mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200603. Sept. 2014 · #22
Hallo zusammen,
@Alex: Ja, die Elefanten waren richtig nett. Ich finde ja Elefanten eh dankbare Fotoobjekte. Gut zu fokussieren und meistens auch lang genug auf der Stelle verbleibend. 😉 Und beim Baden beobachte ich sie am liebsten. Ich finde es faszinierend, wie glücklich sie wirken, wenn sie von Wasser und Schlamm umgeben sind.
@Helsinki und Jesum: Danke! 🙂
Und natürlich auch wieder ein Danke an alle fleissigen "Danke-Button"-Drücker!
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200603. Sept. 2014 · #23
Die Affen rasen durch das Camp
02.08.2014: Rund um Shimuvini
Da ich mir vorgenommen hatte, bei Sonnenaufgang am Birdhide zu sein, kroch ich gegen kurz nach sechs aus dem gemütlich warmen Bett und stecke kurz den Kopf nach draußen, um ihn sehr schnell wieder zurückzuziehen. Es war nicht nur, wie schon erwartet, recht kühl, sondern gefühlt eiskalt. Also nichts mit ¾-Hose und sockenlos. Also schnell die Jeans und die Fleecesachen rausgekramt und dann raus an den Hide.
Nachdem außer Hippogegrunze noch nichts geboten war, flüchtete ich nach 15 min Schockfrostung wieder zurück ins Haus und wärmte mich ein bisschen auf. Nachdem die Sonne langsam ihren Weg an den Himmel gefunden hatte und die Außentemperatur von bitterkalt zu „ist doch schon gar nicht mehr sooo schlimm“ gewechselt war, stand dem Frühstück nichts mehr im Weg. Danach machte ich mich in Begleitung von Mara wieder auf zum Bird-Hide.
Giant Kingfisher (ich kann dank meinem tollen Sasol-App leider nur jeweils die englischen Bezeichnungen)
Burchell`s Coucal
Brown-hooded Kingfisher
Neben den diversen Vögeln und dem Croc tummelten sich dort auch noch mehrere schlafende Hippos und einige Wasserböcke. Ein wirklich schöner und friedlicher Anblick.
Danach entschieden wir uns dazu, eine kleine Runde auf unserer Privatstraße entlang der Flusssschleifen zu drehen. Da die Büsche dort unglaublich dicht sind, war es schwierig, Tiere zu entdecken. Entweder musste diese quasi direkt auf der Straße stehen oder wir waren auf die offenen Stellen am Fluss angewiesen. So richtig viel war dieses Mal nicht zu sehen. Die Sichtungsfee war jedenfalls vorübergehend offensichtlich anderweitig beschäftigt.
Squirrel
Baobab – Maras Lieblingsbaum in SA
Zurück im Camp machten wir Mittagspause und hatten dabei auch den ersten Affenbesuch. Allerdings waren die velvet monkeys hier noch relativ zurückhaltend und beschlossen beim Anblick unserer Steinschleuder, die wir zur Abschreckung auf den Tisch gelegt hatten, doch lieber das Weite zu suchen. Nach der Pause liefen am Zaun entlang bis zum Ende das Camps und stellten fest, dass es im Fluss vor Hippos geradezu wimmelte. Dabei konnten wir beobachten, dass auch Hippos offensichtlich gerne küssen… 😉
Auf einmal gab es in unserer Nähe ein gewaltiges Geplatschte, Wasser spritze hoch und plötzlich rasten zwei Hippos hintereinander aus dem Wasser:
Es handelte sich offensichtlich um einen Rivalitätskampf zweier Bullen. Ich hatte Hippos bislang immer für eher gemütliche, schwerfällige Tiere gehalten. Die beiden sind aber wirklich in einem Höllentempo hintereinander her über die Böschung geflitzt und dann wieder im Wasser verschwunden. Dort gab es dann noch ein paar heftige Wellen, ein bisschen Wassergespritze und dann war wieder Ruhe.
Nach dieser spannenden Showeinlage und unserer Bekanntschaft mit der Hausantilope des Camps brachen wir zu unserem Nachmittagsgamedrive auf. Wir wollten nochmals die gestrige Stelle besuchen, an der der Büffelkadaver lag.
Tja, vielleicht hätten wir das heute Morgen schon tun sollen. Außer ein paar säuberlich abgefressenen weißen Knochen war nämlich rein gar nichts mehr zu sehen. Dafür bekamen wir zum ersten Mal während unserer Reisen im KNP eine nicht komplett von Büschen verdeckte Hyäne zu Gesicht.
Es waren zwei Tiere und beide lagen schlafend einige Meter vom Straßenrand entfernt im Gebüsch. Eigentlich war von den beiden auch dieses Mal nicht viel mehr zu sehen als etwas getüpfeltes Fell. Ich hatte die Hoffnung auf ein taugliches Foto eigentlich schon fast aufgegeben, als neben uns ein Fahrzeug hielt und fragte, was wir sehen würden. Wir erklärten und das mit vier Personen besetzte Auto fuhr ein paar Meter vor. Dann stieg doch tatsächlich von der Rückbank ein Mann aus, um mit dem Smartphone ein Bild der Hyäne zu machen. Während es die eine überhaupt nicht interessierte, hob die andere plötzlich den Kopf und ich hatte mein – wenn auch von Zweigen versetztes – Bild. Mara, der wir ja eingeschärft hatten, dass man im KNP niemals einfach so aussteigen darf, war völlig fassungslos.
Zurück im Camp bereiteten wir das Abendessen zu und genossen danach noch den wunderbaren afrikanischen Sternenhimmel mit unserem obligatorischen Savanna.
Morgen geht es dann weiter nach Satara.
Fazit Shimuvini: Vom Camp her hat es uns sehr gut gefallen, wobei die Häuser für 5 Personen besser sind als die für 4, da zumindest bei einem Teil die Veranden verglast sind (Haus 1 und 3). Die vor allem abendliche Ruhe, die wir uns von einem Bushcamp erwartet hatten, ist auch so eingetreten. Im Vergleich zu Mopani, das ja einige Kilometer weiter nördlich liegt, klar die besser Wahl.
Weniger gefallen hat uns die Umgebung. Durch den extrem dichten Busch auf der Privatstrasse waren die Tiersichtungen fast auf den Fluss beschränkt und der gab bei uns außer den Sichtungen direkt am Camp nicht so wirklich viel her. Da hatten wir 2012 rund um Mopani trotz des ebenfalls sehr dichten Busches mehr Erfolg.
Susi651'127 Beiträge · seit 201104. Sept. 2014 · #25
Hallo Susanne,
mit ein bisschen Verspätung bin ich eben auch noch mit bei Euch eingestiegen. Gerade bei deinem letzten Abschnitt kommen mir doch einige Bilder/Landschaften sehr bekannt vor 🙂 . Schön mit euch im KNP unterwegs zu sein, ich bin schon sehr auf eure Sichtungen gespannt.
...musste übrigens Schmunzeln. Ich hab bisher garnicht "registriert", dass du auch einen Micha dabei hast 😄 😄 .
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200604. Sept. 2014 · #26
Hallo zusammen,
@maddy: Danke für die Vogelbestimmung. Ich habs auch gleich in der Bildunterschrift korrigiert. Der Sasol-App hat uns das Leben schon deutlich leichter gemacht, aber manchmal ist es eben nicht so wirklich eindeutig. Ich werde Dich im Laufe des Berichts bei der Bestimmung sicher noch das ein oder andere Mal brauchen. Wir sind übrigens bei unserer Fahrt vom Tembe nach Mpila in der Nähe von Sodwana vorbeigekommen und ich musste natürlich daran denken, dass Du hier irgendwo lebst... 🙂
@Susi: Ja, wir scheinen einige Gemeinsamkeiten zu haben... 🙂 Ich nehme an, bei den EP-Bildern, die nächste Woche folgen, wird Dir auch einiges bekannt vorkommen.
Susi651'127 Beiträge · seit 201104. Sept. 2014 · #27
mamba29 schrieb:@Susi: Ja, wir scheinen einige Gemeinsamkeiten zu haben... 🙂 Ich nehme an, bei den EP-Bildern, die nächste Woche folgen, wird Dir auch einiges bekannt vorkommen.
Na dann aber schnell her damit, in Kürze kann ich Dir nämlich erst einmal nicht mehr folgen 😉
Hanne6'152 Beiträge · seit 200604. Sept. 2014 · #28
hallo mamba,
uns hat Shimuwini sehr gut gefallen , weil sehr gepflegt - ruhig - ein Platz mal zwischendurch zum erholen. Tiere haben wir einige gesehen, zwar nicht in Herden, aber war o.k. Was nicht so glücklich ist, dass man immer die Privatstrasse hin-und zurückfahren muss und da hat man wirklich keinen freien Blick auf den Leteba, den hat man nur vom Camp aus. Mal sehen war Ihr noch so erlebt habt. Beste Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200604. Sept. 2014 · #29
Hallo,
@Susi: Immer dieser Stress ... 😉 Ich denke, in 16 Tagen kommen wir noch ein Stück vorwärts. Ganz bis zum Schluss wird es aber wohl nicht reichen.
@Hanne: Wenn wir Shimuwini ans Ende gelegt hätten, hätte ich es vielleicht ein bisschen anders beurteilt. So waren wir eben von den Tiersichtungsmöglichkeiten ein bisschen entäuscht. Das Camp selbst im absolut zu empfehlen. Uns hat es vor allem die Ruhe und die angenehme Atmosphäre wirklich angetan.
sooo, nun bin ich auch dabei und habe schon fleißig alles nachgelesen 🤪 Das mit dem Idle and Wild ist ja schade uns hat es dort beim letzten Mal nämlich auch sehr gut gefallen. Und der Krüger Park ist doch immer wieder eine Reise wert!!! Freu mich schon auf deinen nächsten Teil 🙂
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200604. Sept. 2014 · #31
Hallo Kathy,
ich will jetzt nicht sagen, dass man gar nicht mehr ins Idle & Wild kann, aber wir würden nächstens Mal angesichts der großen Anzahl an Unterkünften etwas anders aussuchen. Der KNP hat uns ja dieses Mal mit ein bisschen zwiespältigen Gefühlen weitereisen lassen. Ich freue mich sehr darauf, nächstes Jahr etwas Abwechslung rein zu bekommen und den KTP kennen zu lernen. Aber ich bin mir auch ganz sicher, dass wir auf alle Fälle wieder in den KNP fahren werden.
Sobald hier heute abend Ruhe eingekehrt ist, gibt es Teil 4.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200604. Sept. 2014 · #32
mamba29 schrieb:Hallo,
@Susi: Immer dieser Stress ... 😉 Ich denke, in 16 Tagen kommen wir noch ein Stück vorwärts. Ganz bis zum Schluss wird es aber wohl nicht reichen.
@Hanne: Wenn wir Shimuwini ans Ende gelegt hätten, hätte ich es vielleicht ein bisschen anders beurteilt. So waren wir eben von den Tiersichtungsmöglichkeiten ein bisschen entäuscht. Das Camp selbst im absolut zu empfehlen. Uns hat es vor allem die Ruhe und die angenehme Atmosphäre wirklich angetan.
LG Susanne
da stimme ich Dir zu, bei uns war es die letzte Station im Krüger. LG Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200604. Sept. 2014 · #33
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 4
03.08.2014: Von Shimuvini nach Satara
Seit wir in unserem Südafrikaurlaub 2005 erstmals mit Mugg & Bean in Kontakt gekommen sind, sind wir Fans dieser Kette. Daher hat es uns besonders gefreut, dass einige der KNP-Restaurants von Mugg&Bean übernommen worden sind.
Heute stand daher ein Frühstückszwischenstop in Letaba auf dem Programm. Um kurz vor sieben hatten wir Emma beladen und machten uns auf dem Weg. Um es kurz zu machen: Sehr viel langweiligere 1 3/4 Stunden haben wir im KNP selten erlebt. Es gab auf der gesamten Strecke zwischen Shimuwini und Letaba quasi nichts zu sehen.
Grey-headed Bush-Shrike
Pied Kingfisher
Selbst an der Letaba Bridge war nichts los. Daher waren wir ziemlich dankbar, als wir das Letaba Camp erreichten. Die Aussicht von dort war wie immer wunderbar.
Unten am Zaun grasten einige Wasserböcken und in einiger Entfernung konnten wir eine große Herde Impalas erkennen.
Nach einem leckeren Frühstück mit Spiegeleiern, gefüllten Croissants und belgischen Waffeln nahmen wir den zweiten Teil unserer Strecke in Angriff, verbunden mit der Hoffnung, dass die Sichtungsfee jetzt vielleicht auch endlich wach wäre.
Die Flussschleifen entlang des Olifants (eine unserer Lieblingsstrecken im Park) enttäuschte uns auch dieses Mal nicht.
Sehr schön zu beobachten (wenn auch dank zu viel Busch nicht zu fotografieren) war eine Elefantenherde, die sich parallel zu uns am Fluss entlang bewegt hat. Irgendwann scheinen wir allerdings das Interesse der Gruppe geweckt zu haben. Sie kamen durch den Busch sehr zielstrebig auf uns zu. Da wir nicht abschätzen konnten, wie sich die Situation entwickeln würde, entschieden wir uns dazu, von den Elefanten Abschied zu nehmen und weiterzufahren.
Black-headed Heron
Red-winged Starling
Saddle-billed Stork
Einige Kilometer vor Satara begann dann eine Giraffen-Schwemme. Es war unglaublich, wie viele Giraffen wir auf wenigen Kilometern beobachten konnten.
Ein leider nur teilscharfer Lilac-breasted Roller
Gegen 14 Uhr kamen wir schließlich im Satara Camp an und bezogen unseren affensicheren Bungalow.
Mir war beim Buchen nicht bewusst gewesen, dass die Terrasse vollvergittert ist, aber angesichts der allgegenwärtigen Affenwarnungen fanden wir es ganz praktisch, unsere Lebensmitteltaschen offen stehen zu lassen. Am Ende unserer Reise hätten wir – und vor allem unsere Tochter – diese Affensicherung trotz ihrer Sichteinschränkung wahrscheinlich noch mehr geschätzt als zu diesem Zeitpunkt. Aber dazu mehr im nächsten Camp…. 😗
Als Micha das gesamte Gepäck ausgeladen, hörte ich auf einmal ein lautes „Mist“. Alarmiert schaute ich ins Auto. Micha saß mit einigen losen Muttern in der Hand im Kofferraum. Diese hatten sich von der Befestigung des Hardtops gelöst. Ein kurzes Nachzählen ergab, dass auch nicht mehr alle Muttern auffindbar waren. Das Hartop saß quasi nur noch lose auf dem Fahrzeug auf. Die noch vorhandenen Muttern ließen sich dank Spezialgewinde von Hand nicht richtig festziehen. Da wir morgen den 4x4-Trail fahren wollten und wenig Lust hatten, auf der Holperpiste unser Dach zu verlieren, fuhr Micha noch vorne zur Tankstelle, um sich Hilfe zu holen. Doch Pech gehabt, ein geeigneter Schraubenschlüssel sei nur in Letaba vorhanden. Super. 😈 Doch was wären wir nur ohne unsere Spanngurte? Zur Dachsicherung zog Micha rechts und links die Spanngurte durch Fahrzeug und Dach. Damit hofften wir die Tour morgen und die nächsten Tage bis zu einem geeigneten Schraubenschlüssel ohne Cabriofeeling im Kofferraum zu überstehen.
Nach einer gemütlichen Ruhepause mit mehreren Runden Uno brachen wir noch zu einem kurzen Abendgamedrive auf. Wir wollten wieder an den Nsemani Dam fahren, an dem wir 2012 ebenfalls beim Abendgamedrive Löwen gesehen hatten. Am Damm waren zwar wie fast immer jede Menge Autos, aber dieses Mal keine Löwen. Dafür jede Menge Hippos, ein einsamer Elefant und ein Fish Eagle.
Auch wenn es im Vergleich zu unseren sonstigen Wasserlochstops am Dam durch die an- und abfahrenden Autos schon sehr unruhig war, genossen wir den schönen Sonnenuntergang
und kehrten dann zu einem leckeren Abendessen bei Mugg & Bean ins Camp zurück.
maddy2'167 Beiträge · seit 200905. Sept. 2014 · #34
Hallo Susanne,
Das ist ein Grey-headed Bush-Shrike. Tolles Foto, die sieht man selten so im offenen, die verstecken sich lieber im Gebuesch! Ein Grey Heron, und ein weiblicher Red-winged Starling. (grauer Kopf - die maennlichen sind schwarz)
Alexa1'249 Beiträge · seit 201205. Sept. 2014 · #35
Liebe Susanne, da kommt ja kaum hinterher bei dem Tempo. Auch wenn Du von der Sichtungs-Fee enttäuscht warst, das sind ganz wunderschöne Bilder und das schürt meine Sehnsucht nach dem Krüger! Und dann noch sich küssende Hippos, nett 😘 Vielen Dank für den tollen Bericht! Ach ja, sind denn in Satara nun alle Häuschen vergittert - das kenne ich noch gar nicht? LG Alexa
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200605. Sept. 2014 · #36
Hallo
@Maddy: Vielen Dank, ich werde gleich entsprechend ergänzen. Bei der Fortsetzung heute abend werde ich Dich wieder brauchen, mehr als eine Vermutung der Grundart habe ich nicht zustande bekommen. 😕
Schön zu hören, dass uns mit dem Grey-headed Bush-Shrike was besonderes gelungen ist. Ich gebe zu, bei den Vögeln verfahren wir meistens noch nach dem Modell "Ah, ein Vogel", fotografieren und versuchen dann rauszufinden, was es war.
@Alex: Ich versuche, das Ganze zügig abzuarbeiten, solange meine Erinnerungen noch frisch sind. 🙂 Die Bungalows sind nicht alle komplett vergittert, sondern nur das Modell "enclosed". Ich hab mir da beim Buchen keine besonderen Gedanken gemacht, sondern den einfach genommen, weil es ein 3-er war. Das mit den Hippos war Micha, ich hab das erst mal gar nicht so mitbekommen.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200605. Sept. 2014 · #38
Hallo Lil,
mir bleibt fast nichts anders übrig, als zeitnah zu schreiben. Zwar habe ich mir auch dieses Jahr vorgenommen, unterwegs jede Menge Notizen zu machen und hab mir zu diesem Zweck sogar ein hübsches Notizbuch gekauft, aber mehr als unsere morgendlichen Startzeiten, die gefahrenen Kilometer und die Tankstops sind es dann eigentlich nicht geworden. Im Moment kann ich mich anhand der Fotos noch gut an unsere Erlebnisse erinnern, also bin ich lieber jetzt fleißig. Nach heute abend ist dann aber mal Pause bis Montag, ich muss erst wieder einen Schwung Löwen bearbeiten. 🙂
Die Elefantenbilder hatte ich mir zwar beim Sichern kurz auf dem Ipad angeschaut, war aber auch total begeistert, als ich beim Bearbeiten gesehen habe, was es da für ungwöhnliche Posen dabei hat.
chrissie2'460 Beiträge · seit 200605. Sept. 2014 · #39
mamba29 schrieb:Sehr viel langweiligere 1 3/4 Stunden haben wir im KNP selten erlebt. Es gab auf der gesamten Strecke zwischen Shimuwini und Letaba quasi nichts zu sehen. Grey-headed Bush-Shrike
Um den beneide ich euch aber, den haben wir noch nicht gesehen -zumindest nicht bewusst wahrgenommen- und dann noch so eine schöne Aufnahme! Wir waren auch schon im Shimuwini Camp, aber so schön das Camp selbst ist, die Tierwelt in der direkten Umgebung haben wir auch als mau empfunden. LG Chrissie
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200605. Sept. 2014 · #40
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 5
04.08.2014: Rund um Satara
Heute Vormittag stand der Mananga 4x4-Trail auf unserem Programm. Pünktlich um sieben Uhr standen wir an der Rezeption und warteten auf Einlass, um die Instruktionen zu bekommen und losfahren zu dürfen. Beim Warten trafen wir einen netten Südafrikaner aus Durban, der den Trail von mehrfach gefahren war und uns bezüglich seiner Schwierigkeit nochmals beruhigte.
Nach der Bezahlung von 450 Rand nebst 100 Rand Kaution, der Versicherung, dass wir alle fit sind und der Angabe meiner Handynummer (ich bin noch nie so oft nach meiner Handynummer gefragt worden wie in diesem Urlaub – wie gut, dass wir uns in Hazyview eine Sim-Karte fürs IPhone zugelegt haben) durften wir dann auf die Piste.
Genaue Vorstellungen davon was uns erwartet hatten wir ja nicht, aber ich muss schon zugeben, dass wir leicht enttäuscht waren, als sich das Ganze eher als holpriger Feldweg herausstellte als als interessante 4x4-Strecke. Da haben wir im Laufe des Urlaubs noch andere Sachen kennengelernt… Dafür gab es unterwegs nette Tiersichtungen.
Burchell's coucal
Wir haben in diesem Urlaub übrigens erstmals bei Satara Zebras und Gnus gesehen. Vorher absolut nichts. Das ist schon sehr ungewöhnlich, so dass wir uns dieses Jahr über die ersten Sichtungen ein bisschen mehr gefreut haben, als man das sonst bei diesen Tieren vermutlich so tun würde.
Dank unseres Navis war der von manchen als nicht ganz eindeutig beschriebene Kreuzungspunkt der vier Wege für uns kein Problem, so dass wir nach ca. 1 ½ Stunden wunderbar einsamer Fahrt wieder auf die S 100 einbogen. Von dort aus fährt man ein Stück auf dem normalen Weg, bevor es dann zum zweiten Teil des Trails wieder in die Pampa geht.
Wir allerdings entschieden uns dazu, zunächst einen Abstecher zum Nwanetsi-Picknickplatz zu machen, um dort in Ruhe zu frühstücken. Dieser Picknickplatz gehört zu meinen Lieblingsorten im KNP. Vogelfrei (was die Belästigung durch Tokos beim Essen angeht), superfreundliche Ranger, die gerne gegen ein kleines Entgelt für einen Abspülen und eine schöne Aussicht vom Ausguck auf dem Hügel.
Bevor wir den Picknickplatz erreichten, wurden wir allerdings von diesem beiden Damen kurzfristig aufgehalten:
Die beiden lagen kurz auf der Straße bzw. im angrenzenden Gebüsch herum, erhoben sich dann nach ca. 3 Minuten und waren verschwunden. Besonders schön war, dass wir die Sichtung fast für uns alleine hatten. Es war lediglich ein Sanparks-Fahrzeug hinter uns. Der Fahrer interessierte sich offensichtlich nicht besonders für die Löwen, war aber so freundlich, geduldig hinter uns stehen zu bleiben, bis wir Fotos und Beobachtung abgeschlossen hatten und die Damen im Gebüsch verschwunden waren.
Eigentlich schon witzig: Da bucht man extra einen besonderen Trail, sieht dort aber nichts besonders und auf der normalen Parkstraße stolpert man dann über das Objekt der Begierde….
Dann war aber endlich Frühstück angesagt:
Blick vom Aussichtspunkte über die unendliche Weite des KNP
Nachdem es morgens beim Start noch relativ frisch gewesen war, war es jetzt herrlich, im T-Shirt in der Sonne zu sitzen und den unglaublichen blauen Himmel Südafrikas zu genießen.
Irgendwann rafften wir uns dann doch zur Weiterfahrt auf und einigten uns darauf, zunächst noch zum Sweni-Hide zu fahren, bevor wir uns an den zweiten Teil des Mananga-Trails "wagen" würden.
Mit dem Sweni-Hide geht es mir wie mit dem Picknickplatz: Da muss ich in einem KNP-Urlaub einfach gewesen sein. Dort haben wir bislang immer spannende Beobachtungen machen können. So auch dieses Mal:
Neben der schon fast üblichen Vielzahl von Wasservögeln
Grey Heron
African Openbill
Yellow-billed Stork/Nimmersatt
African Darter
Egyptian Goose
White-faced Whistling Duck
und Crocs
waren dieses Mal Paviane am Hide. Und sie buddelten zur großen Aufregung dieser Vögel
Blacksmith lapwing (Waffenkibitz)
im Matsch nach deren Eiern. Es war ein unglaubliches Gezettere. Die 3 Vögel versuchten auch immer wieder, die Paviane mit Ihren Schnäbeln zu attackieren, um sie von ihrem Tun abzulenken. Leider war ich so mit Schauen beschäftigt, dass ich das leider nicht fotografiert habe. Dafür gibt es Bilder von Pavianen bei der Algensuche.
Fasziniert beobachteten wir das Ganze. Schließlich kamen dann auch noch einige Impals zum Trinken.
Danach fuhren wir zurück in Richtung Gudzani-Dam, an dem wir noch einen kurzen Abstecher machten. Leider war dort heute nicht wirklich viel los. Dann ging es noch ein kurzes Stück auf der S 41 weiter, bevor wir wieder auf den Trail abbogen.
Auch dieser Teil erwies sich fahrerisch als wenig anspruchsvoll. Allrad war keinesfalls notwendig, ein SUV hätte genügt. Es wurde lediglich gelegentlich spannend, wenn der Weg für unsere nicht ganz schlanke Emma doch ein wenig zu eng bewachsen war oder als unsere Freunde mit dem langen Rüssel einen mittelgroßen Baum mitten auf dem Trail platziert hatten.
juveniler Sattelstorch
Gegen halb drei kam wir schließlich wieder im Camp an und gaben unseren Sichtungszettel plus den Hinweis auf den Baum an der Rezeption ab. Wir hatten die Stelle unterwegs im Navi markiert, um die genauen Koordinaten angeben zu können.
Weil meine mir in Flugzeug quasi obligatorisch zugezogene Erkältung nun so richtig schön zum Ausbruch gekommen war, verzog ich mich für eine Weile ins Bett, während Micha mit Mara die diversen Spielplätze im Camp ausprobierte und die Pizza bei Debonairs testete.
Da es mir dank unserer Reiseapotheke schnell wieder besser ging, konnten wir den Abend gemütlich bei Mugg & Bean ausklingen lassen. Wir waren übrigens einer der ganz wenigen, die den Weg vom Bungalow zum Restaurant zu Fuß zurückgelegt haben. Gut ausgerüstet mit Stirnlampen war das absolut kein Problem, aber es war schon faszinierend, wie absolut nachtschwarz es um einen wurde, wenn man das Ding mal ausschaltete. 😮
Danach packen wir Mara ins Bett und genossen bei einem Savanna noch ein bisschen die abendliche Geräuschkulisse Afrikas (für ein so großes Camp wie Satara war es an diesem Abend erstaunlich ruhig), während ich nebenher unsere Bilder auf der Festplatte sicherte und unsere Tageserlebnisse bei FB postete.
Morgen geht es weiter nach Talamati.
Fazit Satara: Obwohl das Camp relativ groß und damit auch ziemlich unruhig ist, gehört Satara zu unseren persönlichen Musts. Hier haben wir bislang bei jedem Besuch Löwen gesehen und wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Den Trail hingegen müssen wir nicht wiederholen.
Für uns angenehm war der Umstand, dass das Restaurant jetzt von Mugg & Bean bewirtschaftet wird. Im Gegensatz zu Lower Sabie, wo die Qualität wohl etwas aufgrund der Größe leidet, waren wir an beiden Abenden absolut zufrieden. Auch den Sonderwünschen unserer Tochter wurde gerne entsprochen.