arche-foto schrieb:
Jedoch: Getroffene Hunde bellen...
Ich sehe nur einen hier, der bellt. Fürchterlich laut und lange sogar.
Warum die Leute hier so skeptisch reagieren ist nicht, weil sie "Gutmenschen" sind, sondern weil die Art und Weise, wie du über den Vorfall berichtest, deine Wortwahl, deine Beschreibungen, die Vermutung nahe legen, dass mit dir offensichtlich nicht gut Kirschen essen ist (dieser Verdacht bestätigt sich im Verlauf des Threads mehr und mehr, leider).
Du schreibst in deinem Anfangspost, dass du diese Geschichte erzählst, damit anderen nicht ähnliches widerfährt. Damit einem nicht das gleiche passiert wie dir, muss ja eine Änderung vorgenommen werden, vorzugsweise im Verhalten des Reisenden (der Herero liest ja hier nicht mit). Da du immer noch absolut davon überzeugt bist, alles richtig gemacht zu haben, besteht deine "Hilfe" darin, vor Reisen in das "Hereroland" zu warnen. "Fahrt da alle nicht mehr hin, dann passiert euch auch nix". Der Titel des Faden suggeriert das Gleiche.
Richtig soweit?
Ich setze nun dagegen, dass es durchaus möglich ist, nicht eine Veränderung des Ortes, sondern des Verhaltens vorzunehmen und damit sogar das Verhalten des Herero zu verändern. Ich sage jetzt explizit nicht, dass du
falsch reagiert hast, ich sage dass man hätte
anders reagieren können, um die Situation zu entschärfen. Da kommt es halt immer darauf an, was man erreichen möchte. Wenn ich zB nicht viel Zeit habe und eigtl am gleichen Abend weiter fahren will, setze ich mich nicht noch hin und palaver mit den Leuten rum, und schon gar nicht lass ich mich auf eine Diskussion ein mit jemandem. der hóchstwahrscheinlich ein Glas oder zwei zuviel intus hat. Offensichtlich war dir das Rechthaben wichtiger als die Weiterfahrt, was dir niemand übel nimmt - nur dann musst du eben auch die Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen.
Kein Grund, sich angegriffen zu fühlen - du tust es aber. Und verteidigst mit einer Vehemenz dein Verhalten, als hättest du wirklich keine andere Wahl gehabt.
Dabei ist das eigene Verhalten das einzige, worauf man in der Kommunikation einen Einfluss hat, und man hat immer eine Wahl. Egal wie der andere sich verhält. Egal was der andere sagt. Nicht sein Tun und Reden ist verantwortlich für unsere Reaktion, sondern wir selber sind es. Und das hast du leider nicht begriffen.
Und so versuchst du dich zu rechtfertigen, und veränderst dabei deine Story selber, was es nicht leichter macht, dir die Art von Verständnis zu geben die du glaubst verdient zu haben. Du schreibst in deiner ersten Version, der Herero sei aggressiv geworden und hätte dir lautstark Vorwürfe gemacht. Später, als dir alternative Handlungen vorgeschlagen worden sind, behauptest du du wurdest "von Anfang an niedergeschrieen" . Das impliziert für mich aber, dass du überhaupt nicht zu Wort gekommen bist - du schreibst aber am Anfang, du hättest ihm ruhig erklärt wie es damals wirklich war (ich geh jetzt nicht mehr darauf ein, wie hilfreich solche Belehrungen in einer derartigen Situation sind).
Für mich liegt auch eine Diskrepanz zwischen deiner Aussage, du würdest gerne in Namibia leben (mit deinen braunen Freunden), und diesem hier:
arche-foto schrieb:Mal für unvoreingenommene Leute - bezüglich Verbrechen-Statistik in Namibia:
Ja was nun - war das jetzt ein Einzelfall am Waterberg, und ansonsten hast du so gute Erfahrungen gemacht dass du sogar hier leben möchtest (ich kann dich nicht hindern, wäre aber wenig begeistert davon), aber dann führst du die Leserbriefe der AZ an um zu beweisen, wie schlimm die Kriminalität hier doch sei? Wem willst du damit denn was beweisen - dass die Leute, die behaupten hier wäre alles paradiesisch und hundertprozent sicher im Unrecht sind? Ja, das sind sie, aber warum schreibst du das hier - niemand hier hat genau das behauptet. Du schiesst also mit Kanonen auf Spatzen - oder, getroffene Hunde bellen....
Was deine Glaubwürdigkeit deine Rolle in deiner Geschichte betreffend für mich am meisten erschüttert hat ist dieser Post:
arche-foto schrieb:Wer greift denn hier an bzw. beleidigt wenn ich das mal fragen darf?
Ich hatte diesen Beitrag lediglich gepostet um anderen ähnliche Erfahrungen zu ersparen...
Da hat es für mich endgültig aufgehört. Wenn du nicht mal in deinem eigenen Geschreibsel die Aussagen findest, die objektiv gesehen eine Beleidigung darstellen - wie kann man dann glauben, dass die Geschichte so passiert ist, wie du sie beschreibst?
Alles in allem ist nichts rund an dem was du hier schreibst. Da sind überall kleine Zacken, an denen man sich stösst. Widersprüchliche Aussagen. Abläufe, die man so nicht nachvollziehen kann. Warum zB hat dich der Herero erst verbal angegriffen (ich hoffe, das trifft es einigermassen), und hat dann die Polizei geholt als du ruhig und gelassen seine Aggression an dir hast abprallen lassen? Das macht doch überhaupt keinen Sinn - wer holt den schon die Polizei weil ein anderer sich nicht provozieren lässt?
Und so gibt es da immer wieder Punkte, die mich stutzen lassen. Ich nehme an, anderen geht es ebenso.
Wäre die Story flüssig, würde man sogar Verständnis dafür haben können dass du in dieser Situation so reagiert hast. Falls du wirklich angeschrien und geprügelt worden bist, heisse ich das auch nicht gut - niemand hat das Recht, jemand anderen körperlich anzugreifen ausser in Selbstverteidigung, und auch dein Verhalten sollte eigentlich keinen Grund dafür darstellen. Wenn es so war wie du sagst, seh ich also durchaus eine gewisse Schuld bei dem Herero. Als der Klügere (wenn mich jemand anschreit, weiss ich automatisch dass ich der Klügere bin) sollte man aber den Verstand walten lassen können, und nicht meinen, Nachgeben sei gleichzusetzen mit "Schwanz einziehen".
So, und nun geh ich duschen, damit ich für einen weiteren Tag in der Kriminalitätsmetropole Windhoek gerüstet bin - muss heute zum Finanzamt und zur Polizei, jerre, hoffentlich merkt keiner dass ich Deutsche bin 😛 🤪