Champagner8'681 Beiträge · seit 201006. Sept. 2014 · #42
mamba29 schrieb:
Irgendein Heron?
Nee, irgendein Stork 🙂 - genauer gesagt ein juveniler Sattelstorch.
Hey Susanne, nimmsch mich auch noch mit? Würde gerne mitreisen 😉 !
Ach, nochwas zu den Piepmätzen: Zu den Lapwings kann man auch Plover sagen... ich war jetzt im Urlaub auch erst verwirrt, steht aber im Sasol sogar immer in Klammer dabei.
mensch - was ein toller Bericht und er kommt uns gerade recht, weil wir in 3 Wochen selbst unsere "Just-Krüger-Tour" starten.
Du lässt unsere Vorfreude noch einmal steigen! 🤩 🤪 🤩
Wir haben die Camps Byamiti, Lower Sabie, Skukuza, Tamboti, Satara, Olifants gebucht.
Wie waren Eure Erfahrungen mit Einkaufsmöglichkeiten (Fleisch) bzw. Wein vor Ort? Auch haben wir gehört, dass derzeit einige Restaurants -noch- keine Ausschanklizenz für Alkohol haben. Habt Ihr dazu vielleicht die neuesten Infos?
Vielen Dank fürs Teilen und bitte schnell weiterschreiben.
Ganz liebe Grüße Kerstin
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200606. Sept. 2014 · #44
Hallo zusammen,
@chrissie: Danke für Deine Unterstützung! 🙂
@Bele: Herzlich willkommen an Bord. Und ebenfalls danke für die Unterstützung. 🙂 Genau deshalb bin ich auf Plover gekommen. So rein optisch kam er denen im App abbildeten Vögeln am nächsten, nur das unserer ja rein schwarz-weiß ist, während der Waffenkibitz ja noch etwas grau aufweist. Daher war ich mir nicht sicher. Aber ich hab ja euch hier zu meine Unterstützung... 🙂
@esmeralda: Auch Dir ein herzliches Willkommen! Ich freue mich, dass ich euch die Wartezeit ein bisschen verkürzen kann. Mit dem KNP werden wir bis zu eurer Abreise auf alle Fälle durch sein.
Vor Ort eingekauft haben dieses Mal relativ wenig, eigentlich nur in Satara. Unseren Haupteinkauf haben wir ja in Hazyview erledigt. In Satara waren wir Essen und haben dann dort Fleisch für Talamati nachgekauft. Die Auswahl war halbwegs in Ordnung. Die Qualität hat sich allerdings deutlich vom Pioneers-Fleisch unterschieden. Ich weiß nicht, ob das immer so ist, aber unsere gekauften Stücke waren tiefgefroren. Bei uns kein Problem, weil wir sie erst am nächsten Tag gebraucht haben und sie langsam auftauen lassen könnten. Von Einkäufen kurz vor dem Grillen würde ich eher absehen. 😉 Die Haltbarkeit vom Brot war auch wieder extrem beschränkt, maximal noch einen Tag. Nachdem wir von EP wieder über Hazyview in den Park gefahren sind, haben wir wieder dort eingekauft. Ich kann mich aber daran erinnern, dass wir in Lower Sabi kurz durch den Shop gelaufen sind. Auf den ersten Blick sah das Fleischangebot dort vertretbar aus.
Zum Thema Alkoholausschank kann ich leider wenig beitragen. Da unsere Abendessen dank Maras aufkommender Müdigkeit aufgrund des langen Tages meistens keine allzu lange und gemütliche Angelegenheit waren, haben wir bei Mugg&Bean die beiden Male in Satara immer antialkoholisch bestellt und erst in unserem Bungalow den gemütlichen Teil des Abends begonnen. Auf der Karte habe ich keinen Alkohol entdeckt, aber am Nebentisch wurde ein Glas Wein serviert. Frag doch einfach mal im Sanparksforum nach, die sind auch in solchen Sachen immer sehr hilfreich. Falls Du sonst noch Fragen hast, melde Dich einfach.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200608. Sept. 2014 · #45
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 6
05.08.2014: Von Satara nach Talamati
Heute stand uns nur ein relativ kurzes Stück zwischen Satara und Talamati bevor. Aber da wir gestern aufgrund des Trails nur ein kleines Stück der „Löwenstraße“ S 100 gefahren sind, wollten wir das heute Vormittag nachholen. Um kurz vor sieben saßen wir fertig gepackt im Auto und machten uns auf zur Löwensuche.
Als erstes gab es allerdings erst mal eine Gruppe Büffel zu sehen. Diese standen quasi neben der Ausfahrt des Camps.
Nach einigen Kilometern auf der S 100 hatten wir dann das erhoffte Glück: 4 männliche Löwen im Gras relativ nahe an der Straße. Und bis auf einen waren sie auch alle so nett, sich ab und an etwa zu bewegen. Dieses Erlebnis mussten wir natürlich mit ein paar anderen Fahrzeugen teilen, aber angesichts dessen, was wir noch erleben sollten, ging es hier sehr ruhig und zivilisiert ab. Wir konnten in Ruhe beobachten und fotografieren.
Danach war die Sichtungsfee offensichtlich der Meinung, uns heute Morgen genug Gutes getan zu haben und hielt uns weitere Sichtungen bis zum Picknickplatz vor. Bereits gestern war uns aufgefallen, dass es rund um Satara deutlich mehr Wasser gab als in 2012. So gab es im N’wanetsi, der neben der S 100 verläuft, immer wieder Wasserstellen und auch auf der S 41 hatten wir zwei kleine Wasserdurchfahren. Sonst war es dort immer vollkommen trocken und daher die Wasserlöcher gut bevölkert.
Nachdem wir uns auf dem Trail gestern nicht getraut hatten, Eier mitzunehmen, stand einem ordentlichen Frühstück mit Rührei, Speck und geröstetem Brot heute Morgen nichts im Wege. Micha organisierte einen Gasgrill beim Rancher und brachte auch gleich noch heisses Wasser für meinen Tee mit.
Nach einer gemütlichen Pause zogen wir weiter zum Sweni-Hide. Doch auch dort hielt die Verweigerungshaltung unserer Sichtungsfee leider an. Lediglich ein paar Wasservögel waren im Angebot.
Das Krokodil von gestern lag immer noch bewegungslos an der gleichen Stelle wie am Vortag. Ob es wohl noch lebte?
Etwas unschlüssig überlegten wir, ob wir bis Tshokwane weiterfahren sollten, um mit Mara dort Mittagspause zu machen. So richtig Lust hatten wir nicht dazu. Während uns der Picknickplatz 2008 noch so richtig gut gefallen hatte, hatte er 2012 viel von seinem Charme verloren. Wir entschieden uns schließlich dazu, auf der S 37 bis zur Teerstraße zu fahren und dort auf die S 33 zu wechseln, die uns zum Nhlanguleni- Picknickplatz und dann weiter Richtung Talamati bringen würde.
Während dieser nicht unerheblichen Fahrtstrecke können wir von genau einer Sichtung berichten: Eine Riesentrappe, die uns zudem auch noch wenig fotogen den Rücken zugedreht hat.
Liebe Sichtungsfee, ja, die Löwen waren echt toll und es war auch superschön, dass sie nicht nur geschlafen haben und das Gras auch nicht zu hoch war, aber muss das jetzt echt sein? Nicht mal ein Impala für uns????
Etwas frustriert erreichten wir schließlich den Nhlanguleni- Picknickplatz. Diejenigen unter euch, die Kinder haben, können sich sicherlich vorstellen, wie schwierig das ist, wenn über einen so langen Zeitraum jegliche Sichtungen ausbleiben. Es ist ja schon für uns Erwachsene ziemlich frustrierend, so lange einfach nichts zu sehen, aber für unsere fünfjährige war das schon ziemlich hart. Und es war ja nicht das erste Mal in diesem Urlaub, dass sich die Sichtungsfee diesen Geduldstest für uns hat einfallen lassen.
Dann war sie allerdings der Meinung, wir hätten genug gelitten. Als wir gerade auf dem Picknickplatz aus dem Auto stiegen, kam eine Gruppe Elefanten an das Wasserloch unmittelbar neben dem Platz.
Während wir beobachten und fotografieren, organisierten wir Mara ein schnelles Mittagessen aus unseren Vorräten.
Danach fuhren wir weiter Richtung Talamati.
Unterwegs bekamen wir noch mehrere einzelne Elefanten, ein stark humpelndes Zebra und dieses Geiernest zu Gesicht. Michas leise Bemerkung zu mir, dass das arme Zebra wohl als Löwenfutter enden würde, bevor der Tag um wäre, rief natürlich sofort Mara auf den Plan und wir mussten die Überlebenschancen des armen Tiers mit ihr diskutieren. Wir einigten uns schließlich darauf, dass es mit ganz viel Glück auch wieder gesund werden könnte. Ihr ist zwar klar bewusst, dass die Großkatzen alle Fleischfresser sind und der Anblick des Büffels war auch kein Problem für sie, aber die Vorstellung, dass der Löwe das arme hinkende Zebra erlegt, war dann doch etwas viel.
In Talamati angekommen, wollten wir gerade zur Rezeption, als uns die Sichtungsfee nochmals ein bisschen ihrer gerade anscheinend gute Laune zukommen ließ:
Die Elefanten wanderten unmittelbar vor dem Camp am Tor vorbei zum Wasserloch, das direkt am Zaum liegt. Es war faszinierend, direkt am Tor zu stehen und das Vorbeiziehen der grauen Riesen zu beobachten. Mara fand den Abstand zwischen ihr und den Elefanten offenbar ein bisschen zu nah und verzog sich etwas weiter nach innen. Vermutlich wirken die Tiere aus ihrer Größe noch gewaltiger als für uns.
Nachdem wir das Schauspiel vom Hide aus noch eine Weile beobachtet hatten, fuhren wir zu unserem Bungalow.
Dort nahmen wir mit einem etwas unguten Gefühl die zusätzlich an der recht schwergehenden Schiebetür angebrachte Affensicherung in Form eines senkrechten Stifts zu Kenntnis, der nach dem Schließen der Tür noch extra senkrecht eingesteckt werden musste. Während des Ausladens hatten wir dann auch ein paar neugierige Zuschauer in Form von velvet monkeys, aber für den Rest des Nachmittags ließ sich kein Affe mehr blicken.
Wir ruhten uns auf der gemütlichen Lounge-Garnitur etwas aus und unternahmen dann einen kleinen Camp-Spaziergang. Der zweite Hide weiter hinten im Camp erwies sich als wenig erfolgversprechend und auch unser Spaziergang entlang des Zauns ergab nichts Spannendes. Nachdem wir noch eine Weile Uno spielend und wartend im vorderen Hide gesessen hatten, brachen wir das Ganze vorläufig ab und kümmerten uns um die Abendessenvorbereitungen. Wir hatten in Satara nochmals Fleisch nachgekauft. Dazu machen wir einen Gemüsenudelsalat, da ich für Mara sowieso Nudeln gekocht hatte.
Da der vordere Hide bei Nacht beleuchtet ist, zogen wir gegen halb acht nochmals mit Stirn- und Taschenlampen los. Die Beleuchtung ist allerdings lediglich am Wasserloch. Da das etwas vertieft liegt, kann man vom Hide aus nur sehr eingeschränkt sehen, ob sich am Wasserloch etwas tut. Wir leuchteten zwar einige Mal mit der Taschenlampe (extra für solche Zwecke gekauft), die Umgebung ab, aber außer einem schnell davonhuschenden Steinböckchen war nichts zu entdecken. Den Geräuschen nach müsste aber das ein oder andere Tier draußen unterwegs gewesen sein. Als wir uns auf dem Rückweg zum Camp machten, hörten wir in der Entfernung eine Pavianherde kreischen. Löwengebrüll ist mir irgendwie lieber ….
Wie der Abend endete, könnt ihr euch nach den bisherigen Berichten sicher vorstellen. Nachdem Mara auf dem Schlafsofa neben der Küche erstaunlich schnell dem Schlaf in die Arme gefallen ist, haben wir noch in Wolldecken eingepackt die Abendgeräusche Afrikas genossen, wie immer mit unserem obligatorischen Savanna. Allerdings ist es in Talamati – das war uns schon beim Abendessen aufgefallen – ziemlich viechig an fliegendem Kleingetier, so dass wir mit unsern Kindles bald auch den Weg Richtung Bett antraten.
Morgen erkunden wir die Umgebung von Talamati und ich muss mich einer furcherregenden Erinnerung stellen...
Alexa1'249 Beiträge · seit 201209. Sept. 2014 · #47
Liebe Susanne, also, da könnt Ihr doch wirklich zufrieden sein! So tolle Löwenbilder habe ich im Krüger noch nie machen können! Die sind wunderschön 🤩 Also, ich kann auch nicht wirklich was gegen Eure Sichtungsfee sagen. Klar gibt es immer mal wieder Durststrecken und mit Kind ist das sicher anstrengender, ich für meinen Teil genieße dann einfach immer das "Krüger-Feeling" und die schöne Landschaft. Und nochmal, Deine Löwen-Bilder sind echt toll! Liebe Grüße, Alexa
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200609. Sept. 2014 · #48
Hallo zusammen,
@Bele: Man könnte es fast meinen, vor allem, da sie am armen Steiff-Löwe gelegentlich übt. Dann hätte er allerdings auch noch ein paar rosa Spängchen in der bescheidenen Mähne... 😉 Es scheint aber offensichtlich einige dieser Irokesen-Löwen zu geben. Ich glaube Nane hatte auch so ein tolles Foto.
@ Alex: Danke für die Blumen, Lob aus Deinem Mund macht mich besonders glücklich... 😉 Und die wirklich tollen Löwenbilder (finde ich zumindest) kommen in den nächsten Tagen.
Ganz allgemein zu unserer Sichtungsfee: Wenn man die Bilder jetzt so sieht, haben wir natürlich viel gesehen. Und es kommen ja auch noch ein paar tolle Sachen. Ich möchte mich auch keinesfalls beschweren. Für uns war dieses Jahr nur vollkommen ungewohnt, dass wir quasi jeden Tag diese wirklich langen Sichtungspausen hatten. Und das kenne wir so gar nicht. Klar, wir freuen uns auch an der Landschaft, aber je nachdem, in welcher Ecke man unterwegs ist, ist das nach einer Weile auch bedingt unterhaltsam. Deshalb hab ich unsere Sichtungsfee ja im Vorspann auch nicht als schlecht, sondern lediglich als zickig bezeichnet. Aber lieber zickig mit Highlights als nett und nur Mainstream! 🙂
Susi651'127 Beiträge · seit 201109. Sept. 2014 · #49
mamba29 schrieb: Es scheint aber offensichtlich einige dieser Irokesen-Löwen zu geben. Ich glaube Nane hatte auch so ein tolles Foto.
😁 😁 😁 😁 Genau an das Bild von Nane musste ich auch sofort denken, als ich deine Löwenbilder gesehen habe. Fotogen sind sich ja diese Irokesen-Löwen , dass muss man schon sagen 😉, aber so gut frisierte Löwen wie im KTP haben auch etwas. Das wirst du ja bald selber sehen 😘 .
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200609. Sept. 2014 · #50
Hallo Susi,
es gibt auch gut frisierte Löwen im KNP:
Den haben wir 2012 auf der Straße bei Lower Sabie getroffen. Anonsten gibt es in den nächsten Tagen noch ein paar gutfrisierte Herrn von außerhalb des KNP. Wobei ich sagen muss, so ein hübsches Exemplar wie den hier hab ich nimmer. Das ist schon mein Favourite!
Nane421'362 Beiträge · seit 201109. Sept. 2014 · #52
Huhu Susanne, wow, das ist ja mal ein top gestylter Löwe 😎 ; sieht wirklich aus wie frisch vom Föhn... 🤪 Klasse Portrait 😁 !!
Von den aktuellen gefällt mir aber kein Löwe, sondern dies...
mamba29 schrieb:
...am besten 😁 😁 !! Der kleine Zwerg sieht so süß aus und hat so ein gewisses schelmisches Grinsen im Gesicht 😛 🤪 ... Freu mich auf die Fortsetzung ...
LG, Nane 🙂
P.S. Und das mit den rosa Spängchen kenn ich auch gut: das hat meine Oma früher immer mit unserem Bobtail gemacht, weil " der arme Hund sieht ja sonst nix"... 🤪
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200610. Sept. 2014 · #53
Guten Morgen zusammen,
und danke für das Lob für unseren gutfrisierten Löwen. 🙂 Wobei ich mich grundsätzlich über jeden Löwen freue, egal ob gutfrisiert oder nicht. Und der Iro-Schnitt hat auch absolut was. Der gutfrisierte Kandidat war aber auch ingesamt ein absoluter Prachtkerl. Richtig groß und er ist so richtig majestätisch die Straße entlang geschritten. Absolut König der Tiere mäßig. 🙂
@Nane: Du hast recht, das Elefantenkind grinst. Das tun die aber anscheinend öfter, ich hab da noch ein paar Fotos von dieser Sorte für Dich in den nächsten Tagen. 😁
lionfight1'324 Beiträge · seit 201310. Sept. 2014 · #54
Schöner Bericht und einige tolle Sichtigungen. Gefällt mir. Danke fürs zeigen.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200610. Sept. 2014 · #55
Hallo Joe,
schön, dass Du auch dabei bist und danke fürs Lob.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200610. Sept. 2014 · #56
Die Affen rasen durch das Camp – Teil 7
06.08.2014: Rund um Talamati
Auch heute Morgen schaffen wir es erst gegen sieben das Camp zu verlassen. Irgendwie hatte ich ja in diesem Urlaub die Hoffnung gehabt, dass wir zumindest gelegentlich mit Toröffnung starten, aber bis wir dann immer im Auto saßen, verging doch irgendwie ziemlich viel Zeit.
Nachdem wir morgen in Richtung Orpen Gate fahren würden, war klar, dass es heute wieder Richtung Osten gehen würde. Damit hörte die Einigkeit aber auch schon auf. Ich wollte auf gar keinen Fall zum Frühstücken zum Muzandzeni-Picknickplatz fahren. Dort hatten wir 2012 unser für mich ziemlich schreckliches Erlebnis mit den aggressiven Tokos gehabt. Es wundert mich wirklich, dass Micha, der ja damals nur einer fast-Kollision mit dem Vogelschwarm entgangen ist, überhaupt in Betracht gezogen hat, den Picknickplatz nochmals anzufahren. Ich war also für eine Tour zum gestrigen Picknickplatz Nhlanguleni. Nach längerer Diskussion setzte sich Micha schließlich durch und wir machten uns auf der S 36 auf Richtung Norden.
Am Shimangwangeni-Damm hatten wir das Glück, gerade noch eine Herde Rappenantilopen beim Trinken beobachten zu können, bevor diese wieder von dannen zogen.
Und dann kam der Picknickplatz…
Zu meiner großen Erleichterung waren schon zwei Autos dort, so dass sich eventuelle Vogelattacken nicht auf uns alleine konzentrieren würden. Kaum hatten wir unseren Picknickkorb ausgepackt und den Tisch gedeckt, standen auch schon die ersten Tokos da. Im Vergleich zu ihren Kumpanen aus 2012 waren sie aber deutlich weniger aggressiv und hielten zumindest einen gewissen Abstand. Ich möchte nicht sagen, dass ich beim Frühstück völlig entspannt war, aber im Vergleich zu damals war es heute gut auszuhalten.
Kurz nachdem wir fertig waren,kam der Rancher vorbei und zeigte uns und einer weiteren Gruppe eine kleine Eule, die in einem Baum am Picknickplatz wohnt. Ich musste mehrfach hinschauen, um sie tatsächlich zu entdecken.
Unsere erste Eule im KNP. 🙂
Von einer deutsch-argentinisch-italienischen-Reisegruppe am Tisch nebenan erfuhren wir von einem Riss in der Nähe des Nsemani-Damms. Damit war die Richtung vorgegeben. Genauere Angaben konnten Sie uns leider nicht machen, aber wir wollten versuchen, die Stelle zu finden.
Wir hatten uns angewöhnt, Stellen, die schwierig wiederzufinden bzw. zu beschreiben waren im Navi abzuspeichern, um dann die genauen Koordinaten zu haben.
Also fuhren wir auf der S 36 weiter nach Norden, um dann auf die Teerstraße Richtung Satara abzubiegen. Die Sichtungsfee war gerade wieder etwas unzugänglich und geizte mit erwähnenswerten Sichtungen. Muss ich erwähnen, dass wir uns inzwischen schon über jedes Impala freuten? Die Suche nach dem Riss ein kurzes Stück nach der Abzweigung H7/S40 entpuppte sich natürlich auch nicht als erfolgreich.
Am Damm selbst war bis auf diese Herrschaften hier auch nichts los, so dass wir schon leicht frustriert Richtung Satara weiterfuhren.
Nur, dass wir nicht besonders weit kamen:
Eine große Herde Büffel blockierte die Straße. 2012 hatten wir bei Mopani ein ähnliches Erlebnis und durften damals ziemlich lange warten, bis die Straße wieder frei war. Diese Herrschaften waren etwas zügiger unterwegs.
Ich gebe zu, kein besonderer Büffel-Fan zu sein, aber ich finde es doch ungemein faszinierend, die Tiere zu beobachten, wenn sie in diesen großen Herden unterwegs sind. Besonders süß waren natürlich die kleinen Kälbchen, von denen es einige gab.
Vorbei an Satara nahmen wir dann den Sweni-Weg in Richtung Camp. Auf der S 126 hatten wir 2012 neben einigen Löwen auch sonst schöne Sichtungen gehabt. Dieses Mal: Nichts. 😠
Keine Ahnung, womit wir die Sichtungsfee geärgert hatten. Aber das hat sie mit Mara gemeinsam, da sind wir auch öfter ahnungslos … 😉
Gegen zwei waren wir zurück im Camp und entschieden uns, den restlichen Nachmittag gemütlich auf der Terrasse bzw. am Hide zu verbringen. Nach einer Weile überkam Micha dann doch der Bewegungsdrang und er entschied sich, einige Runden durchs Camp zu joggen, während ich mit Mara nach vorne zum Hide ging. Leider unterhielt sich ein dort ebenfalls sitzendes Pärchen wirklich lautstark mit einer älteren Frau, so dass von Ruhe absolut nichts zu spüren war. Irgendwann merkten sie dann endlich meine bösen Blicke und es kehrte Stille am Hide ein.
Am Wasserloch selbst hielten sich einige Zebras und Gnus auf. Dazu kamen zwei Kudus. Es herrschte aber eine merkwürdige Unruhe, ohne dass ich feststellen konnte, woher diese kam. Die beiden Kudus schafften es nicht einmal zu trinken. Immer, wenn sie sich hinuntergebeugt hatten, schreckten sie sofort wieder hoch und liefen ein paar Schritte weiter. Schließlich zogen sie wieder ab, ohne getrunken zu haben. Nachdem ich längere Zeit gewartet hatte in der Hoffnung, dass der Grund für die Unruhe vielleicht noch auftauchen würde, kam da leider nichts. Also packte ich meine Sachen und kehrte zurück ins Haus, um das Abendessen vorzubereiten.
Auch diesen Abend beendeten wir wieder in Wolldecken gepackt auf den gemütlichen Lounge-Möbeln mit unserem Savanna.
Morgen geht’s weiter nach Sabi Sands.
Fazit Talamati: Talamati ist das teuerste der Bush Camps. Woher dieser doch recht deutliche Preisunterschied resultiert, ist uns nicht ganz klar geworden. Das Häuschen selbst war absolut in Ordnung, ich fand die Innenküche mit ordentlicher Beleuchtung nach den Kochaktionen in Shimuwini mit Stirnlampe doch ganz angenehm. Die Loungemöbel waren natürlich klasse. Die Umgebung war bei uns jetzt nicht so wirklich tierreich, aber ich denke, aufgrund der relativ großen Wasservorräte im KNP dieses Jahr hatten wir vielleicht einfach auch ein bisschen Pech.
Was uns aber vermutlich davon abhalten wird, nochmals nach Talamati zu kommen, erfahrt ihr im nächsten Teil….
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200611. Sept. 2014 · #58
Hallo Topobär,
so spannend war es eigentlich gar nicht gedacht... 😉 Alexa hat auch schon besorgt nachgefragt, da sie Talamati für den Herbst gebucht hat.
Es ist nichts wirklich wildes, man kann Talamati unbesorgt buchen. Wahrscheinlich passiert das in der Form auch keinem außer uns. Oder ihr seid alle so abgehärtet, das euch das eh nicht mehr schreckt.
So, genug neugierig gemacht, heute abend gehts weiter.