arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201413. März 2015 · #1
Liebe Namibia-Freunde,
ich bin jetzt zum dritten Mal im Lande und wieder - wie letztes Jahr - mit dem Fahrrad unterwegs. Diesmal ganze 7 Wochen, bin etwas herumgekommen und ich habe viel Schönes erlebt, viele liebe Menschen kennen gelernt bzw. wieder getroffen. Allein zwei Wochen verbrachte ich in Otjimbingwe (frühere Landeshauptstadt) wo mein Zelt auf dem Gelände des Friedenheim-Hostel stand und ich mit 7 Erwachsenen und 84 Kindern zusammen lebte. Einen großen Reisebericht schreibe ich diesmal aber erst hinterher (dann hier zu finden: http://arche-foto.com/leseproben.html).
Leider bleiben dieses Mal auch unangenehme Erfahrungen nicht aus. Diese mitzuteilen soll anderen helfen möglichst ähnliches zu vermeiden. Hier mein erstes negatives Erlebnis (von 3):
1.: Am 24. Februar war ich auf dem Campingplatz im von der Regierung betriebenen Waterberg Plateau Park erst allein mit meinem Zelt, später kam noch ein deutsches Päärchen dazu. Früh gegen 2.oo Uhr werde ich wach und merke wie jemand von außen das Zelt durchwühlt. Ich schreie den Mann an worauf er flüchtet. Weggegommen ist offensichtlich nichts, allerdings ist bei dem Diebstahlversuch das Zelt mächtig zerschnitten worden: Außenzelt, Innenzelt sowie der Boden.
Nächsten Morgen an der Rezeption hat das allerdings niemanden interessiert. Einer der vielen Sicherheitsleute meinte noch die Spuren würden zur Hauptstrasse führen...
Schon eigenartig daß ausgerechnet dort sowas passiert: dieser Park ist nicht gerade preiswert (die verlangen schon 80 NamDollar Eintritt und man fragt sich wofür?), wird mir einem sehr großen Personalaufwand betrieben, das Angebot des kleinen Ladens ist äußerst bescheiden, und der Campingplatz ist etwas heruntergekommen (Sanitäreinrichtungen aber OK). Allerdings macht dann der obere Teil mit Restaurant und lodges einen besseren Eindruck - soweit ich das im Vorbeigehen gesehen habe.
Reisenden empfehle ich daher eher die von Joachim Rust privat betriebene Einrichtung 8 km weiter östlich, ebenfalls direkt am Waterberg: Waterberg Plateau Lodge Auch hier gibt es neben den lodges einen guten Campground, hier fühlt man sich sicher und die Athmosphäre ist nicht so unpersönlich wie in Plateau-Park. Und preiswerter ist das ganze auch noch. Bin deshalb statt einer gleich zwei Nächte geblieben.
Abgesehen davon gibt esjetzt interessante Lehrpfade mit Infotafeln zum Geschehen vor 111 Jahren (wenn auch die Infos manchmal recht ungenau sind).
unschön - aber das Hereroland gibt es schon seit zig Jahren, mit Abschaffung der Homelands, nicht mehr.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
unschön - aber das Hereroland gibt es schon seit zig Jahren, mit Abschaffung der Homelands, nicht mehr.
Entschuldigung Christian, aber war diese Belehrung jetzt wirklich nötig? Seit der Unabhängigkeit wurden ja alle Distrikte umbenannt und trotzdem hat sich bis jetzt niemand daran gestossen, wenn hier im Forum vom Damaraland, Buschmannland, Caprivi etc. die Rede war. Mal Hand aufs Herz, hättest du Burkhart ebenfalls korrigiert, wenn er über die Region was Positives berichtet hätte?
ja, hätte ich. Ist etwas so, als würde ich von der DDR sprechen. Interessiert vielleicht auch keinen, ist aber eben nicht (mehr) korrekt. Damaraland mag ja noch in touristisch geläufige Ortsbezeichnung sein (ich nutze es auch), aber bei Hereroland, Ovamboland, Namaland (übrigens gerne auch noch als "Reservat" bezeichnet) ist das eher nicht so.
Aber wie auch immer, es ist nicht weltbewegend 🙂
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201414. März 2015 · #5
Hier folgt also der 2. Teil:
Nachdem in Okakakara ein Herero erfährt daß ich Deutscher bin bekomme ich eine ganze Menge Streß. Die Geschichte geht so:
Am 26. Februar fahre ich vom Waterberg nach Okakarara wo ich am frühen Abend eintreffe. Nach Einkauf einiger Lebensmittel – ich will mich gar nicht lange aufhalten sondern den Abend noch weiter - setze ich mich zu einigen Leuten vor den Laden. In der friedlichen Abendstimmung mache ich mit dem Handy ein paar Ton- und Filmaufnahmen. Nicht lange darauf werde ich von einem Herero angesprochen und gefragt ob ich Afrikaans spreche. Als ich erwidere: „nur ein wenig“ und die Frage nach meiner Herkunft mit „Deutscher“ beantworte wird der Mann umgehend aggressiv, wirft mir lautstark vor daß wir 80.000 Herero umgebracht und ihnen ihr Land gestohlen hätten! Kaum komme ich dazu etwas zu erwidern, erwähne nur ruhig daß niemand genaue Zahlen weiß und bekannt sei daß Samuel Maharero sowie die Söhne vom alten Kambazembi Land verkauft hätten, und er nicht alle Lügen glauben solle. Der Mann ist jedoch bereits stark erregt und schreit schnell eine Menschenmenge zusammen. Als ich einfach sitzen bleibe, er nichts weiter ausrichtet steigt er in seinen Wagen und kommt nach kurzer Zeit mit zwei Polizisten zurück die mich samt Fahrrad, begleitet von der erregten Menge, zur Polizeistation eskortieren. Beim Eintritt in die Wache prügelt der Mann auf mich ein! Anschließend sitze ich bei den Beamten hinter der Absperrung, während der Herero und die anderen davor bleiben müssen. Der Mann läßt sich nicht beruhigen, brüllt mehrfach daß er mich killen will! Später erscheinen zwei Officers die versuchen den Mann zu beruhigen, doch auch im Büro der Beamten schreit er und sein Anhang nur herum. Nach Stunden schickt man die Leute nach Hause und mir wird angeboten die Nacht in der Wache unter Polizeischutz zu verbringen.
Zum Schlafen komme ich allerdings nicht da nach Schichtwechsel die neuen Polizisten anscheinend nicht informiert sind, ständig in die mir zugewiesene Kammer poltern. Ich habe genug Zeit mir über das Erlebte Gedanken zu machen und daß es kein großer Unterschied ist vor oder hinter der Zellentür zu hocken, sende meinem Schwager eine SMS damit man zu Hause weiß was mir hier passiert... In den frühen Morgenstunden kommt es in der Wache noch einmal zu einer lauten Auseinandersetzung aus der ich schon wieder Morddrohungen heraus höre!
Zwei höhere Polizeioffiziere erscheinen 8.oo Uhr. Mit Inspektor M. Amakali und Detective Warrant Mbango von der Criminal Investigation Unit geht es in ein Büro und ich komme endlich auch dazu meine Erlebnisse vom Vorabend zu schildern. Mir wird angeboten daß man mich nach Windhoek zurück bringt, doch ich möchte der Polizei hier Arbeit und Kosten ersparen. Man könne auch den Herero solange inhaftieren bis ich sicher aus der Stadt sei. Zuletzt einigen wir uns darauf daß ich unter Polizeischutz den Ort verlasse und eine Strecke weit gefahren werde, jedoch niemanden über mein Reiseziel informieren soll. Nun fragt man ob ich etwas dagegen hätte daß man den Herero vorlädt und der Mann erscheint nach kurzer Zeit. Die Beamten sind sehr korrekt und professionell, lassen sich auch von der Gegenseite die Angelegenheit erläutern und versuchen die Sache zu entspannen. Der Herero streitet natürlich unter anderem ab auf mich eingeprügelt zu haben, doch bestätigt das der als Zeuge gerufene Polizisten zweifelsfrei. Man fragt ob ich Anzeige gegen den Mann erstatten möchte, doch darin sehe ich keinen Sinn – das kostet nur weitere Zeit, Nerven und Geld. Mir reicht wenn die ganze Angelegenheit aktenkundig ist. Am Ende der Vernehmung wirkt der Mann ganz kleinlaut, die Beamten schlagen vor daß wir einander die Hand geben. Kategorisch lehne ich ab, so leicht lasse ich die Angelegenheit dann doch nicht beilegen, zumal ich noch genug Aggression (um nicht zu sagen Haß) in den Augen des Mannes sehe, ihm nie den Rücken zudrehen möchte!
Als wir nach etwa zwei Stunden soweit fertig sind lasse ich mir noch Aktenzeichen sowie den Namen des Mannes geben der inzwischen entlassen ist: Ripanga Meroro. Bald wird der Polizeiwagen der mich aus der Stadt bringen soll bereitgestellt und gewaschen, doch dann passiert lange nichts. Da ich bald 30 Stunden nichts gegessen habe erkundige ich mich nach einem Supermarkt, laufe die Hauptstraße zum anderen Ende der Stadt. Als ich zur Polizeistation zurück komme bedeutet man mir ich könne nun losfahren. Sieht so der versprochene Polizeischutz aus? Es kann nun jeder sehen in welche Richtung ich die Stadt verlasse. Erst am Ortsausgang hält neben mit der Polizeiwagen, das Fahrrad wird hinten eingeladen wo schon zwei Frauen sitzen, ich steige dazu und werde 24 Kilometer Richtung Okondjatu gefahren, ursprünglich wollte ich in den Norden. In Okondjatu teile ich dann wie abgesprochen Inspektor Amakali telefonisch mit daß ich sicher angekommen bin.
Bild 1: der Herero Ripanga Meroro vor dem Laden wo alles begann Bild 2: Okakarara, "Schutzhaft" in der Polizeistation Bild 3: am nächsten Morgen zwischen Inspektor M. Amakali (re.) und Herrn Morenga (sein Groß-Großvater war der bekannte Führer der "Morenga-Bande")
Kaum komme ich dazu etwas zu erwidern, erwähne nur ruhig daß niemand genaue Zahlen weiß und bekannt sei daß Samuel Maharero sowie die Söhne vom alten Kambazembi Land verkauft hätten, und er nicht alle Lügen glauben solle. Der Mann ist jedoch bereits stark erregt und schreit schnell eine Menschenmenge zusammen.
Toll hast Du in dieser Situation reagiert. Wer eine Reise tut hat auch hinterher was zu erzählen. Ich an Deiner Stelle, würde die Namen und Bilder ganz schnell löschen. Die Anmerkung zu Bild 3 zeigt mir Deine Einstellung. Was hat bitte das eine mit dem anderen zu tun?
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201414. März 2015 · #7
Bild 3 ist nichts weiter als ein Gruppenfoto vor der Polizeistation daß ich ihnen später mit einem Dankeschön für die Hilfe zusenden möchte. Es entstand am nächsten Tage nachdem alle Probleme geklärt schienen und ich mich im besten Einvernehmen verabschiedete. Was für eine "Einstellung" meinst Du denn da heraus zu sehen???
_Matthias_284 Beiträge · seit 201415. März 2015 · #8
arche-foto schrieb:Was für eine "Einstellung" meinst Du denn da heraus zu sehen???
Ist das nicht aus dem Zitat offensichtlich? Natürlich war das Verhalten des Mannes nicht ok, aber anstatt ihn belehren zu wollen und Zahlen anzuzweifeln und seine Vorfahren als Lügner zu bezeichnen, hätte es vielleicht zur Entspannung beigetragen Bedauern über die Taten während der Kolonialzeit auszudrücken.
Im Forum vollständige Namen von Personen zu nennen und diese zu beschuldigen, ohne dass diese davon wissen und ohne dass diese die Gelegenheit haben ihre Version der Geschichte zu berichten geht gar nicht. Dasselbe gilt auch für die Namen der anderen Beteiligten. Noch dazu wo die Namen für alle die hier mitlesen keinerlei Mehrwert darstellen. Auch für Namibier gilt das Recht am eigenen Bild, zumindest in einem schweizer Forum und ich glaube kaum, dass du für Bild 1 die Einwilligung zur Veröffentlichung erhalten hast.
SHshanti454 Beiträge · seit 200615. März 2015 · #9
Danke burkhart fuer den bericht und das man einfach auch in der richtung mal aufpassen muss. Aber wie du aus den antworten siehst ist das typisch deutsche verhalten, den schwanz einzuziehen und sich zu ducken. Wieso sollte er sich entschuldigen? War es dabei oder liegt das schon solange zurueck wie die vernichtung der indianer durch die amis?! Armes deutsches volk, immer die suehne fuer alles fuer jahrhunderte auf sich nehmen….hauosache dann fliesst wieder geld, siehe griechenland....na ja jedem das seine
peter 081'927 Beiträge · seit 200815. März 2015 · #10
Hallo Burkhart,
Danke für den Bericht. Ich hoffe, Du kannst Deine Reise fortsetzen und kommst mit der Verarbeitung des Erlebten halbwegs klar.
schöne Grüße
Peter
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200615. März 2015 · #11
shanti schrieb:
Aber wie du aus den antworten siehst ist das typisch deutsche verhalten, den schwanz einzuziehen und sich zu ducken. Wieso sollte er sich entschuldigen?
Psychologie scheint nicht Deine grosse Stärke zu sein. Solche Situation musst Du unbedingt deeskalieren...das kann dir viel Ärger ersparen und ggf. auch dein Leben retten. Wenn der Typ völlig durchdreht die Waffe zieht oder das Messer zückt dann hast Du ein gröberes Problem ... Vergiss in solchen Situationen Deine deutsche Logik und Rechtsempfinden. Mit Belehrungen und Rechthaberei gerät die Situation -wie hier- garantiert ausser Kontrolle.... lg tom
LOLoxodonta22 Beiträge · seit 201515. März 2015 · #12
Hallo,
wenn man die Hetzer immer gewähren lässt und deutsche Linkspolitiker wie Movassat so etwas immer noch anstacheln, dann darf sich niemand wundern, wenn solche Dinge passieren. Wenn so etwas noch ein paar mal passiert, werden Bild und RTL das irgendwann groß aufgreifen und die Tourismusbranche in Namibia darf sich freuen.
_Matthias_ schrieb:Im Forum vollständige Namen von Personen zu nennen und diese zu beschuldigen, ohne dass diese davon wissen und ohne dass diese die Gelegenheit haben ihre Version der Geschichte zu berichten geht gar nicht. Dasselbe gilt auch für die Namen der anderen Beteiligten. Noch dazu wo die Namen für alle die hier mitlesen keinerlei Mehrwert darstellen. Auch für Namibier gilt das Recht am eigenen Bild, zumindest in einem schweizer Forum und ich glaube kaum, dass du für Bild 1 die Einwilligung zur Veröffentlichung erhalten hast.
Da darf man sich wohl geehrt fühlen, wenn hier im Forum Top-Juristen unterwegs sind, die solche Fälle eindeutig beurteilen können. Viele Juristen würden sich schwer damit tun, überhaupt mal das anwendbare Recht herzuleiten, wenn ein Deutscher im Internet in einem Schweizer Forum etwas über einen Namibier sagt und eine dritte Partei Vorwürfe erhebt. In Namibia ist es übrigens in den Medien üblich, bei Verdächtigungen, Unfällen uvm. die vollen Namen der Personen zu nennen. Aber in gewissen Kreisen ist es normal, die Opfer zu kritisieren und die Täter in Schutz zu nehmen.
Grüße
L.
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201215. März 2015 · #13
arche-foto schrieb:Liebe Namibia-Freunde,
ich bin jetzt zum dritten Mal im Lande und wieder - wie letztes Jahr - mit dem Fahrrad unterwegs. Diesmal ganze 7 Wochen, bin etwas herumgekommen und ich habe viel Schönes erlebt, viele liebe Menschen kennen gelernt bzw. wieder getroffen. Allein zwei Wochen verbrachte ich in Otjimbingwe (frühere Landeshauptstadt) wo mein Zelt auf dem Gelände des Friedenheim-Hostel stand und ich mit 7 Erwachsenen und 84 Kindern zusammen lebte. Einen großen Reisebericht schreibe ich diesmal aber erst hinterher (dann hier zu finden: http://arche-foto.com/leseproben.html).
Leider bleiben dieses Mal auch unangenehme Erfahrungen nicht aus. Diese mitzuteilen soll anderen helfen möglichst ähnliches zu vermeiden. Hier mein erstes negatives Erlebnis (von 3):
1.: Am 24. Februar war ich auf dem Campingplatz im von der Regierung betriebenen Waterberg Plateau Park erst allein mit meinem Zelt, später kam noch ein deutsches Päärchen dazu. Früh gegen 2.oo Uhr werde ich wach und merke wie jemand von außen das Zelt durchwühlt. Ich schreie den Mann an worauf er flüchtet. Weggegommen ist offensichtlich nichts, allerdings ist bei dem Diebstahlversuch das Zelt mächtig zerschnitten worden: Außenzelt, Innenzelt sowie der Boden.
Nächsten Morgen an der Rezeption hat das allerdings niemanden interessiert. Einer der vielen Sicherheitsleute meinte noch die Spuren würden zur Hauptstrasse führen...
Schon eigenartig daß ausgerechnet dort sowas passiert: dieser Park ist nicht gerade preiswert (die verlangen schon 80 NamDollar Eintritt und man fragt sich wofür?), wird mir einem sehr großen Personalaufwand betrieben, das Angebot des kleinen Ladens ist äußerst bescheiden, und der Campingplatz ist etwas heruntergekommen (Sanitäreinrichtungen aber OK). Allerdings macht dann der obere Teil mit Restaurant und lodges einen besseren Eindruck - soweit ich das im Vorbeigehen gesehen habe.
Reisenden empfehle ich daher eher die von Joachim Rust privat betriebene Einrichtung 8 km weiter östlich, ebenfalls direkt am Waterberg: Waterberg Plateau Lodge Auch hier gibt es neben den lodges einen guten Campground, hier fühlt man sich sicher und die Athmosphäre ist nicht so unpersönlich wie in Plateau-Park. Und preiswerter ist das ganze auch noch. Bin deshalb statt einer gleich zwei Nächte geblieben.
Abgesehen davon gibt esjetzt interessante Lehrpfade mit Infotafeln zum Geschehen vor 111 Jahren (wenn auch die Infos manchmal recht ungenau sind).
bis zum 2. Teil dieser Serie -
beste Grüße - von Burkhart
Danke Burkhart, Du hast Dich völlig richtig und korrekt verhalten. Diesen Bericht solltest Du an das Präsidium des deutschen Bundestages schicken mit Dank an die Abgeortneten der Partei Die Linke (jene arabisch-Äbstämmler - mit Migrationshintergrund) für ihre systematische jahrelange Aufwiegelei und Hetze gegen die Deutschen bei den Herero. Dieses wird aus dem deutschen Bundestag heraus und mit dessen Resourcen und Steuergeldern betrieben!
Störe Dich ansonsten nicht am Bildrechtgequatsche und versuchter Massregelei. Einige betreiben das schon fast krankhaft weil ihnen anscheinend nichts mehr einfällt was sie ansonsten noch schreiben könnten.
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201215. März 2015 · #14
@ Matthias Sorry, aber selten solche Absurditäten gelesen. Die Herero haben 1904 einen Krieg begonnen weil der Gouverneur ihnen die laufenden Überfälle auf und Viehdiebstähle bei den Damara untersagt hatten. Die Häuptlinge haben sich schon vorher ins Betschuanaland feige abgesetzt und ihr Volk in den Krieg geschickt. Dass sie dann eine auf den Sack bekommen haben nach vielfachen Morden an deutschen Frauen und Kindern, und sogar die Kirche in Okahandja beschossen haben, wo Frauen und Kinder Zuflucht suchten, da gibt es absolut nichts zu bedauern. Man sollte mal endlich aufhören mit der sinnfreien Geschichtsklitterei. Das ist ja ekelhaft. Zum anderen scheinst Du auch nicht begriffen zu haben dass Namibia ein anderes Rechtssystem als Deine Heimat hat (falls Du weisst was das ist) und auch Namensnennungen oder Bilder anders gehandhabt werden. Ich hoffe Du verstehst das?
bist Du dieser "obskure" Fall? Ich meine dazu war auch was im Republikein und in der AZ?!
"Am Waterberg ist auf dem Campingplatz von Namibia Wildlife Resorts (NWR) ein deutscher Journalist in seinem Zelt überfallen worden. Wie der Mann gegenüber dem benachbarten privaten Naturreservat Waterberg Wilderness mitteilte, habe er den Mann abgewehrt und verprügelt. Auf Facebook hieß es dagegen, der Journalist sei in Okakarara von Herero mit Hinweis auf den Völkermord in der Kolonialzeit angegriffen worden und habe sich nur mit Mühe in die Polizeiwache retten können." (Hitradio Namibia)
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Ich dachte auch beim Lesen: dies ist nun die dritte Version der Geschichte die ich zu lesen bekomme. Welche nun wirklich stimmt, lässt sich im Nachhinein wohl nicht mehr feststellen. Für mich steht nur fest, dass sich der Journalist in dieser Version der Geschichte um die es hier geht auf eine Weise verhalten hat, die man durchaus als provokativ bezeichnen kann, wenn man die Voraussetzungen betrachtet (ich geh jetzt der Einfachheit halber davon aus, dass der Vorfall sich genauso ereignet hat wie hier beschrieben). Da ist ein Mensch, der weder das Wissen, noch die europäische Ausbildung des Deutschen hat und somit eine ganz andere Sicht der Dinge besitzt. Er ist aus nicht genannten Gründen aggressiv, und beschimpft den Deutschen. Anstatt nun, wie schon Tom geschrieben hat, das eigene Ego mal hintenan zu stellen und aus Gründen der Deeskalation ein bisschen Diplomatie anzuwenden (ganz nebenbei würde der Mann dabei eventuell lernen, dass es auch nette Deutsche gibt), wird dem Mann das gesammelte Wissen um die Ohren geschlagen mit einer Rechthaberei, die zwar menschlich nachvollziehbar, aber eben nicht immer zielführend ist. Es geht überhaupt nicht darum, dass man als Deutscher immerzu die Rolle der reuigen Schuldigen einnehmen sollte. Es geht darum, dass man in diesem Fall gut die eigene Überlegenheit mal runterschlucken hätte können, ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen. Man hätte dem Mann zuhören können ohne ihm zuzustimmen. Man hätte ihm versichern können, dass man durchaus sehen kann, dass er ein Problem hat mit den Deutschen, und dass man verstehen könnte dass er traurig und wütend ist weil Leute seines Volkes gestorben sind. Dass man es aber schade findet wenn man deshalb auch heute noch Feinde sein soll, wo es doch viel schöner wäre, wenn man sich verstünde. Da ist keinerlei Schuldeingeständnis drin. Keine falsche Reue über etwas, das man selber nicht getan hat. Keine Zustimmung, dass die Ereignisse wirklich so statt gefunden haben, wie der Mann meint. Aber auch keine Rechthaberei und keine Überheblichkeit und auch keine Belehrung - statt dessen Verständnis und Respekt für die Gefühle des Mannes, denn der hat jedes Recht der Welt auf seine eigenen Gefühle, so sehr wir auch die Gründe dafür nicht nachvollziehen können.
Ich jedenfalls hatte in über acht Jahren noch keine Begegnung dieser Art. Und das, obwohl ich hier mehr als in D zu meinem Deutschsein stehe.
_Matthias_284 Beiträge · seit 201415. März 2015 · #17
shanti schrieb:Wieso sollte er sich entschuldigen?
Ich schrieb absichtlich "Bedauern ausdrücken“, nicht entschuldigen, denn in der Tat kann er nichts dafür und war nicht beteiligt, hat also überhaupt keinen Grund sich zu entschuldigen. Man kann aber trotzdem sein Mitgefühl ausdrücken und versichern, dass man das Töten von Menschen auch nicht gut findet. Und in einer Bedrohungssituation ist es generell nicht ratsam den anderen zu provozieren, wenn man das Ganze nicht eskalieren lassen will, selbst wenn man sich im Recht sieht oder sogar recht hat.
Swakop1952 schrieb:@ Matthias Sorry, aber selten solche Absurditäten gelesen. Die Herero haben 1904 einen Krieg begonnen weil der Gouverneur ihnen die laufenden Überfälle auf und Viehdiebstähle bei den Damara untersagt hatten. Die Häuptlinge haben sich schon vorher ins Betschuanaland feige abgesetzt und ihr Volk in den Krieg geschickt. Dass sie dann eine auf den Sack bekommen haben nach vielfachen Morden an deutschen Frauen und Kindern, und sogar die Kirche in Okahandja beschossen haben, wo Frauen und Kinder Zuflucht suchten, da gibt es absolut nichts zu bedauern. Man sollte mal endlich aufhören mit der sinnfreien Geschichtsklitterei. Das ist ja ekelhaft. Zum anderen scheinst Du auch nicht begriffen zu haben dass Namibia ein anderes Rechtssystem als Deine Heimat hat (falls Du weisst was das ist) und auch Namensnennungen oder Bilder anders gehandhabt werden. Ich hoffe Du verstehst das?
Ich habe überhaupt nicht über die geschichtlichen Vorfälle geschrieben, sondern lediglich dazu geraten zu deeskalieren, wenn man bedroht wird. Ich erlaube mir da auch kein Urteil, ich kenne mich dazu zu wenig aus.
Wenn ich allerdings lese was du hier schreibst, dann frage ich mich schon, ob du objektiv bist.
Für mich sind deutsche Kinder weder mehr, noch weniger wert als Hererokinder und wenn in einem Krieg beide Seiten Unschuldige töten, so bedaure ich das unabhängig von deren Abstammung und wer angefangen hat. Ich bedaure auch die vielen toten Deutschen im 2.WK, obwohl Deutschland da zum Glück (ich bin froh nicht in einer nationalsozialistischen Diktatur leben zu müssen) mächtig eins auf den Sack bekommen hat.
Die Kolonialzeit, nicht nur die deutsche, ist sicherlich kein europäisches Ruhmesblatt. Auch wenn damals eine andere Sichtweise herrschte wie die heutige, und irgendwann bestimmt nochmal eine andere, so bricht man sich als Europäer doch keinen Zacken aus der Krone Verständnis zu zeigen, das Anghörige von Volksgruppen, die unter der Kolonialherschaft litten, die ehemaligen Kolonialherren kritisch sehen.
Und wegen dem "Bildrechtsgequatsche", wenn euer Bild in nem Forum auftaucht mit "ewiggestriger Deutscher träumt von der Kolonialzeit" fändet ihr das bestimmt auch super. Das Forum ist ein schweizer Forum, deswegen ist es völlig egal wie die Rechtssituation in Namibia ist. Und abgesehen von der rechtlichen Situation ist das Vorgehen für mich einfach grob unhöflich.
Loxodonta schrieb: Aber in gewissen Kreisen ist es normal, die Opfer zu kritisieren und die Täter in Schutz zu nehmen
In gewissen Kreisen ist es normal sich beide Seiten anzuhören bevor man sich ein Urteil erlaubt. Und in gewissen Kreisen hält man es für durchaus richtig, dass man aufgrund von Anschuldigungen nicht sofort sämtliche Rechte verliert.
Wie der Mann gegenüber dem benachbarten privaten Naturreservat Waterberg Wilderness mitteilte, habe er den Mann abgewehrt und verprügelt.
Von verprügeln steht im ersten Bericht aber nichts...
arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201415. März 2015 · #18
Hallo Christian,
ja - damit war ich gemeint. Das ist dann aber erst Teil 3 meines Posts hier und ich will nicht vorgreifen. Kommt in Kürze - man darf gespannt sein!!!
beste Grüße - von Burkhart
War natürlich klar daß selbsternannte Gutmenschen behaupten werden ich hätte den Mann provoziert. Dazu sage ich: es ist jedoch nicht jedermanns Sache "den Schwanz einzuziehen" und "das Maul zu halten"...
"Es gibt Leute die ihre permanente Betroffenheit wie eine Fahne vor sich hertragen..."
Wie ich schon schrob: ich habe dort gesessen und mich mit ein paar Leuten ganz friedlich unterhalten. Dann kam dieser Herero und hat sofort nachdem er meine Herkunft erfuhr auf mich eingebrüllt. Ich kam kaum dazu überhaupt etwas zu erwidern während seiner Tiraden, geschweige denn mich vorab für irgendwas zu entschuldigen bzw. Bedauern auszudrücken!
arche-fotoThemenstarter32 Beiträge · seit 201415. März 2015 · #19
Hallo Drechselschorsch,
das mit dem Brunnenvergiften und Weideabbrennen um das Verfolgen zu verhindern ist ja nur ein ganz kleiner und eher unbedeutender Aspekt im damaligen Geschehen. Das haben die Indianer ja genauso gemacht und gehört halt mit dazu.
Ich glaube mich mit den meisten Lesern hier einig zu wissen daß Kriege vermieden werden sollen. Jedoch im Hereroaufstand die Schuld einseitig und den Deutschen alle Übel anhängen zu wollen geht an der historischen Wahrheit absoltut vorbei. Man sollte halt mehr gelesen haben als Horst Drechsler und was diverse Zeitgenossen von ihm abgeschrieben haben. Und hier liegt das eigentliche Problem:
Eine gewissenlose Clique pseudolinker Kräfte in Deutschland hat es in den letzten 30 Jahren geschafft die Geschichte von Namibia weitgehend umzuschreiben. Das wird vom Ausland und ganz besonders von gewissen Kräften in Namibia dankbar angenommen. Solche Leute haben imhr Leben lang der Gemeinschaft nur Geld gekostet, nichts weiter geleistet als ein paar Jahre die Schulbank gedrückt u. auf der Uni gehockt, haben im von ihnen verhaßten kapitalistischem System wunderbar Karriere gemacht, behängen sich gegenseitig mit Doktorhüten, Professorentiteln und Bundesverdienstkreuzen und betreiben nun von sicherem Posten aus ihre absurden Ideen von "Klassenkampf". Die kriegen nichts weiter fertig als mit Dreck zu schmeißen und die Leistungen anderer kaputt zu machen. Dazu gehört natürlich den Versöhnungsprozess in Namibia zu torpedieren und die Leute aufzuhetzen.
So kommt es daß man als Reisender im Hereroland besser seine Herkunft verschweigen sollte (manche behaupten lieber sie kämen aus Österreich oder besser noch aus Frankreich!!!). So entgeht man der Gefahr womoglich von aufgebrachter Menge gelyncht zu werden...
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200715. März 2015 · #20
arche-foto schrieb: So kommt es daß man als Reisender im Hereroland besser seine Herkunft verschweigen sollte (manche behaupten lieber sie kämen aus Österreich oder besser noch aus Frankreich!!!). So entgeht man der Gefahr womoglich von aufgebrachter Menge gelyncht zu werden...
Geh bitte, jetzt übertreibst du aber ganz gewaltig. Ist ja unglaublich, von *einem* - offenbar aufgebrachten - Mann auf eine derartige Schlussfolgerung zu kommen. Man muss seine Herkunft nicht verschweigen, ich kenn' auch niemanden, der das tut. Hilfreich ist in Situationen allerdings immer, seinen Kopf einzuschalten. Mitten auf der Straße einen aufgebrachten Mann über die tatsächlich stattgefundenen Ereignisse belehren zu wollen ist wohl eher dumm, sorry.