chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200626. Sept. 2015 · #81
Hallo Fotomatte, Rolf und Kloppo, freut mich, dass euch die Vogelfotos gefallen. 😁 Die Weißstirnsplinte sind sehr fotogen, da hat man es verhältnismäßig leicht, ein schönes Foto zu schießen.
fotomatte schrieb: das Bild vom Lanner ist top, so würd ich mir den auch ma wünschen... 😵
Ein wenig näher hätte ich ihn schon gern gehabt 😗 , aber ich bin zufrieden, was der Zoom für Arbeit geleistet hat.
bandi schrieb:Schreib ruhig gaaanz langsam weiter... ich komme mit meinem Bericht aus den unterschiedlichsten Gründen zurzeit gar nicht weiter *schnief*.
Den Gefallen kann ich dir tun, wir sind die nächsten Wochen viel unterwegs 😎 Ich hoffe, bei dir sind es positive Gründe, die dich am Weiterschreiben hindern.
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200614. Okt. 2015 · #82
01.05. Kasane – Planet Baobab Wieder lässt mich Montezumas Rache nachts zweimal aufstehen. 🤢 Wir hören nicht nur die Paviane brüllen sondern durch die Nähe zum Wasser auch Hippos grunzen. Gegen sechs setzt das bisher vielstimmigste Vogelkonzert ein. 😁 Auch die Vogelsichtungen sind hier super - allerdings nicht unsere Identifizierungskünste 😊 Hilfe wird gerne angenommen 🙂
Nachdem wir ein warmes Getränk zu uns genommen haben, durchstreifen wir das Gelände.
Da der Shop noch immer wegen Inventur geschlossen ist, muss ich im Ort nach Ansichtskarten schauen. Wir füllen unsere Vorräte bei Choppies und Spar auf und nach langem Suchen bekomme ich beim Wechselbüro endlich Ansichtskarten. Als letztes wollen wir in Kasane noch tanken, es gibt jedoch vermutlich erst morgen wieder Diesel. Der Tankwart weist uns auf zwei Tankstellen in Kazungula hin, die sicherlich noch Diesel haben. Auch wenn ich erst bei Kazungula mit den Elefanten an und neben der Straße gerechnet habe: der Fotoapparat liegt griffbereit: 😎
Die Warteschlange an den Zapfsäulen ist lang, aber nach einer halben Stunde ist unser Wagen endlich vollgetankt. Es herrscht reger Verkehr. Immer wieder warnen Hinweisschilder vor Tieren - nicht ohne Grund:
Die Landschaft ist geprägt von kleineren Wälder mit vielen Bäumen.
Nach ca. 60 km ändert sich die Landschaft. Es dominiert Gras, vereinzelt ist es mit Büschen durchsetzt.
Ein einzelner Radfahrer, vermutlich ein Europäer, radelt Richtung Nata. Er ist gut mit Packtaschen etc ausgestattet. Im Gegensatz zu Namibia sind uns bisher noch keine Fußgänger begegnet. Um Pandamatenga.herum wird Landwirtschaft betrieben.
Sorghumfeld
in / um Pandamatenga
Der Verkehr hat inzwischen nachgelassen. Die Straße hat einige Schlaglöcher. Da wir bisher an keinem Rastplatz vorbeigekommen sind, machen wir am Straßenrand Pause und essen. Auf der Weiterfahrt folgen mehrere Rastplätze. 🤪
An der Veterinärkontrolle sind vier Autos vor uns, aber schnell sind wir an der Reihe: wir müssen unsere Schuhe desinfizieren, der Kühlschrank und der Innenraum werden inspiziert –sogar die Schlafsäcke. Abschließend fahren wir durch die Desinfektionsbrühe.
Auch jetzt kreuzen des Öfteren Tiere die Straße:
Bei der Reiseplanung hatte ich einen Besuch des Nata Bird Sanctuarys ins Auge gefasst. Da es schon fast 14:00 h ist, und es somit stressig werden könnte, unsere nächste Campsite noch bei Tageslicht zu erreichen, entschließe ich mich schweren Herzens, die Stippvisite zu canceln. Wenn sich nämlich auch noch herausstellen würde, dass sich der Besuch nicht gelohnt hat, hätte ich einen murrenden Ehemann für den Rest des Tages. 😛 In Nata sieht Christian eine Frau, die einen Kuhkopf auf ihrem Kopf trägt und diesen an seinen Hörnern festhält. Der Anblick scheint auch hier nicht alltäglich zu sein, denn Christian bemerkt entsprechende Blicke der Passanten.
vor Nata
Während die Straße nach Nata gut war, ist die Straße nach Maun wesentlich schlechter: viele Schlaglöcher.
Pan
Angeblich bekommen wir die letzte Campingsite auf dem Gelände des Planet Baobab. Nachdem wir unser Auto für die Nacht hingestellt haben, sehen wir uns in der Anlage etwas um. Die Baobab-Bäume gefallen uns sehr.
Wir nehmen ein kurzes Bad im Pool und lassen uns einen zeitigen Sundowner schmecken. Auf unsere Nachfrage an der Rezeption bekommen wir die Auskunft, dass der Makgadikgadi Park aufgrund der vergangenen Regenfälle nicht befahrbar sei. 🤨
Zurück auf der Campsite stellen wir schon mal das Zelt auf, essen und betreiben Körperpflege. 😉 Obwohl ich nicht gern auf Englisch telefoniere, rufe ich beim Tiaans Camp an, um mich zu vergewissern, ob Makgadikgadi zur Zeit tatsächlich nicht zu besuchen sei. Von Tiaan höre ich das Gegenteil. Leider wird die Verbindung mittendrin unterbrochen, weil das Guthaben auf unser Telefonkarte verbraucht ist. Wir beschließen, uns vor Ort anzusehen, wer Recht hat.
Nach Sonnenuntergang kühlt es sich schnell ab. Wir bewundern die Baobabs im Laternenschein und kommen an der Bar mit einem Pärchen aus Südafrika (er ist gebürtiger Schweizer) nett ins Gespräch. Im Vergleich mit den letzten Tagen fallen wir spät ins Bett.
Hallo Chrissie, bei dem ersten Vogel müßte es sich um einen Black-collared Barbet handeln (Halsbandbartvogel) - um das Foto beneide ich Dich glühend!!! Gruß F von CuF
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200625. Okt. 2015 · #84
02.05. Makgadikgadi NP Einige der Campingnachbarn sind länger aufgeblieben, wir hören sie noch eine ganze Weile quatschen. Auch den Straßenlärm nehmen wir gedämpft wahr. Irgendwann in der Nacht hören wir aufgeregte Hühnern gackern und einen Esel „iahen“.
Trotzdem sind wir früh auf den Beinen, aber bis wir loskommen, dauert es natürlich wieder, nicht zuletzt auch, weil ich unbedingt noch ein paar Fotos von den herrlichen Baobabs knipsen möchte. 😗
unterwegs zum Makgadikgadi NP
Irritiert stehen wir um 8:30 h vor dem verschlossenen Gate des Nationalparkeinganges, obwohl es ab 6:00 Uhr geöffnet sein müsste. Wir schauen uns ratlos an, hoffen, dass noch jemand kommt, aber es passiert nichts. Nach einer Weile rührt sich doch was bei den Hütten, die vermutlich für die Parkmitarbeiter sind. Wir sprechen einen Mann an, der uns sagt, dass die Kette nicht verschlossen ist und wir somit durchfahren können, peinlich. 😊 Im Gebäude jenseits des Gates müssen wir uns registrieren, aber gezahlt wird beim Office an der Fähre.
Bevor Christian sich der Herausforderung der sandigen Strecke stellt, frühstücken wir noch. Hier ist der Sand viel tiefer als auf unseren bisherigen Pisten – bloß nicht anhalten ist Christians oberster Gedanke. Das ist allerdings kontraproduktiv, wenn man Tiere beobachten und sogar fotografieren will. Aber die Tiere haben sich wohl weitestgehend darauf eingestellt, denn der Anfang gestaltet sich mager: Weißbürzelsinghabicht, Gabelracke, öfter Elefantenkacke
Wir bedauern, dass eine Riesentrappe von uns aufgescheucht wird und über uns hinweg fliegt, wissen wir doch, wieviel Energie sie dieses Flugmanöver kostet. Gleichwohl ist es ein beeindruckendes Erlebnis, diesen schweren Vogel fliegen zu sehen. Nach einiger Zeit sehen wir einen Elefanten sowie Impalas.
Da unsere Blasen sich bemerkbar machen, testen wir die Sanitäranlagen vom Khumaga Campingplatz. Die Anlage wirkt gepflegt, der Sanitärbereich ist sauber und sogar mit Toilettenpapier und Seife ausgestattet (bei Preisen von ca. 50 US-$/N sollte man das voraussetzen können, aber wir haben es auch anders erlebt). Hier könnte es uns gefallen.
Bis zum Fähre begleiten uns Rotbauchwürger und Tokos.
Wir bezahlen die Eintrittsgebühren (insgesamt 290 Pula) und checken die Fähre, da wir im Vorfeld etwas Bedenken hatten, ob wir (ok, da kam für mich von Anfang an nur Christian in Frage 🤪 ) uns die Auffahrt auf die Fähre zutrauen.
Ich bin zuversichtlich, dass er das hinbekommt und will daher zu den Hippopools zurückfahren. Das stößt nicht auf Christians Gegenliebe, aber was sollen wir um 11:00 h schon auf dem Campingplatz? 😉
Das üppige Grün am Boteti River ist eine Augenweide. Das Wasser lockt neben diversen Vogelarten auch einige Kudus an.
Auf der Weiterfahrt kommt an der anderen Uferseite ein Elefant in unser Blickfeld, leider ist es hier sehr tiefsandig, so dass Christian sich nicht traut, anzuhalten. Auf dem Hauptweg laufen uns dann doch noch Elefanten vor die Linse.
Die einzigen Zebras, die wir in diesem Park sehen:
Uns kommen mehrmals Fahrzeuge entgegen. Nachdem Christian das dritte Mal die Spur verlassen hat, um dem Entgegenkommenden auszuweichen, bitte ich ihn, beim Nächsten diesen ausweichen zu lassen, da die anderen die höher motorisierten Fahrzeuge mit Offroadreifen und bestimmt auch mehr Fahrpraxis in dem hiesigen Gelände haben.
Als wir auf die Fähre warten, fährt ein Pärchen in einem Landrovervor durch den Fluss.
Uns wird ganz anders, als der Landrover schief ins Wasser eintaucht, aber er kommt gut auf der anderen Seite an. Wir nehmen lieber die Fähre.
Christian macht seine Sache gut, auch wenn er ziemlich ins Schwitzen kommt. Hier ein kurzer Clip davon:
Sorimuc362 Beiträge · seit 201326. Okt. 2015 · #85
Hallo Chrissie,
das mit dem Schloss am Gate haben wir auch so erlebt, und wenn wir nicht Uli von der Dombo Farm dabei gehabt hätten, wären wir wahrscheinlich auch erst mal verdutzt stehen geblieben. Angeblich soll das dazu dienen, dass die Einheimischen nicht ihre Rinder zum Weiden in den Nationalpark treiben - hat allerdings (bei uns zumindest) nicht funktioniert, wir haben immer mal wieder eine Rinderherde am Boteti gesehen.
Ich fand es eher schade, dass der Park dadurch so abweisend wirkte - wir haben den ganzen Tag (im September, also zur Hauptsaison!) kein anderes Touristenfahrzeug gesehen, und im Registrierungsbuch war nach uns auch niemand mehr eingetragen. Und zahlen konnten wir auch erst abends beim Ausfahren aus dem Park, da die einzige Person, die Geld annehmen darf, morgens nicht vor Ort war. Schade, aus diesem wunderschönen Park könnte man echt mehr machen... 😕
Vielen Dank für euren schönen Bericht, bin schon gespannt, wie's weiter geht! 😄
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200626. Okt. 2015 · #86
Hallo Sonja, danke für die Erläuterung über den Hintergrund des Schlosses. Vielleicht ist jedoch das Schloss mit ein Grund, warum ihr in der Hauptsaison keine anderen Touristenfahrzeuge gesehen habt. Auf der einen Seite ja schön, wenn ein Park nicht überlaufen ist, auf der anderen Seite aber auch schade, wenn dadurch Einnahmen fehlen, die dem Naturschutz und /oder der örtlichen Bevölkerung zu Gute kommen. LG Chrissie
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200628. Okt. 2015 · #87
02.05. II Kurz darauf erreichen wir das Tiaans Camp und werden von Heike empfangen. Nach dem üblichen Prozedere und etwas Smalltalk zeigt uns Heike die Aussichtsterrasse. Dann suchen wir uns eine Campsite aus: unsere Wahl fällt auf die hintere Ecke unter einem Kameldornbaum. Die Campsite verfügt über Wasser und Strom sowie eine Grillstelle, die aus Steinen besteht. Im Sanitärblock gibt es für die Frauen jeweils zwei Toiletten und Duschen. Letztere sind riesig mit Stuhl und Haken zum Ablegen.
Am Pool kommen wir mit einem Gast, dem Dialekt nach ein Schweizer, ins Gespräch. Dieses wird jedoch durch das Tröten der Elefanten, das uns drei auf die Aussichtsplattform lockt, unterbrochen. Leider ist von ihnen nicht mehr viel zu sehen.
Danach setzen wir uns mit einer Tasse Kaffee in den Schatten, untermalt vom Gesang des Kirchenchors auf dem Nachbargelände. Wunderbar! 😁 Später sind wir neugierig, was sich unterhalb der Terrasse abspielt:
Hinzu kommen zwei Pärchen, mit denen wir uns über unsere jeweiligen bisherigen Erlebnisse austauschen. Zum Sonnenuntergang kommt auch die Hauskatze vorbei. Wir sind jedoch so sehr ins Gespräch vertieft, dass ich den Sonnenuntergang nicht fotografiere. 😗
Da der Vollmond scheint, müssen wir nicht im Dunklen zurück gehen.
Heute wird wieder gegrillt. Von den Nachbargrundstücken ist Hundegebell zu hören, und anscheinend ist der Samstagabend für die Nachbarn Grund zu feiern. Tageskilometer: 143 ÜN: Tiaans Camp
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200631. Okt. 2015 · #88
03.05. Tiaans Camp – Moremi WR Die Nacht ist diesmal nicht erholsam: der Hund von nebenan bellt mitten in der Nacht sehr lange, Esel iahen und dazu läuten Kuhglocken. Gegen 5:30 h sind wir dann endgültig wach und stehen auf. Es sind knapp 13°C. Der Kühlschrank und die Beleuchtung funktionieren nicht. Wenn wir weiterfahren, wird sich die Batterie doch hoffentlich wieder aufladen… 😕 Von der Aussichtsterrasse lohnt sich kein Foto. 🙁 Wir bezahlen bei Heike und holen uns noch Castle und Savannah, weil heute Sonntag ist und wir somit keinen Alkohol in Maun bekommen werden. Die Straße nach Maun ist sehr holprig. Ganz schlimm ist die Kreuzung in Motopi- nur Schlaglöcher.
Wir passieren einen Veterinärzaun, es werden aber nur diejenigen kontrolliert, die aus der Gegenrichtung kommen. In Maun tanken wir, und ich kaufe in der NGami Shoppingmall bei Safari-Spar ein: hier ist die Auswahl besser als in dem kleinen Spar bei der Tankstelle. Ich bekomme bis auf Gemsquash und Kürbis alles, was auf unserem Einkaufszettel steht. Christian wirft in der Zwischenzeit meine Postkarten in den Briefkasten (leider sind nicht alle angekommen). Er wird von Souvenirverkäufern angesprochen, aber sie nehmen sofort Abstand, als er sagt, dass kein Interesse besteht. 🙂
Um 10:20 h fahren wir Richtung Moremi. Beinahe überfährt Christian ein Chamäleon, sieht es aber noch rechtzeitig, um es zu umkurven. Für ein Foto ist es jedoch zu spät zum Anhalten. Wir kaufen zwei Bündel Holz für je zehn Pula. Der Verkäufer bringt das Holz sogar noch zum Auto. Ich frage, ob ich ihn mit seinen Kindern fotografieren darf.
Als wir wieder im Auto sitzen, ärgern wir uns, dass wir ihm nicht noch ein T-Shirt von Christian gegeben haben, denn sein Hemd ist zerrissen. Vielleicht treffen wir ihm noch einmal auf dem Rückweg, dann können wir ihm auch die Arbeitshandschuhe geben, die er beim Holz hacken gut gebrauchen kann.
Rinder weiden entlang der Straße. Teilweise prägen Palmen das Bild ansonsten Laubbäume. Hinter Shorobe haben wir fortan Wellblechpiste unter den Rädern. Nachdem wir den Abzweig zum South Gate passiert haben, wird die Fahrbahn noch schlechter. Wir halten am Community Camp (Kazikinii) an und fragen nach den Preisen. 50 US-$ sind uns dann doch etwas zu viel. Auf der Weiterfahrt entdecken wir Zebras. Impalas, Schmetterlinge, Tokos, viele Termitenhügel und blühende Heckenrosen. Am South Gate ist die Angestellte sehr nett und erzählt uns eine Menge.
Unsere Campsite 1 liegt zwar nah am Sanitärblock (es gibt kein Klopapier), aber die Umgebung nicht schön. In Sichtweite liegt der Müllplatz. Hinter uns sind die Häuser der Angestellten.
Wir stärken uns. Grautokos, Mangusten und treesquirrels wuseln auf dem Campingplatz herum.
Nach dem Essen checkt Christian, warum der Kühlschrank nicht mehr funktioniert. Er kommt zu dem Schluss, dass die Sicherung durchgebrannt ist. Wo sollen wir jetzt eine Sicherung her bekommen? Wir fahren zum Gate. Dort kann man uns nicht weiterhelfen. Wir sprechen einen Ausreisenden an, aber er hat auch keine Sicherung dabei. Draußen hält ein Ranger, den wir fragen. Er hat tatsächlich die passende Sicherung. Das Trinkgeld lehnt er ab, aber wir bestehen darauf, dass er es annimmt. Leider funktioniert der Kühlschrank trotzdem nicht. Christian kontrolliert noch die Kabel, aber er findet den Fehler nicht. 😮 Nachdem wir uns frisch gemacht haben, genießen wir die Ruhe (wir sind alleine auf dem Campingplatz) bei einer Tasse Kaffee, bevor wir uns auf den ersten Gamedrive im Moremi begeben.
Eine Frage zu Tiaans Camp, wir wollten dort nämlich vor einem Jahr schon hin, war aber zu der Zeit noch nicht ganz fertiggestellt. Habt Ihr Euch die Unterkünfte bzw. die Bungalows angesehen? Wie sind die? (Lage, Blick über den Boteti, Einrichtung ...)
Vielleicht kannst Du eine kurze Info zu den Unterkünften geben.
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200602. Nov. 2015 · #90
Wir haben uns die Unterkünfte nicht selbst angesehen. Von den anderen Gästen haben wir gehört, dass sie klein, aber fein sind. Auf deren Homepage wird der Eindruck bestätigt, aber die Seite kennst du ja sicher selbst. Inwieweit sie Blick über den Boteti bieten, kann ich nicht sicher sagen. Aus meiner Erinnerung heraus würde ich es eher verneinen. LG Chrissie
wir wollen auf unserer 2. Namibia-Reise auch in den Caprivi und nach Botswana, insofern kommt dein schöner Bericht für uns genau zur rechten Zeit 🙂 Dazu ist er. mit wunderschönen Fotos garniert, vor allem die Vogelwelt hast du mir sehr nahegebracht 🙂
Ich weiß, wieviel Arbeit ein solcher Reisebericht macht (kämpfe selber mit mir, ob ich mir das antun soll), umso dankbarer bin ich, daß du dich dazu bereitgefunden hast.
Liebe Grüße Isa
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200604. Nov. 2015 · #92
Gespannt starten wir unseren ersten Gamedrive im Moremi WR. Das Gras steht sehr hoch, was die Sichtungen erschwert.
Am ersten Wasserloch haben wir Elefantenglück und ein Hippo schwimmt auch drin:
Unser Highlight für heute ist eine Giraffe mit ihrem Nachwuchs.
Auf dem Rückweg sehen wir noch eine Elefantenfamilie:
Kurz nach 17:30 h sind wir zurück am South Gate. Drei weitere Stellplätze sind besetzt. Wir stellen fest, dass uns jemand die Grillkohle geklaut hat, die wir auf den Tisch gestellt hatten. Nachdem wir erst die Nachbarn bzw. die Angestellten in Verdacht hatten, kommen wir zu dem Schluss, dass es vielleicht doch Affen waren, da noch einzelne Kohlestücke herumliegen. 😕 Christian zündet den Grill an. Es ist – auch abseits des Feuers- angenehm warm, weit über 20 ° C. Um 19:00 h hören wir Hyänen heulen. Nach dem Essen treffe ich bei den Sanitäranlagen auf eine junge Frau, die mir erzählt, dass das andere Toilettenhäuschen zwar näher an ihrem Zelt sei, aber nachdem sie dort ein Tier mit hellen Augen gesehen habe, sei sie lieber hier her gekommen. Ich versuche sie zu beruhigen, dass nach meinem Kenntnisstand Tiere mit gelben Augen in der Regel harmlose Tiere wie Antilopen sind. Das Tier mit den hellen Augen sollten wir am nächsten Abend kennen lernen. 🤩 Die Nachbarn unterhalten sich noch eine ganze Weile laut, während wir schon im Bett liegen. Daneben hören wir immer noch das Geheul der Hyänen. In der Nacht liegen wir eine Weile wach und sehen zwei Hyänen ums Zelt schleichen. Dazu blöken Impalas weit entfernt. Auch die Vögel, vermutlich Frankoline, geben ihren Senf dazu. Tageskilometer: 267 ÜN: South Gate, Campsite 1
Hallo Chrissie, ich bin irgendwann mit auf den Nissan gesprungen und lese nun eifrig und gerne mit, zumal ich 2014 mit meiner Frau eine ähnliche Tour gefahren bin s. Thread "VicFalls in 26 Tagen", wo mir viele Formis geholfen haben, diese Reise zu machen, durch zahlreiche Tipps und Anregungen. Auch bei Eurem Bericht wächst nicht nur der Africa-Virus, sondern auch die Planung funktioniert schneller für 2016. Viele Anregungen habe ich schon übernommen. Danke für die Informationen bisher, für die tollen Fotos und den lesenswerten RB. Ich freue mich auf die Fortsetzung, auch hoffe ich, dass ihr über einen weiteren Mitfahrer nicht böse seid.... LG Gerd (Southafrican)
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Nov. 2015 · #94
Hallo Gerd, willkommen an Bord. Es freut mich, dass mein RB dir nicht nur gefällt sondern auch Anregungen für die eigene Reise liefert.
Southafrican schrieb: Ich freue mich auf die Fortsetzung, auch hoffe ich, dass ihr über einen weiteren Mitfahrer nicht böse seid.... (Southafrican)
Solange du dich nicht über unsere Vorräte her machst 😉 LG Chrissie
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200609. Nov. 2015 · #95
04.05. Moremi WR Die Hyänen haben in der Nacht den Wasserkanister, den wir vor dem Auto stehen haben lassen, verschleppt und zerkaut. 😐 Es sind 15°C. Wir trinken die obligatorische Tasse Kaffee bzw. Tee, waschen ab und klappen das Zelt ein, dann geht es los. Ein erstes kleines Highlight sind eine Gruppe Elefanten. Leider herrscht Gegenlicht und sie laufen von uns weg, somit verzichte ich auf Fotos. Auch beim ersten Wasserloch, an dem sich Impalas und ein Hippo aufhalten, kommt die Kamera wegen der ungünstigen Lichtverhältnisse nicht zum Einsatz. 🙁 Ein brauner Greifvogel sitzt in einem toten Baum. Identifizierungsversuche unsererseits zwecklos. 😗
Wir stoppen an der Gwara Pan: ihren Namensgeber, den Pelikan, entdecken wir nicht, nur Impalas, Marabus und einen Geier.
Am Mokutshomo (Jackalberry) Picknickplatz frühstücken wir ausgiebig und fahren anschließend zu den Blackpools.
Zwei Impalaböcke hauen ab. Ein Schreiseeadler sitzt im Baum, daneben sind Waffenkiebitze, Hagedash-Ibisse, Glanzstare, Nil- und Sporengänse anwesend. Gut getarnt liegen drei Hippos im seichten Wasser.
Auf einem Termitenhügel sitzt ein Marabu. In der Ferne sind Giraffen. Christian erspäht drei Hornraben und ich einen Kampfadler.
Der Hippopool trägt seinen Namen zu Recht.
An Land liegt ein Krokodil, trotz der Größe nehmen wir es erst beim zweiten Blick wahr.
Christian entdeckt einen großen Waran im Baum, ihn zu fotografieren gestaltet sich schwierig.
Wir fahren kurz zum Letlhaka Viewpoint, aber da das Gestrüpp so hoch ist, drehen wir um, ohne den Viewpoint gesehen zu haben. 😣
Es geht wieder RIchtung Campsite zurück.
Wir beobachten einen Elefanten beim Schlammbad.
Wir treffen vermutlich auf die Giraffe mit Kind von gestern sowie auf eins der wenigen Zebras (die wir sehen 😄 ):
Noch einmal ein Eli, dann sind wir zurück am South Gate CP.
Unser Holz, das wir auf dem Tisch liegen gelassen haben, fehlt. Die Affen scheiden wohl als Diebe aus. 😈 Ich kühle mich unter der Dusche ab, bei 32 ° C ein Luxus, den man zu schätzen weiß. 🙂 Christian räumt in der Zwischenzeit den Kühlschrank, der fürchterlich stinkt, aus und säubert ihn. Anschließend hat er sich auch eine Abkühlung verdient. 😛
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200610. Nov. 2015 · #97
THBiker schrieb:Hallo Chrissie,
ich glaube euer "Kampfadler" ist ein Schwarzbrust-Schlangenadler 😗 ich hoffe ihr seid jetzt nicht enttäuscht 😉
Nö, im Gegenteil, einen Schwarzbrust-Schlangenadler hatten wir noch nicht so oft. 😁 Das kommt davon, wenn man meint: schwarzer Kopf und weiße Brust kenne ich schon und als Kampfadler eingruppiert und nicht bemerkt, dass die Brust nicht gepunktet ist. 😊 Danke für die Klarstellung. Außerdem ein Beweis, dass der Bericht gelesen wird. 😄 LG Chrissie
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200612. Nov. 2015 · #98
04.05. II Als wir später noch mal zum Gamedrive starten, bekommen wir einen Schreck, als das Auto selbst im Leerlauf sehr hochtourig fährt. 😮 Anscheinend ist Christian an einen Schalter gekommen: „heat“ . Als er ihn ausmacht, scheint es wieder normal zu sein. Uns begegnen mehrere Impalagruppen und eine Horde Warzenschweine. Ich mache zwei Riesentrappen im dichten Gras aus. Christian muss dazu wieder ein Stück zurücksetzen, dennoch ist es schwer, ein ordentliches Foto zu machen.
Unser Ziel ist erneut der Hippopool.
auf dem Weg dorthin
Das Licht auf dem Rückweg ist stimmungsvoll.
Ich entdecke noch ein Kudu, aber ehe Christian zurücksetzen kann, ist es schon wieder im Busch verschwunden. Außerdem schrecken wir eine kleine Trappe auf, ihrem "Meckern" nach eine Gackeltrappe.
Die Elefanten drehen uns leider den Rücken zu.
Wie es aussieht, sind noch drei weitere Campsites besetzt. Da der Kühlschrank kaputt ist, müssen wir mit warmen Hunters vorlieb nehmen. 😠 Gut, dass wir kein Fleisch in Maun gekauft haben. Wir vergessen beinahe das Chakalaka im Topf auf dem Gasbrenner, so retten wir noch, was zu retten ist. 😗 Dazu gibt es Süßkartoffeln, Kartoffeln und noch etwas Zucchini -also Diätessen in Christian Augen 🤪 . Der Generator vom Angestelltencamp läuft noch, dennoch hören wir das Heulen der Hyänen. Nachdem wir gegessen haben, sieht Christian unter dem Auto gelbe Augen leuchten: ein Honigdachs nähert sich uns ohne Furcht. Wir dagegen haben Respekt vor ihm und stellen uns auf die steinernen Bänke 😄 . Christian versucht vergeblich ihn zu vertreiben, indem er Wasser auf ihn schüttet. Aber der Honigdachs macht sich nicht draus, im Gegenteil: er schleckt es ganz ruhig auf, bevor er verschwindet. Ich mache ein paar Fotos, aber eine anständige Aufnahme gelingt mir nicht: aufgrund der Lichtverhältnisse braucht der Auslöser zu lange und der honeybadger hält nicht still. Dann versagt auch noch die Batterie. 😈
Wir spüren, dass die Nacht kalt wird. Die Luft ist schnell abgekühlt. Auf Christian Drängen ziehen wir uns früh ins Zelt zurück. Tageskilometer: 95 ÜN: South Gate
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200621. Nov. 2015 · #99
05.05. Moremi WR ( - Ghanzi) Die Nacht ist ganz nach meinem Geschmack: Christian weckt mich, weil er Elefanten hört. Kurz darauf laufen drei Elefanten, darunter ein junger, an unserem Zelt vorbei. Gut, dass Vollmond ist, so sehen wir etwas. Vereinzelt tröten die Elefanten. Es knistert und knirscht im Busch. In den Morgenstunden hören wir auch Löwengebrüll. Erst weit entfernt, dann näher kommend. Als ich im Morgengrauen auf Toilette muss, hört Christian etwas um die Autos schleichen und als er durch das Zeltfenster späht, sieht er eine Hyäne am Auto vorbeilaufen. So muss ich mich noch etwas gedulden. 🤩 Der Wind weht kühl durchs Zelt. Es sind nur 12 ° C. Unsere Hände sind eiskalt, als wir das Zelt abbauen. Wir wollen noch einen letzten Gamedrive machen, bevor wir Moremi verlassen. Wir kommen nicht weit, denn an Campsite Nummer sieben stehen mehrere -auch kleine- Elefanten beim Frühstück.
Wir beobachten, wie die Blätter von den Zweigen abgerissen werden. Die Luft ist wieder sehr würzig. Dazu zwitschern Vögel – eine wundervolle Atmosphäre.
Nach einer Weile reißen wir uns von ihrem Anblick los, gespannt, was uns noch erwartet.
Ein Swainsons-Frankolin macht sich lautstark bemerkbar - ok, nehme ich dich auch mal auf 😉
Da uns der Picknickplatz gestern nicht besonders gefallen hat, ziehen wir es heute vor, an den Hippo Pools in Gesellschaft mit vielen tierischen Anrainern (u. a. Riedböcken, Waffenkiebitzen, Schreiseeadlern, african jacanas, Staren) zu frühstücken.
juveniler Glossy Ibis? 😕
Im Umfeld der Gwara Pan sind einige Termitenhügel.
Für dieses Foto kam die volle Brennweite zum Einsatz 😄
Leierantilope
Obwohl das Foto etwas schief geworden ist, zeige ich es, da es einen guten Einblick in die typische Landschaft des Black Pool-Gebiets gewährt.
Gar nicht so einfach, Steinantilopen (steenbok) zu fotografieren. Meist sind sie zu schnell wieder im Gebüsch verschwunden.
Abgesehen davon, dass eine Durchfahrt sicher nicht allzu schlimm wäre, aber wie manche wahrscheinlich schon erkannt haben, gibt es seitlich eine Umfahrung. Nachdem wir noch einen kurzen Boxenstopp am ablution block eingelegt haben, verlassen wir wehmütig Moremi.
chrissieThemenstarter2'460 Beiträge · seit 200623. Nov. 2015 · #100
Fazit Moremi Unsere Erwartungshaltung war aufgrund unserer Erfahrungen im September 2008 mal wieder sehr hoch, obwohl wir wussten, dass wir dieses Mal nicht zur Trockenzeit reisen und nicht am Khwai River sein würden.
Wenn das Fazit nur von der „Katzenausbeute“ abhinge, würde es schlecht ausfallen, denn wir haben diesbezüglich kein Glück gehabt 🙁 . Dennoch sind wir –gerade auch mit etwas zeitlichem Abstand- sehr zufrieden, denn besonders die (abendlichen) Erlebnisse auf dem Campingplatz waren ganz nach unserem Geschmack. Weniger schön war, dass sich jemand an unserer Grillkohle und Feuerholz „bedient“ hat. Jetzt sind wir um eine Erfahrung reicher – tagsüber nicht auf dem Campsite liegen lassen. 😐