take-off1'674 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #61
Hallo Bayerschorsch,
mutig, mutig..... aber was man sonst auch machen, wenn mann ans Ziel will, Augen zu und durch 😄
So wie ich das sehe, warst du bei der Filmaufnahme aber schon vorbereitet - denn es war die Wiederholung. Wie sonst hätte dich die Schorschine filmen können 😄 Denke mal, sie kann ja nicht fliegen. Hat die erste Durchfahrt auch so gut geklappt 🙄
Ha, ich denke die Schorschine ist hinüber gewatet. 😄 😉 Soll man ja auch so machen um zu testen wie tief es wirklich ist. 🙁 Das wurde der Guggu-Mann genau so machen: Fraule durch Kroko-, Schlangen-, Bilharziose-, und andere üble Sachen verseuchtes Wasser 😉 jagen um sich dann filmen zu lassen wat´n geiler Typ er ist. 🤩 😣 😗
ich habe gerade genau dasselbe gedacht und ein Bild vor Augen gehabt: Schorschine stürtz sich todesmutig in die Fluten, kämpft sich ans andere Ufer um ihren Schorsch zu filmen 😛
Schorsch,
Respekt, bei dem vielen Wasser hätte ich schon Pipi in der Hose gehabt 😊
auch von mir - Respekt! Tiefsand finde ich ja noch so halbwegs aushaltbar (wobei wir da auch erst harmlose Erfahrungen haben), aber Wasserdurchfahrten sind für mich der absolute Horror. (Auch ein Grund, warum wir unsere Moremi-Pläne erst mal auf Eis gelegt haben). Du hast da aber wirklich sehr souverän gemeistert. 🙂 Oder liegt nur daran, dass es die Wiederholung war und Du schon wusstest, was auf Dich zukommt? 😎 Ich bin jetzt mal nett und unterstelle Dir nicht, dass Du Conny vorher zum Durchwaten geschickt hast...
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200922. Mai 2014 · #65
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
Löffels:
Ein schöner, interessanter Reisebericht, ich fahre gerne mit und bin schon ganz hin und her gerissen, ob ich nun einfach hier sitzenbleiben und mich chauffieren lassen soll oder an meinem eigenen Bericht weiterschreiben ...
... also Entschuldigung, aber so geht das ja gar nicht. Einfach nur chauffieren lassen und den eigenen Bericht vernachlässigen. Trau Dich ja nicht ... 😉
zu Deiner Frage:
Wie ist das eigentlich mit diesem ganzen Desinfektionsgedöns in Botswana ? Ist das nur bei Einreise auf dem Landweg oder wird auch an Flughäfen ein ähnlicher Zinnober veranstaltet ?
... in Maun am Flughafen wurde da überhaupt nichts gemacht, lediglich auf den Straßen gibt es die eine oder andere Veterinärskontrolle. Bei uns war das ein paar mal der Fall, Fleisch solltest Du nicht unbedingt in der Coolerbox aufbewahren. Wir haben, wenn wir eine Kontrolle sahen, immer vorher unser Fleisch versteckt. Aber das war meine ich insgesamt 2x der Fall. Also gar kein Problem.
Hanne:
bei meiner nächsten Reise - könnte ich so einen Schnäppchen-Jäger super gebrauchen --- bei den Einsparungen, kann man ja glatt 2 x im Jahr nach Afrika reisen und hat am Ende immer noch was übrig
... das wär´s: 2x im Jahr nach Afrika, aber was soll ich Dir sagen? Die Berge, das Skifahren - diese Dinge wollen nicht vernachlässigt werden.
Susanne, Fleur, Guggu und Dagmar: 😘 😘 😘 😘
ein Wort zur WASSERQUERUNG und zu dem Video:
Also ich würde sagen, jetzt macht mal ein wenig "halblang". So tragisch war das Ganze ja doch wieder nicht. Und Ihr liegt schon so ungefähr richtig:
Conny watet durch das Wasser, ich schau derweil genüßlich zu, was so passiert, und nachdem eben nix passiert ist und weder ein Krok noch sonst ein Ungetier auftaucht ist, hab ich´s riskiert. Ich fahr doch nicht in die Brühe rein, ohne dass mir meine Schorschine grünes Licht gibt. 😉 😛
Jetzt aber zum tatsächlichen Ablauf:
Wir kommen nach ca 12 km an diese besagt Wasserstelle und schauen zunächst mal schon seeeehr erstaunt drein, als wir diesen See vor uns haben. Wer genau aufgepasst hat: rechts vom "See" ist ein Einheimischer, der sich gerade seine Schuhe ausziehen wollte. Wir raus aus unserer Kiste und mal ein bisschen bayerisch gequasselt.
Und so ganz nebenbei haben wir dann gefragt (man will ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen), ob wir denn hier überhaupt richtig sind und ob´s denn hier tatsächlich zum Guma Laoon Camp geht. Na klar, so meinte der gute Mann, er ist angestellt auf Guma, er ist nämlich dort für die Security tätig. Na ja, was soll ich sagen, eine Ehrensache für uns, den Mann mitzunehmen. Er hat uns dann genau gesagt, wie wir fahren müssen. Umweg um den "See" gab´s keinen, aber er meinte, alles kein Problem, hier wär schön öfter das Wasser noch höher gestanden.
Na dann, auf geht´s zum fröhlichen Bootsdrive. Der Mann hinten drin, das war schon mehr als beruhigend, eine Flasche Wasser haben wir ihm gleich in die Hand gedrückt, man weiß ja nie, ob wir ihn nicht doch noch brauchen zum rausschieben oder rausziehen.
Und: die erste Durchfahrt hat super geklappt, er hat sich dann nur etwas gewundert, was das doch für komische und eigenartige Leute sind. Da steigt die Frau (Conny) aus, schnappt sich den Filmapparat und schickt den Fahrer samt Beifahrer wieder zurück durch´s Wasser, nur damit man hier im Forum mit sensationellen Wasserquerungen angeben kann. Wir haben versucht, ihm das zu erklären. Er hat zwar gelacht (das war ein ganz ein netter Bursche), aber verstanden hat er den ganzen Aufwand sicherlich nicht.
Und genau dieser selbe Mann steht zwei Tage später bei unserer Rückfahrt wieder vor der Wasserquerung. Es gab ein großes "Hallo", und das "Hallo" war noch größer, als wir ihn dann in Etsha 13 aussteigen ließen, nicht ohne ihm vorher noch einige Altkleider in die Hand zu drücken.
War wieder mal ein klasse - afrikanisches Erlebnis.
Bis dann, und dass mir jetzt ja keiner schreibt: ja wenn das so war, dann ....
Susi651'127 Beiträge · seit 201122. Mai 2014 · #66
Coole Geschichte Schorsch 😎 ,
wirklich tolle Aktion 🤩 🤩 . Ich glaube mit Euch unterwegs zu sein macht echt Spaß...wenn man dann angekommen ist und auch alle sieben Sachen wieder bei sich hat 😄 😄 😄 .
Freue mich auf noch mehr afrikanische Erlebnisse mit Euch (auch wenn ich unseren Reisebericht dabei "leider" mal wieder vernachlässigen muss 😉 ).
lionfight1'324 Beiträge · seit 201322. Mai 2014 · #67
Das ist doch ein nettes Erlebnis.
Mein 4WD-Instruktor hätte gesagt, dass da noch viel mehr Wasser stehen könnte. Und für ihn wärst Du viel zu schnell gefahren, da die Bugwelle ja fast höher wie der Wasserstand ist.
Ich hab das viel geübt, aber ich hätte auch einen Heidenrespekt gehabt. Hast Du klasse gemacht.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200922. Mai 2014 · #68
Hallo Susi,
Liebe Grüße aus dem sonnig und heißen Hamburg
.. wurde mir grad erzählt. Es soll heute 30 Grad haben, das wäre ja schon fast Rekord für da oben.
Freue mich auf noch mehr afrikanische Erlebnisse mit Euch (auch wenn ich unseren Reisebericht dabei "leider" mal wieder vernachlässigen muss
... da siehst Du mal, wie ich Dich "abgehängt" hab ... Also: dann mach mal !!!
Lionfight:
Und für ihn wärst Du viel zu schnell gefahren, da die Bugwelle ja fast höher wie der Wasserstand ist.
Na ja, unsere Beifahrer aus Etsha babbelte auch irgendwas. Vielleicht hat er das gemeint. Oder er hat einfach nur Angst gehabt und gemerkt, dass ich da mehr unsicher als sicher war. 😉
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200922. Mai 2014 · #69
Zweiter Tag im Guma-Lagoon-Camp
Sonnenaufgang ist um knapp vor 6.00 Uhr. Und was für ein Sonnenaufgang - seht selbst:
Bei dieser Stimmung fällt es sogar uns schwer, aus den Federn zu kommen. Ganz klasse Stimmung ist das hier an der Lagune: 😘
Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir nochmal eine vierstündige Bootstour. Mit unserem Guide sind wir auch heute allein, es ist einfach toll, durch die Lagune zu kurven und die Landschaft zu genießen. Auch heute sehen wir wieder (zumindest nach unserer Meinung) nicht allzu viele Tiere, aber schön ist es allemal. Hier das Camp vom Boot aus:
Tolle Landschaften:
und es gibt nur zufriedene Gesichter:
Als höchst unerfahrene Birder versuchen wir hier einen Greifvogel im Flug zu fotografieren, was natürlich ein ganz misslungener Akt wird:
Na ja, so ganz große Klasse war die Bootstour nicht, aber es war trotzdem schön. Den Nachmittag verbringen wir mit relaxen auf der wunderschönen Terrasse, der Pool gehört uns ganz allein (der ist im Übrigen picco bello sauber), und zum Sundowner fahren wir mit unserem Hillux raus zu den Sandpisten, eine tolle Sundowner-Fahrt, die wir da machen:
Zurück zum Dinner gibt es heute Pumpkinsuppe, Hühnchen mit Karotten + Kartoffelpuffer + Broccoliauflauf, dazu einen griechischen Salat und als Nachspeise Mousse au Chocolat. An sich gibt´s da nichts zu meckern, trotzdem wäre so ein feiner Okavangofisch schon was Gutes gewesen. 😎
Fazit Guma Lagoon Camp:
Eine super Unterkunft, hier würden wir jederzeit wieder herkommen, es hat uns ausnehmend gut gefallen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut, die beiden Bootstouren, die zusammen rund 6 Stunden dauerten, schlugen mit insgesamt 110 Euro inclusive Sprit zu Buche.
Morgen geht es weiter in den Caprivi. Wir freuen uns schon sehr und werden sehen, ob die Mobola-Lodge das hält, was wir uns vorstellen.
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201322. Mai 2014 · #70
Hallo,
nachdem die "gefährliche" Wasserdurchfahrt schon vorbei ist, quetsche ich mich auch noch rein. 😉
Dein Bericht ist interessant und unterhaltsam. Von den Bildern sind natürlich die vom Sonnenaufgang besonders stimmungsvoll.
bayern schorsch schrieb: Zurück zum Dinner gibt es heute .... An sich gibt´s da nichts zu meckern, trotzdem wäre so ein feiner Okavangofisch schon was Gutes gewesen.
Wir haben im ganzen Caprivi und weiter bis zu den Vic Falls nicht ein einziges Mal Fisch bekommen. Auf der Rückfahrt fragten wir nach und erhielten die Auskunft, dass man in den Nationalparks nicht fischen dürfe, nur die hier wohnenden (schwarzen) Einheimischen dürften angeln. Man hätte mit Einheimischen von einem Boot aus angeln können, aber alleine keine Genehmigung bekommen.
Ob das stimmt, weiß ich aber nicht.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
bayern schorsch schrieb:...der Pool gehört uns ganz allein (der ist im Übrigen picco bello sauber)...
Logo, bello Picco hat ihn ja sauber gemacht während ihr auf Bootstour ward und nicht mitbekommen habt dass ich Euch nachgerannt/geschwommen bin... 😉
Aber nun häng ich einen (hoffentlich schwimmfähigen) Anhänger an Euren Toyota und setz mich dort drauf... nur ich und mein Porta Potty, während Ihr übereinandergestapelt im Toyota sitzt... 😛
Mal wieder ein sehr aufschlussreicher Reisebericht von Dir..... Da drängt sich mir einfach die Frage auf, ob es bei Euren Reisen so wie z.B. neulich nach Hamburg und Berlin auch so kleine Schwierigkeiten wie Gepäckverlust, Bahnstreik, Pannen jegliche Art etc. Zu bewältigen gibt. oder bekommt Ihr es innerdeutsch besser hin? 😄
Ansonsten schön eingefangener Sonnenaufgang. gern mehr davon.
na da ziehe ich ja meinen Hut: erst marschiert die Conny todesmutig durch die Fluten und dann fährst Du freiwillig 3x!!! durch die Brühe.
Na da wären bei mir nicht nur die Füsse nass gewesen... 🤢
Tolle Bilder, besonders die vom Sonnenaufgang - ist mal was ganz anderes. Bei mir reicht es meist nur bis zum Sonnenuntergang 😗
Du bist übrigens schuld, dass ich jetzt mein Laptopp mit ins Baltikum nehme, damit ich auch bloss nix verpasse.
Weiter so - es macht viel Spaß mit Euch zu reisen.
Gute Nacht und LG Kerstin (die gerade mit dem Koffer packen fertig geworden ist)
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200923. Mai 2014 · #75
Guten Morgen zusammen,
Berg Eule:
Wir haben im ganzen Caprivi und weiter bis zu den Vic Falls nicht ein einziges Mal Fisch bekommen. Auf der Rückfahrt fragten wir nach und erhielten die Auskunft, dass man in den Nationalparks nicht fischen dürfe, nur die hier wohnenden (schwarzen) Einheimischen dürften angeln. Man hätte mit Einheimischen von einem Boot aus angeln können, aber alleine keine Genehmigung bekommen.
... das haben wir später am Okavango auch gehört. Ein Tourist aus Kapstadt hat uns das erzählt. Also wird schon was dran sein.
Schön, dass Du auch mit von der Partie bist.
Picco schreibt zum Pool:
Logo, bello Picco hat ihn ja sauber gemacht während ihr auf Bootstour ward und nicht mitbekommen habt dass ich Euch nachgerannt/geschwommen bin
...das hast Du gut gemacht, Picco!!! 🙂 Mit ein Grund, dass wir Dich gerne als Beifahrer dabei haben.
Lisolu:
Da drängt sich mir einfach die Frage auf, ob es bei Euren Reisen so wie z.B. neulich nach Hamburg und Berlin auch so kleine Schwierigkeiten wie Gepäckverlust, Bahnstreik, Pannen jegliche Art etc. Zu bewältigen gibt. oder bekommt Ihr es innerdeutsch besser hin?
... innerdeutsch klappt das schon viiiiieeel besser. Wobei - mit der DB hatten wir auch erst unsere Probleme ...
Fleur frägt:
Geht´s bald weiter?
... heute nachmittag, Geduld Geduld ... 😉
Esmeralda/Kerstin:
Gute Nacht und LG Kerstin (die gerade mit dem Koffer packen fertig geworden ist)
... so ungerecht geht´s auf dieser Welt zu! Ist grad mal schlappe 2 Wochen aus dem KTP zurück und packt schon wieder die Koffer für´s Baltikum. Ihr habt ein Hundeleben! Sag dem Casimodo einen schönen Gruß - und einen schönen Urlaub Euch zwei ! 🙂
nun drängelt doch nicht so 😣 müssen ja auch mal eine pipipause einlegen und den Loefel an die Tastatur schicken, sonst muss ich auch noch den Laptop mit nach Sicilia nehmen 😵
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200923. Mai 2014 · #78
Tag 4 vom Guma-Lagoon-Camp in Botswana zur Mobola-Lodge im Caprivi
Früh aufstehen ist wieder angesagt, man will ja vom Tag nichts versäumen. Trotzdem stärken wir uns am reichlich gedeckten Frühstückstisch, es schmeckt sehr gut und herzlich verabschieden wir uns von den Leuten hier in dieser tollen Unterkunft im Panhandle. Die heutige Tagesetappe bis nach Namibia ist nicht allzu weit. Bis zum Grenzübergang von Botswana nach Namibia bei der Mohembo-Border
sind es 90 Kilometer, von dort nochmal 30 Kilometer nach Divundu (davon 20 km über die Transitstrecke des Magangu-Nationalparks), den Affen haben wir irgendwo zwischendrin entdeckt,
und schließlich rund 20 Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft in Namibia, also insgesamt runde 140 Kilometer.
Unterwegs machen wir immer wieder interessante Beobachtungen, man kann mit den Einheimischen guten Kontakt halten, die Leute sind sehr freundlich. Solche Trödeleien, wie wir sie hier an den Tag legten, gehen natürlich nur dann, wenn man genügend Zeit hat. Und die hatten wir, denn unsere Kofferstory ist schon längst verdaut und wir merken stündlich, wie wir immer mehr "ankommen", hier in diesem herrlichen Teil Afrikas, wo es für uns immer wieder erstaunlich ist, welch positive Auswirkung dieser Kontinent auf uns hat.
Von zu Hause aus haben wir via e-mail mit Alexander, dem Inhaber der Mobola-Lodge, geklärt, wie denn das so ist mit dem Einkaufen im Supermarkt, ob´s da in Divundu doch einen Spar oder so was ähnliches gibt. Ja ja, so wurde uns geschrieben, alles kein Problem, wir sollen in Divundu das kaufen, was wir bekommen, den Rest hat er.
Also wir nichts wie rein in den ersten Supermarkt (natürlich der bei der Tankstelle, denn Tanken ist ja immer die erste Anlaufstation), allerdings wurde dieser Spar seinem Namen mehr als gerecht, hier waren alle Lebensmittel sehr sparsam vertreten. Leere Regale, gut ausgestattet will was anderes heißen. Und wie wir da so stehen und drüber nachdenken, dass es hier eigentlich überhaupt nicht das gibt, was wir uns so vorstellen, spricht uns die Dame an der Kasse an und empfiehlt uns doch tatsächlich, zur Konkurrenz um die Ecke zu gehen. Dort wäre das Angebot deutlich besser und wir finden bestimmt die Dinge, die wir brauchen. Also wir rüber zum anderen Supermarkt, und siehe da, alles in (fast) bester Ordnung. Die Auswahl war zwar immer noch nicht so berauschend, aber zumindest konnten wir (viiiiieeele) Getränke und ein paar andere Kleinigkeiten kaufen.
2 Kid´s aus dem Nachbarauto schauen uns ganz begeistert beim "einladen" zu:
Eine superfreundliche Chefin hat dieser Supermarkt. Auf unsere Bemerkung, dass der Feta schon um 8 Tage über dem Datum sei meinte Sie (was sonst?:): "Don´t worry ......". Als sie aber unsere doch eher besorgten Gesichter gesehen hat und ihr Blick über unseren mehr als vollen Einkaufswagen schweift, nimmt die gute Frau den Feta, trägt ihn vor zu Kasse und sagt der Kassiererin, die beiden Touris da vorne (damit meint sie uns) brauchen für den Feta nichts zahlen, lacht sich dabei einen ab und wir stehen mal wieder da wie die letzten .... Na ja, so macht man ein "Mini-Schnäppchen". 🤩 🙂 🤩 Zu unserer Ehrenrettung sei gesagt, dass wir den Feta natürlich bezahlen wollten, aber die Supermarktchefin ließ sich´s nicht mehr nehmen ...
Jetzt aber zur Mobola Lodge:
Grad da oben im Caprivigebiet, in der Nähe der Popa-Falls, dort gibt es eine große Anzahl von Unterkünften in allen möglich Preisklassen. Von schweineteuer bis zu supergünstig. Wir haben uns, um auch in diesem Punkt unserem Reisetitel gerecht zu werden, für die supergünstige Variante entschieden. Mit der Mobola-Lodge haben wir aber nicht nur eine außergewöhnlich günstige, sondern auch außergewöhnlich reizende und schöne Unterkunft gewählt.
www.mobola-lodge.com
Die Mobola Lodge ist für uns das, was man sich unter Luxus-self-catering vorstellt. Hier ist alles da, was man sich nur denken kann. Ich darf mal aufzählen: Feuerholz, Anzünder, Kaffeepulver, Creamer, Zucker, Salz, Gewürze, Trinkwasser in 5 Ltr Kanister, Streichhölzer, Windlicher, jede Menge Geschirr, jede Menge Töpfe, einfach alles, was man sich nur erträumen kann. Und dabei sei gesagt, dass die Küche in einem top-sauberen Zustand war. Und zwar wirklich top-sauber. Es hat an nichts gefehlt, und die Lage direkt am Okavango River sucht seinesgleichen. Zu den weiteren highlights gehört eine Outdoor-Dusche, ein toller Grillplatz, eine wunderbare Terrasse unmittelbar am River und zur Krönung war dann noch um die Ecke ein Felsenpool. Auch der Felsenpool tiptop sauber, eine sehr angenehme Angelegenheit.
Die Inhaber, zwei deutsche Landsleute, kümmern sich hervorragend um das Wohl der Gäste. Völlig unaufdringlich, aber trotzdem immer da, wenn man sie braucht. Genau so, wie wir uns das wünschen. Wir mögen es nämlich gar nicht, von den Gastgebern "zugetextet" zu werden. Hier hat das gepasst, es war einfach nur Klasse. 🙂
Zum Preis: Wir haben hier pro Nacht 60 Euro für den Bungalow bezahlt, ein Preis, der absolut unschlagbar ist. Unser Fleisch für die drei Nächte haben wir von Alexander gekauft - wir haben selten so gutes Oryx- und Kudufilet gegessen. Für über ein Kilo Kudufilet knapp unter 10 Euro bezahlt, das ist schon sensationell, noch dazu, wenn die Qualität passt. Und die hat gepasst. So gut, dass wir uns bei der Abfahrt noch für die nächsten Tage inclusive Zimbabwe eingedeckt haben. 😉
Nachdem wir´s uns häuslich eingerichtet haben, machen wir noch eine 1 1/2 stündige Bootstour auf dem Okavango. Mit dabei eine Familie aus Kapstadt, sehr angenehme Leute. Am ersten Abend waren hier auf der Mobola-Lodge 2 von insgesamt 4 Bungalows belegt, am zweiten und dritten Abend waren wir wieder mal die einzigen Gäste.
Hier sieht man den Bootssteg
an der anderen Uferböschung mal ein Krokodil
und die Stimmung war wunderbar. Der Mann aus Kapstadt meinte dann zu uns - nirgendwo auf der Welt können wir schönere Himmelsstimmungen und Sonnenuntergänge sehen wie in Afrika. Wir glauben ihm das gerne und können uns selbst davon überzeugen. Nach der Bootstour lädt uns die freundliche Familie aus Kapstadt noch auf ein Glaserl Wein auf deren Terrasse ein, und nach einer Stunde "Weinverkostung" haben wir zu tun, damit wir noch zu unserem Bungalow finden. 🤢 🤪
Kosten für die Bootstour inclusive sundowner -Getränke satt für uns zwei: 150 ND pro Pers, also grad mal um die 10 Euro, das ist "nix".
Champagner8'684 Beiträge · seit 201023. Mai 2014 · #79
Weißt du Schorsch, das Beste an der Schnäppchen-Geschichte ist ja, dass ich beim Lesen dein freudiges Gesicht vor Augen habe 🙂 !! Ich kann mir richtig vorstellen, wie deine Augen geleuchtet haben bei deinen gelungenen Deals - da hast du aber auch echt gut recherchiert und geplant, oder?!
Übrigens werde ich die Strecke von Maun hoch nach Etsha und dann zum Camp nicht selber fahren - wir sind ja mit Local Guides unterwegs. Also werde ich mich völlig entspannt zurücklehnen können 😎 ! Wie gesagt, auf Grund deiner Fotos freu ich mich jetzt noch mehr - dieser Abschnitt war mir bisher ein bisschen als schlechter Einstieg für meine noch nie in Afrika gewesenene Freunde im Magen gelegen! Also nochmal danke!
Und danke auch schon mal prophylaktisch fürs Weiterschreiben 😉 !
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201123. Mai 2014 · #80
Hallo Claus,
ich möchte mich jetzt mal über das "Danke"-drücken hinaus bei Dir bedanken für Deinen witzigen, informativen und schön bebilderten RB. Eine Frage habe ich zu den nicht mitgekommenen Koffern: ist die Fluggesellschaft nicht verpflichtet, Euch die Koffer hinterher zu tragen 😗 ? Wir hatten das Problem Weihnachten 94 in Tanzania - wir waren zu viert, und kein einziger Koffer ist angekommen 😈 ! Unsere vollständig gebuchte und bezahlte Tour begann am nächsten Morgen. Das Safari-Unternehmen (Roy Safaris) hat sich um alles gekümmert und uns die Koffer hinterher gefahren. Hat allerdings 3 Tage gedauert, bis wir die Sachen hatten. Wegen der Feiertage hatte kein Laden auf. Die Mädels haben sich an einem Stand je eine 2nd Hand Herren-Unterhose zum Wechseln gekauft. Mein Bruder und ich haben die Hosen ohne was drunter angezogen und die gewaschenen Unterhosen im Fahrtwind getrocknet. Außerdem hatte Roy jedem ein T-Shirt geschenkt - das diente dann auch als Handtuch! OB Roy Safaris die Aufwendungen von KLM erstattet bekommen haben, weiß ich leider nicht.
LG aus HH, wo wir gerade Touristen-Abschreck-Wetter haben 🤩 ,