biegen wir ab, da wir hoffen, nochmal ans Wasser zu gelangen.
Neben einen weiteren Hammerkopf sehen wir auch einen Squacco Heron (Rallenreiher).
Auf dem Rückweg taucht kurz vorm Horseshoe unvermutet ein Elefanten auf, wir können nicht sagen, wer mehr erschrocken ist, der Elefant oder wir.
Am Horseshoe stellen wir uns erstmal hin und hoffen, dass auch Elefanten zum Wasser kommen. Die Wartezeit versüßen wir uns mit Keksen. Das Warten lohnt sich, nach ca. einer Viertelstunde erscheinen zwei Elefanten, wenn auch ziemlich weit entfernt. Sie stillen ihren Durst, laufen in unsere Richtung weiter und verschwinden dann im Dickicht.
Ein Schreiseeadler nimmt auch versteckt in einem Baum Platz. Von ihm gelingt mir kein Foto, aber vom Graulärmvogel:
Dann fahren Richtung Gate. Eine Horde Baboons und -leider ziemlich entfernt – Klunkerkraniche lassen uns anhalten.
Klunkerkranich - wattled crane
In der Nähe einer Lodge (Namqua?) sehen wir Elefanten, leider können wir nicht gut halten.
An einer Wasserlauf halten wir noch einmal.
Gegen 14:00 h verlassen wir den Park. Christian erhöht mit dem Kompressor den Reifendruck, dann geht es nach Mavunje zurück. Den Nachmittag verbringen wir mit lesen und faulenzen. Hier ein paar Eindrücke von der Campsite, für die, die sie nicht kennen:
Küche
Dusche, WC, Bad
Da wir kein Fleisch etc zum Grillen haben, essen wir Nudeln mit Meatballs und Bohnen. Leider gibt es heute keinen schönen Sonnenuntergang.
Wir setzen uns noch mit Blick auf die Lagune hin und trinken unseren Amarula bzw. Bier. Später sitzen wir noch bei Licht im Diningroom und lesen. Es ist noch nicht einmal 20:00 h, als wir zu Bett gehen. Tageskilometer: 100 ÜN: Mavunje Camp
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200622. Juli 2015 · #64
26.04. Mavunje – Kasane Die Nacht war gut: wir waren mal nicht auf Toilette 😄 . Jedoch gab's auch keine tierische Geräuschkulisse, nur Christian hört gegen Morgen kurz Löwengebrüll. Zeitig schwingen wir uns aus den Federn, Botswana ruft! Nachdem wir bei Dan unsere Rechnung beglichen haben und uns noch ein wenig unterhalten haben, verlassen wir um 08:00 h Mavunje. Entlang der B 8 gibt es einige kleinere Ansiedlungen und in kurzen Abständen werden Melonen und Souvenirs zum Verkauf angeboten.
Leider etwas unscharf geworden 🙁
Nach 1,5 h erreichen wir Katima Mulilo, umfahren den Ort jedoch, da wir uns hier nicht aufs Navi verlassen, sondern der Beschilderung zur Grenze folgen. Der Straßenbelag bis zur Grenze ist sehr uneben, aber wenigstens müssen wir nicht auf Schlaglöcher acht geben.
Der namibische Grenzer ist gut drauf, er verwickelt uns in einen kurzen Plausch, will wissen, warum wir am heutigen Sonntag nicht in der Kirche sind, oder wo unsere Kinder denn seien. Auf der Brücke stoppen wir, um ein paar Fotos zu machen.
Christian entdeckt einen Elefanten am Hang . Davon gibt es kein Foto, denn Christian hat mal wieder seine Adleraugen bewiesen und den Elefanten halb hinter Bäumen versteckt ausgemacht.
Nachdem wir aus Namibia ausgereist sind, müssen wir zuerst die Veterinärkontrolle passieren. Obwohl wir uns im Vorfeld schlau gemacht haben, verschlafen wir, Äpfel und Gemsquash zu verstecken. 🤩 Die Äpfel müssen wir abgeben, aber zum Glück können wir die Gemsquash behalten. Anschließend erfolgt die Passkontrolle, dann stehen wir etwas an, um unser Auto zu registrieren und die Straßengebühr (190 ZAR) zu bezahlen.
Nachdem wir uns auch am Nationalparkgate für das Benutzen der Transitstrecke registrieren haben, steht den letzten Kilometern nach Kasane nichts mehr entgegen. Bis auf zwei tote Löffelhunde und viele Vögel sehen wir zum Glück bzw. leider nichts. Wir füllen unsere Reisekasse mit Pula und kaufen anschließend bei Choppies und Spar ein. Das Senyati Camp finden wir problemlos, auch die Zufahrt stellt für Christian kein Problem dar (selbst ich habe dies ein anderes Mal geschafft). Auch ohne Reservierung ist noch eine Campsite für die Nacht sowie für den 29.04. frei (180 Pula pro Person/Nacht). Bevor wir uns auf unserer Camp Site einrichten, werfen wir einen kurzen Blick von der Aussichtsplattform an der Bar auf das Wasserloch.
An unserer Campsite treiben sich Affen herum, wir können also nichts unbeaufsichtigt liegen lassen. Wir setzen uns einen Kaffee auf und essen eine Kleinigkeit. Dabei sehen wir neben den Staren, die wohl durch unser Essen angelockt werden, Rotschnabeltokos und einen Zweifarbenwürger (swamp boubou). Letzteren würde ich gern fotografieren, aber er ist nicht willig.
Dann gehen wir zum Wasserloch vor. Dort ist noch nicht viel los: etwas abseits Paviane und Warzenschweine.
Dafür ist die Vogelwelt gut vertreten:
Black-winged Stilt -Stelzenläufer
African Sacred Ibis - Heiliger Ibis
Three-banded Plover - Dreibandregenpfeifer
Grey heron -Graureiher
Egyptian Goose - Nilgans
Ich habe Kopfschmerzen, und auch der Durchfall setzt wieder etwas ein. 😵 Toiletten sind ja zumindest in erreichbarer Nähe. 😗 Wir wollen noch Grillen und auch etwas Schönheitspflege betreiben , daher gehen wir erst mal zu unserer Campsite zurück, um dann später – inzwischen ist es dunkel- noch mal nachzusehen, was sich am Wasserloch tut. Eine kleine Gruppe Elefanten bevölkert das Wasserloch. Leider verzieht sie sich schon kurz darauf in den Busch. Dafür kommen Büffel, sie ziehen wie ein Band vorbei, bestimmt 10 Minuten lang. (Von beidem habe ich leider kein akzeptables Foto). Ich nutze den Internetempfang (17:00 h bis 21:00 h) an der Bar, um eine Mail an die Daheimgebliebenen zu schreiben. Es kommen auch noch weitere Elefanten- überwiegend einzeln.
Leider gelingen mir immer noch keine passablen Nachtbilder 😊
Hyänen müssen auch in der Nähe sein, leider hören wir sie nur. Ein Elefant stellt sich direkt vor dem Bunker hin. Das muss jetzt klasse sein, von da unten zu gucken. Teilweise werde ich vom Geschehen vor meiner Nase abgelenkt, da ich mit einer Südafrikanerin ins Gespräch komme, die in der Nähe von Oudtshoorn lebt. Sie zeigt mir auf ihrem Tablet Fotos von dort und erzählt uns, dass sie mit ihren Brüdern unterwegs ist, die mit Microlights hierher geflogen sind. Als die Elefanten weg sind, gehen wir ins Zelt. Tageskilometer: 268 ÜN: Senyati Camp
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Aug. 2015 · #65
27.04. Senyati – Ihaha (Chobe River Front) Wieder muss ich nachts raus – aber wenigstens bleibt es bei dem einen Mal. Wir hören Schakale und Hyänen heulen. Als wir aufstehen, sind es nur 11°C. 🤩 Wir schauen kurz am Wasserloch vorbei, aber außer Vögeln sind keine Tiere zu sehen. An der Lkw-Schlange vorbei, die auf die Fährüberfahrt nach Sambia warten, geht es zuerst kurz nach Kasane für ein paar Snacks.
Warzenschweine laufen in Kasane frei herum
Voller Vorfreude fahren wir anschließend weiter zum Chobe NP. Wir haben die Riverfront sowie Moremi im September 2008 im Rahmen einer Kleingruppenreise besucht und waren damals hellauf begeistert. Da wir diesmal nicht zur Trockenzeit unterwegs sind, sind wir gespannt, wie die Sichtungen ausfallen werden. Nach der Registrierung und Zahlung der Gebühren (Eintritt 120 Pula pP/N sowie 50 Pula fürs Auto) kann unser kleines 4x4 - Abenteuer beginnen. 😄
Die ersten Eindrücke von der Vogelwelt sind vielversprechend.
Graureiher.
Silberreiher
Marabus
Rallenreiher – Squacco Heron
Schreiseeadler
Christian steht vor seiner ersten Herausforderung: einige Bodenabsätze (mir fällt keine bessere Umschreibung ein) sind zu überwinden. Christian meistert die Stelle gut, aber wir sind beide schweißgebadet. 😎
Ein kleines Bad täte uns auch gut:
Wir müssen umdrehen, weil die Pad am Flussufer nicht mehr weitergeht. Entsetzt befürchtet Christian, dass er die schwierige Passage nochmal meistern muss, aber es führt ein Weg nach oben, der kurzzeitig auch etwas schwieriger ist. Christian meistert auch diese Herausforderung. Weiter geht es auf einer (für uns Neulinge) mittleren Tiefsandpiste.
Oribi ? 😕
Der Tag besteht voller fahrerischer Herausforderungen für Christian. Eine kleine Schlammdurchfahrt steht an. Der Entgegenkommende setzt fast auf. Christian schafft es auch ohne sich festzufahren. Bäume haben schöne gelbe Blüten. Die Luft riecht würzig. Die Landschaft wird langsam offener und gibt den Blick wieder auf den Fluss frei.
Am (vermeintlichen) Picknickplatz legen wir eine Pause ein. Leider sind die einzigen Betontische schon besetzt. Zwei Büffel ziehen mit gebührendem Abstand an uns vorbei.
Als wir weiterfahren, bemerken wir, dass wir nicht auf der richtigen Picknicksite waren. Es waren die letzten Ausläufer. Auf dem regulären Picknickplatz stehen auch andere Autos, und es sind weitere Picknickbänke da. 🤪
Hier weitere Eindrücke auf dem Weg nach Ihaha:
Mit Mama in der Nähe kann man ruhig ein bisschen angeben 😛
Die letzten 4 km zum Ihaha Camp sind die reinste Wellblechpiste. Wir können wählen, ob wir lieber die Nummer acht nehmen, die näher am WC ist oder doch die ursprünglich reservierte Nummer zehn. Wir sehen uns beide an, ich finde den Standort von Platz Nr. 10 besser, da die Sicht auf den Fluss schöner ist und sie mehr Privatsphäre bietet.
Nr. 10
Nr. 8
Aus letzterem Grund bevorzugt Christian Nr. 8, denn wir haben im Vorfeld vom Überfall hier auf dem Campingplatz gehört. Wir lassen die Münze entscheiden, Christian gewinnt. Ein guter Kompromiss wäre Nr. 9, die ist jedoch leider belegt.
Wir stellen unserem Tisch mitten auf dem Weg am Ufer, da unsere Campsite keinen Schatten bietet. Nun ist erst mal ausruhen, essen und Körperpflege angesagt. Später besucht uns der Nachbar von Campsite neun, und wir plaudern ein bisschen (Sichtungen, Einkaufsmöglichkeiten Katima Mulilu, weil sie morgen dorthin fahren). Er empfiehlt uns, westlich des Camps zu fahren.
Seinem Rat folgend, geht es gegen 16:30 h noch einmal los.
Highlight dieses Gamedrives ist die Rappenantilope, auch wenn sie sich schon halb im Gebüsch zurück gezogen hat.
Im Camp toben die ersten baboons herum und wir haben in einiger Entfernung Besuch von Elefanten.
Wir schneiden das Gemüse, was mit den zur Verfügung stehenden Messern nicht einfach ist. Vor erhebliche Probleme stellt uns das Schneiden der Gemsquash. 😠 Dass auch Meerkatzen anwesend sind, macht die Angelegenheit nicht einfacher.
Beim Einchecken sind wir darauf hingewiesen worden, dass wir nach Einbruch der Dunkelheit die Sanitäranlagen nur mit dem Auto aufsuchen sollen. Das geht mit Dachzelt nun mal nicht, daher putzen wir uns die Zähne über dem Grill. Leider rumort mein Magen schon wieder und die Mücken nutzen meine bedingte Wehrlosigkeit schonungslos aus. 😈 Ich verzichte dennoch auf Malarone, da ich nicht ausschließen kann, dass sie die Verursacher meiner Probleme sind, obwohl ich die Tabletten beim letzten Mal vertragen habe. Als wir ins Bett gehen, hören wir noch die Nachbarn reden. Die Grünmeerkatzen sind auch zur Ruhe gekommen. Die Ranger fahren seit Einbruch der Dunkelheit ca. alle halbe Stunde Patrouille, ansonsten hören wir nur das Quaken der Frösche. Tageskilometer: 84 ÜN: Ihaha
juhuu, es geht endlich weiter!!! Wir sind in etwas mehr als einem Monat auch in der Gegend unterwegs. Eine Frage: wann seit ihr in die River Front eingefahren - war es nach 9 Uhr? Wisst ihr ob die Reglementierungen für Privatfahrer exekutiert wurden?
Grosses Kompliment für Christian, dass er die vielen fahrerischen Herausforderungen im Bwabwata NP und vor allem im Chobe NP so gut überwunden hat 😉.
Wunderschöne Bilder zeigst du uns mal wieder, aber mein absoluter Favorit ist das Foto von den schlafenden Hippos, garniert mit Reihern und anderen Vögeln und den vielen Elefanten im Hintergrund. Arche Noah Feeling pur 🤩 🤩 🤩! Wir hatten im Mai wirklich sehr, sehr viele tolle Tiersichtungen am Chobe, aber "Hippos an Land" fehlen leider nach wie vor in meiner Sammlung 🙁.
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200609. Aug. 2015 · #70
Hallo Lil, ich gebe das Kompliment gerne an meinen Mann weiter, aber für die erfahrenen 4x4-Fahrer hier im Forum sind diese Herausforderungen lächerlich - aber jeder fängt schließlich mal klein an 🙂 "Hippos an Land" fehlen dir noch - das kann ich gar nicht glauben, dass ihr in dieser Beziehung so viel Pech habt. Aber es ist interessant, vielen "fehlt" eine Tierart bzw. Tier in bestimmter Umgebung, wo man denkt, der Sichtungswunsch dürfte doch gar nicht so schwer zu erfüllen sein und wahrscheinlich gerade weil man es sich so sehnlich wünscht, klappt es nicht. Aber so hat man wenigstens -mindestens- einen Grund, um noch einmal wiederzukommen. 😄 :
Hi Bele, wenn ich jetzt noch mal mein Säugetierbuch zur Hand nehme, gebe ich dir Recht, das könnte ein junger Puku sein. Danke für deine Bestimmungshilfe. 😘
Champagner schrieb: Achja, Chobe.... immer wieder schön - und solche Fotos auch 😘 ! Ich bin mir fast sicher, dass die Arche Noah dort gestrandet ist 😎 !
Dieser Gedanke kam mir bei unserem ersten Besuch damals auch.
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200620. Aug. 2015 · #71
28.04. Ihaha Heute Nacht hatten wir Buschfeeling total: Hyänen und Schakale heulten, die Rufe der Baboons und Meerkatzen ertönten in den Abend- bzw. Morgenstunden sowie gelegentliches Grunzen der Hippos rundeten das Ganze ab. 🙂 Obwohl wir früh aufstehen, starten wir erst gegen 7:30 h zum gamedrive . Das Abbauen des Zeltes geht schnell, aber bis das Wasser heiß ist – mein Mann will nicht auf seinen Kaffee verzichten 😗 – und alles wieder abgewaschen und verstaut ist, dauert seine Zeit. Wir nehmen einen namenlosen Riverloop östlich von Ihaha.
Eine Vielzahl von Büffeln verteilt sich am Ufer entlang:
Wir freuen uns über einen juvenilen Bateleur
Wir strecken und stärken uns an der
Unser Weißbrot ist ausgetrocknet und ganze Fliegenschwärme umkreisen uns. 😠 Aber wenigstens der Kaffee schmeckt. 😄
Damit das morgige Frühstück besser mundet und der heutige Sundowner nicht ausfallen muss (Ankunft in Kasane am Sonntag, gestern haben die Liquor stores erst um 10:00 h geöffnet), fahren wir kurz nach Kasane zum Einkaufen. Auf dem Weg zum Gate haben wir noch nette -wenn auch keine besonderen - Sichtungen:
Was diese Beule wohl verursacht hat?
Zurück im Park lassen wir uns natürlich nicht den Riverloop entgehen:
Marabu
Rallenreiher
Ein Hiluxfahrer -mit Frau und Kleinkind - kniet vor seinem Fahrzeug. Wir halten und fragen, ob sie Hilfe brauchen. Unser Hilfsangebot wird dankend abgelehnt. Wir gelangen wieder zur Wasserdurchfahrt, aber heute kneifen wir. Auf dem Umweg müssen wir stehen bleiben, weil Elefanten die Piste queren. Diese Zwangspause nutzen wir, um Pizza zu essen. Während wir essen, kommen links und rechts weitere Elefanten aus dem Gebüsch. Auch ganz kleine Elis, wie niedlich. 😁
Um 13:15 h erreichen wir das Camp. Leider ist der Feta ausgelaufen und Kühlschrank säubern ist angesagt. 😣 Danach ist die Dusche doppelt so schön. Paviane und Meerkatzen sind während unserer Siesta nicht zu sehen.
Für den Nachmittagsdrive wählen wir den Ihahaloop am Wasser.
In der grünen Grütze ist das Krokodil kaum zu erkennen.
African Jacana
Meine Elefantensehnsucht wird auch gelindert:
Auch heute Abend wird wieder gegrillt. Grünmeerkatzen leisten uns Gesellschaft.
Beim Amarula ziehen wir Resümees für die Hälfte des Urlaubs. Es fällt durchwachsen aus. 😐 Wir verschwinden bald im Zelt bei angenehmen 20 °C. Gegen 23:00 Uhr muss ich nochmal raus: Durchfall - was denn sonst 😠?. Die restliche Nacht ist jedoch ruhig bis auf Hippogrunzen und vereinzeltes Hyänengeheul. Tageskilometer: 96 ÜN: Ihaha
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200606. Sept. 2015 · #72
29.04. Ihaha - Senyati Teil I Gegen Morgen sind die Hyänen nicht zu überhören, wir sehen jedoch leider keine.
Die Paviane sind auch schon aktiv:
Aus unbekannten Gründen ziehen wir Fliegen an, wir haben beide den Rücken voll. 😠 Schnell ins Auto eingestiegen und los geht's auf den letzten Gamedrive im Chobe NP. Wir wählen wieder die Riverroad.
Eine große Büffelherde stapft durch das Wasser. Man hört richtig das Wasser spritzen.
Auch heute steuern wir die Serondela Picknicksite an. Hier nerven uns weitere Fliegen, sie stören uns beim Frühstücken mehr als die Meerkatzen. 😈
Danach geht es weiter mit einer Zebramanguste und Hippos.
Wir haben schon fast die Hoffnung aufgegeben, noch Katzen zu sehen, als wir an einem Kadaver in einiger Entfernung Löwen entdecken. Natürlich sind wir nicht die einzigen.
In der Erwartung, eine bessere Fotoposition zu finden, fahren wir ein kurzes Stück in eine „Einbahnstraße“: Von hier sehen wir den Riss nicht mehr, aber dafür diese beiden:
Als die beiden genug getrunken haben, wechseln wir unseren Standort wieder. Es sieht so aus, als ob eine Löwin auf Jagd gehen will. Sie hat sich an Impalas herangeschlichen. Mit uns stehen jetzt acht Fahrzeuge im Umkreis des Löwen.
Sie schleicht sich zentimeterweise an die Impalas heran.
Nicht nur uns stören die Fliegen:
Da wir bis um 11:00 h den Park verlassen müssen, reißen wir uns widerwillig von den Löwen los und fahren weiter. Hier die letzten Eindrücke vom Chobe NP:
Was wir bei unserem zweiten Aufenthalt auf dem Senyati CP erleben, erfahrt ihr erst im nächsten Teil, der hoffentlich nicht wieder so lange auf sich warten lässt 😗
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200614. Sept. 2015 · #73
29.04. Ihaha – Senyati Teil II Obwohl wir noch ein paar Dinge in Kasane zu erledigen haben, fahren wir zuerst zum Senyati Camp, da wir beschlossen haben, noch eine weitere Nacht zu bleiben. Leider ist am 30.04. alles ausgebucht. Sicher hätte man dies telefonisch klären können, aber ich telefoniere nicht gern auf Englisch. 😗 So machen wir uns gleich nochmal auf den Weg nach Kasane (Fahrzeit 25 min), wo wir als erstes das Caracal Biodiversity Center suchen, von dem wir im Reiseführer gelesen haben. Wir finden zwar eine entsprechende Einrichtung, aber leider hat sie geschlossen. Danach geben wir in einer Laundry unsere Kleidung zum Waschen ab (knapp 32 Pula je Kilo) und buchen anschließend für morgen eine Bootstour bei Nkwe Booking Agency (245 Pula pP inkl. Parkgebühr; Empfehlung aus dem Forum 🙂 ). Bei der Chobe Safari Lodge fragen wir nach einer Campingsite für die morgige Nacht. Darauf erwidert die Angestellte, dass nur am jeweiligen Tag Bescheid gegeben werden kann, ob Plätze frei sind, was wir nicht nachvollziehen können. Komischerweise möchte sie dann wissen, wo wir heute übernachten. Als sie hört, dass wir im Senyati Camp sind, bucht sie uns doch für morgen ein. 🤪 Die Campsite (Nr. 16) müssen wir uns mit einem älteren englischen Pärchen teilen, denn es ist eine große Campsite mit zwei Toiletten und Duschen. Wir kommen nett mit ihnen ins Gespräch. Vom Küchenbereich blickt man sogar auf ein kleineres Wasserloch. Aber sobald wir den betonierten Bereich verlassen, werden wir von Ameisen attackiert. Christian trifft es dieses Mal besonders schlimm,
Sieht zwar nicht so schlimm aus, war aber äußerst unangenehm
aber nach einer Weile scheinen sie auch an mir Gefallen zu finden. 😈 Die Bisse jucken sehr stark, und Fenistil lindert den Juckreiz nur etwas. Da bietet der Giraffenbesuch wenigstens etwas Ablenkung.
Als das Pärchen am Nachmittag wegfährt, zündet Christian den Grill an. Beim Essen müssen wir aufpassen, dass wir keine Fliegen vertilgen, die auch hier wieder gehäuft auftreten. 😵 Nach dem Essen gehen wir zum Wasserloch an der Bar vor. Als ein Elefant kommt,
gehe ich in den Bunker, um aus dieser Perspektive zu fotografieren.
Leider sind alle Plätze belegt. Eine Frau lässt mich netterweise zwei, drei Fotos schießen.
Wahnsinn, diese Perspektive. Im Laufe des Abends erhaschen wir einen kurzen Blick auf eine Hyäne, aber sie am Wasserloch schnell vorbeiläuft In der Ferne hören wir einen Schakal heulen sowie einige Fledermäuse im Schein der Beleuchtung übers Wasserloch fliegen. Als sich längere Zeit nichts mehr tut, stempeln wir die Bettkarte. Tageskilometer: 104 ÜN: Senyati
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201215. Sept. 2015 · #74
Hallo Chrissie, Dein Bericht gefällt mir sehr gut! Über IHAHA nehme ich mit: Die botswanischen "Jungs" kontrollieren inzwischen in der Nacht - richtig? Ja und der Bateleur, so schön fotografiert, für den würd' man doch glatt den Bundesadler eintauschen wollen! Und im Übrigen: Wenn ich recht sehe, warnst Du erstmals vor den "kreuzgefährlichen" Ameisen. Das ist ja vielleicht ein bissiges Volk!
"Fenistil" ist ein Antihistaminicum, hilft also primär nicht gegen nesselnde Ameisensäure. Wäre interessant zu wissen, ob jemand einen besseren Tipp hat, denn mit so einem Bein kannste nicht mehr tanzen ;))
LG. Rolf
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200616. Sept. 2015 · #75
Hallo Rolf, danke für dein nettes Feedback 😁 Ja, in Ihaha wurde Ende April nachts "Streife" gefahren. Danke für die nähere Erläuterung zu Fenistil. Wir hatten von den Südafrikanern noch ein Spray bekommen - den Namen weiß ich nicht mehr- aber die Wirkung war auch nur bescheiden 🙁 LG Chrissie
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200622. Sept. 2015 · #76
Wer meinen RB verfolgt, hat sicher schon festgestellt, dass es momentan nicht zügig voran geht. 😗 Das tut mir leid, aber ich habe momentan sowohl berufliche als auch privat „viel um die Ohren“. Ich hoffe, es werden dennoch einige bis zum Schluss durchhalten. Knapp 2/3 der Reise sind ja auch schon geschafft. 😉
30.04. Kasane- Bootsfahrt Morgens beobachten wir bei einer Tasse Kaffee, was sich an „unserem“ Wasserloch tut: noch nicht viel, nur Paviane sind unterwegs. Als unsere Stellplatznachbarn aufstehen, erzählen sie, dass sie abends, als sie von ihrem Ausflug zurückgekommen sind, Löwen und Elefanten gehört hätten. Da haben wir wohl schon tief und fest geschlafen, wir haben nur die Hyänen heulen gehört. 🤪
Da sich an „unserem“ Wasserloch nichts tut, gehen wir zum anderen vor: hier hat sich wenigstens ein Teil der Vogelwelt versammelt: Heilige Ibisse, Silberreiher, Graureiher, African Jacana, Rotschnabeltokos, Waffenkiebitze und Nilgänse. Wir beobachten einen Graureiher wie er einen Frosch, später einen Fisch verschlingt.
Einen Lannerfalken entdecken wir auch.
In der Ferne ziehen vier Warzenschweine vorbei. Weit im Hintergrund sind auch einzelne Impalaböcke zu sehen. Als es uns zu windig wird, packen wir zusammen und fahren nach Kasane. Kurz hinter dem Ortseingang von Kazungula sind links und rechts der Fahrbahn Elefanten. Leider schlummern beide Fotoapparate in unseren Taschen. 🙁
In Kasane holen wir die frisch gewaschene Wäsche ab. Da es zum Mittagessen noch zu früh ist, schlendern wir über den Markt.
Anschließend kehren wir bei Coffee & Curry ein. Ich wähle ein Currygericht, Christian Pizza und einen gemischten Salat dazu. Das Curry und die Pizza sind lecker, aber beim Salat stimmt das Preis-Leistungs- Verhältnis nicht.
Als wir in der Chobe Safari Lodge einchecken, sind wir total überrascht, dass wir einen Begrüßungsdrink bekommen, obwohl wir nur eine Campsite gebucht haben. Von einigen Campsites kann man ein wenig aufs Wasser blicken, jedoch nicht von unserer: sie ist ziemlich zugewachsen und nicht besonders schön gelegen, aber für eine Nacht ist es ok.
Die vielen tree squirrels machen sich durch ihre Lautäußerungen bemerkbar, die in unseren Ohren wie hämisches Gelächter klingen.
Nach einem erfrischenden Bad im Pool,
sind wir reichlich vor der vereinbarten Zeit an der Jetty. Christian ist nervös, ob wir auch wirklich abgeholt werden. Da die Agentur aus dem Forum gute Kritiken bekommen hat, bin ich zuversichtlich. Als die angegebene Uhrzeit verstreicht, ohne dass ein entsprechendes Boot anlegt, werde allerdings auch ich etwas nervös. Nach 10 Minuten legt „unser“ Boot an. Es sind bereits vier Russen (oder Polen 😕 ) an Bord. Außer uns steigen noch drei weitere Personen zu. Wir wundern uns, warum wir danach nicht losfahren und wären nicht im Traum darauf gekommen, dass wir „Schuld“ sind: die Dame, bei der wir die Tour gebucht haben, erscheint und ist überrascht, dass wir schon auf dem Boot sind. Es stellt sich heraus, dass sie in der Lobby auf uns gewartet hatte. 😗 Hier einige Impressionen von der Bootstour:
Christian meint, er hätte auf die Tour verzichten können. Ich hatte mir auch mehr – besonders Elis – versprochen, aber selbst wenn ich es vorher gewusst hätte, wie die Bootsfahrt verläuft, hätte ich sie mir nicht entgehen lassen. Es ist eine nette Abwechslung zu den Gamedrives im Auto. Heute wird nicht gegrillt. Ich esse das restliche Curry vom Mittag, was ich mir als doggy-pack mitgenommen habe, Christian gibt sich mit dem zufrieden, was die Vorräte noch zu bieten haben. Als wir einen Verdauungsspaziergang durch die Anlage machen, hören wir Paviane und das Grunzen der Flusspferde. Danach ist es wieder Zeit, im Zelt zu verschwinden. Tageskilometer: 27 ÜN: Chobe Safari Lodge
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201223. Sept. 2015 · #78
Hallo Chrissie, um "Deine" Weißstirnspinte beneide ich Dich ziemlich heftig ;)) - so schön fotografiert!
Grüße, Rolf
Kloppo376 Beiträge · seit 201425. Sept. 2015 · #79
Hallo Chrissie!
Ich bin auch gerne auf eurer Reise dabei und finde es immer wieder spannend Orte zu sehen und Erfahrungen zu hören, welche man auch schon bereist und gemacht hat! Die Weißstirnspinte finde ich auch super schön getroffen und mag ich besonders gern!
Das mit dem Geld ist wirklich eine Sache, welche sehr unschön ist 😠 ! Und da ich weiß wie toll ein Magen-Darm Problem im Urlaub ist, leide ich mit dir! Das braucht echt kein Mensch 🤢 !
Ich freu mich auf euren weiteren Bericht!
Liebe Grüße Kloppo
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ich bin auch immer noch dabei und finde deine (Foto)-Berichte einfach nur schön. Der Graureiher mit Beute ist toll und die Elis im roten Sonnenlicht einfach nur Fernweh auslösend. Schreib ruhig gaaanz langsam weiter... ich komme mit meinem Bericht aus den unterschiedlichsten Gründen zurzeit gar nicht weiter *schnief*. Danke, dass du dranbleibst. Schönes WE und lieben Gruß Bandi