Reisebericht

Die Affen rasen durch das Camp

von mamba29 · begonnen 01. Sept. 2014 · 28 Teile

Teil 101. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp

Herzlich willkommen zu unserem Reisebericht über unsere diesjährige Tour durch Südafrika. Geboten werden eine zickige Sichtungsfee mit den Launen unserer fünfjährigen Tochter, mehrere ungeplante Brotneukäufe, ein verhinderter Rennfahrer, ein paar Wetterkapriolen, neue Einsatzvarianten für Spanngurte, die Erkenntnis, dass Statistiken Mist sind und ein paar Häkchen auf unserer persönlichen Sichtungswunschliste. Und natürlich ein paar Gründe, warum wir unbedingt wieder kommen müssen.

Dieses Mal sind wir in knapp 3 ½ Wochen ( 30.07. bis 23.08.2014) von Johannesburg über den Kruger NP mit einem Abstecher nach Sabi Sands, Swaziland, den Ithala NP und Tembe NP sowie den Hluhluwe-iMfolozi NP nach St. Lucia gefahren. Von Durban aus sind wir dann via Johannesburg wieder nach Hause geflogen.

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Wie immer war unsere Reise komplett selbst organisiert und gebucht und wie immer gab es natürlich auch dieses Jahr wieder einen kleinen Aufreger im Vorfeld: Als wir im November 2013 unsere Flüge gebucht hatten, haben wir natürlich auch gleich unsere Wunschsitzplätze reserviert. Leider hatte das Buchungssystem von SAA irgendwann in den folgenden Monaten einen kleinen Schluckauf und die Sitzplatzreservierungen waren verschwunden. Gemerkt hatte ich das Ganze ein paar Tage vor dem Abflug. Da war die Auswahl der verbleibenden Plätze dann natürlich riesig… 🙁 SAA war sich natürlich keiner Schuld bewusst und zeigte sich erst wenig kooperativ. Zum Schluss haben wir dann doch noch eine halbwegs erträgliche Lösung gefunden, nachdem wir uns strikt geweigert hatten, die Plätze in der letzten Reihe unmittelbar vor der Toilette zu nehmen.

Am 31.07.2014 sind wir pünktlich in Johannesburg gelandet.

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Nachdem uns aus 2012 der „Ausgabeort“ unseres Kindersitzes noch bekannt war, ging das dieses Mal auch ziemlich fix, so dass wir um kurz vor halb neun bei Europcar standen, um unsere Emma im Empfang zu nehmen. (@Bloke, falls du das lesen solltest: Nein, ich habe nicht geklaut, wir hatten den Namen schon 2012…;-)). Gebucht hatten wir wieder über Check24 und fti. Im Vorfeld hatte ich ausdrücklich darum gebeten, dass wir gerne einen Toyota Hillux und keinen Nissan wollten. Das wurde mir auch so bestätigt. Was bekamen wir in die Hand gedrückt? Natürlich die Schlüssel zu einem Nissan. Nach unserem kurzen Protest wurde aber anstandslos getauscht und wir standen wenige Minuten später vor einem funkelnigelnagelneuen Toyota Hillux 2,5l Diesel. Schluck. Funkelnigelnagelneu? So ganz ohne kleine Macken und Kratzer? Hilfe! Mal schauen, wie er aussieht, wenn wir ihn in Durban wieder abgeben… 😉

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Im Vergleich zu 2012 ließ sich von Europcar niemand blicken, um uns eine Kurzeinweisung zu geben, aber Micha hatte die wesentlichen Dinge noch im Kopf, so dass wir kurze Zeit später nach der Installation unseres Navis in Richtung Hazyview starten konnten. Nachdem uns in drei Versuchen bislang noch nicht gelungen war, den Long Tom Pass wolkenfrei zu erleben, entschieden wir uns dazu, über Lydenburg zu fahren, und Mara die Long Toms zu zeigen. Und siehe da, es klappte. Das erste Mal strahlender Sonnenschein am Long Tom.

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Gegen drei Uhr kamen wir dann in unserer Unterkunft in Hazyview an, dem Idle and Wild BB. Hier steigen wir schon seit 2005 ab, wenn wir in Hazyview übernachten. Dieses Mal hatten wir eines der Cottages gebucht, die im Garten liegen.

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Offenbar hat seit einigen Monaten das Management im BB gewechselt. Uns hat es nicht mehr so gut gefallen wie früher. Zum einen war unser Cottage nicht ganz sauber und zum anderen hat uns die Herzlichkeit, die wir in der Vergangenheit immer erlebt hatten, gefehlt.

Nach einer kurzen Pause rafften wir uns nochmal auf und fuhren in die Blue Haze Mall, um unseren Großeinkauf für den KNP in Angriff zu nehmen. Eigentlich bin ich ja ein Fan der Supermarkt-Kette Pick n`Pay und war auf unseren bisherigen Reisen auch immer absolut zufrieden. Dieses Mal lief es so gar nicht rund. Die Gemüseabteilung war quasi leergefegt, es gab zwar Kühlboxen, aber keine Kühlakkus und auch viele anderen Dinge auf unserer Liste fanden wir nicht auf Anhieb. Also beschlossen wir, dass Ganze für heute einzustellen und morgen in aller Ruhe nochmals eine Runde bei Checkers zu drehen.

Zum Abendessen fuhren wir in Pioneers Restaurant und Butchery. Dort wollten wir nicht nur lecker Essen, sondern uns bei Gefallen auch mit Fleisch für die nächsten Tage im KNP eindecken. Nachdem Mara angesichts des langen Tages nicht so wirklich fit wirkte und sich auch etwas warm anfühlte, beschränkten wir uns auf das Hauptgericht. Ich bezweifle allerdings auch, dass Micha nach 500g Rumpsteak nebst Beilagen noch etwas anderes geschafft hätte…

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Fazit des ersten Tages: Flug und Autoübernahme waren in Ordnung. Der Ärger mit SAA im Vorfeld war zwar nervig, aber ich glaube nicht, dass es bei Lufthansa wesentlich besser ist. Europcar ist als Vermieter absolut in Ordnung, wenn man tatsächlich nur das Auto braucht und auf ein zweites Ersatzrad und eine Kühlbox verzichten kann.

Was wir nicht mehr tun würden, ist die Strecke von Johannesburg nach Hazyview zu fahren. Früher hat uns das nichts ausgemacht, aber mit Mara ist es doch relativ anstrengend und insgesamt ziemlich zeitaufwändig. Wenn uns unser Weg nächstes Mal wieder in den KNP führt, fliegen wir nach Hoedspruit oder ähnliches.

Gefahrene Kilometer: 461 km

Der Reisebericht ist natürlich gesonnt. Wer ohne Kommentare (über die ich mich im Übrigen natürlich sehr freue!) lesen möchte, klickt bitte auf die Sonne.

LG
Susanne
Teil 202. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp- Teil 2

01.08.2014: Von Hazyview nach Shimuwini

Nach einem gemütlichen Frühstück umringt von den drei Hunden des Guesthouses machten wir uns auf den Weg zum Checkers, um unsere restliche Einkaufsliste abzuarbeiten. Dort und im angrenzenden Liquor-Store bekamen wir erfreulicherweise auch alles, so dass wir um kurz vor zehn schon vor dem Pionieers standen, um unsere Rumpsteaks abzuholen. Das Preis-Leistungsverhältnis dieser Steaks ist absolut top, von so einer Qualität können wir hier zu diesem Preis nur träumen.

Nachdem wir uns im Buchladen nebenan noch mit einer aktuellen KNP-Karte eingedeckt hatten, machten wir uns auf der R 40 auf Richtung Phalaborwa-Gate. Ca. 20 km vor Phalaborwa begann die Sache interessant zu werden: Es gab nicht nur vereinzelte Schlaglöcher in der Straße, sondern die Straße verwandelte sich ziemlich schlagartig in ein einziges riesiges Schlagloch. Der LKW vor uns fing an, sich in Schlangenlinien langsam die Straße entlangzuwinden. Micha versuchte, seiner Spur so weit wie möglich zu folgen, um zumindest den meisten der Schlaglöcher auszuweichen. Erschwert wurde das Ganze noch durch den heftigen Staub, der über der Straße lag. Die Sicht war massiv eingeschränkt. Der Spaß mit den Schlaglöchern zog sich über rund 15 Kilometer. Zwischendurch war es immer wieder etwas besser, bevor denn wieder ohne Vorwarnung die Riesenlöcher auftauchten. Vorbei am House of Amarula und einem Tankstop in Phalaborwa erreichten wir schließlich das Gate.

Endlich wieder im KNP! Die Formalitäten waren schnell erledigt und so waren wir kurz nach eins im Park. Unser erstes Ziel war der Sable Hide. Dort hatten wir in der Vergangenheit schon viele schöne Sichtungen gemacht.

Bevor wir durch das Gate fuhren, hatten wir noch eine Wette abgeschlossen, welches Tier wir als erstes sehen würden. Mara tippte auf Zebra, ich auf Büffel und Micha ging auf Nummer sicher: Impala. Und behielt auch Recht.

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Auf dem Weg zum Hide fuhren wir noch eine der Schleifen, die ebenfalls zum Wasser führt und wurden dort gleich mit einem wunderbaren Anblick belohnt: Elefantenbadeparty. 🙂 Oder soll ich lieber Schlammparty sagen?

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Es war ein unglaublich toller Anblick. Einen schöneren Start im KNP hätten wir uns kaum vorstellen können.

Das ist übrigens die Stelle, an der vor ca. 10 Tagen ein rotes Fahrzeug von einem einzelnen Elefanten angegriffen und aufs Dach gelegt worden ist. Ich bin ja seit unserem Hornraben-Erlebnis 2008 (unser armer roter Polo wurde von den Viechern angepickt…) der sicheren Meinung, dass Tiere keine roten Autos mögen.

Nach einem kurzen Zwischenstop auf dem Massorini-Picknickplatz nahmen wir die Stecke in Angriff, die Micha schon 2012 unbedingt fahren wollte, ich aber mangels Kennzeichnung auf der Karte und fehlendem Navi damals verwehrt hatte: Die Shivhulani-Road, einen als Allrad-Stecke gekennzeichneten Weg, der eine Kilometer hinter dem Picknickplatz nach Norden abbiegt. Allrad haben wir zu dieser Jahreszeit dort keinen gebraucht, aber eine entsprechende Bodenfreiheit ist auf alle Fälle notwendig. Außer einem schnell davonhuschenden Sekretär überzeugte die Strecke allerdings eher durch fahrtechnische Besonderheiten als durch Tiersichtungen.

Weiter ging es dann auf der S 131 und S133 Richtung Norden, bis wir schließlich den Letaba überquerten
und auf die Privatstaße zum Shimuvini Bushcamp abbogen. Unterwegs gab es noch einige nette Sichtungen.

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Klipspringer

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Ein weiterer Elefant beim Buddeln, dieses Mal allerdings die Trockenvariante

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Steinböckchen


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Hooded vulture

Knapp einen Kilometer vor der Abzweigung zur Campzufahrt stauten sich am Straßenrand die Fahrzeuge. Wir dachten schon, juhu, Katzen gleich am ersten Tag. Auf Nachfrage stellte sich dann allerdings heraus, dass die Löwen im Moment abwesend waren und gerade nur ein schon etwas angefressener Büffel zu besichtigten war. Nachdem es schon auf halb fünf zuging und wir weder die Automasse noch die Büffelreste besonders ansprechend fanden, entschieden wir uns dazu, am nächsten Tag nochmals vorbeizuschauen und ins Camp zu fahren.

Auf dem Weg dorthin gab es dann noch mehr Elefanten und auch einige Büffel zu sehen. Im Camp angekommen bekamen wir den Bungalow Nummer 2 zugewiesen. Erst etwas unzufrieden mit der Lage direkt gegenüber der Rezeption, entdecken wir schnell den Vorteil unseres Häuschens: Der Birdhide lag sehr nahe und wir hatten einen kurzen Weg zum Fluss. Außerdem war von den anderen Bewohnern bzw. deren Fahrzeugen erst am nächsten Morgen um sechs wieder etwas zu hören.

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Blick vom Fluss, Nr. 2 war das rechte Häuschen

Nach einem kurzen ersten Entdeckungsspaziergang entlang des Zauns legten wir unsere leckeren Rumpsteaks auf den Grill und beschlossen den Abend gemütlich mit einem Savannah in der Hand. Von wunderbarem (und lautstarkem) Hippogrunzen untermalt kam der Schlaf dann ziemlich schnell.

LG
Susanne
Teil 303. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp

02.08.2014: Rund um Shimuvini

Da ich mir vorgenommen hatte, bei Sonnenaufgang am Birdhide zu sein, kroch ich gegen kurz nach sechs aus dem gemütlich warmen Bett und stecke kurz den Kopf nach draußen, um ihn sehr schnell wieder zurückzuziehen. Es war nicht nur, wie schon erwartet, recht kühl, sondern gefühlt eiskalt. Also nichts mit ¾-Hose und sockenlos. Also schnell die Jeans und die Fleecesachen rausgekramt und dann raus an den Hide.

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Nachdem außer Hippogegrunze noch nichts geboten war, flüchtete ich nach 15 min Schockfrostung wieder zurück ins Haus und wärmte mich ein bisschen auf. Nachdem die Sonne langsam ihren Weg an den Himmel gefunden hatte und die Außentemperatur von bitterkalt zu „ist doch schon gar nicht mehr sooo schlimm“ gewechselt war, stand dem Frühstück nichts mehr im Weg. Danach machte ich mich in Begleitung von Mara wieder auf zum Bird-Hide.

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Giant Kingfisher (ich kann dank meinem tollen Sasol-App leider nur jeweils die englischen Bezeichnungen)

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Burchell`s Coucal

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Brown-hooded Kingfisher

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Neben den diversen Vögeln und dem Croc tummelten sich dort auch noch mehrere schlafende Hippos und einige Wasserböcke. Ein wirklich schöner und friedlicher Anblick.

Danach entschieden wir uns dazu, eine kleine Runde auf unserer Privatstraße entlang der Flusssschleifen zu drehen. Da die Büsche dort unglaublich dicht sind, war es schwierig, Tiere zu entdecken. Entweder musste diese quasi direkt auf der Straße stehen oder wir waren auf die offenen Stellen am Fluss angewiesen. So richtig viel war dieses Mal nicht zu sehen. Die Sichtungsfee war jedenfalls vorübergehend offensichtlich anderweitig beschäftigt.

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Squirrel

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Baobab – Maras Lieblingsbaum in SA

Zurück im Camp machten wir Mittagspause und hatten dabei auch den ersten Affenbesuch. Allerdings waren die velvet monkeys hier noch relativ zurückhaltend und beschlossen beim Anblick unserer Steinschleuder, die wir zur Abschreckung auf den Tisch gelegt hatten, doch lieber das Weite zu suchen. Nach der Pause liefen am Zaun entlang bis zum Ende das Camps und stellten fest, dass es im Fluss vor Hippos geradezu wimmelte. Dabei konnten wir beobachten, dass auch Hippos offensichtlich gerne küssen… 😉

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Auf einmal gab es in unserer Nähe ein gewaltiges Geplatschte, Wasser spritze hoch und plötzlich rasten zwei Hippos hintereinander aus dem Wasser:

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Es handelte sich offensichtlich um einen Rivalitätskampf zweier Bullen. Ich hatte Hippos bislang immer für eher gemütliche, schwerfällige Tiere gehalten. Die beiden sind aber wirklich in einem Höllentempo hintereinander her über die Böschung geflitzt und dann wieder im Wasser verschwunden. Dort gab es dann noch ein paar heftige Wellen, ein bisschen Wassergespritze und dann war wieder Ruhe.

Nach dieser spannenden Showeinlage und unserer Bekanntschaft mit der Hausantilope des Camps brachen wir zu unserem Nachmittagsgamedrive auf. Wir wollten nochmals die gestrige Stelle besuchen, an der der Büffelkadaver lag.

Tja, vielleicht hätten wir das heute Morgen schon tun sollen. Außer ein paar säuberlich abgefressenen weißen Knochen war nämlich rein gar nichts mehr zu sehen. Dafür bekamen wir zum ersten Mal während unserer Reisen im KNP eine nicht komplett von Büschen verdeckte Hyäne zu Gesicht.

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Es waren zwei Tiere und beide lagen schlafend einige Meter vom Straßenrand entfernt im Gebüsch. Eigentlich war von den beiden auch dieses Mal nicht viel mehr zu sehen als etwas getüpfeltes Fell. Ich hatte die Hoffnung auf ein taugliches Foto eigentlich schon fast aufgegeben, als neben uns ein Fahrzeug hielt und fragte, was wir sehen würden. Wir erklärten und das mit vier Personen besetzte Auto fuhr ein paar Meter vor. Dann stieg doch tatsächlich von der Rückbank ein Mann aus, um mit dem Smartphone ein Bild der Hyäne zu machen. Während es die eine überhaupt nicht interessierte, hob die andere plötzlich den Kopf und ich hatte mein – wenn auch von Zweigen versetztes – Bild. Mara, der wir ja eingeschärft hatten, dass man im KNP niemals einfach so aussteigen darf, war völlig fassungslos.

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Zurück im Camp bereiteten wir das Abendessen zu und genossen danach noch den wunderbaren afrikanischen Sternenhimmel mit unserem obligatorischen Savanna.

Morgen geht es dann weiter nach Satara.

Fazit Shimuvini: Vom Camp her hat es uns sehr gut gefallen, wobei die Häuser für 5 Personen besser sind als die für 4, da zumindest bei einem Teil die Veranden verglast sind (Haus 1 und 3). Die vor allem abendliche Ruhe, die wir uns von einem Bushcamp erwartet hatten, ist auch so eingetreten. Im Vergleich zu Mopani, das ja einige Kilometer weiter nördlich liegt, klar die besser Wahl.

Weniger gefallen hat uns die Umgebung. Durch den extrem dichten Busch auf der Privatstrasse waren die Tiersichtungen fast auf den Fluss beschränkt und der gab bei uns außer den Sichtungen direkt am Camp nicht so wirklich viel her. Da hatten wir 2012 rund um Mopani trotz des ebenfalls sehr dichten Busches mehr Erfolg.

Gefahrene Kilometer: 66,5 km
Teil 404. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 4

03.08.2014: Von Shimuvini nach Satara

Seit wir in unserem Südafrikaurlaub 2005 erstmals mit Mugg & Bean in Kontakt gekommen sind, sind wir Fans dieser Kette. Daher hat es uns besonders gefreut, dass einige der KNP-Restaurants von Mugg&Bean übernommen worden sind.

Heute stand daher ein Frühstückszwischenstop in Letaba auf dem Programm. Um kurz vor sieben hatten wir Emma beladen und machten uns auf dem Weg. Um es kurz zu machen: Sehr viel langweiligere 1 3/4 Stunden haben wir im KNP selten erlebt. Es gab auf der gesamten Strecke zwischen Shimuwini und Letaba quasi nichts zu sehen.

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Grey-headed Bush-Shrike

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Pied Kingfisher

Selbst an der Letaba Bridge war nichts los. Daher waren wir ziemlich dankbar, als wir das Letaba Camp erreichten. Die Aussicht von dort war wie immer wunderbar.

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Unten am Zaun grasten einige Wasserböcken und in einiger Entfernung konnten wir eine große Herde Impalas erkennen.

Nach einem leckeren Frühstück mit Spiegeleiern, gefüllten Croissants und belgischen Waffeln nahmen wir den zweiten Teil unserer Strecke in Angriff, verbunden mit der Hoffnung, dass die Sichtungsfee jetzt vielleicht auch endlich wach wäre.

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Die Flussschleifen entlang des Olifants (eine unserer Lieblingsstrecken im Park) enttäuschte uns auch dieses Mal nicht.

Sehr schön zu beobachten (wenn auch dank zu viel Busch nicht zu fotografieren) war eine Elefantenherde, die sich parallel zu uns am Fluss entlang bewegt hat. Irgendwann scheinen wir allerdings das Interesse der Gruppe geweckt zu haben. Sie kamen durch den Busch sehr zielstrebig auf uns zu. Da wir nicht abschätzen konnten, wie sich die Situation entwickeln würde, entschieden wir uns dazu, von den Elefanten Abschied zu nehmen und weiterzufahren.


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Black-headed Heron

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Red-winged Starling

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Saddle-billed Stork

Einige Kilometer vor Satara begann dann eine Giraffen-Schwemme. Es war unglaublich, wie viele Giraffen wir auf wenigen Kilometern beobachten konnten.


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Ein leider nur teilscharfer Lilac-breasted Roller

Gegen 14 Uhr kamen wir schließlich im Satara Camp an und bezogen unseren affensicheren Bungalow.

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Mir war beim Buchen nicht bewusst gewesen, dass die Terrasse vollvergittert ist, aber angesichts der allgegenwärtigen Affenwarnungen fanden wir es ganz praktisch, unsere Lebensmitteltaschen offen stehen zu lassen. Am Ende unserer Reise hätten wir – und vor allem unsere Tochter – diese Affensicherung trotz ihrer Sichteinschränkung wahrscheinlich noch mehr geschätzt als zu diesem Zeitpunkt. Aber dazu mehr im nächsten Camp…. 😗

Als Micha das gesamte Gepäck ausgeladen, hörte ich auf einmal ein lautes „Mist“. Alarmiert schaute ich ins Auto. Micha saß mit einigen losen Muttern in der Hand im Kofferraum. Diese hatten sich von der Befestigung des Hardtops gelöst. Ein kurzes Nachzählen ergab, dass auch nicht mehr alle Muttern auffindbar waren. Das Hartop saß quasi nur noch lose auf dem Fahrzeug auf. Die noch vorhandenen Muttern ließen sich dank Spezialgewinde von Hand nicht richtig festziehen. Da wir morgen den 4x4-Trail fahren wollten und wenig Lust hatten, auf der Holperpiste unser Dach zu verlieren, fuhr Micha noch vorne zur Tankstelle, um sich Hilfe zu holen. Doch Pech gehabt, ein geeigneter Schraubenschlüssel sei nur in Letaba vorhanden. Super. 😈
Doch was wären wir nur ohne unsere Spanngurte? Zur Dachsicherung zog Micha rechts und links die Spanngurte durch Fahrzeug und Dach. Damit hofften wir die Tour morgen und die nächsten Tage bis zu einem geeigneten Schraubenschlüssel ohne Cabriofeeling im Kofferraum zu überstehen.

Nach einer gemütlichen Ruhepause mit mehreren Runden Uno brachen wir noch zu einem kurzen Abendgamedrive auf. Wir wollten wieder an den Nsemani Dam fahren, an dem wir 2012 ebenfalls beim Abendgamedrive Löwen gesehen hatten. Am Damm waren zwar wie fast immer jede Menge Autos, aber dieses Mal keine Löwen. Dafür jede Menge Hippos, ein einsamer Elefant und ein Fish Eagle.

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Auch wenn es im Vergleich zu unseren sonstigen Wasserlochstops am Dam durch die an- und abfahrenden Autos schon sehr unruhig war, genossen wir den schönen Sonnenuntergang

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und kehrten dann zu einem leckeren Abendessen bei Mugg & Bean ins Camp zurück.

LG,
Susanne
Teil 505. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 5

04.08.2014: Rund um Satara

Heute Vormittag stand der Mananga 4x4-Trail auf unserem Programm. Pünktlich um sieben Uhr standen wir an der Rezeption und warteten auf Einlass, um die Instruktionen zu bekommen und losfahren zu dürfen. Beim Warten trafen wir einen netten Südafrikaner aus Durban, der den Trail von mehrfach gefahren war und uns bezüglich seiner Schwierigkeit nochmals beruhigte.

Nach der Bezahlung von 450 Rand nebst 100 Rand Kaution, der Versicherung, dass wir alle fit sind und der Angabe meiner Handynummer (ich bin noch nie so oft nach meiner Handynummer gefragt worden wie in diesem Urlaub – wie gut, dass wir uns in Hazyview eine Sim-Karte fürs IPhone zugelegt haben) durften wir dann auf die Piste.

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Genaue Vorstellungen davon was uns erwartet hatten wir ja nicht, aber ich muss schon zugeben, dass wir leicht enttäuscht waren, als sich das Ganze eher als holpriger Feldweg herausstellte als als interessante 4x4-Strecke. Da haben wir im Laufe des Urlaubs noch andere Sachen kennengelernt…
Dafür gab es unterwegs nette Tiersichtungen.

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Burchell's coucal

Wir haben in diesem Urlaub übrigens erstmals bei Satara Zebras und Gnus gesehen. Vorher absolut nichts. Das ist schon sehr ungewöhnlich, so dass wir uns dieses Jahr über die ersten Sichtungen ein bisschen mehr gefreut haben, als man das sonst bei diesen Tieren vermutlich so tun würde.

Dank unseres Navis war der von manchen als nicht ganz eindeutig beschriebene Kreuzungspunkt der vier Wege für uns kein Problem, so dass wir nach ca. 1 ½ Stunden wunderbar einsamer Fahrt wieder auf die S 100 einbogen. Von dort aus fährt man ein Stück auf dem normalen Weg, bevor es dann zum zweiten Teil des Trails wieder in die Pampa geht.

Wir allerdings entschieden uns dazu, zunächst einen Abstecher zum Nwanetsi-Picknickplatz zu machen, um dort in Ruhe zu frühstücken. Dieser Picknickplatz gehört zu meinen Lieblingsorten im KNP. Vogelfrei (was die Belästigung durch Tokos beim Essen angeht), superfreundliche Ranger, die gerne gegen ein kleines Entgelt für einen Abspülen und eine schöne Aussicht vom Ausguck auf dem Hügel.

Bevor wir den Picknickplatz erreichten, wurden wir allerdings von diesem beiden Damen kurzfristig aufgehalten:

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Die beiden lagen kurz auf der Straße bzw. im angrenzenden Gebüsch herum, erhoben sich dann nach ca. 3 Minuten und waren verschwunden. Besonders schön war, dass wir die Sichtung fast für uns alleine hatten. Es war lediglich ein Sanparks-Fahrzeug hinter uns. Der Fahrer interessierte sich offensichtlich nicht besonders für die Löwen, war aber so freundlich, geduldig hinter uns stehen zu bleiben, bis wir Fotos und Beobachtung abgeschlossen hatten und die Damen im Gebüsch verschwunden waren.

Eigentlich schon witzig: Da bucht man extra einen besonderen Trail, sieht dort aber nichts besonders und auf der normalen Parkstraße stolpert man dann über das Objekt der Begierde….

Dann war aber endlich Frühstück angesagt:

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Blick vom Aussichtspunkte über die unendliche Weite des KNP

Nachdem es morgens beim Start noch relativ frisch gewesen war, war es jetzt herrlich, im T-Shirt in der Sonne zu sitzen und den unglaublichen blauen Himmel Südafrikas zu genießen.

Irgendwann rafften wir uns dann doch zur Weiterfahrt auf und einigten uns darauf, zunächst noch zum Sweni-Hide zu fahren, bevor wir uns an den zweiten Teil des Mananga-Trails "wagen" würden.

Mit dem Sweni-Hide geht es mir wie mit dem Picknickplatz: Da muss ich in einem KNP-Urlaub einfach gewesen sein. Dort haben wir bislang immer spannende Beobachtungen machen können. So auch dieses Mal:

Neben der schon fast üblichen Vielzahl von Wasservögeln

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Grey Heron

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African Openbill

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Yellow-billed Stork/Nimmersatt

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African Darter

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Egyptian Goose

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White-faced Whistling Duck

und Crocs

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waren dieses Mal Paviane am Hide. Und sie buddelten zur großen Aufregung dieser Vögel

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Blacksmith lapwing (Waffenkibitz)

im Matsch nach deren Eiern. Es war ein unglaubliches Gezettere. Die 3 Vögel versuchten auch immer wieder, die Paviane mit Ihren Schnäbeln zu attackieren, um sie von ihrem Tun abzulenken.
Leider war ich so mit Schauen beschäftigt, dass ich das leider nicht fotografiert habe. Dafür gibt es Bilder von Pavianen bei der Algensuche.

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Fasziniert beobachteten wir das Ganze. Schließlich kamen dann auch noch einige Impals zum Trinken.

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Danach fuhren wir zurück in Richtung Gudzani-Dam, an dem wir noch einen kurzen Abstecher machten. Leider war dort heute nicht wirklich viel los. Dann ging es noch ein kurzes Stück auf der S 41 weiter, bevor wir wieder auf den Trail abbogen.

Auch dieser Teil erwies sich fahrerisch als wenig anspruchsvoll. Allrad war keinesfalls notwendig, ein SUV hätte genügt. Es wurde lediglich gelegentlich spannend, wenn der Weg für unsere nicht ganz schlanke Emma doch ein wenig zu eng bewachsen war oder als unsere Freunde mit dem langen Rüssel einen mittelgroßen Baum mitten auf dem Trail platziert hatten.

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juveniler Sattelstorch

Gegen halb drei kam wir schließlich wieder im Camp an und gaben unseren Sichtungszettel plus den Hinweis auf den Baum an der Rezeption ab. Wir hatten die Stelle unterwegs im Navi markiert, um die genauen Koordinaten angeben zu können.

Weil meine mir in Flugzeug quasi obligatorisch zugezogene Erkältung nun so richtig schön zum Ausbruch gekommen war, verzog ich mich für eine Weile ins Bett, während Micha mit Mara die diversen Spielplätze im Camp ausprobierte und die Pizza bei Debonairs testete.

Da es mir dank unserer Reiseapotheke schnell wieder besser ging, konnten wir den Abend gemütlich bei Mugg & Bean ausklingen lassen. Wir waren übrigens einer der ganz wenigen, die den Weg vom Bungalow zum Restaurant zu Fuß zurückgelegt haben. Gut ausgerüstet mit Stirnlampen war das absolut kein Problem, aber es war schon faszinierend, wie absolut nachtschwarz es um einen wurde, wenn man das Ding mal ausschaltete. 😮

Danach packen wir Mara ins Bett und genossen bei einem Savanna noch ein bisschen die abendliche Geräuschkulisse Afrikas (für ein so großes Camp wie Satara war es an diesem Abend erstaunlich ruhig), während ich nebenher unsere Bilder auf der Festplatte sicherte und unsere Tageserlebnisse bei FB postete.

Morgen geht es weiter nach Talamati.

Fazit Satara: Obwohl das Camp relativ groß und damit auch ziemlich unruhig ist, gehört Satara zu unseren persönlichen Musts. Hier haben wir bislang bei jedem Besuch Löwen gesehen und wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Den Trail hingegen müssen wir nicht wiederholen.

Für uns angenehm war der Umstand, dass das Restaurant jetzt von Mugg & Bean bewirtschaftet wird. Im Gegensatz zu Lower Sabie, wo die Qualität wohl etwas aufgrund der Größe leidet, waren wir an beiden Abenden absolut zufrieden. Auch den Sonderwünschen unserer Tochter wurde gerne entsprochen.
Teil 608. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 6

05.08.2014: Von Satara nach Talamati

Heute stand uns nur ein relativ kurzes Stück zwischen Satara und Talamati bevor. Aber da wir gestern aufgrund des Trails nur ein kleines Stück der „Löwenstraße“ S 100 gefahren sind, wollten wir das heute Vormittag nachholen. Um kurz vor sieben saßen wir fertig gepackt im Auto und machten uns auf zur Löwensuche.

Als erstes gab es allerdings erst mal eine Gruppe Büffel zu sehen. Diese standen quasi neben der Ausfahrt des Camps.

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Nach einigen Kilometern auf der S 100 hatten wir dann das erhoffte Glück: 4 männliche Löwen im Gras relativ nahe an der Straße. Und bis auf einen waren sie auch alle so nett, sich ab und an etwa zu bewegen.
Dieses Erlebnis mussten wir natürlich mit ein paar anderen Fahrzeugen teilen, aber angesichts dessen, was wir noch erleben sollten, ging es hier sehr ruhig und zivilisiert ab. Wir konnten in Ruhe beobachten und fotografieren.

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Danach war die Sichtungsfee offensichtlich der Meinung, uns heute Morgen genug Gutes getan zu haben und hielt uns weitere Sichtungen bis zum Picknickplatz vor. Bereits gestern war uns aufgefallen, dass es rund um Satara deutlich mehr Wasser gab als in 2012. So gab es im N’wanetsi, der neben der S 100 verläuft, immer wieder Wasserstellen und auch auf der S 41 hatten wir zwei kleine Wasserdurchfahren. Sonst war es dort immer vollkommen trocken und daher die Wasserlöcher gut bevölkert.

Nachdem wir uns auf dem Trail gestern nicht getraut hatten, Eier mitzunehmen, stand einem ordentlichen Frühstück mit Rührei, Speck und geröstetem Brot heute Morgen nichts im Wege. Micha organisierte einen Gasgrill beim Rancher und brachte auch gleich noch heisses Wasser für meinen Tee mit.

Nach einer gemütlichen Pause zogen wir weiter zum Sweni-Hide. Doch auch dort hielt die Verweigerungshaltung unserer Sichtungsfee leider an. Lediglich ein paar Wasservögel waren im Angebot.

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Das Krokodil von gestern lag immer noch bewegungslos an der gleichen Stelle wie am Vortag. Ob es wohl noch lebte?

Etwas unschlüssig überlegten wir, ob wir bis Tshokwane weiterfahren sollten, um mit Mara dort Mittagspause zu machen. So richtig Lust hatten wir nicht dazu. Während uns der Picknickplatz 2008 noch so richtig gut gefallen hatte, hatte er 2012 viel von seinem Charme verloren. Wir entschieden uns schließlich dazu, auf der S 37 bis zur Teerstraße zu fahren und dort auf die S 33 zu wechseln, die uns zum Nhlanguleni- Picknickplatz und dann weiter Richtung Talamati bringen würde.

Während dieser nicht unerheblichen Fahrtstrecke können wir von genau einer Sichtung berichten: Eine Riesentrappe, die uns zudem auch noch wenig fotogen den Rücken zugedreht hat.

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Liebe Sichtungsfee, ja, die Löwen waren echt toll und es war auch superschön, dass sie nicht nur geschlafen haben und das Gras auch nicht zu hoch war, aber muss das jetzt echt sein? Nicht mal ein Impala für uns????

Etwas frustriert erreichten wir schließlich den Nhlanguleni- Picknickplatz. Diejenigen unter euch, die Kinder haben, können sich sicherlich vorstellen, wie schwierig das ist, wenn über einen so langen Zeitraum jegliche Sichtungen ausbleiben. Es ist ja schon für uns Erwachsene ziemlich frustrierend, so lange einfach nichts zu sehen, aber für unsere fünfjährige war das schon ziemlich hart. Und es war ja nicht das erste Mal in diesem Urlaub, dass sich die Sichtungsfee diesen Geduldstest für uns hat einfallen lassen.

Dann war sie allerdings der Meinung, wir hätten genug gelitten. Als wir gerade auf dem Picknickplatz aus dem Auto stiegen, kam eine Gruppe Elefanten an das Wasserloch unmittelbar neben dem Platz.

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Während wir beobachten und fotografieren, organisierten wir Mara ein schnelles Mittagessen aus unseren Vorräten.

Danach fuhren wir weiter Richtung Talamati.

Unterwegs bekamen wir noch mehrere einzelne Elefanten, ein stark humpelndes Zebra und dieses Geiernest zu Gesicht. Michas leise Bemerkung zu mir, dass das arme Zebra wohl als Löwenfutter enden würde, bevor der Tag um wäre, rief natürlich sofort Mara auf den Plan und wir mussten die Überlebenschancen des armen Tiers mit ihr diskutieren. Wir einigten uns schließlich darauf, dass es mit ganz viel Glück auch wieder gesund werden könnte. Ihr ist zwar klar bewusst, dass die Großkatzen alle Fleischfresser sind und der Anblick des Büffels war auch kein Problem für sie, aber die Vorstellung, dass der Löwe das arme hinkende Zebra erlegt, war dann doch etwas viel.

In Talamati angekommen, wollten wir gerade zur Rezeption, als uns die Sichtungsfee nochmals ein bisschen ihrer gerade anscheinend gute Laune zukommen ließ:


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Die Elefanten wanderten unmittelbar vor dem Camp am Tor vorbei zum Wasserloch, das direkt am Zaum liegt. Es war faszinierend, direkt am Tor zu stehen und das Vorbeiziehen der grauen Riesen zu beobachten. Mara fand den Abstand zwischen ihr und den Elefanten offenbar ein bisschen zu nah und verzog sich etwas weiter nach innen. Vermutlich wirken die Tiere aus ihrer Größe noch gewaltiger als für uns.

Nachdem wir das Schauspiel vom Hide aus noch eine Weile beobachtet hatten, fuhren wir zu unserem Bungalow.

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Dort nahmen wir mit einem etwas unguten Gefühl die zusätzlich an der recht schwergehenden Schiebetür angebrachte Affensicherung in Form eines senkrechten Stifts zu Kenntnis, der nach dem Schließen der Tür noch extra senkrecht eingesteckt werden musste. Während des Ausladens hatten wir dann auch ein paar neugierige Zuschauer in Form von velvet monkeys, aber für den Rest des Nachmittags ließ sich kein Affe mehr blicken.

Wir ruhten uns auf der gemütlichen Lounge-Garnitur etwas aus und unternahmen dann einen kleinen Camp-Spaziergang. Der zweite Hide weiter hinten im Camp erwies sich als wenig erfolgversprechend und auch unser Spaziergang entlang des Zauns ergab nichts Spannendes. Nachdem wir noch eine Weile Uno spielend und wartend im vorderen Hide gesessen hatten, brachen wir das Ganze vorläufig ab und kümmerten uns um die Abendessenvorbereitungen. Wir hatten in Satara nochmals Fleisch nachgekauft. Dazu machen wir einen Gemüsenudelsalat, da ich für Mara sowieso Nudeln gekocht hatte.

Da der vordere Hide bei Nacht beleuchtet ist, zogen wir gegen halb acht nochmals mit Stirn- und Taschenlampen los. Die Beleuchtung ist allerdings lediglich am Wasserloch. Da das etwas vertieft liegt, kann man vom Hide aus nur sehr eingeschränkt sehen, ob sich am Wasserloch etwas tut. Wir leuchteten zwar einige Mal mit der Taschenlampe (extra für solche Zwecke gekauft), die Umgebung ab, aber außer einem schnell davonhuschenden Steinböckchen war nichts zu entdecken. Den Geräuschen nach müsste aber das ein oder andere Tier draußen unterwegs gewesen sein. Als wir uns auf dem Rückweg zum Camp machten, hörten wir in der Entfernung eine Pavianherde kreischen. Löwengebrüll ist mir irgendwie lieber ….

Wie der Abend endete, könnt ihr euch nach den bisherigen Berichten sicher vorstellen. Nachdem Mara auf dem Schlafsofa neben der Küche erstaunlich schnell dem Schlaf in die Arme gefallen ist, haben wir noch in Wolldecken eingepackt die Abendgeräusche Afrikas genossen, wie immer mit unserem obligatorischen Savanna. Allerdings ist es in Talamati – das war uns schon beim Abendessen aufgefallen – ziemlich viechig an fliegendem Kleingetier, so dass wir mit unsern Kindles bald auch den Weg Richtung Bett antraten.

Morgen erkunden wir die Umgebung von Talamati und ich muss mich einer furcherregenden Erinnerung stellen...
Teil 710. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 7

06.08.2014: Rund um Talamati

Auch heute Morgen schaffen wir es erst gegen sieben das Camp zu verlassen. Irgendwie hatte ich ja in diesem Urlaub die Hoffnung gehabt, dass wir zumindest gelegentlich mit Toröffnung starten, aber bis wir dann immer im Auto saßen, verging doch irgendwie ziemlich viel Zeit.

Nachdem wir morgen in Richtung Orpen Gate fahren würden, war klar, dass es heute wieder Richtung Osten gehen würde. Damit hörte die Einigkeit aber auch schon auf. Ich wollte auf gar keinen Fall zum Frühstücken zum Muzandzeni-Picknickplatz fahren. Dort hatten wir 2012 unser für mich ziemlich schreckliches Erlebnis mit den aggressiven Tokos gehabt. Es wundert mich wirklich, dass Micha, der ja damals nur einer fast-Kollision mit dem Vogelschwarm entgangen ist, überhaupt in Betracht gezogen hat, den Picknickplatz nochmals anzufahren. Ich war also für eine Tour zum gestrigen Picknickplatz Nhlanguleni. Nach längerer Diskussion setzte sich Micha schließlich durch und wir machten uns auf der S 36 auf Richtung Norden.


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Am Shimangwangeni-Damm hatten wir das Glück, gerade noch eine Herde Rappenantilopen beim Trinken beobachten zu können, bevor diese wieder von dannen zogen.

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Und dann kam der Picknickplatz…

Zu meiner großen Erleichterung waren schon zwei Autos dort, so dass sich eventuelle Vogelattacken nicht auf uns alleine konzentrieren würden. Kaum hatten wir unseren Picknickkorb ausgepackt und den Tisch gedeckt, standen auch schon die ersten Tokos da. Im Vergleich zu ihren Kumpanen aus 2012 waren sie aber deutlich weniger aggressiv und hielten zumindest einen gewissen Abstand. Ich möchte nicht sagen, dass ich beim Frühstück völlig entspannt war, aber im Vergleich zu damals war es heute gut auszuhalten.

Kurz nachdem wir fertig waren,kam der Rancher vorbei und zeigte uns und einer weiteren Gruppe eine kleine Eule, die in einem Baum am Picknickplatz wohnt. Ich musste mehrfach hinschauen, um sie tatsächlich zu entdecken.

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Unsere erste Eule im KNP. 🙂

Von einer deutsch-argentinisch-italienischen-Reisegruppe am Tisch nebenan erfuhren wir von einem Riss in der Nähe des Nsemani-Damms. Damit war die Richtung vorgegeben. Genauere Angaben konnten Sie uns leider nicht machen, aber wir wollten versuchen, die Stelle zu finden.

Wir hatten uns angewöhnt, Stellen, die schwierig wiederzufinden bzw. zu beschreiben waren im Navi abzuspeichern, um dann die genauen Koordinaten zu haben.

Also fuhren wir auf der S 36 weiter nach Norden, um dann auf die Teerstraße Richtung Satara abzubiegen. Die Sichtungsfee war gerade wieder etwas unzugänglich und geizte mit erwähnenswerten Sichtungen. Muss ich erwähnen, dass wir uns inzwischen schon über jedes Impala freuten?
Die Suche nach dem Riss ein kurzes Stück nach der Abzweigung H7/S40 entpuppte sich natürlich auch nicht als erfolgreich.

Am Damm selbst war bis auf diese Herrschaften hier auch nichts los, so dass wir schon leicht frustriert Richtung Satara weiterfuhren.

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Nur, dass wir nicht besonders weit kamen:

Eine große Herde Büffel blockierte die Straße. 2012 hatten wir bei Mopani ein ähnliches Erlebnis und durften damals ziemlich lange warten, bis die Straße wieder frei war. Diese Herrschaften waren etwas zügiger unterwegs.

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Ich gebe zu, kein besonderer Büffel-Fan zu sein, aber ich finde es doch ungemein faszinierend, die Tiere zu beobachten, wenn sie in diesen großen Herden unterwegs sind. Besonders süß waren natürlich die kleinen Kälbchen, von denen es einige gab.

Vorbei an Satara nahmen wir dann den Sweni-Weg in Richtung Camp. Auf der S 126 hatten wir 2012 neben einigen Löwen auch sonst schöne Sichtungen gehabt. Dieses Mal: Nichts. 😠

Keine Ahnung, womit wir die Sichtungsfee geärgert hatten. Aber das hat sie mit Mara gemeinsam, da sind wir auch öfter ahnungslos … 😉

Gegen zwei waren wir zurück im Camp und entschieden uns, den restlichen Nachmittag gemütlich auf der Terrasse bzw. am Hide zu verbringen. Nach einer Weile überkam Micha dann doch der Bewegungsdrang und er entschied sich, einige Runden durchs Camp zu joggen, während ich mit Mara nach vorne zum Hide ging. Leider unterhielt sich ein dort ebenfalls sitzendes Pärchen wirklich lautstark mit einer älteren Frau, so dass von Ruhe absolut nichts zu spüren war. Irgendwann merkten sie dann endlich meine bösen Blicke und es kehrte Stille am Hide ein.

Am Wasserloch selbst hielten sich einige Zebras und Gnus auf. Dazu kamen zwei Kudus. Es herrschte aber eine merkwürdige Unruhe, ohne dass ich feststellen konnte, woher diese kam. Die beiden Kudus schafften es nicht einmal zu trinken. Immer, wenn sie sich hinuntergebeugt hatten, schreckten sie sofort wieder hoch und liefen ein paar Schritte weiter. Schließlich zogen sie wieder ab, ohne getrunken zu haben.
Nachdem ich längere Zeit gewartet hatte in der Hoffnung, dass der Grund für die Unruhe vielleicht noch auftauchen würde, kam da leider nichts. Also packte ich meine Sachen und kehrte zurück ins Haus, um das Abendessen vorzubereiten.

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Auch diesen Abend beendeten wir wieder in Wolldecken gepackt auf den gemütlichen Lounge-Möbeln mit unserem Savanna.

Morgen geht’s weiter nach Sabi Sands.

Fazit Talamati: Talamati ist das teuerste der Bush Camps. Woher dieser doch recht deutliche Preisunterschied resultiert, ist uns nicht ganz klar geworden. Das Häuschen selbst war absolut in Ordnung, ich fand die Innenküche mit ordentlicher Beleuchtung nach den Kochaktionen in Shimuwini mit Stirnlampe doch ganz angenehm. Die Loungemöbel waren natürlich klasse. Die Umgebung war bei uns jetzt nicht so wirklich tierreich, aber ich denke, aufgrund der relativ großen Wasservorräte im KNP dieses Jahr hatten wir vielleicht einfach auch ein bisschen Pech.

Was uns aber vermutlich davon abhalten wird, nochmals nach Talamati zu kommen, erfahrt ihr im nächsten Teil….

LG
Susanne
Teil 811. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 8

07.08.2014: Auf nach Elephant Plains

Der Tag begann gleich mit einem ordentlichen Schrecken: Da wir heute nur ca. 1 ½ Stunden Fahrzeit vor uns hatten, wollten wir erst um zehn aufbrechen und daher ein bisschen länger liegen bleiben. Nachdem Mara natürlich im Frühaufwach-Modus war, schickten wir sie mit einem Stapel Bücher nochmals auf ihr Schlafsofa zurück, das neben der Schiebetüre bei der Küche lag.

Plötzlich ein markerschütternder Schrei von unserem Kind. Micha stürmte aus unserem Schlafzimmer in die Küche und sah gerade noch einen mittelgroßen Pavian, der mit unserer Brottüte zur Schiebetür hinausflitze. Mara sass immer noch schreiend da und wir brauchten ein bisschen, um sie wieder zu beruhigen. Der Pavian hatte doch tatsächlich trotz zugezogener Vorhänge (das Brot war von außen nicht zu sehen gewesen) die ziemlich schwergängige Schiebetür geöffnet (Mara brauchte beide Hände und Kraft dazu!) und war in die Küche gekommen, um sich umzusehen.

Da Mara vollkommen mit ihrem Buch beschäftigt gewesen war, hatte sie erst einmal gar nicht mitbekommen, was eigentlich passiert war, bis sie sich auf einmal dem Pavian gegenüber sah. Unser armes Kind. Ich glaube, ich hätte auch gebrüllt. Und ich bin sehr dankbar, dass sie sich nicht schon einen Müsliriegel oder ähnliches aus unseren Vorräten geholt hatte. Ich weiß nicht, wie das Ganze ausgegangen wäre, wenn Mara Essen in ihrer direkten Nähe gehabt hätte. 🤢

Nachdem wir uns aller wieder halbwegs entspannt hatten, machten wir aus unseren kläglichen Resten (immerhin hatten wir noch Müsli) ein kleines Frühstück. Wie gut, dass es auf Elephant Plains Lunch geben sollte.

Als ich beim Schlüssel abgeben vorne an der Rezeption unsere Geschichte erzählte, war die Reaktion doch ziemlich gleichgültig. So was komme eben vor. Das sehe ich ehrlich gesagt nicht ganz so. Wenn ich Brot offen und sichtbar bei offener Tür herumliegen lasse, bin ich selbst schuld. Wenn der Pavian allerdings von sich aus ohne sichtbares Essen das Haus betritt, um zu suchen, ist das für mich doch ziemlich grenzwertig.

Wir machten uns dann via Orpen Gate auf den Weg nach Elephant Plains. Nachdem wir gestern schon festgestellt hatten, dass es dieses Jahr und um Talamati doch eher tierarm ist, sollte und diese Erkenntnis auch heute begleiten. Bis zum Gate sahen wir nur noch wenige Tiere.

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Am Gate wurde dann unser Exit-Permit kurzerhand in ein Re-entry-permit umgewandelt, als wir Bescheid sagten, dass wir nach Sabi Sands wieder in den KNP einfahren würden. Dann ging es auf der uns schon bekannten Strecke durch kleine Dörfer und ziemlich schlaglochreiche Gravel-Roads Richtung Gowrie Gate. Dort waren wir bei unseren beiden anderen Aufenthalten auf EP jedes Mal zügig ins Reservat eingefahren. Dieses Mal leider nicht. Wir standen fast 45 Minuten am Gate, bis wir dann endlich an der Reihe waren. 😠

Dann waren wir endlich drin und fuhren die letzten Kilometer nach EP. Wir hatten uns ja schon auf den Gravelroads gefragt, wie wir das 2005 und 2008 jeweils mit einem Polo geschafft hatten, aber spätestens jetzt waren wir uns sicher, dass niemals mehr mit einem solchen Auto fahren zu wollen. Unsere Emma schaffte die Strecke natürlich souverän und problemlos.

Um halb zwei kamen wir dann auf EP an.
Nachdem uns mit EP wunderbare Erinnerungen verbinden (9 verschiedene Leoparden beim letzten Aufenthalt), waren wir natürlich ein bisschen skeptisch, wie es dieses Mal werden würde. Mehr Leos ginge ja wohl kaum. Und wie würde Mara sich anstellen?

Wir hatten zum ersten Mal ein Cottage gebucht, da uns die Luxury Chalets mit Mara doch zu teuer waren. Die Cottages sind zwar einiges kleiner, aber genauso hübsch eingerichtet. Hat alles wunderbar gepasst. Ihr müsst euch allerdings mit Bad-Fotos und allgemeinen Lodgefotos zufrieden geben, beim Rest habe ich das Fotografieren verpasst, bevor wir ausgepackt haben. Und danach sah es nicht mehr so wirklich fotogen aus…

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Die erste positive Überraschung war, dass in den Sommerferien Kinder auf EP offensichtlich keine Seltenheit sind: Es waren einige andere Kinder anwesend und es gab für Lunch und Dinner eine spezielle Kinderspeisekarte.

Nach dem leckeren Lunch (das wir immer deutlich besser als das Abendessen finden, aber wir sind ja nicht zum Essen dort) und einer kleinen Ruhepause ging es um halb vier auf den ersten Gamedrive.

Wunschgemäß mit Morné als Ranger und Derrick als Tracker. Das hatten wir im Vorfeld per E-Mails so vereinbart. Nachdem so viele Kinder anwesend waren, hatten wir eigentlich damit gerechnet, in einem reinen Kinderauto zu landen. Aber falsch gedacht: Mara war das einzige Kind an Bord. Wir saßen zusammen mit zwei Paaren aus England und einem italienischen Pärchen.
Kennt ihr das, wenn man jemand trifft und es von der ersten Sekunde an passt es? So ging es uns mit den Engländern. Keine komischen Blicke wegen Mara, sondern eine supernette Begrüßung. Wir hatten in den folgenden vier Gamedrives jede Menge Spaß miteinander. Auch Morné und Derrick kümmerten sich super um Mara.

Die Engländer erzählten uns noch total begeistert, dass sie am Vortag Wild Dogs gesehen hätten und auch schon zwei Leopardenbegegnungen gehabt hätten. Wir grinsten Morné nur vielsagend an und er versprach, sein Bestes zu tun.

Und jetzt genießt einfach mit uns die Bilder uns unserem ersten Gamedrive auf EP.

Zuerst gab es Elefantennahkontakt. Wir hätten völlig problemlos den Arm zum Streicheln austrecken können. Maras Neugier in Sachen Elefantentoilette wurde auch befriedigt, als eine Elefantendame diese in unmittelbarer Nähe zu uns erledigte…. 😉

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Danach durften wir dann die Breakaway-Pride kennenlernen. Das Löwenrudel besteht aus 14 Tieren, davon 3 Männchen, der Rest sind Weibchen und nicht mehr ganz kleine Cubs. Auch wenn die Dunkelheit das Fotografieren natürlich schwierig machte, war es ein unglaublich tolles Erlebnis. So viele Löwen hatten wir noch nie gleichzeitig.

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Mara hielt den ganzen Gamedrive super durch und war von den Nahbegegnungen mit den Tieren total begeistert. Außerdem fand sie es natürlich klasse, im offenen Auto neben Mama und Papa durch die Gegend gefahren zu werden. Später mussten wir uns dann anhören, unsere Touren mit Emma seinen keine richtigen Gamedrives, das könnten nur die Rancher… 😉

In der Lodge richteten wir uns kurz und dann gab es schon Abendessen in der feuerbeschienenen Boma. Mara war von dem langen Tag und den tollen Erlebnissen so erschöpft, dass sie nach dem Hauptgericht auf ihrem Stuhl eingeschlafen ist. Nicht mal die Aussicht auf ein Eis konnte sie mehr wachhalten. Super war, dass dann auch unser Dessert schnell serviert wurde, nachdem man mitbekommen hatte, dass Mara eingeschlafen war, so dass wir bald mit Mara auf dem Arm den recht weiten Weg in unser Chalet antreten konnten. Noch schnell die Fotoausrüstung für morgen gerichtet, die warmen Klamotten rausgelegt und dann sind wir auch in unserem hübschen Himmelbett verschwunden.

LG
Susanne
Teil 912. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 9

08.08.2014: Leo verzweifelt gesucht…

Auch wenn wir gestern ein bisschen traurig waren, dass der erste Gamedrive ohne Leo-Sichtung zu Ende gegangen war, waren wir doch völlig überzeugt davon, dass wir heute Morgen natürlich einem über den Weg laufen würden. Oder er uns. Wie auch immer. Hauptsache Leo. Deshalb waren wir schließlich da.

Kurz vor sechs waren wir komplett abfahrbereit, sogar die Italiener waren superpünktlich. Bevor wir starteten, teilte Morné noch Wärmflaschen aus. Dass es ziemlich kalt sein würde, war klar, aber der starke Nebel, der uns umgab, hat mich dann doch etwas überrascht. Durch den Nebel waren überall wunderbare Spinnennetze zu sehen. Leider habe ich keine Bilder davon, weil Morné auf seiner Suche nach unserem Leo doch ziemlich zügig unterwegs war und wir für solche Sachen leider keine Zeit hatten. 🙁

Nur das das mit dem Leo leider nichts wurde. Derrick fand zwar Abdrücke im Sand, aber die verliefen sich dann relativ schnell unauffindbar im Busch. Auch sonst war der Drive abgesehen von einigen Impalas erst mal ziemlich tierarm. Ich hatte den Eindruck, Morné war schon ganz froh, uns nach einer Weile ein ziemlich im Busch stehendes und von Nebelfetzen umwabertes Nashorn zeigen zu können. War zwar unsere erstes dieses Jahr, aber angesichts der schlechten Sicht gibt es kein Foto.
Danach gab es dann noch einen hübschen Wasserbock,

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bis wir nach einer Kurve dann auf zwei Hyänen stießen.

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Ich habe in diesem Urlaub eindeutig meine Begeisterung für Hyänen entdeckt, auch wenn eine Begegnung dann doch etwas näher war, als ich mir das so gewünscht hätte. Aber dazu später mehr…

Danach kam dann geraume Zeit nichts mehr. Anscheinend hatte unsere Sichtungsfee das Kommando über das gesamte Auto übernommen. Nach einem Funkspruch erhellte sich Mornés Gesicht und er fuhr zügig los. Wir schauten uns schon begeistert an: Leosichtung? Nee, aber das Löwenrudel von gestern Abend war wieder aufgetaucht:

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Danach ging es zurück in die Lodge zum Frühstücken und relaxen bis zum Nachmittagsdrive. Zwischendrin konnten wir noch von unserer Terrasse aus eine große Elefantenherde am Wasserloch unterhalb der Lodge beobachten.

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Um halb vier ging es wieder los. Ich weiß selbst, dass es doof ist, aber ich war nicht wirklich entspannt. Mein Hauptbeweggrund nach EP zu kommen, waren die Leoparden gewesen. 2008 hatten wir hier wunderschöne Bilder gemacht und waren natürlich davon ausgegangen, dass wir dieses Mal wieder gute Möglichkeiten bekommen würden. Vielleicht keine neun verschiedenen Tiere, aber zwei oder drei wären ja auch schon sehr schön gewesen. Nun war aber schon die Hälfte unserer Drives rum und Morné sagte ganz offen, dass sie im Moment keinerlei Leospuren hätten, unsere Chancen also auch heute Nachmittag eher schlecht wären. So war es dann auch. Aber dafür gab es die eine oder andere schöne andere Begegnung:


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Damit ging der Tag für uns ein bisschen traurig zu Ende. Klar, es waren sehr schöne Sichtungen, das mag ich keinesfalls in Abrede stellen, und ich mag auch nicht undankbar erscheinen (auch wenn ich es für den ein oder anderen jetzt definitiv tue), aber es war einfach nicht das, was wir uns gewünscht hatten.

Morgen steht der letzte Leo-Such-Versuch an, dann geht es über Hazyview weiter nach Biyamtiti.

Fazit Elephant Plains: Wir konnten zu 2008 keine großen Veränderungen feststellen, außer, ja außer dem Punkt, der uns auch dazu bringen wird, nicht mehr hierher zu kommen: Die Leosichtungen sind auf EP in letzter Zeit deutlich weniger geworden. EP war für uns quasi Leogarantie.Sowohl 2005 als auch 2008 hatten wir hier richtig viel Glück. Und zwar nicht nur eine kurz und vielleicht sogar noch ungünstig-Begegnung, sondern tolle Beobachtungsmöglichkeiten. Nachdem aber unser Lieblingsleo Tyson weitergezogen ist und sich auch aus den Sichtungsberichten von EP (die ich ab unserer Buchung letzten August verfolgt habe) rauslesen lässt, das Leosichtungen nicht mehr wie früher zum absoluten Normalprogramm gehören, wollen wir unser Glück nächstes Mal woanders versuchen. Ich weiß, Sichtungen sind glücksabhängig. Überall. Und trotzdem steht für das nächste Mal wohl Ngala auf meiner Wunschliste.

Noch eine Anmerkung zum Thema Kinder: EP ist eine der ganz wenigen Lodges, die gar keine Altersbeschränkung hat. Ob das sinnvoll ist, weiß ich auch nicht, aber ich fand es jedenfalls sehr angenehm, wie vollkommen selbstverständlich Kinder auf EP behandelt worden sind. Es war auch von Seiten der anderen Gäste zu keinem Zeitpunkt der Eindruck zu verspüren, sie würden sich an den anwesenden (und sich alle durchweg gut benehmenden) Kindern stören. Das war für uns eine sehr positive Erfahrung.
Teil 1016. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 10

10.08.2014: Weiter nach Biyamiti

Unser letzter Gamedrive auf Elephant Plains stand an. Mit einer Mischung aus Hoffnung und Resignation stiegen wir kurz vor sechs ins Fahrzeug. Ob es wohl heute noch mit unserem Leo klappen würde?

Um es kurz zu machen: Es war der langweiligste Gamedrive, den wir je auf Elephant Plains erlebt haben und ja, es hat mit unserem Leo noch geklappt. Und zwar unmittelbar vor Ende des Drives. Vorher sind war fast sichtungslos 3 Stunden durch die Gegend gefahren. Allerdings hatten wir den Leo nur für insgesamt gerade mal 30 Sekunden, dann war Nsele, die junge Leopardendame, wieder im Busch verschwunden. Wenn Derrick allerdings nicht ausgestiegen wäre und sie zu Fuß verfolgt hätte, wären uns nicht mal diese 30 Sekunden vergönnt gewesen. Nach der Erstsichtung hat sie sich nämlich unverzüglich in die Büsche geschlagen und wir mussten sie erst mal suchen.

Hier die Fotos unserer Kurzbegegnung:


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Nach dem leckeren Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen und Micha fing an, sie zusammen mit Andrew zum Auto zu bringen. Beim Anblick unserer frischgewaschenen Emma fiel Micha plötzlich unser Dachproblem ein und er fragte Andrew, ob sie hier vielleicht einen passenden Schraubenschlüssel hätten. Gab es. 🙂 Damit war das Cabrio-Feeling gebannt. Vorher musste Micha allerdings noch kurz einen kleinen Badesee bekämpfen. Offensichtlich war unser Dach nämlich nicht nur schlecht befestigt, sondern auch undicht. Das Waschen von Emma hat uns auch eine unfreiwillige Innenreinigung des Kofferraums beschert. Unser Picknickkorb und unsere Lebensmitteltüten, einfach alles, was wir im Auto gelassen hatten, war in einem Zustand zwischen feucht und nass. 😕

Nachdem wir im Moment nicht viel ausrichten konnten, liessen wir alles, wie es war und beschlossen, uns dem Problem in Biyamiti zu stellen.

Gegen halb elf brachten wir von Elephant Plains auf. Auch wenn der letzte Gamedrive jetzt nicht so toll war (Leo mal ausgenommen!) und unsere Wünsche nicht vollständig wahr geworden sind, wären wir noch gerne eine oder zwei Nächte geblieben. Es war schön erholsam, sich versorgen zu lassen und nichts tun zu müssen. In Sachen Leos hätte es uns aber nichts gebracht, wie ich später erfahren habe. Die nächste Leosichtung war erst wieder drei Tage später… 🙁

Erstes Zwischenziel sollte Hazyview sein, wo wir unsere Vorräte aufstocken wollten und dann über das Phabeni-Gate wieder in den Park einfahren wollten.

Kurz nach dem Gowrie-Gate war unser Navi dann anderer Meinung als die Papierkarte, die ich von Elephant Plains hatte. Während ich brav nach Plan über Hluvukani und Arcornhoek auf die R 40 fahren wollte, war unser Navi der Meinung, es gäbe eine kürzere Variante über namenlose Gravelroads. Ich war klar dagegen, aber Micha war der Meinung, das Navi würde das schon schaffen. So lernten wir jede Menge südafrikanische Kleinstdörfer kennen, in die sich ansonsten wohl kaum ein Tourist verirrt. Ich fühlte mich jedenfalls ähnlich besichtigt wie so manches Tier im Sabi Sands Reserve. Spannend war zudem auch, dass heute Womens Day war, so dass das ganze Dorf (oft mit große Mengen Alkohol) auf der Straße war. Nachdem wir herausgefunden hatten, dass unsere Navi nicht jede Kreuzung ansagen wollte, sondern wir uns ab und an anhand des GPS-Punkts auf der Karte entscheiden mussten, welche Richtung jetzt die richtige ist, lief es eigentlich ganz gut. Ich vermute zwar, dass der offizielle Weg über Hluvukani im Endeffekt kürzer gewesen wäre, aber so eine südafrikanische Überlandtour hat auch was. Irgendwann erreichten wir dann wieder Zivilisation mit Schildern und Handyempfang und konnten so ungefähr bestimmen, wo wir eigentlich waren.

Um kurz nach eins kamen wir in Hazyview an und beschlossen, erst einmal in Ruhe Mittagessen zu gehen, nachdem wir im Pionieers sowieso wieder Fleisch kaufen wollten.

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Danach fuhren wir noch zum Checkers und zum Liqour Store, um unsere Vorräte aufzufrischen. Gegen viertel vor drei ging es dann wieder in den Park. Laut Navi hatten wir rund 2 3/4 Stunden Fahrt vor uns. Nachdem wir spätestens um sechs im Camp sein mussten kein großer Zeitpuffer, aber machbar, wenn wir keine größeren Stops einlegen.

Der erste Stop kam allerdings schon nach wenigen Minuten. Einige Kilometer hinter der Kreuzung S 1 und S 3 Richtung Pretoriuskop lag dieses nette Kätzchen im Gebüsch:

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Unsere erste richtige Cheeta im KNP. 🤪 🤪 Vor zwei Jahren hatte ich ja nur Ohren zwischen Gräsern herausragen sehen. Wir waren total begeistert. Auch wenn das mit den Leos dieses Jahr nicht so ganz klappte, hatten wir ansonsten wirkliches Katzenglück. 🙂

Leider tickte die Uhr unerbittlich weiter und wir trennten uns schweren Herzens von unserem Kätzchen.
Weiter ging es durch wunderschöne Landschaft (ich finde die Landschaft in dieser Ecke des KNP besonders toll) zum Afsaal-Picknickplatz, hinter dem wir dann auf die H2-2 abbogen. Unterwegs immer mal wieder einzelne Elefanten, Kudus, Nyalas und jede Menge Impalas. Landschaftsfotos von dieser Strecke gibt es leider keine (ich hab mich im Nachhinein wirklich geärgert), aber dem wir nicht abschätzen konnten, wie lange wir noch brauchen werden, haben wir auf Fotopausen leider verzichtet. 🙁

Außerdem gab es am Straßenrand jede Menge Nashorntoiletten. Mara fand es total spannend, dass Nashörner im Gegensatz zu Elefanten hier sehr ordentlich sind. Die Besitzer der Toiletten tauchten vorläufig allerdings nicht auf. Das ist uns übrigens im Vergleich zu 2012 auch aufgefallen: Wir haben dieses Jahr im KNP unglaublich wenige Nashörner gesehen.

Als wir dann die Abzweigung zur S 139 erreicht hatten und die Uhr kurz vor fünf anzeigte, ließen wir es entspannter angehen und fuhren im Gamedrivemodus weiter. Das war auch gut so, denn hinter der Kurve gab es sie dann endlich: Nashörner. Und gleich vier Stück im schönen Abendlicht.

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Wenige hundert Meter später wurden wir dann von einem anderen Fahrzeug auf einen Löwen im Gebüsch hingewiesen. Allerdings wurde es da schon langsam dunkel und da der Löwe sich eine relativ buschige Ecke ausgesucht hatte, verzichteten wir auf Fotos. Wir sollten ihn sowieso noch wiedersehen… 🙂

Nach einem Sundownerfoto

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erreichten wir schließlich um 17:45 Uhr das Camp, wo wir den Bungalow Nummer 8 bekamen. Eine kurze Irritation gab es noch, als mir der Rancher mitteilte, dass der Bungalow lediglich für zwei Erwachsene gebucht sei. Tatsächlich, auf unserer Buchungsbestätigung von Sanparks für alle Camps wurde in Biyamiti Mara vergessen. Das war aber kein Problem, ich zahlte für sie nach und er schickte gleich jemand zu uns, der das Schlafsofa für Mara richtete.

Nachdem wir von unserem Steak-Mittagessen noch satt waren, richtete ich lediglich Mara noch etwas zum Abendessen und lernte dabei gleich unsere Haus-Fledermaus kennen. Auch hier war eine Stirnlampe ziemlich empfehlenswert, das Außenlicht funktionierte wieder nur teilweise.

Danach machten wir noch einen kleinen Taschenlampenspaziergang zum Fluss, wo wir eine Büffelherde in der Dunkelheit erspähten. Wenn auch Tiere mit schlechter Sicht mitzählen, hatten wir heute unseren Big5-Tag. 🙂

Morgen machen wir einen Frühstücksausflug nach Lower Sabi.

LG
Susanne
Teil 1118. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 11

10.08.2014: Ausflug nach Lower Sabie

Wenigstens einmal in diesem Urlaub wollten wir mit Toröffnung starten. So standen wir doch tatsächlich am Sonntagmorgen Punkt sechs Uhr am noch geschlossenen Tor des Biyamiti Camps. Micha schaute auffordernd zu mir rüber: Ich fahre, Du öffnest. Ab wann Mara wohl alt genug ist, um diese Aufgabe an sie abtreten zu können? 😉

Kurz darauf bogen wir auf die S 139 Richtung Lower Sabie ein. Gerade als Micha den Mund aufmachte um anzumerken, dass hier gestern Abend mehr los gewesen wäre als heute Morgen, kam 5 Meter vor unserem Auto ein hübscher männlicher Löwe aus dem Gebüsch, überquerte die Straße ohne uns auch nur anzuschauen und war dann im Gebüsch auf der anderen Seite wieder spurlos verschwunden. Das Ganze ging so schnell, dass es leider kein Bild von ihm gibt. Mara schaffte es gerade noch, völlig überrascht „Löwe“ zu sagen. Ein wirklich toller Tagesanfang.

Kurz darauf ging dann auch wunderschön farbenfroh die Sonne auf:

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Gaukler

Kaum waren wir auf der H4-2, stießen wir auf eine Strassensperre der besonderen Art:

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Danach ging es weiter zum Sunset-Dam beim Lower Sabie –Camp, ein eigentlich immer lohnendes Ziel. So auch dieses Mal:


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Neben dem Damm konnten wir noch eine Warzenschweinfamilie auf Sonntagsauflug beobachten. Allerdings waren auch diese wie quasi alle Warzenschweine im KNP (die in Kwazulu-Natal sind viel entspannter) total unruhig und quasi nur auf der Flucht zu fotografieren:

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Danach ging es zu einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück zu Mugg & Bean im Camp. Auch wenn das Restaurant recht groß ist und es aufgrund des Sonntags wahrscheinlich noch ein bisschen voller war als sonst: Ich finde es wunderbar, in LS auf der Terrasse zu sitzen, einen dieser extrem leckeren Milchshakes zu trinken und den Fluss zu beobachten.

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Zu sehen gab es u.a. zwei Büffel, die am Ufer grasten. Da beide ziemlich weit im Busch steckten, haben wir auf ein Beweisfoto verzichtet.

Frisch gestärkt machten wir uns auf den Heimweg.

Fortsetzung folgt im Laufe des Tages.....
Teil 1218. Sept. 2014
Und weiter geht es:

Erster Stop war diese Löwendame, die es sich am Flußufer bequem gemacht hatte:

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Kurz danach entdeckte Micha einen Adler mit Beute,

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Kampfadler

während von der anderen Seite eine Giraffe neugierig zu uns ins Auto schaute:

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Weiter gings vorbei an einer Elefantenfamilie

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zum Gezantfombi-Damm, an dem wieder viel Besuch herrschte:

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(Ich finde das struppige Zebra-Mädchen so süß...)

Kurz vor der Abbiegung auf den Crocodile-River-Weg konnten wir nochmals Elefanten bei einer kleinen Wasserdurchquerung beobachten:

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Der kurze Abstecher zum Hippo-Pool brachte keine besonderen Sichtungen, so dass wir gegen 13 Uhr nach einer schönen Vormittagstour wieder im Camp ankamen.

Unterwegs kam von Micha allerdings die Überlegung: Wenn es im Park ungefähr 150000 Impals gibt und ungefähr 1000 Leoparden, dann müssten wir doch ca. alle 150 Impalas auch mal einen Leo sehen, oder? Ihr merkt schon, Statisiken und Hochrechnungen funktionieren hier nicht so wirklich... 😉

Während Micha sich ein bisschen zum Lesen hinsetzte, steuerten Mara und ich den Birdhide an und versuchten, Flugfotos eines Fisheagles zu machen:

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Nachdem wir das Mittagessen hatten ausfallen lassen, entschieden wir uns trotz Michas Bedenken wegen der Affen dazu, schon gegen vier zu Grillen und danach nochmals eine kleine Runde auf der S 139 zu fahren.
Kaum hatten wir angefangen, unsere Lebensmittel auszupacken, waren die velvet monkeys sofort da. Da wir ja schon wussten, dass Mara für die Affen keinerlei wahrnehmbares Hindernis darstellte, blieb grundsätzlich einer von uns bei Mara und unserem vorzubereitenden Essen, während unsere Steinschleuder demonstrativ auf dem Tisch lag. Dieses Mal kamen wir ohne Verluste davon. 🙂

Um kurz vor fünf brachen wir zu einer kleinen Runde auf. Wir wollten nochmals Ausschau nach den gestrigen Nashörner halten, aber im Gegensatz zu gestern war die Straße heute ziemlich ruhig, so dass wir uns mehr am schönen Sonnenuntergang erfreuten.

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Zurück im Camp lockte uns der an diesem Abend besonders große Mond,

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bevor wir den Abenden in unserer üblichen Weise beendeten.

Morgen verlassen wir den KNP und fahren weiter nach Swaziland.
Fazit Biyamiti: Das könnte glatt mein Lieblingscamp werden. Schön, ruhig, relativ tierreiche Umgebung. Wir haben uns sehr wohlgefühlt. Allerdings würde ich das nächste Mal zusätzlich zwei Nächte in Lower Sabie buchen.
Teil 1321. Sept. 2014

Die Affen rasen durch das Camp – Teil 12


11.08.2014: Die Sahne in der Tomatensuppe… 😉

Heute ging es weiter in den Hlane NP in Swaziland oder für Mara erklärt: In den Sahneklecks, der mitten in dem großen Tomatensuppenteller Südafrika schwimmt.

Nachdem wir 2012 rund um Berg-en-Dal schöne Sichtungen hatten, beschlossen wir, früh zu starten, eine Tour Richtung Berg-en-Dal zu fahren und dann dort Frühstückspause zu machen. Also nahmen wir die S 25 entlang des Crocodil-River. Ich finde an dieser Strecke etwas irritierend, dass man doch recht häufig ans gegenüberliegende Ufer mit den so grünen Zuckerrohrplantagen schauen kann. Der Anblick von „draußen“ passte noch nicht so ganz in mein noch KNP-Feeling.

Unterwegs war es eher ruhig:

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Auch am Matjulu-Wasserloch oberhalb von Berg-en-Dal war außer einem einsamen Elefantenbullen weit hinten am Hang absolut nicht los.

Frühstückspause machten wir in der deutlich außerhalb von Berg-en-Dal gelegenen Day-Visitor-Area.
Kaum hatten wir unseren Picknickkorb (inzwischen wieder trocken!) ausgepackt, traf am Nebentisch eine große Gruppe weißer Südafrikaner ein, die als erstes mehrere Kisten mit Bier und Savanna auspackten und diesem auch gleich eifrig zusprachen. Angesichts der Uhrzeit (es war kurz nach zehn) schauten uns Micha und ich leicht konsterniert an, kamen aber in der Folge mit einigen von Ihnen in ein nettes Gespräch über unsere Sichtungen und weiteren Reisepläne. Lediglich beim Abschiedswunsch „Drive safely“ musste ich angesichts des Bierkonsums unserer Gesprächspartner doch etwas nachdenklich lächeln.

Wir steuerten das Malelane-Gate an und waren nach wenigen Minuten aus dem Park. 2012 hatte ich an dieser Stelle tiefe Wehmut verspürt. Dieses Jahr war ich zwar auch traurig darüber, den Park verlassen zu müssen, konnte mir aber auch gut vorstellen, dass uns unsere nächste Reise in eine andere Ecke des südlichen Afrikas führen würde. KNP und wir, das war dieses Jahr kein absolutes Dreamteam gewesen.

Zügig hatten wir die Grenze bei Jeppes Reef erreicht. Die Grenzformalitäten waren schnell erledigt, unsre Pässe ein paar Stempel reicher, wir die Straßenbenutzungsgebühr armer und dann waren wir auch schon auf dem doch relativ kurzen Weg in den Hlane NP.

Wenn da nicht eine ungenaue Straßenkarte, ein merkwürdiges Navi und mein Ehemann gewesen wären. Da sich diese drei nicht einigen konnten (um einen handfesten Ehekrach zu vermeiden verzichte ich auf eine ausführliche Darstellung der Problematik), fanden wir uns auf einmal auf einer ziemlich spannenden Gravelroad im Nirgendwo wieder, die uns immer höher und höher in die Berge brachte. Das Navi, dem Micha inzwischen wieder das Kommando übertragen hatte, war der Meinung, uns auf diesem Weg kurz möglichst ans Ziel zu bringen. Ich hatte daran erhebliche Zweifel, hielt aber brav meinen Mund. Umdrehen war eh keine Option. Also genoss ich die tollen Ausblicke von den Bergkuppen, bevor wir uns wieder in die Tiefe schlängelten und zur nächsten Auffahrt ansetzten. Auch hier: Irritierte Blicke, wenn wir mal durch eines der seltenen Dörfer kamen. Und dann: Juhu, endlich eine Teerstraße, endlich ein Straßenschild.

Irgendwann kamen wir dann glücklich am Gate des Hlane NP an. Zu meiner Überraschung hatte ich ungefähr vier Wochen vor unserem Abflug festgesellt, dass wir nicht wie ursprünglich gebucht im Ndlovu Camp untergebracht sein würden, sondern im 15 km entfernten Bushcamp. Zwar mit Elektrizität (gibt es im Main-Camp nicht), aber ansonsten im absoluten Nirgendwo. Wie gut, dass ich die Mail nochmals angeschaut hatte.

Nach dem Check-In im Ndlovu Camp bekamen wir eine handgezeichnete Karte mit dem Verweis auf viele muddy roads und machten uns auf den Weg ins Bhubesi Bushcamp. Das Camp liegt im Antilopenteil des Parks, der mit einem Zaun und Tor vom Big-5-Teil abgetrennt ist. Der Name ist hier tatsächlich Programm, ich möchte mir nicht vorstellen, wie die Wege aussehen, wenn es hier grün ist und alles wächst:

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Zwischen dem undurchdringlichen Dickicht und Emma war rechts und links nicht mehr viel Platz. Außerdem rumpelten wir immer wieder in autoverschlingende Schlaglöcher, mussten über größere Steine oder Ästen aus dem Weg gehen. Wir waren wirklich froh an unserer Emma. Auch wenn das nirgendwo ausdrücklich steht: Ein SUV ist für den Hlane NP aus unserer Sicht Mindestanforderung.

Unser Häuschen hat uns gut gefallen:

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Nach dem Auspacken hatten wir eigentlich vor, in unserem Teil des Parks noch eine kleine Runde zu drehen, ließen aber recht schnell wieder davon ab: Quasi alle Wege außer der Hauptzufahrstraße waren so eng und buschig, dass das Durchkommen für Emma mehr wie schwierig war. Außerdem war die Sichtungschance aufgrund des dichten Buschwerks gen Null gehend.

Wir kehrten also wieder um und kümmerten uns um das Abendessen, das dieses Mal nur aus Nudeln mit Tomatensauce bestand. Noch ein wichtiger Hinweis für das Camp: Es gibt kein Trinkwasser, d.h. alles Wasser muss selbst mitgebracht werden. Auch das hatte ich vorher nicht gelesen, aber wir hatten einen großen 5-Liter-Kanister Wasser gekauft, den wir zum Kochen und Zähneputzen nutzen konnten.

Morgen geht es schon weiter in den Ithala NP.

Das Fazit zum Hlane NP schreibe ich im nächsten Teil, wenn wir den vorderen Teil des Parks noch ein bisschen erkundet haben.
Teil 1423. Sept. 2014

Die Affen rasen durch das Camp – Teil 13


12.08.2014: Die Tomatensuppe hat uns wieder oder auf nach Ithala

Eigentlich wollten wir heute mal nicht im Morgengrauen aufstehen, aber Maras Aufwachrhythmus war offensichtlich nicht abänderbar programmiert. Also frühstückten wir schnell und beschlossen, vor der Fahrt nach Ithala noch eine kleine Runde im vorderen Teil des Hlane NP zu drehen. Auf einen weiteren Versuch im Antilopenteil verzichteten wir dankend.

Wie im letzten Teil schon geschrieben, setzt der Hlane aus unserer Sicht auch in der Trockenzeit mindestens einen SUV voraus. Wir waren in der Rhino-Area sogar für unsere Allradmöglichkeit ganz dankbar. Da außer uns in dieser Ecke kein anderes Auto unterwegs war, konnten wir die Begegnung mit diesen beiden in aller Ruhe genießen. Es war unglaublich schön und beruhigend, ihnen eine ganze Weile beim Fressen zuzuschauen:

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Auch die Landschaft war faszinierend:

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Danach fuhren wir noch zum Wasserloch, das ebenfalls in einem abgetrennten Teil des Parks liegt. Der Picknickplatz, den wir allerdings nicht besucht haben, liegt unmittelbar neben dem etwas streng riechenden Wasserloch. Der Geruch des Wassers und die Anwesenheit dieser großen Anzahl von Pavianen macht ihn aus meiner Sicht nicht sonderlich attraktiv.

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Eigentlich wären wir gerne noch eine weitere Runde im vorderen Parkteil gefahren, aber dort waren inzwischen mehrere Schulbusse unterwegs. Wie es diese schaffen sollten, die teilweise extremen Schlaglöcher dort zu durchfahren, ist mir zwar ein absolutes Rätsel, aber immerhin schafften sie es, den Weg so zu blockieren, dass wir nicht weiterkamen. Also gaben wir auf und verließen den Park.

Fazit Hlane NP: Das Bhubesi Camp ist vom Wohnen her gut, von der Lage her weniger. Eben wirklich Bushcamp. Der vordere Teil des Parks hat uns sehr gut gefallen. Ruhig, wenig Autos und eine für uns sehr schöne Nashornbegegnung. Die Tiersichtungen hier sind zwar wohl nicht ganz so üppig, aber der Park hat auf uns eine eigene Faszination ausgeübt.

In Lavumisa überquerten wir wieder die Grenze nach Südafrika. Wie auch bei der Einreise ging die Ausreise sehr zügig vonstatten.

Nach einen Einkaufs- und Tankzwischenstop in Pongola machten wir uns vorbei an endlosen Zuckerrohrfeldern auf den Weg in die Berge. Ich hatte ja im Vorfeld schon einiges von der tollen Landschaft im und um den Ithala NP gelesen, war aber total begeistert, als ich es selbst sah.

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Vom Gate aus ist es ein kurzer Weg ins Camp. Interessiert schauten wir uns unterwegs die Elefanten-Warnschilder an. Offensichtlich waren die hier etwas spezieller, da in der kleinen Verhaltensregelsammlung, die wir am Gate bekommen hatten, auch noch ausdrücklich ein Mindestabstand von 60 m gefordert wurde.

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Der Check-In war schnell erledigt. Ein bisschen ärgerlich war, dass uns, als wir uns nach den Öffnungszeiten des Restaurants erkundigten, gesagt wurde, das wir dort à la carte essen könnten und wir sogar noch die Speisekarte gezeigt bekamen. Als wir dann abends dort waren, gab es Buffet, was so gar nicht unser Fall ist. Aber egal, die nicht ganz so hohe Qualität der Rezeptionistin erlebten wir am nächsten Tag auch nochmal.

Als wir unser Häuschen bezogen hatten,

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wollten Mara und ich gerade zu einem kleinen Spaziergang aufbrechen, als sich unser Frühstück selbständig machte. Während ich noch am Tisch stand, um die Kamera zu holen, öffnete Mara die Außentür. In diesem Moment stürmte ein velvet monkey an ihr vorbei ins Innere des Hauses, griff sich unsere Brötchentüte, die in unserer Lebensmitteltasche in der Küche lag (wieder nicht von außen sichtbar) und flitze wieder hinaus.

Unser Kind ertrug diese weitere Affenbegegnung mit erstaunlicher Ruhe und fragt nur, was wir denn jetzt morgen frühstücken würden…

Danach brachen Mara und ich zu einem kleinen Walk auf. Wir wollten den Plum-Colourd Starling Trail laufen. Micha wollte lieber ein bisschen lesen und ich war zu dem Zeitpunkt noch so mutig, den kleinen Spaziergang (20 min laut Karte) mit Mara auch alleine zu machen.

Eigentlich hätten mich meine diversen einschlägigen Afrika-Erfahrungen mit Walking-Trails ja schlauer machen sollen, aber so war ich doch etwas erstaunt, dass sich der erwartete kleine Wanderweg als schmaler Trampelpfad quer durch den Busch entpuppte. Nach wenigen Minuten stießen wir das erste Mal auf Elefantenhinterlassenschaften. Und zwar an einer Stelle, wo ich mich wirklich fragte, wie ein Elefant hier überhaupt hingekommen sein konnte. Felswand auf der einen, dichter Busch auf der anderen Seite. Mara schaute mich etwas nervös an. Mama, kommen hier Elefanten lang? Mir war selbst leicht mulmig so alleine mit Kind mitten im Busch, aber ich versuchte ein mutiges Gesicht zu machen und beruhigte sie. Das ging auch einige Minuten gut, bis wir zum nächsten und definitiv noch nicht so altem Elefantenhaufen kamen. Da kostete es mich schon einige Überredung, sie (und auch mich…)zum Weitergehen bzw. vielmehr weiterklettern zu animieren. Der Weg führte nämlich steil bergan. Oben angekommen, wurden wir dann mit einem wunderbaren Anblick belohnt. Die Trasure Hunt-Viewsite liegt unmittelbar oberhalb des Camps und bietet wirklich eine tolle Aussicht.

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Begleitet von einigen nicht klar zuordenbaren Tiergeräuschen (Hilfe! 😕 ) erreichten wir schließlich nach einigen Minuten Rückweg wieder den Swimmingpool, der Ausgangs- und Rückkehrpunkt des Spaziergangs ist.

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Mara war von der Möglichkeit zu Laufen so begeistert, dass sie unbedingt nochmals los wollte. Dieses Mal bestand ich allerdings darauf, dass Micha uns begleitete und wir stiegen zum Sonnenuntergang zur Mboniso Viewsite auf, die auf einem kleinen Hügel beim Camp liegt.

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Im Vergleich zu unserer etwas abenteuerlichen Buschwanderung vorher war das aber ein wirklicher Spaziergang und total harmlos.

Mit dem nicht besonders leckeren, in der Relation aber relativ teurem Buffetabendessen (150R p.P.) ging der Abend zu Ende. Mal abgesehen von der Affeneinlage ein wirklich schöner erster Eindruck vom Ithala NP.
Teil 1525. Sept. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 14.1

13.08.2014: Der Giraffentag oder Emma muss sich anstrengen

Nach einen etwas spärlichen Frühstück (wie auch beim letzten Mal hat uns das Müsli gerettet 🤩 ) starteten wir gegen neun zu unserer Rundtour durch den Ithala. Als erstes wollten wir den Ntshamanzi 4x4 Track fahren. Da in der Trackbeschreibung stand, dass man sich vorher noch weitere Informationen an der Rezeption abholen sollte, machten wir das auch brav. Insbesondere interessierte uns natürlich die Frage, ob der Track eine Einbahnstraße wäre. Micha kam achselzuckend von der Rezeption zurück. Es gab keine weiteren Infos und wir dürften den Track fahren, wie wir möchten.

Wie gut, dass wir uns dazu entschieden, den Trail bergauf zu fahren und auf dem Ngubhu Loop einzusteigen.

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Das Ding war natürlich eine Einbahnstraße. Und entpuppte sich auch als weitaus größere fahrerische Herausforderung als unsere erster 4x4-Versuch im KNP. Über eine teilweise extrem grobsteinige Piste führte der Weg durch wunderschöne Berglandschaft immer wieder steil bergan und wieder hinunter.

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Auch eine kleine Wasserdurchfahrt war im Angebot. Tiere gab es unterwegs nur wenige. Im Vergleich zum KNP ein echter Allradtrail, der Micha viel Spaß gemacht hat.

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Nachdem wir am Dakeni Loop wieder auf die normale Straße getroffen waren, entscheiden wir uns, zur Phongolo Picnic Site zu fahren.

Der Picknickplatz liegt ziemlich idyllisch am Ufer des Phongola.

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Vom Parkplatz mit den blitzsauberen Toiletten muss man zunächst eine kleine Hängebrücke mit Krokodilwarnung überqueren, um zum eigentlichen Picknickplatz zu kommen. Der ist mit interessanten Holzkohlegrills ausgestattet. Von dort aus kann man nach erneuten Warnschildern bis ans Flussufer laufen. Wir waren bis auf einige Antilopen ganz alleine dort.

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Heute mittag gehts weiter mit dem zweiten Teil.
Teil 1625. Sept. 2014
Fortsetzung Teil 14.2

Von dort aus wollten wir weiter zum Viewpoint. Vorher trafen wir allerdings auf vier sehr neugierige Giraffen, die gleich interessiert auf uns zukamen:

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Auch hier gefiel uns die unglaubliche ruhige und entspannte Atmosphäre der Beobachtung sehr gut. Kein anderes Auto weit und breit, die Tiere waren total ruhig, es war einfach schön.
Dann erreichten wir den Viewpoint, der einen tollen Ausblick über das Tal bietet:

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Danach fuhren wir weiter zum Bergvliet Loop, um auch den dortigen Viewpoint noch zu besuchen.
Auch hier gab es nach einer kurzen Wanderung einen wunderbaren Blick in die Tiefe sowie interessante Tier- und Pflanzensichtungen:

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Auf dem Rückweg zum Nthondewe Camp hatten wir dann eine weitere Giraffenbegegnung: Auch dieses Tier zeigte sich als sehr neugierig und lief in aller Ruhe direkt auf Emma zu. Erst wenige Schritte vor ihr bog sie dann vom Weg ab, nicht ohne nochmals ihren Kopf geneigt und uns in Fenster geschaut zu haben.

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Gegen eins erreichten wir das Camp und machten Mittagspause.

Danach machten wir einen kleinen Spaziergang durch das Camp zum Shop, kauften uns ein Eis und testeten den Spielplatz. Micha blieb mit Mara noch etwas länger dort, während ich schon in Begleitung eines Buschbocks zum Häuschen zurücklief und mich mit dem IPad auf die Terrasse setzte. Sofort raschelte es in den Bäumen und ich war von mindestens 10 veltvet monkeys umringt, die jede meiner Bewegungen beobachteten. Nach dem Erlebnis von gestern schlau geworden, lies ich die Tür fest verschlossen.

Am späten Nachmittag fuhren wir dann auf der Suche nach den Tsessebee-Antilopen, wie wir gestern beim Hereinfahren gesehen hatten, noch eine kleine Runde Richtung Onverwacht Picnick-Site und genossen den schönen Sonnenuntergang. Die Tsessebes und auch ein Eland trafen wir leider erst, als es schon fast dunkel war.

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Zurück im Camp machte Micha Feuer und wir genossen ein leckeres Abendessen mit Rindersteaks und Gemüsenudelsalat.

Morgen geht es weiter nach Tembe.

Fazit Ithala NP: Ein toller Park. Das Affenproblem ist zwar nervig und die Häuschen könnten eine kleine Renovierung vertragen, aber die Landschaft ist absolut grandios. Die Tiersichtungen sind zwar nicht allzu üppig, aber dafür intensiv. Auch hier sind zwei Tage das Minimum, wir werden beim nächsten Mal auf alle Fälle länger bleiben.
Teil 1730. Sept. 2014

Die Affen rasen durch das Camp – Teil 15


14.08.2014: Fahrt nach Tembe und Bekanntschaft mit einem verkannten Rennfahrer

Heute hieß es leider schon wieder Abschied nehmen von Ithala NP, wir fuhren weiter nach Tembe. Auf dem Weg aus dem Park wurden wir von 15 verschiedenen Giraffen und einigen Zebras verabschiedet.

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Kurz nachdem wir das Gate passiert hatten, sahen wir eine noch ziemlich kleine Giraffe unruhig an einem Stacheldrahtzaun entlanglaufen.

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Wir sahen uns um: Weit und breit keine Mama zu sehen. Da uns das seltsam vorkam, drehten wir uns um und fuhren zum Gate zurück. Dort erfuhren wir dann, dass das Giraffenkind zur angrenzenden privaten Gamefarm gehören würde und sie leider nichts tun könnten. 🙁

Mara war zutiefst besorgt um das wirklich traurig schauende Giraffenkind. Wir wollten gerade schweren Herzens aufbrechen, als wir am von sehr weit hinten eine Giraffe herlaufen sahen. Unser Giraffenkind sah sie auch, schaute uns normal kurz mit dem Blick „jetzt wird alles gut“ an und lief in Richtung seiner Mama. 🙂

Danach konnten wir dann via R 69 nach Jozini aufbrechen. Insbesondere das Straßenstück zwischen Magudu und der N 2 war interessant: Rund 35 km Gravelroad, auf der uns absolut nicht begegnete, bis auf eine absolut unglückliche Schlange, die sich genau in dem Moment, in dem wir um die Kurve kamen, auf die Straße schlängeln musste. Ich dachte immer, Schlangen spüren Vibrationen? Micha vermutete, sie leider noch am Schwanz erwischt zu haben, aber wir verzichteten dann darauf, zurückzufahren, auszusteigen und uns ggf. einer stinksaueren Schlange gegenüberzustehen. Ansonsten war auf dieser Strecke einfach nichts außer schöner Landschaft. Ungewöhnlich für SA, wenn man nicht gerade auf völligen Abwegen unterwegs ist.

Nach einem kurzen Stück auf der N2 bogen wir Richtung Jozini ab und konnten immer wieder Blicke auf den Pongolaport Dam erhaschen. Leider ist die schöne Landschaft rund um den Damm extrem mit Plastikabfällen vermüllt, das ist uns hier besonders extrem aufgefallen.

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Jozini selbst ist eine quirllige Stadt.

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Kurz nach dem Ort hielt Micha kurz an, damit ich Bilder vom Staudamm machen konnte. Auch hier überall viel Müll.

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Weiter ging es dann Richtung Tembe NP. Auffällig war, dass hier entlang der Straße richtig viel los war. Ständig kamen kleine Ansiedlungen, Verkaufsstände und ähnliches. Auch der Verkehr war lebhaft.

Gegen 13.00 Uhr kamen wir am Gate des Tembe NP an. Nachdem wir die Formalitäten erledigt und den Eintritt bezahlt hatten (Wildcard gilt nicht), durften wir mit Emma zur Lodge fahren. Der Weg dorthin wäre wohl auch für einen SUV ohne Allrad problemlos zu bewältigen gewesen, solange er die Spur nicht hätte verlassen müssen. Nachdem wir am Gate keine Karte bekommen hatten, sondern nur den Hinweis, wir sollen doch der Beschilderung folgen, waren wir für unser Navi ganz dankbar. Die Beschilderung war zumindest im ersten Teil der Strecke nämlich nicht so wirklich hilfreich.

In der Loge wurden wir mit einem kleinen Konzert begrüßt, was besonders Mara natürlich sehr gut gefallen hat. Unser Gepäck wurde von den Mitarbeiterinnen auf dem Kopf zum Zelt getragen (Sandwege…), während wir im Hauptzelt die weiteren Formalitäten erledigten. Die Begrüßung war zwar insgesamt freundlich, aber das verbindliche Auftreten, das wir von anderen Lodges gewohnt waren, fehlte hier gänzlich. Man erledigte hier zwar irgendwie seine Aufgabe, aber keine der anwesenden Damen sprühte irgendwie vor Leben oder Motivation.

Unser Zelt war großzügig und schön ausgestattet. Einziges kleines Manko war der Umstand, dass es nur zwei Stühle auf der Terrasse gab. Wir müssten insgesamt vier Mal nachfragen, bis dann endlich ein weiterer Stuhl für Mara dazukam.

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Um zwei gab es ein kleines Lunch (ein Gericht zum selbst holen) und um drei trafen wir uns mit Patrick, unserm Ranger. Mit im Fahrzeug waren außerdem ein englisches Ehepaar und zwei deutsche Mädels aus dem Schwarzwald. Außerdem wollte einer der Servicemitarbeiterinnen mitfahren, die sich dann aber unterwegs lieber mit Ihrem Handy beschäftigte und die Gäste konsequent ignorierte.

Patrick erklärte uns, dass wir heute viel fahren würde, weil wir die Elefanten suchen müssten. Wir schauten ihn etwas irritiert an: Elefanten suchen? Wir hatten eigentlich erwartet, hier mehr oder minder über Elefanten zu stolpern bzw. diese vom Hide aus beobachten könnten. Tja, dem war wohl nicht so. Die Big Tuskers seien seit Tagen verschollen. Man sehe mal ein oder zwei Tiere, aber wirklich Elefanten hätten sie schon seit Tagen nicht mehr gesehen. Das bestätigte das englische Ehepaar mit etwas leidgeprüfte Miene; sie waren schon seit 3 Nächten da und hatten noch weitere 2 vor sich.

Fix fanden wir heraus, dass viel fahren bei Patrick auch schnell fahren heißt. Nichts mit entspannten Gamedrivetempo. Er brauste nur so durch den Park und hielt auch nur selten an. Wobei es offen gestanden auch nicht viel zum Anhalten gab. Nyalas in Hülle und Fülle,

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ab und an noch ein paar Guineafowls, aber das war es weitestgehend.

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Und natürlich dieser Schopfadler:


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So richtig glücklich machte uns das natürlich nicht. Nach noch mehr Nyalas

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und einer kurze Sundower-Pause

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kam dann noch das „Highlight“:

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit entdeckten wir dann doch noch einen Elefantenbullen.

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Und weil wir da offensichtlich zu viel Zeit gelassen hatten, fuhr Patrick dann auch im Rennfahrertempo (fast 40 km/h) durch die stockdunkle Nacht zurück zur Lodge. Mehrfach konnten sich Nyalas und Impalas gerade noch so zur Seite retten, als er um die Kurve gebraust kam. Ich wollte mir nicht vorstellen, was passieren würde, wenn plötzlich ein Elefant auf dem Weg stehen würde… 🤢

Ich war einfach nur froh und dankbar, als wir wieder zurück waren.

Danach ging es zum Abendessen, das meiner Erinnerung nach in den Bereich „essbar“ fiel, aber kein besonderes Highlight war. Der Service war mäßig, wir mussten mehrfach auf uns aufmerksam machen, wenn wir etwas wollten. Nachdem Mara schon fast wieder auf ihrem Stuhl eingeschlafen war, gingen wir dann auch gleich zum Zelt zurück (Taschenlampe nicht vergessen, die Wege sind schlecht beleuchtet), während am Feuer noch eine kleine Party mit Musik und Tanzvorführung gefeiert wurde.
Teil 1805. Okt. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 16

15.08.2014: Wo sind all die Elefanten hin?

Nachdem uns der gestrige Gamedrive nicht besonders gut gefallen hat, fiel uns das Aufstehen heute Morgen etwas schwer. Außerdem hatte das Wetter umgeschlagen. Nachdem es gestern tagsüber sehr heiß bei strahlend blauem Himmel war, erwartete uns heute ein graues Wolkenbild und ein frischer Wind. 😕

Trotzdem standen wir um sechs fertig gerichtet am Fahrzeug, nachdem wir vorher noch kurz am Frühstücksbuffet waren. Das ist auch so eine Besonderheit von Tembe: Das Frühstück ist zweigeteilt. Vor dem Gamedrive gibt es Müsli, Obstsalat und ähnliches und danach dann das warme Frühstück mit Eiern. Wenn man wie wir um halb sechs noch nicht so frühstücksmotiviert ist (mal abgesehen von dem noch früheren Aufstehen), aber trotzdem gerne Obst zum Frühstück mag, eine nicht wirklich gute Lösung.

Dann ging es in der gestrigen Besetzung wieder los. Nachdem Mara mal gerne direkt hinter Patrick sitzen wollte, waren die Engländer so freundlich, mit uns die Plätze zu tauschen. Ich glaube allerdings, dass die ihre Nettigkeit bald bereut hatten: Die beiden hinteren Sitzreihen des Toyota waren so eng, dass man sich schräg setzten musste, um nicht mit den Beinen am Vordersitz anzustoßen. Und wenn ich das Problem bei meiner Größe schon habe, möchte ich nicht wissen, wie es einem zwei-Meter-Mann geht.

So, und jetzt zeige ich euch mal die Ausbeute des Vormittags:

Los ging es mal wieder mit Nyalas und Guineafowls.

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Danach eine Gruppe Giraffen, die aber im Gegensatz zu unseren Begegnungen im Ithala NP sehr scheu waren:

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Diverses Fliegendes:

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Brown Snake Eagle?

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Hilfe bitte: Was ist das?

und dann kurz vor Schluss und schon leicht verzweifelt: Elefant in Sicht!

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Die Stoßzähne waren laut Aussage von Patrick ungefähr Mara-lang, was zum Reisezeitpunkt ca. 112 cm entsprochen hat…. 😉

Der Arme hatte eine ordentliche Verletzung auf Pohöhe, weswegen der sich mit dieser Stelle immer wieder am Baum rieb.

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Nachdem Joe in seinem Reisebericht das Thema „Fahren ohne Tracker“ auch schon angesprochen hat, möchte ich dazu auch noch etwas sagen: Es ist sicherlich nicht so, dass wir auf geführten Gamedrives völlig abschalten und gar nicht selbst mitsuchen. Aber hier auf dem Tembe war es quasi Aufgabe der Gäste, die Umgebung im Auge zu behalten, während Patrick gefahren ist. Vieles haben wir auch nur gesehen, weil einer von uns „Stop“ gerufen hat. Das fanden wir nicht so gelungen.

Danach ging es auf Patricks üblich schnelle Art zurück ins Camp zum Frühstück. Dort konnte man sich dann Rührei vom Büffet holen, Brot, Saft und jeweils ein Muffin pro Person wurden an den Tisch gebracht. Auch hier dasselbe Thema wie am Vorabend: Es war sehr schwierig, die Damen auf weitere Wünsche aufmerksam zu machen.

Nach einem kurzen Spaziergang durch das Camp und Besichtigung des nicht wirklich einladenden Swimming-Pools zogen wir uns zum Relaxen in bzw. vor. unser Zelt zurück, nicht allerding ohne nochmals um einen dritten Stuhl gebeten zu haben. Es dauerte dann aber noch eine gute Stunde, bis er endlich gebracht wurde. Service sieht anders aus.

Fortsetzung folgt….
Teil 1906. Okt. 2014
Während Mara eine Folge Ihre Lieblings-Serie auf dem Kindle gucken durfte, setzten wir uns auf die Terrasse und lasen. Plötzlich raschelte es neben mir und zwei weibliche Nyalas streifen direkt neben uns durch das Gebüsch. Von vorne kam kurz darauf noch ein Nyala-Männchen auf unser Zelt zu. Kurz vor der betonierten Terrasse blieb er stehen, musterte uns eine ganze Weile und fing dann ebenfalls an zu grasen.
Ein wirklich schönes Erlebnis, diesen Tieren so nahe zu kommen und sie völlig entspannt beobachten zu können. 🙂 🙂

Als wir um zwei vor zum Lunch gingen (heute wurde am Tisch serviert), stellten wir fest, dass sich die Lodge merklich gefüllt hatte. Eine große Gruppe Südafrikaner war angekommen, um die sich die Servicekräfte merklich bemühten.

Wir überlegten schon, wie voll das Drive-Fahrzeug denn heute wohl werden würde, da wir von der bisherigen Besetzung nur noch zu fünft waren. Die beiden Schwarzwälder Mädels waren heute Morgen abgereist.

Doch zumindest in dieser Hinsicht Glück gehabt: Die Südafrikaner bekamen ein eigenes Fahrzeug und wir durften nur zu fünft los, da sich die amerikanische Familie, die noch zu uns hätte kommen sollen, verspätet hatte. (Im Gegensatz zu Joe mussten wir netterweise auch unterwegs niemanden mehr einsammeln.)

Patrick war zwar ganz froh darüber, uns heute Morgen wenigstens einen halbwegs ordentlichen Tusker präsentiert zu haben, wollte aber nach wie vor weiter Elefanten suchen gehen. Wir waren eher an Wildhunden interessiert, die es hier anscheinend geben sollte und baten ihn dann, mit uns in diese Ecke des Parks zu fahren. Und oh Wunder, Patrick konnte langsam fahren. Es nütze allerdings leider nichts, wir fanden nicht die geringste Spur dieser Tiere. Joe hatte ein paar Tage später deutlich mehr Glück als wir.

Dafür gab es mehrer Duicker-Sichtungen:

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Ein bisschen was Gefiedertes:

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Wer kennt die beiden?

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Und ein kleines bisschen Elefant:

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Das wars aber auch. Ich überlegte mir schon, ob ich morgen früh nicht einfach in Ruhe mit Mara ausschlafen sollte und mir einen weiteren ereignislosen Gamedrive sparen sollte. 🙁

Angesichts der wenigen Sichtungen waren wir eigentlich auch recht pünktlich auf dem Heimweg, wenn nicht ein Baum den Weg versperrt hätte. Das hieß laut Patrick einmal komplett außenrum fahren. Und ihr ahnt, was jetzt wieder kam: Nacht-Ralley vom Feinsten. Mara klammerte sich nur noch an Micha fest und ich betete insgeheim, dass wir möglichst schnell im Camp sein würden. 🤢 🤢 🤢

Das Abendessen begann mit einer sehr langen und ausführlichen Dankesrede des Campmanagers an die Südafrikaner, die hier offensichtlich häufiger herkamen. Es mag sein, dass diese viel für die Lodge und den Park tun, aber wenn die anderen Gäste dabei das Gefühl vermittelt bekommen, so gar keine Bedeutung zu haben, ist das vielleicht nicht ganz so glücklich….

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns schnell von unseren Engländern am Nebentisch und trugen die schon sehr müde Mara ins Zelt. Der Geräuschkulisse nach scheint es am Feuer noch eine ganze Weile hoch her gegangen zu sein.

Fazit Tembe: Wir werden nicht wiederkommen. Das Zelt selbst war zwar sehr schön, aber weder der Service in der Lodge selbst noch die Gamedrives haben uns besonders gefallen. Patrick hat sich zwar redlich bemüht und sich auch sehr nett um Mara gekümmert, aber wir sind mit dem Tembe nicht warm geworden.
Teil 2010. Okt. 2014
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 17

16.08.2014: Ende gut, alles gut?

Von unserem letzten Gamedrive auf Tembe möchte ich eigentlich gar nicht viel erzählen, sondern vielmehr die Bilder sprechen lassen. Ich kann nur sagen, ich war froh, doch mitgefahren zu sein. Die beiden Elefantenbullen bei ihrem „Gespräch“ zu beobachten, war ein absolutes Erlebnis. Selbst Mara saß total still und fasziniert neben mir.

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Dabei konnte man auch fast die amerikanische Familie vergessen, die wir heute Morgen als Neuzugang bekommen hatten und die offensichtlich der Meinung war, Patrick als einzige beanspruchen zu können. Vor allem: Elefanten seien ihnen nicht so wichtig, sie wollten Vögel sehen. Und das im Tembe. Nun ja.

Dazu gab es dann noch eine nette Giraffenfamilie

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das obligatorische Nyala

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und noch ein Schwarzbrust-Schlangenadler.

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